Star Trek

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen



    • Anlässlich des kommenden Films Star Trek Into Darkness bin ich mal so frei und erstelle einen Thread zum kompletten Star Trek-Franchise, welcher gleich als Diskussionsplattform für alles herhalten kann, was da noch so kommt. Parallel zu unserem Thread zu Star Wars, nur etwas ausformulierter. xD Die wenigsten wissen dies vielleicht, aber ich war in meiner Kindheit und Jugend ein kleiner Trekkie. Damals war Star Trek aber auch eine komplett andere Nummer, die Serien waren absolut prägend in der Fernsehlandschaft und regelmäßig kamen neue Filme ins Kino. Nach dem eher miesen zehnten Film "Nemesis" und der fünften Serie "Enterprise", die auch nicht allzu positiv angenommen wurde, ist das Franchise aber eingegangen und lag für lange Zeit brach, bis es dann 2009 zu dem Reboot von Abrams kam. Und mit Into Darkness kommt auch langsam das Verlangen nach einer neuen Star Trek-Serie wieder auf.

      Nun, mit dem Thread will ich einen kurzen Überblick über das Star Trek-Universum, sowie über alle Serien und Filme liefern. Das wird natürlich nur knapp an der Overfläche kratzen, weil Star Trek doch sehr komplex ist. Wer gerne mal schnuppern möchte, wie die alten Serien so waren, dem kann ich Tele 5 empfehlen, deren Vorabend-Programm derzeit komplett aus Star Trek besteht.

      Das Universum

      Star Trek spielt sich hauptsächlich im 23. und 24. Jahrhundert ab, wo es eine vereinte Föderation der Planeten gibt mit einer Sternenflotte, die primär bestrebt ist, fremdes Leben zu erforschen und neue Welten zu entdecken. Die menschliche Zivilisation hat sich hier in nahezu utopische Zustände weiterentwickelt. Es gibt auf der Erde kein Geld mehr, kein Hunger, keine Kriege und alle Menschen sind nur bestrebt, sich selbst zu verbessern, wo im Mittelpunkt das Raumfahrtprogramm steht. Ein zentraler Teil von Star Trek sind vor allem die Technologien wie der Warpantrieb, der über Raumkrümmung Reisen mit Überlichtgeschwindikeit ermöglicht; das berühmte "Beamen" zur Teleportation; Replikatoren, mit denen sich Materie umwandeln lässt (Abfall in Essen) oder das Holodeck, der Traum eines jeden Gamers.

      Was die Serie auch auszeichnet, ist die Zusammenstellung von Charakteren mit völlig anderen ethnischen Hintergründen. So befanden sich auf der Brücke der klassischen Enterprise eine Afro-Amerikanerin, ein Russe, ein Chinese und ein Alien. Damals in den 60ern war dies ein absolutes Novum und wurde sogar von Martin Luther King persönlich angeprießen (der die Schauspielerin von Uhura dazu motiviert hatte, weiterzumachen).

      Unsere Galaxie ist in Star Trek in vier Quadranten unterteilt und Heimat verschiedener außerirdischer Rassen, die meist durch starke Stereotypen geprägt sind. So gibt es die feindseelige Kriegerrasse der Klingonen, die gefühlskalten Logiker der Vulkanier, die geldgierigen Ferrengi, die religiösen Bajoraner, die hinterhältigen Romulaner und die seelenlosen Maschinenwesen der Borg... während die Menschen auf der Brücke der Enterprise niemals vereinter waren, werden halt gegenwärtige Konflikte immer auf verschiedene Alienrassen übertragen, die dann wieder nur für verschiedene ethnische oder religiöse Gruppen stehen... xD

      Im Mittelpunkt stehen oftmals diverse moralische Problemstellungen, insbesondere die oberste Direktive, die eine Nichteinmischung in fremde Kulturen fordert.


      Die Serien

      Star Trek: The Original Series (1966–1969)

      Das Original. Von Gene Roddenberry. Mit James T. Kirk (William Shatner), Spock (Leonard Nimoy), McCoy (DeForrest Kelley), Scotty (James Doohan), Uhura (Nichelle Nichols), Sulu (George Takei) und Chekov (Walter König). Hierzulande eher bekannt als "Raumschiff Enterprise". Die Enterprise ist das Flagschiff der Föderation, welches auf Forschungsreise ist. Mit jeder Episode stößt die Crew auf einen anderen Planeten mit neuen Gefahren. Für Kirk hieß das meist, wieder irgendeine andere attraktive Alien-Frau zu vernaschen. Das Format ist kultig und trashig zugleich, war aber maßgebend für alle zukünftigen Science Fiction-Serien und schaffte vier Spin-Offs, sowie 12 Kinofilme. Ironisch daher, dass ausgerechnet diese Serie nach drei Staffel abgesetzt wurde.

      Vieles der Serie wurde zum Teil moderner Popkultur. Dazu gehört z.B. das Phänomen der "Redshirts" - oftmals wurden die Protagonisten von unbekannten Sichterheitskräften auf ihre Außenmissionen begleitet, die meist rot getragen haben und in der Regel verstarben ("Er ist tot, Jim"). Immer wenn Begleitcharaktere ums Leben kommen, spricht man daher heute von "Redshirts". Im neuen Star Trek-Film wurde dies sogar mit "Olsen" auf's Korn genommen.


      Star Trek: The Next Generation (1987–1994)

      "Das nächste Jahrhundert" auf der Enterprise D mit Jean Luc Picard (Patrick Stewart), Riker (Jonathan Frakes), dem Androiden Data (Brent Spiner), dem Klingonen Worf (Michael Dorn), der Telepathin Troy, dem blinden Ingeneur LaForge, der Ärztin Crusher und am Anfang auch dem nervigen Wesley (Wil Wheaton), den man eher noch durch Big Bang Theory kennt. Alles war etwas moderner und softer, das Format des Klassikers blieb aber erhalten und die Serie schaffte es auf volle sieben Staffeln, wo sie ein Ende fand, um der Crew von Picard den Weg auf die Kinoleinwand zu ermöglichen. Durchgehender Antagonist war hier Q, ein Wesen, das über die vollkommende Macht verfügt, das Universum nach seinen Wünschen umzugestalten.


      Star Trek: Deep Space Nine (1993–1999)

      Deep Space Nine ist so ziemlich die andersartigste Serie der fünf. Sie spielt auf der cardassianischen Raumstation Terrok Nor nach der Besetzung des Planeten Bajor durch die Cardassianer. In Händen der Föderation trägt die Station den Namen "Deep Space Nine" und wird zum zentralen Mittelpunkt des Alpha-Quadranten als in der Nähe der Station ein Wurmloch zum Gamma-Quadranten entdeckt wird. Die ersten Staffeln beschäftigen sich vor allem mit der Besetzung Bajors und der Erforschung des Gamma-Quadranten. Während dieser stoßen sie auf das Dominion, eine Macht, die nun auch den Alpha-Quadranten erobern will und dort einen Alliierten in den Cardassianern finden. Im Laufe der Serie entwickelt sich dann ein Krieg, wo Föderation, Klingonen und Romulaner Seite an Seite sich gegen das Dominion wehren.

      Die Serie kam von dem Allerheilsbild der Föderation weg, ist auch wesentlich düsterer und politischer. Sie entfernte sich erstmals von dem "Planet der Woche"-Format, baute einen episodenübergreifenden Handlungsverlauf auf und beschäftigte sich wesentlich tiefgehender mit den verschiedenen Mächten und Kulturen im Alpha-Quadranten. Gegen Ende der Serie nehmen die Protagonisten meist entscheidenden Einfluss auf ihre Heimatwelten. Die Serie wurde nach sieben Staffeln abgeschlossen.

      Kommandant von Deep Space Nine ist der Afro-Amerikaner Benjamin Sisko (Avery Brooks), der sich im Laufe der Serie zu einem militärischen Führer und Strategen etabliert. Sein Verbindungsoffizier zu den Bajoranern stellt Kira dar. Wechselbalg Odo ist der Sicherheitschef der Station, der auf der Suche nach seinem Volk entdecken muss, dass diese die Gründer des bösartigen Dominion sind. Die wunderschöne Trill Jadzia Dax hat bereits sieben Leben hinter sich und der medizinische Leiter Bashir wurde heimlich genetisch aufgebessert. Barbesitzer Quark ist Ferrengi und stets auf Profit aus. Aus der Vorgängerserie kommen noch Chief O'Brien als technischer Leiter und Worf als taktischer Offizier. Auch verfügt die Serie über ein breites Feld an wiederkehrenden Gastcharakteren.


      Star Trek: Voyager (1995–2001)

      Das modernste Schiff der Sternenflotte wird angesetzt, ein paar Terroristen des Marquis zu verfolgen. Beide Schiffe werden aber von einer fremden Macht in den tiefen Delta-Quadranten gezogen. Die Crews müssen nun zusammenarbeiten, um wieder einen Weg nach hause zu finden, welches 70.000 Lichtjahre entfernt liegt. Genau wie Deep Space Nine brauchte die Serie gute drei Staffeln, um sich wirklich zu machen. Dies tat sie, indem sie sich primär auf die Borg fokusierte, die im Delta-Quadranten beheimatet sind und mit dem Film First Contact einen guten Schub bekamen. Die Borgkönigin etablierte sich als wiederkehrende Wiedersacherin, bis die Crew der Voyager am Ende der siebten Staffel endlich nach hause fand.

      Die Voyager steht unter dem Kommando von Mutti Kathryn Janeway, erstmals gab es also eine Frau in der Rolle des Kapitäns. An ihrer Seite steht Chakotay, ein Indianer und damit Sinnbild für den Marquis (die sich gegen die Vertreibung durch die Cardassianer gewehrt haben). Dann haben wir noch den Vulkanier Tuvok, das Frettchen Nelix, die Klingonen-Mensch-Hybride Torres, den Piloten Tom Paris, sowie Operator Harry Kim. Besonders hervorstechen tun aber der Holodoc (Robert Picardo) und die ehemalige Borgdrone Seven of Nine (Jeri Ryan), die besonders im Zusammenspiel sehr unterhaltsam sein konnten.


      Star Trek: Enterprise (2001–2005)

      Diese Serie spielt ca. 100 Jahre vor dem Original in einer Zeit, wo es die Föderation noch nicht gab. Genausowenig wie Transporter oder Traktorstrahlen (für Letzteres mussten Greifhaken herhalten xD). Alles ist etwas rustikaler auf dem Prototyp der Enterprise und die alles bestimmenden Direktiven der Föderation stehen nicht im Weg. Damit nicht alles nur älter und schlechter ist, drehen sich die ersten zwei Staffeln um eine Bedrohung aus dem 29. Jahrhundert, welche plant, die Entstehung der Föderation in der Vergangenheit zu verhindern. In Staffel 3 wird dann die Erde von einer fremden Macht angegriffen und Captain Archer begibt sich auf einen Rachefeldzug, äh... auf eine diplomatische Mission. Wirklich gut ist erst die vierte Staffel, welche dann wirklich zeigt, wie die Föderation entstanden ist und viele Dinge aus den anderen Star Trek-Serien und Filmen aufgreift. So wird zum Beispiel auf unterhaltsame Art und Weise erklärt, warum die Klingonen in der Originalserie noch keine runzlige Stirn hatten. Aber während die vierte Staffel echt sehenswert ist, kam dies für die Serie zu spät und sie wurde nach dem wohlmöglichst enttäuschensten Serienfinale überhaupt abgesetzt

      Captain der Enterprise NX-01 ist Jonathan Archer (Scott Bakula). Sein erster Offizier ist die Vulkanierin T'Pol (Jolene Blalock), wobei die Vulkanier hauptsächlich die Menschen in ihrem Tun überwacht haben. Vom Rest der Crew blieb eigentlich nur der recht außergewöhnliche Dr. Phlox in Erinnerung, sowie Chefingenieur Trip Tucker, der in der Serie irgendwie der Mann für absolut alles ist. Dann gab es noch Travis Mayweather als Pilot, Hoshi Sato als Kommunikationsoffzier und Malcolm Reed als Waffenguru.


      Star Trek: Discovery (2017)

      Zu der neuen Serie auf CBS ist noch nicht viel bekannt, außer dass es hier eine neue Crew und neue Abenteuer geben wird. Die Serie spielt im alten Universum und nicht im alternativen Kino-Universum der neuen Filme.


      Die Filme

      Die Klassiker
      Star Trek: The Motion Picture (1979)

      Eine bedrohliche Anomalie nähert sich der Erde und die Enterprise steuert hinein, um diese zu erforschen und ggf. aufzuhalten. Öhm, das war's. Der Film ist fürchterlich träge und blieb weit hinter den Erwartungen... an dem Punkt wurden Schöpfer Gene Roddenberry auch die Zügel abgenommen.


      Star Trek II: The Wrath of Khan (1982)

      Im Herzen der wahre erste Teil lässt Star Trek II das Debakel des ersten Films schnell vergessen. Das komplette Design wurde umgekrempelt und der Film glänzte mit einer wesentlich düsteren Grundstimmung, sowie einem exzellenten Antagonisten. Dabei handelt es sich um Khan Noonien Singh, einen genetisch aufgewerteten Supermenschen, der in der alten Serie von Kirk gestoppt und ausgesetzt wurde. Dieser will sich "Genesis" an den Nagel reißen, eine Technologie, welche einen toten Planeten wieder mit Leben füllen soll, die aber in den falschen Händen auch als Massenvernichtungswaffe dienen kann. In dem Showdown des Films opfert sich Spock, um die Crew der Enterprise zu retten.


      Star Trek III: The Search for Spock (1984)

      Der dritte Film greift nahtlos die Geschehnisse des zweiten Teils auf und setzt dort an. Die Crew der Enterprise hat Grund zur Annahme, dass Spock durch den Genesis-Effekt wiederbelebt wurde. Um ihn zu retten, müssen sie sich aber gegen die Föderation stellen und die Enterprise stehlen. Auf Genesis stellen sich ihnen Klingonen auf den Weg, wo im Laufe des Konfliktes die Enterprise geopfert werden muss. Der Film versucht zwar irgendwo an den Erfolg des zweiten Teils anzuknüpfen, wirkt aber eher wie ein schlechter Aufguss dessen...


      Star Trek IV: The Voyage Home (1986)

      Spock lebt wieder und die Crew der Enterprise begibt sich zurück zur Erde an Bord des klingonischen Bird of Preys, den sie im letzten Film gekapert hatten. Allerdings nähert sich eine Sonde der Erde, welche die Ozeane ins Chaos stürzt. Die Crew der Enterprise findet heraus, dass die Sonde versucht, mit Walen zu kommunizieren, die allerdings ausgestorben sind. Daher begibt sich die Enterprise einfach mal ins 20. Jahrhundert, um paar Wale zu klauen. Der Film gleicht eher einer Science Fiction-Komödie, kann aber durchaus sehr unterhaltsam sein.


      Star Trek V: The Final Frontier (1989)

      Die neue Enterprise A eilt zur Rettung einiger als Geisel genommener Botschafter auf Nimbus III. Hinter all dem steckt Spocks Halbbruder Sybok, der die Enterprise unter seine Kontrolle bringt, um im Zentrum der Galaxis nach Gott zu suchen... paar Klingonen kacken auch noch mit auf dem Tisch, um diesen eher schlechten filmischen Beitrag zum Star Trek-Universum die finale Note zu verpassen. In Erinnerung bleibt vor allem eine viel zu alte Uhuru, die mit einem halbnackten Tanz versucht Wachen abzulenken... ürghs.


      Star Trek VI: The Undiscovered Country (1991)

      Star Trek VI ist neben Star Trek II sicherlich der beste Film in der Kirk-Ära und gibt die damalige Grundstimmung zum Ende des kalten Krieges in Sci-Fi-Form wieder. Die Klingonen sind angeschlagen und wollen Friedensverhandlungen mit der Föderation, wo sich die Enterprise mit dem klingonischen Kanzler trifft. Dabei wird aber ein Attentat auf die Klingonen verübt, woraufhin Kirk vor ein klingonisches Gericht kommt und zusammen mit McCoy auf einem Gefängnisplaneten ausgesetzt wird. Spock und die Crew der Enterprise versuchen nun zu ermitteln, wer tatsächlich hinter den Anschlägen steckt.

      Die nächste Generation
      Star Trek: Generations (1994)

      Auf dem Jungfernflug der Enterprise B, dem Kirk, Scotty und Chekov teilwohnen, kommt es zu einer unerwarteten Rettungsaktion, wo ein kleines Passagierschiff vor einem Energieband gerettet werden muss. Dieses Energieband reißt ein Loch in die Enterprise B und kostet hier James T. Kirk vermeintlich das Leben. 100 Jahre später versucht ein verrückter Wissenschaftler den Kurs des Energiebands zu korrigieren. Denn dieses führt in den "Nexus", eine Art paradiesähnliche Form der Existenz. Um sein Ziel zu erreichen, sprengt er ganze Sonnensysteme in die Luft, und die Crew der Enterpise D versucht ihn zu stoppen. Dabei bekommt Captain Picard Unterstützung von seinem legendären Vorgänger.

      Der Film hatte den Zweck, einen Übergang von der Kirk- in die Picard-Ära auf der Leinwand zu schaffen, ist aber eher durchwachsen und hatte einige Budget-Schwierigkeiten. Sets wurden bunt zusammengewürfelt und es gab nicht mal einheitliche Uniformen. Eine Szene, wo ein klingonischer Bird of Prey explodiert, wurde sogar aus dem letzten Film recyclet. Alles in allem wirkte es dadurch eher wie eine überteuerte Next Generation-Episode.


      Star Trek: First Contact (1996)

      Die Borg greifen die Erde an und erzeugen ein Portal in die Vergangenheit, in welches die Enteprise E folgt. Sie landen im späten 21. Jahrhundert, wo der erste Warpflug und der erste Kontakt mit den Vulkaniern stattfand, was die Borg nun zu verhindern zu versuchen. Dafür nisten sie sich im Maschinenraum der Enterprise, wo die Crew nun Deck für Deck um ihr eigenes Schiff kämpft. Und auf der Erde müssen sie dafür sorgen, dass trotz der Eskapaden der Erfinder des Warpantriebs zur rechten Zeit seinen Warpflug unternimmt, damit die Geschichte nicht verändert wird. Für Picard, der früher mal von Borg assimiliert und an das Kollektiv angeschlossen wurde, wird die Sache schnell zur persönlichen Jagd nach seinem weißen Wal.

      Der Film ist vom Ton her wesentlich düsterer als all seine Vorgänger. Ähnlich wie bei Star Trek II wurde diesmal das komplette Design umgekrempelt, um den Film etwas zeitgemäßer zu machen und auch eine solidere Grundlage für nachfolgende Filme zu schaffen. Das neue Design war vor allem maßgebend für die späteren Staffeln der Serien Voyager und Deep Space Nine.


      Star Trek: Insurrection (1998)

      Die Enterprise trifft auf einen paradiesähnlichen Planeten, dessen Einwohner nicht altern. Die Föderation kooperiert hier mit einer zwielichtigen Gruppe mit dem Ziel, die Strahlung der Planetenringe zum Wohle aller zu nutzen. Dafür müssen aber die Einwohner des Planeten umgesiedelt werden. Picard und seine Crew stellen sich gegen die Föderation, um die Bewohner zu retten... Die moralischen Konflikte in dem Film sind zu schwach ausgearbeitet und das Handeln der Protagonisten teilweise nur schwer nachzuvollziehen, wodurch der Film sehr auf der Strecke bleibt. Dass in dem Film eine Lebensart verherrlicht wird, die sich quasi gegen alles richtet, was den Fortschritt in Star Trek ausmacht, war auch nicht gerade hilfreich.... "Holodecks, Replikatoren, Raumfahrt...? Pöh, wir pflanzen lieber Kartoffeln, hihihhi"


      Star Trek: Nemesis (2002)

      Der letzte Film der Picard-Ära wirkt wieder wesentlich düsterer, besonders im Kontrast zur bunten Blümchenwelt in Teil 9, und setzt sehr viel auf Action. Picard trifft auf einen Klon von sich selber, der im Schatten der romulanischen Schwersternwelt Remus aufgewachsen ist, über ein supermächtiges Kriegsschiff verfügt und aus irgendeinem Grund, der mir entfallen ist, die Erde angreifen will. Der Film ist extrem flach, durchbrach das Schema, dass zumindest die geraden Star Trek-Filme alle gut sind und leitete damit auch das Ende von Star Trek auf der Leinwand ein, zumindest für einige Jahre...



      Star Trek (2009)

      Ein romulanisches Bergbauschiff (das interessanterweise besser bewaffnet ist als der Rest der Föderation) kommt aus einer Zeitanomalie und trifft auf die USS Kelvin, wo George Kirk allen das Leben rettet. Jahre später tritt sein Sohn der Sternenflotte bei, um in seine Fußstapfen zu treten. Zu der Zeit tritt auch wieder das romulanische Schiff in Aktion. An Bord befindet sich Nero, der sich an Spock rächen will, weil dieser es 150 Jahre später nicht geschafft hat, Romulus vor einer Supernova zu retten. Dafür zerstört er eben mal Vulkan und zielt es als Nächstes auf die Erde ab.

      Zu dem Reboot von J.J. Abrams kann man ja einiges sagen. Wir haben Jugendliche, die frisch aus der Akademie direkt im Sitz des Captains landen... ein etwas zu zeitgemäßes iPod-Design... alte Star Trek-Moralien werden durch hochtragendes Geschwätz über die Verantwortung eines Kommandos eingetauscht... und Plotholes, wohin das Auge reicht... Aber man kann soviel Schlechtes über den Film sagen, wie man will, er war verdammt nochmal echt unterhaltsam und auch entsprechend erfolgreich. So erfolgreich, dass direkt zwei Sequels bestellt wurden. Und das Trio Kirk, Spock und McCoy wurde echt klasse besetzt, Pine, Quinto und Urban wissen alle in ihren Rollen zu überzeugen. Die alte Chemie ist da, es wirkt aber alles frisch und dynamisch.


      Star Trek Into Darkness (2013)

      Der zweite neue Star Trek-Film ist im Großen und Ganzen eine Hommage an den Klassiker Star Trek II - The Wrath of Khan, wo der altbekannte Gegenspieler Khan (hier verkörpert von Benedict Cumberbatch) Terroranschläge auf der Erde veranstaltet und dann in klingonisches Territorium flüchtet. Die Enterprise bekommt den Auftrag, Khan in Gewahrsam zu nehmen, und gerät dabei aber in ein Komplott unter den eigenen Reihen.


      Star Trek Beyond (2016)

      Die Crew der Enterprise befindet sich inmitten ihrer 5-Jahres-Mission und macht Halt auf der Sternenbasis Yorktown, nachdem eine Friedensmission, wo sie ein Artefakt einer antiken Waffen abliefern sollte, ein wenig schief ging. Kurze Zeit später landet eine Rettungskapsel bei Yorktown mit einer Frau, deren Crew auf einem Planeten innerhalb eines bislang unerforschten Nebels gestrandet ist und die um Hilfe ersucht. Die Enterprise folgt diesem Hilfegesuch und gerät dabei in eine Falle, wo das Schiff zerstört und die Crew auf dem Planeten verstreut wird, wo der Bösewicht "Krall" einen Teil der Crew gefangen hält und auf der Suche nach dem Artefakt für die antike Waffe ist.
    • Ich persöhnlich bin mit Voyager aufgewachsen, mit Deep Space Nine konnte ich nichts anfangen, TNG hab ich aber auch gerne gesehen. Auch die Originalserie hab ich Großteils gesehen sowie diverse Filme.

      Was mir an Voyager und TNG gut gefallen hatte, war das man jede Woche was neues erlebte, Planeten untersuchte oder auf ein Raumschiff getroffen ist, es gab immer neue Geschichten und man konnte mal eine Episode verpassen ohne direkt einen Riss in der Geschichte zu haben - DSN war mir zu statisch, es ging meist immer um dieselben Charaktere, Planeten und ein paar Raumschiffe. Kaum richtige Abwechslung, kein Richtiges Star Trek Gefühl. Grade die auf sich allein gestellte Voyager hatte bei mir ein ganz besonderes "Zuhause" Gefühl, man kannte die Hauptcharaktere, das Schiff, man wusste den Auftrag des Schiffes und dennoch entwickelte sich jede Woche völlig neue Geschichten.

      Wie TT aber schon schrieb, das Star Trek Universum ist eigentlich viel zu komplex um es halbwegs zusammenfassen zu können - man muss sich eigentlich drauf einlassen und einfach mal ein paar Episoden sich ansehen. Was ganz gut bei Verständnisproblemen hilft ist die Memoria Alpha, eine Star Trek Wiki die sehr ausführlich so gut wie alles zusammengetragen hat, was mit der Serie zu tun hat.

      Mir persönlich hat die Neuauflage von Star Trek(also die Serie) nicht gefallen, es passte irgendwie einfach nicht, mit der Serie lief es einfach nicht rund und hat eigentlich viel zu spät ein Ende gesehen - ein Schaden unter dem Star Trek bis heute leiden muss.

      Der letzte Film war ganz ok, allerding wäre es mir lieber wenn man beim bekannten Universum und Zeitstrahl bleiben würde, statt einen Relaunch zu starten - vielleicht bin ich da aber auch zu engstirnig und möchte bei dem bekannten bleiben. Anderseits wer möchte schon ein One Piece gucken in dem z.B. Nami nie der Bande beigetreten ist oder Zorro nur mit einen Schwert kämpft - klar gibt es dadurch viele neue Möglichkeiten, aber man tritt gerade den alten Fans gegen den Kopf.

      Ich persönlich wünsche mir eine neue Serie die im bekannten Universum/Zeitstrahl angesiedelt ist und dieses angemessen fortführt.


      Das Star Trek Universum hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens, angefangen bei der Fernsehkultur über die Pop-Art bis zur modernen Wissenschaft: Auch heute noch versuchen Wissenschaftler Ideen aus Star Trek zu verwirklichen, sei es das Replizieren von Gegenständen(3D-Drucker sind ein Meilenstein auf dem Weg dorthin), Das Holodeck(man ist heute bereits in der Lage Lichtprojektionen zu erstellen, die sich im Raum darstellen und nicht auf einen TV), sämtliche Touch-Geräte beruhen auf einer Idee der Serie(die Konsolen der Raumschiffe haben nie Knöpfe gehabt und verändern sich wie heutige Tablets und co) bis hin zum Bau eines Trikorders(ein Gerät mit dem sich diverse Medizinische und andere Werte einfach erfassen und Ablesen lassen)

      Und eine kleine Anekdote am Rande:
      Das Beamen ist eigentlich nur erfunden worden, weil es zur Zeit der Originalserie zu teuer und aufwändig war, jedes Mal das Raumschiff/ein Shuttle landen zu lassen wenn man einen Planeten erkundet. Da war das Beamen ein kostensparender Trick. Heute gehört es zum A und O jeder Scyfy-Serie.
    • Heute ist der große internationale Trailer erschienen. Nach dem zweiten, eher humorvollen Trailer (siehe hier), macht dieser wieder ernst und zeigt erstmals mehr von den Intentionen des Bösewichts, den Cumberbatch verkörpern wird.



      Ich hab hier hauptsächlich Angst, dass das wieder die Art Trailer ist, wo alle guten Action-Szenen bereits gezeigt werden. xD Der Absturz der Enterprise dürfte sicherlich einer der größten Momente im Film sein und wurde nun bereits aus sämtlichen Perspektiven präsentiert. Ich hoffe, der Film wird noch ein paar Überraschungen mit sich bringen.

      Besonders um den Bösewicht wird ja ein großes Geheimnis gemacht, weil die Macher nicht wollen, dass man hier gespoilert wird und mit Wissen in den Film geht, welches Kirk und Spock anfangs noch nicht haben. Ich hoff auch mal, dass ich bis zum Kinobesuch potentiellen Spoilern entgehen kann. xD Wobei man wohl nach dem Trailer ausschließen kann, dass es sich hier um Khan handelt.
    • StarTrek... meine Kindheit und meine Jugend wurden von diesem Franchise geprägt. Unendliche Vielfalt in unendlichen Kombinationen. Mit VOY fing es an, Enterprise brachte mich endgültig auf Kurs und DS9 ist für mich immer noch der Höhepunkt (wenn man die ersten 2,5 Staffeln übersteht). TNG und TOS habe ich, altersbedingt :P , erst im Nachhinein gesehen und war dennoch begeistert. Neben BSG/Galactica TOS wohl die prägenste Serie meiner Kindheit.

      Aber zum Trailer:
      Amerikanisches 9/11 Trauma trifft Star Trek Universum- so sehen bislang fast alle Trailer aus. Schon im ersten Film war zu sehen, das es düsterer wurde, weg von dem Erfoschen fremder Welten, auch ein wenig weg von den Träumen und den Idealen, die Star Trek verkörperte. Dafür mehr actionlastiges Material. Ich denke, da könnte man sich jetzt wieder super drüber streiten, in wie weit die Neue Zeitlinie noch Roddenberrys Star Trek entspricht, aber wahrscheinlich sollte sich einfach jeder seine Meinung dazu selbst bilden. Statt eines langgedienten Kommandanten wie Picard, Original-Kirk oder Janeway haben wir plötzlich einen Kadetten, der sich Mary Sue like sofort als Captain zurechtfindet und dabei voll ausgebildete Offiziere wie Spock und Scotty einfach mal übergeht. Wenn mans mag- bitte, aber wenn man jahrelang an was anderes gewöhnt war (Man stelle sich vor, Nervensäge Wesley wäre von der Akademie gekommen und hätte Picard und Riker auf die Plätze 2 und 3 verbannt), gewöhnungsbedürftig, wenn nicht sogar fremd.

      Dennoch freue ich mich auf den Film, auch wenn ich ehrlich bin und eine weitere Serie, zeitlich im Anschluss an DS9/VOY/TNG oder zwischen TOS und TNG angesiedelt, bevorzugt hätte. Nach dem holprigen Start mit lauter Plotholes hoffe ich darauf, das es besser wird und sich wieder erwarten auf die Star Trek Ideale beruft. Bislang scheint es sich um ein Remake des zweiten Films zu handeln, zumindest hat man viele Figuren wiederverwertet- ob es nun wirlich Khan ist oder es einfach ein anderer Name für den Charakter gibt, spielt kaum eine Rolle, finde ich. All das aber lässt mich hoffen. Hoffentlich fall ich damit nicht auf die Nase.

      In diesem Sinne
      Sofian :)

      Für alle, die des Englischen nicht so mächtig sind, hier die deutsche Version des Trailers.
      Finge tibi tuam sententiam!

      "Und da ist ja auch Commander Data, der mit seiner 3-Bit Speicherkapazität jede einstellige Additionsaufgabe innerhalb von 3 Stunden garantiert falsch lösen kann!"

      Theorien rund um FanFiktions oder das kreative Schreiben allgemein? Mein Autorenblog.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sofian ()

    • Star Trek Into Darkness Review

      So, gestern Star Trek Into Darkness gesehen... alles in allem wiederholt er die "Qualitäten" des ersten Teils, d.h. Lensflare-Optik (diesmal in 3D!), massive Plotholes in der Größe eines schwarzen Loches und jede Menge Szenen, wo die Charaktere schnell durch die Gänge der Enterprise rennen... Es fällt mir schwer zu sagen, welcher der beiden Filme nun der Bessere (bzw. der Schlechtere) ist, d.h. Into Darkness bleibt hinter meinen Erwartungen, da ich fest damit gerechnet hatte, dass der Film den ersten Teil übertreffen wird. Insgesamt fand ich den zweiten Teil dadurch besser, dass die alte Chemie zwischen den Originalcharakteren stärker und von vornherein präsent war. Leider bricht der Film unter seinem eigenen Gewicht zusammen, er baut massives Potential auf, nur um es dann sofort fallen zu lassen. Irgendwie bin ich am Ende total unzufrieden aus dem Kino gegangen, weil man noch viel mehr hätte aus der Story rausholen können, anstatt nur ein sinnfreies Action-Feuerwerk zu machen...

      Spoiler anzeigen
      Der Anfang des Film, die Sequenz, wo die Enterprise gegen die oberste Direktive verstößt, war absolut superb. Klasse Unterhaltung. Auch wenn man natürlich anzweifeln kann, ob es denn sinnvoll war, die Enterprise unter Wasser zu parken... aber das ist etwas, was sich (wieder) durch den ganzen Film zieht. Wir bekommen astreine Action-Sequenzen, der Sinn dahinter, wie es zu den Situationen kam, fehlt aber meistens.

      Den Ansatz, dass Kirk die oberste Direktive verletzt, fand ich eigentlich recht interessant, leider wird das alles sofort nach 5 Minuten fallen gelassen, um einen mächtig wirren Plot zu inszenieren, der irgendwie Star Trek II und Star Trek VI zusammenwürfelt. Antagonist John Harrison entpuppte sich nun doch als Khan (Überraschung, Überraschung), der von Admiral Großverschwörung irgendwo im Raum gefunden und für Sektion 31 (Aus DS9) angestellt wurde, wofür er Khans eingefrorene Leute als Geiseln nutzt. Khan versteckte dann aber seine Crew in neuen Supertorpedos, was natürlich auch absolut Sind macht - wenn man jemanden schützen will, tut man das halt am Besten, indem man ihn in einen Detonationskörper platziert... völlig logisch. xD Jedenfalls spielt er dann 9/11, um sich zu rächen, woraufhin die Enterprise den Auftrag bekommt, ihn zu jagen und zu töten. Nur um dann von Admiral Größverschwörung, der übrigens aus unerfindlichen Gründen unbedingt einen Krieg mit den Klingonen will, in seinem supergeheimen Megakampfschiff verfolgt und zerstört zu werden. Ähhhhm... ja.

      Also, da war ganz schön der Sinn los. Und aus Khan wurde viel zu wenig rausgeholt. Ich hätte es zum Beispiel interessant gefunden, wenn er seine Crew doch noch befreit und mit ihr die U.S.S. Vengeance besetzt hätte - das wäre eine interessante Situation für einen geilen Kampf gewesen. Für mich endete die ganze Sache mit Khan viel zu abrupt, der Antagonist hatte nicht wirklich die Chance, sich aufzubauen. Und die Trailer waren hier stark irreführend. Ich hatte fest damit gerechnet, dass die Enterprise abstürzen wird, anstattdessen war es die U.S.S. Vengeance, die Khan hier einfach mal ins Hauptquartier der Sternenflotte rasseln ließ als seinen letzten Terror-Akt.

      Bei Kirk und Spock gab es einen Rollentausch gegenüber Star Trek II, was ich zwar ganz gut fand, mich aber bei Weitem nicht so emotional bewegen konnte wie im Original. Dass Kirk durch Khans Blut wiederbelebt wird, war recht vorhersehbar und daher sein Opfertod in der dezent größeren Strahlungskammer nicht so bedeutungsstark wie Spocks Tod in Wrath of Khan. Auch war Spocks "Khhhhhhhhaaaaaaaaaaaaaaaaaan" irgendwie unpassend, einfach weil zum Großteil eher Admiral Großverschwörung Schuld war - wozu also groß auf Khan wütend sein?

      Ich finde, mit Admiral Großverschwörung hat man sich die Suppe irgendwie versalzen. Das war zu viel des Bösen, man hätte Khan stärker aufbauen und nutzen sollen, die zwei Antagonisten haben sich so bisschen den Platz weggenommen. Und bei Khan fehlte einfach diese alte Fehde, welche ihm in Star Trek II zu einem superben Gegner, nein zum besten Bösewicht im Star Trek-Universum gemacht hatte.

      Nett fand ich wieder den ganzen kleineren Fanservice, sei es ein Tribble auf McCoys Untersuchungstisch oder die Einbeziehung von Sektion 31, die man ja nur von Deep Space Nine kannte. Daher dachte ich am Anfang des Films auch tatsächlich, dass John Harrison einfach nur ein gentechnisch aufgewerteter Mensch ist (ähnlich wie Dr. Bashir), der für 31 arbeitete... aber gut, das wär dann auch verschwendetes Potential gewesen. Insgesamt fand ich die Idee gut, Khan als Antagonisten zu setzen, aber wie schon gesagt wurde mir daraus zu wenig gemacht.


      Wirklich gut war die Crew der Enterprise und deren Zusammenspiel. Da muss ich echt sagen, dass mir die neue Besetzung durch und durch gefällt. Dadurch, dass man die Charaktere nicht mehr einführen musste, konnten sie auch alle von vornherein in ihren gewohnten Rollen glänzen und die Original-Chemie zwischen den Charakteren wiedergeben. Simon Pegg als Scotty sorgt für einige Lacher, Zachary Quinto gibt nach wie vor einen fantastischen Spock ab und besonders gut gefällt mir Karl Urban als mürrischen McCoy.

      Die 3D-Effekte fand ich schick, da das aber erst mein zweiter Film in 3D war, kann ich leider nicht wirklich sagen, ob das nun was Besonderes war oder nicht. Mir hat's aber gefallen, es hat besonders gut den Look vom ersten Teil betont und wurde sehr gut für die Actionsequenzen eingesetzt. Nur teilweise hat man in der Action den Überblick verloren, was aber wohl ein generelles Problem mit 3D ist - das Auge versucht sich auf etwas zu refokusieren, was nicht da ist....

      Und der Film war auch wie der erste Teil eine einzige Achterbahnfahrt von einer phänomenalen Actionsequenz zur Nächsten, immer gepaart mit flotten Sprüchen. Wem der erste Teil Spaß gemacht hat, kommt auch hier wieder auf seine Kosten. Man darf halt nur nicht zu sehr darüber nachdenken, wie es zu den Situationen kam. Denn es macht in der Regel den Eindruck, dass die Story irgendwie zurecht gebogen wird, nur um bestimmte Action-Sequenzen zu realisieren - ob es nun Sinn macht oder nicht. Auch leiden unter dem Action-Gewirre die Charaktere, die gar nicht die Chance haben, sich wirklich dramaturgisch zu beweisen und dadurch eher wie eine Parodie auf ihrer selbst wirken, insbesondere Kirk.

      Für den dritten Teil geht es ja auf die Klingonen zu, wobei ich auch hoffe, dass sie Kirk und seine Crew auf die Borg treffen lassen. Klingonen-Borg ftw! xD
    • Mittlerweile habe ich den neuen Star Trek auch gesehen und kann sagen, dass er mir schon sehr gut gefallen hat. Zwar nicht alles, aber ich sehe es etwas weniger schlimm als TT, was aber auch daran liegen kann, dass ich mit Star Trek generell nicht viel zu tun habe. Ich habe hier und da ein paar Episoden von verschiedenen Star Trek Serien gesehen, die ich nicht wirklich zuordnen kann und ansonsten auch nur den letzten Film von J.J. Abrams, der mich damals auch recht gut unterhielt. Ich versuche das mal spoilerfrei zu halten.

      Wie beim letzten Teil gefallen mir hier die Charaktere sehr, wobei Zachary Quinto als Spock und Benedict Cumberbatch als der Antagonist besonders gute Leistung gebracht haben. Aber auch Simon Pegg, Karl Urban und Anton Yelchin spielten ihre Rolle sehr gut und waren für eine gute Portion an Humor im Film verantwortlich. Man muss sagen, dass J.J. Abrams sich sehr darauf konzentriert hat einige Szenen in voller Pracht darzustellen. So spielt sich eine der Kernszenen im Film in der Enterprise, recht spät im Film, die doch recht lang war und von den Interaktionen zwischen den Crewmitgliedern stark geprägt wurde, was mir sehr gefiel. Auch war das ganze optisch sehr ansehlich und insgesamt eines der besten 3D Effekte die ich je gesehen habe, dagegen war das 3D bei Iron Man 3 fast schon schmerzhaft. Die Abrams-typischen Lensflareeffekte fielen mir zwar auch auf, aber störten hier eigentlich nicht.

      Die Story empfand ich eher als etwas wirr. Es war jetzt nichts Kompliziertes oder ähnliches, aber bei einigen Stellen sah es für mich eher nach einem Standard-Blockbuster Streifen aus, wie z.B. während der ganzen Anfangsequenz. An sich ist nichts an dieser Sequenz auszusetzen und dient dazu erstens die Crew der Enterprise schon zu Beginn in Action zu sehen und zweitens entwickelt sich daraus ein weiterer Handlungsabschnitt. Doch dieser verpufft während des Films, da die Protagonisten mit etwas ganz anderem zu tun bekommen und damit etwas Potenzial verschwendet wird. Jedoch trägt die Anfangssequenz auch teilweise zur Charakterisierung von Spock und Kirk bei, die im Endeffekt nötig gewesen ist. Vor allem die Charakterisierung von Spock ist hier richtig gut und der 'Gefühlsausbruch' gegen Ende ein Highlight.
      Auch gibt es hier und da einige Wendungen, vielleicht sogar mehr als nötige, die ich an sich nicht als störend empfand, aber der Film daher keinen konsequenten Handlungsstrang verfolgt und stets was neues dazu kommt mit der sich die Enterprise auseinandersetzen muss. Mein größter Kritikpunkt ist, dass der Film am Ende einiges an Potenzial verschwendet, denn er endet dort wo es interessant wird. Es kommt zwar zu einer Auseinandersetzung, die auch gefällt, aber eher kurz ist und recht plötzlich endet. Da hätte man viel mehr draus machen können.

      Dass der Film für mich recht plötzlich geendet hat, heißt auch dass ich kaum bemerkt habe, dass der Film schon 2 Stunden lief. Also insgesamt war das schon pure Unterhaltung und auch eines der besseren Science-Fiction Filme, wie auch ein schönes Action-Spektakel mit toller Besetzung. Star Trek Into Darkness gefällt mir insgesamt etwas besser als der erste Teil und lässt mich in Vorfreude auf den nächsten Star Trek Film mit hoffentlich weiteren Gefühlsausbrüchen von Spock. ^^
    • Also mir gefiel der Film auch ganz gut ehrlich gesagt.
      Generell bin ich dem Relaunch sehr angetan. Bin selber Star Trek Fan seit TNG.
      So sehr Star Trek mir gefallen hat, so sehr hat mich aber auch das krass utopische Szenario gestört. Alles war ein bisschen "zu" sauber.
      Schön, dass diese Filme jetzt bisschen mehr Chaos in die ach so perfekte Föderation bringen.

      Back zum Film: Unglaublich gute Action-Szenen. Nur leider kommt er mir auch ein bisschen zu oberflächlich rüber. Es wurden so interessante und tiefsinnige Themen angerührt aber nicht vollends verarbeitet leider.

      Zum Plot:
      Spoiler anzeigen
      Das "Auftauchen" der Enterprise war einfach nur super! Großer Wow-Effekt! Wer musste noch beim Namen des Planeten "Nibiru" schmunzeln? ;D Die Rettung Kirks war extrem vorhersehbar und dadurch ist auch mir die elendig lange Sterbesequenz ein bisschen auf den Sack gegangen. Die U.S.S. Vengeance gefiel mir sehr. Die Story um Khan wurde auch m.M.n. zu abrupt beendet. Im großen und ganzen kam mir der Film so vor als, wäre es "nur" eine Vorbereitung auf den kommenden großen Krieg mit den Klingonen. Btw gefiel mir das Klingonendesign auch ganz gut.
    • Star Trek Into Darkness= Amerikanisches 9/11 Trauma meets Star Trek II und Star Trek IV. Und die Szenen im Raumschiffkampf erinnern dann sogar noch ein wenig an StarTrek Nemesis. Nichts Neues also, das man hier mit 3D und möglichst viel Krachbumm umsetzen wollte.

      Klingt jetzt erstmal negativ, aber in meinen Augen hat Star Trek: Into Darkness das geschafft, was Star Trek (2009) nie geschafft hatte: Eine gelungene Fortführung des Franchises. Zum einen finden wir hier endlich, endlich die vermisste Chemie des Trios McCoy, Spock und Kirk wieder, von der viele TOS Folgen gelebt haben, wir haben einen wirklich würdigen Nachfolger in der Rolle des Scotty. Chekov und Sulu kommen in diesem Film mal wieder ein wenig zu kurz, auch weil sich Uhura in den Vordergrund drängte. Das mit Dr. Marcus wohl nun ein weiteres Crewmitglied zur Hauptbesatzung hinzukommt, finde ich deshalb auch eher suboptimal.
      Positiv aufgefallen sind mir die Uniformen. Auf dem Schiff selber haben sie noch die Schlafanzugartigen Traditionshemden aus TOS an, aber die Gala- bzw. Alltagsuniformen sehen endlich nicht mehr nach Zirkus, sondern mehr nach Militär aus. Ein positiver Zug, wie ich finde.

      Insgesamt hat der Film mir gefallen. Er kommt nicht an Der Zorn des Khan oder Das Unentdeckte Land heran, aber es ist ein guter Action- und ein sehr solider StarTrek Film. 8-)

      Spoiler anzeigen
      Das man hier die Handlung von zwei Filmen irgendwie in einen gedrängelt hat und dabei noch vier oder fünf Nebenstränge beginnt, die den Film einfach überladen, wurde ja bereits erwähnt. Der Beginn ist super und könnte so auch aus einer ENT Folge stammen, leider wird dieser Strang direkt fallengelassen. Stattdessen kann "die Sternenflotte ihn [Khan] nicht verfolgen, aber Kirk kann es"? Ja nee, is klar, die Enterprise ist ja nicht das Flaggschiff der Förderation und Kirk gehört nicht zur Sternenflotte... Ebenso schleierhaft wie die Begründung von Kirk sind Khans Beweggründe. Wieso zum Henker versteckt das Superhirn seine Leute in verfluchten Langstreckentorpedos, um sie zu schützen? Nicht, das eine mehrere Kilotonnen schwere Bombe nicht ein super Schlafplatz wäre, aber so macht er sich ja nur Erpressbar. Ähnlich schleierhaft finde ich auch die Szene, in der Dr. Marcus blank zieht. Die ist ja mal sowas von sinnfrei, der einzige Sinn dahinter war "Titten!!!!!!". Warum, wieso und weshalb man die Enterprise sabotiert, um sie dann selbst vom Himmel zu holen, halte ich auch für fragwürdig... Aber über Plotholes und vergebene Chancen sollte ich wohl besser nichts schreiben.

      TourianTourist schrieb:

      Für den dritten Teil geht es ja auf die Klingonen zu, wobei ich auch hoffe, dass sie Kirk und seine Crew auf die Borg treffen lassen. Klingonen-Borg ftw! xD


      Jede Crew hatte ihre Feinde. Die Borg und Kirk, das passt irgendwie nicht wirklich, finde ich. Der Kampf gegen die Borg erfordert eher analytische Charaktere wie Riker, Data, Janeway oder Picard. Die Klingonen dagegen sind die idealen Feinde für Kirk: Impulsiv und unberechenbar. ;) Aber Cardassianer fehlen ja auch noch im Spiel der galaktischen Großmächte :thumbsup:

      In diesem Sinne
      Sofian :)
      Finge tibi tuam sententiam!

      "Und da ist ja auch Commander Data, der mit seiner 3-Bit Speicherkapazität jede einstellige Additionsaufgabe innerhalb von 3 Stunden garantiert falsch lösen kann!"

      Theorien rund um FanFiktions oder das kreative Schreiben allgemein? Mein Autorenblog.
    • Der Film war grauenhaft und ich habe mich die ganze Zeit zuhause beim schauen gefragt ob man den Zuschauer für Dumm verkaufen will und ob J.J. Abrams in einer Art Arbeitsverweigerung den Film machte weil er ja danach sofort zu Star wars wechseln kann.

      Der Film war doof. Dumm. Strunzedumm. Selten blöd. Eine Ansammlung von unlogischem Scheißdreck. Eine Beleidigung für jeden auch nur halbwegs mitdenkenden Hauptschüler. “Star Trek 2009” war frisch und spritzig und knackig. “Star Trek – Into Darkness” ist hingegen ärgerlich. Weil er den Zuschauer für dumm verkauft. 120 Minuten lang für dumm verkauft und die ganze Zeit arrogant denkt, dass es bestimmt keiner merkt, weil das Publikum ja doof ist.

      Ein Beispiel?
      Das Thema wird uns noch erhalten bleiben.

      Erstmal liegt Raumschiff Enterprise versteckt im Meer. Da naht auch schon der erste lauwarme Gag. Chefschrauber Scotty warnt: »Das Meerwasser dringt durch alle Ritzen!« – Ach ja? Wie hält der Kasten denn dann bitte schön Warp zehn aus, wenn der schon bei ein paar Wassertropfen schlappmacht? Warum nicht die Schilde aktivieren?

      Und diese ganze Logik zieht sich dann so durch den Film.
      Ich war echt froh das ich den Zuhause angeschaut habe. Erst wollte ich ja ins Kino aber nach dem Film war ich froht tat ich das nicht.
      :!:
    • @Ayu:
      Inwiefern war der Vorgänger bitte besser? Da war die Story genauso strohdumm und machte so viel Sinn, wie Cornflakes mit Messer und Gabel zu essen. Die Werte des Original-Star Trek wurden mit Füßen getreten, um ein möglichst bildreiches Action-Kino zu schaffen. Hauptsache es gab phänomenale Action-Sequenzen, aber wie es zu den Szenen kommt, war völlig irrelevant. Macht es Sinn, die Enterprise unter Wasser zu parken? Nein. Schaut es cool aus? Ja. Denselben Prinzip folgte der erste Film, wo schon allein die Motive des Bösewichts unglaublich schwachsinnig und unglaubwürdig waren. Wo Kirk einfach so von Bord geworfern wird, wo er dann zufällig auf den alten Spock trifft. Oder er beim Kobayashi Maru-Test völlig offensichtlich betrogen hat... Und so weiter, und so weiter. In der Hinsicht nehmen sich die Filme rein gar nichts und ich weiß nicht, mit welchen Erwartungen du dir den zweiten Teil angeschaut hast.

      Beide Filme setzen halt auf möglichst hirnlose Action. Und sowas sollte man sich zumindest in guter 3D-Qualität im Kino anschauen, wenn schon denn schon... xD
    • Habe den neuen Film noch nicht gesehen, will mich aber zu der sache mit dem wasser äußern. Raumschiffe sind ausgelegt um im weltraum zu fliegen und nicht um zu tauchen. In der Star Trek folge "30 Tage" (Voyager) sieht man, wie die crew ein shuttel umbauen müssen, damit dieses dem druck des meeres standhalten kann. Im gegensatz zu einem shuttel ist die enterprise viel ungeeigneter für einen tauchgang.

      Bei den neuen Star trek Filmen mag ich die Zeit nicht in der sie spielen. Krik, Archer...das alles waren menschen die sich nicht groß von uns unterschieden haben....ab TNG haben die menschen eine neue art des bewusstseis erreicht (natürlich nicht alle). Auf Cowboy Diplomatie stehe ich nicht so^^


      Bei mir fing es mit Voyager an. Nachdem ich die Serie entdeckt hatte folgte das spiel (star trek; elite force) und ab da war ich fan^^ Deep Space Nice entdeckte ich erst spät für mich, aber auch dort sind sehr coole folgen. Und am Ende der staffel sieht man natürlich den Dominion Krieg, von dem man sonst nur gehört hatte. Enterprise (archer) fand ich nicht so gut. die handlungen waren zwar ganz gut, aber mir fehlten dort diese folgen über die man nachdenekn muss...
      Das beste für mich ist TNG.Picard ist einfach die Moral der Sternenflotte. GEniale charaktere und schöne folgen.
    • Star Trek Beyond - Erster Trailer



      Vor ein paar Tagen wurde ja der erste Trailer zum dritten Star Trek-Film unter der Aufsicht von J. J. Abrams gezeigt und die Reaktionen sind ja doch stark negativ ausgefallen. Das Originalskript wurde ja von den Köpfen bei Paramount abgelehnt, weil dieses zu "Star Trek-mäßig" war, und dann wurde noch der Regisseur von Fast & Furious engagiert, also braucht man sich nicht zu wundern, wenn dann etwas dabei rauskommt, was irgendwie keiner erwartet hätte...

      Die unpassende Beach Moys-Mucke im Trailer stört mich jetzt gar nicht mal so sehr, da das Lied ja auch am Anfang vom ersten Film von Kirk gespielt wurde, aber warum zum Teufel müssen die direkt wieder die Enterprise zerstören? :D Irgendwie erleidet das Schiff mit jedem Film noch mehr Zerstörungswut, so dass wir jetzt eine Story haben, die komplett auf irgendeinem sehr erdähnlichen Alien-Planeten spielt, wo das Set so wirkt, als hätte man den Film einfach nur irgendwo mit möglichst geringem Budget in der Pampa gedreht - auch wenn das zugegebenermaßen gut zu Star Trek passt, denn dies war ja in der Originalserie meist nicht viel anders. xD

      Naja, ich mag das Cast und den Humor ja sehr, daher werde ich mir den Film sicher anschauen, aber erst einmal ist man doch von Skepsis erfüllt. Ich hoffe nur, dass die Story, die ja von Simon Pegg (Scotty) geschrieben wurde, mehr hergibt als jetzt der Trailer vermuten lässt. Und vielleicht auch mal nicht nur vorherige Star Trek-Filme von den Ideen her kopiert...
    • Star Trek Beyond

      Inzwischen habe ich mir den neuen Star Trek doch noch angeschaut, wo ich ja nach dem ersten Trailer durchaus skeptisch war, aber aus dem Kino eigentlich sehr zufrieden heraus gegangen bin. Es ist jetzt kein überragender Film, aber zumindest im Vergleich zu den ersten beiden Teilen fand ich ihn deutlich besser, wobei dies aus der Sicht von jemanden stammt, der seit früher Kindheit Star Trek kennt und das Franchise nicht über Popcorn-Kino kennen gelernt hat...

      Popcorn-Kino ist Beyond natürlich weiterhin auch und setzt auch auf die Stärken der beiden Vorgänger, wo der Film einfach eine rasante Achterbahnfahrt ist, die einem von Anfang bis Ende mitreist. Wobei die größte Stärke immer schon im Casting lag, egal ob Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Simon Pegg oder Anton Yelchin (R.I.P.) - alle machen ihre Rollen wirklich gut und Beyond setzt hier auf die Interaktion zwischen den Charakteren, vor allem Spock und McCoy. Dafür wurde das Setting ein wenig beschränkt, was ich aber ganz gut fand, da ich nicht zum dritten Mal einen interstellaren Konflikt brauche, wo das Schicksal der Erde auf dem Spiel steht.

      Spoiler anzeigen
      Mit der Raumstation Yorktown wurde zwar quasi eine Art "Ersatz-Erde" geschaffen, die ich vom Setting her aber unglaublich gelungen und faszinierend fand. Es gab mir hier auch erstmals die alten Werte von Star Trek, was ich irgendwo in den beiden Vorgängern vermisst habe. Eine Welt, die nicht vom Geld bestimmt wird. Eine Welt, wo die Menschheit alles erreichen kann, wenn sie nur am selben Strang zieht. "Die Enterprise zerstört? Kein Problem, wir bauen eine Neue!" In unser heutigen Gesellschaft wäre so etwas doch absolut undenkbar, wir kriegen ja nicht einmal mehr Flughäfen fertig, geschweige denn ganze Raumstationen.

      Auch schön fand ich, wie sehr man mit Elementen aus der Serie "Enterprise" gearbeitet hat, auch wenn dies sicher nicht die beliebteste Serie war. Nur bei dem alten Schiff, der U.S.S. Franklin, hätte ich mir irgendwie gewünscht, dass sie mehr damit machen, außer es direkt nur wieder zu schrotten. Die alten Greifhaken einzusetzen oder ähnliches wäre noch lustig gewesen. Aber der Film bietet durchaus einige gelungene Referenzen für Trekkies...
      • Erwähnung der Xindi-Kriege und der M.A.C.O.
      • Erwähnung der Möglichkeit, dass bei einem Transporterunfall Personen verschmelzen könnten, was in Voyager tatsächlich mal mit Tuvok und Nelix passiert war.
      • Sulus Charakter lebt in einer homosexuellen Beziehung, wohl in Ehrung von George Takei.
      • Leonard Nimoy, der ja im Februar letzten Jahres verstarb, wurde gewürdigt, wo es nur geht.
      • Commodore Paris, riesige grüne Hände im Weltall, uvm.

      Negativ empfand ich eigentlich nur den erstmal sehr eindimensionalen Antagonisten Krall (auch wenn mir der Name als Unreal-Fan gut gefällt), vor allem mit seiner stereotypischen Armee an Helm-Soldaten, was ich überhaupt nicht abkann. Und der Twist, bei wem es sich um Krall eigentlich handelt, war irgendwo etwas absurd und erinnerte von den Ambitionen her zu sehr an "Into Darkness".

      Zumindest die Flotte an Schwarmraumschiffen und wie dagegen vorgegangen wurde, fand ich aber sehr gelungen, wobei ich mich schon frage, wie Krall es geschafft hat, so viele Leute für sich zu rekrutieren. Die kann er ja nicht alle entführt haben, irgendwo muss er ja mal angefangen haben... xD

      Der Film hatte wieder die typischen schwarzen Löcher im Plot und so seine Schwierigkeiten mit Distanzen, denn scheinbar war der Nebel ja gleich nahe der Yorktown-Station, aber warum baut man bitte so eine wichtige Station neben einem unerforschten Todesnebel... Aber in der Hinsicht war Into Darkness wesentlich, wesentlich schlimmer. Auch möchte ich die Kamera negativ ansprechen, die für einen Film mit 3D-Effekten mir doch zu turbulent und unruhig war. Teilweise war es dann doch schwer, der Action zu folgen, aber zumindest sind mir diesmal keine ständigen Lensflare-Effekte in Erinnerung geblieben.

      Aber im Großen und Ganzen war das echt ein unterhaltsamer Film, wo man merkt, dass Simon Pegg hier am Drehbuch saß, und zwar nicht allein daran, dass Scotty diesmal weitaus mehr Dialoge und zu tun hat. Während Into Darkness auf höchst kuriose Art und Weise versucht hatte, Wrath of Khan zu imitieren, bietet Beyond einfach etwas Neues und schafft es hier auf andere Art und Weise, die Fans einzufangen.

      50 Jahre feiert inzwischen das Franchise und Beyond bietet hier ein fetziges Jubiläum, wo ich mich auf den nächsten Teil freue. Ich würde mich ja auch auf die neue Serie Star Trek: Discovery freuen, die nächstes Jahr auf CBS läuft, wenn da der Fetzen von der Comic Con nicht so fürchterlich aussehen würde. Dass ich nach so langer Zeit noch eine neue Star Trek-Serie erleben darf, ist natürlich trotzdem aufregend und hinter der Serie stehen eigentlich gute Leute wie Alex Kurtzman, Bryan Fuller und Nicholas Meyer... von daher mal schauen.
    • Star Trek: Discovery

      Anlässlich des Starts der ersten neuen Star Trek-Serie nach 12 Jahren hole ich diesen Thread gerne mal aus der Versenkung.



      Worum geht es?

      Star Trek: Discovery spielt 10 Jahre vor Raumschiff Enterprise (unter Kirk) und in der originalen Zeitlinie, d.h. nicht in der der letzten drei Filme. In den ersten beiden Episoden lernen wir Michael Burnham kennen, einen äußerst spannenden Charakter. Zuerst einmal ist sie weiblich und kein Transvestit, wie lange gemunkelt wurde. Michael ist nach dem Verlust ihrer Eltern durch einen Klingonenangriff von Sarek (Spock's Vater) adoptiert und auf Vulkan großgezogen worden; sieben Jahre nach ihrem Eintritt in die Sternenflotte bittet sie weiterhin ihren Ziehvater um Rat. In Rückblenden sehen wir, dass sie anfangs noch sehr vulkanisch aufgetreten ist; das ist einer emotional agierenden, mutigen und teilweise verletzlichen Darstellung gewischen. Zu erwähnen ist noch, dass wir erstmals eine Star Trek-Serie haben, die sich nicht auf den Captain als zentralste Person fokussiert, sondern die erste Offizierin in den Mittelpunkt rückt.

      Die Serie startet auch nicht mit der USS Discovery, wie man vielleicht erwarten würde, sondern auf der Shenzhou unter dem Kommando von Philippa Georgiou (gespielt von Michelle Yeoh). Das ganze ist sehr deutlich ein Prolog: Wir lernen erste Figuren und vor allem Michael Burnham kennen, außerdem stoßen wir auf den großen alten Feind - die Klingonen. Ein eher abtrünniger stilisiert sich als neuer Messias und möchte die Häuser des Klingonischen Reiches vereinen, um die klingonische Rasse rein zu halten. Kein Scherz, die Klingonen wollen mit allen Mitteln verhindern, dass es zur friedlichen Koexistenz oder gar Vermischung mit der Förderation kommt.

      Wie schaut es aus?

      Visuell ist Star Trek: Discovery im hier und jetzt angekommen und erinnert mich sehr stark an die neuesten drei Star Trek-Filme. Das beginnt schon bei der Darstellung des Warpflugs, geht weiter beim Setdesign und ist nicht zuletzt in der Kameraeinstellung zu sehen (die immer wieder gerne eine nicht unangenehme Schräglage einnimmt). Und was soll ich sagen, man hat sich bei der Produktion nicht lumpen lassen, die Effekte sind grandios gelungen. Generell setzt die Serie auf visuelle Eindrücke, wie man an der Darstellung einzelner Weltraumphänomene sehen kann. Die Macher scheinen aber auch einen besonderen Fokus auf die Darstellung von Augen bzw. einzelnen Augen zu legen, zum Beispiel wird dies in den ersten Minuten der ersten Folge deutlich.
      Also wer bereits Star Trek 11, Star Trek: Into Darkness und Star Trek Beyond mochte ist sicher mit der Serie gut bedient.

      Ist das noch Star Trek?

      Die Macher sind sichtlich bemüht, etwas neues zu erschaffen und sich trotzdem nicht zu weit von der Basis zu entfernen. Aber Star Trek: Discovery ist keine heile Welt wie TNG! Es sterben Menschen, es wird gekämpft, es gibt Blut. Alles in allem sehe ich eine deutliche Linie zu Star Trek: Into Darkness was Handlung, visuelle Effekte und Technik anbelangt. Einzelne Handlungselemente scheinen übernommen worden zu sein. Übrigens haben die Klingonen auch hier wieder ein vollkommen neues Design, was ich persönlich als gelungen erachte, die Maske hat ganze Arbeit geleistet. Doch wie es der treue Star Trek-Zuschauer gewohnt ist, wird selbstverständlich Klingonisch gesprochen und wer es eine Stufe härter mag, kann es sich bei Netflix auch Klingonisch untertiteln lassen.
      Auch beim Intro wurde wert darauf gelegt, an die alten Serien anzuknüpfen: Visuell haben wir eher ein Intro wie man es zum Beispiel von Netflix' Marvel-Serien kennt (zumindest ist das meine Analogie), doch wurde die typische Melodie mit eingebaut. Mich hat das nicht ganz überzeugt, da mir der letzte Pfiff gefehlt hat, irgendwie erscheint es mir nicht rund. Aber das ist vielleicht Geschmackssache.
      Bis jetzt habe ich schon ein wenig Star Trek-Feeling, wobei ich dazu sagen muss, dass ich die neuen Filme (ebenso wie die alten - außer Insurrection und Nemesis) sehr mag und nicht mit negativen Erwartungen an diese Serie gegangen bin. Auch als eingefleischter TNG- und Voyager-Fan kann ich Discovery bis jetzt (!) viel abgewinnen.

      Was erwartet mich, wenn ich jetzt anfange zu streamen?

      Exakt, streamen. Wie viele Serien ist auch Star Trek: Discovery nicht im Free-TV, sondern auf Netflix zu sehen. Am 25. September gingen die ersten beiden Folgen online, also nicht die ganze Staffel! Uns erwarten zwar 15 Folgen - die eine übergreifende Handlung haben - und eine zweite Staffel, die bereits angekündigt wurde, ABER ab jetzt müssen wir eine Woche bis zum nächsten Montag und damit der nächsten neuen Folge warten. Wer sich auf Discovery einlässt und am Ball bleibt, wird für die nächsten Wochen/Monate versorgt werden. Kleiner Trost: Ende November können wir wenigstens die neue Staffel Stranger Things am Stück schauen. Und ich kann - statt durchzusuchten - euch diesen Text schreiben :)

      Fazit

      Star Trek: Discovery beginnt vielversprechend. Ich hoffe, sie kann das Niveau mindestens halten und freue mich, eine spannende weibliche Hauptfigur zu haben. Besonders visuell erinnert sich mich dennoch stark an Star Trek: Into Darkness. Ich werde die nächsten Folgen aber definitiv einschalten und mir weiter meine Meinung bilden.
    • Portgas D. Ann schrieb:

      Kleiner Trost: Ende November können wir wenigstens die neue Staffel Stranger Things am Stück schauen.
      Kleiner Fehler. Stranger Things startet Ende Oktober, am 27. um genau zu sein, damit es pünktlich zu Halloween online ist.

      Persönlich bin ich mit den ersten beiden Folgen von Star Trek Discovery sehr zufrieden. Optisch orientiert es sich tatsächlich ein wenig an den neueren Filmen, inhaltlich jedoch nicht.
      Auch das Storytelling ist nicht den neueren Filmen nachempfunden.
    • Context Is for Kings

      Da wären wir also. 12 Jahre ist es her, dass Star Trek im Serienformat über die Bildschirme flimmerte, und als der Trekkie, der ich in meiner Kindheit war, freue ich mich natürlich irgendwo schon. Viel hat es mit dem, was Star Trek früher mal war, allerdings nicht gemein, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Es ist vielmehr das kinoartige Serien-Erlebnis, wie man es von Game of Thrones und dergleichen kennt, was sich hier sehr stark an den drei neuen Star Trek-Filmen orientiert, wie @Portgas D. Ann bereits gut wiedergegeben hat.

      Inzwischen ist bereits die dritte Folge gelaufen, welche ich als den eigentlichen Piloten sehe. Folge 1 und 2 waren tatsächlich mehr so ein Prolog, die zusammen in der Form auch hätten den vierten Star Trek-Film darstellen können. Zumindest hätte ich nach Star Trek Into Darkness damit gerechnet, dass ein Krieg mit den Klingonen das nächste große Thema in den Filmen wird, aber das scheint man sich wohl eher für die Serie aufgespart zu haben.

      Leider hat man hier aber auch durchaus etwas von der Logiklücken-Krankheit der neuen Filme abbekommen. Insbesondere hat es mir missfallen, wie da der Captain und der erste Offizier ALLEIN auf das feindliche Schiff beamen, um da den Anführer der Klingonen gefangen zu nehmen, was ja nur schief gehen konnte. Vom neuen Kirk ist man zwar inzwischen solche Aktionen gewohnt, aber in der Situation hätte ich einen bewaffneten Trupp erwartet... Auch wurde mir der Charakter Michael Burnham doch zu schroff verurteilt, obwohl sie eigentlich nur das Richtige tun wollte, anscheinend nur damit man in der dritten Folge von der Außenseiter-Perspektive an das Geschehen herangehen konnte.

      Das Setting der Discovery setzt dann vor allem auf Mystery, was einem nicht verwundern sollte, wenn man Alex Kurtzman unter den Machern hat. Biologie ist hier die neue Technologie, wo man ja in Star Trek: Voyager bereits Ansätze hatte, die allerdings nicht allzu sehr vertieft wurden (ich sage nur "bio-neurale Gelpacks"). Hier geht es um Sporen, mit denen die ganzen Galaxie verwebt ist, was irgendwie es ermöglicht, im Bruchteil einer Sekunde überall hinzuspringen. Dass das auch irgendwie schief gehen muss, sollte sich der eingefleischte Fan bereits denken können, denn so etwas kam in Star Trek nie wieder vor... Und wie es schief gehen kann, sieht man dann auch an der U.S.S. Glenn, wo ich die Episode doch unfreiwilliger Weise stark an den Film Doom erinnert hat, wo besonders das Monster auch genauso von der Mars-Station kommen könnte. Aber Star Trek war noch nie so düster und das gefällt irgendwo.

      Gefallen tut mir auch Captain Gabrial Lorca, gespielt von Jason Isaacs, der wirklich wunderbar auf die Rolle passt. Einen eher zwielichtigen kommandierenden Offizier zu haben, ist sicherlich mal etwas Neues für Star Trek, genau wie auch der Fokus auf den Charakter Michael Burnham, wo Sonequa Martin-Green schon mal eine deutlich bessere Figur macht als mit der Rolle der Sasha in The Walking Dead.

      Insgesamt hat das alles schon Bock auf mehr gemacht, wo ich gespannt bin, wie es weitergeht. Und im Übrigen bin ich durchaus ein Freund davon, dass Netflix hier ein wöchentliches Format gewählt hat, anstatt alles auf einmal rauszuhauen. Serien wie diese leben doch irgendwo davon, dass man auch spekuliert, sich Gedanken macht und sich auf die nächste Folge freuen kann.
    • Ich als jemand der Star Trek nie aktiv verfolgt hat und auch nicht das wissen darum hat wie vermutlich ein TT muss sagen mir gefällt die Serie auf Netflix. Die Logiklücken wovon TT sprach wie das 2 Personen auf ein Fremdes Schiff gehen stimme ich zu und ist einfach nur naiv. Womit ich nicht klar komme sind die Ansätze generell im Star Trek. DiesesPrinzip der friedlichen Koexistenz mit anderen Lebensformen. Ich meine man kann doch nicht ernsthaft glauben in einem Raum der unendlichkeit stets auf dem Weg des friedlich sein voranzu kommen. Die daraus entstehende Naivität ist dann für mich teils rational nicht vorstellbar. So auch gegenüber den Klingonen. Ich hatte von Anfang an das Gefühl das seitens 1. offizier klar war was passierte und trotzdem beharrt man darauf das alles gut wird und man sich keine Sorge machen muss was dann darin endet das auf beiden Seiten grosse Verluste + dem Tod eines Admirals endet. Aber es mag auch einfach sein, das dies in Star Trek normal ist.

      Das Prinzip des Nichteinmischungsprinzip dagegen kann ich mir schon gut vorstellen da man Völker die noch nicht so weit sind nicht an ihrem Prozess stören will. Hat ja auch was mit Verantwortung zu tun.


      Ansonsten gefällt mir ebenfall das düstere und mysteriöse wo man noch viele Fragen hat, nach 3 Folgen sogar mehr als am Anfang die einem auch in einen Bann ziehen.