Aktuelle politische Entwicklungen in westlichen Staaten

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    • Nachdem ich heute morgen jetzt einige Zeitungen gelesen habe musste ich unweigerlich beim Thema Türkei an diese Szene aus Star Wars denken. Im Grunde kann man "Jedi" auch durch "Gülen" ersetzen und es passt irgendwie auch. Aber irgendwie ist es auch absolut strange das ganze weil das eine ist ein Film und das andere leider die Realität.



      Die Türkei hat also das Präsidialsystem gewählt und das bedeutet auch diverse änderungen. Erstaunlich finde ich dabei die Resultate:

      • Mit Nein gestimmthaben die grossen Städte. Man darf davon ausgehen, dass dieses Votumnicht nur auf das Konto der liberalen Eliten ging. In Istanbulund Izmir bekommt man zu spüren, dass sich das einstausserordentliche Wachstum der türkischen Wirtschaft abgekühlt hat.Und selbst die Hauptstadt Ankara, in der Erdogan seinen protzigenPalast errichtet hat, sagte Nein.
      • Mit Nein gestimmthaben die Kurdengebiete im Osten. Dabei genoss Erdoganeinst bei religiös-konservativen Kurden einen gutenRuf. Er hat ihre Kultur und Sprache anerkannt, während dieKemalisten ihnen die Existenzberechtigung als eigene Volksgruppeabsprachen. Der vor zwei Jahren wieder aufgeflammte Bürgerkrieg aberhat nicht nur zu massiven Zerstörungen in Städten wie Diyarbakırgeführt, sondern auch viel Vertrauen vernichtet.
      • Mit Nein gestimmthat auch die Mittelmeerküste. Der Tourismus in den Badeortenhat bereits durch die Anschläge von militanten Kurden und «IS»-Terroristen gelitten. Die Nazikeule, mit der Erdogan auf dieEuropäer eindrosch, hat da gerade noch gefehlt. Nun werden dieseEuropäer halt beim Griechen, dem alten Erzfeind, Ferien machen. Oderin Ägypten, das wieder im Kommen ist. In der Südtürkei aber werdenin diesem Sommer viele Gäste und Jobs fehlen.


      Im Grunde ist das ein Bild wie in den USA. Städte und Gebiete die dem westlichen Wandel und Zugang haben stimmten mit Nein weil sie wussten was ein "Ja" in "W-I-R-K-L-I-C-H-K-E-I-T" bedeutet. Ländereien und Provinzgegenden stimmten wie bei Donald Trump für etwas was sie erst später zeigen wird das es absolut nur der egomanischen Gier und Sucht galt und keineswegs für das volk. Die 1% der obrigkeit oder die 1% der oberen 1% werden davon profitieren. Nicht aber das Volk. Mit dem knappen Resultat zeigt sich auch, dass trotz "demokratischer" Wahl dies kein eindeutiger Sieg ist. Er ist knapp - ja sogar äusserst knapp für mich. Ich dachte ja wirklich das es eher so 70% oder so sind.

      Deutet hinsichtlich auch dafür das vielleicht - vielleicht - weniger Manipulation stattfand als gedacht, diese vielleicht aber denoch ausreichte.

      Nur was mich ein wenig ersschüttert hat ist der Fakt, das der Personenkult in der restlichen Welt viel stärker ist als in der Türkei selbst. Aber ich kann das nicht verstehen. Warum stimmen Auslandtürken für ein System, das in der Umsetzung die Freiheit der Bevöhlkerung über lang /kurz merklich einschränken wird? Warum gibt man einem Mann die Macht der offensichtlich unter Wahn leidet (Gülen) sowie Prunksucht etc. hat. Ich mein der Palast zeigt dies doch so eindeutig. Die Schweiz-Türken waren die einzigen die mit 70% +/- Nein gestimmt haben. Sämtliche Anderen und vor allem DE und AUT haben teils bis 75% Ja anteil. Warum? Warum lebt man hier in Freiheit unter einem Demokratischen System und schränkt gleichzeitig die Freiheit im eigenen land ein? Warum wählt man ein System bei welchen man unter Umständen beim nächsten Familienurlaub oder Besuch von Verwandten am Flughafen abgeführt wird weil der Namen in verbindung zu Gülen etc. steht? Weshalb? Für mich nicht verständlich.

      Und vor allem. Wie kann man für einen Menschen sein der offensichtlich und öffentlich so stark für die Todesstrafe ist? Soll dann keiner damit kommen wenn nächste Verwandten davon betroffen sind und man es ja "nicht wissen konnte".

      Aber so wie Donald Trump das land der unbegrenzten Freiheit tief gespalten hat, so hat Erdogan die Türkei gespalten und man darf wirklich gespannt sein worin das Endet. Natürlich. Im Grunde und der überlegung kann sich immer alles zum guten Wenden aber die Kombination aus einem Machthungrigen Kind das keine Kritik zulässt, der wiedereinführung der Todesstrafe und der öffentlichen darstellung das die Gülenbewegung eine fast schon Staatsfeind Position inne hat lässt mich glauben das es nicht gut endet - denn: Wozu braucht meine Todesstrafe wenn ich niemanden habe den ich töten wollte?


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      Aber die Welt ist derzeit so oder so sehr Speziell.

      In den USA haben wir mit Trump einen Typen der so oft die Meinung wechselt wie manch einer täglich die Unterhosen. Vielel seiner Aussagen im Wahlkampf waren plumpes gerede und je länger zeigt sich das der Typ gar einen Krieg mit Nordkorea in kauf nehmen würde. Speziell finde ich dabei immer seine Twitter-Aktivität.

      Seit dem Anschlag auf den Flughafen in Syrien herrscht zwischen Russland und den USA eine kälte die vermutlich nur noch dur den Kalten Krieg übertroffen werden kann. War die Angst noch gross, das Russland starken Einfluss hat so scheint es jetzt mit demm "Allzeit-Tief" doch eher zu sein das sich die USA wehren und das auch mit dem Risiko diplomatisch Probleme zu haben mit den Russen.

      Auch Syrien ist speziell. Der Sinnungswandel von Trump ist darin unglaublich:


      Spoiler anzeigen

      15. Juni 2013:


      28. August 2013:




      29. August 2013:








      05. September 2013:




      06. September 2013:



      07. September 2013:








      09. September 2013:


      11. September 2013:




      Vor allem was mich wieder extrem dabei stört ist, das so ein Giftgasanschlag ohne wirkliche beweise verurteilt wird. Versteht mich nicht falsch aber für mich gehen viele Dinge immer viel zu schnell. Wie ist es möglich, das man bei so einer Sache so schnell weis das es genau Assad ist. Wenn man sich überlegt das Assad selbst bei so was nur verlieren kann warum glaubt man das direkt? Tage zuvor argumentiert man, dass das Syrische Regime und ihr Volk das Problem Assad selbst lösen muss. Gesagt vom US-Aussenminister und kurz darauf gibt es einen Giftgasanschlag und prompt sieht man es als legitim ein Land ohne jegliche Mandat oder Resulution zu bombadieren? Come on. So dumm ist doch wirklich kein Diktator. Da kannst dir gleich selbst ins Knie schiessen und dich wundern warum man plötzlich hinkt........

      China.
      Oder wie Trump sagt. Tscheina. Während des Wahlkampf lässt er keine Möglichkeit aus dieses Land als Währungsmanipulator abzustempeln und ihm regelrecht die Schuld am Handelsdefizit so weit in den Allerwertesten zu stossen das man das Gefühl hat das er ärger sucht. Und dann? Dann kamm Präsiden Xi Jinping vorbei und kurz darauf erklärt Donald Trump im Wall Street Journal, dass die Chinesen keineswegs Währungsmanipulatoren sind......
      Kann man hier nachlesen: zeit.de/news/2017-04/13/finanz…ulation-mehr-vor-13082004

      Apropo China. Er hat ja den Angriff auf Syrien während dem Schokoladenkuchenessen gegeben. Müsst mal drauf achten. Für Trump ist alles immer das beste, grösste, am meisten whatever. Es kann nicht heissen. "Ja ich gab es während des Dessert den Angriff. - Nein - Es muss heissen. ich gab den Angriff während wir Schokoladenkuchen gegessen haben, den besten Schokoladenkuchen den er je gehabt hat usw. Müsst euch das mal anschauen.



      Ernsthaft warum? Warum muss man jeglichen Bullshit hochstillirisieren in den Himmel? Ist bei 30s.

      Auf alle Fälle einweiterer U-Turn von Trump. Plötzlich ist China nach diesem äusserst Schmackhaften Schokoladenkuchen wieder interessant:

      Und auch Nordkorea. TRump scheint so, das er regelrecht auf Konfrontationskurs ist mit diesem Land. Vor allem twittert er dabei kaum besser als mein cousain der gerade erst den Stimmbruch bekommen hat.



      «Nordkorea sucht Probleme. Wenn China sich entscheidet, uns zu helfen, wäre das grossartig. Falls nicht, werden wir das Problem selber lösen. U.S.A.»



      Really? Das ist der US Präsident?



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      Jaja - wir leben in einer äusserst speziellen Zeit gerade. Ab und zu spreisst so ein Wahnsinniger. Duterte da, Erdogan hier. Trump überm Teich und irgendwo hat man so ein Mulmiges Gefühl im Bauch weil man (Obwohl wir alle nicht in den 1930iger lebten) das gefühl hat das alles schon einmal passiert ist. Eine Kollegin von mir ist sich z.b. auch nicht mehr sicher ob sie das Auslandsemester in Südkorea wirklich machen will. Man sagt zwar immer, das man sich nicht von der Angst beherrschen lassen soll aber gleichzeitig haben wir auf alles auch kaum einen Einfluss weshalb Angst oder meiner Meinung nach Sorgen trotz allem seine berechtigung hat. Es sind irgendwo unsichere Zeiten mit deutlich spürbaren Spannungen und irgendwo kriegt man nicht das Gefühl das ein Apparat wie die EU das Handeln kann. Zumindest ich habe nicht dieses Gefühl.
      :!:
    • @Áyu
      Diese Szene aus Star Wars ist momentan tatsächlich das Meme schlechthin, wenn es um die Entwicklung in der Türkei geht. So traurig es auch ist, so lustig ist es aber irgendwie. Ich meine, selten hat ein Meme den Nagel dermaßen auf den Kopf getroffen. :D

      Aber davon abgesehen kommt mir beim Blick auf die Türkei das kalte Kotzen - oder eher: Beim Blick auf die Türken. Ich wusste, dass es knapp würde. Wusste, dass sich das Land wie die USA zuvor tief gespalten zeigen würde. Evet oder Hayir, das Ergebnis konnte nur eine tiefe Schlucht durch die Türkei reißen. Jedoch hatte ich in den Tiefen meines Herzens gehofft, die liberale und moderne Bevölkerung könnte die Oberhand gewinnen, entgegen der gnadenlosen Propaganda und Manipulation des Wahlkampfs. Ich halte es für bezeichnend und befremdlich, wie sich das Bild des "Anführers" verschoben hat. Vor 250 Jahren hätte kein Volk freiwillig einen Machthaber "gewählt", der sich einen protzigen Palast jenseits aller Grenzen von Gut und Böse errichtet, während die Wirtschaft stagniert und die wichtigsten Handelspartner sich schleichend zurückziehen. Dieser Mann, der auf goldenen Kloschüsseln sein Geschäft verrichtet, steht also für die Hoffnungen und Träume des kleinen Mannes? Faszinierend. Diese grandiose Logik fand ja bereits in den USA Anwendung, als die abgehängte Weiße Unterschicht im Fly Over Country glaubte, der narzisstische Milliardenerbe Donald Trump und sein Ministerium aus Wall Street Wölfen und Verschwörungstheoretikern würde für ihre Rechte eintreten.
      Man muss doch nun wahrlich kein Genie sein, um zu erkennen, dass Erdogan - wie alle Populisten - mit billigen Tricks arbeitet. Mit Lügen und leeren Versprechungen, mit falschen Feindbildern und viel, ganz viel Theatralik. Die Bilder aus Ankara, Erdogan und sein sexy Schnauzer vor den frenetisch jubelnden Massen erzeugten bei mir sofort einmulmiges Bauchgefühl. Jeder, der sich in seinem Leben gefragt hat, wie Deutschland vor ~70 Jahren Adolf Hitler zur Macht verhelfen konnte, muss sich nur die Entwicklung in der Türkei anschauen. Erdogan und sein famoser Aufstieg zum Alleinherrscher geben eine hervorragende Geschichtsstunde ab.

      Was mich aber wirklich wütend macht, ist die Beteiligung und Entscheidung der Türken in den anderen Teilen der Welt. Schön, dass wenigstens in der Schweiz Vernunft zu herrschen scheint. Aber Deutschland, Österreich? Der allgemeine Tenor war schon vor dem Referendum in Umfrage ein "Ja" bei den Deutsch-Türken, jedoch hatte ich die Hoffnung, die Medien hätten sich bewusst die Ja-Sager ausgesucht, um die Einschaltquoten zu erhöhen. Muss man ja mit rechnen. Dass es dann doch so deutlich war, stößt mir echt sauer auf.
      Männer und Frauen, die im freien und demokratischen Deutschland leben und sämtliche Privilegien einer toleranten, aufgeklärten Gesellschaft genießen, gehen in die Wahllokale und wählen einen Mann, der ihre "Heimat" unter totalitärer und willkürlicher Fuchtel halten wird? Der Menschen in Ketten legt und die Männer und Frauen als Faschisten und Nazis beschimpft, unter deren Flagge sie selbst seit Jahren in Frieden und Freiheit leben dürfen? Das ist widerlich und grausam. Und es lässt mich ehrlich gesagt auch an der Intelligenz jener Deutschtürken zweifeln, die Erdogan gewählt haben. Tut mir leid, aber in diesem Fall muss ich das so knallhart sagen. Die Verteilung der Neinsager in der Türkei macht deutlich, dass es - wie schon beim Brexit - an den konservativen, abgehängten und ärmeren Regionen gelegen hat, Regionen mit niedrigen Bildungsstandards und schlechten Perspektiven. Oder eben konservativen Strömungen. Die großen Städte zeigen klar, das Erdogan abgelehnt wurde; Menschen mit Westdrang und modernen Ansichten wollten Erdogan nicht. Aber welche Chance hatten sie in einer Wahl, die nur im Schein demokratisch war und auf die billigen Träume der Ungebildeten und/oder Verblendeten setzte?

      Ich möchte nicht sagen, dass jeder Konservative dumm ist, oder das jeder Pro-Wähler ein hinterwäldlerischer Fanatiker ist. Das wäre ebenso populistisch und kleingeistig. Aber mir bereitet die momentane Entwicklung sorgen, welche sich bereits bei Trump und dem Brexit abzeichnete. Mit Erdogan hat man sich gegen die eigene Meinung, gegen freies Denken und gegen politische Mitsprache entschieden. Nun herrscht Erdogan mit noch erbitterter Faust, entlässt nach Gutdünken Würden- und Amtsträger, formt ein Land nach seinem Willen und untergräbt bzw. vernichtet jeden, der nicht in sein Weltbild passt. Die Lage ist Ernst, wenn sich ein halbes Land gegen die Moderne und für eine Diktatur entscheidet. Ich hoffe nur, dass das ein Weckruf für den Rest der Welt ist; dass man Populismus und Fanatismus für keine Sekunde ignorieren darf, weil er sich sonst verselbstständigt und vielleicht nicht mehr aufgehalten werden kann. Wenn wir, als aufgeklärte und selbstbestimmte Menschen, nicht dagegen halten, wer dann? Erdogan ist das Symptom einer Krankheit, die in der Gesellschaft entstanden ist. Gleichgültigkeit und Verdruss sind Schuld, dass die Welt momentan im Dreck zu versumpfen scheint. Ich bin es leid und hoffe, dass die Wahlen in ganz Europa zeigen werden, dass wir uns nicht dieser Welle der Angst und Paranoia, des Hasses und Ignoranz beugen werden. Die Niederlande haben vorgelegt, jetzt sind wir dran. Nur als vereintes Europa kann gegen Männer wie Erdogan angegangen werden.

      @deAcero
      Ich denke eigentlich nicht, dass gesagt werden muss, dass meine Worte in Bezug auf die Türken als gesichtslose Masse einer Wählerschaft zu verstehen sind. Natürlich war die Wahl manipuliert, die Opposition wurde boykottiert und es bestand nie ein Zweifel, dass es in dieser Wahl zu Betrug kommen würde. Dennoch, es ändert nichts daran, dass sich ein großer Teil der türkischen Bevölkerung Pro-Erdogan entschieden hat - wie eben auch in Deutschland und Österreich, was ich beinahe verwerflicher finde. Jede Stimme für Erdogan ist eine Stimme gegen Freiheit und Mitbestimmung, also ja: Mir kommt das kalte Kotzen, wenn ich auf die Türken blicke. Nicht, weil sie Türken sind (oder was auch immer du mir hier unterstellen willst), sondern weil sie sich in eine katastrophale Lage manövriert haben. Teils selbstverschuldet, teils überrollt von einer Lawine. Erst danach muss man sich fragen, welche Schuld Deutschland, Europa, der Rest der Welt trägt. Oder meinst du, eine klare Rüge gegen Erdogan hätte das Ergebnis der Wahl verändert? Also bitte, darauf geht dem Kerl doch einer ab. Jedes Wort in seine Richtung wäre von ihm als faschistische Nazi-Methoden stilisiert worden, um seine Anhänger aufzuheizen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von -Bo- ()

    • Achso beim Blick auf die Türken kommt dir das kotzen? Schön ausgedrückt. Klingt gar nicht nach Haider oder Höcke.
      Mir kommt das kotzen bei den deutschen, die Erdoğan bis zu letzt hofiert haben und jegliche Kritik nicht direkt von der Bundesregierung kam.
      Dass ein offensichtlich gefälschtes Wahlergebnis - mal wieder - von der deutschen Bundesregierung anerkannt wird.
      Kleines Beispiel aus der zeit: in Deutschland wurden mehr als 700.000 Stimmen abgegeben, 550.000 hieß es dann kamen aus Deutschland. Ca 340k ja, 200k nein stimmen. Wo sind die verbleibenden 150k Stimmen?
      Es geht weiter, es wurden 1.5millionen Stimmen, die nicht gewertet werden dürfen (weil kein Stempel auf dem wahlumschlag, siehe dazu türkische Verfassung) wurden nachträglich gewertet. Unzwar nachdem der Kontakt zur wahlbehörde (YSK) in der Türkei abgebrochen ist. Danach hieß es Erdoğan hat mit 1.2 Millionen Stimmen Vorsprung gewonnen.
      Und das ist keine Propaganda! Dass sind Fakten die du auch in deutschen oder Österreichischen Nachrichten lesen kannst.
    • Ich verstehe, dass dir (und sicher auch anderen) bei den aktuellen Zuständen in der Türkei 'das Kotzen kommt', Bo. (Mich persönlich macht die Lage traurig.)
      Gleichzeitig muss man sich doch auch fragen, weshalb Europa - insbesondere Deutschland - sich gegenüber der Türkei so sehr zurückhält (und die Nazi-Keule kommt dann ja trotzdem), aber dann Nordeuropa - insbesondere Deutschland - gegenüber den Krisenländern in der EU, also erklärten engsten Freunden und engsten Verbündeten, den harten Macker auflegen und diese Länder immer Tiefer in die Depression drücken muss. Man kann das nicht damit begründen, dass man einen Flüchtlingsdeal mit der Türkei brauche. Griechenland, Italien und ganz besonders Spanien und Portugal wären für Frankreich und Deutschland so viel bessere Partner in der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen aus Afrika und dem nahen Osten, allein wegen ihrem engen Austausch mit Muslimen seit über 500 Jahren (Spanien, Portugal).
      In dieser Hinsicht stellt sich Nordeuropa, ganz besonders die Politiker der EU und Deutschland wirklich dumm an und Kritik am Verhalten Europas gegenüber der Türkei (mit all den Konsequenzen, die man daraus ziehen kann) ist ebenso notwendig wie Kritik am neuen 'Präsidialsystem' der Türkei.
      (Ganz besonders geht es mir dabei um das Gesamtbild. Es gab im Vorfeld der Wahlen ja einige Fälle, wo einzelne Staaten oder Städte gegenüber der türkischen Regierung eine härtere Linie ziehen wollten. Aber mir fehlt da ganz klar das geschlossene Auftreten, wo die europäischen Werte mehr zählen als Angst davor, dass Erdogan Flüchtlinge auf Europa 'loslässt'.)
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • (Ich denke, dass ist hier der passende Thread dafür:)

      Ich möchte alle Mitglieder des PB, die stimmberechtigt sind, daran erinnern, dass heute die Wahlen sind und euch aufforden eure Stimme abzugeben! Nutzt die Möglichkeit über unsere Zukunft zu entscheiden, es dauert nicht lange, ist nicht kompliziert. Falls ihr noch eine Hilfe zur Wahlentscheidung braucht :

      wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/

      oder bundeswahlkompass.de/de/#!/
      DIE GUMMIENTENFLOTTE
    • Die aktuelle Politische Situation in unserem Land ist nach der gestrigen Wahl, mehr als Besorgniserregend!
      Das das braune Populisten-Pack tatsächlich so viel Zustimmung bekommen hat und nun ein Teil der deutschen Regierung sein wird, ist erschreckend.
      Wie die Neue Regierung bald aussehen wird, ob doch wieder GroKo oder Jamaika bleibt abzuwarten.
      Die Hauptsache ist, dass die neue Regierung unser Land nicht noch mehr verunsichert oder destabilisiert.
      Es wird ein gut zusammenarbeitendes Bündnis brauchen um den braunen Flügel die Stirn zu bieten.
      Gerade in diesen Zeiten, in den immer mehr andere Länder von Populismus, Größenwahn & getarnten Diktatoren beherrscht werden,
      muss die deutsche Regierung innerlich an einem Strang ziehen und als geschlossene Einheit agieren.
      OFFIZIELLER SPONSOR DER BUßGELDBEHÖRDE
    • Wieso erschreckend? Ich weiß nicht wie alt du bist aber ca 70% des Wahlprogrammes der AFD ist identisch mit dem, was die CDU vor 10-15 Jahren in Ihrem stehen hatte. Nur weil die heutige CDU von der Mitte nach links gewandert ist, bedeutet das noch nicht, dass alles daneben braun(rechts) ist. Die anderen 30% sind in der Tat an der Realität vorbeigedacht und mit unserem Gesetz in keiner Weiße umsetzbar und ich hoffe auch, dass dies niemals der Fall sein soll. Dies soll natürlich auch nicht bedeuten, dass sich in der AFD keine Rechten befinden dies ist wohl leider der Fall aber die gibt es genauso in CDU und CSU.

      Viel erschreckender finde ich, dass die FDP wieder Einzug gefunden hat. Jeder der damals ihr Versagen miterlebt hat sollte diese Partei mehr als meiden. Aber die Deutschen vergessen leider sehr schnell wenn sie nicht jede Woche daran erinnert werden.
    • Cutty Framm schrieb:

      Die aktuelle Politische Situation in unserem Land ist nach der gestrigen Wahl, mehr als Besorgniserregend!
      Das das braune Populisten-Pack tatsächlich so viel Zustimmung bekommen hat und nun ein Teil der deutschen Regierung sein wird, ist erschreckend.
      Da würde ich mich lieber mal korrekt über Wahlausgänge und wahrscheinliche Abläufe informieren. Die AfD wird nämlich Oppositionspartei, keine Regierungspartei sein. Der Name sagts eigentlich schon, regieren wird sie nicht.

      Generell finde ich die Hysterie um deren Erfolg mehr als übertrieben. 13% hin oder her, regieren können sie nicht und der Schaden den eine Oppositionspartei anrichten kann ist sehr begrenzt, vor allem wenn dann auch noch die SPD mit im Boot sitzt. Die einzige mMn wirklich erwähnenswerte Auswirkung ist halt, dass durch das Ergebnis der AfD nur noch 2 Koalitionen möglich sind und beide sind momentan extrem schwer zu bilden, geschweige den zu halten.

      Überhaupt will ich den allgemeinen Pessimismus und die Warnungen vor dem nächsten 4.Reich nicht teilen. Wer sich die letzten 4 Jahre auch nur ein bisschen mit den Debatten im Bundestag beschäftigt hat weiß, wie verdammt langweilig und unspektakulär das alles war. Wies halt ist, wenn eine Sprechstunde zu 80% von Regierungsparteien gehalten wird.
      Mit der SPD in der Opposition, der wieder erstarkten FDP und vor allem der Afd herrscht wenigstens mal wieder sowas wie Leben in dem Laden. Vielleicht wirds sogar tatsächlich mal wieder interessant/unterhaltsam eine Debatte zu verfolgen und das allein ist schon viel Wert.
    • Akuma schrieb:

      Da würde ich mich lieber mal korrekt über Wahlausgänge und wahrscheinliche Abläufe informieren. Die AfD wird nämlich Oppositionspartei, keine Regierungspartei sein. Der Name sagts eigentlich schon, regieren wird sie nicht.
      Keine Sorge, informiert bin ich genug. Es ist logisch, dass die afd in die Opposition kommt, ich habe ja auch nie behauptet, dass die afd Regierungspartei sein wird.
      Aber als Opposition wird die afd Teil des dt. Bundestages und wird damit auch unweigerlich ein "Teil" der Regierung, der zB etliche Steine in den Weg legen kann. Darauf wollte ich hinaus.
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    • Cutty Framm schrieb:

      Akuma schrieb:

      Da würde ich mich lieber mal korrekt über Wahlausgänge und wahrscheinliche Abläufe informieren. Die AfD wird nämlich Oppositionspartei, keine Regierungspartei sein. Der Name sagts eigentlich schon, regieren wird sie nicht.
      Keine Sorge, informiert bin ich genug. Es ist logisch, dass die afd in die Opposition kommt, ich habe ja auch nie behauptet, dass die afd Regierungspartei sein wird.Aber als Opposition wird die afd Teil des dt. Bundestages und wird damit auch unweigerlich ein "Teil" der Regierung, der zB etliche Steine in den Weg legen kann. Darauf wollte ich hinaus.
      Da sitzt seit jahren auch eine Partei namens "die Linke" und deren Einfluss ist genauso bedeutend gewesen wie der von der AfD jetzt sein wird.

      Es war ein längst notwendiges Zeichen an die etablierten Parteien das sie eben nicht mehr das Meinungsspektrum Deutschlands abbilden, das zeigt ganz klar die Abwanderung Richtung AfD und FDP, welche ja ebenfalls ihre rechte Front gestärkt haben.

      Merkel hat über die Jahre ihre politischen Verbündeten zerstört um sich deren Wähler zu sichern nur ist das jetzt zum Boomerang geworden, weil sich diese Wähler nicht der CDU zugewandt haben, sondern Richtung AfD abgewandert sind, weil die CDU es völlig verpasst hat sich dann auch entsprechend zu positionieren. Die Deutschen wollen eben keine Politik die derartig linkslastig ist wie sie in letzter Zeit gemacht wurde und nun müssen vor allem SPD und CDU zusehen das sie sich wieder voneinander weg bewegen in ihren politischen Ansichten sonst kann das für beide Parteien auf Sicht gefährlich werden. Nicht für umsonst hat auch Seehofer jetzt Alarm geschlagen und eine Drohkulisse aufgebaut, da drohen einige Felle weg zu schwimmen auf welche CDU/CSU dringend angewiesen sind.

      Von daher kann man übrigens froh sein das Frau Petry ihrer Partei eine schallende Ohrfeige verpasst hat, denn mit so einer Frau in der Führungsposition hätte das noch ungemütlicher werden können. Gauland dagegen wird die Partei wieder in die Versenkung führen sollte er an der Spitze bleiben.
    • "Wir werden Frau Merkel jagen", sagte Alexander Gauland am Tag der Wahl in Berlin. (Quelle)

      Allein dieser Satz spricht Bände, was für Leute zur AfD gehören. Wir sollen die Taten der deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg wieder in stolzer Erinnerung behalten (Quelle) und das Holocaust-Mahnmal in Berlin ist ein "Denkmal der Schande" (Quelle). Eine Rhetorik, wie sie zuletzt in den letzten Jahren der Weimarer Republik geführt, wurde kehrt nun wieder auf die Legislative des Nachfolgestaates ebenjener untergegangenen Republik zurück. Und genau das ist es, was mich, und ich glaube auch viele andere ( @Cutty Framm ), fassungslos und besorgt macht. Die AfD wird kein Leben in die politische Debatte bringen, sondern den Bundestag als Wahlkampfbühne nutzen um ihre Rhetorik und Parolen salonfähig zu machen. Zu konstruktiver und fortschrittlicher Arbeit ist diese Partei definitiv nicht fähig. Man siehe sich nur die bisherige Arbeit der AfD in den Landtagen vieler Bundesländer an, wo sie leider vertreten sind. Das Neo Magazin Royale hat zu diesem Thema sogar eine nette Prezi erstellt: Link

      Aber es bleibt ein Lichtblick am Ende des Tunnels. Laut einer Umfrage des ZDF am Wahlsonntag, den Link habe ich diesmal leider nicht, wurde die AfD von vielen ihrer Wählern nicht aus Überzeugung, sondern aus Protest gewählt. Es bleibt also zu hoffen, dass man den anderen Parteien nur einen Denkzettel verpassen wollte. Auch wenn das, meiner Meinung nach, bitter nötig ist, ist die AfD hierfür die denkbar schlechteste Option gewesen.
      Zusätzlich scheint Frauke Petry mit dem Gedanken zu spielen, sich im Bundestag von der AfD-Fraktion abzusetzen. Dies würde die Partei in jeden Fall spalten und vielleicht zerbricht die AfD an internen Machtkämpfen und versinkt nach vier Jahren in der Bedeutungslosigkeit. Quelle


      Mein Fazit zur AfD: Hoffentlich öffnet die nun erhöhte mediale Aufmerksamkeit den AfD-Wählern die Augen und in vier Jahren werden diese vielleicht ihr Kreuz woanders machen. Aber wahrscheinlich wird es anders kommen...


      Zu den anderen Parteien.

      Die CDU wird ganz klar stärkste Kraft und Merkel wird Kanzlerin bleiben, was wenig überraschend war. Martin Schulz hatte nie eine Chance. Man muss nur seinen Wahlkampf mit den von Gerhard Schröder vergleichen (In der FAZ gab es dazu einen guten Artikel, aber leider habe ich wieder keinen Link), um zu merken, wie aussichtslos die ganze Angelegenheit für die SPD überhaupt war. Zurecht fahren die Sozialdemokraten aber in dieser Wahl ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis ein.

      Zu den Linken und den Grünen gibt es nicht mehr viel zu sagen, aber die FDP ist wieder sehr interessant.

      Ohne programmatische Änderung wieder in den Bundestag. Ich glaube ich spinne, die selbe Partei die vor vier Jahren zurecht aus dem Bundestag geflogen ist, kehrt mit den gleichen wirtschaftsliberalen Programm und den gleichen neoliberalen Leuten geradezu euphorisch zurück. Es ist echt zu schade, dass anscheinend viele Menschen, besonders junge Menschen, die die FDP wohl überwiegend gewählt haben, nicht den Unterschied zwischen Verfassungsliberalismus und Wirtschaftsliberalismus kennen.

      Die Rückkehr der FDP in den Bundestag ist das zweite große Debakel bei dieser Wahl...


      Nunja, wir sehen nun wohl aber einer Jamaika-Koalition entgegen, was auf Bundesebene zumindest was neues ist.
      Also in diesem Sinne:
      "Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."
      -Georg Christoph Lichtenberg-
    • Akuma schrieb:

      Überhaupt will ich den allgemeinen Pessimismus und die Warnungen vor dem nächsten 4.Reich nicht teilen. Wer sich die letzten 4 Jahre auch nur ein bisschen mit den Debatten im Bundestag beschäftigt hat weiß, wie verdammt langweilig und unspektakulär das alles war. Wies halt ist, wenn eine Sprechstunde zu 80% von Regierungsparteien gehalten wird.
      Mit der SPD in der Opposition, der wieder erstarkten FDP und vor allem der Afd herrscht wenigstens mal wieder sowas wie Leben in dem Laden. Vielleicht wirds sogar tatsächlich mal wieder interessant/unterhaltsam eine Debatte zu verfolgen und das allein ist schon viel Wert.
      Fand den Kommentar von ZDF gestern dazu sehr gut.
      facebook.com/ZDFheute/videos/10155811010575680/

      Kommt hinzu das mit Petry heute schon die Selbstzerfleischung der AFD und ihren knapp 13% beginnt. Auf der einen Seite hast du Leute wie einen Gauland und Meuthen die - entschuldigt - von Nazi ideologie nur so strotzen und auf der andern seite hast du eine Petry die anzeichen (hat sie für mich heute) zeigt das sie Teil der Regierung sein möchte.

      Ich meine gerade meuthen - ein Typ. Guckt euch mal an was der sagt:

      "Rechtsextreme gibt es bei uns nicht"
      streamable.com/q1brm

      Deutschland den Deutschen
      streamable.com/r11qn

      "Plumper Rassismus in Fraktionsstärke"
      streamable.com/fqtuw


      Vom "Wir jagen" ganz zu schweigen. So was braucht man in keiner Regierung - auch nicht damit der Laden läuft. Es wäre an der CDU, der SPD, der FDP und Linken das man ordnetliche Diskussionen führt zu Probleme die scheinbar der normale Bürger bedrückt und sich nicht um lapalien beschäftigen. Kommt hinzu das Gauland ganz Offensichtlich auch gar nie lust am regieren hat sondern partout opposition ist und mit Weidel zusammen die "Regierung" kontrollieren möchte.

      So was funktioniert nicht auf 4 Jahre hinaus. Das macht kein Wähler mit der mit einem Verstand die AFD wählt. Zumal ich so oder so nicht verstehe wie man die AFD wählen kann mit ihren Ansichten und Gründen.


      Aus meiner Sicht wird jetzt hohe wogen geworfen, die AFD poltert noch wenn sie während dem zerfleischen noch was rausbringt und ansonsten geht das richtung Jamaika koalition. Poltern hat keine perspektive für 4 jahre.
    • Also hier möchte ich auch gerne noch was dazu sagen, da ich in den letzten Jahren auch immer mal wieder politisch aktiv war.

      Grundsätzlich stimmt ich nahezu allen Personen zu, die meinen, dass die AFD einfach nicht positiv für Deutschland wäre. Gerade durch heutige Floskeln wie "man wolle Merkel JAGEN". Doch die Schuld hierfür ist nicht, bei der AFD zu suchen, sondern bei der großen Koalition. Zwischen Parteien und den Bürgern ist im Laufe der Zeit ein Abstand entstanden, sodass die Parteien/ die Regierung einfach nicht mehr den Wille des Volkes repräsentiert, sondern die Wünsche und Gefallen Ihrer selbst. Diese Konfliktsituation hat in den letzten Jahren schon dazu geführt, dass die Wahlbereitschaft sehr abgenommen hat. Die letzten 2-3 Jahre haben das Fass vieler jedoch überlaufen lassen. Man kann jetzt Punkte wie Flüchtlingsproblematik, den Umgang mit Personen wie Erdogan, das Auftreten unserer holden Maid mit einem Rückrat wie Wackelpudding und vieles weitere ansehen. Diese Punkte, diese Themen entsprechen alle nicht dem Wille der deutschen Bürger.
      Sieht man sich die Wahlbereitschaft dieses Jahr an, kann man deutlich erkennen, dass der hauptsächliche Grund für den Erfolg der AFD darin liegt, dass Sie es geschafft haben Nichtwähler zu reaktivieren, den Unmut vieler Deutscher zu bündeln und somit einer Starke Front zu präsentieren. DAS war Ihr Gewinn und nicht Ihr unglaubliches Wahlprogramm.
      Dies wiederum sollte für die "großen" Parteien einmal ein Wachrütteln sein, dass diese Politik in Deutschland einfach nicht angesehen und mittlerweile auch noch weniger geduldet wird.
      Somit kann man vielmehr schlussendlich sagen, dass der Erfolg der AFD in dem Versagen der großen Koalition liegt und sonst nirgends.

      Sieht man sich beispielsweise eines der Thematiken, der Flüchtlingspolitik, an. Ich persönlich habe nichts dagegen, Hilfesuchende Hilfe anzubieten. Ich habe selbst gedient und weiß wie es in Kriegsgebieten aussieht, demnach kann ich es auch verstehen, dass man Flüchtlinge eine bessere Zukunft anbietet.
      DENN
      in der heutigen Zeit sollten wir langsam mal dort angekommen sein, dass wir unseren Kleingeist überwinden. Es geht auf dieser Welt nicht um Deine Nationalität, sondern darum, dass wir zusammen um unser Überleben arbeiten. Wir stecken mehr Gelder in die Rüstungsindustrie und Dinge die unsere eigene Erde zerstören, anstatt in die Forschung um auf manche Eventualität (Sonne, Klima, o.ä.) vorzubereiten um einfach als "Menschheit" weiter zu kommen und nicht als Deutschland, Frankreich oder irgendein Land. Dennoch kann es hier dann nicht sein, dass man das Gefüge der jeweiligen Ländern dahingehend durcheinander bringt, indem man teilweise völlig willkürlich Personen aufgenommen haben, welche nicht Hilfesuchend waren, sondern auf der Suche nach Reichtum. Diese Unbedachtheit der deutschen Politiker ist einfach nur eine Phase und hat beispielsweise durch die Zusammenführung verfeindeter Stämme zu unzähligen Straftaten geführt. Natürlich kann man bei dem Punkt darauf plädieren, dass sich die Leute in einem anderen Land deren Kultur anpassen sollen... doch sowas geht halt mal nicht über Nacht. Weiterführen kann ich dieses Thema jetzt mit dem Erlernen der deutschen Sprache und vielen weiteren Punkten.

      Ein anderes Thema ist die Maut in Deutschland. Ganz ehrlich, wie lange wird dieses Thema schon fokussiert und es kommt einfach nichts dabei raus. Anstatt Häuschen hinzustellen und dadurch noch ein paar Arbeitsplätze zu schaffen wird seit gefühlten Jahrzehnten nach der neuesten Technik gesucht und es geht einfach nichts weiter. Ich wohne im Süden Bayerns und arbeite in München... Jeden Tag fahre ich die Salzburger Autobahn und sehe mehr Österreicher und ausländische Autos, anstatt "Deutsche" Kennzeichen. In nahezu jedem Land in Europa werden Zölle erhoben, nur in Deutschland nicht. Dabei geht es nicht einmal darum Leute aus anderen Ländern zu "schikanieren", sondern um die Abnutzung der Autobahn und die daraus entstehende Restauration anteilig zu finanzieren.

      Den hauptsächlichen Grund hierfür und für viele weitere Punkte sehe ich einfach aufgrund unserer Geschichte. Sagt man als deutscher etwas falsches... und schon bist Du der Nazi... und ich glaube und bin der Meinung, dass wir in genau diesem Punkt etwas ändern sollten. Seht doch mal, wir zahlen immer noch an die Juden für die Verbrechen für die wir heutzutage nichts mehr können. Ja diese waren abscheulich, doch sollte mal langsam ein Punkt gemacht werden (dazu kann man auch sagen, dass dieses "Volk" ja augenscheinlich nichts dazu gelernt hat, indem Sie das gleiche in Ihrem heutigem Land mit "andersgläubige" machen). Ähnliches haben wir mit Frankreich. Noch heute zahlen wir Deutsche für Gebiete welche einmal besetzt wurden. Gleiches hier... diese Spirale könnte man noch viel, viel mehr weiter drehen...
      Doch ist es einfach ein Thema in Deutschland und auf der Welt, dass wenn Du hier mal "Halt" rufst, wirst Du auf's schlimmste betitelt. Doch ist genau hier halt und Schluss!

      Diese "Schwammigkeit" und diese "Weichheit" haben die Leute der letzten Jahre maßgeblich zu den Punkt geführt, dass in Deutschland gerade wegen dem Gefühl in unserem Lande, ein Unwohlsein und eine Kritik herrscht, gegen welche man nur mit Rückrat bestehen kann. Es müssen Änderungen her.... ich selbst bin kein Freund von der AFD... doch vielleicht bringt dieses "Awakeing" so manch einen mal wieder zur Vernunft. Und Rückrat ist zweifelsohne nichts was eine Merkel an den Tag legt.

      Schlussendlich und zusammen gefasst glaube ich, dass der eigentliche Grund für dieses Ergebnis einfach daran liegt, dass die Deutschen sich wieder mehr Rückrat (in einem deutschen Sinne, nicht in einem Nazistischen Sinne) wünschen. Wie hatte es Olli Kahn mal gesagt... wir brauchen Eier! Und genau das braucht Deutschland jetzt. Es muss mal jemand her der eine Veränderung durchführen kann, der gewisse Punkte ändern kann und einer eventuellen "Beschimpfung" als Nazi standhält ohne diese Möglichkeit aus dem Wege zu gehen (ohne selbst ein Nazi oder ähnliches zu sein). Ich glaube dass diese Stärke dass ist, was sich das deutsche Volk wünscht. Also dass dies die wirkliche Ursache, der Ursprung vielem Übels ist und weiter Punkte auf diesem Thema aufbauen. Ich hoffe dass Deutschland wieder Eier bekommt ohne wieder nach "rechts" abzudriften.

      P.S.: Manchmal und in gewissen Themen wünsche ich mir hier einen Putin her, der aufräumt... Ja er macht bei weitem nicht immer das Richtige... gerade wenn ich mir die Ukraine anschaue... ABER alter hat der Typ Eier!


      Greetz,
      D
    • Bemerkenswert finde ich die Schnelllebigkeit, von der die Lautesten profitieren. Themen werden inzwischen so schnell und so stark ausgewalzt, wobei das Echo der Lautesten trotzdem über einen langen Zeitraum hinweg bestehen bleibt. Bei einem reinen Medienkonsum bleibt das Echo haften, es bleibt präsent - und dieses Präsent-sein steht dann dem eigenen [!] Aufarbeiten gegenüber. Wer provoziert, auf den wird eingegangen, der wird bekämpft, wodurch es sehr einfach ist, sich in eine Position zu begeben, die entweder auf Zustimmung oder strikte Ablehnung stößt. Allein dieser Konflikt sorgt für Zweifel daran, ob die Bekämpften zurecht bekämpft werden - oder nicht doch diejenigen, an denen Zweifel offenbart werden, eben jenen Zweifeln vielleicht sogar gerecht werden. Es ist durchaus zu fragen, wie man diesen schmalen Grat zwischen Aufmerksamkeit im Sinne von einer Bühne und Aufmerksamkeit, im Sinne eines nicht erfolgten Schweigens zu verstehen ist. Schweigen und wegsehen, das ist selbstverständlich keine Option. Eine weitere Frage ist, ob es sinnvoll ist, jemanden zu bekämpfen oder dessen politische Grundlage zu entziehen, indem man den Menschen begegnet, die aus Unzufriedenheit und nicht unbedingt aus einem völkischen Umsturzgedanken heraus gewählt haben. Oder es im Forensprech zu halten: Don't feed the trolls!
    • Hier eine kurze Liste der GroKo-Classics (by fefe):
      1. Panamapapers
      2. Dieselskandel
      3. Maut
      4. Autobahnprivatisierung
      5. Datenschutz
      6. NSA-Abhörskandal
      7. NSU-Morde
      8. Waffenlieferungen
      9. Antikorruptionsgesetze
      10. Bankenregulierung findet nicht statt
      11. Energiewende
      12. Jede Menge Großprojekte vergeigt
      13. Zustand der Bundeswehr
      14. Sozialer Wohnungsbau
      15. Immer noch keine Rentenreform
      16. Flüchtlingspolitik
      17. Freihandelsabkommen
      18. Verschlechterung der Beziehungen zu Russland
      19. ....


      Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der GroKo wird wohl nie veröffentlicht werden, da würde man nämlich merken was da für ein Murks fabriziert wurde.
      Von daher überrascht mich das Wahlergebnis nicht, bis auf zwei Dinge: erstens, das Wiedererstarken der FDP. Ich kann mir nur vorstellen, dass die durch die vielen Anzeigen und Artikel viele Wähler gecatcht haben, die nie deren Regierungsarbeit miterlebt haben.
      Das Zweite ist das relativ schlechte Abschneiden der Linken. Die hatten eigentlich viel Potenzial, ein paar der Protestwähler mitzunehmen. Da hat die G20-Berichterstattung wohl viele abgeschreckt.

      Das sich die Fronten zwischen den politischen Lagern verhärten, hilft keinem von uns. Dieses "wir" und "die" Gehabe geht mir schon seit dem Wahlkampf auf die Ketten. Ein gemeinsamer Diskurs ist der MO, der jetzt gewählt werden sollte. Auf linke und rechte Gewaltfantasien und starke Männer kann ich gut verzichten.
      lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit.
      ~ Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, kein Mensch, wenn man sich nicht kennt.
    • D'Grafunder schrieb:

      Sieht man sich die Wahlbereitschaft dieses Jahr an, kann man deutlich erkennen, dass der hauptsächliche Grund für den Erfolg der AFD darin liegt, dass Sie es geschafft haben Nichtwähler zu reaktivieren, den Unmut vieler Deutscher zu bündeln und somit einer Starke Front zu präsentieren. DAS war Ihr Gewinn und nicht Ihr unglaubliches Wahlprogramm.
      Dies wiederum sollte für die "großen" Parteien einmal ein Wachrütteln sein, dass diese Politik in Deutschland einfach nicht angesehen und mittlerweile auch noch weniger geduldet wird.
      Somit kann man vielmehr schlussendlich sagen, dass der Erfolg der AFD in dem Versagen der großen Koalition liegt und sonst nirgends.
      zeit.de/politik/deutschland/20…eiligung-waehlerwanderung

      Ich habe mir die wählerwanderung mal genauer angeschaut und muss dir da zum Teil wiedersprechen. Die CDU/CSU hat mehr vorherige Nichtwähler an die Urne gezogen als die AfD. Problematischer für die Union ist es eher, dass 1,5 Milionen ihrer Wähler jetzt die FDP gewählt haben. Aber auch dies ist ein ziemliches Zeichen, dass die Wähler mit der GroKo nicht zufrieden sind und diese nicht weiter haben wollten.
      DIE GUMMIENTENFLOTTE
    • Ich will hier mal frech in die Diskussion grätschen, denn in der Schweiz hatten wir gestern zwar keine Wahlen, dafür aber Abstimmungen, insbesondere über die Reform unserer Altersvorsorge (AHV). Nun ist die neueste Reform wieder abgelehnt worden, wodurch die AHV nach 20 Jahren immer noch keine Reform gekriegt hat, welche nach der Meinung aller Seiten dringend notwendig ist.
      Mich würde deshalb wundernehmen, was die Schweizer hier auf dem Board von der Situation halten: Falls ihr gegen die Reform wart/seid, was hat euch dazu bewegt dieses Mal Nein zu stimmen? Wie lange denkt ihr, wird es dauern, bis der neue Vorschlag bereit sein wird? Denkt ihr, die AHV wird noch existieren, wenn ihr mal pensioniert seid?


      Zu den Wahlen in Deutschland fällt mir nur ein Kommentar aus einem Buch über die SVP in der Schweiz ein. Nämlich dass diese eine verfrühte Version des Phänomens UKIP, AfD und co. sei und dass es zwar mehrere Jahrzehnte gedauert habe, gewisse Organisationen aber inzwischen eine funktionierende Strategie gegen die SVP-Kampagnen gefunden hätten. (Die Schweizer erinnern sich vielleicht noch an gewisse kleine Organisationen, die unter anderem der Durchsetzungsinitiative empfindlichen Schaden zugefügt haben.)
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Ganz ehrlich, solange Merkel Kanzlerin ist und bleibt, wird die AFD auch weiterhin erfolg haben. Da bin ich mir ziemlich sicher.

      Denn Merkel ist die Trägheit in person. Seitdem sie im Amt ist, hat sich Deutschland keinesfallls nach vorne bewegt.
      (Siehe Digitalisierung, Energiewende (die Chinesen sind in der Hinsicht viel weiter), Rentenkonzept)

      Der Erfolg der AFD wäre mit einer Wagenknecht(<3) oder mit einem Gregor Gysi oder Göring-Eckardt als Kanzlierinnen mit Sicherheit nicht passiert.
      Ein Mann ist ein Mann, wenn er sich nicht zu schade ist, seine kindlichen Seiten zu zeigen.
    • Dass für die Union mehr ehemalige Nichtwähler gestimmt haben, als ehemalige Unionswähler für die AFD gestimmt haben und der große Abgang an Unionswählern zur FDP sind sehr interessant.

      Die Union hat also hauptsächlich an die FDP verloren, dabei muss man aber berücksichtigen, dass viele Leute die 2009 noch für die FDP (14,6%/ 6,4 Millionen) gestimmt hatten, 2013 (FDP 4,8%/ 2 Millionen) stattdessen die Union gewählt hatten, wegen der Enttäuschung über die FDP. Der Verlust der Union diesmal liegt also hauptsächlich daran, dass viele dieser eigentlichen FDP Wähler wieder zu ihrer Partei zurückgekehrt sind. [Etwa 2,1 Millionen der Wähler sollen 2013 von der FDP zur Union gewandert sein.]


      In absoluten Zahlen haben übrigens in diesem Jahr mehr Leute die Union gewählt als 2009.
      (Habe das eben mal ausgerechnet diesmal 15,3 Millionen und 2009 14,88 Millionen (Angenommen die Daten die ich für die Anzahl der Wahlberechtigten gefunden habe sind korrekt))
      Durch die größere Wahlbeteiligung ist der Prozentsatz allerdings geringer. Vielleicht sollte man diese Wahl also im Bezug aufs Unionsergebnis nicht als Katastrophe betrachten, sondern als ein durchschnittliches Ergebnis, dass einzig und allein deshalb wie eine Katastrophe wirkt, weil die Union wegen der schwachen FDP 2013 ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielen konnte.
      Einmal etwas gepostet und schon ein höheres Kopfgeld als Chopper.
    • Zu der AFD oder wiue ich sie nenne (K)eine Alternative für Deutschland sage ich nicht viel weil ich mich nicht auf den Nivaue begebe und ich hier nicht gebannt werden möchte.

      Was die FDP angeht so werden viele CDU und CSU Wähler die FDP gewählt haben nicht weil sie 100% hinter der FDP stehen sondern um Schwarz Gelb zu ermöglichen und die Groko zu verhintern.
      Ich verstehe eh nicht das man nur in Bayern CSU wählen kann, nicht das ich es machen würde aber zumindest sollte man die Möglchkeit haben. Dann wären auch die Wählen interesanter.
      Ab sofort mach ich auch Theorien Videos zu One Piece wen ihr wollt konnt ihr ja mal vorbei schauen.Youtubekanal heißt
      Mihawk D.Dragon/OnePieceTalk
    • derlombax schrieb:

      Der Erfolg der AFD wäre mit einer Wagenknecht(<3) oder mit einem Gregor Gysi oder Göring-Eckardt als Kanzlierinnen mit Sicherheit nicht passiert.
      Interessante Einschätzung; so nehme ich besonders die Wagenknecht und Göring-Eckardt als realitätsferne Idealisten wahr, die gerne aus der oppositionellen Wohlfühlzone vor sich hin blubbern. Bei Gysi gebe ich dir recht. Nur leider ist der Mann seit jeher in der falschen Partei um realpolitisch was zu bewegen. Eine Schande, dass die SPD so weit gen Mitte gerückt ist, als Teil einer linken Volkspartei hätte er sehr viel mehr bewegen können, als nur ein brillanter Redner und eine gewisse moralische Instanz in der Politwelt zu sein.

      Bei den Wahlen überrascht mich die AFD überhaupt nicht. Letztes Jahr habe ich tatsächlich mit eher 16-20 Prozent gerechnet, allerdings hat die Partei sich glücklicher Weise selbst geschädigt. Zu viel offen faschistisches Gesocks hat abseits jedes Geschmacks rumgekeift und das Image nachhaltig geschädigt – lustig, wenn man überlegt, dass 80% des Parteiprogramms eher der Union von vor 20 Jahren entsprechen. Es bleibt abzuwarten inwieweit sich die Partei jetzt als ernstzunehmende Opposition etablieren kann. Mit dem Machtkampf Petry vs Gauland geht die Selbstzerstörung nun ja bereits in die nächste Runde. Ich hoffe, dass sich Petry hier ins eigene Bein schießt und die Hypothek auf ihren Wählerrückhalt schlicht zu groß ist. Denn ein seniler Gauland und die wenig authentische Weidel machen mir keine Sorgen, die werden den Karren AFD schon noch gegen die Wand fahren. Frauke Petry ist allerdings sehr viel schlauer und hat gerade in Sachsen und in NRW (durch ihren Mann) eine immense Lobby.

      Die Verdränung der rechtspopulisten aus dem Bundestag kann allerdings nur Erfolg haben, wenn

      1. Die SPD die kommenden 4 Jahre nutzt um sich fundamental neu zu erfinden. Die Partei hadert seit Jahren daran, dass es die klassische Arbeiterklasse nicht mehr gibt und man sich schwer tut einen Platz zwischen der sehr links-mittigen CDU und der Linken zu finden. Die SPD hat so wie sie ist, schlicht keine Daseinsberechtigung.

      2. Muss die Regierung Merkel die breite Masse an Menschen, welche die AFD wählen, endlich ernst nehmen und von diesem arroganten „die sind ungebildet und wissen es nicht besser“ wegkommen. Merkels außenpolitische Ruhe schätze ich in den aktuell sehr unruhigen Zeiten sehr, aber innenpolitisch wird zu viel weggesehen und schlicht am Volk vorbeiregiert. Wäre zum Bleistift die so genannte „Flüchtlingskrise“ schlicht transparenter gemanaged worden und der Dialog von Seiten der Regierung eröffnet worden, hätten Pegida, AFD & Co sehr viel weniger Angriffsfläche gehabt. Aber die blinde Arroganz der Regierung und auch großen Teilen der Akademiker und der oberen Mittelschicht haben weite Teile der „verlorenen“ Bundesländer und Kommunen in die Angst vor dem Ungewissen und die Isolation als die vermeintlich Dummen und Verlierer der Gesellschaft getrieben.

      Zunächst bin ich nun auf die Koalitionsverhandlungen gespannt, denn ich schätze die Linder FDP, besonders mit Menschen wie dem Kubicki, als nicht annährend so angenehm für die Union ein, wie die Hülse SPD.

    • Das Wahlergebnis kann wohl, vor allem mit Blick auf das starke Abschneiden der AfD, kaum jemanden zufrieden stellen. Sicher zurecht sind die bisher regierenden Parteien abgestraft worden, und das in einer nicht übersehbaren Größenordnung. Allerdings hat keine Partei eine wirkliche Antwort darauf gegeben, was uns in Zukunft erwarten könnte. Denn für mich war nicht die Flüchtlingskrise, die wir ohnehin recht gut überwunden haben, ursächlich für die Spaltung der Gesellschaft, sondern allerhöchstens deren Auslöser. Hierzu möchte ich 2 essentielle Punkte benennen, die ein bisher ungelöstes Dilemma für unsere Gesellschaft darstellen:
      • Zum einen wurde nie ausbuchstabiert, was Digitalisierung für den Großteil der Menschen bedeutet. Meist wird damit jedoch assoziiert, daß dieser in der Arbeitswelt stattfindet und den eigenen Arbeitsplatz bedroht. Doch da sich unser Lebensmodell rund um eine Arbeit, in welcher Form auch immer, aufbaut, ist diese Zukunftsangst ohne konkrete Ausformulierung, wie sich dieses Modell ändern könnte, nur allzu berechtigt.
      • Zum anderen leben wir in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der die Kapitalrendite größer ist als die Produktivitätssteigerung. Oder anders, mit Geld läßt sich mehr Geld bekommen als mit Arbeit. Doch durch die steigende Menge an Geld steigen parallel die Preise für alle Lebensbereiche, seien es Miete oder Nahrungsmittel als Beispiele. Dadurch sinkt das Gefühl der Teilhabe an der Gesamtgesellschaft, vor allem in jenen Bereichen, welche ohnehin kaum Geld zur Verfügung haben.
      In Kombination kann sich hieraus diese diffuse Angst ergeben, die viele Menschen vor der Zukunft haben, obwohl es derzeit nicht allzu schlecht in Deutschland läuft. Oberflächlich. Gleichzeitig hat sich der Staat aus vielen Bereichen der Gesellschaft zurückgezogen, wie sozialem Wohnungsbau, einer zukunftssicheren Rente ohne private Vorsorge und vielen weiteren. So konnte man zwar eine schwarze Null im Haushalt erreichen, doch ohne Reformen und Investitionen, die diese Fragen beantworten, wird eines Tages der Schock, wenn die Wirtschaft etwas lahmt umso größer sein.

      Denn dann werden Reformen umso notwendiger sein, und bis sie greifen, wird Zeit vergehen. Zeit, die dann eventuell nicht da sein wird oder es wird nach wie vor der Wille fehlen. Denn so, wie der Staatshaushalt derzeit aufgestellt ist, schafft man vor allem eines nicht: Reserven, die man in Zukunft brauchen könnte. Einen ersten Vorgeschmack haben wir mit der Flüchtlingskrise bereits bekommen. Zur Zeit ist sie mehr oder minder gelöst, die Menschen sind untergekommen, die Integration soweit möglich angelaufen.

      Allerdings zeigte sich eben, daß Reserven so gut wie keine vorhanden waren. Sozialer Wohnungsbau wurde über Jahre vernachlässigt. Schulen wurden kaputtgespart. Die Polizei ebenso. Und die Wirtschaft hat sich in letzter Zeit viel auf einen riesigen Niedriglohnsektor verlassen. Die Kombination dieser Probleme wäre uns früher oder später genauso auf die Füße gefallen, doch die Entwicklung hat sich eben durch den Verlauf der vergangenen Jahre beschleunigt.

      Und darauf hat niemand eine zufriedenstellende Antwort gefunden, im Gegenteil. So ziemlich alle Parteien, außer der AfD und vielleicht der Linken, haben sich mehr oder weniger an dieser Entwicklung beteiligt gehabt, weshalb ein umsteuern nicht nur schwer, sondern auch schwer zu verkaufen ist. Schaut man in die Wahlprogramme, sieht man vor allem eine Verwaltung der Vergangenheit. Eklatant wird dies, wenn man behauptet, die AfD wäre in Teilen wie die Union vor 15 oder 20 Jahren: Es ist kein Blick in die Zukunft, nicht im geringsten.

      Für diese Zukunft wird es Mut brauchen, der derzeit nicht vorhanden ist. Mut, den Menschen zu sagen, daß es schmerzhaft für einige sein wird, damit es anderen besser geht. Nicht aus einer Position des Neides heraus, sondern aus schierer Notwendigkeit für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft als ganzes. Denn nur wenn die Unterschiede, vor allem zwischen oben und unten, nicht zu groß werden, kann es noch ein gemeinsames Gefühl dafür geben, zu einem Ganzen, genannt Gemeinschaft, zu gehören.
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