Star Wars

    • @D'Grafunder Es gibt auch einen "Starkiller" und die Lucas Storygroup (nicht Disney!) hat ihn noch nicht eingebaut, obwohl ja alle davon ausgegangen sind, dass es mit Ezra Brigder stattfindet. Okay, kann natürlich alles noch passieren oder halt eben noch nicht. Ich habe hier meine ganz eigene Theorie, wobei ich hier nicht alleine stehe, aber vielleicht auch nur eine Momentaufnahme ist.

      Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass zwar die Möglichkeit besteht die Charaktere aus Legends zu übernehmen, aber auf der anderen Seite möchte man auch neue Charaktere entwickeln und nicht immer nur den alten Brei aufwärmen. Bekanntestes Beispiel ist Ashoka Tano und wer die Comics kennt und auch ein etwas aktuelleres Beispiel ist Doctor Aphra.
    • Disney hat eine neue Star Wars Trilogie angekündigt, die von Rian Johnson, dem Regisseur von Episode VIII geleitet werden soll. Die Trilogie soll "neue Charaktere aus unerkundeten Ecken der Galaxis einführen". In der Meldung preisen sie ausserdem Rian Johnson und wie angenehm es sei, mit ihm zusammenzuarbeiten.

      starwars.com/news/rian-johnson…all-new-star-wars-trilogy

      Kathleen Kennedy und ihre Leute müssen Episode VIII und Rian Johnson wirklich mögen. Noch ist unklar, wie das Publikum auf seinen Film reagieren wird und trotzdem geben sie ihm die Führung über eine ganze neue Trilogie und kündigen das auch noch an, bevor sein Film draussen ist. Strategisch gesehen hat man den Druck auf Rian Johnson jetzt maximiert. Wenn der Film nicht liefert, wird ihn dieser "Fehlschlag" vermutlich für sein Leben begleiten (wie es vielen anderen Künstlern ging, wenn sie zu früh in den Himmel gelobt wurden).

      Grundsätzlich klingt es spannend, aber ich bin sehr irritiert ab dem Zeitpunkt, wo diese Meldung rauskommt. Ich bin immer noch ein wenig in dem Modus, dass ich das ganze für einen Witz halte.
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Mathemagica schrieb:

      Grundsätzlich klingt es spannend, aber ich bin sehr irritiert ab dem Zeitpunkt, wo diese Meldung rauskommt. Ich bin immer noch ein wenig in dem Modus, dass ich das ganze für einen Witz halte.
      Wie du selber schon sagst, das erhöht den „Druck“.



      Ich glaube Disney möchte hier einfach noch einmal die Werbetrommel für Episode 8 anschlagen. So nach dem Motto:“ Guckt mal! Der Typ, der den neuen Film gemacht hat der in einem Monat rauskommt, ja genau der, den finden wir hier bei Disney alle SO GUT, das wir dem direkt die Verantwortung für die nächste Trilogie geben! Na? Da muss Episode 8 doch echt mega sein und ihr wollt ihn doch bestimmt möglichst schnell sehen, was? Immerhin finden wir selber den ja gut! Naaaaaaa????“.



      Die realisieren hierbei wohl einfach nicht, dass deren internen und persönlichen Meinungen dem Publikum scheißegal sind. Düdüm.

      Ich finde den Zeitpunkt auch sehr fragwürdig. Das hätte ich mir wohl für den Januar aufgehoben. Aber gut.



      Das jetzt noch eine weitere Trilogie kommt, ist nun wirklich nicht überraschend. Immerhin hat Disney schon sehr früh gesagt, dass sie neue Star Wars Filme machen solange die Leute sie auch sehen wollen.

      Wenn es eine Spin-Off Trilogie wird, kann ich damit wohl auch leben. Wenn sie so kurz nach der dann erschienenen Episode 9 schon Episode 10-12 ankündigen würde, wäre das für meinen Geschmack zu hastig.



      Es wäre ja auch möglich, das man hier weit in die Zukunft oder weit in die Vergangenheit geht. Vielleicht die alte Republik? Die „Mandalorianischen Kriege“? Darth Revan? Exar Kun?!

      Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten.



      Viel interessanter finde ich aber etwas, was du jetzt noch gar nicht erwähnt hast. Zusätzlich zu der neuen-neuen Trilogie, soll auch eine Star Wars Real-Serie produziert werden. Diese soll dann auf Disneys neuem Streaming Service veröffentlicht werden. Dieses „Disneyflix“ ist ja schon lange in Planung. Eine exklusive Star Wars Serie könnte der nötige Anreiz für viele Abos sein. Schon lange war eine Star Wars Serie geplant, sogar von Lucas selbst, aber früher waren die Kosten für so eine Serie einfach immer zu hoch. Seit Game Of Thrones schauen allerlei Investoren aber wohl anders auf Serien und sind deutlich spendabler. Die aktuelle „Star Wars Rebels“-Serie sollte damals eigentlich die Real-Serie werden, die Lucas sich vorgestellt hatte. Und die Serie ist, wie ich finde, auch recht gut nur wird sie von vielen Leuten nicht geschaut, weil sie aufgrund ihres Stils als „dummer Cartoon“ oder „Kinderkacke“ abgetan wird. Das wird Disney dann jetzt wohl langsam auch mal gelernt haben.



      Bleibt abzuwarten ob sich die neue Real-Serie dann auch an der ganz neuen Trilogie orientiert oder ob sie sich doch wieder im Skywalker-Zyklus einordnet. Ich bin im Moment zwar gespannt, habe auch aber auch Bedenken, dass das in Zukunft dann vielleicht doch „zu viel des Guten“ werden könnte.



      Aber einfach mal abwarten.


      BDO
    • Der aktuelle Termin für die Veröffentlichung ist natürlich Promo für TLJ. Der Film ist fertig, demzufolge lastet da auch überhaupt kein Druck auf Johnson. Ich finde es vor allem gut, dass sie sich von der Skywalker-Saga lossagen und die neue Trilogie etwas neues werden wird.

      Gerade das alte EU bietet ja wirklich viel interessanten Stoff, den man neu interpretieren kann oder an dem man sich orientieren kann. Bacon hat ja schon einige Beispiele genannt. Spannend wäre natürlich auch eine Saga um Darth Bane und die Neuausrichtung des Sith-Ordens. Oder generell die Anfänge der Sith durch die Abspaltung der dunklen Jedi (wird ja auch etwas bei Episode II erwähnt). Generell kann man durch diese enorme Zeitspanne tolle Geschichten erzählen und auch immer wieder Querverweise einbauen. Da gab es durchaus tolle Erzählungen im alten EU. Gerade durch die Holocrons konnten alte Sithgeister eingebaut werden.
      Auch wenn ich da eher einer Minderheit angehöre, so fand ich auch die Geschichte um die Yuuzhan Vong sehr interessant. Vor allem, da es auch da einen Verweis zur Zeit von Revan (Die Ebon Hawk hatte Kontakt zu einem Kundschafterschiff) gab und auch noch zu einer Zeit, die zwischen EP I und II lag (der lebende Planet, Zonama Sekot).

      Ich hoffe, dass sie wirklich etwas in dieser Richtung machen werden und nicht in der schon bekannten Zeitlinie etwas verfilmen. Bei Star Wars ist es bei fast egal, weil da bei mir das Gehirn aussetzt und ich mir dann doch alles anschauen werde, auch wenn es sich am Ende dann doch nur um Thrawn, Obi-Wan (nicht falsch verstehen, ich liebe Kenobi und würde gerne einen Spin-Off mit McGregor sehen), Boba Fett oder Palpatine dreht.

      Meiner Meinung nach kann es am Ende nicht zu viel Star Wars geben. Am Ende kann ja jede Person für sich selbst entscheiden, was man sich anschaut. Wichtig wird es am Ende eben nur sein, dass man sich genügend Zeit für die Geschichten nimmt. Das ist dann eher meine Befürchtung, dass aufgrund von straffen Zeitplänen die Erzählweise leidet und am Ende dann nur mittlerer Inhalt generiert wird (Quasi viel im Bereich von 5/10- max. 7/10 +1 eben als Star Wars Bonus).

      Ab jetzt heißt es: Erst mal TLJ sehen (nur noch 33 Tage) und dann mal schauen, wann es neue Nachrichten zu der neuen Trilogie geben wird.
    • Tja Disney will die Star Wars Sau melken bis zum letzten Tropfen!

      Jetzt sollen also noch Episode 10-12 in den nächsten Jahren folgen ... ich finde man riskiert dieses Meisterwerk von G. Lucas zu zerstören indem man nun plant neue Welten - Kreaturen - historische Ereignisse mit einzubauen.

      Ich bin zwar kein Hardcore SW Fan aber ich finde nach der Original Saga 1-6 hätte Schluss sein können.
      Klar war Episode 7 - Das Erwachen der Macht ein guter Neustart einer neuen Trilogie aber gleich zu versuchen eine komplett neue Saga zu erschaffen? Ohne G. Lucas? Ich bin skeptisch.

      Gut die ganzen Star Wars Comics - Animationsserien etc. bieten vielleicht genügend "Vorlage-Stoff" für zukünftige Werke aber man muss auch mal wissen wann Schluss ist!

      Fand schon Rouge One eher mäßig - fast schon zu langweilig - und mit dem 2018 folgenden Han Solo Film wagt man wieder etwas großes. Zumal Harrison Ford als Han Solo absoluten Kultstatus genießt und sein verjüngtes Nachfolger-Ich schone extrem gut überzeugen müsste.

      Disney muss aufpassen, nicht das gesamte Star Wars Universum in den Sand zu fahren nur weil man $$$$$$ sieht anstatt dieses Meisterwerk von G.L. würdevoll fortzusetzen ohne "Skandale".

      "Das Böse schläft niemals für immer ..."
      "Es liegt an den Guten, dass Böse in den ewigen Schlaf zu bringen ehe das Böse das Gute tötet"
    • Mir persönlich gefällt das richtig gut. Bin absoluter Star Wars Fan und hoffe das der gute Herr Johnson mit Episode 8 zeigen kann, dass er auch dieses Universum verstanden hat und dann wird meine Vorfreude auf die neue Trilogie nicht zu bremsen sein. Wie meine Vorredner bereits erwähnten, gibt es so viele sehenswerte Geschichten im alten EU, dass ich mich freuen würde, wenn Johnson es schafft diese entsprechend auf der Leinwand abzubilden. Ja von gut gemachten Star war kann ich nicht genug bekommen. Hoffen wir auf Ableger, wie The Old Republic, Kotor, Bane oder eine abgewandelte Version der Vungzahn Vong Kriege vielleicht auf Geschichten zwischen den Episoden, obwohl da die Serie wahrscheinlich besser wäre. Da fallen mir ganz schnell Sachen wie das Labyrinth des Bösen ein von Luceno oder eine Geschichte über die Überlebenden der Order 66 ähnlich dem Spiel The Force Unleashed. Bitte Johnson zeig mit Episode 8 was du kannst und erfülle mir dann meinen Traum eines filmisch umgesetzten EUs :-D
    • Ja, das Timing ist wohl einfach ein hype-Erzeuger. Das kommt mir wie ein sehr hoher Poker vor. Wenn der Film scheitert, wird Rian Johnson die ganze Trilogie mit dem Gegenwind machen müssen, den George Lucas bei den Prequels ziemlich bald hatte. Das ist nicht angenehm. Deshalb bin ich etwas überrascht, dass Rian Johnson sich bereits jetzt auf diesen Deal eingelassen hat.


      Weil hier einige die alte Republik angesprochen haben, will ich da auch meinen Senf dazu geben. Ich habe Knights of the old Republic und KOTOR 2 als Kind wieder und wieder durchgespielt. Das Gameplay beider Spiele und die Themen (und einige Charaktere) des zweiten Spiels üben bis heute einen Reiz auf mich aus. Allerdings fand ich die Story - ganz besonders des ersten Spiels - nicht so toll. Letztendlich leidet die Story des Spiels unter demselben Problem wie TFA, zu viel Kopie von der ersten Trilogie. Später habe ich auch (viel zu lange) das Nachfolger-MMO gespielt, von dem hoffentlich nur ganz wenig jemals in irgendeiner Form Kanon wird (*hustSchreckensmeisterhustZiffer9hust*).
      Aus diesen Gründen wünsche ich mir ehrlich gesagt keine Verfilmung dieser Spiele, sondern einen kompletten Reset der Ära. Die Ära hat unglaublich viel Potential und man könnte unglaublich spannende Sachen machen, wenn man sich die Freiheit nimmt, nur die Elemente zu übernehmen, die man für wirklich gelungen erachtet (wie Rebels z.B. Thrawn zu Kanon gemacht hat). Wenn ich schon eine solche Wunschliste aufstelle, dann gehe ich gleich ganz weit. Ich möchte das ganze nicht in Film-, sondern in Videospielform. Das Medium gefällt mir viel besser, bietet sich für Star Wars sehr gut an und hat bei der Ära eine gewisse Tradition. Leider sieht das im Moment sehr unwahrscheinlich aus (wie einige kürzlich hier auf dem Board schon besprochen haben).
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
    • Chaos Maniac schrieb:

      Tja Disney will die Star Wars Sau melken bis zum letzten Tropfen!

      Jetzt sollen also noch Episode 10-12 in den nächsten Jahren folgen ... ich finde man riskiert dieses Meisterwerk von G. Lucas zu zerstören indem man nun plant neue Welten - Kreaturen - historische Ereignisse mit einzubauen.

      Ich bin zwar kein Hardcore SW Fan aber ich finde nach der Original Saga 1-6 hätte Schluss sein können.
      Klar war Episode 7 - Das Erwachen der Macht ein guter Neustart einer neuen Trilogie aber gleich zu versuchen eine komplett neue Saga zu erschaffen? Ohne G. Lucas? Ich bin skeptisch.

      Also zunächst mal war nur von einer "neuen Trilogie" die Rede, nicht von Episode 10-12 ;)
      Weiterhin wurde dieses "Meisterwerk von G. Lucas" zu großen Teilen bereits von G. Lucas selbst "zerstört" (die ganzen Überarbeitungen der Ursprungs-Trilogie) und an den Filmen, die als am besten gelten (Episode 5) und in denen tatsächlich mal erklärt wird, wie die Macht funktioniert, was ein Jedi ist und welche Philosophie dahinter steckt... an diesem Film hat er selbst am wenigsten Anteil (wenn ich mich recht erinnere heißen die Personen, die damit am meisten zu tun haben Ian Kirschner und Lawrence Kasdan). Lucas selbst bezeichnet Episode 5 als den schlechtesten der Trilogie.

      Und weil er selbst diese Jedi-Philosophie bis heute nicht verstanden hat, sind die Prequels auch so wie sie sind. Midichloreaner, die Jedi selbst verhalten sich keineswegs wie "Hüter von Frieden und Gerechtigkeit" und die Handlung der Prequels widerspricht in vielen Teilen den Informationen, die wir in 4-6 über die Vergangenheit erfahren hatten.

      Das, was Disney gemacht hat war, einen Film von Fans der Originaltrilogie für eben jene Fans zu drehen. Und wenn man sich Episode 7 und Rogue One ansieht, dann muss man zugeben, dass da eine ganze Menge Herz und Detailtreue in diesen Filmen steckt und es den Leuten dahinter nicht NUR ums Geld mit dem Namen Star Wars geht.

      Daher bin ich was das angeht bisher ziemlich zuversichtlich, dass da weiterhin gute Filme bei rauskommen werden. Von mir aus kann Disney auch Episode 1-3 aus dem Canon streichen und eben jene Filme neu drehen. Diesmal aber so, dass man die Informationen aus 4-6 nimmt und auf dieser Basis dann eine widerspruchsfreie Vorgeschichte kreiert (mit einem Anakin Skywalker, der ein so guter Mensch ist, wie er auch beschrieben wurde und nicht von vornherein ein Arschloch ^^). Das wäre meiner Meinung nach extrem mutig und sinnvoll.
      Forscher vergleichen erstmals erfolgreich Äpfel mit Birnen:

      der-postillon.com/2017/05/aepfel-birnen.html

      (um mal einen weiteren zu oft genutzten Satz zu entlarven ;) )
    • Trafalgar D. Water Law schrieb:

      Und weil er selbst diese Jedi-Philosophie bis heute nicht verstanden hat, sind die Prequels auch so wie sie sind. Midichloreaner, die Jedi selbst verhalten sich keineswegs wie "Hüter von Frieden und Gerechtigkeit" und die Handlung der Prequels widerspricht in vielen Teilen den Informationen, die wir in 4-6 über die Vergangenheit erfahren hatten.
      Jain. Du hast insofern recht, das man George Lucas definitiv nicht übermäßig romantisieren sollte, sondern ihn vielmehr als den Stoffel sehen sollte, der er tatsächlich ist.
      Ich möchte jetzt aber nicht schon wieder Lucas bashen.

      Deine andere Aussage ist aber so nicht ganz richtig. Faktisch schon, klar widersprechen die Jedi in den Prequels sich selbst. Sie handeln, wie du selber schon sagst, eben NICHT wie die „Hüter von Frieden und Gerechtigkeit“. Genau das ist aber der springende Punkt. Das ist der gesamte Sinn der Prequel Trilogie. Lucas wollte hier zeigen, wie Darth Vaders (trauriges) Schicksal zu Stande gekommen ist. Die Jedi sind eine Bande von arroganten Heuchlern. An Stelle davon Anakin das von ihnen selbst propagierte Mitgefühl entgegen zu bringen und ihn versuchen zu verstehen, lassen sie ihn nur weiter wegtreiben. Das beste Beispiel ist Obi-Wan. Wie cool und beliebt er auch ist, Obi-Wan ist KEIN guter Lehrer. Das mag damit zusammenhängen, dass er nach Qui-Gons Tod schon viel zu früh einen eigenen Padawan bekommen hat, aber Fakt ist Obi-Wan ist zu einem Großteil an Anakins Verrat schuld. Das wird in den Romanversionen der Filme auch etwas deutlicher. Es läuft aber auf folgendes hinaus: Obi-Wan hätte versuchen sollen sich in Anakin hineinzuversetzen und seine Gefühle zu verstehen. Dann hätten sie eine Lösung gefunden. Stattdessen haben er und der Rat Anakin bei jedem Furz maßgeregelt und sind ihm mit den Doktrinen der Jedi gekommen.

      Man vergleiche das mit einem angehenden Mönch in einem Kloster, der Probleme damit hat bestimmte Regeln der Bibel einzuhalten. An Stelle davon, dass die anderen Mönche mit ihm reden lassen sie ihn allein und maulen ihn damit an, dass er seine Antworten gefälligst in der Bibel finden soll.
      Wenn man jetzt auch noch von allen als der „große Auserwählte“ angesehen wird, dann ist der Druck diesen weltfremden Regeln gerecht zu werden nur noch höher. Da kann man als einzelner eigentlich nur verlieren, vor allem wenn man dann rausfindet das die Leute, die einem seit Jahren einbläuen sich an diese Regeln zu halten, sie im Zweifelsfall selbst missachten.

      Der Moment in dem Anakin zur dunklen Seite wechselt ist der, in dem er sieht das Mace Windu, der Vorsitzende des Rats, der Typ der ihn immer am meisten zurechtgewiesen hat, seine eigenen Regeln nicht befolgt.

      Für mich das beste Beispiel aus dem Endkampf von Episode 3:



      „Anakin Kanzler Palpatine ist das Böse, das musst du doch sehen!“
      „Für mich sind die Jedi das Böse!“
      „Dann bist du verloren!“

      Obi-Wan hätte Anakin hier in ein Gespräch verwickeln können. Der hatte hier schon fast angebissen. Aber an Stelle davon das Obi-Wan so etwas sagt wie:

      „Anakin, Kanzler Palpatine hat dich manipuliert. Er hat dich mit Lügen gefüttert. Lass uns darüber reden! Was auch immer er die versprochen hat, er wird dich letztlich nur benutzen. Du hast es vorher bei Count Dooku gesehen. Wie hat der Kanzler dich dazu gebracht das hier zu tun?“,

      stürmmt Obi-Wan lieber weiter auf Anakin zu und drischt mit dem Lichtschwert auf ihn ein.

      THIS IS BAD PARENTING xD

      Für Anakin sind die Jedi einfach miese Heuchler, was zu einem gewissen Teil auch stimmt.
      Yoda und Obi-Wan verstehen das am Ende, und gehen deswegen ins Exil. Nicht nur um Kräfte zu sammeln, sondern um die Lehren der Jedi und sich selbst zu überdenken.

      Wenn man die Prequels unter diesem Gesichtspunkt schaut, das die Jedi nicht die „guten“ sind, sondern auch einfach nur eine Fraktion in diesem Krieg und das Qui-Gon Jinn, der einzige war der den guten Mittelweg gegangen ist, dann werden die Prequels deutlich besser.
      Zumindest hat mir das jeder bestätigt, dem ich das vorher so vorgeschlagen habe. Vielleicht macht das ja dem ein oder anderen hier die Prequels auch schmackhafter.

      Das ist wirklich ein Glanzstück was Lucas da gelungen ist. Von vielen wird das aber leider nicht wahrgenommen. Ich will jetzt aber Lucas auch nicht in Schutz nehmen. Ja, das ist ein Glanzstück, aber es ist auch das einzige. Fast alles andere an den Prequels ist … … nennen wird es „schwierig.“ xD

      BDO

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bacon D. Orian ()

    • Aber das ist ja überall immer so. Es ist dabei Egal ob man jetzt die Jedi/Sith als Beispiel hat oder in World Of Warcraft die Naaru und die Voidlords etc. Oder von mir aus auch Ying und Yang. Es sind aggressive wenn nicht sogar die aggresivsten Formen von einer Seite die um alles in der Welt die andere Seite vernichten wollen aber dabei stetig vergessen das ohne Licht kein Schatten und umgekehrt. In egal welchem Film, Spiel, Roman, Serie, alltag man sich befindet stellt man immer wieder den Punkt fest das man eigentlich sich in den Grauzonen bewegen sollte und auch mittelwege suchen müsste. Nur das wäre der Alltag und die Realität und damit scheisse in einem Film. Im Film bleibt man dann eben auf diesen aggresiven Wegen und verharrt auf den Positionen was eben Episode 3 so deutlich gezeigt hat. Man glaubt an die Doktrin, der Prophezeiung etc. unfähig zu erkennen das man selbst an der falschen Position steht.

      Und warum?

      Weil es schon immer so war, früher war es gut, heute ist es gut und morgen wird das auch noch gut sein und selbst wenn die Welt am Abgrund steht beharrt man weiterhin darauf das es so hätte sein müssen.

      Das ist Naiv und Rückständig und das waren die Jedis. Heute würde man sagen, die Anzeichen waren da, der Kollaps war vorhersehbar und man hätte es verhindern können.
    • @Bacon D. Orian
      Das hast du schön gesagt und ja diesen Aspekt kenne ich tatsächlich auch. Allerdings weiß ich bis heute nicht, ob das, was du grade beschrieben hast, wirklich von Lucas so gedacht war und er sich die gleichen Gedanken dazu gemacht hat oder, ob es sich hier einfach um einen "Glückstreffer" handelt, den man als geneigter Zuschauer eben so interpretieren kann. Ich bin mir da selbst ebenfalls unsicher.

      Da aber eben große andere Teile der Filme oder auch die Dialoge so "schwierig" sind, fällt es mir eben schwer, diese tiefgründige Erklärung, die tatsächlich Sinn ergibt und die Filme durchaus besser machen würde, als wirklich so gewollt zu akzeptieren. Wenn ich im Gegensatz dazu sehe, wie unlogisch die Handlung teilweise durchdacht ist und wie dumm sich die Charaktere da verhalten, damit der Plot die gewünschte Richtung nimmt... oder wie charmant und gar nicht wie ein Psycho sich Anakin in Episode 2 verhält und, dass Padmé sich trotzdem kein Bisschen nachvollziehbar in ihn verliebt (vielleicht mag sie selbst ja einfach auch keinen Sand), dann erscheint mir deine Erklärung in diesem Kontext eher so, als wären dies weitere "Fehler" von Lucas gewesen, die man eben rein zufällig zu einer schlüssigen Erklärung zusammenbasteln kann.

      Ändert aber nichts daran, dass du im Kern damit schon recht hast und man zumindest diesen Punkt anders interpretieren kann. Dadurch werden die Filme zwar auch noch lange nicht grandios, aber auf jeden Fall deutlich besser.

      EDIT: Achja ich hab btw. das Buch zu Episode 3 auch gelesen sowie zwei-drei andere Bücher zu Zeiten der Prequels. Und die Erklärungen dort gehen schon etwas in deine Richtung, wobei man das dort aber auch deutlicher hätte ausdrücken können.
      Forscher vergleichen erstmals erfolgreich Äpfel mit Birnen:

      der-postillon.com/2017/05/aepfel-birnen.html

      (um mal einen weiteren zu oft genutzten Satz zu entlarven ;) )
    • @Bacon D. Orian

      Zu Deinem Text fällt mir etwas ein, was im Trailer zum 8. Teil eine gewisse Anekdote sein könnte und auch in SWTOR vorkommt. Der "Mittelweg".
      Im Game (vielleicht kennt es ja jemand) macht Dein Charakter zum Schluss hin eine Allianz der neutralen Seite. D.h. sowohl Sith als auch Jedi sind Teile dieser Allianz und auch Dein Main-Char wird von den zuvor höchsten Gelehrten der Sith und Jedi in diesem Wege bestärkt. Du hast in Deinen Worten bezüglich Joda und Obi-Wan ähnliches gesagt. Gerade Ersterer könnte auf einen ähnlichen Weg gestoßen sein. Doch was für mich noch interessanter ist/wäre... was wenn Luke im 8. Teil einen ähnlichen Weg geht oder einschlagen will?! Würde ich sehr sehr spannend finden.

      Greetz,
      D
    • Trafalgar D. Water Law schrieb:

      Allerdings weiß ich bis heute nicht, ob das, was du grade beschrieben hast, wirklich von Lucas so gedacht war und er sich die gleichen Gedanken dazu gemacht hat oder, ob es sich hier einfach um einen "Glückstreffer" handelt, den man als geneigter Zuschauer eben so interpretieren kann.
      Inwieweit Lucas das wirklich geplant hat weiß natürlich nur er selbst. Ich mag dem Mann aber auch nicht völlig seine Kompetenz absprechen. Irgendwie hat er es ja trotzdem geschafft 6 Star Wars Filme in die Welt zu blasen und bei 4 davon selbst Regie zu führen.
      Der wird sich schon seine Gedanken gemacht haben. Das Problem das Lucas hat, ist das vieles was er schreibt auf dem Papier gut aussieht, in einem echten Dialog aber absolut gestelzt und merkwürdig rüberkommt („I don’t like sand“, „No one can save you Padme, only my new powers can do that!“).

      Es gibt hier sogar eine Erzählung darüber, das Harrison Ford am Set von Episode 4 Lucas angeschriehen hat „You can type that shit but you can’t read it!“. Es gibt aber auch Interviews mit Lucas in denen er selbst sagt, dass er mit den Prequels zeigen wollte wie die Jedi falsch lagen. Also denke ich schon, dass er die Absicht hatte. Was davon nun wirklich ein „Glückstreffer“ war und was nicht, das werden wir wohl nie erfahren.


      Áyu schrieb:

      Oder von mir aus auch Ying und Yang. Es sind aggressive wenn nicht sogar die aggresivsten Formen von einer Seite die um alles in der Welt die andere Seite vernichten wollen aber dabei stetig vergessen das ohne Licht kein Schatten und umgekehrt. In egal welchem Film, Spiel, Roman, Serie, alltag man sich befindet stellt man immer wieder den Punkt fest das man eigentlich sich in den Grauzonen bewegen sollte und auch mittelwege suchen müsste.

      D schrieb:

      Zu Deinem Text fällt mir etwas ein, was im Trailer zum 8. Teil eine gewisse Anekdote sein könnte und auch in SWTOR vorkommt. Der "Mittelweg".
      Im Game (vielleicht kennt es ja jemand) macht Dein Charakter zum Schluss hin eine Allianz der neutralen Seite. D.h. sowohl Sith als auch Jedi sind Teile dieser Allianz und auch Dein Main-Char wird von den zuvor höchsten Gelehrten der Sith und Jedi in diesem Wege bestärkt. Du hast in Deinen Worten bezüglich Joda und Obi-Wan ähnliches gesagt. Gerade Ersterer könnte auf einen ähnlichen Weg gestoßen sein. Doch was für mich noch interessanter ist/wäre... was wenn Luke im 8. Teil einen ähnlichen Weg geht oder einschlagen will?! Würde ich sehr sehr spannend finden.

      Eure Aussagen gehen für mich in dieselbe Richtung, nämlich den Mittelweg des „grauen Jedi“.
      Ja, ich kenne SWTOR. Und natürlich hat Ayu mit dem recht was er da beschreibt.

      Das ist ja eben auch genau der Grund, warum Luke schon im Trailer zu Episode 8 sagt „It’s time for the Jedi to end“.
      Er wird das ganz einfach mittlerweile verstanden haben. Vermutlich hat er anfangs sogar noch versucht seine neue Jedi Akademie nach den alten Regeln zu errichten. Und was ist dabei rausgekommen? Sie wurde wieder von einem Skywalker auf der dunklen Seite abgefackelt.
      Ich denke Luke hat einfach verstanden, dass die Wege der Jedi vor der Zeit des Imperiums keinen Sinn machen bzw. einfach nicht praktikabel in die Realität umsetzbar sind. Es muss jetzt einen neuen Mittelweg geben, welcher dann vllt auch einfach nicht mehr „Jedi“ heißt, sondern einen neuen Namen bekommt. So oder so hilft das Disney, das Star Wars Franchise zu etwas neuem zu machen. Indem sie den alten Status Quo einreißen, können sie anschließend ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die zukünftigen Filme so gestalten wie sie es wollen. Ich erwarte einfach, dass nach Episode 9 der „graue Jedi“ der neue Status Quo ist. Deswegen mag ich auch Qui-Gon Jinn so. Er ist nämlich der einzige in den Prequels der versteht, wie weltfremd die Jedi geworden sind. Deswegen hält der sich auch nicht an die Anweisungen des Rats. Im Ansatz war er schon ein „grauer Jedi“.

      Aber Leute, mal im Ernst, das alles habe ich schon lang und breit in meinem fast 1 stündigen Theorien Video zu Episode 8 erklärt. Ich kann natürlich verstehen das sich das nicht jeder anguckt, nur weil ich das hier rein poste. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen der an dem Thema Interesse hat.
      Ich poste das hier jetzt auch nicht nochmal, weil alleine schon die Erwähnung meines eigenen Videos von manchen Usern wahrscheinlich direkt wieder als „schamlose, dreiste Eigenwerbung die verboten gehört“ eingestuft werden würde.
      Es sei nur gesagt: ich mache keinen Cent mit dem was ich auf YouTube mache. Das werde ich auch nie und das ist auch nicht mein Ziel. Ich will einfach über die Themen die mir wichtig sind und mich begeistern mit gleichgesinnten diskutieren. Und wer sich mal ein richtiges Video von mir angesehen hat, der weiß wieviel Arbeit da drinnen steckt. Das ist dann schon frustrierend, wenn man etwas fürs „Allgemeinwohl“ tut, aber niemand es haben will. Überspritzt gesagt könnte ich mich auch in die Fußgängerzone stellen und selbstgebackene Kekse verteilen. Und dann will sie keiner. Uncool.

      Lange Rede kurzer Sinn, ich will hier keine Abos fischen oder sonstigen Mist. Ich möchte einfach das die Diskussion hier im Board mit allen Usern anständig weitergeht und ich glaube die Inhalte in meinem Video können eine gute Diskussionsgrundlage sein. Ich diskutiere gern über solche Themen. Mir macht das Spaß. Und ich weiß euch auch.

      Peace.

      BDO
    • Neu

      In einer Woche ist es dann endlich geschafft. Ich werde den neuen Star Wars schon mindestens einmal gesehen haben. Ich bin einer der zahlreichen ungeduldigen Menschen, die sich den Film 0:01 ansehen werden. Vor 2 Jahren wurde auch noch vorher ein Gewinnspiel am Alexanderplatz durchgeführt und meine Kumpels und ich waren doch etwas enttäuscht, dass zu diesem Zeitpunkt Menschen im Kino waren, die die Fragen nicht mit Leichtigkeit beantworten konnten.

      Der Anlass warum ich schreibe ist der, dass ein neuer Spot aufgetaucht ist, der wohl einen großen WTF-Moment zeigen soll. Außerdem sollen wohl auch schon erste wichtige Momente im Internet geleakt worden sein. Von daher möchte ich nur eine Warnung aussprechen, sich vielleicht einfach nichts mehr mit Star Wars im Internet anzuschauen. Anfang nächster Woche wird es dann ganz schlimm, da schon die ersten Vorführungen gelaufen sein werden. Ich weiß z.B., dass am Dienstag der Film schon einer Gruppe in Köln gezeigt wird.
      Folgendes geht an alle, die ähnlich wie ich ticken. Sehr gern rational durchs Leben gehen, aber bei Star Wars völlig ausklinken: Widersteht der Versuchung der dunklen Seite und bleibt stark! Es ist nur noch eine Woche!

      edit: Noch ein kleines Detail möchte ich loswerden. Der Hund von Carrie Fisher hat es auch in den Film geschafft.

      edit2: Noch eine kleine Neuigkeit. Die neue Trilogie wird definitiv keine Adaption von KotOR. Rian Johnson ist zwar sehr großer Fan der Spiele, will sie aber nicht verfilmen. Wohin die Reise gehen wird, muss erst noch erarbeitet werden. Prinzipiell finde ich, ist das auch der richtige Weg. Die Geschichte wurde schon erzählt und ist auch super. Aber das Johnson die Spiele mochte, zeigt für mich nur, dass er wirklich an dem ganzen Franchise hängt und ich vertraue darauf, dass er eine gute Geschichte erzählen wird. Und wenn diese am Ende an KotOR oder andere gute Geschichten angelehnt ist, dann sehr gerne her damit.

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