PlanetES

    • Habe hier noch keinen Thread über diesen Manga finden können, also bin ich mal so frei. xD

      PlanetES lässt sich auf jeden Fall mit dem Genre des Science Fiction verbinden. Es geht um eine Gruppe von anfangs 3 Raumfahrern, die die Aufgabe haben, Weltraumschrott zu beseitigen und dadurch die Unfallgefahr für Weltraumreisende zu verringern. Doch sie alle, haben unterschiedliche Gründe dem nachzugehen, die erst im Laufe der Handlung gelüftet werden.
      Auch kommt ihnen immer wieder eine Organisation in die Quere, die die Weltraumflüge für immer unmöglich machen will.
      Einer der Hauptprotagonisten hat jedoch einen besonderen Traum, nämlich eines Tages sein eigenes Schiff zu besitzen. Im Laufe der Handlung beschließt er, an der ersten bemannten Mission zum Jupiter teilzunehmen.....

      Ich möchte hier nicht zuviel von der Handlung verraten (Verrate eigentlich fast nichts xD), da sie es wert ist, von jedem selbst entdeckt zu werden. Im Manga stekt westentlich mehr, als es der recht einfach Mainplot erwarten lässt. Das Artwork gefällt mir gut und es sind auch immer wieder einige beeindruckende Weltraumaufnahmen zu sehen, die einen richtig in den Bann ziehen. Manchmal hatte ich eine Seite länger aufgeschlagen und habe nur ein Bild betrachtet.
      Auch inhaltlich hat der Manga einiges zu bieten. Es werden einige wichtige Fragen aufgeworfen aber eben nicht klischeehaft beantwortet, sondern auf eine sehr unaufdringliche Art und Weise. Am Ende des Manga steht eine simple wie wichtige Antwort, den Weltraum betreffend, möglicherweise die einzige, mit der auch ich, mich anfreunden kann.

      Der Manga besteht aus 4 Volumes und ist abgeschlossen. Von mir also ein klarer Tipp an dieser Stelle. xd
    • Habe diesen Manga nun auch in meiner Sammlung, sind insgesamt 5 Bände, Band 4 wurde noch mal in zwei geteilt.
      Zum Manga muss ich nicht mehr viel sagen, kostja hat meiner Meinung nach schon alles perfekt erläutert. Artwork besticht durch manche Weltraumaufnahmen sagenhaft, und im gesamten gefällt mir das Artwork auch ziemlich gut, das was ich gesehen habe.

      Habe den Manga noch nicht ganz durch, ist jetzt aber auch nicht "die" Masse mit nur fünf Bände.^^
      Story ist ziemlich einfach, jedoch mit Potenzial ohne Ende gepackt, was man auch sicher merken wird wenn man es intensiv liest.

      Der Manga wird ja auch von den meisten Experten und Kritikern als der absolut Beste angesehen, dies mit Sicherheit nicht ganz zu Unrecht, womit ich mich aber sowieso nicht anfreunden kann, und das wird auch so bleiben denk ich mal.^^ Aber um eine komplette Meinung einzuholen, muss ich den Manga erstmal komplett durch nehmen, man weiß ja nie. xD
    • Schön, dass dieser Kritikerliebling auch in das Forum gefunden hat. :thumbsup:
      Was mich erstaunt ist, dass dieser Manga nicht nur viele Preise bekommt, sondern auch bein den meisten freien Kritikern und Lesern auf Begeisterung trifft. Somit (imo) noch eine Stufe höher einzuordnen - in diesem Punkt - wie die Urasawa Manga.

      Der Manga ist perfekt gemacht. Keine Frage. Er hat ein fantastisches Artwork, wohl neben Vagabond das beste Artwork aller Zeiten. Ein Artwork welches in keinem Punkt negativ auffält, evtl. am Anfang im Charakterdesign - dies ändert sich dann aber mit der Zeit.
      Das Artwork fängt die Welt und den Weltraum unglaublich gut ein. Außerdem kann es neben diesen futuristischen Bildern auch noch eine einmalige Atmosphäre ausstrahlen. Einfach klasse durchgestylt.
      Neben diesem Eindruck der wohl immer als erstes in das Auge fällt, zeichnet sich PlanetES durch ein eben so tolles Storywork aus. Der einfache Plot mit drei Charakteren am Anfang welcher dann unglaubliche Storylines im Verlauf der Geschichte auswirft und miteinander wieder verbindet. Gut ist vor allem, dass er hier seinen Stil findet. Er teilt den Manga nicht in all zu viele Episoden, sondern erzählt nahezu die gesamte Geschichte von einem Standpunkt aus. Zu diesem kehrt der Manga dann auch am Schluss zurück. Neben dem sind noch die Flashback's zu würdigen. Ebenfalls im eigenen Stil, direkt neben einer anderen Handlung spielen sich diese im Kopf der Charaktere ab. Dies dann auch obwohl die Geschichte gerade weiterläuft.
      Natürlich sind auch die Charaktere, vor allem die drei Hauptpersonen unglaublich authentisch. Alle drei ziemlich tiefgründig wählen sie aus verschiedenen Gründen ihren Weg. Ein Weg welcher sich bei allen irgendwie gleicht. Sie haben mich auch alle auf ihre Weise beeidruckt.
      Die Nebencharaktere sind aber auch gut gelungen, keine Frage.
      Ein großer Punkt ist natürlich auch der Subtext. Ich denke nicht in vielen Werken nimmt dieser so einen großen, oftmals sichtbaren Anteil an einem Manga.
      Den Manga sollte man aber lesen, wie auch Kostja schon schrieb, ich will hier nichts großes vorwegnehmen oder vom Subtext wie auch von allem anderen verraten. Die Sachen welche PlanetES aufwirft sind ziemlich durchdacht und niemals aufgezwungen. Leise tastet sich hier Yukimura vor. Bemerkenswert.

      Der Manga ist also einfach gesagt ein Meisterwerk. Nicht mehr und nicht weniger.

      Mir persönlich war er aber an manchen Stellen zu trocken, auch wurde ich zu wenig geflasht.
      Nicht nur im Lesemoment sondern auch wenn man die Bilder noch einmal revue passieren lässt ist er im Gesamteindruck dann einfach nicht kräftig genug um sich ganz vorne einzuordnen.
      Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.
      - Samuel Beckett

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luddelschluddel ()

    • Naja, ich hab den Manga auch seit circa 2 Wochen in meinem Besitz, weil er mir empfohlen wurde, und ich echt begeistert war.

      Unabhängig von der Qualiät des Mangas muss ich aber auch sagen das dieser Manga lange nicht so fesselt von der Story wie manch anderer.

      Gut ich habe erst Band 1 & 2 gelesen, aber das kann ich jetzt schon beurteilen.Ein Monster oder Akira hab ich zb. trotz knapp 20 Bänden in 2 Tagen gelesen, und alleine diese Tatsache verhindert das PlanetES für MICH der Beste Manga wird den es gibt,die genanne Punkte von RG und Luddel sind da allerdings noch gar nicht in Betracht gezogen.

      Alles in allem stimme ich meinen Vorsprechern in den meisten Punkten zu, und kann diesen Manga auf jeden Fall weiterempfehlen. :thumbsup:
      Wir stehen zusammen , wir fallen zusammen, Bad Boys for Life!
    • So, jetzt hab ich meine Pappenheimer fast alle durch. Bin jetzt bei PlanetES am Ende von Band 3, danach überlege ich grade, ob ich Elfen Lied anfangen, oder ob ich den doof finden (Gewalt und nackte Mädchen klingt erstmal nicht so... aber vielleicht...). Und dann bin ich wieder auf einem aktuellen Seinen Stand ;)

      PlanetES ist wirklich faszinierend, was der Autor sich alles überlegt haben muss, um das zu zeichnen. Man könnte fast glauben, er war schon öfter oben :)
      Irgendwie fand ich den ersten Band noch am Besten. Nichts gegen die Love Story jetzt, die ist ja wirklich gut gemacht und wird behutsam vorangetrieben, aber am Anfang war es eben einfach nur so *stunning*, die ganze Zeit. Jedes Kapitel eine eigene Welt voller Ideen, bei denen man die SciFi irgendwie gar nicht spürt, weil alles so nah ist. Es wird alles so authentisch vermittelt, oft so ruhig und gelassen, dass man fast glaubt, das gibts alles schon. Echt cool.

      Die Zusammenfassung für Band 4 am Ende von Band 3 ließ vermuten, dass man nichts mehr von der Jupitermission selbst mitbekommt, das wäre auch immerhin schlecht umsetzbar, ohne Zeitsprung...
      Warum hat denn PlanetES nur 4 Bände? Naja, ich werd erstmal zuende lesen, vielleicht beantwortet das sich ja von selbst.
      Bei Jupitermission muss ich immer an 2001 Odyssee im Weltraum denken ;), toller Film, mal so nebenbei.

      Gibt es von dem eigentlich einen Anime oder verwechsle ich da irgendwas?
      Ein Klavier, ein Klavier!
    • Nene, den Anime gibt es und er hält sich, soweit ich weiss, auch sehr genau an den Manga. Sonst sehe ich die Sache ähnlich wie du, es ist diese ruhige, bescheidene Stimmung, die so eine schöne Atmosphäre schafft, ebne diese Leere kann aber auch zu großen Problemen führen. Du weisst ja, was ich meine. ^^
    • @Cailon:
      Es gibt fünf Bände, der vierte Band wurde wegen großer Seitenanzahl in zwei Bände aufgeteilt, also gibt es fünf. Band 4 Teil 1 und Band 4 Teil 2!!! Band 4 Teil 2 ist aber nahezu gar nicht mehr zu finden. Ziemlich übel!! Manga ist nach wie vor gigantisch.

      Und btw, 2001, was soll man sagen, ein Kubrick Film halt.^^
    • Thx für die Info :)! Hab mittlerweile alle durch (wenn auch nicht in meinem Besitz leider...), wir kamen ja doch noch beim Jupiter an. Ohne Monolithen. Der letzte/ die letzten Bände waren nochmal sehr schön. Die Geschichte um Fees Onkel, der Krieg, der letzten Endes nicht durch unsere Helden, sondern (sehr realistisch) durch einen Sieg der Union beendet wurde und die Gags an Bord der Von Braun, alles sehr gut erzählt.

      Zum Anime:
      Anfangs war ich etwas skeptisch, da Tanabe gleich am Anfang auftaucht, Hakim eine recht hohe Position in der Orbital Security innehat (ist er im Anime überhaupt ein Terrorist?, dachte ich), Rabi und sein Chef anfangs sehr nervten und gerade zu Anfang sehr viele Folgen kamen, die gar nichts mit dem Manga zu tun hatten. Und Tanabe sagte anfangs in jeder Folge: "Ai desu!". Es geht um Liebe! Hach ja, schön, aber eine völlige Stereotypisierung ihres Charakters auf ein Merkmal. Zum Glück gab sich das später.
      Dann sprang der Funke des Anime doch über. Zugegeben, der Anime ist anders als der Manga. Im Anime werden ganz deutlich mehr die Schattenseiten der Entwicklung betont, v.a. durch die Einführung von Claire oder den Arbeitslosen auf dem Mond. All diese Themen werden im Manga nur am Rand besprochen und die Entwicklungsländer "wehren" sich dagegen nur mit Terrorismus.
      Im Anime bekommen die Entwicklungsländer mehr Stimme. zB die Folge mit dem klobigen Raumanzug aus El-Tankein (oder so), eine sehr emotionale Folge. Da wird auch viel deutlicher, dass die Union ein ziemlicher Arsch ist, eine aufgeblähte Bush- USA sozusagen.
      Auch die psychische Belastung während der Von Braun- Tests und die menschliche Kälte aller Anwesenden wird gut rübergebracht. Dass der Anime nur 3 der 4 Bände (bzw. 5) berücksichtigt, ist schade, stört mich aber nicht sooo sehr, denn dafür wurden wie gesagt einige Themen ausgebaut, die sonst zu kurz gekommen wären.

      Dass unser Wort Planet von altgriech. planetes, Wanderer kommt ist auch interessant, hab ich vorher nicht gewusst.
      Ein Klavier, ein Klavier!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cailon ()

    • Der Manga ist zwar kurz, jedoch absolute Weltklasse! Da er so kurz ist, und ich im Comicshop zufällig alle Bände entdeckt habe, habe ich ihn mir durchgelesen. Ich finde Planetes echt genial, aber an Blame! kommt es nicht heran. Sicherlich ist es einer der besten Seinen, aber der Beste imo nicht. Dennoch ist der Realismus überwältigend und das Artwork sowie die Story sind großartig. Also imo nur zu empfehlen und man muss auch kein Vermögen ausgeben, da der Manga nur 5 Bände hat.
    • Ich hab heute da mir langweilig war angefangen PlanetES wieder durch zu lesen, da er ja nicht besonderst lang ist mit seinen 5. Bänden auch schnell zum lesen geht . Also dacht ich mir ich schreib einwenig was über ihn solang die Erinnerung über die Handlung noch da ist xD..
      Was macht den Manga aus hhmmm?
      Bei der Geschichte handelt es sich um eine Science Fiction Story, in dem es weniger um die Technik in der Zukunft, als den Menschen geht. Jeder der Charaktere hat seine Makeln, seine Ängste, seine Wünsche und Träume, die zutiefst menschlich sind. Keiner wird zum Helden, es gibt kein schwarz-weiß, kein Gut und Böse.
      Die Menschen in dieser Zukunft, die in Fachkreisen als am realistischsten eingestuft wird, haben die gleichen Probleme wie ich und jeder andere Mensch auch, in einer Zeit, in der die Technik weiter ist als heute, und diese Tatsache ist so unglaublich beruhigend. Der Mensch bleibt was und wer er ist egal ob in der Zukunft, Gegenwart oder Vergangenheit .
      Makoto Yukimura widmete sich in seinem preisgekröntem Meisterwerk "Planetes" mit extremer Sorgfalt den Figuren, machte sie mit seiner detaillierten Darstellung lebendig und machte sie zu greifen nah (nahbar) .
      Wer dieses Meisterwerk nicht liest, ist selber schuld…

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Neror ()

    • Habe den Manga jetzt schon seit längerer Zeit durch, und immer noch nicht die Zeit dafür gefunden, in diesem Thread zu posten. Also zu allererst muss ich ja zugeben, dass ich über den Anime zum Manga gekommen bin, also relativ spät.
      Fand den Anime schon fantastisch, was die unglaublich guten Aufnahmen vom Weltraum und auch die Charakterausarbeitung (vorallem Hachimaki) angeht, wie dem auch sei, der Anime endet ja ein gutes Stück vor dem eigentlichen Ende der Story (Manga), weshalb ich mich dann (auch auf Druck eines gewissen S-Mods) dem Manga gewidmet habe, und ich wurde wirklich nicht enttäuscht, bei so manchem Panel klappt einem echt die Kinnlade runter, weil das Artwork einfach so fantastisch ist, gut, das Charakterdesign ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig (z.B. die Augen sind imo sehr eigen gezeichnet worden), aber nichtsdestotrotz fein gezeichnet, gewöhnungsbedürftig heißt ja auch immer, dass sie jenseits der langweiligen Norm sind, von daher in diesem Fall gut.
      Die Abgründe der menschlichen Seele, unbd die Abgeschiedenheit der doch sehr einzelgängerischen Astronauten ist imo zentrales Motiv des Manga, wird sehr schön an Hachimaki aufgezeigt, auch sein Vater, der so gut wie nie zuhause ist, lässt das Einzelgängerische anklingen, primär werden die Motive jedoch via Hachimaki abgehandelt. Ich kann diesen Manga nur jedem ans Herz legen, er ist wirklich fantastisch, gerade der Realismus der zukünftigen Technologie und die stete Wahrung wissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten machen für mich einen großen Teil der Faszination aus, natürlich neben den schon oben erwähnten deepen Charakteren und dem hervorstechendem AW.

      Neror schrieb:

      [...]
      Dieser Manga, der der Seinen Szene zugehörig, ist ein Spiegel der Seele des Lesers ( den Spruch hab ich mal gehört und find er passt sehr gut um den Manga zu beschreiben ).
      [...]
      Entschuldige, Neror, aber was soll DAS denn bitte bedeuten? Das passt ja mal in diesem Fall überhaupt nicht, sei mir nicht böse, ist aber wirklich so, imo ist das nicht gerade die beste Aussage, die Du da getätigt hast!

      „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

      Friedrich Wilhelm Nietzsche
    • Boah, da hat mich mal wieder was geflasht^^.

      Hab den Manga verschlungen und nur wegen Zeitdruck nicht auf einmal lesen können, aber er hätte es sicher vedient. Hätte nie gedacht, dass man in 5 kurzen Bänden einen so guten Manga unterbringen könnte.
      Ich kann jetzt nicht die Stärken hervorheben, da es imo keine Schwächen gibt. Die AW ist verdammt beeindruckend und gefällt mir komischer weiße sogar noch besser als in Vinland Saga obwohl der artworktechnisch eig. besser sein sollte. Aufnahemen von der Erde oder dem All sind mehr als gigantisch und mein absolutes Lblingspanel ist Hachis Antrag an Ai, das war einfach ein perfekter Moment, so will ich auch mal "antragen"^^.

      Story ist auch sehr gut, nicht so überdreht wie normaler SciFi sonder eher wie Cowboy Bebop, nur noch realistischer. die ideen als Müllmann im All empfand ich anfangs als lächerlich aber es findes doch alles Platz in der Story.

      Was mich besonders beeindruckt hat war die Wandlung von Hachi. Anfangs teilweiße ein Hasschharackter, wenn er was von "Hass und Einsamkeit gehören alleine mir!" redet aber als er dann von Ai wieder normalisert wird und sich immer weiter entwickelt wird er ganz klar der Protagonist. Yuri war am Anfang der Mangas sehr bedeutend und seine Vergangenhet geht an die Nieren aber nach dem er diese hintersichgelassen hat ist er nur mehr ein Nebencharackter.

      Kommen wir mal zu den Frauen; Fee ist dabei mein fav. Charackter. Die Frau hat mich durch ihre verzweifelten Rauchvesuche auf ihre Seite gezogen und gegen Ende der Story war ihr FB und ihre Wandlung zu Rebelin sehr wachrütteld. Als sie von ihrem Sohn gekickt wird und dann mit dem Bike herumfährt und den Umfall baut war für mich der Moment wo der Manga von super zu genial überstrang. Ai war mir anfangs recht unsympatisch da ich sie als Fillerchara abstempelte aber ihre immer gleiche liebeswürdige Einstellung war ein netter Verglecih zu hachis Wandlung.

      Zum Schlss noch eine kleine Anmerkung von mir die viell. sonst noch niemand bemekt hat. "Hachi" heißt im Jap. Acht, die Zahl steht bei uns wie in Japan für Unendlichkeit, genau, dass was Hachi immer sucht. "Ai" heißt Liebe, auch sehr passend, denn sie hat Hachi aus seiner Emophase gezogen.
      It’s rotating, the sand, rotating.
      If destiny is made of gears, and we are the sand in between that is torn apart, there’s nothing left to do but being powerless.
      I just want power. If I cannot protect by just extending my hand, I want a blade so I can reach in front of her.
      The power to crush destiny looks like a blade that is swung down.

      Thus the blade is swung down.
    • Heute habe ich PlaneteS geliefert bekommen und direkt durchgelesen. Ich wusste aber nicht was mich erwarten würde. Den Thread habe ich nicht durchgelesen, also bin ich fast unbefangen an die Sache gegangen.
      Gut, ich hatte das erste Chapter vorher schon gelesen, ich wollte ja nicht die Katze im Sack kaufen, denn ich hatte nur ein paar dringende Empfehlungen erhalten. Ich habe mich eigentlich dann direkt in einen Rausch gelesen, der nur durch kleine Pausen oder längeres Panelbetrachten beeinflusst wurde. Man liest diesen Manga in einem Rutsch, aber trotzdem muss man einfach innehalten, um das AW zu genießen. Das AW erzählt nämlich mindestens 50% der Geschichte. Da ist es natürlich nützlich, dass es herausragend ist. Es ist perfekt auf die Pace des Manga abgestimmt. Hachis Denkerphasen mit seinem Ebenbild, lebenden oder toten Tieren ist von einer Art Unendlichkeit eingerahmt. Da passt es ja auch, dass Hachi einfach mal eine Woche auf dem Mond ein Picknick macht und vollkommen die Zeit vergisst. Die Pace ist in diesen Phasen so genial abgestimmt auf die großen Weltraumpanels, dass einen die Eindrücke aufsaugen.
      Überhaupt werden in PlaneteS ja so viele philosophischen Ansätze zu den Themen Leere, Weite, Sinn des Lebens, Liebe, Alleinsein, etc. eingebracht, dass man eigentlich ständig am Grübeln ist. Hachi durchlebt ja einige Phasen, bis er für sich eine zufriedenstellende Antwort gefunden hat. Diese Phasen sind immer gut in die Story eingearbeitet, ob es sich um fanatische Umweltschützer handelt, die Beziehung zu Tanabe oder um seinen witzigen Vater.
      Der Bruch mit Hachi ist auch sehr gut gewählt, denn nach seiner Hochzeit wären Rückfälle in die Lethargie oder Wut nur fade gewesen. Der Schwenk zu Fee und ihrer Geschichte kommt da perfekt. Auch wenn es Dramen gibt, man siehe die Perversion der Gesellschaft am Beispiel ihres "Onkels", sind diese keine billigen Soup - Dramen. Eine Affaire Hachis zum Beispiel hätte das Gesamtbild nur gestört. Fee kämpft ihren eigenen Kampf, der so wie Hachis innerer Kampf einfach weltklasse durch das AW betont wird. Diese Symbolik mit den freien Hunden und dem ungehorsamen Sohn, die sie bekehrt, ist so subtil wie naheliegend. Denn durch seinen Ungehorsam zeigt er ihr Menschlichkeit auf, die sie dann in eben derselben rebellischen und aufmüpfigen Art im großen Stile gegen das Militär einsetzt. Hier auch wieder die Parallelen. Erst die Parallele, ihr "Onkel" zu der Gesellschaft und die Hunde zu den Nachbarn. Ihre gutherzige Rolle bei ihrem "Onkel" nimmt später ihr Sohn ein. Sie gliedert mit der Halsbandaktion in die Gesellschaft ein, auf Kosten der Hunde. Als sie merkt, dass ihr Verhaten untragbar wird, wehrt sie sich. Sie wird wieder das aufmüpfige Kind mit dem Rechtsbewusstsein. Das Militär ist die uneinsichtige Gesellschaft, die ihren Status um jeden Preis halten will und das Opfer sind eigentlich alle.
      Ihre Suspendierung und die daraus resultierende Resignation wird erst mit ihrem Unfall gebrochen. Sie rettet einen Hund auf Kosten ihres Motorades. Der Tankwart setzt der unmenschlichen und gleichgültigen Gesellschaft die Krone auf. Ihre Leiden, also das Schieben des Motorades, und die Erlösung des Hundes von seinen Qualen bewirken, dass sie am Ende mit sich im Reinen ist. Auch wieder sehr geil durch den Sonnenaufgang dargestellt. Sie erkennt in ihm den Neuanfang und dass sie auf dem richtigen Weg ist.
      Die letzten Chapter, ich musste ja den 5. Band online lesen *grummel*, sind ein gelungener Abspann. Die Charaktere haben ihren beschwerlichen Weg abgeschlossen und knüpfen am Anfang wieder an. Hatchi will wieder bei den Müllmännern arbeiten, aber jetzt mit einer ganz anderen Intention.

      Schlusswort: Danke an Kostja, Cheeno und den Postboten für diesen Manga der Spitzenklasse. Ich denke, dass ich jetzt noch garnicht alles aufgesogen habe, was der Manga tatsächlich hergibt. Darum werde ich ihn mir mit Sicherheit bald nochmal durchlesen.
    • Ui, also da hast du auch Sachen angesprochen, die ich selbst nicht so sah, beziehungsweise in Erinnerung hatte. Was du schreibst, gefällt mir sehr gut, sehe ich ähnlich. Zum Artwork steht ja das meiste schon oben, klar manche Bilder fangen die Stimmung sehr intensiv ein, mehr noch, als in manch anderen Manga. Auch was du eben schreibst, gerade das Prinzip der Leere ist eines der Hauptmotive des Manga, naja ansonsten wüsste ich eigentlich nichts zu ergänzen, schön, dass er dir so gefallen hat. ^^
    • Dann wollen wir mal den Thread zu einem der besten Mangas aller Zeiten nach oben holen, auch wenn mein Horizont recht begrenzt ist bezüglich der Kenntnis des Mangamarktes.
      Wie es aber der Zufall will, konnte ich diese Woche Band 3 und 4(beide Teile) für insgesamt 50 euro erstehen, sodass ich den Manga endlich abschließen konnte.
      Denn PlanetES gehört für mich zu den Serien die ich nicht am PC lese und daher lieber auf einen günstigen Moment gewartet habe die Bände zu erstehen und sie genußvoll im Sessel zu genießen.
      Scherz beiseite, Band 4 Teil 2 besitze ich natürlich nicht, daher ist mein Stand auch bei Band 4 Teil 1. Möglicherweise überzeuge ich noch PP Geld vom Projekt Oda für mich abzuzweigen. Nun zu einer kleinen Rezension.
      Für alle die sich bei dem Wort Seinen abgeschreckt abwenden, sei dieser Manga empfohlen. Planetes schafft es den Leser in seinen Bann zu ziehen ohne Blut, Kämpfe oder Erotik zu verwenden und bietet einen idealen Einstieg ins Seinengenre(ein sehr schwammiger begriff, trotzdem!). Manchmal reicht die zeichnung des nächtlichen Himmels und man versinkt für einen Moment der Ruhe als wenn man den Sternenhimmel selbst betrachtet.
      In einem bedächtigen Tempo wird die Geschichte Hachimakis erzählt, zu Beginn noch sehr episodenhaft und doch habe ich nicht einen Moment das Gefühl von Eile oder sprunghaftem Erzählstil gehabt. Die einzelnen Kapitel greifen nahtlos ineinander über, es ist faszinierend wie man nach nur 4 Bänden glaubt mehr als 20 gelesen zu haben.
      Hachimaki, Fei(gefällt mir besser als Fee), Yuri, Goro, Tanabe, Elvis(lol?) wären alles Favoriten für eine Liste der beliebtesten Charakter. Mir persönlich hat es am meisten Fei angetan. Ein Königreich für Raucher.
      Doch der wahre Held der Geschichte bleibt die unendliche Weite des Weltraumes. Es liest sich angenehm wie ohne moralisierend auf den Leser einwirken zu wollen, einfach die Geschichte erzählt wird.
      Für mich selber ist Yukimura mit Planetes und Vinland Saga zu meinem Lieblingsmangaka aufgestiegen.
      So, ich melde mich mit der richtigen Rezension wenn ich Band 4/2 besitze, also ungefähr in 2 Jahren, sobald der erste Gehaltscheck ins Haus kommt.
      who kills a man kills a reasonable creature, God's image; but he who destroys a good book kills reason itself, kills the image of God, as it were, in the eye
      [Areopagitica, John Milton]
    • Dank Shogun bin ich gerade an PlanetES #5 für 25 Tacken gekommen, yaaay. Dafür musste ich nur den Sparstrumpf meiner Urgroßmutter plündern und 2-3 Kinder um ihr Schulgeld erleichtern.

      Aber jetzt mal ernst, dieses Angebot ist einfach fantastisch, wenn man bedenkt, dass immer wieder betont wird, wie schwer man an diesen Band kommt. Er wird partout nicht mehr nachgedruckt, auch wenn es sicher schon hunderte Nachfragen deswegen gab. Ich bin also wirklich glücklich, dass ich in ein paar Tagen dieses Angebot in meinen Händen halten werde. Danach werde ich nochmal den gesamten Manga auf der Couch lesen und vielleicht nochmal neue Einblicke gewinnen.

      Hurray for Pony

      Wer alle Bände haben möchte, sollte hier mal reinschauen. Vielleicht bekommt das vOerni oder sonst ein Interessent für einen guten Preis. Gute Jagd.

      Klick mich
    • Auf den Manga PlanetES bin ich schon vor längerem aufmerksam geworden, wegen der guten Kritiken. Heute also geh ich in einen kleinen Comicladen in meiner nähe und frag den Verkäufer ob er PlanetES im Sortiment hat. Dann hat er in einem Katalog nachgeschaut und gemeint, dass der vor 8 Jahren rauskam und eig. nicht mehr zu haben ist, er aber mal bei den Restbeständen schauen kann. Dann geht er also hinter ins Lager und kommt kurz darauf mit PlanetES Band 5 wieder. "2 Euro kostet der!" hat er gesagt.
      Da hab ich mal richtig Glück gehabt im Gegensatz zu meinem Vorredner, der ihn für 25 gekauft hat ^.^

      MfG
      Shuusui aka der Glückspilz xD
      Asura Ichibugin

    • Da heißt es immer, dass man an Band 5 nicht mehr drankommt und nun wird er gleich vier mal in einer Woche versteigert^^. Zwei mal bei Amazon, die aber beide schon verkauft worden sind und zwei mal bei eBay im Komplettpaket von denen ich mir gerade eins für 35 Euro gegönnt habe. Die letzte Möglichkeit für vOerni da in nächster Zeit noch dran zukommen ist am Diensttag, viel Glück dir dabei.^^

      Nun zum Manga:
      Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen Manga noch nicht gelesen beziehungsweise angefangen habe zu lesen aber ich habe mal den Antworten in diesem Thread blind vertraut und gehe davon aus das ich nicht entäuscht werde. Da ich außerdem großer Fan von Futuremangas (BAA, Akira, Blame) und auch vom Weltall bin fällt der Manga voll in mein Metier.
      Ich freue mich schon auf das Eintreffen und werde nach dem lesen hier meine Meinung niederschreiben.

      Zum Abschluss kann ich eigentlich nur sagen das ich extremes Glück gehabt habe ihn so günstig zu kommen und wenn der letzte an jemanden aus diesem Forum gehen würde, würde, spräche das schon mal für guten Geschmack der User.

      Abschließend möchte ich nur noch sagen: Hurray for Pony, hurray for me XD

      Nachdem ich den Manga nun ein zweites Mal gelesen habe fühle ich mich in der Lage meine Eindrücke nieder zu schreiben.
      Es ist unglaublich was Yukimura mit nur 26 Kapiteln, zusammengefasst in nur 4 (5) Bänden, für einen vielschichtigen und tiefgründigen Manga produziert hat. Andere Mangaka bräuchten für denselben Manga weitaus mehr und würden auch nicht dasselbe Niveau erreichen.
      Die Haupthandlung, das Erreichen des Jupiters, bietet nur den Rahmen und tritt mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund während andere Dinge wie der bevorstehende Krieg oder das Kessler Syndrom die Richtung vorgeben. Vor allem die Nebenhandlungen und die kleinen Side Stories, sei es ein Baseballspiel im Weltall oder der Versuch eines 70er Jahre Rock Idol Freunde zu finden, geben dem Manga seine Klasse. Trotzdem werblassen all diese Dinge in Anbetracht der unendlichen Tiefe des Weltalls.
      Auch Hachimaki muss dies lernen. War er anfangs noch voller Wut auf alles und jedem der seinem Ziel im Weg steht erkennt er erst nach einer Nahetod Erscheinung wie klein er doch im Vergleich zum Weltraum sei und das alles zu ihm gehöre, so auch er. Nach dieser Erfahrung wirkt er wie ausgewechselt und erkennt so, dass das wichtigste die Liebe ist. Allgemein kann man sagen, dass alle Charaktere sehr vielschichtig und realitätsnah sind. Allein die Anarchistin Fei hat das Zeug zum Publikumsliebling. Des Weiteren sind die Kindheitserinnerungen der Einzelnen gut umgesetzt und ermöglichen uns einen Eindruck in ihre Psyche womit man nachvollziehen kann was sie zu dem gemacht hat was sie sind.
      Zum Artwork kann ich nicht mehr viel hinzufügen da alles eigentlich schon gesagt wurde …aber was soll’s.
      Ich habe selten ein Artwork gesehen, welches an Vagabond heranreicht. PlanetES besitzt so eins. Schon auf den ersten Seiten umfing mich das Gefühl tiefer Ruhe und Einsamkeit und es kam nicht selten vor das ich noch mal ein paar Seiten zurück blätterte um das eine oder andere Panel zu betrachten. Während der Hintergrund und das Weltall sehr detailliert gezeichnet worden war empfand ich die Charaktere eher als spartanisch, was zwar Anfangs für Unmut bei mir sorgte aber das verging ziemlich schnell und ich gewöhnte mich daran.

      Zu guter Letzt will ich noch einmal auf den Punkt Einstiegs-Seinen, den vOerni angesprochen hat eingehen.
      Anfangs war ich zwar skeptisch was seine Behauptung anging, da ich meinte, dass ein gewaltfreier Manga bestimmt nicht das richtige für einen One Piece Leser sei aber nachdem ich fertig war kann ich ihm nur zustimmen. Es gibt genug Shonen typischen Humor und man wird mit Philosophie nicht so sehr beworfen das es unangenehm wird. Man kann den Manga gut lesen obwohl ich die einzelnen Bände manchmal weglegen musste um mir eine Pause zu gönnen.
      Als nächstes kommt für mich die Vinland Saga dran und da One Piece gerade pausiert bietet sich die Gelegenheit an damit anzufangen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Shogun ()

    • So, nachdem ich nun auch endlich mal den 5. Band besorgen konnte und ich somit den Manga zu Ende gelesen habe möchte ich auch mal hier meine Eindrücke niederschreiben. Das Artwork hat mir muss ich sagen sehr gut gefallen, vor allem das Weltall mit seinen Sternen hat es mir angetan, das kam sehr gut rüber.

      Die Personen waren am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber das hat sich ganz schnell gelegt. Zur Story selbst möchte ich nicht zuviel schreiben, da eigentlich schon fast alles gesagt wurde, hier wurde sehr viel auf die Charakterentwicklung gelegt. Viele haben ihre diversen Probleme, welche allerdings in den tiefen des Alls nichtig sind. Auch die Atmosphäre finde ich sehr schön getroffen, da es einem diese ruhe und stille rüber bringt, welche zuerst schön im Kontrast zu Hachimaki steht, der eher aufbrausend ist und später dann nach seinem Picknick auch sehr ruhig geworden ist und festgestellt hat was wirklich wichtig ist.

      Gerade oftmals diese Leere im All finde ich wie schon gesagt gut getroffen, weil es einem selber zum nachdenken anregt und einem selbst zeigt wie klein man doch selbst ist und wie klein die eigenen Probleme sind im Verhältnis zum Unendlichen Weltall.

      So das soll es nun auch schon gewesen sein, der Manga ist auf jedenfall empfehlenswert, wenn auch schwer zu bekommen.
    • Da man ja gerade mal so ein bisschen dabei ist den Laden hier im Seinen-Bereich ein bisschen in Schwung zu bringen, will ich dann auch nochmal meine Eindrücke schildern.

      PlanetES habe ich schon vor einiger Zeit gelesen. Also kommen von mir jetzt nicht gerade die frischesten Eindrücke, sondern eher das was mir von diesem Manga im Gedächtnis hängen geblieben ist. Und das ist vor allem eine Sache: Die Atmosphäre im All! Diese wird vor allem durch das Artwork unglaublich eindrücklich. Die Weite, Leere und Ruhe des Alls bedrücken den Leser fast ein bisschen. Im Gegensatz dazu steht der bereits von haegr genannte aufbrausende, und fidele Charakter Hachimaki.
      Was mir auch sehr gefallen hat, war die Entwicklung der Menschheit in der Zukunft. Im Gegensatz zu vielen anderen SciFi-Mangas (und Filmen und so) war dies sehr realistisch. Die verschmutzten Erdumlaufbahnen und auch die Technik, sowie die Besiedlung des Mondes wirken einfach so glaubwürdig. Kein Mecha, kein Laserschwert, sondern einfach eine konsequentes Zukunftsidee.

      Die Länge von 5 Bänden, sowie der teilweise wirklich gute Humor machen PlanetES wirklich zu einer Art Einstiegsseinen. Bei mir war es zum Beispiel so :)
      Jedoch muss ich gestehen, dass er mir ab und zu ein wenig langweilig wurde, weil einfach die Schwere des Alls alle Probleme und Spannungen so nichtig macht. Ich werd ihn auf jeden Fall nochmal lesen, so wie Shogun. Vielleicht poste ich dann ja nochmal etwas ausführlicheres dazu.

      Neror schrieb:

      Die Menschen in dieser Zukunft, die in Fachkreisen als am realistischsten eingestuft wird, haben die gleichen Probleme wie ich und jeder andere Mensch auch, in einer Zeit, in der die Technik weiter ist als heute, und diese Tatsache ist so unglaublich beruhigend. Der Mensch bleibt was und wer er ist egal ob in der Zukunft, Gegenwart oder Vergangenheit .

      Das ist vielleicht ein ganz schöner Schlusssatz zu meinem Post
    • Habe gerade Planetes (btw ich konnte nirgends finden dass es PlanetES geschrieben wird) beendet, und bin völlig hin und weg. Ein bisschen leer fühle ich mich allerdings auch, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich eigentlich noch lange hätte weiterlesen können, die Geschichte endet ja doch recht offen. Gelesen habe ich die Geschichte mittels der zwei neuen englischen Omnibus Bände von DarkHorse, welche ich auch nur empfehlen kann. Beide Bände haben einen Umfang von ca. 520 Seiten, mit einem größeren Format und Farbseiten. Generell ein angenehmes Lesegefühl und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt mit 20 Euro pro Band mMn auch völlig. Aber nun zum Manga selbst.

      Planetes lebt vor allem von seinen Charakteren, die wirklich detailliert ausgearbeitet werden und auch eine Entwicklung durchmachen. Natürlich wird nicht jeder Nebencharakter so stark beleuchtet, aber doch schon die meisten. Hachimaki, Yuri, Fee, Tanabe, Hachis Vater und viele mehr bekommen Flashbacks und Schlüsselmomente spendiert. So erlebt man eigentlich eine spektakuläre Geschichte von gigantischem Ausmaß durch kleine Episoden. Denn die eigentliche Thematik des Manga - Weltraumreisen und die Probleme welche die Erkundung des Weltraums für die Menschheit mit sich bringt - ist eigentlich eine hochkomplexe und atemberaubende. Damit man als Leser aber nicht überfordert wird, wird es einem Häppchenweise näher gebracht. Kleinere Geschichten der Charaktere bringen einem die Lage der Menschheit im Jahre 2075 näher und werfen immer wieder philosophische Probleme auf.

      Es werden viele moralische Fragen aufgeworfen und der Manga kann sehr tiefgehend und gedanklich anspruchsvoll sein, wenn man sich darauf einlässt. Es ist keine simple Weltraumgeschichte, Emotionen wie Angst und Hoffnung stehen im Vordergrund. Der Manga gibt eine Aussicht und endet meiner Meinung nach auf einer schönen hoffnungsvollen Note. Die finale Nachricht von Hachimaki ging mir sehr ans Herz und ist wirklich aufmunternd, vor allem wenn man in Betracht zieht was für einen langen Weg dieser Charakter gegangen ist, um zu so einer Sichtweise zu gelangen.
      Andere Charaktere wie Hakimu, Locksmith, Dr. Ramon und viele weitere, zeigen andere Sichtweisen auf. Im Vordergrund steht natürlich die Debatte wie weit man für Wissenschaft gehen kann, darf und soll. Wo sollten Grenzen gezogen werden? Hat die Menschheit überhaupt ein Recht darauf ihre zerstörerische Lebensweise auf den Weltraum auszuweiten? Auch Religion spielt eine Rolle.
      Auch die einzelnen Flashbacks und Nebengeschichten bleiben nie einfach nur oberflächlich. Hinter allem steckt eine tiefere Bedeutung und es werden immer moralische und gesellschaftliche Fragen aufgeworfen.

      Der Manga schafft es aber auch fließend zwischen Drama, Komödie und nachdenklichen Momenten zu wechseln, ohne dass je eins klar in den Vordergrund gerückt wird. So ist der Manga äußerst angenehm zu lesen und lässt sich auf verschiedenen Ebenen genießen.
      Der Zeichenstil ist auch sehr gut, hat einige sehr starke Höhepunkte und vor allem die Farbseiten haben es mir angetan. Man bekommt ein Gefühl für die Tiefe und Weite des Weltraums.
      Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir dieser Manga in sehr kurzer Zeit sehr stark ans Herz gewachsen ist. Ich finde es sogar recht schade, dass nach Kapitel 26 bereits Schluss war. Ich finde es hätte noch lange weitergehen können und es blieb auch noch viel Raum für Handlung. Aber lieber ein schönes offenes Ende auf einer positiven Note, als dass es irgendwann gestreckt wird.

      Ich kann diesen Manga nur jedem empfehlen der auf die Thematik der Weltraumerforschung, des Universums allgemein und der fraglichen Zukunft der Menschheit eine Idee einer Antwort lesen will. Wer auf liebevoll ausgearbeitete Charaktere und einen schönen Zeichenstil steht sollte hier ebenfalls sein Zuhause finden. Rundum gelungen, nichts zu meckern.
      'To protect the Sheep you gotta catch the wolf, and it takes a wolf to catch a wolf.'

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zeonom ()