Horizon (Vexor)

    • Zwischenantwort

      Da ich gerade Zeit habe und Bos Ausführungen dieses Mal drei Kapitel umfassen, gehe ich gleich einmal darauf ein.
      An alle, die die aktuellen Kapitel noch nicht gelesen habe, warne ich bei den Antworten vor etwaigen Spoilern. :)

      3x Bo

      -Bo- schrieb:

      Darf ich mit Kritik anfangen? Das erleichtert mir den Einstieg. Ich empfinde es als…ungewohnt, das Judentum so explizit in deiner Geschichte benannt zu finden. Einfach, weil ich es nicht mit der Welt von One Piece vereinen kann. Ich bin mir natürlich der Tatsache bewusst, dass ich selbst die Zigeuner eingeführt habe, aber irgendwie verbuche ich das eher in der Kategorie "Zwerge". Ethnische Gruppen haben für mich irgendwie einen anderen Stellenwert. Das Judentum hingegen ist eine Religion, eine der Weltreligionen und hat für mich nichts in One Piece zu suchen. Zumal ich auch nicht verstehe, wieso du dir hier nicht einfach einen anderen Namen für die Gläubigen überlegt hast. Wie ich etwa auf PS mit der Dame usw. Natürlich war es eine Abwandlung des Christentums, nur eben anders verpackt. Deine zahlreichen christlichen Bezüge um Luzifer und Theresa liefen ja auch über die Bühne, ohne eine klare Benennung der Christenheit.
      Wie gesagt, irritiert mich einfach, da mir die Existenz der "Juden" zu real für die Welt von One Piece ist. Hättest du ihnen nur einen anderen Namen gegeben, wäre es mir egal, Vorbilder haben wir alle für unsere Welten. Klingt vielleicht kleinlich und subjektiv, aber unerwähnt wollte und konnte ich es auch nicht lassen.^^


      Mhmm. Jein. Als Juden werden nicht nur Anhänger des Judentums, sondern "unter dem „jüdischen Volk“ werden sowohl das historische Volk der Israeliten als auch, dem jüdischen Selbstverständnis gemäß, alle Juden verstanden, die nach der Tora von den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob abstammen". Demnach wäre der Unterschied zu den Zigeunern, was ja auch dezidiert ein Synonym für das Volk der Roma und Sinti ist. Ich verstehe deine Bedenken/Schwierigkeiten auf jeden Fall und habe mir auch lange überlegt, ob ich eine neue Bezeichnung einführen soll, aber die Parallelen zu dem Volk wollten von mir schon bewusst so gesetzt werden. Da ich auch eigentlich kaum/gar nicht auf die jüdische Religion eingehen möchte, wäre es mir auch schwer gefallen eine Analogie zu bilden.
      Also dein subjektives Empfinden kann ich nachvollziehen, nach meiner persönlichen Einstellung ist der Unterschied zu den Zigeunern eigentlich auch marginal. Ich hoffe einfach, dass es dich nicht so sehr stört, dass der Arc für dich daher ungenießbar wird. :)

      -Bo- schrieb:


      Nach dieser kritischen Betrachtung zu etwas positivem: Wir sind wohl aus der verschrobenen Traumwelt raus, die du uns in den letzten Kapiteln "zugemutet" hast. Hurra. Etwas zusammenhängende Story ist immer schön, zumal damit auch die Geschichte um Shmuel endlich in einen Kontext gerückt wird. So ganz sicher bin ich mir bezüglich der Zeiteinteilung zwar noch nicht, insbesondere in Bezug auf das Treffen zwischen Shmuel und Brianna, aber das kommt sicher noch. Ich bin fürs erste einfach froh, endlich etwas mehr tun zu können, als munter drauflos zu wundern. xD

      Inwiefern wir aus den Traumsequenzen raus sind, kann ich zwar noch nicht versprechen, aber die Story wird jetzt immer kohärenter, das kann ich schon einmal versprechen. Man darf ja nicht vergessen, dass das erst das fünfte Kapitel war, wo ich auf Liberty Bourbon noch nicht einmal unter der Erde war.

      -Bo- schrieb:

      Wir befinden uns also auf Corto Maltese, welches uns bereits im Zuge des ersten Auftritts Katerinas präsentiert wurde. Damals ging ich noch von einer an Mexiko angelehnten Region aus, mittlerweile kann man das Motiv wohl auch auf Spanien ausweiten. Der Faktor Inquisition passt natürlich ebenso gut rein wie Luzifer und Theresa, deren pervertiert-christlichen Lehren im gottesfürchtigen Spanien sicher Anklang fänden.^^
      Überrascht bin ich über dieses Setting aber schon, ging ich doch davon aus, dass wir uns auf Duchess Court befänden. Schließlich ist das doch der Sitz der Herzkönigin, oder nicht?

      Duchess Court ist das Territorium der Herzkönigin, das ist richtig. Und die Handlung findet auf Corto Maltese statt, ebenfalls richtig.
      Inwiefern das jetzt zusammenpasst? Verrate ich nicht :P

      -Bo- schrieb:

      Da fragt man sich nun, welche Rolle Corto Maltese im Gesamtgefüge spielt. Offenbar wurde auf dieser Insel geheiratet, ebenso scheint es ein Operationszentrum für Luzifer zu sein. Ins Blaue geraten, würde ich einfach mal die Fünf auf Corto Maltese vermuten, auch wenn ich in jenen ja bekanntermaßen eher die Fünf Weisen vermutet hatte. Die Herzkönigin macht nun jedenfalls gemeinsame Sache mit Luzifer und das Spiel der Könige scheint auf Corto Maltese zu beginnen. Was auch immer dieses Spiel letztlich ist. Handelt es sich nicht nur um eine euphemistische Beschreibung der Ränke und Intrigen, an deren Ende ein oder mehrere Herrscher de Triade fallen? Schwer zu sagen, zumal die Schatzjäger auch noch eine Rolle spielen.

      Es ist das Operationszentrum der Heilenden Kirche und damit Luzifers, korrekt.

      -Bo- schrieb:

      ”Der Heilige Stuhl” ist wohl ein Schiff, das irgendwie zu Corto Maltese gehört. Vielleicht sogar Luzifers persönliches Vehikel? Oder doch der obersten Obrigkeit der Insel, dem Großinquisitor oder Höllenfürsten/Kalifen oder Papst oder wer auch immer herrscht? Jedenfalls mischt Diasuke auch noch mit, was die ganze Chose noch unübersichtlicher macht. Ich bin wirklich gespannt, worauf du in diesem Arc hinauswillst.

      Der "Heilige Stuhl" ist ein Schiff der Heilenden Kirche. Daisuke wird in diesem Arc keine aktive Rolle spielen, um vielleicht ein paar Bedenken/Warnleuchten gleich einmal zum erlöschen zu bringen. Wie ich zu Eidrail in meinem letzten Feedback bereits geschrieben habe, diente die Szene einerseits zum Anteasern der Ikarus und andererseits um Meringue einzuführen.

      -Bo- schrieb:

      Im Mittelpunkt scheinen diesmal aber wohl Luzifer und seine Leute zu stehen, zumindest werden diese endlich genauer beleuchtet und das Setting passt auch. Raphaela, Gabriel und Uriel sind allesamt Namen bzw. Namenabwandlungen bekannter Engel bzw. Erzengel, auch wenn nicht alle denselben Stellenwert haben. Michael fehlt bisher als bekannterer der Engel, also entweder tritt er noch auf oder du fandest Uriel als Namen einfach klangvoller.
      Luzifer als Anführer der Engel ist dann natürlich wieder typisch Horizon.^^

      Michael...ja der gute alte Michael. Mein Namensvetter :D

      -Bo- schrieb:


      Aus der Szene um Raphaela werde ich nur leider nicht schlau. Hat sie sich in Briannas Alptraum eingeschlichen oder diesen korrumpiert? Kann Raphaela in Träume eindringen oder Ängste und Alpträume erzeugen? Eine vertrackte Szene, aber was auch immer geschehen ist, es schien nicht gut gelaufen zu sein. Raphaela hat irgendwie Mist gebaut. Ich nehme mal an, sie hat Briannas Ausbruch ausgelöst?

      Auflösung erfolgt hierzu bald.

      -Bo- schrieb:

      Wie auch immer, sollte es in diesem Arc Luzifer an den Kragen gehen -denn irgendwo musst du ja mal anfangen, die Reihen der Antagonisten auszudünnen und das Chaos zu entwirren- bietet sich das ganze Thema um Inquisition und die Fünf natürlich an. Ich hoffe jedenfalls schon, dass am Ende des Arcs nicht mehr so viele Fraktionen auf der Karte verbleiben wie jetzt gerade. Deine FF hat immerhin schon eine stolze Länge erreicht und wenngleich ich mir selbstredend kein baldiges Ende wünsche, wäre ein bisschen Fortschritt schon nicht schlecht. Die Eliminierung der SALIGIA war ein guter und konsequenter erster Schritt, Luzifer kann jetzt gern folgen. Immerhin warten noch andere Gegner auf Brianna und Co., eine weitere Gruppe durften wir wohl auch schon per Vertreter kennenlernen.

      Dieser Arc wird ein Fortschrittsarc definitiv. Immerhin war er mal in einer sehr frühen Fassung meiner Geschichte, als Höhepunkt der gesamten Geschichte ausgelegt. Das hast sich zwar damals - wohl vor San Fardo herum - ziemlich schnell relativiert, aber dennoch. Die Grundgerüste des Arcs sind gegeben.

      -Bo- schrieb:

      Der "Bestienchor" des Zaren scheint dessen persönlicher Tross aus Leibwächtern, Beratern und Kumpanen zu sein. Ein erstes Mitglied ist sicher die Seiltänzerin, welche nach dem Auftritt des gezähmten Tanzbären an Nikolais Seite wohl einfach nicht fehlen durfte. Aber sie dient sicher auch als künftige Gegnerin für einen Protagonisten oder wichtigeren Nebencharakter. Generell ist auffällig, dass du uns bisher wenig vom Hofstaat des Zaren gezeigt hast. Nachdem wir ja nun einen Großteil, wenn nicht alle Gefolgsleute von Lord und Herzkönigin kennen, wirst du hier nachlegen müssen. Wobei ich persönlich nicht glaube, dass Nikolai sonderlich viele Freunde hat. Eine gewaltige Armee? Klar, aber Freunde? Eher weniger. Sicher ist das eine ziemlich kleine, dafür jedoch erlesene Elitetruppe aus Arschlöchern und Witwenbeglückern. xD

      Das Motto des Zaren wird sich bald offenbaren ;)

      -Bo- schrieb:

      Die Geschichte um Shmuel und Sahar und wie sie alle heißen mögen, mit ihren hebräischen oder altspanischen Namen, lässt mich indes noch kalt. Mag vielleicht daran liegen, dass du uns mit Namen und Personen nur so zuschüttest, während im selben Atemzug der Fiebertraum Briannas nebenher glühte. Wenn sich der Rauch verzogen hat, wird man sich hier hoffentlich einen bessere Eindruck machen können. Ich meine, allein die Gestalten im Eisernen Prometheus kann ich mir ums Verrecken nicht merken, geschweige denn ersinnen, welche Relevanz sie haben werden.

      Da geht es dir wohl ein wenig wie mir, als die ganzen Partygäste Harleys eingeführt wurden. Kein Sorge nicht einmal alle Figuren, die dort eingeführt wurden, werden hier eine große Rolle in dem Arc spielen. Dennoch sollte eine Stadt, die bevölkert ist, auch Menschen beherbergen, die einen Namen und ein Gesicht haben. Ist zumindest mein Gefühl. Vergleiche sie mit den Bewohnern des zerstörten Dorfes bei dir. Immerhin muss ja die Heilende Kirche näher charakterisiert werden ;)

      -Bo- schrieb:

      Auch Shmuel ist mir jetzt nicht so sympathisch. Er erinnert mich etwas zu sehr an Oronel oder Aloe, die in ihren jeweiligen Arcs ähnlich unberechenbare, aber tatkräftige Kinder/Jugendliche darstellten, die tiefer in die Geschicke des Arcs verknüpft waren. Dass er jetzt noch seine Schwester beschützen muss, stützt diese Vergleiche nur noch. Auch Oronel und Aloe hatten früh Verantwortung übernehmen müssen, sei es als Anführer der Waisen oder in der Rolle der Bewahrerin der Natur.
      Zumal Shmuel auch Gefahr läuft, seine Persönlichkeit aus seiner ach-so furchtbaren Vergangenheit zu ziehen, wie gewisse Figuren in Odas Werk. Ich sage nicht, dass es so kommen wird. Nur, dass es möglich ist. Der Junge kann storyrelevant sein oder Dekor aus Corto Maltese, das muss sich zeigen.

      Die Parallelen zu Orônel und Aloë sind da und dennoch ist Shmuel absolut anders, als die beiden. In welcher Hinsicht, das kann ich noch nicht verraten. Sympathisch muss er gar nicht sagen, auch wenn er hier schon deutlich anders zu Orônel und Aloë positioniert werden wird ;)

      -Bo- schrieb:

      In Mary Joa dürfen wir indes nicht den passiv-aggressiven Unterhaltungen gewisser Regierungsagenten beiwohnen, sondern landen auf einem Bauernmarkt. Natürlich werden keine waren verkauft, sondern Bauen. Und Mägde und Nutten und Vasallen und menschliche Reittiere…
      Der Sklave aus Chasetown - Crane? War mein erster Gedanke. Langsam aber sicher müsste der Gute auch mal wieder in die Handlung integriert werden, nachdem er ja überraschenderweise überlebt hatte. Vielleicht gibt’s ihn im Sonderangebot mit den caligulanischen Mädchen zusammen. Man könnte es schlechter treffen…^^

      Enthaltung an dieser Stelle.

      -Bo- schrieb:

      Selbstverständlich darf ich auch Kyu nicht vergessen, der ebenfalls von seiner Vergangenheit verschluckt wurde. Es hat den Anschein, dass der Fuchs von seiner Familie (wegen seiner Teufelskräfte?) vertrieben wurde, wobei mir noch nicht ganz klar ist, welche. Ich wage mich zu erinnern, dass er von Fischern aufgezogen oder zumindest beherbergt wurde. Aber ich weiß nicht mehr, ob die Fischer seine Familie oder nur Zieheltern waren. Eine Aufklärung folgt sicher noch, aber dieser kleine Schwenk in Kyus bisher noch unbekanntes Leben vor Brianna kam positiv überraschend.

      Ich hatte ja versprochen, dass Kyu in diesem Arc mehr in den Mittelpunkt rückt. Immerhin war er neben Marc und Drake einer der drei Charaktere, den ihr euch für den diesigen Arc gewünscht habt!

      -Bo- schrieb:

      Das Mädchen in der Kälte, ganz allein und einsam, halte ich für Kaisa. Es passt einfach zu gut. Kaisa war immer allein, zumindest habe ich mir ihre Zeit bei der Regierung so vorgestellt. Dass sie auch jetzt noch allein ist, mag man zwar kaum glauben, aber im Vergleich zu anderen Personen an Bord der Ikarus ist sie noch immer distanzierter, obwohl sie als eine der ersten mit an Bord war. Aus der folgenden Szene werde ich hingegen nicht schlau. Sie lässt mich gar zweifeln, ob es sich bei dem Mädchen um Kaisa handelt. Aber vielleicht sind die beiden Beobachter eben nur das. Beobachter. Womöglich zeigt uns die Sequenz einen Teil aus Kaisas Ausbildung?

      Vielleicht, vielleicht auch nicht.

      -Bo- schrieb:

      Aber gut. Momentan ist eh vieles bloße Vermutung, da der Arc gerade erst begonnen und deine Erzählweise ausgesprochen verschachtelt ist. Dies mag positiv und negativ sein. Solange du es nicht übertreibst und jetzt langsam, aber sicher wieder Tacheles redest, nicke ich den atypischen Einstieg in diese neue Saga so ab. Noch mehr Verwirrung hingegen kann ich nicht unbedingt brauchen, dafür sind es mir bereits zu viele neue Namen und neue wie alte Fraktionen, die in deiner Geschichte unmittelbar oder in den Schatten herumwuseln

      Ein Kapitel Verwirrung werde ich euch wohl noch zumuten müssen. Danach wird aber definitiv aufgeräumt an dieser Front.
      Ich habe mich auch ganz bewusst zu einem atypischen Einstieg entschieden, da ich das reizvoller fand, als wieder mit Schema F zu beginnen, denn dieser Arc könnte anders auch gar nicht aufgebaut werden.
      Etwas, was sich vielleicht auch erst dadurch zeigen wird, wenn der Arc weiter vorangeschritten ist. Hier muss ich mir einfach nur etwas Geduld von euch wünschen.

      -Bo- schrieb:

      Der neue Arc scheint interessant zu werden, das Motiv der Spanischen Inquisition gefällt mir ohnehin, aber eine Fokussierung auf das Wesentliche würde mir zusagen. Sprich: Mehr vom Spiel der Könige, der Triade und Luzifer; weniger Schnickschnack um Corto Maltese und dessen Bewohner, die nach dem Arc wieder mehr oder weniger in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Damit will ich nicht sagen, dass ich mir kein Drumherum oder eher einen möglichst kurzen, knackigen Arc wünsche. Von mir aus kannst du gern 100 Kapitel hierfür aufbringen. Aber ich möchte -zwischen all den Juden, Spaniern und Schicksalen der Verdammten und Ausgestoßenen- auch endlich ein paar erste Auflösungen bezüglich der Triade und dem Spiel der Könige, gern mit einem großen Namen, der am Ende von Liste gestrichen werden kann.

      Wie schon einmal erwähnt: Genau das wirst du bekommen! Der Arc ist eine Schlüsselstelle meiner Geschichte und nach dem Arc werden wir um einiges, einiges schlauer sein :)

      -Bo- schrieb:

      Soviel von mir. Die Kapitel haben mir gefallen, auch wenn ich sie mit durchwachsenen Gefühlen betrachte. Aber das dürfte einfach daran liegen, dass sie so viele neue und vermeintlich neue Namen und Plots beinhaltet haben. Ich vertraue dir als Autor, das richtige Mittelmaß zu finden. Bis zum nächsten Mal.

      Ich hoffe, dass ich das Vertrauen nicht enttäuschen werde. Ansonsten hänge ich meinen imaginären FF-Hut einfach an den Nagel^^
    • Gleich zwei Kapitel bietet natürlich viel zum Lesen und noch mehr zum Kommentieren. Da Bo ja bereits ein Kommentar abgegeben hat, der noch dazu bereits beantwortet wurde, werde ich das mal mit einbeziehen.

      Kapitel 149:

      Shmuels Kletterpartie führt ihn zu einer Reihe Käfigen, die draußen an der Mauer hängen. Handelt es sich dabei um den Prometheus?
      Dort sitzen viele Gestalten, mit denen man nicht wirklich etwas anfangen kann. Interessant fand ich im Wesentlichen Torquemada, denn der ist ja eigentlich einer der "Bösen" und dazu noch der Sohn des Großinquisitors. Was hat der bloß angestellt, um dort zu landen? Insbesondere, da er ja vom Verhalten her perfekt zur Kirche passt. Auch Abu-Said hat meine Aufmerksamkeit erweckt. Er wird als entmachteter Kalif bezeichnet und hat sich eine Schlacht mit dem Großinquisitor geliefert. Hat das jetzt zu heißen, dass der Kalif bei Sibyll gleich dem hier ist? Ich bin hochgradig verwirrt. Auch weil der Kalif Sahar kennt. Ist sie seine Tochter?

      Wo wir gerade bei Sahar sind, die macht einen besuch im Judasring. Dort bricht dann unglücklicherweise die Decke ein, was dazu führt, dass die Leute oben die Leute uinten zu Gesicht bekommen. Dies ist natürlich unverzeihlich und führt zur Unterbeschussnahme der unten lebenden Menschen. Sahar ist in der Lage sie zu stoppen und droht mit dem Höllenfürsten, der ihr Bruder ist. Wer ist Sahar? Und wieso hören die Soldaten auf zu schießen, wenn einer von ihnen dann sich überhaupt nicht einschüchtern lässt? Dann zeigt sich bald der vermutliche Verursacher des Einsturzes. Wer das wohl sein wird?

      Shmuel war gerade noch bei den Käfigen und ist jetzt ohne Übergang in einem Bett, und wacht auf, nur um dank Schmerzen überall wieder ohnmächtig zu werden. Kurz davor erspäht er noch einen Blick auf etwas Rotes, was sich im nächsten Kapitel als Briannas Haare herausstellt. Rätselhaft.

      Dann noch ein Wechsel zur Herzkönigin, die unbedingt ihre Rache will. Leider befürchtet sie, dass sie möglicherweise den Tag nicht überlebt. Nun, ich würde das nicht unbedingt bedauern. Keine AHnung, was dass genau zu bedeuten hat, aber alle wollen das Spiel der Könige spielen. Ist ja schon fast Game of Thrones. Du musst nur noch die Todesrate deiner Charaktere erhöhen ;)

      Kapitel 150:

      Zum Start sehen wir Kyu, der nach Hause zurückkehrt. Dabei gibt es auch gleich noch einen Flashback, aus welchem man folgern kann, dass es keine schöne Vergangenheit war. So wurde Kyu anscheinend aus dem Haus geworfen. Vorausgesetzt, es ist nur ein Traum, so bietet es dennoch die Möglichkeit, dass Kyu mit seiner Vergangenheit Frieden schließen kann, wer weiß?

      In Mary Joa gibt es einen Bauernmarkt, auf dem es Menschen zu kaufen gibt. Man könnte sich Bos Vermutungen anschließen, oder einfach abwarten. Ich tendiere zu letzterem, da ich aktuell wenig Interesse an einem weiteren Schauplatz habe.

      Was die Person in der Kälte angeht, würde ich mich Bo anschließen, aber es könnte natürlich auch jemand anderes sein.

      Dann geht die Szene um Shmuel weiter. Leider wird nicht aufgeklärt, was passiert ist. Ist er abgestürzt? Vermutlich. Das erklärt aber so gar nicht, warum er von Brianna gefunden wurde. Dazu noch eine neue Person in Fermin, wer auch immer das sein mag. Shmuel bekommt es mit der Panik, als er erfährt, dass es bald 21 Uhr ist. Anscheinend muss seine Schwester unter seinem Zuspätkommen leiden. Geschwister sind doch immer was tolles, um Menschen zu erpressen.

      Gut, zwei Kapitel, mehr Potenzial zur Verwirrung. Immerhin besteht die Hoffnung, dass nicht alle eingeführten Charaktere eine längere und wichtigere Rolle einnehmen, was sie natürlich auch anfällig dafür macht, sie in der Fülle der relevanten Charaktere zu vergessen.
      Was mich unglücklich macht, ist die Mischung aus Unmengen an Charakteren, Unmengen an Schauplätzen, Unklarheit, was Zeit und Realität angeht und die bislang wenig hilfreiche Bekanntgabe von Informationen. So etwas ist in einem Buch schon nicht leicht (als Beispiel könnte ich hier Steven Eriksons Spiel der Götter anführen, welches anfangs ebenfalls sehr schwer zu durchschauen ist), in einem wöchentlichen Format aber noch viel schlimmer ist. Da man immer nur stückweise liest, ist es viel schwieriger, den Überblick zu behalten und so etwas wirkt sich dann deutlich verheerender aus. Im Prinzip hgabe ich andauernd das Gefühl, ich müsste einen größeren Teil deiner Fanfiction nochmal lesen, um den Durchblick zu bekommen und zu erhalten. Ich weiß, dass du vorhast, dies zu verbessern und zu ändern, aber es fällt mir aktuell schwer, viel mit den Kapiteln anzufangen, wie man wohl auch gut an den Kommentaren erkennen kann. Keine Sorge, ich werde natürlich auch weiterhin dran bleiben, aber zur Zeit bin ich nicht so richtig begeistert.
      Nur um das klar zu stellen, ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Arc nicht nur viel Potential bietet, sondern auch eine wichtige Rolle spielt und so einiges aufklären wird.
      Wie jeder weiß, stirbt die Hoffnung zuletzt, also bis zum nächsten Kapitel, wo ich ja vielleicht ja nicht mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf dasitzen werde :thumbsup:

      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • Antwort auf Fanpost & 151. Kapitel erschienen

      Urlaub beendet und da das neue Kapitel schon zuvor so gut wie fertig war, gibt es dann heute auch gleich ein neues.

      Vorher aber natürlich noch die Antwort auf Eldrail, die mir zwar ein wenig Zahnschmerzen bereitet hat, aber mal schauen, ob wir am Ende auf einen grünen Zweig kommen werden.

      Eldrail schrieb:

      Shmuels Kletterpartie führt ihn zu einer Reihe Käfigen, die draußen an der Mauer hängen. Handelt es sich dabei um den Prometheus?
      Dort sitzen viele Gestalten, mit denen man nicht wirklich etwas anfangen kann. Interessant fand ich im Wesentlichen Torquemada, denn der ist ja eigentlich einer der "Bösen" und dazu noch der Sohn des Großinquisitors. Was hat der bloß angestellt, um dort zu landen? Insbesondere, da er ja vom Verhalten her perfekt zur Kirche passt. Auch Abu-Said hat meine Aufmerksamkeit erweckt. Er wird als entmachteter Kalif bezeichnet und hat sich eine Schlacht mit dem Großinquisitor geliefert. Hat das jetzt zu heißen, dass der Kalif bei Sibyll gleich dem hier ist? Ich bin hochgradig verwirrt. Auch weil der Kalif Sahar kennt. Ist sie seine Tochter?
      Sind deine vielen Fragen rhetorischer oder tatsächlicher Natur?
      Denn vieles wird eigentlich im Kapitel selber beantwortet.
      Ja es handelt sich um den Prometheus -> So auch direkt benannt.
      Ja Sahar ist Abu-Saids Tochter -> Auch direkt erwähnt.

      Der Kalif, der bei Sibyll war, ist zudem nicht Abu-Said. Aber wie oft bei politischen Ämtern gibt es einen Nachfolger, wenn der alte eingesperrt wird ^^

      Eldrail schrieb:

      Wo wir gerade bei Sahar sind, die macht einen besuch im Judasring. Dort bricht dann unglücklicherweise die Decke ein, was dazu führt, dass die Leute oben die Leute uinten zu Gesicht bekommen. Dies ist natürlich unverzeihlich und führt zur Unterbeschussnahme der unten lebenden Menschen. Sahar ist in der Lage sie zu stoppen und droht mit dem Höllenfürsten, der ihr Bruder ist. Wer ist Sahar? Und wieso hören die Soldaten auf zu schießen, wenn einer von ihnen dann sich überhaupt nicht einschüchtern lässt? Dann zeigt sich bald der vermutliche Verursacher des Einsturzes. Wer das wohl sein wird?
      Also Sahar ist die Tochter des (alten) Kalifen und Schwester des amtierenden. Nunja jemanden nicht zu erschießen und sich nicht von jemanden einschüchtern zu lassen, sind ja doch noch einmal zwei paar Schuhe. Eine Aufklärung, warum sie Sahar jetzt kein Haar gekrümmt haben, kommt aber sicherlich noch.


      Eldrail schrieb:

      Shmuel war gerade noch bei den Käfigen und ist jetzt ohne Übergang in einem Bett, und wacht auf, nur um dank Schmerzen überall wieder ohnmächtig zu werden. Kurz davor erspäht er noch einen Blick auf etwas Rotes, was sich im nächsten Kapitel als Briannas Haare herausstellt. Rätselhaft.
      Aufklärung zu dieser Szene kam ja im folgenden Kapitel, weswegen ich da erst weiter unten darauf eingehe.


      Eldrail schrieb:

      Dann noch ein Wechsel zur Herzkönigin, die unbedingt ihre Rache will. Leider befürchtet sie, dass sie möglicherweise den Tag nicht überlebt. Nun, ich würde das nicht unbedingt bedauern. Keine AHnung, was dass genau zu bedeuten hat, aber alle wollen das Spiel der Könige spielen. Ist ja schon fast Game of Thrones. Du musst nur noch die Todesrate deiner Charaktere erhöhen
      Im letzten Arc starben immerhin sechs namentlich bekannte Personen. Ob diese Zahl jetzt in diesem Arc steigt oder nicht, kann ich noch nicht sagen, aber das Motto "Memento Mori" des Arcs, habe ich nicht ohne Grund gewählt ;)


      Eldrail schrieb:

      Dann geht die Szene um Shmuel weiter. Leider wird nicht aufgeklärt, was passiert ist. Ist er abgestürzt? Vermutlich. Das erklärt aber so gar nicht, warum er von Brianna gefunden wurde. Dazu noch eine neue Person in Fermin, wer auch immer das sein mag. Shmuel bekommt es mit der Panik, als er erfährt, dass es bald 21 Uhr ist. Anscheinend muss seine Schwester unter seinem Zuspätkommen leiden. Geschwister sind doch immer was tolles, um Menschen zu erpressen.
      Also eigentlich wird das schon aufgeklärt. Hier mal die Stelle aus dem Kapitel:

      Vexor schrieb:

      „Vorsicht“, ermahnte er sie, ehe sie ihm half, sich aufzusetzen. Man hatte seine Schulter frisch verbunden, aber sie schmerzte schlimmer denn je und dennoch brachten die Schmerzen etwas mit, was er verloren geglaubt hatte. Ockerfarbene Ziegel und den Eimer aus Blech voller Putzwasser, einen freien Fall in die Schluchten der Stadt und die verschwommene Erinnerung einer rothaarigen Frau, die ihn gefunden hatte.
      Zugegeben ist das jetzt keine langweilige Erklärung unter dem Motto: Shmuel ist auf feuchten Dachziegeln ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt, aber eigentlich schon deutlich genug, um nicht völlig ratlos zu sein.



      Eldrail schrieb:

      Gut, zwei Kapitel, mehr Potenzial zur Verwirrung. Immerhin besteht die Hoffnung, dass nicht alle eingeführten Charaktere eine längere und wichtigere Rolle einnehmen, was sie natürlich auch anfällig dafür macht, sie in der Fülle der relevanten Charaktere zu vergessen.
      Was mich unglücklich macht, ist die Mischung aus Unmengen an Charakteren, Unmengen an Schauplätzen, Unklarheit, was Zeit und Realität angeht und die bislang wenig hilfreiche Bekanntgabe von Informationen. So etwas ist in einem Buch schon nicht leicht (als Beispiel könnte ich hier Steven Eriksons Spiel der Götter anführen, welches anfangs ebenfalls sehr schwer zu durchschauen ist), in einem wöchentlichen Format aber noch viel schlimmer ist. Da man immer nur stückweise liest, ist es viel schwieriger, den Überblick zu behalten und so etwas wirkt sich dann deutlich verheerender aus. Im Prinzip hgabe ich andauernd das Gefühl, ich müsste einen größeren Teil deiner Fanfiction nochmal lesen, um den Durchblick zu bekommen und zu erhalten. Ich weiß, dass du vorhast, dies zu verbessern und zu ändern, aber es fällt mir aktuell schwer, viel mit den Kapiteln anzufangen, wie man wohl auch gut an den Kommentaren erkennen kann. Keine Sorge, ich werde natürlich auch weiterhin dran bleiben, aber zur Zeit bin ich nicht so richtig begeistert.
      Kommen wir zum Zahnschmerzteil, denn ich weiß nicht wirklich, was ich dir jetzt sagen soll oder wie ich jetzt genau reagieren soll.

      Du hattest bisher den Luxus, dass du meine und Bos Geschichte in einem Aufwasch lesen konntest. Bei 'Menschenjagd' kam halt glücklicherweise für dich hinzu, dass Bo da schon relativ weit in seinen Arc fortgeschritten war, als du da eingestiegen bist, aber das Maß an Verwirrung, welches du offenbar empfindest, ist jetzt für diesen Bereich nichts neues oder ungewöhnliches. Solltest du mal Zeit finden, lies doch noch einmal die ersten 5-6 Kapitel seines aktuellen Arcs, zumindest kamen mir die nicht unverwirrender vor, als mein Einstieg. Das soll jetzt auch keine lahme Rechtfertigung, noch eine Herabsetzung Bos sein, aber das entspricht wohl den Standard dieses Bereiches.
      Die Variante, die ich gewählt habe, mag vielleicht das Ganze noch einmal ein wenig auf die Spitze treiben, aber dafür wird der Aha-Moment umso höher sein.
      Betrachtet man das neue Kapitel (151) so wird schon einmal deutlich klar, wer hinter dem Ganzen steckt, was jetzt mit den Schatzjägern los ist und der "Main-Plot" mit Brianna geht auch weiter.
      Von daher kann ich dir momentan leider auch nicht wirklich etwas raten oder von einer "Verbesserung" sprechen, da das ja voraussetzen würde, dass ich es schlecht finde, wie es momentan ist. Ich kann allerdings schon einmal mit Sicherheit sagen, dass wir in drei Kapiteln noch nicht in der finalen Phase des Arcs sind.

      Also tut mir Leid, dass ich dir hier keine befriedigendere Antwort geben kann. Ich verstehe zwar deinen Unmut, aber da musst du dich einfach durchbeißen. Im übrigen erwarte ich auch nicht, dass hier jedes Kapitel auch immer kommentiert wird. Wenn du zu einem Mal nichts zu sagen hast, weil du verwirrt bist, dann ist das völlig in Ordnung. Du kannst mir im Höchstfall ja ne Nachricht schreiben, damit ich nicht unnötig warte und dann ist das auch gar kein Problem.

      Ansonsten hoffe ich einfach, dass sich jetzt in Zukunft so manches klären wird, für dich!
      Danke für deinen Kommentar, den du trotz Verwirrung und Kritik verfasst hast :)

      Grüße
      Vexor
    • Kapitel 149 - 151 Ein Stachel im faulen Fleisch & Insomnia I & II

      Nachdem mir, das zufällige Entdecken des neuen Kapitels gestern Abend, einen motivatorischen Tiefschlag versetzt hat, jetzt die teilweise überarbeitete Version. Da sich mit dem zusätzlichen Kapitel Vermutungen bestätigt, andere verhärtet oder dritte ziemlich Erledigt haben, ganz abgesehen von denen, die komplett in Frage gestellt wurden. ^^
      Ich war irgendwie noch darauf eingestellt, das neue Kapitel am Wochenende zu erwarten.


      Die Probleme oder besser gesagt die Verwirrung, welche diesen Arc bisher begleiten, resultiert vor allem, aus den von dir nicht kenntlich gemachten Sprüngen, zwischen den aktuellen Ereignissen, FBs bzw. Ereignissen in der Vergangenheit und Traumfrequenzen. Nach dem neuen Kapitel scheint es sogar noch eine Kombination aus den letzten Beiden zu geben. X/

      Zumindest ist dies meine Wahrnehmung bzw. Interpretation der aktuellen Gegebenheiten bzw. Ungereimtheiten in den Abläufen deiner Kapitel. Zum einen haben wir die Ereignisse Rund um Raphaela, welche mit der Ikarus in Verbindung stehen und dies kann fast nur in der aktuellen Zeitlinie spielen. Des weiteren haben wir alles was um Shmuel und Sahar geschieht was (eigentlich) nur in der Vergangenheit spielen kann, wegen der noch ausstehenden Hochzeit zwischen dem Zaren und der Tochter der Herzkönigin (Charlotte) und wo Brianna aufgetaucht ist. Auch die ganzen anderen auftauchenden Personen und Orte müssen entsprechend auf der Zeitachse verteilt werden. Alles wo die Herzkönigin direkt auftaucht, würde ich zu aktuell Zählen, genauso wie die Geschehnisse bei Sibyll. Wohingegen alles andere entweder in die Vergangenheit oder sogar in eine Traumwelt gehört.

      Aber der Reihe nach. Zuerst ist unser lieber Shmuel dran, der sich auf den Weg gemacht hat die Leute um eisernen Prometheus zu besuchen und mit Essen zu Versorgen. Wie vermutet hat sich die Kirche an der Prometheussage orientiert und setzt die zu bestrafenden Wind, Wetter, Sonne und wahrscheinlich auch Durst und Hunger aus. Da sie die zu Bestrafenden, aber nicht ganz frei Rumhängen lassen wollen, gibt es für jeden einen schönen, engen, eisernen Käfig, der mit kuscheligen Dornen gespickt ist. Diese illustre Gesellschaft scheint derzeit vor allem aus abtrünnigen der Kirche zu bestehen oder besser aus Mitgliedern und Gläubigen, welche die Kirche aus irgendeinem Grund nicht mehr haben möchte. Weil pädophil Veranlagt, immer am Motzen, zu radikal oder was auch immer^^. Viele der Anwesenden scheinen eine sehr enge Verbindung zu Kirche gehabt zu haben und jetzt hängen sie da Rum. Da es aber so klingt als würden sie sich alle schon etwas besser kennen, bezweifle ich das sie überhaupt keine Nahrung oder Wasser bekommen. Zwar werden sie anscheinend von Shmuel mit Versorgt, aber dies scheint er freiwillig zu machen und nicht im Auftrag der Kirche. Also müssten die Gefangenen zumindest regelmäßig etwas Wasser und Essen bekommen, damit sie länger Leiden und ihre Sünden bereuen können. Nur so würde es den Wächtern nicht auffallen, dass alle viel zu lange zu Leben scheinen. Shmuel wird die gefährliche Klettertour sicher nicht nur unternehmen, um sich Beleidigen zu lassen, sonder um eine ganz bestimmte Essessration abzuliefern. Denn in einen der Käfige wurde Sahars Vater Abu-Said gequetscht, der Kalif des Judasríngs, welcher sich ein beeindruckend Schlacht mir dem Inquisitor geleistet zu haben scheint. Bevor ich jetzt aber auf Sahar, den Judasring und weiter Informationen über die Insel eingehe, wird Shmuel noch fertig bearbeitet. Denn er scheint durch sein Leben im Getto nicht nur dazu verpflichtet zu sein, für die Kirche zu arbeiten, sondern er wurde auch schon einmal von der Inquisition gefoltert bzw. bestraft, da er bei Francisco Stimme das Gefühl hat,>> die glühenden Eisen der Inquisition ihm erneut das Fleisch von den Knochen brennen würden <<. Weiterhin erfahren wir nebenbei, dass der Eiserne Prometheus bzw, seine Käfige genau unter der Hauptkirche zu liegen scheinen, bzw. die Kirche steht auf einer überhängenden Klippe an deren Unterseite die Käfige hängen.

      Der folgende Absatz ist der Aktualisierung zum Opfer gefallen, weswegen es anders als geplant direkt mit Sahar weitergeht.
      Beginnen möchte ich bei ihrer Teufelskraft, denn nun bin ich mir ziemlich sicher, zumindest die grobe Richtung herausgefunden zu haben. Sie besitzt eine Fähigkeit, welche mit Stoff in Verbindung steht. Am ehesten ist sie wohl ein Stoff-Mensch, was ihr auch das schweben/fliegen ermöglicht. Sie kann sich irgendwie in Stoff verwandeln bzw. dessen Farbe annehmen, weswegen sie vor Shmuels Stoffvorhang/Gardine unsichtbar war. Auf die Idee komme ich, da du in diesem Kapitel in Verbindung mit Sahar häufiger die Worte >flattern< und >Stoff< erwähnst.

      Wie wir erfahren haben ist sie die Tochter des Kalifen, welcher anscheinend der Herrscher des Judasrings war und da diese Titel vererbt werden, muss ihr Bruder der neue Kalif sein, der auch Sibyll besucht. Damit ist die Schwester nachdem dieser Kalif fragt, Sahar und es scheint noch einges passiert zu sein, nachdem wir sie in diesem Kapitel verlassen haben. Allerdings hast du dies eigentlich schon in Edrails Antwort bestätigt.

      Zurück zu den eigentlichen Ereignissen, auch wenn Sahar eine Prizessin ist oder wie man auch immer die Töchter der Kalifen nannte, fühlt sie sich den anderen Bewohner nicht überlegen, sondern behandelt sie mit Respekt und versucht sie sogar zu Schützen. Sie hat deswegen auch kein Problem sich mit der Helvetischen Garde anzulegen bzw. ihr die Stirn zu bieten. Allerdings begegnet diese ihr nicht mit Respekt, auch als sie mit dem Höllenfürsten droht. Dieser dürft ihr Bruder der aktuelle Kalif des Judasrings sein, immerhin wird er von Sibyll später auch mit Fürst angesprochen. Wobei der Höllenfürst der Name sein dürfte, welche ihm die Kirche gegeben hat. Dass es sich bei dem Höllenfürsten um den Mann handelt, der unter dem Bretterhaufen hervorkriecht glaube ich erst mal weniger, da die beschrieben Stimmen nicht identisch sind. Aber wer auch immer dies ist, irgendwie habe ich das Gefühl, er ist für den Deckeneinsturz verantwortlich und wird damit noch für sehr viel Unruhe sorgen. Vielleicht sind die Folgen davon auch der Grund, warum sich der Kalif später um das Schicksal seiner Schwester sorgt.

      Nun komme ich zum Aufbau und etwas Geschichte um die Stadt, was durch das neue Kapitel nochmal ordentlich unterfüttert wurde. Wir wussten schon, dass die Stadt aus mehreren Ringen besteht. Wenn ich recht entsinne waren es Sieben. Bei dem untersten handelt es sich um den Judasring, wobei nicht ganz klar wird, ob er überhaupt noch mitgezählt wird. In diesen Ring vegetieren die elendsten der Elenden, Aussätzige, Kranke, Verstümmelte, ich würde sogar so weit gehen, dass die Bevölkerung des Judasrings noch schlechter/niedriger angesehen ist, als der Großteil der Bewohner des äußersten Rings in PS. Auch wenn in beiden Ringen die Leute in ihrer eignen Sch... und der Sch... der oberen Klasse leben müssen. Der Judasring ist der Machtbereich des Kalifen und Kalif Abu-Said scheint vor einiger Zeit einen Aufstand angezettelt zu haben, der allerdings zurückgeschlagen wurde. Seit dem sind alle Eingänge zum Judasring verschlossen und werden stark bewacht. Ich würde deswegen vermuten, dass er Judasring früher zwar schon unterirdisch lag, die Bewohner sich aber etwas freierer Bewegen und auch das Tageslicht genießen konnten. Nach dem Aufstand wurde dieser Ring komplett abgeriegelt und für immer Verschlossen. Vielleicht bekam er damals auch er den Namen Judasring, da seine Bewohner durch den Aufstand von der Kirche als Verräter gebrandmarkt wurden. Da der Ring unterirdisch liegt und bei dem Aufstand sich gegen die Herrschende Kirche gestellt hat, wurden alle seine Bewohner als böse und Sünder klassifiziert und welcher Name würde für ihren Anfüher besser passen als der Höllenfürst.
      Der erste Ring der Stadt beheimatet das Ghetto, hier müssen alle Ungläubigen leben und für die Kirche Dienste verrichten.Sie sind nicht sehr gut Angehen, aber es geht ihnen besser als den Bewohner des Judasrings. Sie sind der Kirche noch nützlich, als Arbeitskräfte und können vielleicht sogar noch gerettet werden, indem sie zum richtigen Glauben konvertieren. Natürlich nur falls dies überhaupt erlaubt ist. Anscheinend wurde das Ghetto geschaffen, nachdem der Aufstand das Judasrings niedergeschlagen wurde. Wahrscheinlich wurden hierhin alle jene Verfrachtet, die im Verdacht standen den Aufstand unterstützt zu haben, der Kirche sowieso unliebsam waren oder dei man eventuell noch als Arbeitskraft gebrauchen konnte. Sprich alles was mehr oder minder in den Judasring gehört, aber noch zu gut/brauchbar war, um es endgültig wegzuschließen.
      Im zweiten Ring scheinen dann normale vermutlich ärmere Bürger und Gäste zu leben, hier würde in PS der zweite von drei Ringen beginnen. Im siebten, innersten Ring der Stadt dürfte dann das Hauptquartier der Kirche sein, der Palast im PS.
      Alle Durchgänge zwischen den Mauern sind besonders Nachts sehr gut Bewacht und dürfen nicht durchschritten werden. Wie es zu erwarten war, hat die Kirche sehr viel macht, wobei es keinen einheitlichen Glauben zu geben scheint. Vergleichbar mit dem Christentum bei uns, gibt es diverse Abspaltungen und andere Auslegungen, wovon eine der Glaube an die Dame vom PS zu sein scheint. Wieder ein sehr schöner verwies auf Bos FF. Das Ziel des aktuellen Papstes ist eine Wiedervereinigung aller Glaubensfraktion und somit mehr macht für ihn. Auf die Person des hier genannten Papstes gehe ich später noch ein, da ich mir hier auf Aufbau und Struktur beschränken möchte.

      Zu guter Letzt geht es um die ganzen anderen Sequenzen, welche im zweiten Kapitel angeschnitten wurden und die durch das neue teilweise unterfüttert und bestätigt wurden, besonders durch den letzten Abschnitt. Dabei handelt es sich um die Traumwelten der einzelnen Mitgleiter der Ikarus Besatzung. Wobei einige aus Erinnerungen zu bestehen scheinen, andere aus den Herzenswünschen der jeweiligen Person, wie anfangs bei Brianna und es gibt eventuell noch eine dritte Kategorie, in der (Alb-)Traumwelten mit realen Erinnerungen vermischt werden.

      Beginnen wir hier mit den beiden Einzelsequenzen, die im dritten Kapitel nicht nochmal aufgegriffen wurden.

      Bei dem Mann aus Chasetown dessen verkauf St. Evangolos mitbekommt, kann es sich nur um Marc handeln. Immerhin muss er einmal zu dieser Brandwunde am Rücken gekommen sein, welche schon vor wer weiß wie vielen Kapitel das letzte mal erwähnt wurde. Somit dürfte es sich hier eher um ein erneutes durchleben schlechter Erinnerungen Handeln, welche als FB aufgebaut wird und nicht um eine Traumwelt, wie (Anfangs) bei Brianna. Schön fand ich hier besonders, dass du hierbei auf das HDM Ehepaar zurückgegriffen hast, von dem Brianna auch ihren Stecken-Hirsch bekommen hat und die Erwähnung von Isola Caligula.

      Bei der Sequenz mit Schnee und Eis habe ich zunächst an Kaiser gedacht, auch weil sie von geheimnisvollen Gestalten beobachtet und gesucht wird. Dies würde alles sehr gut zu ihr passen, da auf ihre Haut die Porneglyphen-Schrift tätowiert wurde und so für einige Leute sicher sehr interessant ist. Besonders, da wir letztens die Info bekommen, dass sie endlich die Person gefunden haben, welche diese Schrift entziffern kann. Weiterhin weiß Kaiser genau wie die Person im Schnee nichts über ihre Herkunft. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass ihr Retter sie aus dem Eiswasser gefischt hat. Dies würde der Theorie zwar nicht grundsätzlich widersprechen, das sich dieses Kind auch auf einem zugefrorenen Meer oder See befinden kann. Allerdings wird dadurch aber noch die Möglichkeit eröffnet, dass es ich bei dem Mädchen um Herleif handelt, da die Walküren ebenfalls im Norden wohnen.

      Weiter geht es mit Kyu und hier bin ich mir nicht ganz sicher, was er genau Erlebt. Wir wissen schon, dass er von seinem Elternhaus geflohen ist und danach (wahrscheinlich) bei einem Fischer aufwuchs, bis er auf Brianna traft. Denn ich würde ausschließen, dass er seine guten Erinnerungen an die Fischerei und die See bei seinem Stiefvater gesammelt hat. Die Frage ist also, ob er wirklich noch einmal zu seiner Mutter zurückgekehrt ist oder ob es sich hier um einen Wunschtraum von ihm handelt, wie es auch bei Brianna und ihrer Tochter war. Auch wenn ich es nicht ganz genau weiß, sprechen die Indizien derzeit eher für eine Traumwelt. Zum einen weiß er selbst nicht warum er überhaupt zurückgekehrt ist und der andere Grund ist dieses kleine Mädchen. Irgendwie lässt mich die Tatsache, dass sie ihn so sehr an seine andere Schwester erinnert, die >gegangen ist<, eher an eine (Alb-)Traumwelt denken, auch bei Brianna waren die Erinnerungen bzw. das Aussehen ganz stark an ihrer Eltern angelehnt. Da der Verstand/das Gedächtnis diese Personen nie erlebt hat, muss es sich Baukastenartig bei anderen realen Personen bedienen, um die neue Person zu erschaffen. Was auch immer seine Schwester dazu bewegt hat zu gehen oder >wurde sie gegangen< dürfte alleine aus dem Kontext heraus nichts gutes gewesen sein, wobei ich hier eher an Tod oder verkaufen denke, als an weglaufen. Kyu selber wurde von seinem Stiefvater und seinen Brüdern davongejagt, nachdem er seine Teufelsfrucht gegessen hatte und diese anscheinend nichts von solchen Kräften wussten oder Angst davor hatten.

      Dann noch zu Shmuel und Brianna, deren Handlungsstrang ich gerade nicht wirklich einzuordnen weiß. Bisher war ich eigentlich davon ausgegangen, dass es sich hier um einen einfachen FB hantelt. Denn wir haben Shmuel sehr lange Zeit als Hauptperson der Handlungen erlebt, zusammen mit seiner Verbindung zu Sahar und den ganzen Ereignissen Rund um Corto Maltese. Durch das auftauchen des Zaren und der Bestätigung, dass es sich hier um seine Hochzeit mit Charlotte handelt wurde auch alles zeitlich einsortiert. Briannas auftauchen führte auch zu keinen Problemen, da sie immerhin Schatzjägerin ist und es auf der Hauptinsel der Heilenden Kirche sicher einiges an Schätzen zu organisieren gibt. Alles passte schön zusammen, es ist ein FB und die aktuelle Brianna befindet sich in der Traumwelt mit ihrer Tochter. Die Sequenz mit Raphaela und der Kirche auf Corto Maltese passte auch noch, da ihr Traum irgendwo spielen muss und warum nicht auf der Heimatinsel des Traumerschaffers. Zufall dass es auch die Insel ist auf der Shmuel lebt(e) dessen FB wir gerade verfolgen. Aber dann kommt dieses kleine Bild und wirft alles durcheinander. :(
      Luzifer I Papst der Heilenden Kirche und Brianna erkennt ihn wieder. Dabei hat sie ihn auf SF das erste mal getroffen, also kann sie ihn im FB überhaupt noch nicht wiedererkennen und dann noch das Splitternde Glas... . Ich bin sehr sehr irritiert. Mein Hauptproblem ist weniger, dass Luzifer vielleicht mal Papst war oder von mir aus immer noch ist , aber Brianna kann ihn damals nicht wiedererkannt haben. Weiterhin war er auf SF unter falschem Namen aktiv und Dädalus erkannte ihn als den Gefallenen Kardinal und nicht als Papst... Die einzige Erklärung welche ich derzeit habe ist, dass die Erlebnisse um Shmuel (und Brianna) real waren und Brianna diese nun erneut durchlebt, aber es einige kleine Veränderungen durch den Traumwelterschaffer gibt. Andererseits, das Schiff auf dem sich Luzifer befindet heißt der >Heilige Stuhl< was eigentlich auf den Papst hinweist und Luzifer scheint das Komando zu haben. Wurde er vielleicht erst vor kurzem Papst, aber dann kann er eigentlich nicht schon zu Zeiten der Zarenhochzeit Papst gewesen sein... Auch wie auch immer, halten wir fest, trotz dieser Ungereimtheit würde ich derzeit davon ausgehen, dass die Ereignisse um Shmuel weitgehend der Realität entsprechen. Dies wirft die Frage auf, was er heute/aktuell macht und wie es ihm geht, vielleicht ist er die Person, welche Brianna und Co aus ihrer misslichen Lage befreien wird. :whistling:

      Luzifer wurde schon so oft erwähnt, jetzt wird es aber Zeit, sich direkt mit ihm zu beschäftigen. Ob er nun Papst ist oder nicht, wobei er auch hier wieder als Kardinal bezeichnet wurde. Es wird immer noch nicht ganz klar, ob er jetzt direkt für die Träume unserer Protagonisten verantwortlich ist oder nicht. Er kann zwar alle ihre Gefühle wahrnehmen und beeinflussen, aber ob er auch bestimmen kann, was sie Träumen wird nicht klar gesagt. Er nimmt nur Gefühle von Schuld, Wut und allem anderen war, dürfte aber nicht unbedingt wissen, was dahinter steckt. Deswegen würde ich weiterhin davon ausgehen, das für die Träume selber jemand anders verantwortlich ist. Immerhin wurde Raphaela in einen dieser Träume hineingeschickt und wieder herausgeholt.

      Weiterhin erfahren wir noch etwas über den fehlenden Erzengel. Michel scheint früher zusammen mit Luzifer und Dädalus an etwas gearbeitet zu haben. Allerdings haben sich irgendwann ihre Wege getrennt und das nicht im Guten. Zwar weiß ich nicht mehr, ob Michel von Dädalus schon einmal erwähnt wurde und wie er zu ihm steht, aber Luzifer ist jetzt sein Feind. Wenn man die kirchlichen Erzählungen hinzieht, dürften Luzifer und Michel gegeneinander gekämpft haben, wobei Luzifer verloren hat. Wahrscheinlich kommt dadurch auch seine Bezeichnung als gefallener Kardinal. Jedenfalls will Luzifer sich an beiden Rächen, wobei er schon Dädalus in seiner Hand hat.

      Irgendwie spielt hier auch die Herzkönigin und das Spiel der Könige mit rein. Darauf kann ich mir derzeit aber noch keinen richtigen Reim machen. Weder warum es gerade jetzt erst möglich ist, noch was das Ziel ist oder ob die Beiden als Gegner oder als Verbündete Aufeinandertreffen. Alles ist derzeit noch unklar, aber bisher schienen sie sich sehr gut zu Verstehen. Die logistische Erklärung wäre für mich derzeit, dass sie zusammen Jemanden (den Lord) stürzen wollen und der Begriff Spiel eine Tarnung Synonym ist, ähnlich wie der Begriff >Game of Thrones<.

      Was gibt es sonst noch zu erwähnen, was bis jetzt nicht irgendwo in meinen Aufbau gepasst hat. Den Bestienchor des Zaren halte ich derzeit eher für eine Art Leibwache, welche vor allem aus Zoannutzern besteht, vielleicht hat er aber auch eine Vorleibe für Minks. Ansonsten.... nein Schluss.


      Da siehst du was passiert wenn du mir zu viele Informative Kapitel auf einmal vorsetzt mehr als drei verdammte Wordseiten 8o und gegen Ende habe ich mich nur auf das nötigste Beschränkt, wie man an den letzten vier Absetzen wahrscheinlich bemerken kann.
      Bis zum nächsten mal und wehe du antwortest nicht ausführlich! ;)
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Komme ich auch hier mal wieder zum kommentieren. ^^

      Die Verwirrung um die Zeitspanne der aktuellen Kapitel vergrößert sich bei mir einerseits, andererseits habe ich mittlerweile das Gefühl, dass sich bestimmte Vermutungen besser fassen lassen und man mehr Ahnung hat (oder haben könnte) in welcher Zeit wir uns eigentlich befinden.

      Kommen wir erst zu Shmuel, bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass es sich dabei um die Vergangenheit handelt. Zum Einen ist sein Handlungsstrang, und der der Bewohner Corto Malteses, so ausgeprägt, dass es sich nicht nur um eine Traumsequenz Brianna handeln kann. Zum Anderen wirkt es so real, dass man sehr verwirrt ist, als Brianna Luzifer auf einem Bild erkennt und die Fassade bröckelt. Es ist also eine Mischung aus Vergangenheit und Traum. Der Strang der Vergangenheit scheint auf jedenfall sehr wichtig. Jedoch finde ich es ein wenig merkwürdig, dass der Zar und die Herzkönigin auf der Insel landen (werden) und Brianna in der Gegenwart von den Beiden nicht viel zu wissen scheint. Andererseits ist sie beiden vielleicht damals auf Corto Maltese begegnet bzw hat sie gesehen ohne zu ahnen wer sie sind.
      Das Spiel der Könige scheint zumindest mit Sicherheit in der Gegenwart zu spielen und der wichtigste Punkt war wohl die Schatzjäger außer Gefecht zu setzen. Es ist ein Spiel auf Leben und Tod und alle Parteien sind sich dessen bewusst.

      Bevor ich mich selbst weiter in Zeitschienen und Traumvisionen verliere behandle ich erst einmal Shmuel, ob nun Vergangenheit oder Traumvision lasse ich da mal außen vor. Die Verstoßenen der Heilenden Kirche wurden allesamt in den Prometheus gesteckt und dürfen dort leiden. Ich denke nicht, dass es auffällt, dass die Insassen so lange leben. War es nicht auch die eigentlich wahre Strafe für Prometheus nicht daran zu sterben an der Felswand gekettet zu sein, sondern immer wieder erleben zu müssen, wie seine Leber bei lebendigem Leib herausgepickt wird, er dabei aber nicht stirbt? Ergo gehe ich davon aus, dass die Gefangenen von der Kirche am Leben gelassen werden und Nahrung erhalten, damit das Leiden hinausgezögert wird. Fraglich hier ob es so super nett von Shmuel ist den Leuten Essen zu geben. So gesehen müssen sie aber auch am Leben bleiben, ob sie wollen oder nicht, und warum dann nicht zwischendurch auch mal etwas schmackhafteres zum Essen? ^^
      Nach seiner barmherzigen Tat, besonders an Sahars Vater gerichtet, hangelt er sich an den Klippen entlang, rutscht ab und landet in den Armen der Jungen Brianna. Es wundert mich sehr, dass sie so gar keine Ahnung hat was auf der Insel abgeht. Liegt es daran, dass sie es aus Ihrem Traumselbst erlebt und nicht die wirkliche Brianna ist, die es in dem Augenblick war als sie auf der Insel gewesen ist? (Himmel ist das verschachtelt :S ) Nunja... Nach Art der Brianna möchte sie ihm natürlich helfen und wird eingeschleust um den Jungen zurück zu seiner Schwester zu bringen. Im Kloster Juanita erblickt sie dann ein Bild von Luzifer und hier bricht die Vergangenheit/der Traum für den Leser etwas zusammen.

      Just in dem Moment als sie das Bild erblickt mustert der echte Luzifer sie in der Gegenwart. Schon interessant zu lesen, wie er die Emotionen als Blinder wahrnimmt. Ich stell mir gerade vor, wie es gewesen wäre, wenn meine blinden Großeltern diese Gabe besessen hätten... grusel xD

      In den letzten Kapiteln erweckt Luzifer den Eindruck der Anführer der Heilenden Kirche und seiner Engelchen zu sein. Der Lord kann er meiner Meinung nach nur sehr schwer sein, dann hätte Katerina mehr Respekt vor ihm gehabt... wovon rede ich eigentlich? :D Nun ich meine, er hätte ihr wohl mehr entgegenzusetzen vermocht. Außerdem gab er immer an dem Lord zu unterstehen. Vielmehr sehe ich ihn als Oberhaupt der Kirche (Vater der Kirche?) und der allmächtige Vater wäre dann wohl der Lord. So biege ich es mir zumindest zurecht. ^^
      Wie genau Raphaela hier hinein passt ist mir noch nicht ganz klar, da es einerseits so scheint, dass sie zumindest etwas mit dem Traumfieber Briannas zu tun hat. Inwiefern sie dort eingreifen kann bleibt offen und von dir wurde ja schon geschrieben, dass sie es nicht unbedingt ist, die die Visionen ausgelöst hat.
      Soweit ich mich erinnern kann, ist die Erwähnung Mich(a)el's in Bezug zu Dädalus und Luzifer nichts Neues. Auch wenn wir bisher nicht erfahren haben, was genau das Zerwürfnis ausgelöst hat. Ich gehe mal (wie immer rein Spekulativ) von... „unterschiedlicher Methodik“ aus, mit der sie an ihre Ziele kommen wollten und einige andere Beweggründe. Während Luzi tiefer ins Verderben ging, hat zumindest Dädalus irgendwann die Notbremse gezogen bevor er zu „unmenschlich“ wurde, oder so ähnlich.
      Zu den weiteren Namen der Ordensdiener muss ich ja nichts mehr schreiben.

      Bleibt die zermarternde Frage: Wer hat die Träume ausgelöst? Herlief und Kaisa wurden hier vermutet und du meintest eine der Beiden sei es. Kaisa hat zwar einige Kapitel zuvor die Gruppe quasi verraten, aber die Tatsache, dass sie selbst in einem Fieberwahn gefangen ist, lässt mich doch eher stutzen. Blieb also Herlief, aber welche Verbindung sie zur Triade hegt kann ich mir beim besten Willen nicht ausmalen. In der Hinsicht bin ich auch noch etwas ratlos.

      Die Traumfieber der Einzelnen sind doch sehr unterschiedlich, aber interessant. Es hat mich etwas verwundert, dass die meisten „Visionen“ aus dem Blickwinkel der Person selbst aufgezogen wurden... alle bis auf Marc. Ist es also wirklich Marcs Traum? Der Umstand, dass er zu den HD's gegangen ist, war nichts gänzlich Neues. Ich hab das Gefühl, die Tatsache, dass es nicht aus seiner Sicht beschrieben ist hat irgendwas zu bedeuten... Obwohl auch in Kaisas Traum (aufgrund der grünen Haare bin ich mir sehr sicher dass es Kaisa ist, Herlief besitzt immerhin rosane Haare) zum Schluss auch Beobachter auftauchen und bei Brianna weiß ich sowieso nicht wie und wo und was da gerade abgeht. xD

      Zu Kaisa und Marc lässt sich nicht mehr allzu viel sagen. Kyu hingegen wird etwas näher beleuchtet, was mich unheimlich freut :)
      Fest steht, dass er seinen Vater als kleiner Junge verlor, er mehrere Brüder hat und eine Schwester hatte für deren Tod er sich verantwortlich macht. Außerdem wird er von seinem Stiefvater und seinen älteren Brüdern fortgejagt und verstoßen. Ist er nun wirklich zurück nach Hause, oder ist das nur der Traum der modifiziert wurde? qoii hat dazu ja schon etwas erläutert, gerade bzgl der kleinen Halbschwester. Mal sehen inwieweit das aufgelöst wird - wie auch die anderen Sachen aufgelöst werden!

      Ich schieb' mal noch Sahar und ihre Familie dazwischen, da ich irgendwie noch keine Gelegenheit hatte sie in einen fließenden Übergang zu den vorigen Absätzen zu bringen. xD
      Kalif ist ein Titel für den Stellvertreter des Propheten Mohammed, teilweise als auch Stellvertreter Gottes gesehen. Wenn im Islam auch, wenn ich das recht verstanden habe, bisher nur Adam und David als wahre Kalifen anerkannt wurden. Wobei das auf die Abspaltungen des Glaubens ankommt. Allein Sahars Aussehen und die Namen der Familie (Abu Said war ein Anhänger des Propheten Mohammed) deuten weiter darauf hin. Es sind also nicht nur Juden, sondern auch andere Glaubensrichtungen die verfolgt werden. Ist jetzt keine Überraschung, aber eine kleine Erwähnung meinerseits wert.
      Um auf den aktuellen Kalifen zurück zu kommen: Er macht sich große Sorgen um Sahar und besucht die „ein klein wenig schräge“ Sybill. Die scheint hellseherische Fähigkeiten zu haben und gibt ihm mehr oder weniger hilfreiche Kommentare zu ihrer Zukunft. Erst wenn alle Engel vom Himmel fallen... klingt recht offensichtlich um wen es sich hier handeln soll... ^^ Ich frage mich wer Sybill eigentlich ist und warum sie vom Kalifen gefangen gehalten wird. Derzeit kann ich mir jedoch keinen Reim darauf machen. Zumindest werden hier verschiedene Religionen einbezogen, auch wenn es sich im ersten Moment auf die Juden zu beschränken schien.

      Interessehalber habe ich mal den Namen der Stadt Corto Maltese gegoogelt und bin auf eine Comicfigur gestoßen die einen Jüdischen Hintergrund hatte, zum Seemann wurde, die Tora und Sohar studierte. Die Sohar geht auf Schriften des alten Testaments zurück, die von Eszechiel geschrieben wurden. Ob die Sohar etwas mit dem Namen Sahar zu tun hat vermag ich nicht zu sagen, aber es ist irgendwie auffallend, dass auch der Name Eszechiel auftaucht. Hat wahrscheinlich keine tiefere Bedeutung, aber den Fakt fand ich ganz witzig. :P

      Kleine Gedanken die nicht so ganz in den Text passen wollen:

      Der Zar taucht mit seinem ganzen Hof in CM an, doch warum heiratet er ausgerechnet auf dem Territorium des Lords? Der Umstand erschließt sich mir so gar nicht xD
      Damit dieser nicht zu offensichtlich ausgeschlossen wird bei dem Bündnis Herzkönigin/Zar – auch wenn er eh nach seiner eigenen Pfeiffe (bzw die der Meerjungfrau) tanzt?

      Worum zur Hölle geht es in dem Spiel der Könige? Kämpfen die Fraktionen der Triade gegeneinander? Da erschließt sich mir aber nicht, warum die Schatzjäger außer Gefecht gesetzt werden müssen. Luzi möchte etwas von Briannas Blut haben. Womöglich macht es ihn stärker im „Spiel“ oder es ist eine Art Preis für den Gewinner. Ok alles reine Spekulation, denn ich habe keine Ahnung und bin immer noch verwirrt. :S

      Die Ikarus und der Heilige Stuhl wurden von Untergebenen Daisukes gefunden. Es wundert mich, dass Luzifer oder die Herzkönigin nichts davon mitbekommen.


      So~ Irgendwie hab ich das Gefühl alles und nichts geschrieben zu haben. An das Motto „Verwirrt nicht die Verwirrten“ hast du dich die letzten Kapitel zumindest nicht gehalten. Einerseits finde ich diesen Einstieg sehr interessant, denn er ist einfach mal anderes, andererseits nunja... verwirrt er mich xD Ich bin froh, dass die Kapitel sich langsam etwas aufzulösen scheinen und bin ganz zufrieden, die letzten Kapitel in einem Rutsch gelesen zu haben. Zusammenhängend lasen sich die Kapitel glaube etwas stimmiger.
      Es sind viele viele neue Namen aufgetaucht, ein Umstand der mich jedes mal zum Haare raufen treibt wenn ein neuer Arc beginnt, bei denen man nie sicher sein kann, welche Rolle sie noch einnehmen werden. Bisher ist mit auch so gänzlich schleierhaft worum genau es in dem Arc geht, aber der ist ja auch noch jung und ein bisschen Spekulieren hat uns ja bisher noch nicht geschadet. xD Ich bin recht zuversichtlich, dass die Auflösung zufriedenstellend sein wird. ;)

      Ich freue mich auf weitere Auflösungen, bin sicher wieder einiges nicht erwähnt zu haben, und bin gespannt wie es weiter geht. ^.^
    • Es ist an der Zeit, sich wieder an ein Kapitel von dir zu wagen :D

      Wir befinden uns wieder bei Brianna, die Shmuel helfen will, wieder zurück ins Ghetto zu kommen. Da dieses natürlich bewacht wird, gestaltet sich das schwieriger, denn Shmuel dürfte kaum in der Lage sein zu klettern. Zum Glück für die beiden befindet sich mit Pater Fèrmin der wahrscheinlich einzige noch menschliche Anhänger der Kirche. Mit dessen Hilfe können sie verkleidet über das Hospiz der barmherzigen Juanita. Da hat wohl jemand erkannt, wie wenig lebenswert das Leben doch für die Bewohner der unteren Ringe ist und hat eine Einrichtung geschaffen, um den Leuten beim Sterben zu helfen. Wirklich widerlicher Ort, kein Wunder, dass dort ständig Leichen beerdigt werden müssen. Glück für Brianna und Shmuel, doch den Erfolg des Unternehmens können wir nicht miterleben. Brianna entdeckt ein Bild von Luzifer.
      Damit beginnt die Zeitfrage eine ganz neue Dimension anzunehmen. Luzifer ist auf dem Bild eindeutig blind, was für mich bedeutet, dass es sich dabei auf jeden Fall um den gefallenen Kardinal handelt. Außer, das Amt des Papstes erfordert Blindheit und es gibt noch einen lookalike, was keinen Sinn ergeben würde. Dennoch wird Luzifer von Fèrmin als Papst bezeichnet. Dazu muss die Episode in der Vergangenheit spielen, wo Brianna Luzifer noch gar nicht kennen sollte. Gut, sie erkennt Luzifer nicht, aber die Person kommt ihr bekannt vor.
      Für mich würde das Ganze am ehesten dann Sinn ergeben, wenn, was ja auch klar ist, es sich um von Luzifer induzierte Albträume handelt. Dadurch, dass sie von ihm erzeugt wurden, können Abweichungen vorkommen, sprich das Brianna vielleicht wirklich damals Shmuel gerettet hat, sie aber, da es sich um einen Traum handelt, auch Erinnerungen (unterbewusst) an Luzifer hat.

      Kyu trifft auf ein kleines Mädchen, dass ihn an jemanden erinnert. Um wen handelt es sich dabei? Insbesondere, da es sich ja bei dem Mädchen offensichtlich um seine Schwester handelt. Schließlich wird er von dem Mädchen ins Haus gebracht, was ihn endgültig in seine Vergangenheit wirft. Am Ende frage ich mich, ob Kyu durch die Erkenntnis, dass es sich um einen Albtraum handelt, vielleicht das Potential besitzt, daraus zu entfliehen, oder ihn zumindestens zu beeinflussen.

      Schließlich kommen wir noch in der Gegenwart zur Ikarus. Luzifer betrachtet dort die Schatzjäger, die sich alle in ihrem eigenen Albtraum befinden. Schon interessant, wie er die Welt sieht. Insbesondere frage ich mich jedoch, wie er es geschafft hat, in den Schatzjägern Träume ihrer Erinnerungen zu starten. So sind diese ja völlig wehrlos.
      Es kommt jetzt zu einer Versammlung, im Zuge dessen Luzifer seine Ziele erreichen will. Könnte sein, dass ich da jetzt einfach nur auf dem Schlauch stehe, aber was will er eigentlich? Schließlich hat er die Schatzjäger ja schon völlig in seiner Gewalt?

      In dem letzten Abschnitt offenbaren Luzifers Gedanken eine einstmalige Bruderschaft von Dädalus, ihm und dem bislang noch unbekannten(?) Michel. Heißt der wirklich Michel, oder sollte es sich dabei um Michael handeln, was ja als weiterer Erzengel Sinn ergeben könnte?

      Zumindestens weiß man jetzt, woher die Träume kommen, auch wenn Raphaelas Rolle hierbei noch unklar ist. Auch die zeitliche Auflösung steht noch aus. Dennoch war es ein erster großer Schritt zum Verständnis der stattfindenden Ereignisse. Super Kapitel, da freue ich mich ^.^

      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • Auch an dieser Stelle werfe ich mich mal mit der Phrase "Besser spät als nie!" ins Getümmel, muss aber meine leichte Demotivation heute entschuldigen. Ich bin schon den ganzen Tag mit einer morgigen Reise beschäftigt und lebe neben der Planung eher so nebenher. xD

      So wirklich schlau werde ich aus deinem neuesten Kapitel wieder nicht. Gnädigerweise scheinst du uns zwar einen gleißenden Lichtstrahl in Form der Handlung um Luzifer zu gewähren, aber speziell der Teil um Brianna und Shmuel ist in Anbetracht dieser Prämisse dann wieder anders, als ich es mir vorgestellt habe. Naja, fangen wir erstmal an.^^

      Brianna möchte Shmuel ins Ghetto zurückschmuggeln, damit dieser seine Schwester retten oder zumindest vor schlimmerem Unheil bewahren kann. Gleichzeitig scheint es, dass Brianna in dieser "Parallelwelt" auf CM lebt und die anderen Schatzjäger für sie nicht existieren. Es könnte sich natürlich auch um eine Erinnerung handeln, aber wann hat Brianna denn auf CM gelebt? Davon würden wir nun zum ersten Mal hören. Zudem müsste man nun wissen, ob dieser Handlungsstrang in einer Zeitlinie mit dem bisherigen Teil um Shmuel liegt. Daher alles etwas verzwickt, zumal Brianna glasklar auf der Ikarus schlummert.

      Schlummern tut auch Kyu, wenngleich dieser wohl einen Flashback bösester Sorte erlebt. Die Beziehung zu seiner Familie ist zweifellos schwierig, wenngleich er sich sicherlich nach Geborgenheit sehnt. Wie es an an dieser Stelle weitergeht, ist schwer abzuschätzen, da du Gedanken über die anderen Schatzjäger immer bewusst auszublenden scheinst. Brianna denkt nicht an Kyu und umgekehrt. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob Kyu in einer Welt, in der Brianna lebt, genauso reagieren und handeln würde. Aber da es sich bei den Fieberträumen ohnehin nur um Alternativdimensionen handelt, die so wohl nicht eingetreten sind oder niemals eintreten werden...wobei, dann sind wir wieder bei Brianna.

      Ihr Traum ist extrem detailliert und beschreibt weniger eine Szene wie Kyus, sondern hat seine eigene verworrene Handlung. Die Figuren, der Plan, das Hospiz usw. Ich kann das noch nicht richtig einordnen, vielleicht bin ich dafür im Moment auch einfach zu überspannt.^^
      Seltsam ist auch die Szene mit dem Porträt Luzifers am Ende. Ich glaube, in der Realität weiß Brianna doch nicht, dass Luzifer der Papst ist...oder? Wie soll sie es durch diesen Traum erfahren? Flößt Luzifer ihr diese Halluzination ein oder ist das das Werk Raphaelas? Das wäre natürlich ein höllischer Trip, sollte Luzifer Emotionen und Raphaela Träume/Alpträume manipulieren. Das wäre auch die einzige Möglichkeit, die mich Briannas Plot mit der restlichen Story vereinen lässt. Vielleicht hat Raphaela auch einen Fehler gemacht? Als sie in Briannas Traum eingedrungen ist, hat sie womöglich zu tief gebohrt. Wie der Abgrund, der auch in dich hineinsieht. Eine unfreiwillige Verbindung, über die Brianna in ihrem Traum nun das Wissen Raphaelas erhält. Über Luzifer, Corto Maltese etc. Verpackt in der Geschichte um Shmuel, welche ich jedoch nicht einzuordnen weiß.

      Naja, soviel dazu. Auf inhaltlicher und der Interpretationsebene ist sicherlich noch viel mehr rauszuholen, aber dafür fehlen mir im Moment schlichtweg die Nerven. Nächstes Mal wird's besser.^^
      Ansonsten kann ich dich nur für die Darstellung Luzifers loben, da mir der Alte nach wie vor sehr gut gefällt. Er ist ein Mann mit Einfluss, Beziehungen und einer mächtigen Teufelsfrucht, gleichzeitig jedoch auch sehr menschlich. Denn auch er kann dem Zahn der Zeit nicht ewig trotzen und ich denke, allmählich überblickt er auch die Spielregeln des Spiels nicht länger, welches er sich zu spielen entschied. Ist nur eine vorläufige Einschätzung, aber Luzifer wird das Spiel der Könige kaum gewinnen können. Und dass er mit der Herzkönigin aufs falsche Pferd gesetzt hat, erscheint mir immer wahrscheinlicher.

      Alles in allem ein weiteres interessantes Kapitel. Viele Fragen, ein paar Antworten und jede Menge kruder Mutmaßungen meinerseits. Ich empfehle mich.^^
    • Kleine Ankündigung

      Hey Leute,

      leider muss ich hier mal die Notbremse ziehen und ne Pause einlegen, da ich gerade merke, dass ich mir die Lust am Schreiben verderbe, wenn ich so weiter mache wie bisher.
      Die zunehmende Aktivität und Hektik des FF-Bereichs stresst mich zunehmends, setzt mich einem Druck aus, den ich gerade nicht gebrauchen kann. Immer wieder, wenn hier eine Geschichte oder ein neues Kapitel hochgeladen wird, sagt ne kleine fiese Stimme in meinem Kopf: "Sieh her, die anderen haben auch schon wieder ein Kapitel hochgeladen, wo bleibt deins? Hmmm? Was ist deine Ausrede?"

      Dazu kommt einfach, dass mein Jahr seit letzten Herbst generell ziemlich bescheiden läuft und ich von einer mittelgroßen, bis schweren Katastrophe in die nächste wanke und das zerrt allmählich an meinen Reserven, die ich dringend brauche, um das letzte Semester meines Studiums erfolgreich zu absolvieren.
      Das ganze führt dann eben auch dazu, dass ich mich zum schreiben zwingen muss und mir das ganze nicht mehr so Spaß macht. Dass der Arc dann auch noch wirklich bescheiden anzukommen scheint, tut dem ganzen natürlich auch sein übriges und ich muss mich dann fragen, ob ich mich mit meiner Vorstellung nicht verrannt habe und dass doch noch einmal vielleicht anders konzipieren sollte.

      Deswegen mache ich lieber einen klaren Schnitt, nehme mir für ein paar Wochen eine Auszeit, bevor ich mich selber und euch mit meinem Geschreibsel nerve bzw. quäle. Zudem werde ich den FF-Bereich mal ausblenden, um diesen zusätzlichen Stress loszuwerden. Hilft vermutlich auch nichts, da man ja mittlerweile in allen Ecken des Forums zu hören bekommt, wie andere pausenlos schreiben, aber das krieg ich vielleicht auch ausgeblendet.
      Bo, du könntest mir ja ne PM schicken, sobald ein neues Kapitel von dir veröffentlicht wurde, dann kann ich zumindest bei Menschenjagd aktuell bleiben. Inwiefern ich zum kommentieren komme, möchte ich aber noch nicht versprechen.

      Am 17.10 geht das Semester los und bis dahin möchte ich auch eigentlich wieder zurück sein. Im Optimalfall mit ein paar Kapiteln im Schlepptau, damit der Arc straff zu Ende erzählt werden kann, damit ihr zügig da durch seid.

      Auf eure Kommentare gehe ich auch noch bei Zeiten ein.
      In diesem Sinne bitte ich vielmals um Entschuldigung,

      Vexor
    • Ahoy ihr Landratten,

      ich dachte bevor es fünf Monate werden, in denen ich mir eine "kleine" Auszeit nehme, melde ich mich doch noch einmal mit Kapitel 152 und einem umstrukturieren Arc zurück.
      Zumindest habe ich vor den Arc auf der Erzählebene deutlich straffer zu erzählen und die geplanten Ausführungen zu Land und Leute auf das Minimum zu beschränken. Ich habe mich mit dem Arc wohl etwas verkalkuliert und zudem macht mir WCI gerade so viele Striche durch meine Rechnung, dass mir ganz schwindelig wird.
      Von daher gilt die Devise im folgenden Arc: Augen zu und durch, was natürlich nicht heißt, dass ich euch keinen spannenden Arc liefern möchte, aber hier und da wird manches vielleicht kürzer oder weniger ausführlich ausfallen, als ich es geplant habe oder ihr es von mir gewohnt seid.
      Falls ihr zu manchen Dingen etwas genaueres erfahren wollt, könnt ihr mir gerne und jederzeit schreiben.

      Ansonsten möchte ich mich einfach noch entschuldigen, dass es so lange gedauert hat, aber ich habe die Auszeit einfach nötig gehabt und komme zumindest mit mehr Schreibfreude, wenn euch weniger Zeit in die Geschichte zurück. Einen wöchentlichen Veröffentlichungsrhyhtmus kann und will ich euch nicht versprechen, da ich gerade mitten im Examen bin, aber jede zweite Woche hätte ich einmal angepeilt :)

      Zunächst gibt es auch noch ein kleines: "Was bisher geschah", damit ihr vielleicht wieder besser in die Geschichte kommt. (Eure Kommentare werde ich nachreichen).

      Was bisher geschah:

      Nach ihrem eindrucksvollen Sieg und ihrer erfolgreichen Abreise aus Clockwork Orange, welches sie mit dem Kunsthistoriker Kol, der Walküre Herleif und dem verwunderten ehemaligen Marinesoldaten Micalyck verlassen, überschlagen sich die Ereignisse.
      Nach einer Allianz zwischen Luzifer und den Schergen der Herzkönigin, erwacht Brianna erstaunlicherweise in der südländischen Stadt Corto Maltese. Doch, was als paradiesischer Zustand beginnt, scheint sich zu einem wahren Alptraum zu entpuppen, aus dem Brianna zu erwachen versuchen wird, sobald sie sich ihrer Lage bewusst wird. Sie trifft auf dem Jungen Shmuel, einem Kind aus dem Ghetto der religiös geprägten Stadt, dem sie ihre Hilfe anbietet.
      Doch was hat es mit dem Jungen und der Stadt wirklich auf sich? Und wo befinden sich überhaupt die anderen Schatzjäger? Sind sie bereits Opfer des "Spiels der Könige" geworden?

      All das könnt ihr im aktuellen Kapitel hier nachlesen!

      Ich wünsche euch viel Vergnügen und hoffe, dass ihr mir die nächsten holprigen Kapitel verzeiht. Das Schreiben geht nach der Pause leider bei weitem nicht so flüssig, wie ich mir das gewünscht hätte!





      Eure beantwortete Fanpost:
      @qoii


      qoii schrieb:

      Die Probleme oder besser gesagt die Verwirrung, welche diesen Arc bisher begleiten, resultiert vor allem, aus den von dir nicht kenntlich gemachten Sprüngen, zwischen den aktuellen Ereignissen, FBs bzw. Ereignissen in der Vergangenheit und Traumfrequenzen. Nach dem neuen Kapitel scheint es sogar noch eine Kombination aus den letzten Beiden zu geben.

      Ja das hast du natürlich recht und da habe ich euch vielleicht auch ein wenig zu viel zugemutet, was das angeht. Als Autor ist der Handlungsverlauf natürlich logisch, aber wenn man das Woche für Woche verfolgt, verwirrt das natürlich zunehmends.
      Vor allem Lyca, die die ersten Kapitel in einem Stück gelesen hat, hatte deutlich weniger Probleme, aber das war bei euch ja nicht gegeben.

      Im aktuellen Kapitel erfährt man aber bereits mehr, wie die Geschehnisse einzuordnen sind und ich verspreche, dass es da bald eine Auflösung gibt. Aber so viel sei mal gesagt: Alle Szenen, die nicht auf der Ikarus oder Duchess Court gespielt haben, sollten mit allergrößter Vorsicht genossen werden.


      qoii schrieb:

      Aber der Reihe nach. Zuerst ist unser lieber Shmuel dran, der sich auf den Weg gemacht hat die Leute um eisernen Prometheus zu besuchen und mit Essen zu Versorgen. Wie vermutet hat sich die Kirche an der Prometheussage orientiert und setzt die zu bestrafenden Wind, Wetter, Sonne und wahrscheinlich auch Durst und Hunger aus. Da sie die zu Bestrafenden, aber nicht ganz frei Rumhängen lassen wollen, gibt es für jeden einen schönen, engen, eisernen Käfig, der mit kuscheligen Dornen gespickt ist. Diese illustre Gesellschaft scheint derzeit vor allem aus abtrünnigen der Kirche zu bestehen oder besser aus Mitgliedern und Gläubigen, welche die Kirche aus irgendeinem Grund nicht mehr haben möchte. Weil pädophil Veranlagt, immer am Motzen, zu radikal oder was auch immer^^. Viele der Anwesenden scheinen eine sehr enge Verbindung zu Kirche gehabt zu haben und jetzt hängen sie da Rum. Da es aber so klingt als würden sie sich alle schon etwas besser kennen, bezweifle ich das sie überhaupt keine Nahrung oder Wasser bekommen. Zwar werden sie anscheinend von Shmuel mit Versorgt, aber dies scheint er freiwillig zu machen und nicht im Auftrag der Kirche. Also müssten die Gefangenen zumindest regelmäßig etwas Wasser und Essen bekommen, damit sie länger Leiden und ihre Sünden bereuen können. Nur so würde es den Wächtern nicht auffallen, dass alle viel zu lange zu Leben scheinen. Shmuel wird die gefährliche Klettertour sicher nicht nur unternehmen, um sich Beleidigen zu lassen, sonder um eine ganz bestimmte Essessration abzuliefern. Denn in einen der Käfige wurde Sahars Vater Abu-Said gequetscht, der Kalif des Judasríngs, welcher sich ein beeindruckend Schlacht mir dem Inquisitor geleistet zu haben scheint. Bevor ich jetzt aber auf Sahar, den Judasring und weiter Informationen über die Insel eingehe, wird Shmuel noch fertig bearbeitet. Denn er scheint durch sein Leben im Getto nicht nur dazu verpflichtet zu sein, für die Kirche zu arbeiten, sondern er wurde auch schon einmal von der Inquisition gefoltert bzw. bestraft, da er bei Francisco Stimme das Gefühl hat,>> die glühenden Eisen der Inquisition ihm erneut das Fleisch von den Knochen brennen würden <<. Weiterhin erfahren wir nebenbei, dass der Eiserne Prometheus bzw, seine Käfige genau unter der Hauptkirche zu liegen scheinen, bzw. die Kirche steht auf einer überhängenden Klippe an deren Unterseite die Käfige hängen.
      Alles richtig zusammengefasst und wer sich eine kurze Wiederholung, der relativ - zumindest für den weiteren Handlungsverlauf - unbedeutenden Personen geben möchte, sollte am besten hier nach lesen! :)

      qoii schrieb:

      Der folgende Absatz ist der Aktualisierung zum Opfer gefallen, weswegen es anders als geplant direkt mit Sahar weitergeht.
      Beginnen möchte ich bei ihrer Teufelskraft, denn nun bin ich mir ziemlich sicher, zumindest die grobe Richtung herausgefunden zu haben. Sie besitzt eine Fähigkeit, welche mit Stoff in Verbindung steht. Am ehesten ist sie wohl ein Stoff-Mensch, was ihr auch das schweben/fliegen ermöglicht. Sie kann sich irgendwie in Stoff verwandeln bzw. dessen Farbe annehmen, weswegen sie vor Shmuels Stoffvorhang/Gardine unsichtbar war. Auf die Idee komme ich, da du in diesem Kapitel in Verbindung mit Sahar häufiger die Worte >flattern< und >Stoff< erwähnst.
      Guter Ansatz, aber noch nicht ganz richtig!

      qoii schrieb:

      Der erste Ring der Stadt beheimatet das Ghetto, hier müssen alle Ungläubigen leben und für die Kirche Dienste verrichten.Sie sind nicht sehr gut Angehen, aber es geht ihnen besser als den Bewohner des Judasrings. Sie sind der Kirche noch nützlich, als Arbeitskräfte und können vielleicht sogar noch gerettet werden, indem sie zum richtigen Glauben konvertieren. Natürlich nur falls dies überhaupt erlaubt ist. Anscheinend wurde das Ghetto geschaffen, nachdem der Aufstand das Judasrings niedergeschlagen wurde. Wahrscheinlich wurden hierhin alle jene Verfrachtet, die im Verdacht standen den Aufstand unterstützt zu haben, der Kirche sowieso unliebsam waren oder dei man eventuell noch als Arbeitskraft gebrauchen konnte. Sprich alles was mehr oder minder in den Judasring gehört, aber noch zu gut/brauchbar war, um es endgültig wegzuschließen.
      Im zweiten Ring scheinen dann normale vermutlich ärmere Bürger und Gäste zu leben, hier würde in PS der zweite von drei Ringen beginnen. Im siebten, innersten Ring der Stadt dürfte dann das Hauptquartier der Kirche sein, der Palast im PS.
      Alle Durchgänge zwischen den Mauern sind besonders Nachts sehr gut Bewacht und dürfen nicht durchschritten werden. Wie es zu erwarten war, hat die Kirche sehr viel macht, wobei es keinen einheitlichen Glauben zu geben scheint. Vergleichbar mit dem Christentum bei uns, gibt es diverse Abspaltungen und andere Auslegungen, wovon eine der Glaube an die Dame vom PS zu sein scheint. Wieder ein sehr schöner verwies auf Bos FF. Das Ziel des aktuellen Papstes ist eine Wiedervereinigung aller Glaubensfraktion und somit mehr macht für ihn. Auf die Person des hier genannten Papstes gehe ich später noch ein, da ich mir hier auf Aufbau und Struktur beschränken möchte.
      Korrekt. Außer die Tatsache, dass es 7 Ringe sind. Es sind 12. Falls ich das mal in einem anderen Kapitel falsch beziffert habe, war das mein Fehler. Entschuldigung.

      qoii schrieb:

      Bei dem Mann aus Chasetown dessen verkauf St. Evangolos mitbekommt, kann es sich nur um Marc handeln. Immerhin muss er einmal zu dieser Brandwunde am Rücken gekommen sein, welche schon vor wer weiß wie vielen Kapitel das letzte mal erwähnt wurde. Somit dürfte es sich hier eher um ein erneutes durchleben schlechter Erinnerungen Handeln, welche als FB aufgebaut wird und nicht um eine Traumwelt, wie (Anfangs) bei Brianna. Schön fand ich hier besonders, dass du hierbei auf das HDM Ehepaar zurückgegriffen hast, von dem Brianna auch ihren Stecken-Hirsch bekommen hat und die Erwähnung von Isola Caligula.
      Danke und richtig. Das war Marcs Erinnerung.

      qoii schrieb:

      Bei der Sequenz mit Schnee und Eis habe ich zunächst an Kaiser gedacht, auch weil sie von geheimnisvollen Gestalten beobachtet und gesucht wird. Dies würde alles sehr gut zu ihr passen, da auf ihre Haut die Porneglyphen-Schrift tätowiert wurde und so für einige Leute sicher sehr interessant ist. Besonders, da wir letztens die Info bekommen, dass sie endlich die Person gefunden haben, welche diese Schrift entziffern kann. Weiterhin weiß Kaiser genau wie die Person im Schnee nichts über ihre Herkunft. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass ihr Retter sie aus dem Eiswasser gefischt hat. Dies würde der Theorie zwar nicht grundsätzlich widersprechen, das sich dieses Kind auch auf einem zugefrorenen Meer oder See befinden kann. Allerdings wird dadurch aber noch die Möglichkeit eröffnet, dass es ich bei dem Mädchen um Herleif handelt, da die Walküren ebenfalls im Norden wohnen.
      Auch hier schon einmal so viel: Ja es ist Kaisa!

      qoii schrieb:

      Weiter geht es mit Kyu und hier bin ich mir nicht ganz sicher, was er genau Erlebt. Wir wissen schon, dass er von seinem Elternhaus geflohen ist und danach (wahrscheinlich) bei einem Fischer aufwuchs, bis er auf Brianna traft. Denn ich würde ausschließen, dass er seine guten Erinnerungen an die Fischerei und die See bei seinem Stiefvater gesammelt hat. Die Frage ist also, ob er wirklich noch einmal zu seiner Mutter zurückgekehrt ist oder ob es sich hier um einen Wunschtraum von ihm handelt, wie es auch bei Brianna und ihrer Tochter war. Auch wenn ich es nicht ganz genau weiß, sprechen die Indizien derzeit eher für eine Traumwelt. Zum einen weiß er selbst nicht warum er überhaupt zurückgekehrt ist und der andere Grund ist dieses kleine Mädchen. Irgendwie lässt mich die Tatsache, dass sie ihn so sehr an seine andere Schwester erinnert, die >gegangen ist<, eher an eine (Alb-)Traumwelt denken, auch bei Brianna waren die Erinnerungen bzw. das Aussehen ganz stark an ihrer Eltern angelehnt. Da der Verstand/das Gedächtnis diese Personen nie erlebt hat, muss es sich Baukastenartig bei anderen realen Personen bedienen, um die neue Person zu erschaffen. Was auch immer seine Schwester dazu bewegt hat zu gehen oder >wurde sie gegangen< dürfte alleine aus dem Kontext heraus nichts gutes gewesen sein, wobei ich hier eher an Tod oder verkaufen denke, als an weglaufen. Kyu selber wurde von seinem Stiefvater und seinen Brüdern davongejagt, nachdem er seine Teufelsfrucht gegessen hatte und diese anscheinend nichts von solchen Kräften wussten oder Angst davor hatten.
      Sehr gute Ansätze! Wirklich :)
      Hier möchte ich noch nicht so viel aufgreifen, um nicht zu Spoilern.

      qoii schrieb:

      Dann noch zu Shmuel und Brianna, deren Handlungsstrang ich gerade nicht wirklich einzuordnen weiß. Bisher war ich eigentlich davon ausgegangen, dass es sich hier um einen einfachen FB hantelt. Denn wir haben Shmuel sehr lange Zeit als Hauptperson der Handlungen erlebt, zusammen mit seiner Verbindung zu Sahar und den ganzen Ereignissen Rund um Corto Maltese. Durch das auftauchen des Zaren und der Bestätigung, dass es sich hier um seine Hochzeit mit Charlotte handelt wurde auch alles zeitlich einsortiert. Briannas auftauchen führte auch zu keinen Problemen, da sie immerhin Schatzjägerin ist und es auf der Hauptinsel der Heilenden Kirche sicher einiges an Schätzen zu organisieren gibt. Alles passte schön zusammen, es ist ein FB und die aktuelle Brianna befindet sich in der Traumwelt mit ihrer Tochter. Die Sequenz mit Raphaela und der Kirche auf Corto Maltese passte auch noch, da ihr Traum irgendwo spielen muss und warum nicht auf der Heimatinsel des Traumerschaffers. Zufall dass es auch die Insel ist auf der Shmuel lebt(e) dessen FB wir gerade verfolgen. Aber dann kommt dieses kleine Bild und wirft alles durcheinander.
      Luzifer I Papst der Heilenden Kirche und Brianna erkennt ihn wieder. Dabei hat sie ihn auf SF das erste mal getroffen, also kann sie ihn im FB überhaupt noch nicht wiedererkennen und dann noch das Splitternde Glas... . Ich bin sehr sehr irritiert. Mein Hauptproblem ist weniger, dass Luzifer vielleicht mal Papst war oder von mir aus immer noch ist , aber Brianna kann ihn damals nicht wiedererkannt haben. Weiterhin war er auf SF unter falschem Namen aktiv und Dädalus erkannte ihn als den Gefallenen Kardinal und nicht als Papst... Die einzige Erklärung welche ich derzeit habe ist, dass die Erlebnisse um Shmuel (und Brianna) real waren und Brianna diese nun erneut durchlebt, aber es einige kleine Veränderungen durch den Traumwelterschaffer gibt. Andererseits, das Schiff auf dem sich Luzifer befindet heißt der >Heilige Stuhl< was eigentlich auf den Papst hinweist und Luzifer scheint das Komando zu haben. Wurde er vielleicht erst vor kurzem Papst, aber dann kann er eigentlich nicht schon zu Zeiten der Zarenhochzeit Papst gewesen sein... Auch wie auch immer, halten wir fest, trotz dieser Ungereimtheit würde ich derzeit davon ausgehen, dass die Ereignisse um Shmuel weitgehend der Realität entsprechen. Dies wirft die Frage auf, was er heute/aktuell macht und wie es ihm geht, vielleicht ist er die Person, welche Brianna und Co aus ihrer misslichen Lage befreien wird.
      Eigentlich hast du die Idee und das Prinzip der Traumwelt sehr gut erfasst, in der Brianna steckt.
      Hierzu gibt es aber relativ bald eine deutliche Aufklärung! Versprochen :)

      qoii schrieb:

      Luzifer wurde schon so oft erwähnt, jetzt wird es aber Zeit, sich direkt mit ihm zu beschäftigen. Ob er nun Papst ist oder nicht, wobei er auch hier wieder als Kardinal bezeichnet wurde. Es wird immer noch nicht ganz klar, ob er jetzt direkt für die Träume unserer Protagonisten verantwortlich ist oder nicht. Er kann zwar alle ihre Gefühle wahrnehmen und beeinflussen, aber ob er auch bestimmen kann, was sie Träumen wird nicht klar gesagt. Er nimmt nur Gefühle von Schuld, Wut und allem anderen war, dürfte aber nicht unbedingt wissen, was dahinter steckt. Deswegen würde ich weiterhin davon ausgehen, das für die Träume selber jemand anders verantwortlich ist. Immerhin wurde Raphaela in einen dieser Träume hineingeschickt und wieder herausgeholt.
      Hierzu kann ich noch nichts sagen.

      qoii schrieb:

      Weiterhin erfahren wir noch etwas über den fehlenden Erzengel. Michel scheint früher zusammen mit Luzifer und Dädalus an etwas gearbeitet zu haben. Allerdings haben sich irgendwann ihre Wege getrennt und das nicht im Guten. Zwar weiß ich nicht mehr, ob Michel von Dädalus schon einmal erwähnt wurde und wie er zu ihm steht, aber Luzifer ist jetzt sein Feind. Wenn man die kirchlichen Erzählungen hinzieht, dürften Luzifer und Michel gegeneinander gekämpft haben, wobei Luzifer verloren hat. Wahrscheinlich kommt dadurch auch seine Bezeichnung als gefallener Kardinal. Jedenfalls will Luzifer sich an beiden Rächen, wobei er schon Dädalus in seiner Hand hat.
      Hierzu mehr im aktuellen und noch kommenden Kapiteln.

      qoii schrieb:

      Irgendwie spielt hier auch die Herzkönigin und das Spiel der Könige mit rein. Darauf kann ich mir derzeit aber noch keinen richtigen Reim machen. Weder warum es gerade jetzt erst möglich ist, noch was das Ziel ist oder ob die Beiden als Gegner oder als Verbündete Aufeinandertreffen. Alles ist derzeit noch unklar, aber bisher schienen sie sich sehr gut zu Verstehen. Die logistische Erklärung wäre für mich derzeit, dass sie zusammen Jemanden (den Lord) stürzen wollen und der Begriff Spiel eine Tarnung Synonym ist, ähnlich wie der Begriff >Game of Thrones<.
      Sehr guter Ansatz!


      qoii schrieb:

      Da siehst du was passiert wenn du mir zu viele Informative Kapitel auf einmal vorsetzt mehr als drei verdammte Wordseiten und gegen Ende habe ich mich nur auf das nötigste Beschränkt, wie man an den letzten vier Absetzen wahrscheinlich bemerken kann.
      Bis zum nächsten mal und wehe du antwortest nicht ausführlich!
      Vielen Dank! Wirklich. Ich weiß diese Mühe jedes Mal wieder zu schätzen und freue mich auch in Zukunft wieder auf deine Beiträge! :)


      @Lyca


      Lyca schrieb:

      Kommen wir erst zu Shmuel, bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass es sich dabei um die Vergangenheit handelt. Zum Einen ist sein Handlungsstrang, und der der Bewohner Corto Malteses, so ausgeprägt, dass es sich nicht nur um eine Traumsequenz Brianna handeln kann. Zum Anderen wirkt es so real, dass man sehr verwirrt ist, als Brianna Luzifer auf einem Bild erkennt und die Fassade bröckelt. Es ist also eine Mischung aus Vergangenheit und Traum. Der Strang der Vergangenheit scheint auf jedenfall sehr wichtig. Jedoch finde ich es ein wenig merkwürdig, dass der Zar und die Herzkönigin auf der Insel landen (werden) und Brianna in der Gegenwart von den Beiden nicht viel zu wissen scheint. Andererseits ist sie beiden vielleicht damals auf Corto Maltese begegnet bzw hat sie gesehen ohne zu ahnen wer sie sind.
      Das Spiel der Könige scheint zumindest mit Sicherheit in der Gegenwart zu spielen und der wichtigste Punkt war wohl die Schatzjäger außer Gefecht zu setzen. Es ist ein Spiel auf Leben und Tod und alle Parteien sind sich dessen bewusst.
      Beinahe perfekt umrissen, bis auf ein paar Details, die ich aus Spoilergründen noch nicht nennen kann.

      Lyca schrieb:

      In den letzten Kapiteln erweckt Luzifer den Eindruck der Anführer der Heilenden Kirche und seiner Engelchen zu sein. Der Lord kann er meiner Meinung nach nur sehr schwer sein, dann hätte Katerina mehr Respekt vor ihm gehabt... wovon rede ich eigentlich? :D Nun ich meine, er hätte ihr wohl mehr entgegenzusetzen vermocht. Außerdem gab er immer an dem Lord zu unterstehen. Vielmehr sehe ich ihn als Oberhaupt der Kirche (Vater der Kirche?) und der allmächtige Vater wäre dann wohl der Lord. So biege ich es mir zumindest zurecht. ^^
      Wie genau Raphaela hier hinein passt ist mir noch nicht ganz klar, da es einerseits so scheint, dass sie zumindest etwas mit dem Traumfieber Briannas zu tun hat. Inwiefern sie dort eingreifen kann bleibt offen und von dir wurde ja schon geschrieben, dass sie es nicht unbedingt ist, die die Visionen ausgelöst hat.
      Soweit ich mich erinnern kann, ist die Erwähnung Mich(a)el's in Bezug zu Dädalus und Luzifer nichts Neues. Auch wenn wir bisher nicht erfahren haben, was genau das Zerwürfnis ausgelöst hat. Ich gehe mal (wie immer rein Spekulativ) von... „unterschiedlicher Methodik“ aus, mit der sie an ihre Ziele kommen wollten und einige andere Beweggründe. Während Luzi tiefer ins Verderben ging, hat zumindest Dädalus irgendwann die Notbremse gezogen bevor er zu „unmenschlich“ wurde, oder so ähnlich.
      Zu den weiteren Namen der Ordensdiener muss ich ja nichts mehr schreiben.
      Auch schön erkannt und zusammengefasst.

      Lyca schrieb:

      Bevor ich mich selbst weiter in Zeitschienen und Traumvisionen verliere behandle ich erst einmal Shmuel, ob nun Vergangenheit oder Traumvision lasse ich da mal außen vor. Die Verstoßenen der Heilenden Kirche wurden allesamt in den Prometheus gesteckt und dürfen dort leiden. Ich denke nicht, dass es auffällt, dass die Insassen so lange leben. War es nicht auch die eigentlich wahre Strafe für Prometheus nicht daran zu sterben an der Felswand gekettet zu sein, sondern immer wieder erleben zu müssen, wie seine Leber bei lebendigem Leib herausgepickt wird, er dabei aber nicht stirbt? Ergo gehe ich davon aus, dass die Gefangenen von der Kirche am Leben gelassen werden und Nahrung erhalten, damit das Leiden hinausgezögert wird. Fraglich hier ob es so super nett von Shmuel ist den Leuten Essen zu geben. So gesehen müssen sie aber auch am Leben bleiben, ob sie wollen oder nicht, und warum dann nicht zwischendurch auch mal etwas schmackhafteres zum Essen? ^^
      Nach seiner barmherzigen Tat, besonders an Sahars Vater gerichtet, hangelt er sich an den Klippen entlang, rutscht ab und landet in den Armen der Jungen Brianna. Es wundert mich sehr, dass sie so gar keine Ahnung hat was auf der Insel abgeht. Liegt es daran, dass sie es aus Ihrem Traumselbst erlebt und nicht die wirkliche Brianna ist, die es in dem Augenblick war als sie auf der Insel gewesen ist? (Himmel ist das verschachtelt ) Nunja... Nach Art der Brianna möchte sie ihm natürlich helfen und wird eingeschleust um den Jungen zurück zu seiner Schwester zu bringen. Im Kloster Juanita erblickt sie dann ein Bild von Luzifer und hier bricht die Vergangenheit/der Traum für den Leser etwas zusammen.
      Ja ebenfalls richtig und ob Shmuel hier nicht sogar eher den Leuten etwas Schlechtes tut, kann man gerne diskutieren.

      Lyca schrieb:

      Die Traumfieber der Einzelnen sind doch sehr unterschiedlich, aber interessant. Es hat mich etwas verwundert, dass die meisten „Visionen“ aus dem Blickwinkel der Person selbst aufgezogen wurden... alle bis auf Marc. Ist es also wirklich Marcs Traum? Der Umstand, dass er zu den HD's gegangen ist, war nichts gänzlich Neues. Ich hab das Gefühl, die Tatsache, dass es nicht aus seiner Sicht beschrieben ist hat irgendwas zu bedeuten... Obwohl auch in Kaisas Traum (aufgrund der grünen Haare bin ich mir sehr sicher dass es Kaisa ist, Herlief besitzt immerhin rosane Haare) zum Schluss auch Beobachter auftauchen und bei Brianna weiß ich sowieso nicht wie und wo und was da gerade abgeht. xD
      Hier hab ich ein wenig künstlerische Freiheit spielen lassen, denn ist eindeutig Marcs Traum. Der Perspektivwechsel ist also nur dem Erzählstil geschuldet, aber trotzdem gut aufgepasst!


      Lyca schrieb:

      Interessehalber habe ich mal den Namen der Stadt Corto Maltese gegoogelt und bin auf eine Comicfigur gestoßen die einen Jüdischen Hintergrund hatte, zum Seemann wurde, die Tora und Sohar studierte. Die Sohar geht auf Schriften des alten Testaments zurück, die von Eszechiel geschrieben wurden. Ob die Sohar etwas mit dem Namen Sahar zu tun hat vermag ich nicht zu sagen, aber es ist irgendwie auffallend, dass auch der Name Eszechiel auftaucht. Hat wahrscheinlich keine tiefere Bedeutung, aber den Fakt fand ich ganz witzig.
      Falls du den Link noch hast oder findest, magst du mir das mal schicken? Das wäre natürlich wirklich ein krasser Zufall xD


      Lyca schrieb:

      Der Zar taucht mit seinem ganzen Hof in CM an, doch warum heiratet er ausgerechnet auf dem Territorium des Lords? Der Umstand erschließt sich mir so gar nicht xD
      Damit dieser nicht zu offensichtlich ausgeschlossen wird bei dem Bündnis Herzkönigin/Zar – auch wenn er eh nach seiner eigenen Pfeiffe (bzw die der Meerjungfrau) tanzt?
      Ohne auf den Rest einzugehen: Er heiratet auf dem Territorium von Luzifer und dieser gehört nicht zum Lord!

      Lyca schrieb:

      Worum zur Hölle geht es in dem Spiel der Könige? Kämpfen die Fraktionen der Triade gegeneinander? Da erschließt sich mir aber nicht, warum die Schatzjäger außer Gefecht gesetzt werden müssen. Luzi möchte etwas von Briannas Blut haben. Womöglich macht es ihn stärker im „Spiel“ oder es ist eine Art Preis für den Gewinner. Ok alles reine Spekulation, denn ich habe keine Ahnung und bin immer noch verwirrt.
      Dazu kann ich natürlich noch nichts sagen :)

      Lyca schrieb:

      So~ Irgendwie hab ich das Gefühl alles und nichts geschrieben zu haben. An das Motto „Verwirrt nicht die Verwirrten“ hast du dich die letzten Kapitel zumindest nicht gehalten. Einerseits finde ich diesen Einstieg sehr interessant, denn er ist einfach mal anderes, andererseits nunja... verwirrt er mich xD Ich bin froh, dass die Kapitel sich langsam etwas aufzulösen scheinen und bin ganz zufrieden, die letzten Kapitel in einem Rutsch gelesen zu haben. Zusammenhängend lasen sich die Kapitel glaube etwas stimmiger.
      Es sind viele viele neue Namen aufgetaucht, ein Umstand der mich jedes mal zum Haare raufen treibt wenn ein neuer Arc beginnt, bei denen man nie sicher sein kann, welche Rolle sie noch einnehmen werden. Bisher ist mit auch so gänzlich schleierhaft worum genau es in dem Arc geht, aber der ist ja auch noch jung und ein bisschen Spekulieren hat uns ja bisher noch nicht geschadet. xD Ich bin recht zuversichtlich, dass die Auflösung zufriedenstellend sein wird.
      Ja diesem Motto folgte auch die Umstrukturierung, die spätestens in drei bis vie rKapiteln endgültig greifen sollte. Von daher nur noch ein wenig durchhalten!

      @Edrail

      Eldrail schrieb:

      Wir befinden uns wieder bei Brianna, die Shmuel helfen will, wieder zurück ins Ghetto zu kommen. Da dieses natürlich bewacht wird, gestaltet sich das schwieriger, denn Shmuel dürfte kaum in der Lage sein zu klettern. Zum Glück für die beiden befindet sich mit Pater Fèrmin der wahrscheinlich einzige noch menschliche Anhänger der Kirche. Mit dessen Hilfe können sie verkleidet über das Hospiz der barmherzigen Juanita. Da hat wohl jemand erkannt, wie wenig lebenswert das Leben doch für die Bewohner der unteren Ringe ist und hat eine Einrichtung geschaffen, um den Leuten beim Sterben zu helfen. Wirklich widerlicher Ort, kein Wunder, dass dort ständig Leichen beerdigt werden müssen. Glück für Brianna und Shmuel, doch den Erfolg des Unternehmens können wir nicht miterleben. Brianna entdeckt ein Bild von Luzifer.
      Damit beginnt die Zeitfrage eine ganz neue Dimension anzunehmen. Luzifer ist auf dem Bild eindeutig blind, was für mich bedeutet, dass es sich dabei auf jeden Fall um den gefallenen Kardinal handelt. Außer, das Amt des Papstes erfordert Blindheit und es gibt noch einen lookalike, was keinen Sinn ergeben würde. Dennoch wird Luzifer von Fèrmin als Papst bezeichnet. Dazu muss die Episode in der Vergangenheit spielen, wo Brianna Luzifer noch gar nicht kennen sollte. Gut, sie erkennt Luzifer nicht, aber die Person kommt ihr bekannt vor.
      Für mich würde das Ganze am ehesten dann Sinn ergeben, wenn, was ja auch klar ist, es sich um von Luzifer induzierte Albträume handelt. Dadurch, dass sie von ihm erzeugt wurden, können Abweichungen vorkommen, sprich das Brianna vielleicht wirklich damals Shmuel gerettet hat, sie aber, da es sich um einen Traum handelt, auch Erinnerungen (unterbewusst) an Luzifer hat.
      Auch du verfolgst hier eigentlich den goldrichtigen Ansatz und viel fehlt euch nun wirklich nicht mehr. Zumindest wird es euch hoffentlich logisch erscheinen, wenn ich es aufkläre.

      Eldrail schrieb:

      Kyu trifft auf ein kleines Mädchen, dass ihn an jemanden erinnert. Um wen handelt es sich dabei? Insbesondere, da es sich ja bei dem Mädchen offensichtlich um seine Schwester handelt. Schließlich wird er von dem Mädchen ins Haus gebracht, was ihn endgültig in seine Vergangenheit wirft. Am Ende frage ich mich, ob Kyu durch die Erkenntnis, dass es sich um einen Albtraum handelt, vielleicht das Potential besitzt, daraus zu entfliehen, oder ihn zumindestens zu beeinflussen.
      Ich schweige mal :)


      Eldrail schrieb:

      Schließlich kommen wir noch in der Gegenwart zur Ikarus. Luzifer betrachtet dort die Schatzjäger, die sich alle in ihrem eigenen Albtraum befinden. Schon interessant, wie er die Welt sieht. Insbesondere frage ich mich jedoch, wie er es geschafft hat, in den Schatzjägern Träume ihrer Erinnerungen zu starten. So sind diese ja völlig wehrlos.
      Es kommt jetzt zu einer Versammlung, im Zuge dessen Luzifer seine Ziele erreichen will. Könnte sein, dass ich da jetzt einfach nur auf dem Schlauch stehe, aber was will er eigentlich? Schließlich hat er die Schatzjäger ja schon völlig in seiner Gewalt?
      Dazu gibt es bald eine Auflösung, das verspreche ich.


      Eldrail schrieb:

      In dem letzten Abschnitt offenbaren Luzifers Gedanken eine einstmalige Bruderschaft von Dädalus, ihm und dem bislang noch unbekannten(?) Michel. Heißt der wirklich Michel, oder sollte es sich dabei um Michael handeln, was ja als weiterer Erzengel Sinn ergeben könnte?
      Michel als französische Form von Michael ist durchaus richtig. Dieser wurde auch schön des Öfteren mal erwähnt, aber es gab noch keine größeren Informationen zu ihm.



      @Bo

      -Bo- schrieb:

      Brianna möchte Shmuel ins Ghetto zurückschmuggeln, damit dieser seine Schwester retten oder zumindest vor schlimmerem Unheil bewahren kann. Gleichzeitig scheint es, dass Brianna in dieser "Parallelwelt" auf CM lebt und die anderen Schatzjäger für sie nicht existieren. Es könnte sich natürlich auch um eine Erinnerung handeln, aber wann hat Brianna denn auf CM gelebt? Davon würden wir nun zum ersten Mal hören. Zudem müsste man nun wissen, ob dieser Handlungsstrang in einer Zeitlinie mit dem bisherigen Teil um Shmuel liegt. Daher alles etwas verzwickt, zumal Brianna glasklar auf der Ikarus schlummert.
      Dieser große Punkt berietet euch allen - berechtigterweise - immer noch die größten Kopfschmerzen. Lange müsst ihr auf diese Auflösung nicht mehr warten.


      -Bo- schrieb:

      Schlummern tut auch Kyu, wenngleich dieser wohl einen Flashback bösester Sorte erlebt. Die Beziehung zu seiner Familie ist zweifellos schwierig, wenngleich er sich sicherlich nach Geborgenheit sehnt. Wie es an an dieser Stelle weitergeht, ist schwer abzuschätzen, da du Gedanken über die anderen Schatzjäger immer bewusst auszublenden scheinst. Brianna denkt nicht an Kyu und umgekehrt. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob Kyu in einer Welt, in der Brianna lebt, genauso reagieren und handeln würde. Aber da es sich bei den Fieberträumen ohnehin nur um Alternativdimensionen handelt, die so wohl nicht eingetreten sind oder niemals eintreten werden...wobei, dann sind wir wieder bei Brianna.
      Ohne hier zu viel zu verraten, sind diese Fieberträume auch so angelegt, dass die Personen nicht an die anderen denken oder zumindest nicht an die "echten" Charaktere, falls dir das weiterhilft?



      -Bo- schrieb:

      Ihr Traum ist extrem detailliert und beschreibt weniger eine Szene wie Kyus, sondern hat seine eigene verworrene Handlung. Die Figuren, der Plan, das Hospiz usw. Ich kann das noch nicht richtig einordnen, vielleicht bin ich dafür im Moment auch einfach zu überspannt.^^
      Seltsam ist auch die Szene mit dem Porträt Luzifers am Ende. Ich glaube, in der Realität weiß Brianna doch nicht, dass Luzifer der Papst ist...oder? Wie soll sie es durch diesen Traum erfahren? Flößt Luzifer ihr diese Halluzination ein oder ist das das Werk Raphaelas? Das wäre natürlich ein höllischer Trip, sollte Luzifer Emotionen und Raphaela Träume/Alpträume manipulieren. Das wäre auch die einzige Möglichkeit, die mich Briannas Plot mit der restlichen Story vereinen lässt. Vielleicht hat Raphaela auch einen Fehler gemacht? Als sie in Briannas Traum eingedrungen ist, hat sie womöglich zu tief gebohrt. Wie der Abgrund, der auch in dich hineinsieht. Eine unfreiwillige Verbindung, über die Brianna in ihrem Traum nun das Wissen Raphaelas erhält. Über Luzifer, Corto Maltese etc. Verpackt in der Geschichte um Shmuel, welche ich jedoch nicht einzuordnen weiß.
      Möchtest du qoii hier Konkurrenz machen? Eisernes schweigen zu den Ideen in diesem Absatz :P



      -Bo- schrieb:

      Naja, soviel dazu. Auf inhaltlicher und der Interpretationsebene ist sicherlich noch viel mehr rauszuholen, aber dafür fehlen mir im Moment schlichtweg die Nerven. Nächstes Mal wird's besser.^^
      Ansonsten kann ich dich nur für die Darstellung Luzifers loben, da mir der Alte nach wie vor sehr gut gefällt. Er ist ein Mann mit Einfluss, Beziehungen und einer mächtigen Teufelsfrucht, gleichzeitig jedoch auch sehr menschlich. Denn auch er kann dem Zahn der Zeit nicht ewig trotzen und ich denke, allmählich überblickt er auch die Spielregeln des Spiels nicht länger, welches er sich zu spielen entschied. Ist nur eine vorläufige Einschätzung, aber Luzifer wird das Spiel der Könige kaum gewinnen können. Und dass er mit der Herzkönigin aufs falsche Pferd gesetzt hat, erscheint mir immer wahrscheinlicher.
      Luzifer wird in diesem Arc eine Schlüsselrolle spielen. Ich hoffe du freust dich darauf :)




    • Wow, wie lange ist das schon her. Monate. Quasi Jahre für den mal schnelllebigen, mal versteinerten Bereich dieses ehrwürdigen Boards. Endlich kann ich wieder einen Kommentar zu einem neuen Kapitel von »Horizon« abgeben. Ohne diese FF würde einfach ein Herzstück der hiesigen Schreibkultur weg brechen und ich bin froh, dass du wieder zurück bist. Aber genug des Kitschs und Schmalzes, bevor wir noch in einem billigen Yaoi-Magazin adaptiert werden. Schauriger Gedanke. xD

      Äh, ja. Erstaunlicherweise fiel es mir nicht allzu schwer, wieder in die Handlungsebene deiner FF einzusteigen. Dies mag daran liegen, dass du uns mit den unzähligen spanischen und lateinischen Namen im Eisernen Prometheus verschonst und an einer Stelle ansetzt, mit der wir gemeine Leser etwas anfangen können: Brianna und Dädalus. Erstere stand immerhin auch kurz vor der Pause im Fokus und letzterer schenkt uns scheinbar endlich einen gewissen Anker in diesem stürmischen Arc-Einstieg.
      Apropos Einstieg, ich finde es wirklich barmherzig, dass du uns Charaktere wie Raphaela und Uriel mit ein paar körperlichen Attributen "erneut" näher bringst. Auch wenn ich nicht so richtig weiß, ob Raphaela nun jung oder alt ist, so haben mir die längeren Beschreibungen und Ausschweifungen definitiv geholfen. Ich appelliere daher auch weiterhin an deine Güte, bitte möglichst viele Äußerlichkeiten der »neuen« Charaktere zu erwähnen. :)

      Widmen wir uns gleich mal diesen:
      Raphaela ist die letzte Vikarin der Stadt, was insofern nicht überraschend ist, dass Luzifer als Papst seinen Leuten gewiss verschiedene Titel und Daseinsberechtigungen verschafft hat, um sie in seinem engeren Kreise zu halten und gleichzeitig seine Macht auszuweiten. Ein Vikar ist ein Statthalter, der verschiedenste Aufgaben übertragen bekommen kann. Und wenn Raphaela die Gäste begrüßen soll, dürften ihr schon einmal repräsentative Aufgaben zufallen und/oder Botengänge der gewichtigeren Sorte. Ein wenig überraschend ist das irgendwo schon, hatte ich Raphaela bisher eher als leicht überreizte, exzentrische Person in Erinnerung, aber ich kann mich auch täuschen. Ganz so frisch sind die letzten Kapitel dann doch nicht mehr und ich finde im aktuellen Prüfungsmodus leider auch keine Zeit, den ganzen Arc nochmal aufzurollen. So gern ich auch würde, um ein-zwei Dinge zu ordnen und sortieren. Wie auch immer.

      Raphaela scheint Mist gebaut zu haben, und deinen Kommentaren entnehme ich, dass ich wohl auf der richtige Fährte war bzw. bin. Anscheinend hat sie sich in Briannas Traum/Illusion/Wahn angreifbar gemacht, wurde von der Rothaarigen überrumpelt und hat Federn lassen müssen. Vielleicht in Form eigener Erinnerungen oder Informationen. Die Rothaarige merkt immerhin, dass ihre Welt sich "falsch" anfühlt und ihr wird zunehmend bewusst, dass etwas nicht stimmen kann. Das hatten wir bis dato bei keinem der anderen Protagonisten, weshalb ich davon ausgehe, dass sich hier Raphaelas Fehler rächt. Vielleicht konnte sie Brianna nicht tief genug in die Traumwelt zerren? Oder sind beide jetzt auf einer transzendenten Ebene verbunden, sodass stückweise die Realität in Briannas Verstand sickert? Alles ist möglich und ich hoffe irgendwie, dass sich deine Heldin weitestgehend eigenständig aus ihrem Zustand befreit.

      Die Frage ist jetzt, inwieweit der letzte Satz des ersten Abschnitts wörtlich genommen werden kann. "Alles ist nur ein Traum"? Wir wissen, dass Luzifer eine ganze Stadt in seinen Bann ziehen kann, hat er mit San Fardo bewiesen. Doch erklärt das nur bedingt, wieso es in der Stadt selbst alltäglich zugeht. Shmuel ist immerhin nichts aufgefallen. Sind die Veränderungen so marginal, dass sie nicht auffallen? Oder wirkt alles normal, weil Traumlogik, und allein Brianna erkennt dank Raphaelas Fehler die Falschheit der Welt? Aber wie passen dann die Neuankömmlinge in diese Illusion, immerhin treten sie von außen ein? Fragen über Fragen, die man sich nicht zu stellen braucht, sollte dieser letzte Satz metaphorisch gemeint sein. Dann ignoriere diesen Absatz einfach. xD


      Bei Dädalus geht es deutlich sittlicher zu. Da er direkt bei Luzifer ist und scheinbar dessen Realität teilt, dürfte sich dieser Abschnitt eben dort abspielen. Außer Dädalus war in einer Art Traum-Traum, erwachte in einem anderen Traum, in dem Luzifer auf ihn wartet, welcher wiederum von außerhalb des Traums auf Dädalus zweiten Traum einwirkt. Inception wäre ein Scheiß dagegen.^^
      Aber eigentlich denke bzw. hoffe ich, dass der Wissenschaftler wach und bei klarem Verstand ist. Alles andere wäre vermutlich auch nicht in Luzifers Sinne, wo er seinen Triumph sicherlich mit einem wachen, klaren Dädalus als Zuschauer feiern will. Rache bringt ja nichts, wenn der andere nur halb da ist.

      Schmunzeln musste ich, als es dann in die Vergangenheit ging und ausgerechnet Dädalus' Einzug in eine Art Klosterschule gezeigt wurde. Oder ein Internat, wobei beides für Jungen und Mädchen zusammen selten sind, oder? Naja, jedenfalls hat's mich erheitert. Dädalus ist so ziemlich der letzte, dem ich eine größere Religiösität unterstellt hätte. Gottesglauben eventuell, aber keinen frommen stumpfen Glaubenseifer, wie ihn derartige Bildungseinrichtungen sicherlich erwarten oder auch fordern. Sein erstes Treffen mit Michel war wenig herzlich, dafür bietet sich ausgerechnet Luzifer als Freund an. Ein bewährtes Mittel, den späteren Feind als alten Freund aufzubauen, während der ursprüngliche Arsch eine positive Entwicklung durchmacht. Nur wer ist das Mädchen? Raphaela? Aber diese ist in der Gegenwart Dienerin von Luzifer, was sich wohl eher schlecht machte, hätte sie ihn einst mit Dädalus und Michel verraten. Letztlich wissen wir aber darüber noch viel zu wenig, um irgendwelche Vermutungen anzustellen. Ich freue mich erstmal, dass wir mehr über Dädalus früheste Vergangenheit erfahren, sodass uns nach diesem Arc höchstens noch seine Zeit bei der Triade fehlen sollte. Wenn diese von dir nicht in einem Abwasch gleich mit erledigt wird.^^

      Alles in allem ein sehr schönes Kapitel nach langer Zeit, welches uns ein paar kleinere Antworten, Infos und sicherlich etliche implizite Hinweise spendiert. Vermutlich habe ich einige Punkte unerwähnt gelassen, aber auch ich muss mich erstmal wieder an das Kommentieren gewöhnen und deine Geschichte besser verarbeiten. Ich hoffe, du siehst mir das nach. ;)
      Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen, außer...

    • Der Beginn einer Freundschaft

      Es ist einfach schön, dass du wieder da bist. Ich freue mich sehr ^^ (Ich will hier mal nicht ausschwenken, ich hab meine Freude darüber ja schon persönlich bekundet :D)
      Ich werde wohl ein klein wenig brauchen, um wieder ganz in der Story zu sein, dafür war die letzten Monate einfach zu viel los. Ich gebe mir mal Mühe etwas sinnvolles zu fabrizieren.

      Im ersten Absatz wird deutlich, dass Uriel und Raphaela sich anscheinend auch in einer Art Traumwelt befinden. Zumindest lassen sich die Worte „Das ist alles nur ein Traum“ und „Der Architekt des Alptraums“ so deuten.
      Die Gesandten der Herzkönigin treffen ein. Da Brianna zum damaligen Zeitpunkt anscheinend auf CM gewesen ist, dürften diese aufgrund der Hochzeit vor Ort sein.
      Raphaela ist Statthalterin. In vielem bin ich mir unsicher, ob es die Realität in der Vergangenheit war, oder ob die Tatsache aus der Manipulation entstanden ist.
      Sollte dies alles Luzifers Werk sein, oder die einer einzelnen Person, wäre diese Macht ziemlich groß. Spekulationen, dass es sich um eine Kombination aus seinen und Raphaelas Kräften handelt sind schon da gewesen.
      Im vorletzten WJK Kapitel und auch hier meintest du ja bereits, dass dir der WCI Arc einige Striche durch die Rechnung gemacht hat. Besonders in Bezug auf die TF Puddings.
      Es könnte sich also um eine Art Manipulation der Erinnerungen handeln. Selbst Dedale, zu dem ich noch komme, befindet sich zumindest an einem Ort seiner Vergangenheit und die Möglichkeit, dass Brianna früher bereits auf CM gewesen ist, könnte dies bestätigen. Doch auch Uriel und Raphaela befinden sich dort. Können also auch externe Personen in diese Welt eintreten?

      Briannas Wirrwarr aus Traum und Realität geht zunächst weiter. Auch wenn es immer mehr zu bröckeln beginnt. Statt Shmuel zu folgen sieht sie eine Libelle, die die anderen Schmierereien zu überdecken scheint, Die Libelle hab ich in Bezug der Traumdeutung mal gegoogelt. „zeigt dem Träumenden an, daß er sich zu leicht von Äußerlichkeiten täuschen läßt und sich selbst in den Mittelpunkt seines Denkens stellt.“ Letzteres würde jetzt nicht zu Brianna passen, aber eben der Schein, der hier auch eine Rolle spielt. Denn irgendwo ist die Szene mit Sh'muel nicht die Gegenwart. Hinzu die Aussage Genevieve im vorigen Arc, dass Brianna ihren Gefährten nicht so blind vertrauen sollte, da sie diese eigentlich nicht gut kennt. Einen anderen Reim kann ich mir derzeit auf die Libelle nicht machen. In Sachen Traumdeutung bin ich aber auch recht ahnungslos. Mittlerweile, auch dank deiner Kommentare, kann man aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um einen Mix aus realer Vergangenheit und Traummanipulation handelt.

      Dädalus trifft auf Luzifer. Die einfachste Erklärung ist für mich, dass Luzi etwas mit seiner TF gedreht haben könnte. Zumindest Dädalus erkennt sofort, dass er eben noch auf einem Schiff mit Brianna und Co war, während die Anderen in einer Traumwelt gefangen sind und nur ansatzweise merken, dass etwas nicht stimmt. Vermutlich so von seinem alten Freund gewollt. Das ganze Ausmaß seiner Kräfte kennen wir noch nicht. Vielleicht kann er nicht nur Gefühle sehen, sondern auch Visionen einpflanzen. Wobei ich mich dunkel erinnere, dass du meintest, Luzi selbst hätte nichts mit den Fieberträumen zu tun, sondern jemand anderes. Vielleicht verwechsel ich hier aber auch etwas.

      Die Beiden sind an dem Ort, wo das Trio sich getrennt hat. Ganze 128 Jahre zuvor.
      Dädalus wurde in einem Kloster untergebracht und ist zu dem Zeitpunk 6 Jahre alt. Heute ist er also 134 Jahre alt und damit Jünger als Kuleha. Irgendwie bin ich gerade enttäuscht, ich dachte er wäre älter, aber vermutlich denke ich hier auch an Genevieve, die einfach Uralt ist und weil ich er nur läppische 11 Jahre älter ist, als die älteste Person, die bisher gelebt hat. Bzw von der man weiß...

      Familie oder ähnliches hat er auch zu diesem Zeitpunkt nicht. Seinen Eltern scheinen gestorben zu sein und er soll im Kloster untergebracht werden. Hier trifft er zum ersten Mal auf Michel. Sehr gastfreundlich der Junge, muss ich schon sagen. Irgendwo ist es aber häufig so, dass man anfangs mit jemandem nicht zurecht kommt und sich dann später eine tolle Freundschaft entwickelt(/n kann). Würde mir jemand ins Gesicht spucken wäre ich aber wohl zu nachtragend. :D Bei den Beiden kann man das ja bisher noch nicht sagen, wie die Beziehung geartet war.
      Von Beginn an verstehen sich Luzifer und Dedale anscheinend besser.
      Interessant ist hier die Kathedrale. Ist es die Selbe wie auf Corto Maltese in der Uriel und Raphaela sind?

      Das war's von mir. Das erneute Gefühl, wieder nichts zu stande gebracht zu haben lässt mich zwar nicht so ganz los, aber mein Hirn will auch gerade nicht so wirklich. Ich fand das Kapitel nicht so~ schlecht wie von dir vorher gesagt, aber ich schätze mal, dass du dich bald wieder daran gewöhnt haben wirst. ^^
    • Kapitel 152: Der Beginn einer Freundschaft

      (Endlich) geht es wieder bei dem FF weiter, weswegen ich mich hauptsächlich in diesem Bereich des Bords festgesetzt habe. Als Bo mit seinem anfing, kam ich schon nicht mehr los, auch wenn sein Beitrag ebenfalls nicht zu unterschätzen ist ;) . Ich freue mich einfach riesig darüber, dass du wieder Zeit und Lust gefunden hast, hier weiterzumachen. Weswegen ich es mir selbst auch kaum erklären kann, warum ich so lange gebraucht habe, um endlich einem Kommentar zu schreiben. Denn ich habe, wie die Anderen auch, kaum Probleme wieder in die Geschichte reinzufinden und das ist bei fünf Monaten Pause schon ein sehr gutes Zeichen :) . Auch finde ich deine Zweifel, bezüglich deines Niveaus, absolut nicht berechtigt, es ist alles so gut wie ich es in Erinnerung habe und Erinnerung verklären meistens ;)

      Beim ersten Abschnitt mit Raphaela und Uriel bin ich zunächst noch fest davon ausgegangen, dass es sich hierbei um die Realität handelt. Besonders, da Raphaela sich anscheinend selbst dafür kasteit, dass sie mit Brianna Mist gebaut hat. Auch ist davon die Rede, dass Gesandte der Herzkönigin eingetroffen sind, die sie als letzter Vikarin Empfangen muss. Sofern ich mich recht entsinne, haben sich Luzifer und die Herzkönigin verbündet, um den Lord zu stürzen, bzw./oder da war irgendetwas mit einem Spiel der Könige oder wie das auch immer genannt wurde, was für beide Seiten sehr wichtig oder gefährlich werden konnte. Sagen wir es so, da gab es eine Verbindung und einen Grund, dass die beidem bzw. ihre Untergebenen bald zusammentreffen sollten. So ganz erinnere ich mich dann doch nicht mehr an alle Gegebenheit.^^

      Dies alles zusammen würde eher für die Realität sprechen, aber Uriel macht am Ende ziemlich viele Andeutungen, auf Träume und Albträume. Zwar könnte es darum gehen, dass er die Stadt bzw. die Gesellschaft(strucktur) von CM als Albtraum sieht und der Traum der gehobenen Schichten bald zu Ende geht. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass dieses ominöse Spiel in einer Traumwelt stattfinden soll, in der die Teilnehmer eintreffen können. Zusätzlich fand Raphaelas Begegnung mit Brianna in einer alten Kapelle/Kirche auf CM statt, obwohl Brianna zu der Zeit noch auf der Ikarus gewesen sein müsste. Weswegen ich mir auch gut vorstellen kann, dass ganz CM, wie wir es bis jetzt kennengelernt haben, sich in einer Traumwelt befindet. Wie bisher alles noch etwas Rätselhaft, wer sich wie, in welcher Ebene, der Traumwelt/Realität/Zeit befindet. Aber ich bin mir sicher, dass wird alles noch gut aufgeklärt werden. :-D

      Auch wer für diese diversen Traumwelten verantwortlich ist, wissen wir noch nicht genau, auch wenn ich Raphaela immer noch für eine der Hauptverdächtigen halte. Dies liegt aber mehr daran, dass sie von einem Fehler spricht und Brianna, seit ihrem zusammentreffen in der Kapelle, mehr zu bemerken scheint, was alles nicht stimmt. Andererseits könnte Raphaela derzeit noch zu weit weg sein, um die Passagiere der Ikarus zu beeinflussen. Aber wenn dieses CM alles nur eine Illusion ist, könnte sie auch auf dem Schiff von Luzifer sein und dann würde alles klappen. Ansonsten würde noch Gabriel als Traumwelterschaffer bleiben, da er eben ganz sicher auf der Ikarus ist. Aber worin genau würde dann Raphaelas Fehler bestehen oder hat sie in so einer Traumwelt (durch eine eigene TF) auch besondere Kräfte.

      Womit wir zu Brianna kommen, deren genauen zeitlichen und Realitäts-Status wir ebenfalls noch nicht kennen. Aber die zum Leben erwacht Zeichnung lässt dann doch mehr und mehr auf eine Traumwelt schließen, als auf einen einfachen FB. Auch wenn dann Shmuel Schicksal fast schon zu ausführlich dargestellt wurde, bzw. er zu lange Fokuspunkt eines Handlungsstrangs war, nur um jetzt als Traumgestalt wieder zu Verschwinden. Allerdings kommt mir gerade in dem Sinn, dass Shmuel selbst in einer eigenen Traumwelt gefangen sein könnte und Brianna durch ihren Ausbruch in seine Traumwelt gewechselt ist. Wenn man annimmt, dass die Verschiedenen erzeugten Traumwelten parallel nebeneinander Existieren, könnte es durchaus möglich sein, mit einen Hakiausbruch die Kontrolle des Teufelsfruchtnutzers so weit zu stören, dass ein Wechsel möglich ist, sofern die Kraft nicht reicht den Traum ganz zu brechen. Dabei muss nicht unbedingt jeder Betroffene/Gefangene eine eigenen Traumwelt haben, sofern ich meine Überlegungen im Bezug auf das Spielfeld von vorhin mit einfließen lasse. Der Teufelsfruchtnutzer könnte in diesem Fall eine größere Menge an (Alb-)Traumwelten parallel erschaffen, in die er beliebig viele Leute stecken kann. Dies klingt jetzt aber schon so mächtig, dass man schon von einer Erwachten Teufelsfrucht ausgehen könnte.

      Zu Brianna selber gibt es dann er weniger konkretes zu sagen. Sie merkt immer mehr, dass mit ihr oder dieser Welt irgendetwas nicht stimmt und kann sich in dieser Schrecksituation auch wieder an Kyu erinnern.

      Die gleiche Realitasfrage stellt sich dann auch wieder bei Dädalus, der in einer Kathedrale (anscheinend) aus seinem Traum erwacht und dort von Luzifer erwartet wird. Es kann zwar gut möglich sein, dass alle mittlerweile auf CM angekommen sind, aber dazu ist mir Dädalus Reaktion fast schon zu entsetzt/ungläubig. Es wirkt auf mich so, als wäre er davon ausgegangen, diesen Ort nie wiederzusehen und zwar auf einer Ebene, die einfaches nicht wieder Aufsuchen ausschließt. Er hält es für unmöglich, weswegen ich derzeit davon ausgehen würde, dass diese Kathedrale bei dem erwähnten Verrat zerstört wurde oder nicht mehr existiert.

      Zusätzlich wird Luzifer hier wieder als der Gefallene Kardinal betitelt und nicht als Papst. Dies würde den Verdacht weiter bestätigen, dass sich Shmuel und Brianna in einer Traumwelt befinden müssten und nicht in einem FB, da sonst wohl eher vom (Gefallenen) Papst die Rede sein müsste.

      Am Ende rückst du aber doch mit einem richtigen FB raus, in dem wir etwas über Dädalus Kindheit und sein ersten Aufeinandertreffen mit Michael und Luzifer erfahren. Alle zusammen sind anscheinend an einem Ort aufgewachsen, welcher >Stadt der Erleuchteten< genannt wurde. Dabei scheint es sich um eine große klosterartige Anlage gehandelt zu haben, weswegen CM als möglicher Standpunkt nah liegen würde. Besonders, da ich mich meine zu Erinnern, dass auch von der >Kirche der Erleuchtet< im Bezug auf CM-Religion die Rede war. Allerdings erscheinen mir dir Ordensleute bis jetzt doch etwas zu freundlich, wenn man die Bedenkt, welche wir bisher kennenlernen durften. Jedenfalls scheint jetzt festzustehen, woher Dädalus ein Großteil seines Grundwissens bezogen hat, wenn dieser Ort eine so gute Bibliothek hat.

      Sein erstes Aufeinandertreffen mit Michael verläuft nicht gerade positiv, wobei wir schon erahnen können, dass es sich sicher bald bessern wird. Bei dem Mädchen war ich zunächst unschlüssig, aber da Luzifer in der Kathedrale von Blutsverrat gesprochen hat, könnte es sich bei ihr um Theresa handeln. Blutsverrat verbinde ich mit Verrat unter (Bluts-)Verwanten. Dies trifft zwar sicher auf keinen der (vermeintlichen) vier Weisen zu, allerdings wurde Theresa als Luzifers Schwester vorgestellt, weswegen ich es durchaus für Möglich halte, dass die vier Später (Bluts-)Brüder- und Schwesternschaft geschlossen haben. Damit wäre der erwähnte Blutsverrat durchaus möglich und auch eine Verwandtschaft zwischen Luzifer und Theresa aufgebaut.

      Gespannt bin ich dann nur darauf, wie Dädalus auf dem Aurora Archipel gelandet ist, denn bisher hielt ich diesen Ort für seine eigentliche Heimat. Wobei ich dies vor allem aus seiner langen Bekanntschaft mit Genevieve geschlossen habe, die seit der Erhebung dort gelebt zu haben scheint. Weiterhin kaum er auch mit seiner Kuleha dorthin zurück, nachdem er auf Forschungsreise war. Allerdings wissen wir nicht, seit wann Dädalus Teil der Triade war und ob er nicht auch dort stationiert wurde.

      Wie früher, fast zwei Wordseiten Kommentar, da kannst du eigentlich bei Schreiben nichts falsch gemacht haben. ;) Ich freue mich wirklich, dass du mit einem FF weitermachst und bin schon sehr auf das nächste Kapitel gespannt. :thumbsup:
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Antwort auf Fanpost & 153.Kapitel erschienen

      So neues Kapitel ist da :)

      @Bo


      -Bo- schrieb:

      Wow, wie lange ist das schon her. Monate. Quasi Jahre für den mal schnelllebigen, mal versteinerten Bereich dieses ehrwürdigen Boards. Endlich kann ich wieder einen Kommentar zu einem neuen Kapitel von »Horizon« abgeben. Ohne diese FF würde einfach ein Herzstück der hiesigen Schreibkultur weg brechen und ich bin froh, dass du wieder zurück bist. Aber genug des Kitschs und Schmalzes, bevor wir noch in einem billigen Yaoi-Magazin adaptiert werden. Schauriger Gedanke. xD
      Ich schließe mich dennoch kurz dem Schmalz an und sage, dass es mich auch freut, wieder aktiv zu sein und dieses Kapitel ging mir schon wieder deutlich leichter von der Hand :)

      -Bo- schrieb:

      Äh, ja. Erstaunlicherweise fiel es mir nicht allzu schwer, wieder in die Handlungsebene deiner FF einzusteigen. Dies mag daran liegen, dass du uns mit den unzähligen spanischen und lateinischen Namen im Eisernen Prometheus verschonst und an einer Stelle ansetzt, mit der wir gemeine Leser etwas anfangen können: Brianna und Dädalus. Erstere stand immerhin auch kurz vor der Pause im Fokus und letzterer schenkt uns scheinbar endlich einen gewissen Anker in diesem stürmischen Arc-Einstieg.
      Apropos Einstieg, ich finde es wirklich barmherzig, dass du uns Charaktere wie Raphaela und Uriel mit ein paar körperlichen Attributen "erneut" näher bringst. Auch wenn ich nicht so richtig weiß, ob Raphaela nun jung oder alt ist, so haben mir die längeren Beschreibungen und Ausschweifungen definitiv geholfen. Ich appelliere daher auch weiterhin an deine Güte, bitte möglichst viele Äußerlichkeiten der »neuen« Charaktere zu erwähnen.
      So sehr ich auch, dass auch nur auf meine Gnade euch gegenüber zurückführen möchte, so sehr muss ich euch auch enttäuschen, denn das hat vielmehr auch für mich einen Zweck, mich den Charakteren noch einmal zu nähern und schreibtechnisch wieder besser reinzukommen. Den positiven Nebeneffekt für euch ist nur ein weiterer Pluspunkt dessen.

      -Bo- schrieb:

      Raphaela ist die letzte Vikarin der Stadt, was insofern nicht überraschend ist, dass Luzifer als Papst seinen Leuten gewiss verschiedene Titel und Daseinsberechtigungen verschafft hat, um sie in seinem engeren Kreise zu halten und gleichzeitig seine Macht auszuweiten. Ein Vikar ist ein Statthalter, der verschiedenste Aufgaben übertragen bekommen kann. Und wenn Raphaela die Gäste begrüßen soll, dürften ihr schon einmal repräsentative Aufgaben zufallen und/oder Botengänge der gewichtigeren Sorte. Ein wenig überraschend ist das irgendwo schon, hatte ich Raphaela bisher eher als leicht überreizte, exzentrische Person in Erinnerung, aber ich kann mich auch täuschen. Ganz so frisch sind die letzten Kapitel dann doch nicht mehr und ich finde im aktuellen Prüfungsmodus leider auch keine Zeit, den ganzen Arc nochmal aufzurollen. So gern ich auch würde, um ein-zwei Dinge zu ordnen und sortieren. Wie auch immer.
      Du hast mit deiner Einschätzung durchaus recht und Raphaela ist wohl eine ziemlich unstete Person, die man nicht so einfach in eine Schublade stecken kann. In den aktuellen Kapiteln ist sie aber an kurzer Leine gehalten worden und das soll euch nur noch einmal unterstreichen, welchen Einfluss Luzifer auf sie hat und wie stark sie sich ihm verpflichtet fühlt.

      -Bo- schrieb:

      Raphaela scheint Mist gebaut zu haben, und deinen Kommentaren entnehme ich, dass ich wohl auf der richtige Fährte war bzw. bin. Anscheinend hat sie sich in Briannas Traum/Illusion/Wahn angreifbar gemacht, wurde von der Rothaarigen überrumpelt und hat Federn lassen müssen. Vielleicht in Form eigener Erinnerungen oder Informationen. Die Rothaarige merkt immerhin, dass ihre Welt sich "falsch" anfühlt und ihr wird zunehmend bewusst, dass etwas nicht stimmen kann. Das hatten wir bis dato bei keinem der anderen Protagonisten, weshalb ich davon ausgehe, dass sich hier Raphaelas Fehler rächt. Vielleicht konnte sie Brianna nicht tief genug in die Traumwelt zerren? Oder sind beide jetzt auf einer transzendenten Ebene verbunden, sodass stückweise die Realität in Briannas Verstand sickert? Alles ist möglich und ich hoffe irgendwie, dass sich deine Heldin weitestgehend eigenständig aus ihrem Zustand befreit.
      Teilweise richtig, teilweise nicht. Vielleicht gab das neue Kapitel genügend Einblick? Zumindest wird es mit jedem Kapitel immer mehr Häppchen geben, wie du Welt nun wirklich tickt und aussieht.
      Brianna wird und soll in diesem Arc aber glänzen, deswegen hat sie auch so eine prominente Rolle bekommen. Vielleicht ist es vergleichbar mit deinem aktuellen Arc und Flint ;)

      -Bo- schrieb:

      Die Frage ist jetzt, inwieweit der letzte Satz des ersten Abschnitts wörtlich genommen werden kann. "Alles ist nur ein Traum"? Wir wissen, dass Luzifer eine ganze Stadt in seinen Bann ziehen kann, hat er mit San Fardo bewiesen. Doch erklärt das nur bedingt, wieso es in der Stadt selbst alltäglich zugeht. Shmuel ist immerhin nichts aufgefallen. Sind die Veränderungen so marginal, dass sie nicht auffallen? Oder wirkt alles normal, weil Traumlogik, und allein Brianna erkennt dank Raphaelas Fehler die Falschheit der Welt? Aber wie passen dann die Neuankömmlinge in diese Illusion, immerhin treten sie von außen ein? Fragen über Fragen, die man sich nicht zu stellen braucht, sollte dieser letzte Satz metaphorisch gemeint sein. Dann ignoriere diesen Absatz einfach. xD
      Definitiv nicht metaphorisch gemeint ;)

      -Bo- schrieb:

      Bei Dädalus geht es deutlich sittlicher zu. Da er direkt bei Luzifer ist und scheinbar dessen Realität teilt, dürfte sich dieser Abschnitt eben dort abspielen. Außer Dädalus war in einer Art Traum-Traum, erwachte in einem anderen Traum, in dem Luzifer auf ihn wartet, welcher wiederum von außerhalb des Traums auf Dädalus zweiten Traum einwirkt. Inception wäre ein Scheiß dagegen.^^
      Aber eigentlich denke bzw. hoffe ich, dass der Wissenschaftler wach und bei klarem Verstand ist. Alles andere wäre vermutlich auch nicht in Luzifers Sinne, wo er seinen Triumph sicherlich mit einem wachen, klaren Dädalus als Zuschauer feiern will. Rache bringt ja nichts, wenn der andere nur halb da ist.
      Halbwahr und doch nicht ganz richtig. Hierzu hat aber vielleicht das aktuelle Kapitel schon eine wenig mehr Klarheit geschaffen?

      -Bo- schrieb:

      Schmunzeln musste ich, als es dann in die Vergangenheit ging und ausgerechnet Dädalus' Einzug in eine Art Klosterschule gezeigt wurde. Oder ein Internat, wobei beides für Jungen und Mädchen zusammen selten sind, oder? Naja, jedenfalls hat's mich erheitert. Dädalus ist so ziemlich der letzte, dem ich eine größere Religiösität unterstellt hätte. Gottesglauben eventuell, aber keinen frommen stumpfen Glaubenseifer, wie ihn derartige Bildungseinrichtungen sicherlich erwarten oder auch fordern. Sein erstes Treffen mit Michel war wenig herzlich, dafür bietet sich ausgerechnet Luzifer als Freund an. Ein bewährtes Mittel, den späteren Feind als alten Freund aufzubauen, während der ursprüngliche Arsch eine positive Entwicklung durchmacht. Nur wer ist das Mädchen? Raphaela? Aber diese ist in der Gegenwart Dienerin von Luzifer, was sich wohl eher schlecht machte, hätte sie ihn einst mit Dädalus und Michel verraten. Letztlich wissen wir aber darüber noch viel zu wenig, um irgendwelche Vermutungen anzustellen. Ich freue mich erstmal, dass wir mehr über Dädalus früheste Vergangenheit erfahren, sodass uns nach diesem Arc höchstens noch seine Zeit bei der Triade fehlen sollte. Wenn diese von dir nicht in einem Abwasch gleich mit erledigt wird.^^
      Das Mädchen ist nicht Raphaela, das würde zeitlich nicht hinkommen.
      Warum Dädalus im Kloster ist, erfahren wir ja schon im aktuellen Kapitel. Dass dort Mädchen und Jungs sind, ist vielleicht nicht ganz realitätsnah, aber einfach plotbedingt und es ist ja immer noch One Piece, also können wir darüber hinwegsehen :D

      -Bo- schrieb:

      Alles in allem ein sehr schönes Kapitel nach langer Zeit, welches uns ein paar kleinere Antworten, Infos und sicherlich etliche implizite Hinweise spendiert. Vermutlich habe ich einige Punkte unerwähnt gelassen, aber auch ich muss mich erstmal wieder an das Kommentieren gewöhnen und deine Geschichte besser verarbeiten. Ich hoffe, du siehst mir das nach.
      Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen, außer...
      Es freut mich, dass es dir gefallen hat und ich denke, dass wir uns beide da wieder reinarbeiten werden.

      @Lyca


      Lyca schrieb:

      Im ersten Absatz wird deutlich, dass Uriel und Raphaela sich anscheinend auch in einer Art Traumwelt befinden. Zumindest lassen sich die Worte „Das ist alles nur ein Traum“ und „Der Architekt des Alptraums“ so deuten.
      Die Gesandten der Herzkönigin treffen ein. Da Brianna zum damaligen Zeitpunkt anscheinend auf CM gewesen ist, dürften diese aufgrund der Hochzeit vor Ort sein.
      Raphaela ist Statthalterin. In vielem bin ich mir unsicher, ob es die Realität in der Vergangenheit war, oder ob die Tatsache aus der Manipulation entstanden ist.
      Sollte dies alles Luzifers Werk sein, oder die einer einzelnen Person, wäre diese Macht ziemlich groß. Spekulationen, dass es sich um eine Kombination aus seinen und Raphaelas Kräften handelt sind schon da gewesen.
      Im vorletzten WJK Kapitel und auch hier meintest du ja bereits, dass dir der WCI Arc einige Striche durch die Rechnung gemacht hat. Besonders in Bezug auf die TF Puddings.
      Es könnte sich also um eine Art Manipulation der Erinnerungen handeln. Selbst Dedale, zu dem ich noch komme, befindet sich zumindest an einem Ort seiner Vergangenheit und die Möglichkeit, dass Brianna früher bereits auf CM gewesen ist, könnte dies bestätigen. Doch auch Uriel und Raphaela befinden sich dort. Können also auch externe Personen in diese Welt eintreten?
      Puddings Teufelskraft hat mir nur in Punkto Dahlia Machiavelli einen Strich durch die Rechnung gemacht, da ihre Teufelskraft ebenfalls Memo-Memo-Frucht heißen sollte, aber nun ja, da ich ihr keinen offiziellen Teufelsfruchtnamen gegeben habe, bin ich da fein raus.
      Die Parallelen bezogen sich eher auf das ganze Märchensetting, was wohl deutlicher wird, sobald die Schergen der Herzkönigin in Aktion getreten sind.

      Lyca schrieb:

      Briannas Wirrwarr aus Traum und Realität geht zunächst weiter. Auch wenn es immer mehr zu bröckeln beginnt. Statt Shmuel zu folgen sieht sie eine Libelle, die die anderen Schmierereien zu überdecken scheint, Die Libelle hab ich in Bezug der Traumdeutung mal gegoogelt. „zeigt dem Träumenden an, daß er sich zu leicht von Äußerlichkeiten täuschen läßt und sich selbst in den Mittelpunkt seines Denkens stellt.“ Letzteres würde jetzt nicht zu Brianna passen, aber eben der Schein, der hier auch eine Rolle spielt. Denn irgendwo ist die Szene mit Sh'muel nicht die Gegenwart. Hinzu die Aussage Genevieve im vorigen Arc, dass Brianna ihren Gefährten nicht so blind vertrauen sollte, da sie diese eigentlich nicht gut kennt. Einen anderen Reim kann ich mir derzeit auf die Libelle nicht machen. In Sachen Traumdeutung bin ich aber auch recht ahnungslos. Mittlerweile, auch dank deiner Kommentare, kann man aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um einen Mix aus realer Vergangenheit und Traummanipulation handelt.
      Respekt, dass du dich an die Traumdeutung gewagt hast, hätte nicht gedacht, dass das jemand durchschaut.
      Viel mehr sollte das auch nicht bedeuten, aber die Libelle wird noch wichtig!




      Lyca schrieb:

      Dädalus trifft auf Luzifer. Die einfachste Erklärung ist für mich, dass Luzi etwas mit seiner TF gedreht haben könnte. Zumindest Dädalus erkennt sofort, dass er eben noch auf einem Schiff mit Brianna und Co war, während die Anderen in einer Traumwelt gefangen sind und nur ansatzweise merken, dass etwas nicht stimmt. Vermutlich so von seinem alten Freund gewollt. Das ganze Ausmaß seiner Kräfte kennen wir noch nicht. Vielleicht kann er nicht nur Gefühle sehen, sondern auch Visionen einpflanzen. Wobei ich mich dunkel erinnere, dass du meintest, Luzi selbst hätte nichts mit den Fieberträumen zu tun, sondern jemand anderes. Vielleicht verwechsel ich hier aber auch etwas.
      Nicht ganz. Ich meinte nur, dass das an dem Chaos nicht Luzifer allein Schuld ist.

      Lyca schrieb:

      Die Beiden sind an dem Ort, wo das Trio sich getrennt hat. Ganze 128 Jahre zuvor.
      Dädalus wurde in einem Kloster untergebracht und ist zu dem Zeitpunk 6 Jahre alt. Heute ist er also 134 Jahre alt und damit Jünger als Kuleha. Irgendwie bin ich gerade enttäuscht, ich dachte er wäre älter, aber vermutlich denke ich hier auch an Genevieve, die einfach Uralt ist und weil ich er nur läppische 11 Jahre älter ist, als die älteste Person, die bisher gelebt hat. Bzw von der man weiß...
      Ganz ehrlich: mir war gar nicht mehr bewusst, wie alt Kuleha überhaupt ist. ich dachte eigentlich, dass Dädalus älter ist, aber nunja....er ist ja immer noch alt genug xD


      Lyca schrieb:

      Familie oder ähnliches hat er auch zu diesem Zeitpunkt nicht. Seinen Eltern scheinen gestorben zu sein und er soll im Kloster untergebracht werden. Hier trifft er zum ersten Mal auf Michel. Sehr gastfreundlich der Junge, muss ich schon sagen. Irgendwo ist es aber häufig so, dass man anfangs mit jemandem nicht zurecht kommt und sich dann später eine tolle Freundschaft entwickelt(/n kann). Würde mir jemand ins Gesicht spucken wäre ich aber wohl zu nachtragend. :D Bei den Beiden kann man das ja bisher noch nicht sagen, wie die Beziehung geartet war.
      Von Beginn an verstehen sich Luzifer und Dedale anscheinend besser.
      Interessant ist hier die Kathedrale. Ist es die Selbe wie auf Corto Maltese in der Uriel und Raphaela sind?
      Antworten hierzu schon im neuen Kapitel :)

      @qoii



      qoii schrieb:

      (Endlich) geht es wieder bei dem FF weiter, weswegen ich mich hauptsächlich in diesem Bereich des Bords festgesetzt habe. Als Bo mit seinem anfing, kam ich schon nicht mehr los, auch wenn sein Beitrag ebenfalls nicht zu unterschätzen ist . Ich freue mich einfach riesig darüber, dass du wieder Zeit und Lust gefunden hast, hier weiterzumachen. Weswegen ich es mir selbst auch kaum erklären kann, warum ich so lange gebraucht habe, um endlich einem Kommentar zu schreiben. Denn ich habe, wie die Anderen auch, kaum Probleme wieder in die Geschichte reinzufinden und das ist bei fünf Monaten Pause schon ein sehr gutes Zeichen . Auch finde ich deine Zweifel, bezüglich deines Niveaus, absolut nicht berechtigt, es ist alles so gut wie ich es in Erinnerung habe und Erinnerung verklären meistens
      Na dann bin ich froh, dass ich sogar das Niveau deiner verklärten Erinnerung erreichen konnte. So muss das sein xD

      qoii schrieb:

      Beim ersten Abschnitt mit Raphaela und Uriel bin ich zunächst noch fest davon ausgegangen, dass es sich hierbei um die Realität handelt. Besonders, da Raphaela sich anscheinend selbst dafür kasteit, dass sie mit Brianna Mist gebaut hat. Auch ist davon die Rede, dass Gesandte der Herzkönigin eingetroffen sind, die sie als letzter Vikarin Empfangen muss. Sofern ich mich recht entsinne, haben sich Luzifer und die Herzkönigin verbündet, um den Lord zu stürzen, bzw./oder da war irgendetwas mit einem Spiel der Könige oder wie das auch immer genannt wurde, was für beide Seiten sehr wichtig oder gefährlich werden konnte. Sagen wir es so, da gab es eine Verbindung und einen Grund, dass die beidem bzw. ihre Untergebenen bald zusammentreffen sollten. So ganz erinnere ich mich dann doch nicht mehr an alle Gegebenheit.^^
      Hier täuscht dich deine Erinnerung auch nicht. In der letzten Szene mit der Herzkönigin lässt diese sich ihr eventuelles letztes Mal zubereiten und möchte sich dann aufmachen, um sich mit Luzifer für das Spiel der Könige zu treffen.


      qoii schrieb:

      Dies alles zusammen würde eher für die Realität sprechen, aber Uriel macht am Ende ziemlich viele Andeutungen, auf Träume und Albträume. Zwar könnte es darum gehen, dass er die Stadt bzw. die Gesellschaft(strucktur) von CM als Albtraum sieht und der Traum der gehobenen Schichten bald zu Ende geht. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass dieses ominöse Spiel in einer Traumwelt stattfinden soll, in der die Teilnehmer eintreffen können. Zusätzlich fand Raphaelas Begegnung mit Brianna in einer alten Kapelle/Kirche auf CM statt, obwohl Brianna zu der Zeit noch auf der Ikarus gewesen sein müsste. Weswegen ich mir auch gut vorstellen kann, dass ganz CM, wie wir es bis jetzt kennengelernt haben, sich in einer Traumwelt befindet. Wie bisher alles noch etwas Rätselhaft, wer sich wie, in welcher Ebene, der Traumwelt/Realität/Zeit befindet. Aber ich bin mir sicher, dass wird alles noch gut aufgeklärt werden.
      Realität muss man wohl relativ betrachten, aber genaues möchte ich da noch nicht auflösen, aber lange müsst ihr euch nicht mehr gedulden.
      Aber der Gedanke mit der Traumwelt ist eigentlich schon ganz gut.

      qoii schrieb:

      Auch wer für diese diversen Traumwelten verantwortlich ist, wissen wir noch nicht genau, auch wenn ich Raphaela immer noch für eine der Hauptverdächtigen halte. Dies liegt aber mehr daran, dass sie von einem Fehler spricht und Brianna, seit ihrem zusammentreffen in der Kapelle, mehr zu bemerken scheint, was alles nicht stimmt. Andererseits könnte Raphaela derzeit noch zu weit weg sein, um die Passagiere der Ikarus zu beeinflussen. Aber wenn dieses CM alles nur eine Illusion ist, könnte sie auch auf dem Schiff von Luzifer sein und dann würde alles klappen. Ansonsten würde noch Gabriel als Traumwelterschaffer bleiben, da er eben ganz sicher auf der Ikarus ist. Aber worin genau würde dann Raphaelas Fehler bestehen oder hat sie in so einer Traumwelt (durch eine eigene TF) auch besondere Kräfte.
      Hier kann ich verständlicherweise noch nichts dazu sagen, aber bei Raphaelas Fehler kann ich auf eine Idee von Bo verweisen, der hier zumindest einen guten Ansatz hatte.


      qoii schrieb:

      Womit wir zu Brianna kommen, deren genauen zeitlichen und Realitäts-Status wir ebenfalls noch nicht kennen. Aber die zum Leben erwacht Zeichnung lässt dann doch mehr und mehr auf eine Traumwelt schließen, als auf einen einfachen FB. Auch wenn dann Shmuel Schicksal fast schon zu ausführlich dargestellt wurde, bzw. er zu lange Fokuspunkt eines Handlungsstrangs war, nur um jetzt als Traumgestalt wieder zu Verschwinden. Allerdings kommt mir gerade in dem Sinn, dass Shmuel selbst in einer eigenen Traumwelt gefangen sein könnte und Brianna durch ihren Ausbruch in seine Traumwelt gewechselt ist. Wenn man annimmt, dass die Verschiedenen erzeugten Traumwelten parallel nebeneinander Existieren, könnte es durchaus möglich sein, mit einen Hakiausbruch die Kontrolle des Teufelsfruchtnutzers so weit zu stören, dass ein Wechsel möglich ist, sofern die Kraft nicht reicht den Traum ganz zu brechen. Dabei muss nicht unbedingt jeder Betroffene/Gefangene eine eigenen Traumwelt haben, sofern ich meine Überlegungen im Bezug auf das Spielfeld von vorhin mit einfließen lasse. Der Teufelsfruchtnutzer könnte in diesem Fall eine größere Menge an (Alb-)Traumwelten parallel erschaffen, in die er beliebig viele Leute stecken kann. Dies klingt jetzt aber schon so mächtig, dass man schon von einer Erwachten Teufelsfrucht ausgehen könnte.
      Was ein Anruf? Tut mir Leid, den muss ich jetzt ganz dringend annehmen!!!11elf

      qoii schrieb:

      Die gleiche Realitasfrage stellt sich dann auch wieder bei Dädalus, der in einer Kathedrale (anscheinend) aus seinem Traum erwacht und dort von Luzifer erwartet wird. Es kann zwar gut möglich sein, dass alle mittlerweile auf CM angekommen sind, aber dazu ist mir Dädalus Reaktion fast schon zu entsetzt/ungläubig. Es wirkt auf mich so, als wäre er davon ausgegangen, diesen Ort nie wiederzusehen und zwar auf einer Ebene, die einfaches nicht wieder Aufsuchen ausschließt. Er hält es für unmöglich, weswegen ich derzeit davon ausgehen würde, dass diese Kathedrale bei dem erwähnten Verrat zerstört wurde oder nicht mehr existiert.
      Jein, aber guter Gedanke!

      qoii schrieb:

      Am Ende rückst du aber doch mit einem richtigen FB raus, in dem wir etwas über Dädalus Kindheit und sein ersten Aufeinandertreffen mit Michael und Luzifer erfahren. Alle zusammen sind anscheinend an einem Ort aufgewachsen, welcher >Stadt der Erleuchteten< genannt wurde. Dabei scheint es sich um eine große klosterartige Anlage gehandelt zu haben, weswegen CM als möglicher Standpunkt nah liegen würde. Besonders, da ich mich meine zu Erinnern, dass auch von der >Kirche der Erleuchtet< im Bezug auf CM-Religion die Rede war. Allerdings erscheinen mir dir Ordensleute bis jetzt doch etwas zu freundlich, wenn man die Bedenkt, welche wir bisher kennenlernen durften. Jedenfalls scheint jetzt festzustehen, woher Dädalus ein Großteil seines Grundwissens bezogen hat, wenn dieser Ort eine so gute Bibliothek hat.
      Auf Corto Maltese ist die Heilende Kirche tätig.



      qoii schrieb:

      Sein erstes Aufeinandertreffen mit Michael verläuft nicht gerade positiv, wobei wir schon erahnen können, dass es sich sicher bald bessern wird. Bei dem Mädchen war ich zunächst unschlüssig, aber da Luzifer in der Kathedrale von Blutsverrat gesprochen hat, könnte es sich bei ihr um Theresa handeln. Blutsverrat verbinde ich mit Verrat unter (Bluts-)Verwanten. Dies trifft zwar sicher auf keinen der (vermeintlichen) vier Weisen zu, allerdings wurde Theresa als Luzifers Schwester vorgestellt, weswegen ich es durchaus für Möglich halte, dass die vier Später (Bluts-)Brüder- und Schwesternschaft geschlossen haben. Damit wäre der erwähnte Blutsverrat durchaus möglich und auch eine Verwandtschaft zwischen Luzifer und Theresa aufgebaut.
      Ja das hast du auch wieder recht. Das Mädchen war Theresa!
      Ob sie aber mit dem Blutsverrat zu tun hat? Eher nicht. Immerhin ist ja später immer noch eine aufrichtige Dienerin Luzifers.



      qoii schrieb:

      Gespannt bin ich dann nur darauf, wie Dädalus auf dem Aurora Archipel gelandet ist, denn bisher hielt ich diesen Ort für seine eigentliche Heimat. Wobei ich dies vor allem aus seiner langen Bekanntschaft mit Genevieve geschlossen habe, die seit der Erhebung dort gelebt zu haben scheint. Weiterhin kaum er auch mit seiner Kuleha dorthin zurück, nachdem er auf Forschungsreise war. Allerdings wissen wir nicht, seit wann Dädalus Teil der Triade war und ob er nicht auch dort stationiert wurde.
      Diese Frage klärt sich ja schon im neuen Kapitel.

      Wie immer vielen dank für deinen ausführlichen Kommentar, mein Guter!





    • Da sind wir wieder. Ein neues Kapitel, ein neuer Kommentar. Als wäre nie etwas passiert. Der Unterschied ist nur, dass ich hier ziemlich kopflos Wörter tippe und nicht genau was, was zu tun ist. Vielleicht gewinne ich an Fassung, wenn ich einfach anfange? Okay. Das war das jetzt die Einleitung.

      Das Kapitel setzt in der Vergangenheit an und greift somit das Ende des vorangegangenen Kapitels auf. Dädalus und Luzifer verstanden sich zumindest als Kinder sehr gut, obwohl Dädalus mit behinderten Menschen so seine Probleme hat. Aber das ist für einen Jungen in seinem Alter wohl verständlich. Er muss noch lernen, dass Invaliden und Behinderte genauso menschlich und beschissen sind wie alle anderen Arschgeigen auf diesem großen, weiten Meer namens Grand Line. Er wird noch aufwachen. Haha, verstanden? Aufwachen, wegen…Lassen wir das. Anscheinend befindet sich die ganze Stadt in einem Traum - wie wir es vermutet haben. Nur, dass besagte Stadt nicht wirklich da ist. Jedenfalls nicht echt. Anscheinend ist das große Ganze, alles, nur ein Traum. Eine Illusion. Die Frage ist nun lediglich, wie Figuren wie Shmuel, die Leute im Eisernen Prometheus und die Gesandten der Herzkönigin in dieses Bild passen. Gehören erstere zum "Dekor", während letztere freiwillig in die Traumwelt eingetreten sind? Aber dann würden sie sich Luzifer doch ziemlich naiv ausliefern, oder? Irgendwie bin ich noch nicht ganz hinter diese ganze Traumkiste gestiegen, aber es ist auch Prüfungszeit und ich habe ohnehin das Gefühl, mehr Fragen als Antworten in meiner blassen Birne zu speichern. Ich belasse es also erst einmal dabei und mache mit den Figuren weiter, welche ich eben schon so gelangt ins Gespräch gebracht habe.^^

      Alice und Marzipan sind die ersten Gesandten der Herzkönigin, welche du uns präsentierst. Ein Katzen-Mink und ein Zwerg…was sagt mir nur, dass die beiden ursprünglich anders aussahen? ;)
      Jedenfalls sind Alice und die - von uns heißersehnte - Cheshire Cat in deiner Version verschmolzen; ein seltsames, grinsendes, freches Geschöpf mit spitzen Zähnen und raubtierhaften Gelüsten. Plastisch beschrieben, auch wenn mir der erste Auftritt beinahe etwas klischeehaft daherkam. Das liegt vielleicht aber auch nur daran, dass du uns schon relativ oft lasziv-verspielte, mörderische junge Frauen präsentiert hast. Oder mir steckt Eris Sinclair noch etwas zu tief in den Knochen. Wer weiß. So oder so gefällt mir Alice recht gut und ich bin mir nicht sicher, ob es eine Marzipan nun gebraucht hätte, um die Gefährlichkeit der Katze abzumildern. Nicht falsch verstehen, Marzipan ist ganz witzig und erinnert mich sehr an eine überspitzte Version von Bloom aus meiner FF, aber irgendwie hätte ich zumindest in dieser Sequenz lieber mehr von Alice gesehen. Dieses Treffen Alice-Raphaela hatte etwas bedeutungsschwangeres, was durch Marzipan irgendwie zerstört wurde. Wenn das allerdings dein Ziel war, will ich nichts gesagt haben. :)

      Nun stellt sich die Frage, wer die anderen zwei Gesandten sind, welche an der Seite ihrer Königin reisen dürfen. Je nachdem, wie kampfstark Marzipan und Alice sind, würde ich Crawler Wormtongue hinzuzählen. Einerseits, weil er als verschlagener Flüsterer im Dunkeln sicher an der Seite des royalen Ohres bleiben will, anderseits, weil er bislang noch nicht allzu viel Screentime hatte. Der 5. Platz im Boot könnte dann an den König gehen, wobei ich dessen Wichtigkeit nicht unbedingt als derart hoch einschätzen würde. Vielleicht ist auch Humpty Dumpty mit von der Partie, immerhin war er doch der Herr der Spielkarten-Armee, oder? Wäre wohl praktisch, eine Armee im Notfall als Trumpfkarte ausspielen zu können. Mann, heute übertreffe ich mich mit meinen Witzen selbst. Bittet haltet mich auf.

      Naja, soviel von mir. Den letzten Absatz möchte ich mal umkommentiert lassen. Die Information, dass sich Luzifer praktisch die Pistole an die Schläfe gelegt hat, als er sich in die Machtspiele der Triade einzumischen begann, ist nun nicht unbedingt neu.
      Ansonsten aber ein interessantes und kurzweiliges Kapitel, welches die Handlung zwar nur minimal voranbringt, dafür aber für etwas Ordnung sorgt und uns einige der Charaktere vorstellt und/oder näher bringt. Außerdem war es wieder mal schön geschrieben, auch wenn ich der Stelle um Raphaela, Alice und Marzipan etwas mehr Fett gegeben hätte. Das wirkte speziell mit Marzipans Eingreifen etwas konfus für meinen Geschmack. Hier hätten ein paar Wörter mehr vielleicht nicht geschadet, zumal das Kapitel auch nicht extrem lang war. Davon abgesehen war aber alles cineastisch und bildlich wie eh und je.

      Bis zum nächsten Mal. :)
    • Zugegeben, auf die einfachste Schlussfolgerung → Memo Memo Frucht = Dahlia Machiavelli bin ich irgendwie nicht gekommen. Ich steh so gerne auf dem Schlauch, wir beide sind schon gute alte Freunde xD

      Dedale und Luzi führen ihr freundschaftliches Gespräch weiter. Sowohl in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart. Luzifer hatte seine Kräfte damals schon und konnte sie auch dort irgendwie „übertragen“ bzw nach außen wenden. Oder so ähnlich. Ich steig noch nicht ganz durch. ^^
      Der Hass des Kardinals auf die Juden kommt nicht von ungefähr. Diese haben zugesehen wie seine Eltern ermordet wurden und wie die Stadt vom Kalifen eingenommen wurde. Jener Kalif muss also ein Vorfahre Sahars sein.

      Luzifer hat sich Dahlias auftauchen zu Nutze gemacht und dadurch so ziemlich alles, bzw das Wichtigste, erfahren. Brianna ist die Auserwählte und die genaue Prophezeiung dürfte er dadurch auch kennen. Das Geheimnis wurde erneut gelüftet.
      Dädalus bemerkt indes, dass auch Luzi sehr erschöpft und ausgelaugt ist. In so vielen Emotionen zu wühlen hinterlässt seine Spuren, vor allem sind es ja auch überwiegend schlimme/negative. Also wundern tut mich sein Zustand nicht.
      Dedales letzte Worte geben mir ein kleines Rätsel auf. Hat er damals überhaupt erst von der Prophezeihung berichtet und deswegen sind alle hinter Brianna her oder warum sonst sollte er sich schuldig fühlen? Klar er hat sie verraten usw usw, wissen wir alles schon. Vielleicht war er es, der das Wissen über eine Prophezeihung weiter gegeben hat. Schließlich wurde er auf dem AA geboren, ist ein großer Gelehrter, kannte die Grimms und ja... keine Ahnung. Irgendwie habe ich das Gefühl mehr im Dunkeln zu stochern xD

      Siena degli Illuminati wird erneut erwähnt und nach einem kurzen nachschauen, dank hilfreicher Suchfunktion, wurde mein Gedächtnis auch wieder aufgefrischt. Es ist der Ort an dem die fünf Propheten leben. Dieser Ort befindet sich also auf Corto Maltese und damit wäre für mich die logische Schlussfolgerung, dass deswegen dort die Hochzeit des Zaren und der Tochter der HK stattfindet und warum die Traumwelt um das Spiel der Könige dort ausgetragen wird.
      Abgesehen von den Propheten befinden sich auch die drei Erzengel und praktisch alle anderen christlichen Vertreter der katholischen Kirche dort.

      Raphaela ist trotz Meditation ganz schön unausgeglichen. Vielleicht sollte sie andere Entspannungsmethoden wählen. Spazieren gehen, Klangschalentherapie, Sport... es gibt so viele Möglichkeiten.
      Bei dem Empfang der Gesandten begegnet sie Alice, die nicht die Alice aus der Geschichte ist sondern eben die irre Katze. Bzw ist sie ein Mink und ein kleines Wollknäuel kommt hinzu. Rund und Braun, heißt Marzipan... Klingt nach einer sprechenden Marzipankugel. xD

      Jetzt komme ich zu dem Teil der mich fast dazu gebracht meinen Kopf in mehrfacher Ausführung gegen die Wand zu schlagen. Marzipans Aussage „Wie befinden und hier in einer paranormalen Traumwelt“ hat mich doch tatsächlich auf den absolut klügsten Gedanken kommen lassen: Alice im Wunderland, HK... Ich mein das Buch war eine einzige Traumwelt und irgendwie ist mir diese Parallele bisher nicht so wirklich klar gewesen. Siehe Absatz numero uno. Kein weiterer Kommentar dazu. X/

      Im letzten Absatz erfahren wir auch den Namen der Hellseherin. Sybill. Wieso musste ich hierbei an Sybill Trelawny denken? Wobei diese Ausgabe womöglich etwas mehr drauf hat... xD
      Ihre Worte „Die Reise der drei Brüder geht zu Ende“ kann eigentlich nur bedeuten, dass Michel auch vor Ort ist. Oder es bedeutet dass die letzten Beiden sich nun auch für immer voneinander verabschieden.

      Das wars mal wieder von mir. :)
    • 153 Kapitel : Der ungleiche Bruder

      Das kommt davon, wenn man von falschen Voraussetzungen ausgeht. Ein Waisenkind, welches in ein Kloster kommt, hat gefälligst arm zu sein. ;)

      Aber Dädalus kommt einfach nur aus einer sehr sehr reichen Familie und seine Eltern haben vor ihrem unerwarteten Ableben noch dafür gesorgt, dass ihr Sohn die bestmögliche Ausbildung erhalten kann. Dafür haben sie >Siena degli Illuminati< ausgewählt und nicht Ohara, wie anders hätte dann doch alles Entwickelt.^^ Siena degli Illuminati ist laut meinen Nachforschungen in den Annalen dieses Threads eine eigene Insel, auf der die fünf Propheten der Triade ihren Sitz haben. Deswegen würde ich eher davon ausgehen, dass es sich bei CM um eine andere Insel handeln könnte. In wieweit die Propheten schon damals existierten wissen wir noch nicht. Ich kann mir beides vorstellen, die Triade oder zumindest eine Vorform davon existierten schon damals und Dädalus und Luzifer sind später beigetreten oder sie wurde unter ihrer Beteiligung gegründet bzw. zu dem was sie heute ist.

      Weiterhin haben wir Luzifers Sicht/Eindruck zu den Ereignissen aus seiner Vergangenheit kennengelernt, welche ihn und Theresa zu Waisen machte. In wieweit diese Stimmen und ob es auch dazu eine Vorgeschichte gibt, die wiederum diese Handlung begründet, bleibt noch abzuwarten. Jedenfalls wissen wir jetzt, warum in dem von Luzifer beherrschten CM die Dinge so sind wie sie sind. Warum der Judasring geschlossen wurde und der Kalif im Prometeus gelandet ist, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass es sich bei diesem Kalifen um den Sohn des Kalifen aus Luzifers Vergangenheit handelt. Gleiches gilt auch für den Status der Juden.

      Allerdings wissen wir immer noch nicht, wie CM wirklich ist, da es sich durchaus um Unterschiedliche Traumwelten handeln kann. Also die Traumrealität von Shmuel & Brianna, von Uriel, Raphaela & die Herzkönigin nebst Gefolge, sowie der von Luzifer & Dädalus, wobei es dann auch immer noch das reale CM geben könnte, in der die Sachen wieder ganz anders sind. Fest scheint aber zu stehen, dass wir bis jetzt immer nur Traumwelten kennengelernt haben, da sowohl Luzifer, als auch Marzipan entsprechende Andeutungen machen.

      Zu Alice und Marzipan kann ich eher weniger neues beisteuern, was nicht schon erwähnt wurde. Allerdings finde ich es ziemlich interessant, das Marzipan Alice so gut unter Kontrolle hat bzw. bei der Katzenmink solche Angst auslöst. Marzipan scheint also nicht nur eine laute durchdringende Stimme zu haben und sich einer extremen Ausdrucksweise zu bedienen, sonder auch sonst einiges drauf zu haben. Denn ich glaube kaum, dass Cheshire Cat Alice sich von jedem so Herumzukommandieren lässt, besonder nachdem wie sie Raphaela gegenüber aufgetreten ist. Ich finde beide jednefalls jetzt schon sehr interessant. ^.^

      Die Art wie Raphaela das Flamingos vertrieben hat, lässt in mir noch die Überlegung aufkommen, ob sie vielleicht eine Teufelsfrucht gegessen hat, die in Richtung Zoan geht. Derzeit schwebt mir wegen dem Geräusch von ihr, eine Vogel(ähnliche Sagengestalt) durch den Kopf, wozu auch ihre violetten Augen und ihre silbrig-weißen Haare beitragen.


      Wieder ein sehr schönes Kapitel, so langsam scheint es für alle beteiligten ernst zu werden, die berühmte ruhe vor dem Sturm. :)
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Antwort auf Fanpost & 154. Kapitel erschienen

      So diese Woche hatte ich einen guten Lauf, weshalb das Kapitel schon dieses Wochenende erscheint. Wie immer an alter Stelle zu finden und ich gehe erst einmal auf eure Kommentare ein:

      @Bo


      -Bo- schrieb:

      Das Kapitel setzt in der Vergangenheit an und greift somit das Ende des vorangegangenen Kapitels auf. Dädalus und Luzifer verstanden sich zumindest als Kinder sehr gut, obwohl Dädalus mit behinderten Menschen so seine Probleme hat. Aber das ist für einen Jungen in seinem Alter wohl verständlich. Er muss noch lernen, dass Invaliden und Behinderte genauso menschlich und beschissen sind wie alle anderen Arschgeigen auf diesem großen, weiten Meer namens Grand Line. Er wird noch aufwachen. Haha, verstanden? Aufwachen, wegen…Lassen wir das. Anscheinend befindet sich die ganze Stadt in einem Traum - wie wir es vermutet haben. Nur, dass besagte Stadt nicht wirklich da ist. Jedenfalls nicht echt. Anscheinend ist das große Ganze, alles, nur ein Traum. Eine Illusion. Die Frage ist nun lediglich, wie Figuren wie Shmuel, die Leute im Eisernen Prometheus und die Gesandten der Herzkönigin in dieses Bild passen. Gehören erstere zum "Dekor", während letztere freiwillig in die Traumwelt eingetreten sind? Aber dann würden sie sich Luzifer doch ziemlich naiv ausliefern, oder? Irgendwie bin ich noch nicht ganz hinter diese ganze Traumkiste gestiegen, aber es ist auch Prüfungszeit und ich habe ohnehin das Gefühl, mehr Fragen als Antworten in meiner blassen Birne zu speichern. Ich belasse es also erst einmal dabei und mache mit den Figuren weiter, welche ich eben schon so gelangt ins Gespräch gebracht habe.^^
      Das warum werde ich schon noch aufklären, keine Sorge, denn du hast Recht. Bis jetzt haben sie sich Luzifer ausgeliefert, aber Einzelheiten kommen erst noch auf den Tisch.
      Bis dato kann man sagen, dass alles - bis auf den Flashback von Dädalus und Luzifer, sowie die Szenen außerhalb von Corto Maltese - nicht real waren.

      -Bo- schrieb:

      Alice und Marzipan sind die ersten Gesandten der Herzkönigin, welche du uns präsentierst. Ein Katzen-Mink und ein Zwerg…was sagt mir nur, dass die beiden ursprünglich anders aussahen?
      Jedenfalls sind Alice und die - von uns heißersehnte - Cheshire Cat in deiner Version verschmolzen; ein seltsames, grinsendes, freches Geschöpf mit spitzen Zähnen und raubtierhaften Gelüsten. Plastisch beschrieben, auch wenn mir der erste Auftritt beinahe etwas klischeehaft daherkam. Das liegt vielleicht aber auch nur daran, dass du uns schon relativ oft lasziv-verspielte, mörderische junge Frauen präsentiert hast. Oder mir steckt Eris Sinclair noch etwas zu tief in den Knochen. Wer weiß. So oder so gefällt mir Alice recht gut und ich bin mir nicht sicher, ob es eine Marzipan nun gebraucht hätte, um die Gefährlichkeit der Katze abzumildern. Nicht falsch verstehen, Marzipan ist ganz witzig und erinnert mich sehr an eine überspitzte Version von Bloom aus meiner FF, aber irgendwie hätte ich zumindest in dieser Sequenz lieber mehr von Alice gesehen. Dieses Treffen Alice-Raphaela hatte etwas bedeutungsschwangeres, was durch Marzipan irgendwie zerstört wurde. Wenn das allerdings dein Ziel war, will ich nichts gesagt haben.
      Jein.
      Also Alice ist ganz anders als alle Frauen, die wir bisher gesehen haben oder vielleicht nicht ganz anders, bevor ich die Erwartungen zu hochtreibe, aber in ihrer ersten Erwähnung war sie nur die Köchin der Herzkönigin. Das sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten. Ihre Charakterisierung ist noch lange nicht abgeschlossen.
      Tatsächlich war ich mir lange unschlüssig, ob ich Marzipan in dieser Szene schon einfuhren soll oder nicht. Wollte aber für eine spätere Szene nicht, dass ich wieder so viele Charaktere von Grund auf beschreiben muss. Aber du hast Recht, dass ich die Szene insgesamt vielleicht etwas länger inszenieren hätte können.

      -Bo- schrieb:

      Nun stellt sich die Frage, wer die anderen zwei Gesandten sind, welche an der Seite ihrer Königin reisen dürfen. Je nachdem, wie kampfstark Marzipan und Alice sind, würde ich Crawler Wormtongue hinzuzählen. Einerseits, weil er als verschlagener Flüsterer im Dunkeln sicher an der Seite des royalen Ohres bleiben will, anderseits, weil er bislang noch nicht allzu viel Screentime hatte. Der 5. Platz im Boot könnte dann an den König gehen, wobei ich dessen Wichtigkeit nicht unbedingt als derart hoch einschätzen würde. Vielleicht ist auch Humpty Dumpty mit von der Partie, immerhin war er doch der Herr der Spielkarten-Armee, oder? Wäre wohl praktisch, eine Armee im Notfall als Trumpfkarte ausspielen zu können. Mann, heute übertreffe ich mich mit meinen Witzen selbst. Bittet haltet mich auf.
      Die anderen beiden sind eigentlich relativ logisch, aber ich wozu den Spaß verderben und meine Karten schon ausspielen - das mit den Wortwitzen kann ich auch, keine Sorge xD -, wenn ihr noch nicht draufgekommen seid?


      -Bo- schrieb:

      Naja, soviel von mir. Den letzten Absatz möchte ich mal umkommentiert lassen. Die Information, dass sich Luzifer praktisch die Pistole an die Schläfe gelegt hat, als er sich in die Machtspiele der Triade einzumischen begann, ist nun nicht unbedingt neu.
      Ansonsten aber ein interessantes und kurzweiliges Kapitel, welches die Handlung zwar nur minimal voranbringt, dafür aber für etwas Ordnung sorgt und uns einige der Charaktere vorstellt und/oder näher bringt. Außerdem war es wieder mal schön geschrieben, auch wenn ich der Stelle um Raphaela, Alice und Marzipan etwas mehr Fett gegeben hätte. Das wirkte speziell mit Marzipans Eingreifen etwas konfus für meinen Geschmack. Hier hätten ein paar Wörter mehr vielleicht nicht geschadet, zumal das Kapitel auch nicht extrem lang war. Davon abgesehen war aber alles cineastisch und bildlich wie eh und je.
      Die nächsten paar Kapitel stellen generell noch im Rahmen der Positionierung aller anderen Figuren, sowie der Vergangenheitsbewältigung von Dädalus und Luzifer. Ich habe einen strafferen Arc versprochen und bisher funktioniert mein Plan auch sehr gut.


      @Lyca



      Lyca schrieb:

      Dedale und Luzi führen ihr freundschaftliches Gespräch weiter. Sowohl in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart. Luzifer hatte seine Kräfte damals schon und konnte sie auch dort irgendwie „übertragen“ bzw nach außen wenden. Oder so ähnlich. Ich steig noch nicht ganz durch. ^^
      Der Hass des Kardinals auf die Juden kommt nicht von ungefähr. Diese haben zugesehen wie seine Eltern ermordet wurden und wie die Stadt vom Kalifen eingenommen wurde. Jener Kalif muss also ein Vorfahre Sahars sein.
      Also Luzifer kann ja Gefühle in anderen wecken bzw. diese an die Oberfläche holen und in dem er halt diese konzentrierten Gefühle seiner eigenen Erlebnisse in Dädalus hervorruft, kann dieser sozusagen mit "ansehen", was damals geschehen ist.




      Lyca schrieb:

      Luzifer hat sich Dahlias auftauchen zu Nutze gemacht und dadurch so ziemlich alles, bzw das Wichtigste, erfahren. Brianna ist die Auserwählte und die genaue Prophezeiung dürfte er dadurch auch kennen. Das Geheimnis wurde erneut gelüftet.
      Dädalus bemerkt indes, dass auch Luzi sehr erschöpft und ausgelaugt ist. In so vielen Emotionen zu wühlen hinterlässt seine Spuren, vor allem sind es ja auch überwiegend schlimme/negative. Also wundern tut mich sein Zustand nicht.
      Dedales letzte Worte geben mir ein kleines Rätsel auf. Hat er damals überhaupt erst von der Prophezeihung berichtet und deswegen sind alle hinter Brianna her oder warum sonst sollte er sich schuldig fühlen? Klar er hat sie verraten usw usw, wissen wir alles schon. Vielleicht war er es, der das Wissen über eine Prophezeihung weiter gegeben hat. Schließlich wurde er auf dem AA geboren, ist ein großer Gelehrter, kannte die Grimms und ja... keine Ahnung. Irgendwie habe ich das Gefühl mehr im Dunkeln zu stochern xD
      Hierzu kann ich verständlicherweise noch keine Informationen geben.




      Lyca schrieb:

      Siena degli Illuminati wird erneut erwähnt und nach einem kurzen nachschauen, dank hilfreicher Suchfunktion, wurde mein Gedächtnis auch wieder aufgefrischt. Es ist der Ort an dem die fünf Propheten leben. Dieser Ort befindet sich also auf Corto Maltese und damit wäre für mich die logische Schlussfolgerung, dass deswegen dort die Hochzeit des Zaren und der Tochter der HK stattfindet und warum die Traumwelt um das Spiel der Könige dort ausgetragen wird.
      Abgesehen von den Propheten befinden sich auch die drei Erzengel und praktisch alle anderen christlichen Vertreter der katholischen Kirche dort.
      Halb richtig. Siena ist der Sitz der 5 Propheten, aber es ist nicht auf Corto Maltese, sondern eine eigene Insel.




      Lyca schrieb:

      Raphaela ist trotz Meditation ganz schön unausgeglichen. Vielleicht sollte sie andere Entspannungsmethoden wählen. Spazieren gehen, Klangschalentherapie, Sport... es gibt so viele Möglichkeiten.
      Bei dem Empfang der Gesandten begegnet sie Alice, die nicht die Alice aus der Geschichte ist sondern eben die irre Katze. Bzw ist sie ein Mink und ein kleines Wollknäuel kommt hinzu. Rund und Braun, heißt Marzipan... Klingt nach einer sprechenden Marzipankugel. xD
      Die optische Beschreibung sollte auch auf eine Marzipankugel heraus.




      Lyca schrieb:

      Jetzt komme ich zu dem Teil der mich fast dazu gebracht meinen Kopf in mehrfacher Ausführung gegen die Wand zu schlagen. Marzipans Aussage „Wie befinden und hier in einer paranormalen Traumwelt“ hat mich doch tatsächlich auf den absolut klügsten Gedanken kommen lassen: Alice im Wunderland, HK... Ich mein das Buch war eine einzige Traumwelt und irgendwie ist mir diese Parallele bisher nicht so wirklich klar gewesen. Siehe Absatz numero uno. Kein weiterer Kommentar dazu.
      Dingdingdingding. Schön, dass jemand draufgekommen ist. Dachte eigentlich, dass diese Idee schon viel viel früher kommen würde! :)




      Lyca schrieb:

      Im letzten Absatz erfahren wir auch den Namen der Hellseherin. Sybill. Wieso musste ich hierbei an Sybill Trelawny denken? Wobei diese Ausgabe womöglich etwas mehr drauf hat... xD
      Ihre Worte „Die Reise der drei Brüder geht zu Ende“ kann eigentlich nur bedeuten, dass Michel auch vor Ort ist. Oder es bedeutet dass die letzten Beiden sich nun auch für immer voneinander verabschieden.
      Sybill wurde schon vorher einmal erwähnt, als der Kalif sie im Judasring besucht hat. Dass R.K.Rowling Trelawny auch diesen Vornamen gegeben hat, verdanken sie wohl dem "historischen" Vorbild, welches wir beide gleich gewählt haben.



      @qoii



      qoii schrieb:

      Aber Dädalus kommt einfach nur aus einer sehr sehr reichen Familie und seine Eltern haben vor ihrem unerwarteten Ableben noch dafür gesorgt, dass ihr Sohn die bestmögliche Ausbildung erhalten kann. Dafür haben sie >Siena degli Illuminati< ausgewählt und nicht Ohara, wie anders hätte dann doch alles Entwickelt.^^ Siena degli Illuminati ist laut meinen Nachforschungen in den Annalen dieses Threads eine eigene Insel, auf der die fünf Propheten der Triade ihren Sitz haben. Deswegen würde ich eher davon ausgehen, dass es sich bei CM um eine andere Insel handeln könnte. In wieweit die Propheten schon damals existierten wissen wir noch nicht. Ich kann mir beides vorstellen, die Triade oder zumindest eine Vorform davon existierten schon damals und Dädalus und Luzifer sind später beigetreten oder sie wurde unter ihrer Beteiligung gegründet bzw. zu dem was sie heute ist.
      Richtig SDI ist eine eigene Insel. Die Prophetenfrage wird noch geklärt werden.



      qoii schrieb:

      Weiterhin haben wir Luzifers Sicht/Eindruck zu den Ereignissen aus seiner Vergangenheit kennengelernt, welche ihn und Theresa zu Waisen machte. In wieweit diese Stimmen und ob es auch dazu eine Vorgeschichte gibt, die wiederum diese Handlung begründet, bleibt noch abzuwarten. Jedenfalls wissen wir jetzt, warum in dem von Luzifer beherrschten CM die Dinge so sind wie sie sind. Warum der Judasring geschlossen wurde und der Kalif im Prometeus gelandet ist, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass es sich bei diesem Kalifen um den Sohn des Kalifen aus Luzifers Vergangenheit handelt. Gleiches gilt auch für den Status der Juden.
      Auch hier richtig aufgelöst.




      qoii schrieb:

      Allerdings wissen wir immer noch nicht, wie CM wirklich ist, da es sich durchaus um Unterschiedliche Traumwelten handeln kann. Also die Traumrealität von Shmuel & Brianna, von Uriel, Raphaela & die Herzkönigin nebst Gefolge, sowie der von Luzifer & Dädalus, wobei es dann auch immer noch das reale CM geben könnte, in der die Sachen wieder ganz anders sind. Fest scheint aber zu stehen, dass wir bis jetzt immer nur Traumwelten kennengelernt haben, da sowohl Luzifer, als auch Marzipan entsprechende Andeutungen machen.
      Wie bei Bo bereits erläutert, waren alle Szenen, die wir bisher gesehen haben, rein in Traumwelten. Einzige Ausnahmen sind die Szenen auf der Ikarus, auf Duchess Court, sowie der Flashback von Dädalus und Luzifer.
      Der Rest war nicht real.




      qoii schrieb:

      Die Art wie Raphaela das Flamingos vertrieben hat, lässt in mir noch die Überlegung aufkommen, ob sie vielleicht eine Teufelsfrucht gegessen hat, die in Richtung Zoan geht. Derzeit schwebt mir wegen dem Geräusch von ihr, eine Vogel(ähnliche Sagengestalt) durch den Kopf, wozu auch ihre violetten Augen und ihre silbrig-weißen Haare beitragen.
      Vielleicht. Vielleicht auch nicht ;)




      Ich wünsche euch viel Spaß mit dem neuen Kapitel :)
    • Kapitel 154: Hinter den Spiegeln

      Ich wunder mich etwas, dass Bo noch nichts geschrieben hat oder hält er sich mit Absicht zurück, da die Godspeed-Apartments, Rexroth und »Roten Tod« aus seinen FF stammen.

      Jedenfalls stellt sich mir nach diesem Kapitel eine weitere Frage. In wieweit entsprechen die Traumwelten der Wirklichkeit/Wahrheit bzw. wie sehr bedienen sie sich dieser. In wieweit werden die Gefühle und Erinnerungen in dieser Welt manipuliert. Aleo fliegt beispielsweise durch ihre Heimat und wird von zwei alten Feinden gejagt. Sie scheint sich sehr bewusst zu sein, dass dies nur eine Traumwelt ist und weiß aus irgendwelchen Gründen sogar, wie sie dieser entkommen muss. Bei ihr wirkt alles wie ein Fangenspiel, bei dem der zu Fangende ein bestimmtes Ziel erreichen muss. Zwar ist es Anstrengen und wie wird auch verletzt, aber alles im allen eher etwas unspektakulär, im Gegensatz zu Kyu und in der zweiten Hälfte auch bei Kol, wo es eher ein Psycho-Krieg ähnelt.

      Aber der Reihe bzw den Einzelnen nach. Aleo ist wie gesagt in ihrer alten Heimat gelandeten, wo sie derzeit von den beiden Handlanger Genevieves gejagt wird, von den ganzen anderen feindlichen Fraktionen die wir auf dem AA kennengelernt haben ist nichts zu sehen. Anscheinend weiß sie von irgendwem, dass sie A in einer Traumwelt ist und B einen Spiegel zerbrechen muss, um aus dieser herauszukommen. Da sie von nervig spricht, kommt mir als erstes Dädalus in den Sinn, aber wie hat er Kontakt zu ihr aufgenommen. Jedenfalls findet sie den Spielgel, übrigen ein Verweis auf die Fortsetzung von Alice im Wunderland, wie auch der Kapitelname und kann ihn wie aufgefordert zerbrechen. Daraufhin landet sie im Schnee, womit sie bei Kaiser oder der Walküre gelandet sein dürfte. Sie hat also ihre eigene Traumwelt zerbrochen und wenn ich mich recht entsinne, gab es auch viele Scherben, als Brianna ihren Ausbruch bei Raphaela hatte, womit sich meine Vermutung vom vorletzten mal bestätigen dürfte.

      Der erste Teil von Kol Traumwelt dürfte so ziemlich seiner wirklichen Vergangenheit entsprechen, ähnlich wie die wenigen Augenblicke die wir schon bei Marc sehen durften. Dabei nutzt du wieder die Gelegenheit Verbindungen zwischen deinem und Bos FF zu ziehen, indem wir bei Rexroth im Godspeed-Apartments 666 vorbeischauen. Zeitlich dürfte es um die Ereignisse mit Flint spielen, da Kol das Gemälde »Roten Tod« in Augenschein nehmen soll, welches Rexroth bei auch Lorelei zeigt, also sie ihn besuchen kommt. Allerdings bleibt es für Kol nicht bei dieser doch recht angenehmen Situation, denn der Harlekin taucht auf. Er behauptet zwar, dass er das ist, was zurückgeblieben ist, als der Harlekin Kol verlassen hat, aber ich denke eher, dass dies zur Traumweltfolter gehört.

      Womit ich zu meiner größten Frage komme. In wieweit entspricht was dort geschieht bzw. gesagt wird der Wahrheit, sowohl im Bezug auf Kol, als auch später auf Kyu. Denn der Harlekin behauptet, dass Kol Briannas kleiner Bruder ist. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass Kol älter als Brianna ist bzw ziemlich gleich alt oder verwechsle ich da was. Wobei ich immer den Verdacht hatte, das Kol Abberline und Shallow Sohn ist, dies aber nie offiziell bekanntgegeben werden durfte. Aber egal jedenfalls haben wir jetzt eine sehr interessante Behauptung im Raum stehen.

      Auch Kol schafft es letztendlich aus seiner Welt zu fliehen, wobei es auch hier so scheint, als würde er eine Anweisung von Außerhalb von jemand anderem Ausführen. Er landet bei Marc, der sich in seiner Traumwelt zufällig auch in MJ befinden dürfte.

      Damit kommen wir zu Kyu und wahrscheinlich dem schwierigsten/ heftigsten, was wir ins diesem Kapitel vorgesetzt bekommen. Denn denn es wird angedeutet, dass eher bzw. seine Verwandlung für den Tod seiner Schwester verantwortlich ist. Anfangs wurde es so ausgedrückt, als ob sie gegangen ist und ich habe, glaube ich zumindest, schon damals den Verdacht geäussert, dass sie gegangen wurde. Aber hier wird behauptet, dass Kyu bzw. seine Tierform sie gefressen hat. Damit würde aber alles, an was ich mich aus seinem Traum-FB erinnere, nicht mehr wirklich zusammenpassen. Soweit ich mich erinnere wurde er immer von seinem Vater und den Brüdern gequält, bis er irgendwann abgehauen ist, weil sie ihm das Fell abziehen wollten und seine Schwester ist irgendwann in dieser Zeit verschwunden bzw. nach ihrem Verschwinden lebte er noch eine Zeit bei der Familie, bis es zu heftig wurde. Allerdings könnte es auch sein, dass er durch die Quälereien seiner Brüder/Vater irgendwann die Kontrolle über seine TK verloren hat, seine Schwester Tötete und dann direkt abgehauen ist bzw. vertrieben wurde. Aber zwischendurch klingt es bei Kyu wieder so, als wäre die Mutter am Tod der Schwester Schuld...
      Irgendwie bekomme ich das nicht wirklich richtig zusammen, deswegen mache ich Schluss und schau mal was die anderen noch schreiben oder ob etwas zeitlicher Abstand die Sache etwas klarer macht.

      Wieder ein sehr interessantes Kapitel, indem wir auch mal wieder bei unseren ganzen anderen Lieblingen vorbeischaut habe. Ich weiß wirklich nicht, ob ich mir wünschen soll, dass wir jetzt auch noch die anderen Abhandeln oder ob es besser bei Brianna, Luzifer und der Herzkönigin weitergehen soll. Bevor ich es vergesse, bei Kol ist auch eine Libelle aufgetaucht, diese scheinen doch mehr mit der Traumwelt zu tun zu haben bzw eine Bedeutung zu haben als ich anfangs dachte.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • So, da ich morgen meine letzte Prüfung für dieses Semester absolviere und dementsprechend nichts besseres zu tun habe (tötet mich bitte), kommentiere ich mal endlich dein neuestes Kapitel. Habe ich nun wirklich lange genug vor mir hergeschoben.

      Beginnen wir gleich mit Rexroth. Über dessen Aufritt in deiner FF hatten wir ja vor gefühlten Ewigkeiten schon gesprochen, allerdings hatte ich ihn niemals in diesem Zusammenhang erwartet. Beinahe schade, dass ich ausgerechnet dieses Kapitel krankheitsbedingt nicht beta-gelesen habe. xD
      Aber du hast den Charakter auch ohne meine Hilfe würdig dargestellt, also ist das kein Problem. Immer wieder schön, den alten Wolf zu erleben, wo ich in meiner FF gerade keine Zeit für ihn finde. Zum Glück ändert sich das bald. Aber ich schweife ab. Die gesamte Szene war für mich konsequenter Weise interessant zu verfolgen, nahm jedoch erst an Fahrt auf, als der Harlekin auftrat. Diese Figur hat gewiss ihren Reiz, wobei ich nicht umhin komme zu bemerken, dass du deine Figuren mit Vorliebe zu erniedrigen scheinst. So wie der Harlekin an Kols Geschlechtsteilen herumfuhrwerkt. Da soll noch einer sagen, ich gehe mit meinen Figuren schlecht um.^^
      Jedenfalls ist das Aufeinandertreffen der beiden sehr spannend zu verfolgen, der letzte Teil machte mich aber besonders hellhörig. Brianna und Kol sollen Geschwister sein? Ich bin jetzt nicht gerade der Hellste, wenn es um Zeitrechnung usw. geht, also überlasse ich die Mathematik - genau wie der Harlekin - lieber Kol, aber...was würde das bedeuten? Dass Briannas Eltern in ihrem Schiff davon gesegelt und gestorben sind, erschien schon immer etwas kurios bzw. simpel für deine Verhältnisse. Die Frage ist nun also, wie ihre Geschichte weitergeht. Allerdings bin ich auch davon ausgegangen, dass Kol älter ist als Brianna. Brianna ist 26, oder? Ich hätte Kol bisher Anfang 30 eingeordnet, allein schon aufgrund seines Postens als Kurator und all den Orten, die er schon bereist hat. Käme mir jetzt definitiv komisch vor, wenn Kol wesentlich jünger als die Rothaarige wäre. Zumal jene den Abschied ihrer Eltern doch bereits bewusst miterlebt hat, oder?

      Wie auch immer. Wenn die Geschichte ihrer Eltern weitergeht, würde ich die Prophezeiung und eventuell auch die Triade dahinter vermuten. Es ist doch sehr auffällig, dass der große gemeinsame Nenner zwischen Brianna, ihren Eltern und der Prophezeiung respektive der Triade Dädalus ist. Passt auf, am Ende sind Briannas Eltern Mitglieder der Triade gewesen und haben ihre Tochter bei Dädalus, der eine Art Großmeister war, in die "Lehre" gegeben, damit er sie in ihre Rolle als Auserwählte erzieht. Nur dieser hat dann aus noch unbekannten Gründen mit der Triade gebrochen und tut seither alles, um Brianna zu beschützen. Wäre jedenfalls ein interessanter Twist und würde Briannas Eltern, aber auch ihre Kindheit und nicht zuletzt die Beziehung zu Dädalus in ein neues Licht rücken.

      Apropos neues Licht. Wie geil ist denn bitte Kyu? Ich nehme jetzt mal an, dass er irgendwie die Kontrolle über sich bzw. seine Teufelskräfte verloren und seine Familie umgebracht hat? Vielleicht das Elternhaus niedergebrannt und sich dann auf seine kleine Schwester gestürzt hat? Wäre eine extreme, sehr drastische Vergangenheit, die du dem Fuchsjungen da aufbürdest und träfe damit genau meinen Geschmack. Kyu schien von seinen Brüdern, die wohl eine Art Redneck-Variante der Vinsmokes darstellen, misshandelt worden zu sein. Ist es da verwunderlich, dass er sie getötet bzw. nicht gerettet hat? Lediglich seiner Schwester scheint er nachzutrauern, während Mutter und Vater in Kyu mehr Zorn und Schuld auslösen. Der Auftritt der kleinen Marie "Prinzessin Lillybitch" Deveraux war dann nur noch die Krische auf der Sahne auf der Torte. Kyu ist schon eine arme Sau, aber längst nicht so unschuldig, wie er sich gerne gibt. Gefällt mir.
      Hingegen wirkt Aloe beinahe generisch, wie sie durch ihre alte Heimat fliegt und sich den Schreckgestalten der Vergangenheit stellt. Dafür ergreift sie jedoch - Respekt - schneller als alle anderen die Initiative und erkennt ihre Situation als Traum, an den sie trotz aller Wehmut keinen emotionalen Gedanken verschwenden darf. Ein hartgesottenes Mädchen mittlerweile. Durchbricht sie allen Ernstes die Traumgrenzen und landet bei Kaisa? Ähnliches geschah bei Kol schließlich auch. Hätte ich der Kleinen nicht zugetraut. Dadurch würde sie bei mir auch einige Sympathiepunkte gewinnen, wo ich dem Charakter bisher bekanntlich nicht allzu viel abgewinnen konnte. Bleibt nur die Frage, wo Kyu landet - allerdings fehlt unser guter Salvador noch. Würde sich doch anbieten, die beiden zusammen zu führen. Immerhin haben bei in ihrer Vergangenheit mit Momenten entrückter Grausamkeit zu kämpfen. Eine weitere Parallele, die du da ziehst. Da fällt mir ein, wann haben wir eigentlich zuletzt von Salvador gehört? Ist er überhaupt ein Gefangener Luzifers? Und wenn ja, liegen seine und Kyus Traumwelt nahe beieinander? Wir werden es wohl früher oder später erfahren.

      Wirklich viel mehr gibt es von meiner Seite nun auch gar nicht mehr zu sagen. Kapitel wie dieses strotzen zwar immer vor versteckten, mal großen und mal kleinen Hinweisen und metaphorischen Wahrheiten, allerdings würde eine solche Analyse meinen heutigen Rahmen sprengen. Vielleicht beim nächsten Mal, wenn ich mich entspannt in den Semesterferien räkle. Bis dahin. :)
    • Ausreden sind etwas für Anfänger und höfliche Personen...

      Dein neusten Kapitel hat mich sehr gefreut, da wir wieder etwas von Aloe, Kyu und Kol erfahren. Ich hab die Drei vermisst und freue mich auch auf das auftreten der Anderen. Fühlt sich wie eine Ewigkeit an. ^^

      Aloe weiß, dass sie in einer Traumwelt gefangen ist und wird von Oz und Malefiz verfolgt. Interessant auch für mich, dass sie anscheinend recht schnell heraus gefunden hat, dass sie sich in einer Traumwelt befindet. Dabei hat ihr eine Stimme geholfen. Ja es könnte Dedale sein. Schließlich kennt er Luzifers Kräfte und damit vielleicht auch einen Ausweg aus seiner Welt. Im Gegensatz zu den Anderen verfällt sie, bisher als Einzige, nicht in eine psychische Traumfolter.

      Bei Kyu geht es weiter wo es beim letzten Mal aufgehört hat. Er wurde von seiner Mutter beschuldigt für Gretchens Tod verantwortlich zu sein und er gibt ihr die Schuld. Die Halbschwester gibt mir etwas Rätsel auf. Hat er sich nun dabei betrachtet wie er sie (und ggf die Mutter) tötet, oder sprang er in seiner Erinnerung zu seiner richtigen Schwester? Zumindest scheint er eine von beiden aktiv getötet zu haben. Eventuell die ganze Familie. Während des Tötens verwandelt sich Gretchen in Marie, an deren Tod er immer noch zu knabbern hat. Fragt sich, inwieweit die vorigen Szenen und das Betrachten von außen der Realität entsprechen. Zumindest fühlt er die Schuld. Vorstellbar wäre es, dass er seine Familie in Rage umgebracht hat. Ein in die Ecke gedrängtes Tier reagiert wie es reagiert und irgendwann schlägt der ganze Hass und das Leid eben zurück. Marie spricht die Ängste an die er tief vergraben hat, dass er auch Brianna irgendwann angreifen könnte.

      Kol und Aloe werden durch eine Art Stimme „geweckt“. Aloe realisiert, dass sie in einer Traumwelt ist, während Kol nach dem ersten hören des Flüsterns scheinbar aus der vorigen realen Erinnerung gezogen wird und dem Harlekin begegnet. Übrigens schön auch hier wieder die Libelle ^^ Seine Begegnung mit dem Harlekin und dessen Worte treffen ihn. Ein richtiges Psychospielchen. Ähnlich wie bei Kyu. In Ihrer zerstörerischen Art ähneln sie sich doch sehr. Spannend finde ich auch, dass bei Beiden gegen Schluss Brianna eine große Rolle spielt. Kyu, der Angst hat sie zu verletzten und Kol, bei dem der Harlekin von Verwandtschaft und Inzest spricht die Kol die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Mich verwirrt allerdings auch die Sache mit dem Alter.
      Irgendwie klingelt es bei mir irgendwo, dass Abby nicht sein leiblicher Vater war, aber ich bin nicht sicher. Hinzu kommt die Aussage des Harlekins, dass Briannas Eltern eben nicht gestorben sind, als sie 4 Jahre alt war. Bo's Idee bzgl der Triade gefällt mir hier außerordentlich gut. Trotzdem, derzeit kann ich mir Kol als Bruder Briannas nicht wirklich vorstellen.
      Bevor Kol den Spiegel zerstört, hört er erneut eine Stimme die eine Innere Leere in ihm auslöst und fernsteuert. Ob Dädalus so viel Macht in Luzifers Welt haben kann...? hm...

      Die Idee mit dem Spiegel finde ich super. Aloe tritt in den Traum Kaisas ein wie es scheint und Kol in den Marcs. Bzw bin ich mir da gar nicht so sicher. Er kommt in ein Schlafzimmer mit zwei umschlungenen Personen. Ich denke da zuerst an Briannas erstem Sextraum mit Marc. Aus diesem ist sie jedoch schon ausgetreten und Kol hätte da ja auch Brianna erkannt. Wäre ziemlich krank, würde er, nachdem der Harlekin über Inzest mit Brianna gesprochen hat in ihren Sextraum eintreten, aber man weiß ja nie xD Marc könnte sich natürlich auch als Sexspielzeug in Mary Joa aufhalten...

      Sehr schönes Kapitel. Ich freue mich auf mehr. ^^
    • Antwort auf Fanpost & 155.Kapitel erschienen

      Neu

      Ja...es war schon wieder einen Monat. Ja es tut mir Leid.

      Aber ich hab eine gute Erklärung...als mehrere...einerseits war ich eine Woche krank, andererseits hab ich Horizon:Zero Dawn durchgespielt und andererseits habe ich ein paar Kapitel - teilweise ganz, teilweise fragmentarisch - vorgeschrieben, sodass ich einen ein- bis zweiwöchigen Rhythmus ab jetzt garantieren kann. Veröffentlichungstag sollte der Montag sein (für die Statistiken, qoii ;))

      Ansonsten hoffe ich, dass ihr mir das Auf und Ab in dem Arc verzeiht. Ich gelobe Besserung. Außerdem ist das heutige Kapitel dafür auch ein wenig länger...so als kleine Entschädigung :)

      Kapitel ist noch nicht da und erscheint voraussichtlich morgen und wird dann als neuer Beitrag erscheinen. Ihr bekommt es also definitiv mit.
      Ich weiß nur nicht, wie ich morgen Zeit für die Antworten habe, weswegen ihr die heute als kleinen Vorgeschmack schon einmal bekommt.


      @qoii


      qoii schrieb:

      Jedenfalls stellt sich mir nach diesem Kapitel eine weitere Frage. In wieweit entsprechen die Traumwelten der Wirklichkeit/Wahrheit bzw. wie sehr bedienen sie sich dieser. In wieweit werden die Gefühle und Erinnerungen in dieser Welt manipuliert. Aleo fliegt beispielsweise durch ihre Heimat und wird von zwei alten Feinden gejagt. Sie scheint sich sehr bewusst zu sein, dass dies nur eine Traumwelt ist und weiß aus irgendwelchen Gründen sogar, wie sie dieser entkommen muss. Bei ihr wirkt alles wie ein Fangenspiel, bei dem der zu Fangende ein bestimmtes Ziel erreichen muss. Zwar ist es Anstrengen und wie wird auch verletzt, aber alles im allen eher etwas unspektakulär, im Gegensatz zu Kyu und in der zweiten Hälfte auch bei Kol, wo es eher ein Psycho-Krieg ähnelt.
      Einerseits liegt es natürlich daran, dass ich euch einfach unterschiedliche Varianten der Traumgeschichten liefern wollte.
      Fakt ist aber, dass alle - bis auf Ausnahme von Brianna (das hat aber andere Gründe ;)) - auf realen Erlebnissen fußen. Es sind sozusagen Erinnerungen, die im Traum verarbeitet werden und derer sich Luzifer nun bedient.
      Bei Aloë ist der Sonderfall, dass ich euch da auch das Ende ihrer Traumvision gezeigt habe. Es wird durchaus eine Erklärung geben, warum sie realisiert hat, dass alles nur ein Traum war.
      Ein weiterer, narrativer Grund dafür ist zudem, dass ich die Traumwelten nutzen möchte, um ein bisschen mehr Informationen über die Charaktere einzustreuen. Geade Kaisa, Drake und eben auch Kyu hatten eine Vergangenheit, die noch nahezu unbeleuchtet ist, während wir von Aloë wirklich alles wichtige und prägende bereits in ihrem Arc erfahren haben.

      Verständlich soweit? :)

      qoii schrieb:

      Aber der Reihe bzw den Einzelnen nach. Aleo ist wie gesagt in ihrer alten Heimat gelandeten, wo sie derzeit von den beiden Handlanger Genevieves gejagt wird, von den ganzen anderen feindlichen Fraktionen die wir auf dem AA kennengelernt haben ist nichts zu sehen. Anscheinend weiß sie von irgendwem, dass sie A in einer Traumwelt ist und B einen Spiegel zerbrechen muss, um aus dieser herauszukommen. Da sie von nervig spricht, kommt mir als erstes Dädalus in den Sinn, aber wie hat er Kontakt zu ihr aufgenommen. Jedenfalls findet sie den Spielgel, übrigen ein Verweis auf die Fortsetzung von Alice im Wunderland, wie auch der Kapitelname und kann ihn wie aufgefordert zerbrechen. Daraufhin landet sie im Schnee, womit sie bei Kaiser oder der Walküre gelandet sein dürfte. Sie hat also ihre eigene Traumwelt zerbrochen und wenn ich mich recht entsinne, gab es auch viele Scherben, als Brianna ihren Ausbruch bei Raphaela hatte, womit sich meine Vermutung vom vorletzten mal bestätigen dürfte.
      Richtig...die Scherben bei Brianna und Raphaela hatten den gleichen Effekt wie bei Aloë und Kol.
      Ansonsten hat du alles richtig subsumiert und ich glaube spätestens nach dem heutigen Kapitel ist klar, wer für den Kontakt mit den anderen sorgt ;)

      qoii schrieb:

      Der erste Teil von Kol Traumwelt dürfte so ziemlich seiner wirklichen Vergangenheit entsprechen, ähnlich wie die wenigen Augenblicke die wir schon bei Marc sehen durften. Dabei nutzt du wieder die Gelegenheit Verbindungen zwischen deinem und Bos FF zu ziehen, indem wir bei Rexroth im Godspeed-Apartments 666 vorbeischauen. Zeitlich dürfte es um die Ereignisse mit Flint spielen, da Kol das Gemälde »Roten Tod« in Augenschein nehmen soll, welches Rexroth bei auch Lorelei zeigt, also sie ihn besuchen kommt. Allerdings bleibt es für Kol nicht bei dieser doch recht angenehmen Situation, denn der Harlekin taucht auf. Er behauptet zwar, dass er das ist, was zurückgeblieben ist, als der Harlekin Kol verlassen hat, aber ich denke eher, dass dies zur Traumweltfolter gehört.
      Das fettmarkierte ist etwas, worauf ich dir keine Antwort geben kann, da Kol sie (so schnell) auch nicht erhalten wird. Da ich den Arc generell ja straffer erzählen möchte, bleibt an dieser Front vielleicht etwas liegen, weswegen ich es hier schon einmal andeute: Kol hat wahnsinnig damit zu kämpfen, dass der Harlekin in seinem Körper war und ihn als Marionette benutzt hat. Und genau dieser Zweifel wird durch die Traumsequenz weiter geschürt. Ob es jetzt tatsächlich nur Luzifer ist, der Kols Ängste hier zum Leben erweckt oder aber wirklich eine Art Überbleibsel des Harlekins? Wer weiß..Lyca schrieb:

      qoii schrieb:

      Womit ich zu meiner größten Frage komme. In wieweit entspricht was dort geschieht bzw. gesagt wird der Wahrheit, sowohl im Bezug auf Kol, als auch später auf Kyu. Denn der Harlekin behauptet, dass Kol Briannas kleiner Bruder ist. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass Kol älter als Brianna ist bzw ziemlich gleich alt oder verwechsle ich da was. Wobei ich immer den Verdacht hatte, das Kol Abberline und Shallow Sohn ist, dies aber nie offiziell bekanntgegeben werden durfte. Aber egal jedenfalls haben wir jetzt eine sehr interessante Behauptung im Raum stehen.
      Also erst einmal soviel, weil ich gerade nicht mehr weiß, wie genau bzw. wie deutlich ich das im letzten Arc gemacht habe: Kol ist defintiv nicht der Sohn von Abberline. Jener hat ihn laut eigener Aussage als Findelkind vor der Kirche gefunden, in der sein Vater Pastor war.

      Was den Wahrheitsgehalt angeht, unterscheidet sich diese Welt nicht von der realen Welt. Woher weiß man im echten Leben, ob jemand die Wahrheit sagt, oder nicht? Genau das wird die große Frage sein.

      qoii schrieb:

      Damit kommen wir zu Kyu und wahrscheinlich dem schwierigsten/ heftigsten, was wir ins diesem Kapitel vorgesetzt bekommen. Denn denn es wird angedeutet, dass eher bzw. seine Verwandlung für den Tod seiner Schwester verantwortlich ist. Anfangs wurde es so ausgedrückt, als ob sie gegangen ist und ich habe, glaube ich zumindest, schon damals den Verdacht geäussert, dass sie gegangen wurde. Aber hier wird behauptet, dass Kyu bzw. seine Tierform sie gefressen hat. Damit würde aber alles, an was ich mich aus seinem Traum-FB erinnere, nicht mehr wirklich zusammenpassen. Soweit ich mich erinnere wurde er immer von seinem Vater und den Brüdern gequält, bis er irgendwann abgehauen ist, weil sie ihm das Fell abziehen wollten und seine Schwester ist irgendwann in dieser Zeit verschwunden bzw. nach ihrem Verschwinden lebte er noch eine Zeit bei der Familie, bis es zu heftig wurde. Allerdings könnte es auch sein, dass er durch die Quälereien seiner Brüder/Vater irgendwann die Kontrolle über seine TK verloren hat, seine Schwester Tötete und dann direkt abgehauen ist bzw. vertrieben wurde. Aber zwischendurch klingt es bei Kyu wieder so, als wäre die Mutter am Tod der Schwester Schuld...
      Irgendwie bekomme ich das nicht wirklich richtig zusammen, deswegen mache ich Schluss und schau mal was die anderen noch schreiben oder ob etwas zeitlicher Abstand die Sache etwas klarer macht.
      Kyus "Flashback" ist an dieser Stelle auch verzwickter, denn die Variante (Vater/Brüder quälen ihn + Mutter ist Schuld am Tod der Schwester) ist die Variante, die sich Kyu in seinem Kopf zurechtgelegt hat. Viele Menschen spalten besonders traumatisierende Ereignisse ab, schaffen sich da eine eigene Realität, die für sie zukünfitg wahr ist. Dafür muss man nicht einmal "psychisch krank" sein, das passiert jeder von uns schon bei kleineren Dingen. Es ist ein Schutzmechanismus des Hirns.
      Und genau diesen Schleier hat Luzifer jetzt gelüftet und Kyu gezeigt, dass er am Tod seiner Schwester (und seiner Familie?) Schuld ist. Etwas, was er von sich geschoben hat. Deswegen auch ein Grund, warum er mit Brianna nie über seine Vergangenheit reden wollte, weil er es eben nicht konnte.


      qoii schrieb:

      Wieder ein sehr interessantes Kapitel, indem wir auch mal wieder bei unseren ganzen anderen Lieblingen vorbeischaut habe. Ich weiß wirklich nicht, ob ich mir wünschen soll, dass wir jetzt auch noch die anderen Abhandeln oder ob es besser bei Brianna, Luzifer und der Herzkönigin weitergehen soll. Bevor ich es vergesse, bei Kol ist auch eine Libelle aufgetaucht, diese scheinen doch mehr mit der Traumwelt zu tun zu haben bzw eine Bedeutung zu haben als ich anfangs dachte.
      Du bekommst in einem längeren Kapitel einfach alles :D

      @Bo


      -Bo- schrieb:

      Beginnen wir gleich mit Rexroth. Über dessen Aufritt in deiner FF hatten wir ja vor gefühlten Ewigkeiten schon gesprochen, allerdings hatte ich ihn niemals in diesem Zusammenhang erwartet. Beinahe schade, dass ich ausgerechnet dieses Kapitel krankheitsbedingt nicht beta-gelesen habe. xD
      Aber du hast den Charakter auch ohne meine Hilfe würdig dargestellt, also ist das kein Problem. Immer wieder schön, den alten Wolf zu erleben, wo ich in meiner FF gerade keine Zeit für ihn finde
      Ich bin froh, dass die Darstellung so gepasst hat. Da du das Kapitel ja nicht gegenlesen konntest, war ich insofern froh, dass es eine Traumsequenz war und ich jede unpassende Charakterisierung einfach mit der Karte "Traum-Rexroth" abstempeln hätte können :P
      Umso besser, dass das gar nicht nötig war.

      -Bo- schrieb:

      Die gesamte Szene war für mich konsequenter Weise interessant zu verfolgen, nahm jedoch erst an Fahrt auf, als der Harlekin auftrat. Diese Figur hat gewiss ihren Reiz, wobei ich nicht umhin komme zu bemerken, dass du deine Figuren mit Vorliebe zu erniedrigen scheinst. So wie der Harlekin an Kols Geschlechtsteilen herumfuhrwerkt. Da soll noch einer sagen, ich gehe mit meinen Figuren schlecht um.^^
      Macht das nicht den tragischen Helden aus? Falls es dich tröstet, es kommt noch schlimmer für alle Beteiligten :D

      -Bo- schrieb:

      Jedenfalls ist das Aufeinandertreffen der beiden sehr spannend zu verfolgen, der letzte Teil machte mich aber besonders hellhörig. Brianna und Kol sollen Geschwister sein? Ich bin jetzt nicht gerade der Hellste, wenn es um Zeitrechnung usw. geht, also überlasse ich die Mathematik - genau wie der Harlekin - lieber Kol, aber...was würde das bedeuten? Dass Briannas Eltern in ihrem Schiff davon gesegelt und gestorben sind, erschien schon immer etwas kurios bzw. simpel für deine Verhältnisse. Die Frage ist nun also, wie ihre Geschichte weitergeht. Allerdings bin ich auch davon ausgegangen, dass Kol älter ist als Brianna. Brianna ist 26, oder? Ich hätte Kol bisher Anfang 30 eingeordnet, allein schon aufgrund seines Postens als Kurator und all den Orten, die er schon bereist hat. Käme mir jetzt definitiv komisch vor, wenn Kol wesentlich jünger als die Rothaarige wäre. Zumal jene den Abschied ihrer Eltern doch bereits bewusst miterlebt hat, oder?
      Das genaue Alter von Kol kann ich natürlich nicht bekanntgeben, aber es wird aufgeklärt werden. Ebenso wie die "einfache" Lösung mit den Eltern noch weiter fortgeführt wird.

      -Bo- schrieb:

      Wie auch immer. Wenn die Geschichte ihrer Eltern weitergeht, würde ich die Prophezeiung und eventuell auch die Triade dahinter vermuten. Es ist doch sehr auffällig, dass der große gemeinsame Nenner zwischen Brianna, ihren Eltern und der Prophezeiung respektive der Triade Dädalus ist. Passt auf, am Ende sind Briannas Eltern Mitglieder der Triade gewesen und haben ihre Tochter bei Dädalus, der eine Art Großmeister war, in die "Lehre" gegeben, damit er sie in ihre Rolle als Auserwählte erzieht. Nur dieser hat dann aus noch unbekannten Gründen mit der Triade gebrochen und tut seither alles, um Brianna zu beschützen. Wäre jedenfalls ein interessanter Twist und würde Briannas Eltern, aber auch ihre Kindheit und nicht zuletzt die Beziehung zu Dädalus in ein neues Licht rücken.
      Neues Futter hierfür gibt es wohl im aktuellen Kapitel.

      -Bo- schrieb:

      Apropos neues Licht. Wie geil ist denn bitte Kyu? Ich nehme jetzt mal an, dass er irgendwie die Kontrolle über sich bzw. seine Teufelskräfte verloren und seine Familie umgebracht hat? Vielleicht das Elternhaus niedergebrannt und sich dann auf seine kleine Schwester gestürzt hat? Wäre eine extreme, sehr drastische Vergangenheit, die du dem Fuchsjungen da aufbürdest und träfe damit genau meinen Geschmack. Kyu schien von seinen Brüdern, die wohl eine Art Redneck-Variante der Vinsmokes darstellen, misshandelt worden zu sein. Ist es da verwunderlich, dass er sie getötet bzw. nicht gerettet hat? Lediglich seiner Schwester scheint er nachzutrauern, während Mutter und Vater in Kyu mehr Zorn und Schuld auslösen. Der Auftritt der kleinen Marie "Prinzessin Lillybitch" Deveraux war dann nur noch die Krische auf der Sahne auf der Torte. Kyu ist schon eine arme Sau, aber längst nicht so unschuldig, wie er sich gerne gibt. Gefällt mir.
      Fasst es eigentlich sehr gut zusammen. Der Rest der Geschichte bzw. die genauen Umstände, werden in einem übernächsten Kapitel weiter erörtert, welches den tollen Titel "Wer hat Angst vorm bösen Fuchs?" tragen wird.


      -Bo- schrieb:

      Hingegen wirkt Aloe beinahe generisch, wie sie durch ihre alte Heimat fliegt und sich den Schreckgestalten der Vergangenheit stellt. Dafür ergreift sie jedoch - Respekt - schneller als alle anderen die Initiative und erkennt ihre Situation als Traum, an den sie trotz aller Wehmut keinen emotionalen Gedanken verschwenden darf. Ein hartgesottenes Mädchen mittlerweile. Durchbricht sie allen Ernstes die Traumgrenzen und landet bei Kaisa? Ähnliches geschah bei Kol schließlich auch. Hätte ich der Kleinen nicht zugetraut. Dadurch würde sie bei mir auch einige Sympathiepunkte gewinnen, wo ich dem Charakter bisher bekanntlich nicht allzu viel abgewinnen konnte. Bleibt nur die Frage, wo Kyu landet - allerdings fehlt unser guter Salvador noch. Würde sich doch anbieten, die beiden zusammen zu führen. Immerhin haben bei in ihrer Vergangenheit mit Momenten entrückter Grausamkeit zu kämpfen. Eine weitere Parallele, die du da ziehst. Da fällt mir ein, wann haben wir eigentlich zuletzt von Salvador gehört? Ist er überhaupt ein Gefangener Luzifers? Und wenn ja, liegen seine und Kyus Traumwelt nahe beieinander? Wir werden es wohl früher oder später erfahren.
      Zu Aloe zitiere ich mich selbst von qoiis Antwort:
      »Einerseits liegt es natürlich daran, dass ich euch einfach unterschiedliche Varianten der Traumgeschichten liefern wollte.
      Fakt ist aber, dass alle - bis auf Ausnahme von Brianna (das hat aber andere Gründe ;)) - auf realen Erlebnissen fußen. Es sind sozusagen Erinnerungen, die im Traum verarbeitet werden und derer sich Luzifer nun bedient.
      Bei Aloë ist der Sonderfall, dass ich euch da auch das Ende ihrer Traumvision gezeigt habe. Es wird durchaus eine Erklärung geben, warum sie realisiert hat, dass alles nur ein Traum war.
      Ein weiterer, narrativer Grund dafür ist zudem, dass ich die Traumwelten nutzen möchte, um ein bisschen mehr Informationen über die Charaktere einzustreuen. Geade Kaisa, Drake und eben auch Kyu hatten eine Vergangenheit, die noch nahezu unbeleuchtet ist, während wir von Aloë wirklich alles wichtige und prägende bereits in ihrem Arc erfahren haben.«

      Darüber hinaus hast du aber Recht, dass Aloë relativ unbeeindruckt auf dies alles reagiert. Auch ein Charakterzug, den ich bei ihr weiter ausbauen wollte.

      -Bo- schrieb:

      Wirklich viel mehr gibt es von meiner Seite nun auch gar nicht mehr zu sagen. Kapitel wie dieses strotzen zwar immer vor versteckten, mal großen und mal kleinen Hinweisen und metaphorischen Wahrheiten, allerdings würde eine solche Analyse meinen heutigen Rahmen sprengen. Vielleicht beim nächsten Mal, wenn ich mich entspannt in den Semesterferien räkle. Bis dahin.
      Ist mit dem bisher unregelmäßigen Veröffentlichungsrhythmus auch schwer, da noch den Überblick zu behalten. Aber das Wesentliche wurde erkannt, keine Sorge. Vielen Dank überhaupt für deinen Kommentar :)

      @Lyca

      Lyca schrieb:

      Dein neusten Kapitel hat mich sehr gefreut, da wir wieder etwas von Aloe, Kyu und Kol erfahren. Ich hab die Drei vermisst und freue mich auch auf das auftreten der Anderen. Fühlt sich wie eine Ewigkeit an. ^^
      Es ist auch eine tatsächliche Ewigkeit. Ich hab mich auch gefreut und lange wird es nicht mehr dauern, bis alle Charaktere zumindest im gleichen Kapitel auftauchen werden! :)

      Lyca schrieb:

      Aloe weiß, dass sie in einer Traumwelt gefangen ist und wird von Oz und Malefiz verfolgt. Interessant auch für mich, dass sie anscheinend recht schnell heraus gefunden hat, dass sie sich in einer Traumwelt befindet. Dabei hat ihr eine Stimme geholfen. Ja es könnte Dedale sein. Schließlich kennt er Luzifers Kräfte und damit vielleicht auch einen Ausweg aus seiner Welt. Im Gegensatz zu den Anderen verfällt sie, bisher als Einzige, nicht in eine psychische Traumfolter.
      Ganz so, kann man das nicht sehen. Wie ich bei Bo und qoii schon gesagt habe, bin ich bei ihrer Traumsequenz aus narrativen Gründen bereits zum Ende gesprungen, aber an sich hast du recht. Bei Aloë war das alles anders, was vielleicht mir ihrem Charakter zu tun haben könnte.


      Lyca schrieb:

      Bei Kyu geht es weiter wo es beim letzten Mal aufgehört hat. Er wurde von seiner Mutter beschuldigt für Gretchens Tod verantwortlich zu sein und er gibt ihr die Schuld. Die Halbschwester gibt mir etwas Rätsel auf. Hat er sich nun dabei betrachtet wie er sie (und ggf die Mutter) tötet, oder sprang er in seiner Erinnerung zu seiner richtigen Schwester? Zumindest scheint er eine von beiden aktiv getötet zu haben. Eventuell die ganze Familie. Während des Tötens verwandelt sich Gretchen in Marie, an deren Tod er immer noch zu knabbern hat. Fragt sich, inwieweit die vorigen Szenen und das Betrachten von außen der Realität entsprechen. Zumindest fühlt er die Schuld. Vorstellbar wäre es, dass er seine Familie in Rage umgebracht hat. Ein in die Ecke gedrängtes Tier reagiert wie es reagiert und irgendwann schlägt der ganze Hass und das Leid eben zurück. Marie spricht die Ängste an die er tief vergraben hat, dass er auch Brianna irgendwann angreifen könnte.
      Ich verweise hier sowohl an meine Antworten zu qoii und Bo bezüglicher dieser Thematik. Dann sollte sich die Szene noch deutlicher für dich aufklären.
      Besonders schön finde ich aber, dass du auf das in die Ecke gerängte Tier zu sprechen kommst! Denn genau das, war der Auslöser bei Kyu. Das wird aber im übernächsten Kapitel genauer aufgegriffen werden.

      Lyca schrieb:

      Kol und Aloe werden durch eine Art Stimme „geweckt“. Aloe realisiert, dass sie in einer Traumwelt ist, während Kol nach dem ersten hören des Flüsterns scheinbar aus der vorigen realen Erinnerung gezogen wird und dem Harlekin begegnet. Übrigens schön auch hier wieder die Libelle ^^ Seine Begegnung mit dem Harlekin und dessen Worte treffen ihn. Ein richtiges Psychospielchen. Ähnlich wie bei Kyu. In Ihrer zerstörerischen Art ähneln sie sich doch sehr. Spannend finde ich auch, dass bei Beiden gegen Schluss Brianna eine große Rolle spielt. Kyu, der Angst hat sie zu verletzten und Kol, bei dem der Harlekin von Verwandtschaft und Inzest spricht die Kol die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Mich verwirrt allerdings auch die Sache mit dem Alter.
      Tja die Libelle ist der rote Faden :P

      Mit dem Alter: Wir wissen nicht wie Alt Kol wirklich ist. Das hab ich ganz bewusst, nie erwähnt. Nur, dass er in seinen Zwanzigern ist.

      Lyca schrieb:

      Irgendwie klingelt es bei mir irgendwo, dass Abby nicht sein leiblicher Vater war, aber ich bin nicht sicher. Hinzu kommt die Aussage des Harlekins, dass Briannas Eltern eben nicht gestorben sind, als sie 4 Jahre alt war. Bo's Idee bzgl der Triade gefällt mir hier außerordentlich gut. Trotzdem, derzeit kann ich mir Kol als Bruder Briannas nicht wirklich vorstellen.
      Bevor Kol den Spiegel zerstört, hört er erneut eine Stimme die eine Innere Leere in ihm auslöst und fernsteuert. Ob Dädalus so viel Macht in Luzifers Welt haben kann...? hm...
      Richtig, Abberline hat Kol, laut eigener Aussage, als Findelkind bei sich aufgenommen.
      Tja im heutigen Kapitel gibt es eine Antwort darauf, wer die geheimnisvolle Stimme ist.

      Lyca schrieb:

      Die Idee mit dem Spiegel finde ich super. Aloe tritt in den Traum Kaisas ein wie es scheint und Kol in den Marcs. Bzw bin ich mir da gar nicht so sicher. Er kommt in ein Schlafzimmer mit zwei umschlungenen Personen. Ich denke da zuerst an Briannas erstem Sextraum mit Marc. Aus diesem ist sie jedoch schon ausgetreten und Kol hätte da ja auch Brianna erkannt. Wäre ziemlich krank, würde er, nachdem der Harlekin über Inzest mit Brianna gesprochen hat in ihren Sextraum eintreten, aber man weiß ja nie xD Marc könnte sich natürlich auch als Sexspielzeug in Mary Joa aufhalten...
      Tja eine deiner Ideen ist definitiv die Richtige! :P



      Ich danke euch vielmals für die Kommentare und die Geduld! Bis nächsten Montag!
    • 155. Kapitel - ?

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      155.Kapitel: Kirche und Staat


      Als Drake die Tür zum Schlafzimmer seiner Eltern aufstieß und seine himmelblauen Augen durch die schlummernde Dunkelheit wandern ließ, welche sich in der Dösigkeit des Schlafzimmers breitgemacht hatte, ahnte er nicht, dass er dies zum letzten Mal tun würde. Nie wieder würde er sich, mit einer Stofflibelle bewaffnet, nachts um halb eins an seine Mutter kuscheln, vorsichtig bemüht, Papa beim ins-Bett-Krabbeln nicht aufzuwecken, der im Traum immer wild mit den Füßen strampelte, zusammenhanglose Worte murmelte oder mit den Zähnen knirschte, als würde er gewaltige Steinblöcke zwischen ihnen zermalmen wollen.
      Heute strampelte, murmelte oder knirschte er nicht. Heute wimmerte er nur.
      „Papa?“
      Seine Mama war niemals böse, wenn er sie weckte und das, obwohl sie als Krankenschwester arbeitete und oftmals Nachts erst sehr spät nach Hause kam.
      Drake tapste etwas ungeschickt von der Dunkelheit des Flurs ins Schlafzimmer, wie ein Seiltänzer bemüht, keinerlei Laut zu machen. Das Licht des Vollmonds, der über der Fischmenscheninsel in diesen Frühlingsnächten wie eine Mitternachtssonne thronte, fiel mit einem quecksilbrigen Schimmer durch die zugezogenen Gardinen, und enthüllte erbarmungslos die kaum vorhandene Eleganz eines Seiltänzers.
      Mit zusammengekniffenen Augen, über denen die zotteligen Haare des Meermannes wie ein weizengoldener Vorhang hingen, konnte er die Umgebung erahnen, wie den Schrank mit den Schiebetüren, in dem er sich früher manchmal versteckt hatte. Bis Mathilde in sein Leben getreten war und ihm das Versteckspielen verleidet hatte.
      „Papa?“, flüsterte Salvador erneut und tastete nach dem nackten Fuß seines Vaters, der unter der Bettdecke hervorstach. Seine türkisfarbenen Schuppen glänzten wie das majestätische Kleid eines Seekönigs in den Weiten des Ozeans, deren Herz die Fischmenscheninsel bildete.
      Er selbst trug nur eine einzelne Socke, und auch die hing ihm kaum noch an den winzigen Ausläufern seiner karmesinroten Tentakel. Die anderen hatte er im Schlaf verloren, irgendwo auf den verschlungenen Pfaden, welche der Sandmann ihm als Traumpflaster unter die Füße gelegt hatte. Oder war dies Mathilde gewesen? Allerdings hatte der Meermenschenjunge viel zu viel Angst vor ihr, als dass er akzeptieren könnte, dass sie jede Nacht aufs Neue seine Traumwelten erschuf. Obwohl diese ihm immer wieder versicherte, sie wäre nicht böse. Aber konnte er ihr vertrauen?
      Drake presste sich die alberne Libelle stärker an die Brust. Seine Zunge fühlte sich an wie ein trockener Kaugummi, der am Gaumen klebte. Er hatte seine dünne Stimme selbst kaum gehört, also versuchte er es noch einmal:
      „Papa, wach auf!“, zischte Drake und zupfte ihn nun vehementer am Zeh.
      Während sein Vater den Fuß zurückzog, drehte er sich wimmernd zur Seite. Das Meermannkind überlegte kurz, ob er es besser bei seiner Mutter versuchen sollte. Die war immer für ihn da. Sein Vater schimpfte so oft. Meistens wusste Salvador gar nicht, was er angestellt hatte, wenn mal wieder die Türen flogen, so laut, dass das ganze Haus erzitterte. Mama sagte dann später, sein Vater wüsste es selbst nicht so genau und es täte ihm hinterher leid. Und manchmal, ganz selten, sagte er ihm das dann sogar selbst. Kam zu ihm ins Zimmer, berührte seine tränennasse Wange, strich ihm übers Haar und erklärte ihm, dass es nicht so einfach sei, erwachsen zu sein. Für Salvador waren diese handverlesenen Momente die glücklichsten auf Erden, und nach genauso einem Moment sehnte er sich jetzt.
      Gerade heute würde es ihm so viel bedeuten. Gerade heute, wo Mathilde wieder da war.
      Ein letztes Mal wollte er versuchen, seinen Vater auf liebevolle Art und Weise zu wecken. Aber da zuckte der Fuß des Rochenfischmenschen im unruhigen Schlaf und kickte den Jungen unwirsch zu Boden, der vor Schreck einen spitzen Schrei hervorstieß und plötzlich im Hellen stand.
      „Spätzchen?“, hörte er seine Mutter verschlafen, halb gähnend fragen, die im Kegel ihrer Leselampe dennoch wie eine Heilige aussah. Aufgeschreckt, riss nun auch sein Vater die glutroten Augen auf. „Was, verdammt, was ...?“
      „Mein Schr-a-nk...Mathilde“, begann Salvador verzweifelt zu stottern, und seine himmelblauen Augen füllten sich mit Tränen, die in großen Murmeln über seine Lider auf seine Wangen tropften. Doch sein Vater zeigte sich unbeeindruckt und atmete schwer, der Blick verdunkelte sich, seine Lippen zitterten, und für einen kurzen Moment sah er noch viel bedrohlicher aus als Mathilde. Ein kleiner, schwitzender Teufel, mit bebenden Nüstern und irrem Blick.
      „Einen Dreck müssen wir. Salvador, hau sofort ab, oder ich tu dir weh. Nicht vielleicht, sondern garantiert!
      Während seine Mutter noch beschwichtigend zischte und mit den Fingern durch das schwarze Haar des Rochen strich, hatte Drake seine Libelle fallengelassen. Wie von einer unsichtbaren Schnur aus dem Zimmer gezogen, verließ er den Raum, versuchte, die wilden, zankenden Stimmen auszuschließen. Dies gelang ihm auch zunächst, als er leise und behutsam die Tür zu seinem Kinderzimmer schloss. Das Holz verschluckte die Streitereien seiner Eltern, aber nicht die keifenden Worte seines Vaters, die durch seinen Kopf hallten.
      Er wischte sich die Tränen aus den Augen und wartete darauf, dass das Rauschen in den Ohren verschwinden würde, aber das tat es nicht. Ebenso wenig, wie sich das Mondlicht aus seinem Zimmer zurückzog, das hier heller als bei seinen Eltern schien. Seine Augen suchten sein weiches Bett, dessen Gestell Korallen zierten. Salvador wollte sich dort verkriechen und unter der Decke weinen, aber das konnte er erst, wenn er sich sicher war, dass der Geist nicht mehr in seinem Versteck hockte. Dass Mathilde ihn nicht während des Schlafs ansprang, sondern wieder verschwunden war, so wie jedes Mal, wenn Mama mit ihm nachschauen ging. Und so traf er eine Entscheidung. Eine Entscheidung, selbst nachzusehen, aber da geschah etwas, was bisher noch nie geschehen war. Die Schranktüren öffneten sich von selbst und eine Frauengestalt trat aus dem Dickicht alter Winterkleider heraus, die seine Mutter dort neben seinen Kindersachen verstaut hatte.
      „Wieso weinst du?“, fragt sie unvermittelt, als wäre es nichts Besonderes, dass sie sich zum ersten Mal im fahlen Mondlicht zeigte.
      „M-ein Papa“, erwiderte der Junge stotternd und wünschte sich, er hätte seine Libelle nicht verloren. Irgendwie hatte sie ihm Kraft geschenkt. Kraft, die er jetzt dringend benötigte, als er seinem wahrgewordenen Albtraum gegenüberstand.
      „Was hat er denn dieses Mal getan?“, seufzte Mathilde, als hätte sie bereits erwartet, ihn so vorzufinden; als hätte sie nicht zum ersten Mal etwas von Papas Wutausbrüchen mitbekommen. Aber vielleicht hatte sie das auch nicht?
      „Wer, glaubst du, hört dir zu, wenn du dich in den Schlaf weinst, mein Lieber? Wer, glaubst du, beschützt dich?“, ergriff sie das Wort, als könnte sie seine Gedanken lesen.
      „Meine Mama und mein Papa..“, entgegnete Salvador zögerlich und er wusste selbst nicht genau, ob es nicht eine Frage gewesen war, die nun wie ein Schimpfwort im Raum waberte, welches er am liebsten zurückgenommen hätte. Doch Mathilde war nicht erzürnt, sie lächelte und nickte, so als würde sie verstehen. Als würde sie wissen, was in ihm vorging. Sie kam auf ihn zu, tätschelte ihm liebevoll durchs blonde zerzauste Haar.
      „Versteck dich im Schrank. Ich bin bald zurück!“, flüsterte sie liebevoll und vertraut. Etwas an ihrem Gang kam ihm bekannt vor, doch Salvador war viel zu sehr von dem spitzen Gegenstand in Mathildes rechter Hand abgelenkt. Es handelte sich dabei um eine Spritze. Mit einer langen Nadel, die im Mondlicht silbern funkelte. Ihm stockte der Atem und Bilder von medizinischen Geräten, Skalpellen und Nadeln jagten ihn wie ein Dämon. Ein Chor seiner eigenen Schreie begleitete ihn und vor blanker Panik wich er zurück, spürte wie muffiger Pelz seine Wangen streifte, aber mit jedem weiteren Schritt, den er sich nach hinten tastete, um im Meer aus alten Kleidungsstücken und Mottenkugeln zu versinken, wurde seine Angst größer. Darüber hinaus hatte er das Gefühl, dass der Schrank sich immer weiter ausdehnen würde, denn die Sicherheit von hartem Holz, der den Rücken des Schranks markierte, wollte sich nicht einstellen. Stattdessen hatte er plötzlich das Gefühl, dass jemand den Schrank umgeschmissen hätte, denn er wurde von seinen Tentakeln gerissen und fiel. Fiel durch weichen Pelz und durch die aufschwingenden Schranktüren, hinab in die Tiefe einer unbekannten Welt, bis er plötzlich durch hartes Holz raste und unter einem Haufen Brettern begraben wurde.


      ~ Die Kathedrale: Dädalus ~

      „Jahrelang habe ich dich wie einen Bruder geliebt, Dédale! Du gabst mir Hoffnung und Halt an einem Ort, der nicht viel mehr als meine Verachtung verdient hat“, fuhr der Mann weiter fort, während seine Finger ab und an durch das leuchtende Taufbecken glitten. Die blinden Augen folgten dabei wehmütig den aufgescheuchten Schiffchen der Emotionen, die sich daraufhin in Bewegung gesetzt hatten.
      „Und genau dasselbe habe ich für dich empfunden, Luzifer!“, erwiderte Dädalus, dem buchstäblich noch immer die Hände gebunden waren, und welcher nur unfreiwilliger Passagier auf der Kreuzfahrt durch die gemeinsame Vergangenheit der beiden Kindheitsfreunde bleiben konnte. „Kannst du das...genau dieses Gefühl nicht auch spüren, oder bist du mittlerweile so verbittert und verblendet, dass du deine Gabe nur noch dazu nützen kannst, Finsternis zu sehen, wo auch Licht vorhanden ist? Bist du wirklich so darauf aus, mich für etwas zu bestrafen, dessen Schuld du selber trägst?“
      Luzifer hob den Kopf und einen Moment erkannte der Wissenschaftler den flüchtigen Schleier von Erkenntnis, von Schuld und Sühne, die sich durch poröses Gestein menschlicher Haut fraß und endlich den Blick auf den verunsicherten Jungen freilegte, den Dädalus damals in den Katakomben der Stadt der Erleuchteten gesehen hatte. Doch dann schoben sich Wolken der Verdrängung über die erhellenden Sonnenstrahlen und Gift und Galle füllten die klaffenden Narben, welche Dädalus’ Worte soeben aufgerissen hatten.
      „So siehst du das also, mein alter Freund? Ich trage die Schuld an dem Verrat, welchen Michel und du an mir begangen habt? Ich stellte mich also gegen die einzige Person, die mir etwas bedeutet hat und verkaufte sie an die Weltregierung?“, flüsterte Luzifer mit belegter Stimme, auf einem dünnen Seil zwischen Verzweiflung und furchteinflößender Bedrohung balancierend. „Versuch gar nicht erst, mich mit deinen Worten einzuwickeln, wie du es bei allen anderen tust...wie du es bei Michel getan hast, bei ihr, bei Kuleha...bei Brianna!“, kostete der geistliche Würdenträger nun jedes einzelne Wort wie bittersüßen Honig aus. Schon längst hatte er das Seil verlassen, stand nun mit festen Beinen wieder auf dem Terrain, welches ihm am besten vertraut war. Sog jede einzelne Sekunde der Überlegenheit aus, während er seine eigenen Wörter wie feine Pralinen auf der Zunge zergehen ließ. „Oder hast du dem Mädchen erzählt, was du getan hast? Dass du ihre Tochter an die Triade verkauft hast? Für was? Um deine eigene Schuld abzuzahlen! Nein! Belogen hast du sie! Begleitest sie auf einer sinnfreien Befreiungsaktion und der vergeblichen Suche nach etwas, wovon du sicher weißt, wo es sich befindet! Du weißt ganz genau, dass die Fünf Weisen Briannas Tochter nicht haben. Du weißt, wer sie hat und warum! Sag mir, alter Freund, was glaubst du, wie wird unsere rothaarige Schönheit darauf reagieren, wenn sie erfährt, dass du sie belogen hast, seit ihre verdorbenen Eltern Fuß auf Chasetown gesetzt haben, um sie in deine Obhut zu geben?!“
      Blut rauschte in einem betäubenden Strudel durch Dädalus Ohren, aber er wusste, was Luzifer vorhatte. Er wollte ihn ablenken, ihn schwächen, aber der Wissenschaftler biss die Zähne zusammen. Er konnte es sich nicht leisten, die Verbindung zu ihnen abreißen zu lassen. Also setzte er auf die einzige Gabe, die ihm Gott, oder wie auch immer die höhere Macht auch heißen mochte, in seine Wiege hoch über den Wolken gelegt hatte. Die Fähigkeit, jede einzelne Person in seiner Gegenwart zur absoluten Weißglut zu treiben.
      „Wir wissen, um wen beziehungsweise was es hier in Wirklichkeit geht, Luzifer! Also versuch nicht davon abzulenken, wenn wir endlich im ehrlichen Fahrwasser angekommen sind, alter Freund! Du weißt nicht, was es bedeutet, von jemanden geliebt zu werden. Eure Eltern haben euch in der Gosse dieser erbärmlichen Stadt zurückgelassen, deine Schwester hat sich einer verblendeten Sekte angeschlossen und einem ‚Gott’ verschrieben, denn auch sie war nicht in der Lage, jemanden wie dich zu lieben...Michel und sie konnten dir auch nicht das geben, was du von Klein auf vergeblich verlangst ...und ich…tja, ich...habe es so lange versucht, Luzifer! Wirklich! Aber auch ich musste eines Tages eingestehen, dass du es nicht wert bist, geliebt zu werden. Du bist erbärmlich...ein Gift, für alles in deiner Umgebung. Du beißt die Hand, welche dir aufhelfen will und deswegen bist du auch allein! Bist allein in dieser Welt, flüchtest dich in fremde Träume, ernährst dich von den Gefühlen anderer, oder warum sonst solltest du Brianna so begehren? Schon damals auf San Fardo habe ich es in deinen Augen gesehen! Und jetzt komm mir nicht mit dieser erbärmlichen Prophezeiung...du begehrst sie, weil sie in der Lage ist, ‚Liebe’ zu empfinden. Jemandem bedingungslos und aufrichtig zu vertrauen! Sie alle! Oder warum sollten ihr so viele auf ihrer…warte, wie sagtest du...sinnfreien Suche folgen? Sie gibt den Leuten etwas, wonach du dich gesehnt hast, seit du ein kleiner Junge warst. Tief in deinem Inneren hat du eine schwarze unendliche Leere und diese Einsamkeit und das Bedürfnis nach Liebe treibt dich an, ohne dabei zu begreifen, dass Liebe zu den Dingen zählt, die man sich verdienen muss!“, ließ der Greis die Worte wie schneidende Peitschenhiebe auf die verkrüppelte Seele des Kardinals schlagen, sich dabei vor seiner eigenen Grausamkeit und Brutalität ekelnd, aber es gab keine andere Möglichkeit. Er war der einzige Anker, den die anderen hatten, um den Albtraumkäfigen zu entkommen, in die Luzifer sie aus perfider Freude gesteckt hatte.


      ~ Das Hospiz der Barmherzigen Juanita: Brianna ~


      Das Hospiz, welches selbst schon einige Jahrzehnte auf den ziegelgemauerten Rücken trug, hustete Brianna zerbröckelnde Steinmauern wie den eitrigen Auswurf seiner Insassen auf ihr cremeweißes Sommerkleid, welches ihr mit Blut und Schweiß an die Haut geklebt schien. Ächzend und stöhnend zog sie sich selbst aus Schutt und Asche, schüttelte die Trümmer ab, ehe das röchelnde Pfeifen ihrer Widersacherin wie die Wächter der Unterwelt durch die Flure hallte. Keuchend legte die Rothaarige den Kopf in den Nacken, ignorierte den Nebel aus giftigem Asbest, der auf sie herab rieselte und sich wie todbringender Blütenstaub auf ihr flammenrotes Haupt legte. Ihre Ohren hörten das aufgescheuchte Schnäbelklackern des Ordensgewandes noch bevor ihre meergrauen Augen den pechschwarzen Stoff erblickten, der sich über die zerklüfteten Deckenstreben legte, durch welche Brianna soeben nach unten gestürzt war.
      „Hab ich dich!“, zischte Theresa zufrieden, kniff die dunklen Augen zusammen, um den strahlend weißen Engel im diffusen Licht der trostlosen Finsternis zu erkennen. Sofort krochen die glitschen Wurzeln unter dem flatternden Saum ihrer Ordenstracht hervor, schlängelten sich um die zerborstenen Schrägen, vereinten sich im unorthodoxen Liebesspiel, um ihrer Königin eine Treppe zu errichten, auf der die Dämonin zur Erde hinabsteigen könnte, zu richten die Lebenden und die Toten. Doch die Rothaarige sollte ihren Abstieg und ihre Ankunft nicht erleben, denn sie hatte bereits die Beine in die Hand genommen, versuchte, einen Ausweg aus dem Labyrinth der alten Gemäuer zu finden, in denen der Geruch nach faulendem Kot und sterilen Desinfektionsmitteln in einem widerlichen Gemisch die Gänge bevölkerte. Ab und an hörte sie das Gewimmer der Insassen, aufgeschreckt von ihrem pochenden Herzen, gestört im Vergessen ihrer eigenen Existenz. Doch die Rothaarige spürte den Atem der Medusa, gehüllt in Finsternis, in ihrem Nacken. Mit jedem weiteren Schritt, der Staub und Ratten gleichermaßen aufscheuchte, spürte sie die kalten Schlingen sich um ihre zierlichen Knöchel winden, sie zu Fall zu bringen, sodass das weiße Kleid, getränkt vom Blut ihrer aufgeschürften Knie, zu ihrem roten Totenkleid werden wollte. Doch kein Grab aus erstickendem Grün, keine Trauergäste mit eingefallenen Gesichtern und wimmerndem Klagegesang wurden zur Wirklichkeit ihrer blühenden Phantasie, denn stattdessen zerriss ein ohrenbetäubender Knall die Wand zu ihrer Rechten; ließ modriges Holz, brüchiges Glas und Schutt in einem Artilleriefeuer auf sie niederprasseln, ihre Haut zerfetzen und sie von den Füßen reißen, ehe Theresa - die Haare der wilden Medusa gleich im Wind peitschend, getragen von baumstammdicken Wurzeln - wie ein Racheengel inmitten der Explosion auf sie zugeflogen kam. Theresas Hände legten sich um ihren Hals, während sie gemeinsam durch die offenen Türen, verkeilt im Todeskampf zweier Hyänen, in das nächstbeste Krankenzimmer rollten.
      Noch in der Rolle nutzte Brianna ihre bessere Ausgangslage, rammte der Schwester ihre Beine in die Magengegend, um sie so auszuhebeln und durch die Luft zu schleudern. Mit einem Kreischen krachte sie gegen das eiserne Gestell eines leerstehenden Bettes, während die Rothaarige sich vor Schmerzen prustend an die Würgemale an ihrem Hals fasste. Sie brauchte eine Waffe, ansonsten würde sie an diesem trostlosen Ort sterben. Sonst würde die Teufelskraftnutzerin ihr Leben beenden oder, was ihr noch viel schlimmer erschien, sie zu einer der Vergessenen im Hospiz der Barmherzigen Juanita werden lassen, gefesselt an eines dieser Betten, sediert mit Morphium im ewigen Fiebertraum.
      „Ich...“, setzte Theresa ebenfalls keuchend an, während die Schatzjägern jede einzelne Sekunde nutze, um den Raum nach etwas abzusuchen, was sie als Waffe gegen die verbissene Ordensschwester einsetzen könnte. „...werde nicht zulassen, dass du die Hochzeitsvorbereitungen störst, du erbärmliche kleine Hure!“
      Die Worte rissen die verletzte Schatzjägerin aus ihren gedanklichen Vorbereitungen, gerade in dem Moment, als ihre Augen etwas erspäht hatten, was ihr nützlich sein könnte. Doch sorgten die unerwarteten Worte Theresas - die sich beim Aufprall die Hüfte verletzt haben musste, denn zumindest presste sie die freie Hand mit knirschenden Zähnen dagegen - dafür, dass ihre meergrauen Augen die Informationen nicht an ihr Gehirn weiterleiten konnten, um einen handfesten Plan zu schmieden.
      „Welche verdammte Hochzeit?! Wovon redest du da bitte?“
      „Pfff...hast du die letzten Jahre hinter dem Mond gelebt? Zar Nikolai ‚Bärenfell’ heiratet die Tochter der Königin von Duchess Court Cha-“, setzte Theresa schnaubend an, doch vor Briannas Augen blitzte eine Schlagzeile der Zeitung auf, dessen Worte sie wie in Trance vor sich her murmelte: »Es könnte eines der politisch wichtigsten Bündnisse der letzten Jahrzehnte werden, sobald Charlotte Stuart, einzige Erbin der Königin von Duchess Court, Zar Nikolai von Novgorod das Ja-Wort gibt. Besonders die Unabhängigkeit der Kronkolonie New Duchess Court, mittlerweile bekannt unter dem Namen Liberty Bourbon, hatte der sogenannten ‚Herzkönigin’ einiges an Einfluss und Macht gekostet. Aber wird diese Ehe dies ändern? Und wie wird die Weltregierung darauf regieren, dass nun ein weiteres Mitglied der unheilvollen Charlotte-Familie in die weltpolitischen Geschehnisse Einfluss nehmen kann. Besonders im Hinblick auf die Weltkonferenz der Könige in vier Jahren...«.
      „....Die Hochzeit ist doch schon zwei Jahre her....wie ist das möglich?“
      „Red’ keinen Unsinn, du dummes Mädchen!“, fauchte Theresa wütend, auch wenn die Irritation wie eine leichte Dissonanz in ihrer Stimme mitschwang. Sie schnippte mit den Fingern und auf Befehl bäumten sich die Wurzeln, welche wie arglistige Schlangen auf der Lauer gelegen hatten, auf, regten die Köpfe, bleckten die blätterbesetzten Zähne, bereit, zuzuschlagen und die Rothaarige zu zerreißen. Doch dieses Mal waren es die Worte der Rothaarigen, welche die Ordensschwester nun mit entsetzten und weit aufgerissenen Augen anstarrte, die sie innehalten ließen.
      „Und....du...du bist tot! In den Flammen der brennenden Kathedrale auf San Fardo...Kyu...er...du...aaargh!“, kreischte Brianna und fasste sich an die Schläfen. Ein elektrisierender Schmerz jagte wie eine Horde aufgescheuchter Gazellen durch ihren Schädel, Verwüstung und eine pochende Migräne zurücklassend. Die Ordensschwester schüttelte nun irritiert den Kopf, den Zusammenbruch der Rothaarigen als letztes Indiz deutend, dass ihre Kontrahentin nicht nur eliminiert werden müsse, da sie eine Gefahr darstelle, sondern zusätzlich auch noch geisteskrank sei und von daher eh kein Anrecht auf Leben hätte. Mit einem leisen Seufzen formten ihre Finger die Geste des Henkers und die Wurzeln schossen auf ihr Ziel danieder. Jedoch schien der Schmerz Briannas benebelnden Geist wachzurütteln und endlich kamen die Bilder zurück, welche Sekunden zuvor ihre Rettung hätten gewesen sein sollen. Mit einer flinken Drehung zur Seite ergriff sie den Infusionsständer, welcher weiterhin die vertrockneten Venen eines Toten versorgten, und wehrte damit die ersten Schlangen ab, ehe sie ungeahnte Kräfte entwickelte, die rostige Stange entzweibrach und mit einem Satz auf die verblüffte Ordensschwester zusprang. Die scharfen Kanten des umfunktionierten Speers glitten wie ein Buttermesser in den Kehlkopf Theresas. Zertrennten auf ihrem Weg Stimmbänder, Sehnen, Knorpel und Fleisch, ehe sie auf den robusten Widerstand der Halswirbel trafen. Mit einem widerlichen Geräusch klappte der Schädel der Geistlichen nach hinten, wodurch die Einstichwunde an ihrem Hals nun wie ein Spielautomat Briannas Hauptgewinn in Form von schwallenden Blutfontänen auszahlte. Sich im triefenden Stoff oder einer der Wurzeln verhakend, stolperte die Rothaarige nach hinten und riss die Ordensschwester mit sich, wodurch sie wie zwei unglücklich Verliebte erneut ineinander verkeilt auf die kalten Fließen klatschten. Warmes Blut schwappte über Briannas ehemals weißes Spitzenkleid und obwohl sie wusste, dass sie nicht tot war, dass sie, ganz im Gegenteil, das erste Mal das Gefühl hatte, aus einem schweren Fiebertraum zu erwachen, wurde sie das Gefühl nicht los, dass die verwesenden Insassen dennoch zu einem Klagelied angestimmt hatten. Vielleicht für die gefallene Schwester, aber die Rothaarige ahnte eher, dass der Gesang ihr galt, denn zwischen wimmerndem Schluchzen, ekstatischem Rasseln kollabierter Lungen und dem euphorischen Ariengesang vertrockneter Stimmbänder hörte sie ihren Namen. Ein Echo in der Stille. Ein Wegweiser, der sie wie eine Spur aus Brotkrumen von diesem Ort fortzulocken suchte.


      ~ Der Empfangssaal ~

      Der silberne Löffel glitt in die aufgescheuchten Fluten bernsteinfarbener See, wirbelte die Korallen aus kristallinem Zucker auf, ehe er mit einer zarten Bewegung wieder herausgezogen wurde, streng darauf bedacht, keinen einzigen Tropfen der kostbaren Flüssigkeit auf die weiße Seidentischdecke zu träufeln, ehe er seinen Platz auf dem Porzellanuntersetzer mit goldenen Rändern einnahm. Die dünnen, von feinen Adern überzogenen Finger legten sich über die angenehm warme Tasse, wobei der schwere Silberring einen zarten Missklang ertönen ließ, als er gegen das edle Handwerk schlug.
      „Ceylon aus der Kronkolonie Kalkutta, vier Stück Zucker, gewonnen von den Zuckerrohrplantagen der Kronlande, so wie du es begehrst, Mamá“, ertönte der bestimmte Bass Humpty Dumptys, dessen wässrige, schlammfarbene Augen jede einzelne Bewegung der Herzkönigin verfolgten. Von niemand anderem ließ sie sich Tee einschenken, niemand anderem würde sie ihr eigenes Leben so sehr anvertraue wie ihrem ältesten Untergebenen und Freund. Ein seltenes, aber aufrichtiges Lächeln umhuschte ihre Mundwinkel, als sie die Tasse an die rosenroten Lippen setzte und die süßliche Flüssigkeit in ihren Gaumen strömte. Sie schloss die Augen, versuchte, den Moment zu genießen, wie immer, wenn sie Tee trank. Es waren die wenigen Minuten am Tag, in denen sie Angst, Verzweiflung, Wut und Paranoia vor die Türe, in den strömenden Regen schicken konnte, um allein mit sich selbst und einfach zufrieden zu sein. Das Korsett, welchem sie ihre Schönheit zu verdanken hatte, spannte so sehr, dass sie das Gefühl hatte, keinerlei Luft zu bekommen. Doch wie hatte ihre Mutter schon immer zu sagen gepflegt? Schönheit hat ihren Preis. Eine bittere und vor beißendem Sarkasmus triefende Aussage, wenn man bedachte, dass sowohl sie als auch ihre Schwester mit keinerlei Schönheit gesegnet worden waren. Hatte Linlin im Gegensatz zu ihr traurigerweise noch das bessere Los gezogen, so war alles, was Viktoria vom Leben erhalten hatte, zweiter Klasse gewesen. Sie war die Zweitgeborene, die hässlichere, die schwächere, die kränkliche Tochter gewesen. Dem krummen Rücken und den schiefen Beinen zum Dank an den Rollstuhl gefesselt und in die riesige Bibliothek ihrer Eltern verbannt, während Linlin alles hatte, was sie sich selbst immer gewünscht hatte.
      „Ich denke es reicht jetzt, Theophilus!“, herrschte Humpty Dumpty den Mann an, der zu ihrer rechten Saß und sich nicht einmal die Mühe machte, den silbernen Flachmann zu verstecken, dessen kristallklaren Inhalt er sich gerade in den Tee geschüttet hatte. Seine Augen waren blutunterlaufen, der farbenfrohe Zylinder saß ihm mehr schlecht als recht auf dem Kopf, während er mit der freien Hand in Richtung des kugelförmigen, halslosen Körpers Humpty Dumptys fuchtelte, der seine langen, unnatürlich dünnen Beine übereinander geschlagen und sich mit der Serviette soeben den pechschwarzen, aufgezwirbelten Schnauzer gesäubert hatte. Zumindest versuchte der Hutmacher es, als er mit lallendem Tonfall auf den freien Platz neben dem Eiermann deutete und dabei sein Ziel deutlich verfehlte.
      „Du~u hascht mir nüscht zu befäääählen!“, hickste er, während er seine alkoholisierten Worte an das bezaubernde Blumengesteck richtete. Humpty Dumptys Gesicht verzog sich zu einer versteinerten missbilligenden Version seiner Selbst, ehe die Herzkönigin liebevoll die Hand auf die seine legte und die Tasse wieder mit ihrem Untersetzer vereinte.
      „Ich entschuldige den Zustand meines Untergebenen. Wir haben erst kürzlich zwei Kinder verloren. Zuckersüße Engel im Dienste meines wackeren Knechts. Er hat den Verlust noch immer nicht verwunden“, wandte sich die rothaarige Königin mit der leichenblassen Haut nun an die Frau, die ihr gegenübersaß. Sie vermochte die Heuchelei und die Falschheit in ihrer Stimme nicht zu erkennen. Die falsche Freundlichkeit, die sie Theophilus wie einen vergifteten Kuchen vor die Nase gehalten hatte, während sie ihn vor Wochen halb zu Tode geprügelt hatte, als er ohne die Prophezeiung und ohne die Zwillinge nach Duchess Court zurückgekehrt war.
      „Es ist nicht an mir, über diejenigen zu richten, deren Seelen mit dem Teufel schäkern“, erwiderte Raphaela und verzog keinerlei Miene, auch wenn die Herzkönigin spüren konnte, wie die Vikarin der Stadt jeden einzelnen Moment der Überlegenheit auskostete. Die vollen Lippen zu einem kühlen Lächeln geschürzt, der keusche Wimpernaufschlag wie einen Bogen mit tödlichen Pfeilen bestückt, ja sogar das verdammte engelsweiße Haar fiel in Locken der Reinheit von ihrem Haupt. Doch die Herzkönigin wusste es besser, denn all die Jahre hinter den Büchern, auf der Suche nach einem Sinn in ihren trostlosen Leben, hatten sie etwas gelehrt; hatten ihr beigebracht in den Menschen zu lesen wie in einem der vielen Bücher, welche die einzigen Wegbegleiter in ihrer Kindheit gewesen waren. Besonders in ihren Augen. Und diese violetten Augen sprachen kein Wort von Reinheit und Unschuld. Diese Augen offenbarten eine unnachgiebige Bestie, wie Viktoria sie bisher nur in ihrem eigenen Spiegelbild gesehen hatte. So saßen sich die beiden Frauen, zwei perfekte und bildschöne Mannequins, lächelnd gegenüber, blanke Abneigung zweier unterschiedlicher Welten zwischen ihren Blicken austauschend, als jemand den Raum betrat, dessen Blick leer war und dennoch eine Kälte ausstrahlte, die beide Frauen augenblicklich schaudern ließ.
      „Viktoria, Ihre Durchlaucht, es ist mir eine Ehre, Euch hier Willkommen zu heißen“, kam der alte Mann auf die Herzkönigin zugeschritten, ergriff ihre Hand und küsste mit seinen faltigen Lippen ihren Siegelring, der sie als Königin von Duchess Court auswies.
      „Die Ehre ist ganz meinerseits, Eure Geistlichkeit“, stimmte die Rothaarige in die Förmlichkeit ihres Gegenübers ein. Sie beide wussten, dass sie sich nicht ausstehen konnten, aber erneut war es ihre verstorbene Mutter, welche die Situation mit einer ihrer Weisheiten umschreiben konnte, die ein schweres Leben und Bauernschläue ihr mit auf den Weg gegeben hatten.
      Der Feind meines Feindes ist mein Freund.


      ~ Die große Kathedrale: Dädalus ~

      „Und da dachte ich, dass wir uns nie wiedersehen würden, Dédale“, tänzelte eine Stimme durch den Raum und einen Moment, in dem der Wissenschaftler noch konzentriert versucht hatte, die Veränderungen im Taufbecken der Emotionen sowie das einsetzende Donnergrollen zu erklären, hatte er geglaubt, Uriel wäre zurückgekommen. Doch die hohe, ja beinahe laszive Stimme sollte so gar nicht zu der hünenhaften, wortkargen Gestalt passen, die vor wenigen Minuten zusammen mit Luzifer die Kathedrale verlassen hatte. „Ein wenig alt geworden, aber ich habe dir ja schon damals gesagt, dass du eine alte Seele besitzt, mein Lieber.“
      Dädalus kniff die Augen zusammen, verwandelte sein Gesicht dadurch in ein reines Faltenmeer, um der Quelle der kichernden Frauenstimme auf den Grund zu gehen. Sie klang hohl und blechern, als würde sie aus einem alten Grammophon kommen, um sich über ihn lustig zu machen.
      „Ein ganz schönes Schlamassel, in welches du dich geritten hast. Nicht, dass das nicht deine Spezialität gewesen wäre, du alter Unruhestifter. Wie lange ist es jetzt her, dass wir uns zuletzt gesehen haben? Verzeih, aber die Erinnerungen sind ein wenig verschwommen, obwohl ich den lieben langen Tag nichts anderes tue, als darüber nachzudenken“, säuselte sie nun deutlich hörbar zu seiner Rechten, weswegen Dädalus schon längst die Theorie verworfen hatte, dass die Person über ein Hilfsmittel mit ihm sprach. Die Frau schien durch den Raum zu schlendern, wobei die Akustik der Kathedrale ihr übriges tat, denn mal war ihre Stimme klar, jugendlich und nah, während sie im anderen Moment gebrochen und dem altersschwachen Schall einer sterbenden Frau glich. „Versteh mich nicht falsch...ich denke nicht an dich, zumindest nicht vordergründig...also auf eine erotische Weise. Du weißt, dass mein Herz einem anderen gehört hat“, fuhr sie kichernd fort und sofort übermannte den Wissenschaftler das Gefühl, mit einem Mädchen zu sprechen, so eben errötet auf Grund des lächerlichen Gedankens, dass sie Gefühle für ihn haben könnte. Doch dann malte er sich vor seinem geistigen Auge aus, wie sie auf ihn zu schlenderte, alternd, dabei reifend und sich die vollen Lippen einer erwachsenen Frau an seine Ohrmuscheln schmiegten. Ihr süßliches Parfum benebelte seine Sinne, als sie die vollen Lippen schürzte: „Obwohl man nicht leugnen kann, dass wir unsere Momente hatten!“
      Die unsichtbare Frau lehnte sich zurück und da erkannte Dädalus es. Und der Groschen, der nun fiel, hätte ihm am liebsten die Hand vor die Stirn schlagen lassen, wenn diese nicht an dieses garstige Kreuz gebunden wären. Natürlich hatte Luzifer sie in seinem Wahn bei sich gehalten. Er hatte ihn nicht haben können. Er hatte Michel nicht haben können, aber sie war verwundbar gewesen. Sie war einsam gewesen, nachdem Michel gestorben war. Sie war der Nagel zum Sarg ihrer Freundschaft gewesen und jetzt funkelten sie drei leuchtende, flimmernde Augen ohne zugehörigen Kopf an.
      Sybill…“.