Manga Full Course – dein persönliches Manga-Schlemmerlebnis

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    • Manga Full Course – dein persönliches Manga-Schlemmerlebnis

      Du bist was du isst liest – und darum soll's hier gehen. Viele von euch kennen den Manga Toriko, in dem sich der namensgebende Protagonist auf den Weg macht, sein ganz eigenes Menü zusammen zu stellen. In Anlehnung an diesen Plot hat sich der User Choppi mal gedacht, seinen eigenen Manga Full Course zusammenzustellen – bestehend aus seinen acht persönlichen Lieblingsmanga. Und ich dachte mir, das wäre doch auch was fürs PB.

      Das klingt zwar nur nach einer ganzen normalen Liste – aber das wäre ja langweilig. Daher machen wir das ganze mit einem kleinen Twist: es geht nicht einfach darum, seine acht Lieblingsmanga aufzuzählen, sondern sie in eine Menüfolge zu packen, in der man sie hintereinander genießen soll.

      Diese Menüfolge geben Choppi und ich euch gleich vor, gepaart mit ein paar Kriterien für jeden Gang, die diesen ausmachen. Entsprechend sollte der Manga diese auch erfüllen, aber keine Sorge, diese sind nicht besonders einengend ;)

      Hors d'Ouevre

      Das Hors d'Ouevre ist der erste Gang, ein Appetitanreger, ein guter Einstieg in den Abend. Für den Manga an dieser Position gilt das gleiche. Stellt euch einfach vor, welchen kurzweiligen, nicht allzu langen Manga ihr einem Freund empfehlen würdet, der mit dem Manga-Lesen anfangen will.

      Suppe

      Die Suppe ist ist kein Manga, den man wegen seinen Besonderheiten liebt. Hier finden sich die Serien wieder, deren Gesamtpaket einfach stimmig ist und sich deshalb sehr angenehm zu lesen.

      Fischgericht

      Weite und Freiheit verspricht das Wasser, der Lebensraum des Fisches. Entsprechend findet sich hier die Manga wieder, die sich mit eben genau diesen Themen beschäftigen, in dem die Charaktere eine Reise mit ungewissem Ziel antreten.

      Fleischgericht

      Fleisch sind Proteine, egal ob sie jetzt vom Huhn, Schwein oder Rind stammen. Und Proteine verleihen einem Mann Kraft. Und Kraft bedeutet auch sehr gerne Macht, führt zu Intrigen, Krieg und Verrat. Und damit sind wir beim Thema des Gangs. Mars und Loki wären stolz auf den Manga, der sich hier wiederfindet.

      Hauptgericht

      Das Hauptgericht ist einfach ein One-of-the-kind. Es ist der Manga, der für dich das absolute Highlight ist, der dir alles bietet, was du dir je gewünscht hast. Vielschichtig, abwechslungsreich und einfach bewegend, jedes Mal aufs Neue.

      Salat

      Beim Salat gehen wir in eine ganz andere Richtung, den nach all der schweren Kost der Gänge zuvor, brauchen wir einfach was leichtes, das uns einen ganz anderen Geschmack beschert: Einen Manga eben, der ganz simple und mit leisen Tönen von sich überzeugt.

      Dessert

      Zum Abschluss freut man sich immer auf das Dessert: Es macht einfach Spaß, diesen meist kleinen, aber sehr feinen Leckerbissen zum Schluss zu lesen – humorvolle Manga sind hier genau richtig.

      Drink

      Den Drink beschreibt vor allem eines: Man trinkt ihn kontinuierlich, nimmt immer wieder einen Schluck und man wird ihn trotzdem nicht leid. Hier suchen wir also einen Manga, dem man selbst nie überdrüssig wird.


      Ihr fragt euch nun, wie soll dieser Full Course den nun aussehen? Nun, Choppi und ich geben euch in den folgenden Beiträgen mal eine kleinen Einblick in unsere jeweiligen Menüabfolgen, damit sie euch als Inspiration dienen. Freut such schon mal darauf!
      Mörderspiel

      Denn du weißt nicht, welche Figur du bist...

      Still in progress...
    • Da wir beide der Meinung sind, dass diese reine Beschreibung des Manga Full Courses einigen nicht ausreichen wird, haben Choppi und ich uns gedacht, dass wir euch gleich mit dem Thread auch unseren ganz eigenen Full Course vorstellen. Wie ihr gleich merken werdet, hatten wir beide unsere recht eigene Herangehensweise an das Thema. Ich zum Beispiel genieße gerade ein bisschen Blues, kombiniert mit einem kleinen Glas Whisky, was mich gleich zu meinem einzigen honorable mention bringt, dem Manga, der es leider nicht auf meine Liste geschafft hat.

      Me and the Devil Blues
      Akira Hiramoto

      Zugegeben, den Blues habe ich darüber nicht entdeckt, das kam erst vor ein paar Wochen über ein anderes Buch. Aber Me and the Devil Blues gehört zu den wenigen Manga, die mich wirklich bewegt haben, einen nachhaltigen Eindruck hinter lassen haben. Er ist atmosphärisch, bisweilen mystisch und verrückt, aber im Kern eine sehr stimmige, wen gleich fiktive Erzählung über die jungen Jahre der Blues-Legende Robert Johnson, der auch das gleichnamige Lied geschrieben hat. Einfach faszinierend, insbesondere, weil noch nicht so wirklich klar ist, wohin die Reise gehen wird.

      Ich muss zugeben, ein Teil der Faszination dieses Werkes macht das vermeintliche Ende des Manga aus: Nach dem Erscheinen des vierten Bandes ging die Serie in den Hiatus – bis im vergangenen Jahr endlich die Forsetzung kam, eine der Nachrichten des vergangenen Jahres für mich. Leider hat sich bis heute noch keine Scan-Gruppe der Serie angenommen, deshalb sitz' ich immer noch auf den Kohlen und hoffe einfach, dass es bald soweit sein wird. Der Whisky steht jedenfalls bereit.


      Natürlich gibt es noch viele Manga, die hier einen Platz verdient hätten, natürlich. Aber der Beitrag wird so schon lang, da nehm ich mir lieber die Zeit, meinen Full Course in der Weise zu präsentieren, die er verdient.

      Hors d' Ouevre
      Solanin
      Inio Asano

      Vielleicht hat der eine oder andere hier einen klassischen Shounen erwartet, gerade wo doch Dragon Ball so als die Einstiegsdroge schlechthin im Manga-Bereich gilt. Aber nein, ich bin hier einen anderen Weg gegangen: Eine Freundin von mir, eigentlich eine richtige Leseratte, klagt schon seit längerem davon, dass sie keine Lust mehr auf das Lesen an sich hat. Als ich ihr dann geraten hat, einmal Manga auszuprobieren, war sie skeptisch, sehr sogar. Eben weil sie dabei an Dragon Ball und dergleichen dachte, etwas was auf sie schon als Kind absolut keinen Reiz ausgewirkt hatte. Ergo suchte ich dann etwas ganz anderes, um ihr einfach mal die Vielfalt der Manga zu demonstrieren. Am Ende bin ich jetzt bei Solanin gelandet – Mal sehen wie es ankommt.

      Aber in meinen Augen ist das einfach der perfekte Einstieg, gerade für die Menschen meiner Generation. Die, die noch nie mit Manga zu tun hatten, die am Anfang des Erwachsenenseins stehen und noch keine Idee haben, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Den genau das thematisiert Solanin, wenn auch verbunden mit einem sehr tragischen Einschnitt. Das ganze Gefühlschaos aus dieser Melange von Trauer, Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung sowie seinen Platz im Leben zu finden fängt Solanin sehr passend und leicht verständlich ein, hat aber auch noch sehr subtile Momente, so das man am Ende mit einem hoffnungsvollem Lächeln den zweiten Band beiseite legen und einfach mal dankbar für das alles sein kann, was man in seinem Leben hat. Eine wundervolle Serie, kurz noch dazu – perfekt geeignet zum Eintauchen in diese wundervolle Welt.

      Suppe
      Shougeki no Souma/Food Wars!!
      Tsukuda Yuuto und Saeki Shun

      Was wäre so eine Liste ohne einen Manga, in dem es ums Essen geht? Für mich – von Haus aus ein begeisteter Koch – wäre sie nicht vollständig und da passt es wunderbar, dass mein aktueller Lieblingsmanga in der Jump sich ausgiebigst mit diesem Thema beschäftigt.

      An sich ist Souma ein klassischer Battle-Manga, nur mit einem leichten Twist. Den wer kommt schon auf die Idee, Cook-Offs zum bestimmenden Element eines Genre-Manga zu machen, in dem normalerweise das Blut nur so fließt (vor allem wenn einer der Protagonisten Zorro heißt :P). Aber wer sich davon nicht ablenken lässt, bekommt einen rundum zufrieden stellenden Shonen-Manga serviert, mit einer Priese exzessiven Ecchi garniert, was die regelmäßigen Foodgasm der Nebencharaktere versinnbildlicht. Und bei dem Artwork läuft einem auch gerne mal selbst das Wasser im Mund zusammen.


      Fisch
      Battle Angel Alita
      Kishiro Yukito

      Okay, wer BAA nicht gelesen hat, hat definitiv was nachzuholen. Battle Angel Alita ist definitiv einer der besten Manga und – kleiner Fun-Fact – meines Wissens der einzige Manga, dem PP 10 von 10 Punkte geben würde. Einfach, weil er rundum perfekt ist. Wenn man die teilweise abgedrehten Fortsetzungen mal außer Betracht lässt.

      Die Cyber-Punk-Geschichte rund um den Cyborg Alita, die ohne Erinnerung an ihr früheres Leben auf dem Schrottberg von Dr. Ido gefunden wird, ist eine Geschichte vom Erwachsen werden. Von der Suche nach Freiheit in einer Welt, in der man täglich ums Leben kämpfen muss und dennoch jeden Tag das gelobte Land, die über dem Schrottberg schwebende Stadt Tiphares, vor sich sieht. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten und so blüht der Schwarzhandel mit Organen und kybernetischen Körperteilen, um sich irgendwie die Passage nach Tiphares zu finanzieren.

      Das bildet nur die Grundlage eines Epos, das auch heute noch, über zwanzig Jahre nach Ende der originalen Serie, seines gleichen sucht. Natürlich sind auch die Fortsetzungen, Last Orderund Mars Chroniclesempfehlenswerte Sci-Fi-Battle-Manga, aber die Qualität und Vielschichtigkeit der Vorlage erreichen sie nicht. Kein Wunder, dass James Cameron nur das Original in zwei oder drei Teilen verfilmen will. Aktuell wird der erste Teil übrigens gedreht, mit Christoph Waltz als Ido – und mit Robert Rodriguez als Regisseur. Sommer 2018 dann auf der Leinwand.


      Fleisch
      Shin Angyo Onshi
      Youn In-Wan und Yang Kyung-Il

      Als Sword Art Online vor ein paar Jahren als der große neue Shit gefeiert wurde, freute ich mich noch. Endlich bekommt Shin Angyo Onshi die Aufmerksamkeit, die es verdient, dachte ich, bis ich herausgefunden habe, was sich wirklich hinter dem Kürzel SAO steckte – und ich den Schock meines Lebens bekommen habe. Seitdem sind moderne Anime-Serien nichts mehr für mich.

      Aber zurück zum eigentlichen SAO: Das ist ein wahrer Epos, zwar jetzt kein Game of Thrones, aber doch verdammt nah dran. Wer auf gut gezeichnete Schlachten, Blut und klassische Antihelden steht, der ist mit Munshus Pfad der Rache ganz gut bedient. Denn darum geht es im Kern: Munshu, der letzte Angyo Onshi des untergegangen Reiches von Jinshi und seine Suche nach demjenigen, der diesen in die Wege geleitet hat. Gespickt mit viel östlicher und westlicher Mythologie zeigt uns diese Geschichte, wie zerstörerisch Liebe sein kann, aber gleichzeitig auch, wie viel Frieden man in ihr finden kann.

      Und ja, das ist ein Manwha.


      Hauptgang
      Kokou no Hito – The Climber
      Nabeda Yoshiro, Nitta Jirou und Sakamoto Shinichi


      Ich hab mir mal die Tage wieder meine alte Rezension zu diesem kleinen, aber relativ unbekannten Juwel durchgelesen. Kokou no Hito war ja ursprünglich eine Empfehlung des guten, alten PrincePrancer (Gott hab ihn selig) für mich, weil mir Gute Nacht, Punpun so gut gefallen. Und ehrlich gesagt, damals, nach rund zwei Drittel des ganzen Manga war ich noch nicht sonderlich angefixt. Die heftigen äußeren Umstände, die Mori Buntaro in seiner abweisenden Art nur noch mehr bestärken, diese ganze Handlung, die einen quasi unzerstörbaren Kokon über den Helden dieser Geschichte spinnt, sie kam mir übertrieben vor, zu negativ, zu dunkel…

      Und dann kam der Klimax. Erst seine große Liebe, mit der er gar eine Familie gründet und so ein klein bisschen Glückseligkeit in Buntaros Leben bringt, dann die zerbrochene Hoffnung, dass dies das Ende ist. Allein, wie eindrucksvoll das Finale auf dem K2 inszeniert wurde, ist Gold wert. Spannend, tiefgehend, unerwartet und vor allem: ergreifend.

      Insgesamt bietet Kokou no Hito alles, was ich von einem wirklich herausragend guten Manga wünsche. Er ist unterhaltsam, durchaus düster im Grundton mit ein paar hellen Momenten und insbesondere realistisch-tiefgründig. Mein Hauptgang, schwere, sehr zufriedenstellende Kost.


      Salat
      Shirogane no Nina – Silver Nina
      Itokatsu

      Nach all der schweren Kost nun mal was leichtes. Und mit Leicht meine ich wirklich leicht. Die Rede ist von Shirogane no Nina, die Geschichte der jungen Halbjapanerin Nina, um die sich ihr arbeitsloser Onkel Shutaro kümmern darf, nachdem er wieder zu seinen Eltern in die Heimat zieht. Daraus entwickelt sich ähnlich wie bei Yotsuba?! Eine herzerwärmende Geschichte über ein junges Mädchen, dass die japanische Kultur mit einer naiven Offenheit erkundet. Wohltuend und Balsam für die Seele, genau das richtige für den Salat.


      Dessert
      Silver Spoon
      Arakawa Hirumo

      Mal ehrlich, wer von uns war nicht enttäuscht, als nach Fullmetal Alchemist das erste Kapitel von Silver Spoon erschien und es einfach mal komplett etwas anderes war als man erwartet hat. So ging es mir jedenfalls, weshalb ich den Manga vier Jahre lang ignoriert habe. Ein großer Fehler.

      Silver Spoon ist humorvoll, hat allerlei skurille Charaktere und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Fragen eines jeden Jugendlichen: Wo will ich hin, was will ich werden? Hachiken, der Hauptcharakter, führen diese Fragen fernab seiner Familie an eine High School mit Internat – und Schwerpunkt auf Landwirtschaft. Dort mit einer ganz anderen Lebenswelt konfrontiert findet er seinen Platz im Leben, Träume und Freunde – viel mehr braucht es nicht, um eine gute Geschichte zu erzählen.


      Getränk
      Planetes
      Yukimura Makoto

      Dieser Manga ist einfach wie ein guter Whisky und war deshalb ein No-Brainer für mich auf dieser Position.



      Okay, das war also mein Manga Full Course. Jetzt seid ihr dran: Welche Manga gehören auf euer perfektes Manga-Menü? Zeigt es uns!
      Mörderspiel

      Denn du weißt nicht, welche Figur du bist...

      Still in progress...

    • Honorbable Mention
      20th/21st Century Boys
      Naoki Urasawa

      Eine kleine Schande, dass es mein zweitliebster Manga nicht in diese Liste geschafft hat. Eigentlich handelt es sich hier um zwei Werke, die man aber als ein Gesamtbild sehen sollte. Leider sprachen kleine Kriterien gegen ihn bzw. andere Mangas passten besser. Nichtsdestotrotz hat dieses Meisterwerk einen ganz besonderen Platz in meinen Herzen. Wenn die ersten Seiten eines Mangas, erst nach 300 Kapiteln Sinn ergeben und in dem Sequel (21st Century Boys) gelöst werden, weiß man, dass man etwas ganz Besonderes vor sich liegen hat. Ich möchte nicht viel über die Story erzählen, weil man hier wirklich komplett unvoreingenommen herangehen sollte. Nur so viel: Wir begleiten den Protagonisten Kenji Endo, der dabei ist, dass Mysterium rund um den geheimnisvollen „Friend“ zu lösen. Nur was haben seine längst vergessenen Kindheitserinnerungen damit zu tun? Wer einen Sci-Fi Thriller mit guter Story, guten Charakteren, guten Artwork und Zeitreise Komponenten lesen möchte, kommt um diesen Manga nicht herum. Nicht umsonst stammt mein Avatar aus diesem Manga. Und einen Satz werde ich wohl auf ewig in meinem Herzen tragen: „Let us take back our symbol!“ Gänsehaut.


      Hors d' Ouevre
      One Punch Man
      One/ Yuusuke Murata


      Hier konnte ich mich sehr schnell entscheiden. Der Manga soll kurzweilig und nicht zu lang sein? One Punch Man ist meine Wahl. Müsste ich jemanden ein Werk zum Einstieg empfehlen, würde nichts an diesem Werk vorbeiführen, auch nicht One Piece. One Punch Man besitzt ein tolles Artwork, super Action und sehr viel Humor. Es gibt keine Komplexe Geschichte oder Handlungsstränge, die man im Kopf behalten muss. Man soll hier einfach nur Spaß haben und Appetit auf mehr Mangas bekommen. Worum geht es? Saitama, der Protagonist, hat hart trainiert um ein Held seien zu können. Leider zu hart, denn jetzt ist er so stark, dass er jeden Kampf mit nur einem Schlag gewinnen kann.


      Suppe
      Pluto
      Naoki Urasawa


      Man merkt vielleicht, dass ich ein kleiner Urasawa Fanboy bin. Und für diese Wahl könnte man mich durchaus kritisieren. Trotzdem denke ich, dass man Pluto hier durchaus positionieren kann. Denn selbst Urasawas schwächstes Werk, ist immer noch sehr gut und sehr rund. Der Manga beruht auf der Geschichte von Astro Boy (Autor Tezuka), verpackt das Ganze aber auf eine erwachsenere Art und Weise. Wieder finden wir uns in einem Sci-Fi Setting wieder, in dem Roboter und Menschen friedlich zusammenleben. Doch plötzlich wird einer der beliebtesten und stärksten Roboter, auf brutale Art und Weise getötet. Wer hat die Macht so etwas zu tun? Der deutsche! Roboter Inspektor Gesicht, begibt sich auf die Reise, um diesen Fall zu lösen. Nicht nur das Setting ist sehr rund, sondern auch die beliebten Fragen „wann ist ein Roboter mehr als eine bloße Maschine“ werden immer wieder aufgegriffen. In nur 60 Kapiteln bekommt man hier tatsächlich sehr stimmiges Gesamtpaket mit tollen Charakteren und tollen Zeichnungen.


      Fischgericht
      Vagabond
      Takehiko Inoue


      Hier hat mir Icedragoon die Wahl deutlich erleichtert. Eine Wahl zwischen BAA, Vinland Saga und Vagabond wäre mir hier nicht leicht gefallen. Da BAA aber schon genannt wurde und Vinland Saga über einen kleinen Zeitraum schwächelte, muss ich hier einfach Vagabond nehmen. Dieser Manga hat meiner Meinung nach, nicht nur das schönste und beste Artwork, sondern auch einen der interessantesten Protagonisten aller Zeiten. Wir begleiten den jungen Raufbold Shinmen Takezō auf seinem Weg zu seinem Alter Ego Miyamoto Musashi, dem besten Schwertkämpfer aller Zeiten. Den Wandel den Takezō/Musahi in dieser Zeit durchlebt, vom brutalen jugendlichen Schlächter zum nachdenklichen Mann, beeindruckt einfach. Was bedeutet es wirklich der stärkste unter den Himmeln zu sein? Ich hoffe die Antwort werden wir noch erhalten, denn leider ist Vagabond noch nicht abgeschlossen. Kleiner Sidefact: Man lernt hier nicht nur den Protagonisten auf seiner Reise kennen, es wird auch viel Zeit genommen den Antagonisten aufzubauen und ihn auf seiner Reise zu begleiten. Deshalb passt Vagabond hier doppelt gut.


      Fleischgericht
      Kingdom
      Yasuhisa Hara


      Oda findet diesen Manga männlich, ich finde diesen Manga episch. Gibt es einen Manga auf den die Beschreibung Intrigen, Krieg und Verrat besser passt? Immerhin gibt es hier auch eine kleine Geschichtsstunde. In Kingdom geht es um die Vereinigung Chinas aus der Perspektive unseres Protagonisten Shin. Hier hat man nicht nur epische Schlachten, sondern auch immer wieder Intrigen gegen den noch jungen Kaiser von Qin. Wie Shin versucht der großartigste General aller Zeiten zu werden und dabei seinen Freund, den Kaiser unterstützt, sollte keiner verpassen. Ein Manga der Oda Spaß macht, kann einfach nicht schlecht sein.


      Hauptgericht
      Monster
      Naoki Urasawa


      Der letzte Urasawa, ich verspreche es euch. Die Wahl fiel mir wohl am leichtesten, denn für mich ist Monster nicht nur der beste Manga aller Zeiten, sondern auch Medienübergreifend (Serie, Film, Bücher, Spiele) der beste Thriller aller Zeiten. Hier bekommen wir nicht nur einen tollen Protagonisten, sondern auch einen der besten Antagonisten aller Zeiten. Vielschichtig, brutal, manipulativ, psychopatisch, charismatisch, tragisch. Der Name Johann Liebert wird euch noch länger im Kopf herumschwirren. Auch sehr schön, dass der Manga in Deutschland spielt. Man begleitet den genialen Neurochirurgen Kenzō Tenma. Er wird im Düsseldorfer Krankenhaus moralisch unter Druck gesetzt. Ist jedes Leben gleich viel wert? Tenma muss an einem folgeschweren Abend entscheiden den Bürgermeister oder einen Jungen mit einer schweren Schussverletzung zu retten. Er entscheidet sich für den Jungen, ohne zu wissen, welche schweren Folgen diese Entscheidung haben wird. Sonst möchte ich nur noch eines sagen: BITTE LESEN!


      Salat
      Slam Dunk
      Takehiko Inoue

      Puh. Auch hier kann man mich durchaus kritisieren. Allerdings ist mir tatsächlich kein Manga eingefallen, der hier perfekt gepasst hätte. Für einen Sportmanga hören sich simple und leise Töne im ersten Moment nicht gerade spannend an, aber ich empfinde es im Fall von Slam Dunk äußerst positiv. Slam Dunk ist wohl einer der realistischsten Sport Mangas die ich je gelesen habe. Es werden keine Attacken gebrüllt und die Charaktere haben keine übermenschlichen Fähigkeiten. Es geht hier um Basketball, leise und simpel, ohne jemals langweilig zu werden. Im Gegenteil, die Reise von Sakuragi ist äußerst spannend erzählt. Erst fängt er mit Basketball an um ein Mädchen zu beeindrucken, aber nach und nach entdeckt er seine Liebe für den Sport. Slam Dunk ist nicht nur einer der besten Sport Mangas aller Zeiten, sondern auch einer der wichtigsten Manga der WSJ in den Neunzigern. Wen Basketball auch nur etwas interessiert, sollte hier reinschauen.


      Dessert
      Eyeshield 21
      Autor Riichirō Inagaki / Zeichner Yūsuke Murata


      Ein Manga, bei dem der Zeichner von One Punch Man beteiligt ist, kann nur gut sein. Eyeshield 21 ist nicht nur mein liebster Sportmanga, immerhin hat er meine Leidenschaft für American Football geweckt, sondern auch einer der lustigsten Manga, die ich je gelesen habe. Das ist vor allem den absolut verrückten und liebenswerten Charakteren zu verdanken. Bei diesem Chaoten Haufen wird es nie langweilig. Natürlich wird es auch mal dramatisch und tragisch, der Humor kommt trotzdem nie zu kurz. Alleine Hiruma, der Quarterback, würde wohl reichen um den ganzen Manga zu tragen. Wer mit Sportmangas in der Regel nichts anfangen kann, sollte hier trotzdem mal einen Blick riskieren. Glaubt mir, es lohnt sich.


      Drink
      One Piece
      Eiichirō Oda

      Ich mache es mir hier sehr einfach. Es kann hier nur One Piece stehen. Ich verfolge One Piece seit über 10 Jahren und es macht mir nach so langer Zeit immer noch so viel Spaß wie am Anfang. Ohne One Piece würde es die anderen Gänge nicht geben. Danke Oda.


      Danke auch an @Icedragoon und @Choppi für diese coole Idee.
      Alleine zu trinken ist wie in Gesellschaft zu kacken

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    • Hors d'Ouevre

      Solanin
      Inio Asano

      Tatsächlich wähle ich hier denselben Manga wie Icedragoon. Auch ich habe den Manga bereits einem Freund empfohlen der noch keinen einzigen Manga gelesen hat und erst seit kurzem zumindest Anime Fan geworden ist. Ich habe zunächst auf vielfache Empfehlung Oyasumi Punpun vom Mangaka gelesen, welches ich insgesamt auch als das stärkere Werk bezeichnen würde, allerdings passt es nicht wirklich in die Kategorie kurzweilig und Appetitanreger.
      Dadurch, dass die Geschichte sehr realistisch und vor allem für Menschen in meinem Altersspektrum relevant ist, kann ich sie auch bedenkenlos jedem empfehlen der nichts von überdrehter Action oder Gore wissen will. Es geht ums erwachsen werden, darum zu erkennen wo man im Leben steht, wie es weitergehen soll und ob man sich nicht vielleicht bereits festgefahren hat und seine Träume aus den Augen verloren hat. Es geht um Liebe und Beziehung, den ersten Job den man vielleicht hasst, die Ungewissheit der Zukunft und gute Freunde. Slice of Life ist ein großartiges Genre welches einen oftmals inne halten lässt und zum reflektieren anregt, da man sich meist selbst mit den Charakteren oder Situationen identifizieren kann. Dabei geschieht alles auf einer ruhigeren bodenständigeren Ebene. Natürlich ist der Manga auch nicht frei von Drama und Traurigkeit. Es ist eben alles dabei was eine gute Geschichte ausmacht und dabei ist sie auch noch kompakt erzählt. Ich selber besitze einen Omnibus Band, den ich mit Vergnügen gelesen habe. Wirklich eine große Empfehlung meinerseits, danach kann man sich dann gleich den anderen Werken von Asano widmen.


      Suppe

      Planetes
      Makoto Yukimura

      Planetes ist einfach ein nahezu perfekter Manga. Er hat eine großartige Atmosphäre, erzählt kleine sowie kosmisch große Geschichten. Die Charaktere haben Tiefe, entwickeln sich und bringen wahre Emotionen rüber. Daneben ist das Artwork absolut großartig und das Setting regt zum Träumen an. Ich habe im dazugehörigen Thread auch bereits eine kleine Rezension zu meinem ersten Leseerlebnis mit Planetes geschrieben, der Manga hat mich einfach rundum überzeugt. Wer eine Weltraumgeschichte mit Herz lesen will, der ist hier an der richtigen Stelle.


      Fischgericht

      Oyasumi Punpun
      Inio Asano

      Was könnte eine ungewissere Reise sein, als das eigene Heranwachsen und die Erfahrungen die dies mit sich bringt. Bereits weiter oben hatte ich Asanos großes Werk erwähnt. Mit Punpun begleitet man den gleichnamigen Jungen durch seine Kindheit, Jugend und sein junges Erwachsenen Leben. Dabei erlebt er vieles, zumeist düsteres. Muss sich mit dem Verlust von Familienmitgliedern, Trennung, der ersten (und großen) Liebe, Sex und sonstigen Dingen auseinandersetzen denen man halt beim heranwachsen begegnet. Dabei geht der Manga sehr in die Tiefe wird teils philosophisch und ist oftmals bedrückend. Er kann aber von Zeit zu Zeit auch erhellend und positiv wirken, was vor allem durch das absolut meisterhafte Artwork unterstützt wird. Dies wird in einen schönen Kontrast zu dem simpel als Strichmännchenvogel gezeichneten Punpun gesetzt.
      Wo Punpuns Reise beginnt und wo (oder ob überhaupt) sie endet sollte jeder für sich selber lesen. Es war eine sehr schöne und intensive Erfahrung und ich konnte aus dem Manga viel mitnehmen.


      Fleisch

      Berserk
      Kentaro Miura

      Welcher Manga könnte hier besser passen als Berserk? Soviel Fleisch (zerteilt) sieht man sonst selten in einem Manga. Auch was Macht, Verrat und Intrigen angeht ist mir sonst noch nichts gleichwertiges begegnet. Der erste große Höhepunkt des Manga die berühmt berüchtigte Eclipse bringt all diese Dinge in einer gigantischen Konvergenz zusammen und man selbst als Leser bleibt nur mit offenem Mund und fassungslosem Gesichtsausdruck zurück.
      Kein anderer Manga zeigt so gut, was manche Menschen alles tun um an Macht zu gelangen. Wen sie alles hintergehen und opfern würden. Gleichzeitig ist es ein einziges Gorefest in dem soviel Blut spritzt und Körperteile abgetrennt werden wie nirgends sonst. Es ist an Brutalität und Manliness schwer zu überbieten. Natürlich gibt es auch noch Schattenseiten, aber ich will den Manga hier ja vorrangig loben. Ein besseres Steak lässt sich auf dem Mangamarkt nicht finden. Fantastisch aussehen tut das Fleisch übrigens auch.


      Hauptgang

      Hunter x Hunter
      Yoshihiro Togashi

      Der Manga der mich nun mittlerweile seit ca. 14+ Jahren begleitet und mit dem ich Höhen und Tiefen durchlebt habe. Die Tiefen waren dabei eher weniger vom Manga sondern vom Mangaka ausgehend, der leider sehr oft ausfiel und den Manga in einen Hiatus versetzte.
      Der Manga selbst bietet alles was mein Herz begehrt. Sympathische und vielfältige Charaktere. Dynamische Kämpfe mit dem für mich bislang interessantesten Kampfsystem und den intelligentesten Strategien.
      Große Emotionen und ein gutes Worldbuilding kommen auch nicht zu kurz. Der Manga wird mit seinem Voranschreiten auch immer komplexer und ich habe das Gefühl mit der Geschichte gewachsen zu sein. Was sich zunächst als simpler Shonen darstellte, entpuppte sich mittlerweile zu etwas einzigartigem. Darüber hinaus kann ich auch die Anime Umsetzung sehr empfehlen die Togashis mäßigen Zeichenstil ausgleicht und einen mit einem stimmigen Soundtrack belohnt der seines Gleichen sucht.
      Insgesamt mein absoluter Lieblingsmanga den ich liebend gerne auch noch ins Rentenalter verfolgen würde, auch wenn ich einen schlüssigen Abschluss vorziehen würde.


      Salat

      Hikaru no Go
      Yumi Hotta & Takeshi Obata

      Ein Shonen über das Brettspiel Go? Hört sich erstmal unspektakulär an, jedoch verhält es sich hier ähnlich wie bei Icedragoons Ausführungen zu SnS. Man wird förmlich in die Geschichte und in das Spiel gesogen, welches durch seine taktische Tiefe und die Möglichkeit von brillanten Spielzügen fesselt. Natürlich kann es hier teilweise sehr dramatisch werden, insgesamt ist es jedoch ein ruhiger Manga zu einem ruhigen Spiel. Symapthische bereits abgeschlossene Geschichte die eine weitere Fassette der Mangawelt öffnet und einen Schritt für Schritt an ein spannendes hierzulande nahezu unbekanntes Spiel heranführt.


      Dessert

      One Punch Man
      One / Yuusuke Murata

      Auch bei mir darf OPM nicht fehlen. Es ist ein Manga der einfach Spaß macht, sich sehr schnell und kurzweilig liest und einen teilweise die Tränen vor Lachen ins Auge treibt. Diese Satire auf gängige Shonen und Superheldengeschichten kann man einfach nur lieben. Die Mangavariante bietet dabei auch noch eines der besten Artworks überhaupt. Wer sich einfach mal keine Gedanken machen will und nur blanke Action und pure Situationskomik lesen will, der ist hier goldrichtig.


      Drink

      One Piece
      Eiichiro Oda

      Ich muss es hier Udi-Man gleichtun und One Piece an diese Stelle wählen. Der Manga begleitet mich schon so lange und ich kam immer wieder zu ihm zurück. Dabei verfolgte ich ihn nicht immer wöchentlich. Erst kürzlich bin ich von einer anderthalbjährigen Pause zurückgekehrt und konnte den WCI Arc in einem Zug genießen. One Piece hat definitiv Höhen und Tiefen und ich mag bei weitem nicht alle Arcs und Charaktere, allerdings ist es als Gesamtwerk bislang immer noch unfassbar stark. Es löste bereits eine Vielzahl an Emotionen bei mir aus und seien wir ehrlich, ohne den Manga würde ich jetzt nicht gerade hier diesen Post schreiben. One Piece ist nicht mein Lieblingsmanga, aber definitiv eine Konstante in meinem Leben.


      Honorable Mentions

      Tokyo Ghoul & Shingeki no Kyojin

      Beides absolute Lieblingsmanga von mir derzeit. Leider passen sie beide bei mir am besten unter die Kategorie Fleischgericht, welches von Berserk einfach dominiert wird. Dort wird alles einfach noch mal auf einem anderen Level betrieben. Ich möchte aber klar herausstellen, dass in einer reinen 8 Manga Topliste diese beiden Manga mit Sicherheit aufgetaucht wären. Zwei fantastische Werke die ich jedem empfehlen kann.
      'To protect the Sheep you gotta catch the wolf, and it takes a wolf to catch a wolf.'

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