Dir ist klar, dass du da auf einen Beitrag von 2007 antwortest?
Ist mir auch nur aufgefallen, weil ich den Avatar des alten Vodkatrinkers kostja erblickt hab, der hier schon seit Unzeiten nicht mehr gesehen wurde. Zeigt aber auf ziemlich krasse Weise, wie lange es das alles hier schon gibt![]()
Aber zurück zur Auserwähltenthematik. Die Diskussion ist denke ich zwar interessant, und beide Seiten haben m.E. gute Argumente für ihre jeweiligen Sichtweisen. Aber ob diese Auserwähltenthematik nun von Anfangan geplant war oder nicht, werden wir nicht auflösen können. Das weiß nur Oda und ggf. ein Personenkreis um ihn herum, daher wird es immer spekulativ bleiben.
Aber welche Rolle spielt das denn überhaupt? Der entscheidende Punkt ist aus meiner Sicht vielmehr, wie gut sich die Auserwähltenthematik in die bisherige Geschichte einfügt. Für mich könnte Oda sich Nika auch erst eine Woche vor der ersten Erwähnung durch Page One im Suff in der Kneipe ausgedacht haben, so lange er es hinbekommt, das Ganze organisch in die bis dahin laufende Story zu integrieren. Wäre natürlich wesentlich schwerer, als wenn er von vorneherein einen Plan hätte, aber so lange ein stimmiges Ergebnis dabei herauskommt, ist der Weg dahin doch eigentlich zweitrangig, oder?
Und hier liegt m.E. der Knackpunkt: Allein diese ausufernde Diskussion hier zeigt finde ich mehr als deutlich, dass das Ergebnis eben alles andere als stimmig ist. Oder zumindest von vielen, und da schließe ich mich selbst an, als unstimmig empfunden wird. Auf eine gewisse Weise würde es aus meiner Sicht sogar viel mehr gegen Oda sprechen, wenn er Nika von Anfang an geplant hat, ihn aber so spärlich aufgebaut hat, dass er wie ein "Asspull" herüberkommt und eventuelle Foreshadowings nur mit der Lupe erkennbar und höchst spekulativ sind. Ein erst späteres Erdenken von Nika würde zumindest eine nachvollziehbare Erklärung dafür liefern, eine Planung von Anfang an wäre aus meiner Sicht handwerklich einfach schlecht gemacht.
Ansonsten sollte die Diskussion denke ich ein wenig weniger "militant" geführt werden. Nur weil man es für möglich oder wahrscheinlich hält, dass Nika von Anfang an geplant war, heißt das nicht, dass man Oda als unfehlbaren Gott huldigt.





