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Beiträge von GrandCircle im Thema „Erklärung der One Piece Welt“


  • Erklärung der One Piece Welt

    • GrandCircle
    • 25. Juli 2026 um 09:07

    Ich meine mich zu erinnern, dass Nami erzählt (irgendwo in einem Kapitel um Alabasta herum), dass die Wetterphänomene nur in der Nähe der Redline so extrem sind. Die Begründung war vermutlich irgendwas mit Magnetfeldern. Das ruhige Wetter über weite Strecken der Serie hinweg ist also grundsätzlich konsistent.

    Zum Thema "der One Piece Planet ist riesig" habe ich mir gerade mal dieses Video angesehen: youtube - Video

    Das ist ganz amüsant. Im wesentlichen wird die These davon abgeleitet, dass es einige extreme Größenangaben im Manga gibt, wie z.B. der Sandora Fluss in Alabaste, der 30 Meilen breit ist. Auch wenn es mehrere solcher extremer Längenangaben gibt stimmen diese überhaupt nicht mit der graphisch dargestellten Größe von Entfernungen zusammen. (Dress Rosa z.B. besteht aus einer Stadt, die wir mehrmals in Gänze sehen und durch Verleich mit z.B. der Größe von Gebäuden zu einer Größe von wenigen Kilometern abschätzen können. Nach der Kraft von Violas Augen soll die Insel aber über 4000 km groß sein.) Außerdem wären dann Reisedauern, sowohl an Land als auch zur See, geradezu lächerlich lang. Allgemein würde ich diese Längenangaben also als inkonsistenzen von Oda ansehen. Solche Angaben hätte er sich meines Erachtens am besten ganz gespart.

  • Erklärung der One Piece Welt

    • GrandCircle
    • 25. Juli 2026 um 06:19

    Interessantes Thema. Ich finde auch, dass die Reisedauer der Strohhüte durchaus etwas länger hätte sein können. Man möchte einfach, dass die Strohhüte etwas mehr Zeit miteinander verbracht haben. Außerdem würde dieses Abenteuer der Weltumsegelung dadurch einfach deutlich epischer wirken.

    Historisch wäre das grundsätzlich auch drin gewesen. Die erste Weltumsegelung von Magellan (dem echten, nicht dem Sesselfurzer im Impel Down) am Anfang des 16. Jahrhunderts hat 3 Jahre gedauert und laut KI waren das für die damaligen Verhältnisse typische Reisedauern. Ich bin aber grundsätzlich ganz froh, dass die Strohhüte nicht ständig Skorbut haben, ihr Schiff reparieren müssen und die See kartografieren müssen (ebenfalls laut KI die Hauptgründe für lange Seereisen). Solche normalweltlichen Verzögerungen wären mir etwas zu langweilig (gut, das Kartografieren hätte man für Nami schon mal einbauen können) und passen meines Erachtens nicht zum vorwärtsgerichteten Charakter der Serie und zum Abenteuerdrang der Strohhüte und insbesondere zu Ruffy. Dieser würde sich die ganze Zeit bei so „sinnlosen“ bzw. „normalen“ Aufgaben nur langweilen, was ich auf Dauer nicht sehen möchte.

    In der neuen Welt bedingen sich außerdem die einzelnen Handlungselemente deutlich stärker und die Handlung abseits der Strohhüte spielt eine größere Rolle. Hier wird es im Allgemeinen schwieriger längere Zeitperioden einzubauen ohne das Momentum der Geschichte zu sehr bzw. künstlich zu verschleppen.

    Es hätte aber trotzdem ein paar gute Gelegenheiten gegeben, bei denen Oda gut Zeit hätte schinden können, weil die Strohhüte hier aus Story-Gründen genötigt gewesen wären länger vor Ort zu verweilen, ohne die Story dabei maßgeblich abzuändern. Hier die Fälle, die mir eingefallen sind:

    1. Little Garden: Hier hätte man die Strohhüte einen Teil der Wartezeit (vielleicht einen Monat) zur Neuorientierung der Log Ports aussitzen lassen können. Wir hätten ein schönes Flavor-Kapitel bekommen können, in dem wir sehen, wie die Strohhüte Spaß mit den Riesen haben, wie die Baroque-Agenten den Strohhüten geschlagen und kleinlaut böse Blicke zuwerfen, wie sich Vivi gleichzeitig aber Sorgen macht, weil sich ihr Weg nach Alabasta auf unbestimmte Zeit verzögert. Nur das Finden des Eternal Ports müsste zeitlich etwas abgeändert werden. Aber das würde man schon irgendwie hinbekommen.
    2. Jaya: Man hätte einfach die Wartezeit auf den Knock Up Stream etwas verlängern können (z.B. einen Monat). Hier hätten wir auch ein paar nette Panels bekommen können, in denen wir sehen, wie Lyssop hilft, die Flying Lamp upzugraden, und wie sich die Strohhüte die Zeit vertreiben. Ruffy wäre z.B. exzessiv gelangweilt. Hier wäre sogar Potential für einen netten Gag gewesen: Maron Cricket fällt natürlich erst am Vorabend des Events ein, dass man noch den South Bird finden muss. Daraufhin machen alle große Augen, weil man das ja gut im vergangenen Monat entspannt hätte erledigen können. Hier müsste man nur erneut anpassen, weshalb sich Bellamy so viel Zeit lässt, bis er sich an Maron Cricket erinnert und weshalb die neuen Steckbriefe der Strohhüte erst so spät eintreffen.
    3. Die Bauzeit der Southend Sunny hätte ruhig auch ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen können. Das würde auch der monumentalen Aufgabe mehr Gewicht verleihen, das Schiff zu bauen, mit dem die Grand Line bezwungen werden soll.
    4. Thriller Bark: Hier hätte man eine längere Zeit (z.B. zwei bis drei Wochen) orientierungslos im Florian Triangle rumschippern können.
    5. Wano Kuni: Hier hätte man mit der Vorbereitung des Raids auch gut bis zu einem halben Jahr verbringen können. Die vorgenommenen Spionagetätigkeiten hätten auch davon profitiert, wenn z.B. Robin mehr Zeit gehabt hätte, sich in die Geisha-Community einzuarbeiten. Interessanterweise hätten die Parallelhandlungen ähnlich funktionieren können. Dann hätte die Vorbereitung der Marine zum Sturm auf die ehemaligen Sieben Samurai der Meere eben auch ein paar Monate in Anspruch genommen. Im Zweifelsfall hätte man die Reverie ans Ende von Wano, bzw. zwischen Akt 2 und 3, verlegen können

    Der Meinung, dass One Piece irgendwie besser wäre, wenn die Handlung über mehrere Jahre bis Jahrzehnte ausgedehnt würde, was den Strohhüten die Gelegenheit geben würde, wirklich älter und reifer zu werden, bin ich aber definitiv nicht. Im Gegenteil: Abgesehen von den genannten Gründen machen sowohl die jugendliche Unbeschwertheit der (meisten) Strohhüte als auch die zeitliche Beschränkung des Abenteuers der Reise fundamentale Aspekte der Erzählung aus. Beide würden dann wegfallen.

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