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    • Natürlich ist das der Fall, aber was ist die Alternative? Ein besseres System als den Kapitalismus muss noch gefunden werden und natürlich gibt es Ausbeutung und keine Gleichberechtigung in den Löhnen, woran noch gearbeitet werden muss, aber wie man oft genug gesehen hat funktioniert der Kommunismus nunmal nicht und auch da ist wieder die Frage nach dem perfekten System, dass nicht möglich gemacht werden kann.
      Politik ist ein Netzwerk, dass mir zu unbekannt ist um es erfassen zu können, mit Lobbyismus und der ganzen Gegenseitigen Abhängigkeit auch für niemanden wirklich durchschaubar denk ich.
      Demokratie ist in vielen Ländern eine Illusion aber eine Diktatur kann nicht die Antwort sein, dass ein Mensch alles entscheidet und "wahre" Demokratie wäre nur Irrsinn, wenn das Volk jede politische Entscheidung selbst treffen müsste. Auch hier ist kein perfektes System existent, aber es gibt keine besseren Alternativen. Gib dem Volk Zuviel Macht über Entscheidungen, dessen Konsequenzen sie nicht nachvollziehen können kommt es zu Eklats wie Brexit oder den unsinnigen Flüchtlingsgesetzen in der Schweiz. Zu wenig Macht dem Volk und es ist auch nicht richtig, auch hier muss es die Balance machen. Und Menschen sind nie zufrieden mit dem was sie haben, natürlich gut so. Aber gib den Ländern einmal die Demokratie, welche vorher eine Diktatur hatten, und sie wollen meist nichts mehr anderes. Wir selbst schätzen Freiheit nicht so sehr, weil wir nichts anderes kennen, aber andere müssen Freiheit erst erkämpfen.

      Ich verunglimpfe Religion nicht im Allgemeinen, den sie gibt Menschen Kraft, Hoffnung und Zusammenhalt, aber zeige mir den wahren Christen, du wirst ihn nicht finden. Die Ansichten der Religionen sind überholt, die Bibel in ihren Kernthesen vielleicht ein guter Wegweiser aber sicher nicht mehr aktuell anwendbar für die Allgemeinheit, dafür sind wir zu fortgeschritten. Selbst der Papst als der höchste Christ hat für mich immer noch Ansichten, die nicht mehr vertretbar sind. Homosexuellen bis heute die Heirat und Familie vorenthalten zu wollen ist nicht mehr hinnehmbar. Einer der wenigen Punkte im deutschen Gesetz, bei denen wir hinterherhinken und die schleunigst geändert gehören. Und auch die Kirche ist nicht frei von Kapitalismus durch die Kirchensteuer, ebenfalls kritisch zu sehen.
      Alles kann instrumentalisiert werden, auch die Religion, Geld und Macht für die Machenschaften höherer, das wird sich auch nie ändern.

      Wie sich Meinungen bilden kann nicht mehr kontrolliert werden. Durch das Internet schaffen wir uns unseren eigenen Input, auch der schlechte gehört dazu, man kann nur hoffen, dass die Mehrheit der Menschen weiterhin differenziert anstatt pauschalisiert, denn das ist natürliche das größte Gift für schlechte Meinungsbildung. Nicht mehr aufzuhalten nur noch in die richtige Richtung zu lenken, denn jeder will Zugehörigkeit und sucht sich natürlich die Meinungen im Netz die die eigene bestätigen. In diesem Fall kann man nur auf sich und sein enges Umfeld achten, dass man die Augen offen hält, um nicht von der falschen Seite Einfluss zu erhalten.
    • Wir hatten vor einer Weile schon einmal einen Artikel über Ethik von Maschinen. Hier ist nochmals ein Artikel von der ETH Zürich, der einem ein Gefühl für das Bewusstsein für die Fragestellung unter den Menschen gibt, die tatsächlich solche Maschinen entwickeln. Der Artikel enthält auch viele Links, die einem einen weiteren Überblick geben können.

      Besondere Aufmerksamkeit gehört dem Artikel insbesondere, da er sich mit der Einstellung der Forschenden in Zürich befasst, welches schon als 'Hauptstadt der Roboter' oder als 'Silicon valley for robotics' bezeichnet wurde. Die Ansätze dieser Robotik-Forschenden können daher weitreichende Konsequenzen für den gesamten Planeten haben und es ist erfreulich, dass sie sich auch mit dem politischen, sozialen und ethischen Umgang mit intelligenten Maschinen befassen.


      ethz.ch/de/news-und-veranstalt…elligenten-maschinen.html
    • Kampf um US-Datenschutz: Aktivist will Internetnutzung aller Abgeordneten bloßstellen

      Bin heute auf folgenden Artikel gestoßen und bin mal gespannt was ihr davon haltet.
      Ich finde es ist genau der richtige Weg. Halt den Arschgeigen vor die Nase was sie dem Rest der Bevölkerung zumuten. Ich fürchte nur die haben eine Sonderregelung für sich vereinbart.

      Heise schrieb:

      Ein Datenschutzaktivist aus Tennessee sammelt Geld, um Daten über die Internetnutzung der US-Senatoren und -Repräsentanten zu kaufen und zu veröffentlichen. Denn das ist in den USA grundsätzlich legal. Die Spenden sprudeln.



      Quelle: heise.de/newsticker/meldung/Ka…blossstellen-3670456.html

      Gruß, ATTi
    • Das ist ein sehr genialer Punkt und Quittung für die Politiker. Das gleiche gab es einmal beim Unternehmen Blizzard welche das Spiele World of Warcraft vertreiben. Dort gab es im Battle-net vor langer Zeit den Plan, das man nicht mehr mit dem Charaktername postet sondern immer mit dem Echtnamen. Das ganze wurde dann natürlich shitstormmässig kontrovers diskutiert und das es "nicht schlimm" war.

      Joa ein Mitarbeiter hat dann zum "Test" seinen Namen preis gegeben und es ging natürlich keine 5min da war das meiste Private bekannt inkl. Familie, kinder, Fotos etc. ^^

      Der Plan wurde dann natürlich zurück genommen weil man merkte, das kommt nicht gut.


      Das man jetzt hier den Datenschutz damit retten will in dem man Daten kauft und veröffentlich - Why not. Kann den gleichen Effekt haben.
    • Oder es verläuft sich im Sande, weil die Daten nicht verkauft werden oder das FBI ganz zufällig gesetzwidrige Inhalte auf dem PC des guten Herrn McElhaney findet. Solche seltsamen Zufälle passieren ja häufig, wenn man zu tief ins Fahrwasser der Behörden gerät.^^

      Nein, aber ehrlich. Ich bezweifle, dass hiermit irgendetwas gewonnen wird. Natürlich ist es scheiße, dass die Regierungen aus uns kleine gläserne Äffchen machen, aber wie viele Politiker sind nicht selbst davon betroffen? Zumal McElhaney die Daten veröffentlichen will. Unsere Suchhistorien werden ja nicht alle Nase lang online gestellt, sondern gesammelt und ausgewertet. Das mag nur ein geringer und absolut nicht tröstlicher Unterschied sein, sollte meiner Meinung nach aber erwähnt werden. Mich interessiert nur bedingt, wenn irgendeine Nase beim BND weiß, dass ich auf pralle Ärsche in engen Hosen stehe. Ganz anders sieht es aus, wenn die ganze Welt darüber Bescheid wissen könnte.
      Sollte McElhaney nur drohen wollen, um eine Botschaft zu vermitteln, könnte sein Vorhaben gelingen. In die Tat umgesetzt, stehe ich dem kritisch gegenüber.

      Und wie Áyu schon gesagt hat, derartige Maßnahmen können ganz schnell ganz böse in die Hose gehen und auch das private und persönliche Leben der Betroffenen nachhaltig schädigen. Ohne des Teufels Advokaten spielen zu wollen, aber eine breite und ungefilterte Masse, die persönliche Informationen über einen (vielleicht unbeliebten) Menschen erhält? Halte ich für gefährlich und fahrlässig.
    • Neu

      BVB-Anschlag --> Täter gefasst!

      Ich bin irgendwo ja doch froh das nicht alles mit dem IS zu tun hat das heute so passiert. Ich meine die beanspruchen in der Regel auch alles aber diese Story hat es trotzdem in sich.

      Tatmotiv - Vermutlich Habgier!

      Nach Informationen des SPIEGEL haben Spezialkräfte der GSG 9 am frühen Freitagmorgen in Baden-Württemberg den mutmasslichen Täter gefasst. Es handelt sich um den 28-jährigen Sergej W. aus dem Raum Tübingen. Vorausgegangen waren dem Erfolg intensiv geführte Ermittlungen der deutschen Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei. Die Behörden hatten den Verdächtigen seit einiger Zeit im Visier, sie observierten ihn seither pausenlos. Auf die Spur hatten sie ein Hinweisgeber aus dem Finanzsektor sowie die Geldwäscheverdachtsanzeige einer Bank gebracht.

      Der mutmassliche Täter soll aus Habgier versucht haben, mit dem Bombenanschlag möglichst viele Teammitglieder von Borussia Dortmund zu töten oder zu verletzen.

      Er wollte nach Erkenntnissen der Ermittler auf diese Weise einen Kurssturz der BVB-Aktie erzwingen und mit sogenannten Put-Optionen ein Millionen-Vermögen verdienen. Put-Optionen sind im Grunde genommen Wetten auf fallende Kurse bestimmter Wertpapiere. In der deutschen Kriminalgeschichte dürfte die Tat beispiellos sein und ein völlig neues Phänomen darstellen.

      Nach SPIEGEL-Informationen hatte der Verdächtige einen Verbraucherkredit aufgenommen und 15'000 Optionsscheine gekauft. Dazu nutzte er nach Erkenntnissen der Ermittler die IP-Adresse des BVB-Mannschaftshotels L'Arrivée, in dem er sich kurz vor dem Anschlag aufgehalten hatte. Bei der Buchung des Zimmers im März soll der Beschuldigte einen Raum mit Blick auf den späteren Anschlagsort verlangt haben, womöglich löste er von dort über Funk die Detonation der drei Sprengsätze aus.

      Bei dem Attentat unterlief dem Verdächtigen jedoch ein entscheidender Fehler: Während die erste und dritte Bombe wohl planmäßig umsetzten, war der zweite und wichtigste Sprengsatz einen Meter über dem Boden und damit zu hoch platziert worden. Die Ladung verfehlte ihr Ziel und schoss über den Bus hinweg. Als Schwierigkeit in dem Verfahren könnte sich indes noch erweisen, dass es den Ermittlern bislang nicht gelungen ist, den Beschuldigten mit dem verwendeten Sprengstoff in Verbindung zu bringen.

      Mit der Festnahme ist aber wohl das große Rätsel um die drei seltsam anmutende Bekennerschreiben gelöst, die am Tatort hinterlassen worden waren: Nach SPIEGEL-Informationen hat der Beschuldigte keine Bezüge in die islamistische Szene und versuchte daher offenbar bewusst, eine falsche Fährte in Richtung «Islamischer Staat» (IS) zu legen. Allerdings stellte er den Versuch, einen vielfachen versuchten Mord zur Marktpreismanipulation als Terrorakt aussehen zu lassen, ziemlich dilettantisch an.

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      Muss ehrlich sagen eine ziemlich gestörte Geschichte. Normalerweise kennt man so Dinge z.b. aus dem James Bond Film wo man ein Anschlag auf ein Flugzeug geplannt ist um den Kurs zu manipulieren. Das dies aber so offensichtlich und so nahe an einem geplannt ist - ist dann doch harter Tobak muss ich sagen.
    • Neu

      Und da soll noch einer sagen, es gäbe keine Superschurken. xD

      So grausam und perfide die Tat und der Plan bzw. die Idee, die dahinter steht, auch sind - so absurd liest sich diese Geschichte. Ich musste ganz spontanen an einen typischen Tarantino-Plot denken, der am Ende total aus dem Ruder läuft und jedem der Protagonisten das Leben kostet. Meine Fresse, was für ein Mastermind. Dennoch ist es eine bedrückende Vorstellung, dass die Mannschaft des BVB wohlmöglich nur noch am Leben ist, weil der Attentäter einen Fehler gemacht hat bzw. ein absoluter Amateur war. Gerade in Bezug auf die Sicherheit der Mannschaft sind das verstörende Gedanken. Man stelle sich nur mal vor, der Täter wäre im Umgang mit Sprengstoff geübter gewesen oder hätte sich tatsächlich schlauer angestellt. Das sollte Fragen aufwerfen, inwiefern der Schutz der Mannschaft überhaupt gewährleistet ist, wenn ein dahergelaufener Größenwahnsinniger mit fixer Idee so einen Anschlag überhaupt ausführen kann und nicht vorher entdeckt bzw. aufgehalten wird. Also als BVB- oder generell Fußballprofi würde ich mir und dem Verein spätestens jetzt ein paar Fragen stellen.

      Besonders krass ist natürlich, dass der Täter keine bessere Lösung für seinen Plan sah, als mind. ein Dutzend Menschen umzubringen. Schwindeleien und Tricks, wie man an der Börse zu Geld kommt, gibt es doch eigentlich genug und erfordern nicht unbedingt Menschenopfer. Jedenfalls nicht direkt.
      Spätestens an diesem Punkt wird aus Habgier blanker Wahnsinn, zumal sich der Täter mit den finanzwirtschaftlichen Einzelheiten seines Plans ja durchaus auseinandergesetzt haben muss. Dieses Wissen nun nutzen zu wollen, indem man viele unschuldige Menschen opfert - ist krank. Wie verzweifelt und/oder raffgierig muss man sein? Und wie manisch oder psychopathisch, um so etwas durchzuziehen?

      Zu den Bekennerschreiben gibt es nicht viel zu sagen. Manchmal zahlt sich ein bisschen Interesse an Linguistik und ähnlichen Fächern eben doch aus. Spätestens, wenn man Sprache und Duktus einer terroristischen Organisation missbrauchen will, um die Fährte von sich selbst abzulenken. Da soll noch einer sagen, die Sozial- und Geisteswissenschaften hätten keine Zukunft. Man muss nur wissen wie. :D
    • Neu

      Ich denke vor so was wirst du nie einen 100% Schutz haben. Nicht mal wenn wir eine Maschine hätten wie jene aus der Serie Person of Interest. Was wenn dieser Fall Irrelevant wäre? Nichts desto trotz ist es natürlich schon was erschreckend, denn dieses Szenario kannst du überall haben, bei jedem Unternehmen theoretisch irgendwie.

      Trotzdem bin ich dann z.b. nicht bereit mich weiter gläsern zu machen denn mehr Überwachung führt bekanntlich nicht zu mehr Schutz. Eher ist es eine Gefahr für den einzelnen Menschen.

      Die Psyche dieser Person ist auch für mich interessant. Ich finde es schlicht spannend das wieso und warum dieser Tat zu hinterfragen und sehen/verstehen.