Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit (B. Movie)

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    • Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit (B. Movie)

      „Es gibt Dinge, die kann man nicht aufhalten: Den Lauf der Zeit, das Schicksal, große Träume, einen starken Willen. Ohne sie findet man keine wahre Freiheit. Man bleibt ewig in sich gefangen und verliert seine Ziele." (Gol D. Roger)


      Wer bin ich?

      Hallo, mein Name ist B. Movie, ich studiere Filmwissenschaften und Theologie und interessiere mich darüber hinaus für Psychologie. Doch mein unaufhaltsamer Traum – mein Ziel – ist die Schriftstellerei. Falls Ihr euch jetzt aber fragt, warum ich dann nicht Literatur studiere, kann ich nur erwidern, dass ich mich in meiner Kreativität nicht einschränken lassen will. Ich möchte mich nicht an irgendwelche Theorien oder Traditionen halten, ich möchte mich frei entfalten. Und das ist auch der Grund, warum ich mein erstes Werk hier in diesem Forum veröffentlichen möchte. Eiichiro Oda hat mir gezeigt, dass man auch mit eigenwilligem Humor und einer Portion Mut erfolgreich werden kann. One Piece hat mich mit seinen Werten und Idealen geprägt und mir die Zuversicht gegeben, irgendwann ein großer Autor zu werden.


      Was zeichnet meinen Schreibstil aus?

      Als Student der Filmwissenschaft habe ich es mir in den Kopf gesetzt, dramaturgische Mittel des Films in die Literatur zu übertragen. Und nein, damit meine ich nicht, ein Drehbuch zu schreiben. Mein Ziel ist es, szenische Dialoge zu gestalten, deren wahnwitziger Inhalt aus einem 60er Jahre Trashfilm stammen könnte – und das mit Qualität! Stereotype Charaktere, die sich letztendlich doch entwickeln, Splattereffekte, wie aus einem Horrorfilmklassiker. Der Leser soll quasi in der Lage sein, das Szenenbild selbst zu entwickeln und gleichzeitig die passende Titelmusik im Kopf zu haben. Die oberste Maxim lautet: Der Autor gibt die Handlung vor, doch der Leser führt Regie!


      Was bedeutet das für mein Buch?

      Stolz darf ich Euch heute mein erstes Werk präsentieren. Ich nenne das Genre liebevoll Philosophical Trash, aber wahrscheinlich hat es mehr Gemeinsamkeiten mit einem guten alten Film Noir: Sarkasmus und schwarzer Humor sind an der Tagesordnung. Das Gagfeuerwerk reicht von niveaulos bis subtil, der Protagonist ist ein abgewrackter Serienkiller. Und obwohl viele religiöse Themen verarbeitet, persifliert und verrissen werden, möchte ich betonen, dass hinter allem eine Botschaft steckt. Ich selbst bin religiös (sonst würde ich wohl kaum Theologie studieren), aber durchaus bereit, meinen Glauben mit Kritik und Humor zu nehmen. Ich hoffe, die zahlreichen Anspielungen werden verstanden und die übergeordnete Ebene der Handlung kann erschlossen werden. Nun aber zur Handlung selbst:


      Die Handlung

      In der Misericordia (lat. Barmherzigkeit) geht es um den jungen Auftragskiller Samael, der auf der Suche nach dem Mann ist, dem er die Schuld an seinem fehlgeleiteten Leben gibt. Doch kaum hat er El gefunden, bietet ihm dieser einen Deal an: Samael soll sieben Aufgaben für ihn erledigen, dann bekommt er sein altes Leben zurück. Ohne zu wissen, worauf er sich einlässt, willigt Samael ein.

      Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten, doch so viel sei gesagt: Was zunächst simpel erscheint, verstrickt sich in eine Handlung voller Intrigen, komplexer Beziehungen und offener Fragen. Was hat Samaels Vater damit zu tun? Welche Rolle spielen die beiden Albinos, die in Samaels Haus einbrechen? Und warum zur Hölle sollte Samael El vertrauen? Dem ein oder anderen mag in diesen wenigen Aussagen schon das ein oder andere aufgefallen sein, allen anderen rate ich, sich diesen Link anzuschauen: Sieben Werke der Barmherzigkeit. Doch für alle gilt: Wagt das Experiment der Misericordia!


      Das Experiment

      Die Misericordia ist keine Fan Fiction im herkömmlichen Sinne. Vielmehr ist sie ein ganzer Roman mit beinahe 300 Seiten. Einmal wöchentlich (beginnend am 01.08.2017) werde ich ein Kapitel (oder Teilkapitel, je nach Länge) hochladen, über das ich gerne mit Euch diskutieren würde. Helft mir, meinen Schreibstil zu verbessern und meinen Traum vom Schriftstellsein zu erfüllen. Über jegliche Kritik bin ich Euch sehr dankbar. Lasst mich am besten schon einmal wissen, was Ihr von dieser Idee haltet, bevor es am 01.08.2017 mit dem Prolog und einer kleinen Überraschung weitergeht. Doch seid gewarnt:

      Das Buch enthält Gewaltdarstellungen! Nacktheit und sexuelle Handlungen werden beschrieben! Darstellung von und Bezugnahme auf Drogenkonsum! Inhalte können verängstigend auf Kinder wirken! Das Buch enthält vulgäre Sprache! Darstellung von Diskriminierung oder Elementen, die als Aufforderung zur Diskriminierung verstanden werden könnten! Das Buch enthält Glücksspielelemente oder ermuntert zum Glücksspiel!

      (Inhaltsbeurteilung frei nach den Bestimmungen der PEGI)

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      Prolog

      Prolog

      „Hey, Arschloch!“, brüllte Samael erzürnt in sein Handy, als er aus der Tür des Devil’s Joint gestürmt kam. „Ruf mich verdammt nochmal zurück, wenn du das hier hörst! Dieser Mistkerl ist einfach nicht aufgetaucht!“ Samael beendete die Ansage abrupt und ließ das Handy in die Innentasche seiner Motorradjacke gleiten. Sollte ihn dieser erbärmliche Hundesohn wirklich verarscht haben, würde er es noch bitter bereuen.

      Es war Ende Dezember, genau genommen Heiligabend, und die Straßen waren noch leerer und kahler als an den übrigen 364 Tagen des Jahres. Während die reichen Leute mit ihren Familien vor dem Kamin saßen, kitschige Weihnachtslieder sangen und darauf warteten, am nächsten Morgen endlich das glitzernde Gold- und Silberpapier von ihren iPhones und iPads reißen zu dürfen, hatte sich der Abschaum von Nether’s End in den zahlreichen Kneipen und billigen Nachtclubs der Stadt versammelt, um seinen Kummer in Alkohol zu ertränken und mit purer Lust zu betäuben. Lediglich drei mit Anabolika vollgepumpte Skinheads traten brutal auf einen im Schnee liegenden Schwarzen ein. Drei weiße Bauern gegen einen schwarzen Läufer – schachmatt.

      Samael klappte den Kragen seiner Motorradjacke nach oben, als der schneidende Wind den Schnee in seine Richtung zu peitschen begann. Er hasste dieses Wetter, aber im Moment hatte er keine andere Wahl, als hier draußen darauf zu warten, dass Midas ihn endlich zurückrief. Im Devil’s Joint würde sich Samael die nächste Zeit nicht mehr blicken lassen können, zu sehr hatte er seinem Unmut über die gegenwärtige Situation Luft gemacht. Die Rushmore Gang würde ihn auf der Stelle erledigen, sollte er den Laden noch einmal betreten. Ungeduldig schirmte Samael den kalten Wind mit einer Hand ab und zündete sich eine Zigarette an. Seinen Blick ließ er wachsam über die Umgebung schweifen.

      Das Devil’s Joint befand sich in einer kleinen, dunklen Gasse am Rande von Nether’s End und nur eine ganz spezielle Klientel wagte sich hierher. Die Mauern waren mit Graffiti besudelt und an den Laternen hingen vereinzelt Wahlplakate mit rechtsradikalem Inhalt darauf. Nur weißes Blut ist reines Blut!, Nieder mit den Parasiten! und Raus aus unserem Land! prangten dort in riesigen Lettern. Ansichten, die die meisten der hier lebenden Menschen teilten. Samaels Hass konzentrierte sich hingegen nicht nur auf Ausländer. Er hasste jeden, der mit einem Lächeln auf den Lippen durchs Leben gehen konnte. It don’t matter if you’re black or white.

      „Was glotzt du so?“, rief in diesem Moment einer der kahlgeschorenen Schläger, die von dem Schwarzen am Boden abgelassen hatten, feindselig zu ihm herüber. Anscheinend brauchten sie ein neues Opfer. Die anderen beiden bauten sich kampfeslustig hinter ihrem Anführer auf. Der eine hatte einen auffälligen Goldzahn, der andere hatte sich das Wort Shithead in unsauberen Buchstaben auf die Stirn tätowieren lassen. Samael hatte selten so etwas Dämliches gesehen. „Kommt schon, Leute, das wollt ihr nicht wirklich“, seufzte er ärgerlich, warf seine Kippe zu Boden und trat sie aus. Für das, was gleich kommen würde, wollte er die Hände freihaben. Die erloschene Zigarette unter seinem Stiefel war seine letzte gewesen und das würden diese Dreckskerle auch gleich zu spüren bekommen. „Halt einfach die Klappe und schieb’ deine Kohle hier rüber“, meinte der Anführer der Gang aggressiv, während er den Baseballschläger, den er in seiner Hand hielt, demonstrativ in die andere klatschen ließ. „… und deine gottverdammte Jacke!“

      Provokant und ein bisschen gelangweilt streifte sich Samael die Motorradjacke vom Rücken, wobei ein silberner Revolver in seinem Hosenbund zum Vorschein kam, und steuerte lässig auf die kleine Gruppe zu. Diese wich beim Anblick der Waffe erschrocken zurück, doch es war bereits zu spät. Wenn Samael schon auf den Rückruf von Midas warten musste, konnte er sich die Zeit ebenso auf diese Weise vertreiben. Ohne Vorwarnung krallte er seine linke Hand in das Gesicht des Nazis mit dem Goldzahn und drückte zu. Immer weiter zerquetschte er es, während die anderen beiden Skinheads machtlos daneben standen. Schockiert starrten sie auf die Szene und auf den Revolver, den Samael in seinem Hosenbund trug. Fassungslos ließ der Anführer der Gang den Baseballschläger fallen und stolperte fluchtartig nach hinten. Samael packte sein bisheriges Opfer, hob es hoch und schmetterte es gegen die Wand. Der Schädel knirschte. Knochensplitter, Blut und Gehirnmasse liefen die Wahlplakate hinab. Die Flugbahn des Goldzahns beschrieb eine Parabel. Nur weißes Blut ist reines Blut.

      „Will sonst noch jemand meine Jacke haben?“, forderte Samael die beiden übrigen Skinheads streitsüchtig heraus, während er ihnen das Kleidungsstück entgegenstreckte. Die dunklen Flecken auf den Feldhosen der Nazis verrieten ihm, dass sie das Interesse berechtigterweise verloren hatten. Der Anführer rannte los und schubste seinen verbliebenen Bluthund dabei zur Seite, um sich einen unehrenhaften Vorsprung zu verschaffen. Samael wartete einen Moment, dann zog er seinen Revolver und drückte ab. Genickschuss. So erledigte man einen räudigen Köter. Mit dem Gesicht voran fiel der Anführer in den Schnee. Nieder mit den Parasiten.

      Shithead stand zitternd vor Samael und Tränen rannen seine Wangen hinab. Leise wimmerte er. Er hatte ja schon vieles erlebt, aber von solch unmenschlichem Verhalten hatte er höchstens in den Gerüchten über das Dritte Reich gehört. Samael musterte ihn schweigend und bedeutete ihm wohlwollend zu gehen. Noch eine Patrone würde er für diese Bande von Weicheiern bestimmt nicht vergeuden. Darum sollte sich einer der ruhmreichen Polizisten dieser Stadt kümmern. Winselnd suchte Shithead das Weite. Raus aus unserem Land.

      Samael wandte sich der Sauerei zu, die er soeben angerichtet hatte. Das Rot des Blutes bildete einen hübschen Kontrast zum Weiß des Schnees. Beinahe kunstvoll. Angewidert strich sich Samael einen Brocken Kleinhirn von der Schulter und betrachtete den bedauernswerten Schwarzen, der unter dem ehemals glatzköpfigen Körper des nun kopflosen Skinheads begraben war. Er lag mit dem Kopf nach unten im kalten, kristallinen Nass und stöhnte leise. Die Schläger hatten ihn – rücksichtslos wie sie waren – am Leben gelassen. Seufzend streifte sich Samael seine Jacke über und richtete seinen silbernen Revolver auf das erbärmliche Stück schwarze Scheiße, bevor es vollends wieder zu Bewusstsein kommen konnte. Mitleidslos hatten es seine Eltern im Rausch ihrer Triebe in diese rassistische Welt gesetzt, ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, was sie ihm damit antaten. Doch Samael würde es aus diesem schrecklichen Albtraum befreien. Danken konnte es ihm dann in der Hölle. Der ohrenbetäubende Knall bahnte sich seinen Weg durch die dunklen Gassen der Vorstadt.

      Samael wischte sich die Blutspritzer aus dem Gesicht und beugte sich zu den beiden vor ihm liegenden Toten hinab. Der Schwarze hatte ihm nichts getan, aber der Pisser von einem Nazi war schuld daran, dass Samael keine Kippen mehr besaß. Irgendwo musste der Skinhead doch welche bei sich haben. Ungeduldig durchsuchte Samael dessen Taschen, bis er schließlich fündig wurde. Genüsslich zündete er sich eine an. Im Kopf überschlug er, was wohl teurer gewesen war: Die Zigaretten oder die Kugeln, die er für diesen Abschaum hatte verschwenden müssen.

      Cells, der Soundtrack von Sin City, ertönte, woraufhin Samael reaktionsschnell nach seinem Handy griff. „Wo ist der Wichser?“, war das Erste, was er seinem Gesprächspartner wütend entgegenspuckte. „Reg dich ab, Samael, er wird schon noch kommen“, ertönte Midas’ ruhige Stimme am anderen Ende der Leitung. Der Casinobesitzer war einer der wenigen, denen beim Umgang mit Samael nicht sofort der kalte Schweiß ausbrach. „Ich warte schon seit zwei Stunden“, knurrte Samael aufgebracht und zog ein weiteres Mal an seinem Glimmstängel. Bereits vor langer Zeit hatte das Nikotin aufgehört bei ihm zu wirken, doch er war noch immer süchtig danach. „Vielleicht hat ihn ja der Ku-Klux-Klan erwischt“, entgegnete Midas spitz. Er selbst hatte sich schon häufig an ihren illegalen Aktionen bereichert. Und wenn es nur ein einfaches Sponsoring dafür gewesen war, ihm einen unliebsamen Konkurrenten vom Hals zu halten. „Moment, ist dieser Kerl etwa schwarz?“ Samael beschlich ein ungutes Gefühl. „Ja, hab ich dir das nicht erzählt?“, antwortete Midas skeptisch. „Ich bin mir eigentlich sicher, es erzählt zu haben.“ „Kann sein …“, brummte Samael missmutig. Angespannt blies er den Rauch seiner Zigarette in die kühle Nachtluft hinein. „Aber du hast nicht zufällig auch erzählt, dass er in etwa ein Meter achtzig groß ist und schwarze Rastalocken trägt?“ „Wieso? Hast du ihn etwa doch schon gesehen?“, erwiderte Midas verärgert. Er hasste es, wenn jemand seine Zeit verschwendete. Er konnte sie genauso gut darauf verwenden, verzweifelten Familienvätern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Oder eine weitere Million zu machen. „Vielleicht“, entgegnete Samael vorahnungsvoll. Mit dem Fuß drehte er den zerschundenen Körper des toten Schwarzen auf den Rücken. „Könnte sein, dass ich ihm ’ne Kugel in den Hinterkopf gejagt habe.“ Am anderen Ende der Leitung war lautes Gelächter zu hören. „Was ist daran so witzig?“, fragte Samael gereizt, während er sich zu der Leiche seines vermeintlichen Informanten hinunterbeugte. In der Jackentasche fand er den Abholschein einer Reinigung: Textilreinigung Ang Zang – Nummer 4, Kunde: Uriel Owusu. Das war der Typ, auf den er die ganze Zeit gewartet hatte. „Nichts“, versuchte Midas sein Lachen mühsam zu unterdrücken. „Aber dank dir bin ich jetzt ’nen Tausender reicher. Gestas sieht nicht gerade glücklich aus.“

      Genervt drückte Samael Midas weg und betrachtete stattdessen den leblosen Körper von Uriel. Wut kroch in Samael hoch. Verzweiflung. Von dem Toten hatte er die Informationen erhalten sollen, die er für das Auffinden des Mannes benötigte, den er für all das hier verantwortlich machte. Der Fremde hatte das Leben von Samaels Vater zerstört und Samaels gleich mit. Er hatte sie in den finanziellen Ruin getrieben, sie gestürzt, ihnen das Ansehen der Familie geraubt. Und auch nach Generationen würden sie sich nicht davon erholen können. Sie hatten alles verloren und lebten seitdem in Armut und Schande. Dieser Fremde war der Grund, warum Samael ein Leben als Verbrecher fristete. Ein Leben unter Abschaum und Maden. Und trotzdem würde dieser Mistkerl ein weiteres Mal damit davonkommen dürfen. Angestauter Hass und tiefsitzende Trauer entluden sich in einen markerschütternden Schrei.

      Überraschung

      Wie versprochen habe ich eine kleine Überraschung vorbereitet, vor allem für diejenigen, die nicht so gerne lesen. Es ist nur ein erster Versuch, aber vielleicht habt ihr ja mehr Erfahrung in Tonaufnahmen wie ich und könnt mir einige Tipps geben. Außerdem hoffe ich immer noch, dass mir einige kreative Köpfe hier ein Intro zusammenschustern können, sobald sie mehr über die Geschichte erfahren haben :D Gute Fanarts gibt es hier ja zuhauf!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit | Prolog



      Kapitel 1 (Teil 1)

      1 Samael 1,1-8

      Der schmerzverzerrte Schrei eines Kindes riss Samael aus dem Schlaf. Es folgte ein lautes Klatschen wie von einer Ohrfeige und schließlich Stille. Totenstille. So ging das jeden Morgen, seit Samael vor ein paar Jahren in diese Gegend gezogen war. Und auch der Morgen vor Heiligabend machte da keine Ausnahme. Kraftlos tastete Samael auf dem Nachttisch herum, während das unerträgliche Pochen in seinem Kopf immer stärker wurde. Mühsam versuchte er sich zu erinnern, was am gestrigen Tag geschehen war. Sein Bett roch nach Alkohol und Schweiß. Blind fanden seine Finger, wonach sie gesucht hatten und Samael setzte sich auf. Mit dem letzten Schluck abgestandenen Whiskys aus einer Pulle neben seinem Bett spülte er das Aspirin hinunter. Benommen blinzelte er. Überall in seinem Appartement lagen schmutzige Klamotten und leere Flaschen herum. Die Wände waren unverputzt und kahl. Dasselbe Drecksloch wie immer. Stöhnend warf Samael einen Blick auf die verstaubte Uhr, die auf seinem Nachttisch stand. Es war gerade einmal 06:00 Uhr morgens. Daneben lag der silberne Revolver, den er für seine Aufträge benötigte. Mit schwerfälligen Bewegungen griff er nach ihm und ließ die Munitionstrommel aufschnappen. Eine der Kugeln fehlte. Krampfhaft versuchte sich Samael zu erinnern, was mit ihr geschehen war. Es durchzuckte ihn wie ein Blitz. Hektisch riss er die Schublade seines Nachttisches auf und blickte hinein. In einem blutverschmierten Knäuel aus Zeitungspapier fand er, was er gesucht hatte. Erschöpft ließ er sich zurück auf seine Matratze fallen. Lichtblitze wie nach einem schlechten Trip tanzten vor seinen Augen herum.

      Einige Minuten vergingen, bevor sich Samael erneut aus seinem Bett stemmte, um mühsam durch den verwahrlosten Raum zu wanken. Vom Boden schnappte er sich ein abgewetztes Sweatshirt und eine löchrige Hose, mit denen er im angrenzenden Bad verschwand. Die Neonröhre an der Decke flackerte gespenstisch und ließ den kleinen Raum noch kälter und beklemmender wirken, als er ohnehin schon war. Ihr schwacher Schein beleuchtete die dreckigen Fliesen an den Wänden und offenbarte so die geronnenen Spuren längst vergangener Heimarbeit. Die verrosteten Wasserrohre an der Decke ließen das Ganze wie eine Kulisse aus der Saw-Reihe wirken. Aus dem ersten Teil, wohlgemerkt, nicht aus einer der schlechten Fortsetzungen. Ein flüchtiger Blick in den zerbrochenen Spiegel über dem rissigen Waschbecken genügte, um Samael die Folgen des vergangenen Abends zu demonstrieren. Überall in seinem Gesicht waren feine Blutspritzer verteilt, die auf eine heftige Auseinandersetzung hindeuteten. Das heißt, bis er sie mit einem schnellen Schuss beendet hatte. Doch auch ansonsten wirkte Samael nicht sehr vertrauenerweckend. Er hatte kühle, stahlblaue Augen und schwarze, wilde Haare, die ihm müde über die Stirn hingen. Sein muskulöser Oberkörper war über und über mit Tattoos versehen, für jedes seiner Opfer eins. Nicht dass er sich um sie scherte, doch eine kleine Erinnerung an seine wenigen Erfolge im Leben brauchte selbst er. Auch heute Mittag würde er wieder im Tattoostudio seines Vertrauens vorbeischauen müssen. Gleichgültig trat Samael unter die schimmlige Dusche und drehte den Wasserhahn auf. Wenn er heute noch aus dem Haus wollte, musste er zumindest das Blut loswerden. Das eiskalte Wasser lief Samaels narbigen Nacken hinab, während er über sein Leben nachzudenken begann. Ohne Zweifel war allein der Fremde von damals schuld daran, dass Samael sein Leben in diesem Elend fristen musste. Damals war Samaels Vater noch ein berühmter Arzt gewesen, doch mit dem Auftauchen des Fremden hatte ihr sozialer Abstieg begonnen. Der Fremde hatte Samaels Vater in kriminelle Machenschaften verwickelt, woraufhin dieser seine Zulassung verloren hatte und die familieneigene Klinik bankrott gegangen war. Samaels Vater hatte untertauchen müssen – hatte sie im Stich gelassen – und hatte damit das Schicksal von Samaels Mutter besiegelt. Wenige Monate nach seinem Verschwinden war sie gestorben. Den damals achtjährigen Samael hatte man ins Waisenhaus gesteckt, da sein Vater dem Suff, der Kriminalität und der Gleichgültigkeit zum Opfer gefallen war. Seitdem war kein Tag mehr vergangen, an dem Samael dem geheimnisvollen Fremden nicht den Tod gewünscht hatte. Samael suchte nach ihm, um ihn für das, was er getan hatte, zur Rechenschaft zu ziehen. Er wollte ihn dazu bringen, all das rückgängig zu machen. Doch bisher hatte Samael keinen Hinweis auf den Verbleib des Mannes entdecken können. Und das Ganze war inzwischen schon dreizehn Jahre her.

      Nachdenklich stieg Samael aus der Dusche, wobei er aufpassen musste, dass er mit seinen nackten Füßen nicht auf die Scherben des zerstörten Spiegels trat. Schon oft hatte er mit dem Gedanken gespielt, die scharfkantigen Splitter wegzuräumen, aber irgendwie gehörten sie inzwischen genauso zum Inventar wie die weiße Kreidesilhouette unter dem Schlafzimmerfenster, die ihm der Vormieter freundlicherweise hinterlassen hatte. Damals war Samael hierhergezogen, weil es das einzige Drecksloch gewesen war, das er sich nach einem der zahlreichen Aufenthalte im Gefängnis hatte leisten können. Inzwischen hatte Samael zwar einen Job, doch seine Schulden überstiegen seine Verdienste um Längen. Wenn er also nicht mit Betonschuhen an den Füßen im Hafenbecken landen wollte, musste er schleunigst etwas Geld verdienen. Müde zog er sich an und schlich zurück zu seinem Nachttisch, aus dessen Schublade er das blutige Knäuel Zeitungspapier fischte. Wenn er Glück hatte, würde er sich damit ein paar weitere Wochen seines schäbigen Lebens erkaufen können.

      *

      Die kalte Winterluft rauschte an Samael vorbei, während er mit seiner Harley, die er vor langer Zeit einem Hells Angel gestohlen hatte, die vereisten Straßen entlang düste. Seine Gedanken klarten sich auf, doch es waren finstere Gedanken, die ihn für den heutigen Tag nichts Gutes erahnen ließen. Die rote „Weihnachtsbeleuchtung“ im örtlichen Bordell erinnerte ihn daran, dass heute der heiligste Abend des Jahres sein würde und selbst die betrunkenen Penner in den Straßengräben hatten sich dieses Jahr an der weihnachtlichen Atmosphäre beteiligt, indem sie ihre brennenden Mülltonnen wie Lichterketten entlang des schneebedeckten Bürgersteigs aufgestellt hatten. In weiter Ferne war das Geschrei eines neugeborenen Jesuskindes zu hören, das bereits in der nächsten Ausgabe der örtlichen Klatschzeitung für Schlagzeilen sorgen würde. Erfrorenes Baby vor Kirchenpforte gefunden, so in etwa stellte sich Samael die Überschrift vor – gleich hinter dem dreiteiligen Fortsetzungsartikel darüber, zu welchem Anteil Pamela Andersons Brüste aus Silikon bestanden. Natürlich unterlegt mit jeder Menge Bildern, alles in Großformat und in Farbe.

      An der nächsten Abzweigung bog Samael auf den Highway ab und überlegte dabei, was der heutige Freudentag in seinem Leben verändern würde. Vermutlich würde er wie jedes Jahr in irgendeiner versifften Kneipe enden und solange Schnapsflaschen leeren, bis er tatsächlich glaubte, sein Leben hätte einen Sinn. Und am nächsten Morgen würde er in seinem eigenen Erbrochenen aufwachen und feststellen, dass er sich geirrt hatte. Niemand würde ihm helfen oder gar fröhliche Weihnachten wünschen. Er würde nur desorientiert daliegen und wissen, dass es niemanden gab, der sich einen Scheiß um ihn kümmerte. Alles, was man von ihm verlangte, war, dass er seinen Job richtig machte. Und deshalb war er jetzt auf dem Weg zu Midas, um ihm ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk zu überreichen. Samael hatte sich sogar die Mühe gemacht, es in rot verfärbtes Zeitungspapier zu verpacken. Es war der zweite Teil der Reportage über Pamela Andersons Brüste gewesen.

      Ruckartig trat Samael auf die Bremse. Das Arschloch vor ihm hatte doch tatsächlich die Nerven, ohne erkennbaren Grund das Tempo zu drosseln. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Fahrer des teuren Geländewagens um einen dieser neureichen Schnösel, die sich nur in Begleitung irgendeines Flittchens zeigten, das unter Schminke lebendig begraben und von oben bis unten mit Christbaumschmuck behangen war. Hinter den getönten Scheiben war es bestimmt gerade dabei, ihren Macker auf abenteuerliche Art und Weise zu bescheren. Da konnte man nur hoffen, dass der Lippenstift dieser Schlampe wasserfest war. Entnervt überholte Samael den schwarzen Jeep und überlegte dabei, ob er dessen Fahrer den ausgestreckten Mittelfinger zeigen sollte. In einem Anflug von Großmut entschied er sich dagegen und raste davon.

      Bei ihrer ersten Begegnung hatte Samael Midas umbringen wollen. Damals hatte der aufstrebende Geschäftsmann und Casinobesitzer Midas Lansky begonnen, seine Nase in die Geschäfte der städtischen Unterwelt zu stecken, was einigen Leuten überhaupt nicht gefallen hatte. Zu ihrem Pech hatte Midas jedoch mehr Geld für Samaels Dienste bieten können, weswegen dieser zu ihm übergelaufen war. Nach und nach hatte Midas sämtliche illegalen Geschäfte der Stadt an sich gerissen, sodass es inzwischen kaum noch Verbrechen gab, in denen er seine Finger nicht im Spiel hatte. Samael war als eine Art Freiberufler bei ihm geblieben und erledigte seitdem die Drecksarbeit für den Paten. Er wusste, dass Midas einige sehr mächtige Freunde besaß, mit denen er es sich nicht verscherzen sollte. Und solange die Bezahlung stimmte, sprach auch nichts dagegen, die Aufträge dieses arroganten Arschlochs weiterhin auszuführen.

      Nervös zuckte Samael zusammen. Der Wagen hinter ihm hatte urplötzlich aufgeblendet. Es war derselbe schwarze Geländewagen, dem er vorhin schon begegnet war. Verfolgte man ihn etwa? Misstrauisch beobachtete Samael den Wagen im Seitenspiegel. Er fuhr schneller als Samael und kam ihm bedrohlich nahe. Es folgte ein waghalsiges Überholmanöver und schließlich die Bremse. Samael riss den Lenker herum. Dieses Mal hatte er keine Gelegenheit, rechtzeitig anzuhalten. Seine Harley neigte sich dem Boden gefährlich nahe, woraufhin die Reifen zu schlittern begannen. Kontrollverlust. Mit einem Mal bereute Samael, dem Fahrer des Geländewagens nicht den Mittelfinger gezeigt zu haben, als er noch die Chance dazu gehabt hatte. Die Harley krachte zu Boden und Samael wurde von ihrem Sattel gerissen. Zum Glück trug er seine Motorradjacke und einen Helm, seine Hose hatte sowieso schon Löcher gehabt. Mehrmals überschlug er sich, bis er beinahe bewusstlos liegen blieb. Er spürte, wie warmes Blut in seine Augen lief und seine Sicht zu verschwimmen begann. Gehupe und Geschrei drangen an seine Ohren. Dann hörte er eine Autotür. Ein südländisch aussehender Typ mit Glatze beugte sich über ihn und aschte ihn mit den Überresten einer glimmenden Zigarette voll. So ein Hurensohn. Selbst bei dieser Kälte trug der Mann ein knallbuntes Hawaiihemd über knielangen Chino-Shorts und eine Sonnenbrille, in der Samael sein eigenes blutverschmiertes Gesicht erkennen konnte. Zum ersten Mal hoffte Samael inständig, dass die Warnungen auf den Zigarettenpackungen mehr als nur Sprüche waren. Die Schockbilder nicht bloß Sticker für irgendein Sammelalbum. Denn diesem Typen wünschte er den Krebs und die Pest an den Hals. Impotenz sowieso. Bevor Samael jedoch einen abfälligen Spruch loswerden konnte, wurde ihm schwarz vor Augen.

      Hörbuch

      Unten findet ihr den Link zu meinem Hörbuch. Wie immer gilt: Wer Interesse daran hat, ein Hörbuch zu produzieren, ich kann jede Hilfe gebrauchen!

      Misericordia – Die sieben Werke der Barmherzigkeit | 1 Samael 1,1-11



      Kapitel 1 (Teil 2)

      1 Samael 1,9-17

      Als Samael wieder zu sich kam, fand er sich in einer düsteren Umgebung wieder. Sein Kopf hämmerte wie verrückt und wenn ihm nicht ohnehin schon schlecht gewesen wäre, hätte die Musik, die unentwegt zu seinen Ohren drang, sicherlich dafür gesorgt. Marble breaks and iron bends tönte es durch den ganzen Raum. „Ich breche euch gleich was“, dachte Samael gereizt, während er benommen versuchte, sich zurechtzufinden. Man hatte ihn an Händen und Füßen gefesselt und auf eine rote Ledercouch gelegt, die in der hinteren Ecke eines loungeartigen Raumes stand. Mühsam hievte er sich auf, wobei er feststellte, dass er wohl noch einmal Glück im Unglück gehabt hatte. Ein paar Prellungen, vielleicht eine Gehirnerschütterung, damit konnte er leben. Im Sturz hatte er sich reflexartig zusammengezogen, wodurch er seine inneren Organe geschützt und sich selbst fachmännisch abgerollt hatte. Desorientiert schaute er sich um. Sein silberner Revolver lag weiter hinten auf einem Tresen vor einer Bar. Die Barhocker waren mit demselben Leder bezogen wie die Couch, sodass der Eindruck eines mehr oder weniger geschmackvoll eingerichteten Etablissements entstand. Tische, Sitzgruppen und Dekoration waren perfekt aufeinander abgestimmt und selbst die altmodische Jukebox, die in der hintersten Ecke des Raumes stand, passte perfekt in das Flair hinein. Lediglich die Musikauswahl schien die eines Idioten zu sein.

      „… but our love will never end“, trällerte in diesem Moment eine hohe Stimme zur Musik, kurz bevor der dazugehörige Mann fröhlich durch die Türe tänzelte. Er war klein, hager und schien ein Faible für paillettenbestickte Klamotten zu haben. Sowohl Hut als auch Schuhe und Gürtel reflektierten das wenige Licht innerhalb des Raumes und ließen den schmächtigen Mann wie einen Engel erstrahlen. Mit einer Hand war er gerade dabei, seinen Hosenstall zu schließen. „Hast du Arschloch dir wenigstens die Hände gewaschen?“, knurrte Samael aggressiv und ließ den Mann erschrocken zusammenfahren. Dieser hatte anscheinend nicht damit gerechnet, den Gefangenen bei Bewusstsein anzutreffen. Auf dem Absatz machte er kehrt und stolperte aus dem Raum. Nur sein lächerlicher Kastratensopran war noch zu hören: „Abel, der Typ ist gerade aufgewacht, was soll ich jetzt mit ihm machen?“ Unverständliches Gemurmel drang in den Raum, bevor der Hawaiihemd tragende Fahrer des schwarzen Geländewagens in der Tür erschien. Sein Partner schlurfte ergeben hinter ihm her. Beinahe hätte Samael gelacht, wenn er sich vorstellte, dass das putzige, kleine Kerlchen das Flittchen aus Samaels Vorstellung war, das dem anderen während der Fahrt einen geblasen hatte.

      Der Südländer zog einen der Barhocker zu sich heran und setzte sich Samael gegenüber. „Ich nehme an, du weißt, warum du hier bist?“ „Ich soll den Papst umbringen, damit ihr beiden Homos endlich heiraten könnt?“ Samael schaffte es einfach nicht, die beiden Trottel für voll zu nehmen. Er musterte Abels paillettenbestickten Partner argwöhnisch. „Wahrscheinlich heißt der da auch noch Kain und ihr beide seid Brüder. Ekelhaft!“ Abel überging Samaels gehässige Bemerkung geflissentlich und beugte sich zu ihm hinab. Der unangenehme Geruch von billigem Rasierwasser kroch Samael in die Nase. „Du schuldest unserem Boss 20.000 Dollar. Und wir lassen dich nicht eher gehen, bis er sie hat.“ „Ach wirklich?“ Samael hob skeptisch eine Augenbraue. Er hatte ja schon viele Entführungen erlebt – oder selbst durchgeführt –, aber so eine schlechte Planung war ihm dabei selten untergekommen. „Und wie soll ich an das Geld gelangen, wenn ihr beiden Vollpfosten mich hier gefangen haltet? Ich kann mir das Geld schließlich nicht aus dem Arsch ziehen.“

      Kain – Samael hatte beschlossen, das putzige Kerlchen von nun an so zu nennen - und Abel warfen sich ratlose Blicke zu. Zugegebenermaßen hatte ihr Gefangener recht. Allerdings durfte er auch nicht vergessen, in was für einer Situation er sich befand. Bedrohlich baute sich Abel vor Samael auf. Dieser Schönling – nein, diese erbärmliche Wichsvorlage würde sich nicht noch einmal über sie lustig machen. „Ich hätte allerdings eine Idee, was wir drei Hübschen jetzt machen könnten“, säuselte Samael beschwichtigend. „Und zwar?“ Abel war sich nicht sicher, wie er jetzt reagieren sollte. Er war ein Mann fürs Grobe, von Verhandlungen hatte er keine Ahnung. Zumindest hatte man ihm bisher noch nicht geraten, UN-Botschafter zu werden. „Ich verrate es dir“, antwortete Samael geheimnisvoll und bedeutete Abel mit einem vielsagenden Blick näherzukommen, damit er ihm den Plan ins Ohr flüstern konnte. Zögernd beugte sich Abel zu ihm herab. „Weißt du …“ Samael machte eine bedeutungsvolle Pause. „Ich bin ein Killer!“ Mit einem Mal sprang er auf und donnerte Abel die Stirn ins Gesicht. Man hörte, wie das Nasenbein knirschte und Abel fluchend zurückstolperte. Seine Nasenscheidewand hatte diese Korrektur dringend nötig gehabt. Ein wenig ärztliches Talent musste Samael von seinem Vater ja geerbt haben. Samael ließ Abel keine Zeit, sein Gleichgewicht wiederzufinden und warf sich mit voller Wucht gegen ihn. Gemeinsam taumelten sie nach hinten und krachten in die Bar. Regalbretter brachen, wodurch ein Regen aus Flaschen und Gläsern auf sie herabprasselte. Eine Spirituose nach der anderen zerplatzte am Boden, wo sich eine riesige Pfütze aus Scherben und Alkohol sammelte. Mittendrin lagen Samael und Abel und wanden sich. Eine Flasche Absinth traf Abel am Kopf und blutige Schlieren verteilten sich in dem Cocktail aus Wodka, Whisky und Rum. Bloody Blackout. Abel hatte das Bewusstsein verloren. K. o. in der ersten Runde. Keuchend schaute sich Samael um. Mithilfe einer Scherbe gelang es ihm, seine Fesseln zu lösen und aufzustehen. Kain hingegen stand noch immer an derselben Stelle wie vor dem Überraschungsangriff. Wie angewurzelt hatte er alles mit angesehen.

      „Sag mal, hast du vielleicht Feuer?“, wandte sich Samael hilfesuchend an ihn. Die knallbunte Kleidung von Abel hatte sich mit Alkohol vollgesogen und würde mit ziemlicher Sicherheit einen guten Zündstoff abgeben. Verunsichert schüttelte Kain den Kopf. Seine Haare waren hellblond, beinahe schon weiß, seine Augen hellblau. Irgendwie hatte er etwas Unschuldiges. „Na ja, auch gut, dann hat dein Kumpel eben Glück gehabt“, entgegnete Samael gleichmütig und fischte eine intakte Flasche Whisky aus den Trümmern hervor. Mit einem kräftigen Schluck versuchte er die Kopfschmerzen zu betäuben, die er den beiden Volltrotteln zu verdanken hatte. Plötzlich war ein lautes Räuspern zu vernehmen. Samael drehte sich um und bemerkte den etwa vierzigjährigen Mann, der gerade in der Tür erschienen war. Seine Gesichtszüge waren unnatürlich glatt und gepudert. Das Gel in seinen Haaren genauso überproportioniert wie der Gebrauch seines Parfums. Es stank nach Arroganz und einem Scheißhaufen voll Geld. Die protzige Rolex bestätigte diese Vermutung ebenso wie der teure Nadelstreifenanzug, der dem Mann perfekt auf den Leib geschneidert schien. Das Hemd hatte die Farbe druckfrischer Dollarnoten und die Schuhe sahen aus, als wären sie eigens für diesen Anlass angefertigt worden. Vermutlich war dieser Look mehr wert, als Samael in seinem ganzen Leben verdienen würde.

      „Halt mal“, zischte Samael verärgert und drückte Kain die Whiskyflasche in die Hand, bevor er auf den selbstgefälligen Mann in der Tür zusteuerte. Teurer Scotch, uralter Whisky, ausländische Edelmarken. Warum war er darauf nicht früher gekommen? Er musste in Midas’ gottverdammtem Casino sein! Er befand sich in einem der zahlreichen Hinterzimmer, in denen Midas private Hungerspiele für seine Stammgäste veranstaltete. Das Logo der Spielhölle prangte sauber eingestickt auf Midas’ Brusttasche. „Du schuldest mir Geld“, erklärte Midas die Situation schulterzuckend. Er wusste genau, dass Samael es nicht wagen würde, ihm ein einziges Haar zu krümmen, egal wie sauer er war. „Es gelten dieselben Regeln für alle: Wer nicht zahlt, wird von meinen Untergebenen auf höflichste Art und Weise darauf aufmerksam gemacht.“ „Und was ist hiermit?!“ Zornig griff Samael in seine Jackentasche und schleuderte Midas das zerknüllte Zeitungspapier vor die Füße. Wie eine Seerose entfaltete sich das Knäuel und machte den Blick auf ein herausgetrenntes Menschenherz frei. Blutig, genau wie Midas es mochte. „Der Auftrag war mindestens 20.000 Dollar wert!“ „Du sagst es, Samael, der Auftrag war 20.000 Dollar wert. Aber das war vor der Planänderung.“ „Was willst du mir damit sagen?“ Samael ballte die Fäuste. Wie sehr er es hasste, dass dieser Mann nahezu unantastbar war. Samaels Revolver lag nur eine Armlänge von ihm entfernt auf dem Tresen der Bar, aber im Vergleich zu dem, was Midas den Rücken stärkte, war die Waffe bedeutungslos. Politik, Wirtschaft, organisierte Kriminalität, überall gab es Menschen, die von Midas profitierten. Und sollte der Pate sterben, würde ihre Rache mit Sicherheit furchtbar sein. „Das bedeutet, dass du das Geld nicht bekommst und demnach auch nicht an mich zurückzahlen kannst“, offenbarte Midas trocken. „Aber keine Sorge, ich kümmer mich gut um meine Angestellten, du bekommst etwas Besseres.“ „Abgelehnt“, knurrte Samael bedrohlich. Ein Deal war ein Deal und daran wurde nichts mehr geändert. Das hatte er von einem Typen gelernt, den sie den Transporter nannten. Oder von einem Film – Samael wusste es nicht mehr. „Suchst du etwa nicht mehr nach diesem Kerl, der deine Familie zerstört hat?“, fragte Midas scheinheilig und ließ sich lässig auf einen der Barhocker sinken. Er wusste genau, dass er Samael damit an der Angel hatte. „Ich habe Informationen, die du den 20.000 Dollar garantiert vorziehen wirst. Deine Schulden bleiben in diesem Fall selbstverständlich bestehen. Zuzüglich Zinsen, wir verstehen uns.“ „Das ist immer noch meine Entscheidung.“ Samael war nicht gewillt, einfach kleinbeizugeben, doch Midas’ Angebot hörte sich zugegebenermaßen verlockend an. Samael hatte dem Paten schon vor langer Zeit von seiner Suche nach dem Fremden erzählt, da die Mafia ihre Augen und Ohren überall hatte. Allerdings hatte er ihm nie mehr verraten, als er tatsächlich wissen musste. „Wie du meinst“, grinste Midas siegessicher. „Ich habe vor Kurzem einen Schwarzen namens Uriel Owusu kennengelernt, der mir glaubwürdig versichern konnte, deine Zielperson zu kennen. Uriel wartet heute Abend um Punkt 17:00 Uhr im Devil’s Joint auf dich. Komm besser nicht zu spät.“ „Wenn einer von euch lügt, seid ihr beide tot“, warnte Samael eindringlich. Die Informationen hatten ihn vorerst zufriedengestellt. Missmutig steckte er seinen Revolver ein. „Ich hoffe, du legst für diesen Uriel deine Hände ins Feuer. Oder besser noch: Deine Kreditkarten.“ „Das tue ich“, erwiderte Midas ungerührt. Wie immer verzog er keinerlei Miene. Es war jedoch nicht ersichtlich, ob es an seiner Arroganz oder den zahlreichen Botoxbehandlungen lag.

      Samael warf einen flüchtigen Blick zu Kain hinüber. „Und was machst du jetzt mit diesem Knallkopf da?“ Abels Toyboy hatte Samaels Whiskyflasche beinahe leergetrunken, so nervös war er beim Anblick von Midas geworden. Mit Sicherheit hätte er sich schon längst übergeben, wenn er es sich nicht aus Respekt vor seinem Arbeitgeber verkniffen hätte. „Treib es nicht zu weit, Samael.“ Midas hob bedrohlich eine Augenbraue. „Du schuldest mir immer noch 20.000 Dollar und wenn ich nicht so ein gnädiger Mensch wäre, könntest du deine Lungenflügel morgen von den Stufen meines Casinos kratzen. Sieh die Entführung als eine Art Warnung: Das nächste Mal hast du das Geld dabei oder ein Motorradunfall wird dein geringstes Problem sein. Deine Harley steht übrigens draußen. Eventuell solltest du sie in eine Werkstatt bringen.“ „Okay, okay.“ Samael hob beschwichtigend die Hände. „Ich bin ja schon weg“, meinte er lässig und steuerte auf den Ausgang zu. Bis zum Abend hatte er noch Zeit und würde sowohl seine Harley als auch sich selbst wegen des Unfalls durchchecken lassen. In der Tür begegnete er einem breitschultrigen Mann in einem schwarzen Gothic-Mantel, der ganz offensichtlich zu Midas wollte. Samael hatte ihn schon häufig gesehen. Irgendwie erinnerte ihn dieser Kerl jedes Mal an Morpheus aus der Matrix-Trilogie. Doch statt einer Sonnenbrille trug er goldene Kontaktlinsen. Und im Gegensatz zu Morpheus war er Samael vom ersten Moment an unsympathisch gewesen. Doch das beruhte wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit. Ein letztes Mal wandte sich Samael an Midas: „Ach, Boss, eins noch: Hättest du vielleicht etwas Geld für mich? Ich hab gehört, dass ihr ’nen neuen Automaten habt und irgendwie hab ich das Gefühl, dass heute mein Glückstag ist.“

      *

      Nachdem Samael endlich verschwunden war, blickte Midas zu seinen Lakaien. Kain hatte inzwischen in eine der herumstehenden, millionenschweren Vasen gekotzt und Abel suhlte sich noch immer in einem Gemisch aus Alkohol und eigenem Blut. Verständnislos schüttelte Midas den Kopf. Schläger von der Agentur waren einfach nicht mehr dasselbe wie früher. Hoffnungsvoll richtete er seine Aufmerksamkeit auf den Mann, der soeben den Raum betreten hatte: Gestas war von Kindertagen an Midas’ bester Mann gewesen. Im Kindergarten hatten sie die Barbie-Puppen von Cindy McKyle entführt, ihnen sämtliche Gliedmaßen abgerissen und diese Stück für Stück zurückgeschickt, um auf diese Weise eine Handvoll Kaugummi zu erpressen. Inzwischen schmuggelten sie Waffen und Drogen im Wert von Millionen. Gestas war Midas’ persönlicher Leibwächter und hatte vor dem Raum darauf gewartet, dass Samael eine falsche Bewegung machte, damit er hineinstürmen und ihm eine Kugel in die Brust jagen durfte. In der Unterwelt kannte man ihn unter dem Namen „Herzensbrecher“, da er das Herz seiner Opfer niemals verfehlte. Sei es mit der Pistole, dem Messer oder mit der bloßen Hand. Zu seinem Pech hatte sich Samael jedoch mehr oder weniger benommen, sodass er seine beeindruckenden Fähigkeiten nicht an diesem hatte demonstrieren können.

      „Ich bezweifel ja, dass Samael seine Zielperson jemals finden wird.“ Midas klang beinahe etwas mitleidig. Er fand es interessant zu sehen, wie weit Samael für seine lächerlichen Ziele zu gehen bereit war. „Ich wette tausend Dollar darauf, dass er uns diesen Uriel schneller vom Leib schaffen wird, als es ihm selbst lieb ist. Wahrscheinlich bringt er ihn um, noch bevor er seine Informationen erhalten kann.“ Gestas grinste. „Die Wette gilt.“ So dumm würde selbst Samael nicht sein.

      Hörbuch

      Unten findet ihr den Link zu meinem Hörbuch. Wie immer gilt: Wer Interesse daran hat, ein Hörbuch zu produzieren, ich kann jede Hilfe gebrauchen! Und wundert euch nicht über unterschiedliche Versangaben, das kommt daher, dass ich diese kurz vor Veröffentlichung des Textes umformatiere, sodass sie während der Aufnahme des Hörbuchs noch anders waren.

      Misericordia – Die sieben Werke der Barmherzigkeit | 1 Samael 1,9-17



      Kapitel 2 (Teil 1)

      1 Samael 2,1-7

      Mit einer Kugel im Kopf lag Uriel Owusu im Schnee und lächelte. Das glückliche Schwein hatte sein Leben endlich hinter sich, während Samael weiterhin nach seiner Zielperson suchen musste. Und der einzige Hinweis, der ihm dabei geblieben war, war der Abholschein einer chinesischen Reinigung, den Samael beim Durchsuchen von Uriels Jackentasche gefunden hatte. Samael schaute auf seine Uhr. 19:30 Uhr. Der Abholschein versprach eine Öffnungszeit bis 20:00 Uhr. Allerdings war heute Heiligabend. Andererseits feierte man Weihnachten nicht in allen Kulturkreisen. Erst recht nicht in China. Zum Glück hatte man Samael in der Werkstatt ein Ersatzmodell für seine Harley gegeben. Und zwar eine pinke Enduro. Hey, besser als nichts. Entschlossen startete er den Motor und brauste los.

      Die Textilreinigung Ang Zang befand sich nur wenige Minuten vom Devil’s Joint entfernt. Das Schaufenster war noch erleuchtet, als Samael von seiner pinken Enduro stieg. Mit seinem Motorradhandschuh wischte er etwas Baustaub von der Scheibe, um hineinspähen zu können. Man konnte nur hoffen, dass die Besitzer die in Auftrag gegebenen Kleidungsstücke besser pflegten als ihr Ladengebäude. Im Inneren sah es genauso ungemütlich aus wie von außen. Der Vorraum war eng, kaum Platz zum Atmen. Hinter einem schmalen Tresen stand eine alte Chinesin, die es anscheinend mit Hilfe zahlreicher Hausmittelchen geschafft hatte, ein Alter jenseits der 120 zu erreichen. Von außerhalb des Gebäudes war es für Samael jedoch unmöglich zu erkennen, ob sie noch lebte. Unbewegt stützte sie sich auf einen Gehstock, der mindestens so alt war wie sie selbst, und hielt die Augen geschlossen. Erst als Samael den Laden betrat, hob sie ihre Lider.

      „Ich möchte meine Klamotten abholen“, trug Samael sofort sein Begehren vor. Uriels Abholschein legte er auf den Tresen. Die alte Chinesin machte jedoch keine Anstalten sich zu bewegen geschweige denn, den Abholschein aufzunehmen.Samael wartete einige Sekunden, dann nahm er den Schein und drückte ihn ihr in die Hand. „Ich habe es wirklich eilig, wenn Sie also …“ Die Alte drehte sich um und brüllte einige Worte auf Chinesisch in ein Hinterzimmer. Es dauerte nicht lange und ein junger Chinese tauchte auf. Mit einem Nicken begrüßte er Samael und widmete sich dann der alten Vettel, die ununterbrochen auf ihn einredete und dabei hektisch – zumindest so hektisch, wie es in ihrem Alter noch möglich war - gestikulierte. Samael stand daneben und wartete geduldig. Anscheinend gab es Verzögerungen im Betriebsablauf. Kaum hatte die alte Chinesin jedoch geendet, wandte sich der junge Mann an Samael: „Lady Ouija behauptet, dass Sie nicht der rechtmäßige Besitzer der geforderten Kleidung sind. Haben Sie einen Abholschein?“ Etwas perplex deutete Samael auf den Zettel in Lady Ouijas Hand. „Ich habe ihn ihr bereits gegeben“, erklärte er ruhig. Es war unmöglich, dass diese alte Schachtel all ihre Kunden wiedererkannte. Und wenn doch, konnte es ihr ebenso egal sein, solange jemand für das Abholen der gereinigten Kleidung zahlte. Der junge Chinese schien das genauso zu sehen. Er nahm Lady Ouija den Zettel aus der Hand und verschwand wieder im Hinterzimmer, um die dazugehörigen Stücke herauszusuchen.

      „Sie lügen.“ Lady Ouijas chinesischer Akzent ließ die Worte noch bedrohlicher wirken. Sie hatte Samael eindringlich fixiert und ihre Stimme hatte einen anklagenden Ton angenommen. „Nie und nimmer gehören Ihnen diese Klamotten.“ Samael ignorierte die alte Frau und tat stattdessen so, als würde er sich für die Einrichtung des Ladenraums interessieren. Die Wände waren mit gemusterten Tüchern verhangen, die große Ähnlichkeit mit Lady Ouijas Gewändern hatten. Wahrscheinlich waren sie nur dazu da, den dahinterliegenden Asbest zu verbergen. Auf dem Tresen brannten drei Kerzen, deren Schein sich in einer gläsernen Kugel widerspiegelte, die auf einem Podest in der Mitte des Tresens stand. Vermutlich hätte sich Samael darüber Gedanken machen müssen, doch primär wurde er durch den allgemein vorherrschenden Gestank nach nassem – vielleicht sogar gekochtem – Hund abgelenkt.

      KLOCK. Mit einem lauten Geräusch war Lady Ouijas Stock zu Boden gefallen. Sie hatte ihn losgelassen, um nach Samaels Hand zu greifen. Dieser wollte zurückweichen, doch dafür hätte er die alte Frau wohl oder übel umreißen müssen. „Wenn Sie diese Klamotten mitnehmen, werden Sie alles verlieren, was Ihnen etwas bedeutet! Man wird Sie jagen! Sie werden sich in den Tiefen der Hölle wiederfinden!“ Lady Ouijas Stimme klang gespenstisch, beinahe wie aus einer anderen Welt. „Ich warne Sie! Verschwinden Sie, bevor es zu spät ist! Verschwinden Sie, bevor Sie sich und Ihr Umfeld ins Unheil stürzen!“ Entsetzt beobachtete Samael, wie Lady Ouija immer weiter die Kontrolle über ihren Körper verlor. Sie hatte die Augen weit aufgerissen, gar so, als wolle sie ihm bis auf den Grund seiner Seele schauen. Sie murmelte einige chinesische Worte, die Samael allerdings nicht verstehen konnte. Ihre Hand krallte sich in die seine. Die Prophezeiung klang düster und unheilvoll. Bevor Samael jedoch reagieren konnte, steckte der junge Chinese wieder seinen Kopf durch die Tür. Anscheinend hatte er Uriels Kleidung gefunden. „Ist das hier richtig?“, fragte er Samael, während er ihm einen schwarzen Anzug in einer durchsichtigen Schutzhülle entgegenhielt.

      Misstrauisch beobachtete Samael Lady Ouija, die in ihre ursprüngliche Position zurückgekehrt war. Nur ihr Stock lag noch auf dem Boden, den ihr Kollege sogleich für sie aufhob. „Ja, vielen Dank“, entgegnete Samael leicht verwirrt. Wovor hatte ihn die Alte gerade warnen wollen? Und vor allem: Was hatte er überhaupt zu verlieren? Zumindest verstand er jetzt, warum die Alte nicht hatte glauben können, dass der Abholschein von ihm gewesen war. So einen teuren Zwirn wie den schwarzen Anzug, den ihm der junge Chinese gerade entgegenhielt, konnte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht leisten. Zumindest jetzt nicht mehr. Schmerzhaft erinnerte sich Samael an den Tag, an dem sein Vater ihn und seine Mutter verlassen hatte. Sein Vater hatte genau so einen schwarzen Anzug getragen. Er hatte vor Gericht gestanden, weil er einem Mann alles genommen hatte. Er hatte dessen Reichtum vernichtet, dessen sieben Söhne und drei Töchter erschlagen und ihn vergiftet, sodass ihn Geschwüre „von der Fußsohle bis zum Scheitel“ befallen hatten, so wie es in der Anklageschrift gestanden hatte. Doch Samaels Vater hatte keine Reue gezeigt. Er hatte behauptet, er hätte es für El getan. Er hätte das Richtige getan. Noch am selben Abend war er verschwunden, bevor man das Urteil gegen ihn hatte verkünden können. El hatte ihm geholfen unterzutauchen. Und Samael hatte seinen Vater nie wiedergesehen. Zumindest nicht so, wie er ihn gekannt hatte. Nie wieder hatte er seine Liebe gespürt. Nie wieder sein Lächeln gesehen. Sein Vater war für ihn gestorben.
      „Sir?“ Samael schrak aus seinen Gedanken. Der Chinese schaute ihn besorgt an. „Geht es Ihnen gut? Soll ich Ihnen ein Glas Wasser holen?“ „Nein, nein, alles okay“, murmelte Samael gedankenverloren und suchte etwas Geld hervor. „Stimmt so“, versicherte er, bevor er eilig den stickigen Laden verließ. Er brauchte Platz zum Atmen. Je mehr er sich mit dem Fremden von damals beschäftigte, desto präsenter wurden die Verluste seiner Vergangenheit. Zorn und Zwietracht – mehr säte sein Vater nicht mehr.

      Draußen hielt Samael inne, um den Anzug im Schein einer Straßenlaterne näher betrachten zu können. Eine schwarze Anzugjacke, eine passende Hose, ein weißes Hemd und eine blau-silber gestreifte Krawatte. Wie war Uriel an dieses Schmuckstück gekommen? Der Zettel am Kleiderbügel ließ keinen Zweifel daran, dass er der Besitzer dieses Anzugs war: Uriel Owusu. Darunter seine Kontaktdaten. Ungläubig hielt Samael den Zettel näher an seine Augen heran. Er hatte die Adresse sofort wiedererkannt. Es war die Adresse eines Ortes, an den er nie wieder hatte zurückkehren wollen. Eines Ortes voller Enttäuschungen. Nicht für ihn, sondern für die wenigen, die ihm je etwas bedeutet hatten.

      Hörbuch

      Unten findet ihr den Link zu meinem Hörbuch. Wie immer gilt: Wer Interesse daran hat, ein Hörbuch zu produzieren, ich kann jede Hilfe gebrauchen! Und wundert euch nicht über unterschiedliche Versangaben, das kommt daher, dass ich diese kurz vor Veröffentlichung des Textes umformatiere, sodass sie während der Aufnahme des Hörbuchs noch anders waren.

      Misericordia – Die sieben Werke der Barmherzigkeit | 1 Samael 2,1-29



      Kapitel 2 (Teil 2)

      1 Samael 2,8-17

      Die Adresse führte Samael ins alte Stadtzentrum. Nach der Wirtschaftskrise waren die hier angesiedelten Büros und Geschäfte in ein anderes Viertel verlagert worden, sodass die leer stehenden Gebäude immer weiter verfallen waren. Der Versuch eines Wiederaufbaus war an dem mangelnden Interesse der Investoren gescheitert, was schließlich zu einer Verslumung des Bezirkes geführt hatte. Inzwischen lebten nur noch ein paar abgewrackte Junkies in den Ruinen, die hofften, dort einen geeigneten Ort zum Sterben gefunden zu haben. Samael stand vor einem der wenigen noch halbwegs intakten Gebäude, in denen Licht brannte. Verdrossen trat er durch die baufällige Eingangstür hinein und sah sich sogleich dem strengen Geruch unzähliger Putzmittel ausgesetzt. Längst vergangene Erinnerungen krochen in ihm hoch. In diesem Waisenhaus hatte er den Großteil seiner Jugend verbracht. Das heißt, solange er nicht im Gefängnis gewesen war. Die graue Raufasertapete kam ihm genauso bekannt vor wie die knarrenden Bodendielen, die seine Ankunft lautstark verkündeten. Hatte er eben noch gehofft, das Haus unbemerkt betreten und wieder verlassen zu können, so wurde er nun bitter enttäuscht.

      „Junior“, kreischte eine dicke Mittvierzigerin überrascht, während sie auf Samael zugestolpert kam. Mit jedem Schritt wippten ihre gewaltigen Brüste auf und ab, bis sie Samael überschwänglich darin begraben konnte. Kräftige Arme umklammerten ihn. „Hallo Tante Ruth“, keuchte Samael atemlos, während er verzweifelt versuchte, sich aus ihrer Umarmung zu befreien. Inständig hoffte er, dass sich aus seinem versteckten Revolver kein Schuss lösen würde. Es war schon eine Ewigkeit her, dass er seine ehemalige Pflegemutter gesehen hatte und obwohl sie es niemals leicht mit ihm gehabt hatte, schien es so, als hätte sie ihn immer noch nicht aufgegeben. Ihr rotes, pausbäckiges Gesicht strahlte, als ob ihr der Herr persönlich begegnet wäre. Nur die leicht angegraute Dauerwelle und einige Sorgenfalten ließen auf die Härte ihres Alltags schließen.

      „Sag schon, wie geht es dir? Wo hast du die ganze Zeit gesteckt?“, schluchzte Ruth freudig, während sie Samael ein Stück zurückschob, um ihn mit Wohlgefallen mustern zu können. „Du bist ja richtig groß geworden!“ „Ich hab jetzt ’nen Job …“, murmelte Samael kleinlaut und schaute dabei zu Boden. Es bestand keine Notwendigkeit zu erzählen, womit er sein Geld verdiente, Hauptsache sie wusste, dass sie sich um ihn keine Sorgen machen musste. Ihr eigenes Leben war schon erbärmlich genug, wo sie doch beinahe sechzehn Stunden am Tag damit verbrachte, einer Bande Halbstarker die Leviten zu lesen. Und wenn sie dann endlich einmal zur Ruhe kam, warteten jede Menge offene Rechnungen auf sie sowie ein Stapel von Klagen, die gegen ihre stehlenden und messerstechenden Schützlinge erhoben worden waren. Insgesamt war ihr Leben wahrscheinlich noch beschissener als Samaels.

      „Du musst mir alles erzählen“, bat Ruth aufgeregt und zog Samael in einen kleinen Gemeinschaftsraum, der, verglichen mit Samaels Erinnerungen, in einem ungewöhnlich guten Zustand war. Der ausgeblichenen Stoffcouch fehlte lediglich ein Fuß, während die Stühle und Tische notdürftig mit Brettern repariert worden waren. An der Decke hing eine funktionsfähige Lampe, die mit einem Lampenschirm vom Sperrmüll ausstaffiert war. Der Boden war frisch geputzt und die Wände größtenteils gestrichen. Selbst ist die Frau. Weiter hinten befand sich ein Spülbecken, dessen Hahn in regelmäßigen Abständen tropfte, gar so, als würde er um eine verstorbene Henne weinen. Das Highlight des Raumes war jedoch ein halb vertrockneter Weihnachtsbaum, der ungeschmückt gegen eine Wand lehnte.

      „Die Kinder sind auf ihren Zimmern“, lächelte Ruth müde. Es war offensichtlich, dass sie log, da der Raum in diesem Fall mit ziemlicher Sicherheit viel schlimmer ausgesehen hätte. Vermutlich war Uriel ihr letzter Schützling gewesen, der noch nicht von der Polizei verhaftet worden war. Doch nun würde selbst er nicht wieder auftauchen, was Ruth den restlichen Sinn ihres Lebens raubte. Samael schluckte. So schwer hatte er sich den Besuch nicht vorgestellt.

      „Ich suche einen Jungen namens Uriel“, erklärte er mit belegter Stimme. Natürlich wusste er, dass dieser tot war, aber Ruth würde ihm bestimmt etwas über den Jungen erzählen können. In ihrer überschwänglichen Art würde sie Samael vielleicht sogar sein Zimmer zeigen. „Uriel ist vor einiger Zeit losgezogen, um mir ein Geschenk zu kaufen“, erwiderte Ruth stolz, während sie leicht errötete. „Er ist so ein guter Junge.“ Samael nickte. Der kahle Weihnachtsbaum hatte ihn ein weiteres Mal daran erinnert, dass heute Heiligabend war. Und trotzdem sollte Tante Ruth den heutigen Abend alleine verbringen. Er würde bestimmt nicht bei ihr bleiben, nur um zu sehen, wie sie vergeblich auf den toten Uriel wartete. Zu oft hatte Samael schon ihre Tränen gesehen. Und ein Geschenk hatte er noch nie für sie gehabt.

      „Hatte Uriel in letzter Zeit Besuch oder Kontakt nach außen?“, versuchte Samael möglichst schnell an die benötigten Informationen zu gelangen. Solange Ruth Samael helfen konnte, würde sie ihm alles verraten. Er war immerhin eines ihrer Babys gewesen. „Nicht dass ich wüsste“, antwortete sie arglos. „Aber er leistet seit einigen Wochen Arbeitsstunden in einer Tankstelle ab, weil er dort Zigaretten gestohlen hat. Moment …“ Sorgfältig kramte Ruth in ihrer Schürze und zog eine verdreckte Visitenkarte hervor. „Hier, da arbeitet er. Für den Gerichtstermin hatte ich ihm extra einen Anzug besorgt.“

      Skeptisch nahm Samael die ölverschmierte Visitenkarte entgegen und betrachtete sie: Els Tankstelle. Der Name der Tankstelle traf ihn wie ein Schlag. El war der Name des Mannes gewesen, der die Existenz seines Vaters vernichtet hatte. Endlich hatte Samael eine Spur! Es war kaum zu glauben, was für ein Glück er hatte. All seine Mühen hatten sich auf einmal gelohnt!

      „Danke, Tante Ruth!“ Samael sprang auf und gab seiner ehemaligen Erzieherin einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Noch heute Abend würde er diesem Dreckskerl El eine Lektion erteilen. Samael war bereits auf dem Weg zur Tür, als Ruth ihn am Arm festhielt. „Warte, Samael …“ Ihre Stimme hörte sich traurig an. „Bleib doch noch ein wenig. Ich habe gerade Kekse gebacken. Und einen Tee könnte ich uns auch noch kochen.“ Samael atmete tief durch und drehte sich um. Mit flehenden Augen sah Tante Ruth ihn an. Sie schien zu ahnen, dass Uriel nicht mehr zu ihr zurückkehren würde. Für so etwas hatte sie schon immer ein gutes Gespür gehabt. Samael seufzte. Ergeben ließ er sich auf die harte Stoffcouch fallen. Wenn jemand auf der Welt existierte, dem er etwas schuldig war, dann diese Frau. Sie hatte die Rolle seiner Mutter so perfekt übernommen, wie es keine andere hätte tun können. Sie hatte dafür gesorgt, dass er zur Schule gegangen war und eine halbwegs vernünftige Bildung genossen hatte. Sie hatte ihn zurechtgewiesen, wenn es nötig gewesen war. Die Visitenkarte verriet, dass Els Tankstelle 24/7 geöffnet war, weswegen Samael genauso gut einen Moment lang bleiben konnte.

      „Lauf nicht weg“, meinte Ruth freudestrahlend, während sie eilig im Nebenzimmer verschwand. „Ich setze nur etwas Wasser auf.“ Es dauerte nicht lange, da kehrte sie mit einem Blech voller Kekse und einer Kiste Weihnachtsschmuck zurück. Samael verdrehte heimlich die Augen. Wenn das so weiterging, würde er den Märtyrertod sterben, bevor er El jemals zu Gesicht bekam.

      Hörbuch

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      Misericordia – Die sieben Werke der Barmherzigkeit | 1 Samael 2,8-17



      Kapitel 2 (Teil 3)

      1 Samael 2,18-29

      Mit pochendem Herzen raste Samael den Highway entlang. Es war schon spät, aber länger wollte er nicht mehr warten. Noch heute Nacht würde er El zur Rede stellen! Er hatte Tante Ruth beim Schmücken des Weihnachtsbaums geholfen und einen Blick auf ihren kaputten Wasserhahn geworfen, doch jetzt war er endlich unterwegs. Der Stern über Bethlehem hatte allem Anschein nach Urlaub genommen, so finster war es auf den Straßen.

      Els Tankstelle lag in einem Wüstengebiet außerhalb der Stadt, wodurch sich nicht allzu viele Kunden bei ihr tummelten. Erst recht nicht zu dieser Zeit. Die einzige Zapfsäule war vollkommen verdreckt und bot darüber hinaus nur eine einzige Sorte Benzin an. Die Anzeigetafeln waren entweder abgeschaltet oder kaputt, jedenfalls liefen sie nicht. Die Neonbeschriftung der Tankstelle flackerte, wobei jedes Mal die Buchstaben s-a-n-k-t aufblitzten, und auf dem Boden vor dem Eingang hatten sich einige Pfützen gebildet, die Samael vorsichtshalber davon abhielten, sich eine Zigarette anzuzünden. Vermutlich war es aber nur Pisse. Angespannt passierte Samael einen bunt bemalten VW-Bus mit dem Kennzeichen INRI-30 und stieß die gläserne Tür zum Laden auf. Kling, Glöckchen, klingelingeling, dachte er grimmig, als eine Glocke über dem Eingang seine Ankunft lautstark verkündete.

      „Guten Abend, mein Sohn, was kann ich für dich tun?“, fragte ihn der Mann hinter der Ladentheke freundlich. Er sah so aus, als hätte er seit Jahren keinen Frisör mehr gesehen. Die welligen Haare und der lange, zerzauste Bart fielen über einen weißen Kittel, der ihn wie einen Entflohenen aus einer Psychiatrie aussehen ließ. Auf der Nase trug er eine kreisrunde Sonnenbrille, die irgendwann in den späten 60ern produziert worden sein musste. Vor ihm auf dem Tresen stand ein kleiner Blumentopf, in dem eine einzelne Cannabis-Pflanze wuchs. Daneben lagen eine Minigießkanne und eine winzige Schaufel. „Bist du hier, um Kraft zu tanken?“

      „Bist du El?“ Samael hatte keine Lust auf formelle Höflichkeiten. Er griff in seine Jackentasche und spannte den Hahn seines Revolvers. Er war sich gewiss, den Mann vor sich zu haben, den er jahrelang gesucht hatte. Den Mann, der Samaels Familie zerstört und sein Leben ruiniert hatte.

      „Mein Freunde nennen mich ‚Vater‘“, entgegnete der Kiffer gelassen. „Aber du kannst mich auch Gott nennen. Oder El. Was dir lieber ist.“ Mit einer ausladenden Bewegung zeigte er auf das Namensschild, das an seiner Brust befestigt war. El Schaddaj. Das waren genug Indizien, um Samael seine Waffe endgültig ziehen zu lassen. Zornig richtete er sie auf Els heiligen Schädel und brüllte lautstark: „Bist du der Mann, der mein Leben versaut hat? Bist du der Mann, der meinen Vater in die Kriminalität getrieben hat?“ El schlug sich übertrieben erschrocken die Hand vor den Mund. „Ach du liebes Ich“, murmelte er gespielt überrascht. „Bist du etwa Lucys Sohn?“

      Samael zögerte einen kurzen Moment. Lucy? Was war das für ein bescheuerter Name? Die unerschütterliche Ruhe seines Gegenübers verunsicherte ihn. Doch dann fand er zu seinem alten Selbstbewusstsein zurück. Aggressiv wedelte er mit seinem Revolver herum und forderte nachdrücklich: „Ich will, dass du all das rückgängig machst! Ich will in Frieden leben können!“ „Wie stellst du dir das vor, mein Junge?“, entgegnete El stirnrunzelnd. „Das Ganze ist eine Ewigkeit her. Du bist der Einzige, der etwas an deinem Leben verändern kann.“ „Schwachsinn!“ Samael schrie regelrecht. „Du kannst alles! Du musst es nur wollen!“ Er kam näher und drückte seinem Gegenüber den Lauf des Revolvers an die Schläfe. „Sag der Polizei, dass damals alles deine Schuld gewesen ist! Sag ihnen, dass du meinen Vater zu alldem gezwungen hast! Tu irgendwas!“ „Ist ja schon gut …“ El versuchte, Samael zu beruhigen. „Mich umzubringen, wird dir auch nicht helfen.“ „Es würde mir zumindest Genugtuung bringen“, widersprach Samael aufgebracht. Wenn El ihm nicht helfen wollte, würde er ihn wohl oder übel töten müssen. Rache für sich und seine Familie. „Okay, okay, ich mach dir ein Angebot.“ El hatte anscheinend eingesehen, dass er keine andere Wahl hatte als nachzugeben. „Wie wär’s, wenn du für mich Uriels Arbeit zu Ende bringst und ich dich im Gegenzug von deinem erbärmlichen Leben befreie? Du hast Uriel doch getötet, oder? Er meinte zumindest, dass er sich heute Abend mit dir treffen wollte.“ „Kann sein.“ Samael brummte. Wieso musste ihm ausgerechnet der Tod dieses nutzlosen Schwarzen solche Probleme bereiten?

      Wieder dachte Samael an Uriels Anzug, den er in seiner Motorradtasche verstaut hatte, wieder dachte er an seinen Vater, der genauso einen Anzug getragen hatte und er dachte an seine Mutter. Flashback. Samael sah sich selbst im Sandkasten ihres ehemaligen Anwesens sitzen. Sie waren reich gewesen und angesehen. Er sah seine Mutter, die ihn glücklich anlächelte. Er sah sie lachen. Sie hatte eine Kamera in der Hand. Er sah nicht mehr als ein verblassendes Bild. El hatte ihm seine Mutter genommen. Und jetzt besaß er die Unverfrorenheit, auch noch Forderungen zu stellen. Entschlossen presste Samael seinen Finger gegen den Abzug. Er zögerte. Noch immer sah er das Gesicht seiner Mutter. Sie lächelte nicht mehr. Enttäuschung lag in ihren Augen. So hatte sie sich das Leben ihres Sohnes nicht vorgestellt. Vielleicht konnte El sie nicht zurückholen, doch vielleicht war er Samaels letzte Chance auf ein normales Leben, ein Leben, das Samaels Mutter stolz gemacht hätte. Ohne Morde, ohne Rache, ohne Hass. Samael konnte El immer noch töten, wenn dieser versagen würde.

      „Gehen wir davon aus, ich akzeptiere deinen Vorschlag, was müsste ich für dich tun?“, fragte Samael misstrauisch. Etwas an Els gelassener Art ließ ihn glauben, dass dieser tatsächlich in der Lage war, ihm ein neues Leben zu bieten, ihn aus dem Kreislauf seines bisherigen Alltags zu befreien. Schließlich hatte er dasselbe schon einmal für Samaels Vater getan.

      „Matthäus 25,34-36.“ Els Stimme klang mit einem Mal pathetisch und hatte zudem einen unterschwelligen Hauch von Melancholie an sich. „Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“

      „Du hast ’nen Knall!“ Samaels Laune hatte den Tiefpunkt erreicht. Dieser Hippieverschnitt vom Green Party Parteitag verstand es wahrhaftig, ihn zu reizen. „Ich frage dich nicht noch einmal: Was soll ich für dich tun?“, wiederholte Samael drohend. „Darf ich?“ Mit einem entschuldigenden Blick unter den Tresen signalisierte El Samael, dass er etwas darunter hervorholen wollte. Samael seufzte und steckte seinen Revolver ein. Der Kiffer sah nicht so aus, als würde er gleich eine Waffe hervorholen. Tatsächlich griff er lediglich nach einem braunen Umschlag und übergab ihn Samael. Hunger stillen. Der schwarze Edding auf dem Ökopapier war kaum zu übersehen. „Uriel sollte sieben Aufträge für mich erfüllen. Das ist der erste davon. Beweise mir, dass die Menschen zu Gutem noch fähig sind. Beweise mir, dass ich Lucy aus seinem Dienst entlassen kann.“

      Wortlos betrachtete Samael den Umschlag. Sollte er ihn wirklich öffnen? Er hatte keine andere Wahl. Entweder würde er mit El verhandeln, um in sein altes Leben zurückkehren zu können, oder er würde für immer als Gesetzloser auf der Straße leben. „Was zur Hölle ist das?“, presste er um Fassung ringend hervor, nachdem er den Umschlag geöffnet hatte. Die Hilflosigkeit war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. In dem Umschlag befand sich das Foto eines Mannes, den Samael nur allzu gut kannte. El hingegen hatte sich seinem Cannabis-Bonsai zugewandt und summte leise vor sich hin: Money, money, money … Konzentriert schnippelte er mit einer Nagelschere an den Blättern des Minigewächses herum und war anscheinend nicht mehr gewillt, weiterhin auf Samaels Fragen einzugehen. Dieser sollte selbst herausfinden, was er zu tun hatte. Man konnte seinen Jüngern schließlich nicht alles vorkauen. Jeder sollte die heilige Schrift so lesen, wie er es selbst für richtig hielt.

      Einen Moment lang überlegte Samael, ob er jetzt vollends ausrasten sollte, entschied sich dann aber für einen Rückzug. Das hier war seine einzige Chance, doch noch zu bekommen, was er immer gewollt hatte. Hunger stillen. Wenn es sich Samael genau überlegte, hatte er vielleicht eine Idee, was es damit auf sich hatte.
      „Happy Birthday“, knurrte Samael zornig, bevor er die Tür der Tankstelle krachend in ihr Schloss fallen ließ. Geradewegs stapfte er in die dunkle Nacht hinein. Kling, Glöckchen, klingelingeling.

      Hörbuch

      Unten findet ihr den Link zu meinem Hörbuch. Wie immer gilt: Wer Interesse daran hat, ein Hörbuch zu produzieren, ich kann jede Hilfe gebrauchen! Und wundert euch nicht über unterschiedliche Versangaben, das kommt daher, dass ich diese kurz vor Veröffentlichung des Textes umformatiere, sodass sie während der Aufnahme des Hörbuchs noch anders waren.

      Misericordia – Die sieben Werke der Barmherzigkeit | 1 Samael 2,18-29

      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 15 mal editiert, zuletzt von B. Movie ()

    • Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit (B. Movie)

      Hallo @B. Movie willkommen im FF-Bereich. :)

      Wenn ich deine Ausführungen besonders unter >Das Experiment< lese, stellt sich mir gleich die gutgelaunte Frage, ob du dich hier im FF-Bereich überhaupt schon einmal umgesehen hast. Dies meine ich jetzt überhaupt nicht kritisch oder böse, sonder es interessiert mich einfach, denn ich kann dir versichern du bist hier sehr gut aufgehoben. ;)

      Wir haben hier einige FFs die man als "nicht herkömmlich" bezeichnen kann und die einen Vergleich mit Romanen nicht scheuen müssen. Mir Fallen spontan gleich vier Werke ein, die sicher schon die Dreihundertermarke gerissen haben oder noch reißen werden, zwei davon sind derzeit sogar noch mehr oder minder aktiv. Weiterhin bedienen sich hier die meisten Autoren nur der One Piece Welt und ihrer Rahmenbedingungen, verwenden aber fast ausschließlich eigene Charaktere, Settings und Teufelskräfte. Dieser Punkt dürfte bei dir zwar wegfallen, da dein Projekt nichts mit der One Piece Welt zu tun zu haben scheint, aber dass dürfte kein Hinderungsgrund für ein erfolgreiches FF in diesem Board werden. Auch mit den Inhalten deines kursiv geschriebenen Disclaimers, sind wir hier nicht ganz unerfahren, wobei es so klingt, als könnten wir bei deinem FF neue "Tiefen" erreichen XD. Weiterhin haben wir hier auch einige Wortkünstler, denen es sehr gut gelinkt die von dir beschriebenen Kopffilme entstehen zu lassen, womit du auch in diesem Bereich auf ein erfahrenes Publikum treffen dürftest. Ansonsten fühle ich mich bei der Beschreibung deiner Anliegen und zu verwendenden Inhalte, nicht die Story an sich, ziemlich an @-Bo-s Menschenjagt erinnert. Ich denke diese könnte dir auch sehr gut gefallen

      Was die Kommentare Kritiken und den Austausch angeht, dürftest du hier nicht zu kurz kommen, da haben wir hier im FF-Bereich so einiges zu bieten. Ich freue mich jedenfalls auf dein "Experiment" und bin schon sehr auf deine ersten Kapitel gespannt.

      Allgemein kann ich dir noch den Tipp geben, auch hier selbst als Leser und Kommentator tätig zu werden. Zum einen bekommst du durch das Lesen anderer Werke selber weitere Tipps oder Inspirationen, wie du deine Ideen umsetzten kannst. Zum anderen, machst du so auch auf dich Aufmerksam und bekommt Gegenkommentare zu deinem Projekt, es ist wie überall, ein geben und nehmen. Weiterhin kann ich dir anbieten, auch dein Projekt in unsere FanFiction Übersicht aufzunehmen. Schick mir dazu einfach einen kurzen Teaser bzw. den Teaser aus deinem Kommentar per PN und ich erledige den Rest.

      Mit weiteren Überlegungen zum Inhalt deines Projekts und den Hintergründen & Inspirationen, auf die ich mich in Kommentaren immer mit besonderer Begeisterung stürze, warte ich bis ich den Prolog gelesen habe. Auch wenn man jetzt schon das eine oder andere nur über den Namen deines Protogonisten oder die sieben Aufgaben spekulieren könnte.

      Wir werden auf jeden Fall noch voneinander Lesen bis dahin.
      Gruß qoii ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Hallo qoii,

      es freut mich, hier im FF-Bereich einen ersten Interessenten gefunden zu haben! Natürlich möchte ich mich für diese Aufmerksamkeit mit einer ausführlichen Antwort bedanken:

      qoii schrieb:

      Wenn ich deine Ausführungen besonders unter >Das Experiment< lese, stellt sich mir gleich die gutgelaunte Frage, ob du dich hier im FF-Bereich überhaupt schon einmal umgesehen hast. Dies meine ich jetzt überhaupt nicht kritisch oder böse, sonder es interessiert mich einfach, denn ich kann dir versichern du bist hier sehr gut aufgehoben. ;)

      Ich habe mich im FF-Bereich tatsächlich schon einmal darüber schlau gemacht, wie das Ganze hier bei euch abläuft. Den Begriff "Experiment" habe ich eher aus marketingtechnischen Gründen verwendet und deshalb, weil es vor allem für mich selbst ein Experiment ist. Immerhin veröffentliche ich gerade meine erste Geschichte :D

      qoii schrieb:

      Allgemein kann ich dir noch den Tipp geben, auch hier selbst als Leser und Kommentator tätig zu werden. Zum einen bekommst du durch das Lesen anderer Werke selber weitere Tipps oder Inspirationen, wie du deine Ideen umsetzten kannst. Zum anderen, machst du so auch auf dich Aufmerksam und bekommt Gegenkommentare zu deinem Projekt, es ist wie überall, ein geben und nehmen. Weiterhin kann ich dir anbieten, auch dein Projekt in unsere FanFiction Übersicht aufzunehmen. Schick mir dazu einfach einen kurzen Teaser bzw. den Teaser aus deinem Kommentar per PN und ich erledige den Rest.

      Genau das habe ich vor! Sobald meine Klausurphase vorbei ist (eben am 01.08.17), werde ich mich hier etwas einlesen und den ein oder anderen Kommentar da lassen. Ich hoffe nur, dass ich meine Rückstände aufholen kann.

      Dein Angebot, mich in den Übersichts-Thread aufzunehmen, finde ich sehr aufmerksam. Ich werde mich sofort um den Teaser kümmern!

      qoii schrieb:

      Mit weiteren Überlegungen zum Inhalt deines Projekts und den Hintergründen & Inspirationen, auf die ich mich in Kommentaren immer mit besonderer Begeisterung stürze, warte ich bis ich den Prolog gelesen habe. Auch wenn man jetzt schon das eine oder andere nur über den Namen deines Protogonisten oder die sieben Aufgaben spekulieren könnte.

      Ich freue mich schon darauf, dich am 01.08.17 hier wiederzusehen! Du scheinst einiges mit dem Thema anfangen zu können, weswegen ich gespannt bin, wie viele Anspielungen du (gegebenenfalls durch Spoiler versteckt) entdecken wirst. So viel kann ich versprechen: Es gibt einige davon!

      Liebe Grüße
      B. Movie
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)
    • Mehr durch Zufall habe ich mitbekommen, dass du jetzt auch deinen Prolog veröffentlicht hast. Etwas mehr Eigenwerbung könnte durchaus hilfreich sein. Zum Besipiel den letzten Beitrag von dir als neu markieren und mit einem Edit auf den Prolog verweisen. Aber gut, immerhin habe ja ich den Weg hierher gefunden^^

      Genug vom Äußeren, kommen wir zum Prolog selbst. Dieser beginnt in einer ziemlich düsteren Gegend, die mich irgendwie an einen dystopischen SciFi-Film erinnert - wenn ich denn einen gesehen hätte xD
      Samael, der angekündigte Serienkiller, hat ja schon mal in wenigen Minuten drei Leute umgebracht. Gefällt mir sehr^^ Er macht einen ziemlichen labilen Eindruck und kennt keinerlei Gnade. Was muss ihm da passiert sein bzw. wo hat ihn seine Suche nur hin getrieben? Mich hat er jedenfalls schon als Fan. So ein lonely wolf, der gegen alles und jeden ist, der hat viel Potential, mir zu gefallen.
      Was haben wir sonst noch? Bildliche Sprache, die tatsächlich Ähnlichkeit mit einem Film aufweist. Könnte quasi eine Vorlage sein. Bin ja schon abgehärtet durch z.B. auch Bo hier und kann auch sonst nur sagen, dass ich es gut finde, dass du bei deinem Setting auch die passende Sprache und den blutigen Stil gewählt hast. Eine Kleinigkeit:

      B. Movie schrieb:

      It don’t matter if you’re black or white.
      Falls dass kein beabsichtigter Grammatikfehler war, bin ich sehr überzeugt, dass es eigentlich ein 'doesn't' sein sollte, bezieht es sich doch auf das 'it'. Sticht wegen der anderen Sprache und der rekursiven Schreibweise heraus und fällt so etwas störend ins Auge.

      Was den Inhalt angeht, so ist dieser, wie bei einem Prolog auch zu erwarten, nicht sehr ergiebig. Viel mehr, als was du bereits von vorne herein angekündigt hast, kommt nicht vor. Man bekommt ein paar Namen und eine erste Sackgasse. Trotzdem eigent es sich sehr gut als Teaser und mein Interesse ist da, obgleich es keine OP-FF ist. Nun bin ich weder ein qoii, was das Interpretieren und Erraten der zukünftigen Ereignisse angeht, noch ein blink bzw. Bo, was die Sprache angeht, also war es das auch schon wieder von mir.

      Ich bin gespannt und bei einem ersten Kapitel vermag man wohl auch mehr zu sagen!
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • Nach einer langen Zugfahrt freue ich mich, meine erste Rezension lesen zu dürfen und gebe natürlich sofort meinen Senf dazu xD

      Eldrail schrieb:

      Mehr durch Zufall habe ich mitbekommen, dass du jetzt auch deinen Prolog veröffentlicht hast. Etwas mehr Eigenwerbung könnte durchaus hilfreich sein. Zum Besipiel den letzten Beitrag von dir als neu markieren und mit einem Edit auf den Prolog verweisen. Aber gut, immerhin habe ja ich den Weg hierher gefunden^^
      Danke für den guten Tipp, ich wusste gar nicht, dass man seinen letzten Beitrag als neu markieren kann! Dann werde ich die Funktion gleich mal suchen und nächste Woche etwas mehr Werbung machen.

      Eldrail schrieb:

      Genug vom Äußeren, kommen wir zum Prolog selbst. Dieser beginnt in einer ziemlich düsteren Gegend, die mich irgendwie an einen dystopischen SciFi-Film erinnert - wenn ich denn einen gesehen hätte xD
      Samael, der angekündigte Serienkiller, hat ja schon mal in wenigen Minuten drei Leute umgebracht. Gefällt mir sehr^^ Er macht einen ziemlichen labilen Eindruck und kennt keinerlei Gnade. Was muss ihm da passiert sein bzw. wo hat ihn seine Suche nur hin getrieben? Mich hat er jedenfalls schon als Fan. So ein lonely wolf, der gegen alles und jeden ist, der hat viel Potential, mir zu gefallen.
      Schön, dass dir mein Protagonist gefällt. Nach meinen ersten Versuchen mit klassichen Heldenfiguren wollte ich endlich mal ein Buch mit einem Antihelden schreiben (quasi ein Buch Noir) und hoffe, dass es mir gelungen ist. Das Problem bei solchen Charakteren ist ja leider, dass man auf einem schmalen Grad zwischen cool und unsympathisch wandelt und damit Gefahr läuft, dass die Leser nicht mehr mit dem Protagonisten mitfiebern können. Ich bin gespannt, ob ich dieses Problem lösen konnte und wie ihr auf die einzelnen Handlungen meines Protagonisten im Laufe der Geschichte reagieren werdet.

      Eldrail schrieb:

      Falls dass kein beabsichtigter Grammatikfehler war, bin ich sehr überzeugt, dass es eigentlich ein 'doesn't' sein sollte, bezieht es sich doch auf das 'it'. Sticht wegen der anderen Sprache und der rekursiven Schreibweise heraus und fällt so etwas störend ins Auge.
      Du hast absolut recht, dass es eigentlich "does'nt" heißen müsste und am liebsten würde ich es auch ändern, da mich der Fehler selbst stört, aber leider ist es nicht mein eigener^^ Ich zitiere hier aus "Black or white" von Michael Jackson und sowohl im Songtext als auch im Gesang heißt es "don't". Ob das jetzt Slang ist und besonders cool sein soll oder ob Michael Jackson dort tatsächlich einen Fehler gemacht hat, weiß ich nicht, aber ein Zitat ist
      eben ein Zitat, also ändere ich besser nichts dran^^

      Eldrail schrieb:

      Was den Inhalt angeht, so ist dieser, wie bei einem Prolog auch zu erwarten, nicht sehr ergiebig. Viel emehr, als was du bereits von vorne herein angekündigt hast, kommt nicht vor. Man bekommt ein paar Namen und eine erste Sackgasse. Trotzdem eigent es sich sehr gut als Teaser und mein Interesse ist da, obgleich es keine OP-FF ist. Nun bin ich weder ein qoii, was das Interpretieren und Erraten der zukünftigen Ereignisse angeht, noch ein blink bzw. Bo, was die Sprache angeht, also war es das auch schon wieder von mir.
      Ich finde es interessant, dass hier jeder im FF-Bereich eine eigene Rolle zu haben scheint^^ Ich danke dir für deine ehrliche Meinung und bin mal gespannt, ob und was die anderen beiden zu meinem Prolog sagen werden. Gerade Zukunftsprognosen scheinen mir sehr interessant für mein Buch, denn ich habe zahlreiche Anspielungen eingebaut, die zukünftige Ereignisse vorwegnehmen, bin mir aber eigentlich sicher, sie so gut versteckt zu haben, dass sie erst beim zweiten Mal lesen auffallen. Mal sehen was qoii (und die anderen) da finden werden.

      Liebe Grüße
      B. Movie
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    • Da ich mich gerade bei dem Kommentar zu Bos neuem Kapitel festgefahren habe, schiebe ich mal den Kommentar zu deinem Prolog dazwischen. :)

      Im Prinzip bekommen wir das, was du uns vorher Versprochen hast, eine gewaltvolle düstere Szenerie, unterfüttert mit einer vulgären Sprache und rassistischen Einstellungen. Diese wird aber durch eine sehr guten schriftlichen Aufbau so gerahmt, dass es im lesen und damit im erleben keine Probleme gibt. Klingt vielleicht etwas seltsam, aber ihr gibt es auch ein Projekt, welches auf einer ähnlichen Schiene fahren möchte, bei dem es aber auch schriftsprachlich grausam zugeht und dessen Handlung nicht wirklich zu fesseln vermag. Mit deinem Prolog bin ich in dieser Geschichte gefühlt mehr angekommen, als in dem anderen Projekt nach dem ersten (kurzen) Arc. Du bewegst dich jedenfalls schreib technisch auf einem guten Niveau. Wobei mir dabei irgendwie besonders gut gefallen, wie du die Plakatsprüche in die Handlung (wieder) eingeflochten hast. Etwas hapert es derzeit aber noch mit der Umgebungsbeschreibung, ich habe derzeit kein wirkliches Bild von deinem Protagonisten, außer dass er eine beeindruckende Waffe hat, die bei mir derzeit noch Alucard Hellsing übergroße hat und eine Motorradjacke trägt. Auch zur Umgebung habe ich von dir nur ein grobes Bild, wobei meine Phantasie die Lücke schon zu gut füllen wusste, immerhin hat man doch dein einen oder anderen düsteren Film geschaut, mehr wäre hier vielleicht sogar zu viel gewesen. Allgemein bin ich aber mit dem Prolog sehr zufrieden, wie gesagt hier können blink und Bo sicher mehr sagen. Was mich auch zu diesem kleinen Zitat von dir führt.

      B. Movie schrieb:

      Ich finde es interessant, dass hier jeder im FF-Bereich eine eigene Rolle zu haben scheint^^
      Ja und nein.^^
      Jeder der hier regelmäßig schreibt, hat seinen ganz eigenen Stil, wie er Kommentator schreibt, worauf er achtet und was ihm gut gelingt. Ich jedenfalls stand schon immer mit Rechtschreibung und Grammatik auf dem Kriegsfuß, was sicher auch öfters in meinen Kommentaren zu merken ist. Dahingegen haben Bo und blink dafür ein sehr gutes Auge und leiden sicher bei einigen Kommentaren hier im Bord Höllenqualen, während ich viele Fehler einfach nicht wahrnehme. Dafür habe ich dann einfach irgendwie den dreh raus, sehr gut zu spekulieren und Hintergründe herauszufinden, wobei dies immer auch davon abhängt, wie sehr sich die Interessen und das Hintergrundwissen vom Autor und mir decken. Ich werde beispielsweise nie vergessen, wie ich mal einen schönen langen Absatz über einen Charakter geschrieben habe, der Helios hieß, eine Art Kampfmönch war und noch dazu Blind. Von mir wurden da einige Parallelen, Herleitungen und Beeinflussungen zum Sonnengott Helios gezogen bzw. Sagen in denen Sonnengötter vorkommen. Seine Antwort war etwas Ratlos, da er einfach den Namen einer Biermarke verwendet hat. ^^
      Ja, jeder hat hier so eine Art Rolle oder Fachgebiet, diese haben sich aber irgendwie einfach mit der Zeit und vielen Kommentaren entwickelt.

      Für mein Fachgebiet lässt sich aus einem Prolog natürlich noch recht wenig herausziehen, aber ich bin besonders bei Midas dem Casinobesitzer hängengeblieben. Zumindest ich denke dabei sofort an König Midas, der von Dionysos die Fähigkeit/den Fluch erhalten hat, alles was er berührt in Gold zu verwandeln und als Casinobesitzer und Informant scheint Midas nicht schlecht zu verdienen, selbst wenn einer der Informanten nebenbei drauf geht. Er kann mit Samael, mehr oder weniger gut umgehen, was bei diesem Charakter schon etwas zu heißen scheint und Midas scheint auch in der Unterwelt sehr gut in alle Richtungen Vernetzt zu sein, sowohl zum KKK als auch zu deren Jagdobjekten. Insgesamt könnte man Midas also durchaus als einen König der Unterwelt bezeichnen, der ein gutes Händchen hat überall und mit allen Geld zu machen.

      Samael (bitte immer auf die Finger klopfen, wenn ich mal Samuel schreibe) scheinen andere Leben nichts mehr zu bedeuten, er macht sich eher sorgen um die kosten seiner Kugeln. Weiterhin weiß ich nicht, ob ich seinen Schuss auf Uriel als eine Art Gnadenakt sehen soll, weil dieser zu schwer Verletzt war oder sich Samael einfach nur einer möglichen weiteren Störung entledigen wollte. Immerhin behauptet er, kein Rassist zu sein, sonder alle Menschen gleich zu hassen. Hätte er also auch geschossen, wenn dort kein dunkelhäutiger, sonder ein Nichtafrikaner oder Latino gelegen hätte?

      Weiterhin erfahren wir, das seine Familie bzw. er und sein Vater anscheinend mal zu Oberschicht oder zumindest Mittelschicht gehört haben, bis irgendjemand sie in den finanziellen Ruin getrieben hat. Dadurch ist er letztendlich zu dem geworden, was er heute ist und an diesem Mann möchte er sich rächen. Wobei sich mir in solchen Momenten immer die Frage stellt, ob wirklich dieser Mann schuld ist oder sich sein Vater mehr oder minder selber in diese Situation gebracht hat, indem er z.B. Spielsüchtig oder Alkoholiker war.

      Damit bin ich auch am Ende meines Kommentars angelangt. Dein Prolog hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Die Idee mit dem Hörbuch finde ich interessant, mal schauen ob ich es, trotz meiner Lesebegeisterung, als Ergänzung zusätzlich höre werde.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
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      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
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      So kann man es aber auch sehen
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    • Kapitel 1 (Teil 1) ist jetzt im Startpost zu finden!



      Hallo qoii,

      es war mir wahrlich eine Freude, deinen Kommentar zu lesen und es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung du die Fanfictions in diesem Forum verfolgst. Vor allem deine kleine Geschichte zu Biermarken-Helios fand ich sehr gelungen. Da möchte man dir natürlich keine Antwort schuldig bleiben :D

      qoii schrieb:

      Etwas hapert es derzeit aber noch mit der Umgebungsbeschreibung, ich habe derzeit kein wirkliches Bild von deinem Protagonisten, außer dass er eine beeindruckende Waffe hat, die bei mir derzeit noch Alucard Hellsing übergroße hat und eine Motorradjacke trägt. Auch zur Umgebung habe ich von dir nur ein grobes Bild, wobei meine Phantasie die Lücke schon zu gut füllen wusste, immerhin hat man doch dein einen oder anderen düsteren Film geschaut, mehr wäre hier vielleicht sogar zu viel gewesen.
      Bezüglich des Protagonisten werden wir in den kommenden Kapiteln bestimmt noch einige Informationen erhalten, vielleicht sogar darüber, wie groß seine Pistole ist^^ Die Umgebungsbeschreibung variiert bei mir hingegen sehr stark: Wenn es mir wichtig ist, wie der Ort aussieht, beschreibe ich ihn sehr detailliert, wenn er mir unwichtig erscheint oder gar stereotyp, beschreibe ich ihn weniger. Sollte daher an irgendeiner Stelle eine deiner Meinung nach wichtige Beschreibung fehlen, mach mich gerne drauf aufmerksam!

      qoii schrieb:

      Für mein Fachgebiet lässt sich aus einem Prolog natürlich noch recht wenig herausziehen, aber ich bin besonders bei Midas dem Casinobesitzer hängengeblieben. Zumindest ich denke dabei sofort an König Midas, der von Dionysos die Fähigkeit/den Fluch erhalten hat, alles was er berührt in Gold zu verwandeln und als Casinobesitzer und Informant scheint Midas nicht schlecht zu verdienen, selbst wenn einer der Informanten nebenbei drauf geht. Er kann mit Samael, mehr oder weniger gut umgehen, was bei diesem Charakter schon etwas zu heißen scheint und Midas scheint auch in der Unterwelt sehr gut in alle Richtungen Vernetzt zu sein, sowohl zum KKK als auch zu deren Jagdobjekten. Insgesamt könnte man Midas also durchaus als einen König der Unterwelt bezeichnen, der ein gutes Händchen hat überall und mit allen Geld zu machen.
      Mir gefallen deine Assoziationen sehr gut und gerade solche Überlegungen sind es, die mich dazu bewogen haben, meine Geschichte online zu stellen. Aber solange ich diese Überlegungen nicht bestätige oder verneine, bleiben es eben Überlegungen, weswegen ich sie erst einmal nicht kommentieren werde. Wir werde ja sehen, inwieweit du mit deinen Vermutungen recht behältst. Ich freue mich auch in Zukunft Kommentare dieser Art zu lesen!

      qoii schrieb:

      Samael (bitte immer auf die Finger klopfen, wenn ich mal Samuel schreibe) scheinen andere Leben nichts mehr zu bedeuten, er macht sich eher sorgen um die kosten seiner Kugeln. Weiterhin weiß ich nicht, ob ich seinen Schuss auf Uriel als eine Art Gnadenakt sehen soll, weil dieser zu schwer Verletzt war oder sich Samael einfach nur einer möglichen weiteren Störung entledigen wollte. Immerhin behauptet er, kein Rassist zu sein, sonder alle Menschen gleich zu hassen. Hätte er also auch geschossen, wenn dort kein dunkelhäutiger, sonder ein Nichtafrikaner oder Latino gelegen hätte?
      Das ist wohl eine Frage, die dir nur Samael persönlich beantworten kann. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass er jeden erschossen hätte, der dort am Boden gelegen hätte - sei es aus Gnade oder um eine Störung zu beseitigen oder beides, denn ein Rassist ist er sicherlich nicht. Ich würde sogar soweit gehen, dass er sogar Shithead erschossen hätte, hätte er einen Hauch von Sympathie für ihn verspürt und ihn damit von den Qualen der Welt befreien können. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass Samaels Beweggründe mehr als undurchsichtig und fragwürdig sind.

      qoii schrieb:

      Weiterhin erfahren wir, das seine Familie bzw. er und sein Vater anscheinend mal zu Oberschicht oder zumindest Mittelschicht gehört haben, bis irgendjemand sie in den finanziellen Ruin getrieben hat. Dadurch ist er letztendlich zu dem geworden, was er heute ist und an diesem Mann möchte er sich rächen. Wobei sich mir in solchen Momenten immer die Frage stellt, ob wirklich dieser Mann schuld ist oder sich sein Vater mehr oder minder selber in diese Situation gebracht hat, indem er z.B. Spielsüchtig oder Alkoholiker war.
      Das ist ein sehr guter Punkt! Ohne hier zu viel zu verraten, kann ich dir sagen, dass du damit einer der Kernfragen des Buches sehr nahekommst, ohne tatsächlich zu wissen, warum. Ich hoffe, ich vergesse nicht, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf dieses Zitat von dir zurückzukommen! Denn egal wie nah du der Kernfrage auch gekommen sein magst, getroffen hast du sie noch nicth ;)

      qoii schrieb:

      Damit bin ich auch am Ende meines Kommentars angelangt. Dein Prolog hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Die Idee mit dem Hörbuch finde ich interessant, mal schauen ob ich es, trotz meiner Lesebegeisterung, als Ergänzung zusätzlich höre werde.
      Was das Hörbuch angeht, weiß ich auch noch nicht genau, ob ich es regelmäßig weiterführen kann. Ich lese eigentlich viel zu schnell für ein Hörbuch und muss jede Stelle zehnmal aufnehmen, bis sie endlich verwertbar ist. Dazu kommen natürlich noch Nachbearbeitung und Schnitt. Ich versuche es natürlich, schaue mich aber gleichzeitig nach helfenden Händen (oder auch Stimmen^^) in meiner Nachbarschaft um, denen das Vorlesen vielleicht einfacher fällt. Mal sehen, was aus diesem Teil des Projekts noch werden wird :D

      Alles in allem danke ich dir jedenfalls für deinen Kommentar und bin froh, dass dir die Geschichte zu gefallen scheint. Ich hoffe du und die anderen werden sie noch lange verfolgen.

      Liebe Grüße
      B. Movie
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von B. Movie ()

    • 1 Samael 1,1-8 oder 1 Samael 1,1-11 oder 1 Samael 1,1-45

      So Zeit mich mit deinem neuen Kapitel zu beschäftigen, wobei es mir eher zufällig aufgefallen ist, dass es ein neues gibt.
      Um deinen letzten Beitrag als neu anzuzeigen, reicht es nicht nur auf >Bearbeiten< zu gehen und etwas zu ändern, dann wird nur die Änderung im Beitrag vermerkt, aber es gibt keine Informantin an die Andern. Du musst nach >Bearbeiten< ganz unten auf >Erweiterte Bearbeitung< klicken und über der Smiley-Leiste auf >Einstellung< und danach bei >Beitrag als neu markieren< ein Häkchen setzten, erst dann wird der Beitrag im Forum als neu gewertete. Dies geht übrigens nur, wenn es auch der letzte Beitrag im Thread ist.
      Ein andere einfach Sache alle zu Informieren ist es, wenn du die Kommentare zusammen mit der Veröffentlichung des neuen Kapitels beantwortest, dann hast du definitiv immer einen neuen Beitrag.

      Zunächst habe ich mit gewundert, warum du von >Kapitel< 1 "nur" den >ersten Teil< veröffentlicht hast, aber das Unterkapitel >1 Samael 1,1-8 < hat mich sofort an die Aufteilung der Bibel denken lassen, was in deinem Hörbuch mit >erstes Buch Samael Vers...< bestätigt wurde, wobei es dort >Vers 1 bis 45< heißt und im Titel >1 Samael 1,1-11<. ^^

      Diesmal lernen wir Samael etwas besser kenne, wobei ich das Gefühl habe, dass dieses Kapitel einige Jahre vor dem Prolog spielen könnte. Dies schließe ich nicht nur daraus, dass es am Anfang einen Tag vor Heilig Abend ist und in der zweiten Hälfte Heilig Abend, sondern viel mehr aus Samaels Auftreten/Verhalten. Er wirkt einfach nicht so abgebrüht wie im Prolog, er scheint irgendwie unsicherer zu sein, auch in seinem Bezug zu Midas. Zumindest wird es für mich so dargestellt, als würde er hier relativ weit unter ihm stehen und hätte sich auch noch nicht diesem Ruf in der Unterwelt erarbeitet, wie er im Prolog dargestellt wird. Dort scheint es so zu sein, dass Midas einer der wenigen ist, die er zumindest Ansatzweise respektiert bzw nicht direkt abknallen würde und der ihn so etwas kontrollieren kann. In diesem Kapitel macht sich Samael ernsthaft sorgen, ob er die nächsten Tage überlebt, wenn er keine Miete bezahlt. Dies deutet für mich darauf hin, dass er noch nicht den Ruft hat, welcher im Prolog angedeutet wird bzw. Samaels Einstellung noch etwas anders ist, denn der Prolog Samael würde bestimmt eher überlegen, was ihn die Kugeln mal wieder Kosten würden, wenn die Eintreiber wieder Stress machen.

      Die Wohnung ist so ziemlich wie ich sie erwartet haben, sehr heruntergekommen und durcheinander, er sieht keinen Sinn darin seine Energie mit Ordnung und Aufräumen zu verschwenden, um die Spiegelscherben kann man herumgehen und die Kreide ist eine schöne Verzeihung. Passt sehr gut zu ihm und seinem heruntergekommenen Leben, ein guter Killer Lebt entweder in so einer ärmlichen Wohnung oder er ist so gut geworden, dass er sich von dem ganzen Geld Luxus leisten kann.

      Ach sein Aussehen hast du sehr gut beschrieben, wobei ich betonen möchte, dass mir die Größe seines Revolvers relativ egal ist, da bin ich einfach zu Manga geschädigt, wo die Protagonisten meist übergroße Waffen haben, besonders wenn es sich um Schusswaffen handelt. In diesem Kapitel ist Samael noch 21 Jahre alt, was ich als weiteres Indiz dafür sehe, dass wir uns vor dem Prolog befinden, auch wenn es in seiner Situation schon eine Leistung ist, so lange Überlebt zu haben. Auch seine Tattoos bzw. der Brauch sich für jeden Toten ein neues stechen zu lassen, deuten für mich eher auf eine Prä-Prolog-Zeit, da ihm ihr andere Leben zumindest ansatzweise noch etwas interessieren und wenn es nur ist, dass sie ihn an sein können erinnern. Nach den Ereignissen im Prolog hätte er sich gleich drei neue stechen lassen müssen und das nur, weil sein Informant nicht pünktlich erschienen ist. Natürlich kann genug Alkohol auch ein Erklärung für das veränderte Verhalten sein, aber es ist nur noch ein zu starker unterschied.

      Weiterhin erfahren wir, dass sein Vater Arzt gewesen ist, der sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Wahrscheinlich hat er sein Wissen, sein Können und die Medikamente/Drogen diesem Mann bzw. seiner Verbrecherorganisation für Geld zu Verfügung gestellt und darüber wie es beschrieben wurde seine Zulassung verloren.

      Der südländische Typ dürfte sicher zu einer Organisation gehören, der Samael in letzter Zeit ärger berietet hat und die sich mal mit ihm Unterhalten möchte.

      Allgemein hat mir das Kapitel wieder sehr gut gefallen, wozu auch die Nebengedanken/-informationen beigetragen haben. Werder das neue Christkind noch die Informationen über die Bildzeitung Klatschzeitung haben irgendeine Relevanz für die eigentlichen Geschehnisse, füllen aber die Geschichte mit einer Art leben.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
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      So kann man es aber auch sehen
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      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 1 (Teil 2) ist nun im Startpost zu finden!


      Und wie qoii es mir geraten hat, werde ich diese Gelegenheit auch gleich nutzen, um seine letzten Kommentare zu beantworten. Und obwohl ich mir das letzte Mal eigentlich gedacht habe, dass ich mich kürzer fassen sollte, wird daraus wohl leider nichts. Dafür sind qoiis Gedanken einfach viel zu interessant :D

      qoii schrieb:

      So Zeit mich mit deinem neuen Kapitel zu beschäftigen, wobei es mir eher zufällig aufgefallen ist, dass es ein neues gibt.
      Um deinen letzten Beitrag als neu anzuzeigen, reicht es nicht nur auf >Bearbeiten< zu gehen und etwas zu ändern, dann wird nur die Änderung im Beitrag vermerkt, aber es gibt keine Informantin an die Andern. Du musst nach >Bearbeiten< ganz unten auf >Erweiterte Bearbeitung< klicken und über der Smiley-Leiste auf >Einstellung< und danach bei >Beitrag als neu markieren< ein Häkchen setzten, erst dann wird der Beitrag im Forum als neu gewertete. Dies geht übrigens nur, wenn es auch der letzte Beitrag im Thread ist.
      Ein andere einfach Sache alle zu Informieren ist es, wenn du die Kommentare zusammen mit der Veröffentlichung des neuen Kapitels beantwortest, dann hast du definitiv immer einen neuen Beitrag.
      Hmm... Eigentlich habe ich es genau so gemacht, da muss wohl was schiefgelaufen sein. Hatte schon Angst, dass dein Interesse durch die Verschiebung des Threads verloren gegangen ist. Wenn ich ein paar weitere Leser finde, werde ich mir vielleicht einen dieser Newsletter anschaffen.

      qoii schrieb:

      Zunächst habe ich mit gewundert, warum du von >Kapitel< 1 "nur" den >ersten Teil< veröffentlicht hast, aber das Unterkapitel >1 Samael 1,1-8 < hat mich sofort an die Aufteilung der Bibel denken lassen, was in deinem Hörbuch mit >erstes Buch Samael Vers...< bestätigt wurde, wobei es dort >Vers 1 bis 45< heißt und im Titel >1 Samael 1,1-11<. ^^
      Bezüglich der Aufteilung des Kapitels kann ich nur sagen, dass mir Kapitel 1 im Vergleich zu anderen Kapiteln auf dieser Plattform zu lang erschienen ist, weshalb ich mich entschieden habe, es aufzuteilen. Der Cliffhanger hat einfach zu gut gepasst. Wahrscheinlich werde ich das bei späteren Kapiteln ebenfalls so machen.

      Dass dir das mit den unterschiedlichen Verszahlen aufgefallen ist, finde ich sehr löblich. Ich hatte schon überlegt, ob ich das prospektiv erklären sollte, aber dann wollte ich lieber sehen, ob es überhaupt irgendjemand entdeckt. Die Erklärung ist ganz einfach: Wie du schon festgestellt hast, ist mein Buch in Anlehnung an die Bibel in Verse aufgeteilt. Diese Aufteilung habe ich kurz vorm Hochladen des Kapitels noch einmal überarbeitet, sodass aus elf Versen acht Verse wurden. Da war das Hörbuch aber leider schon eingesprochen, weswegen ich das dort nicht mehr ändern konnte. Videotitel und Text im Video unterscheiden sich außerdem insofern, dass das komplette Kapitel 45 Verse beeinhaltet hat, im ersten Teil aber nur elf davon vorgelesen wurden und der Rest im zweiten Teil folgen sollte. Kurzum: Die aktuellste Verseinteilung findest du hier!

      qoii schrieb:

      Diesmal lernen wir Samael etwas besser kenne, wobei ich das Gefühl habe, dass dieses Kapitel einige Jahre vor dem Prolog spielen könnte. Dies schließe ich nicht nur daraus, dass es am Anfang einen Tag vor Heilig Abend ist und in der zweiten Hälfte Heilig Abend, sondern viel mehr aus Samaels Auftreten/Verhalten. Er wirkt einfach nicht so abgebrüht wie im Prolog, er scheint irgendwie unsicherer zu sein, auch in seinem Bezug zu Midas. Zumindest wird es für mich so dargestellt, als würde er hier relativ weit unter ihm stehen und hätte sich auch noch nicht diesem Ruf in der Unterwelt erarbeitet, wie er im Prolog dargestellt wird. Dort scheint es so zu sein, dass Midas einer der wenigen ist, die er zumindest Ansatzweise respektiert bzw nicht direkt abknallen würde und der ihn so etwas kontrollieren kann. In diesem Kapitel macht sich Samael ernsthaft sorgen, ob er die nächsten Tage überlebt, wenn er keine Miete bezahlt. Dies deutet für mich darauf hin, dass er noch nicht den Ruft hat, welcher im Prolog angedeutet wird bzw. Samaels Einstellung noch etwas anders ist, denn der Prolog Samael würde bestimmt eher überlegen, was ihn die Kugeln mal wieder Kosten würden, wenn die Eintreiber wieder Stress machen.
      Sehr schlauer Gedanke! Wir haben hier tatsächlich einen Zeitsprung, aber ob in die Zukunft oder in die Vergangenheit und wie groß dieser Zeitsprung ist, werden wir erst noch sehen. Desweiteren gefällt mir deine Analyse von Samaels Verhalten, wobei sich aus deinen Grundannahmen (nur Midas kann Samael kontrollieren; Samael hat Angst, seine Miete nicht bezahlen zu können) auch noch ein weiterer Schluss ziehen lässt. Ich bin gespannt, was du von meiner Auflösung halten wirst. Lass es mich wissen, ob du diese genauso logisch findest!

      qoii schrieb:

      Ach sein Aussehen hast du sehr gut beschrieben, wobei ich betonen möchte, dass mir die Größe seines Revolvers relativ egal ist, da bin ich einfach zu Manga geschädigt, wo die Protagonisten meist übergroße Waffen haben, besonders wenn es sich um Schusswaffen handelt. In diesem Kapitel ist Samael noch 21 Jahre alt, was ich als weiteres Indiz dafür sehe, dass wir uns vor dem Prolog befinden, auch wenn es in seiner Situation schon eine Leistung ist, so lange Überlebt zu haben. Auch seine Tattoos bzw. der Brauch sich für jeden Toten ein neues stechen zu lassen, deuten für mich eher auf eine Prä-Prolog-Zeit, da ihm ihr andere Leben zumindest ansatzweise noch etwas interessieren und wenn es nur ist, dass sie ihn an sein können erinnern. Nach den Ereignissen im Prolog hätte er sich gleich drei neue stechen lassen müssen und das nur, weil sein Informant nicht pünktlich erschienen ist. Natürlich kann genug Alkohol auch ein Erklärung für das veränderte Verhalten sein, aber es ist nur noch ein zu starker unterschied.
      Ich werfe noch einen verqueren Wertemaßstab ins Rennen! Vielleicht empfindet Samael den Mord an einem Schwarzen und zwei Nazis ja moralisch gerechtfertigter als den Mord an einem vermeintlichen Vermieter. Wobei Alkohol natürlich auch eine Rolle spielen dürfte ...

      qoii schrieb:

      Weiterhin erfahren wir, dass sein Vater Arzt gewesen ist, der sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Wahrscheinlich hat er sein Wissen, sein Können und die Medikamente/Drogen diesem Mann bzw. seiner Verbrecherorganisation für Geld zu Verfügung gestellt und darüber wie es beschrieben wurde seine Zulassung verloren.
      Netter Tipp! Aber ich bin froh, dass es so nicht kommen wird. Oder doch? Ich habe manchmal Angst, in meiner Euphorie zu viel zu verraten. Ich bin jedenfalls froh, dass meine Handlung nicht ganz so vorhersagbar ist :D

      qoii schrieb:

      Der südländische Typ dürfte sicher zu einer Organisation gehören, der Samael in letzter Zeit ärger berietet hat und die sich mal mit ihm Unterhalten möchte.
      Volltreffer! Aber auch hier fehlt noch eine winzige Information, um das Bild vollständig abzurunden.

      qoii schrieb:

      Allgemein hat mir das Kapitel wieder sehr gut gefallen, wozu auch die Nebengedanken/-informationen beigetragen haben. Werder das neue Christkind noch die Informationen über die Bildzeitung Klatschzeitung haben irgendeine Relevanz für die eigentlichen Geschehnisse, füllen aber die Geschichte mit einer Art leben.
      Dieser Kommentar freut mich besonders. Ich habe mir echt viel Mühe gegeben, jede Menge humoristische Anspielungen einzubauen, die maßgeblich zur Atmosphäre beitragen. Gerade der schwarze Humor und der Zynismus des Erzählers passen perfekt zur Story. Ich hoffe nur, dass diese Anspielungen im Laufe der Geschichte nicht ihre Qualität verlieren. Manche sind geradezu erschreckend flach xD

      Jetzt wünsche ich allen aber erst einmal viel Spaß beim Lesen von Teil 2! Mögen all eure Fragen beantwortet werden (vorerst)!
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)
    • Ahh ein neuer kongruent ist hier im Forum erschienen und hat, wie ich sehe Erfolg :D Schön mal ein neues Gesicht zu sehen und bei so einem Erfolg, muss ich mir leider gestehen, du hast mit deiner Erfahrung schon gewonnen. Deine Geschichte muss ich also Lesen, damit ich verstehe, wo der Erfolg liegt.

      Wünsche dir bei deine Geschichte Erfolg und es ist bewundern´s Wert, dass qoii bei dir schneller war, als bei meine Geschichte, wo ich immer noch frage "Wo bleibt seine versprochene Antwort ?" :D aber liegt wohl an der Geschichte selbst, weshalb du eher eine bekam´s. Aber da ich nun, dank eines unerwarteten Zufall, und der Zerstörung des Universum´s xD endlich die Singularität erschaffen wurde, weshalb ich nun mit STOLZ verkünden kann, dass ICH nun endlich, nach JAHREN der Begierde danach und der schon 100 Millardensten Rechnungen, als unmöglich hielt, das so was passieren wird. Habe ich nun eine Freundin bekommen, weshalb die 2. Geschichte von mir, etwas langsamer voran gehen wird. Aber die Antwort von qoii bezieht sich eher auf der 1. Story xD die schon fertig ist.

      Werde dir dann mein Feeback geben und das WIRKLICH und ist nicht nur daher gesagt xD
      In welche Welt lebst du ? Entscheide dich.

      ----->FF Geschichte: Die Zwei Welten-Theorie Die Zwei Welten-Theorie (Shadowman D. clasio)
    • 1 Samael 1,9 -17 oder

      Anscheinend schaffe ich es doch noch rechtzeitig mit dem Kommentar fertig zu werden. :)

      Der Zeitsprung zwischen Prolog und erstem Kapitel beträgt also nur grob einen Tag, da lag ich mit meiner Analyse wohl etwas daneben. :-D Aber was solls, immerhin spekuliere ich nicht um Geld zu verdienen, sonder weil es mit Spaß mach und da gehört der eine oder andere Fehler einfach dazu.

      Sofort als ich deine Rückmeldung gelesen haben, dass man aus der Grundannahmen (nur Midas kann Samael kontrollieren; Samael hat Angst, seine Miete nicht bezahlen zu können) auch noch ein weiterer Schluss ziehen kann, kam mir der Gedanke in den Sinn, dass es sich bei dem Vermieter bzw dem Geldverleiher um Midas handeln könnte und ich habe mich gefragt, warum ich nicht gleich darauf gekommen bin. Auch damit, dass Midas seine Schuldner immer etwas … sagen wir rabiat einsammeln lässt, selbst wenn sie auf dem Weg zu ihm sind, habe ich nicht gerechnet, aber im Nachhinein erscheint mir auch dies als etwas, worauf ich hätte kommen können. Also bis jetzt gibt es in diese Richtung von mir keine Kritik, ich muss mich einfach noch etwas auf deinen Stiel einstellen, dann werde ich gefährlicher. :evil:

      Die gesamte Szene im Kasino hat mit sehr gut gefallen und weiter zur Charakterisierung von Samael beigetragen. Mit den Namen Kain und Abel bist du sowohl deinen Bibelanspielungen treu geblieben, als auch dem Prinzip, dass entführende Handlanger nicht immer die hellsten sind. Der Auftritt von Midas war ziemlich gut inszeniert, obwohl mir seine Stimminterpretation im Hörbuch nicht wirklich zusagt, aber das ist eine mehr persönliche Wahrnehmung und soll dich nicht weiter belasten. Weiterhin lernen wir noch Midas Leibwächter Gestas kennen. Nach Wikipedia hast du dich hier aus dem erweiterten Bibelkreis bedient, denn Gestas soll der Name des Mannes sein, welcher mit Jesus gekreuzigt wurde und diesen dabei verhöhnt. Mit der gedanklichen Verbindung zu Morpheus gibst du Gestas nicht nur direkt ein Gesicht und setzt deine ebenfalls sehr häufigen Anspielungen auf Filme fort, sonder bringst auch indirekt weitere Bibel bzw Glaubensanleihen mit ins Spiel, da in Matrix ebenfalls eine große Menge von diesem Versteckt sind.

      Des weiter erfahren wir, warum Midas im Prolog mit Uriel Owusu Tod ebenfalls Geld verdient hat, er scheint Samael sehr gut einschätzen zu können. Allerdings finde ich es interessant, dass die beiden Uriel anscheinend loswerden wollten, denn zumindest Midas setzt neben den leicht verdienten 20.000 Dollar mit Zinsen, noch darauf, dass Samael Uriel aus dem Weg räumt. Da frage ich mich doch glatt, wie viel Uriel wirklich wusste bzw welche Informationen er hatte und warum Midas ihn auf seine Abschussliste gesetzt hat. Gut verdient hat er am Ende jedenfalls Samael hat immer noch 20.000 Dollar mit Zinsen bei ihm, er muss Samael nicht bezahlen, damit er Uriel aus dem Weg raumt und seine kleine Wette mit Gestas tausend Dollar oben drauf, ein wirklich gutes Geschäft.

      Weiterhin scheinen wir nun einen weiteren Grund für Samaels Geldknappheit zu kenne, denn nur jemand mit eine (leichten) Spielsucht würde nach einer solchen Aktion und mit solchen Schulden, seinen Entführer, Gläubiger und Boss um Geld anpumpen, um es in seinem Casino wieder zu verspielen. Weiterhin fand ich es sehr lustig von Midas und Gestas ersten Verbrechenstaten zu erfahren.^^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 2 (Teil 1) ist nun im Startpost zu finden!


      Shadowman D. clasio schrieb:

      Ahh ein neuer kongruent ist hier im Forum erschienen und hat, wie ich sehe Erfolg :D Schön mal ein neues Gesicht zu sehen und bei so einem Erfolg, muss ich mir leider gestehen, du hast mit deiner Erfahrung schon gewonnen. Deine Geschichte muss ich also Lesen, damit ich verstehe, wo der Erfolg liegt.
      Woran machst du meinen Erfolg denn fest? xD Ich bin sehr dankbar, dass qoii Interesse an meinem Projekt zu haben scheint, da mir seine Anmerkungen beim Konzipieren neuer Handlungsstränge helfen, aber mehr Leser habe ich im Moment ja leider auch nicht.

      Shadowman D. clasio schrieb:

      Wünsche dir bei deine Geschichte Erfolg und es ist bewundern´s Wert, dass qoii bei dir schneller war, als bei meine Geschichte, wo ich immer noch frage "Wo bleibt seine versprochene Antwort ?" :D aber liegt wohl an der Geschichte selbst, weshalb du eher eine bekam´s. Aber da ich nun, dank eines unerwarteten Zufall, und der Zerstörung des Universum´s xD endlich die Singularität erschaffen wurde, weshalb ich nun mit STOLZ verkünden kann, dass ICH nun endlich, nach JAHREN der Begierde danach und der schon 100 Millardensten Rechnungen, als unmöglich hielt, das so was passieren wird. Habe ich nun eine Freundin bekommen, weshalb die 2. Geschichte von mir, etwas langsamer voran gehen wird. Aber die Antwort von qoii bezieht sich eher auf der 1. Story xD die schon fertig ist.
      Dieser Abschnitt ist ganz schön verwirrend 8| Ich sag einfach mal herzlichen Glückwunsch zur Freundin!

      Shadowman D. clasio schrieb:

      Werde dir dann mein Feeback geben und das WIRKLICH und ist nicht nur daher gesagt xD
      Dann freue ich mich darauf! Viel Spaß beim Lesen!
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)
    • 1 Samael 2, 1-7

      Nachdem ich das letzte mal neuen Minuten vor der Veröffentlichung des neuen Kapitels bzw. deiner Antwort auf den letzten Kommentar fertig geworden bin und du diesen entweder nicht mehr bemerkt oder aufs nächste mal verschoben hast, diesmal mit etwas mehr Vorlauf.

      Das neue Kapitel geht dort weiter, wo der Prolog geendet hat und auch mit dem nächsten Klischee (nicht negativ gemeint), der verstaubten chinesischen Wäscherei mit der ururalten/alterslosen seltsamen und wahrsagenden Besitzerin. Ich kenne dieses Motiv irgendwie sehr gut, auch wenn ich mich so direkt an keinen Film oder Buch erinnern kann, wo dieses vorkommt, aber ich wusste sofort worum es (wahrscheinlich) gehen wird.

      Zu ihrer eigentlichen Vorhersage, gibt irgendwie nichts zu ergänzen, außer des Samael eigentlich mittlerweile gemerkt haben müsste, dass es immer noch schlimmer als bisher werden kann. Wenn man in der Vergangenheit wühlt, können viele sehr unangenehme Dinge aufgedeckt werden und weiterhin hat auch Midas bereits angedeutet, dass Samaels Besessenheit im Bezug auf seine Vergangenheit ihm nur Probleme bereitet. Immerhin wäre Samael jetzt weitgehend Schuldenfrei, wenn er nicht auf den neuen Deal eingegangen wäre.

      Über den Trigger des erstaunlich teuren Anzuges erfahren wir auch weiteres über Samaels Familie. Sein Vater hat den armen Hiob/Ijob alles das angetan, was diesem auch in der Bibel wiederfanden ist. Wären es vier Töchter mehr gewesen und dafür kein verlorener Reichtum und keine Krankheiten, wären wir bei Niobe aus der griechischen Mythologie gewesen. Seine Handlungen begründet Samaels Vater damit, dass er dies für El getan hat und bereut nichts davon. Bei dem Namen El, sicherlich verstärkt durch den schon herausgefundenen Namen Hiob, musste ich irgendwie an Gott denken und nach kurzer Recherche (Googel) wurde dies bestätigt. Zwar kannte ich El aus Elohim, aber anscheinend ist dies die Mehrzahl und El der Name bzw die Bezeichnung für einen Gott oder je nach Lesart auch den Gott der abrahamitischen Religionen, so genau habe ich mir dann noch nicht alles durchgelesen.

      Im ersten Moment habe ich bei seinem erstaunen über die Adresse gedacht, dass sie ihn zu Midas führen würde, aber diese erste Idee wurde mit den restlichen Sätzen sofort entkräftet. Also was kann sie sonst sein? Würde die Adresse zu seinen Enttäuschungen führen, hätte ich an die frühere Wohnung seiner Familie gedacht oder an die Praxis seines Vater, aber da es um Leute geht, die ihm etwas bedeuten, kann es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um seine restliche Familie handeln. Vielleicht ist es also der erste Ort an dem er ein Verbrechen begangen und so seine restliche Familie enttäuscht hat.

      Das Hörbuch geht hier zwar noch weiter, aber ich höre lieber erst weiter, wenn auch das schriftliche Kapitel dazu draußen ist.
      Trotz der relativen kürze bzw, der relativ wenigen Informationen hat mit das Kapitel wieder sehr gut gefallen, jetzt muss ich nur noch bis morgen durchhalten ohne mich über das Hörbuch zu spoilern ;)

      B. Movie schrieb:

      Woran machst du meinen Erfolg denn fest? xD Ich bin sehr dankbar, dass qoii Interesse an meinem Projekt zu haben scheint, da mir seine Anmerkungen beim Konzipieren neuer Handlungsstränge helfen, aber mehr Leser habe ich im Moment ja leider auch nicht.
      Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Leser und Kommentatoren nicht das gleiche sind. Also anders ausgedrückt, jeder der hier mitliest soll mal bitte einen (kurzen) Kommentar hinterlassen, um zu beweisen, dass ich nicht der Einzige bin.^^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 2 (Teil 2) und Kapitel 2 (Teil 3) sind nun im Startpost zu finden! Aus technischen Gründen musste das Kapitel leider in drei Teile aufgeteilt werden.


      qoii schrieb:

      Der Zeitsprung zwischen Prolog und erstem Kapitel beträgt also nur grob einen Tag, da lag ich mit meiner Analyse wohl etwas daneben. Aber was solls, immerhin spekuliere ich nicht um Geld zu verdienen, sonder weil es mit Spaß mach und da gehört der eine oder andere Fehler einfach dazu.
      Und gerade diese (Fehl-)Spekulationen sind es ja, die der Autor erreichen will. Wobei ich mich im Nachhinein auch schon mal gefragt habe, ob ein Zeitsprung um einen Tag wirklich so sinnvoll ist ...

      qoii schrieb:

      Sofort als ich deine Rückmeldung gelesen haben, dass man aus der Grundannahmen (nur Midas kann Samael kontrollieren; Samael hat Angst, seine Miete nicht bezahlen zu können) auch noch ein weiterer Schluss ziehen kann, kam mir der Gedanke in den Sinn, dass es sich bei dem Vermieter bzw dem Geldverleiher um Midas handeln könnte und ich habe mich gefragt, warum ich nicht gleich darauf gekommen bin. Auch damit, dass Midas seine Schuldner immer etwas … sagen wir rabiat einsammeln lässt, selbst wenn sie auf dem Weg zu ihm sind, habe ich nicht gerechnet, aber im Nachhinein erscheint mir auch dies als etwas, worauf ich hätte kommen können. Also bis jetzt gibt es in diese Richtung von mir keine Kritik, ich muss mich einfach noch etwas auf deinen Stiel einstellen, dann werde ich gefährlicher.
      Puh, zum Glück erscheint dir das auch logisch, ich war mir nicht sicher, ob ich der einzige bin, der diesen Schluss ziehen würde :D

      qoii schrieb:

      Die gesamte Szene im Kasino hat mit sehr gut gefallen und weiter zur Charakterisierung von Samael beigetragen. Mit den Namen Kain und Abel bist du sowohl deinen Bibelanspielungen treu geblieben, als auch dem Prinzip, dass entführende Handlanger nicht immer die hellsten sind. Der Auftritt von Midas war ziemlich gut inszeniert, obwohl mir seine Stimminterpretation im Hörbuch nicht wirklich zusagt, aber das ist eine mehr persönliche Wahrnehmung und soll dich nicht weiter belasten. Weiterhin lernen wir noch Midas Leibwächter Gestas kennen. Nach Wikipedia hast du dich hier aus dem erweiterten Bibelkreis bedient, denn Gestas soll der Name des Mannes sein, welcher mit Jesus gekreuzigt wurde und diesen dabei verhöhnt. Mit der gedanklichen Verbindung zu Morpheus gibst du Gestas nicht nur direkt ein Gesicht und setzt deine ebenfalls sehr häufigen Anspielungen auf Filme fort, sonder bringst auch indirekt weitere Bibel bzw Glaubensanleihen mit ins Spiel, da in Matrix ebenfalls eine große Menge von diesem Versteckt sind.
      Bezüglich der Stimminterpretation kann ich nur sagen, dass ich kein Hörbuchexperte bin. Nach wie vor bin ich über Gastleser dankbar, dann komme ich mir wenigstens beim Einsprechen nicht mehr so seltsam vor.

      Was die religiösen Namen und Filmanspielungen (später im übrigen auch Zitate aus Songs) angeht, wäre es echt mal interessant, wie viele man finden könnte ... Ist irgendwie mein Steckenpferd, da ich der Meinung bin, dass solche kleine "Intertextualitäten" eine Geschichte lebendig und real erscheinen lassen.

      qoii schrieb:

      Des weiter erfahren wir, warum Midas im Prolog mit Uriel Owusu Tod ebenfalls Geld verdient hat, er scheint Samael sehr gut einschätzen zu können. Allerdings finde ich es interessant, dass die beiden Uriel anscheinend loswerden wollten, denn zumindest Midas setzt neben den leicht verdienten 20.000 Dollar mit Zinsen, noch darauf, dass Samael Uriel aus dem Weg räumt. Da frage ich mich doch glatt, wie viel Uriel wirklich wusste bzw welche Informationen er hatte und warum Midas ihn auf seine Abschussliste gesetzt hat. Gut verdient hat er am Ende jedenfalls Samael hat immer noch 20.000 Dollar mit Zinsen bei ihm, er muss Samael nicht bezahlen, damit er Uriel aus dem Weg raumt und seine kleine Wette mit Gestas tausend Dollar oben drauf, ein wirklich gutes Geschäft.
      Ein weiteres Mal bin ich froh, dass mein Gedankengang verstanden wurde. Mein erster Probeleser konnte die Verbindung zwischen 20.000 Dollar und dann doch nicht 20.000 Dollar und dann doch wieder 20.000 Dollar Schulden nicht so ganz nachvollziehen, weswegen ich die Passage mehrmals umschreiben musste, bis sie endlich bis ins kleinste Detail verständlich war.

      qoii schrieb:

      Weiterhin scheinen wir nun einen weiteren Grund für Samaels Geldknappheit zu kenne, denn nur jemand mit eine (leichten) Spielsucht würde nach einer solchen Aktion und mit solchen Schulden, seinen Entführer, Gläubiger und Boss um Geld anpumpen, um es in seinem Casino wieder zu verspielen. Weiterhin fand ich es sehr lustig von Midas und Gestas ersten Verbrechenstaten zu erfahren.^^
      Ein paar kleine Gags am Rande ... Man will ja schließlich keine ernsthafte Weltliteratur schreiben xD


      qoii schrieb:

      Nachdem ich das letzte mal neuen Minuten vor der Veröffentlichung des neuen Kapitels bzw. deiner Antwort auf den letzten Kommentar fertig geworden bin und du diesen entweder nicht mehr bemerkt oder aufs nächste mal verschoben hast, diesmal mit etwas mehr Vorlauf.
      Oh, das tut mir leid. Ich habe den Kommentar tatsächlich nicht bemerkt. Der muss in dem Moment gekommen sein, als ich auf den anderen Kommentar geantwortet habe. Aber umso besser: So konnte ich auf beide gleichzeitig antworten.

      qoii schrieb:

      Das neue Kapitel geht dort weiter, wo der Prolog geendet hat und auch mit dem nächsten Klischee (nicht negativ gemeint), der verstaubten chinesischen Wäscherei mit der ururalten/alterslosen seltsamen und wahrsagenden Besitzerin. Ich kenne dieses Motiv irgendwie sehr gut, auch wenn ich mich so direkt an keinen Film oder Buch erinnern kann, wo dieses vorkommt, aber ich wusste sofort worum es (wahrscheinlich) gehen wird.
      Und man erkennt mein drittes Steckenpferd: Total überstrapazierte Klischees. Mal sehen, wie weit ich sie noch strapazieren kann^^

      qoii schrieb:

      Zu ihrer eigentlichen Vorhersage, gibt irgendwie nichts zu ergänzen, außer des Samael eigentlich mittlerweile gemerkt haben müsste, dass es immer noch schlimmer als bisher werden kann. Wenn man in der Vergangenheit wühlt, können viele sehr unangenehme Dinge aufgedeckt werden und weiterhin hat auch Midas bereits angedeutet, dass Samaels Besessenheit im Bezug auf seine Vergangenheit ihm nur Probleme bereitet. Immerhin wäre Samael jetzt weitgehend Schuldenfrei, wenn er nicht auf den neuen Deal eingegangen wäre.
      Ich kann nur empfehlen, die Worte der Wahrsagerin im Hinterkopf zu behalten :evil:

      qoii schrieb:

      Über den Trigger des erstaunlich teuren Anzuges erfahren wir auch weiteres über Samaels Familie. Sein Vater hat den armen Hiob/Ijob alles das angetan, was diesem auch in der Bibel wiederfanden ist. Wären es vier Töchter mehr gewesen und dafür kein verlorener Reichtum und keine Krankheiten, wären wir bei Niobe aus der griechischen Mythologie gewesen. Seine Handlungen begründet Samaels Vater damit, dass er dies für El getan hat und bereut nichts davon. Bei dem Namen El, sicherlich verstärkt durch den schon herausgefundenen Namen Hiob, musste ich irgendwie an Gott denken und nach kurzer Recherche (Googel) wurde dies bestätigt. Zwar kannte ich El aus Elohim, aber anscheinend ist dies die Mehrzahl und El der Name bzw die Bezeichnung für einen Gott oder je nach Lesart auch den Gott der abrahamitischen Religionen, so genau habe ich mir dann noch nicht alles durchgelesen.
      Die Geschichte von Niobe kannte ich tatsächlich nicht. Und da mit Hiob hast du jetzt gesagt^^ Oder steht der Name am Ende doch irgendwo ...? Jedenfalls eine sehr gute Recherche, die sich sicherlich bezahlt machen wird!

      qoii schrieb:

      Im ersten Moment habe ich bei seinem erstaunen über die Adresse gedacht, dass sie ihn zu Midas führen würde, aber diese erste Idee wurde mit den restlichen Sätzen sofort entkräftet. Also was kann sie sonst sein? Würde die Adresse zu seinen Enttäuschungen führen, hätte ich an die frühere Wohnung seiner Familie gedacht oder an die Praxis seines Vater, aber da es um Leute geht, die ihm etwas bedeuten, kann es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um seine restliche Familie handeln. Vielleicht ist es also der erste Ort an dem er ein Verbrechen begangen und so seine restliche Familie enttäuscht hat.
      Sehr guter Gedankengang! Ich bin gespannt, was du von der Auflösung hältst!

      qoii schrieb:

      Das Hörbuch geht hier zwar noch weiter, aber ich höre lieber erst weiter, wenn auch das schriftliche Kapitel dazu draußen ist.
      Trotz der relativen kürze bzw, der relativ wenigen Informationen hat mit das Kapitel wieder sehr gut gefallen, jetzt muss ich nur noch bis morgen durchhalten ohne mich über das Hörbuch zu spoilern
      Oh, verdammt! Da gibt man sich Mühe, auf drei verschiedenen Seiten gleichzeitig hochzuladen (hier, youTube und eine fanfiction-Seite) und verpeilt es dann auch noch. Ich habe mich mal wieder kurzfristig dafür entschieden, das Kapitel aufzuteilen und die Videodatei anscheinend an der falschen Stelle gecuttet. Naja, kann nach einem langen Arbeitstag passieren.

      A propos langer Arbeitstag: Das morgige Kapitel wird erst gegen späten Nachmittag/Abend kommen, da ich den ganzen Tag über arbeiten bin. Ich hoffe, du hältst es so lange noch aus :D

      qoii schrieb:

      Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Leser und Kommentatoren nicht das gleiche sind. Also anders ausgedrückt, jeder der hier mitliest soll mal bitte einen (kurzen) Kommentar hinterlassen, um zu beweisen, dass ich nicht der Einzige bin.^^
      Würde mich auch mal interessieren :thumbsup:
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von B. Movie ()

    • 1 Samael 2,8-29

      B. Movie schrieb:

      Die Geschichte von Niobe kannte ich tatsächlich nicht. Und da mit Hiob hast du jetzt gesagt^^ Oder steht der Name am Ende doch irgendwo ...? Jedenfalls eine sehr gute Recherche, die sich sicherlich bezahlt machen wird!
      Nein, den Namen Hiob hast du nicht genannt, aber so viele Leute mit vielen Kindern und Reichtum, welche alles verlieren, gibt es in der Religionswelt (aktuelle und ehemalige Religionen) dann doch nicht und es gibt Googel, um seine schwachen Erinnerungen zu überprüfen. Ich wusste beispielsweise nicht mehr, dass Hiob auch seine Gesundheit verliert und anscheinend hast du sogar > Geschwüre „von der Fußsohle bis zum Scheitel“ befallen< mehr oder weniger wörtlich aus der Bibel übernommen. Weiterhin freut es mich, dass ich dir mit Niobe auch noch etwas neues zeigen konnte. In diesem Zusammenhang könnte der Podcast Troja Alert vielleicht auch etwas für dich sein, dort gibt es auch einige Folgen, welche sich mit den alten Testament beschäftigen, falls dir griechische/römische und nordische Mythen und Sagen nicht gefallen.

      Sagen wir einfach, mit meinen Spekulationen zu der Adresse lag ich leicht richtig. Immerhin kann man Ruht schon als so etwas wie seine Familie bezeichnen, wobei diese Fehlspekulation vor allem daraus resultierte, dass ich schlichtweg vergessen habe, dass Samael im Waisenhaus gelebt hat, nachdem seine Mutter verstorben ist. Aus irgendwelchen Gründen war sie für mich noch am Leben, genauso wie Samael mindestens um die zwölf war, als die Geschichte mit seinem Vater, El und Hiob geschehen ist und nicht erst acht.

      Aber Ruht war für ihn anscheinend eine ziemlich gute Ersatzmutter, da er ihr gegenüber immer noch ein schlechtes Gewissen hat, was aus ihm geworden ist und welche Probleme er ihr bereitet hat. Trotzdem ist er ihr immer noch sehr wichtig, genauso wie alle anderen ihrer Schützlinge. Ganz egal welche Probleme sie Ruth bereitet haben, scheint diese immer bemüht gewesen zu sein, für sie das Beste zu erreichen und sie auf einem gesellschaftlich anerkannten Pfad zu führen. Leider haben die Lebensumstände und die Umgebung des Waisenhauses anscheinend alle in die andere Richtung geführt. Ihr Name Ruth welcher aus den hebräischen kommt und so viel wie Begleiter, Freund (Wikipedia) bedeutet, passt dazu ebenfalls sehr gut.

      Auch Uriel war einer ihrer Schützlinge, wobei ich ihn eigentlich auf ein Alter geschätzt habe, in welchem man nicht mehr im Waisenhaus lebt bzw. leben kann, da der Platz für jüngere Kinder gebraucht wird, aber anscheinend sind ehe gerade alle woanders untergebracht. Allerdings frage ich mich dann, wie Ruth an einen so teuren Anzug für Uriel gekommen ist, wenn ihre Einrichtung immer so knapp bei Kasse ist.

      Schneller als ich es erwartet habe, taucht dann auch schon El in leibhaftiger Person in deiner Geschichte auf. Allerdings muss ich hier einfach zwei kritische Frage stellen.
      Erstens, weiß Ruth nichts über Samaels Vergangenheit bzw die Suche nach El und hätte sie dann nicht direkt eine Verbindung ziehen/erkennen müssen?
      Zweites, warum hat Midas Samael nicht direkt zu dieser Tankstelle geschickt, wenn er von Uriels Verbindung zu El wusste bzw wenn er weiß dass Uriel nun in der Tankstelle von El arbeiten muss. Gut dass könnte zu seinen Spielchen gehören, aber auch Samael bzw. seine lange ergebnislose Suche kommt hier nicht ganz so gut weg. Immerhin handelt es sich bei El nicht, wie anfangs von mir gedacht, um einen (geheimen) Decknamen oder Unterweltboss, sondern er hat seine verdammte Tankstelle nach sie benannt.
      Aber vielleicht kommt diese Irritation bzw. ist die Kritik der Tatsache geschuldet, dass ich davon ausgegangen bin, dass die Jagt noch El, einen großen Teil deiner Geschichte ausmachen würde, wobei die >sieben Werke der Barmherzigkeit< oder das Brechen von diesen, ihn letztendlich zu El führen bzw den Kontakt zu ihm ermöglichen würden.

      Am Ende das Kapitels habe ich in El so etwas wie eine Personifikation von Gott, wegen dem Namen, von Jesus, mehr oder minder wegen dem Aussehen bzw verhalten oder dem Teufel, wegen der (eingeleiteten) Taten gegen Hiob vermutet. Frag mich aber bitte jetzt nicht, warum bei einem leicht heruntergekommener Hippie an Jesus denken muss, wahrscheinlich wegen einer leichten Ähnlichkeit des Aussehen und der friedlichen Entspanntheit die Hippies zugeschrieben wird.
      Wie auch immer, da bei der nichts zufällig ist, habe ich mal kurz das Autokennzeichen bei Googel gecheckt und INRI (IESVS NAZARENVS REX IVDAORVM;Jesus von Nazareth, König der Juden) steht auf der Tafel, welche über Jesus am Kreuz angebracht wurde und er soll damals dreißig Jahre als gewesen sein. Also dürfte El bei dir so etwas wie eine Verkörperung von Jesus sein, wozu sicher auch das >Sankt<(=) Heilig der Leuchtreklame zu Zählen ist, genauso wie der Begriff Jünger. Wobei mit der Bezeichnung >Vater< und >El Schaddaj< (Allmächtiger) auch die direkteren Bezeichnungen für den christlichen Gott nicht zu kurz kommen, aber wozu gibt es das Prinzip der >Dreieinigkeit<. Ich hoffe mit dieser Bemerkung habe ich keine religiösen Gefühle verletzt, aber wenn ich über solche Themen schreibe und spekuliere neige ich immer dazu, ähnlich damit umzugehen, wie auch mit den Sagen und Mythen der Religionen welche nicht mehr zum weltweiten Glaubensspektrum gehören.

      Als der Name Lucy fiel, musste ich, sicher beeinflusse durch mein besonderes Augenmerk auf religiöse Referenzen, sofort an eine Kurzform für Luzifer denken. Was auch dadurch untermauert wird, dass Lucy eine Form von Lucia ist, was wie Luzifer, aus dem lateinischen kommt und jeweils etwas in Richtung Licht bzw. Lichttragend übersetzt wird. Weiterhin ist dies Verbindung sicher auch nochmal durch Hiob beeinflusst, denn sofern ich mich recht entsinne, war es doch der Teufel bzw. eine Ausprägung des Teufels, welche mit Gott die Wette um Hiob eingegangenen ist.

      Um nochmal auf die eigentlich Handlung zurückzukommen, Samael soll für El nun sieben Aufträge erfüllen, welche jeweils eine der Sieben Taten der Barmherzigkeit sind. Danach will dieser etwas machen, was Samaels Leben wieder in dir richtigen Bahnen bringt bzw er hat so etwas angedeutet bzw. Samael hat in so verstanden bzw. glaubt dies Samael. Ich sage mal ganz klar, dass El so eine Macht nicht hat, sofern du keine übernatürliche Ebene einziehst und El wirklich der dreieinige Gott ist und nicht nur für ihn steht. Ich gehe eher davon aus, dass durch diese Sieben Taten/Aufträge Samael einige Erfahrungen macht, welche ihm wieder den rechten Weg weisen bzw. helfen diesen zu finden. Wobei er dabei auch auf Leute treffen kann, die ihn dabei Unterstützen bzw. zum Dank für seine Taten helfen.

      Wer jetzt auf den Foto zu sehen ist, beliebt noch offen, aber durch <Happy Birthday< würde ich zunächst auf das Christkind Tippen, wobei ich nicht weiß, wie ihn dies zu seiner ersten Tat/Aufgabe führen sollte.

      Zum Schluss noch etwas schreibtechnisches. Ich würde Flaschbecks nicht mit >Flashbeck< ankündigen, sondern einen Absatz machen und vielleicht noch kursiv schreiben.

      Das waren jetzt zwei Wordseiten Kommentar, mit vielen Interpretationen bzw Herleitungen und etwas Spekulation, ich würde sagen, dass du mal wieder einen positiven Nerv bei mir getroffen hast. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
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      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Neuer qoii-Kommentar, neues Glück! Ich freue mich jedes Mal wie verrückt, wenn dein neuer Kommentar reinkommt. Diesmal habe ich auch eine Menge Rückfragen gestellt, weswegen ich mich freuen würde, wenn du mir abermals noch einmal antworten würdest (gerne auch per PN) :D

      qoii schrieb:

      Sagen wir einfach, mit meinen Spekulationen zu der Adresse lag ich leicht richtig. Immerhin kann man Ruht schon als so etwas wie seine Familie bezeichnen, wobei diese Fehlspekulation vor allem daraus resultierte, dass ich schlichtweg vergessen habe, dass Samael im Waisenhaus gelebt hat, nachdem seine Mutter verstorben ist. Aus irgendwelchen Gründen war sie für mich noch am Leben, genauso wie Samael mindestens um die zwölf war, als die Geschichte mit seinem Vater, El und Hiob geschehen ist und nicht erst acht.

      Zum ersten mal sehe ich in deinen Kommentaren (und nicht nur hier in diesem Abschnitt, wie du sehen wirst) Handlungsbedarf für meine Geschichte. Bisher waren es immer Sachen, die man durchaus zweideutig verstehen konnte, weswegen ich nichts geändert habe. Jetzt stellt sich mir jedoch folgende Frage: Stört diese Diskrepanz im Alter bzw. die Waisenhaus-Geschichte oder hat es dich einfach überrascht und du hast es anschließend so hingenommen? Ansonsten müsste ich an entsprechender Stelle noch einmal genauer auf Samaels Alter/Vergangenheit eingehen oder sein Alter schlimmstenfalls sogar anpassen (was gegebenenfalls für Probleme sorgen könnte, wenn ich jede einzelne Stelle, die sich auf Samaels Alter bezieht heraussuchen müsste - was die Sache aber durchaus wert wäre, wenn die Handlung dadurch realistischer wird).

      qoii schrieb:

      Auch Uriel war einer ihrer Schützlinge, wobei ich ihn eigentlich auf ein Alter geschätzt habe, in welchem man nicht mehr im Waisenhaus lebt bzw. leben kann, da der Platz für jüngere Kinder gebraucht wird, aber anscheinend sind ehe gerade alle woanders untergebracht. Allerdings frage ich mich dann, wie Ruth an einen so teuren Anzug für Uriel gekommen ist, wenn ihre Einrichtung immer so knapp bei Kasse ist.

      Hier genauso: Sollte ich genauer auf Uriels Alter eingehen oder stört es nicht wirklich, umzudenken? Das mit dem Anzug ist ebenso eine gute Frage, die sich meine bisherigen Testleser tatsächlich nicht gefragt haben. Ich denke, ich werde es so lösen, dass der Anzug von Ruths verstorbenen Mann ist. Wäre das glaubhaft?

      qoii schrieb:

      Schneller als ich es erwartet habe, taucht dann auch schon El in leibhaftiger Person in deiner Geschichte auf. Allerdings muss ich hier einfach zwei kritische Frage stellen.
      Erstens, weiß Ruth nichts über Samaels Vergangenheit bzw die Suche nach El und hätte sie dann nicht direkt eine Verbindung ziehen/erkennen müssen?

      Diese Frage stört mich hingegen nicht ganz so sehr: Meines Erachtens muss Ruth als Heimmutter nicht hundertprozentig über Samaels Vergangenheit Bescheid wissen und selbst wenn, bezweifle ich, dass ihr ein solch kleines Detail aus der Gerichtverhandlung gegen Samaels Vater bekannt gewesen wäre. Was meinst du?

      qoii schrieb:

      Zweites, warum hat Midas Samael nicht direkt zu dieser Tankstelle geschickt, wenn er von Uriels Verbindung zu El wusste bzw wenn er weiß dass Uriel nun in der Tankstelle von El arbeiten muss. Gut dass könnte zu seinen Spielchen gehören, aber auch Samael bzw. seine lange ergebnislose Suche kommt hier nicht ganz so gut weg. Immerhin handelt es sich bei El nicht, wie anfangs von mir gedacht, um einen (geheimen) Decknamen oder Unterweltboss, sondern er hat seine verdammte Tankstelle nach sie benannt.

      Hier stört mich der erste Teil auch nicht sonderlich, da Midas Uriel ja erstens loswerden wollte, zweitens nicht bekannt ist, wie viel Uriel Midas erzählt hat und drittens Midas ja auch nicht unbedingt der Hilfsbereiteste ist. Der zweite Teil stört mich dahingegen gewaltig! Wie das einfach niemandem (einschließlich mir selbst) aufgefallen ist. Gut, ich könnte mich jetzt damit herausreden, dass es in dieser Stadt ein spanisches Viertel gibt und daher zahlreiche Geschäfte ein El im Namen haben (was ich glaube ich sogar tun werde, weil ich es witzig finde), aber das würde nicht ausreichen. Vielleicht betone ich noch, dass El nirgendwo gelistet ist und aufgrund seiner Lage in der Wüste ohnehin ziemlich unbekannt ist. Aber ob das dann ausreicht ... ich weiß es nicht. Darüber denke ich auf jeden Fall nochmal nach! Danke dir!

      qoii schrieb:

      Aber vielleicht kommt diese Irritation bzw. ist die Kritik der Tatsache geschuldet, dass ich davon ausgegangen bin, dass die Jagt noch El, einen großen Teil deiner Geschichte ausmachen würde, wobei die >sieben Werke der Barmherzigkeit< oder das Brechen von diesen, ihn letztendlich zu El führen bzw den Kontakt zu ihm ermöglichen würden.

      Und wieder die Frage: Stört und enttäuscht diese Annahme dich? Oder findest du es eher interessant, dass es anders gekommen ist, als du angenommen hast? Ging dir die Suche nach El zu schnell? Was würdest du ihm Rahmen der Story anders machen?

      qoii schrieb:

      Wie auch immer, da bei der nichts zufällig ist, habe ich mal kurz das Autokennzeichen bei Googel gecheckt und INRI (IESVS NAZARENVS REX IVDAORVM;Jesus von Nazareth, König der Juden) steht auf der Tafel, welche über Jesus am Kreuz angebracht wurde und er soll damals dreißig Jahre als gewesen sein. Also dürfte El bei dir so etwas wie eine Verkörperung von Jesus sein, wozu sicher auch das >Sankt<(=) Heilig der Leuchtreklame zu Zählen ist, genauso wie der Begriff Jünger. Wobei mit der Bezeichnung >Vater< und >El Schaddaj< (Allmächtiger) auch die direkteren Bezeichnungen für den christlichen Gott nicht zu kurz kommen, aber wozu gibt es das Prinzip der >Dreieinigkeit<. Ich hoffe mit dieser Bemerkung habe ich keine religiösen Gefühle verletzt, aber wenn ich über solche Themen schreibe und spekuliere neige ich immer dazu, ähnlich damit umzugehen, wie auch mit den Sagen und Mythen der Religionen welche nicht mehr zum weltweiten Glaubensspektrum gehören.

      Erst einmal möchte ich mich für die rot markierte Aussage bedanken. Es ist mir eine Ehre, diesen Ruf zu haben xD Desweiteren hast du sämtliche Anspielungen vollkommen richtig erkannt. Und keine Sorge: Wenn einer hier religiöse Gefühle verletzt, dann ja wohl ich, wobei auch ich betonen möchte, dass dies in keinster Weise meine Absicht ist. Ich bin selbst sehr religiös und kenne mich vor allem im christlichen Glauben (dürfte aufgefallen sein) sehr gut aus. Ich habe einfach nur meine eigene Art, humorvoll (bisheilen sogar dreckig-humorvoll) mit diesen Inhalten umzugehen und sie auch kritisch zu hinterfragen. Vieles, was ich schreibe, mag auf den ersten Blick vielleicht sogar blasphemisch erscheinen, hat auf den zweiten Blick aber häufig einen tieferen Sinn.

      qoii schrieb:

      Als der Name Lucy fiel, musste ich, sicher beeinflusse durch mein besonderes Augenmerk auf religiöse Referenzen, sofort an eine Kurzform für Luzifer denken. Was auch dadurch untermauert wird, dass Lucy eine Form von Lucia ist, was wie Luzifer, aus dem lateinischen kommt und jeweils etwas in Richtung Licht bzw. Lichttragend übersetzt wird. Weiterhin ist dies Verbindung sicher auch nochmal durch Hiob beeinflusst, denn sofern ich mich recht entsinne, war es doch der Teufel bzw. eine Ausprägung des Teufels, welche mit Gott die Wette um Hiob eingegangenen ist.

      Das lasse ich einfach mal so stehen xD

      qoii schrieb:

      Um nochmal auf die eigentlich Handlung zurückzukommen, Samael soll für El nun sieben Aufträge erfüllen, welche jeweils eine der Sieben Taten der Barmherzigkeit sind. Danach will dieser etwas machen, was Samaels Leben wieder in dir richtigen Bahnen bringt bzw er hat so etwas angedeutet bzw. Samael hat in so verstanden bzw. glaubt dies Samael. Ich sage mal ganz klar, dass El so eine Macht nicht hat, sofern du keine übernatürliche Ebene einziehst und El wirklich der dreieinige Gott ist und nicht nur für ihn steht. Ich gehe eher davon aus, dass durch diese Sieben Taten/Aufträge Samael einige Erfahrungen macht, welche ihm wieder den rechten Weg weisen bzw. helfen diesen zu finden. Wobei er dabei auch auf Leute treffen kann, die ihn dabei Unterstützen bzw. zum Dank für seine Taten helfen.

      Dies ebenfalls. (Wobei ich diese Abschnitte natürlich auch einfach weglassen könnte, aber dann würde der Effekt durch das stehenlassen verloren gehen^^).

      qoii schrieb:

      Wer jetzt auf den Foto zu sehen ist, beliebt noch offen, aber durch <Happy Birthday< würde ich zunächst auf das Christkind Tippen, wobei ich nicht weiß, wie ihn dies zu seiner ersten Tat/Aufgabe führen sollte.

      Ohne groß spoiler zu wollen, sag ich jetzt einfach mal, dass es nicht das Christkind ist. Das "Happy Birthday" war eher als weitere Referenz dafür zu sehen, dass El eine Art Jesus darstellt, der - wie wir alle wissen - an Weihnachten Geburtstag hat.

      qoii schrieb:

      Das waren jetzt zwei Wordseiten Kommentar, mit vielen Interpretationen bzw Herleitungen und etwas Spekulation, ich würde sagen, dass du mal wieder einen positiven Nerv bei mir getroffen hast.

      Es freut mich, dich weiterhin bei der Stange halten zu können. Umso schwerer fällt es mir, eine weniger erfreuliche (oder aber auch erfreuliche) Nachricht bekanntgeben zu müssen: Bis auf Weiteres muss meine FanFiction leider pausieren. Ich habe eine Möglichkeit gefunden, die Misericordia als kompletten Roman zu veröffentlichen und bis diesbezüglich alles geklärt ist, kann ich leider keine weiteren Inhalte öffentlich machen. Da du aber mein treuster Leser bist und mir mit konstruktiven Kommentaren geholfen hast, würde ich dir folgendes Angebot machen: Wenn du Interesse hast, würde ich dir das Manuskript privat zur Verfügung stellen, damit du dort weiterlesen kannst. Über weitere Kommentare würde ich mich in diesem Fall natürlich weiterhin freuen, um dem Manuskript den letzten Schliff zu verpassen. Im Gegenzug würde ich dir nach Veröffentlichung gerne ein Exemplar schenken. Sag einfach Bescheid, was du von dieser Idee hältst. In diesem Sinne:

      Die Misericordia wird bis auf Weiteres pausieren! Sobald neue Informationen zur Verfügung stehen, werde ich euch umgehend benachrichtigen.



      Liebe Grüße
      B. Movie
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)
    • Herzlichen Glückwunsch zur (hoffentlich) baldigen Veröffentlichung deines eigenen Romans. :thumbsup:
      Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es hier im Forum noch mindestens zwei weitere, die ebenfalls an ihren eigenen Projekten in diese Richtung arbeiten.

      Natürlich gehe ich auch gerne auf deine Rückfragen ein, wozu ich nochmal alle deine bis jetzt veröffentlichten Kapitel(teile) durchgelesen habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass einige der von mir angesprochenen Punkte im besonderen daraus resultieren, dass die Kapitel bzw. dein Projekt hier "häppchenweise" Veröffentlicht wird. Wenn ich es in einem rutsch durchgelesen hätte, wäre mir das eine oder andere vielleicht überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Aber gehen wir grob der Reihe nach vor.

      Zunächst einmal zu Samales Alter und seiner Hintergrundgeschichte. Wie ich bereits geschrieben habe, resultierte die Irritation meinerseits schlicht aus der Tatsache, dass ich den Tod der Mutter vergessen habe. Das Samael 21 Jahre alt ist und zeitweise im Waisenhaus gelebt hat, stört mich überhaupt nicht, die weiteren Ausführungen waren eher eine Art (Selbst)Reflexion, welches Bild ich mir von ihm gemacht habe, ohne diese entscheidende Information zu beachten. Hier musst du also nichts ändern.

      Was Uriels Alter angeht, ist das schon etwas entscheidender, besonders weil er noch im Waisenhaus lebt. Allerdings denke ich, dass man dieses Problem mit einer kleinen Ergänzung umgehen kann. Im Prolog sprichst du von einem Schwarzen, der von Skinheads verprügelt wird. Da du nicht genauer darauf eingegangenen bist, war er für mich ein erwachsener Mann, sagen wir einfach mal grob um die Dreißig, weswegen er nicht mir ins Waisenhaus passt. Ich würde dir Vorschlagen entweder schon am bei der ersten Erwähnung folgendes zu schreiben >>Lediglich drei mit Anabolika vollgepumpte Skinheads traten brutal auf einen im Schnee liegenden jugendlichen/jungen Schwarzen ein.<< oder irgendwo im folgenden Absatz einen Hinweis auf sein sehr jugendliches/junges aussehen fallen lassen. >>Angewidert strich sich Samael einen Brocken Kleinhirn von der Schulter und betrachtete den bedauernswerten Schwarzen, der unter dem ehemals glatzköpfigen Körper des nun kopflosen Skinheads begraben war. Er lag mit dem Kopf nach unten im kalten, kristallinen Nass und stöhnte leise. Die Schläger hatten ihn – rücksichtslos wie sie waren – am Leben gelassen. << Damit wäre es zumindest bei mir nicht zu der erwähnten Irritation im Bezug auf seinen Wohnort bzw Alter gekommen.

      Der Anzug ist da vielleicht etwas kniffliger oder auch nicht, da es sich hier um meine Interpretation/Bild handelt, die nicht bei jedem so vorkommen muss. Denn zumindest ich hatte nach Samaels Worten/Gedanken einen ganz feinen und teuren Zwirn, womöglich sogar Maßgeschneidert, vor Augen. Dies war unter anderem der Tatsache geschuldet, dass sein Vater damals (bei Gericht) genau so einen getragen hat. Samaels Familie wurde als ziemlich reich dargestellt und gerade als Arzt dürfte sein Vater sehr gut verdienen, womit er sich einen sehr hochpreisigen Anzug leisten kann. Womit für mich auch Ruths verstorbenem Mann als Vorbesitzer ausfallen würde. Also mein Problem ist weniger, dass Ruth irgendwo einen Anzug herbekommen hat, sonder dass mein Bild von diesem so dermaßen kostspielig ist.

      Nun zu El, seiner Tankstelle und wer, was Wissen oder weitergeben muss/solle. Auch hier kommt einiges aus meiner Interpretation der Ereignisse.

      Natürlich hast du recht, dass Ruth nicht alles über ihre Schützlinge wissen muss und kann. Allerdings habe ich gedacht, das Samael mehr oder weniger Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, um etwas über diesen El herauszufinden. Sprich er hat immer die Augen und Ohren offen gehalten und auch Leute, die er getroffen hat, nach El gefragt. Zumindest wenn er ihnen einigermaßen Vertraut und sie nicht direkt erschossen hat. Sprich er war aktiv auf der Suche und in diesem Zusammenhang müsstet er dann höchstwahrscheinlich auch mit Ruth darüber gesprochen haben.

      Das Midas ihm nicht alles Verraten muss und seine eigene Agenda fährt ist natürlich mehr als Berechtigt und sein eigentliches Ziel war es natürlich auch nicht Samael zu helfen, sondern Uriel loszuwerden und 20.000 Doller zu sparen. Sein verhalten ist also im Rahmen seiner Persönlichkeit. Meine eigentliche Gedanke, den ich aber nicht ausformuliert habe, bezog sich darauf, dass er am Ende von Kapitel eins durchblicken lässt, überhaupt nichts über El zu wissen. Er ist der Boss der Unterwelt und müsste irgendwann schon etwas von >Els Tankgestelle< gehört haben, wenn er dir Ohren wirklich offen hält. Selbst wenn er es nur macht, um irgendetwas für Samael in der Hinterhand zu haben und ihn nicht sofort über seine Ergebnisse Informiert. Also ja, nach dem was ich Geschrieben habe, hast du mit deiner Gegenbemerkung vollkommen recht.

      Der Name der Tankstelle ist für mich allerdings das größte Problem, wobei meine Reaktion auch etwas aus der Aufteilung des Kapitels resultiert. Zwar habe ich beide Teile in einem Kommentar beantwortet, gelesen hatte ich sie allerdings mit einigen Tagen Abstand. Am Ende von Teil 2 erfahre ich also, dass Samael El über den Namen Els Tankstelle höchstwahrscheinlich gefunden hat und hatte dann mehrere Tage Zeit mich zu fragen, warum Samael bei aktiven Suche alle die Jahre nie über diese Tankstelle gestolpert ist. Denn ich bin davon ausgegangen, dass Uriel nicht gerade eine große Reise unternimmt, um irgendwo Zigaretten zu klauen. Sprich, bei mir war die Tankstelle im etwas größeren Einzugsbereich des Ortes, an dem Samael seit mindestens dreizehn Jahren lebt und er soll nie darüber gestolpert sein? Das erschien mir einfach Unglaubwürdig.
      Zwar wird dies im dritten Teil relativiert, aber das Gefühl, dass er bei der Suche geschlampt hat ist geblieben. Selbst wenn du die interessante Idee mit dem spanischen Viertel umsetzt, würde für mich noch immer etwas die Frage bleiben, warum Samael sich so sicher ist jetzt, den richtigen Gefunden zu haben, selbst wenn Midas ihn darauf verwiesen hat.
      Spontan würde ich dir eher einen anderen Namen der Tankstelle empfehlen, welche vielleicht auch noch auf ihre Abgeschiedenheit hinweist und El auf der Karte als Besitzer aufführen z.B. >Tankstelle Nirvana Besitzer El Schaddaj<. Wobei du dann deine >Sankt< Leuchtreklame nicht mehr verwenden kannst, aber da gibt es sicher noch andere gute Namensmöglichkeiten, wo dir diese Anspielung erhalten bleibt. Andererseits, mit dem Verweis auf den Besitzer würde eventuell sogar wieder Els Tankstelle in Verbindung mit dem spanischen Viertel gehen, allerdings würde ich Samael derzeit eher so Charakterisieren, dass er alle Orte die ein El im Namen Tragen schon aufgesucht hat, immerhin war er bereit für eine sehr wage Spur auf 20.000 Dollar zu verzichten.

      Das El jetzt schon auftaucht stört mich nicht, um genau zu sein, hast du auf diese Möglichkeit sogar im Klappentext hingewiesen, was ich ebenfalls vergessen hatte. >.... Doch kaum hat er El gefunden, bietet ihm dieser einen Deal an: Samael soll sieben Aufgaben für ihn erledigen, dann bekommt er sein altes Leben zurück.....< Ich habe einfach nur etwas anderes erwartet und ob dies jetzt letztendlich gut oder schlecht ist, lässt sich nie feststellten, denn es ist deine Geschichte und alle möglichen anderen Entwicklungen zählen dabei nicht. Wir könnten hier endlos spekulieren ob es gut oder schlecht ist, dass Ace beim GE gestorben ist, letztendlich ist es Teil von Odas Geschichte und er hat entschieden, dass er dies für die richtige Entwicklung hält.

      Was das Erkennen von Anspielungen und Referenzen angeht, hat natürlich jeder Autor seine Hintergründe und wird sich bei jedem Namen seine Gedanken gemacht haben, der kleine Unterschied bei dir ist, dass ich ziemlich genau weiß, in welchem Bereich ich suchen muss, um die entsprechende Anspielung zu finden.

      Weiterhin ist mir bei reread ein weiterer Gedanke gekommen, welcher auch mit der Prophezeiung der Chinesin zusammenhängt. Midas wollte Uriel loswerden und Uriel sollte oder für El die Aufgeben erledigen bzw es heißt, dass er schon angefangen hatte für El zu arbeiten. Deswegen halte ich es durchaus für möglich, dass Uriel mit seinen Arbeiten für El, Midas in die Quere gekommen ist und das gleiche auch bald für Samael gelten wird. Die Erwähnung des Christkindes im Bezug auf das Bild war einfach ein Schuss ins blaue, weil mir in diesem Moment nichts anderes eingefallen ist.^^

      Ich würde sehr gerne auch weiterhin deinen Roman lesen und dir dazu Rückmeldung geben, sofern es meine Zeit und die anderen FF-Kommentare zulassen. Wobei ich jetzt wahrscheinlich einen etwas anderen Blick auf die Geschehnisse werfen und mehr nach kleineren Ungereimtheiten, als nach Hintergründen suchen werde. Zusätzlich denke ich gerade, dass es sinnvoll sein könnte, wenn du mir in diesem Fall, immer nur ein bis zwei Kapitel zukommen lässt, zu denen ich dir dann eine Rückmeldung geben. Immerhin ist mir erst durch den (zeitlichen)Abstand die kleine Ungereimtheit mit der Tankstelle aufgefallen. Über die eventuelle weitere Planung können wir uns dann aber sicher besser per PN austauschen.

      In diesem Sinne war das wohl von mir in diesem Thread, es hat mit sehr viel Spaß gemacht, deine Geschichte bis hierher zu verfolgen, mal schauen was sich in Zukunft so ergibt. ^.^

      Liebe Grüße
      qoii
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
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      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
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      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Auf qoiis letzten Kommentar folgt dann wohl meine (vorerst) letzte Antwort: Es war mir eine Ehre, in diesem Forum ein wenig für Unfug zu verbreiten!

      qoii schrieb:

      Zum Schluss noch etwas schreibtechnisches. Ich würde Flaschbecks nicht mit >Flashbeck< ankündigen, sondern einen Absatz machen und vielleicht noch kursiv schreiben.
      Diese Zeilen habe ich beim letzten Mal überlesen, weswegen ich dazu gerne noch was sagen würde. Sicherlich hast du recht, dass diese Formatierung sauberer wäre (und auch üblicher), aber ich habe mich in diesem Punkt bewusst für diese Art und Weise entschieden. Es hat etwas Trashiges, einen Flashback mit dem Wort Flashback einzuleiten - mitten im Wortfluss, ohne jegliche andere Kennzeichnung. Ich persönlich stelle mir dabei eine Art Erzähler vor, der keine andere Möglichkeit hat, als seine Stimme tiefer zu stellen und unheilverheißend "Flashback" zu sagen. Meiner Meinung nach passt das zum Stil, ich lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

      qoii schrieb:

      Herzlichen Glückwunsch zur (hoffentlich) baldigen Veröffentlichung deines eigenen Romans.
      Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es hier im Forum noch mindestens zwei weitere, die ebenfalls an ihren eigenen Projekten in diese Richtung arbeiten.
      Danke :D Ich versuche mal herauszufinden, wer das ist, vielleicht kann man sich Tipps holen!

      qoii schrieb:

      Zunächst einmal zu Samales Alter und seiner Hintergrundgeschichte. Wie ich bereits geschrieben habe, resultierte die Irritation meinerseits schlicht aus der Tatsache, dass ich den Tod der Mutter vergessen habe. Das Samael 21 Jahre alt ist und zeitweise im Waisenhaus gelebt hat, stört mich überhaupt nicht, die weiteren Ausführungen waren eher eine Art (Selbst)Reflexion, welches Bild ich mir von ihm gemacht habe, ohne diese entscheidende Information zu beachten. Hier musst du also nichts ändern.
      Sehe ich genauso wie du, da ich mich aber nicht erinnern kann, Samaels Alter irgendwo mal explizit erwähnt zu haben (nur über die acht Jahre + 13 Jahre Suche), habe ich es dennoch einmal bei seiner Charakterisierung eingefügt: "Doch auch ansonsten wirkte Samael mit seinen 21 Jahren nicht sehr vertrauenerweckend. Er hatte kühle, stahlblaue Augen und schwarze, wilde Haare, die ihm müde über die Stirn hingen. Sein muskulöser Oberkörper war über und über mit Tattoos versehen, für jedes seiner Opfer eins."

      qoii schrieb:

      Was Uriels Alter angeht, ist das schon etwas entscheidender, besonders weil er noch im Waisenhaus lebt. Allerdings denke ich, dass man dieses Problem mit einer kleinen Ergänzung umgehen kann. Im Prolog sprichst du von einem Schwarzen, der von Skinheads verprügelt wird. Da du nicht genauer darauf eingegangenen bist, war er für mich ein erwachsener Mann, sagen wir einfach mal grob um die Dreißig, weswegen er nicht mir ins Waisenhaus passt. Ich würde dir Vorschlagen entweder schon am bei der ersten Erwähnung folgendes zu schreiben >>Lediglich drei mit Anabolika vollgepumpte Skinheads traten brutal auf einen im Schnee liegenden jugendlichen/jungen Schwarzen ein.<< oder irgendwo im folgenden Absatz einen Hinweis auf sein sehr jugendliches/junges aussehen fallen lassen. >>Angewidert strich sich Samael einen Brocken Kleinhirn von der Schulter und betrachtete den bedauernswerten Schwarzen, der unter dem ehemals glatzköpfigen Körper des nun kopflosen Skinheads begraben war. Er lag mit dem Kopf nach unten im kalten, kristallinen Nass und stöhnte leise. Die Schläger hatten ihn – rücksichtslos wie sie waren – am Leben gelassen. << Damit wäre es zumindest bei mir nicht zu der erwähnten Irritation im Bezug auf seinen Wohnort bzw Alter gekommen.
      Ist erledigt!

      qoii schrieb:

      Der Anzug ist da vielleicht etwas kniffliger oder auch nicht, da es sich hier um meine Interpretation/Bild handelt, die nicht bei jedem so vorkommen muss. Denn zumindest ich hatte nach Samaels Worten/Gedanken einen ganz feinen und teuren Zwirn, womöglich sogar Maßgeschneidert, vor Augen. Dies war unter anderem der Tatsache geschuldet, dass sein Vater damals (bei Gericht) genau so einen getragen hat. Samaels Familie wurde als ziemlich reich dargestellt und gerade als Arzt dürfte sein Vater sehr gut verdienen, womit er sich einen sehr hochpreisigen Anzug leisten kann. Womit für mich auch Ruths verstorbenem Mann als Vorbesitzer ausfallen würde. Also mein Problem ist weniger, dass Ruth irgendwo einen Anzug herbekommen hat, sonder dass mein Bild von diesem so dermaßen kostspielig ist.
      Hmm... Das löse ich vielleicht, indem ich die Ähnlichkeit zum Anzug von Samaels Vater etwas herunterspiele. "Samaels Vater hatte einen ähnlichen Anzug/einen Anzug mit ähnlichen Farben getragen" oder so.

      qoii schrieb:

      Natürlich hast du recht, dass Ruth nicht alles über ihre Schützlinge wissen muss und kann. Allerdings habe ich gedacht, das Samael mehr oder weniger Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, um etwas über diesen El herauszufinden. Sprich er hat immer die Augen und Ohren offen gehalten und auch Leute, die er getroffen hat, nach El gefragt. Zumindest wenn er ihnen einigermaßen Vertraut und sie nicht direkt erschossen hat. Sprich er war aktiv auf der Suche und in diesem Zusammenhang müsstet er dann höchstwahrscheinlich auch mit Ruth darüber gesprochen haben.
      Das Problem würde ich natürlich auch nicht mit einer Umbenennung von Els Tankstelle lösen, da auf der Visitenkarte trotzdem Els Name als Besitzer stehen würde. Dennoch finde ich das hier nicht so schlimm: Samael wird Ruth ja ziemlich bald von El erzählt haben, nachdem er ins Waisenhaus gekommen ist, und das ist immerhin schon 13 Jahre her. Was meinst du? Das könnte sie schon wieder vergessen haben. Durch die Umbennung der Tankstelle lenke ich dann auch nochmal von dem Namen ab, denn sind wir mal ehrlich, wer liest sich Visitenkarten schon durch xD

      qoii schrieb:

      Das Midas ihm nicht alles Verraten muss und seine eigene Agenda fährt ist natürlich mehr als Berechtigt und sein eigentliches Ziel war es natürlich auch nicht Samael zu helfen, sondern Uriel loszuwerden und 20.000 Doller zu sparen. Sein verhalten ist also im Rahmen seiner Persönlichkeit. Meine eigentliche Gedanke, den ich aber nicht ausformuliert habe, bezog sich darauf, dass er am Ende von Kapitel eins durchblicken lässt, überhaupt nichts über El zu wissen. Er ist der Boss der Unterwelt und müsste irgendwann schon etwas von >Els Tankgestelle< gehört haben, wenn er dir Ohren wirklich offen hält. Selbst wenn er es nur macht, um irgendetwas für Samael in der Hinterhand zu haben und ihn nicht sofort über seine Ergebnisse Informiert. Also ja, nach dem was ich Geschrieben habe, hast du mit deiner Gegenbemerkung vollkommen recht.
      Dann sehe ich hier erstmal kein Handlungsbedarf?

      qoii schrieb:

      Spontan würde ich dir eher einen anderen Namen der Tankstelle empfehlen, welche vielleicht auch noch auf ihre Abgeschiedenheit hinweist und El auf der Karte als Besitzer aufführen z.B. >Tankstelle Nirvana Besitzer El Schaddaj<. Wobei du dann deine >Sankt< Leuchtreklame nicht mehr verwenden kannst, aber da gibt es sicher noch andere gute Namensmöglichkeiten, wo dir diese Anspielung erhalten bleibt. Andererseits, mit dem Verweis auf den Besitzer würde eventuell sogar wieder Els Tankstelle in Verbindung mit dem spanischen Viertel gehen, allerdings würde ich Samael derzeit eher so Charakterisieren, dass er alle Orte die ein El im Namen Tragen schon aufgesucht hat, immerhin war er bereit für eine sehr wage Spur auf 20.000 Dollar zu verzichten.
      Den Namen werde ich auf jeden Fall ändern, ich weiß nur noch nicht genau wie. Irgendetwas, das die Abgeschiedenheit den Ortes betont und gleichzeitig vielleicht eine Anspielung auf den Himmel ist (spontan: Heaven's Gate Gas Station, bin aber noch nicht zufrieden damit). Den Gag mit der Leuchtreklame würde ich auch gerne behalten, wobei da ja alles nach dem Muster "XXXs Tankstelle" gehen würde. Vielleicht ändere ich aber auch das Wort und passe es an den neuen Namen an.

      qoii schrieb:

      Weiterhin ist mir bei reread ein weiterer Gedanke gekommen, welcher auch mit der Prophezeiung der Chinesin zusammenhängt. Midas wollte Uriel loswerden und Uriel sollte oder für El die Aufgeben erledigen bzw es heißt, dass er schon angefangen hatte für El zu arbeiten. Deswegen halte ich es durchaus für möglich, dass Uriel mit seinen Arbeiten für El, Midas in die Quere gekommen ist und das gleiche auch bald für Samael gelten wird. Die Erwähnung des Christkindes im Bezug auf das Bild war einfach ein Schuss ins blaue, weil mir in diesem Moment nichts anderes eingefallen ist.^^
      Schöner Gedanke, sehr schöner Gedanke!

      qoii schrieb:

      Ich würde sehr gerne auch weiterhin deinen Roman lesen und dir dazu Rückmeldung geben, sofern es meine Zeit und die anderen FF-Kommentare zulassen. Wobei ich jetzt wahrscheinlich einen etwas anderen Blick auf die Geschehnisse werfen und mehr nach kleineren Ungereimtheiten, als nach Hintergründen suchen werde. Zusätzlich denke ich gerade, dass es sinnvoll sein könnte, wenn du mir in diesem Fall, immer nur ein bis zwei Kapitel zukommen lässt, zu denen ich dir dann eine Rückmeldung geben. Immerhin ist mir erst durch den (zeitlichen)Abstand die kleine Ungereimtheit mit der Tankstelle aufgefallen. Über die eventuelle weitere Planung können wir uns dann aber sicher besser per PN austauschen.
      Diesbezüglich wirst du in wenigen Minuten eine PN erhalten :D

      In diesem Sinne: Tschau und bis bald! B. Movie
      Mord, Totschlag, Intrigen und Hass. Samael war ein ganz normaler Junge, bis seine Mutter starb und sein Vater untertauchen musste. Die Welt veränderte ihn. Nun kennt er keine Gnade mehr!

      Misericordia - Die sieben Werke der Barmherzigkeit
      (Erscheint jede Woche Dienstag!)