Menschenjagd (Bo)

    • Kapitel 129- O'Mallaghan incoming?!?! O'Mara zwischen 3 Stühlen!!!

      Es beginnt, nachdem Carla den blinden Remy zum Zentrum der stinkenden Hölle geführt hatte, wortgewaltig im räumlichen Traum eines jeden Necrophilen- der Leichenhalle des Pathologen Dr. Mortimer 'Wurmschwanz' Shades. Zuerst erfuhren wir über ihn, dass er sich mit der Präparation von menschlichen Leichen beschäftigt und aus seinen Dekorationskünsten in diesem Bereich einen gewissen Stolz bezieht (die Art, wie er seinen Besuchern das tote, thronende Mädchen präsentierte). Verschroben geht es dann weiter, wenn wir seine Rolle in Carlas Kartenhaus erfahren- Morty stopft Leichen voll und ermöglicht Drogenschmuggelei. Die Weihnachtsgansmetapher diente als visuelle Stütze, falls man sich den Prozess des Entfernens eines ungeborenen Kindes aus dem Leib einer toten Mutter und des darauffolgenden Stopfens des Bauchs der erst kürzlich Entbundenen als Leser nicht vorstellen konnte. Zusätzlich musste für die ganze Prozedur der/die transsexuelle Gina ihren Kopf hinhalten, was Carlas und Wurmschwanzs Skrupellosigkeit ein weiteres Mal unter Beweis stellte. Hallelujah, dass der Zweiwochenpriester nicht mehr im Dienst der Kirche tätig ist.
      Weiterhin bekommen wir nächste Eindrücke von Lady Rovira, deren bloße Erwähnung als Drohmittel zu gelten schien. Wurmschwanz verängstigt, ich angefixt. Lady Rovira darf wohl eine interessante Spielerin sein.

      Und nun zu einer anderen Frau, deren Name bereits erwähnt wurde: Cocky Lynn. Denn Mercedes erwischte, wie hätte man es anders auch erwartet, ihren Kollegen O'Mara in flagranti mit dieser Frau, wonach plötzlich ein Kampf zwischen Mercedes und der Vergewaltigerynn ausbrach, der zugunsten Mercedes endete- oder auch nicht, denn dafür gefiel es Cocky viel zu sehr.
      Nach einer kurzen Geschichtsstunde über all die Plagen und Feinde, gegen die das Forbidden Woman bereits Widerstand leisten musste, erklärten Fawne und Mary die Schwarze Witwe zur Gefährlichsten von allen und offenbarten gleichzeitig ihren Plan, um die Bedrohung in Schwarz mit giftgrünen Augen auszuschalten.
      Zwar sagtest du bereits, dass Ondine eine wichtige Rolle in diesem Arc einnehmen würde, rechnete aber nicht als Lockvogel für den pädophilen Hearst, der die tragenden Pfeilerkarte in Carlas Kartenhaus darstellt. Was wohl passiert, wenn die Protagonistenfraktion diese herauszieht?
      Es bleibt ja noch "fraglich", ob es überhaupt soweit kommen wird, dass die Blauhaarige mit ins Gefecht zieht. Jedenfalls nach
      Dem Höhepunkt des Kapitels: Der intensive Streit zwischen Mutter Mercedes und dem liebestrunkenen O'Mara, welcher seine Kulmination in einer unverschämten Bemerkung seinerseits und einem dramatischen Abgang ihrerseits fand. Poulpeman Krill konnte dieses Spektakel lediglich von der Seitenlinie verfolgen.
      Das Kapitel gefiel mir zugegebenermaßen sehr. Vor allem durch den letzten Part, dem Streit zwischen Mercedes und O'Mara (Krills Rolle ist da wahrscheinlich marginal?) und der damit verbundenen Veränderung der Gruppendynamik. Ich fand die Konfrontation der beiden recht spannend, weil es sich natürlich in der Intensität aufbaute bis zu dem besagten Gipfel. Es ermöglichen sich hier eine Menge Möglichkeiten. Wird interessant zu sehen, wo es danach hingeht, was dieser Vertrauensbruch für die Rettungsaktion bedeuten wird und für die Beziehung der Charaktere zueinander in der feuchtfröhlichen Zeit danach.

      Jedenfalls weiß ich schon, bei wem Mercedes sich am Ende ausheulen wird.
    • Grüß dich!

      Zwei Kapitel ausgesetzt und mit Blick auf die letzte Antwort einen Rhythmus erkannt. Hatte bislang das Gefühl, die Kapitel kommen 14-tägig. Jedenfalls möchte ich die Rezension mit dem Faktor Zeit einleiten, da es a) im OP-Kapitel auch schon ein gedanklicher Ansatz war, b) ich das Gefühl habe, dass du dir mehr Zeit für die Kapitel nimmst und c) bereits sehr früh in diesem Arc eine gewisse Diskrepanz zwischen Handlung und "möglicher Handlung" aufbaust. Wenn jetzt bereits ein Plan geschmiedet wird, um an Carla heranzukommen, dann spricht es für eine hohe Dynamik auf Nickleby, dem ein Fehlen der meisten Handlungsträger gegenüber steht. Nach dem Lesen des bisher kurzen Arcs stehen sich beschriebene Orte, beschriebene Personen und beschriebener Alltag gegenüber. Auf PS haben wir einen sehr starken Bezug zu den verschiedenen Bevölkerungsschichten erhalten, da lebte die Handlung mitunter von dem Elend bzw. dem Überfluss der Personen.
      Auf Nickleby habe ich bisher eher den Eindruck der Personen "in ihren Gebäuden" erhalten. Also das, was innerhalb der Gemäuer an Intrige gesponnen wurde, um Carla die Karriereleiter hinaufklettern zu lassen. Sehr früh kriegen wir dadurch bereits eine "Festung" präsentiert, um welche herum es das Spinnennetz Carlas zu meiden gilt. Ich sehe hier schon das erste Pendant zu Schloss Roßkosch, das als Mittelpunkt des Arcs fungierte und über längeren Zeitraum Stück für Stück mitsamt seiner Bewohner aufgebaut wurde. Jetzt haben wir einen neuen Arc, in dem die Situation sehr klar skizziert wird und die Fragen, die es zu klären gilt, nicht einmal inhaltlicher Natur zu sein scheinen. Also, welche Informationen fehlen, um den Plan in die Wege leiten zu können? Das ist es nicht, da stattdessen das 'wie' in den Mittelpunkt der Planung, der anschließenden Diskussion und des daraufhin eskalierenden Streits gerückt wird. Ich hatte nur noch drauf gewartet, dass Ondine ein lockeres "machen wir es so!" raushaut, da sie sich weder der Gefahren, noch der Sorge darum bewusst ist. (Und selbst wenn, gehe ich ja fest von aus, dass sie das herzlich wenig interessiert. Einfach da sie nach wie vor etwas "Göttliches" an sich hat, was bisher aber nur durchschimmert - und von Cassiopeia mehr oder weniger erkannt wird.)
      Durch diesen Streit wird das in Aktion treten noch einmal ausgebremst oder womöglich durch Eigeninitiative erschwert, was der Arc auf benannter zeitlicher Ebene braucht, um sich stärker entfalten zu können. Nach den bisherigen Arcs, die durchaus umfangreich waren, halte ich es allein von der dortigen Vorgehensweise für konsequent, sofern du es auf ähnliche Weise handhabst und nun erst einmal auf die Bremse trittst, um andere zwischenmenschliche Interaktionen einzubauen.

      Eine Quintessenz deiner Geschichte ist es ja auch, deine Protagonisten immer weiter in diesem amoralischen Sumpf versinken zu lassen. Die Frage, ob man ein Kind einem Pädophilen (Pedophilen) ausliefern darf, gehört durchaus dazu. Wenn ich nicht davon ausgehen würde, dass Ondine gar keine Gefahr droht, da sie es zur Not selber regeln würde, dann ist es schon der bloße Gedanke daran, der einen Leser erschrecken und der Mercedes aus der Haut fahren lassen muss. Vier Dinge, die abschließend genannt werden müssen:
      - die Parallele zwischen der toten Mutter, ihrem ungeborenen Kind sowie Mercedes & Ondine - mit Blick auf den Kapiteltitel
      - O'Maras Bemerkung über ungefährliche Blinde xD
      - passende Hurennamen, die einfach so heißen wie das, was sie machen - wobei du Cocky ja schon zu Arcbeginn benannt hast
      - Ulysses, der Mary zu Arcbeginn noch "beschenkt", um sie gefügig zu machen, nur damit diese sich sofort mit den Kopfgeldjägern an einen Plan setzt, um Carla aus ihrem gewonnen Einfluss wieder rauszureißen. (Das ging mir zu schnell, um nicht innerhalb von Ulysses Planungen/Radar zu laufen. ^^)

      So weit, so gut. Den Beginn des Kapitels hast du dir wieder über Nächte hinweg in einem dunklen Kämmerchen zusammengebaut. Gib es zu. Bei Sonnenschein und Frohsinn kommt sowas nicht heraus. Außer bösem Frohsinn. :D
    • Kapitel 129 Der Körper einer Mutter

      Es beginnt dort, wo Carla auch bald landen wird, wenn es nach dem Willen der KGJ geht oder eben Luca, wenn etwas schiefläuft. Das Leichengewölbe mit seinem leicht verrückten Mitarbeiter hast du wieder wunderbar schaurig hinbekommen. Leichen als verstecke für Drogen zu verwenden ist schon ein ziemlich guter Gedanke, wer würde schon freiwillig in diesen suchen und jedem (Drogen-)Spürhunde dürfte die Nase absterben. Allerdings frage ich mich, wie viele Leichen hier durchs Land geschickt werden und mit welchen Begründungen, dass es sich wirklich lohnt.

      Dr. Mortimer Shades ist ein Mann mit vielen Talenten/Aufgaben Bestatter, Pathologe, Leichenaufhübscher/Konservieren und anscheinend auch Arzt/Chirurg, wenn auch kein staatlich anerkannter. Sein zusätzliches Standbein mag auf uns zwar sehr seltsam wirken, aber früher wurden z.B. auch gerne Henker zur Rate gezogen, wenn es um leiden ging, die nicht mit Aderlass zu regeln waren, wenn auch eher inoffiziell. Denn Henker waren oft die einzigen Menschen die grob wussten wie es in anderen Menschen aussieht. Auch seine Tätigkeiten als Leichenkonservierer passt gut zu dazu. Er ist eben ein allroundtalent wenn es um den menschlichen Körper geht, auch wenn ihn Lebende kaum an sich ran lassen dürften.^^

      Etwas, ich will nicht sagen enttäuscht, bin ich von Douglas Remington, da ich mir von ihm, nach seinen ersten Auftritt, ein etwas anderes Bild gemacht hatte. Wie er so da an der Wand stand/saß und sich als Vertreter von Almanag vorstellte, habe ich ihn mehr einen erfolgreichen Killer im Dunkel bzw skrupellosen Schattenmann erwartet, der sich von seiner Blindheit nicht wirklich beeinträchtigt wird bzw. durch sein gutes Gehör und seine anderen Sinne sogar noch besser agieren kann. Also Lügen heraushört, sich kaum täuschen lässt usw. Derzeit wirkt er allerdings mehr wie ein einfacher Vertreter einer Handelsgesellschaft/Interessenvertretung, welcher mit der Persönlichkeit und Handlungen seines Gegenübers völlig überfordert ist. Allerdings haben wir bis jetzt noch zu wenig von ihm gesehen, um dies wirklich beurteilen zu können.

      Bleiben wir dabei diesmal mehr die einzelnen Personen abzuhandeln als die Situationen. Benedict Hearst ist um einiges wichtiger und mächtiger als ich zunächst vermutet habe. Carlas ganze Macht und ihr Schutz scheinen von ihm Anhängig zu sein. Er ist die eigentliche Macht dort und Carla kann nur durch seinen Schutz in der Oberschicht agieren, genauso wie sie nur durch Ulysses Schutz in der Unterwelt agieren kann. Mir war zwar klar, das Benedict ein wichtiges Standbein ist, aber ich habe ihn ihm eher eine mächtige Person erwartet, die noch mehr Macht bekommen möchte, indem sie sich mit dieser Gruppierung einlässt. Jetzt scheint es eher so, als würde er schon so ziemlich zu den Mächtigsten Personen gehören die es auf der Insel gibt, sagen wir mal die Top 10, wenn nicht sogar die Top 5 oder 3. Also warum lässt er sich auf dieses Spiel ein, denn es scheint bisher nicht so, als würde er mehr Macht bekommen, eher muss er sich eine neuen Herrin unterordnen. Allerdings könnte man die Aufgaben bzw Einstellungen welche seinen Titel betreffen auch in die Richtung deutet, dass es sein Ziel ist die alte Gesellschaftsordnung, die alten Strukturen zu zerstören, um etwas neues schaffen zu können, das Land als der starre der alten Strukturen zu befreien und zu erneuern, indem ihre Macht gebrochen wird.
      Wie auch immer, er scheint mit die wichtigste Person zu sein und zum Glück hat er einen Punkt, mit dem man ihn sehr gut treffen kann. Allerdings möchte ich der Darstellung widersprechen, dass nur drei Leute auf der Insel sein dunkles Geheimnis kenne. Denn sofern er es auslebt, gibt es immer noch die Opfer, sofern er sich nicht beseitigen lässt und das würde ich wiederum Mary und Co eher weniger zutrauen. Also die Beseitigung, nicht dass sie seine Wünsche erfüllen.

      Die Auseinandersetzung zwischen O'Mara und Mercedes finde ich sehr gut umgesetzte, man kann beide Positionen sehr gut nachvollziehen, wobei Mercedes definitiv einiges mehr einstecken musste. Besonders, da die Person welche sie eigentlich Schützen wollte, nicht mit ihr (in Sicherheit) mitkommen möchte, auch wenn Mercedes wissen dürfte, dass Ondine das ganze noch nicht wirklich versteht.

      Sehr erstaunt bin ich dagegen darüber, dass Krill anscheinend keine Probleme damit hat Ondine als Köder zu benutzten. Anders als O'Mara, dem es trotz (etwas) Zuneigung zur Ondine vor allem um Lucas Rettung geht, hat Krill eigentlich keinen Grund sie solche einer Gefahr auszusetzen. Ähnlich wie Mercedes müsste es ihm besonders um Ondines wohl gehen, immerhin war er sogar dazu bereit wegen ihr gegen Cal zu kämpfen. Andererseits sieht er in ihr etwas Besonders, da er sie nicht nur mitgenommen hat, weil sie in diesem Moment niemanden hatte, sonder weil sie ihn irgendwie fasziniert hat. Er hat in ihr... so etwas wie Potenzial gesehen, eine Besonderheit, die.... sagen wir mal, sich zu etwas sehr interessantem Entwickeln könnte... Also, er scheint sie so einschätzt, dass sie ohne Probleme mit der Situation klarkommen könnte, sofern er aus dem Hintergrund über sie wacht und sich in dieser Situation vielleicht sogar interessante Weiterentwicklungen bei ihr Einstellen könnten.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 129 - Der tote Wanst meiner Mutter

      ...oder so ähnlich auf jeden Fall was mit Mutter! Und damit hätten wir Einleitung auch schon begeistert, obwohl die dieses Mal nicht das Problem sein sollte, das Kapitel war eh vollends nach meinem Gusto, weswegen ich gleich einsteigen möchte.

      Der übergreifende Nutzen der erste Szene war - damit ich das auch richtig verstehe - sich generell noch einmal all ihrer Verbündeten und damit ihrer Machtstrukturen zu vergewissern, oder habe ich das falsch verstanden? Zumindest hab ich ein wenig die Handlung zwischen all den bildlichen Beschreibungen des Elends verloren, wie Shades im Torso der Verstorbenen herumwühlt.
      Zumindest war mein Fazit: Carla markiert ihr Revier und versichert sich ihrer neuen Säulen. Etwas, was nicht schaden kann, wie wir später erfahren werden. Im Großen und Ganzen hat mir die einführende Szene sehr gut gefallen, nicht nur, weil du dich dort wieder einmal im Bereich der düsteren Metaphorik austuben konntest, sondern weil ich von Carlas süffisanten und sehr gefährlichen Spiel nicht genug kriegen kann. Ich liebe diese Frau mit jedem Auftritt mehr und das soll was heißen, wenn ich mich an meine indifferente Meinung bei ihrer ersten Einführung erinnere.
      Doch gerade die Zerbrechlichkeit Carlas, die man hinter den schwarzen Lippen und der selbstsicheren Fassade, nur wie einen Schimmer erkennen kann, machen ihr Spiel so interessant. Vielleicht ist es auch der neue Einstieg, der uns Lesern bereits ermöglicht, dass Ränke gegen sie geschmiedet werden, während sie sich noch auf der vermeintlich sicheren Seite wähnt. Ihr Fall wird kommen, da bin ich mir sicher und er wird tiefer als bei Harley, der immerhin noch vom Netz seiner Spinnenuntertanin aufgefangen wurde. Bei Carlas neuen und flüchtigen Verbündeten sehe ich solch eine Loyalität nicht kommen. Wir haben gesehen wie schnell Mary ihr den Rücken zugekehrt hat, und ich glaube kaum, dass Remington oder Hearst im Zweifelsfall ihren Kopf für ihre neue, inoffizielle Königin hinhalten werden, sollte dieser vom wütenden Mob der Kopfgeldjäger gefordert werden. (Wenn sie zu diesen Zeitpunkt überhaupt noch die Wahl haben und nicht eh schon zerstückelt über Nickelby verteilt wurden.
      Wenn wir schon von Remington und indifferent sprechen: Joa...eine wirkliche Meinung hab ich zu dem Blinden noch nicht. Weder eine negative noch eine positive. Er war bisher ein wenig da, wohingegen Hearst mich definitiv mehr ansprechen konnte. Ich weiß nicht, ob es an der Position des Uhrmachers liegt, oder vielleicht an der wichtigen Stellung, die ihm dank der Huren verliehen bzw. uns offenbart wurde, aber ich freue mich mehr auf Szenen mit ihm und hoffentlich Ondine. (Und diesen Satz jetzt bitte nicht falsch verstehen).

      Liegt es an deiner Geschichte oder den vermehrten Umgang mit Calli in Discord, oder warum steh ich dem Gedanken Ondine an einen Päderasten auszuliefern vergleichsweise neutral gegenüber? Ich glaube es liegt an keinem von beiden, sondern tatsächlich im Charakter Ondines begründet. Sie war noch nie ein kleines, unschuldiges Mädchen. Weder als Krill sie befreite, noch in irgendeinen Moment danach und ich würde ihr zumindest wesentlich besser zutrauen, dass sie die Situation handeln könnte als Mercedes zu einem irren Puppensammler zu schicken. Nicht auf Grund der physischen Komponente, sondern tatsächlich aus einem psychischen Blickwinkel heraus. Wenn wir uns an die Sitzungen mit Fräulein Waldmannstraut zurückerinnern, so war sie meist absolut in der Oberhand. Jetzt fiel hier natürlich die körperliche Gefahr für Ondine weg, aber ich traue es dem Mädchen zu und muss hier natürlich O'Mara zustimmen. Auch wenn ich Mercedes absolut verstehen kann.

      Generell war die Szene bei den Huren wohl eine der stärksten, die du zwischenmenschlich für mich bisher aufs Papier gebracht hast. Ich lag gestern im Bett und konnte die Dramatik der Szene förmlich spüren. Hab Mercedes Wut in mir hochkochen spüren, ihren Widerwillen als den meinen verstanden, aber ebenso den armen Trottel O'Mara bemitleidet, dessen Zunge mal wieder schneller war als sein Verstand.
      Unheimlich starke Szene und ich habe irgendwie im Gefühl, dass Ondine noch zum richtigen Knackpunkt in diesem Arc werden wird. Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass Mary und O'Mara hier über Mercedes Kopf hinwegentscheiden werden. Wäre zumindest eine Wendung, die mir gut gefallen würde. Momentan läuft es ja vergleichsweise gut für die Kopfgeldjäger. Sie haben mit Mary eine mächtige Verbündete gefunden, haben mit Ondine und Hearst ein direktes Ticket in Carlas dunkles Königreich. Es läuft soweit alles nach Plan, aber eine Mercedes, die mit schnaubenden Nüstern und qualmenden Kanonenbein in das Herz der Finsternis vordringen wird, um Ondine aus den Fängen des Päderasten zu befreien, würde natürlich die minutiöse Planung zu Nichte machen, aber gleichzeitig ein wenig Spannung in die Bude bringen.
      Warten wir ab. Bis jetzt ist die Situation ja noch unter Kontrolle.

      So...das solls von mir gewesen sein. Kommentar ist nicht ganz so lang geworden wie gedacht, aber ich habe glaube ich alles gesagt, was mir wichtig erschienen ist. Tolles Kapitel und weiter so.
    • So liebe Leser...

      Viel zu lange ist es mal wieder her, aber immerhin kommt es überhaupt. xD
      Kapitel 130 ist an alter Stelle zu finden und trägt den Titel "Die Stadt holt dich". Viel Spaß wünsche ich. :)

      Calli


      C. /s schrieb:

      Es beginnt, nachdem Carla den blinden Remy zum Zentrum der stinkenden Hölle geführt hatte, wortgewaltig im räumlichen Traum eines jeden Necrophilen- der Leichenhalle des Pathologen Dr. Mortimer 'Wurmschwanz' Shades. Zuerst erfuhren wir über ihn, dass er sich mit der Präparation von menschlichen Leichen beschäftigt und aus seinen Dekorationskünsten in diesem Bereich einen gewissen Stolz bezieht (die Art, wie er seinen Besuchern das tote, thronende Mädchen präsentierte). Verschroben geht es dann weiter, wenn wir seine Rolle in Carlas Kartenhaus erfahren- Morty stopft Leichen voll und ermöglicht Drogenschmuggelei. Die Weihnachtsgansmetapher diente als visuelle Stütze, falls man sich den Prozess des Entfernens eines ungeborenen Kindes aus dem Leib einer toten Mutter und des darauffolgenden Stopfens des Bauchs der erst kürzlich Entbundenen als Leser nicht vorstellen konnte. Zusätzlich musste für die ganze Prozedur der/die transsexuelle Gina ihren Kopf hinhalten, was Carlas und Wurmschwanzs Skrupellosigkeit ein weiteres Mal unter Beweis stellte. Hallelujah, dass der Zweiwochenpriester nicht mehr im Dienst der Kirche tätig ist.
      Weiterhin bekommen wir nächste Eindrücke von Lady Rovira, deren bloße Erwähnung als Drohmittel zu gelten schien. Wurmschwanz verängstigt, ich angefixt. Lady Rovira darf wohl eine interessante Spielerin sein.
      Die gute Miss Rovira werdet ihr schon im neuen Kapitel kennenlernen. Ich denke, ich habe mit ihr nicht zu viel versprochen. ;)

      C. /s schrieb:

      Und nun zu einer anderen Frau, deren Name bereits erwähnt wurde: Cocky Lynn. Denn Mercedes erwischte, wie hätte man es anders auch erwartet, ihren Kollegen O'Mara in flagranti mit dieser Frau, wonach plötzlich ein Kampf zwischen Mercedes und der Vergewaltigerynn ausbrach, der zugunsten Mercedes endete- oder auch nicht, denn dafür gefiel es Cocky viel zu sehr.
      Nach einer kurzen Geschichtsstunde über all die Plagen und Feinde, gegen die das Forbidden Woman bereits Widerstand leisten musste, erklärten Fawne und Mary die Schwarze Witwe zur Gefährlichsten von allen und offenbarten gleichzeitig ihren Plan, um die Bedrohung in Schwarz mit giftgrünen Augen auszuschalten.
      Zwar sagtest du bereits, dass Ondine eine wichtige Rolle in diesem Arc einnehmen würde, rechnete aber nicht als Lockvogel für den pädophilen Hearst, der die tragenden Pfeilerkarte in Carlas Kartenhaus darstellt. Was wohl passiert, wenn die Protagonistenfraktion diese herauszieht?
      Es bleibt ja noch "fraglich", ob es überhaupt soweit kommen wird, dass die Blauhaarige mit ins Gefecht zieht.
      Nun, es besteht ja ein Unterschied zwischen "Köder" und "Gefecht". O'Mara will Hearst mit Ondine lediglich locken, Ondine sollte zu keiner Sekunde Schaden nehmen oder auch nur in Gefahr geraten. Wie sicher das jedoch in Anbetracht der letzten Arcs ist...bleibt fraglich. xD

      C. /s schrieb:

      Jedenfalls nach
      Dem Höhepunkt des Kapitels: Der intensive Streit zwischen Mutter Mercedes und dem liebestrunkenen O'Mara, welcher seine Kulmination in einer unverschämten Bemerkung seinerseits und einem dramatischen Abgang ihrerseits fand. Poulpeman Krill konnte dieses Spektakel lediglich von der Seitenlinie verfolgen.
      Gänzlich unbeteiligt war Krill an der ganzen Sache gewiss nicht. Während Mercedes der inneren Mutter nachgab, gab Krill der Seite in sich nach, die in Ondine "mehr" sieht. Er lässt das Mädchen bewusst in eine mögliche Gefahrensituation laufen, um ihr wahres Potenzial erkennen zu können. Natürlich war seine Rolle wesentlich passiver, aber sie trug zum Ganzen bei.

      C. /s schrieb:

      Das Kapitel gefiel mir zugegebenermaßen sehr. Vor allem durch den letzten Part, dem Streit zwischen Mercedes und O'Mara (Krills Rolle ist da wahrscheinlich marginal?) und der damit verbundenen Veränderung der Gruppendynamik. Ich fand die Konfrontation der beiden recht spannend, weil es sich natürlich in der Intensität aufbaute bis zu dem besagten Gipfel. Es ermöglichen sich hier eine Menge Möglichkeiten. Wird interessant zu sehen, wo es danach hingeht, was dieser Vertrauensbruch für die Rettungsaktion bedeuten wird und für die Beziehung der Charaktere zueinander in der feuchtfröhlichen Zeit danach.
      Erstmal geht es im neuen Kapitel unmittelbar weiter. Dieser Streit markierte jedoch eine Wende im Arc, der sich jetzt wesentlich rasanter entwickeln wird. Du darfst gespannt sein.^^
      blink


      blink schrieb:

      Zwei Kapitel ausgesetzt und mit Blick auf die letzte Antwort einen Rhythmus erkannt. Hatte bislang das Gefühl, die Kapitel kommen 14-tägig. Jedenfalls möchte ich die Rezension mit dem Faktor Zeit einleiten, da es a) im OP-Kapitel auch schon ein gedanklicher Ansatz war, b) ich das Gefühl habe, dass du dir mehr Zeit für die Kapitel nimmst und c) bereits sehr früh in diesem Arc eine gewisse Diskrepanz zwischen Handlung und "möglicher Handlung" aufbaust. Wenn jetzt bereits ein Plan geschmiedet wird, um an Carla heranzukommen, dann spricht es für eine hohe Dynamik auf Nickleby, dem ein Fehlen der meisten Handlungsträger gegenüber steht. Nach dem Lesen des bisher kurzen Arcs stehen sich beschriebene Orte, beschriebene Personen und beschriebener Alltag gegenüber. Auf PS haben wir einen sehr starken Bezug zu den verschiedenen Bevölkerungsschichten erhalten, da lebte die Handlung mitunter von dem Elend bzw. dem Überfluss der Personen.
      Auf Nickleby habe ich bisher eher den Eindruck der Personen "in ihren Gebäuden" erhalten. Also das, was innerhalb der Gemäuer an Intrige gesponnen wurde, um Carla die Karriereleiter hinaufklettern zu lassen. Sehr früh kriegen wir dadurch bereits eine "Festung" präsentiert, um welche herum es das Spinnennetz Carlas zu meiden gilt. Ich sehe hier schon das erste Pendant zu Schloss Roßkosch, das als Mittelpunkt des Arcs fungierte und über längeren Zeitraum Stück für Stück mitsamt seiner Bewohner aufgebaut wurde. Jetzt haben wir einen neuen Arc, in dem die Situation sehr klar skizziert wird und die Fragen, die es zu klären gilt, nicht einmal inhaltlicher Natur zu sein scheinen. Also, welche Informationen fehlen, um den Plan in die Wege leiten zu können? Das ist es nicht, da stattdessen das 'wie' in den Mittelpunkt der Planung, der anschließenden Diskussion und des daraufhin eskalierenden Streits gerückt wird. Ich hatte nur noch drauf gewartet, dass Ondine ein lockeres "machen wir es so!" raushaut, da sie sich weder der Gefahren, noch der Sorge darum bewusst ist. (Und selbst wenn, gehe ich ja fest von aus, dass sie das herzlich wenig interessiert. Einfach da sie nach wie vor etwas "Göttliches" an sich hat, was bisher aber nur durchschimmert - und von Cassiopeia mehr oder weniger erkannt wird.)
      Durch diesen Streit wird das in Aktion treten noch einmal ausgebremst oder womöglich durch Eigeninitiative erschwert, was der Arc auf benannter zeitlicher Ebene braucht, um sich stärker entfalten zu können. Nach den bisherigen Arcs, die durchaus umfangreich waren, halte ich es allein von der dortigen Vorgehensweise für konsequent, sofern du es auf ähnliche Weise handhabst und nun erst einmal auf die Bremse trittst, um andere zwischenmenschliche Interaktionen einzubauen.
      Richtig. Durch den Fokus auf Carla, Mary und Nickleby als solches haben wir dieses Mal eine Art gespiegelten Einstieg. Die Kopfgeldjäger tasten sich nicht durch eine unbekannte Welt, die es dann im Kommenden auseinander zu klamüsern gilt, sondern sind direkt im Herzen des Schurken und müssen nun einen Weg finden, es zu durchstoßen. Zwei Seiten, die im Grunde gleiche Chancen haben, das Ding am Ende zu gewinnen. Die Kopfgeldjäger auf der einen Seite, die mit Cassiopeia in die Stadt gelangt und von Mary eingewiesen sowie unterstützt werden. Carla auf der anderen Seite, die mit Remington und Hearst unter Ulysses Schutz ein Imperium errichten will - und nicht zögert, jenes gegen die Kopfgeldjäger einzusetzen. Im Grunde wollte ich nur diese Underdog-Situation des letzten Arcs nicht noch einmal wiederholen, zumal das Duell auf Augenhöhe Carlas Fähigkeiten auch gerechter wird.

      blink schrieb:

      Eine Quintessenz deiner Geschichte ist es ja auch, deine Protagonisten immer weiter in diesem amoralischen Sumpf versinken zu lassen. Die Frage, ob man ein Kind einem Pädophilen (Pedophilen) ausliefern darf, gehört durchaus dazu. Wenn ich nicht davon ausgehen würde, dass Ondine gar keine Gefahr droht, da sie es zur Not selber regeln würde, dann ist es schon der bloße Gedanke daran, der einen Leser erschrecken und der Mercedes aus der Haut fahren lassen muss. Vier Dinge, die abschließend genannt werden müssen:
      - die Parallele zwischen der toten Mutter, ihrem ungeborenen Kind sowie Mercedes & Ondine - mit Blick auf den Kapiteltitel
      - O'Maras Bemerkung über ungefährliche Blinde xD
      - passende Hurennamen, die einfach so heißen wie das, was sie machen - wobei du Cocky ja schon zu Arcbeginn benannt hast
      - Ulysses, der Mary zu Arcbeginn noch "beschenkt", um sie gefügig zu machen, nur damit diese sich sofort mit den Kopfgeldjägern an einen Plan setzt, um Carla aus ihrem gewonnen Einfluss wieder rauszureißen. (Das ging mir zu schnell, um nicht innerhalb von Ulysses Planungen/Radar zu laufen. ^^)
      Ja. Theoretisch gibt es beide Möglichkeiten. "Nein, ein Kind als Köder zu benutzen ist falsch. Punkt." oder "Ein Kind als Köder zu benutzen, sofern es geschützt wird und selbst nicht vollkommen hilflos ist, kann unter den gewissen Umständen vertretbar sein." Beide Standpunkte sind nicht vollkommen aus der Luft gegriffen, zumal den Kopfgeldjägern nicht allzu viele Alternativen bleiben. Sie wissen nicht, wie weit Carla die Stadt schon unter Kontrolle hat und wie ihre Pläne aussehen. Also müssen sie die Karten spielen, die sie haben. Und ihre beste Karte ist momentan Mary, die Hearsts Geheimnis kennt und nutzen kann.
      qoii


      qoii schrieb:

      Es beginnt dort, wo Carla auch bald landen wird, wenn es nach dem Willen der KGJ geht oder eben Luca, wenn etwas schiefläuft. Das Leichengewölbe mit seinem leicht verrückten Mitarbeiter hast du wieder wunderbar schaurig hinbekommen. Leichen als verstecke für Drogen zu verwenden ist schon ein ziemlich guter Gedanke, wer würde schon freiwillig in diesen suchen und jedem (Drogen-)Spürhunde dürfte die Nase absterben. Allerdings frage ich mich, wie viele Leichen hier durchs Land geschickt werden und mit welchen Begründungen, dass es sich wirklich lohnt.
      In Aycester, wo die Leichen hin überführt werden, gibt es ein Krematorium. Das wird aber auch noch mal kurz erwähnt. Zumal die damaligen Relationen an Drogenlieferungen natürlich nicht mit den heutigen Ladungen der Kartelle verglichen werden dürfen. Wenn einmal im Monat ein Schiff voller Drogen die Insel verlässt, sollte das für damalige Verhältnisse der Schifffahrt schon nicht schlecht sein. Und die Menschen sterben in Nickleby, genau wie zu Zeiten der tatsächlichen Industrialisierung, halt auch an allem. xD

      qoii schrieb:

      Dr. Mortimer Shades ist ein Mann mit vielen Talenten/Aufgaben Bestatter, Pathologe, Leichenaufhübscher/Konservieren und anscheinend auch Arzt/Chirurg, wenn auch kein staatlich anerkannter. Sein zusätzliches Standbein mag auf uns zwar sehr seltsam wirken, aber früher wurden z.B. auch gerne Henker zur Rate gezogen, wenn es um leiden ging, die nicht mit Aderlass zu regeln waren, wenn auch eher inoffiziell. Denn Henker waren oft die einzigen Menschen die grob wussten wie es in anderen Menschen aussieht. Auch seine Tätigkeiten als Leichenkonservierer passt gut zu dazu. Er ist eben ein allroundtalent wenn es um den menschlichen Körper geht, auch wenn ihn Lebende kaum an sich ran lassen dürften.^^
      Ganz genau. Schön gesagt. Shades hat durchaus Kenntnisse über den menschlichen Körper, auch wenn er kein Mediziner ist. Er ist geschickt und hat einfach einen Faible für Leichen, was seine Schrullen nur noch widerwärtiger macht. Aber im Grunde ist er der ideale Mann für den Job. Er hat weder Skrupel noch Hemmungen und dürfte abseits von Carlas Machenschaften, in der Welt der Lebenden, kaum echte Chancen haben. Loyale Arbeiter sind eben nicht immer leicht zu finden.^^

      qoii schrieb:

      Etwas, ich will nicht sagen enttäuscht, bin ich von Douglas Remington, da ich mir von ihm, nach seinen ersten Auftritt, ein etwas anderes Bild gemacht hatte. Wie er so da an der Wand stand/saß und sich als Vertreter von Almanag vorstellte, habe ich ihn mehr einen erfolgreichen Killer im Dunkel bzw skrupellosen Schattenmann erwartet, der sich von seiner Blindheit nicht wirklich beeinträchtigt wird bzw. durch sein gutes Gehör und seine anderen Sinne sogar noch besser agieren kann. Also Lügen heraushört, sich kaum täuschen lässt usw. Derzeit wirkt er allerdings mehr wie ein einfacher Vertreter einer Handelsgesellschaft/Interessenvertretung, welcher mit der Persönlichkeit und Handlungen seines Gegenübers völlig überfordert ist. Allerdings haben wir bis jetzt noch zu wenig von ihm gesehen, um dies wirklich beurteilen zu können.
      Sobald klar ist, was genau Almanag eigentlich ist, wird auch Remingtons Rolle ein bisschen prägnanter werden. Bewusst lege ich ihn bisher als Mann an, der vielleicht nicht wirklich sauber, aber auch längst nicht so verdorben und besudelt wie Carlas Welt ist. Momentan ist er der "Gute" der "Bösen" und diesen Eindruck forciere ich natürlich auch, indem ich ihn mit Carla losziehen lasse. Wie es mit ihm weitergehen wird, lasse ich natürlich offen. Mal gucken, was ihr im Laufe des Arcs noch von ihm halten werdet.

      qoii schrieb:

      Bleiben wir dabei diesmal mehr die einzelnen Personen abzuhandeln als die Situationen. Benedict Hearst ist um einiges wichtiger und mächtiger als ich zunächst vermutet habe. Carlas ganze Macht und ihr Schutz scheinen von ihm Anhängig zu sein. Er ist die eigentliche Macht dort und Carla kann nur durch seinen Schutz in der Oberschicht agieren, genauso wie sie nur durch Ulysses Schutz in der Unterwelt agieren kann. Mir war zwar klar, das Benedict ein wichtiges Standbein ist, aber ich habe ihn ihm eher eine mächtige Person erwartet, die noch mehr Macht bekommen möchte, indem sie sich mit dieser Gruppierung einlässt. Jetzt scheint es eher so, als würde er schon so ziemlich zu den Mächtigsten Personen gehören die es auf der Insel gibt, sagen wir mal die Top 10, wenn nicht sogar die Top 5 oder 3.
      Ich sage es sogar genau: Er gehört zur Top 3. Oder strenggenommen sogar zur Top 2, wenn man Catherine als Kindermonarchin etwas außer Acht lässt. Er kontrolliert die Wirtschaft, die Maschinen, den Fortschritt - also im Grunde die vielleicht wichtigsten Bereiche einer industriellen Nation auf dem Vormarsch wie FI. Zusammen mit Sundermare, der die Politik lenkt und leitet, stellt er also die Spitze des Landes dar. Warum sich ein so mächtiger Mann mit Carla bzw. Ulysses einlässt, gehört zu den Kernelementen der Verstrickungen, die sich durch die ganze FF ziehen. Und ja, es wird noch in diesem Arc aufgelöst werden.^^

      qoii schrieb:

      Wie auch immer, er scheint mit die wichtigste Person zu sein und zum Glück hat er einen Punkt, mit dem man ihn sehr gut treffen kann. Allerdings möchte ich der Darstellung widersprechen, dass nur drei Leute auf der Insel sein dunkles Geheimnis kenne. Denn sofern er es auslebt, gibt es immer noch die Opfer, sofern er sich nicht beseitigen lässt und das würde ich wiederum Mary und Co eher weniger zutrauen. Also die Beseitigung, nicht dass sie seine Wünsche erfüllen.
      Natürlich. Aber Mary meinte es wohl eher bildlich. Als Hurenmutter steht sie stellvertretend für alle ihre Huren bzw. sieht sie sich so. Aber mehr dazu, sobald es mehr dazu gibt. :D

      qoii schrieb:

      Die Auseinandersetzung zwischen O'Mara und Mercedes finde ich sehr gut umgesetzte, man kann beide Positionen sehr gut nachvollziehen, wobei Mercedes definitiv einiges mehr einstecken musste. Besonders, da die Person welche sie eigentlich Schützen wollte, nicht mit ihr (in Sicherheit) mitkommen möchte, auch wenn Mercedes wissen dürfte, dass Ondine das ganze noch nicht wirklich versteht.
      Sie gibt Ondine sicherlich auch keine Schuld. Dennoch bleibt es ein Stich ins Herz, dass sie das Kind nur schützen will und selbst von ihm "im Stich gelassen" wird.

      qoii schrieb:

      Sehr erstaunt bin ich dagegen darüber, dass Krill anscheinend keine Probleme damit hat Ondine als Köder zu benutzten. Anders als O'Mara, dem es trotz (etwas) Zuneigung zur Ondine vor allem um Lucas Rettung geht, hat Krill eigentlich keinen Grund sie solche einer Gefahr auszusetzen. Ähnlich wie Mercedes müsste es ihm besonders um Ondines wohl gehen, immerhin war er sogar dazu bereit wegen ihr gegen Cal zu kämpfen. Andererseits sieht er in ihr etwas Besonders, da er sie nicht nur mitgenommen hat, weil sie in diesem Moment niemanden hatte, sonder weil sie ihn irgendwie fasziniert hat. Er hat in ihr... so etwas wie Potenzial gesehen, eine Besonderheit, die.... sagen wir mal, sich zu etwas sehr interessantem Entwickeln könnte... Also, er scheint sie so einschätzt, dass sie ohne Probleme mit der Situation klarkommen könnte, sofern er aus dem Hintergrund über sie wacht und sich in dieser Situation vielleicht sogar interessante Weiterentwicklungen bei ihr Einstellen könnten.
      Du sagst es. Krill sieht etwas in ihr, ähnlich wie Cassiopeia, und er ist halt abgebrüht genug, dieses "etwas" entfesseln zu wollen. Er will dieses kontrolliert Risiko eingehen, was ihm Mercedes ja auch unterschwellig vorwirft. Krill hat sie aufgenommen und will sie nun einer solchen Gefahr aussetzen. Mercedes sieht in Ondine nur das Kind, Krill sieht mehr in ihr. Allein deshalb hat er Ondine überhaupt mitgenommen, aber das weiß bzw. versteht Mercedes nicht. Sie denkt allein wie eine Mutter und Krill...nicht. xD
      Vexor


      Vexor schrieb:

      Der übergreifende Nutzen der erste Szene war - damit ich das auch richtig verstehe - sich generell noch einmal all ihrer Verbündeten und damit ihrer Machtstrukturen zu vergewissern, oder habe ich das falsch verstanden? Zumindest hab ich ein wenig die Handlung zwischen all den bildlichen Beschreibungen des Elends verloren, wie Shades im Torso der Verstorbenen herumwühlt.
      Unter anderem. Die Szene wird aber im Kommenden noch eine weitere Bedeutung haben und erfüllt somit mehrere Zwecke. Abgesehen davon war es eine Freude zu schreiben. xD

      Vexor schrieb:

      Zumindest war mein Fazit: Carla markiert ihr Revier und versichert sich ihrer neuen Säulen. Etwas, was nicht schaden kann, wie wir später erfahren werden. Im Großen und Ganzen hat mir die einführende Szene sehr gut gefallen, nicht nur, weil du dich dort wieder einmal im Bereich der düsteren Metaphorik austuben konntest, sondern weil ich von Carlas süffisanten und sehr gefährlichen Spiel nicht genug kriegen kann. Ich liebe diese Frau mit jedem Auftritt mehr und das soll was heißen, wenn ich mich an meine indifferente Meinung bei ihrer ersten Einführung erinnere.
      Ja. Ich bin momentan auch noch begeistert. Hoffen wir mal, dass ich den Charakter nicht noch irgendwie verhunze. :D

      Vexor schrieb:

      Doch gerade die Zerbrechlichkeit Carlas, die man hinter den schwarzen Lippen und der selbstsicheren Fassade, nur wie einen Schimmer erkennen kann, machen ihr Spiel so interessant. Vielleicht ist es auch der neue Einstieg, der uns Lesern bereits ermöglicht, dass Ränke gegen sie geschmiedet werden, während sie sich noch auf der vermeintlich sicheren Seite wähnt. Ihr Fall wird kommen, da bin ich mir sicher und er wird tiefer als bei Harley, der immerhin noch vom Netz seiner Spinnenuntertanin aufgefangen wurde.
      Natürlich werde ich dazu nicht viel sagen können, aber ich versichere schon einmal, dass der unabwendbare Kampf beider Seiten auf Augenhöhe stattfinden wird. Carla ist eine geschickte Spielerin und die Kopfgeldjäger gnadenlos wie immer. Der Unterschied ist dieses Mal nur, dass sich beide Parteien nicht erst annähern müssen. Sie stehen sich auf dem Schlachtfeld - Nickleby - längst gegenüber und Luca allein verhindert momentan, dass die Bombe platzt. Zu Carlas Vorteil, versteht sich.

      Vexor schrieb:

      Bei Carlas neuen und flüchtigen Verbündeten sehe ich solch eine Loyalität nicht kommen. Wir haben gesehen wie schnell Mary ihr den Rücken zugekehrt hat, und ich glaube kaum, dass Remington oder Hearst im Zweifelsfall ihren Kopf für ihre neue, inoffizielle Königin hinhalten werden, sollte dieser vom wütenden Mob der Kopfgeldjäger gefordert werden. (Wenn sie zu diesen Zeitpunkt überhaupt noch die Wahl haben und nicht eh schon zerstückelt über Nickelby verteilt wurden.
      Beide spielen ihre Rollen und vielleicht kann ich euch damit ja sogar ein bisschen überraschen. Also, grundlegend hast du nicht Unrecht. Aber...mal schauen. :D

      Vexor schrieb:

      Wenn wir schon von Remington und indifferent sprechen: Joa...eine wirkliche Meinung hab ich zu dem Blinden noch nicht. Weder eine negative noch eine positive. Er war bisher ein wenig da, wohingegen Hearst mich definitiv mehr ansprechen konnte. Ich weiß nicht, ob es an der Position des Uhrmachers liegt, oder vielleicht an der wichtigen Stellung, die ihm dank der Huren verliehen bzw. uns offenbart wurde, aber ich freue mich mehr auf Szenen mit ihm und hoffentlich Ondine. (Und diesen Satz jetzt bitte nicht falsch verstehen).
      Nicht nur du. Hearst und Remington möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht vergleichen, da beide Figuren ganz unterschiedliche Zwecke in der Geschichte haben werden und auch generell sehr unterschiedlich sind. Ich denke, dass euch beide Figuren im Laufe des Arcs auf die eine oder andere Weise zumindest nicht egal sein werden - oder hoffe es wenigstens. xD

      Vexor schrieb:

      Liegt es an deiner Geschichte oder den vermehrten Umgang mit Calli in Discord, oder warum steh ich dem Gedanken Ondine an einen Päderasten auszuliefern vergleichsweise neutral gegenüber? Ich glaube es liegt an keinem von beiden, sondern tatsächlich im Charakter Ondines begründet. Sie war noch nie ein kleines, unschuldiges Mädchen. Weder als Krill sie befreite, noch in irgendeinen Moment danach und ich würde ihr zumindest wesentlich besser zutrauen, dass sie die Situation handeln könnte als Mercedes zu einem irren Puppensammler zu schicken. Nicht auf Grund der physischen Komponente, sondern tatsächlich aus einem psychischen Blickwinkel heraus. Wenn wir uns an die Sitzungen mit Fräulein Waldmannstraut zurückerinnern, so war sie meist absolut in der Oberhand. Jetzt fiel hier natürlich die körperliche Gefahr für Ondine weg, aber ich traue es dem Mädchen zu und muss hier natürlich O'Mara zustimmen. Auch wenn ich Mercedes absolut verstehen kann.
      Absolut. Mercedes denkt nur als Mutter, sieht in Ondine nichts als das kleine Mädchen. Krill hingegen sieht in ihr mehr, was ohnehin wohl der einzige Grund ist, wieso er sie überhaupt mitgenommen hat. Diese Konstellation ist schon ein Reibungspunkt an sich, in den nun auch noch der Plan von Mary und O'Maras totalitärer Wille platzen, Luca zu retten. Für O'Mara heiligt der Zweck die Mittel, für Mercedes nicht. Und Krill stellt sich eben auf O'Maras Seite, weil er daraus Gewinn ziehen kann - er will Ondine entfesseln, auch, wenn er sie dafür in Gefahr bringen muss. Was - wie du selbst sagst - auch relativ zu bewerten ist, bedenkt man Ondines Machtdemonstration im letzten Arc.

      Vexor schrieb:

      Generell war die Szene bei den Huren wohl eine der stärksten, die du zwischenmenschlich für mich bisher aufs Papier gebracht hast. Ich lag gestern im Bett und konnte die Dramatik der Szene förmlich spüren. Hab Mercedes Wut in mir hochkochen spüren, ihren Widerwillen als den meinen verstanden, aber ebenso den armen Trottel O'Mara bemitleidet, dessen Zunge mal wieder schneller war als sein Verstand.
      Vielen Dank. Gerade dieser Drahtseilakt, keine Figur wie ein völliges Arschloch dastehen zu lassen, war nicht ganz so leicht.^^

      Vexor schrieb:

      Unheimlich starke Szene und ich habe irgendwie im Gefühl, dass Ondine noch zum richtigen Knackpunkt in diesem Arc werden wird. Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass Mary und O'Mara hier über Mercedes Kopf hinwegentscheiden werden. Wäre zumindest eine Wendung, die mir gut gefallen würde. Momentan läuft es ja vergleichsweise gut für die Kopfgeldjäger. Sie haben mit Mary eine mächtige Verbündete gefunden, haben mit Ondine und Hearst ein direktes Ticket in Carlas dunkles Königreich. Es läuft soweit alles nach Plan, aber eine Mercedes, die mit schnaubenden Nüstern und qualmenden Kanonenbein in das Herz der Finsternis vordringen wird, um Ondine aus den Fängen des Päderasten zu befreien, würde natürlich die minutiöse Planung zu Nichte machen, aber gleichzeitig ein wenig Spannung in die Bude bringen.
      Der Streit war die Zäsur, jetzt wird sich der Arc rasanter und vielleicht auch ein Stückweit anders entwickeln, als ihr vielleicht ahnt. Jedenfalls hoffe ich auf ein paar positive Überraschungen, die ich keinesfalls vorwegnehmen will. ;)
    • Kapitel 130:

      Den Anfang bildeten O`Mara und Krill mit ihrer trocken-humoristischen Art und hoben damit die Stimmung, die seit dem intensiven Streit im letzten Kapitel im Keller dümpelte. Lange befand sich diese jedenfalls nicht auf dem Weg nach oben, dafür sorgtee O`Mara mit seinem Schlag gegen die Wand. Wie bereits angemerkt, liefert er mit seinen hier präsentierten emotionalen Konflikten Greifbarkeit, die es erleichterten, ihn gern zu haben.

      Jedoch lag der Fokus nicht auf dem blonden Säufer, dem lediglich ein kleiner Teil des Kapitels gewidmet wurde. Diese Geschichte wurde aus dem Blickwinkel von sattgrünen Wiesen und azurblauen Meeren erzählt. Mir gefällt es, wie Mercedes hier in den Vordergrund gerückt und in den unterschiedlichen Szenen facettenreicher wurde/vorhandene bekräftigte.
      Im Gespräch mit Tiny Tim sahen wir die strenge, kühle Seite von ihr. Mit ihren Forderungen und der Tatsache, dass sie ihre Umgebung beobachtete (in diesem Fall: Tiny Timms Gefühle für Mary Kelly), schüchterte sie den Jugendlichen regelrecht ein und das finde ich klasse, weil es mich an meinen ersten Eindruck von der brünetten Dame erinnerte. Passt perfekt.
      Genauso wie die aggressiv-gefährliche Seite in ihr, welche im Gespräch mit Lorca/Rovira und Carla/Dreadful zum Vorschein kam. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mercedes die Verfolgung aufgenommen hatte, ohne die Möglichkeit auf einen Kampf einzuräumen. Auch wenn ich die feurigen Damen nur allzu gern hätte kämpfen sehen (was wir hoffentlich bald schon zu bekommen), begnüge ich mich mit der verbalen Auseinandersetzung in Hilberts Kleiderladen. Unsere Kopfgeldjägerin klatschte zuerst Lorca souverän an die Wand und anschließend sah Carla überraschenderweise kein Land gegen sie. Meine Abneigung Carla gegenüber lag hauptsächlich darin begründet, dass sie mir als Charakter zu glatt und schwer greifbar war. Dies änderte sich mit heute sehr. Eine von Carlas größten Stärken schien mMn ihre Vernetztheit und ihre zahlreichen Fäden zu sein. Als Mercedes die Schwarze Witwe dann erniedrigte, indem sie den dreckigen Weg zum Aufbau ihres Imperiums offenlegte, da gewann Griswold an Menschlichkeit und wurde greifbarer. Außerdem vergebe ich gerne Sympathiepunkte, wenn Stärken in Schwächen und umgekehrt gewandelt werden. Hervorragende Performance der Kopfgeldjägerin und dringend notwendige Charaktertiefe seitens Carlas.
      Kapitel wie diese werden hoffentlich in Zukunft verhindern, dass ich Mercedes "unterschätzte". Aber im Gegensatz zu den anderen Kopfgeldjägern in der Truppe (mit Ausnahme von Flint) scheint sie mir zu schwächeln. Sie ging tapfer gegen Rovira vor, was mich hoffen lässt, dass in dieser Richtung noch mehr kommen wird und der verbale Schlagabtausch im Laden als Vorbote gewertet werden kann.
      Zugegeben, ich war anfangs noch ein bisschen enttäuscht, als ich sah, dass hinter Lady Rovira nur Dionisia Lorca steckte und es sich, ähnlich wie bei Carla und Dreadful auch, um einen Zweitnamen handelte. Die Enttäuschung hielt jedoch nach einem Blick auf die hohe Zahl der handlungsrelevanten, weiblichen Akteure hingegen nicht lange an. Gespannt, wie sich dies in diese Richtung entwickeln wird. Meine Einschätzung: Es kommt zu einem Kampf zwischen Rovira und Mercedes.

      Neugierig machen mich andernfalls noch die Fragen, woher die DeLuca Falle kam und wozu. Carla hatter bereits an diesem Tag die Möglichkeit, die Brünette zu erledigen. Mal sehen, wer an diesem Attentat beteiligt sein wird. Und wer die letzte Leiche war, dessen Bewegung die Falle erst auslöste.

      Alles in allem: Top klasse Performance von O`Mara, mit Sonderlob für die Damen Carla Griswold und Mercedes Delacroix. Es wird so langsam richtig spannend.
      Kritik: Länge
    • Sooo,

      Kapitel ja schon vor einiger Zeit gelesen und mein Zeitmanagement wird nicht besser, was man an meiner eigenen FF sieht, und leider auch an dem Kommentar für deine.
      Ich bekomme einfach keine wirkliche freie Minute zusammen, wo ich mich auf was kreatives stürzen könnte, aber um mein bescheidenes Management soll es jetzt ja auch gar nicht gehen, sondern um deine FF. Stell dich dennoch auf einen kürzeren Kommentar ein!

      Ich könnte es auch einfach damit abschließen, dass ich sage, dass mir das Kapitel sehr, sehr gut gefallen hat. Der Bitchfight im Brautmodengeschäft, Mercedes, die zeigt, dass sie mehr sein kann, als das Opfer, und generell die Dynamik zwischen Lorca, Carla und Mercedes.

      Der Anfang mit Krill und O'Mara hat mir zwar auch gut gefallen, vor allem weil ich mal richtig lag, dass sie den Plan wohl auch ohne Mercedes Zustimmung ausführen werden. Ebenso hat mir - wie stets eigentlich - gut gefallen, dass sich die Kopfgeldjäger so gut kennen und dass du ihre gemeinsame Zeit aufs Papier bringen kannst, ohne Flashbacks, ohne große Worte. Einfach dadurch, dass sie wissen wie der andere reagieren wird und damit eigentlich noch richtig liegen.
      Mercedes weiß, dass Krill und O'Mara ohne sie vorgehen werden, und ebenso wissen die beiden, dass Mercedes wohl alles in ihrer Macht stehende unternehmen wird, um den Plan schon vorher zu vereiteln und Luca samt Carlas Kopf zu holen.
      Das ist eine Komponenten deiner FF, die mir sehr gut gefällt und sie so schön von meiner eigenen kontrastiert. Meine Gruppe wächst erst zusammen, muss sich noch kennenlernen, während deine schon seit Jahren verwachsen ist. Vielleicht nicht immer im Guten oder Produktiven, aber die Verbindung ist da.

      Nach der amüsanten Einlage beim Damenausstatter und unserer beinahe gruseligen Begabung Handlungsstränge sogar ohne großartige Kommunikation aufeinander abzustimmen, tappt Mercedes in eine Falle, die mich aber noch im Dunkeln lässt. Wer? Wieso? Warum dort?

      Mit diesen Fragen entlasse ich dich dann auch in die Gewissheit, dass dich nur noch zwei Kommentatoren davon trennen, das Kapitel fertig gestellt zu haben :P

      - V.
    • Kapitel 130 - Die Stadt holt dich

      Huch ich war mir eigentlich sicher, dass ich schon einen Kommentar geschrieben hatte^^ Aber offensichtlich ist dies nicht er Fall und du hast dein neues Kapitel noch nicht veröffentlicht. Also auf zu einem wahrscheinlich kürzeren Kommentar zu einem sehr genialen Kapitel, in dem du besonders drei Frauen hast glänzen lassen.

      Aber der Reihe nach, zunächst einmal unterhalten sich Krill und O'Mara über die diversen Wunden, welche alle, aber besonders Mercedes, aus ihrem Wortgefecht davongetragen haben. Trotzdem wissen alle, dass sie sich nicht gegenseitig von ihren Plänen abbringen können und nun versuchen, nicht direkt Gegeneinader, aber gegen die Notwendigkeit des Plans des anderen, zu arbeiten.

      Was dies bedeutet, zeigt sich direkt in nächsten Abschnitt, in dem Mercedes den kleinen Timmy... schnappt und sich von ihm zu Carlas Anwesen eskortieren lässt. Dabei zeigt sie, wie einfach es ihr fällt Teenager um den Finger zu wickeln, wenn sie es darauf anlegt. Anders als bei Flint, bei dem es Aufgrund seiner Haarfarbe doch etwas anders gelaufen ist. Weiterhin hat sie am Ende noch einen guten Rat für Timmy, welcher aber anscheinend etwas zu spät kommen könnte, zumindest wenn sich meine Idee zur fünften Person bestätigen sollte.

      Die zweite Person männlichen Geschlechts, auf die Mercedes an diesem Morgen trifft, ist ein richtiger Paradisvogel und einer der erfolgreichsten Schneider der Stadt. Ich finde ihn einfach genial, sein Auftreten, seine Erscheinung, sein Gehabe, einfach alles. Besonders wie du so schön um den Busch seiner sexuellen Orientierung herumschleichst.^^ Wie es sich für einen Schneider der Highsociety gehört ist er bestens mit dem neusten Klatsch versorgt, den er gerne mit jedem Teilt. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, in wieweit er die Sachen erfahren sollte bzw von Carla mit gewissen Informationen gefüttert wurde bzw von ihr mit der „Weitergabe“ beauftragt wurde. Den immerhin landet Mercedes mit Thaddeus Inforationen in einer ziemlich fiesen Falle, die wahrscheinlich schon die ganze Zeit für den KGJ bestimmt gewesen war und nicht für irgendeinen neugierigen Bewohner dieses Landes.

      Aber das Highlight des Kapitels war definitiv das Aufeinandertreffen der drei Damen. Dabei zeigt sich sehr schön, wie sehr Lorca Mercedes unterlegen ist, zumindest im abfeuern der richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt. Hier scheint Mercedes das Gespräch zu dominieren und Lroca muss damit kämpfen. ihre Fassade zu wahren. Aber auch wenn es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen wäre, sehe ich eher Mercedes vorn. Zu Lorcas Glück, taucht aber rechtzeitig Carla auf, die sich überraschender Weise ein volle verbale Breitseite von Mercedes einfängt, die sie ziemlich ins wanken bringt. Zumindest ist Lorca von der Reaktion oder doch eher nicht Reaktion ihrer neuen Herrin ziemlich entsetzt. Bevor es aber zum letzten Kommen kann, taucht Thaddeus wieder auf, womit sich die ganze Situation entschärft wird.

      Interessant sind dann aber vor allem die Gerüchte/Inforationen mit denen Mercedes von Thaddeus versogrt wird. Weniger, dass Carla und Marry beim selben... Lederwarenfachgeschäft einkaufen, sonder viel eher die Informationen um Lorca und ihren vermeintlichen Liebhaber. Denn dieser scheint zumindest nach Thaddeus Andeutungen blind zu sein, und auch wenn ich mir im Bezug auf Douglas Haarfarbe nicht mehr sicher bin, ist dies doch eine erstaunliche Überschneidung. Besonders, da in ihrem Liebesnest keine Betten und Felle zu finden sind, sondern die vier Leichen einer Familie, welche schon länger dort zu hängen scheint und eine ziemlich frische, die nicht mit Drogen sondern mit einer Bombe gefüllt ist.
      Die Familie, welche angeblich De Luca heißt scheint sich auf den ersten Blick selbst erhängt zu haben, zumindest sollen wahrscheinlich die Stühle darauf hindeuten. Natürlich wird dies nicht der Fall sein und entweder hat Lorca oder Carla ein ziemlich fieses Hobby oder alles ist von Anfang an eine Nachricht an die KGJ. Denn Luca wird sicher nicht in diesem Zimmer hängen, da sie die einzige Garantie Carlas ist, dass die KGJ nicht ihr Anwesen stürmen und dabei ganz Fountleroy Island in Schutt und Asche lagen. Da aber Mercedes die letzte Leiche erkannt hat und es nicht gerade viele Personen geben dürfte, die sie kennt und die sich gleichzeitig auf Fountleroy Island befinden, würde ich am ehesten auf Timmy Tippen, der dann doch nicht schnell und unauffällig genug verschwunden ist, um der Schwarzen Witwe zu entkommen.

      Wie bereits geschrieben ein sehr schönes Kapitel, in dem du die drei Damen wunderbar weiter Charakterisiert und Ausgebaut hast. Ich bin schon gespannt darauf zu erfahren, wie und vor allem an welcher Front es weitergeht. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett