Aktuelle politische Entwicklungen in westlichen Staaten

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    • Aktuelle politische Entwicklungen in westlichen Staaten


      US-Präsidentschaftswahlen, der Brexit und daneben der in westlich geprägten Staaten zu beobachtende Aufstieg rechter Parteien sind Themen, die 2016 und aller Voraussicht nach auch 2017 das politische Weltgeschehen in Atem halten werden. Die Relevanz dieser Themen für einen jeden von uns ist nicht von der Hand zu weisen, weshalb es wohl an der Zeit ist, nach den Wurzeln dieser Phänomene zu forschen, die irgendwo tief in einem Komplex verschiedenster Phänomene verborgen liegen. Als Struktur innerhalb dieses Beitrags soll die Chronologie der eingangs genannten Themen dienen, wobei Zusammenhänge,- wo ersichtlich - themenübergreifend hergestellt werden.


      Teil I: Politikverdrossenheit, (Wahlverständnis)


      Fangen wir vorne an, beim neuen ‚president elect‘, Donald Trump. Der steht zugegebenermaßen etwas außen vor, weil die Zusammenhänge in Europa eher auf einen Nenner zu bringen sind, als die Wahlen in den USA. Zur Disposition soll hier dabei nicht primär die Person Trump stehen, denn die wurde im, wenn ich mich recht entsinne, Medienboard-Thema ausreichend beleuchtet.
      Der Konsens, den ich unterstellen würde, ist dabei, dass er für das mächtigste Amt der Welt denkbar ungeeignet ist. Weshalb also wählt man einen solchen Kandidaten? Mein Standpunkt aus dem Medienboard bleibt: Primär mangels einer guten Alternative aus dem demokratischen Lager.


      „The system is rigged“ lautete eine seiner programmatischen Kernaussagen. Man darf also unterstellen, dass der durchschnittliche Wähler mit ‚dem System‘ an sich nicht zufrieden ist, was im konkreten Fall wohl insbesondere bedeuten soll, dass man sich von einer gewissen Politik der wohlhabenden Obrigkeit nicht vertreten fühle. Dass es dann paradox ist, einen reich geborenen Multimillionär zu wählen, der in Person beweist, dass in der amerikanischen Politik das Geld die Welt regiert, steht außer Frage. Trotz aller Ironie zeigt sich aber, dass das Misstrauen in etablierte Politik derart ausgeufert ist, dass dem Wähler wahrlich jede Veränderung versprechende Alternative recht ist. Denn was immer Trump machen wird, es wird gewiss eines bringen: Abwechslung. Und das ist bewusst nicht positiv als Veränderung formuliert, denn mir scheint, dass der Kandidat Trump keine Ideen für gesellschaftliche Reform hat. Es ist nichts, außer die Aussicht auf ‚etwas Anderes‘, etwas ‚Unvorhersehbares‘, was den entweder enttäuschten oder durch lange Vernachlässigung allmählich gleichgültigen Wähler der ärmeren Sozialschicht, meist vom Land, zur Wahl bewogen hat.
      Inwiefern dieses Phänomen auf europäische Länder übertragbar ist, ist schwer zu beurteilen.


      Zweifelsohne haben die USA ein eigentümliches Wahlsystem und zudem eine nicht unbedingt im positiven Sinne einzigartige Wählerschaft. Ohne in diffamierende Gefilde abzurutschen, würde ich vertreten, dass die Gesellschaft dort in schädlicher Weise ‚Entertainment-verdorben‘ ist, vom nachweislich niedrigen Bildungsstandard abgesehen. Wer seinem Kandidaten mit solcher Verblendung gegenübersteht, dass dessen Inhalte belanglos für die Wahlentscheidung werden, reflektiert offenkundig nicht und ist, wenn man es streng auslegt, nicht mündig, eine so weitreichende Entscheidung wie eine Präsidentschaftswahl zu tragen. Selbstverständlich kann man diesen wie ich fürchte nicht auf wenige Extremisten beschränkten Kreisen das Wahlrecht nicht absprechen, doch als vernünftig kann zumindest ich eine solche zum riesigen Medienspektakel verkommene Wahl mit Popstar-ähnlich celebrierten Politikern nicht bezeichnen. Wenn Wahlen nicht für ihre politische Bedeutung ernst genommen werden, verfehlen sie ihren Sinn. Schlimmer noch, durch diese Fehlinterpretation einer Wahl schreckt man noch zusätzlich den unentschlossenen, bald genervten Wähler eher ab, als dass man ihn zu einer überlegten Stimmabgabe motiviert; Man schafft einen regelrechten Teufelskreis.


      Teil II: Überblick über die Situation in Europa


      Um dann den Sprung zurück vor die Haustür zu schaffen, soll zunächst einmal möglichst objektiv ein Überblick über die Situation in Westeuropa ermöglicht werden.


      Als zentrales, mittlerweile konstitutives Element des Lebens in unserem Erdteil gilt die Europäische Union. Sie ist die maßgebliche, internationale Organisation kaum hinwegzudenkender Bestandteil unseres Alltags und, was für diesen Beitrag besonders wichtig sein sollte, mit derart weitreichenden Rechten ausgestattet, dass das Verhältnis zwischen Nationalstaat und EU Gegenstand politischer Bewegungen geworden ist. Man sieht, wohin dieser Gedanke überleiten soll, zu den Bestrebungen nach mehr ‚weniger EU, mehr Nationalstaat‘, die sich in den oben erwähnten Parteien, klassischerweise aus dem konservativen Spektrum, manifestiert haben.
      Das Paradebeispiel ist offensichtlich der Brexit, der in vollzogener Form ein Beispiel für ebenjene Bestrebung darstellt. In vielen, wenn nicht allen, Staaten hierzulande existieren vergleichbare Parteien, die in mehr oder weniger weit fortgeschrittenem Stadium einen solche Rückverlagerung von Rechten zum Ziel haben. Als solche sind zu nennen der Front National, AfD, PVV, FPÖ, die 5 Sterne Bewegung und viele mehr; Tatsächlich erstreckt sich dieses Phänomen bis nach Skandinavien (Basisfinnen, SD) und über Polen (PiS), Ungarn (Fidesz) bis nach Griechenland (Goldene Morgenröte). Was die entsprechenden Parteien vereint, ist dabei oft nicht mehr als Europaskepsis, denn was andere weltanschauliche Belange und innenpolitische Schwerpunktsetzung betrifft, sind die Differenzen teils bemerkenswert unterschiedlich. Solange aber der berüchtigte gemeinsame Feind besteht, sind Kooperation und Verbrüderung denkbar und finden so auch statt, vergleiche Wilders Gastauftritte bei der AfD.
      Darüber hinaus sind weitere Schreie nach mehr Selbstbestimmung – namentlich Autonomie - zu beobachten, beispielsweise in Katalonien, etwas leiser in Südtirol und nicht zuletzt beim Schottlandreferendum. Diese richten sich freilich nicht unmittelbar gegen die EU, verlaufen jedoch parallel zum bereits festgestellten Streben nach weniger Fremdherrschaft.


      Teil III: Globalisierung und die Fehler der Nationalparlamente


      Kommen wir nun zu einem Erklärungsansatz dieses Zulaufs, den so einer meiner Dozenten vertritt, der über den Themenkomplex auch ein Buch geschrieben hat (bei Interesse nenne ich gerne Namen und Titel), und dessen Grundidee irgendwo zwischen Globalisierung und Defiziten auf nationaler Ebene zu verorten ist.

      Demnach – grob verkürzt und um Aspekte beschnitten, die an dieser Stelle nicht zielführend wären – ist die Ursache des beginnenden politischen Umschwungs in einer überdimensionalen Abgabe nationaler Rechte an übernationale Organisationen, hier die EU, in Folge einer regelrechten Kapitulation vor der gottgegebenen Globalisierung. Das soll nicht bedeuten, dass das Konzept der EU an sich falsch wäre, vielmehr liegt der Fokus auf deren konkreter Ausgestaltung. Es sei nicht ihre Aufgabe, die nationalen Parlamente nach und nach abzulösen, sondern Belange, deren einheitliche Regelung Sinn ergibt zu übernehmen und effizient für jeden Teilnehmer zu koordinieren. So beispielsweise die Währungseinheit. Der schmale Grat sei allerdings dann überschritten, wenn die nationalen Parlamente aufgrund der ausufernden Rechte des internationalen Gefüges in eine Legitimationskrise gerieten, die sich schließlich in der Wahl die EU ablehnender Parteien niederschlage.
      Mir selbst erscheint dieses Gedankengerüst äußerlich sehr sinnvoll, wenngleich ich zweifeln würde, ob es als alleiniger Grund der aktuellen Wahlergebnisse hinreichend stichfest ist. Wobei ich wohlgemerkt gerade nicht sicher bin, ob der Autor diesen Anspruch an seine These erhebt.
      Aus demokratietheoretischer Sicht jedenfalls ergibt das ganze sicherlich Sinn, denn das von nationalen Wahlen legitimierte System ist nun einmal der Nationalstaat, nicht die EU. Und wenn dann gewählte Vertreter Entscheidungen vertagen, verweigern oder beschließen, weil es europarechtlich geboten sei, die EU es so vereinbart hat und man sich fügen muss oder was in diesbezüglich noch alles denkbar sein mag, dann kann ich es verstehen, wenn man sich als Wähler nicht mehr vertreten fühlt und neue Alternativen sucht.


      Teil IV: Moderne Politikkultur


      Damit wäre die elegante Überleitung zum letzten Punkt der Tagesordnung geschafft, an dem ersichtlich wird, wo genau der Zusammenhang zu den eingangs behandelten US-Wahlen besteht.


      Knüpft man an den nun gesuchten Alternativen an, wird man schnell merken, dass es da nicht allzu viel gibt. Wir befinden uns schon fast wieder im Wahlkampf, weshalb die Parteien sich aktuell Mühe geben, etwas Profil gutzumachen und ihre Ideale stärker konturieren, doch wer wird wiedersprechen, dass die im Normalfass großen Gegenspieler CDU/CSU und SPD inhaltlich oft nicht auseinander zu halten sind? Die Differenzen waren zuletzt intern zwischen den beiden schwarzen Schwesterparteien fast schon größer, als diejenigen zur eigentlichen politischen Konkurrenz. Das ist ein Umstand, der Sorge bereitet. Es bedarf eines leidenschaftlichen, offenen aber konstruktiven Diskurses, um dem Wähler zu vermitteln, dass man für ihn eintritt und nicht für im Hinterzimmer geäußerte Wirtschaftsinteressen.
      Explizit diesen politischen Streit kann man im Bundestag kaum noch erleben; entweder die Sitzung ist so belanglos, dass gefühlte 80% der Sitze leer bleiben, oder aber der Kompromiss wird in kaum transparenten Fachausschüssen unter kräftigem Zutun sozial schädlicher Lobbyinteressen erarbeitet und dann durchgewunken.
      Wo sind hier die lautstark geltend gemachten sozialen Interessen? Was machen die Parteien, die traditionell auf Seiten des Bürgers stehen, um die soziale Spaltung einzudämmen? Es fehlt hinten und vorne an vernünftigen, glaubhaften Alternativen zu dem, was mittlerweile unser politisches Tagesgeschehen ist. Und was tut man da als Wähler? Man hat drei Alternativen:

      1. Man wählt nicht, womit man sich faktisch ergibt, sein demokratisches Privileg zur politischen Partizipation abgibt und letztlich daher auch nicht meckern darf, wenn man unzufrieden ist.
      2. Man engagiert sich selbst politisch, was zwar mit hohem Aufwand verbunden ist, aber nichtsdestotrotz die wohl vorbildlichste Möglichkeit darstellt.
      3. Oder man wählt eine Extrempartei. Die Linke hatte mit Gysi mal einen Mann an der Spitze, der politischen Kampf betrieb, ist aber seit seinem Rücktritt genauso charakterlos wie alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Es bleibt also die AfD, die ihre Chance dazu, es besser zu machen, auf Bundesebene noch nicht hatte und deshalb erstmal eine Hoffnung stiftende Alternative darstellt, womit man einen plausiblen, auf andere Staaten übertragbaren Ansatz hat, um das fragliche Problem zu erklären.


      Um das Ganze zu einem runden Abschluss zu führen, müsste ich nun wohl mit Teil V: Lösungsansätze aufwarten. Allerdings reichen meine Kenntnisse nicht tief genug, um diese komplexe Materie zu bewältigen und aufzulösen. Mein Standpunkt ergibt sich aus den Dingen, die ich kritisiert habe: Es braucht eine gesunde Balance zwischen Befugnissen der EU und den Nationalstaaten, es braucht leidenschaftlich geführten politischen Betrieb und echte Alternativen und es braucht mehr Vertrauen in Nationalparlamente. Die sind keine Auslaufmodelle, man sollte sie meines Erachtens nach in die traditionell starke Rolle zurückbringen und selbstbewusst dazu nutzen, um den oben ausgeführten Zusammenhängen entgegen zu wirken, den sozialstaatlichen Aspekt zu stärken und so Legitimität wieder zu erlangen.

      Damit möchte ich diesen Beitrag zur Diskussion freigeben. Benutzt den Thread gerne für politische Diskussionen jeder Art, seien es die jüngsten Wahlergebnisse aus Österreich, die PKW-Maut oder wie in meinem Fall die Demokratiekrise in westlichen Systemen. Ich denke jedenfalls, dass wir so einen Thread außerhalb des Allzweckthemas Medienboard gebrauchen können. Über Kritik freue ich mich immer, über Zustimmung noch viel mehr und am aller meisten über andere Erklärungsansätze, Lösungen und Ähnliches.
    • Zum Thema Trump:


      Die Gründe für den enormen Erfolg eines so vulgären Mannes wie Donald Trump sind sicherlich vielschichtig, aber letztlich werden wir uns darauf einigen können, dass der Mann vor allem deswegen gewonnen hat, weil die Konkurrenz so schwach war. Und mit schwach meine ich in diesem Fall, dass Hillary Clinton es einfach nicht überzeugend geschafft hat, sich als Vertreterin des Volkes zu inszenieren. Die Clintons gehören wie die Bushs zu den Familiendynastien, die viel zu viel Einfluss in Amerika haben und es ist bezeichnend, dass beide Familien schon wieder Kandidaten für das Präsidentenamt im Rennen hatten. Die Art und Weise, wie Clinton den sehr beliebten demokratischen Kandidaten Bernie Sanders aus dem Rennen gekegelt hat, ihre zwielichtigen Sponsoren, sowie ihre vielen Lügen, die E-Mail-Affäre, ihre furchtbare Politik als Außenministerin und nicht zuletzt ihr Familienname haben ihr einen dicken Stempel aufgedrückt. Hillary Clinton steht für Clan-Denken, Unaufrichtigkeit, Geldgier und Kriegspolitik. Aber auch ihre Kungelei mit den Social Justice Warriors und Feministinnen kam sie teuer zu stehen. Der Hass auf weiße Männer ist in den USA schon seit einiger Zeit zu purem Sexismus und Rassismus verkommen und Begriffe wie "white guilt" oder "white privilege" greifen mehr und mehr um sich. Schön zu sehen ist das an dem Video, das vor kurzem von MTV veröffentlicht wurde und weißen Männern sagen sollte, was diese im Jahr 2017 besser machen könnten. So wundert es kaum, dass es vor allem weiße Amerikaner sind, die der Zukunft eher negativ entgegenblicken. In einer politischen Landschaft, in der sie niemanden finden, der für sie Partei ergreift und in einer medialen Landschaft, die sie offen angreift, wenden sie sich dem einzigen zu, der augenscheinlich noch ein Herz für das alte, weiße Amerika hat. Donald Trump. Überhaupt hat Hillary Clinton nur so gut abgeschnitten, weil Trump eine so unseriöse, vulgäre und augenscheinlich unqualifizierte Persönlichkeit ist. Das Ergebnis hätte noch viel eindeutiger ausfallen können, vor allem wenn man bedenkt, wie EXTREM die mediale Indoktrinierung pro Clinton war, dass sich fast alle großen Blätter offen hinter sie gestellt haben, dass der Frau vorher die Fragen eines TV-Duells zugespielt wurden und dass Trump als der schlechteste Kandidat aller Zeiten bezeichnet wurde.

      Dies alles ist ein Phänomen, das man auch in abgespeckter Form auf Europa, vor allem auf Deutschland, übertragen kann. Viele Menschen hier glauben nicht mehr, dass sich die etablierten Parteien überhaupt für ihre Sorgen interessieren. Der Staat hat Einnahmen in Rekordhöhe, er kann gigantische Rettungspakete für Griechenland und Integrationspakete für Wirtschaftsmigranten finanzieren und trotzdem an der schwarzen Null festhalten. Wo ist das 60 Milliarden-Paket für Eltern, wo ist das 60 Milliarden-Paket für Rentner? Das IW Köln hat berechnet, dass ein garantiertes Rentenniveau von 50 Prozent im Jahr 2029 "nur" 50 Milliarden Euro mehr kosten würde. Alles was etablierten Politikern dazu einfällt sind Aussagen wie "Es war ja schon immer so, dass in Notlagen unerwartete Gelder mobilisiert werden konnten". Schaut man sich dann die Parolen an, hinter denen einige Vertreter der Regierung so herlaufen, wird einem sowieso Angst und Bange. "Deutschland verrecke", "Deutschland du mieses Stück Scheiße", "Nie wieder Deutschland" sind hier nur einige Beispiele. Der nihilistische Selbsthass einiger Gruppen in diesem Land, die offen für Anarchie auf die Straße gehen und große Sympathie und Schutz von bestimmten Parteien genießen, kann einem wirklich große Sorge bereiten. Der größte aktuell gelebte Rassismus im Westen ist der, der von den linken Parteien gelebt wird und er richtet sich gegen die westliche Bevölkerung selbst. Diese wird aufgrund der Sünden der Vorfahren in eine Rolle der ewigen Buße gedrängt, in der sie all ihre Bedürfnisse hinter die anderer stellen muss. Hier kommt mir noch eine, von einem Deutschen verfasste, Nachricht im Bezug auf Griechenland in den Sinn, die ich letztens auf Twitter gelesen habe: "Deutschland muss sterben, damit andere leben können". Es ist auch diese Atmosphäre, die die Leute in die Arme der rechten Parteien treiben mag.

      Zum Thema Europa:

      Europa ist der reichste Kontinent und die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Auch ich sehe ein gemeinsam agierendes Europa als unverzichtbar an, wenn wir unsere Interessen gegenüber anderen Großmächten wie den USA, Russland oder China durchsetzen und globale Spielregeln definieren wollen. Die Frage ist nur, ob die Europäische Union in ihrer gegenwärtigen Form die richtige Konstruktion dafür ist. Der europäische Binnenmarkt und die übereilte Eingliederung der Mittelmeerstaaten haben ihren Tribut gefordert. Wie es halt immer im Freihandel ist: Wenn zu ungleiche Konkurrenten unbegrenzten Handel treiben, dann wird der Stärkere den Schwächeren aufzehren. Die überlegene Produktivität sowie Qualität und die unerreichbaren Preise des stärkeren Landes werden die Wirtschaft des schwächeren Landes zerstören. Deutschland wird nicht umsonst als Exportweltmeister bezeichnet und nicht umsonst sind wir, was das angeht, WEIT über die eigentlich erlaubten Zahlen hinausgewachsen. Möchte man nun eine Art Länderfinanzausgleich schaffen, um diese Ungleichheiten zu bewältigen, brauch man dafür zuerst einen soliden, machtpolitischen Untergrund. Und das ist die EU einfach nicht. Der Markt hat sich schneller globalisiert als die Regierung und momentan haben wir die denkbar schlechteste Konstellation. Entweder wir haben einen europäischen Binnenmarkt, der von einer zentralisierten, starken Regierung an der kurzen Leine gehalten wird, die mit politischen Mitteln für Ausgleich sorgt, oder aber wir müssen wieder in die Nationalstaatlichkeit zurück, Zölle einführen und den Freihandel auf ebenbürtige Partner beschränken. So wie es aber momentan ist, mit einem europäischen Scheinparlament, an dessen wirtschaftliche Regeln sich sowieso niemand hält und deren einzige Kompetenz es zu sein scheint, diversen Ländern Flüchtlingsquoten aufs Auge zu drücken, wird die EU keinen Bestand haben.
    • Als jemand der aus der Schweiz kommt und (vielleicht übernehm ich mich hier auch ein bisschen) alles aus einer gewissen Entfernung beobachten kann, würde ich folgendes sagen...

      Zunächst aber einmal: Ich bin weder Politprofi noch ist die Schweiz ganz aussen vor bei diesem Thema. Korrigiert mich also wo ihr es wollt aber legt nicht alles auf die Goldwaage ;)


      Beginnen würde ich sehr gerne mit einem Zitat. Ich weiss nicht mehr wer es gesagt hat, es war allerdings im deutschen Fernsehn. "Was ist an Rechts überhaupt schlimm?"

      Ich selbst wurde in eine bürgerliche Familie geboren. Dazu muss man vielleicht aber auch sagen, dass die rechte Partei der Schweiz (SVP) nicht mit anderen Rechtsparteien Europas verglichen werden kann. Die SVP ist lange etabliert und auch schon lange bei weitem die stärkste Partei der Schweiz.

      Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass, seit ich mich persönlich für Politik interessiere, ich realisiert habe, dass ich in die Mitte gehöre, ob ich mit der Zeit einfach in die Mitte abgedriftet bin oder ob die SVP mMn je länger desto mehr einfach nicht mehr wählbar ist. Jedenfalls hab ich meine Partei (GLP (wird sicherlich keinem Nicht-Schweizer was sagen)) in der Mitte gefunden.

      Nun aber zu meiner These, die sicher nicht alles erklärt, vielleicht jedoch dazu beiträgt.
      Es sind mMn 2 Dinge, die zu diesem Rechtsrutsch aber auch zur Radikalisierung in die Linke Ecke beitragen.

      1. Kürzlich sagte ein Politiker der CVP (Christliche Volkspartei) "Gute Politik ist langweilig." "Was wir brauchen ist eine langweilige Politik der Mitte." Auch wenn ich gar kein Fan christlicher Parteien bin spricht mir diese Aussage aus dem Herzen. Problematisch daran ist leider nur, dass der Mensch nicht ganz so rational ist, wie er es gerne hätte. Populismus, egal ob rechts oder links mobilisiert Leute. Ich schrieb in einer Diskussion einmal, dass ich gerne SVP-Wähler wäre. Die Welt wäre so einfach in einem Schwarz-Weiss-Denken. Leider ist die Welt aber nicht so einfach. Doch leider machen viele Menschen sich die Welt auch so einfach. Oder reden es sich ein sie sei es. Und was man nicht vergessen darf ist eben auch, dass Parteien wie AfD nicht lügen. Nicht gänzlich. Sie erzählen Halbwahrheiten.
      Ich weiss noch eine Abstimmung, da ging es um die Ausschaffung krimineller Ausländer. Im Abstimmungskampf erzählte die SVP (für die Initiative), dass 70% oder 80% (ich weiss es nicht mehr genau) der Gefängnisinsassen Ausländer seien. Nun diese Zahl war korrekt. Und natürlich stellt man sich bei dieser Zahl die eine oder andere Frage. Was die SVP aber nicht gesagt hat war, dass nur 19% Ausländer waren, die auch in der Schweiz wohnen. Der Rest waren Kriminaltouristen.
      Als ich das erfahren habe (zum Glück vor der Abstimmung) war ich fuchsteufelswild. Das fand ich so dreist. Mir fehlen wirklich selten die Worte, aber das.... Denn der Witz war ja, dass es um die Ausschaffung krimineller Ausländer ging. Aber dieser Löwenanteil Kriminalassistenten kann man ja nicht ausschaffen (sie wohnen ja nicht in der Schweiz), respektiv werden sie ohnehin nach der Haftstrafe gleich wieder über die Grenze geschafft.
      Damit arbeiten solche Parteien. Gut, damit arbeiten wahrscheinlich viele Parteien. Aber das ist das gefährliche. Somit ködert man Leute.
      Somit lassen sich Leute aber auch ködern.
      Wichtig wäre mMn allerdings eine ruhige, rationale, alle Fakten berücksichtigende Politik.
      Und vielleicht noch eine persönliche Meinung zu diesem Thema und mit ein Grund warum ich Mitte bin: Wie kann man eigentlich der Meinung sein, dass es politische Lösungen für das ganze Volk am rechten oder linken Rand gibt? Das finde ich fast schon naiv.
      Aber nicht falsch verstehen. Ich bin froh, dass es ganz rechte und ganz linke Parteien gibt. Immerhin definieren die die Mitte. Vielleicht ist das ein Vorteil der Schweiz. Dass wir beide Randparteien fest integriert in der Politik haben.



      2. Vielleicht irre ich mich ja. Aber in De hab ich das Gefühl, dass die Alternativen fehlen. Ganz nach dem schon zitierten Satz "Was ist an Rechts überhaupt schlimm?" fehlen vielleicht einfach AfD-Alternativen im rechten Bereich. Merkels CDU ist schon lange nicht mehr rechts und alles andere ist gleich rechtsradikal. Vielleicht kenn ich diese Parteien ja einfach nicht. Aber wenn man rechts ist: Was ausser AfD wählt man dann?
      It's real for us
    • Man kann das Jahr 2016 und die aktuelle Politische Weltlage in einigen Punkten zusammenfassen:

      1. Lügen ist okay
        350 Millionen Pfund. Dieser Betrag, den Grossbritannien angeblich pro Woche an die Europäische Union überweist, sollte nach Ansicht der Brexit-Befürworter in das britische Gesundheitssystem fliessen, falls die Stimmberechtigten für den EU-Austritt votierten. Nach der gewonnenen Abstimmung wollten Nigel Farage und Co. nichts mehr davon wissen. Und Donald Trump? Man darf ihn den Hohepriester der politischen Lüge nennen. Trotzdem wurde er US-Präsident.
      2. Die Politik hat Social Media entdeckt
        Donald Trump soll dank einer gezielten Social-Media-Kampagne die Wahl gewonnen haben. Dies deutet ein Magazin-Artikel an. Eine umstrittene Behauptung. Schon Barack Obama verdankte seine Wahlsiege auch dem Einsatz von Social Media. Dennoch ist es eine Erkenntnis dieses Jahres: Social Media gewinnen politisch immer mehr an Bedeutung, auch in der Schweiz. Die Durchsetzungsinitiative dürfte die erste Abstimmung sein, die durch Social-Media-Kanäle (mit-)entschieden wurde.
      3. Diskussionskultur ist tot
        Wer sich die Duelle von Donald Trump und Hillary Clinton angetan hat, der wird bestätigen: 2016 war kein gutes Jahr für die politische Diskussionskultur. Wie sagte einst Helmut Schmidt: «Wir dürfen die politische Contenance nicht verlieren.» Genau das aber ist passiert.
      4. Umfragen sind wertlos
        Die grosse Mehrheit der Umfrageinstitute lag mit ihren Prognosen zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen daneben. So richtig daneben. Zum ersten Mal erwischte es auch Umfrage-Guru Nate Silver. In England überraschte der Brexit-Entscheid – 2016 war kein gutes Jahr für politische Prognosen.
      5. «Peinlich» wird salonfähig
        In den letzten Jahren wurden einige Schweizer Volksentscheide im Ausland mit Verwunderung oder Kritik wahrgenommen (Minarettinitiative, Ausschaffungsinitiative). Hinter vorgehaltener Hand gab man aber zu, dass entsprechende Abstimmungen wohl eine ähnliche Zustimmungsrate hätten.

        Und tatsächlich: England hat nun ein «peinliches» Abstimmungsresultat, die USA auch, Österreich ein peinliches Abstimmungsprozedere, und in Deutschland, Holland und Frankreich dürfen sich «peinliche» Parteien plötzlich massiven Zuspruchs erfreuen.
      6. Das Milizsystem ist am Anschlag (Schweizer Punkt)
        Das Gewürge um die MEI-Umsetzung hat gezeigt, dass der Zeitdruck und die Komplexität der Geschäfte das Schweizer Milizsystem bis an seine Grenzen fordern.
      7. Das Unmögliche wird möglich: Brexit & Trump hebeln alle Gesetze aus
        Wer hätte das gedacht? Und trotzdem ist es passiert. Ein schillernder Unternehmer und Reality-TV-Star erobert das Weisse Haus. Plötzlich lacht niemand mehr, wenn Kanye West andeutet, auch kandidieren zu wollen.
      8. Das «postfaktische» Zeitalter
        «Postfaktisch» wurde unlängst zum internationalen Wort des Jahres gewählt. Das Adjektiv beschreibe Umstände, in denen die öffentliche Meinung weniger durch objektive Tatsachen als durch das Hervorrufen von Gefühlen und persönlichen Überzeugungen beeinflusst werde, heisst es. Nicht ganz unschuldig daran sind auch die sozialen Medien.
      9. Experten zählen nicht mehr
        Neben der «Lügenpresse» gilt der legitime «Experte» als das prominentestes Opfer des Aufstiegs von Falschmeldungen. Wissenschaftliche Befunde werden unverholen in Frage gestellt – auch von fachfremden Personen. Die vakante Stelle des Experten wird vom Demagogen besetzt. Nie war die These richtiger, dass der Mensch nur glaubt, was er glauben will.
      10. Die Abgehängten schlagen zurück
        Lange Zeit wurden die Verlierer der Globalisierung wenig beachtet. Ihre geballte politische Macht wurde unterschätzt – bis zu diesem Jahr. Brexit und Trump-Wahl zeigen aber, über welche Sprengkraft die sogenannt Abgehängten verfügen. Und nicht zuletzt jene, die sich vor dem Abstieg fürchten.
      11. Die «Elite» hat den Zugang zum einfachen Bürger verloren
        Die Bedauernswerten – so nannte Hillary Clinton die Hälfte aller Trump-Wähler, eine abschätzige Bezeichnung. Die Quittung für ihre fehlende Nähe zum Bürger erhielt die haushohe Favoritin bei der Präsidentschaftswahl. Hochnäsigkeit und Abschätzigkeit: Diesen Vorwurf müssen sich auch Linke in vielen Ländern Europas vorwerfen lassen. Aber nicht nur das: Hilf- und Ratlosigkeit ebenfalls, denn sie müssen konsterniert zusehen, wie ihre ehemalige Basis ins rechte Lager abwandert.
      12. Die Globalisierung ist nicht länger alternativlos
        Donald Trump attackiert den Freihandel. Im Umfang mit anderen Ländern gilt für ihn eine Devise: «America first.» Die Globalisierung, die nach dem Ende des Kalten Kriegs als alternativlos galt, gerät immer mehr unter Druck. Auch europäische Rechtspopulisten wie Marine Le Pen gehen mit Protektionismus auf Stimmenfang.
      13. Angst ist das Argument Nr.1
        Terrorismus, Flüchtlingsströme, Jobsicherheit, Klimawandel, AKW-Katastrophen, Stromausfälle: Aus Angst lässt sich hüben wie drüben politischer Profit schlagen. Es ist keine neue Erkenntnis, aber in Zeiten der Unsicherheit wirkt sie besonders stark.
      14. Es wird gehackt
        Hat Wladimir Putin die US-Präsidenschaftswahl entschieden? Der Geheimdienst CIA deutet es zumindest an. Tatsache ist, dass der Hackerangriff auf die Demokraten, dessen Urheber vermutlich in Russland sitzen, den US-Wahlkampf beeinflusst hat. Es war überhaupt ein Jahr, in dem fleissig gehackt wurde. Betroffen war unter anderem die Antidopingagentur WADA. Auch die «Panama Papers» sollen durch Hacker beschafft worden sein.
      15. Der Stadt-Land-Graben wird tiefer
        Stadt und Land leben sich immer mehr auseinander. Es ist eine Entwicklung, die weltweit zu verzeichnen ist. Hillary Clinton siegte in den urbanen Zentren, Donald Trump eroberte die ruralen Gebieten.
      16. Mit Leidenschaft kann man die Rechten bodigen
        Ist der Vormarsch der Rechtspopulisten unausweichlich? Nein, vorausgesetzt, man nimmt den Kampf gegen sie an. Die Gegner des Brexit führten eine blutleere Kampagne und verloren. Anders in der Schweiz, wo die Durchsetzungsinitiative (DSI) dank leidenschaftlichem Einsatz von Vertretern der Zivilgesellschaft scheiterte. In Polen musste die nationalkonservative Regierung nach heftigen Protesten von Frauen ein Antiabtreibungsgesetz zurückziehen.
      17. Mobilisierung ist der Schlüssel zum Erfolg
        Alexander Van der Bellen wurde österreichischer Bundespräsident, weil er seine Anhänger im zweiten Durchgang weit besser mobilisieren konnte als bei der annullierten ersten Wahl. Gleiches gelang Donald Trump in den USA.
      18. Für eine Weltmacht braucht man kein Geld
        Wladimir Putin steht als grosser Sieger auf der internationalen Bühne 2016 da. Und das, obwohl Russlands Wirtschaft darbt.
      19. Kriege lohnen sich wieder
        Die wohl finsterste Erkenntnis von 2016: Despoten können wieder Kriege führen, ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Baschar Assad und seine Verbündeten durften ungestraft Spitäler bombardieren und den Ostteil der syrischen Metropole Aleppo in Schutt und Asche legen. Die nach dem Kalten Krieg ausgerufene «neue Weltordnung» hat sich in eine Unordnung verwandelt.
    • 2016 war politisch ein äußerst chaotisches, unklares und überraschendes Jahr. Es ist überdeutlich, dass "Der Westen" in sich uneinig ist, man fand sich am Scheideweg und sah sich überfordert, einen gemeinsamen Pfad zu finden. Ob Stadt oder Land oder politischer Ausrichtungskonflikt zwischen verschiedenen EU-Staaten oder (insbesonders) interne Uneiningkeit: Verschiedene Ideale, Wert- und Zukunftsvorstellungen sahen sich im Zusammenprall, was zu einigen Überraschungen führte, wobei die Wahl Trumps wesentlich ernstere Folgen haben könnte, als der durch jahrelange Verhandlungs- und Übergangszeiten relativierte Brexit.

      Es freut mich, dass nicht nur ich mich am völligen Niedergang produktiver politischer Diskussionskultur störe. Vom Parlament meines Landes bin ich das Vorgehen gewohnt, bevorzugt mit Diskreditionen, persönlichen Angriffen, Übertreibungen und Vereinfachungen zu arbeiten und so jeden sachlichen Konsens im Keim zu ersticken. Die Duelle zwischen Trump und Clinton erinnerten mich sehr daran. Es ist sehr schade, dass die Tendenz so klar weg von Sachlichkeit und Niveau geht.


      Dass "peinliche" Parteien und Ideen (wieder) salonfähig werden, stört mich unterdessen keineswegs. Pluralismus ist fundamentaler Teil demokratischer Entscheidungsfindung. Diese Spiel-nicht-mit-den-Schmuddelkindern - Mentalität sehe ich als höchst kontraproduktiv. Politische Parteien, welche zu lange und problemlos ihren Status als Regierungspartei halten neigen unausweichlich zu Dekadenz, inhaltlichem Verkommen und schließlich Korruption (man betrachte etwa die deutsche SPD, welche Gesprächszeiten an Lobbyisten verkauft). Etwas Druck von außerhalb des Establishments könnte sehr hilfreich sein, um die alteingesessenen Kräfte dazu zu zwingen, sich zumindest zu bessern. Dass dieser Druck im deutsch- und englischsprachigen Raum fast ausschließlich von Rechts kommt (was ja in etwa Griechenland völlig anders ist) sehe ich wirklich kritisch, letztendlich ist jedoch bekanntlich jede politische Kraft durch verschiedene Strukturen in ihrer Wirkungsgewalt begrenzt. So sehr auch die untersten Schichten der Gesellschaft attackiert und gequält werden könnten, ein Fehlgriff des Wählers zu weit nach Rechts könnte und würde wieder korrigiert werden.

      Die Situation in den Vereinigten Staaten sehe ich weniger entspannt als die europäische. Ein Donald Trump hat die Möglichkeiten, sein Land langfristig zu schädigen und die Mehrheit in Senat und Kongress, um radikale, evtl. irreparablen Änderungen vorzunehmen. Allein sein Wille, die freien Stellen im obersten Gerichtshof mit Reaktionären zu besetzen, spricht Bände. Die Zurücknahme der homosexuellen Ehe, ernste Erschwerungen der Abtreibung und Ähnliches sind denkbar.


      Außenpolitisch hingegen sehe ich in Donald Trumps Sieg Hoffnung auf eine friedlichere Außenpolitik. Verabschieden wir uns von jenen Aussagen, welche ganz offensichtlich nur zum Gewinnen des Wählers getätigt wurden und absolut surreal sind (zB. die Mauer auf Kosten Mexikos) steht uns ein Präsident mit teilweise überraschend friedfertigen Ambitionen gegenüber.
      Im besten Fall könnte die Russlandfeindschaft, welche die USA nun seit bereits 70 Jahren auf unterschiedlichste Arten auslebten tatsächlich ein Ende finden. So regressiv sein Protektionismus sein mag, es ebnet den Weg für friedfertige Koexistenz mit anderen Weltmächten anstatt dem globalen Hegemoniestreben und permanenten Aggressionen und Kreuzzügen gegen andere Systeme (und jede Regierung, die es wagte, sich nicht kopfsenkend unterzuordnen), wie wir es seit Ende des Zweiten Weltkrieges erlebten. Das würde bedeuten, dass Stellvertreterkriege, wie in der Ukraine, Syrien oder Jemen, um bei aktuellen Beispielen zu bleiben, ein Ende fänden.
      Im schlechtesten Fall tritt genau das Gegenteil ein: Eine Intensivierung und Häufung der Konflikte, lediglich mit Wechsel des Feindbildes von Russland auf China. Weiterhin werden mit allen Mitteln der Öffentlichkeit vertretbare Gründe für die Feindschaft gesucht, um nicht zugeben zu müssen, aus Imperialismus zu handeln.
      Das wirklich gefährliche daran wäre die Attitüde der KPCh: Im Gegensatz zur vergleichsweise kompromissbereiten russischen Außenpolitik hat man es bei der Volksrepublik China mit einem Monolith zu tun, der amerikanische Gängeleien nicht tolerieren würde.

      Die aktuelle politische Entwicklung in westlichen Staaten wird maßgeblich davon abhängen, wo auf diesem Spektrum die Außenpolitik Trumps nun einzuordnen ist und wie sich die Lage bzgl. Stellvertreterkriegen entwickelt. Sicher bin ich mir jedoch, dass es zu einer Distanzierung Brüssels von Washingtons kommen wird, eben da der europäische Rechtsruck weniger ausgeprägt ist. Im Gegensatz zum den Klimawandel leugnenden Revisionisten Trump ist der Gedanke der Aufklärung in Europa noch am Leben. Diese Distanzierung wird jedoch wahrscheinlich nur langsam geschehen, da die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bande so eng sind.

      Zusammenfassend sehe ich die Entwicklung des "Westens" (so ein schwammiger Begriff) pessimistisch, man scheint sich von Vernunft und Fortschritt teils langsam, teils im Stechschritt zu entfernen, es scheint jedoch durchaus auch Potential für Besserungen vorhanden zu sein.


      Ich vergaß: Ein ganz wichtiger Konfliktpunkt zumindest in Europa scheint die Frage der kollektiven Identität zu sein. Nachdem die individuelle Identität großteils befreit ist (gleiche Rechte für alle Religionen, Akzeptanz von Homosexuellen, sowas meine ich mit individueller Identität) sieht man sich gezwungen, eine nationale Identität zu verteidigen. Flüchtlinge werden als kulturelle Gefahr betrachtet, der Konflikt zwischen Nationalismus und Kosmopolitismus scheint eine treibende Kraft nicht nur der nächsten Jahre sondern evtl. des 21. Jahrhunderts zu werden, nicht nur aufgrund der Flüchtlingssituation, sondern auch in Anbetracht der immer kleiner werdenden Welt, des Fortschritts der Transport- und Informationstechnologie steht zur Debatte, wie zukunftsfähig es ist, sich an einer ethnisch-kulturell klar definierten Gruppe zu orientieren.

      Die politische Linke hält es unterdessen für dringender, sich mit nahezu irrelevanter Beschäftigungstherapie beim Wähler unbeliebt zu machen, als die echten Themen anzugehen, also Gleichheit und Menschenrecht zu verteidigen, wodurch sie gegenüber der wesentlich geschickter und bürgernäher agierenden europäischen Rechten klar zurückfällt. Und das, obwohl ein Bernie Sanders zeigte, dass Links sehr wohl mehrheitsfähig sein kann, wenn man sich statt Binnen-I auf sozial-wirtschaftliche Gerechtigkeit und Wissenschaftlichkeit konzentriert.
      Ich werd die Ausbildung wechseln, ein Buch schreiben, mir nen Bart wachsen lassen, mein Spiel fertigprogrammieren, mir den Bart wieder abrasieren, einen YT-Channel starten und auf deinen Beitrag antworten! Also gleich morgen! Oder gleich übermorgen! Oder mal sehen

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    • Das Problem ist eigentlich, das Wertesystem, welches wir verfolgen - betrachten wir es als kohärente Entwicklung seit 1789 -, ist ein System, das sehr viel von allen Menschen fordert.
      Was ist eigentlich der größte Unterschied zwischen Orient und Okzident (ich meine es nicht in Manier eines Oswald Spengler)?
      Die größte Errungenschaft Europas und seiner Ideologien der Aufklärung ist das Aufkommen des Individualismus (Cogito egro sum) und das Streben nach "ewigen" Fortschritt und die Infragestellung eben jenes Strebens durch Nietzsche, Jaspers etc.
      Kurzum eine Entwicklung, die nirgends in der Welt zustande kam und der Nahe Osten hat diese Entwicklung bewusst und unbewusst abgewehrt.
      In Ländern wie dem Iran war das den Obrigen bewusst und verhinderten nach Möglichkeit das Aufkommen dieser Ideen und in den Ländern vom Osmanischen Reich beherrscht kam vieles überhaupt nicht an.

      Also unsere Ausrichtung, dass ein Mensch an sich arbeitet und ein vollwertiges Individuum wird, ist eine Ideologie, die von uns Menschen arbeit abverlangt und um das zu kompensieren bildete sich auch unsere Wohlstandsgesellschaft unbewusst wurde vielen Menschen diese Art zum Leben. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind dann ein Teil von uns, weil das große Ganze um uns nach und nach diesen Mechanismen folgte, aber das einzelne Wesen sich keine Gedanken über sein Sein machen musste - sei es eine sozialistische oder eine kapitalistische Gesellschaft.
      Bevor wieder einige meckern: Ja, auch der Sozialismus ist keine rein kollektivistische Ideologie, Marx ist auch vom Deutschen Idealismus geprägt und folgt der Linie des Indvidualismus, wie die meisten Philosophen seiner Zeit.
      Jetzt - oder seit den letzten Jahren - gerät unsere Gesellschaft langsam an seine Grenzen, liegt einfach daran, dass die Grenzen des Wachstums und der Industrie und eventuell auch der großen Innovationen erreicht sind, viele Strukturen und Rechte werden ausgehöhlt, viele Menschen begegnen dem sozialen Abstieg, es passiert das wovon kein Aufklärer ausging, es ist nämlich möglich sich trotz vieler Errungenschaften zurückzuentwickeln, die Naziherrschaft ist auch ein gutes Beispiel dafür.

      Diese Art zu leben beruht auf gegenseitige Toleranz und einem sozialen Gewissen, aber wir Menschen neigen ab einem bestimmten Punkt diese Errungenschaften freiwillig aufzugeben, weil es vermeintliche Lösungen gibt, die uns in unserer komplexen Welt helfen könnten.
      Das Problem ist also, wir sind geistig sehr schnell gewachsen in den letzten fast 300 Jahren und wir haben es verinnerlicht, aber wir haben nicht verstanden, dass das was wir Menschen unsere "Errungenschaften" nennen keine Naturgesetze sind und auch nur dann lebendig bleiben, wie wir auch ein Verständnis dafür haben.
      Sind wir Menschen allerdings der Meinung, das Geld wird knapp und der Ausländer nimmt es weg, heißt es wir sind langsam in diesem Stadium angekommen, dass die Gesellschaft und ihre Fundamente ihre Strahlkraft verlieren.

      Wir stellen uns also auf die Seite von Menschen, die sich gegen all das stellen und sie wollen ein System der Ungleichheit etablieren, das Problem daran ist, Menschen sind formbar in die eine oder in die andere Richtung und wenn wir es nicht schaffen können gewisse Elemente zu schwächen seien es rechte Kräfte oder generell destruktive Elemente, wird all das was wir die "Westliche Welt" nennen nicht lange hier sein, denn genauso wie es plötzlich aufkam, kann es auch wieder gehen, es liegt an den Menschen sich ihre Werte und Normen zu erhalten.
      *hust*

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von General Fúry ()

    • Zum Thema Trump:
      Hillary Clinton war die einzige Person gegen die Trump gewinnen konnte. Hillary Clinton ist eine Lügnerin die immer dem Mainstream folgt. Als die Homoehe illegal war, war sie dagegen, hat aber, als sie legalisiert wurde gesagt, sie sei schon immer dafür gewesen. Dies als kleines Beispiel, was jedoch für fast alle ihre aussagen gilt.
      Donald Trump hat nur gewonnen, weil Bernie Sanders nicht gewählt wurde, so haben viele Sanders Wähler aufgrund der Globalisierungskritik die von Sanders kam, den herrn Trump gewählt, weil er auch Globalisierungskritiker ist. Seid ehrlich gesagt Froh das Trump gewählt wurde, denn so gibt es kein TTiP, kein ACTA, kein TISA gar nix.
      Seine (Trumps) Forderungen werden eh vom Supreme Court wieder rückgängig gemacht, weil sie gegen die amerikanische Verfassung verstoßen.
      Trump wird kein guter Präsident, Trump wird den USA Schaden, aber mir als Europäer, ist das völlig egal. Denn seine Wahl hat vorteile für Europa, keine Nachteile.

      Zum Thema Assad:
      Assad mag vllt kein Demokrat im westlichen Sinne sein, doch dass ist der Westen auch nicht. Assad ist Garant dafür, dass es nicht zu unterdrückung von Minderheiten unter seinem System kommt. In Syrien kämpfen auf Seiten der "Rebellen" nur noch Islamisten. Also sind es Terroristen, weil die Rebellengruppen die überlebt haben keine Demokraten mehr sind. Es gibt die ganzen Al Qaida und Taliban ableger, die FSA hat den kampf schon eingestellt, wieso unsere Medien immernoch über sie Reden ist mir ein schleier. Und es gibt noch die kurdischen Faschisten, die in unseren Medien als Linke Vorkämpfer stilisiert werden. Jedoch berichtete die Tagesschau dass die Kurden in ihren Gebieten alle die Sunnitisch sind, vertreiben. Kann eine Gruppe von Menschen sich als Links bezeichnen und dann dasselbe machen, wie Türken mit den Armeniern? Sie auf Todesmärsche in die Wüste zu schicken? Ich glaube nicht.
      Das war dann schließlich auch der Grund warum am Ende des Jahres Assad auch die Kurden gebiete Angriff. Weil eben jeder, der den Zusammenhalt der Völker in der Region in Gefahr bringt, verfolgt wird.
      Einen Frühling hat es niemals gegeben, 400.000 Menschen ließen dort ihr Leben.
      Es war ein Frühling für die Waffenindustrien.



      Kommen wir zu meinen Vorredner den ich mal außeinander nehme weil er Redet wie ein PEGIDA Redner

      General Fúry schrieb:

      Das Problem ist eigentlich, das Wertesystem, welches wir verfolgen - betrachten wir es als kohärente Entwicklung seit 1789 -, ist ein System, das sehr viel von allen Menschen fordert.
      Lustiges Wertesystem. Napoleon hat sich zum Absoluten Monarchen ausgesprochen und war eigentlich nicht besser als die anderen Königshäuser Europas.

      General Fúry schrieb:

      Was ist eigentlich der größte Unterschied zwischen Orient und Okzident (ich meine es nicht in Manier eines Oswald Spengler)?
      Die größte Errungenschaft Europas und seiner Ideologien der Aufklärung ist das Aufkommen des Individualismus (Cogito egro sum) und das Streben nach "ewigen" Fortschritt und die Infragestellung eben jenes Strebens durch Nietzsche, Jaspers etc.
      Kurzum eine Entwicklung, die nirgends in der Welt zustande kam und der Nahe Osten hat diese Entwicklung bewusst und unbewusst abgewehrt.
      In Ländern wie dem Iran war das den Obrigen bewusst und verhinderten nach Möglichkeit das Aufkommen dieser Ideen und in den Ländern vom Osmanischen Reich beherrscht kam vieles überhaupt nicht an.
      Dazu kann ich nur Sagen: Unsinn. Die Osmanen waren es, die die Tafeln gehütet haben, mit denen letztendlich die Hyroglyphen der Ägypter übersetzt wurden.
      Die Araber waren es, welche die Mathematik, Physik und Medizin bewahrten, wohingegen die Europäer Menschen verbrannt haben, die von der Antiseptischen Wirkung von Thymian bescheid wussten.
      Der niedergang des nahen Ostens kam mit der Kolonialierung der ehemaligen Herrschaftsgebiete des Osmanischen Reiches. SO kam auch der Antisemitismus dahin.

      General Fúry schrieb:

      Bevor wieder einige meckern: Ja, auch der Sozialismus ist keine rein kollektivistische Ideologie, Marx ist auch vom Deutschen Idealismus geprägt und folgt der Linie des Indvidualismus, wie die meisten Philosophen seiner Zeit.
      Du hast 3 Fehler in diesem kleinen Abschnitt.
      1. Marx war kein Ideologe. Marx schrieb, dass eine Ideologie nur ein konstrukt zum Machterhalt ist. So, da Marx dafür war, dass alle Macht von den Menschen ausgeht kann er kein Ideologe gewesen sein.
      2. Marx war alles, doch kein Individualist, zeig mir wie du darauf kommst, wo er sich positiv auf das Individiuum bezieht und sagt, dass es dem kollektiv vorgezogen werden soll.
      3. Marx war kein Philosoph, er hat ja auch Extra das Buch rausgebracht: Das Elend der Philosophie, zugegeben in dem Buch disst er eigentlich Bakunins Philosophie des Elends, aber Trotzdem war er kein Philosoph. Er wollte die Welt nicht Erklären, das taten genug vor ihm. Er wollte sie Ändern. Dass macht aus ihm einen Revolutionären.


      General Fúry schrieb:

      Jetzt - oder seit den letzten Jahren - gerät unsere Gesellschaft langsam an seine Grenzen, liegt einfach daran, dass die Grenzen des Wachstums und der Industrie und eventuell auch der großen Innovationen erreicht sind, viele Strukturen und Rechte werden ausgehöhlt, viele Menschen begegnen dem sozialen Abstieg, es passiert das wovon kein Aufklärer ausging, es ist nämlich möglich sich trotz vieler Errungenschaften zurückzuentwickeln, die Naziherrschaft ist auch ein gutes Beispiel dafür.
      Seit der Implusion des Ostblocks passiert das, da es kein Alternativsystem zum Kapitalismus mehr gibt, muss dieser sich nicht als Sozial verkaufen.
      Und die Errungenschaften vorher waren nicht von den Aufklären, nein sie waren von der Arbeiter und Bauernbewegung, der Kommunisten und Sozialisten zu seiner Zeit.
      Von den Aufklären ging den welches Arbeitsrecht aus?
      Und gerade nach der Naziherrschaft war die Zeit der Rechte in Deutschland. Wie gesagt, es ging alles zurück als der Kapitalismus konkurrenzlos wurde.



      General Fúry schrieb:

      Diese Art zu leben beruht auf gegenseitige Toleranz und einem sozialen Gewissen, aber wir Menschen neigen ab einem bestimmten Punkt diese Errungenschaften freiwillig aufzugeben, weil es vermeintliche Lösungen gibt, die uns in unserer komplexen Welt helfen könnten.
      Unsere heutige Art zu leben beruht auf den Außengrenzen Europas die Täglich mehr Menschen töten als die Grenzposten der DDR in 40 Jahren! Mach dir das mal klar.

      General Fúry schrieb:

      Das Problem ist also, wir sind geistig sehr schnell gewachsen in den letzten fast 300 Jahren und wir haben es verinnerlicht, aber wir haben nicht verstanden, dass das was wir Menschen unsere "Errungenschaften" nennen keine Naturgesetze sind und auch nur dann lebendig bleiben, wie wir auch ein Verständnis dafür haben.
      Kein Kommentar dazu. Das stimmt, da gebe ich dir vollkommen Recht. Außer das mit den 300 Jahren, dass sind errungenschaften der letzen 70 Jahre die wir verlieren.
    • @deAcero




      deAcero schrieb:

      Kommen wir zu meinen Vorredner den ich mal außeinander nehme weil er Redet wie ein PEGIDA Redner
      Ok, dann nimm mich bitte auch auseinander, denn wenn du mich als ein PEGIDA-Redner siehst, hast du mich wohl nicht verstanden was ich gesagt habe.
      Dir ist schon klar, dass meine Argumentationslinie nicht rechtsnationalistisch ist, sondern klar aus konsverativer Sicht klassisch links ist?





      deAcero schrieb:

      Lustiges Wertesystem. Napoleon hat sich zum Absoluten Monarchen ausgesprochen und war eigentlich nicht besser als die anderen Königshäuser Europas.
      Herje, argumentieren wir mal aus der Perspektive von Marx, dieser von dir so gehasste Monarch war aus der Perspektive von Marx sogar ein Erneurer. Nicht besser als die eigentlichen Monarchen Europas? Dir ist schon bewusst, dass Napoleon zu dem linken Flügel der Französischen Revolution gehörte? Napoleon war Revolutionär erster Stunde, Kommandant der Jakobiner (also der radikalen Linke der Revolution). Natürlich hat er eben jene Kräfte auch benutzt, aber das Wichtge an Napoleon ist, dass er die Grenzen des Chauvinismus überwunden hatte, davor konnte unmöglich ein Korse in der französischen Armee aufsteigen, geschweige Global bedeutend werden, er hat den Juden die Bürgerrechte gegeben, er hat das Code Civil eingeführt auf dessen Gleichheitsprinzipien das heutige Frankreich beruht.
      Marx Vater durfte dank Napoleon und dem Code Civil Jura studieren und musste das nach dem Ende der französischen Herrschaft aufgeben bzw. seinen jüdischen Glauben, sonst durfte er nicht weiter studieren!
      Ohne Napoleon hätte der Republikanismus nicht siegen können, zwar hat Napoleon diese Idee korrumpiert, aber es beflügelte die Menschen ihrer Zeit, Marx, Heinrich Heine etc., dass die reaktionären Königshäuser Europas gegen die Revolution am Ende verlieren werden, so viel zu deinem "lustigen Wertessystem" von dem du heute noch lebst und viel zu verdanken hast.


      deAcero schrieb:

      Dazu kann ich nur Sagen: Unsinn. Die Osmanen waren es, die die Tafeln gehütet haben, mit denen letztendlich die Hyroglyphen der Ägypter übersetzt wurden.
      Die Araber waren es, welche die Mathematik, Physik und Medizin bewahrten, wohingegen die Europäer Menschen verbrannt haben, die von der Antiseptischen Wirkung von Thymian bescheid wussten.
      Der niedergang des nahen Ostens kam mit der Kolonialierung der ehemaligen Herrschaftsgebiete des Osmanischen Reiches. SO kam auch der Antisemitismus dahin.
      Uff, wo soll man anfangen?

      1. Die Ära, die du beschreibst ist von 1000 - 1300 ungefähr, mit der Zeit der Aufklärung hat das nichts zu tun, ich habe ja auch nie gesagt, dass die Ideen, die aus dem Nahen Osten kamen zusammen mit dem Impuls aus Ostrom keinen Einfluss hatten?

      2. Nein, einfach nein, es waren keine Araber, die Mathematik, Physik und Medizin "bewahrt" oder entwickelt haben, dass waren zu 90% Perser, alles aus dem Iran und nichts bedeutendes aus Arabien, Mathematik (Algorithmus von Khwarizmi), Physik und Medizin von (Avicenna, Rhases) etc. sind alle ausnahmslos Iraner und haben nichts mit dem "Islam" oder den "Arabern" zu tun, sondern dass geht ausschließlich auf die persische Wissenschaftstradition des vorislamischen Sasanidenreichs zurück.
      Vieles was eben jene Wissenschaftler verwendet hatten, war nur angewandtes wissen aus Griechenland, Persien und Rom, aber kein primär islamisches oder arabisches Gut. Der einzige Grund, warum wir in Europa immer denken, es kommt aus "Arabien" ist nur, weil der arabische Kulturraum näher an Europa geografisch ist und viel Wissen auf alte Übersetzungen zurückgehen, wo man zwischen Araber und Perser nicht unterschieden hat, but know the difference, zwischen beiden liegen Welten!

      3. Mag ja sein, dass man die antiken Gebäude und Gegenstände nicht zerstört hat - warum auch? -, dennoch hat in der islamischen Welt aber auch niemand ein Interesse gehabt sich mit diesen Kulturen - weil unislamisch = kein Wert - auseinanderzusetzen. War ja kein Zufall, dass erst mit Napoleon und Champollion die Hieroglyphen entziffert wurden und da wären wir wieder bei Napoleon, wieso tat er das? Ganz einfach, weil Napoleon die Antike wiedererwecken wollte im Bollwerk gegen das christiliche Europa, welches zu diesem Zeitpunkt btw. die Menschenrechte als Werk "Satans" titulierte.



      deAcero schrieb:

      Du hast 3 Fehler in diesem kleinen Abschnitt.
      1. Marx war kein Ideologe. Marx schrieb, dass eine Ideologie nur ein konstrukt zum Machterhalt ist. So, da Marx dafür war, dass alle Macht von den Menschen ausgeht kann er kein Ideologe gewesen sein.
      2. Marx war alles, doch kein Individualist, zeig mir wie du darauf kommst, wo er sich positiv auf das Individiuum bezieht und sagt, dass es dem kollektiv vorgezogen werden soll.
      3. Marx war kein Philosoph, er hat ja auch Extra das Buch rausgebracht: Das Elend der Philosophie, zugegeben in dem Buch disst er eigentlich Bakunins Philosophie des Elends, aber Trotzdem war er kein Philosoph. Er wollte die Welt nicht Erklären, das taten genug vor ihm. Er wollte sie Ändern. Dass macht aus ihm einen Revolutionären.
      1. Marx selber war kein Ideologe, sag ich ja auch nicht, aber seine Werke werden später zu einer Ideologie umgeformt ist doch unstrittig, darüber zu debattieren.

      2. Sag ich auch nicht, ich habe auch nicht gesagt, dass der Sozialismus eine "individualistsische Ideologie" ist, aber der Sozialismus fiel ja nicht vom Himmel, sondern Marx folgt einer Denktradition, nämlich dem Materialismus von Demokrit, Fichte, Hegel etc., er etablliert nur später seine eigene Form des Materialismus, zusammengefasst als "Historischer Materialismus", welcher sich dann vom klassischen Historizismus der Aufklärer abgerenzt, aber ohne Kant, Hegel und Voltaire nie möglich wäre und Marx hat ja nie eine Feindschaft dazu gehabt.

      3. Was er wollte ist unerheblich, seine ganze Argumentation, sogar die Nationalökonomie ist materialistisch, sein Aufbau ist philosophisch, jenes ist völlig unstrittig! Marx ist nicht ohne Grund der bedeutendste Philosoph des 19. und 20. Jahrhunderts durch seine Werkte und der letzte Idealist in seiner Linie. Jeder Mensch folgt bewusst oder unbewusst eine philosophischen Denkkategorie, wenn er sich dem Aufbau europäischer Wissenschaftstheorie bemächtigt, man kann nicht sagen nä, bin kein Philosoph, weil ich das nicht will.
      Doch, jeder ist ein Stück weit Philosoph, wenn er politisch-historisch argumentiert, weil er somit automatisch einer Denkschule angehört! Kurzum wie sagte Bud Spencer bereits, denk nicht so viel, dass haben schon andere getan.

      deAcero schrieb:

      Unsere heutige Art zu leben beruht auf den Außengrenzen Europas die Täglich mehr Menschen töten als die Grenzposten der DDR in 40 Jahren! Mach dir das mal klar.
      Dazu habe ich doch gar nichts gesagt? "Diese Art zu leben" also den Denkschulen zu folgen und unsere Staatorganisationstheorie, der Aufbau unserer Gesellschaft hat doch nichts mit dem Kapitalismus zu tun, der Republikanismus ist ein "Neutrum", sie kann nach kapitalistischen Prinzipien aufgebaut sein, aber sie kann auch sozialistisch sein, das ist eine Systemfrage und keine ökonomische.



      deAcero schrieb:

      Außer das mit den 300 Jahren, dass sind errungenschaften der letzen 70 Jahre die wir verlieren.
      Mein lieber Herr, woher soll denn die Arbeiterbewegung kommen, wenn es nicht vorher eine Revolution gibt, die den Menschen klarmacht, dass sie Gleich sind?
      Du vermischst zwei Dinge, die nur wortsemantisch gleich sind, aber in ihrer Bedeutung grundliegend anders.
      Individualismus bedeutet nicht Egoismus! Du argumentierst aus einer kapitalistischen Perspektive der Ellbogengesellschaft, das habe ich gar nicht getan. Ich meine mit Individualismus was ganz anderes, nämlich genauso, wie auch Marx und andere Sozialisten arbeiten, nämlich der antireligiöse Begriff des Individualismus.
      Albrecht Dürers "Salvator Mundi", schau dir das mal an ;)
      Da ist der einfache Mensch in der Pose Jesu Christi gemalt, es untermalt damit, dass jeder Mensch gleich Gott sein kann, das Ich ist wichtiger als das "religiöse Gemeinschaftsprinzip", welches im Christentum und auch im Islam präsent ist, aus dieser Perspektive argumentiere ich und auch dass ist essentiell für Karl Marx, er gibt den Menschen in der Arbeiterbewegung die Macht alles zu erreichen, kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun sagt die Internationale, aber warum? Ja genau, weil mit der Aufklärung dem Individuum klar wird, dass nur er die Macht hat alles oder nichts zu werden und er nicht unterwürfig der Autorität oder der Kirche ist.

      In dem Sinne, lass mal die Kirche im Dorf ;)
      *hust*

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    • Da habe ich mich schon gefreut, dass keiner der Diskussionsthreads gestern Abend explodiert ist und dann schaue ich in den Statusthread und... ihr habt es wahrscheinlich gesehen.

      Vielleicht eine allgemeine Bemerkung hier: Man sollte sich von dem Sprichwort 'Es wird nicht so heiss gegessen, wie gekocht wird.' distanzieren. Dieses dient in erster Linie dazu, sich selbst zu beruhigen, wenn die Küche brennt. Und während Menschen solche Illusionen nötig haben, um mit Gefahren umzugehen, sollte man nicht aufgrund dieser Einstellung in Tatenlosigkeit verfallen. Es gibt einiges zu tun auf der Welt (später mehr dazu).

      Um die Frage von @Death the Kid zu beantworten: Kürzlich gab es ein Interview von Joseph Stiglitz in der NZZ (einer der anerkannteren und einflussreicheren Ökonomen auf der Welt). Es ist wahrscheinlich nicht frei zugänglich, aber hier ist trotzdem der Link. Ich füge hier die Stelle ein, die für Deaths Frage relevant ist:



      Journalist: Trump will seine eigenen Geschäfte von seinen Söhnen verwalten lassen. Damit, glaubt er, seien seine Interessenkonflikte vom Tisch. Ist dieses Vorgehen normal?

      Stiglitz: Nichts, was Herr Trump macht, ist normal! Trump macht und sagt ungeheuerliche Dinge. Wenn Trump sein Imperium von seinen Söhnen verwalten lässt, besitzt er es immer noch. Das verletzt die US-Verfassung.

      J: Genügt dieser Interessenkonflikt, um ihn des Amtes zu entheben?

      S: Ganz klar. Wenn ein Präsident Gesetze oder die Verfassung verletzt, ist das Verfahren zur Amtsenthebung die einzig vorgesehene Strafe. Es gibt keine andere Sanktion. Er kann auch seinen Schwiegersohn nicht als Berater einsetzen, solange dieser und seine Frau private Geschäftsinteressen besitzen.



      An anderer Stelle sagt er:


      ...es gibt innerhalb der US-Regierung viele checks and balances.



      Da der Mann ein Ökonom und kein Jurist ist, muss man das zwar etwas kritisch begutachten, aber diese 'checks und balaces' können theoretisch jetzt, nach dem Präsidentenwechsel, greifen. Es gibt aber ein paar Gründe, weshalb sie das vielleicht nicht tun werden:
      Der Rechtsstaat funktioniert nur, wenn man ihn auch verwendet. Das bedeutet, dass jemand erfolgreich durchsetzen muss, dass die Gesetze von den Politikern eingehalten werden. Damit tut sich die USA ohnehin schon schwer. Der politischen Druck, um die Gesetze durchzusetzen, die Politiker im Schach halten sollen, kann am ehesten von einem starken politischen Bewegung, oder einer grossen Masse der Bevölkerung aufgebaut werden.
      Die politische Bewegung mit genügend Gewicht wären die Demokraten und ob sie das tun werden, ist zweifelhaft. Öffentlich scheinen sie sich auf einen 4-jährigen Widerstandskampf eingestellt zu haben (ist mein Eindruck). Dazu kommt auch noch, dass es unter den Demokraten vermutlich Stimmen gibt, die Vizepräsidenten Mike Pence für einen noch schlimmeren Präsidenten halten und dann ist da auch noch die Bevölkerung, die bei einem Amtenthebungsverfahren noch tiefer gespalten würde. Beim aktuellen Zustand des Landes wollen das wohl viele nicht riskieren und nehmen lieber die nächsten 4 Jahre in Kauf.
      Um kurz eine Idee zu diesen Amtenthebungsverfahren zu geben: Es gab in der US-Geschichte zwei Amtenthebungsverfahren gegen den Präsidenten (Andrew Johnson, Bill Clinton). Beide wurden nicht verurteilt. Es muss also auch die politische Zugkraft dasein. Weil der Präsident einen derartigen Status geniesst, kann es schwierig sein, dieses Verfahren durchzubringen.
      Was den Druck durch die Bevölkerung angeht: Die Bevölkerung zu mobilisieren ist schwierig. Es könnte in diesem Fall klappen, aber man sollte dabei nicht vergessen, dass die Bevölkerung auch auf die Demokraten wütend ist. Die Bevölkerung hat gute Gründe, nahezu alles, was in der Regierung zur Zeit läuft, blockieren zu wollen. Auch in diesem Szenario kommt man zuerst zu einem Kollaps, dessen Grösse für mich schwer einzuschätzen ist, bevor man wieder zu einem kollaborativeren Zusammenleben und Politisieren kommt.


      Es hat auch viel damit zu tun, wie das Amt des Präsidenten zur Zeit gesehen wird. Diejenigen von euch, die Game of Thrones schauen, sollten die Behauptung kennen: Macht hat der, von dem man glaubt, dass er Macht hat. Man sollte sich daher nicht zu sehr auf die USA fokussieren und einmal schauen, was ohne sie erreicht werden kann. Der angekündigte Protektionismus bedeutet, dass Europa und Asien die Chance haben, sich in vielen Bereichen der modernen Industrie und Technologie selber zu etablieren. Wenn die USA nicht mehr Forschung über und zur Kontrolle des Klimawandels betreiben, dann machen wir das eben. Es wird wahrscheinlich auch einige Leute geben, die in diesem Bereich bald einen Job suchen. Tatsächlich weiss ich von ersten solchen Leuten, die von den USA nach Europa wechseln und hier arbeiten wollen. Das ist eine grossartige Chance, in der modernen Technologie und Industrie gleichzuziehen, was uns erlauben würde, einen grösseren Einfluss darauf zu nehmen, wie die Welt in der Zukunft aussehen wird, und sicherzustellen, dass die moralischen Werte der Aufklärung, oder die Friedensbewegung seit dem 2. Weltkrieg von moderner Technologie und Industrie hochgehalten werden.

      In diesem Sinne: Wir haben keine Zeit Trübsal zu blasen, denn wir haben einiges an Arbeit vor uns.
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Mathemagica schrieb:

      Es hat auch viel damit zu tun, wie das Amt des Präsidenten zur Zeit gesehen wird. Diejenigen von euch, die Game of Thrones schauen, sollten die Behauptung kennen: Macht hat der, von dem man glaubt, dass er Macht hat. Man sollte sich daher nicht zu sehr auf die USA fokussieren und einmal schauen, was ohne sie erreicht werden kann. Der angekündigte Protektionismus bedeutet, dass Europa und Asien die Chance haben, sich in vielen Bereichen der modernen Industrie und Technologie selber zu etablieren. Wenn die USA nicht mehr Forschung über und zur Kontrolle des Klimawandels betreiben, dann machen wir das eben.

      Trump ist jetzt schon 2 Tage im Amt und man kann sehen wohin das führt.

      Sämtliche Einträge bezüglich Klimaänderungen wurden seitens der Trump-Regierung von der Whitehouse.gov seite gelöscht. Als Obama Präsident war gab es dazu auch extra eine Seite unter: (whitehouse.gov/energy/climate-change)

      Diese ist jetzt 404 Page not-Found.

      Einen Beitrag

      Ihr seht also wo das hingeht. Klimawandel? Existiert nicht.


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      Und dann war ja noch diese Pressekonferenz mit Sean Spicer diese Nacht. Für die, die nicht wissen wer Sean Spice ist, das ist der Pressesprecher von Trump. Und sein Verhalten war ein einziger Kindergarten. Es wirkte als redet man mit einem Kind im Kindergarten das Aussagen macht wie "Ich habe mehr Legosteine als du!"

      Aber worüber hat er geredet? Er hatte eigentlich nur 1 Thema. Die Zuschauer bei der Inauguration. Dabei setzte er zu einem Frontalangriff auf die Presse an und ignoriere die weltweiten Proteste konsequent.



      Gemäss Spice sollen die Medien die Zuschauerzahlen bei der Inauguration duetlic heruntergespielt haben. Es seien viel mehr Zuschauer bei Trumps Antrittsrede gewesen, als die Medien verbreitet hätten. «Das war das grösste Publikum, das je beieiner Inauguration anwesend war», behauptete Spicer sogar.

      Er attackierte unter anderem die Luftaufnahmen, welche diverse Medien verbreitet hatten. Bei Trumps Antrittsrede sei zum ersten Mal Plastik auf das Gras im Zuschauerbereich gelegt worden. Deswegen seien die nicht besetzten Flächen deutlich sichtbarer hervorgetreten. Das Foto von Trumps Vereidigung sei absichtlich so ausgeschnitten, dass es die Wahrheit verzerre, sagte Spicer und sprach von einem «schändlichen» Vorgang. Er drohte den Journalisten, er werde sie zur Rechenschaft ziehen.


      Fakt ist: Auch bei Obamas Inauguration im Jahr 2013 wurde Plastik verwendet, um das Gras zu schützen. --> Davon gibt es Bilder!

      Und vor allem die Art wie er die Zuschauerzahlen rechtfertigt ist äusserst interessant.

      Um zu belegen, dass bei Trumps Inauguration mehr Leute als bei Obama vor Ort waren, nannte Spicer auch Zahlen der Metro in Washington D.C. «Wir wissen, dass gestern 420'000 Personen die Metro in D.C. benutzt haben, bei Obamas letzter Inauguration waren es nur 317'000», sagte Spicer.

      Gemäss den offiziellen Zahlen der Metro in Washington wurden gestern jedoch rund 570'000 Passagiere gezählt. Sogar noch mehr als von Trumps Pressesprecher angegeben. Weitaus mehr Personen nutzten aber die Metro bei Obamas zweiter Inauguration im Jahr 2013. Damals wurden 782'000 Personen gezählt.

      Die Behörden in Washington geben keine offiziellen Zahlen zu Teilnehmern an der Amtseinführung heraus. Auf Fernsehbildern war jedoch deutlich zu sehen, dass die Fläche zwischen dem Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses, und dem Washington Monument nicht vollständig mit Menschen gefüllt war. Vergleichsbilder zeigten zudem, dass weniger Menschen anwesend waren als bei der Amtseinführung von Trumps Vorgänger Barack Obama.

      Fragen beantwortet Spicer keine, er kündigte aber an, dass das Weisse Haus in Zukunft vor allem direkt zu den Leuten sprechen werde, nicht über die Medien. Will heissen über Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook.

      Auch Donald Trump kritisierte die Medien am zweiten Tag seiner Amtszeit scharf. Er befinde sich in einem Krieg mit den Medien, sagte der US-Präsident bei einem Treffen mit CIA-Vertretern. Journalisten gehörten «zu den unehrlichsten Menschen auf dem Planeten».
      Keine Stellung nahmen Trump und Spicer zu den weltweiten Protesten, bei denen am Samstag über zwei Millionen Menschen teilgenommen hatten.

      Hier kann man das ganze noch anschauen:





      Wisst ihr wie das auf mich wirkt?`Das ist kein Pressesprecher sondern ein Propagandaminister der der Welt erzählen möchte wie es war und das dies die einzig wahren Fakten sind und alles andere gelogen ist. Dies ist brandgefährlich denn mit so was wird auch ganz bewusst versucht von der Politik die Trump betreibt abzulenken.

      Das werden tolle 4 Jahre

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      Ach und zum Protektionismus. Ich will mal sehen wie die USA gegen China ein Handelskrieg eröffnet wenn gleich China der grösste Gläubiger der USA ist. Das kann/würde brutalst nach hinten losgehen ^^.

      Bisher hat Trump mehr/weniger nur Bullshit geredet. Sei das bezüglich BMW oder auch seiner Vorstellung das Chevrolets in DE mehr da sein müssten. Fakt ist einfach folgendes:

      Warum sieht man in DE keine Chevrolets?

      Weil Chevrolet als auch Opel zum GM Konzern gehören und seit einigen Jahren die gleiche Bauteile haen. Alles was im Opel Ampera verbaut ist ist auch im Chevrolet Volt verbaut. Sprich es also absolut erklärbar warum es in DE keine Chevrolets hat weil der GM Konzern die Strategie fährt den DE mit Opel zu beliefern weil ein Opel sich in DE offensichtliich besser verkaufen lässt als ein Chevrolet.

      Aber das kann man schon einmal vergessen als US-Präsident. Fakten? Hach - einfach mal Bullshit reden!





    • Ich weiß, ich werde mich hier jetzt mit meiner Meinung wahrscheinlich etwas unbeliebt machen, weil sie nicht dem allgemeinen Tenor hier im Forum entspricht. Aber ich denke, man sollte erst mal abwarten, was ein Trump denn wirklich leisten wird als Präsident. Ich bin gewiss kein Fan von ihm, aber was in der deutschen Medienlandschaft in Bezug auf Trump abgeht, hat mit objektiver Berichterstattung rein gar nichts zu tun. Tagtägliche Vorverurteilungen, Untergangsszenarien und dergleichen, ohne dass er bisher etwas als Präsident getan hat. Kritische Berichterstattung ist ja lobenswert, aber das Ganze gleicht eher einem Bashing und ich frage ich, was das in der Form jetzt noch bringen soll. Egal wie viel Zeter und Morrido unsere Politiker und Medien schreien, der Mann ist nun mal demokratisch gewählter Präsident, daran kann man nichts mehr ändern. Sollte man nicht eher versuchen, eine konstruktive Zusammenarbeit anzustreben? Denn ohne die USA geht es nun mal nicht.
      Zumal ich in der Alternative, Hillary Clinton, eben alles andere als eine Heilsbringerin sehe bzw. gesehen habe. Die Amerikaner hatten ihrer Meinung nach die Wahl zwischen Pest und Cholera (ich hätte Bernie Sanders für den geeignetsten Kandidaten gehalten und glaube, mit ihm hätten die Demokraten die Wahl auch gewonnen). Sie haben sich für eine Person entschieden, die natürlich polarisiert und dies auch bewusst in Kauf nimmt. Aber ich sehe zumindest auch gewisse Chancen, dass ein Trump mit seiner ökonomischen Herangehensweise möglicherweise ein wenig frischen Wind in etablierte Strukturen hereinbringt. Nicht alle seine Positionen sind imo abzulehnen. Ich sehe die Nato ebenfalls als aus der Mode gekommenes Relikt an, was eher Konflikte schürt, als dass es zu deren Verhinderung beiträgt. Ich begrüße es, wenn die USA ihr Eangagement in der Welt, besonders im nahen Osten, herunterschraubt, was letzten Endes die Ursache für die jetzige Flüchtlingskrise ist. Und ich begrüße die Annährung an Russland. Ich verstehe nicht wie man kritisieren kann, dass sich die beiden mächtigsten Atommächte, deren Waffenarsenale die ganze Menschheit ausrotten können, wieder etwas annähren, anstatt die Lage noch mehr eskalieren zu lassen. Wie kann man so etwas schlecht finden?

      Von daher bin ich der Meinung, man sollte bzw. muss einen Trump durchaus kritisch betrachten, sollte ihn aber möglichst unvoreingenommen an dem messen, was er auch tatsächlich leistet. Ich sehe in seiner Präsidentschaft auch Chancen. Für Europa zum Beispiel, ein wenig von der Fuchtel der USA wegzukommen und die Beziehungen zu Russland endlich mal zu verbessern. Für Deutschland, aus der Situation in den USA zu lernen und dem entgegenzuwirken, denn es zeigen sich doch deutliche Parallelen zur politischen Lage bei uns mit einer erstarkenden AfD. Leider habe ich gerade bei der letzteren Sache das Gefühl, meine Hoffnung wird enttäuscht. Ich sehe weiterhin eine Politik und Medienlandschaft, die in meinen Augen (zu großen Teilen) völlig den Bezug zur Realität und zur Bevölkerung verloren hat und sich die Dinge zurechtredet wie es ihr genehm ist, unbequeme Realitäten ausblendet und selbst bei diskussionswürdigen Themen eine "alternativlose" Mainstreammeinung propagiert, die häufig keinen wirklich konstruktiven Austausch zulässt.
    • Warum sollte man auf eine rassistische, menschenverachtende Figur wie Donald Trump zugehen? Der Mann verkörpert alles, was mit der Menschheit nicht stimmt und man kann nur hoffen, dass er die nächsten 4 Jahre auf die eine oder andere Weise nicht überstehen wird und sein christlich-fundamentalistischer Vize das Amt dann ebenfalls nicht übernehmen kann. Eine Regierung, die den Klimawandel leugnet, Folterungen wieder legitimieren will, die Bürgerrechte für Minderheiten einschränken möchte und im Bildungswesen für die primäre Verbreitung des Kreationismus steht, darf und sollte von Anfang an kritisiert und mit allen legitimen Mitteln entgegengetreten werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Triple_D_Sixx ()

    • @Buggy Basierend auf dem Prinzip, dass Taten mehr gelten als Worte, ist es absolut korrekt, dass wir die Taten des neuen Kabinetts beurteilen wollen. Aber Ayu hat es sehr schön aufgeführt. In den ersten Minuten hat das neue Kabinett bereits etwas gemacht, was für jeden Menschen auf der Welt katastrophale Folgen haben kann, nämlich den Plan der USA ihren Anteil zum Stoppen des menschlichen Klimawandel offline zu nehmen. Das neue Kabinett wird einen neuen Energieplan formulieren, bis wann ist unklar. Das sind Handlungen, für die das neue Kabinett bereits zu verurteilen ist. Vor der Einschwörung hat man noch abwarten können, wie die neue Administration überhaupt aufgebaut wird. Jetzt sind es offizielle Handlungen der US-Regierung und sie sind nicht akzeptabel.
      Wer sonst noch bei der Wahl noch zur Auswahl stand ist dabei irrelevant. Es geht hier darum, was das neue Kabinett bereits getan hat. Das ist eine völlig unvoreingenommen Wertung und die Wertung ist: Bedrohung für jeden Menschen auf dieser Welt. Denn der Klimawandel ist nichts geringeres als das.
      Und wenn du darin eine Chance für Europa siehst, grossartig. Dann hoffe ich aber, dass du diese Chance auch zu ergreifen weisst und sie nicht einfach nur zuschaust, wie sie vorbeizieht.

      @Ayu: Umso wichtiger, dass wir uns am zweiten Teil dessen richten, was du von mir zitiert hast. Es ist unverzichtbar, dass wir um alle Themen, die uns betreffen, auch ohne die USA kümmern und auch negativen Einflüssen aus den USA entgegenwirken können. Zum Beispiel muss die seriöse Berichterstattung über das Internet sich stark ausbauen. Ich arbeite an einem entsprechenden Projekt, aber das wird noch Monate dauern und nur ein Thema abdecken. Hier sind alle Menschen gefordert. Zugucken und rumjammern bringt nichts.
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Die Frage besteht auch, ob sich Trump an einer konstruktiven Zusammenarbeit beteiligen will. Bislang machte er nicht den Eindruck. Sein Umgang mit Journalisten bisher ist sehr bedenklich, wie Reporter-ohne-Grenzen aufzeigt.
      Es ist wichtig, dass Berichterstatter sich kritisch mit einer Person wie Trump auseinandersetzen. Bislang hat er als Präsident noch nichts gemacht, doch seine Aussagen zu einigen Themen wie der Nato, dem Klimawandel, dem Schutz von Minderheiten etc. etc. und dem, was er daraus machen will, lassen erhebliche Bedenken über sein künftiges Handeln kommen. Dieser Mann ist schwer einzuschätzen. Was soll getan werden, wenn er das umsetzen will, was er zuvor harsch gefordert hat? Was würde ein Abzug Amerikas aus der Nato bringen? Muss sich Deutschland selbst schützen, eventuell sogar mit eigenen Atomwaffen? Wie steht es um Osteuropa die auf diesen militärischen Schutz gegen Russland setzen?
      Wie sieht es mit der Wirtschaft aus, wenn Amerika Zölle erhebt? Wie soll Europa darauf antworten?
      Wie sieht es mit dem Klimawandel aus? 2015 legten 190 Länder ihre Klimaschutzpläne vor. Was passiert, wenn Amerika kurzerhand aussteigt?
      Was genau bedeutet "America first"? Wer zieht daraus Vorteile? Die Versicherten von Obamacare wohl nicht.

      Eben deshalb ist es sehr wichtig, Trump genauer auf die Hände und den Mund zu schauen und ihn auch daran zu messen, was er sagt, nicht nur was er tut. Denn seine Aussagen bestimmen künftig den politischen Kurs. Das halte ich nicht für Bashing, sondern für elementar wichtig. Wenn ein Präsident sich nicht traut, sich konstruktiv seinen Kritikern zu stellen, stattdessen lieber auf seinen Twitteraccount zurückzieht und von dort aus pöbelt, dann muss der Finger tiefer in die Wunde gelegt werden, hinterfragt werden, nachgebohrt werden. Journalisten dürfen vor ihm und seinen Leuten nicht zurückschrecken, sondern müssen sich ihm entgegenstellen. Deshalb rate ich diesen: Go ahead and grab him by the pussy!
    • Buggy schrieb:

      Von daher bin ich der Meinung, man sollte bzw. muss einen Trump durchaus kritisch betrachten, sollte ihn aber möglichst unvoreingenommen an dem messen, was er auch tatsächlich leistet.

      Und das wird er eben schon.

      Er wird daran gemessen was für unglaublichen Mist er in Intervies erzählt. Er kürmmt sich die Fakten so zurecht wie er das für Richtig hält. Mein eben genanntes Beispiel zu Chevrolet ist perfekt.

      Trump sagte:
      An der 5th Avenue sehe man nur Mercedes aber keine Chevrolets. Umgekehrt sehe man in Deutschland aber keine Chevrolets. Deswegen müsse man die inländische Wirtschaft fördern und erreichen das man in Deutschland mehr Chevrolets verkaufe das an jeder Strasse in Deutschland Chevrolets stehen.

      ---> Das klingt für den mittelständischen Amerikaner in den Südstaaten oder im Rostbelt unglaublich gut, denn "Trump will die Jobs schaffen das man mehr Chevrolets verkauft. Er will das US-Auto in die Welt bringen. WEG MIT MERCEDES und mehr Chevrolets an die 5th Avenue

      Nur: Er ignoriert die Fakten.

      ---> Das man eher einen Mercedes als ein Chevrolet an der 5th Avenue sieht liegt einfach in der Qualität. Deutsche Technologie ist einfach besser als so ein US-Amizeug. Dazu hat es mehr Prestige, mehr Ansehen einen Mercedes zu besitzen als so ein US-Auto.
      ---> Das der Mutterkonzern General Motors zu dem die beiden Marken Opel und Chevrolet gehören ignoriert Trump komplett. Das also ein US-Konzern bereits in Deutschland Umsatz generiert von dem hat Trump nach aussen 0 Ahnung. Er will indirekt schlicht die Konzernstrategie ändern und will krampfhaft scheinbar die Marke Chevrolet ins Land bringen wo man aber sagen kann das geht nach hinten los. Opel ist präsenter und verkauft sich besser. Will heissen seine Strategie welche er seinem Volk von dummen kurzdenker verkauft würde langfristig gar nicht aufgehen und der GM-Konzern würde schaden nehmen.

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      Dann war ja das noch mit BMW

      Trump sagte:
      BMW soll die Fabrik in Mexiko nicht bauen. Sie sollen lieber die Fabrik in den USA bauen ansonsten müssten sie mit Strafzöllen rechen.

      ---> Seiner Aussage nach könnte man meinen, das BMW die Autos welche in Mexiko gebaut werden für den US-Markt sind und somit sollen lieber diese Jobs auch in den USA geschaffen werden. Mit seiner öffentlichen Aussage geisselt er sozusagen fast schon einen Konzern und erpresst ihn öffentlich.

      Nach seinen Vorstellungen sollen Hersteller, die im Ausland produzieren, auf jedes in die USA eingeführte Auto 35 Prozent Steuer bezahlen.

      Nur: Er ignoriert die Fakten.

      BMW sieht die Ankündigung Trumps gelassen und kontert mit Argumenten: Die Marke (BMW) baut mehr Autos in den USA, als sie dort verkauft. Das Werk in Spartanburg (Ja das ist in den USA) ist das Grösste der BMW Group, 2016 liefen hier 411'171 X-Modelle von den Bändern. Im selben Jahr verkaufte die BMW Group in den USA 365'000 Autos.

      ---> BMW ist somi netto-Exporteur von Autos aus den USA

      Das 3er-Werk in Mexiko, das 2019 in Produktion geht hat eine geplannte Maximalkapazität von 150'000 Einheiten und produziert für den Weltmarkt. Und eben. Wer Netto-Exporteur in den USA ist braucht auch nichts einzuführen.

      Auch hier. Einfach einen BULLSHIT erzählen! Von tuten und blasen nach aussen hat der 0 Ahnung. Er polarisiert einfach mit irgendwelchen Dingen die gerade zu dem Zeitpunkt gut klingen. Er droht Konzernen und kritisiert öffentlich etwas was in keinem Zusammenhang steht und riskiert damit das sogar Märkte im Effekt handeln könnten und dies an der Wirtschaft selbst schaden nehmen würde.

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      Und solche Dinge kritisiert man eben. Wie kann ein Präsident ein guter sein? Wie kann man eine Chance darin sehen das dieser Präsident was gutes ist wenn er für all das steht was man wissentlich nicht möchte? Es ist einfach nur viel gerede. Selbst bei seiner 1. PK hat er keine wirklichen Resultate geliefert ausser das er ein äusserst beschissener Redner ist der länger um den Brei herumredet als Inhaltlich präzise eine Frage zu beantworten.

      Und das ganze wird schlimmer in den 4 Jahren wenn man sich dieses Kabinett anschaut

      Trevor noah hat letztens das Hearing von Betsy DeVos ein wenig Analysiert welche ja für das Bildungsminesterum geplannt ist.



      Ganz im ernst. So was macht mir angst wenn jemand mit solch einer Weltvorstellung die Bildung unserer nächsten Generation beeinflusst. Das kommt nicht gut. Keineswegs.

      Buggy schrieb:

      Für Deutschland, aus der Situation in den USA zu lernen und dem entgegenzuwirken, denn es zeigen sich doch deutliche Parallelen zur politischen Lage bei uns mit einer erstarkenden AfD.
      Ich seh die Sache schon anders in Deutschland als in den USA. In Deutschland hat die AfD deswegen so erfolg weil die Politik von Merkel einfach niemand mehr verstehen kann.

      • Flüchtlingspolitik die in der öffentlichkeit mehr/weniger gescheittert ist und nicht sauber über die Bühne gint
      • Ein schäuble der nur ans sparen denkt und dem die schwarze 0 wichtiger ist anstelle einmal für DE was zu tun
      • Eine EU-Politik die viele irgendwo nervt


      Im Gegensatz dazu hat die USA ganz andere Probleme wie eine Obamacare die zwar gut im Ansatz war aber in der Umsetzung scheiterte. Oderauch eben einfach der Fakt das die US-Wirtschaft in vielen Orten einfach ihre Probleme hat aber im Gegenzug Konzerne wie Apple hervorbringt die aufgrund von Steueroptimierung den pflichten im Inland entzieht.
      :!:
    • Trump ist auch ein Produkt der radikalen Linken in der USA! Dort haben sich die PC und ihre Unterstützer mittlerweile zu einer echten Gefahr für Demokratie und Meinungsfreiheit entwickelt. Eine der krassesten Auswüchse dieser Bewegung ist der Begriff der Cultural Appropriation.
      So kann man bereits als Rassist tituliert werden, wenn man als Weißer Dreadlocks trägt. Auch gegen Weiße die Sushi zubereiten wurde bereits von "Aktivisten" demonstriert. Kostüme mit Indianer Schmuck oder als Kung Fu Kämpfer brandmarken dich ebenfalls als Rassisten. Wer denkt es geht nicht noch absurder... irrt.
      Auch Yoga fällt bereits unter den Begriff der Cultural Appropriation. Da Yoga eigentlich auch eine philsophische Richtung ist und diese in der westlichen Welt wegfällt und man sich auf die bloßen Übungen konzentriert ist es eine Beleidigung einer anderen Kultur.
      Solche Meinungen werden von der extremen Linken in der USA propagiert und das mit erstaunlichen Erfolg. So entschuldigen sich immer wieder Stars für vermeintliche Fehltritte und Universitäten verbieten Halloween Kostüme

      Meinungsfreiheit gibt es grundsätzlich für diese "Aktivisten" nicht mehr.
      Du bist gegen die Homo-Ehe? Homophob!
      Du wählst Donald Trump? Hate Crime!
      Du bist gegen illegale Migration in die USA? Rassist!
      Es sind die selben Menschen die lachen wenn das Christentum verspottet wird und jede noch so kleine Kritik am Islam mit Rassismus oder Islamophobie Vorwürfen abtun.

      Das ganze kann man dann auch mit dem Begriff der Reaktanz beschreiben. Wenn Belehrungen oder Vorschriften als zu "übergriffig"/aggressiv wahrgenommen werden, dann reagiert der Mensch mit einer psychologischen Abwehrreaktion. Z.T. eben auch entgegengesetzt (deswegen sehe ich die Schockbilder auf Zigarettenschachteln auch als Unsinn an).

      Solange solche Forderungen durch die politische Landschaft wandern werden Gegenentwürfe immer krasser werden.

      @Mathemagica die Einhaltung des Klimaplans würde den Klimawandel maximal um eine kurze Zeit verzögern. Wenn ich Studien die von einen hohen menschlichen Anteil am Klimawandel ausgehen (der Einfluss den der Mensch auf das Klima hat, ist nämlich durchaus umstritten. Man weiß das es diesen Anteil gibt, aber wie groß er nun genau ist, dass kann keiner so genau sagen) folge, dann wird der neue Klimaplan überhaupt nichts bringen, weil die Erwärmung nicht stark genug abgebremst wird und wenn ich Studien folge die einen eher geringen Einfluss sehen, dann bringt es natürlich erst Recht nichts, weil dann andere Faktoren überwiegen.
      Ich bin daher ein großer Gegner der momentanen Debatte. Wir wissen das der Klimawandel kommen wird und wir wissen welche Folgen er haben könnte. Wir wissen aber nicht wie wir den Klimawandel (realistisch) eindämmen oder verhindern können. Es wäre daher sinnvoller die Billionen Euros die die Welt in den Jahren für den Kampf gegen den Klimawandel ausgibt für eine Abmilderung der Folgen ausgibt.
    • Orange Is The New Black?

      Vorbemerkungen:
      1. Ich hoffe, dass Vexor aufgrund der Menge an Zitaten zu keinem halben Fuegro verkommt, was natürlich kein spanisches Unwort ist :rolleyes: . (Gerade bei schriftlicher Kommunikation ist es wichtig, explizit aufzuzeigen auf was wo bei wem man sich wie beziehen möchte um Fehlinterpretationen weit möglich einzudämmen. Da reicht ein "ich meine zu Buggys bzgl. der Wahl..." nicht aus, gerade wenn man mit dem Text arbeiten möchte s. Meueser/Nagel und eben paraphrasieren)
      2. Die Debattenqualität sowie der Umgangston des Forums genießen innerhalb der deutschen Anime/Manga Szene (natürlich speziell unter OP-Anhängern) einen beispielhaften Ruf wenn gleich es manchmal im aktuellen Kapitelthread zu latenten Differenzen kommen kann, aber ich habe und werde hoffentlich nie erleben, dass ein User hier aufgrund seiner, im Rahmen der Foren- & Gesellschaftsregeln, vermeintlich unpopulären Meinung auch nur ansatzweise feindlich oder gar diskreditiert wird. Daher lieber @Buggy und auch wenn es mehr eine Phrase war, machen die zahlreichen Klangfarben doch erst die Vielfalt des uns bekannten & geliebten 'Pirateboard-Chors' aus dazu gehören eben auch Dissonanzen!
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      Buggy schrieb:

      Aber ich denke, man sollte erst mal abwarten, was ein Trump denn wirklich leisten wird als Präsident. Ich bin gewiss kein Fan von ihm, aber was in der deutschen Medienlandschaft in Bezug auf Trump abgeht, hat mit objektiver Berichterstattung rein gar nichts zu tun. Tagtägliche Vorverurteilungen, Untergangsszenarien und dergleichen, ohne dass er bisher etwas als Präsident getan hat. Kritische Berichterstattung ist ja lobenswert, aber das Ganze gleicht eher einem Bashing und ich frage ich, was das in der Form jetzt noch bringen soll. Egal wie viel Zeter und Morrido unsere Politiker und Medien schreien, der Mann ist nun mal demokratisch gewählter Präsident, daran kann man nichts mehr ändern. Sollte man nicht eher versuchen, eine konstruktive Zusammenarbeit anzustreben? Denn ohne die USA geht es nun mal nicht.
      • Die Krux die sich Trump höchstpersönlich eingebrockt hat ist allerdings, dass er schon ordentlich "Vorgeleistet" hat was eben nicht schlicht als "Wahlkampfgebrülle" abgetan werden kann und sollte, zumindest meiner persönlichen Auffassung nach. Du scheinst es anders zu sehen, okay, respektiere ich und widerspreche gleichzeitig (ja, man kann seinem Gegenüber durchaus zugestehen, ihn zu verstehen ohne ihm zuzustimmen, Stichwort 'aufeinander zu bewegen und kommunizieren' resp. schlicht Reziprozität und das Prinzip der Gegenseitigkeit).
      • Gut dass du den Punkt "objektivistischer Journalismus" ansprichst! Dazu wollte ich ohnehin längst etwas schreiben, eine in Mode gekommene Kritik vieler ja man könnte beinahe meinen aller Menschen die Zugang zu Medien besitzen. Ich bin einfach mal so dreist und verweise auf folgende zwei Seiten bzw. Institutionen und hoffe dass das Thema dann vielleicht endlich mal korrekt aufgefasst wird:
      Deutscher Presserat e.V. (Vorsitzende: Cornelia Haß; dju-Bundesgeschäftsführerin, Bereichsleiterin Medien und Publizistik Urheberrecht bei ver.di)
      presserat.de/pressekodex/pressekodex/
      presserat.de/presserat/news/pressemitteilungen/
      -> Stichwort "Rügen gegenüber Presse" bei Interesse lesen.

      Der Pressekodex der Pressefreiheit der BRD schrieb:

      Die im Grundgesetz der Bundesrepublik verbürgte Pressefreiheit schließt die Unabhängigkeit und Freiheit der Information, der Meinungsäußerung und der Kritik ein. Verleger, Herausgeber und Journalisten müssen sich bei ihrer Arbeit der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst sein. Sie nehmen ihre publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen wahr.

      Bundeszentrale für politische Bildung (BpB)
      bpb.de/izpb/7527/wer-journalis…nd-wie-sie-arbeiten?p=all
      bpb.de/izpb/7492/warum-medien-…n-in-der-demokratie?p=all

      - Den Deutschen Fachjournalisten-Verband (DFJV) habe ich nach Recherche wieder herausgenommen (er ist seit 2006 nicht mehr als eingetragener Verein, sondern als Aktiengesellschaft organisiert)

      Zitat Press Secretary Sean Spicer:"Es ist in den Medien viel darüber geredet worden, Donald Trump zur Rechenschaft zu ziehen. Das geht aber in beide Richtungen: Wir werden die Presse ebenfalls zur Rechenschaft ziehen."

      • Was Journalismus nach einer Wahl noch bringen soll? Verzeihung? Es kann an der Uhrzeit liegen, aber liebe Leute, wir müssen manchmal, so schwer es fällt, auch mal lesen was wir selber eigentlich von uns geben. Kritik hört doch nicht mit Amtseintritt auf und übrigens an alle die auf den Zug aufspringen wollen "wieso überhaupt so ein Hehl aus dem Präsi der Amis gemacht wird" ja woran könnte das nur liegen, lasst mich einen Augenblick via facebook, auf meinem IPhone während ich die aktuellen Zustände in Syrien & dem Weltklimatreffen checke, überlegen...hmm, nein, nein ich habe wirklich keinen blassen Schimmer wieso irgend so eine Präsidentenwahl in Übersee für uns und die gesamte global vernetzte Welt eine Rolle spielen könnte geschweige denn uns etwas suggerieren sollte. Ach ja: Wer befindet sich hier eigentlich noch im "Wahlkampfmode", ich dachte sein Geschwafel sei nur Wahlkampf, nun ist er im Amt und es hat sich nichts geändert.
      • Es geht doch auch nicht darum, dass man ihn nun aus seinem legitim zustande gekommenen Amt "brüllen/ marchen" möchte oder durch ein tägliches politisches Pamphlet alle "Trumpets" oder sonstige nerven, es geht darum lieber Buggy, wie jeden anderen polit-gesellschaftlich Relevanten Menschen zuvor, gegenwärtig und noch folgend auch, Donald Trump hinter dem Kontext einer globalen Zusammenarbeit kritisch zu beleuchten & etwaige Differenzen herauszustellen, um zu wissen woran man ist und woran man in der Zukunft noch arbeiten muss und zwar durch gemeinsames Interagieren sowie Kommunizieren. Wenn dann der eine Gesprächspartner dir entgegenbrüllt (es ist übrigens rein rhetorisch ironisch, dass du den aus deiner Perspektive Gegenwind mit "Zeter" und "Brüllen" konnotierst) du kannst dich mal schön brav hinten anstellen und deine Wirtschaft gleich mit, ansonsten setzt es nämlich Strafsteuern noch bevor du ihm die Hand reichen konntest kann man sich ein wenig unterkühlt fühlen ( stuttgarter-nachrichten.de/inh…86-8e75-0195ba8c79bb.html ). Und bitte, verschone mich jetzt mit "Na ja, die ganze Welt hatte ihn doch schon vor der Amtseinführung auf dem Kicker, da war keine Spur einer ausgestreckten Hand (vermutlich eher eines bestimmten Fingers...)" Wahlkampf hin Narzisst her, wer und man muss es einfach so sagen demagogisch alles um sich herum abmäht, gefährliche Brände legt wie mit dem gesamten Verunglimpfen der Journalismus Welt, der wird irgendwann abgekanzelt da die restliche Welt sich natürlich auch nicht alles bieten lassen kann. Ich bin absolut sicher, allein wegen der amerikanischen hegemonial Stellung, dass man ihm eine faire Chance gegeben hätte und hätte müssen, wenn er rechtzeitig die Kurve bekommen hätte, allerdings und das wird man gewusst haben, hätte das wiederum den Wahlsieg gekostet daher nahm man dann nun diesen...Pyrrhussieg in kauf. Viel Konjunktiv aber mindestens genauso soviel internationales Echo, dass das zu bestätigen scheint, denn so eine vernichtende Resonanz gab es im Grunde noch nie für einen US-Präsidenten, aber auch das ignorieren seine Anhänger einfach.
      • Ach und eines noch: Ohne den Rest der Welt, geht es, surprise surprise...auch...nicht!


      Buggy schrieb:

      Zumal ich in der Alternative, Hillary Clinton, eben alles andere als eine Heilsbringerin sehe bzw. gesehen habe. Die Amerikaner hatten ihrer Meinung nach die Wahl zwischen Pest und Cholera (ich hätte Bernie Sanders für den geeignetsten Kandidaten gehalten und glaube, mit ihm hätten die Demokraten die Wahl auch gewonnen). Sie haben sich für eine Person entschieden, die natürlich polarisiert und dies auch bewusst in Kauf nimmt. Aber ich sehe zumindest auch gewisse Chancen, dass ein Trump mit seiner ökonomischen Herangehensweise möglicherweise ein wenig frischen Wind in etablierte Strukturen hereinbringt. Nicht alle seine Positionen sind imo abzulehnen. Ich sehe die Nato ebenfalls als aus der Mode gekommenes Relikt an, was eher Konflikte schürt, als dass es zu deren Verhinderung beiträgt. Ich begrüße es, wenn die USA ihr Eangagement in der Welt, besonders im nahen Osten, herunterschraubt, was letzten Endes die Ursache für die jetzige Flüchtlingskrise ist. Und ich begrüße die Annährung an Russland. Ich verstehe nicht wie man kritisieren kann, dass sich die beiden mächtigsten Atommächte, deren Waffenarsenale die ganze Menschheit ausrotten können, wieder etwas annähren, anstatt die Lage noch mehr eskalieren zu lassen. Wie kann man so etwas schlecht finden?
      • Und damit warst und bist du nicht allein:
        -"Ich bin nicht für Trump, sondern gegen Hillary."
        -"Our election: Donald Trump: Pros- Not Hillary, Cons- Donald / Hilary Clinton: Pros- Not Donald, Cons- Hillary"

        hieß es sehr oft, dann hätten die Amerikaner aber diese Wahl als Symbolwahl nutzen können, keine Frage Trumps Wahl hinterlässt auch ein Zeichen mehr sogar drei...Ausrufezeichen gefolgt von einem dicken Fragezeichen.
      • Zweifelsohne, die Democratic Party geht mit so vielen und tiefen Wunden aus dem Rennen, wie seit Zeiten der Sklavendebatte nicht mehr. Sie liegt halb komatös am Boden, die Menschen sind schwer enttäuscht, verunsichert, verraten und liegen sogar teilweise noch tiefer im wortwörtlichen Dreck (ökonomisch; die Party nicht) als ihre Party.
      • Ob ein Bernie Sanders am Ende wirklich gewonnen hätte, weiß ich mittlerweile nicht mehr, man darf auch nicht vergessen, dass in den Staaten ein anderes Verständnis und eine geradezu konträre Auffassung des Politikspektrums herrscht (wer bspw. die FDP als linke abwatscht...). Und was Trump Obama (die Republicans, Medien im Westen usw.) vorgeworfen hat von wegen Spaltung usw. trifft unter ihm sogar jetzt schon zu, soziale und ethnische Segregation usw. wie schrieb jemand bei Facebook so treffend:
      "The consensus after the election is that 100% of Americans think 50% of Americans have lost their minds" – Unbekannter Fb-User

      - Und wenn man nun zynisch wäre, würde man vermutlich so etwas sagen wie:
      Es ist mittlerweile schwieriger eine Gesellschaftsgruppe zu finden, die Donald Trump noch nicht beleidigt o. diskreditiert hat, als ein intaktes Gebäude in Syrien.
      • Da du dankenswerterweise all die Punkte nennst, die ich ohne mal klar stellen wollte wie die Sache mit der Presse, machen wir doch gleich mal direkt weiter mit "frischen Wind in etablierte Strukturen bringen". Verzeihe mir, wenn ich nun erst wirklich zynisch werde, ich bin leidenschaftlicher Choleriker das ist also nichts persönliches :), aber meinen seine Anhänger, Verfechter und sonstige die ihn nicht per se 'gut' finden aber positives sehen das völlig nüchtern und ernst?! Am Tag als die Geldscheine vom Himmel gefallen sind, ist Trump mit 'nem Regenschirm rumgelaufen, oder wat? Ein Unternehmer...der so tief in allen möglichen Handelsnetzen, Politikerbüros, Lobbyverbänden & sonstigen Einflussreichen Sümpfen taucht & verstrickt ist, der international wohl möglich mehr 'Bekanntschaften' als Mark Zuckerberg hat, ja der wird 'den Laden im so verhassten und diktatorischen Washington D.C.' mal so richtig schön aufmischen. No more lies, no more FakeNews, no more diversity/ segregation, no more poorness, no more nasty women, no more Rosie O'Donnell and...no more climatechange as well as abortion.
      • Weißt du, ich versuche wirklich obiges (Reziprozität) wann auch immer es geht anzuwenden. Aber bei einigen Themen, fällt es mir wirklich rein kognitiv schwer, meine Mitmenschen zu verstehen. Und das tut mir wirklich sehr leid. Man bekommt manchmal das Gefühl, dass es dem ein oder anderen schlicht um eine außerordentlich teure Trotz-Quittung geht und, um es sozialpsychologisch einzuordnen, Reaktanz wie @KoalaD auch schon anreißt, vor allem mit Blick auf seine 'lautstarken' Unterstützer und ihren Aussagen. Das würde bestätigen, dass Selbstreflexion und Ratio kaum o. mangelhafte gesellschaftliche Abnutzungserscheinungen aufweisen. Man könnte ja unrecht haben, müsste sich Fehler & in manchen Bereichen Unwissen eingestehen und wer tut das schon gerne, lieber blind weiter etwas des Seins wegen verteidigen. Wenn man sich vor Augen führt, was eigentlich auf dem Spiel steht und welche Zukunft wir mit so einem Verhalten (um eben das politisch vitale Kredo selbstkritisch statt postfaktisch aufrechtzuerhalten) riskieren zu verspielen, dürfen einem Individuum durchaus mal die Worte für seine Gesellschaft fehlen. Manchmal täten uns mehr kleinere Brechtsche Verfremmdungseffekte wohl doch ganz gut.
      • Ich meine, Trump hat es geschafft, bei seiner Wählerschaft & internat. Fans einen Freiraum zu erarbeiten, aufgrund seines "dagegen seins" und einer "pseudo Revoluzzer Haltung mit vermeintlichem Mut das auszusprechen, was sich niemand traut o. sagen darf". Ich lese bei dir nämlich leider absolut null Verständnis wieso so viele Menschen ihn negativ einordnen, nur Kritik für Medien & Politik, dabei hat er sich doch wirklich um alle Gesellschaftsteile gekümmert, die es so gibt. Aber das ist ein Paradoxon wie die rhetorische Frage: Wieso kann die AfD sexistisch sein obwohl eine der Galionsfiguren eine Frau ist, oder wieso sie homophob sein kann, wo es doch den homosexuellen Flügel innerhalb dieser Partei gibt und Migranten...die Quote erfüllen sie natürlich auch, wie also kann sie das alles sein? Wenn man mit dem selben Verständnis mal im glorreichen Geschichtsbuch der Menschheit herumblättert, wird man solche vermeintlichen Widersprüche überraschend oft finden, was kann das nur bedeuten? :rolleyes:
      • Was den Punkt der Nato sowie der geopolitischen Bewegung angeht, das sind Themen, die natürlich sehr komplex sind und bei denen uns als Bürger auch gewisse Informationen fehlen. Ich denke grundsätzlich sehen diese beiden Punkte viele Menschen ebenso kritisch wie du übrigens natürlich auch Democrats. Niemand innerhalb sozialer Gesellschaften (vs. Naturzustand -> Hobbes) sollte Krieg befürworten und ebenso sollte niemand ein gegenseitiges Ausbeuten/ Vereinnahmungen aufgrund egoistischer ökonomischer & machtpolitischer Weltanschauung vertreten können. Daran diesen Zustand zu verändern, arbeiten wir und werden es wohl möglich noch ewig gerade deshalb ist politisches Engagement (Wählen gehen und Gewählt werden) ja so wichtig.
      • Allerdings möchte ich dir in einem weiteren Punkt widersprechen: "Die" Geflüchtetenkrise hat auch mehrere Gesichter. Menschen aus Afrika und anderen Ländern kommen in den Booten und ihrem letzten ersparten nicht weil in Syrien Bomben fliegen lernen von welcher Seite auch immer, sondern weil wir (jeder für sich als selbstbestimmendes Individuum) Menschen dazu drängen siehe vorherigen Punkt was übrigens weltweit gilt. Übrigens: Migration per se ist das natürlichste überhaupt, eben wie die heutigen Amerikaner es getan haben.
      • Du siehst lieber Buggy, es gibt durchaus korrelierende Punkte und "schlecht" fände ich politische und gesellschaftliche Ruhe auch nicht :) wenn gleich mir dann vermutlich zu wenig gestritten wird, aber mei für das höhere Wohl und so.


      Buggy schrieb:

      Von daher bin ich der Meinung, man sollte bzw. muss einen Trump durchaus kritisch betrachten, sollte ihn aber möglichst unvoreingenommen an dem messen, was er auch tatsächlich leistet.
      • Und unter "etwas leisten" fallen dann eben auch verbale Äußerungen, demnach tut die Welt genau das. Er wird an genau dem gemessen, was er von sich gibt ob er das nun twittert (und zwar über beide Accounts aktuell :'D) oder Mrs. May kommende Tage ins Gesicht sagt.


      Buggy schrieb:

      Für Europa zum Beispiel, ein wenig von der Fuchtel der USA wegzukommen und die Beziehungen zu Russland endlich mal zu verbessern. Für Deutschland, aus der Situation in den USA zu lernen und dem entgegenzuwirken, denn es zeigen sich doch deutliche Parallelen zur politischen Lage bei uns mit einer erstarkenden AfD. Leider habe ich gerade bei der letzteren Sache das Gefühl, meine Hoffnung wird enttäuscht. Ich sehe weiterhin eine Politik und Medienlandschaft, die in meinen Augen (zu großen Teilen) völlig den Bezug zur Realität und zur Bevölkerung verloren hat und sich die Dinge zurechtredet wie es ihr genehm ist, unbequeme Realitäten ausblendet und selbst bei diskussionswürdigen Themen eine "alternativlose" Mainstreammeinung propagiert, die häufig keinen wirklich konstruktiven Austausch zulässt.
      • Dazu gehört dann aber eben auch Russland, wie gesagt Reziprozität und so.
      • Deutschland und die USA mögen vieles teilen, aber schaut man sich diese "Bewegung" gewisser Strömungen expliziter an, gibt es doch eminente Unterschiede. Allgemein wird mir übrigens bei den Debatten dank "postfaktisch" zu wenig auf Geisteswissenschaftler gehört und andere wichtige Stimmen der Gesellschaft.
      • Ich finde es hierbei wieder erstaunlich, dass deine Kritik direkt und ausschließlich Richtung Politik und Medien wandert, als gäbe es gar keine differente Möglichkeit. So kann man natürlich nur Gewinnen bzw. eben Verlieren als Politiker oder Journalist. Auch hier gilt wieder: Niemand sagt, dass alle vergangenen politischen Maßnahmen apodiktisch Fehlerfrei waren oder die Presselandschaft die AfD nicht deutlich kleiner hätte kochen sollen oder bestimmte gesellschaftliche Fragen offener hätten besprochen werden müssen. Daher bitte diese Strohmann-Taktiken und Opfer-Täter Positionierungen außen vor lassen.
      • Den Bezug zur Realität haben viele Menschen aktuell verloren, da stimme ich dir zu auch wenn ich andere darunter fasse als du es tust. Ebenso, dass "sich Dinge zurechtgeredet" werden und unbequeme Realitäten ausgeblendet werden.
      • Leider fallen dann wieder zwei Begriffe die mindestens so inflationär Verwendung finden, wie "Gutmensch" oder "Nazi". Es gab vermutlich nie zuvor so einen großen Diskurs über so viele ambivalente Themen wie aktuell (Rente, Bildung, Migration, Umwelt, Steuern, globale Konflikte, EU, Maut, Pflege/Versicherungen, Agenda2010, Terrorismus, politisches System, (Mindest-)Lohn uvvm.). Dass unsere Diskussionskultur eingerostet und stehengeblieben ist, habe ich in einem anderen Beitrag bereits angesprochen, ich hoffe dieser nonchalante Verweis entschuldigt mein Überspringen dieses Themas. Aber machen wir doch weiter mit deinem perfekten Timing die passenden Schlagworte einzubringen, dieses mal soll es um "propagiert/ Mainstreammeinung" & 'alternativlos' gehen. Wobei ich letzteres bitte auch mit Verweis auf einen vergangenen Beitrag im Medienthread zur US-Wahl abtun wollen würde und auch tue^^.
      • Du hast also das Gefühl, dass in der BRD Propaganda und Mainstreammeinung/en herrscht? Es mag nun ein blöder Zufall sein, aber genau das selbe habe ich mir auch schon gedacht und zwar wenn ich mir die US-Wahl angeschaut habe auf Sendern von VOX oder via social networks mal wieder auf Kommentar-Selbstgeißelung gegangen bin. Unsere türkischen Freunde behaupten das übrigens auch, unsere kurdischen Freunde...auch und von unseren russischen Freunden brauche ich wohl gar nicht erst anfangen. Frage: Wer hat nun recht und vor allem aber wer irrt sich? ?( Ich kann es nicht sein, weil...nein das ist nicht möglich, ich weiß was ich (nicht) weiß. Aber wer dann? - Entschuldige mein Provokantes Beispiel, aber es sind solche Aussagen, die es schwer machen einen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen. Wir reden hier ja auch nicht über eine kleine Nebenbemerkung oder etwas lapidares wie zu hohe Bahnpreise, sondern über etwas, das ziemlich schwerwiegend und sogar nationale Tragweite hat nur um das korrekt einzuordnen, das sind Behauptungen (denn genau das sind es, keine Beispiele oder gar Fakten oder Recherche) die wirklich schwerwiegende Folgen haben würden, sollten sie zutreffend sein und somit wahre Umstände. Zur Pressearbeit habe ich oben bereits etwas geschrieben und geposted. Da der folgende Link ( bpb.de/gesellschaft/medien/130697/was-ist-propaganda ) von einer direkten Staatlichen Institution kommt, wird sie dir also nicht valide sein, daher machen wir es uns doch einfach und bedienen uns mal bei unseren Nachbarn (wäre ja nicht das erste mal :'D) = politik-lexikon.at/propaganda/ Du hast also das subjektive Gefühl, dass eine Diktatur bzw. die BRD gezielt politische Meinungen & Einstellungen manipuliert, korrekt? Da du leider nicht ausgeführt hast, was wie warum darunter fällt muss ich hier mit schlichten rhetorischen Fragen (weiter) arbeiten. Fällt das Pirateboard bspw. auch darunter und falls nein, wieso eigentlich nicht? Wieso tut bspw. eine Opposition eigentlich nichts dagegen, sitzen doch die marxistischen Linken im Bundestag mit besten Beziehungen zum Kreml (gut, nachdem Pretzell nun auch mal drüben war, vllt. auch die AfD spiegel.de/politik/deutschland…politikers-a-1130921.html )? Ach Moment, die Linken sind ja eigentlich gar nicht so wie die anderen aus dem "Einheitsbrei" diese linksgrün...Moment was habe ich gerade geschrieben? Die Linke ist nicht links(-grünversifft)? Ähh, keine Ahnung muss ein Logikfehler in dieser Wortschöpfung von Rechtspopulisten und Erzkonservativer sein die Linke ist dann halt..."indoktriniertekulturmarxistenjugend" ja das klingt doch besser. Jedenfalls, das heißt doch dann, dass die gesamte Judikative eingespannt sein muss, alle TV-Sender (die privaten scheinen in ihren Diskussionsshows nämlich irgendwie auch nicht dem gemeinen PEGIDA o. AfDler recht zu geben), mindestens die Mehrheit der Journalisten und von der Exekutive mal ganz zu schweigen. Machen die alle das dann eigentlich umsonst und falls nein, wie viel bekommen die wohl so ungefähr und wieso fällt das nicht im Bundeshaushalt auf? Fragen über Fragen, mittlerweile Frage ich mich sogar...na ja, ob ich selber nicht 'im selben Boot sitze' D: ach du Schreck, aber bitte verrate es niemanden der noch wenigen Wahrheitssuchenden, alle anderen 'schlafen' nämlich gerade so schön und zählen Schafe. Und wenn dem so ist, wie kommt es dann, dass eine Partei wie die AfD existiert oder bestimmte Sender/Netzwerke/Seiten aus dem AusRussland nicht verboten werden auf YT beispielsweise. Eine letzte abschließende Frage habe ich dann noch: Gibt es in Russland demnach auch eine "alternativlose" "Mainstreammeinung"? Würde mich interessieren. Ansonsten kann ich auf dieses Thema wohl erst weiter eingehen, wenn du es konkreter geworden bist ¯\_(ツ)_/¯ aber denk daran: Die Stimmung in der DDR hielt sich auch in...Grenzen oder war es doch nur 'ein Missverständnis unter guten weißen Nachbarn'? Man weiß es nicht, bzw. doch aber dann müsste man sich ja informieren und na ja wer macht das schon, hm?
      • Ich hoffe es ist deutlich geworden, wie surreal diese Behauptung ist und was eigentlich dahinter steckt, sollte sie wahr sein davon abgesehen, dass man damit aktuelle und vergangene Diktaturopfer verunglimpft. Ich mache mich keineswegs über dich lustig Buggy, ich erklärte ja bereits, dass es schlicht manch Punkt gibt, bei dem ich wirklich schwer schlucken muss und mich frage, ob die Verfasser das geäußerte wirklich ernst meinen. Es ist für unsere gesellschaft egal ob auf kommunal o. Bundesebene natürlich wichtig, dass alle Seiten vertreten sind, die diesen unseren Rechtsstaat respektieren, ob man nun von konservativen Politikern aus der CSU begeistert ist oder nicht, ob man die neoliberale Suppe der Minderheitenpartei FDP mag oder nicht und auch ob man die progressiven Vorschläge der Linken o. Grünen mag oder nicht. Es sind weder sämtliche AfD-Wähler rechtsradikale Faschisten noch sind alle anderen Parteien zusammen eine linksgrünextemistischversifte Einheitssuppe mit Diktatur als Nachgeschmack, gegen diese Behauptungen wehre ich mich in aller angebrachter Form und als demokratischer Weltenbürger!
      • 1. Donald hatte im Wahlkampf ja selbst angekündigt, die Wahl nur akzeptieren zu wollen, wenn er gewinnt. Was im Umkehrschluss heißt, dass er sie nicht anerkannt hätte, wenn er verloren hätte. Was wiederum heißt, dass er das Verhalten der Demonstranten gar nicht kritisieren darf. 2. Die Reaktion von Trump & seinem Mitarbeiterstab(Pressesprecher) auf die Demos (Falschinfos streuen, Demonstranten als"Nichtwähler" verunglimpfen etc.) zeigt, dass er ganz der Alte geblieben ist. Keine Spur von staatsmännischem Verhalten. 3. Wenn man die Demos als Gradmesser für die Schwere der gesellschaftlichen Spaltung nimmt, muss man leider sagen, dass die USA jetzt erst so richtig soziale Entropie erleben wird.
      "Unsere Freiheit liegt nicht darin, dass wir tun können, was wir wollen,sondern, dass wir nicht tun müssen, was wir nicht wollen...Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

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      - So, da Koala auch einiges geschrieben hat, was man keinesfalls so stehen lassen kann, gibt es also nun für alle Interessierten nochmal Nachschlag, have fun wie der Bayer nun sagen würde oder so.

      KoalaD schrieb:

      Trump ist auch ein Produkt der radikalen Linken in der USA! Dort haben sich die PC und ihre Unterstützer mittlerweile zu einer echten Gefahr für Demokratie und Meinungsfreiheit entwickelt. Eine der krassesten Auswüchse dieser Bewegung ist der Begriff der Cultural Appropriation.
      So kann man bereits als Rassist tituliert werden, wenn man als Weißer Dreadlocks trägt. Auch gegen Weiße die Sushi zubereiten wurde bereits von "Aktivisten" demonstriert. Kostüme mit Indianer Schmuck oder als Kung Fu Kämpfer brandmarken dich ebenfalls als Rassisten. Wer denkt es geht nicht noch absurder... irrt.
      • Ich hatte mich ohnehin schon etwas gewundert, dass von dir (und dem ein o. anderen) noch kein Statement bzw. Gegenwind kam, daher just in time.
      • Ich weiß ja nicht, was deine Definition von "radikal" und vor allem "links" ist, aber dieser Versuch, hier bestimmte Themen abzuwischen und gleichzeitig seinem politischen Gegenüber einen mitzugeben kann ich so natürlich nicht stehen lassen, da er dann nämlich Wrong wäre. Heute ist ohnehin ein perfekter Tag für das Thema #AlternativeFacts siehe Sean Spicer oder Kellyanne Conway (dazu gleich zum Abschluss etwas).
      • Eine bekannte Taktik bestimmter politischer Gruppen ist es ja, political correctness zu beschmutzen, um sich wieder bestimmte Räume zugänglich zu machen die dann wiederum spezifische Themen gesellschaftliche Akzeptanz verleihen sollen, wie der Wahlkampf und ein Teil der Trump-Supporter ideal zeigen. PC erklärt sich tatsächlich selber & zeigt auch selber die etwaigen Grenzen (mit denen kennt man sich ja aus) auf.
      • Political correctnes bezeichnet schlicht eine Einstellung, die die Diskriminierung oder Kränkung anderer Personen durch Sprache oder Taten ablehnt. Es sind die Erzkonservativen & Rechtspopulisten, die diesem Begriff eine negative Konnotation verpasst haben, indem sie sich ständig künstlich echauffieren über vermeintliche sprachliche Einschneidungen. Ich nehme dir das Lieblingsbeispiel gerne voraus: der Begriff "Negerkuss" wurde nicht von deutschen Bauern erfunden, die ihn einfach so genannt haben, ohne böse Intention, sondern weil er eine Ausgeburt von damals ganz gewöhnlichem Alltags-Rassismus gewesen ist, wie er in diesen ganzen imperialistischen Reichen Gang und Gebe war. Und das ist der springende Punkt: Damals war Rassismus von der Gesellschaft selbst gefördert, heutzutage wird Rassismus geächtet.
        Übrigens, eine "Adolf-Hitler-Süßigkeit" würde heute auch verboten werden und der Mann kommt nun wirklich nicht aus Afrika oder Polen und hatte meines Wissens nach auch keine Roma o. Sinti Verwandte. Es wird auch von niemanden erwartet, bei der Anrede alle 60 Geschlechter aufzuzählen auch gibt es keine "Gedankenpolizei". PC bedeutet, dass man niemanden diskriminiert. Man kann also sehr wohl noch Aussagen "abseits der Norm" tätigen.
        Und btw. falls du noch mit Sarah Wagenknecht kommen wolltest die ja in gerne die innerparteilichen aber auch öffentlichen Grenzen austestet was Äußerungen angeht und ihrer Kritik an der Kanzlerin: Sahra hat keine konstruktive Kritik geäußert. Im Gegenteil, sie hat sogar Fakten böswillig verdreht. So behauptete sie, die "Grenzöffnung" durch Merkel sei für den Anschlag in Berlin verantwortlich, weshalb Merkel Schuld daran trage. Dabei wurden die Grenzen nicht von der Kanzlerin geöffnet, das waren sie schließlich aufgrund des Schengenabkommens längst. Auch ist der Terrorist Amri im Juli 2015 nach Deutschland gekommen - das, was von den Rechtspopulisten als "Grenzöffnung" bezeichnet wird, geschah allerdings erst im September, also danach.
      • Gern behauptete „PC-Tabuthemen“, auf die Pegida/AfD/Trump überhaupt erst aufmerksam gemacht haben wollen? Beispiel: Asyl und Migranten. Das sind Themen, die werden ja immer total totgeschwiegen…ich glaube „Migranten“ das ist ein Thema, darüber sollte mal jemand ein Buch schreiben...dieser jemand sollte am besten einen Vornamen wie hmm Thilo haben. Diese Themen wurden btw. in den 90ern seitens der CDU noch ganz anders geführt, also bitte lassen wir doch endlich diese konstruierten Strohmann-Strategien und unwahren Behauptungen. Schließlich möchte ja niemand FakeNews teilen, right? Das faszinierende ist ja bei diesen ganzen Themen, dass die eigene Widersprüchlichkeit tatsächlich nicht mehr wahrgenommen wird & schlicht renitent dagegen gehalten wird Hauptsache man muss sich nichts eingestehen und die Opferrolle nie vergessen. Etwas, dass ein pathologischer Narzisst übrigens ebenso wenig tut.
      • Und zum Thema Indianer: "@realDonaldTrump When you get America back, don't forget to give the land you stole back t'Native Americans!"



      KoalaD schrieb:

      Das ganze kann man dann auch mit dem Begriff der Reaktanz beschreiben. Wenn Belehrungen oder Vorschriften als zu "übergriffig"/aggressiv wahrgenommen werden, dann reagiert der Mensch mit einer psychologischen Abwehrreaktion. Z.T. eben auch entgegengesetzt (deswegen sehe ich die Schockbilder auf Zigarettenschachteln auch als Unsinn an).

      Solange solche Forderungen durch die politische Landschaft wandern werden Gegenentwürfe immer krasser werden.
      • Richtig, deswegen weiter volldampf Hauptsache dagegen, egal worum es geht. Für den Rest bitte bei Buggy oben lesen zu dem Thema.


      KoalaD schrieb:

      die Einhaltung des Klimaplans würde den Klimawandel maximal um eine kurze Zeit verzögern. Wenn ich Studien die von einen hohen menschlichen Anteil am Klimawandel ausgehen (der Einfluss den der Mensch auf das Klima hat, ist nämlich durchaus umstritten. Man weiß das es diesen Anteil gibt, aber wie groß er nun genau ist, dass kann keiner so genau sagen) folge, dann wird der neue Klimaplan überhaupt nichts bringen, weil die Erwärmung nicht stark genug abgebremst wird und wenn ich Studien folge die einen eher geringen Einfluss sehen, dann bringt es natürlich erst Recht nichts, weil dann andere Faktoren überwiegen.
      Ich bin daher ein großer Gegner der momentanen Debatte. Wir wissen das der Klimawandel kommen wird und wir wissen welche Folgen er haben könnte. Wir wissen aber nicht wie wir den Klimawandel (realistisch) eindämmen oder verhindern können. Es wäre daher sinnvoller die Billionen Euros die die Welt in den Jahren für den Kampf gegen den Klimawandel ausgibt für eine Abmilderung der Folgen ausgibt.
      • Ich wünsche mir nun beinahe, dass unsere ganze Medizinwissenschaft auch mal so denken würde, sparen wir endlich die Versorgungskosten der Alten ein und vieles mehr gleich mit. Das zu verifizieren, dürfte aber schwer fallen.
      • Ich wollte eigentlich, dir nun zwei Studien zweier Unis verlinken und wieso eine "Abmilderung" ein zynischer Witz ist, den selbst ich nicht lustig finden kann. Allerdings glaube ich beinahe, dass das Echo gleich bleiben wird, da du dann deine Studien präsentieren wirst um ein Patt zu provozieren und zu sagen, dass aufgrund der momentanen Unklarheit es also vielleicht doch richtig und evident ist, wie du geschrieben hast. - Aber: Vielleicht/ Manchmal ist ja auch die kleine Schwester von Nie.



      Bevor der Beitrag hier noch länger wird, packe ich noch ein paar Goodies zu Trumps Wahlkampfleiterin & was denn nun schon wieder #AlternativeFacts im Vergleich zu #FakeNews sind, den freundlichen Ton den Obama seinerzeit bekommen hat, etwas zu Trumps Widersprüchlichkeit im Kabinett & dem Demokratie (Un-)Verständnis von Trump in den Spoilerkasten hier:
      Spoiler anzeigen



      Kellyanne Conway über Trump (als sie noch im "gegnerischen Team" gespielt hat)



      Was sich Obama seinerzeit alles so anhören durfte & er hat nicht jede mögliche Minorität dieser Welt beleidigt ^^

      pbs.twimg.com/media/C2ytxmoWQAAEDoH.jpg
      pbs.twimg.com/media/C2yk9HJXcAA09yM.jpg
      So viel zu dem was Trump sagt und dem was er selber macht

      nbcnews.com/meet-the-press/wh-…nauguration-crowd-n710466
      Kellyanne Conway über die neue Wortkreierung #AlternativeFacts
      "So #FakeNews is anything that discredits you while #AlternativeFacts are lies that handily back up your narrative.Have I got this right?"
      -> "Nailed it! #AlternativeFacts are also known as #OrangeJournalism"



      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

      Puh, es ist mal wieder ausfüllend und vor allem spät geworden... :-D aber ein wenig "Masochismus" geht immer, auch für die Leser.
      Auf weitere spannende Beiträge/ Ansichten und eine gepflegte Debatte.

      - In diesem Sinne: "Ich springe manchmal ein bisschen, aber ich komme immer wieder auf den Punkt." – Wolfang Neuss

      "Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen einen langen Brief schreibe, für einen kurzen habe ich keine Zeit." B.P.

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von Kizaru (大将) ()

    • Ach, soll ich jetzt noch was schreiben, oder das ganze Kizaru überlassen? Ich bin gerade in Schreiblaune.

      Ich muss aber zuerst gleich bei Kizaru anfangen: Studien her! Ich brauche sie aus verschiedenen Gründen und Google gibt wissenschaftlichen Studien nicht denselben Page Rank wie News Artikeln und Wikipedia.


      @KoalaD Du hast einen ganz guten Punkt angesprochen, die Frage zwischen Abwendung und Anpassung. Es gibt hier ein paar Punkte, die bedacht werden müssen.

      Als allererstes muss ich erwähnen, dass die Forschung dem Wissensstand in den News bei weitem voraus ist. Die Kommunikation der Wissenschaft an die Bevölkerung läuft zur Zeit - genauer, seit einigen Jahrzehnten - sehr schlecht, weshalb man meistens direkt zu den Wissenschaftlern gehen muss, wenn man herausfinden will, was wirklich bereits verstanden ist. Dabei ist es am besten, wenn - ähnlich wie Kizaru es angedeutet hat - zwei Forschungsgruppen unabhängig voneinander dieselben Tatsachen präsentieren. Ausserdem ist es wichtig, dass man wissenschaftliche Informationen immer auf ihre Quellen prüft. Wenn es eine Studie gibt, dann müssen die Daten dieser Studie irgendwo präsentiert werden. Welche Daten wurden erhoben? Was ist dabei herausgekommen? Diverse Analysen usw. Wenn man hier die Fühler ausstreckt, wird man feststellen, dass wir schon ziemlich viel über die Zusammenhänge verschiedener Ursachen des Klimawandels wissen.

      Ein wichtiger Punkt, den man gerne übergeht, ist der Umstand, dass menschengemachter Klimawandel Kettenreaktionen auslösen kann, die den Klimawandel erheblich beschleunigen. Ein Beispiel dafür ist das Schmelzen des Eises in Nordkanada und Nordrussland. Kurz gesagt, in diesem Eis ist Methan in verschiedenen Formen gefangen, welches durch das Abschmelzen des Eises freigesetzt wird. Methan ist selber ein sogennantes 'Klimagas', d.h. es fördert die globale Erwärmung, und fördert damit das Abschmelzen des restlichen Eises.
      Während das Abschmelzen an sich ein natürlicher Prozess ist, würde dieser Prozess keine relevante Erwärmung verursachen, wenn er langsam vonstatten gehen würde. Die menschlichen CO2- und Methan-Emissionen beschleunigen diesen Prozess allerdings drastisch, was zum oben beschriebenen Effekt führt. Dadurch verlieren wir Zeit, um mit den Problemen umzugehen, die ich unten anreisen werde.

      Dann muss man auch ganz klar unterscheiden dazwischen, was es heisst, die künstlichen, menschlichen Klimagas-Emissionen zu stoppen, und sich an die Effekte des Klimawandels anzupassen. Für das erste haben wir bereits sehr gute Lösungsansätze dank 50 Jahren Forschung. (Abholzung der Wälder stoppen, Holz als Ressource kann durch anbaubaren Bambus ersetzt werden, der sich wesentlich schneller erneuert; Hybridautos; Abkehr von Kohle, Erdöl und co. kombiniert mit erhöhter Energieffizienz, was den kompletten Wechsel auf erneuerbare Energiequellen möglich macht, etc.) Bei diesen Ansätzen geht es jetzt darum, sie tatsächlich umzusetzen, was eine politisch-wirtschaftlich-gesellschaftliche Frage ist. Hier sind eher Ökonomen, Juristen und Philosophen gefragt, die besser beurteilen können, welche Massnahmen nun am besten geeignet sind, um erneuerbare Energien wirtschaftlich sinnvoll zu machen, ohne moralische Grundsätze zu verletzen.
      Wenn es um die Anpassung bezüglich gewisser Konsequenzen des Klimawandels geht, so wird auch einiges geforscht, z.B. bezüglich Lebensmittelanbau. Wenn es allerdings um die Umsetzung geht, so ist das unabhängig von den oben erwähnten Massnahmen zur Beendigung der künstlichen, menschlichen Emissionen von Treibhausgasen. Dementsprechend kommen sich diese Massnahmen nicht in den Weg und können beide umgesetzt werden. Da wir für die Anpassung und das langfristige Verständnis und Lenkung des globalen Klimas Zeit benötigen, sind beide Massnahmen unverzichtbar. Man sollte sich also nicht durch die Idee der Anpassung von der Abwendung ablenken lassen.

      Zuletzt will ich auch noch eine weitere Form der Anpassung ansprechen, die selten zur Sprache kommt. Gehen wir für einen Moment davon aus, dass wir den Klimawandel nicht in den Griff kriegen. Anpassung bedeutet dann nicht nur, dass wir andere Pflanzen anbauen müssen. Auch die Länder, welche das für Landwirtschaft geeignete Klima haben, werden neue sein. Ehemalige Landwirtschafts-orientierte Länder werden plötzlich umorientieren müssen, was einen starken gesellschaftlichen und politischen Wandel erfordert.
      Da das Polareis schmilzt, wird der Meeresspiegel ansteigen und viele Inseln werden in den nächsten Jahrzehnten im Meer versinken. Die Bewohner dieser Inseln werden umgesiedelt werden müssen. Ihre Kultur ist meistens sehr einzigartig, da sie sich auf einer Insel sehr eigenständig entwickeln konnten. Diese Menschen müssen sich irgendwo niederlassen. Viele sind es oftmals nicht, aber können wir sie integrieren? Ist Deutschland dazu schon bereit, oder will man vorher noch ein bisschen Zeit gewinnen, um die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zu integrieren? Und man sollte auch nicht vergessen: Kriegsflüchtlinge kehren teilweise wieder zurück, wenn der Krieg denn einmal vorbei ist. Wer durch den Klimawandel vertrieben wurde (ob nun wegen versinkenden Inseln oder aus anderen Gründen), kann meistens nie mehr zurück. Das sind völlig entwurzelte Menschen, die in die Fremde vertrieben wurden.
      Diese Beispiele zeigen, dass wir für diese Anpassungen - immer noch unter der Annahme dass wir faul bleiben und den Klimawandel nicht in den Griff kriegen - wesentlich schwieriger zu lösen sein können, als den Klimawandel selber zu verhindern, unter anderem, weil es von uns einen wesentlich stärkeren gesellschaftlichen Wandel erfordert. Dafür braucht es viel Zeit. Diese Zeit können wir nur gewinnen, wenn wir die künstlichen, menschlichen Treibhausgas-Emissionen drastisch herunterschrauben. Wie eingangs erwähnt, wird das eine deutlich erkennbare Auswirkung auf den Klimawandel haben und sehr viele Probleme verhindern, die wesentlich schwieriger zu lösen sind.
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Mir ist das Thema ziemlich lästig geworden - aber mal im ernst; man braucht nicht jeden tag iwelche artikel über trump zu schreiben. Jeden tag aufs neue iwelche dämlichen sachen, glückwunsch, ich hab jegliches interesse verloren.

      Ich kann nur eins sagen; die welt ist nicht in gut und böse unterteilt, wir in der eu sind auch nicht die schlausten oder besten.

      Was den populismus hier angeht; leider hat unsere regierung diesen hier erst recht eröffnet mit "wir schaffen das".

      Aber die Erde wird sich weiterdrehen wie zuvor, sowhat.
    • Kizaru (大将) schrieb:

      Spoiler anzeigen
      Ich hatte mich ohnehin schon etwas gewundert, dass von dir (und dem ein o. anderen) noch kein Statement bzw. Gegenwind kam, daher just in time.
      Ich weiß ja nicht, was deine Definition von "radikal" und vor allem "links" ist, aber dieser Versuch, hier bestimmte Themen abzuwischen und gleichzeitig seinem politischen Gegenüber einen mitzugeben kann ich so natürlich nicht stehen lassen, da er dann nämlich Wrong wäre. Heute ist ohnehin ein perfekter Tag für das Thema #AlternativeFacts siehe Sean Spicer oder Kellyanne Conway (dazu gleich zum Abschluss etwas).
      Eine bekannte Taktik bestimmter politischer Gruppen ist es ja, political correctness zu beschmutzen, um sich wieder bestimmte Räume zugänglich zu machen die dann wiederum spezifische Themen gesellschaftliche Akzeptanz verleihen sollen, wie der Wahlkampf und ein Teil der Trump-Supporter ideal zeigen. PC erklärt sich tatsächlich selber & zeigt auch selber die etwaigen Grenzen (mit denen kennt man sich ja aus) auf.
      Political correctnes bezeichnet schlicht eine Einstellung, die die Diskriminierung oder Kränkung anderer Personen durch Sprache oder Taten ablehnt. Es sind die Erzkonservativen & Rechtspopulisten, die diesem Begriff eine negative Konnotation verpasst haben, indem sie sich ständig künstlich echauffieren über vermeintliche sprachliche Einschneidungen. Ich nehme dir das Lieblingsbeispiel gerne voraus: der Begriff "Negerkuss" wurde nicht von deutschen Bauern erfunden, die ihn einfach so genannt haben, ohne böse Intention, sondern weil er eine Ausgeburt von damals ganz gewöhnlichem Alltags-Rassismus gewesen ist, wie er in diesen ganzen imperialistischen Reichen Gang und Gebe war. Und das ist der springende Punkt: Damals war Rassismus von der Gesellschaft selbst gefördert, heutzutage wird Rassismus geächtet.
      Übrigens, eine "Adolf-Hitler-Süßigkeit" würde heute auch verboten werden und der Mann kommt nun wirklich nicht aus Afrika oder Polen und hatte meines Wissens nach auch keine Roma o. Sinti Verwandte. Es wird auch von niemanden erwartet, bei der Anrede alle 60 Geschlechter aufzuzählen auch gibt es keine "Gedankenpolizei". PC bedeutet, dass man niemanden diskriminiert. Man kann also sehr wohl noch Aussagen "abseits der Norm" tätigen.
      Und btw. falls du noch mit Sarah Wagenknecht kommen wolltest die ja in gerne die innerparteilichen aber auch öffentlichen Grenzen austestet was Äußerungen angeht und ihrer Kritik an der Kanzlerin: Sahra hat keine konstruktive Kritik geäußert. Im Gegenteil, sie hat sogar Fakten böswillig verdreht. So behauptete sie, die "Grenzöffnung" durch Merkel sei für den Anschlag in Berlin verantwortlich, weshalb Merkel Schuld daran trage. Dabei wurden die Grenzen nicht von der Kanzlerin geöffnet, das waren sie schließlich aufgrund des Schengenabkommens längst. Auch ist der Terrorist Amri im Juli 2015 nach Deutschland gekommen - das, was von den Rechtspopulisten als "Grenzöffnung" bezeichnet wird, geschah allerdings erst im September, also danach.
      Gern behauptete „PC-Tabuthemen“, auf die Pegida/AfD/Trump überhaupt erst aufmerksam gemacht haben wollen? Beispiel: Asyl und Migranten. Das sind Themen, die werden ja immer total totgeschwiegen…ich glaube „Migranten“ das ist ein Thema, darüber sollte mal jemand ein Buch schreiben...dieser jemand sollte am besten einen Vornamen wie hmm Thilo haben. Diese Themen wurden btw. in den 90ern seitens der CDU noch ganz anders geführt, also bitte lassen wir doch endlich diese konstruierten Strohmann-Strategien und unwahren Behauptungen. Schließlich möchte ja niemand FakeNews teilen, right? Das faszinierende ist ja bei diesen ganzen Themen, dass die eigene Widersprüchlichkeit tatsächlich nicht mehr wahrgenommen wird & schlicht renitent dagegen gehalten wird Hauptsache man muss sich nichts eingestehen und die Opferrolle nie vergessen. Etwas, dass ein pathologischer Narzisst übrigens ebenso wenig tut.
      Und zum Thema Indianer: "@realDonaldTrump When you get America back, don't forget to give the land you stole back t'Native Americans!"


      Dein Beitrag geht in keinen Punkt auf meine Ausführungen und Überlegungen ein. Er ist lediglich eine rhetorische Worthülse ohne jede Bezugnahme auf das Gesagte. Ich möchte dir aber keine Absicht unterstellen und werde daher meine Gedanken weiter ausführen.

      Der Gedanke der Political Corectness geht mittlerweile in der USA deutlich über das von dir Gesagte hinaus. Wer sich die Situation an amerikanischen Hochschulen anschaut, wird schnell feststellen, dass der Gedanke der PC mittlerweile zu großen Einschränkungen in der Debattenkultur führt. Das er zu Denk- und Sprachverboten führt und das er tatsächlich ausgrenzend wirkt.
      Ich habe das Beispiel Cultural Appropriation hier bereits genannt. Hältst du es für sinnvoll, dass Weiße keine Dreadlocks tragen dürfen, oder Sombreros? Hältst du es für sinnvoll, dass die Zubereitung von Sushi Asiaten überlassen wird, die Zubereitung von Afrikanischer Küche Afrikanern usw.? Glaubst du das der Präsident einer Hochschule sich bei seinen Latino- Studenten entschuldigen muss, weil er einen Indio-Poncho getragen hat? Glaubst du das eine Professorin zurücktreten muss, weil Sie einen Beschluss von Studentenvertretern kritisiert, indem zu Halloween Bekleidungsvorschriften gemacht werden? Hältst du es für anmaßend, wenn Weiße Yoga betreiben?

      Meinst du es ist sinnvoll, dass historische und kulturell wertvolle Bücher aus den Lehrplänen verbannt werden, weil manche Studenten sie anstößig finden? Große Werke der Literatur wie Macbeth oder Huckleberry Finn?
      Hältst du es für sinnvoll, dass ganze philosophische Strömungen verboten werden? Wie am London College der Nietzsche Club verboten wurde, weil "Nietzsche were „on the extreme-right, racist, sexist, anti-immigrant, homophobic, anti-Marxist, anti-worker and have had connections, direct or indirect, with Italian fascism and German Nazism.“"

      Hältst du den Kampf gegen Micro-Aggressions für sinnvoll? Bedenke dabei... Bereits die Frage ob jemand mit dir Golf spielen möchte, kann bereits eine Micro-Aggression sein. Ebenso wie die Frage nach der Herkunft. Die Aussage das Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sei und selbst eine Weihnachtskarte... Alles Micro-Aggressions. Alles Gewalt. Die rechtfertigt natürlich auch Gegengewalt.
      Mittlerweile wurde an Universitäten auch bereits die Unterstützung für Donald Trump als Hate Crime ausgemacht. Ist das nicht toll, dass nach Auffassung der Studenten jeder der einen Republikaner wählt ein Hassverbrechen begeht?

      Ein kontroverseres Thema ist die Quoten Debatte für ethnische Minderheiten. Es mag Argumente geben die dafür sprechen (auch wenn ich sie nicht überzeugend finde), aber die indirekte Diskriminierung gegen die weiße Mehrheitsbevölkerung provoziert natürlich heftige Reaktionen.
      Was denkt sich ein Weißer Mann der einen Universitätsplatz nicht bekommen hat, obwohl er eine höhere Punktzahl im Zulassungstest hatte, als sein Schwarzer Mitbewerber? Was denkt sich ein Weißer Mann der eine Beförderung nicht bekommt, weil eine Schwarze Frau mit weniger Dienstjahren und weniger Qualifikation, ihm vorgezogen wird (das ist im übrigen tatsächlich Praxis. Minderheiten auch bei schlechterer Qualifikation zu bevorzugen)?

      Im übrigen ist die Aussage "PC ist ein großes Problem in den USA." sogar bei den Demokraten mehrheitsfähig. In einer Umfrage stimmten 62% der Demokraten und 81% der Republikaner zu.
      Das Problem wird mittlerweile auch von vielen Medien erkannt und es gibt einige Berichte darüber. Z.B. in der NZZ, derStandard, TheAtlantic, FAZ und die Zeit.

      Eine kurze Anekdote noch aus einem Artikel von TheAtlantic
      It should be no surprise that students are exhibiting similar sensitivity. At the University of Central Florida in 2013, for example, Hyung-il Jung, an accounting instructor, was suspended after a student reported that Jung had made a threatening comment during a review session. Jung explained to the Orlando Sentinel that the material he was reviewing was difficult, and he'd noticed the pained look on students' faces, so he made a joke. "It looks like you guys are being slowly suffocated by these questions," he recalled saying. "Am I on a killing spree or what?"

      After the student reported Jung's comment, a group of nearly 20 others emailed the UCF administration explaining that the comment had clearly been made in jest. Nevertheless, UCF suspended Jung from all university duties and demanded that he obtain written certification from a mental-health professional that he was "not a threat to [himself] or to the university community" before he would be allowed to return to campus.[//quote]
      theatlantic.com/politics/archi…ss-back-on-campus/432570/

      Dann noch kurz zu deinen Text. Ich wüsste nicht was die Migrationsdebatte mit der Debatte über PC zu tun haben sollte. Migration war schon immer ein großes Thema in der Innenpolitik und die AfD hat Positionen besetzt die die CDU aufgegegeben hat.
      Es gibt aber vlt. in diesem Kontext doch einen spannenden Fakt. Forderungen der AfD in der Migrationsdebatte, welche als rassistisch gebrandmarkt worden sind, wurden nur wenige Monate später von der Regierung übernommen. Das lässt sich an mehreren Beispielen zeigen und ist denke ich jeden bewusst.

      • Ich wünsche mir nun beinahe, dass unsere ganze Medizinwissenschaft auch mal so denken würde, sparen wir endlich die Versorgungskosten der Alten ein und vieles mehr gleich mit. Das zu verifizieren, dürfte aber schwer fallen.
      • Ich wollte eigentlich, dir nun zwei Studien zweier Unis verlinken und wieso eine "Abmilderung" ein zynischer Witz ist, den selbst ich nicht lustig finden kann. Allerdings glaube ich beinahe, dass das Echo gleich bleiben wird, da du dann deine Studien präsentieren wirst um ein Patt zu provozieren und zu sagen, dass aufgrund der momentanen Unklarheit es also vielleicht doch richtig und evident ist, wie du geschrieben hast. - Aber: Vielleicht/ Manchmal ist ja auch die kleine Schwester von Nie.

      Entweder du hast meine Aussage nicht verstanden oder du hast vom Thema Klimawandel einfach keine Ahnung. Die momentane Haltung ist die Forderung nach einen maximalen Temperaturanstieg von 1,5° im Vergleich zu der Zeit vor der Industrialisierung. Davon haben wir bereits 1,2° erreicht.
      Das 1,5° Ziel ist nur erreichbar, wenn der CO2 Ausstoß im Jahr 2050 +/-5, auf 0 (!) reduziert wird und zusätzlich noch CO2 aus der Atmosphäre entfernt wird (sehr sehr teuer und sehr sehr aufwendig).
      Selbst eine Begrenzung auf 2° erfordert eine Reduktion um 90%. Dabei sollte dann auch bedacht werden, dass einer der größten CO2 Produzenten die Landwirtschaft ist. Viel Spaß dabei der Bevölkerung zu erklären, dass es kein Steak mehr gibt.

      Der noch größere Witz an der Sache ist, dass Klimaforscher sagen, dass auch ein 1,5° Ziel nicht ausreichend ist und schreckliche Folgen haben wird. Bei 1,5° Erhöhung sollen große Mengen des Eises in Sibirien abschmelzen, die wiederrum große Mengen CO2 einschließen. Die Freisetzung würde die Temperatur weiter erhöhen.

      Das kann man alles selbst bei Wikipedia nachlesen und da möchte ich noch einen kleinen Ausblick für das 1,5° Ziel geben

      Laut Wissenschaftlern ist das auf der COP 22 international politisch bekräftigte 1,5 °-Ziel nicht mehr zu erreichen, es sei „utopisch“, werde in ihren Kreisen nicht mehr ernsthaft diskutiert und komme auch in keinem Klimaszenario mehr vor: In den aktuellen Voraussagen läge die Temperaturzunahme im Jahr 2100 in einem Korridor zwischen 2,7 und 3,6 °. Zusätzlich seien bei einer Zunahme über das Zwei-Grad-Ziel hinaus ernsthafte Voraussagen über die entsprechenden Folgen nicht mehr möglich, es könnten Klima-Kipp-Punkte ausgelöst werden.

      Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob eine Ursachenbekämpfung überhaupt noch möglich ist! Vielleicht wäre es sinnvoller zu überlegen, wie wir mit den Folgen leben können.
      Mathemagica hatte in diesen Zusammenhang schon angemerkt welche großen Folgen das für die Weltpolitik haben könnte. Ich bin in manchen Punkten zuversichtlicher. Im Bereich der Landwirtschaft sehe ich die Zukunft u.a. in Vertical Farming. de.wikipedia.org/wiki/Vertical…und_Durchf.C3.BChrbarkeit
      Der momentan sehr hohe Energiebedarf wird denke ich in der Zukunft keine Rolle mehr spielen. Allgemein werden einfach sehr viele Energieintensive Anbaumethoden an Relevanz gewinnen. Damit spielen Standortfaktoren immer geringere Rollen.
      Auch Inseln wird man wohl retten können. Ich bin da kein Experte, aber wenn ich diesen Artikel über die Situation in Deutschland lesen, dann scheint es wohl vor allem eine finanzielle Frage zu sein.
      nationalgeographic.de/reportag…el-der-kampf-hat-begonnen
    • KoalaD schrieb:

      Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob eine Ursachenbekämpfung überhaupt noch möglich ist! Vielleicht wäre es sinnvoller zu überlegen, wie wir mit den Folgen leben können.
      Mathemagica hatte in diesen Zusammenhang schon angemerkt welche großen Folgen das für die Weltpolitik haben könnte. Ich bin in manchen Punkten zuversichtlicher. Im Bereich der Landwirtschaft sehe ich die Zukunft u.a. in Vertical Farming. de.wikipedia.org/wiki/Vertical…und_Durchf.C3.BChrbarkeit
      Der momentan sehr hohe Energiebedarf wird denke ich in der Zukunft keine Rolle mehr spielen. Allgemein werden einfach sehr viele Energieintensive Anbaumethoden an Relevanz gewinnen. Damit spielen Standortfaktoren immer geringere Rollen.
      Auch Inseln wird man wohl retten können. Ich bin da kein Experte, aber wenn ich diesen Artikel über die Situation in Deutschland lesen, dann scheint es wohl vor allem eine finanzielle Frage zu sein.
      nationalgeographic.de/reportag…el-der-kampf-hat-begonnen
      Wie bereits in meinem vorigen Post geschrieben: Ursachenbekämpfung ist nicht nur möglich, sondern ist in vielen Fällen aus einer wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Perspektive einfacher, als sich an die Konsequenzen anzupassen. Die Tatsache, dass Wissenschaftler skeptisch sind, ob die vorgegebenen Ziele zu erreichen sind, liegt in erster Linie daran, dass sich so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen querstellen. Manche wollen lieber noch Gewinne mit Erdöl scheffeln, andere wollen ihre Wiederwahl sichern, wieder andere wollen über Anpassung reden und schaffen es nicht gleichzeitig etwas zur Abwendung unternehmen, wieder andere haben bereits aufgegeben und nochmals andere sind schlicht und einfach unverantwortliche Asis. Das ist kein technologisches Problem, sondern ein Problem des menschlichen Egoismus und der menschlichen Faulheit. Wenn die Menschen so viel Aufwand in den Aufbau erneuerbarer Energien investieren würden wie ins Militär, und so wenig Widerstand wie gegen digitale Überwachung, dann wäre der Klimawandel keine Herausforderung. Das ist das zentrale Hindernis.

      Du hast es für die Inseln angesprochen, aber das gilt noch viel allgemeiner: Für Deutschland (oder Holland, welches ja schon unter dem heutigen Meeresspiegel liegt) ist der steigende Meeresspiegel kein grosses Problem, denn die haben Geld. Aber es interessieren sich nicht genügend Leute für bewohnte tropische Inseln, um diese rechtzeitig zu retten. Das wird den Menschen erst in den Sinn kommen, wenn die Einwohner evakuiert und umgesiedelt werden müssen. In diesem Sinne: Auch bei der Anpassung sind die Menschen bequem und eigennützig. Darüber hinaus gibt es so viele Auswirkungen des Klimawandels, auf die man alle zeitig reagieren müsste. Genau aus diesem Grund ist es wesentlich effizienter, Ursachenbekämpfung durchzuführen.
      Ausserdem möchte ich betonen, dass Wikipedia und National Geographic zwar gut sind, vorgekaute Informationen zu vermitteln, aber wenn es darum geht Abwendung und Anpassung aufeinander abzustimmen und diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen, benötigt man genauere Informationen und besseres Verständnis. Da muss man schon in den wissenschaftlichen Artikeln nachlesen und die erhobenen Daten und Statistiken untersuchen. (Und weil das ziemlich zeitaufwendig ist, wendet man sich dann meistens an Klimaforscher. Solange diese - unter anderem - zur Abwendung raten, sollte man sich entweder die Zeit nehmen, selber ein Experte zu werden, oder sich nach dieser Empfehlung richten.)

      Zuletzt eine Sache noch: Weshalb spielt der hohe Energiebedarf keine Rolle mehr, wenn wir Energie-intensivere Anbaumethoden verwenden? Diesen Zusammenhang verstehe ich nicht.
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Mathemagica schrieb:

      KoalaD schrieb:

      Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob eine Ursachenbekämpfung überhaupt noch möglich ist! Vielleicht wäre es sinnvoller zu überlegen, wie wir mit den Folgen leben können.
      Mathemagica hatte in diesen Zusammenhang schon angemerkt welche großen Folgen das für die Weltpolitik haben könnte. Ich bin in manchen Punkten zuversichtlicher. Im Bereich der Landwirtschaft sehe ich die Zukunft u.a. in Vertical Farming. de.wikipedia.org/wiki/Vertical…und_Durchf.C3.BChrbarkeit
      Der momentan sehr hohe Energiebedarf wird denke ich in der Zukunft keine Rolle mehr spielen. Allgemein werden einfach sehr viele Energieintensive Anbaumethoden an Relevanz gewinnen. Damit spielen Standortfaktoren immer geringere Rollen.
      Auch Inseln wird man wohl retten können. Ich bin da kein Experte, aber wenn ich diesen Artikel über die Situation in Deutschland lesen, dann scheint es wohl vor allem eine finanzielle Frage zu sein.
      nationalgeographic.de/reportag…el-der-kampf-hat-begonnen
      Wie bereits in meinem vorigen Post geschrieben: Ursachenbekämpfung ist nicht nur möglich, sondern ist in vielen Fällen aus einer wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Perspektive einfacher, als sich an die Konsequenzen anzupassen. Die Tatsache, dass Wissenschaftler skeptisch sind, ob die vorgegebenen Ziele zu erreichen sind, liegt in erster Linie daran, dass sich so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen querstellen. Manche wollen lieber noch Gewinne mit Erdöl scheffeln, andere wollen ihre Wiederwahl sichern, wieder andere wollen über Anpassung reden und schaffen es nicht gleichzeitig etwas zur Abwendung unternehmen, wieder andere haben bereits aufgegeben und nochmals andere sind schlicht und einfach unverantwortliche Asis. Das ist kein technologisches Problem, sondern ein Problem des menschlichen Egoismus und der menschlichen Faulheit. Wenn die Menschen so viel Aufwand in den Aufbau erneuerbarer Energien investieren würden wie ins Militär, und so wenig Widerstand wie gegen digitale Überwachung, dann wäre der Klimawandel keine Herausforderung. Das ist das zentrale Hindernis.
      Du hast es für die Inseln angesprochen, aber das gilt noch viel allgemeiner: Für Deutschland (oder Holland, welches ja schon unter dem heutigen Meeresspiegel liegt) ist der steigende Meeresspiegel kein grosses Problem, denn die haben Geld. Aber es interessieren sich nicht genügend Leute für bewohnte tropische Inseln, um diese rechtzeitig zu retten. Das wird den Menschen erst in den Sinn kommen, wenn die Einwohner evakuiert und umgesiedelt werden müssen. In diesem Sinne: Auch bei der Anpassung sind die Menschen bequem und eigennützig. Darüber hinaus gibt es so viele Auswirkungen des Klimawandels, auf die man alle zeitig reagieren müsste. Genau aus diesem Grund ist es wesentlich effizienter, Ursachenbekämpfung durchzuführen.
      Ausserdem möchte ich betonen, dass Wikipedia und National Geographic zwar gut sind, vorgekaute Informationen zu vermitteln, aber wenn es darum geht Abwendung und Anpassung aufeinander abzustimmen und diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen, benötigt man genauere Informationen und besseres Verständnis. Da muss man schon in den wissenschaftlichen Artikeln nachlesen und die erhobenen Daten und Statistiken untersuchen. (Und weil das ziemlich zeitaufwendig ist, wendet man sich dann meistens an Klimaforscher. Solange diese - unter anderem - zur Abwendung raten, sollte man sich entweder die Zeit nehmen, selber ein Experte zu werden, oder sich nach dieser Empfehlung richten.)

      Zuletzt eine Sache noch: Weshalb spielt der hohe Energiebedarf keine Rolle mehr, wenn wir Energie-intensivere Anbaumethoden verwenden? Diesen Zusammenhang verstehe ich nicht.

      Wissenschaftler sagen das bereits, dass 1,5° Ziel völlig unrealistisch ist und niemand davon ausgeht, dass dieses erreicht wird. Gleichzeitig wird auch gesagt, dass ein 1,5° jedoch völlig unzureichend wäre und nicht ausreichend wäre. Aus diesen Informationen erschließe ich mir, dass eine Reduktion Geldverschwendung ist. Wir geben Billionen aus um den CO2 Ausstoß zu senken.

      Wir könnten aber auch Billionen in einen Fond pumpen und damit die Auswirkungen in Entwicklungsländern abschwächen oder bekämpfen. Den die Industrieländer haben sich viel Wohlstand erarbeitet mit der Verschmutzung des Planeten und verlangen nun von den Entwicklungsländern, dass Sie ihr eigenes industrielles Wachstum zurückstellen, um den Planeten zu retten.
      Das ist unredlich. Die Industrieländern müssen den Entwicklungsländern helfen die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Zweckgebunden