Videospiel News, Leaks, Gerüchte

    • Assasin's Creed: Origins
      Es gibt neue Gerüchte zum neuen AC Spiel, welches Ende Jahr erscheinen wird. Bis zur E3, wo das neue AC offiziell angekündigt wird, sollte man die neuen Infos und Gerüchte mit Vorsicht geniessen.

      Die Reise führt den Spieler in das antike Ägypten und in die Zeit, wo die Bruderschaft der Assasinen gegründet wurde. Der Schauplatz der Handlung wird sich über das Mittelmeer bis nach Griechenland ausdehnen und die (beliebten) Seeschlachten kehren zurück. Genau wie in AC: Syndicate wird es wieder zwei Hauptcharaktere geben und die Story soll nicht mehr linear verlaufen, sondern für mehr Abwechslung sorgen.

      Die Infos rufen gemischte Gefühle in mir hervor. Das Setting klingt sehr spannend, ich mochte die Seeschlachten in Black Flag und ich bin auf die Gründung der Assasinen gespannt. Nur finde ich es nicht gut, dass es wieder zwei Hauptcharaktere geben wird. Bereits in Syndicate hat mich das gestört, da ich die Geschwister einfach langweilig fand. Nach Ezio konnte mich nur Edward Kenway einigermassen überzeugen. Trotzdem freue ich mich richtig auf das neue AC und ich bin gespannt, was uns Ubisoft liefert.
    • Wenn man also zu sehr in die Neuzeit kommt und Gefahr läuft, das Spiel könnte sich zu einem Splinter Cell entwickeln gehen wir also zu den Ursprüngen? Nun gut – damit kann ich leben, denn so spiele die irgendwo zwischen WW2 und heute spielen und mit stealth etc. zu tun haben, haben wir ja zu genüge.

      Bin mal gespannt was sie da zu Tage bringen werden an der E3
    • Die News zum neuen Assassin's Creed gefallen mir überhaupt nicht. Statt den erwünschten, frischen Wind zu bringen, hüpft Ubisoft bzgl. der spielbaren Protagonisten auf der Stelle und will uns hier voraussichtlich wieder sowohl einen Mann, als auch eine Frau zur Seite stellen. Meh.

      Die Idee die Entstehung der Assassinen zu ergründen find ich an und für sich gar nicht so verkehrt, da die Geschichte dadurch vielleicht mal wieder einen etwas stärkeren Bezug zum Credo und der Bruderschaft aufbauen kann. Dinge, die seit Assassins Creed III eigentlich mehr und mehr in den Hintergrund gerückt sind.
      Ist dann halt nur etwas blöd, dass die einzigen Berichte, die - soweit mir geläufig - über Assassinen bekannt sind, aus der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert stammen, das antike Griechenland und das alte Ägypten allerdings noch weit vor der Geburt Christi ihre Blütezeit hatten (letzteres bis knapp 400 n. Chr.), wodurch eine weitere Problematik, mit der Ubisoft bei der Reihe nun schon länger zu kämpfen hat, direkt wieder offen liegt: Der Bezug zur Geschichte ist zwar weiterhin vorhanden, entzieht sich aber immer mehr der Wirklichkeit. Ärgerlich ist das für mich persönlich aus dem simplen Grund, dass wir im ersten Assassin's Creed eben auch mit jenem Kult konfrontiert wurden, der geschichtlich in dieser Form auch erfasst worden ist. Womit die Herkunft an und für sich eigentlich auch abgearbeitet sein sollte. Da passt mir persönlich die nun angepeilte Rahmenhandlung nur bedingt in den Kram.

      Imo hängt für mich jetzt alles am Gameplay und ob man daran in der einjährigen Pause nun etwas herumgeschraubt hat. Wäre auf jeden Fall mal ganz cool einen richtigen Meuchelmörder spielen zu können, statt eine Kriegsmaschine auf zwei Beinen, die einfach alles niedermetzelt.
      Da ich alle bisherigen AC Teile gespielt habe, werde ich vermutlich auch um diesen Titel nicht herum kommen. Die aktuellen News / Gerüchte machen mir allerdings nur wenig Lust auf den neuen Titel.
    • Also für mich kommt es in einem Assassin's Creed auch maßgeblich auf die Charaktere an, da diese die Handlung - und AC ist nunmal sehr storylastig - zum größten Teil tragen. Dementsprechend enttäuscht war ich deswegen auch von ACIII und Unity, da mir Connor und Arno einfach nur total generisch erschienen sind. Halt Charaktere, die man so oder so ähnlich schon unzählige Male gesehen hat. Wird wohl auch der Hauptgrund gewesen sein, weshalb ich mir Syndicate erst gar nicht angeschafft habe. Die Geschwister wirkten wieder wie ein billiger Abklatsch bekannter Klischees, dass ich mir das einfach geschenkt habe - zumal sich weder Mechanik noch Gameplay groß geändert zu haben schienen. Was sich dann mit den ersten Kritiken auch bestätigt hatte.

      An sich finde ich die Idee ja nicht schlecht, wenn man zwei Protagonisten zur Verfügung hat. Dann sollen die beiden Protagonisten aber auch mehr sein als halbfertige Vehikel, um das Spiel voranzubringen. Natürlich ist es schwer, eine Figur wie Ezio abzulösen, die über mehrere Spiele aufgebaut wurde - aber hey, niemand hat Ubisoft gezwungen, jedes Jahr ein neues AC mit neuem Setting und neuen Charakteren auf den Markt zu schmeißen. Mir persönlich wäre es lieber, hätte man einen adäquaten Ersatz für Ezio gefunden und schrittweise aufgebaut. Gerne auch zwei Charaktere, gerne auch Geschwister, die in den Assassinenorden hineingeboren werden oder zufällig hineinrutschen, sodass wir als Spieler Zeuge einer verzweigten Geschichte werden. Familie, Aassassinenorden, Umbrüche in der Zeit. Diese Dinge haben AC groß gemacht, weshalb ich bis heute nicht verstehe, warum man nicht einfach ein neues Vermächtnis mit der Familie Kenway geschaffen hat. Da wäre mehr drin gewesen als der Piratenkapitän, Tutorial-Edward und der ewig wütende Connor. Darauf hätte man aufbauen können, eine amerikanische Fortsetzung der Reihe, die zuvor in Europa und Asien gespielt hat. Das hätte man vom ersten Siedler auf der Mayflower bis Wer-weiß-wohin ziehen können und hätte am Ende eine rundere Geschichte als diese einzelnen Versatzstücke der letzten Jahre.

      Dementsprechend hoffe ich, dass man mit "Origins" tatsächlich einen neuen Ursprung herstellen und darauf aufbauen will. Die Gründung des ersten Ordens ist sicherlich interessant, sollte doch aber nicht in einem Spiel abgehakt werden. Gerade, wenn man mehrere Länder, zwei Hauptcharaktere und Seeschlachten unter einen Hut bringen will, müsste die Story eigentlich langsamer und detaillierter erzählt werden, damit nichts auf der Strecke bleibt. Und bitte, bitte mal von den üblichen Klischees weg. Rache, ein dunkles Geheimnis usw. Das ist alles so ausgelutscht. Ich hoffe, Ubisoft bekommt die Kurve. Mir hätte außerdem ein weiblicher Assassine auch vollkommen ausgereicht. Hätte man auf dem Wonder Woman Hype schwimmen können. xD
    • Ich geh an die Handlung mit ein wenig gemischten Gefühlen ran, was sich bei fast allen Komponenten, die jetzt durch diese Leaks "veröffentlicht" wurden, durchzuziehen scheint.

      • Zwei Hauptcharaktere: Find ich prinzipiell gut, was aber daran liegt, dass die Frye-Geschwister für mich eigentlich wirklich eines der positiven Aspekte von Syndicate für mich waren. Gerade diese Möglichkeit des Storytellings fand ich einfach frisch und innovativ und dass zwei begabte Assassinen eine von Templern dominierte Stadt unterwandern, macht einfach viel mehr Sinn, als wenn das wieder ein glorreicher Held alleine schafft.
        Allerdings muss man jetzt halt abwarten, was Ubisoft genau vorhat, bzw. wie das jetzt umgesetzt wird. Wieder zwei Geschwister? Wäre argh langweilig. Solange das nicht ein reine Kompromisslösung ist, um männliche wie weibliche Fans zu bedienen, bzw. zu ermöglichen, dass man auch eine Frau spielen kann, ist mir das egal. Kommt hier halt stark auf die Umsetzung drauf an.
      • Schauplatz: Ägypten und/oder Griechenland. Beides steht ja jetzt schon länger im Raum, nun soll es also eine Mischung sein. Historisch durchaus machbar. Um den Punkt aufzugreifen, den OneBrunou richtig angesprochen hat, warum aber das Antike Griechenland/Ägypten?
        Galt nicht eigentlich Altair eigentlich als der prototypische Gründer der Assassinen, oder trügt mich da mein eingerostet AC-Wissen? Zumindest historisch gesehen gab es diese Gruppierung erst ab dem 11.Jahrhundert.
        Jetzt ist halt die Frage, ob tatsächlich bisher vom antiken Griechenland oder Ägypten die Rede war, oder von einer späteren Variante. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man wieder in den Zeitraum Altairs gehen wird, deswegen...schwer zu sagen. Wird hier wohl auch auf die Erklärung drauf ankommen.
        Vielleicht wird es mehr um die alten Zivilisationen gehen, die ja dem ursprünglich gedachten Konflikt Assassinen vs. Templer überlagern mittlerweile.
      • Features: Die Seeschlachten sind zurück und haben mit mir da zumindest keinen so großen Fan. Liegt vielleicht daran, dass ich Black Flag einfach nicht so gut fand, wie die meisten, weil das für mich wenig mit AC zu tun hatte, aber naja.

      Ansonsten schauen wir mal. Ich persönlich war mit Syndicate sehr zufrieden, was zwar bestimmt auch meiner Liebe für ein Steampunk-London des 19.Jahrhunderts mitten in der Industrialisierung gelegen hat, aber ich bin mal recht positiv, dass auch der neue Ableger seinen Nutzen erfüllen wird. Ich erwarte jetzt auch keine Innovationsbombe, solange die Story einfach wieder vielschichtiger und dennoch stringent bleibt.
    • Assassin's Creed: Origins - Informationsleak

      Es gibt ne ordentliche Informationsbombe, die auf 4chan veröffentlicht wurde. Von Ubisoft gibt's dazu aber bisher kein Statement, womit auch vor der E3 kaum zu rechnen sein dürfte, insofern gilt es die Informationen erst mal noch mit Vorsicht zu genießen.


      • Das Bild, das den mutmaßlichen Protagonisten zeigt, soll aus der Demo stammen, die wir auf der diesjährigen E3 zu sehen bekommen.
      • Eine neue Scouting-Mechanik in Form eines Adlers soll als neues Feature verfügbar sein, sodass wir, ganz ähnlich wie zum Beispiel in Far Cry Primal, für kurze Zeit in der Haut des Tieres für uns unerreichbare Orte auskundschaften können.
      • Es soll keine Aussichtstürme, mit denen Kartenabschnitte freigeschaltet werden können, oder ähnliches im Spiel geben, das mit der vielfach kritisierten Ubisoft-Formel in Verbindung gebracht werden könnte. Stattdessen soll die Adler-Sicht dazu dienen, interessante Orte zu markieren oder Quests zu identifizieren.
      • Alle Charaktere im Spiel sprechen Englisch, was durch ein Übersetzungsmodul des Animus 5.0 erklärt wird - denn ja, die Animus-Rahmenhandlung soll es auch in Assassin's Creed Origins wieder geben. In der parallelen Jetzt-Erzählung schlüpfen wir dabei in die Haut eines trainierten Attentäters.
      • Der Konflikt zwischen Templern und Assassinen soll wieder stärker in den Vordergrund rücken und die Erzählweise und das Design jeder einzelnen Mission beeinflussen. Was das genau bedeuten soll, wissen wir allerdings auch nicht.
      • Einzelne Kapitel der Religionsgeschichte sollen Teile der Rahmenhandlung von Assassin's Creed Origins sein. Der Erzählung des Spiels zufolge wurde beispielsweise beim Exodus aus Ägypten ein Edenapfel benutzt, um das Rote Meer zu spalten. Damit würde ein bekannter magischer Gegenstand aus den ersten AC-Spielen zurückkehren.
      • Die Hauptgeschichte, also nicht die Abschnitte in der modernen Welt, soll zwischen 1400 und 1200 v. Chr. spielen.
      • Es soll keine Schiffskämpfe geben. Schiffe dienen stattdessen nur dem reinen Transport und Überbrücken längerer Distanzen, sehr ähnlich wie bei The Witcher 3. Überhaupt scheint das Rollenspiel von CD Projekt Red ein Vorbild gewesen zu sein: In der gesamten Spielwelt soll ständig irgendetwas passieren und wer immer nur die Schnellreisefunktion benutzt, wird einige Nebenquests verpassen.
      • Die Story stand eindeutig im Vordergrund bei der Entwicklung und so soll es tatsächlich keinen Multiplayer geben - dafür aber trotzdem Mikrotransaktionen, vermutlich für Items, Loot und andere kosmetische Details.
      • Das Kampfsystem wurde überarbeitet. Gegner greifen nun mit verschiedenen Angriffsmustern an und bemühen sich um taktische Manöver wie Umzingelungen. Da die bisherigen Leaks den Protagonisten auch erstmals mit einem Schild zeigen, können wir wohl auch davon ausgehen, dass sich unsere Fähigkeiten im Vergleich zu den Vorgängern verändern werden.
      • Assassin's Creed Origins soll der Auftakt einer Trilogie werden, die uns im nächsten Teil dann ins Antike Griechenland führen soll. Hauptrolle wird dabei immer der gleiche Protagonist spielen, der außerdem Israelit sein soll.
      • Stealth soll als Gameplay-Feature eine wesentlich größere Rolle spielen als in den Vorgängern. So spricht der Leaker von einem Deckungssystem, das klassisch im Zusammenspiel mit Hindernissen funktioniert, aber ganz besonders gut und organisch in Verbindung mit Menschenmengen funktionieren soll.
      • Das Parkour-System soll sich wie eine Mischung aus AC: Syndicate und Watch Dogs 2 anfühlen. Kletterpartieren sollen sich so flüssig und einfach wie noch nie anfühlen.
      • Die Engine ist die gleiche wie bei Assassin's Creed: Syndicate, soll aber wesentlich überarbeitet worden sein. Die technischen Probleme der Vergangenheit, vor allem bei Unity, sollen auf keinen Fall mehr vorkommen und das Team geht sicher, wirklich jeden merklichen Bug vor Release aus dem Spiel entfernt zu haben.
      • Der Leaker bestätigt erneut, dass es keine Switch-Version geben wird. Origins soll stattdessen Ende des Jahres für PS4, Xbox One und PC erscheinen.
      • Die versteckten Klingen sollen wieder Teil des Spiels sein, können allerdings nur eingesetzt werden, wenn der Protagonist sich einen Finger abschneidet. Außerdem soll es Bögen, Schilder, verschiedene Schwerter, Speere und Wurfmesser geben.
      • Der Protagonist in der Hauptgeschichte scheint zunächst keinen Namen zu haben, wird im Laufe des Abenteuers aber von seinen Gefährten "Shed" genannt (namensgebend ist die ägyptische Göttin der Heilung). Das Volk der Israeliten aus der Sklaverei zu befreien soll ein wesentlicher Aspekt der Hauptgeschichte sein.
      • Das Antike Rom als möglicher Schauplatz wurde intern vielfach diskutiert. Die Ermordung von Gaius Julius Cäsar 44 v. Chr. wollten die Ubisoft-Entwickler beispielsweise als ein Attentat der Assassinen auf einen Templer inszenieren. Ob und wie weit diese Idee in den vergangen Monaten fortgespinnt wurde, kann der Leaker nicht verraten.
      • Fähigkeiten sind in einem Fertigkeitenbaum ("talent tree") angeordnet, wobei die Unterschiede in den verschiedenen Verästelungen deutlich spürbar sein sollen. Es soll die Kategorien "Stealth", "Combat" und "Movement" geben.
      • Es soll einige vorgefertigte Outfits im Spiel geben, allerdings können diese durch zahlreiche erwerbbare Accessoires und Ausrüstungsgegenstände individualisiert werden.
      • Wir dürfen jederzeit unsere Kapuze aufsetzen oder abnehmen - ganz wie wir wollen.

      Quelle

      Ich persönlich stehe diesen - möglichen - inhaltlichen Aspekten des Spiels etwas zwiespaltig gegenüber. Denn persönlich möchte ich kein Assassin's Creed Spiel haben, das sich an der Formel von The Witcher 3 vergreift. Einfach, weil dies nicht zum Franchise von Ubisoft passt. Was soll der Spieler mit einer großen Spielwelt, wenn diese keine Abwechslung zu bieten hat? Denn mehr, als die üblichen Sammelquests erwarte ich imo nicht, um die offene Welt des antiken Ägypthens hier konstruiert am Leben zu erhalten. Da bin ich - aus vergangenen Titeln der Reihe - einfach zu sehr gebrandmarkt, als dass ich da eine andere Erwartung dran hätte.

      Was mich persönlich jedoch freut - auch wenn ich's erst glaube, wenn ich's sehe - ist, dass der Kampf zwischen Assassinen und Templern wieder mehr in den Fokus rücken soll. Etwas, was in den vergangenen Spielen doch arg in den Hintergrund gerückt ist, insbesondere in Black Flag. Den neuen Titel als ersten Teil einer neuen Trilogie anzulegen, würde ich ebenso als sinnig erachten, um so ggf. mal wieder einen Protagonisten aufzubauen, der in etwa den Tiefgang von Ezio erlangen könnte. Auch etwas, was sich die Fans nun schon seit Längerem wünschen.
      Wie sinnvoll es hier nun ist weiterhin auf einen Plot in der Gegenwart zu pochen ... Vermag ich imo nicht zu sagen. Schlimmer als in den drei vorherigen Teilen kann es diesbezüglich sowieso nicht mehr werden.

      Joar, abwarten. Ist imo ja noch alles mit reichlich Skepsis zu genießen. Mal schauen, was Ubisoft auf der E3 so zu präsentieren hat. Meine Erwartungen bleiben aber erst mal gedrosselt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OneBrunou ()

    • Hieß es nicht, es solle wieder zwei spielbare Protagonisten geben, nämlich einen Mann und eine Frau? Dies geht aus diesem Leak nicht hervor. Es sei denn, der ominöse Attentäter in der Gegenwart wäre eine Frau, was mir wiederum nicht zusagen würde. Immerhin ist die Gegenwartshandlung stets nur ein kleiner Teil des Spiels und ich - der ganz gerne weibliche Charaktere spielt und auch keine Scheu hat, dies zuzugeben - würde mich über eine richtige weibliche Heldin wirklich freuen. Interessant wäre natürlich auch, wenn man zu Beginn des Spiels wählen könnte (Tell me, are you a boy or a girl?). Das würde etwa den doch recht platten Namen "Shed" erklären, welcher nach der Herkunft her auch eher unisex zu sein scheint. Hm. Würde mir fast eher gefallen als zwei Helden, von denen beide nur halbherzig mit Tiefe gefüllt werden. Wie auch immer.

      Der Info, dass man sich scheinbar etwas von größeren Rollenspielen hat inspirieren lassen, stehe ich noch unbefangen gegenüber. Es ist einfach noch so früh, um zu verteufeln, dass Ubisoft versucht ist, seine Formel mit neuen Elementen zu verbessern oder zumindest zu erweitern. Ja, es wird bestimmt nicht so toll wie The Witcher 3, weil nichts ist so toll wie The Wischer 3 Blabla und so weiter und so fort. Im Ernst, am Ende ist es ein AC-Spiel mit den typischen Merkmalen von AC und daran werden auch ein paar RPG-Elemente mehr nichts ändern. Die Kartoffel ist heißer, wenn sie noch im Topf kocht, aber sobald sie auf dem Teller landet, kühlt sich alles schnell ab. Niemand erwartet von Ubisoft ein klassisches Open World-RPG und dieses wird Ubisoft auch gar nicht liefern können. Dafür sind die viel zu unfähig. Ich für meinen Teil bin erstmal froh, dass die Schiffskämpfe nicht wiederkommen, welche für mich eine tolle Piraten-Simulation und ein unnötiges AC-Feature waren.

      Dieser Fertigkeitenbaum aber sagt mir durchaus zu. Ich meine, die drei groben Äste Steatlh, Combat und Movement scheinen sich auf die grundlegenden Mechaniken zu beziehen und ich kann mir gut vorstellen, dass drei Spieler drei völlig unterschiedliche Assassinen hochziehen könnten. Movement klingt nach den klassischen Klettereinlagen, Combat ist logisch und Stealth ebenso. Gleichzeitig könnte eine Kombi aus Movement und Stealth einen interessanten "Ranger"Stil bringen, eine Kombi aus Movement und Combat klingt für mich sehr nahe am klassischen Assassinen-Haudauf aus den vorherigen Spielen Marke Ezio. Klingt für mich zumindest auf dem Papier nach einer sinnvollen Erweiterung der Formel, die ich noch nicht argwöhnisch beäugen werde. Kleine Individualisierungen, die den Helden dem Spieler noch näher bringen und sich an die Präferenzen des Spielers anpassen, scheinen mir ein Schritt in die richtige Richtung zu sein.

      Zu Story lässt sich nicht so viel sagen. Jedoch freut es mich, dass es uns mal wieder in einen geschichtsträchtigen Teil der Welt verschlägt und es biblisch - was hoffentlich "episch" heißt - wird. Szenen wie die Spaltung des Roten Meeres oder auch die Plagen, wie auch immer erklärt, machen schon was her und könnten tolle Stationen im GamePlay sein. Letztlich wird sich natürlich wie immer zeigen müssen, ob Ubisoft die Verquickung zwischen Realität und Fiktion galant über die Bühne bringt, aber diese Frage stellt sich vor jedem AC. Daher: Malzbier trinken, die E3 abwarten und nicht gleich aufschreien, nur weil man The Witcher 3 hört. Es ist doch natürlich, dass - sobald ein Spiel sich dem Thema RPG nähert - sofort zur Koryphäe auf diesem Gebiet geschielt wird. Das heißt für den Moment noch gar nichts.
    • -Bo- schrieb:

      Ja, es wird bestimmt nicht so toll wie The Witcher 3, weil nichts ist so toll wie The Wischer 3 Blabla und so weiter und so fort. Im Ernst, am Ende ist es ein AC-Spiel mit den typischen Merkmalen von AC und daran werden auch ein paar RPG-Elemente mehr nichts ändern.
      RPG-Elemente gab es ja auch schon in den vergangenen Vorgängern. Mein Problem mit dieser Information - und wie gesagt, alles noch mit Vorsicht zu genießen - liegt ganz einfach darin, dass bei The Witcher 3 die Open World eben mit sinnvollen Nebenquests gefüllt war. Es gab unzählige Nebenquests, die aber auch (fast) alle eine ordentliche, in sich abgeschlossene Geschichte erzählt haben.
      Die Nebenmissionen von großen Ubisoft Titeln dagegen beschränken sich meist auf irgendwelche abstrusen Sammelquests, um die offene Welt irgendwie zu füllen, nur eben nicht sinnvoll. Die größte Karte bringt einem Spiel halt nichts, wenn diese nicht wirklich zum Erkunden einlädt. Man muss diese Kulisse auch sinnvoll zu nutzen wissen, statt sie nur hübsch zu gestalten und dann jedoch festzustellen, dass man eigentlich selber keine Ahnung hat, wie diese gefüllt werden soll. Ich bin da einfach, insbesondere durch die letzten beiden Far Cry Teile, sowie AC: Unity und AC: Syndicate, einfach zu sehr gebrandmarkt, als dass ich da nicht skeptisch werden könnte.
      Der Gedanke dieses Mal auf die typischen Ubisoft-Türme zu verzichten, ist diesbezüglich bspw. schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, da dieses Konzept einfach von grundauf überholt - und mittlerweile auch schon arg verpönt - ist.

      Mir persönlich geht's im Grunde nur darum, dass Ubisoft - wenn man denn schon mehr in die RPG-Sparte gehen möchte - dies dann auch richtig anstellen sollte. Eine Karte, auf der überall neue Nebenquests aufploppen und man deswegen gut beraten wäre die Schnellreisefunktion zu nutzen, klingt im ersten Moment durchaus gut und würde mir bei dem neuen Teil auch gefallen. Aber nicht, wenn sich diese lediglich darauf beschränken irgendwelche Briefe von A nach B zu bringen oder Adlerfedern zu sammeln. Dann sollte man die Karte lieber kleiner halten und sich mehr um eine dichte Atmosphäre bemühen, als um eine möglichst offene, freie Welt. Steht dem AC-Franchise, mMn, ohnehin besser. Sofern die hausinterne Formel bzgl. Open World nun eben nicht gründlich überarbeitet wurde.