Horizon (Vexor)

    • Kapitel 161: Wer hat Angst vorm bösen Fuchs?

      Nach viel zu langer Zeit komme ich auch endlich wieder mal dazu, einen Kommentar zu schreiben. Die lange Pause ist definitiv nicht der Stille im FF Bereich geschuldet, im Gegenteil bisher kam sie mir eher entgegen und es gibt keine unkommentierten Kapitel. Hoffen mir einfach mal, dass wir alle im neuen Jahr wieder mehr Zeit und Inspiration finden werden.

      Anders als sonst möchte ich diesem mit einer Bemerkung zu Bos Kommentar beginnen, da ich mir bei lesen nicht ganz sicher war, ob wir von den gleichen Grundvoraussetzungen ausgehen. Denn soweit ich mich entsinne, befinden sich Brianna und Co immer noch alle in einer der Albtraumwelten, von Luzifer und wir wissen noch nicht, ob körperliche Verletzungen oder sogar der Tod innerhalb dieser Welt, Auswirkungen in der Realität hat. Deswegen hat mich der (derzeitige) Verlust von Dädalus Auge irgendwie ziemlich wenig beeindruckt. Zwar könnte es noch in den folgenden Kämpfen wichtig werden oder Briannas Zorn weiter entfesseln, aber derzeit gehe ich noch nicht von einer dauerhaften Einschränkung aus. Die seelischen Schäden, die jeder der Beteiligten in diesem Welten angesammelt hat, reichen eigentlich schon völlig aus, um die Truppe nach ihrem erwachen lang genug zu beschäftigen und "einzuschränken".

      Bei Kaisa finde ich besonders die Aussage »Ich werde nie wieder zu euch zurückkehren« interessant, nachdem sie von Aloe aus der Eiswelt gerettet wurde, aber geistig noch nicht völlig zurück war. Wen bzw welche Organisation meist die damit, den bei ihr kommen Grundsätzlich so viele in Frage, da mehrfache Lagen von Unterwanderdungsaufträgen ausgeführt hat.
      Wenn ich mich recht entsinne, ist die am weitesten zurückreichende Information außerhalb dieser Abraumwelten, dass sie von einem Mann aus einem Eismeer gerettet worden ist. Dieser wurde, wenn ich mich recht entsinne, als bärenartig beschrieben. Von ihm und seiner Organisation, ist sie dann trainiert worden. Die nächste Station war die CP-9, von der sie als Sekretärin bei den Todsünden eingeschleust wurde. Als sie auf dieser Stelle saß, wurde sie von irgendwem nach SF geschickt, wo sie sich nach den Kämpfen Brianna angeschlossen bzw ihre Truppe begleitet hat. Wie wir irgendwann nebenbei durch ein Teleschnekengespräch erfahren haben, erfolgte dies mehr oder minder auf den Befehl einer anderen Person, wobei wir dazu den bärenartigen Typen im verdacht hatten, der sie damals gerettet hat. Schlussendlich können wir also vermuten, dass sie die ganze Zeit für diese Organisation gearbeitet hat, aber ist dies auch die Organisation zu der sie nie mehr zurückkehren möchte. Irgendwie glaube ich das eher weniger, da sie in ihrer Albtraumwelt, in der sie geistig noch festhing, gerade erst auf diese getroffen ist, die Tundra passt sehr gut als Eismeer. Deswegen würde ich vermuten, dass sie bereits vorher irgendwie bei einer anderen Organisation mit drin gehangen hat, wahrscheinlich die gleiche, welche für ihre Tattoos verantwortlich sind und dass sie zu dieser nicht mehr zurück will. Übrigens meine ich das nur oder wurde schon mal bestätigt, dass der Bärentyp zu den Revos gehört?

      Humpty Dumpty, Herold des mannigfaltigen Origami!« ist für die Kartensoldaten verantwortlich, welche bei einer Anlehnung an die Herzkönigin nicht fehlen dürfen. Ich würde vermuten, dass er von einer Papierfrucht gegessen hat, die es ihm entweder ermöglicht, Papier/Papp-Gegenstände einfach zum Leben zu erwecken oder er muss dem Origami treu bleiben und sie vorher noch irgendwie bearbeiten/falten. Im Prinzip sind seine Kräfte der Zeichnen/Malfrucht nicht unähnlich. Kaisa und Aloe sitzen jetzt erst mal fest, wobei ich mir vorstellen könnte, dass diese Soldaten nicht nur eine extreme schwäche gegen Feuer haben, was Kyu begünstigen würde, sonder auch Wasser seinen Dienst tun wird, womit Aloe auch eine Chance haben könnte.

      Leider erfahren wir nicht wirklich mehr über die Vergangenheit der fünf Kinder oder des Lords, da die kleine Unterhaltung von der Ankunft Gabriels unterbrochen wird, der noch einmal seinen Fanatismus unterstreicht. Anscheinend hat Luzifer eine menge beim Lord gelernt, was das Umgarnen und Beeinflussen von Kindern angeht. Der einzige Grund. warum es bei Raphaela nicht geklappt zu haben scheint ist höchstwahrscheinlich, dass sie durch ihr drittes Auge oder zumindest die Ansätze von diesem sehr unter ihrem Bruder gelitten haben dürfte.

      Bei den Ereignissen rund um Kyu stellt sich mir wieder die Frage was einstricht den realen Erinnerungen bzw Gegebenheiten und was ist nur in der Traumwelt passiert. Derzeit würde ich davon ausgehen, dass er damals bei seinem Kontrollverlust "nur" seine Schwester gefressen hat. Denn als die Ereignisse begannen, hat ihn nur die Anwesenheit seiner Schwester aus dem Konzept gebracht und nicht die seiner Mutter bzw Brüder und Vater. Hier hatte er sich zwar auch die Erinnerung geschaffen, dass Vater und Brüder für den Tod der Schwester verantwortlich sind, aber wenn er seine ganze Familie getötet hätte, würde ich eine etwas andere Schutzerinnerung erwarten. Weiterhin sprich Marie auch davon, dass er jetzt nach Gretchen seine Tat vollendet hat. Mit ihr hast du, wie Bo bereits erwähnt hat, einen wunderbaren Gegenpart zu Kyu gewählt. Während dieser unter seiner Tat und den Kräften immer mal wieder leidet, hat sie den tierischen Teil in sich immer vollkommen akzeptiert und mit Genuss freien Lauf gelassen. Zwar ist sie es nicht wirklich, denn Luzifer dürfte nie an ihre Erinnerungen gekommen sein, aber selbst Luzifers Einflüsterungen an Kyu, durch sie durchführen zu lassen, ist nicht nur für Kyu sehr passend, sonder besonders für uns Leser, die dann doch das eine oder andere mehr über sie Wissen. Nun haben Brianna und Co. jedenfalls vorerst das Problem eines Außenkontrolle geratenen Fuchsgeistes oder derzeit wohl eher Herleif. Mal schauen ob sie ihn erreichen kann oder doch Gabriel "rechtzeitig" zurückkommt um die Aufmerksamkeit des Fuchses auf sich zu ziehen.

      Wie bereits oben erwähnt schließt sich damit ein Jahr im FF-Bereich welches durch viele Zeit und Inspirationen "Probleme" bei allen Beteiligten geprägt war. Hoffen wir darauf, dass das neue Jahr erfolgreicher verlaufen wird. :)
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Antwort auf Fanpost & 162. Kapitel erschienen

      Ohne Umschweife und großes Tara möchte ich auf eure Kommentare eingehen, bevor ihr euch Kapitel 162 widmen könnt.

      @Bo

      Wir hatten da ja schon etwas ausführlich privat drüber gesprochen, weswegen ich da gar nicht weiter darauf eingehen möchte.
      Du kennst ja mein geplantes Vorgehen.

      -Bo- schrieb:

      Dädalus hingegen stellst du gewohnt kaltschnäuzig dar. Er ist schlau, er ist furchtlos und gerade waghalsig genug, um seine große Fresse verwegen erscheinen zu lassen. Vielleicht sind mir seine Sprüche hier und da ein klitzekleines bisschen zu lang, um sie als Oneliner durchgehen zu lassen, aber unterhaltsam sind seine kreativen Beleidigungen allemal. :D
      Gleichzeitig finde ich es angenehm konsequent, dass du Dädalus endlich für seine vorgeschobene Großkotzigkeit büßen lässt. Wie endgültig der Verlust des Auges nun ist - gemessen an der Tatsache, dass du mit Dädalus und dem kleinen Wunderkind bei Barcelo zwei der klügsten Leute aller Meere in deiner FF hast - mag streitbar sein. Dennoch überraschend heftig, wie Gabriel hier durch die vielzitierte Plot Armor eines Protagonisten bricht und ihm sein Auge nimmt. Gute Szene für den Erzengel, der bisher zwar eindringlich, aber nicht unbedingt einprägsam auftrat. Zwar bin ich noch unsicher, wie und ob Dädalus aus seinen Ketten entkommen will, einen Kampf gegen den Sohn (und das Ebenbild) seines einstigen Gefährten würde ich aber nicht unbedingt ablehnen.^^
      Dädalus vs. Gabriel? Möglich, aber ich würde nicht mein hart verdientes Geld drauf wetten :P
      Gabriels Charakter wird zwar hier und da vielleicht noch ein wenig beleuchtet und seine innere Motivation herausgearbeitet werden, aber im Grunde soll es bei diesem "einfachen" Charakter bleiben. Er ist ein Hardliner, er ist grausam und brutal und bestimmt auch nur ein Opfer der Umstände, aber mehr steckt nicht dahinter.


      -Bo- schrieb:

      Wenn wir schon bei dem Thema sind, können wir auch gleich mit dem mannigfachen Origami weitermachen. Vom Titel mal abgesehen, den ich immer noch abstrus finde, kristallisiert sich H.D. erneut als verlässlichster und wertvollster Vasall der Herzkönigin heraus. Seine Soldaten bilden die - Achtung - Trumpfkarte im Ärmel der Königin und machen sogar der abgebrühten Kaisa Ärger. Ob sich hier die nächste Kampfpaarung anbahnt? So undurchschaubar die Stärkeverhältnisse auch sind, Kaisa ist definitiv an der oberen Riege anzusiedeln und verdient einen entsprechend gewichtigen Widersacher. Der Eiermann würde sich anbieten, auch wenn ich mir den Kampf selbst nicht recht vorstellen kann. xD
      Abwarten. Noch müssen sich Kaisa und Aloë ja nur den Kartensoldaten stellen und noch nicht dem eigentlich Urheber.


      -Bo- schrieb:

      Kyu, Kyu...ja, was schreibe ich zu Kyu? Du weißt, dass Kyu nie mein Lieblingsheld in deiner Geschichte war. Ich mag seine Rolle und den Charakter, aber wirklich favorisieren konnte ich ihn nie. So habe ich auch nie wirklich auf seine Vergangenheit hingefiebert, wenngleich sie mich natürlich auch interessiert hat. Wir haben nun erfahren, dass er seine Familie und seine Sandkastenfreundin abgeschlachtet und verschlungen hat, was das Glossar deiner inszenierten Grausamkeiten um einen Eintrag erweitert.^^
      Also in der Realität sind Kyus Eltern noch am Leben. Er hat dort tatsächlich "nur" seine Schwester getötet und gefressen. Macht das ganze vielleicht nicht besser, aber immerhin.

      -Bo- schrieb:

      Die Szene selbst hat mir rein handwerklich gut gefallen, mit Marie hast du dir zudem einen Charakter ausgewählt, der sein inneres Monster stets nach außen gekehrt hat und damit alles darstellt, was Kyu niemals war und immer gefürchtet hat. Wie lange der Fuchs nun die Oberhand behält und ob die Walküre wirklich sterben wird, wage ich mal nicht zu mutmaßen. Es wäre eigentlich beinahe poetisch, wenn Kyu im Kommenden durch Brianna gerettet würde. Nachdem er ihr im Kampf gegen Narcisse den Kopf wusch, könnte sie nun an den Jungen in der Bestie appellieren und ihm helfen, die Kontrolle zurückzuerlangen. Je nach Entwicklung der Endphase natürlich vor, während oder nach seinem Kampf. Was nicht heißen soll, dass beide wieder ein Teamduell bestreiten sollten. Dass ich Brianna gerne in einem knackigen Zweikampf ohne große emotionale Anwallungen sehen will, sollte ja kein Geheimnis mehr sein. :D
      Herleif werde ich an dieser Stelle nicht sterben lassen. Auch wenn das die Gefahr und die Veränderung, die gerade mit Kyu passiert, an dieser Stelle nicht abmildern möchte. Ich brauche Herleif einfach noch und die Szene (samt Auflösung) ist einfach wichtig, um zu zeigen, dass Kyu nicht mehr derselbe ist nach diesem Arc und vielleicht auch nie mehr sein wird.

      -Bo- schrieb:

      Was bleibt? Insgesamt ein gutes Kapitel, welches spürbar das Ende vorbereitet. Kyu ist nunmehr in der "Realität" angekommen, wenngleich auch nicht er selbst, und Dädalus' Geschichte wurde durch Gabriel auch beendet. Ein bisschen ernüchtert war ich vom plumpen Umgang mit dem Lord und der Ausbruch von Kyus innerem Monster kam mir vielleicht einen Ticken zu...konstruiert, aber in Anbetracht des Arcs und deiner Probleme mit ihm sind beide Punkte zu verschmerzen. Die Fahnen stehen auf Sturm und ich freue mich auf die Finalphase.
      Ja. Es wird wohl noch ein paar Charakterbuildups geben, aber mit jedem Kapitel steuern wird jetzt dem Grande Finale entgegen. Das werde ich vermutlich erst nach meinem Examen angehen können.

      @qoii


      qoii schrieb:

      Anders als sonst möchte ich diesem mit einer Bemerkung zu Bos Kommentar beginnen, da ich mir bei lesen nicht ganz sicher war, ob wir von den gleichen Grundvoraussetzungen ausgehen. Denn soweit ich mich entsinne, befinden sich Brianna und Co immer noch alle in einer der Albtraumwelten, von Luzifer und wir wissen noch nicht, ob körperliche Verletzungen oder sogar der Tod innerhalb dieser Welt, Auswirkungen in der Realität hat. Deswegen hat mich der (derzeitige) Verlust von Dädalus Auge irgendwie ziemlich wenig beeindruckt. Zwar könnte es noch in den folgenden Kämpfen wichtig werden oder Briannas Zorn weiter entfesseln, aber derzeit gehe ich noch nicht von einer dauerhaften Einschränkung aus. Die seelischen Schäden, die jeder der Beteiligten in diesem Welten angesammelt hat, reichen eigentlich schon völlig aus, um die Truppe nach ihrem erwachen lang genug zu beschäftigen und "einzuschränken".
      Dazu gibt es auch noch keine offizielle Aussage meinerseits, aber es gab durchaus Anspielungen und spätestens Uriels Aussage im aktuellen Kapitel sollte ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass nicht nur mit seelischen Schäden zu rechnen ist.

      qoii schrieb:

      Bei Kaisa finde ich besonders die Aussage »Ich werde nie wieder zu euch zurückkehren« interessant, nachdem sie von Aloe aus der Eiswelt gerettet wurde, aber geistig noch nicht völlig zurück war. Wen bzw welche Organisation meist die damit, den bei ihr kommen Grundsätzlich so viele in Frage, da mehrfache Lagen von Unterwanderdungsaufträgen ausgeführt hat.
      Wenn ich mich recht entsinne, ist die am weitesten zurückreichende Information außerhalb dieser Abraumwelten, dass sie von einem Mann aus einem Eismeer gerettet worden ist. Dieser wurde, wenn ich mich recht entsinne, als bärenartig beschrieben. Von ihm und seiner Organisation, ist sie dann trainiert worden. Die nächste Station war die CP-9, von der sie als Sekretärin bei den Todsünden eingeschleust wurde. Als sie auf dieser Stelle saß, wurde sie von irgendwem nach SF geschickt, wo sie sich nach den Kämpfen Brianna angeschlossen bzw ihre Truppe begleitet hat. Wie wir irgendwann nebenbei durch ein Teleschnekengespräch erfahren haben, erfolgte dies mehr oder minder auf den Befehl einer anderen Person, wobei wir dazu den bärenartigen Typen im verdacht hatten, der sie damals gerettet hat. Schlussendlich können wir also vermuten, dass sie die ganze Zeit für diese Organisation gearbeitet hat, aber ist dies auch die Organisation zu der sie nie mehr zurückkehren möchte. Irgendwie glaube ich das eher weniger, da sie in ihrer Albtraumwelt, in der sie geistig noch festhing, gerade erst auf diese getroffen ist, die Tundra passt sehr gut als Eismeer. Deswegen würde ich vermuten, dass sie bereits vorher irgendwie bei einer anderen Organisation mit drin gehangen hat, wahrscheinlich die gleiche, welche für ihre Tattoos verantwortlich sind und dass sie zu dieser nicht mehr zurück will. Übrigens meine ich das nur oder wurde schon mal bestätigt, dass der Bärentyp zu den Revos gehört?
      Erst einmal hast du das alles noch ziemlich gut im Kopf. Kaisas Vergangenheit wird im übrigen im kommenden Arc thematisiert werden.
      Und ja den Bärentyp hab ich meines Wissens nach spätestens in ihrer Traumversion als Kuma bestätigt.

      qoii schrieb:

      Humpty Dumpty, Herold des mannigfaltigen Origami!« ist für die Kartensoldaten verantwortlich, welche bei einer Anlehnung an die Herzkönigin nicht fehlen dürfen. Ich würde vermuten, dass er von einer Papierfrucht gegessen hat, die es ihm entweder ermöglicht, Papier/Papp-Gegenstände einfach zum Leben zu erwecken oder er muss dem Origami treu bleiben und sie vorher noch irgendwie bearbeiten/falten. Im Prinzip sind seine Kräfte der Zeichnen/Malfrucht nicht unähnlich. Kaisa und Aloe sitzen jetzt erst mal fest, wobei ich mir vorstellen könnte, dass diese Soldaten nicht nur eine extreme schwäche gegen Feuer haben, was Kyu begünstigen würde, sonder auch Wasser seinen Dienst tun wird, womit Aloe auch eine Chance haben könnte.
      Fähigkeiten soweit richtig, und doch falsch. Die Auflösung wird aber schon im nächsten oder spätestens übernächsten Kapitel erfolgen.

      qoii schrieb:

      Leider erfahren wir nicht wirklich mehr über die Vergangenheit der fünf Kinder oder des Lords, da die kleine Unterhaltung von der Ankunft Gabriels unterbrochen wird, der noch einmal seinen Fanatismus unterstreicht. Anscheinend hat Luzifer eine menge beim Lord gelernt, was das Umgarnen und Beeinflussen von Kindern angeht. Der einzige Grund. warum es bei Raphaela nicht geklappt zu haben scheint ist höchstwahrscheinlich, dass sie durch ihr drittes Auge oder zumindest die Ansätze von diesem sehr unter ihrem Bruder gelitten haben dürfte.
      Der Flashback ist noch nicht ganz zu Ende. Ich muss immerhin noch beleuchten, wie es zum Bruch zwischen Sybill, Michel und Dädalus kam.

      qoii schrieb:

      Bei den Ereignissen rund um Kyu stellt sich mir wieder die Frage was einstricht den realen Erinnerungen bzw Gegebenheiten und was ist nur in der Traumwelt passiert. Derzeit würde ich davon ausgehen, dass er damals bei seinem Kontrollverlust "nur" seine Schwester gefressen hat. Denn als die Ereignisse begannen, hat ihn nur die Anwesenheit seiner Schwester aus dem Konzept gebracht und nicht die seiner Mutter bzw Brüder und Vater. Hier hatte er sich zwar auch die Erinnerung geschaffen, dass Vater und Brüder für den Tod der Schwester verantwortlich sind, aber wenn er seine ganze Familie getötet hätte, würde ich eine etwas andere Schutzerinnerung erwarten. Weiterhin sprich Marie auch davon, dass er jetzt nach Gretchen seine Tat vollendet hat. Mit ihr hast du, wie Bo bereits erwähnt hat, einen wunderbaren Gegenpart zu Kyu gewählt. Während dieser unter seiner Tat und den Kräften immer mal wieder leidet, hat sie den tierischen Teil in sich immer vollkommen akzeptiert und mit Genuss freien Lauf gelassen. Zwar ist sie es nicht wirklich, denn Luzifer dürfte nie an ihre Erinnerungen gekommen sein, aber selbst Luzifers Einflüsterungen an Kyu, durch sie durchführen zu lassen, ist nicht nur für Kyu sehr passend, sonder besonders für uns Leser, die dann doch das eine oder andere mehr über sie Wissen. Nun haben Brianna und Co. jedenfalls vorerst das Problem eines Außenkontrolle geratenen Fuchsgeistes oder derzeit wohl eher Herleif. Mal schauen ob sie ihn erreichen kann oder doch Gabriel "rechtzeitig" zurückkommt um die Aufmerksamkeit des Fuchses auf sich zu ziehen.
      Genau das hast du noch richtig im Kopf. Kyu hat nur in der Traumwelt seine komplette Familie abgeschlachtet. In Realität war es "nur" seine Schwester. Danach ist er ja von zu Hause weggelaufen und irgendwann Brianna in die Arme gelaufen. Und so hat das Schicksal unserer beiden Freunde ihren Lauf genommen.

      Wie sich die Szene zwischen diesen beiden abspielen wird, erfahrt ihr dann in Kapitel 163.




      - V.
    • Ohne lange Vorrede gleich zum Kapitel, weil mir keine einleitenden Worte einfallen wollen. :D

      Den ersten Teil des Kapitel fand ich etwas behäbig. Ich mag Viktoria, ich mag ihre Geschichte und ich mag die Art und Weise, wie du sie als gebrochene und wieder zusammengekittete Figur darstellst, die an sich selbst nur die geklebten Risse und nicht die Schönheit dazwischen sieht. Aber spätestens nach der dritten sehr bildlichen, sehr textintensiven Hervorhebung ihres verzerrten Spiegelbildes, welcher sich durch den gesamten Abschnitt zieht, hat es mir dann doch gereicht. Weniger wäre da mehr gewesen, finde ich.^^
      Dafür gefiel mir der Flashback, weil er in angenehmer Kürze den eher unfreiwilligen Beitritt der Herzkönigin in die Triade beleuchtet. Damit dürfte nämlich einleuchten, wieso sich Viktoria gegen den Lord stellt. Wäre die Triade ein gleichberechtigtes Interessenbündnis, so wäre ihr Verrat hauptsächlich durch Habgier und Machtsucht erklärt gewesen. Nun jedoch verdichtet sich der Eindruck, dass Viktoria in erster Linie die Schmach und die Kränkung rächen möchte, welche ihr durch den Lord per Vertreter zugefügt wurden. Die stummen Tränen der kleinen verkrüppelten Viktoria, welche im Schatten ihrer selbstvergessenen Schwester kauerte und sich in ihrem Rollstuhl und Eisenkorsett von der Welt verhasst fühlte, schienen an diesem Tage erneut hervorzuquellen. Nachdem sie so viel hatte erreichen, sich selbst und der Menschheit so viel Achtung und Respekt hatte abtrotzen können, musste sich sich wieder ergeben. Dem Lord, Katerina, den Mächten im Schatten. Ich denke, Viktoria handelt in der Gegenwart zu gleichen Teilen aus aristokratischem Machtbewusstsein, tiefsitzender Rachsucht und dem treibenden Bedürfnis nach einer kathartischen Befreiung. Vielleicht hofft sie, würde nur der Lord besiegt und ihre Seele frei sein, könnte sie sich selbst endlich im Spiegel erkennen und vorfinden, was ihr treuer Diener in ihr sieht: Eine schöne, starke Frau. Vielleicht ist es das, was Viktoria unterbewusst erreichen will. Sich selbst so zu sehen, wie sie es von der Welt verlangt.

      Dem gegenüber steht Katerina als teuflische Gesandte, die sich ihrer eigenen Kräften und der Mächte, die hinter ihr in der Finsternis lauern, genauestens bewusst ist. Ihre Arroganz wirkt nicht aufgesetzt, weil sie es nicht ist. Sie kann sich jede Überheblichkeit, jede Gehässigkeit und sadistische Spielerei erlauben. Noch wissen wir nicht, welche Fähigkeiten Katerina besitzt und können nicht abschätzen, ob sie selbst dem Ruf gerecht wird, den ihre Attitüde und der Lord im Hintergrund ihr bisher verleihen. Jedoch bin ich zuversichtlich, dass Katerina als eine der letzten Figuren auf dem Feld verbleiben wird, wenn das Spiel der Könige in die Vollen geht. Bisher ist sie als Charakter zu wichtig und gleichzeitig zu nebulös, als dass ich an eine zeitnahe Auflösung glaube. Bisher ist sie das Sprachrohr und der lange Arm des Lords. Würde mich daher nicht wundern, wenn sie mit seiner Rückkehr wieder zu seiner rechten Hand würde. An seiner Seite, bis zum Ende - wie auch immer jenes auch aussehen mag. Wie es danach weitergeht, wer weiß. Bisher ist Katerina zu undurchsichtig, um ihre Loyalität abschätzen zu können. Bisher erscheint sie nicht als jemand, der dem Lord abtrünnig würde. Andererseits stellen Not und Gelegenheit oft verheißungsvolle Versprechen in Aussicht...^^

      H.D. finde ich...schräg. Gerade nachdem du uns hast wissen lassen, dass du dir den Eiermann als tatsächliches Eiergesicht auf Beinen vorstellst, erscheint mir jede Szene mit ihm irgendwie absurd. Nicht negativ, nicht positiv. Nur eine keimende irrwitzige Verwirrung, die mich befallen hat, als sich H.D. wie ein wölfischer Harley an Viktoria Nacken geheftet und ihr schöne Worte ins Ohr geflüstert hat. xD
      Ich freue mich aber darauf, ihn allmählich in Aktion zu sehen. Er und Alice interessieren mich momentan von allen Untertanen der Herzkönigin am ehesten. Jene hast du in diesem Kapitel auch endlich genauer beleuchtet und mir damit Hoffnungen gemacht, vielleicht doch einen Einzelkampf mit Brianna erleben zu dürfen. Ungewohnt zerbrechlich, beinahe aufgelöst scheint Alice zu sein und den Terrorzwillingen der satanischen Todesqualen echte Gefühle entgegenzubringen. Ein nettes und unerwartetes Detail, welches ich so nicht erwartet hatte. Bisher machte Alice auf mich einen hauptsächlich soziopathischen Eindruck, weshalb ich sie wohl etwas vorschnell zur obligatorischen Psycho-Dame des Arcs erkoren hatte. Nun zeigt sie sich aber weniger enthemmt als Marie oder Coliere vor ihr, sondern erinnert mit ihrer versteckten, einsamen Trauer und der überspielten Verletzlichkeit beinahe an Brianna aus früheren Arcs. Dem bin ich nicht abgeneigt, im Gegenteil. :D

      Uriel ist auch wieder da, bekommt einen angenehmen Schuss Persönlichkeit sowie Besucht von einer ominösen Stimme, die...wem gehört? Erst dachte ich an Katerina, was aber auch nur dem Flashback geschuldet sein könnte. Immerhin wäre Sybill wohl die logischere Alternative, wenngleich ich die Verbindung zu Uriel entweder verdrängt habe oder du bisher noch keine gegeben hast. Jedenfalls wäre es die passende Beschreibung für Sybill, welche im Alptraum die Fäden zieht und bisher auf dem besten Weg ist, ihr Ziel zu erreichen. Die Frage ist lediglich, ob das Sinn macht. Schließlich könnte auch Viktoria als Königin gemeint sein, doch warum sollte Uriel mit der Herzkönigin konspirieren und welche Figur könnte hinter der frostigen Stimme stecken, die Uriel einen Kuss auf die Wange drückt? Gerade beim Lord fehlen uns noch ein paar Kräfte, aber auch Sybill könnte sicherlich eine derartige Macht besitzen - und ich traue der Frau zu, über sich selbst in der dritten Person zu reden. xD

      Die rote Tür ist dann der Ausgang aus dem Alptraum? Kam schon eine rote Tür vor? So oder so dürfte Uriel seine Rolle als Wächter den Kopf kosten. Irgendjemand wird aus dem Alptraum entkommen, und spätestens der Lord wird sich von einem Uriel gewiss nicht an der langersehnten Freiheit hindern lassen. Dabei fällt mir ein, dass Sybills Plan auch schlicht sein könnte, dem Lord endlich aus Luzifers Gefängnis in die Freiheit zu verhelfen. Nach allem, was wir wissen, möchte der Lord die Prophezeiung erfüllen und Sybill, als Hexe, vielleicht ebenso. Womöglich ist Sybill diejenige, die dem Lord über all die Jahre treu geblieben ist und unermüdlich in Luzifers Welt verweilte, um hier und jetzt die langersehnte Chance ergreifen und den Lord befreien zu können. Wäre vielleicht eine beinahe ironische Rolle für die verfaulende Königin und mächtige Hexe, gleichzeitig aber auch eine Möglichkeit, wie sie über ihren Tod hinaus siegreich sein kann. Indem der Lord freikommt, lebt auch ihr Wille und ihre Macht weiter, die Prophezeiung doch noch erfüllen zu können.

      Puh, wieder mehr Mutmaßungen und ausschweigende Gedanken als kluge Überlegungen. xD
      Das Kapitel hat mir gut gefallen, insbesondere die neuen Einblicke in Viktorias Persönlichkeit und die überfälligen Eindrücke von H.D. und Alice. Katerina ist ohnehin ein stets gern gesehener Gast und das Flüstern am Ende macht Lust auf das Kommende. Sehr schön. :D
    • Kapitel 162-Also doch Punkte statt Striche

      Da mir von Kommentaren, die meine Eindrücke vom Gesamtwerk beinhaltet hätten, strikt abgeraten wurde, werde ich sie als kleine Krümel in den folgenden Kommentaren meisterhaft verstecken. Jetzt geht es erstmal um Kapitel 162 ... und die Krümel


      Ein Gaffer und ein Zugunglück

      Ich denke, die Herzkönigin ist hässlich. Was ich persönlich jetzt nicht schlecht finde- im Gegenteil. In einer Welt voller „wunderschöner“ Frauen, die auf ihren langen Beinen üppige Vorbauten tragen und mit Wespentaillen umherwandern, auf welche Sanduhren neidisch glotzen, ist es auch mal schön, ein solch hässliches Biest zu haben. Ich könnt es verstehen, wenn sich die Königin unwohl in dieser abscheulichen Hülle fühlen würde, weshalb ich als Leser ja auch schon Fünkchen Mitleid für die alte Dame aufbringe. Würd sie jetzt nicht gleich tröstend in die Arme schließen (weil hässlich), aber trotzdem finde ich Gefallen an ihr als Charakter. Sie mit einer üblich menschlichen Unsicherheit bezüglich ihres Aussehens zu versehen, ist ein guter Weg ein Fuß in die Tür zu bekommen und deshalb frage ich mich, wohin es mit ihr gehen wird. Bisher lag der Fokus auf ihrer Unschönheit und der daraus resultierenden Unsicherheit, nun auch noch der Flashback, in welchem wir sie Katerina Petrova und dem Lord unterliegen sehen. Bisher machte sie noch keinen allzu „bedrohlichen“ Eindruck, was sich natürlich schnell ändern kann. Noch kann ich sie nicht als Gegnerin der Ikarier sehen, eher als Verbündete gegen den Lord. Sie könnte ja ihre Crew aufgeben und anschließend Briannas Bande joinen, weil dem heterogenen Trupp eine hässliche, alte Wachtel fehlt. Ein treuer Fan kann doch träumen…

      In der Traumwelt

      Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen nicht geahnt hab, dass hinter dem Lord Shmuel steckt. Lag womöglich daran, dass die letzten Kapitel verschlungen habe. Zuerst war ich überhaupt nicht angetan vom Arcanfang, da mir das Setting nicht richtig zusagte, ich mich zu sehr an die Gossenkinder von San Fardo erinnert fühlte (Schwester Theresa war da keine Hilfe) und generell der Anfang recht „sperrig“ war. Kann an den Sätzen, Wörtern und der allgemeinen Thematik der ersten Kapitel liegen. Glücklicherweise verflogen diese Irritationen recht schnell und im Zuge dessen entpuppte sich der kleine Junge als Lord. Positiv überrascht, weil es unerwartet kam: zum einen bedeutete das, dass der Arc anders verlaufen würde als gedacht, und zum anderen gab es uns äußerst interessante Einblicke in das Leben einer Schlüsselperson. Vielleicht kann man, weil es in diesem Universum üblich zu sein scheint, aus seiner frühen Kindheit Schlüsse auf seine derzeitigen Ziele ziehen, die man noch in Verbindung mit der Prophezeiung und Horizon bringen könnte(?). Titel, Kindheit, erste Interaktion (indirekt) mit der Herzkönigin und seine bisherige Gefolgschaft. Merklich schlecht in solchen Sachen überlass ich das schön der Interpretationssektion deiner Leserschaft. Ich möchte lediglich mein Interesse für diesen alten Greis bekunden. Was hat den selbstlosen Shmuel zum mächtigen Lord gemacht? Da immer noch die Chance besteht, dass er nicht widerlich abstoßend hässlich aussieht, eilt er der Herzkönigin im Rennen eine Nasenlänge voraus.

      Schnurr


      Nachdem ich vor kurzem den Anime HxH geschaut habe, kommt eine Katzenlady wie Alice ganz gelegen. Wenn ich raten müsste, würd ich sagen, dass Alice kindlich naiv, angriffslustig und unter Umständen gefährlich ist. Gleichzeitig scheint sie die Tweedles gemocht zu haben und ihr missfällt es, wie ihre Königin scheinbar von dem Blinden gedemütigt wird. Stolz? Sie wird bestimmt für reichlich frischen Wind sorgen und freu mich schon, wer gegen sie antreten darf. Mag sie.

      Den Abschluss bilden Uriel und ein Geist, den wir mal spontan Sybill nennen. Sie selbst ließ bereits verlauten, dass sie die Fäden in der Hand hält, und auf diese Weise könnte man sie gut einbinden. Sie ist zwar nicht einer meiner Lieblinge (weil hässlich), würde es aber begrüßen, wenn man ihr so viel Macht zuspräche. Dann muss sich auch nicht mehr in ihrem eigenen Kot suhlen. Weiterhin frage ich mich, wie genau die Beziehung zwischen Luzifer, dem angeblichen Alptraumarchitekten, der tatsächlichen Alptraumkönigin Sybill, sofern die Stimme am Ende tatsächlich ihr zuzuordnen wäre, und den restlichen Handlangern ist. Irgendetwas ist da faul, denk ich zumindest. Nichts, was sich nicht in einem ausschmückenden Flashback klären ließe.

      Cat Minks and Cat Fish

      Die Frage des Tages: Wie alt ist Katerina? Charakter guide auf Seite 21 war auch keine große Hilfe… Nach ihrem ersten Auftritt als Hochzeitschrasherin hatte ich sie tatsächlich viel jünger eingeschätzt. Nun heißt es, dass sie bereits seit mindestens 50 Jahren im Geschäft ist? (mal ernsthaft: wieso sind so viele Charaktere steinalt? Ich wette, dass das Durchschnittsalter deiner Figuren bei über 100 Jahren liegt^^). Sie hatte damals schöne braune Haare, ein Puppengesicht und eine jugendliche Frische und Spitzigkeit, wo kein einziger Leser, ohne jegliche Ausnahme, sie für älter als 30 halten dürfte. Damals war sie richtig bad ass- jetzt als Oma hat sie wahrscheinlich einen bad ass.
    • Antwort auf Fanpost & 163. Kapitel erschienen.

      Ja wer hätte das gedacht, aber ich bin ja doch noch zu einem annährend wöchentlichen Veröffentlichungsrhythmus fähig.
      Also mit Vollgas zu euren Kommentaren.

      @Bo


      -Bo- schrieb:

      Den ersten Teil des Kapitel fand ich etwas behäbig. Ich mag Viktoria, ich mag ihre Geschichte und ich mag die Art und Weise, wie du sie als gebrochene und wieder zusammengekittete Figur darstellst, die an sich selbst nur die geklebten Risse und nicht die Schönheit dazwischen sieht. Aber spätestens nach der dritten sehr bildlichen, sehr textintensiven Hervorhebung ihres verzerrten Spiegelbildes, welcher sich durch den gesamten Abschnitt zieht, hat es mir dann doch gereicht. Weniger wäre da mehr gewesen, finde ich.^^
      Kann ich so unterschreiben. Wie immer, wenn ich aus ner Schreibabstinenz komme, habe ich so meine Probleme mit den ersten Szenen und verliere mich gerne mal in zu langen Beschreibungen. Ich werde in Zukunft versuchen, da wieder ein wenig stärker drauf zu achten.

      -Bo- schrieb:

      Dafür gefiel mir der Flashback, weil er in angenehmer Kürze den eher unfreiwilligen Beitritt der Herzkönigin in die Triade beleuchtet. Damit dürfte nämlich einleuchten, wieso sich Viktoria gegen den Lord stellt. Wäre die Triade ein gleichberechtigtes Interessenbündnis, so wäre ihr Verrat hauptsächlich durch Habgier und Machtsucht erklärt gewesen. Nun jedoch verdichtet sich der Eindruck, dass Viktoria in erster Linie die Schmach und die Kränkung rächen möchte, welche ihr durch den Lord per Vertreter zugefügt wurden. Die stummen Tränen der kleinen verkrüppelten Viktoria, welche im Schatten ihrer selbstvergessenen Schwester kauerte und sich in ihrem Rollstuhl und Eisenkorsett von der Welt verhasst fühlte, schienen an diesem Tage erneut hervorzuquellen. Nachdem sie so viel hatte erreichen, sich selbst und der Menschheit so viel Achtung und Respekt hatte abtrotzen können, musste sich sich wieder ergeben. Dem Lord, Katerina, den Mächten im Schatten. Ich denke, Viktoria handelt in der Gegenwart zu gleichen Teilen aus aristokratischem Machtbewusstsein, tiefsitzender Rachsucht und dem treibenden Bedürfnis nach einer kathartischen Befreiung. Vielleicht hofft sie, würde nur der Lord besiegt und ihre Seele frei sein, könnte sie sich selbst endlich im Spiegel erkennen und vorfinden, was ihr treuer Diener in ihr sieht: Eine schöne, starke Frau. Vielleicht ist es das, was Viktoria unterbewusst erreichen will. Sich selbst so zu sehen, wie sie es von der Welt verlangt.
      Ja, puh. Da fällt mir ehrlich ein Stein vom Herzen, weil ich echt Sorgen hatte, dass es vielleicht zu kurz war, oder Viktorias Charakter nicht genügend in Szene gesetzt wurde.
      Aber genauso, wie du es hier schilderst, verhält es sich auch. Viktoria ist eine stolze Frau, nicht ohne Grund eine Charlotte, und sie hat das best möglichste aus den Karten gemacht, welches ihr das Leben in die Hände gespielt hat. Eine Bürgerliche heiratet einen Aristokraten, schwingt sich zu einer Königin auf und tritt sogar der Weltregierung bei. All das, obwohl sie sich selbst - vor allem auf Grund ihres Äußeren - völlig verabscheut. Es sollte eine unique Motivation sein, die jetzt auch nicht eines fünfteiligen Flashbacks Bedarf.
      Daher freut es mich, dass es genauso rübergekommen ist.

      -Bo- schrieb:

      Dem gegenüber steht Katerina als teuflische Gesandte, die sich ihrer eigenen Kräften und der Mächte, die hinter ihr in der Finsternis lauern, genauestens bewusst ist. Ihre Arroganz wirkt nicht aufgesetzt, weil sie es nicht ist. Sie kann sich jede Überheblichkeit, jede Gehässigkeit und sadistische Spielerei erlauben. Noch wissen wir nicht, welche Fähigkeiten Katerina besitzt und können nicht abschätzen, ob sie selbst dem Ruf gerecht wird, den ihre Attitüde und der Lord im Hintergrund ihr bisher verleihen. Jedoch bin ich zuversichtlich, dass Katerina als eine der letzten Figuren auf dem Feld verbleiben wird, wenn das Spiel der Könige in die Vollen geht. Bisher ist sie als Charakter zu wichtig und gleichzeitig zu nebulös, als dass ich an eine zeitnahe Auflösung glaube. Bisher ist sie das Sprachrohr und der lange Arm des Lords. Würde mich daher nicht wundern, wenn sie mit seiner Rückkehr wieder zu seiner rechten Hand würde. An seiner Seite, bis zum Ende - wie auch immer jenes auch aussehen mag. Wie es danach weitergeht, wer weiß. Bisher ist Katerina zu undurchsichtig, um ihre Loyalität abschätzen zu können. Bisher erscheint sie nicht als jemand, der dem Lord abtrünnig würde. Andererseits stellen Not und Gelegenheit oft verheißungsvolle Versprechen in Aussicht...^^
      Ebenfalls schön zusammengefasst. Katerina ist eine meine Schlüsselfiguren im Arc und sie wird bis zum Ende auf dem Tableau bleiben. Daher ist sie zu wichtig und wir haben erst einen Bruchteil ihrer Relevanz für die Geschichte erfahren.

      -Bo- schrieb:

      H.D. finde ich...schräg. Gerade nachdem du uns hast wissen lassen, dass du dir den Eiermann als tatsächliches Eiergesicht auf Beinen vorstellst, erscheint mir jede Szene mit ihm irgendwie absurd. Nicht negativ, nicht positiv. Nur eine keimende irrwitzige Verwirrung, die mich befallen hat, als sich H.D. wie ein wölfischer Harley an Viktoria Nacken geheftet und ihr schöne Worte ins Ohr geflüstert hat. xD
      Ich freue mich aber darauf, ihn allmählich in Aktion zu sehen.
      Ja. Ich versteh deine Befremdung. Stell dir aber vor, dass er sich immer noch an Viktoria schmiegt, die er auch schon vor ihrem magischen Korsett attraktiv fand.
      Auf Humpty Dumpty freue ich mich auch schon sehr. Eine erste Kostprobe seiner Macht gab es ja schon im aktuellen Kapitel.

      -Bo- schrieb:

      Er und Alice interessieren mich momentan von allen Untertanen der Herzkönigin am ehesten. Jene hast du in diesem Kapitel auch endlich genauer beleuchtet und mir damit Hoffnungen gemacht, vielleicht doch einen Einzelkampf mit Brianna erleben zu dürfen. Ungewohnt zerbrechlich, beinahe aufgelöst scheint Alice zu sein und den Terrorzwillingen der satanischen Todesqualen echte Gefühle entgegenzubringen. Ein nettes und unerwartetes Detail, welches ich so nicht erwartet hatte. Bisher machte Alice auf mich einen hauptsächlich soziopathischen Eindruck, weshalb ich sie wohl etwas vorschnell zur obligatorischen Psycho-Dame des Arcs erkoren hatte. Nun zeigt sie sich aber weniger enthemmt als Marie oder Coliere vor ihr, sondern erinnert mit ihrer versteckten, einsamen Trauer und der überspielten Verletzlichkeit beinahe an Brianna aus früheren Arcs. Dem bin ich nicht abgeneigt, im Gegenteil. :D
      Ich deutete ja schon in einem länger zurückliegenden Kommentar an, dass Alice nicht die Psychotante des Arcs sein wird. Sie hat zwar defintiv nicht mehr das vollkommenste Porzellanservice in ihrem Schränkchen, aber sie ist durchaus mehrdeutiger.
      Ich weiß nicht, wieviel ich über ihren Werdegang bei der Herzkönigin noch offenbaren kann, aber ein paar Puzzleteile wird es mit Sicherheit noch geben.

      -Bo- schrieb:

      Uriel ist auch wieder da, bekommt einen angenehmen Schuss Persönlichkeit sowie Besucht von einer ominösen Stimme, die...wem gehört? Erst dachte ich an Katerina, was aber auch nur dem Flashback geschuldet sein könnte. Immerhin wäre Sybill wohl die logischere Alternative, wenngleich ich die Verbindung zu Uriel entweder verdrängt habe oder du bisher noch keine gegeben hast. Jedenfalls wäre es die passende Beschreibung für Sybill, welche im Alptraum die Fäden zieht und bisher auf dem besten Weg ist, ihr Ziel zu erreichen. Die Frage ist lediglich, ob das Sinn macht. Schließlich könnte auch Viktoria als Königin gemeint sein, doch warum sollte Uriel mit der Herzkönigin konspirieren und welche Figur könnte hinter der frostigen Stimme stecken, die Uriel einen Kuss auf die Wange drückt? Gerade beim Lord fehlen uns noch ein paar Kräfte, aber auch Sybill könnte sicherlich eine derartige Macht besitzen - und ich traue der Frau zu, über sich selbst in der dritten Person zu reden. xD
      Das neue Kapitel sollte wohl deutlich gemacht haben, wer die Fäden in der Hand hat. Eine weitere Auflösung hierzu erfolgt dann auch schon im nächsten Kapitel.

      -Bo- schrieb:

      Die rote Tür ist dann der Ausgang aus dem Alptraum? Kam schon eine rote Tür vor? So oder so dürfte Uriel seine Rolle als Wächter den Kopf kosten. Irgendjemand wird aus dem Alptraum entkommen, und spätestens der Lord wird sich von einem Uriel gewiss nicht an der langersehnten Freiheit hindern lassen. Dabei fällt mir ein, dass Sybills Plan auch schlicht sein könnte, dem Lord endlich aus Luzifers Gefängnis in die Freiheit zu verhelfen. Nach allem, was wir wissen, möchte der Lord die Prophezeiung erfüllen und Sybill, als Hexe, vielleicht ebenso. Womöglich ist Sybill diejenige, die dem Lord über all die Jahre treu geblieben ist und unermüdlich in Luzifers Welt verweilte, um hier und jetzt die langersehnte Chance ergreifen und den Lord befreien zu können. Wäre vielleicht eine beinahe ironische Rolle für die verfaulende Königin und mächtige Hexe, gleichzeitig aber auch eine Möglichkeit, wie sie über ihren Tod hinaus siegreich sein kann. Indem der Lord freikommt, lebt auch ihr Wille und ihre Macht weiter, die Prophezeiung doch noch erfüllen zu können.
      Ja die Rote Tür ist der Ausgang aus dem Albtraum, aber sie kam bisher noch nicht vor.

      Zu der anderen Theorie muss ich mich aus spoilergründen selbstverständlich in Schweigen hüllen.

      -Bo- schrieb:

      Puh, wieder mehr Mutmaßungen und ausschweigende Gedanken als kluge Überlegungen. xD
      Das Kapitel hat mir gut gefallen, insbesondere die neuen Einblicke in Viktorias Persönlichkeit und die überfälligen Eindrücke von H.D. und Alice. Katerina ist ohnehin ein stets gern gesehener Gast und das Flüstern am Ende macht Lust auf das Kommende. Sehr schön. :D
      Das freut mich sehr. Ich bin gespannt, ob das neue Kapitel die Erwartungen dann erfüllen konnte.


      @Calli


      C. /s schrieb:

      Da mir von Kommentaren, die meine Eindrücke vom Gesamtwerk beinhaltet hätten, strikt abgeraten wurde, werde ich sie als kleine Krümel in den folgenden Kommentaren meisterhaft verstecken. Jetzt geht es erstmal um Kapitel 162 ... und die Krümel
      Verdreh uns nicht die Worte im Mund! Ein Gesamteindruck bleibt weiter gern gesehen!

      C. /s schrieb:

      Ich denke, die Herzkönigin ist hässlich. Was ich persönlich jetzt nicht schlecht finde- im Gegenteil. In einer Welt voller „wunderschöner“ Frauen, die auf ihren langen Beinen üppige Vorbauten tragen und mit Wespentaillen umherwandern, auf welche Sanduhren neidisch glotzen, ist es auch mal schön, ein solch hässliches Biest zu haben. Ich könnt es verstehen, wenn sich die Königin unwohl in dieser abscheulichen Hülle fühlen würde, weshalb ich als Leser ja auch schon Fünkchen Mitleid für die alte Dame aufbringe. Würd sie jetzt nicht gleich tröstend in die Arme schließen (weil hässlich), aber trotzdem finde ich Gefallen an ihr als Charakter. Sie mit einer üblich menschlichen Unsicherheit bezüglich ihres Aussehens zu versehen, ist ein guter Weg ein Fuß in die Tür zu bekommen und deshalb frage ich mich, wohin es mit ihr gehen wird. Bisher lag der Fokus auf ihrer Unschönheit und der daraus resultierenden Unsicherheit, nun auch noch der Flashback, in welchem wir sie Katerina Petrova und dem Lord unterliegen sehen. Bisher machte sie noch keinen allzu „bedrohlichen“ Eindruck, was sich natürlich schnell ändern kann. Noch kann ich sie nicht als Gegnerin der Ikarier sehen, eher als Verbündete gegen den Lord. Sie könnte ja ihre Crew aufgeben und anschließend Briannas Bande joinen, weil dem heterogenen Trupp eine hässliche, alte Wachtel fehlt. Ein treuer Fan kann doch träumen…
      Aktuell ist sie ja nicht mehr hässlich. Immerhin hat sie einen Haufen Geld springen und Köpfe rollen lassen, um sich das Korsett zu basteln, welches ihr aktuell Schönheit und Eleganz verleiht.

      Über ihre weitere Rolle in dem Arc kann ich natürlich noch nicht viel sagen, um Spoiler zu vermeiden. Da muss ich dich wohl weiter auf die Folter spannen.

      C. /s schrieb:

      In der Traumwelt

      Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen nicht geahnt hab, dass hinter dem Lord Shmuel steckt. Lag womöglich daran, dass die letzten Kapitel verschlungen habe. Zuerst war ich überhaupt nicht angetan vom Arcanfang, da mir das Setting nicht richtig zusagte, ich mich zu sehr an die Gossenkinder von San Fardo erinnert fühlte (Schwester Theresa war da keine Hilfe) und generell der Anfang recht „sperrig“ war. Kann an den Sätzen, Wörtern und der allgemeinen Thematik der ersten Kapitel liegen. Glücklicherweise verflogen diese Irritationen recht schnell und im Zuge dessen entpuppte sich der kleine Junge als Lord. Positiv überrascht, weil es unerwartet kam: zum einen bedeutete das, dass der Arc anders verlaufen würde als gedacht, und zum anderen gab es uns äußerst interessante Einblicke in das Leben einer Schlüsselperson. Vielleicht kann man, weil es in diesem Universum üblich zu sein scheint, aus seiner frühen Kindheit Schlüsse auf seine derzeitigen Ziele ziehen, die man noch in Verbindung mit der Prophezeiung und Horizon bringen könnte(?). Titel, Kindheit, erste Interaktion (indirekt) mit der Herzkönigin und seine bisherige Gefolgschaft. Merklich schlecht in solchen Sachen überlass ich das schön der Interpretationssektion deiner Leserschaft. Ich möchte lediglich mein Interesse für diesen alten Greis bekunden. Was hat den selbstlosen Shmuel zum mächtigen Lord gemacht? Da immer noch die Chance besteht, dass er nicht widerlich abstoßend hässlich aussieht, eilt er der Herzkönigin im Rennen eine Nasenlänge voraus.
      Zu Shmuel werden wir ja noch ein bisschen was erfahren, wenn ich den restlichen Flashback rund um Luzifer, Sybill und Michel behandel. Dort werden wir Shmuel mit Sicherheit noch ein wenig kennenlernen.
      Ansonsten noch die Anmerkung zu den Parallelen zwischen San Fardo und Corto Maltese: Ja die waren auch so gewollt, da Luzifer und Theresa San Fardo ja ein wenig nach dem Vorbild ihrer alten Heimat geformt haben.

      C. /s schrieb:

      Nachdem ich vor kurzem den Anime HxH geschaut habe, kommt eine Katzenlady wie Alice ganz gelegen. Wenn ich raten müsste, würd ich sagen, dass Alice kindlich naiv, angriffslustig und unter Umständen gefährlich ist. Gleichzeitig scheint sie die Tweedles gemocht zu haben und ihr missfällt es, wie ihre Königin scheinbar von dem Blinden gedemütigt wird. Stolz? Sie wird bestimmt für reichlich frischen Wind sorgen und freu mich schon, wer gegen sie antreten darf. Mag sie.
      Danke. Alice wird zwar sicherlich keine Naturgewalt sein, aber man sollte sie nicht unterschätzen.

      C. /s schrieb:

      Den Abschluss bilden Uriel und ein Geist, den wir mal spontan Sybill nennen. Sie selbst ließ bereits verlauten, dass sie die Fäden in der Hand hält, und auf diese Weise könnte man sie gut einbinden. Sie ist zwar nicht einer meiner Lieblinge (weil hässlich), würde es aber begrüßen, wenn man ihr so viel Macht zuspräche. Dann muss sich auch nicht mehr in ihrem eigenen Kot suhlen. Weiterhin frage ich mich, wie genau die Beziehung zwischen Luzifer, dem angeblichen Alptraumarchitekten, der tatsächlichen Alptraumkönigin Sybill, sofern die Stimme am Ende tatsächlich ihr zuzuordnen wäre, und den restlichen Handlangern ist. Irgendetwas ist da faul, denk ich zumindest. Nichts, was sich nicht in einem ausschmückenden Flashback klären ließe.
      Das aktuelle und das kommende Kapitel sorgt da auf jeden Fall noch für ein wenig Aufklärung, wie sich das ganze mit Sybill jetzt so ergeben konnte. Mal schauen, ob ich sie dir als Charakter damit noch schmackhafter machen kann.

      C. /s schrieb:

      Die Frage des Tages: Wie alt ist Katerina? Charakter guide auf Seite 21 war auch keine große Hilfe… Nach ihrem ersten Auftritt als Hochzeitschrasherin hatte ich sie tatsächlich viel jünger eingeschätzt. Nun heißt es, dass sie bereits seit mindestens 50 Jahren im Geschäft ist? (mal ernsthaft: wieso sind so viele Charaktere steinalt? Ich wette, dass das Durchschnittsalter deiner Figuren bei über 100 Jahren liegt^^). Sie hatte damals schöne braune Haare, ein Puppengesicht und eine jugendliche Frische und Spitzigkeit, wo kein einziger Leser, ohne jegliche Ausnahme, sie für älter als 30 halten dürfte. Damals war sie richtig bad ass- jetzt als Oma hat sie wahrscheinlich einen bad ass.
      Ähm dir ist aber schon klar, dass das Thema "Unsterblichkeit" ein wenig das Motto meiner FF ist? Immerhin ist es die zentrale Thematik bei den Fünf Weisen, von denen einer Katerina als seine Tochter bezeichnet. Die Hexen scheinen ihr eigenes Mittel gegen den Tod gefunden zu haben und die dritte Fraktion, die mit einem unnatürlich langen Leben gesegnet sind, sind die Walküren, welche aber Riesenblut in sich haben.

      Damit sind die einzigen Charaktere, die bisher ein unnatürliches Alter haben: Luzifer, Theresa und Dädalus. Und hier wird es kein Zufall sein, dass diese beim Lord großgeworden sind.

      Und optisch ist Katerina weiterhin eine 30-jährige.



      In diesem Sinne viel Vergnügen mit dem Kapitel, welches an alter Stelle zu finden ist.

      - V.
    • 163- Das Spiel der Könige: Die Könige spielen immer noch

      Der einäugige Dädalus. Ich find es noch immer krass, dass der Waldschrat tatsächlich ein Auge verloren hat, weil ich nicht damit gerechnet und den Part mit Gabriel dafür extra zweimal gelesen habe, um mich zu vergewissern. Muss gestehen, dass er mir designtechnisch nun um einiges besser gefällt (9/10). Ein Einäugiger und die Walküren/Walhalla, wo das wohl hinführen kann? Ob diese Parallele zur nordischen Mythologie in einer Zeit, wo wir schon alsbald die Ufer von Walhalla ansteuern könnten, tatsächlich Zufall sein kann? Natürlich besteht auch noch die Chance, dass ich zu viel in diese Situation hineininterpretiere und diese Folterszene diente lediglich dazu, die Leser Gabriel hassen zu lernen. Aber dieser Zug sollte doch auch längst abgefahren sein, da man spätestens seit der Folterszene mit Herleif den blonden Penner nicht mögen sollte. Verblendete Fundamentalisten sind mitunter die schrecklichsten Menschen und Gabriel verdient es, mal ordentlich verprügelt zuwerden. Da wir gesehen haben, dass die Beziehung zwischen ihm und seiner weißhaarigen Schwester nicht die beste zu sein scheint, kann ich mir vorstellen, dass Dedale Raphaela erfolgreich einlullen und im Zuge dessen sie als Mitstreiterin gewinnen könnte. Im Anschluss darauf könnten sie zusammen Rache an Gabriel nehmen. Als der Waldschrat Raphaela über ihre Mutter aufklärte, bewies er schon einmal seine Fähigkeit, sie zu „lenken“, weil er sich Zeit durch seine Vorträge erkaufte. Die Weißhaarige ist womöglich der Schlüssel, der ihn aus dieser heiklen Lage befreit. Natürlich hat sich die Lage mit dem Erscheinen von Luzifer und Sybill drastisch verschlechtert, welche mit dem Befehl, ihre ekelhaften, kotverschmierten Füße zu küssen, eindeutig ihren Wunsch zu dominieren unter Beweis stellte. Dies sollte einen Fluchtversuch erschweren. Aber ein geschicktes Ablenkungsmanöver und eine verbündete Hand später sollte es dem Greis dennoch gelingen. Und anschließend natürlich noch schnell Gabriel töten.

      Und da wir schon bei den ekelhaften Füßen sind: Also in Luzifers Schuhen würde ich zurzeit nicht gerne stecken. Sybill ist grad auf ihrem Powertrip und die Alte hat es in sich. Kaum ist sie die Handschellen los, sterben schon die ersten Leute. Dabei scheint Luzifer das Hauptziel ihrer Wut zu sein, Dädalus ist sie …ebenfalls feindlich gesinnt? Das ist mir zurzeit noch nicht klar. Dies schreit nach der Fortsetzung des Flashbacks, der mit dem Gespräch zwischen Dädalus und Raphaela begann.
      Wenn ich mich richtig erinnere, meinte Luzifer mal, er sei von seinen Brüdern Dädalus und Michael verraten worden (wie viel man diesen Worten glauben mag, sei dahin gestellt). Dem Flashback war zu entnehmen, dass sich die Freundschaft zwischen den drei Jungen erst nach ihrer Flucht von der Insel entwickelte und sich wohl alles auf dem Schiff von Shmuel ereignete. Isoliert vom Rest der Welt und einem BC entkommen – dies waren bestimmt günstige Voraussetzungen für eine tiefe Bindung und noch bessere für Vertrauensbruch.
      Zeitgleich wurden sie von Shmuel unterrichtet und erbten wohl auf diese Weise den Suchdrang nach Horizon/ Erfüllung der Prophezeiung. Ob Michi und Dedale den Verrat begingen, indem sie dieses Ziel aus dem Fokus verloren? Manche Gläubige verkraften den (Kirch-)Austritt anderer nicht und Gabriels inquisitorischen Tätigkeiten nach zu urteilen (als Schützling Luzifers), kann man wohl diese Sippschaft um den Alptraumarchitekten zu einer solchen Gruppe zählen. Es gibt zurzeit zu viele Variablen, als das man Michis Tod einfach damit in Verbindung setzen könnte. Vielleicht kriegt die Interpretationssektion mehr raus, aber mir fehlen noch die restlichen Informationen aus dem Flashback. Michis Tod, Dedales Flucht (?), Sybills Rolle im Plan vom Lord,…

      Aber du musst damit nicht eilen. Jetzt wäre ich sowieso mit ein bisschen Kyu-Action zufrieden. Der Kerl ist merklich erwachsen geworden im Verlauf der Geschichte und es ist so schön schrecklich zu sehen, wie er die Kontrolle im letzten Kapitel verloren hatte, als er eine Mitstreiterin attackierte. Da werden die Ikarier vor eine harte Aufgabe gestellt und es muss vor allem für Brianna belastend sein, ihren besten Freund Kanekyu auf diese Weise zu sehen. Sollte sie jemals von seiner düsteren Vergangenheit erfahren, wird das bestimmt nicht viel an ihrem Gern-Mögen von Kyu ändern. Auch wenn sich das jetzt konträr anhören sollte,weil ich ja ein Fan vom Jungen im Fuchsgewand bin, aber ich hoffe, dass du ihn noch weiterwüten lässt. Dieser emotionale Abgrund, in dem er sich zurzeit befindet, wird dem Charakter sehr gut tun und ist viel zu wichtig, als das Kyu zu schnell wieder zu sich finden sollte (wenn er das überhaupt jemals schafft-aber man muss ja bescheiden bleiben). Mit der Hilfe seiner Freunde sollte er das schon hinkriegen. Wär nett, wenn du ihn und die anderen darunter vorerst noch leiden lässt.

      Bemerkung: Sybill stell ich mir ein Mal mehr wie die alte Frau aus dem Film Titanic vor. Natürlich mit albinoroten Augen.

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    • Kapitel 162 Bube Dame König Ass & Kapitel 163 Auferstanden von den Toten

      Mein Gott wie lange ist es schon her, dass ich es nicht geschafft habe, ein Kapitel zu kommentieren, bevor das nächste raus gekommen ist. Ich sollte wohl besser mal schnell kommentieren, bevor es drei Kapitel werden^^

      Den größten Teil des älteren Kapitels nimmt die Hintergrundgeschichte und Charakterisierung von Viktoria ein. Dabei kann ich Bo weitgehend zustimmen, ich mag die Art wie du sie darstellst, aber das eine oder andere weniger hätte es auch getan. Allerdings ist ein größerer Teil von dem was man theoretisch weglassen könnte, genau das, was mir besonders Freude bereitet und zur die Überschneidungen, Entlehnungen und Verbindungen zu Bos Menschenjagt. Grundsätzlich wäre es egal, welche Mittel sie alle zur Verbesserung ihrer Schönheit versucht hat, aber wenn diese aus PS kommen, dann sagt das einem Leser, der beide Projekte kennt, schon viel mehr. Ähnliches gilt auch für die fountischen Verbindungen. Ja beide sind an England angelehnt, aber wenn man erfährt, dass Duchess Court vormals ein Teil bzw Fürstentum der fountischen Krone war, ergibt sich gefühlte eine viel größere und tiefere Hintergrundgeschichte. Besonders wenn man bedenkt, dass diese Unabhängigkeit grob 54 Jahre her ist und DC in dieser Zeit schon eigene Kolonien errichteten konnte, welche wiederum für ihre Unabhängigkeit gekämpft haben, wie z.B. das jetzige CO.

      Weiterhin erfahren wir, dass die Herzkönigin vor fünfzig Jahren im Prinzip gezwungen wurde mit dem Lord zusammen zu arbeiten, weswegen es auch durchaus möglich ist, dass es die Triade erst seit diesem Zeitraum existiert. Allerdings hat man in dem FB das Gefühl eines ziemlichen Machtgefälles zwischen dem Lord und der Königin, was einer ungefähren Gleichheit an Macht, welche das Wort Tirade suggeriert, doch ziemlich entgegensteht. Allerdings war DC zu diesem Zeitpunkt auch noch kein von der WR anerkanntes Königreich. Dies hat es alles seiner Königen Viktoria Stuart zu verdanken, womit sie der Macht, Einfluss und der Fähigkeit, Leute von ihren Ideen zu überzeugen, des Lords ziemlich ebenbürtig erscheint. Sprich beides sind Menschen, die wissen wie sie ihre Ziele aus zunächst schwachen Positionen erreichen können und wie sie ihre Macht erhalten. Anders ausgedrückt, ihre direkte Macht ist/war damals nicht zu vergleichen/ebenbürtig, dafür aber die stärke ihrer Persönlichkeit oder nennen wir es besser Ausstrahlung/ Wirkung auf Andere.

      Alice scheint einen kleinen aber feinen Knacks zu haben, der je nachdem wie er weiter dargestellt wird, noch zu sehr interessanten bis lustigen Situationen führen kann. Schmunzeln musste ich wirklich, als sie direkt davon ausgehen, dass Tweedledee und Tweedledum nur in irgendeiner Hölle gelandet sein können und dort ihren Frieden finden sollen.

      Als nächstes hätten wir dann noch Uriel, der anscheinend Luzifer nicht (mehr) die Treue hält, sonder der Königin dieser Altraumwelt, bei der es sich eigentlich nur um Sybille handeln kann. Auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch nicht die macht gehabt haben müsse einen solchen Auftritt hinzulegen, da die Fesseln noch aktiv waren.

      Viel mehr aber frage ich mich gerade, was überhaupt der Sinn dieses Albtraumspiels ist und warum die Herzkönigin da mitmacht. Ich erinnere mich noch daran, dass ich zunächst dachte, es ginge um eine Art Machtprobe zwischen ihr und Luzifer, in der Brianna und Co irgendeiner Nebenrolle spielen sollten. Aber mit Alice Gedankengängen scheint es so zu sein, als sollte es dort von Anfang an Luzifer und Herzkönigin nebst Gefolge gegen Brianna und Co gehen, eventuell ergänzt durch Shumel/den Lord. Haben sie sich erhofft, noch an irgendwelche Inforationen zu kommen oder warum haben sie die Schatzjäger nicht gleich vernichtet, denn das scheint irgendwie das letztendliche Ziel der gesamten Aktion zu sein. Zumindest, wenn ich meine Erinnerungen wieder richtig zusammengesetzt habe. Der einzige Vorteil der Herzkönigin wäre die Anwesenheit des Lord, der sie damals hat demütigen lassen, aber ob sie von ihm Kenntnis hat, wissen wir nicht, soweit ich mich erinnere.

      Nun aber zum aktuellen Kapitel.

      Bei Gabriel und Raphaela zeigt sich nochmal sehr gut, was ich schon in einem der letzten Kommentare vermutet habe. Gabriel tritt als Aufrechter Rächer und Verteidiger der Kirche auf. Er sieht sich als ein Werkzeug Gottes bzw. der Kirche, welches die Ungläubigen und das Verdorbene bekämpft und auslöscht. Ein wirklicher Fanatiker, so wie ich mir auch einen Inquisitor zur Zeiten der (spanischen) Inquisition vorstelle, auch wenn damals sich nicht alle so gewesen sind. Sein Fanatismus macht auch vor seiner Schwester nicht halt, die nicht nur das Pech hat, eine Frau zu sein und somit schon von vornherein viel verdorbener und weniger wert ist als er. Sie hat weiterhin auch noch das Blut einer Hexe in sich, was sie von vornherein doppelt Verdorben macht. Wie bei jedem guten Fanatiker ist es ihm dabei egal, dass in seinen Adern das gleiche Blutgemisch fließt.
      Raphaela hat jedenfalls Angst vor ihrem Bruder und hasst ihn für alles was er ihr angetan hat. Die Narbe auf ihrer Stirn wird sicher auch von ihm bzw. seiner Entfernung ihres dritten Auges stammen. Aber gerade deswegen könnte sie den Schatzjägern am Ende zumindest gegen ihren Bruder helfen, besonders da jetzt ihre Mutter in Erscheinung getreten ist und alleine dadurch Luzifer mehr als nur aus der Bahn geworfen hat. Ich bin schon sehr gespannt darauf wie die beiden Geschwister auf ihre Mutter reagieren werden. Besonders Gabriel, immerhin hat sie ihm gleich mal ihre (Hexen-)Macht demonstriert

      Die wichtigste Frage für unsere Schatzjäger dürfte aber sein, wie Sibyll zu ihnen steht, denn in diesem Bezug bin ich mir noch völlig unsicher. Zum einen könnte sie immer noch eine Treue zum Lord bzw den Zielen der Prophezeiung haben oder stammt diese nicht sogar von ihr? Allerdings ist Dädalus nicht mehr auf Seiten des Lord, hat aber damals mit ihrem Mann oder besser gesagt dem Vater ihrer Kinder (Michael) Luzifer aufgehalten. aber war das in ihrem Sinne oder nicht?
      Anders gesagt ich kann noch überhaupt nicht einschätzen, wie sie zu all den anderen Figuren steht. Fest steht nur, dass sie auf jeden Fall Luzifer vernichten und bestrafen will. Aber sie hat auch dafür gesorgt, dass Luzifer überhaupt den Plan gefasst hat, die Schatzjäger in die Albtraumwelt zu sperren. Zwar scheint sie diese gebraucht zu haben, damit sie genug an den Grundfesten rütteln kann, um überhaupt die Kontrolle zu übernehmen, dies bedeute aber nicht, dass sie ihnen letztendlich wohlgesonnen ist. Immerhin wird ziemlich deutlich angeschnitten, dass sie für Kyus derzeitigen Zustand verantwortlich ist, da es >ihr Werk< ist. Weiterhin lenkt sie Brianna nur Stück für Stück und sorgt nicht einfach dafür, dass alle Schatzjäger wieder zusammen finden, was sie zumindest nach meiner Interpretation der Andeutungen durchaus schaffen könnte. Immerhin hat sie dafür gesorgt, dass Drake genau im richtigen Moment aufgetaucht ist. Alles noch ziemlich ungewiss, sie könnte sich am Ende durchaus gegen alle stellen. Besonders da sie Uriel angewiesen hat die tür zu bewachen, damit keiner Entkommen kann.

      Weiterhin frage ich mich, warum anscheinend Herleif dazu im Stande ist die Ketten zu lösen, nicht aber Brianna oder Drake. Hat es etwas damit zu tun, dass sie eine Walküre ist oder steckt da doch etwas anders dahinter, vielleicht in welche Welt die einzelnen zuerst gesteckt worden sind oder wie viel Kontakt die mit bestimmten Personen hatten oder was weiß ich. Das ist auch noch sehr Rätselhaft, wie die gesamten Strukturen, Einflussebenen der Albtraumwelt. Denn zumindest Luzifer und seine Untergebenen handeln sehr häufig, als würden sie sich in der Realen Welt befinden. Sie haben die Kathedrale per Hand für die Messe hergerichtet, die Orgel wird von Hand gespielt und ich meine mich auch daran zu erinnern, dass Raphaela irgendein Raum gefegt hat. Sollte Luzifer als (vermeintlicher) Herr des Albtraums nicht eigentlich alles nach seinen Wünschen richten können bzw einfach die Erinnerung einer Fertig vorbereiteten Kathedrale aufrufen können. Immerhin hat Sybille auch die Macht den Kinderchor in Fetzen zu reißen und die Orgel spielen zu lassen. Ganz abgehen davon, dass gerade zufällig in einer so wichtigen Nacht ein Blutmond am Himmel steht, wobei ich diesen doch eher Luzifer zurechnen würde.

      Die beiden Kapitel haben mir, wie du sicher an der Menge des Textes sehen kannst, wieder sehr gut gefallen. Besonders da ich eigentlich kaum auf den direkten Inhalt eingehe und mich mehr in meinen Spekulationen und Gedankengängen verliere. Besonders erwähnen muss ich aber noch diesen kleinen Familienmoment zwischen Kaisa und Aloë, die distanzierte Tante scheint irgendwie etwas aufzutauen. ^^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Der erste Abschnitt setzt wohl hauptsächlich den Blutmond in Szene, welcher im Kapitel fast ebenso prominent eingesetzt wird wie die handelnden Figuren. Ob es sich dabei nun um eine rein ästhetische Modifizierung der Szenerie handelt oder einen tieferen Sinn innehat, etwa die farbanalogische Rückkehr von Menschen, Fleisch und Blut in die Alptraumwelt, vage ich nicht zu mutmaßen. Eine Verbindung zur Prophezeiung schließe ich erst einmal aus, da der Blutmond ebenso wenig real ist wie der Horizont, über dem er aufgeht.

      Gabriel und Raphaela mögen sich ja richtig dolle. Total herzig, wie beide da miteinander umgehen. Ein Familienpicknick mit Familie Luzi dürfte fast so spannend werden wie ein Frühstück bei den Geschwistern Sinclair, wobei ich eine diplomatische Ehe zwischen beiden Sippen auch gerne sehen würde. xD
      Jedenfalls verdichtet sich die Frage, auf wessen Seite Raphaela am Ende stehen wird. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie früher oder später vollkommen eigennützig agiert, da sie weder ihrem Bruder noch Dädalus genug Vertrauen oder Respekt entgegenbringt, um sie zu unterstützen. Sollte es zu einem Kampf kommen, der die Geschwister gegeneinander hetzt, setze ich mein Geld allerdings nicht auf Raphaela. Zumindest nicht ohne Hilfe von Dädalus, dem ich den Sieg über Gabriel selbstverständlich gönnen würde. Andererseits wäre da auch noch Sybill, deren Allmachtsvorstellung stark an One Piece'sche Katastrophen erinnert. Vielleicht wäre es auch hier hilfreich - und offensichtlich ironisch - wenn Dädalus, Luzifer und Raphaela gegen Sybill kämpfen müssten. Wie auch immer ein solcher Kampf aussehen würde, aber letztere sind nunmal die Architekten der Traumwelt und Dädalus ist Dädalus.^^

      Nächster Punkt: Schieben wir es jetzt auf die narrative Ökonomie, dass Brianna und Anhang direkt in dem Tunnelsystem unterwegs sind, in welchem Kyu nach dem Ausbruch aus seiner persönlichen Hölle landete und Herleif auf den Tod wartete? Theoretisch hättest du mit Sybill ohnehin alle Möglichkeiten der Welt, Charaktere genau dahin zu bugsieren, wo du sie gerade haben willst, aber...ganz kommentarlos wollte ich diesen günstigen Zufall nicht verstreichen lassen. Zumindest, sollte es sich tatsächlich um einen Zufall handeln und nicht um eine logische Entwicklung, die ich nur wieder vergessen habe. xD
      Auch mir sagt es zu, dass Brianna Kyu nicht zu bändigen imstande ist - und mir sagt es zu, dass Kyu nach seiner Flucht noch immer durch die Traumwelt wütet. Sybill selbst hat gesehen, wozu der Fuchs imstande ist und verfügt zudem noch über die Mittel, ihn genau ins Auge des Orkans zu lotsen. Es würde mir gefallen, wenn sie Kyu als Chaos auf vier Pfoten auf das Schlachtfeld zaubern würde, wo jener dann eines der ranghöheren Mitglieder der Herzkönigin zerfetzt. Das hätte Stil und würde logisch erklären, wie die Helden gegen die Übermacht der royalen Leibgarde bestehen können. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die Vasallen der Herzkönigin maßgeblich als Antagonisten herhalten werden, nun, da Uriel anscheinend auf Sybills Seite steht und Gabriel vielleicht mit Raphaela und/oder Dädalus aneinander gerät.

      Kaisa ist wie immer cool, cooler, am coolsten. Es ist eigentlich nicht mehr nötig zu betonen, wie cool sie ist. Daher muss man sich nur noch fragen, wie sie die nächsten Kapitel überstehen wird. Wenn ich mich jetzt nicht täusche, stürzt sie sich direkt ins Auge von Sybills Zorn, was nur bedingt vielversprechende Aussichten sind. Rettet sie Dädalus vor Sybill? Oder wird sie vorher von, sagen wir mal, H.D. oder Marzipan oder dem Märzhasen-Hutmacher abgefangen? Ehrlich gesagt traue ich Kaisa durchaus zu, mit einem kleineren Vasallen der Herzkönigin vor der Kirche den Boden zu wischen, um dann mit einem großen Auftritt in selbige zu stürmen und sich einen der Bigshots (vornehmlich H.D.) vorzuknöpfen. Das würde aber voraussetzen, dass nicht Marc oder Kol noch dazu stoßen, welche selbst Gegner bräuchten. Und Drake ist ja auch noch da, genau wie Monster-Kyu. An starken Helden mangelt es dir da eigentlich nicht, also könnte sich Kaisa auch mit einem einzigen Gegner begnügen. Schauen wir mal.^^

      Dinge, die ich aus der letzten Szene mitnehme: Luzifer ist ein Demagoge und Sybll liiiiiieeeeebt theatralische Auftritte. Eine sich selbst spielende Orgel, ein Kinderchor, der wie tote Vögel von seiner Empore fällt, aufklaffende Kirchentüren und ein Blutmond, der rubinrotes Licht durch die Buntglasfenster brennt. Meine Fresse und drei Ave Maria, Liberace hätte es nicht kitschiger inszenieren können. :D
      Aber es passt zu Sybill, die all die Jahrzehnte auf diese große Rückkehr in die Manege der Lebenden gewartet hat. Jetzt ist es Zeit für ihre Rache, für die Prophezeiung und...für den Lord? Ich bin nach wie vor gespannt, wie der in die Gleichung um Sybill und die Traumwelt hineinpasst. Aber das wirst du sicher nicht gleich im nächsten Kapitel enthüllen, weshalb ich mich jetzt erst einmal auf Sybills weiteres Vorgehen freue. Zerquetscht sie Luzifer sofort, oder aber darf sich jener doch noch wehren? Denn, wie gesagt, so gesehen ist er der einzige, welcher Sybill noch irgendwas entgegensetzen könnte. Er hat die Traumwelt erschaffen, vielleicht mit Raphaela zusammen. Wenn er es nicht schafft, irgendwas gegen Sybill auszurichten...wer dann?

      Ingesamt wieder ein schönes Kapitel und so perfekt im Zeitplan, dass es mir Angst macht. WER BIST DU?! :D
    • Kapitel 164 erschienen

      Heyho Leute,

      aller guten Dinge sind drei, weswegen es heute auch das Dritte Kapitel in Folge gibt. Drei Kapitel, drei Wochen...ich weiß nicht, was falsch mit mir gelaufen ist, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenns am schönsten ist, weswegen ich jetzt wohl wieder auf einen zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus umschwenken werde, bis meine Prüfungen vorbei sind.

      Kommentare werde ich dann die Tage nachreichen. Kapitel ist hier zu finden.

      Viel Vergnügen.

      - V.
    • Drittes Kapitel, dritter Kommentar. Würde ich nicht in zwei Wochen Prüfungen haben und mich wie ein Fisch im Sand fühlen, wäre die Welt schön. Hach.

      Du bestätigst die Runen-Frucht, was ich erst einmal achselzuckend zur Kenntnis nehme. Wie Sybill anmerkte, scheint es sich um eine mächtige Frucht zu handeln und die Möglichkeiten respektive Grenzen der Kräfte sind wohl an die Zahl und Art der Runen gebunden, die Herleif beschwören kann. Theoretisch sind dem geneigten Sprachhistoriker keinerlei Schranken gesetzt, sofern man die richtigen Symbole aneinanderreiht, was aber die Frage aufwirft, wo die faktische Linie zwischen "mächtig" und "göttlich" verläuft. Zwar hat Oda jüngst auch zahlreiche Ketten gesprengt, aber da du selten ein Freund dieser Methoden warst, erwarte ich hier durchaus eine logische Grenze. Nicht, dass Herlief am Ende nur die Rune für "Tod" auf ihre Axt ritzen muss und schon kippen die Gesandten der Triade wie Zedern im Sturm um. xD
      Sybill erwähnte es bereits, Herleif hat das Potenzial ihrer Frucht noch nicht erreicht bzw. wird nicht in der Lage sein, es zu erreichen. Aber wenn dies geschehen würde...wie sähe das aus? Bin ja persönlich selbst kein riesiger Fan dieser allmächtigen Teufelskräfte, weshalb mich das schon interessieren würde.^^

      Diesen Aufhänger nutzend, mache ich bei der aktuellen Allmacht in Person weiter: Sybill. Ihre Selbstdarstellung dauert an, sie kostet jeden Moment ihrer Rückkehr wie süßen Wein aus und gefällt sich dabei sichtlich in ihrer Rolle der unerträglichen Höllenfürstin, die von jedermann gefürchtet, verachtet und angewidert beäugt wird. Der Kontrast zwischen lasziver Göttin und verfaulendem Gewürm hat schon einen gewissen Reiz, auch wenn mein bildliches Vorstellungsvermögen dich für so manchen Schwenk über Sybills derangierten Leib verflucht hat.
      Gleichzeitig muss man aber auch Viktoria loben, die zumindest für einen Moment in der Lage war, sich Sybill rhetorisch entgegenzustellen. Natürlich konnte sie keinen Sieg erringen, dafür hat Sybill diesen ihren Moment zu lange geplant, modelliert und in Form gegossen. Aber dieser kurze Moment des Zögerns, als sich Viktoria tatsächlich gegen Sybill erhob...den mochte ich sehr. Auffällig fand ich an dieser Stelle auch den kurzen Vermerk Sybills über Viktorias "psychische und physische" Stärke. Du hast uns bisher ja vergleichsweise im Dunkeln darüber gelassen, ob Viktoria tatsächlich kämpferisch aktiv werden könnte oder nicht. Diese Aussage könnte die Möglichkeit unterstützen, oder aber nur auf Viktorias Leidensgeschichte verweisen. Schwer zu sagen, hat mich aber aufhorchen lassen.
      Wohin Sybill die Herzkönigin und ihre Vasallen verfrachtet hat? Ich nehme mal an, irgendwohin, wo sie eher früher als später auf die Schatzjäger treffen. Kaisa ist immerhin direkt auf dem Weg und Aloe wird Brianna & Co. sicherlich auch bald gefunden und in die richtige Richtung verwiesen haben. Bleiben nur Marc und Kol, die mir beide aber irgendwie total egal sind. Der eine ist eh erst seit diesem Arc dabei und der andere ist, naja, Marc. :D

      Aber zugegeben, der hat immerhin Charakterstärke offenbart. Bisschen Fifty Shades of Gay für den Aufenthaltsort seiner Tochter, warum nicht. Eigentlich eine sehr gute Geschichte und eindrucksvoller Anknüpfpunkt für eine tiefergreifende Charakterisierung der Figur, aber...ja. Ich werde mit ihm einfach nicht richtig warm, es liegt nicht an dir oder den Dingen, die du dir für Marc ausgedacht hast. Das ist wie mit den Bärennarben damals, die Marcs Großherzigkeit und seinen Mut impliziert haben. Irgendwie springt der Funke nicht über und ich kann spontan nicht sagen, woran das liegt. Es ist, wie es immer war. Marc halt.
      Auf der Habenseite steht immerhin der Fakt, dass die beiden Herren nun hoffentlich schnell aus ihrem Alptraum verschwinden und den anderen beistehen können. Je nachdem, ob die Herzkönigin und ihre Armee an einem Flecken oder doch eher verstreut landen, sollte den Einzelkämpfen nicht mehr viel im Weg stehen. In der Kirche geht meine Prognose (Sybill vs. Luzifer, Raphaela & Dädalus) anscheinend auch auf, oder aber Raphaela schlägt sich noch auf die Seite der Hexe und es kommt zu einem 2 vs. 2, dem Luzifer und Dädalus aber eigentlich nicht gewachsen sein sollten. Keine Ahnung.

      Jetzt ist ohnehin erst einmal wieder Zeit für eine saftige Rückblende, die anscheinend endlich den großangekündigten Verrat beinhaltet. Der Einstieg gelingt dir hier hervorragend, sowohl die metaphorische Betrachtung der Welt durch Sybill als auch die schrittweise Entfremdung der Hexe von diesen Ansichten. Wenn man mit einem nahezu endlosen Leben gesegnet/verflucht wurde, fallen wegweisende Prämissen wie Tod und Leben, das Verständnis von Zeit und Zeitlosigkeit, von Carpe Diem und Memento Mori einfach weg. Sybill ist nicht an die Gesetze gebunden, die den Rest der Welt unaufhörlichen in den nächsten Tag treiben und entwickelte daraufhin ihr eigenes, viel umfassenderes Konzept der Realität. Sie sieht das große Ganze, wo andere kaum mehr als ein Leben zur Verfügung haben, um auch nur Fragmente auszumachen. Auch Sybills Einsamkeit und Isolation von den Menschen, die sie ohnehin stets argwöhnisch und feindselig behandelt haben, ist ein geschickter Übergang zu der Liebe, die sie durch Shmuel erhält. Einerseits, weil die Liebe zwischen zwei Menschen gleichzeitig so klein und so groß ist, andererseits, weil Sybill durch sie einen Hauch von Menschlichkeit erfahren hat. Klammern wir an dieser Stelle dann auch großzügig die Tatsache aus, dass Sybill im Körper eines Kindes steckt und Shmuel bereits erwachsen zu sein scheint, ist das eigentlich eine sehr schöne Szene, die einen wunderbaren Einstieg in den Untergang darstellt.

      Wie genau ich zu dieser Liebe stehe, die mich zu überraschen wusste, kann ich jedoch noch nicht zweifelsfrei beurteilen. Zwar bezeugt diese Liebe die tiefe Verbindung zu Shmuel und bietet Sybill einen neuen, gänzlich anderen motivationalen Spielraum, bringt aber auch die altbekannte narrative Trope "Liebe" ein. Dagegen habe ich natürlich nichts, aber ich möchte sehen, was du daraus machst. Es würde Sybill nicht gerecht werden, wenn sie nun wie eine schwärmerische Dirne dargestellt würde, die sich nur für ihren Liebsten all die Jahre in der Gedankenwelt Luzifers eingenistet hat. Am liebsten wäre mir hier eine Verquickung beider Systeme. Zum einen die romantische Ebene, auf der Sybill ihren Geliebten aus den Fängen Luzifers befreien möchte, und zum anderen die ideologische Ebene, auf der jener ihr gemeinsames Werk, ihren Traum wahr werden lassen soll. Mit dieser Idee könnte ich mich wirklich anfreunden. Sie macht Sybill menschlicher, den Lord greifbarer sowie die Geschehnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft grauer.


      Was soll ich sagen? Ein starkes Kapitel. Sybill fügt einen Großteil der bisherigen Handlung zusammen, bereitet simultan das herannahende Finale des Arcs vor und liefert uns im Kommenden auch noch den langersehnten Flashback um Dädalus und seine einstigen Freunde. So kann es weitergehen.^^
    • Kaum hinterlässt man hier einen Kommentar, bekommt man die Benachrichtigung, dass ein neues Kapitel online ist. Beeindruckend, beängstigend und inspirierend. Viel Glück.

      Nach dem letztem Kapitel hast du mich mit der Darstellung von Herleifs teuflischen Kräften tatsächlich neugierig gemacht. Ich kenne mich mit den Schriftzeichen kaum aus, startete demnach sofort eine superaufwendige Googlesuche, die nahezu ergebnislos verlief. Es ist immer mal wieder die Rede von Zauberei und dergleichen, aber so richtig schlau wurde ich da ehrlich gesagt noch nicht. Hier muss man wohl oder übel auf eine Erklärung seitens Nutzerin oder der allwissenden Sybill warten. Bisher wissen wir, dass die Runenkraft ihrem Nutzer die Fähigkeiten einräumt, Heilmagie einzusetzen und Fesseln zu lösen. Weckt Erinnerungen an Latein-Stunden, als das Thema Aberglaube im Mittelpunkt stand. Egal, abwarten ist angesagt.

      Ich vermute, die Frucht sollte sowieso bald sehr nützlich werden. Wie ich bereits im letzten Kommentar verlauten ließ, wäre ich einem intensiven Gewaltexzess seitens Kyus, in welchem er unkontrolliert alles und jeden um ihn herum in Brand steckt, alles andere als abgeneigt. Dem aktuellen Kapitel nach zu urteilen sollte es Herleif möglich sein, selbst schlimme Wunden zu heilen, wie wir an ihrem lädierten Bein gesehen haben. Dies könnte Kyu quasi einen Freifahrtschein in seinem Streben, sich nach Belieben auszutoben und derweil einen Pfad des Leids und der Verwüstung hinter sich zu lassen, gewähren und den Fall um einiges tragischer. Während seines Wutausbruchs könnte der Fuchsjunge demnach, vollkommen verzehrt von den Fuchsflammen und hilflos in Maries Bann gezogen, auf Freund wie Feind losgehen, einige Gegner aus dem Verkehr ziehen und anschließend seinen Weggefährten Schaden zufügen. Sollte er, nachdem er wieder bei Sinnen ist, das verheerende Ausmaß seines Kontrollverlusts realisieren, wird ihn das abermals an den Rand des Abgrunds treten und drohen, ihn zu verschlucken. Kyu, der naive, herzensgute Junge, scheint einer zu sein, der sich sowas nur schwer verzeihen könnte. Die physischen Wunden des Körpers heilen, die psychischen bleiben. Insofern bin ich sehr angetan von Herleifs Kräften, da sie die Möglichkeit eröffnet, Kyu die Macht seines Zorns in Fülle zu kosten, ohne den Hauptcharakteren auf permanente Weise körperlich zu schaden. Gleichzeitig besteht die Chance, dass Misstrauen gegenüber Kyu in der Gruppe keimt (auch wenn ich das nicht kommen sehen kann, weil sich doch alle so doll lieb haben). Eventuell ergeben sich interessante Konflikte innerhalb der Gruppe auf der Ikarus, es bilden sich Gruppen mit verhärteten Fronten (?). Das Potential für eine Menge wünschenswerter Dramatik ist gegeben. Wenn Brianna zusätzlich noch über Dädalus "Verrat" aufgeklärt wird... Vorbei die Zeit, wo alle superviel Spaß auf dem Schiff hatten.

      Und da wir schon von Konflikten reden: Marc und Cole bekommen einen Auftritt, der sich kaum von ihrem letzten unterscheidet. Ehrlich gesagt, kann ich mit beiden Kerlen nicht viel abgewinnen. Marc weil er Marc ist und Cole, weil er noch nicht viel Zeit hatte, wo er tatsächlich interessant werden konnte. Auf Clockwork Orange fand ich den Karamellbrünetten für den Arc recht gut und mir gefiel die Rolle, die ihm im Zusammenhang mit dem Harlekin zukam, recht gut. Was für mich die Fan Fiction besonders stark macht, ist die Interaktion der einzelnen Ikarier untereinander, woraus dann besondere Bindungen resultieren, die einem die Charaktere näherbringen. Kyu-Drake, Kyu-Dädalus, Kyu-Brianna, Brianna-Aloe, Brianna-Dädalus, Dädalus-Kaisa, Kaisa-Aloe (bahnt sich nach den neusten Ereignissen mit den Kartensoldaten womöglich an?). Interessante Freundschaften, die auf die einzelnen Teilnehmer individuell abgestimmt sind. Marc sehe ich mit keinem irgendwie auf einem ähnlichen Level interagieren, höchstens noch mit Brianna. Daher nehme ich ihn auch nicht als "Mitglied" war, sondern oft nur als Randerscheinung, der sich glücklicherweise in die Kämpfe stürzen kann. Dabei schlummert in ihm genug Potential, um mehr zu sein. Just in diesem Kapitel wurde wieder betont, wie er sich der Sklaverei hingegeben hat, um seine Tochter zu finden.
      Btw: Wo ich so über Sexsklaverei nachdenke- es hilft ihm halt auch mal so gar nicht, dass ich ihn mir im Leia-Outfit als Sklave einem fetten, hässlichen Himmelsdrachenmenschen zu Füße liegend/lasziv räkelnd vorstelle.
      Außerdem bin ich aus persönlichen Gründen kein Fan von Surfboards und dergleichen, weshalb er weitere Sympathiepunkte verliert.
      Ähnlich wie Marc besitzt auch Cole eine Daseinsberechtigung, mit den Ikariern in Abenteuerreise zu stechen (Rache an Harlekin?). Gleichzeitig empfinde ich ihn auch noch nicht als Teil der Gruppe, was nicht weiter verwunderlich ist, da er noch nicht einmal einen Arc lang Mitglied ist. Kann alles noch mit starken Konversationen oder gruppenbindungsstärkenden Momenten folgen.

      Wie bereits erwähnt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir in den kommenden Kapiteln eine sich anbahnende Freundschaft zwischen Kaisa und Aloe wahrnehmen werden, da ich die zwei zusammen ziemlich sympathisch finde. Klar wird Kaisa demnächst ihrem BFF Dädalus, nachdem er nun ein Auge verloren hat, etwas mehr Zeit schenken, doch sollte sie Aloe ja nicht vernachlässigen.
      Diese ist vor allem stärketechnisch in letzter Zeit enorm gewachsen, wenn man einen flüchtigen Blick auf ihre bisherigen Gegner und ihre Errungenschaften wirft. Aus diesem Grund frag ich mich, weshalb sich die beiden reizenden Damen überhaupt getrennt haben, anstatt Aloe versuchen zu lassen, die Kartensoldaten mit einem kräftigen Windstoß wegzuwehen. Oder sie unter einer kolossalen Wasserwelle zu begraben oder sie mit mächtigen Erdbrocken zu erdrücken (weil Natur). Natürlich drängt die Zeit und Aloe wird die glorreiche Aufgabe zuteil, Brianna und Co. zur Kathedrale, dem Ort des spannenden Finales zu führen. Wenn Kyu aus heiterem Himmel die Versammlung mit einem blutrünstigen Gewaltakt platzt... :kreygasm:

      was ich mir aber wegen der Allwissenheit der koprophilen Sybill nicht vorstellen kann. Obwohl ich denke, dass man ein Mastermind, welches seine Gegner und Mitspieler wie Figuren auf einem Brett aufstellt und deren Handlung wie ein Spiel bestimmt, am besten mit einem unvorhersehbaren, unmöglich zu planenden Ereignis schlägt, so denke ich, interessiert sich Sybill kaum für Kyu. Sie nahm seinen Wutausbruch damals, als Herleif ihre Fesseln öffnete, auch nicht wirklich als Gefahr wahr. Auf dem jetzigen Stand verweilend wüsst ich nicht, auf welche Weise du den Abgang der ekelerregenden Antagonistin planst. Sie mit einem ausgeklügelten Plan körperlich bezwingend? Beschwatzend? Ein unvorhersehbares Ereignis wie der Ausbruch einer irrationalen, menschlichen Emotion? Team-Arbeit der Ikarier oder durch einen Hinterhalt von ihrer Tochter Raphaela? Da sollte man sich als Leser getrost zurücklehnen und den Flashback zu Ende lesen, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Womöglich offenbart sich uns während dieser Erzählung ein Schwachpunkt der Greisin, da sie bereits einmal bezwungen und verraten wurde. Unbesiegbar ist sie demnach nicht.
      Lediglich unsterblich. Die Frau weilt schon seit unzähligen von Jahren auf dieser Welt, sammelte in der gesamten Zeit enorm viel durchgemacht. Die Menschen hielten sie für ein bedrohliches Monster, drängten sie in die peinigende Einsamkeit. Shmuel schien der Erste zu sein, der das wahre Potential in ihr erkannte, und gab ihr wohl das, was sie suchte. Einen Platz. Ob da wahre Gefühle dahinter stecken oder ob diese Beziehung gänzlich der Agenda diente, wird sich wahrscheinlich noch zeigen. Ich tippe hierbei auf Ersteres. In diesem Zusammenhang wird natürlich auch wieder ihre Beziehung zu Michi, dem Vater ihrer Kinder interessant. Ob Michis Liebe sein frühzeitiges Ableben begünstigte? Anscheinend brach der Verrat von Dedale und Luzifer ihm das Genick (oder jedenfalls ist das zu erwarten), was mMn eher auf Probleme mit der Ideologie hindeuten würde. Oder aber die beiden verrieten dem Lord, dass Michi und Sybill ein Liebespaar waren, sie zwei (nicht nur ein) Kinder gezeugt haben, woraufhin der Lord ihn umbringen ließ- unbefriedigende Lösung.
      Es kann natürlich sein, dass uns Sybill mit dem nächsten Kapitel die ganze Wahrheit verrät, was weitere Dümpelraterei meinerseits obsolet machen würde. Mal sehen, ob wir nächstes Mal auch Einblicke in die Mannschaft/Organisation des Lords erhalten. Freuen würd ich mich.

      Gutes Kapitel, öffnet die Türe für den kommenden Flashback, der uns hoffentlich mit saftigen Hintergrundinformationen füttert.



      Fun Fact: Nach diesem Kapitel hab ich eine Runenrechnung durchgeführt, mit welcher man herausfinden kann, welche Rune einem zugeordnet wird. Mein Schriftzeichen heißt "Kenaz" und gleicht einem "kleiner als" Zeichen.
    • Kapitel 164: Die Kinder des Teufels

      Zeit, dass ich auch meinen Kommentar endlich mal fertig machen, bevor du aufgrund deiner Prüfungen doch noch das vierte Kapitel in vier Wochen veröffentlichst.^^

      Als Herleif ihre Wunden mit Hilfe einer Rune geheilt hat und die Runenfrucht bestätigt wurde, habe ich mich zuerst schon gefragt, wo dies jetzt plötzlich herkommen soll. Später sind mir dann wieder die Runen auf ihren Streitäxten eingefallen, welche beim Kampf aufleuchteten, irgendwie habe ich das komplett vergessen. Jedenfalls ist dies schon eine sehr mächtige Frucht, wobei ich ihre Grenzen unter anderem in der benötigten Kenntnis der jeweiligen Bedeutung der Runen(-Kombinationen) sehe. Weiterhin braucht es natürlich auch etwas Zeit, die jeweiligen Runen zu schreiben und anscheinend müssen sie auch auf das entsprechende Objekt direkt aufgetragen, eingeritzt werden. Somit ist es schon eine sehr mächtige Frucht, welche aber derzeit noch ihre schwächen zu haben scheint. Immerhin konnte sie ihre Kräfte nicht nutzten, um sich aus Gabriels Fängen, bzw von ihren eigenen Ketten zu befreien.

      Erstaunt hat mich auch, dass Herleif Sybill so schnell befreit. Zumindest nach dem, wie die Interaktion zwischen den beiden bisher gelaufen war, hatte ich irgendwie mehr zögern oder zumindest genauere Nachfragen erwartet. Besonders, da Herleif auch gemerkt haben dürfte, dass sie zwar mit Brianna unterwegs war, diese aber auch von Sybill nicht wirklich begeistert war.

      Zu Marc und Kol fällt mir nicht wirklich etwas neues ein. Zumindest für mich war irgendwie immer klar, dass Marc zum Sklaven wurde, um irgendwie wieder an seine Tochter heranzukommen. Zwar könnte man hier herauslesen, dass er einen Deal mit genau diesem Tenryuubito hatte, aber ich kann es mir bei diesen nicht wirklich vorstellen, dass sie irgendeinen Deal eingehen würden. Zwar haben auch welche Geschäfte mit Brianna gemacht, aber wenn sie diese zu ihrer Sklavin gemacht hätten, könnten sie Brianna nicht mehr auf Artefakt suche schicken, während Mark als Lustsklave, sobald der in MJ ist und sein Brandmal hat, keine Verhandlungsposition mehr hätte. Weiterhin meine ich mich noch dunkel zu erinnern, dass er in irgendeinem FB in einem Käfig zum verkauf gezeigt wurde. Er hat wohl einfach die "Position" des Sklaven als einzige Möglichkeit gesehen, wie er nach MJ kommen kann, um dann dort irgendetwas über seine Tochter herauszufinden.

      Jetzt aber zu dem Teil, der mir sicher das meiste Kopfzerbrechen bereitet und mich wahrscheinlich vom einen früheren Kommentieren abgehalten hat, Sybill oder besser gesagt ihre Beziehungen zu den diversen männlichen Charakteren.

      Das die Mitglieder des Drei-Augen-Stammes oder bei dir Hexen genannt, sehr lange Leben wussten wir spätestens seit Genevieve auftauchen, aber jetzt erfahren wir, dass sie anscheinend zumindest was das Alter angeht (fast) unsterblich sind. Wobei mir dann noch nicht ganz klar ist, in wieweit sie körperlich Altern bzw wie lange es dauert, bis sie von einem optischen Kind, zu einer optischen Frau werden, wobei wir eine optische Oma wohl ausschließen können. Denn Sybill wird hier trotz ihres Alters von Jahrhunderten als Kind beschrieben, während Genevieve bei ihrem FB, wo sie das Aurora Archipel erhobt, ein Kind und später eine Frau war. Wobei sie in deiner letzten Charakterübersicht als Mensch/Hexe bezeichnet wird, ist sie also wie Raphaela keine reine Hexe? Ach ja ich denke, dass Sybill in der Traumwelt als alte Frau erscheint liegt daran, dass sie hier nur Seele/Erinnerung ist, welche immer weiter verfault und nicht, weil sie in dieser Welt wirklich altern würde.

      Wo wir schon bei Unsterblichkeit sind, wenn ich mich recht Entsinnen hat Katerina ihrem Vater, einem der fünf Weisen, doch eine Phiole mit Blut gebracht, welche ihm "gesundheitlich2 helfen sollte. Genauso wie der Horizon etwas mit Unsterblichkeit zu tun hat. Ich würde mich jetzt mal zu der Vermutung hinreißen lassen, dass in der Phiole Hexenblut war und der Horizon ebenfalls irgendwie mit diesem Stamm und dessen Macht/Unsterblichkeit in Verbindung steht.

      Aber jetzt zu dem eigentlichen Thema, dem Beziehung Chaos.
      Zunächst hat es mich einmal ziemlich Überrascht, dass Sybills liebe Shmuel/dem Lord gilt oder gegolten hat. Immerhin sind Gabriel und Raphaela die Kinder von ihr und Michael bzw so wurde es immer gesagt und Gabrieles Ähnlichkeit zu Michael wurde auch immer wieder betont. Womit wir eigentlich ausschließen können, dass die beiden doch Shmuels Kinder sind, welch wegen des optischen Altersunterschieds Michael zugeschoben wurden.

      Allerdings bleibt noch die Frage, ob Sybill weiterhin Shmuel liebt/ unterstützen will oder ob er sich auch irgendwie ihren Zorn zugezogen hat. Dieser scheint aber zumindest schon so stark zu sein, dass sie lieber gegen alle anderen zur Felde zieht, als Shmuel aus der Albtraumwelt zu befreien.

      Aber nun zu dem Problem mit dem Verraten. Während ich mich daran erinnere, dass wir bis jetzt die Information hatten, dass Dädalus und Michael zusammen Luzifer aufgehalten haben/wollten und Michael dabei gestorben ist, sagt Sybill jetzt, dass Dädalus und Luzifer sie und Michael verraten hätten. Weiterhin sagt sie, dass sie sich zu Luzifer wegen irgendetwas geflüchtet und der dann sie getötet und ihren Erinnerung eingesperrt hätte.
      Mit diesen Informationen kann ich sehr gut sehen, warum Sybill sagt, dass Luzifer sie verraten hätte, aber warum nennt sie dann auch Dädalus und Michael. Wenn auch die Information stimmt, die wir von Dädalus erhalten haben, könnte ich mir vorstellen, dass bei dem Versuch Luzifer aufzuhalten Michael in einer Situation gestorben ist, welche man auch als Verrat von Dädalus an ihm auslegen könnte. Also Dädalus geht weiter oder bleibt zurück, um irgendetwas technisches aufzuhalten, während Michael im Kampf stirbt oder so.
      Jedenfalls wäre es wichtig zu wissen, warum Sybill zu Luzifer geflohen ist. Sie könnte allgemein in Gefahr gewesen sein und Luzifer hat dies ausgenutzt, um sie zu beseitigen und sich ihre Erinnerungen zu eigen zu machen und musste dann von Dädalus und Michael aufgehalten werden . Andererseits könnte Sybill vor den beiden bzw deren Ablehnung von einem wichtigen Plan zu Luzifer geflohen, der diesen dann auch weiterführen wollte und deswegen von Dädalus und Michael aufgehalten werden musste.
      Irgendwie gibt es da noch viel zu viele Möglichkeiten bzw mir Fallen viel zu viele ein.

      Auch länger überlegt habe ich bei dem erwähnten Verrat bzw. >dem falschen Mann vertraut< in der Auseinandersetzung zwischen Viktoria und Sybille. Denn wie Zweitere sich ausdrückt, handelt es sich bei beiden Frauen um den selben Mann. Da Viktoria dem Lord sicher nie vertraut haben dürfte, kann es sich bei diese, Mann eigentlich nur um Luzifer handeln. Denn Sybill vertraute ihm damals und wurde in dieser Welt eingesperrt und Viktoria vertraute ihm ebenfalls um in diese Welt zu kommen und Rache am Lord nehmen zu können.

      Weiterhin habe ich mich dabei auch gefragt, wie viel Kontrolle Sybill in dieser Welt hat. Sie konnte Gabriel und HD ohne Probleme in eine Verbeugung zwingen, so wie sie sich ausdrückt konnte sie am Anfang verhindern, dass jemand ihren Auftritt mit Zwischenrufen zerstört. Aber Viktoria hat dies schließlich geschafft, bzw. Sybill schien bei ihrem lachen leicht irritiert. Ist also Viktoria mental so stark, dass sie Sybills Kontrolle überwinden konnte oder war es von Anfang an nur wie Wucht ihres Auftrittes, der alle zu schweigen verdonnert hat.

      Weiterhin dürfte noch Interessant sein, dass Sybill diese Welt als Königin verlassen will. Wir können also davon ausgehen, dass sie ihre Feinde nicht nur hier vernichten möchte, sonder auch aus dieser Welt in die reale Welt zu entkommen plant. Dies kann eigentlich nur klappen, wenn sie einen fremden Körper übernimmt. Zusätzlich müssen wir beachten, dass sie Brianna damit beauftragt hat Luzifer zu töten und da diese Welt aufgrund seiner Fähigkeiten existiert, können wir nicht ausschließen, dass die Welt mit seinem Tod endet, es sei denn der Körper bleibt nach dem Tod des Geistes trotzdem am Leben oder ein Tod in dieser Welt hat keine Auswirkungen in die Realität.
      Also da Luzifer der Erschaffer dieser Welt ist, könnte Sybill mit/nach seinen Tod planen diesen und (eventuell) leeren Körper zu übernehmen, aber ich glaube irgendwie nicht daran, dass sie damit glücklich wäre.
      Als nächstes gibt es natürlich Viktoria, da sie dieser ein Leben in einem Albtraum in Aussicht gestellt hat, während sie selber eine Königin wird. Aber auch hier sehen ich nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, genauso wie bei Herleif, an dessen Runenfrucht sie ebenfalls Interesse bekundet hat.
      Nein mit die größte Chancen sehe ich bei Brianna, weil sie die Auserwählte ist, sofern die Prophezeiung natürlich nicht genau Briannas jetzigen Geist/Wesen voraussetzt.
      An Stelle Nummer eins zur Übernahme eines fremden Körpers durch Sybill sehe ich derzeit Raphaela. Damit hätte Sybill wieder den Körper einer Hexe und da es ihre Tochter ist, könnten sie auch sehr gut kompatibel sein. So wie Sybill bis jetzt dargestellt wurde, glaube ich kaum dass sie sich groß um ihre Kinder schert, welche von Luzifer verdorben wurden. Gabriel wollte sie z.B. ein Leckerli geben, weil er so gut auf sie gehört hat, dies zeugt nicht gerade von Mutterleibe.

      Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass du zu kaum einen meiner Ausführungen rund um Sybill etwas sagen kannst ohne groß zu Spoilern, aber es hat doch gut getan mal alles niederzuschreiben was mir so durch den Kopf gegeistert ist.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett