Menschenjagd (Bo)

    • Ich weiß ich hab mal gesagt das ich mich hier mal öfter wieder Kommentieren werde und es dennoch nicht tat, aber meine Entschuldigung ist das ich selber mit meiner eigenen kleinen FF beschäftigt bin, sowie mit Schule und Arbeit.

      Kommen wir aber zum Kapitel von Heute, was wie immer hervorragend war und endlich einen kleinen Einblick in Brians Vergangenheit. Ich fange am besten mit dem witzigsten an und zwar Moira und Cathal, sowie die Reaktionen der Anwesenden auf das leidenschaftliche geknutschte des Geschwisterpaares <X , mal ihm ernst sie wirklich Geschwister oder vielleicht Halbbruder und Halbschwester, sie haben ja verschiedene Familiennamen wenn ich mich rechtentsinne. Also die gute hat also von der Zähre-Zähre-Frucht (warum nicht einfach Tränen-Frucht?) und der guten Mercedes etwas von ihrer Vergangenheit zeigte, genau genommen der Moment nach dem Sie Brian seine Erinnerungen genommen hatte. Ich kann dabei das Argument von Mercedes gut nachvollziehen, ein leben ohne die Erinnerungen an seine Vergangenheit, an sein altes Ich ist bestimmt nicht leicht und man braucht diese um zu wissen wer man ist. Also die Heimat von Brian, Moira Cathal und Co. heißt Saoirse Láire, dabei bedeutet Saoirse soviel wie Freiheit und kommt aus dem alt Irischen, dabei ist es ein beliebter Mädchenname in Irland, zu Laire habe ich nur eine Französische Gemeinde und einen Fluss gefunden. Die Insel scheint von Truppen aus Fountleroy Island belagert zu sein, die wiederum von England inspiriert wurde, wenn ich mich recht erinnere. Moira und Cathal gehörten wohl damals zu einer Wiederstand die versuchen ihre Belagerer zu besiegen, Moira versuchte damals Ulysses Mckenna (und Brian) zu rekrutieren, oder zu minderst eine Allianz zu bilden. Wie es scheint war Brian damals schon so ein richtiger Sonnenschein ;) , wie man bei seiner Unterhaltung mit Moira man mitbekommen hat, weiß der Geier wie sie später Freunde wurden ?( . Wir bekommen noch die junge Etain zu Gesicht und erfahren das Laura den selben Familiennamen hat, ist sie ihre Mutter, ältere Schwester oder andere weibliche Verwandte.

      Sorry wenn der Kommentar etwas zu kurz war, aber ich denke mir das die anderen genauer und auf mehr Details eingehen werden als ich. Zum Schluss wie gesagt ein tolles Kapitel mit viel Informationen :thumbsup: !
    • Moin moin!

      Puh!

      Gestern Abend war ich irgendwo um Kapitel 75 herum, heut Mittag bin ich dann fertig geworden. Diese Zwischenstandsrezensionen sind nicht so meines, dann erzähle ich was um Kapitel 20 herum, während du als Autor ganz genau weißt, wie wichtig das im Vergleich zu dem ist, was du jetzt alles zu erzählen imstande bist. Einfach, weil schon viel mehr gesagt und vor allem im Nachhinein in völlig anderem Licht betrachtet wurde. Dass ich hier alles durchlese, ehe ich mit P&P fertig werde, ist dann doch weitaus früher eingetreten als gedacht. (Ist das erste Kompliment, denke ich. :D)

      Die Geschichte gefällt mir ziemlich gut! Hervorheben möchte ich dabei zuerst - wie wohl jeder - die ausgeschrieben wortgewandte Bildhaftigkeit, die für mich weit mehr Segen als Fluch darstellte. In großen Portionen an Kapiteln gesehen, da habe ich schon meine Zeilen gebraucht, bis ich mich in das jeweilige Kapitel eingefunden habe. Wenn ich dann drinnen war und mich innerlich eingerichtet hatte, war mir dann gar nicht mehr bewusst, wie viel eigentlich innerhalb eines Kapitels beschrieben, gesagt, gedacht und wie viele verschiedene großflächige Bilder sowie Szenen sich in meinem Kopf abspielten. Ich denke auch, dass dies die Länge deiner Kapitel ausmacht - komprimiere alles in zwei Seiten und es wird denke ich kaum das gleiche bei rauskommen können. Insoweit fühlte ich mich sehr oft an das 'Art Attack'-Riesenbild erinnert, das feinsäuberlich mit Salz auf eine schwarze Fläche gestreut wurde. Dafür braucht es eben sehr, sehr viel Salz, um etwas darin erkennen zu können.
      Dazu war ich später daran gewöhnt, dass sich so manche wiederkehrende Bilder einfanden. Große Freude hatte ich in den verleichsweise lapidaren Formulierungen, die an sich grausige Handlungen oder Kulissen beschrieben, wo der Tod und die Verstümmelungen schon irgendwo bittere Normalität darstellten. Solche wiederkehrenden Elemente hatte ich dann innerlich als darstellerische running gags abgespeichert - und freute mich entsprechend, wenn sie Szenerie auflockerten bzw. anfingen, die Zügel der Ernsthaftigkeit anzuziehen. Denn der Unterschied zwischen lapidar und bedrückend war schon deutlich herausgearbeitet worden. Sei es Waterloos erster Auftritt, der relativ zügig den langsamen Schienentod mit einem Schuss verkürzt oder Renées grausamen Tod durch Mulligan, wo man dachte: "Fuck!" Diese Darstellungen unterscheiden sich für mich dermaßen stark im leserischen Empfinden, dass ich den Unterschied von ein und derselben "an sich" grausigen Tod völlig unterschiedlich auffasse. Die Waterloo/Lorca-Szene war damals so abstrus, dass ich es mich schon irgendwo amüsiert hat. Wenn man schaut, wie Waterloo in den letzten Kapitel gezeichnet wurde, sehe ich schon eine große Veränderung, doch dazu komme ich jetzt in den Charakteren:

      Die Kopfgeldjäger sind in vieler Hinsicht ähnlich unergründbar wie zu Beginn der Handlung. Wenn man schaut, dass Callaghan DeBráz fliehen lassen musste, zeichnet sich dadurch ein viel größerer Handlungsstrang ab, der neben der von DeBráz geforderten aber nicht eingetreteten "Entfesselung" Callaghans ein ziemlich düsteres Konfliktpotential bereithält. Hätte Callaghan DeBráz getötet, wäre es ein Pyrrhus-Sieg geworden. Er hätte jenen Dämonen nachgegeben, die der grüne König lauthals gefordert und herbeigesehnt hat. Jene Dämonen, die einen Impel Down Insassen womöglich umgebracht, jedoch einen weit größeren Feind heraufbeschworen hätten. Anders gesagt, habe ich den Handlungsstrang als Teaser gesehen, der Callaghans menschlichste Seite herauskitzelte, während gleichzeitig seine dunkelste Seite gefordert wurde. Etwas, das dank Mercedes nicht eingetreten war - jedoch für spätere Handlungen den größten Antagonisten heraufbeschwören könnte.
      Denn ich glaube kaum, dass man DeBráz einfach freiließ, um Rexroths "Knüppel" auf die Welt loszulassen. Letztlich steht noch aus, wie es den grünen König so zügig Harleys Insel verschlug, ohne, dass dieser bislang mit Harley oder Schloß Roßkosch in Verbindung stand. Lediglich das Territorium - das immer noch nicht in Gänze enthüllt wurde - und die Obsession für Callaghan, die DeBráz zu leiten scheint, sind bisher Augenzeuge eines "größeren" Feindes, der neben Harley im Vordergrund, also in Sichtweise der Kopfgeldjäger agiert.

      Ein Rexroth verkörpert da bislang eher den Strippenzieher im Hintergrund, der (zum Glück) von Lorelei auf Herz und Nieren überprüft wird. Finde ich schön, wie die drei CP-0 Chefs solche Gegensätze darstellen. Die (hoffentlicht) unbestechliche Greenaway, der verschlagene, Gelegenheiten wahrnehmende Rexroth und der kameradschaftlich, aufrichtige Godzilla - ich empfand schon Baudelaire als großartig geradlinigen Charakter.
      Jedenfalls finde ich es für die Handlung spannend, wie Greenaway letztlich auf Harleys Einladung reagiert hat, die sie bislang glücklicherweise nicht persönlich annahm. Mit Shrimati und 'formally known as Irit' hat sie ja bereits zwei bekannte Agenten vor Ort - zT bereits, bevor sie den dreisten Brief von Harley in den Händen hielt. Der Konflikt zwischen den drei CP-Chefs sollte jedenfalls noch für den hierarchisch gesehen brisantesten Konflikt sorgen, während DeBráz sicher für die Handlung nach Roßkosch interessant wird. So wie sich Flint seinem Dämon kürzlich stellte, wird es besonders für Callaghan und Krill spannend, wie sie auf die dunkle Versuchung des grünen Königs reagieren werden.
      Bei O'Mara gehe ich inzwischen von aus, dass seine Vergangenheit für sich genommen bereits genügend Handlungsstoff - neben dem grünen König - bietet. Denke, die Leute rund um Ulysses werden nicht grundlos Arc für Arc eingeführt, um als beobachtende oder schändende Eminenz herzuhalten. Je nach Schwere von O'Maras ominösem Verrat, wird das noch Potential bergen, das die bislang entgegnendere Haltung von Graham, Ulysses und Co. umschlagen lassen kann. Denn die Angst vor O'Maras Vergangenheit muss immens sein, wenn jemand wie Ulysses als "Erinnerungsträger" ein vergleichsweise erbärmliches Dasein zu fristen hat - trotz seines noch jüngeren Alters. Ist ja nicht so, als würde ein 200-Jähriger zerfresse durchs Schlüsselloch krächzen. So gesehen bieten Callaghan und O'Mara noch hervorragende Perspektiven für einen tragischen Wandel und eine unvermeidliche Abkehr in die Dunkelheit. Eine Gratwanderung, die sie seit Beginn der Handlung vollziehen, doch die irgendwann noch stärker reißen wird, als die Begegnung im Riesenhautzelt.

      Abschließend noch ein paar Worte zu Harley und Flint, ehe ein paar Nachfragen folgen. Drei Dinge habe ich nämlich im Laufe der Handlung nicht verstanden, dazu später:
      a) Flint hat seine ganze Reise darauf ausgelegt, um Harley Fragen nach sich selbst zu stellen. Nach dem Flashback, der den Tod von Flints Mutter zeigt, versucht er Harley zu erschießen, scheitert jedoch aufgrund der leeren Trommel. Ist Flint jetzt durch Harleys Worte schlauer geworden, wo er doch durch den Brief bereits wusste, dass er seine Eltern ermordet hat - weshalb auch immer - oder war die ganze Reise und die Gewissheit, seinen inneren Dämon, der ihn an so vielen Stellen beflügelte und zum Aufstehen zwang, mit einer Kugel niederzustrecken bereits Wissen genug? Denn Flints angebliche Aussage über Kiwis Ermordung deutet ja darauf hin, dass er im Zweifel fähig ist zu töten. Andererseits hat Harley sich nicht verneigt, Rechenschaft abgelegt oder ein anderes Motiv geliefert, um irgendeinen Abschluss in dem bislang sinnleeren Verlust von Flints Eltern finden zu können. Ich betone hier sinnleer, da der Mord sicher nicht sinnvoll (und auch sinnlos) sein kann, ganz gleich, welches Motiv Harley gehabt zu haben schien. Die Andeutungen über Flints Vater lassen jedenfalls darauf deuten, dass dieser ebenfalls Dreck am Stecken gehabt hatte. Etwas, was bisher noch nicht der Wahrheit entsprechen muss. Doch die Tatsache, dass "von oben" auf den jungen Flint Rogers geschaut wird, lässt schon irgendwo drauf schließen, dass neben den Kopfgeldjägern die Familiengeschichte der Rogers von Bedeutung sein wird. Was immer der 16-jährige John Rogers später als Marine angestellt haben sollte. Jedenfalls ist es jetzt natürlich mit Harleys Festsetzung fraglich, wie es für Flint weitergeht. Denn solange Harley nicht "mit seinen gehorteten Geheimnissen" fliehen kann, gäbe es wenig Grund für Flint nun ein neues Ziel vor Augen zu haben. Den jetzt gefesselten Harley würde sich sicher ungerne entgehen lassen - an der Stelle muss ich zugeben, dass Carlas Verrat sehr konsequent gewesen war. Übergreifend möchte ich noch über Harley als "fast" titelgebende Figur sprechen, immerhin hatte er auf seiner Party als erster Schurke die Menschenjagd eröffnet, hehe.

      b) Valentine Harley erinnert mich sehr stark an Joe Carroll aus The Following. Ein charismatischer Soziopath, der seine Anhänger emotional an sich bindet. So fest, dass sie sich alle in dessen Zentrum wähnen, während keiner von ihnen irgendeine tiefere Bedeutung besitzt, die einzig und allein ihm selbst gilt. Etwas, was nicht gesagt, jedoch deutlich gezeigt wird. Siehe Kiwi und Lorca, siehe Renée, die sinnlos vergessen in ihrer Zelle ausgelöscht wird oder Carla, die seit Anfang an rein rational und nüchtern agiert, von Harleys Bezierzungen völlig unberührt blieb, sodass irgendwo klar war, dass sie Harley nicht mehr braucht, sobald dieser den Bogen entspannt und sich so mehr als Risiko denn Nutzen verhält.
      Alle anderen, Kiwi, Lorca, Waterloo, agieren hündisch und sind rein emotional an Harley gebunden, sodass ein Kiwi-Kuss ausreichte, um Lorca durchdrehen zu lassen, da nicht sie in Harleys Kosmos wabert, sondern das junge Ding, dem Flint zuletzt furiengleich begegnete. Carla hingegen war nüchtern und als Harley sich maßlos überhob, schätzte sie die Situation ohne Emotionen ein und erkannte: It's business, bitch! Sie war kein klassischer "Follower", sondern eine Partnerin des Geschäftsmann Harley, der hingegen in seiner gnadenlosen Selbstbeweihräucherung allen Problemen Tür und Tor öffnete.

      Was Harley nun in Mr. Rogers fand - ihre Begegnung im Flashback zeugte nicht unbedingt von Vertrautheit - um diesen vor Flint so schlecht darzustellen, ist hoffentlich eine Frage, der noch tieferer Sinn bemessen wird. Denn Stand Jetzt sehe ich Flint zwar jemanden, der dazu gelernt hat, um Harley gegenübertreten zu können (ohne sich einzunässen), doch schlau ist er an sich nur bedingt geworden. Ich bin schon gespannt, welche Lehren er daraus zieht.

      Übrigens fand ich es sehr, sehr witzig, wie Callaghan in Flint die klemmende Pistole sieht, während dem Rotschopf im entscheidenden Moment die Pistole klemmt - oder die Munition aus war - sodass er Harley nicht erschießen konte. :D
      ___________

      Nun die drei Fragen, die ich mir kaum erklären konnte:

      1. Wer ist der "Pestdoktor" aus Kapitel 72? Rennac? Der flüchtige Biowaffendoktor, der im Gespräch zwischen Greenaway und ihrem Agenten zur Sprache kam? Die Verkleidung erinnerte ja stark an die CP-0-Einheit, die Waterloo, Lorca & Ajas gegenübertrat. Doch vermutlich ist es viel banaler als ich mir ausmale.
      2. Ist der Schiebermützen-Agent von Greenaway der gute Sherlock, der im Laufe des Machhiavelli-Arcs verschwand? Zwar stimmt die Haarfarbe (blond/babyblau) nicht überein, doch die Schiebermütze und das untersuchte Fountleroy Island, von dem Sherlock stammt, haben mich da die ganze Zeit stutzig gemacht.
      3. Wer ist der Junge, der in Einzelperspektive innerhalb des Nebelwaldes umherirrte? Dass Mercedes, Callaghan und O'Mara dort diversen verfälschenden Eindrücken unterlagen, soweit habe ich es gelesen, doch zwischendurch die einzelne Jungen-Perspektiven haben mich ziemlich irritiert.
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      -Bo- schrieb:

      Vielleicht. Ich weiß gar nicht, was aus der "alten Garde" geworden ist. Mittlerweile ist hier eher eine neue Generation am Werkeln. Vielleicht weiß Blink mehr, der ja jüngst zurückgekehrt ist.^^
      Endlich kann ich darauf eingehen, ohne nur das in deinen FF-Thread schreiben zu können.
      Zur ganz alten Garde zähle ich Sheppard und Sirus.0, die die umfassendsten Geschichten schrieben, als Icedragoon, Panda Lee und ich vor acht Jahren anfingen. Kurz darauf gesellten sich dann LaDarque, Le Roux, Dillian, Member of CP9, zongo67 dazu, die jeweils ausführliche Geschichten verfassten, doch leider ist keiner von ihnen fertig geworden. Viele von ihnen finden sich in diesem illustren Team wieder. Momentan würde ich Vexor und dich als Sirus.0 und Sheppard der letzten Jahre sehen - zwei umfangreiche und langjährige Geschichten mit vielen Kapiteln, Rezensionen, etc. Zwei Werke, die man auf Seite 1 des FF-Bereiches antrifft und sieht: Da ist viel los!
      Desweiteren sehe ich zwischen Dillian und deiner Geschichte viele, viele Parallelen was den Düsternis-Faktor anbelangt.

      Abschließend meine zwei Favoriten: Krill und O'Mara. Mit Abstand. Selten solche souveränen und gleichzeitig so verkorksten Charaktere gesehen. Soweit von mir, unstrukturiert und sprunghaft, doch was raus muss, das muss raus.

      Hoffentlich veröffentlichst du heute kein neues Kapitel, das wäre des Guten zuviel. xD

      Bis demnächst!

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    • Kapitel 120: Wesen aus Wasser und Licht

      Man man man, ich weiß überhaupt nicht mehr, wann ich das letzte mal so lange und in so vielen Etappen an einem Kommentar gearbeitet habe.^^ Allerdings liegt dies nicht am Kapitel, sondern daran, dass mir im RL so viel Dinge dazwischen gekommen sind. :(

      Ich weiß gerade echt nicht, ob sich O'Mara hier wie ein Arschloch verhält oder Cathal zu viel erwartet, bzw. zu sehr von seinem Standpunkt/Erinnerungen aus handelt. Denn halten wir mal fest, O'Mara weiß eigentlich wirklich nur(noch), dass sie ihm seine Erinnerungen genommen haben und was Mulligan ihm und seinen Freunden angetan hat. Also eigentlich keine Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Verhältnis und Verhalten seinerseits.

      Währenddessen macht Mercedes Moria sehr deutlich und gut klar, dass komplettes Vergessen keine Erlösung ist, sondern Folter. Dabei erfahren wir, dass Moria von der Zähre-Zähre-Frucht /Tränenfrucht gegessen hat. Diese ermöglicht es ihr über Tränen bzw besser gesagt die Augen, auf die Erinnerungen der Menschen zuzugreifen. Die Augen sind nicht nur das >Fenster zur Seele<, sonder verraten auch sonst viel über einen. Je nachdem wen man Fragt, kann man an den Augen erkennen, ob jemand die Wahrheit sagt oder man spricht davon, dass man an den Augen/dem Blick das grauen ablesen kann, was die Person (vor kurzem) Erlebt hat oder es sind nicht mehr die Augen eines Kindes, wegen dem grauen, was es erlebt hat. Die Verbindung zwischen Augen/dem Blick und dem Erinnerungen bzw. Erlebnissen eines Menschen sind jedenfalls ziemlich verbreitet. Insofern kann ich deine Idee zur Herleitung von Morias Kräften nachvollziehen und irgendwie gefällt sie mir sehr gut. Es ist einfach mehr, als wenn man einfach nur auf die Gedanken zugreifen kann und wenn es nur die Symbolik ist, die dahintersteckt. Auch das du beim Einsatz von Morias Erinnerungsübertragung auf den Ich-Erzähler wechselst finde ich einfach wunderbar, dadurch wird das Erlebte noch einmal intensiver. Die Idee kommt mir im Nachhinein einfach so logisch wie genial vor. :thumbup:

      Zu der innigen Geschwisterliebe enthalte eich mich mal, da wir über die beiden immer noch zu wenig wissen, um wirklich darüber urteilen zu können. Aber selbst wenn sie keine Geschwister wären, dürfte die Reaktion von Mercedes und O'Mara kaum anders gewesen sein. Denn ich denke nicht, dass ihr wissen um die (angebliche) Geschwisterschaft der Beiden alleine für ihr starren verantwortlich war.

      Aus der letzten Erinnerung meine ich auch einiges über die Struktur von Saoirse Láire herauslesen zu können, zumindest wenn ich dabei Referenzen zur Irland ziehe. Wie du bereits verraten hast, ist dein Irland von Truppen eines englandähnliches Landes besetzt, was bei dir den Namen Fountleroy Island trägt. Googel spuckt mir zu diesem Namen nur die Korrektur Fauntleroy aus, welches die Lordschaft vom >Kleinen Lord< ist. Die Besetzung von Saoirse Láire scheint schon länger anzudauern, da es zum einen in der Bar von Laura O’Rourke einige Heldengemälde gibt, aber auch weil die patriotischen Barbesucher nicht mehr in bester Stimmung sind, zumindest einsteht bei dir das Bild eines schon lange Unterdrückten und desillusionierten Volkes.

      Brian O’Mara, der tollwütige Fuchs von Hoolahara und Ulysses McKenna, der scheue Hund von Hoolahara scheinen Aufgrund ihrer Beinahmen in gewissen Kreisen schon ziemlich bekannt zu sein. Da Moria Prügeleien für das Shamrock County als typisch empfindet, kann es sich bei Hoolahara eigentlich nur im die Stadt bzw. das Dorf handeln. Denn County müsste die nächst größere Verwaltungsebene sein, wie bei uns die Kreise bzw. Großstädte. Daraus kann man schließen, dass es sich bei Shamrock County um ein ärmeres mehr von Arbeitern bewohntes Gebiet handelt. Während Moria aus einem bessergestellten County kommen dürfte. Fest steht jedenfalls sie kommt aus einer reicheren Familie unterstützt aber auch den Widerstand bzw. ist daran beteiligt. Jetzt scheint sie geschickt worden zu sein, um über eine Zusammenarbeit mit einer anderen Gruppe/Zelle des Wiederstandes zu verhandeln, der Ulysses vorzustehen scheint. .

      Brian Beinahme der tollwütige Fuchs (von Hoolahara) ist ziemlich passend, er ist schlau wie ein Fuchs, hat aber kein sehr gutes Benehmen. Damit scheint bewiesen, dass O'Maras Verhalten nicht aus seinem Gedächtnisverlust nebst zu viel Alkoholkonsum resultiert, sonder scheint schon immer ein Charakterzug von ihm gewesenen zu sein scheint. Weiterhin würde ich vermuten, dass diese Erinnerung vor dem FB von Cathal spielen, da dieser vorher sicher keinen Grund gehabt hätte Nachts in die Bar einzudringen. Ich würde spontan vermuten, dass Moria überfällig war und er nach ihr suchen wollte. Interessant ist außerdem noch, das Brain anscheinend ein ziemliches Interesse an der jungen Étaín gehabt zu haben scheint.

      Ansonsten bleibt noch zu bemerken, dass Ulysses schon damals zum einen keine sehr gute Gesundheit hatte, aber trotzdem ein einnehmendes bzw. eher einschüchterndes und beeindruckendes Wesen hatte.

      Damit komme ich auch schon wieder zu Ende meines Kommentars, was lange genug gedauert hat, auch wenn es diesmal nicht an der Länge meines Beitrags lag.^^ Zu guter Letzt möchte ich noch Bo vorgreifen und @blink zweite Frage beantworten. Sherlock nimmt schon die ganze Zeit weiter an den Geschehnissen Teil, da es sich bei ihm um die Verkleidete Luca gehandelt hat. :-D
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • So, scheint ja noch rechtzeitig zu kommen.

      Diesmal machen wir eine Reise in die Vergangenheit. Sehr interessant, sind doch die Hintergründe der meisten Charaktere noch ziemlich im Dunkeln verborgen.
      Fangen wir wieder nach Abschnitten an:

      O'Mara und Cathal:

      Hier passiert zuerst gefühlt gar nichts. O'Mara kippt endlich um und Cathal hebt ihn auf. Dann schleppt ihn Cathal fort, offenbart aber zum wiederholten Male, dass er die Kopfgeldjäger als Familie ansieht. Hm, da wird ja immerhin begonnen Aufklärungsarbeit zu leisten. Jedenfalls verhält sich O'Mara nicht gerade freundlich, ganz wie in alten Zeiten xD

      Mercedes und Moira:

      Ich trenne das auf zwischen der Vergangenheit, die hier gezeigt wird und der Gegenwart bis dorthin. Mercedes versucht, verständlicherweise, Moira dazu zu bewegen, O'Mara seine Erinnerungen zurückzugeben. Allerdings verweigert Moira dies mit der Begründung, es wäre zu hart. Ich stimme Mercedes jedenfalls zu, O'Mara sollte damit umgehen können. Gut geht es ihm ohne ja ohne die Erinnerungen ebenfalls nicht. Dann nutzt sie ihre Teufelskraft, die Zährenfrucht. Gewissermaßen nachvollziehbar, aber zumindestens mal sehr kreativ^^

      Die Erinnerung nimmt Mercedes jedenfalls mit. Gefällt mir als Auflösung gut. Aber dann kommt Cathal und macht alles kaputt xD

      Dieser Inzest ist immer noch etwas, nun, merkwürdig. Gerade, da sie ja irgendwie ansonsten ganz gut dargestellt werden. Naja, du brauchst ja immer etwas eher ekliges, oder?

      Verbleibende Info ist, dass Ulysses, der ja sowieso schon nicht unbedingt zu beneiden ist, auch noch die Erinnerungen aufgehalst bekommen hat bzw. er sie freiwillig trägt. Auf ihn bin ich wirklich gespannt. So kannst du uns auch gut die Erinnerungen vorenthalten^^


      Moira und Ulysses:

      Der Erinnerungsschnipsel, den Mercedes zu Gesicht(?) bekommt. Viel passiert nicht, nur Moira, die sich nach Brian/O'Mara sehnt. Und Ulysses, der schweigsame Junge, der irgendwie alles zusammenhält, fast zumindestens. Mehr als die neuen Namen bekommen wir da auch noch nicht präsentiert, immerhin wissen wir als Leser ja bereits, dass die Fraktion um Ulysses ja eigentlich ziemlich freundlich und gut ist. Wobei man irgendwie ja "eigentlich" schon betonen muss.


      Moira und Brian bzw. Ulysses:

      Noch mehr Vergangenheit. Diesmal immerhin auch für O'Mara. Der war ja ein ziemlich aggressiver Junge. Ansonsten haben wir recht viel Vorbereitung. Du führst so einige Namen ein, die Spannung erzeugen. Aber da müssen wir uns wohl noch gedulden, ergibt das alles erst Sinn, wenn wir einen zusammenhängenden Flashback erhalten. Irgendwie kann ich zur Zeit nicht so richtig etwas herauslesen. Auch und gerade, weil qoii da bereits gut vorgearbeitet hat.


      Insgesamt war das Kapitel toll, auch wenn ich nicht wirklich etwas kommentieren konnte. Es war wie üblich wunderschön geschrieben, ist aber letztlich wirklich nur ein Informationskapitel, dessen Informationen aber nach wie vor nicht richtig für Klarheit sorgen können. Aber irgendwo muss man ja ansetzen^^

      Also mach weiter, ich freue mich drauf!
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • Kapitel 120: Wesen aus Wasser und Licht

      Neu

      Mit dem Kommentar für das aktuelle Kapitel tu ich mich deutlich schwer, was wohl auch daran liegt, dass ich da schon ein paar Tage daran rumdoktore und nicht wirklich, was zu Papier finde.
      Liegt mit Sicherheit nicht am Kapitel an sich, aber mal schauen, was ich so zusammenschustern kann, nachdem sich schon vier Leute daran versucht haben. Verzeih mir also, wenn es ein wenig kürzer wird.

      Die Wiedervereinigung von Cathal und O'Mara verläuft ja unter denkbar ungünstigen Verhältnissen, auch wenn ich O'Mara vollkommen verstehen kann. Ulysses und Co. sind buchstäblich diese dunkle Bedrohung in seinem Gedächtnis, die ihm ja irgendwie zu dem verkorksten Charakter gemacht, der er heute ist. (Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass er das so sieht). Und dann gibt es noch unser Ekelschwein Mulligan, der ihn und seine Freunde halb tot geprügelt, und Luca vergewaltigt hat.
      Kein Wunder, dass er da etwas säuerlich reagiert und dann tauchen die genau wieder am Ort des Schreckens auf. Außerdem ist O'Mara sicherlich schon seit mindestens fünf Minuten wieder auf Entzug, was bei seinem durchschnittlichen Alkoholpegel wohl jeden zu ner zickigen Frau während ihrer PMS machen würde.

      Die Szene mit Moira und Mercedes war durchaus stark. Hat mir sehr gut gefallen, wie du diese zwei unterschiedlichen und doch sehr wesensgleichen Frauen aufeinander hast treffen und miteinander agieren lassen.
      Zwei Frauen, die einen vollkommen unterschiedlichen und dann wieder sehr gleichen O'Mara/Brian kennen. Beide erleben ihn als gebrochen, geben dafür aber unterschiedliche Erklärungen ab. Moira schwankt in meiner persönlichen Wahrnehmung aber weiterhin in einem grauen Bereich. Die Masche der Heiligen mit keinerlei egoistischen oder arglisten Motiven nehme ich auch nach ihren zahlreichen Introspektionen nicht völlig ab. Vielleicht traue ich dir nicht oder kenne dein Frauenmuster, beziehungsweise kenne meines. Aber irgendetwas stört mich an ihr. Ich glaube, dass sie gute Seiten hat, aber sie nicht rein.

      Kommen wir hingegen zu ihrer Teufelskraft, die dann eine doch ganz etwas andere Richtung annimmt als erwartet. Die Zähre-Zähre-Frucht. An erster Stelle mal ein großes Lob, weil du die antiquierte Form des Worts für Träne genommen hast. Interessieren würde mich zumal, ob diese Neuinterpretation auf Odas und meinem Mist gewachsen ist, nachdem wir dir die Möglichkeiten bezüglich einer "Memo-Memo-Frucht" (zum Glück kann ich mir noch nen anderen Titel überlegen xD) genommen haben, oder ob diese kreative Auslegung schon immer so geplant war?
      Beides fände ich interessant und möchte dich so oder so für den kreativen Umgang mit dem Thema loben. Gerade Tränen, die wir ja meist im Zustand größten Schmerzes oder größter Trauer vergießen, als Spiegel in unsere Seelen. Das hat wirklich Stil. Gefällt mir :)

      Mit der Ich-Perspektive bin ich noch ein wenig unschlüssig. Die Idee dahinter gefällt mir super. Man merkt in meinen Augen aber dennoch ein wenig, dass das nicht dein gewohntes Terrain ist. Zumindest hab ich zwischendurch immer mal wieder das Gefühl gehabt, dass du kurz davor bist wieder in den auktorialen Erzähler zu schlüpfen. War für die Szenen aber auf jeden Fall eine gute Wahl und mal eine andere Form der Rückblende.

      Zum Inhalt der Saoirse Laíre möchte ich nicht mehr so viel sagen. Der Inhalt hat mir gefallen, ebenso der neue Blickwinkel auf O'Mara und Ulysses. Zwei Seiten einer Medaille, was ihre seltsame Verbindung noch einmal stärker hervorhebt, wie ich finde.
      Ich frage mich jetzt ja gerade, ob diese Insel unser nächstes Ziel sein könnte? Harley ist erst einmal weg vom Fenster und dann steht ja die große Frage im Raum, wohin als nächstes?
      Der Grüne König ist ein Ziel, aber so sehr ich auch eine Verbindung zwischen dem Irlandthema und dem Grünen König vermute, so wenig kann ich glauben, dass dieser Gegner schon als nächstes dran ist.
      Das wird sich aber wohl eher daraus ergeben, wer tatsächlich der große Endgegner deiner Geschichte ist. Sind es vielleicht die drei Abteilungen der CP0? Allen voran Rexroth, der mit dem Grünen König zusammenarbeiten könnte?
      Andererseits ist Callaghan ja der Hauptcharakter deiner Geschichte und der Grüne König ist seine Nemesis. Fände es von daher schon gut, wenn O'Maras Vergangenheit nicht die letzte Instanz deiner Geschichte wird. Aber da ist dann auch noch das Gawain-Motiv bei Call....oh Mann...ich sollte nicht so viel über die ganzen Parteien in deiner Geschichte nachdenken. Dann wird mir nur ganz schummrig xD

      Achja auf eine Sache wollte ich noch aus deinem Kommentar eingehen:

      -Bo- schrieb:

      Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich mich an einzelne Stellen nicht erinnern kann, die Carlas Verrat angedeutet hätten. Das liegt halt daran, dass ich meine Kapitel immer ziemlich spontan und von der Leber weg schreibe, einzelne wichtige Punkte nur im Hinterkopf habend. Ich meine, es gab ja einige Szenen, in denen Carla mit Harleys Leichtsinn und seinem Spieltrieb nicht eiverstanden war (z.B. Kapitel 68 und 69). Ebenso Szenen, in denen Carla klar die Führung und Organisation übernahm (in Kapitel 86 etwa wird klar gesagt, dass Carla die Partys hauptsächlich organisiert), während sich Harley nur mit sich selbst beschäftigte. Diese Spannungen zwischen beiden ziehen sich durch sämtliche ihrer Interaktionen. Aber genauere Hinweise habe ich nicht gestreut. Einerseits, weil es nicht zu offensichtlich werden sollte, andererseits aber auch, weil der Verrat von Carla nicht so weit geplant war, wie man es aktuell vermuten könnte.
      Das ist gar nicht schlimm. Ich hab da ja genau die gleiche Schreibhaltung wie du. Ich weiß ungefähr, was ich in einem Kapitel abhandeln will, aber schreib dann meist von der Leber weg, weswegen ich auch immer so schlecht sagen kann, was jetzt genau im nächsten Kapitel passiert oder wie lange ein Arc dauert.
      Dachte mir nur vielleicht, dass du ganz bewusst Szenen gesetzt hast, an die du dich noch erinnerst. Aber so ist das kein Thema.
      Aber danke für deine Antwort :)

      Ansonsten schönes Kapitel, welches an der Ulyssesfront ein wenig Tacheles geredet hat. Insgesamt war das Kapitel gut, war für mich aber ein wenig zerrissen, was aber ziemlich sicher daran lag, dass ich es zwischen Familienfeiern nur stückchenweise lesen konnte.

      Ich freu mich wieder aufs nächste Mal!
    • Neu

      So liebe Leser und Kommentatoren,

      Kapitel 121 ist da und kann an alter Stelle unter dem Titel "Der Herold des Bastardkönigs" gelesen werden. Im Übrigen möchte ich nur mal anmerken, dass sich der Arc mit großen Schritten dem Ende neigt. Ursprünglich sollte mit Kapitel 121 ja schon der neue Arc beginnen, was aufgrund der ausgedehnten Finalphase aber absolut nicht machbar war. Ihr könnt aber damit rechnen, dass diese Saga spätestens mit Kapitel 125 enden wird - also "nur" eine Verschiebung um 5 Kapitel, womit man wohl leben kann.^^

      Nun zu den Kommentaren:

      D. Draig

      D. Draig schrieb:

      Kommen wir aber zum Kapitel von Heute, was wie immer hervorragend war und endlich einen kleinen Einblick in Brians Vergangenheit. Ich fange am besten mit dem witzigsten an und zwar Moira und Cathal, sowie die Reaktionen der Anwesenden auf das leidenschaftliche geknutschte des Geschwisterpaares , mal ihm ernst sie wirklich Geschwister oder vielleicht Halbbruder und Halbschwester, sie haben ja verschiedene Familiennamen wenn ich mich rechtentsinne. Also die gute hat also von der Zähre-Zähre-Frucht (warum nicht einfach Tränen-Frucht?) und der guten Mercedes etwas von ihrer Vergangenheit zeigte, genau genommen der Moment nach dem Sie Brian seine Erinnerungen genommen hatte. Ich kann dabei das Argument von Mercedes gut nachvollziehen, ein leben ohne die Erinnerungen an seine Vergangenheit, an sein altes Ich ist bestimmt nicht leicht und man braucht diese um zu wissen wer man ist. Also die Heimat von Brian, Moira Cathal und Co. heißt Saoirse Láire, dabei bedeutet Saoirse soviel wie Freiheit und kommt aus dem alt Irischen, dabei ist es ein beliebter Mädchenname in Irland, zu Laire habe ich nur eine Französische Gemeinde und einen Fluss gefunden. Die Insel scheint von Truppen aus Fountleroy Island belagert zu sein, die wiederum von England inspiriert wurde, wenn ich mich recht erinnere. Moira und Cathal gehörten wohl damals zu einer Wiederstand die versuchen ihre Belagerer zu besiegen, Moira versuchte damals Ulysses Mckenna (und Brian) zu rekrutieren, oder zu minderst eine Allianz zu bilden. Wie es scheint war Brian damals schon so ein richtiger Sonnenschein , wie man bei seiner Unterhaltung mit Moira man mitbekommen hat, weiß der Geier wie sie später Freunde wurden . Wir bekommen noch die junge Etain zu Gesicht und erfahren das Laura den selben Familiennamen hat, ist sie ihre Mutter, ältere Schwester oder andere weibliche Verwandte.
      Das machte ich mal alles in einem Rutsch.
      Deine Gedanken zur Insel sind soweit korrekt, ebenso zu Fountleroy Island. Es handelt sich um die Pendants zu Irland und England, wobei ich mir natürlich einige künstlerische Freiheiten nehmen werden. Ich bleibe meinem bisherigen Stil also treu.^^
      Der Name von Saoirse Láire leitet sich einerseits von "Freiheit" ab - richtig - das Láire hingegen ist eine Wortschöpfung. "Láir" ist altirisch und lässt sich mit "Mähre" übersetzen, in moderner Variante mit "Stute" gleichzusetzen. Daher auch die Bezeichnung "Wilde Mähre", die im Kapitel bereits gefallen ist. Das -e- am Ende ist eine Anspielung auf "Eire", die irische Entsprechung des Ländernamens Irland.

      Zum Rest kann ich noch gar nicht so viel sagen, da ich unfreiwillig spoilern würde. Für dieses Kapitel war mein Ziel, euch einen ersten Einblick in die Vergangenheit von O'Mara (& Co.) zu geben und auf kommende Ereignisse einzustimmen. Zwangsläufig wird O'Maras Vergangenheit immer wichtiger werden und dementsprechend wird es notwendiger, euch allmählich verstärkt mit Informationen zu füttern. Sonst erschlägt die Masse an Flashbacks euch später noch, was ja nicht Sinn der Sache ist. xD
      blink

      blink schrieb:

      Gestern Abend war ich irgendwo um Kapitel 75 herum, heut Mittag bin ich dann fertig geworden. Diese Zwischenstandsrezensionen sind nicht so meines, dann erzähle ich was um Kapitel 20 herum, während du als Autor ganz genau weißt, wie wichtig das im Vergleich zu dem ist, was du jetzt alles zu erzählen imstande bist. Einfach, weil schon viel mehr gesagt und vor allem im Nachhinein in völlig anderem Licht betrachtet wurde. Dass ich hier alles durchlese, ehe ich mit P&P fertig werde, ist dann doch weitaus früher eingetreten als gedacht. (Ist das erste Kompliment, denke ich. :D)
      Dann bist du wohl ein fleißigerer oder zumindest disziplinierterer Leser als ich, der deine FF nun schon zum wiederholten Mal angefangen und nicht beendet hat. Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich gerade für die Uni zu viel lesen muss und mich deine Geschichte rein thematisch aus dem Konzept bringt. Leider. xD
      Ich verspreche dir aber, mich zum Wochenende nochmal mit deiner FF zu befassen. Vielleicht schaffe ich es ja noch, bevor der April endet.^^

      blink schrieb:

      Die Geschichte gefällt mir ziemlich gut! Hervorheben möchte ich dabei zuerst - wie wohl jeder - die ausgeschrieben wortgewandte Bildhaftigkeit, die für mich weit mehr Segen als Fluch darstellte. In großen Portionen an Kapiteln gesehen, da habe ich schon meine Zeilen gebraucht, bis ich mich in das jeweilige Kapitel eingefunden habe. Wenn ich dann drinnen war und mich innerlich eingerichtet hatte, war mir dann gar nicht mehr bewusst, wie viel eigentlich innerhalb eines Kapitels beschrieben, gesagt, gedacht und wie viele verschiedene großflächige Bilder sowie Szenen sich in meinem Kopf abspielten. Ich denke auch, dass dies die Länge deiner Kapitel ausmacht - komprimiere alles in zwei Seiten und es wird denke ich kaum das gleiche bei rauskommen können. Insoweit fühlte ich mich sehr oft an das 'Art Attack'-Riesenbild erinnert, das feinsäuberlich mit Salz auf eine schwarze Fläche gestreut wurde. Dafür braucht es eben sehr, sehr viel Salz, um etwas darin erkennen zu können.
      Definitiv. In meinen Kapiteln passiert nicht so viel mehr als in anderen FFs (höchstens, wenn mal ein Kapitel mit ~5000 Wörtern dabei ist). Durch den Stil brauche ich nur mehr Wörter, um der Handlung Form zu verleihen. Wenn man sich daran erst gewöhnt hat - wie du schon sagst - gewöhnt man sich aber dran. Früher habe ich auch immer versucht, die Sprache zugunsten der Länge einzudämmen. Letztlich ist damit aber niemandem geholfen, da es weder den Leser noch mich als Schreiber zu einem zufriedenstellenden Ergebnis bringt. Der Vergleich zum dem "Art Attack"-Riesenbild kam mir zwar nie, erscheint aber tatsächlich ungemein passend. Muss ich schon sagen. Vielleicht sollte ich das in den einleitenden Text zu meiner FF packen. xD

      blink schrieb:

      Dazu war ich später daran gewöhnt, dass sich so manche wiederkehrende Bilder einfanden. Große Freude hatte ich in den verleichsweise lapidaren Formulierungen, die an sich grausige Handlungen oder Kulissen beschrieben, wo der Tod und die Verstümmelungen schon irgendwo bittere Normalität darstellten. Solche wiederkehrenden Elemente hatte ich dann innerlich als darstellerische running gags abgespeichert - und freute mich entsprechend, wenn sie Szenerie auflockerten bzw. anfingen, die Zügel der Ernsthaftigkeit anzuziehen. Denn der Unterschied zwischen lapidar und bedrückend war schon deutlich herausgearbeitet worden. Sei es Waterloos erster Auftritt, der relativ zügig den langsamen Schienentod mit einem Schuss verkürzt oder Renées grausamen Tod durch Mulligan, wo man dachte: "Fuck!" Diese Darstellungen unterscheiden sich für mich dermaßen stark im leserischen Empfinden, dass ich den Unterschied von ein und derselben "an sich" grausigen Tod völlig unterschiedlich auffasse. Die Waterloo/Lorca-Szene war damals so abstrus, dass ich es mich schon irgendwo amüsiert hat. Wenn man schaut, wie Waterloo in den letzten Kapitel gezeichnet wurde, sehe ich schon eine große Veränderung, doch dazu komme ich jetzt in den Charakteren:
      Ja, ich versuche ja immer mal wieder, auch etwas Humor einzubringen. Ehrlicherweise bin ich darin nur nicht sonderlich gut, weshalb ich derartige Kontraste gerne nutze. Eine abstruse Handlung wird abstrus, weil eine Diskrepanz zwischen Geschehen und Beschreibung entsteht. Etwa bei Lorca und Waterloos erstem Auftritt. So versuche ich, die Geschichte aufzulockern und mal neue Facetten einzubringen, da meine FF in ihrem Grundzustand ja eher sackernst ist und wenig Zeit für Humor bleibt. Bewusst, denn mit Humor komme ich beim Schreiben nicht gut klar. Keine Ahnung, wie andere Autoren das machen. Ich bin halt eher der Situationskomiker, kriege das beim Schreiben aber nie wirklich hin. Vielleicht sollte ich mal einen Kur belegen oder so.^^

      Es freut mich aber, dass dir diese Szene gefallen haben und du auch andere Muster erkennen kannst. We wahrscheinlich jeder Autor habe ich meine Favoriten, wenn es um spezifische Umschreibungen oder Begriffe geht. Finde ich auch gar nicht schlimm, da es eine gewisse Konsistenz gibt. Solange sich die Ausdrücke nicht alle paar Abschnitte en mass doppeln, sehe ich da kein Problem. Bei anderen Autoren finde ich auch Lieblingsbegriffe und freue mich immer, wenn ich einen entdecke.^^

      blink schrieb:

      Die Kopfgeldjäger sind in vieler Hinsicht ähnlich unergründbar wie zu Beginn der Handlung. Wenn man schaut, dass Callaghan DeBráz fliehen lassen musste, zeichnet sich dadurch ein viel größerer Handlungsstrang ab, der neben der von DeBráz geforderten aber nicht eingetreteten "Entfesselung" Callaghans ein ziemlich düsteres Konfliktpotential bereithält. Hätte Callaghan DeBráz getötet, wäre es ein Pyrrhus-Sieg geworden. Er hätte jenen Dämonen nachgegeben, die der grüne König lauthals gefordert und herbeigesehnt hat. Jene Dämonen, die einen Impel Down Insassen womöglich umgebracht, jedoch einen weit größeren Feind heraufbeschworen hätten. Anders gesagt, habe ich den Handlungsstrang als Teaser gesehen, der Callaghans menschlichste Seite herauskitzelte, während gleichzeitig seine dunkelste Seite gefordert wurde. Etwas, das dank Mercedes nicht eingetreten war - jedoch für spätere Handlungen den größten Antagonisten heraufbeschwören könnte.
      Callaghan und seine "innere Bestie" sind nun schon seit einiger Zeit Thema und ich gebe dir insofern recht, dass ein entfesselter Callaghan eine der größten Bedrohungen in meiner FF ist. Man muss sich nur mal vor Augen führen, was die anderen Kopfgeldjäger bereits geleistet haben. Und trotzdem hat z.B. O'Mara Angst davor, dass Callaghan der Bestie nachgibt. Das sagt vermutlich mehr als genug über die Bedrohung aus. Wenn Callaghan sich selbst verliert und damit der Bestie Tür und Tor öffnet, wird sich alles verändern.

      DeBráz will die Bestie entfesseln, weil er in ihr etwas sieht. Was es damit auf sich hat, wird in einem späteren Arc noch zur Genüge diskutiert. Für die aktuelle Handlung sei zu sagen, dass DeBráz tatsächlich als Vorausdeutung fungiert. Dadurch wirkte er womöglich etwas "zwischengeschoben", dieser Kurzauftritt war aber nötig. Nicht nur, um die Figur einführen, sondern auch im Bezug auf Callaghans Zustand. Seine größte Nemesis, die Quelle seiner schlimmsten Alpträume ist wieder frei. Das muss und wird Auswirkungen auf sein Verhalten und seine Entscheidungen haben.

      blink schrieb:

      Denn ich glaube kaum, dass man DeBráz einfach freiließ, um Rexroths "Knüppel" auf die Welt loszulassen. Letztlich steht noch aus, wie es den grünen König so zügig Harleys Insel verschlug, ohne, dass dieser bislang mit Harley oder Schloß Roßkosch in Verbindung stand. Lediglich das Territorium - das immer noch nicht in Gänze enthüllt wurde - und die Obsession für Callaghan, die DeBráz zu leiten scheint, sind bisher Augenzeuge eines "größeren" Feindes, der neben Harley im Vordergrund, also in Sichtweise der Kopfgeldjäger agiert.
      Nun, Rexroth ist bisher generell undurchschaubar. Einerseits ist DeBráz sein "Knüppel", den er auf Callaghan und dessen Leute hetzen will. Gleichzeitig denkt Rexroth aber immer in mindestens zwei Dimensionen und plant selbstredend längerfristig mit DeBráz, sollte dieser erfolgreich sein. Letztlich ist der Grüne König halt immer noch ein gemeingefährlicher Superschurke, den Rexroth nicht einfach wüten lassen wird. Aber bis dahin, lässt sich an einem weltweit gesuchten Verbrecher auch gut verdienen. Man muss nur wissen wie. ;)

      blink schrieb:

      Ein Rexroth verkörpert da bislang eher den Strippenzieher im Hintergrund, der (zum Glück) von Lorelei auf Herz und Nieren überprüft wird. Finde ich schön, wie die drei CP-0 Chefs solche Gegensätze darstellen. Die (hoffentlicht) unbestechliche Greenaway, der verschlagene, Gelegenheiten wahrnehmende Rexroth und der kameradschaftlich, aufrichtige Godzilla - ich empfand schon Baudelaire als großartig geradlinigen Charakter.
      Jedenfalls finde ich es für die Handlung spannend, wie Greenaway letztlich auf Harleys Einladung reagiert hat, die sie bislang glücklicherweise nicht persönlich annahm. Mit Shrimati und 'formally known as Irit' hat sie ja bereits zwei bekannte Agenten vor Ort - zT bereits, bevor sie den dreisten Brief von Harley in den Händen hielt.
      Genau. Die CP0-Einheiten sind als bewusste Gegensätze angelegt, die allein aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit in Konflikte geraten müssen. Lorelei, die den korrupten Sumpf trocken legen will, in dem Rexroth haust; Rexroth, der den unkomplizierten Godzilla zu seinen Zwecken einspannen und nutzen will; Godzilla, der eigentlich nur in Frieden seinen Job machen will und von den Machtspielchen seiner Kollegen eher genervt denn unterhalten wird. Ich kann dir versichern, dass sich die drei Agenten in ihren Grundzügen nicht ändern werden und relativ geradlinig bleiben. Daraus zieht sich einfach ihr Potenzial, wenngleich jeder von ihnen nicht nur eine Facette hat. Aber dass ein Rexroth nicht nur ein korrupter Arsch ist, sollte ebenso klar sein wie die Tatsache, dass Godzilla als Boss einer sprenggeheimen Verwüstungstruppe nicht nur der sympathische Saufkumpan von Nebenan ist.^^

      blink schrieb:

      Der Konflikt zwischen den drei CP-Chefs sollte jedenfalls noch für den hierarchisch gesehen brisantesten Konflikt sorgen, während DeBráz sicher für die Handlung nach Roßkosch interessant wird. So wie sich Flint seinem Dämon kürzlich stellte, wird es besonders für Callaghan und Krill spannend, wie sie auf die dunkle Versuchung des grünen Königs reagieren werden.
      Richtig. Schloss Roßkosch war gewissermaßen das Fanal für alle wichtigen Fraktionen, sich direkt in die Handlungen der Kopfgeldjäger einzumischen. DeBráz ist frei, Callaghan und seine Leute drohen die Kontrolle zu verlieren und nach Princesse Suie sollte klar sein, dass auch O'Maras alte Sandkastenfreunde nicht untätig bleiben werden. Mit dem kommenden Arc wird sich die Handlung unglaublich verdichten. Ein Sturm wird kommen, wie schon der gute Dragon sagte, und er wird so einiges aufwirbeln.

      blink schrieb:

      Bei O'Mara gehe ich inzwischen von aus, dass seine Vergangenheit für sich genommen bereits genügend Handlungsstoff - neben dem grünen König - bietet. Denke, die Leute rund um Ulysses werden nicht grundlos Arc für Arc eingeführt, um als beobachtende oder schändende Eminenz herzuhalten. Je nach Schwere von O'Maras ominösem Verrat, wird das noch Potential bergen, das die bislang entgegnendere Haltung von Graham, Ulysses und Co. umschlagen lassen kann. Denn die Angst vor O'Maras Vergangenheit muss immens sein, wenn jemand wie Ulysses als "Erinnerungsträger" ein vergleichsweise erbärmliches Dasein zu fristen hat - trotz seines noch jüngeren Alters. Ist ja nicht so, als würde ein 200-Jähriger zerfresse durchs Schlüsselloch krächzen.
      Das stimmt allerdings. O'Mara und seine alten Freunde werden eine zentrale Macht im Gefüge sein. Davon kann man wohl ausgehen, nachdem ich sie über so viele Arc präsent halte. Bereits der nächste Arc wird sich zu einem großen Teil mit O'Mara und seiner Vergangenheit beschäftigen. Gleichzeitig geht es aber an allen Fronten weiter, schließlich ist alles miteinander verknüpft. Zufälle gibt es in meiner FF bekanntlich nicht. :D

      blink schrieb:

      So gesehen bieten Callaghan und O'Mara noch hervorragende Perspektiven für einen tragischen Wandel und eine unvermeidliche Abkehr in die Dunkelheit. Eine Gratwanderung, die sie seit Beginn der Handlung vollziehen, doch die irgendwann noch stärker reißen wird, als die Begegnung im Riesenhautzelt.
      Ich glaube, diese Abkehr in die Dunkelheit kann man jedem meiner Charaktere zutrauen. Allein die bisherige Entwicklung Flints deutet einen sehr zwiespältigen Wandel an, den auch andere Figuren durchmachen könnten. Die Kopfgeldjäger waren auch noch nie wirkliche Sonnenscheine. Aber es stimmt: Die Dinge können nur noch schlimmer werden.^^

      blink schrieb:

      a) Flint hat seine ganze Reise darauf ausgelegt, um Harley Fragen nach sich selbst zu stellen. Nach dem Flashback, der den Tod von Flints Mutter zeigt, versucht er Harley zu erschießen, scheitert jedoch aufgrund der leeren Trommel. Ist Flint jetzt durch Harleys Worte schlauer geworden, wo er doch durch den Brief bereits wusste, dass er seine Eltern ermordet hat - weshalb auch immer - oder war die ganze Reise und die Gewissheit, seinen inneren Dämon, der ihn an so vielen Stellen beflügelte und zum Aufstehen zwang, mit einer Kugel niederzustrecken bereits Wissen genug? Denn Flints angebliche Aussage über Kiwis Ermordung deutet ja darauf hin, dass er im Zweifel fähig ist zu töten. Andererseits hat Harley sich nicht verneigt, Rechenschaft abgelegt oder ein anderes Motiv geliefert, um irgendeinen Abschluss in dem bislang sinnleeren Verlust von Flints Eltern finden zu können. Ich betone hier sinnleer, da der Mord sicher nicht sinnvoll (und auch sinnlos) sein kann, ganz gleich, welches Motiv Harley gehabt zu haben schien. Die Andeutungen über Flints Vater lassen jedenfalls darauf deuten, dass dieser ebenfalls Dreck am Stecken gehabt hatte. Etwas, was bisher noch nicht der Wahrheit entsprechen muss. Doch die Tatsache, dass "von oben" auf den jungen Flint Rogers geschaut wird, lässt schon irgendwo drauf schließen, dass neben den Kopfgeldjägern die Familiengeschichte der Rogers von Bedeutung sein wird. Was immer der 16-jährige John Rogers später als Marine angestellt haben sollte. Jedenfalls ist es jetzt natürlich mit Harleys Festsetzung fraglich, wie es für Flint weitergeht. Denn solange Harley nicht "mit seinen gehorteten Geheimnissen" fliehen kann, gäbe es wenig Grund für Flint nun ein neues Ziel vor Augen zu haben. Den jetzt gefesselten Harley würde sich sicher ungerne entgehen lassen - an der Stelle muss ich zugeben, dass Carlas Verrat sehr konsequent gewesen war. Übergreifend möchte ich noch über Harley als "fast" titelgebende Figur sprechen, immerhin hatte er auf seiner Party als erster Schurke die Menschenjagd eröffnet, hehe.
      Jop, das ist wahr. Flint ist nicht schlauer als vorher. Sein eigentliches Ziel, Harley auszuquetschen und so mehr über dee Hintergründe des Familiendramas zu erfahren, hat er nicht erreicht. Letztlich lief zu vieles schief und Flint wurde zunehmend von Rachegelüsten übermannt, von Wut und Zorn. Hätte der Plan funktioniert und Flint wäre mit allen Kopfgeldjägern im Schloss einmarschiert, wäre die Sache wohl ganz anders ausgegangen. Callaghan hätte Harley niedergemäht, die anderen Kopfgeldjäger hätten sich topfit um die verbleibenden Kämpfer gekümmert und Flint wäre früher und leichter zu seinen Antworten gekommen.

      Nun, da er Harley aber allein gegenüberstand, musste Flint sich entscheiden: Will er Antworten, oder will er leben? Gerade beim letzten Aufeinandertreffen war Flint ein Wrack. Zerfressen von Hass und Verachtung, erschöpft und nahezu gleichgültig gegenüber allem. Dennoch wollte er noch Antworten, die ihm erst zum Schluss egal wurden. Als er die leere Pistole auf Harleys Stirn setzte und abdrücke, wollte er nur noch überleben. Das kann man ihm gewiss nicht vorhalten. Sein ursprünglicher Plan war für die Katz, aber der war ja schon den Bach runtergegangen, als Callaghan in die Taiga getürmt ist.^^


      blink schrieb:

      b) Valentine Harley erinnert mich sehr stark an Joe Carroll aus The Following. Ein charismatischer Soziopath, der seine Anhänger emotional an sich bindet. So fest, dass sie sich alle in dessen Zentrum wähnen, während keiner von ihnen irgendeine tiefere Bedeutung besitzt, die einzig und allein ihm selbst gilt. Etwas, was nicht gesagt, jedoch deutlich gezeigt wird. Siehe Kiwi und Lorca, siehe Renée, die sinnlos vergessen in ihrer Zelle ausgelöscht wird oder Carla, die seit Anfang an rein rational und nüchtern agiert, von Harleys Bezierzungen völlig unberührt blieb, sodass irgendwo klar war, dass sie Harley nicht mehr braucht, sobald dieser den Bogen entspannt und sich so mehr als Risiko denn Nutzen verhält.
      Alle anderen, Kiwi, Lorca, Waterloo, agieren hündisch und sind rein emotional an Harley gebunden, sodass ein Kiwi-Kuss ausreichte, um Lorca durchdrehen zu lassen, da nicht sie in Harleys Kosmos wabert, sondern das junge Ding, dem Flint zuletzt furiengleich begegnete. Carla hingegen war nüchtern und als Harley sich maßlos überhob, schätzte sie die Situation ohne Emotionen ein und erkannte: It's business, bitch! Sie war kein klassischer "Follower", sondern eine Partnerin des Geschäftsmann Harley, der hingegen in seiner gnadenlosen Selbstbeweihräucherung allen Problemen Tür und Tor öffnete.
      Die entsprechende Serie habe ich zwar nicht geschaut, jedoch wurde ich von diversen Sektenführern und ähnlich gearteten Figuren inspiriert. Der Typus des charismatischen Narzissten, der Anhänger um sich schart, indem er jedem das Gefühl der Sicherheit, der Liebe und der Wichtigkeit gibt, ist natürlich nicht neu. Was mir bei Harley nur wichtig war bzw. ist, ist diese extreme emotionale Abhängigkeit. Harley setzt nicht nur auf sein gutes Aussehen und seinen Charme, er forciert mit jeder Handlung, dass sich seine potenziellen "Opfer" unsterblich in ihn verlieben, ihm verfallen oder ihn zumindest soweit bewundern, dass sie ihm Folge leisten. Jedem ist klar, dass Harley ein Psychopath ist, der nicht lieben kann - jedem, aus seinen Opfern. Selbst Kiwi, für die Harley durchaus eine Form der Znegung empfand, war nur eine Art Kopie von ihm selbst, ein Spiegelbild, welches ihn beerben sollte. Sein Vermächtnis, in dem er eines Tages weiterleben wollte, wenn man so will. Dementsprechend hast du auch mit Carla absolut recht. Harleys emotionale Beziehungen zum Rest seiner Untergebenen konnte bei Carla nie festgestellt werden, weil sie immer eines war: Pragmatikerin. Carla war und ist unempfänglich für Harleys Charme, seine Attraktivität und seine Versprechungen. Für Carla war Harley Mittel zum Zweck, ein Nutzen. Nun, da er alles verloren hat, wirft sie ihn wie einen gebrauchten Putzlappen weg - weil er für sie nicht mehr ist. So unähnlich sind sich Harley und Carla also gar nicht. Carla ist nur nicht so leichtsinnig wie Harley und wesentlich durchtriebener.


      blink schrieb:

      Was Harley nun in Mr. Rogers fand - ihre Begegnung im Flashback zeugte nicht unbedingt von Vertrautheit - um diesen vor Flint so schlecht darzustellen, ist hoffentlich eine Frage, der noch tieferer Sinn bemessen wird. Denn Stand Jetzt sehe ich Flint zwar jemanden, der dazu gelernt hat, um Harley gegenübertreten zu können (ohne sich einzunässen), doch schlau ist er an sich nur bedingt geworden. Ich bin schon gespannt, welche Lehren er daraus zieht.
      Harley und die Rogers...das ist eine Geschichte für einen anderen Zeitpunkt. Da Flint noch keine Antworten hat - ich aber bereits angekündigt habe, keine offenen Fragen zurückzulassen - wird es dazu noch kommen. Die Familiengeschichte der Rogers wird eine wichtige Bedeutung für das Rätsel um Flints Vergangenheit haben. Nur soviel: Flint hat das Pech, der Sohn seines Vaters zu sein. Aber das ist wohl nur bedingt neu.^^

      blink schrieb:

      Übrigens fand ich es sehr, sehr witzig, wie Callaghan in Flint die klemmende Pistole sieht, während dem Rotschopf im entscheidenden Moment die Pistole klemmt - oder die Munition aus war - sodass er Harley nicht erschießen konte. :D
      Ja, schön. Einer hat es gemerkt, wobei der Abstand bei dir auch kürzer war. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass jemand den Verweis findet. Dafür lag einfach zu viel Zeit zwischen den Kapiteln. Aber schön, dass es dir aufgefallen ist. :D

      blink schrieb:

      1. Wer ist der "Pestdoktor" aus Kapitel 72? Rennac? Der flüchtige Biowaffendoktor, der im Gespräch zwischen Greenaway und ihrem Agenten zur Sprache kam? Die Verkleidung erinnerte ja stark an die CP-0-Einheit, die Waterloo, Lorca & Ajas gegenübertrat. Doch vermutlich ist es viel banaler als ich mir ausmale.
      Es ist so banal: Bei der Pestgestalt, die auf dem Place Julian vom Erfolg der Explosion berichtet, handelt es sich um den ominösen Agenten der CP0-Z, der auf Isola Caligula Ajas zurückgehalten hat. Es gibt also keine Armee von Pestärzten in meiner Geschichte. Das wäre...zu gruselig. xD

      blink schrieb:

      2. Ist der Schiebermützen-Agent von Greenaway der gute Sherlock, der im Laufe des Machhiavelli-Arcs verschwand? Zwar stimmt die Haarfarbe (blond/babyblau) nicht überein, doch die Schiebermütze und das untersuchte Fountleroy Island, von dem Sherlock stammt, haben mich da die ganze Zeit stutzig gemacht.
      qoii hat es ja schon gesagt: Bei Sherlock handelte es sich um Luca in Verkleidung, die sich unter falschem Namen vor Machiavelli versteckte. Nachzulesen in Kapitel 25, fast am Ende des Kapitels. Als Luca sich aus dem Rauch schält, trägt sie Sherlocks zerbombten Anzug, nur die Schiebermütze fehlt, wodurch ihr langes blondes Haar entblößt wird.

      Bei Loreleis Spion handelt es sich also nicht um Sherlock, sondern um einen eigenständigen Charakter.^^

      blink schrieb:

      3. Wer ist der Junge, der in Einzelperspektive innerhalb des Nebelwaldes umherirrte? Dass Mercedes, Callaghan und O'Mara dort diversen verfälschenden Eindrücken unterlagen, soweit habe ich es gelesen, doch zwischendurch die einzelne Jungen-Perspektiven haben mich ziemlich irritiert.
      Dabei handelte es sich um Markus Wildmann, einen der Jäger. Diese Episode war aus seiner Sicht geschrieben, die psychedelischen Nebel haben ihn in seine Kindheit mit einer gehörigen Prise Alptraum zurückversetzt. Um das Kapitel wirrer zu gestalten, habe ich das nicht so genau aufschlüsselt. Markus war das verängstigte Kind, der andere Jäger Kaspar war die Gestalt in den Baumwipfeln. Beide waren, genau wie die Kopfgeldjäger, Opfer der seltsamen Nebelschwaden.

      blink schrieb:

      Endlich kann ich darauf eingehen, ohne nur das in deinen FF-Thread schreiben zu können.
      Zur ganz alten Garde zähle ich Sheppard und Sirus.0, die die umfassendsten Geschichten schrieben, als Icedragoon, Panda Lee und ich vor acht Jahren anfingen. Kurz darauf gesellten sich dann LaDarque, Le Roux, Dillian, Member of CP9, zongo67 dazu, die jeweils ausführliche Geschichten verfassten, doch leider ist keiner von ihnen fertig geworden. Viele von ihnen finden sich in diesem illustren Team wieder. Momentan würde ich Vexor und dich als Sirus.0 und Sheppard der letzten Jahre sehen - zwei umfangreiche und langjährige Geschichten mit vielen Kapiteln, Rezensionen, etc. Zwei Werke, die man auf Seite 1 des FF-Bereiches antrifft und sieht: Da ist viel los!
      Desweiteren sehe ich zwischen Dillian und deiner Geschichte viele, viele Parallelen was den Düsternis-Faktor anbelangt.
      Wow, eine richtige Geschichtsstunde. Eigentlich ganz interessant. Habe mich eine Zeit lang selbst durch die verschiedenen alten Geschichten hier geklickt. Schade, wie viele nie beendet worden sind. Hoffentlich endet es bei uns anders. :D

      blink schrieb:

      Abschließend meine zwei Favoriten: Krill und O'Mara. Mit Abstand. Selten solche souveränen und gleichzeitig so verkorksten Charaktere gesehen. Soweit von mir, unstrukturiert und sprunghaft, doch was raus muss, das muss raus.
      Da bist du bestimmt nicht allein. Die beiden sind ja auch ziemliche Exzentriker, auf ihre Weise. xD
      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Ich hoffe, dir bald einen Besuch in deiner FF abstatten zu können. Ich gebe mein bestes. Das Semester ist ja noch jung und viel zu verlieren habe ich eh nicht mehr. :D
      qoii


      qoii schrieb:

      Ich weiß gerade echt nicht, ob sich O'Mara hier wie ein Arschloch verhält oder Cathal zu viel erwartet, bzw. zu sehr von seinem Standpunkt/Erinnerungen aus handelt. Denn halten wir mal fest, O'Mara weiß eigentlich wirklich nur(noch), dass sie ihm seine Erinnerungen genommen haben und was Mulligan ihm und seinen Freunden angetan hat. Also eigentlich keine Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Verhältnis und Verhalten seinerseits.
      Ich glaube, beides trifft zu. Zumal Cathal nun auch kein Musterbeispiel an Vergebung ist, wie man in den letzten Kapiteln gesehen hat. Bisher hat keiner seiner alten "Freunde" ein wirkliches Interesse daran gehabt, ihm zu helfen. Étaín hat ihn bei ihrem ersten Treffen ins Meer geschleudert und Mulligan...war halt Mulligan. O'Mara hat allen Grund für sein Verhalten, würde ich sagen.

      qoii schrieb:

      Währenddessen macht Mercedes Moria sehr deutlich und gut klar, dass komplettes Vergessen keine Erlösung ist, sondern Folter. Dabei erfahren wir, dass Moria von der Zähre-Zähre-Frucht /Tränenfrucht gegessen hat. Diese ermöglicht es ihr über Tränen bzw besser gesagt die Augen, auf die Erinnerungen der Menschen zuzugreifen. Die Augen sind nicht nur das >Fenster zur Seele<, sonder verraten auch sonst viel über einen. Je nachdem wen man Fragt, kann man an den Augen erkennen, ob jemand die Wahrheit sagt oder man spricht davon, dass man an den Augen/dem Blick das grauen ablesen kann, was die Person (vor kurzem) Erlebt hat oder es sind nicht mehr die Augen eines Kindes, wegen dem grauen, was es erlebt hat. Die Verbindung zwischen Augen/dem Blick und dem Erinnerungen bzw. Erlebnissen eines Menschen sind jedenfalls ziemlich verbreitet. Insofern kann ich deine Idee zur Herleitung von Morias Kräften nachvollziehen und irgendwie gefällt sie mir sehr gut. Es ist einfach mehr, als wenn man einfach nur auf die Gedanken zugreifen kann und wenn es nur die Symbolik ist, die dahintersteckt. Auch das du beim Einsatz von Morias Erinnerungsübertragung auf den Ich-Erzähler wechselst finde ich einfach wunderbar, dadurch wird das Erlebte noch einmal intensiver. Die Idee kommt mir im Nachhinein einfach so logisch wie genial vor.
      Vielen Dank. Ich denke auch, dass die Fähigkeit und das Motiv dahinter die Überschneidungen zu Viola und natürlich zu Pudding rechtfertigt und gleichzeitig relativiert. Man kann das Rad nicht neu erfinden, gleichzeitig muss man immer eine Spur Eigenständigkeit bewahren. Ist manchmal eben nicht so einfach.

      Der Wechsel zum Ich-Erzähler war eher Zufall. Mir fiel es irgendwie schwer, die Erinnerungen vom Rest der Handlung abzugrenzen und gleichzeitig klar zu machen, dass es sich um die Erinnerungen einer spezifischen Person handelt und kein simpler Flashback ist. Ergo wurde daraus die Ich-Perspektive, was wohl nur logisch ist, da man in einer Erinnerungen nicht selbst auftritt. Wie auch, wenn man sich selbst nicht sieht?^^

      qoii schrieb:

      Zu der innigen Geschwisterliebe enthalte eich mich mal, da wir über die beiden immer noch zu wenig wissen, um wirklich darüber urteilen zu können. Aber selbst wenn sie keine Geschwister wären, dürfte die Reaktion von Mercedes und O'Mara kaum anders gewesen sein. Denn ich denke nicht, dass ihr wissen um die (angebliche) Geschwisterschaft der Beiden alleine für ihr starren verantwortlich war.
      Ja, Moira und Cathal haben kein Problem damit, ihre Liebe offen zu zeigen. Sehr offen. Zu den beiden gibt es noch einiges zu sagen. Aber nicht jetzt. xD

      qoii schrieb:

      Aus der letzten Erinnerung meine ich auch einiges über die Struktur von Saoirse Láire herauslesen zu können, zumindest wenn ich dabei Referenzen zur Irland ziehe. Wie du bereits verraten hast, ist dein Irland von Truppen eines englandähnliches Landes besetzt, was bei dir den Namen Fountleroy Island trägt. Googel spuckt mir zu diesem Namen nur die Korrektur Fauntleroy aus, welches die Lordschaft vom >Kleinen Lord< ist. Die Besetzung von Saoirse Láire scheint schon länger anzudauern, da es zum einen in der Bar von Laura O’Rourke einige Heldengemälde gibt, aber auch weil die patriotischen Barbesucher nicht mehr in bester Stimmung sind, zumindest einsteht bei dir das Bild eines schon lange Unterdrückten und desillusionierten Volkes.
      Du wirst lachen, der Name "Fountleroy" wurde tatsächlich von "Fauntleroy" aus dem Kleinen Lord inspiriert. Meine Familie liebt diesen Film, sodass ich an Weihnachten Jahr aus, Jahr ein diesen Streifen gucken musste. So viel zum Thema besinnliche Weihnachten in der Kindheit. xD
      Jedenfalls kam so aber bei mir früh diese Verknüpfung zu England zustande, welche sich nun im Namen der an England angelehnten Insel niederschlägt. Mehr Verweise wird es aber nicht geben, keine Angst.^^

      Zum Rest kann ich dir nur beipflichten. Erneut beweist du dein hervorragendes Gespür.^^

      qoii schrieb:

      Brian O’Mara, der tollwütige Fuchs von Hoolahara und Ulysses McKenna, der scheue Hund von Hoolahara scheinen Aufgrund ihrer Beinahmen in gewissen Kreisen schon ziemlich bekannt zu sein. Da Moria Prügeleien für das Shamrock County als typisch empfindet, kann es sich bei Hoolahara eigentlich nur im die Stadt bzw. das Dorf handeln. Denn County müsste die nächst größere Verwaltungsebene sein, wie bei uns die Kreise bzw. Großstädte. Daraus kann man schließen, dass es sich bei Shamrock County um ein ärmeres mehr von Arbeitern bewohntes Gebiet handelt. Während Moria aus einem bessergestellten County kommen dürfte. Fest steht jedenfalls sie kommt aus einer reicheren Familie unterstützt aber auch den Widerstand bzw. ist daran beteiligt. Jetzt scheint sie geschickt worden zu sein, um über eine Zusammenarbeit mit einer anderen Gruppe/Zelle des Wiederstandes zu verhandeln, der Ulysses vorzustehen scheint. .
      Richtig, richtig, richtig. Hoolahara ist die Stadt im Kreis (County) Shamrock County auf der Insel Saoirse Láire. Shamrock County ist ein ärmeres County, welches - an Moiras Vorurteilen erkennbar - als wild, unzivilisiert und gewaltbereit gilt. O'Mara passt da gut rein, was?^^
      Brian und Ulysses sind innerhalb ihres Gebietes bekannt, allein durch ihre Verbindung zum Cailín's, der bekannten Bar. Aber auch dazu werde ich noch kommen, wenn die Geschichte weiter vorangeschritten ist. So langsam lichtet sich das Dunkel immerhin.

      qoii schrieb:

      Brian Beinahme der tollwütige Fuchs (von Hoolahara) ist ziemlich passend, er ist schlau wie ein Fuchs, hat aber kein sehr gutes Benehmen. Damit scheint bewiesen, dass O'Maras Verhalten nicht aus seinem Gedächtnisverlust nebst zu viel Alkoholkonsum resultiert, sonder scheint schon immer ein Charakterzug von ihm gewesenen zu sein scheint. Weiterhin würde ich vermuten, dass diese Erinnerung vor dem FB von Cathal spielen, da dieser vorher sicher keinen Grund gehabt hätte Nachts in die Bar einzudringen. Ich würde spontan vermuten, dass Moria überfällig war und er nach ihr suchen wollte. Interessant ist außerdem noch, das Brain anscheinend ein ziemliches Interesse an der jungen Étaín gehabt zu haben scheint.
      Genau. Moira kann vielleicht Erinnerungen nehmen, was selbstredend auch die Persönlichkeit beeinflusst, tatsächlich den Charakter eines Menschen kann sie aber nicht manipulieren. Es ist also eine indirekte Einflussnahme durch Erinnerungen und keine direkte Beeinflussung. Warum Cathal in die Bar einbricht, lasse ich noch offen. Aber mit Moira hat es definitiv zu tun. ;)

      Das Interesse beruht wohl auf Gegenseitigkeit, würde ich sagen. Schließlich sorgt sich Étaín selbst in der Gegenwart noch um O'Mara und wollte nie, dass er verletzt wird. Die Beziehungen innerhalb der Fraktion um Ulysses und O'Mara sind eindeutig verworren. Ich kann vorweg nehmen, dass es dramatisch wird. Teenager halt. :D

      qoii schrieb:

      Ansonsten bleibt noch zu bemerken, dass Ulysses schon damals zum einen keine sehr gute Gesundheit hatte, aber trotzdem ein einnehmendes bzw. eher einschüchterndes und beeindruckendes Wesen hatte.
      Ulysses ist eine der wohl eigentümlichsten Figuren meiner Geschichte. Sobald er auftritt und ihr ihn besser kennenlernt, werdet ihr das merken. Aber das kann man wohl auch von einem Menschen erwarten, der sich mit einem Genie wie O'Mara anlegt und allem Anschein nach mithalten kann bzw. konnte.^^
      Edrail



      Eldrail schrieb:

      O'Mara und Cathal:

      Hier passiert zuerst gefühlt gar nichts. O'Mara kippt endlich um und Cathal hebt ihn auf. Dann schleppt ihn Cathal fort, offenbart aber zum wiederholten Male, dass er die Kopfgeldjäger als Familie ansieht. Hm, da wird ja immerhin begonnen Aufklärungsarbeit zu leisten. Jedenfalls verhält sich O'Mara nicht gerade freundlich, ganz wie in alten Zeiten xD
      Diese Szene galt auch einzig und allein dem erneuten Treffen zwischen Cathal und O'Mara. Die beiden haben sich ja schon lange nicht mehr gesehen und Cathal macht keinen Hehl daraus, ein Problem mit O'Mara zu haben. Zwei sture Charaktere treffen aufeinander. Mehr sollte dieser Abschnitt nicht zeigen.^^




      Eldrail schrieb:

      Mercedes und Moira:

      Ich trenne das auf zwischen der Vergangenheit, die hier gezeigt wird und der Gegenwart bis dorthin. Mercedes versucht, verständlicherweise, Moira dazu zu bewegen, O'Mara seine Erinnerungen zurückzugeben. Allerdings verweigert Moira dies mit der Begründung, es wäre zu hart. Ich stimme Mercedes jedenfalls zu, O'Mara sollte damit umgehen können. Gut geht es ihm ohne ja ohne die Erinnerungen ebenfalls nicht. Dann nutzt sie ihre Teufelskraft, die Zährenfrucht. Gewissermaßen nachvollziehbar, aber zumindestens mal sehr kreativ^^
      Ich denke auch, dass man Moiras Kräfte durchaus verstehen kann. Augen und Tränen sind in fast allen Kulturen symbolisch aufgeladen und ich habe mir einfach die bekanntesten Motive ausgesucht und entsprechend erweitert. Augen sind Spiegel, Fenster zur Seele, blablabla. In ihren Einzelteilen ist die Kraft nicht neu, zusammengenommen passt sie mMn aber sehr gut. Und ich finde, dass sie Moira hervorragend steht.^^




      Eldrail schrieb:

      Die Erinnerung nimmt Mercedes jedenfalls mit. Gefällt mir als Auflösung gut. Aber dann kommt Cathal und macht alles kaputt xD
      Was erwartest du von dem Kerl auch? Der hat gleich bei seinem ersten Auftritt blankgezogen und seine Schwester genagelt. Feinfühligkeit wirst du bei dem vergebens suchen. :D




      Eldrail schrieb:

      Dieser Inzest ist immer noch etwas, nun, merkwürdig. Gerade, da sie ja irgendwie ansonsten ganz gut dargestellt werden. Naja, du brauchst ja immer etwas eher ekliges, oder?
      Das trifft es ganz gut. Wo bliebe der Spaß, wenn ich nicht schocken dürfte. ;)
      Ich kann dir nicht versprechen, dass das Verhältnis der beiden weniger merkwürdig wird, sobald ihre ihre Vergangenheit beleuchte. Ich kann nur sagen, dass die beiden gute Gründe für ihre Beziehung haben und ich nicht grundprinzipiell sagen würde, dass sie abartig oder krank sind. Für zwei durchgeknallte Inzest-Geschwister sind sie schließlich recht gesittet. Naja, fast immer jedenfalls. xD




      Eldrail schrieb:

      Verbleibende Info ist, dass Ulysses, der ja sowieso schon nicht unbedingt zu beneiden ist, auch noch die Erinnerungen aufgehalst bekommen hat bzw. er sie freiwillig trägt. Auf ihn bin ich wirklich gespannt. So kannst du uns auch gut die Erinnerungen vorenthalten^^
      Nicht wahr? Dass Ulysses die Erinnerungen hortet, ist ebenso charakteristisch wie praktisch. Um seine Erinnerungen wiederzuerlangen, muss sich O'Mara Ulysses selbst stellen. Das wird spannend. Und keine Sorge: So~ lange werdet ihr auf Ulysses nicht mehr warten müssen. ;)




      Eldrail schrieb:

      Der Erinnerungsschnipsel, den Mercedes zu Gesicht(?) bekommt. Viel passiert nicht, nur Moira, die sich nach Brian/O'Mara sehnt. Und Ulysses, der schweigsame Junge, der irgendwie alles zusammenhält, fast zumindestens. Mehr als die neuen Namen bekommen wir da auch noch nicht präsentiert, immerhin wissen wir als Leser ja bereits, dass die Fraktion um Ulysses ja eigentlich ziemlich freundlich und gut ist. Wobei man irgendwie ja "eigentlich" schon betonen muss.
      Dieser Fetzen diente Moira dazu, Mercedes ihre Aufrichtigkeit zu beweisen. Moira wollte beweisen, dass ihr leid tut, was sie O'Mara angetan haben. Gleichzeitig wollte sie aber auch aufzeigen, dass es aus ihrer Sicht notwenig war. Mit Erfolg, schließlich schien Mercedes nach der Rückblende klarer zu sehen, jedoch ohne ihre grundlegende Meinung geändert zu haben.




      Eldrail schrieb:

      Moira und Brian bzw. Ulysses:

      Noch mehr Vergangenheit. Diesmal immerhin auch für O'Mara. Der war ja ein ziemlich aggressiver Junge. Ansonsten haben wir recht viel Vorbereitung. Du führst so einige Namen ein, die Spannung erzeugen. Aber da müssen wir uns wohl noch gedulden, ergibt das alles erst Sinn, wenn wir einen zusammenhängenden Flashback erhalten. Irgendwie kann ich zur Zeit nicht so richtig etwas herauslesen. Auch und gerade, weil qoii da bereits gut vorgearbeitet hat.
      Ja, aber aller Anfang is schwer. Ich denke, es ist nicht sonderlich überraschend, dass ein Arc rund um Saoirse Láire unumgänglich ist und sehr umfangreich werden wird. Das braucht Vorarbeit. Viele Charaktere, viele Handlungsstränge, viele Szenen in Gegenwart und Vergangenheit. Allein der Mega-Flashback um O'Mara, den es geben muss, wird ein Batzen an Infos, die es vorzubereiten geht. Ein notwendiges Übel für den Moment, welches in der Zukunft aber von unschätzbarem Wert sein wird.




      Eldrail schrieb:

      Insgesamt war das Kapitel toll, auch wenn ich nicht wirklich etwas kommentieren konnte. Es war wie üblich wunderschön geschrieben, ist aber letztlich wirklich nur ein Informationskapitel, dessen Informationen aber nach wie vor nicht richtig für Klarheit sorgen können. Aber irgendwo muss man ja ansetzen^^
      Eben. In diesem Kapitel ging es mir darum, ein "Gefühl" zu schaffen. Für O'Mara, Ulysses, Moira und die ganze Szenerie um Saoirse Láire. Mehr wollte ich gar nicht. ;)
      Vexor



      Vexor schrieb:

      Die Wiedervereinigung von Cathal und O'Mara verläuft ja unter denkbar ungünstigen Verhältnissen, auch wenn ich O'Mara vollkommen verstehen kann. Ulysses und Co. sind buchstäblich diese dunkle Bedrohung in seinem Gedächtnis, die ihm ja irgendwie zu dem verkorksten Charakter gemacht, der er heute ist. (Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass er das so sieht). Und dann gibt es noch unser Ekelschwein Mulligan, der ihn und seine Freunde halb tot geprügelt, und Luca vergewaltigt hat.
      Kein Wunder, dass er da etwas säuerlich reagiert und dann tauchen die genau wieder am Ort des Schreckens auf. Außerdem ist O'Mara sicherlich schon seit mindestens fünf Minuten wieder auf Entzug, was bei seinem durchschnittlichen Alkoholpegel wohl jeden zu ner zickigen Frau während ihrer PMS machen würde.
      Denke ich auch. Bisher hat O'Mara mit seinen alten "Freunden" nur schlechte Erfahrungen gemacht. Étaín schleuderte ihn, nachdem sie ihn erkannt hat, ins Meer und Mulligan brach wie eine lüsterne Naturgewalt über sein Leben herein. Dazu noch das Gespräch mit dem eher kryptischen denn kooperativen Ulysses und die allgemeine Gesamtsituation, dass "seine" Leute immer genau da auftauchen, wo die Scheiße am heißesten dampft. O'Mara hat keinen Grund, irgendeinem von ihnen zu vertrauen. Cathal kann noch so oft betonen, dass sie Familie sind oder waren - die Realität sind für O'Mara vollkommen anders aus.

      Vexor schrieb:

      Die Szene mit Moira und Mercedes war durchaus stark. Hat mir sehr gut gefallen, wie du diese zwei unterschiedlichen und doch sehr wesensgleichen Frauen aufeinander hast treffen und miteinander agieren lassen.
      Zwei Frauen, die einen vollkommen unterschiedlichen und dann wieder sehr gleichen O'Mara/Brian kennen. Beide erleben ihn als gebrochen, geben dafür aber unterschiedliche Erklärungen ab. Moira schwankt in meiner persönlichen Wahrnehmung aber weiterhin in einem grauen Bereich. Die Masche der Heiligen mit keinerlei egoistischen oder arglisten Motiven nehme ich auch nach ihren zahlreichen Introspektionen nicht völlig ab. Vielleicht traue ich dir nicht oder kenne dein Frauenmuster, beziehungsweise kenne meines. Aber irgendetwas stört mich an ihr. Ich glaube, dass sie gute Seiten hat, aber sie nicht rein.
      Ja, die gefiel mir auch ziemlich gut. Generell bin ich ein Fan von Szenen, in denen Mercedes Charakterstärke beweisen darf. Unter den Kopfgeldjägern beweist sie erneut ihre Rolle als emotionalen Anker, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg bleibt und für die Dinge kämpft, die ihr wichtig sind. Moira - da gebe ich dir recht - ist nicht "weiß". Moira ist grau und das zeigt sich schon etwas in diesem Kapitel, indem ihre Scheinheiligkeit und Selbstgerechtigkeit offen angeprangert wird. Sie empfindet Scham, also wäre es für O'Mara besser, wenn er seine Erinnerungen nicht zurück bekäme. Diese Logik entbindet sie vielleicht von der Pflicht, erneut an O'Mara herumzudoktern, hilft ihm selbst aber nicht weiter. Moira ist kein schlechter Mensch, hat jedoch auch ihre selbstsüchtigen Seiten - etwas, was im Laufe der FF noch stärker thematisiert werden wird. Du tust also gut daran, ihr nicht blindlings zu trauen. ;)

      Vexor schrieb:

      Kommen wir hingegen zu ihrer Teufelskraft, die dann eine doch ganz etwas andere Richtung annimmt als erwartet. Die Zähre-Zähre-Frucht. An erster Stelle mal ein großes Lob, weil du die antiquierte Form des Worts für Träne genommen hast. Interessieren würde mich zumal, ob diese Neuinterpretation auf Odas und meinem Mist gewachsen ist, nachdem wir dir die Möglichkeiten bezüglich einer "Memo-Memo-Frucht" (zum Glück kann ich mir noch nen anderen Titel überlegen xD) genommen haben, oder ob diese kreative Auslegung schon immer so geplant war?
      Beides fände ich interessant und möchte dich so oder so für den kreativen Umgang mit dem Thema loben. Gerade Tränen, die wir ja meist im Zustand größten Schmerzes oder größter Trauer vergießen, als Spiegel in unsere Seelen. Das hat wirklich Stil. Gefällt mir
      Naja, sagen wir es so: Das Motiv der Augen und Träne war schon geplant, aber längst nicht so plastisch und "wortwörtlich" zu nehmen. Es ging halt schon mehr in die Richtung, die du und Oda eingeschlagen haben. Letztlich habe ich das Tränen-Motiv aber nur ausweiten und auch visueller gestalten müssen, sodass sich problemlos eine Abgrenzung ergab. Kreativ war also bereits seit Beginn meiner Planung, aber nicht so~ kreativ. Da muss ich mich bei dir und Oda bedanken, denn mit diesem Ergebnis bin ich selbst mehr als zufrieden. :D

      Vexor schrieb:

      Mit der Ich-Perspektive bin ich noch ein wenig unschlüssig. Die Idee dahinter gefällt mir super. Man merkt in meinen Augen aber dennoch ein wenig, dass das nicht dein gewohntes Terrain ist. Zumindest hab ich zwischendurch immer mal wieder das Gefühl gehabt, dass du kurz davor bist wieder in den auktorialen Erzähler zu schlüpfen. War für die Szenen aber auf jeden Fall eine gute Wahl und mal eine andere Form der Rückblende.
      Ja, kann ich nachfühlen. Zu Beginn meiner schriftstellerischen...nennen wir es mal "Ambitionen" habe ich vor allem Kurzgeschichten verfasst, die auch tatsächlich aus der Ich-Perspektive erzählt waren. Das lief aber auch nur semi-gut, weil mir diese Sicht auf die Handlung zu limitiert war. Gedanken, Gefühle, Einstellungen einer einzigen Person, die nur ein eingegrenztes Verständnis vom Rest des Geschehens hat? Gefiel mir nie. Spätestens mit dem Start der FF habe ich mich dann der auktorialen Erzählweise verschieben und das leidige "Ich" nicht vermisst. Diese kleine Schwenk in alte Zeiten hat mir aber auch nur vor Augen geführt, wie sehr sich diese Perspektive mit meinem Stil beißt. Kein normaler Menschen erzählt wie mein Erzähler es in der Regel nun mal tut, sodass ich - gerade im großen Flashback am Ende - echt mit mir gehadert habe. Es war ein Experiment, wird vielleicht auch noch ab und an aufgegriffen, bleibt aber die Ausnahme. Das kann ich dir versichern. xD
      Danke für die ehrliche Meinung, die mein Bauchgefühl bestätigt hat. :)

      Vexor schrieb:

      Zum Inhalt der Saoirse Laíre möchte ich nicht mehr so viel sagen. Der Inhalt hat mir gefallen, ebenso der neue Blickwinkel auf O'Mara und Ulysses. Zwei Seiten einer Medaille, was ihre seltsame Verbindung noch einmal stärker hervorhebt, wie ich finde.
      Ich frage mich jetzt ja gerade, ob diese Insel unser nächstes Ziel sein könnte? Harley ist erst einmal weg vom Fenster und dann steht ja die große Frage im Raum, wohin als nächstes?
      Der Grüne König ist ein Ziel, aber so sehr ich auch eine Verbindung zwischen dem Irlandthema und dem Grünen König vermute, so wenig kann ich glauben, dass dieser Gegner schon als nächstes dran ist.
      Das wird sich aber wohl eher daraus ergeben, wer tatsächlich der große Endgegner deiner Geschichte ist. Sind es vielleicht die drei Abteilungen der CP0? Allen voran Rexroth, der mit dem Grünen König zusammenarbeiten könnte?
      Andererseits ist Callaghan ja der Hauptcharakter deiner Geschichte und der Grüne König ist seine Nemesis. Fände es von daher schon gut, wenn O'Maras Vergangenheit nicht die letzte Instanz deiner Geschichte wird. Aber da ist dann auch noch das Gawain-Motiv bei Call....oh Mann...ich sollte nicht so viel über die ganzen Parteien in deiner Geschichte nachdenken. Dann wird mir nur ganz schummrig xD
      Ja, wohin als nächstes? :D
      Ich verrate nichts, sage aber, dass es keine komplett neue oder unbekannte Welt sein wird, die als nächstes angesteuert wird. Warte mal noch 2-3 Kapitel ab, dann wirst du deine Antwort bekommen.
      Zum Rest sei gesagt, dass ich schon noch weiß, welcher Charakter welche Priorität hat. O'Mara nimmt zwar momentan eine große Wichtigkeit ein, am Ende wird sich seine Rolle jedoch relativieren und die eigentlichen Hauptfiguren (Plural) werden ihr würdiges Finale erhalten. Der Weg dahin wird aber vermutlich nicht so aussehen, wie ihr momentan vielleicht erwartet. Nur als kleiner Teaser vorweg.^^

      Vexor schrieb:

      Ansonsten schönes Kapitel, welches an der Ulyssesfront ein wenig Tacheles geredet hat. Insgesamt war das Kapitel gut, war für mich aber ein wenig zerrissen, was aber ziemlich sicher daran lag, dass ich es zwischen Familienfeiern nur stückchenweise lesen konnte.
      Liegt vielleicht daran, dass dieses Kapitel ohne größere Blöcke auskam. Es gab zwar den großen FB am Ende, aber ansonsten war der Text durch einige Abschnitte aufgelockert. Vielleicht ergibt sich dadurch auch der Eindruck, wer weiß. :)

    • Neu

      Grüß dich!

      Kommt es mir nur so vor, oder wird hier 'Game of Thrones'-Wissen abgerufen? Die Überschrift klingt verdächtig nach dieser Serie, die mir dutzende Menschen ohne Erfolg nahelegen möchten. Oder beziehst du dich auf Wilhelm I., der ebenfalls so genannt wurde? Jedenfalls ist es interessant zu sehen, welchen Einfluss Ulysses noch immer ausübt. Mochte man annehmen, dass er sich auf einem absteigenden Ast befindet und ohnehin bald stirbt, der wird hier eines besseren belehrt. Keine Nachfolgeregelung, kein Zurückfahren der Aktivitäten, da wird kräftig expandiert, wenn man sich einen Valentine Harley als willfährigen sabbernden Sklaven anschaffen möchte - und Stand jetzt sieht es gar nicht so schlecht aus, dass der Deal über die Bühne gehen kann. Eine Flucht Harleys wäre nach der ganzen Darstellung seines bröckelnden Imperiums irgendwo auch ein aufgewärmter Kaffee. Schmeckt nicht.
      Auf der anderen Seite kennen wir bislang nur den lebensbejahenden, strahlenden Harley, der ja auch irgendeinen Grund brauchte, um seinen Posten bei der Regierung zu räumen. Es erscheint mir arg unvollständig, sofern zB Rexroth diesen zum Verrat ermunterte, um danach einen neuen Insider außerhalb der legalen Kreise zu installieren. So viele andere böse Buben, die hierarchisch über Harley standen, sind bislang nicht bekannt, auch wenn Gráinnes Andeutungen über Callaghans prallgefüllte Akte darauf schließen lassen, dass Zugang zu Informationen vorhanden ist. Harley selbst musste sich ja auch erst von Carla briefen lassen, um mehr über die Kopfgeldjäger zu erfahren. Und wenn die ersten beiden schon einige Zeit mit Callaghan zusammenarbeiten, liegt es nahe, dass die Lebensgeschichte des mürrischen Mannes nicht großartig breit ausgewälzt wurde. Die Bestie von Compeyson entspringt ja auch eher einem Vorfall, den Machiavelli selbst im Gespräch überprüfte.

      Entweder haben Ulysses und Co. (a) jemanden in der Regierung, der ihnen Infos zukommen lässt (Rexroth?), (b) es ist allseits bekannt - was ich ja nicht so recht glauben mag oder (c) ist es eine Aussage Gráinnes, um Harley ein wenig mehr Angst einzujagen. Dieser ängstliche Harley kam in dem Kapitel ziemlich deutlich zum Zug und ich finde es Flint gegenüber ziemlich schade, dass dieser in Harleys Augen keinerlei Angst auszulösen imstande war, während er sich in dem Moment regelrecht in die Hose zu machen schien. Dass wir nicht wissen, wie er Carla gegenüber reagieren würde, da kann man sich schon auf eine mögliche Retourkutsche freuen. Zwischen einem sarkastischen Applaus und einem schweigenden Kopfabreißen kann ich mir so ziemlich alles vorstellen.
      An der Stelle fand ich es ehrlich gesagt etwas ermüdend, wie Gráinne auf O'Maras Verrat anspielte - sofern es nicht noch weitere gab - denn daraus wird man als Leser gar nicht schlau. Alle "Freunde" von Ulysses und Brian erwähnen mit trauriger Wehmut diesen Verrat O'Maras, während sie alle gleichzeitig irgendwo Verständnis und bestehende Sympathie durchblicken lassen. Kommt mir echt so vor, als würden sie alle nachtragend sein wollen, während sie es in Wahrheit nicht sind. Überhaupt finde ich dieses Verhalten, Stand Jetzt, recht inkonsequent. Einerseits wird der Verrat immer wieder thematisiert, gleichzeitig bietet sich doch keinerlei Möglichkeit zur Reue an, da O'Mara schlichtweg nicht wissen kann, was er eigentlich verbrochen hat. Bis wir dazu mehr erfahren, sehe ich es mal als stilistisches Mittel, um zu zeigen, wie unterschiedlich die Reaktionen auf O'Maras Taten wirken. Zwischen Mulligan und Graham liegt ja schon ein emotionaler Unterschied. Der eine sticht eine Kellnerin ab, während die andere vor Trauer im Boden versinkt.

      Zum Ondine-Part kann ich mich vergleichsweise kurz äußern: Das Mädchen weiß einfach zu gefallen. Dieses göttlich geheimnisvolle, es ist, als wäre Ondine eben die große Dame, die auf PS regelrecht angebetet wurde. Würde auch irgendwo die jungfräuliche Geburt und verzweitelte Häresie erklären, die ihre Mutter gegenüber Krill zum Ausdruck brachte. [wird fortgesetzt...]
      Raum gewechselt, weiter geht es.
      Krills Androhung klingt beim wiederholten Lesen nicht einmal mehr abgestumpft. Ich bin schon gespannt, wie er auf Callaghan reagieren wird, sollte dieser später noch immer seine Bedenken gegenüber dem blauhaarigen Kind äußern.
      Anfangs wirkte es noch ziemlich widerstrebend, so nach dem Motto, dass man mit Flint schon genügend kindlichen Leichtsinn erdulden (und beschützen) muss - doch sollten sich Krill und er wiederbegegnen und Ondine nachwievor auf der "Tagesordnung" stehen, dürfte weiteres Konfliktpotential vorhanden sein. Auch wenn ich schon das Glitzern in Cassiopeias Augen gespürt habe. So ein Kind in den Händen der Regierung? Das hat schon seinen Reiz, da ganz augenscheinlich irgendwas Übernatürliches, neben der Teufelskraft, an diesem kleinen Kind haftet. Desweiteren bin ich schon sehr gespannt, ob Gráinne sich noch bei Graham und Co. abmelden wird oder mit Zombie-Harley im Gepäck verschwinden wird. Ohne weiteres würden ihn weder Kopfgeldjäger noch Cipherpol einfach ziehen lassen. Doch so ganz grundlos wird Harley nicht einsam und allein in Ketten zurückgelassen, ohne, dass sich irgendwer - außer Carla - von ihm verabschieden konnte. Nicht einmal Stagman, die alte Quasselstrippe, konnte etwas an einem freien Harley verhindern. Ich finde es ja großartig, wie die Fähigkeiten des Bodyguards hervorgehoben werden, dass er Schaden von Harley abwende und keinen zu ihm durchdringen lässt etc, während er ja eigentlich im entscheidenden Moment einer Moira Graham - oder wie @qoii sagen würde, Moria, hinterherjagt, um ungeschickt aus dem Fenster zu stürzen und Harley einiges an Prügel kassieren lässt.
      Anfangs war durchaus einiges an Spannung vorhanden, da es kurz davor war, Harley doch noch entkommen zu lassen. Da sehen wir eines: Gute Angestellte reden nicht, sind Geschenke und wirken in ihrem Bewegungsablauf mehr als Maschine. Bei Carla und ihrem Genörgel war ja die hochgehende Hutschnur schon abzusehen, hehe. Hoch lebe Stagman, employee of the day! - Als dann schließlich klar wurde, dass Gráinne kuma-artig ihren, sagen wir, Stempel aufdrücken kann, da war es um jegliche Bemühungen geschehen. Was immer man mit einem Harley unter Gehirnwäsche anstellen möchte, es ist kein gutes Zeichen für eine Carla, die sich allem Anschein nach Limerick/Ulysses anschließen will, um dann später einem Harley über den Weg zu laufen, dem irgendwann vielleicht wieder dämmern könnte, wer ihn eigentlich nach Irland verkauft hat. Das kann böse Ausgehen, doch immerhin bleibt uns hier kein Racheakt verwehrt, auch wenn das noch sehr, sehr lange dauern könnte - oder gar ganz ausbleibt. Der Gedanke ist da - und er ist verlockend. xD

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