Fußball

    • Das Thema BVB ist wirklich aktuell ein blödes Thema. Ich meine, bei den Bayern war ja wirklich eine Krise, da man zwei Spiele nacheinander unentschieden (selbstverschuldet) gespielt hat und davor auch ein Spiel gegen Hoffenheim verlor. Sowas sollte den Bayern eben nicht passieren, da diese einen hochwertigeren Kader als alle anderen in Deutschland haben bzw. einen eigentlich guten Trainer hatten.

      Beim BVB muss man aber bedenken, dass nicht nur viele neue Spieler kamen, nein, auch ein neuer Trainer wurde eingestellt. Und man merkt jetzt eindeutig, dass das System noch nicht 100 %-ig aufgeht. Zumindest nicht gegen europäische Top Mannschaften. Muss es aber auch nicht nach ein paar Monaten. Man soll der Mannschaft doch bitte einfach ein wenig Zeit geben. Ich selber sage, dass man eine komplette Saison zusammen gespielt haben muss, bis wirklich alle Zahnräder ineinander greifen.

      Vor allem den Spielern muss man Zeit geben. Und hier muss ich Toprak und Toljan ansprechen, die mehrere schwere Fehler in den letzten Spielen gemacht haben. Beide sind sehr gut und werden noch besser. Aber das dauert eben manchmal. Bei Toprak, der sich noch mehr an das System anpassen muss und bei Toljan, der einfach noch mehr Erfahrung braucht.

      Bei Bürki dagegen empfinde ich die Kritik durchaus berechtigt. Ja, er ist ein guter Torwart. Er ist einer, der teilweise Bälle hält, wo man sich fragt, wie das möglich ist. Aber es gibt immer wieder Situationen, wo so dicke Böcke passieren.. Das darf auf diesem Niveau nicht so oft passieren!
      Man muss eben sehen, dass Bürki hier nun das dritte Jahr ist. An das Spielsystem von Bosz muss er sich nicht so sehr gewöhnen wie seine Mitspieler. Von daher ist es fatal, wenn es so weiter geht.

      Ob ein Kevin Trapp hier besser wäre - keine Ahnung. Ein Versuch wäre es durchaus wert.

      Alles in allem sollte man aber auch eben nicht zu sehr den Medien zuhören. Wobei ich es hier in Deutschland als noch gemäßigter empfinde als in z.B. England oder Spanien.

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    • Die Berichterstattung ist - was Fußball betrifft - ohnehin ein totaler Witz.

      Da startet Dortmund, mit neuem Trainer und damit auch neuem System und Spielwitz, hervorragend in die Saison und wird bereits als heißester Anwärter auf die Meisterschaft gehandelt. Und Bayern lässt zu Beginn direkt 7 Punkte liegen und soll damit bereits knietief in einer Krise stecken.
      Nur einen Spieltag später ist es genau umgekehrt: Dortmund in der Krise, Bayern auf Meisterschaftskurs. Ich meine, wtf?

      Dieses Hin- und Hergespringe von einem Extreme ins andere ist mir schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Beim BVB - so muss man sagen - sind Teile der Fans an diesem vorzeitigen, mMn völlig unbegründeten, Hype um die Meisterschaft auch nicht ganz unschuldig gewesen, was nun zu diesem Umschlag der Gemüter, nach zwei schlechten Spiele, geführt hat. Denn wenn man am siebten Spieltag bereits von der Meisterschaft singt (teils ja sogar noch früher), dann hat man den Schuss ganz einfach nicht gehört. Die Saison hat 34 Spieltage, steckt damit aktuell noch immer im ersten Viertel fest. Wer da - bei einem Vorsprung von 5 bzw. jetzt ja nur noch 2 Punkten - bereits von der Meisterschaft singt, der hat doch nich mehr alle Latten am Zaun.

      Und gerade dieser Hype ist es auch, der Bosz vollkommen unnötig unter Druck setzt. Denn ja, gegen die vermeintlichen kleineren Gegner funktioniert sein System bisher hervorragend, wenngleich auch dort bereits einige Schwachstellen offenbart wurden. Gegen die Top-Teams - bisher durch Tottenham, Real Madrid und Leipzig vertreten gewesen - griffen die Automatismen allerdings noch nicht richtig. Wobei das alleine auch bei zwei dieser drei Spiele nicht mal unbedingt das Entscheidende war. Gegen Leipzig waren es vor allem individuelle Fehler, die letztlich den Unterschied machten, gegen Tottenham wurde uns ein reguläres Tor zum 2:2 aberkannt, während sich Bürki die Kugel gleich zweimal ins kurze Eck einschenken ließ. Dennoch zeigte vor allem auch das Spiel gegen Tottenham, wie konteranfällig wir unter Bosz's System aktuell sind. Die hätten da auch locker 3 oder mehr weitere Buden machen können und wir wären noch gut bedient gewesen.

      So oder so: Aktuell von einer Krise zu sprechen - nach zwei verkorksten Spielen hintereinander (nach dem, was ich gehört habe, könnte man das gegen APOEL auch gut als "Arbeitsverweigerung" umschreiben) - erachte ich, ebenso wie die vorzeitigen Meisterschaftsgesänge und Lobeshymnen der Presse, für deutlich verfrüht. Niemand in Dortmund hätte zu Beginn der Saison damit gerechnet, dass wir die ersten acht Spieltage eigentlich fast durchgehend auf dem ersten Tabellenplatz stehen würden, da wir in Bosz nunmal einen neuen Trainer erhalten haben, dessen Idee von der Mannschaft auch erst mal richtig verinnerlicht werden muss. So gaben auch die Testspiele eher den Eindruck wieder, als könnte man extrem durchwachsen in die Saison starten. Es kam dann allerdings doch ganz anders.
      Und dass es in der Gruppenphase der CL für uns schwer werden würde, war nach der Auslosung ohnehin absehbar. Da tut das Unentschieden gegen APOEL zwar gleich doppelt weh, weil wir uns damit wohl auch vorzeitig aus der CL verabschiedet haben, aber mein Gott, die Welt wird morgen trotzdem nicht untergehen.

      Was uns aktuell fehlt, ist ein klares Ausrufezeichen. Für den BVB - und vor allem auch für Bosz - gilt es in den nächsten Wochen mal den Beweis zu liefern, dass unser hohes Pressing auch gegen die Top-Teams funktioniert.
      Bevor Jupp zurückgekehrt ist, hätte ich das kommende Spiel gegen den FCB für den idealen Gradmesser dahingehend gesehen, wobei ich nun die Befürchtung habe, dass wir gegen seinen FCB keinen Stich setzen werden können. Zumindest dann nicht, wenn die Jungs nicht mal wieder zeigen wie sie's überhaupt geschafft haben sich fast acht Spieltage - durchgängig - auf den ersten Tabellenplatz festzusetzen.
      Dennoch: Es wäre genau das Statement, das Bosz aktuell womöglich am meisten braucht.

      Ach ja, und noch ein kurzes Wort zu Bürki: Von seinen grundsätzlichen Fähigkeiten als Torhüter bin ich komplett überzeugt. Was bei ihm allerdings auffällt sind seine individuellen Fehler, die bei einem Torwart, der in einem der besten Teams Europas spielt, einfach nicht in dieser Häufigkeit vorkommen dürfen. Das hat mich schon in seiner ersten Saison in schwarzgelb massiv gestört, wobei er da eben noch neu war und sich an das Niveau erst mal gewöhnen musste. Da fiel es mir deutlich leichter ihm diverse Patzer zu verzeihen, als im Jahr 2017, wo er bereits in seine dritte Saison beim BVB gegangen ist. Zumal er vergangene Saison eben ein deutlich sicherer Rückhalt war, als noch in seiner ersten Spielzeit in schwarzgelb.
      Der Junge braucht einfach Konstanz. Vor allem in den Top-Spielen, wo er eben auch häufiger gefordert wird, als gegen vermeintlich kleine Gegner, die von der Offensivmacht des BVB's bisher recht eindrucksvoll überrollt wurden. Wenn er die nicht liefern kann, würde es mich keineswegs wundern, wenn Watzke und Zorc sich anderweitig nach einem Ersatz für ihn umschauen würden.
    • Wow, ich bin einfach nur begeistert! Wer hätte gedacht, dass mein Hannover heute 4:2 gegen den BVB gewinnt? Das lässt die Punkte, die man in den letzten Spielen in der Schlussphase verspielt hat, ganz schnell vergessen. Man kann natürlich sagen, Hannover hatte Glück, dass der Schiri den Elfmeter gegeben hat. Aber das ist natürlich wieder eine subjektive Meinung. Ich habe mich über den Elfmeter gefreut, hätte mich aber auch nicht beschwert, wenn er ihn nicht gegeben hätte. Ich denke auch als BVB-Fan sollte man die die gute Leistung der Roten anerkennen können. Die Konter waren einfach abgewichst zu Ende gespielt, der Freistoß von Klaus war einfach Zucker und der Fallrückzieher von Harnik kurz vor Schluss wär noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen. Was Breitenreiter für eine unglaubliche Arbeit in Hannover leistet, sollten jetzt auch die Letzten mitbekommen haben. Ich denke, so wird man den Klassenerhalt schaffen können, und das ist auch das oberste Ziel. Alles andere am Ende der Saison ist ein kleiner Bonus.

      Schwarz-weiß-grün ein Leben lang
    • Ich hab das Spiel zwar nicht im Fernsehen verfolgen können, aber nach dem, was ich so per Live-Ticker mitgenommen habe, haben sich hier mal wieder zwei Dinge herauskristallisiert, die eigentlich schon länger kein Geheimnis mehr sind: Hannover spielt bisher eine bärenstarke Saison und der BVB verhaut sich die Spiele auch weiterhin mit einem drittklassigen Zweikampfverhalten einfach selber.

      Die Defensive ist bei uns ja schon seit Jahren - seit Mats Hummels zu den Bayern gewechselt ist - eine akute Baustelle, die uns immer wieder vor Probleme stellt. Unter Bosz fällt das aktuell besonders auf, da sein System einfach extrem offensiv ausgelegt ist. Er selbst sagt es ja auch immer wieder: Das Verteidigen fängt bei seinem Pressing bereits beim Stürmer an. Innerhalb von 4 Sekunden muss der Ball zurückerobert werden, sonst muss man sich zurückzuziehen. Das funktioniert bisher aber eigentlich nur in der Theorie. Unser Abwehrverhalten ist bestenfalls mangelhaft, hat sich unter Bosz auch nur noch weiter verschlechtert. Und die anderen Teams in der Bundesliga wissen mittlerweile - nach dem famosen Start in die Saison - wie sie mit seinem Pressing umzugehen haben. Spiel einen langen Ball und schon lässt sich unsere Abwehr problemlos überrennen. Konter gegen uns waren noch nie so leicht, wie unter Bosz.

      Zwei Dinge kotzen mich daran momentan besonders an: Die Sturheit von Bosz und die Gemütslage der "Fans". Gerade Letzteres ist mir unbegreiflich. Da wird jetzt schon im Netz mit Begriffen wie #boszout um sich geworfen, wo ich mich frage, was zum Teufel das bitte soll? Vor einem Monat galt er noch als Heilsbringer, die "Fans" sangen bereits von der Meisterschaft und Ähnliches. Dass man hier viel zu früh mit derartigen Gesängen losgelegt hat, war mir klar und hab ich auch schon mehrfach hier betont gehabt.
      Und eigentlich kenn ich die Anhängerschaft des BVB's auch eher so, dass sie - vor allem zu Beginn - einem neuen Trainer das Vertrauen schenken, das dieser einfach braucht. Bei einem neuen Trainer und einem neuen System sind Probleme vorprogrammiert und trotzdem wird hier verbal munter von einem Extrem ins andere gewechselt. Die Enttäuschung dürfte nun bei vielen überwiegen, weil nach den hervorragenden, ersten Wochen nun die Schwächen, die sich auch da schon bemerkbar gemacht hatten, von den Gegnern auch effizient ausgenutzt werden. Doch solche Gefühlsschwankungen, was Trainerstab angeht, hab ich beim BVB bisher noch nicht erlebt. Nachvollziehen kann ich sie auch nicht, weil mit Problemen zu rechnen war. Jetzt liegt's einfach an Bosz daran zu arbeiten.

      Aber ob er das auch tun wird? Denn seine Sturheit steht ihm hier - gefühlt - doch deutlich im Weg. Was will man dazu noch großartig sagen? Egal wie die Ergebnisse auch immer ausfallen, er beharrt auf seinem System, sieht keinerlei Schuld bei seinem Spielstil und sucht die Schuld dagegen vermehrt bei der Umsetzung seiner Spieler. Dabei liegt die Wahrheit aber wohl irgendwo in der Mitte: In dem einfach auszukonternden Spielstil des Holländers und unseren allgemeinen, defensiven Defiziten seit zwei - drei Jahren.
      Es ist zwar schön, dass Bosz an seinem System festhält, mit dem er den Fans auch - wenn's denn gut funktioniert und alle Zahnräder ineinander greifen - emotionalen und offensiven Powerfußball bescheren kann, allerdings sollte heutzutage jeder gute Trainer auch einen Plan B in der Hinterhand haben. Tuchel bspw. hat das eigentlich optimal gemacht, in dem er das Fundament, das von Kloppo geschaffen worden ist, den schnellen Konterfußball, einfach beibehalten und um die Komponenten des kontrollierten Ballbesitzspiels erweitert hat. Primär spielten wir auf Ballbesitz, funktionierte das nicht, schaltete man halt aufs Konterspiel von Kloppo um. Das funktionierte - fast durchgehend - hervorragend. Und auch Bosz braucht einen Plan B, mit dem er spielen lässt, wenn sich der Gegner auf sein Pressing eingestellt hat und die Lücken, die dieses mit sich bringt, anfängt eiskalt auszunutzen.

      Ich vermisse derzeit ein wenig den kontrollierten BVB aus den Vorjahren, der nicht einfach nur auf Angriff getrimmt war, sondern vor allem auch strategisch zu Werke ging. Eine Kombination aus beidem - dem Pressing und der Kontrolle - wäre womöglich genau das, was wir brauchen. Funktioniert die eine Strategie nicht, geht man über zur Anderen. Unsere Spieler sind eigentlich gut genug (vor allem für die Breite der hochveranlagten Spieler dürfte uns jeder andere Bundesligist beneiden), und viele davon auch schon lange genug dabei, um mehr als nur einen Spielstil ausüben zu können. Das, was Tuchel die Jahre vorher betrieben hat, werden die meisten garantiert noch nicht vergessen haben.

      Alles in allem bleibt es ein Jahr des Umbruchs für den BVB. Schade nur, dass das manch ein "Fan" vergessen zu haben scheint. Und Bosz scheinbar nicht mit sich reden lässt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von OneBrunou ()

    • BVB zu wenig ein TEAM

      Kann man wohl so Unterschreiben. Hannover ist voll in der Aufstiegs-Euphorie, Spieler wie Martin Harnik, welche beim VFB lange als Chancentod galten etc., oder ein Klaus der in Freiburg nur noch auf der Bank saß, sind unter Breitenreiter etc. wirklich gestandene 1. Buli Spieler geworden und sie sind einfach eine gute Mannschaft.

      Genau das ist für mich das Problem beim BVB. Sie sind keine Mannschaft. Wie soll ein System funktionieren, wenn die einzelnen Teile nicht gut genug zusammen arbeiten? Wie soll man gut verteidigen können, wenn es immer wieder Spieler gibt, die Leistungsschwankungen haben etc.

      Die Gegentore durch Konter, waren für Hannover eigentlich recht einfach zu erzielen, also der BVB hat es ihnen wirklich einfach gemacht. Wenn ich schon so Offensiv spiele, sollte ich es aber drigend schaffen, sollte der Gegner einen Konter fahren, diesen Schnellstmöglich zu unterbinden. Im Spiel heute konnte Hannover fast jedesmal voll ins Tempo kommen und dann war beim BVB Defensiv wirklich garnichts mehr los. Selbst ein Sokratis hat heute wirklich fast schon Versagt.

      Bosz selber, hat jetzt noch recht früh in der Saison schon mit größeren Problemen zu kämpfen. Golden Angefangen, danach kam der sehr Tiefe Fall, vor Wochen waren sie noch mit 5 Punkten erster. Für mich kommen sie da gerade nicht raus, weil sie hauptsächlich heute auch zu wenig als Team aufgetreten sind.

      Bosz's System, kann nicht der Knackpunkt sein. Das 4-3-3 ist nichts anderes wie das 4-1-4-1, also nur ein wenig Offensiver, was die ersten Spiele ja auch perfekt gepasst hat. Für mich sind derzeit klar die Spieler das Problem. Auba wirkt derzeit nicht gerade Glücklich, seine Unwiderstehlichen Antritte von früher, vermisse ich schon des öfteren. Auch seine Vergebene Chance in der CL in der 93 Minute, hat mir eigentlich nur gezeigt dass er mit der Einstellung nicht bei 100% zu sein scheint. Phillip macht es teilweise gut, aber er versucht auch zu wenig das Spiel des BVB in der Offensive öfter anzutreiben. Pulisic und Yarmolenko spielen mal gut mal schlecht. Hinzu kommen Kagawa und Sahin, die brutal oft schlecht spielen und dann mal wieder paar gute Spiele haben. Gerade Sahin hat aber längst nicht mehr das Niveau.

      Warum Bosz Stur sein soll verstehe ich nicht. Ein Trainer ist nun mal der Boss fertig aus. Er hat einen Plan wie sein Team spielt etc. Keiner weiß es besser wie der Trainer. Wenn das so ist, dann ist er jetzt schon der falsche für den BVB. Aber sich reinreden lassen? Was n Schwachsinn. Wenn die Spieler nicht so spielen wie er sich das Vorstellt, ist jedes System fürn Arsch. Also liegt es derzeit definitiv weniger am Trainer, sondern viel viel mehr an den Spielern selber. Es fehlt Einstellung und Teamspirit. Da hilft eine Systemumstellung kein bischen.

      Klar könnte der Gute Anfangen ein bischen defensiver zu stehen, aber der Plan war mit Sicherheit nach 2 dummen Niederlagen, Hannover aus dem Stadion zu schießen. Dieser Plan hat nicht funktioniert, hat für mich aber in erster Stelle weniger mit der Aufstellung / Ausrichtung zu tun, sondern mehr mit Entscheidungen zwischen Trainer und Mannschaft im einzelnen zu tun. Da ist jetzt ein guter Psychologe gefragt, aber dass er ein anderes System spielen soll, ist indem Fall genau das falsche. Die Ausrichtung passt, nur die Interpretation der eigenen Spieler mit Trainer zusammen ist zurzeit ein wenig Ominös

      Greetings
    • Viel mehr BVB zu Chaotisch. Die Abwehr steht zu hoch, das Pressing hmmm das Pressing ist das a und o beim BVB. Klappt es nicht, werden sie überrumpelt. So ein Pressing kannst du gegen top Teams nicht spielen. Die Mechanismen fehlen. Bosz gefiel mir schon vor seiner Einstellung nicht. Da hätte man sich viel eher um Favre oder Nagelsmann bemühen müssen. Wollen wir mal hoffen das bis zur WP die Reißleine gezogen wird.
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      Matthias Sammer hat heute nach dem Spiel in zwei Sätzen auf den Punkt gebracht, was bei Dortmund zur Zeit schief läuft. Andreas Wolf hat in der Halbzeit seine Spieler leicht verschoben und Bosz hätte darauf reagieren müssen. Das hat er nicht getan und damit die Niederlage in der zweiten Halbzeit quasi besiegelt. Zumal das auch wieder mit Ansage kam (Grüße gehen raus an die Tipprunde :D ), weil zu allem Überfluss auch noch sämtliche Umstände gegen Dortmund gesprochen haben: Selbst im Formtief, nach der Länderspielpause auswärts gegen heimstarke Stuttgarter, da kann man mal verlieren. Das Wie ist halt wie so oft entscheidend. Wenn das eigene System, zumal der BvB auch noch ein extrem fehleranfälliges spielen lässt, noch nicht zu 100% sitzt und man dem Gegner individuell nicht qualitativ gnadenlos überlegen ist, kann man es sich einfach nicht leisten, die taktische Deutungshoheit dem Gegner so leichtfertig zu überlassen. Sich während dem Spiel dem Gegenüber zumindest ein Stück weit anpassen zu können, gehört mittlerweile einfach zum kleinen Trainereinmaleins und es ist ein Armutszeugnis für einen Verein wie den BvB, das nach so einer langen Serie an negativen Ergebnissen immer noch nicht auf die Kette zu bekommen. Dortmund spielt im großen und ganzen genau so wie Bayern zu dunkelsten van Gaal Zeiten, nur individuell weniger überlegen und es fehlt ihnen ein Robben der die Spiele dann zur Not halt solo entscheidet. Wobei es eigentlich auch ne Leistung ist, mit solchen Kadern so einen biederen Fußball spielen zu lassen. ^^ Solange sich daran nichts ändert, werden sie zwar weiter das ein oder andere Spiel gewinnen, dazu ist die Liga hinter der Spitzengruppe einfach zu schlecht, langsam aber sicher werden sie immer mehr Punkte liegen lassen und wenns ganz blöd läuft gehts dann auch schnell eher Richtung EL als CL. Leipzig ist jetzt schon wieder vorbei gezogen, Schalke und Hoffenheim können es diesen Spieltag auch noch schaffen, was alles andere als unwahrscheinlich ist. Ich stell mal ne gewagte These in den Raum, sollte das Derby nächste Woche zu gunsten der Blauen ausfallen, ist Bosz spätestens im Winter weg.
      Stefan Bellof - Legend
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      An seinem System festzuhalten und an das zu glauben was man tut ist ja ne tolle Sache! Aber wenn es mehrere male in Folge nicht klappt, wird irgendwann aus klugem und ruhigem Verhalten nichts anderes als Dummheit...
      Ich hab gestern echt nicht damit gerechnet das Dortmund auch in Stuttgart scheitert. Bosz mag ja ein guter Kerl sein und hat in Amsterdam gezeigt, das er auch ein gutes Team auf dem Platz bekommt. Aber unabhängig davon wie toll seine Spielidee ist. Irgendwann glauben auch die Spieler nicht mehr dran. Und spätestens dann muss einfach die Reißleine gezogen werden. Eine ähnliche Situation hatten ja auch wir zum Ende hin mit Ancelotti. Das Team hat nicht mehr dran geglaubt! Und wie soll man alles für etwas geben, an das man nicht glaubt?
      Was ich damit sagen möchte: Ich sehe einfach nichts im Dortmunder Spiel, was mich daran glauben lässt das sich die Situation in naher Zukunft ändert. Nicht mit dem gleichen Trainer zumindest!
      Ich hatte damit gerechnet das die Länderspielpause was bringt, hat sie aber nicht.
      Das ist schade und ich möchte auch eigentlich niemand sein der ruft: Trainer raus! Hab ich auch bei Ancelotti nicht gemacht. Aber mit dem Abstand den ich zu anderen Vereinen als dem FCB habe, habe ich vielleicht auch einen anderen Blick auf die Geschehnisse als vor ein paar Wochen bei uns...
      Wie Salamander schon gesagt hat: Schalke, Hannover, einer aus Hoffenheim vs. Frankfurt und auch Gladbach. Alle können heute am BVB vorbei ziehen! Da kann man heute nichts mehr dran ändern. Aber das kann nicht das sein was man sich in Dortmund vorstellt.
      Einen Kandidaten zu finden wird nicht einfach sein... und ich würde eine Trainerentlassung auch nicht als Aktion "gegen" Bosz oder seine Idee des Fussballs sehen. Es muss einfach langsam um den BVB als Verein gehen. Und da muss was passieren.
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      Ich denke das größte Problem bei Bosz's System ist einfach, dass es wirklich komplett auf "Alles oder nichts" ausgerichtet ist. Sobald individuelle Fehler passieren, kriegt man da ganz schnell einen auf den Deckel. Hat man gestern ja auch wieder gesehen. Jeder Spieler müsste im Grunde absolut fehlerlos seine Leistung erbringen, damit das System wirklich 100% funktioniert und wir auch wieder den schönen Offensivfußball spielen, den man zu Beginn der Saison gesehen hat (wenngleich auch da schon individuelle Fehler vorgekommen sind, die sich ja eh nie ganz verhindern lassen). Deswegen kann der Trainer die Schuld auch immer leicht den Spielern zuschreiben, wenn wir mal wieder ein Spiel verloren haben. Das kann man in Spielen wie bspw. dem gegen Hannover hin und wieder vielleicht mal machen, wo die Leistung wirklich ein totaler Flop war, aber so oft, wie der Kader auch schon öffentlich an den Pranger gestellt wurde, kann ich mir schon vorstellen, dass das die einzelnen Spieler irgendwo womöglich auch angefangen hat zu belasten und zu verunsichern. Und in so einem Fall kein ein solches System ohnehin nicht mehr funktionieren, weil man - wenn man psychisch derartig belastet ist - einfach nicht mehr voll fokussiert sein kann.

      Ist jetzt nur ne Gedankenspielerei von mir, allerdings sieht es für mich derzeit so aus, als würde der BVB allzu bald nicht aus der Abwärtsspirale herauskommen. Alles andere, als eine erneute Klatsche gegen Tottenham kann ich mir gegenwärtig nicht vorstellen und auch dem FC Schalke traue ich mittlerweile zu uns kommendes Spiel aus dem Stadion zu schießen. Und wenn Bosz mit dem BVB nun auch im Revierderby versagt und dort keine Trendwende einsetzt ... Öffentlich stärken Watzke und Zorc ihm zwar noch immer den Rücken, wohl auch weil man nicht wieder derartige Unruhen haben will, wie bspw. zum Ende der letzten Saison hin, aber ich kann mir schon vorstellen, dass sie sich spätestens dann intensive Gedanken darüber machen werden, ob sie Bosz nicht lieber rechtzeitig absägen oder es weiter riskieren sollen. Denn zur Winterpause irgendwo im Mittelfeld der Tabelle herumzulungern - mit Tendenz nach unten - kann und darf nicht unser Anspruch sein.

      Grundsätzlich sehe ich das Problem zwar auf beiden Seiten - sowohl beim Trainer und dessen Sturheit, als auch den individuellen Leistungen der Spieler - allerdings ist in solchen Fällen halt vor allem der Trainer im Blickpunkt des Ganzen, weil man den leichter ersetzen kann, als das halbe Team.
      Ich persönlich kann nur sagen, dass ich es sehr schade finden würde, wenn Bosz in Dortmund letztlich bereits zum Winter hin scheitern würde, da ich den Fußball, den wir anfangs gezeigt haben, einfach super fand. Da hat man wirklich richtig viel Spaß beim Zuschauen gehabt, weil sein System halt auch - auch wenn die Gegner jetzt keine allzu große Herausforderung waren - bereits gut funktionierte und wir einfach attraktiven Offensivfußball gezeigt haben. Davon ist inzwischen aber so gut wie nichts mehr zu sehen.

      Es muss sich jetzt auf jeden Fall zeitig etwas ändern. Nicht nur die Ergebnisse müssen wieder besser werden, auch die individuellen Fehler müssen langsam mal wieder auf ein Minimum reduziert werden. Da müssen sich beide Seiten - sowohl Trainer, als auch Mannschaft - allmählich mal an die eigene Nase fassen und sich hinterfragen.