Von Patienten und Psychiatern (blink)

    • Hey!

      Nachdem ich dem guten qoii zum Geburtstag ein neues Kapitel und einen Avatar schenkte, folgt nun als nachträgliches Präsent die Antwort auf deinen Kommentar. Es ist schön, wenn sich manche Dinge wie von selbst zusammenfügen. Oder anders gesagt, kann mangelnde Schreibzeit durch kreatives Timing ausgeglichen werden. Hurra!
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      qoii schrieb:

      besonders da wir einen weiteren Hinweis zur Identität des Patienten erhalten
      Der Patient ist, das habe ich so angelegt und so muss ich es folgerichtig weiterführen, eine Figur, deren Erklärung vor allem dann einen Sinn ergibt, sofern der Rahmen drumherum in seinen Ausmaßen gesteckt ist. Das Dilemma ist (leider) sehr einfach in seiner Komplexität, weshalb ich als Autor recht stiefmütterlich herangehe. Ravehouse kennt den Patienten, weiß aber nicht, was an Tag X mit dem Mädchen und ihm geschehen ist. Krueger weiß, weshalb der Patient diesen Tag X nicht aufklären kann, hat aber einen Eindruck davon erhalten, weshalb diese Aufklärung nicht funktionieren kann. Er weiß, dass er, der Patient, nichts weiß, weiß allerdings nicht, ob dieses Nichtwissen gewollt oder ein Teil dessen ist, was im gesamten Vergessen "mit vergessen" wurde. Getreu der Rechnung: An neun Sachen möchte ich mich nicht erinnern, und sobald ich aber zehn Sache vergesse, macht es, da es fehlt, keinen Unterschied mehr. Man kann nichts vermissen, das man niemals besessen hat. Um diesen Konflikt, der sich seit dem Prolog durch die Geschichte zieht, zu lösen, muss zuerst eben dieses Dilemma aufgezeigt und in seiner Tragweite anhand von klaren Fallbeispielen (Ravehouse, Big Mum, Alexander Baelon) inszeniert werden. Dazu gibt es ein kleines Fallbild, siehe hier.

      der Agent wäre mit irgendeiner Ente oder dem Sammlererpel verschwunden
      Der Sammlererpel ist so gesehen gar kein Gag, da er sehr früh belegt, welches Gewicht Ravehouse in der Welt von One Piece besitzt. Jedenfalls ist das Mädchen, für das der Patient zuständig war, und das Mädchen aus der Rückblende in Kapitel 55 ein und dasselbe. Die Abläufe dahinter sind der Grund, der den Hass von Ravehouse auf gewisse Personen begründet. Oder um bei meinem Lieblingskniff des Schreibens zu bleiben: Es hängt sehr sehr vieles miteinander zusammen. Man darf als Leser nur niemals etwas vergessen, besser gesagt unterschätzen.

      Denn irgendwie muss Rainhold an ihn rangekommen sein, um die Umprogrammierung zu starten und wenn dazu wirklich irgendetwas notwendig ist, was die zu behandelnde Person vergessen will, wäre ein schiefgegangener Auftrag schon ziemlich passend.

      Wer sucht, der findet. Rainhold hat gegenüber Gray zum Ausdruck gebracht, dass er bezüglich Alexander sicher ist, ihn unter Kontrolle zu bringen. Den Beleg für seine Aussagen sieht er in einem "Fall", der seinen Behandlungserfolg unterstreicht. Von einem Testballon zu sprechen, wäre sehr böse formuliert, doch ja, im Prinzip kann man es so zum Ausdruck bringen. Hier muss ich dazu sagen, dass die Lösung der Rainhold-Patienten-Beziehung nur von wenigen Seiten aus erzählt werden kann. Der Patient fällt dafür, siehe oben, heraus. Insoweit: Abwarten, die Spuren sind gelegt und erfasst, doch mehr dazu wird es geben, klar.


      Damals hat er ihn allerdings im Auftrag der WR gejagt, was aber für ihn jetzt nicht mehr relevant ist.

      Das ist Haarspalterei von mir, doch sagen wir, dass er keinen schwarzen Anzug mit Krawatte, sondern eine Uniform mit dem Wort Gerechtigkeit getragen hat. Dass Kopfgeld bietet für einen Spürkater wie dich noch weitere Anhaltspunkte.


      Viel eher sehe ich die Möglichkeit, dass er mit ihm bewiesen hat, dass er Verbrecher „Heilen“ bzw. Rehabilitieren kann, womit dann zumindest einige gefährliche Verbrecher wieder als „gute“ Menschen aus ID entlassen werden können, sofern Krüger diesen Erfolg bei anderen Insassen Wiederholen kann.

      Korrekt. David kennt Krueger von allen lebenden Personen ausgesprochen gut. Damit kennt er mehr Krueger als alle anderen, was neben seiner - gemeint sind hier beide -Vergangenheit ein zweiter Punkt ist, der ihn neben einer Chance allerdings auch als Schwachstelle sowie Risiko auszeichnet. Wenn man Krueger zu Fall bringen will, wie es Rainhold probiert, dann, wenn man ihn mit dessen Vergangenheit konfrontiert bzw. unverblümt darauf hinweist, nicht nur den brillanten Psychiater zu sehen. Siehe dazu das aktuelle Kapitel 66.


      Weiterhin scheint sie sich auch sehr sicher darüber zu sein, dass die Waisen wissen, wer dafür verantwortlich ist, aber bisher trotzdem nichts unternommen haben.
      Du sprichst dort einen wichtigen Punkt an. Siehe dazu auch das aktuelle Kapitel, das verdeutlicht, dass die Weisen in vielen Dingen wirklich nicht blind sind. Der Grund, weshalb sie noch frei rumläuft, wird, in conclusio, diesen und den letzten Arc dieser Geschichte miteinander verknüpfen.

      mal schauen was sich in den nächsten Kapitel so ergibt, irgendwann muss ich ja mal durchsteigen, was die ganzen Ebenen und Verbindungen betrifft. ^^

      So vieles werde ich gar nicht mehr aufbauen müssen, ehe der Übergang zu Arc III oder besser gesagt dem "Showdown" flüssig vonstatten gehen kann. Das liegt, so doof es klingt, auch an der Kürze der Kapitel. In längeren Kapiteln könnte ich weit mehr unterbringen, wobei in dieser Art der Geschichte die Gefahr zu groß ist, dass dort einiges untergeht, was man dann vergisst/unterschätzt/nicht in dem intendierten Maße einnordet, etc. Wenn bei zwei word-Seiten Verwirrung aufkommt, wird es bei vier, fünf Seiten vermutlich sehr müßig. :P

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      In dem Sinne, habt eine schöne Woche und bis demnächst!