Horizon (Vexor)

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    • Kapitel 161: Wer hat Angst vorm bösen Fuchs?

      Nach viel zu langer Zeit komme ich auch endlich wieder mal dazu, einen Kommentar zu schreiben. Die lange Pause ist definitiv nicht der Stille im FF Bereich geschuldet, im Gegenteil bisher kam sie mir eher entgegen und es gibt keine unkommentierten Kapitel. Hoffen mir einfach mal, dass wir alle im neuen Jahr wieder mehr Zeit und Inspiration finden werden.

      Anders als sonst möchte ich diesem mit einer Bemerkung zu Bos Kommentar beginnen, da ich mir bei lesen nicht ganz sicher war, ob wir von den gleichen Grundvoraussetzungen ausgehen. Denn soweit ich mich entsinne, befinden sich Brianna und Co immer noch alle in einer der Albtraumwelten, von Luzifer und wir wissen noch nicht, ob körperliche Verletzungen oder sogar der Tod innerhalb dieser Welt, Auswirkungen in der Realität hat. Deswegen hat mich der (derzeitige) Verlust von Dädalus Auge irgendwie ziemlich wenig beeindruckt. Zwar könnte es noch in den folgenden Kämpfen wichtig werden oder Briannas Zorn weiter entfesseln, aber derzeit gehe ich noch nicht von einer dauerhaften Einschränkung aus. Die seelischen Schäden, die jeder der Beteiligten in diesem Welten angesammelt hat, reichen eigentlich schon völlig aus, um die Truppe nach ihrem erwachen lang genug zu beschäftigen und "einzuschränken".

      Bei Kaisa finde ich besonders die Aussage »Ich werde nie wieder zu euch zurückkehren« interessant, nachdem sie von Aloe aus der Eiswelt gerettet wurde, aber geistig noch nicht völlig zurück war. Wen bzw welche Organisation meist die damit, den bei ihr kommen Grundsätzlich so viele in Frage, da mehrfache Lagen von Unterwanderdungsaufträgen ausgeführt hat.
      Wenn ich mich recht entsinne, ist die am weitesten zurückreichende Information außerhalb dieser Abraumwelten, dass sie von einem Mann aus einem Eismeer gerettet worden ist. Dieser wurde, wenn ich mich recht entsinne, als bärenartig beschrieben. Von ihm und seiner Organisation, ist sie dann trainiert worden. Die nächste Station war die CP-9, von der sie als Sekretärin bei den Todsünden eingeschleust wurde. Als sie auf dieser Stelle saß, wurde sie von irgendwem nach SF geschickt, wo sie sich nach den Kämpfen Brianna angeschlossen bzw ihre Truppe begleitet hat. Wie wir irgendwann nebenbei durch ein Teleschnekengespräch erfahren haben, erfolgte dies mehr oder minder auf den Befehl einer anderen Person, wobei wir dazu den bärenartigen Typen im verdacht hatten, der sie damals gerettet hat. Schlussendlich können wir also vermuten, dass sie die ganze Zeit für diese Organisation gearbeitet hat, aber ist dies auch die Organisation zu der sie nie mehr zurückkehren möchte. Irgendwie glaube ich das eher weniger, da sie in ihrer Albtraumwelt, in der sie geistig noch festhing, gerade erst auf diese getroffen ist, die Tundra passt sehr gut als Eismeer. Deswegen würde ich vermuten, dass sie bereits vorher irgendwie bei einer anderen Organisation mit drin gehangen hat, wahrscheinlich die gleiche, welche für ihre Tattoos verantwortlich sind und dass sie zu dieser nicht mehr zurück will. Übrigens meine ich das nur oder wurde schon mal bestätigt, dass der Bärentyp zu den Revos gehört?

      Humpty Dumpty, Herold des mannigfaltigen Origami!« ist für die Kartensoldaten verantwortlich, welche bei einer Anlehnung an die Herzkönigin nicht fehlen dürfen. Ich würde vermuten, dass er von einer Papierfrucht gegessen hat, die es ihm entweder ermöglicht, Papier/Papp-Gegenstände einfach zum Leben zu erwecken oder er muss dem Origami treu bleiben und sie vorher noch irgendwie bearbeiten/falten. Im Prinzip sind seine Kräfte der Zeichnen/Malfrucht nicht unähnlich. Kaisa und Aloe sitzen jetzt erst mal fest, wobei ich mir vorstellen könnte, dass diese Soldaten nicht nur eine extreme schwäche gegen Feuer haben, was Kyu begünstigen würde, sonder auch Wasser seinen Dienst tun wird, womit Aloe auch eine Chance haben könnte.

      Leider erfahren wir nicht wirklich mehr über die Vergangenheit der fünf Kinder oder des Lords, da die kleine Unterhaltung von der Ankunft Gabriels unterbrochen wird, der noch einmal seinen Fanatismus unterstreicht. Anscheinend hat Luzifer eine menge beim Lord gelernt, was das Umgarnen und Beeinflussen von Kindern angeht. Der einzige Grund. warum es bei Raphaela nicht geklappt zu haben scheint ist höchstwahrscheinlich, dass sie durch ihr drittes Auge oder zumindest die Ansätze von diesem sehr unter ihrem Bruder gelitten haben dürfte.

      Bei den Ereignissen rund um Kyu stellt sich mir wieder die Frage was einstricht den realen Erinnerungen bzw Gegebenheiten und was ist nur in der Traumwelt passiert. Derzeit würde ich davon ausgehen, dass er damals bei seinem Kontrollverlust "nur" seine Schwester gefressen hat. Denn als die Ereignisse begannen, hat ihn nur die Anwesenheit seiner Schwester aus dem Konzept gebracht und nicht die seiner Mutter bzw Brüder und Vater. Hier hatte er sich zwar auch die Erinnerung geschaffen, dass Vater und Brüder für den Tod der Schwester verantwortlich sind, aber wenn er seine ganze Familie getötet hätte, würde ich eine etwas andere Schutzerinnerung erwarten. Weiterhin sprich Marie auch davon, dass er jetzt nach Gretchen seine Tat vollendet hat. Mit ihr hast du, wie Bo bereits erwähnt hat, einen wunderbaren Gegenpart zu Kyu gewählt. Während dieser unter seiner Tat und den Kräften immer mal wieder leidet, hat sie den tierischen Teil in sich immer vollkommen akzeptiert und mit Genuss freien Lauf gelassen. Zwar ist sie es nicht wirklich, denn Luzifer dürfte nie an ihre Erinnerungen gekommen sein, aber selbst Luzifers Einflüsterungen an Kyu, durch sie durchführen zu lassen, ist nicht nur für Kyu sehr passend, sonder besonders für uns Leser, die dann doch das eine oder andere mehr über sie Wissen. Nun haben Brianna und Co. jedenfalls vorerst das Problem eines Außenkontrolle geratenen Fuchsgeistes oder derzeit wohl eher Herleif. Mal schauen ob sie ihn erreichen kann oder doch Gabriel "rechtzeitig" zurückkommt um die Aufmerksamkeit des Fuchses auf sich zu ziehen.

      Wie bereits oben erwähnt schließt sich damit ein Jahr im FF-Bereich welches durch viele Zeit und Inspirationen "Probleme" bei allen Beteiligten geprägt war. Hoffen wir darauf, dass das neue Jahr erfolgreicher verlaufen wird. :)
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Antwort auf Fanpost & 162. Kapitel erschienen

      Ohne Umschweife und großes Tara möchte ich auf eure Kommentare eingehen, bevor ihr euch Kapitel 162 widmen könnt.

      @Bo

      Wir hatten da ja schon etwas ausführlich privat drüber gesprochen, weswegen ich da gar nicht weiter darauf eingehen möchte.
      Du kennst ja mein geplantes Vorgehen.

      -Bo- schrieb:

      Dädalus hingegen stellst du gewohnt kaltschnäuzig dar. Er ist schlau, er ist furchtlos und gerade waghalsig genug, um seine große Fresse verwegen erscheinen zu lassen. Vielleicht sind mir seine Sprüche hier und da ein klitzekleines bisschen zu lang, um sie als Oneliner durchgehen zu lassen, aber unterhaltsam sind seine kreativen Beleidigungen allemal. :D
      Gleichzeitig finde ich es angenehm konsequent, dass du Dädalus endlich für seine vorgeschobene Großkotzigkeit büßen lässt. Wie endgültig der Verlust des Auges nun ist - gemessen an der Tatsache, dass du mit Dädalus und dem kleinen Wunderkind bei Barcelo zwei der klügsten Leute aller Meere in deiner FF hast - mag streitbar sein. Dennoch überraschend heftig, wie Gabriel hier durch die vielzitierte Plot Armor eines Protagonisten bricht und ihm sein Auge nimmt. Gute Szene für den Erzengel, der bisher zwar eindringlich, aber nicht unbedingt einprägsam auftrat. Zwar bin ich noch unsicher, wie und ob Dädalus aus seinen Ketten entkommen will, einen Kampf gegen den Sohn (und das Ebenbild) seines einstigen Gefährten würde ich aber nicht unbedingt ablehnen.^^
      Dädalus vs. Gabriel? Möglich, aber ich würde nicht mein hart verdientes Geld drauf wetten :P
      Gabriels Charakter wird zwar hier und da vielleicht noch ein wenig beleuchtet und seine innere Motivation herausgearbeitet werden, aber im Grunde soll es bei diesem "einfachen" Charakter bleiben. Er ist ein Hardliner, er ist grausam und brutal und bestimmt auch nur ein Opfer der Umstände, aber mehr steckt nicht dahinter.


      -Bo- schrieb:

      Wenn wir schon bei dem Thema sind, können wir auch gleich mit dem mannigfachen Origami weitermachen. Vom Titel mal abgesehen, den ich immer noch abstrus finde, kristallisiert sich H.D. erneut als verlässlichster und wertvollster Vasall der Herzkönigin heraus. Seine Soldaten bilden die - Achtung - Trumpfkarte im Ärmel der Königin und machen sogar der abgebrühten Kaisa Ärger. Ob sich hier die nächste Kampfpaarung anbahnt? So undurchschaubar die Stärkeverhältnisse auch sind, Kaisa ist definitiv an der oberen Riege anzusiedeln und verdient einen entsprechend gewichtigen Widersacher. Der Eiermann würde sich anbieten, auch wenn ich mir den Kampf selbst nicht recht vorstellen kann. xD
      Abwarten. Noch müssen sich Kaisa und Aloë ja nur den Kartensoldaten stellen und noch nicht dem eigentlich Urheber.


      -Bo- schrieb:

      Kyu, Kyu...ja, was schreibe ich zu Kyu? Du weißt, dass Kyu nie mein Lieblingsheld in deiner Geschichte war. Ich mag seine Rolle und den Charakter, aber wirklich favorisieren konnte ich ihn nie. So habe ich auch nie wirklich auf seine Vergangenheit hingefiebert, wenngleich sie mich natürlich auch interessiert hat. Wir haben nun erfahren, dass er seine Familie und seine Sandkastenfreundin abgeschlachtet und verschlungen hat, was das Glossar deiner inszenierten Grausamkeiten um einen Eintrag erweitert.^^
      Also in der Realität sind Kyus Eltern noch am Leben. Er hat dort tatsächlich "nur" seine Schwester getötet und gefressen. Macht das ganze vielleicht nicht besser, aber immerhin.

      -Bo- schrieb:

      Die Szene selbst hat mir rein handwerklich gut gefallen, mit Marie hast du dir zudem einen Charakter ausgewählt, der sein inneres Monster stets nach außen gekehrt hat und damit alles darstellt, was Kyu niemals war und immer gefürchtet hat. Wie lange der Fuchs nun die Oberhand behält und ob die Walküre wirklich sterben wird, wage ich mal nicht zu mutmaßen. Es wäre eigentlich beinahe poetisch, wenn Kyu im Kommenden durch Brianna gerettet würde. Nachdem er ihr im Kampf gegen Narcisse den Kopf wusch, könnte sie nun an den Jungen in der Bestie appellieren und ihm helfen, die Kontrolle zurückzuerlangen. Je nach Entwicklung der Endphase natürlich vor, während oder nach seinem Kampf. Was nicht heißen soll, dass beide wieder ein Teamduell bestreiten sollten. Dass ich Brianna gerne in einem knackigen Zweikampf ohne große emotionale Anwallungen sehen will, sollte ja kein Geheimnis mehr sein. :D
      Herleif werde ich an dieser Stelle nicht sterben lassen. Auch wenn das die Gefahr und die Veränderung, die gerade mit Kyu passiert, an dieser Stelle nicht abmildern möchte. Ich brauche Herleif einfach noch und die Szene (samt Auflösung) ist einfach wichtig, um zu zeigen, dass Kyu nicht mehr derselbe ist nach diesem Arc und vielleicht auch nie mehr sein wird.

      -Bo- schrieb:

      Was bleibt? Insgesamt ein gutes Kapitel, welches spürbar das Ende vorbereitet. Kyu ist nunmehr in der "Realität" angekommen, wenngleich auch nicht er selbst, und Dädalus' Geschichte wurde durch Gabriel auch beendet. Ein bisschen ernüchtert war ich vom plumpen Umgang mit dem Lord und der Ausbruch von Kyus innerem Monster kam mir vielleicht einen Ticken zu...konstruiert, aber in Anbetracht des Arcs und deiner Probleme mit ihm sind beide Punkte zu verschmerzen. Die Fahnen stehen auf Sturm und ich freue mich auf die Finalphase.
      Ja. Es wird wohl noch ein paar Charakterbuildups geben, aber mit jedem Kapitel steuern wird jetzt dem Grande Finale entgegen. Das werde ich vermutlich erst nach meinem Examen angehen können.

      @qoii


      qoii schrieb:

      Anders als sonst möchte ich diesem mit einer Bemerkung zu Bos Kommentar beginnen, da ich mir bei lesen nicht ganz sicher war, ob wir von den gleichen Grundvoraussetzungen ausgehen. Denn soweit ich mich entsinne, befinden sich Brianna und Co immer noch alle in einer der Albtraumwelten, von Luzifer und wir wissen noch nicht, ob körperliche Verletzungen oder sogar der Tod innerhalb dieser Welt, Auswirkungen in der Realität hat. Deswegen hat mich der (derzeitige) Verlust von Dädalus Auge irgendwie ziemlich wenig beeindruckt. Zwar könnte es noch in den folgenden Kämpfen wichtig werden oder Briannas Zorn weiter entfesseln, aber derzeit gehe ich noch nicht von einer dauerhaften Einschränkung aus. Die seelischen Schäden, die jeder der Beteiligten in diesem Welten angesammelt hat, reichen eigentlich schon völlig aus, um die Truppe nach ihrem erwachen lang genug zu beschäftigen und "einzuschränken".
      Dazu gibt es auch noch keine offizielle Aussage meinerseits, aber es gab durchaus Anspielungen und spätestens Uriels Aussage im aktuellen Kapitel sollte ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass nicht nur mit seelischen Schäden zu rechnen ist.

      qoii schrieb:

      Bei Kaisa finde ich besonders die Aussage »Ich werde nie wieder zu euch zurückkehren« interessant, nachdem sie von Aloe aus der Eiswelt gerettet wurde, aber geistig noch nicht völlig zurück war. Wen bzw welche Organisation meist die damit, den bei ihr kommen Grundsätzlich so viele in Frage, da mehrfache Lagen von Unterwanderdungsaufträgen ausgeführt hat.
      Wenn ich mich recht entsinne, ist die am weitesten zurückreichende Information außerhalb dieser Abraumwelten, dass sie von einem Mann aus einem Eismeer gerettet worden ist. Dieser wurde, wenn ich mich recht entsinne, als bärenartig beschrieben. Von ihm und seiner Organisation, ist sie dann trainiert worden. Die nächste Station war die CP-9, von der sie als Sekretärin bei den Todsünden eingeschleust wurde. Als sie auf dieser Stelle saß, wurde sie von irgendwem nach SF geschickt, wo sie sich nach den Kämpfen Brianna angeschlossen bzw ihre Truppe begleitet hat. Wie wir irgendwann nebenbei durch ein Teleschnekengespräch erfahren haben, erfolgte dies mehr oder minder auf den Befehl einer anderen Person, wobei wir dazu den bärenartigen Typen im verdacht hatten, der sie damals gerettet hat. Schlussendlich können wir also vermuten, dass sie die ganze Zeit für diese Organisation gearbeitet hat, aber ist dies auch die Organisation zu der sie nie mehr zurückkehren möchte. Irgendwie glaube ich das eher weniger, da sie in ihrer Albtraumwelt, in der sie geistig noch festhing, gerade erst auf diese getroffen ist, die Tundra passt sehr gut als Eismeer. Deswegen würde ich vermuten, dass sie bereits vorher irgendwie bei einer anderen Organisation mit drin gehangen hat, wahrscheinlich die gleiche, welche für ihre Tattoos verantwortlich sind und dass sie zu dieser nicht mehr zurück will. Übrigens meine ich das nur oder wurde schon mal bestätigt, dass der Bärentyp zu den Revos gehört?
      Erst einmal hast du das alles noch ziemlich gut im Kopf. Kaisas Vergangenheit wird im übrigen im kommenden Arc thematisiert werden.
      Und ja den Bärentyp hab ich meines Wissens nach spätestens in ihrer Traumversion als Kuma bestätigt.

      qoii schrieb:

      Humpty Dumpty, Herold des mannigfaltigen Origami!« ist für die Kartensoldaten verantwortlich, welche bei einer Anlehnung an die Herzkönigin nicht fehlen dürfen. Ich würde vermuten, dass er von einer Papierfrucht gegessen hat, die es ihm entweder ermöglicht, Papier/Papp-Gegenstände einfach zum Leben zu erwecken oder er muss dem Origami treu bleiben und sie vorher noch irgendwie bearbeiten/falten. Im Prinzip sind seine Kräfte der Zeichnen/Malfrucht nicht unähnlich. Kaisa und Aloe sitzen jetzt erst mal fest, wobei ich mir vorstellen könnte, dass diese Soldaten nicht nur eine extreme schwäche gegen Feuer haben, was Kyu begünstigen würde, sonder auch Wasser seinen Dienst tun wird, womit Aloe auch eine Chance haben könnte.
      Fähigkeiten soweit richtig, und doch falsch. Die Auflösung wird aber schon im nächsten oder spätestens übernächsten Kapitel erfolgen.

      qoii schrieb:

      Leider erfahren wir nicht wirklich mehr über die Vergangenheit der fünf Kinder oder des Lords, da die kleine Unterhaltung von der Ankunft Gabriels unterbrochen wird, der noch einmal seinen Fanatismus unterstreicht. Anscheinend hat Luzifer eine menge beim Lord gelernt, was das Umgarnen und Beeinflussen von Kindern angeht. Der einzige Grund. warum es bei Raphaela nicht geklappt zu haben scheint ist höchstwahrscheinlich, dass sie durch ihr drittes Auge oder zumindest die Ansätze von diesem sehr unter ihrem Bruder gelitten haben dürfte.
      Der Flashback ist noch nicht ganz zu Ende. Ich muss immerhin noch beleuchten, wie es zum Bruch zwischen Sybill, Michel und Dädalus kam.

      qoii schrieb:

      Bei den Ereignissen rund um Kyu stellt sich mir wieder die Frage was einstricht den realen Erinnerungen bzw Gegebenheiten und was ist nur in der Traumwelt passiert. Derzeit würde ich davon ausgehen, dass er damals bei seinem Kontrollverlust "nur" seine Schwester gefressen hat. Denn als die Ereignisse begannen, hat ihn nur die Anwesenheit seiner Schwester aus dem Konzept gebracht und nicht die seiner Mutter bzw Brüder und Vater. Hier hatte er sich zwar auch die Erinnerung geschaffen, dass Vater und Brüder für den Tod der Schwester verantwortlich sind, aber wenn er seine ganze Familie getötet hätte, würde ich eine etwas andere Schutzerinnerung erwarten. Weiterhin sprich Marie auch davon, dass er jetzt nach Gretchen seine Tat vollendet hat. Mit ihr hast du, wie Bo bereits erwähnt hat, einen wunderbaren Gegenpart zu Kyu gewählt. Während dieser unter seiner Tat und den Kräften immer mal wieder leidet, hat sie den tierischen Teil in sich immer vollkommen akzeptiert und mit Genuss freien Lauf gelassen. Zwar ist sie es nicht wirklich, denn Luzifer dürfte nie an ihre Erinnerungen gekommen sein, aber selbst Luzifers Einflüsterungen an Kyu, durch sie durchführen zu lassen, ist nicht nur für Kyu sehr passend, sonder besonders für uns Leser, die dann doch das eine oder andere mehr über sie Wissen. Nun haben Brianna und Co. jedenfalls vorerst das Problem eines Außenkontrolle geratenen Fuchsgeistes oder derzeit wohl eher Herleif. Mal schauen ob sie ihn erreichen kann oder doch Gabriel "rechtzeitig" zurückkommt um die Aufmerksamkeit des Fuchses auf sich zu ziehen.
      Genau das hast du noch richtig im Kopf. Kyu hat nur in der Traumwelt seine komplette Familie abgeschlachtet. In Realität war es "nur" seine Schwester. Danach ist er ja von zu Hause weggelaufen und irgendwann Brianna in die Arme gelaufen. Und so hat das Schicksal unserer beiden Freunde ihren Lauf genommen.

      Wie sich die Szene zwischen diesen beiden abspielen wird, erfahrt ihr dann in Kapitel 163.




      - V.
    • Ohne lange Vorrede gleich zum Kapitel, weil mir keine einleitenden Worte einfallen wollen. :D

      Den ersten Teil des Kapitel fand ich etwas behäbig. Ich mag Viktoria, ich mag ihre Geschichte und ich mag die Art und Weise, wie du sie als gebrochene und wieder zusammengekittete Figur darstellst, die an sich selbst nur die geklebten Risse und nicht die Schönheit dazwischen sieht. Aber spätestens nach der dritten sehr bildlichen, sehr textintensiven Hervorhebung ihres verzerrten Spiegelbildes, welcher sich durch den gesamten Abschnitt zieht, hat es mir dann doch gereicht. Weniger wäre da mehr gewesen, finde ich.^^
      Dafür gefiel mir der Flashback, weil er in angenehmer Kürze den eher unfreiwilligen Beitritt der Herzkönigin in die Triade beleuchtet. Damit dürfte nämlich einleuchten, wieso sich Viktoria gegen den Lord stellt. Wäre die Triade ein gleichberechtigtes Interessenbündnis, so wäre ihr Verrat hauptsächlich durch Habgier und Machtsucht erklärt gewesen. Nun jedoch verdichtet sich der Eindruck, dass Viktoria in erster Linie die Schmach und die Kränkung rächen möchte, welche ihr durch den Lord per Vertreter zugefügt wurden. Die stummen Tränen der kleinen verkrüppelten Viktoria, welche im Schatten ihrer selbstvergessenen Schwester kauerte und sich in ihrem Rollstuhl und Eisenkorsett von der Welt verhasst fühlte, schienen an diesem Tage erneut hervorzuquellen. Nachdem sie so viel hatte erreichen, sich selbst und der Menschheit so viel Achtung und Respekt hatte abtrotzen können, musste sich sich wieder ergeben. Dem Lord, Katerina, den Mächten im Schatten. Ich denke, Viktoria handelt in der Gegenwart zu gleichen Teilen aus aristokratischem Machtbewusstsein, tiefsitzender Rachsucht und dem treibenden Bedürfnis nach einer kathartischen Befreiung. Vielleicht hofft sie, würde nur der Lord besiegt und ihre Seele frei sein, könnte sie sich selbst endlich im Spiegel erkennen und vorfinden, was ihr treuer Diener in ihr sieht: Eine schöne, starke Frau. Vielleicht ist es das, was Viktoria unterbewusst erreichen will. Sich selbst so zu sehen, wie sie es von der Welt verlangt.

      Dem gegenüber steht Katerina als teuflische Gesandte, die sich ihrer eigenen Kräften und der Mächte, die hinter ihr in der Finsternis lauern, genauestens bewusst ist. Ihre Arroganz wirkt nicht aufgesetzt, weil sie es nicht ist. Sie kann sich jede Überheblichkeit, jede Gehässigkeit und sadistische Spielerei erlauben. Noch wissen wir nicht, welche Fähigkeiten Katerina besitzt und können nicht abschätzen, ob sie selbst dem Ruf gerecht wird, den ihre Attitüde und der Lord im Hintergrund ihr bisher verleihen. Jedoch bin ich zuversichtlich, dass Katerina als eine der letzten Figuren auf dem Feld verbleiben wird, wenn das Spiel der Könige in die Vollen geht. Bisher ist sie als Charakter zu wichtig und gleichzeitig zu nebulös, als dass ich an eine zeitnahe Auflösung glaube. Bisher ist sie das Sprachrohr und der lange Arm des Lords. Würde mich daher nicht wundern, wenn sie mit seiner Rückkehr wieder zu seiner rechten Hand würde. An seiner Seite, bis zum Ende - wie auch immer jenes auch aussehen mag. Wie es danach weitergeht, wer weiß. Bisher ist Katerina zu undurchsichtig, um ihre Loyalität abschätzen zu können. Bisher erscheint sie nicht als jemand, der dem Lord abtrünnig würde. Andererseits stellen Not und Gelegenheit oft verheißungsvolle Versprechen in Aussicht...^^

      H.D. finde ich...schräg. Gerade nachdem du uns hast wissen lassen, dass du dir den Eiermann als tatsächliches Eiergesicht auf Beinen vorstellst, erscheint mir jede Szene mit ihm irgendwie absurd. Nicht negativ, nicht positiv. Nur eine keimende irrwitzige Verwirrung, die mich befallen hat, als sich H.D. wie ein wölfischer Harley an Viktoria Nacken geheftet und ihr schöne Worte ins Ohr geflüstert hat. xD
      Ich freue mich aber darauf, ihn allmählich in Aktion zu sehen. Er und Alice interessieren mich momentan von allen Untertanen der Herzkönigin am ehesten. Jene hast du in diesem Kapitel auch endlich genauer beleuchtet und mir damit Hoffnungen gemacht, vielleicht doch einen Einzelkampf mit Brianna erleben zu dürfen. Ungewohnt zerbrechlich, beinahe aufgelöst scheint Alice zu sein und den Terrorzwillingen der satanischen Todesqualen echte Gefühle entgegenzubringen. Ein nettes und unerwartetes Detail, welches ich so nicht erwartet hatte. Bisher machte Alice auf mich einen hauptsächlich soziopathischen Eindruck, weshalb ich sie wohl etwas vorschnell zur obligatorischen Psycho-Dame des Arcs erkoren hatte. Nun zeigt sie sich aber weniger enthemmt als Marie oder Coliere vor ihr, sondern erinnert mit ihrer versteckten, einsamen Trauer und der überspielten Verletzlichkeit beinahe an Brianna aus früheren Arcs. Dem bin ich nicht abgeneigt, im Gegenteil. :D

      Uriel ist auch wieder da, bekommt einen angenehmen Schuss Persönlichkeit sowie Besucht von einer ominösen Stimme, die...wem gehört? Erst dachte ich an Katerina, was aber auch nur dem Flashback geschuldet sein könnte. Immerhin wäre Sybill wohl die logischere Alternative, wenngleich ich die Verbindung zu Uriel entweder verdrängt habe oder du bisher noch keine gegeben hast. Jedenfalls wäre es die passende Beschreibung für Sybill, welche im Alptraum die Fäden zieht und bisher auf dem besten Weg ist, ihr Ziel zu erreichen. Die Frage ist lediglich, ob das Sinn macht. Schließlich könnte auch Viktoria als Königin gemeint sein, doch warum sollte Uriel mit der Herzkönigin konspirieren und welche Figur könnte hinter der frostigen Stimme stecken, die Uriel einen Kuss auf die Wange drückt? Gerade beim Lord fehlen uns noch ein paar Kräfte, aber auch Sybill könnte sicherlich eine derartige Macht besitzen - und ich traue der Frau zu, über sich selbst in der dritten Person zu reden. xD

      Die rote Tür ist dann der Ausgang aus dem Alptraum? Kam schon eine rote Tür vor? So oder so dürfte Uriel seine Rolle als Wächter den Kopf kosten. Irgendjemand wird aus dem Alptraum entkommen, und spätestens der Lord wird sich von einem Uriel gewiss nicht an der langersehnten Freiheit hindern lassen. Dabei fällt mir ein, dass Sybills Plan auch schlicht sein könnte, dem Lord endlich aus Luzifers Gefängnis in die Freiheit zu verhelfen. Nach allem, was wir wissen, möchte der Lord die Prophezeiung erfüllen und Sybill, als Hexe, vielleicht ebenso. Womöglich ist Sybill diejenige, die dem Lord über all die Jahre treu geblieben ist und unermüdlich in Luzifers Welt verweilte, um hier und jetzt die langersehnte Chance ergreifen und den Lord befreien zu können. Wäre vielleicht eine beinahe ironische Rolle für die verfaulende Königin und mächtige Hexe, gleichzeitig aber auch eine Möglichkeit, wie sie über ihren Tod hinaus siegreich sein kann. Indem der Lord freikommt, lebt auch ihr Wille und ihre Macht weiter, die Prophezeiung doch noch erfüllen zu können.

      Puh, wieder mehr Mutmaßungen und ausschweigende Gedanken als kluge Überlegungen. xD
      Das Kapitel hat mir gut gefallen, insbesondere die neuen Einblicke in Viktorias Persönlichkeit und die überfälligen Eindrücke von H.D. und Alice. Katerina ist ohnehin ein stets gern gesehener Gast und das Flüstern am Ende macht Lust auf das Kommende. Sehr schön. :D


    • Kapitel 162-Also doch Punkte statt Striche

      Da mir von Kommentaren, die meine Eindrücke vom Gesamtwerk beinhaltet hätten, strikt abgeraten wurde, werde ich sie als kleine Krümel in den folgenden Kommentaren meisterhaft verstecken. Jetzt geht es erstmal um Kapitel 162 ... und die Krümel


      Ein Gaffer und ein Zugunglück

      Ich denke, die Herzkönigin ist hässlich. Was ich persönlich jetzt nicht schlecht finde- im Gegenteil. In einer Welt voller „wunderschöner“ Frauen, die auf ihren langen Beinen üppige Vorbauten tragen und mit Wespentaillen umherwandern, auf welche Sanduhren neidisch glotzen, ist es auch mal schön, ein solch hässliches Biest zu haben. Ich könnt es verstehen, wenn sich die Königin unwohl in dieser abscheulichen Hülle fühlen würde, weshalb ich als Leser ja auch schon Fünkchen Mitleid für die alte Dame aufbringe. Würd sie jetzt nicht gleich tröstend in die Arme schließen (weil hässlich), aber trotzdem finde ich Gefallen an ihr als Charakter. Sie mit einer üblich menschlichen Unsicherheit bezüglich ihres Aussehens zu versehen, ist ein guter Weg ein Fuß in die Tür zu bekommen und deshalb frage ich mich, wohin es mit ihr gehen wird. Bisher lag der Fokus auf ihrer Unschönheit und der daraus resultierenden Unsicherheit, nun auch noch der Flashback, in welchem wir sie Katerina Petrova und dem Lord unterliegen sehen. Bisher machte sie noch keinen allzu „bedrohlichen“ Eindruck, was sich natürlich schnell ändern kann. Noch kann ich sie nicht als Gegnerin der Ikarier sehen, eher als Verbündete gegen den Lord. Sie könnte ja ihre Crew aufgeben und anschließend Briannas Bande joinen, weil dem heterogenen Trupp eine hässliche, alte Wachtel fehlt. Ein treuer Fan kann doch träumen…

      In der Traumwelt

      Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen nicht geahnt hab, dass hinter dem Lord Shmuel steckt. Lag womöglich daran, dass die letzten Kapitel verschlungen habe. Zuerst war ich überhaupt nicht angetan vom Arcanfang, da mir das Setting nicht richtig zusagte, ich mich zu sehr an die Gossenkinder von San Fardo erinnert fühlte (Schwester Theresa war da keine Hilfe) und generell der Anfang recht „sperrig“ war. Kann an den Sätzen, Wörtern und der allgemeinen Thematik der ersten Kapitel liegen. Glücklicherweise verflogen diese Irritationen recht schnell und im Zuge dessen entpuppte sich der kleine Junge als Lord. Positiv überrascht, weil es unerwartet kam: zum einen bedeutete das, dass der Arc anders verlaufen würde als gedacht, und zum anderen gab es uns äußerst interessante Einblicke in das Leben einer Schlüsselperson. Vielleicht kann man, weil es in diesem Universum üblich zu sein scheint, aus seiner frühen Kindheit Schlüsse auf seine derzeitigen Ziele ziehen, die man noch in Verbindung mit der Prophezeiung und Horizon bringen könnte(?). Titel, Kindheit, erste Interaktion (indirekt) mit der Herzkönigin und seine bisherige Gefolgschaft. Merklich schlecht in solchen Sachen überlass ich das schön der Interpretationssektion deiner Leserschaft. Ich möchte lediglich mein Interesse für diesen alten Greis bekunden. Was hat den selbstlosen Shmuel zum mächtigen Lord gemacht? Da immer noch die Chance besteht, dass er nicht widerlich abstoßend hässlich aussieht, eilt er der Herzkönigin im Rennen eine Nasenlänge voraus.

      Schnurr


      Nachdem ich vor kurzem den Anime HxH geschaut habe, kommt eine Katzenlady wie Alice ganz gelegen. Wenn ich raten müsste, würd ich sagen, dass Alice kindlich naiv, angriffslustig und unter Umständen gefährlich ist. Gleichzeitig scheint sie die Tweedles gemocht zu haben und ihr missfällt es, wie ihre Königin scheinbar von dem Blinden gedemütigt wird. Stolz? Sie wird bestimmt für reichlich frischen Wind sorgen und freu mich schon, wer gegen sie antreten darf. Mag sie.

      Den Abschluss bilden Uriel und ein Geist, den wir mal spontan Sybill nennen. Sie selbst ließ bereits verlauten, dass sie die Fäden in der Hand hält, und auf diese Weise könnte man sie gut einbinden. Sie ist zwar nicht einer meiner Lieblinge (weil hässlich), würde es aber begrüßen, wenn man ihr so viel Macht zuspräche. Dann muss sich auch nicht mehr in ihrem eigenen Kot suhlen. Weiterhin frage ich mich, wie genau die Beziehung zwischen Luzifer, dem angeblichen Alptraumarchitekten, der tatsächlichen Alptraumkönigin Sybill, sofern die Stimme am Ende tatsächlich ihr zuzuordnen wäre, und den restlichen Handlangern ist. Irgendetwas ist da faul, denk ich zumindest. Nichts, was sich nicht in einem ausschmückenden Flashback klären ließe.

      Cat Minks and Cat Fish

      Die Frage des Tages: Wie alt ist Katerina? Charakter guide auf Seite 21 war auch keine große Hilfe… Nach ihrem ersten Auftritt als Hochzeitschrasherin hatte ich sie tatsächlich viel jünger eingeschätzt. Nun heißt es, dass sie bereits seit mindestens 50 Jahren im Geschäft ist? (mal ernsthaft: wieso sind so viele Charaktere steinalt? Ich wette, dass das Durchschnittsalter deiner Figuren bei über 100 Jahren liegt^^). Sie hatte damals schöne braune Haare, ein Puppengesicht und eine jugendliche Frische und Spitzigkeit, wo kein einziger Leser, ohne jegliche Ausnahme, sie für älter als 30 halten dürfte. Damals war sie richtig bad ass- jetzt als Oma hat sie wahrscheinlich einen bad ass.
    • Antwort auf Fanpost & 163. Kapitel erschienen.

      Ja wer hätte das gedacht, aber ich bin ja doch noch zu einem annährend wöchentlichen Veröffentlichungsrhythmus fähig.
      Also mit Vollgas zu euren Kommentaren.

      @Bo


      -Bo- schrieb:

      Den ersten Teil des Kapitel fand ich etwas behäbig. Ich mag Viktoria, ich mag ihre Geschichte und ich mag die Art und Weise, wie du sie als gebrochene und wieder zusammengekittete Figur darstellst, die an sich selbst nur die geklebten Risse und nicht die Schönheit dazwischen sieht. Aber spätestens nach der dritten sehr bildlichen, sehr textintensiven Hervorhebung ihres verzerrten Spiegelbildes, welcher sich durch den gesamten Abschnitt zieht, hat es mir dann doch gereicht. Weniger wäre da mehr gewesen, finde ich.^^
      Kann ich so unterschreiben. Wie immer, wenn ich aus ner Schreibabstinenz komme, habe ich so meine Probleme mit den ersten Szenen und verliere mich gerne mal in zu langen Beschreibungen. Ich werde in Zukunft versuchen, da wieder ein wenig stärker drauf zu achten.

      -Bo- schrieb:

      Dafür gefiel mir der Flashback, weil er in angenehmer Kürze den eher unfreiwilligen Beitritt der Herzkönigin in die Triade beleuchtet. Damit dürfte nämlich einleuchten, wieso sich Viktoria gegen den Lord stellt. Wäre die Triade ein gleichberechtigtes Interessenbündnis, so wäre ihr Verrat hauptsächlich durch Habgier und Machtsucht erklärt gewesen. Nun jedoch verdichtet sich der Eindruck, dass Viktoria in erster Linie die Schmach und die Kränkung rächen möchte, welche ihr durch den Lord per Vertreter zugefügt wurden. Die stummen Tränen der kleinen verkrüppelten Viktoria, welche im Schatten ihrer selbstvergessenen Schwester kauerte und sich in ihrem Rollstuhl und Eisenkorsett von der Welt verhasst fühlte, schienen an diesem Tage erneut hervorzuquellen. Nachdem sie so viel hatte erreichen, sich selbst und der Menschheit so viel Achtung und Respekt hatte abtrotzen können, musste sich sich wieder ergeben. Dem Lord, Katerina, den Mächten im Schatten. Ich denke, Viktoria handelt in der Gegenwart zu gleichen Teilen aus aristokratischem Machtbewusstsein, tiefsitzender Rachsucht und dem treibenden Bedürfnis nach einer kathartischen Befreiung. Vielleicht hofft sie, würde nur der Lord besiegt und ihre Seele frei sein, könnte sie sich selbst endlich im Spiegel erkennen und vorfinden, was ihr treuer Diener in ihr sieht: Eine schöne, starke Frau. Vielleicht ist es das, was Viktoria unterbewusst erreichen will. Sich selbst so zu sehen, wie sie es von der Welt verlangt.
      Ja, puh. Da fällt mir ehrlich ein Stein vom Herzen, weil ich echt Sorgen hatte, dass es vielleicht zu kurz war, oder Viktorias Charakter nicht genügend in Szene gesetzt wurde.
      Aber genauso, wie du es hier schilderst, verhält es sich auch. Viktoria ist eine stolze Frau, nicht ohne Grund eine Charlotte, und sie hat das best möglichste aus den Karten gemacht, welches ihr das Leben in die Hände gespielt hat. Eine Bürgerliche heiratet einen Aristokraten, schwingt sich zu einer Königin auf und tritt sogar der Weltregierung bei. All das, obwohl sie sich selbst - vor allem auf Grund ihres Äußeren - völlig verabscheut. Es sollte eine unique Motivation sein, die jetzt auch nicht eines fünfteiligen Flashbacks Bedarf.
      Daher freut es mich, dass es genauso rübergekommen ist.

      -Bo- schrieb:

      Dem gegenüber steht Katerina als teuflische Gesandte, die sich ihrer eigenen Kräften und der Mächte, die hinter ihr in der Finsternis lauern, genauestens bewusst ist. Ihre Arroganz wirkt nicht aufgesetzt, weil sie es nicht ist. Sie kann sich jede Überheblichkeit, jede Gehässigkeit und sadistische Spielerei erlauben. Noch wissen wir nicht, welche Fähigkeiten Katerina besitzt und können nicht abschätzen, ob sie selbst dem Ruf gerecht wird, den ihre Attitüde und der Lord im Hintergrund ihr bisher verleihen. Jedoch bin ich zuversichtlich, dass Katerina als eine der letzten Figuren auf dem Feld verbleiben wird, wenn das Spiel der Könige in die Vollen geht. Bisher ist sie als Charakter zu wichtig und gleichzeitig zu nebulös, als dass ich an eine zeitnahe Auflösung glaube. Bisher ist sie das Sprachrohr und der lange Arm des Lords. Würde mich daher nicht wundern, wenn sie mit seiner Rückkehr wieder zu seiner rechten Hand würde. An seiner Seite, bis zum Ende - wie auch immer jenes auch aussehen mag. Wie es danach weitergeht, wer weiß. Bisher ist Katerina zu undurchsichtig, um ihre Loyalität abschätzen zu können. Bisher erscheint sie nicht als jemand, der dem Lord abtrünnig würde. Andererseits stellen Not und Gelegenheit oft verheißungsvolle Versprechen in Aussicht...^^
      Ebenfalls schön zusammengefasst. Katerina ist eine meine Schlüsselfiguren im Arc und sie wird bis zum Ende auf dem Tableau bleiben. Daher ist sie zu wichtig und wir haben erst einen Bruchteil ihrer Relevanz für die Geschichte erfahren.

      -Bo- schrieb:

      H.D. finde ich...schräg. Gerade nachdem du uns hast wissen lassen, dass du dir den Eiermann als tatsächliches Eiergesicht auf Beinen vorstellst, erscheint mir jede Szene mit ihm irgendwie absurd. Nicht negativ, nicht positiv. Nur eine keimende irrwitzige Verwirrung, die mich befallen hat, als sich H.D. wie ein wölfischer Harley an Viktoria Nacken geheftet und ihr schöne Worte ins Ohr geflüstert hat. xD
      Ich freue mich aber darauf, ihn allmählich in Aktion zu sehen.
      Ja. Ich versteh deine Befremdung. Stell dir aber vor, dass er sich immer noch an Viktoria schmiegt, die er auch schon vor ihrem magischen Korsett attraktiv fand.
      Auf Humpty Dumpty freue ich mich auch schon sehr. Eine erste Kostprobe seiner Macht gab es ja schon im aktuellen Kapitel.

      -Bo- schrieb:

      Er und Alice interessieren mich momentan von allen Untertanen der Herzkönigin am ehesten. Jene hast du in diesem Kapitel auch endlich genauer beleuchtet und mir damit Hoffnungen gemacht, vielleicht doch einen Einzelkampf mit Brianna erleben zu dürfen. Ungewohnt zerbrechlich, beinahe aufgelöst scheint Alice zu sein und den Terrorzwillingen der satanischen Todesqualen echte Gefühle entgegenzubringen. Ein nettes und unerwartetes Detail, welches ich so nicht erwartet hatte. Bisher machte Alice auf mich einen hauptsächlich soziopathischen Eindruck, weshalb ich sie wohl etwas vorschnell zur obligatorischen Psycho-Dame des Arcs erkoren hatte. Nun zeigt sie sich aber weniger enthemmt als Marie oder Coliere vor ihr, sondern erinnert mit ihrer versteckten, einsamen Trauer und der überspielten Verletzlichkeit beinahe an Brianna aus früheren Arcs. Dem bin ich nicht abgeneigt, im Gegenteil. :D
      Ich deutete ja schon in einem länger zurückliegenden Kommentar an, dass Alice nicht die Psychotante des Arcs sein wird. Sie hat zwar defintiv nicht mehr das vollkommenste Porzellanservice in ihrem Schränkchen, aber sie ist durchaus mehrdeutiger.
      Ich weiß nicht, wieviel ich über ihren Werdegang bei der Herzkönigin noch offenbaren kann, aber ein paar Puzzleteile wird es mit Sicherheit noch geben.

      -Bo- schrieb:

      Uriel ist auch wieder da, bekommt einen angenehmen Schuss Persönlichkeit sowie Besucht von einer ominösen Stimme, die...wem gehört? Erst dachte ich an Katerina, was aber auch nur dem Flashback geschuldet sein könnte. Immerhin wäre Sybill wohl die logischere Alternative, wenngleich ich die Verbindung zu Uriel entweder verdrängt habe oder du bisher noch keine gegeben hast. Jedenfalls wäre es die passende Beschreibung für Sybill, welche im Alptraum die Fäden zieht und bisher auf dem besten Weg ist, ihr Ziel zu erreichen. Die Frage ist lediglich, ob das Sinn macht. Schließlich könnte auch Viktoria als Königin gemeint sein, doch warum sollte Uriel mit der Herzkönigin konspirieren und welche Figur könnte hinter der frostigen Stimme stecken, die Uriel einen Kuss auf die Wange drückt? Gerade beim Lord fehlen uns noch ein paar Kräfte, aber auch Sybill könnte sicherlich eine derartige Macht besitzen - und ich traue der Frau zu, über sich selbst in der dritten Person zu reden. xD
      Das neue Kapitel sollte wohl deutlich gemacht haben, wer die Fäden in der Hand hat. Eine weitere Auflösung hierzu erfolgt dann auch schon im nächsten Kapitel.

      -Bo- schrieb:

      Die rote Tür ist dann der Ausgang aus dem Alptraum? Kam schon eine rote Tür vor? So oder so dürfte Uriel seine Rolle als Wächter den Kopf kosten. Irgendjemand wird aus dem Alptraum entkommen, und spätestens der Lord wird sich von einem Uriel gewiss nicht an der langersehnten Freiheit hindern lassen. Dabei fällt mir ein, dass Sybills Plan auch schlicht sein könnte, dem Lord endlich aus Luzifers Gefängnis in die Freiheit zu verhelfen. Nach allem, was wir wissen, möchte der Lord die Prophezeiung erfüllen und Sybill, als Hexe, vielleicht ebenso. Womöglich ist Sybill diejenige, die dem Lord über all die Jahre treu geblieben ist und unermüdlich in Luzifers Welt verweilte, um hier und jetzt die langersehnte Chance ergreifen und den Lord befreien zu können. Wäre vielleicht eine beinahe ironische Rolle für die verfaulende Königin und mächtige Hexe, gleichzeitig aber auch eine Möglichkeit, wie sie über ihren Tod hinaus siegreich sein kann. Indem der Lord freikommt, lebt auch ihr Wille und ihre Macht weiter, die Prophezeiung doch noch erfüllen zu können.
      Ja die Rote Tür ist der Ausgang aus dem Albtraum, aber sie kam bisher noch nicht vor.

      Zu der anderen Theorie muss ich mich aus spoilergründen selbstverständlich in Schweigen hüllen.

      -Bo- schrieb:

      Puh, wieder mehr Mutmaßungen und ausschweigende Gedanken als kluge Überlegungen. xD
      Das Kapitel hat mir gut gefallen, insbesondere die neuen Einblicke in Viktorias Persönlichkeit und die überfälligen Eindrücke von H.D. und Alice. Katerina ist ohnehin ein stets gern gesehener Gast und das Flüstern am Ende macht Lust auf das Kommende. Sehr schön. :D
      Das freut mich sehr. Ich bin gespannt, ob das neue Kapitel die Erwartungen dann erfüllen konnte.


      @Calli


      C. /s schrieb:

      Da mir von Kommentaren, die meine Eindrücke vom Gesamtwerk beinhaltet hätten, strikt abgeraten wurde, werde ich sie als kleine Krümel in den folgenden Kommentaren meisterhaft verstecken. Jetzt geht es erstmal um Kapitel 162 ... und die Krümel
      Verdreh uns nicht die Worte im Mund! Ein Gesamteindruck bleibt weiter gern gesehen!

      C. /s schrieb:

      Ich denke, die Herzkönigin ist hässlich. Was ich persönlich jetzt nicht schlecht finde- im Gegenteil. In einer Welt voller „wunderschöner“ Frauen, die auf ihren langen Beinen üppige Vorbauten tragen und mit Wespentaillen umherwandern, auf welche Sanduhren neidisch glotzen, ist es auch mal schön, ein solch hässliches Biest zu haben. Ich könnt es verstehen, wenn sich die Königin unwohl in dieser abscheulichen Hülle fühlen würde, weshalb ich als Leser ja auch schon Fünkchen Mitleid für die alte Dame aufbringe. Würd sie jetzt nicht gleich tröstend in die Arme schließen (weil hässlich), aber trotzdem finde ich Gefallen an ihr als Charakter. Sie mit einer üblich menschlichen Unsicherheit bezüglich ihres Aussehens zu versehen, ist ein guter Weg ein Fuß in die Tür zu bekommen und deshalb frage ich mich, wohin es mit ihr gehen wird. Bisher lag der Fokus auf ihrer Unschönheit und der daraus resultierenden Unsicherheit, nun auch noch der Flashback, in welchem wir sie Katerina Petrova und dem Lord unterliegen sehen. Bisher machte sie noch keinen allzu „bedrohlichen“ Eindruck, was sich natürlich schnell ändern kann. Noch kann ich sie nicht als Gegnerin der Ikarier sehen, eher als Verbündete gegen den Lord. Sie könnte ja ihre Crew aufgeben und anschließend Briannas Bande joinen, weil dem heterogenen Trupp eine hässliche, alte Wachtel fehlt. Ein treuer Fan kann doch träumen…
      Aktuell ist sie ja nicht mehr hässlich. Immerhin hat sie einen Haufen Geld springen und Köpfe rollen lassen, um sich das Korsett zu basteln, welches ihr aktuell Schönheit und Eleganz verleiht.

      Über ihre weitere Rolle in dem Arc kann ich natürlich noch nicht viel sagen, um Spoiler zu vermeiden. Da muss ich dich wohl weiter auf die Folter spannen.

      C. /s schrieb:

      In der Traumwelt

      Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen nicht geahnt hab, dass hinter dem Lord Shmuel steckt. Lag womöglich daran, dass die letzten Kapitel verschlungen habe. Zuerst war ich überhaupt nicht angetan vom Arcanfang, da mir das Setting nicht richtig zusagte, ich mich zu sehr an die Gossenkinder von San Fardo erinnert fühlte (Schwester Theresa war da keine Hilfe) und generell der Anfang recht „sperrig“ war. Kann an den Sätzen, Wörtern und der allgemeinen Thematik der ersten Kapitel liegen. Glücklicherweise verflogen diese Irritationen recht schnell und im Zuge dessen entpuppte sich der kleine Junge als Lord. Positiv überrascht, weil es unerwartet kam: zum einen bedeutete das, dass der Arc anders verlaufen würde als gedacht, und zum anderen gab es uns äußerst interessante Einblicke in das Leben einer Schlüsselperson. Vielleicht kann man, weil es in diesem Universum üblich zu sein scheint, aus seiner frühen Kindheit Schlüsse auf seine derzeitigen Ziele ziehen, die man noch in Verbindung mit der Prophezeiung und Horizon bringen könnte(?). Titel, Kindheit, erste Interaktion (indirekt) mit der Herzkönigin und seine bisherige Gefolgschaft. Merklich schlecht in solchen Sachen überlass ich das schön der Interpretationssektion deiner Leserschaft. Ich möchte lediglich mein Interesse für diesen alten Greis bekunden. Was hat den selbstlosen Shmuel zum mächtigen Lord gemacht? Da immer noch die Chance besteht, dass er nicht widerlich abstoßend hässlich aussieht, eilt er der Herzkönigin im Rennen eine Nasenlänge voraus.
      Zu Shmuel werden wir ja noch ein bisschen was erfahren, wenn ich den restlichen Flashback rund um Luzifer, Sybill und Michel behandel. Dort werden wir Shmuel mit Sicherheit noch ein wenig kennenlernen.
      Ansonsten noch die Anmerkung zu den Parallelen zwischen San Fardo und Corto Maltese: Ja die waren auch so gewollt, da Luzifer und Theresa San Fardo ja ein wenig nach dem Vorbild ihrer alten Heimat geformt haben.

      C. /s schrieb:

      Nachdem ich vor kurzem den Anime HxH geschaut habe, kommt eine Katzenlady wie Alice ganz gelegen. Wenn ich raten müsste, würd ich sagen, dass Alice kindlich naiv, angriffslustig und unter Umständen gefährlich ist. Gleichzeitig scheint sie die Tweedles gemocht zu haben und ihr missfällt es, wie ihre Königin scheinbar von dem Blinden gedemütigt wird. Stolz? Sie wird bestimmt für reichlich frischen Wind sorgen und freu mich schon, wer gegen sie antreten darf. Mag sie.
      Danke. Alice wird zwar sicherlich keine Naturgewalt sein, aber man sollte sie nicht unterschätzen.

      C. /s schrieb:

      Den Abschluss bilden Uriel und ein Geist, den wir mal spontan Sybill nennen. Sie selbst ließ bereits verlauten, dass sie die Fäden in der Hand hält, und auf diese Weise könnte man sie gut einbinden. Sie ist zwar nicht einer meiner Lieblinge (weil hässlich), würde es aber begrüßen, wenn man ihr so viel Macht zuspräche. Dann muss sich auch nicht mehr in ihrem eigenen Kot suhlen. Weiterhin frage ich mich, wie genau die Beziehung zwischen Luzifer, dem angeblichen Alptraumarchitekten, der tatsächlichen Alptraumkönigin Sybill, sofern die Stimme am Ende tatsächlich ihr zuzuordnen wäre, und den restlichen Handlangern ist. Irgendetwas ist da faul, denk ich zumindest. Nichts, was sich nicht in einem ausschmückenden Flashback klären ließe.
      Das aktuelle und das kommende Kapitel sorgt da auf jeden Fall noch für ein wenig Aufklärung, wie sich das ganze mit Sybill jetzt so ergeben konnte. Mal schauen, ob ich sie dir als Charakter damit noch schmackhafter machen kann.

      C. /s schrieb:

      Die Frage des Tages: Wie alt ist Katerina? Charakter guide auf Seite 21 war auch keine große Hilfe… Nach ihrem ersten Auftritt als Hochzeitschrasherin hatte ich sie tatsächlich viel jünger eingeschätzt. Nun heißt es, dass sie bereits seit mindestens 50 Jahren im Geschäft ist? (mal ernsthaft: wieso sind so viele Charaktere steinalt? Ich wette, dass das Durchschnittsalter deiner Figuren bei über 100 Jahren liegt^^). Sie hatte damals schöne braune Haare, ein Puppengesicht und eine jugendliche Frische und Spitzigkeit, wo kein einziger Leser, ohne jegliche Ausnahme, sie für älter als 30 halten dürfte. Damals war sie richtig bad ass- jetzt als Oma hat sie wahrscheinlich einen bad ass.
      Ähm dir ist aber schon klar, dass das Thema "Unsterblichkeit" ein wenig das Motto meiner FF ist? Immerhin ist es die zentrale Thematik bei den Fünf Weisen, von denen einer Katerina als seine Tochter bezeichnet. Die Hexen scheinen ihr eigenes Mittel gegen den Tod gefunden zu haben und die dritte Fraktion, die mit einem unnatürlich langen Leben gesegnet sind, sind die Walküren, welche aber Riesenblut in sich haben.

      Damit sind die einzigen Charaktere, die bisher ein unnatürliches Alter haben: Luzifer, Theresa und Dädalus. Und hier wird es kein Zufall sein, dass diese beim Lord großgeworden sind.

      Und optisch ist Katerina weiterhin eine 30-jährige.



      In diesem Sinne viel Vergnügen mit dem Kapitel, welches an alter Stelle zu finden ist.

      - V.
    • 163- Das Spiel der Könige: Die Könige spielen immer noch

      Der einäugige Dädalus. Ich find es noch immer krass, dass der Waldschrat tatsächlich ein Auge verloren hat, weil ich nicht damit gerechnet und den Part mit Gabriel dafür extra zweimal gelesen habe, um mich zu vergewissern. Muss gestehen, dass er mir designtechnisch nun um einiges besser gefällt (9/10). Ein Einäugiger und die Walküren/Walhalla, wo das wohl hinführen kann? Ob diese Parallele zur nordischen Mythologie in einer Zeit, wo wir schon alsbald die Ufer von Walhalla ansteuern könnten, tatsächlich Zufall sein kann? Natürlich besteht auch noch die Chance, dass ich zu viel in diese Situation hineininterpretiere und diese Folterszene diente lediglich dazu, die Leser Gabriel hassen zu lernen. Aber dieser Zug sollte doch auch längst abgefahren sein, da man spätestens seit der Folterszene mit Herleif den blonden Penner nicht mögen sollte. Verblendete Fundamentalisten sind mitunter die schrecklichsten Menschen und Gabriel verdient es, mal ordentlich verprügelt zuwerden. Da wir gesehen haben, dass die Beziehung zwischen ihm und seiner weißhaarigen Schwester nicht die beste zu sein scheint, kann ich mir vorstellen, dass Dedale Raphaela erfolgreich einlullen und im Zuge dessen sie als Mitstreiterin gewinnen könnte. Im Anschluss darauf könnten sie zusammen Rache an Gabriel nehmen. Als der Waldschrat Raphaela über ihre Mutter aufklärte, bewies er schon einmal seine Fähigkeit, sie zu „lenken“, weil er sich Zeit durch seine Vorträge erkaufte. Die Weißhaarige ist womöglich der Schlüssel, der ihn aus dieser heiklen Lage befreit. Natürlich hat sich die Lage mit dem Erscheinen von Luzifer und Sybill drastisch verschlechtert, welche mit dem Befehl, ihre ekelhaften, kotverschmierten Füße zu küssen, eindeutig ihren Wunsch zu dominieren unter Beweis stellte. Dies sollte einen Fluchtversuch erschweren. Aber ein geschicktes Ablenkungsmanöver und eine verbündete Hand später sollte es dem Greis dennoch gelingen. Und anschließend natürlich noch schnell Gabriel töten.

      Und da wir schon bei den ekelhaften Füßen sind: Also in Luzifers Schuhen würde ich zurzeit nicht gerne stecken. Sybill ist grad auf ihrem Powertrip und die Alte hat es in sich. Kaum ist sie die Handschellen los, sterben schon die ersten Leute. Dabei scheint Luzifer das Hauptziel ihrer Wut zu sein, Dädalus ist sie …ebenfalls feindlich gesinnt? Das ist mir zurzeit noch nicht klar. Dies schreit nach der Fortsetzung des Flashbacks, der mit dem Gespräch zwischen Dädalus und Raphaela begann.
      Wenn ich mich richtig erinnere, meinte Luzifer mal, er sei von seinen Brüdern Dädalus und Michael verraten worden (wie viel man diesen Worten glauben mag, sei dahin gestellt). Dem Flashback war zu entnehmen, dass sich die Freundschaft zwischen den drei Jungen erst nach ihrer Flucht von der Insel entwickelte und sich wohl alles auf dem Schiff von Shmuel ereignete. Isoliert vom Rest der Welt und einem BC entkommen – dies waren bestimmt günstige Voraussetzungen für eine tiefe Bindung und noch bessere für Vertrauensbruch.
      Zeitgleich wurden sie von Shmuel unterrichtet und erbten wohl auf diese Weise den Suchdrang nach Horizon/ Erfüllung der Prophezeiung. Ob Michi und Dedale den Verrat begingen, indem sie dieses Ziel aus dem Fokus verloren? Manche Gläubige verkraften den (Kirch-)Austritt anderer nicht und Gabriels inquisitorischen Tätigkeiten nach zu urteilen (als Schützling Luzifers), kann man wohl diese Sippschaft um den Alptraumarchitekten zu einer solchen Gruppe zählen. Es gibt zurzeit zu viele Variablen, als das man Michis Tod einfach damit in Verbindung setzen könnte. Vielleicht kriegt die Interpretationssektion mehr raus, aber mir fehlen noch die restlichen Informationen aus dem Flashback. Michis Tod, Dedales Flucht (?), Sybills Rolle im Plan vom Lord,…

      Aber du musst damit nicht eilen. Jetzt wäre ich sowieso mit ein bisschen Kyu-Action zufrieden. Der Kerl ist merklich erwachsen geworden im Verlauf der Geschichte und es ist so schön schrecklich zu sehen, wie er die Kontrolle im letzten Kapitel verloren hatte, als er eine Mitstreiterin attackierte. Da werden die Ikarier vor eine harte Aufgabe gestellt und es muss vor allem für Brianna belastend sein, ihren besten Freund Kanekyu auf diese Weise zu sehen. Sollte sie jemals von seiner düsteren Vergangenheit erfahren, wird das bestimmt nicht viel an ihrem Gern-Mögen von Kyu ändern. Auch wenn sich das jetzt konträr anhören sollte,weil ich ja ein Fan vom Jungen im Fuchsgewand bin, aber ich hoffe, dass du ihn noch weiterwüten lässt. Dieser emotionale Abgrund, in dem er sich zurzeit befindet, wird dem Charakter sehr gut tun und ist viel zu wichtig, als das Kyu zu schnell wieder zu sich finden sollte (wenn er das überhaupt jemals schafft-aber man muss ja bescheiden bleiben). Mit der Hilfe seiner Freunde sollte er das schon hinkriegen. Wär nett, wenn du ihn und die anderen darunter vorerst noch leiden lässt.

      Bemerkung: Sybill stell ich mir ein Mal mehr wie die alte Frau aus dem Film Titanic vor. Natürlich mit albinoroten Augen.

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    • Kapitel 162 Bube Dame König Ass & Kapitel 163 Auferstanden von den Toten

      Mein Gott wie lange ist es schon her, dass ich es nicht geschafft habe, ein Kapitel zu kommentieren, bevor das nächste raus gekommen ist. Ich sollte wohl besser mal schnell kommentieren, bevor es drei Kapitel werden^^

      Den größten Teil des älteren Kapitels nimmt die Hintergrundgeschichte und Charakterisierung von Viktoria ein. Dabei kann ich Bo weitgehend zustimmen, ich mag die Art wie du sie darstellst, aber das eine oder andere weniger hätte es auch getan. Allerdings ist ein größerer Teil von dem was man theoretisch weglassen könnte, genau das, was mir besonders Freude bereitet und zur die Überschneidungen, Entlehnungen und Verbindungen zu Bos Menschenjagt. Grundsätzlich wäre es egal, welche Mittel sie alle zur Verbesserung ihrer Schönheit versucht hat, aber wenn diese aus PS kommen, dann sagt das einem Leser, der beide Projekte kennt, schon viel mehr. Ähnliches gilt auch für die fountischen Verbindungen. Ja beide sind an England angelehnt, aber wenn man erfährt, dass Duchess Court vormals ein Teil bzw Fürstentum der fountischen Krone war, ergibt sich gefühlte eine viel größere und tiefere Hintergrundgeschichte. Besonders wenn man bedenkt, dass diese Unabhängigkeit grob 54 Jahre her ist und DC in dieser Zeit schon eigene Kolonien errichteten konnte, welche wiederum für ihre Unabhängigkeit gekämpft haben, wie z.B. das jetzige CO.

      Weiterhin erfahren wir, dass die Herzkönigin vor fünfzig Jahren im Prinzip gezwungen wurde mit dem Lord zusammen zu arbeiten, weswegen es auch durchaus möglich ist, dass es die Triade erst seit diesem Zeitraum existiert. Allerdings hat man in dem FB das Gefühl eines ziemlichen Machtgefälles zwischen dem Lord und der Königin, was einer ungefähren Gleichheit an Macht, welche das Wort Tirade suggeriert, doch ziemlich entgegensteht. Allerdings war DC zu diesem Zeitpunkt auch noch kein von der WR anerkanntes Königreich. Dies hat es alles seiner Königen Viktoria Stuart zu verdanken, womit sie der Macht, Einfluss und der Fähigkeit, Leute von ihren Ideen zu überzeugen, des Lords ziemlich ebenbürtig erscheint. Sprich beides sind Menschen, die wissen wie sie ihre Ziele aus zunächst schwachen Positionen erreichen können und wie sie ihre Macht erhalten. Anders ausgedrückt, ihre direkte Macht ist/war damals nicht zu vergleichen/ebenbürtig, dafür aber die stärke ihrer Persönlichkeit oder nennen wir es besser Ausstrahlung/ Wirkung auf Andere.

      Alice scheint einen kleinen aber feinen Knacks zu haben, der je nachdem wie er weiter dargestellt wird, noch zu sehr interessanten bis lustigen Situationen führen kann. Schmunzeln musste ich wirklich, als sie direkt davon ausgehen, dass Tweedledee und Tweedledum nur in irgendeiner Hölle gelandet sein können und dort ihren Frieden finden sollen.

      Als nächstes hätten wir dann noch Uriel, der anscheinend Luzifer nicht (mehr) die Treue hält, sonder der Königin dieser Altraumwelt, bei der es sich eigentlich nur um Sybille handeln kann. Auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch nicht die macht gehabt haben müsse einen solchen Auftritt hinzulegen, da die Fesseln noch aktiv waren.

      Viel mehr aber frage ich mich gerade, was überhaupt der Sinn dieses Albtraumspiels ist und warum die Herzkönigin da mitmacht. Ich erinnere mich noch daran, dass ich zunächst dachte, es ginge um eine Art Machtprobe zwischen ihr und Luzifer, in der Brianna und Co irgendeiner Nebenrolle spielen sollten. Aber mit Alice Gedankengängen scheint es so zu sein, als sollte es dort von Anfang an Luzifer und Herzkönigin nebst Gefolge gegen Brianna und Co gehen, eventuell ergänzt durch Shumel/den Lord. Haben sie sich erhofft, noch an irgendwelche Inforationen zu kommen oder warum haben sie die Schatzjäger nicht gleich vernichtet, denn das scheint irgendwie das letztendliche Ziel der gesamten Aktion zu sein. Zumindest, wenn ich meine Erinnerungen wieder richtig zusammengesetzt habe. Der einzige Vorteil der Herzkönigin wäre die Anwesenheit des Lord, der sie damals hat demütigen lassen, aber ob sie von ihm Kenntnis hat, wissen wir nicht, soweit ich mich erinnere.

      Nun aber zum aktuellen Kapitel.

      Bei Gabriel und Raphaela zeigt sich nochmal sehr gut, was ich schon in einem der letzten Kommentare vermutet habe. Gabriel tritt als Aufrechter Rächer und Verteidiger der Kirche auf. Er sieht sich als ein Werkzeug Gottes bzw. der Kirche, welches die Ungläubigen und das Verdorbene bekämpft und auslöscht. Ein wirklicher Fanatiker, so wie ich mir auch einen Inquisitor zur Zeiten der (spanischen) Inquisition vorstelle, auch wenn damals sich nicht alle so gewesen sind. Sein Fanatismus macht auch vor seiner Schwester nicht halt, die nicht nur das Pech hat, eine Frau zu sein und somit schon von vornherein viel verdorbener und weniger wert ist als er. Sie hat weiterhin auch noch das Blut einer Hexe in sich, was sie von vornherein doppelt Verdorben macht. Wie bei jedem guten Fanatiker ist es ihm dabei egal, dass in seinen Adern das gleiche Blutgemisch fließt.
      Raphaela hat jedenfalls Angst vor ihrem Bruder und hasst ihn für alles was er ihr angetan hat. Die Narbe auf ihrer Stirn wird sicher auch von ihm bzw. seiner Entfernung ihres dritten Auges stammen. Aber gerade deswegen könnte sie den Schatzjägern am Ende zumindest gegen ihren Bruder helfen, besonders da jetzt ihre Mutter in Erscheinung getreten ist und alleine dadurch Luzifer mehr als nur aus der Bahn geworfen hat. Ich bin schon sehr gespannt darauf wie die beiden Geschwister auf ihre Mutter reagieren werden. Besonders Gabriel, immerhin hat sie ihm gleich mal ihre (Hexen-)Macht demonstriert

      Die wichtigste Frage für unsere Schatzjäger dürfte aber sein, wie Sibyll zu ihnen steht, denn in diesem Bezug bin ich mir noch völlig unsicher. Zum einen könnte sie immer noch eine Treue zum Lord bzw den Zielen der Prophezeiung haben oder stammt diese nicht sogar von ihr? Allerdings ist Dädalus nicht mehr auf Seiten des Lord, hat aber damals mit ihrem Mann oder besser gesagt dem Vater ihrer Kinder (Michael) Luzifer aufgehalten. aber war das in ihrem Sinne oder nicht?
      Anders gesagt ich kann noch überhaupt nicht einschätzen, wie sie zu all den anderen Figuren steht. Fest steht nur, dass sie auf jeden Fall Luzifer vernichten und bestrafen will. Aber sie hat auch dafür gesorgt, dass Luzifer überhaupt den Plan gefasst hat, die Schatzjäger in die Albtraumwelt zu sperren. Zwar scheint sie diese gebraucht zu haben, damit sie genug an den Grundfesten rütteln kann, um überhaupt die Kontrolle zu übernehmen, dies bedeute aber nicht, dass sie ihnen letztendlich wohlgesonnen ist. Immerhin wird ziemlich deutlich angeschnitten, dass sie für Kyus derzeitigen Zustand verantwortlich ist, da es >ihr Werk< ist. Weiterhin lenkt sie Brianna nur Stück für Stück und sorgt nicht einfach dafür, dass alle Schatzjäger wieder zusammen finden, was sie zumindest nach meiner Interpretation der Andeutungen durchaus schaffen könnte. Immerhin hat sie dafür gesorgt, dass Drake genau im richtigen Moment aufgetaucht ist. Alles noch ziemlich ungewiss, sie könnte sich am Ende durchaus gegen alle stellen. Besonders da sie Uriel angewiesen hat die tür zu bewachen, damit keiner Entkommen kann.

      Weiterhin frage ich mich, warum anscheinend Herleif dazu im Stande ist die Ketten zu lösen, nicht aber Brianna oder Drake. Hat es etwas damit zu tun, dass sie eine Walküre ist oder steckt da doch etwas anders dahinter, vielleicht in welche Welt die einzelnen zuerst gesteckt worden sind oder wie viel Kontakt die mit bestimmten Personen hatten oder was weiß ich. Das ist auch noch sehr Rätselhaft, wie die gesamten Strukturen, Einflussebenen der Albtraumwelt. Denn zumindest Luzifer und seine Untergebenen handeln sehr häufig, als würden sie sich in der Realen Welt befinden. Sie haben die Kathedrale per Hand für die Messe hergerichtet, die Orgel wird von Hand gespielt und ich meine mich auch daran zu erinnern, dass Raphaela irgendein Raum gefegt hat. Sollte Luzifer als (vermeintlicher) Herr des Albtraums nicht eigentlich alles nach seinen Wünschen richten können bzw einfach die Erinnerung einer Fertig vorbereiteten Kathedrale aufrufen können. Immerhin hat Sybille auch die Macht den Kinderchor in Fetzen zu reißen und die Orgel spielen zu lassen. Ganz abgehen davon, dass gerade zufällig in einer so wichtigen Nacht ein Blutmond am Himmel steht, wobei ich diesen doch eher Luzifer zurechnen würde.

      Die beiden Kapitel haben mir, wie du sicher an der Menge des Textes sehen kannst, wieder sehr gut gefallen. Besonders da ich eigentlich kaum auf den direkten Inhalt eingehe und mich mehr in meinen Spekulationen und Gedankengängen verliere. Besonders erwähnen muss ich aber noch diesen kleinen Familienmoment zwischen Kaisa und Aloë, die distanzierte Tante scheint irgendwie etwas aufzutauen. ^^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Der erste Abschnitt setzt wohl hauptsächlich den Blutmond in Szene, welcher im Kapitel fast ebenso prominent eingesetzt wird wie die handelnden Figuren. Ob es sich dabei nun um eine rein ästhetische Modifizierung der Szenerie handelt oder einen tieferen Sinn innehat, etwa die farbanalogische Rückkehr von Menschen, Fleisch und Blut in die Alptraumwelt, vage ich nicht zu mutmaßen. Eine Verbindung zur Prophezeiung schließe ich erst einmal aus, da der Blutmond ebenso wenig real ist wie der Horizont, über dem er aufgeht.

      Gabriel und Raphaela mögen sich ja richtig dolle. Total herzig, wie beide da miteinander umgehen. Ein Familienpicknick mit Familie Luzi dürfte fast so spannend werden wie ein Frühstück bei den Geschwistern Sinclair, wobei ich eine diplomatische Ehe zwischen beiden Sippen auch gerne sehen würde. xD
      Jedenfalls verdichtet sich die Frage, auf wessen Seite Raphaela am Ende stehen wird. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie früher oder später vollkommen eigennützig agiert, da sie weder ihrem Bruder noch Dädalus genug Vertrauen oder Respekt entgegenbringt, um sie zu unterstützen. Sollte es zu einem Kampf kommen, der die Geschwister gegeneinander hetzt, setze ich mein Geld allerdings nicht auf Raphaela. Zumindest nicht ohne Hilfe von Dädalus, dem ich den Sieg über Gabriel selbstverständlich gönnen würde. Andererseits wäre da auch noch Sybill, deren Allmachtsvorstellung stark an One Piece'sche Katastrophen erinnert. Vielleicht wäre es auch hier hilfreich - und offensichtlich ironisch - wenn Dädalus, Luzifer und Raphaela gegen Sybill kämpfen müssten. Wie auch immer ein solcher Kampf aussehen würde, aber letztere sind nunmal die Architekten der Traumwelt und Dädalus ist Dädalus.^^

      Nächster Punkt: Schieben wir es jetzt auf die narrative Ökonomie, dass Brianna und Anhang direkt in dem Tunnelsystem unterwegs sind, in welchem Kyu nach dem Ausbruch aus seiner persönlichen Hölle landete und Herleif auf den Tod wartete? Theoretisch hättest du mit Sybill ohnehin alle Möglichkeiten der Welt, Charaktere genau dahin zu bugsieren, wo du sie gerade haben willst, aber...ganz kommentarlos wollte ich diesen günstigen Zufall nicht verstreichen lassen. Zumindest, sollte es sich tatsächlich um einen Zufall handeln und nicht um eine logische Entwicklung, die ich nur wieder vergessen habe. xD
      Auch mir sagt es zu, dass Brianna Kyu nicht zu bändigen imstande ist - und mir sagt es zu, dass Kyu nach seiner Flucht noch immer durch die Traumwelt wütet. Sybill selbst hat gesehen, wozu der Fuchs imstande ist und verfügt zudem noch über die Mittel, ihn genau ins Auge des Orkans zu lotsen. Es würde mir gefallen, wenn sie Kyu als Chaos auf vier Pfoten auf das Schlachtfeld zaubern würde, wo jener dann eines der ranghöheren Mitglieder der Herzkönigin zerfetzt. Das hätte Stil und würde logisch erklären, wie die Helden gegen die Übermacht der royalen Leibgarde bestehen können. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die Vasallen der Herzkönigin maßgeblich als Antagonisten herhalten werden, nun, da Uriel anscheinend auf Sybills Seite steht und Gabriel vielleicht mit Raphaela und/oder Dädalus aneinander gerät.

      Kaisa ist wie immer cool, cooler, am coolsten. Es ist eigentlich nicht mehr nötig zu betonen, wie cool sie ist. Daher muss man sich nur noch fragen, wie sie die nächsten Kapitel überstehen wird. Wenn ich mich jetzt nicht täusche, stürzt sie sich direkt ins Auge von Sybills Zorn, was nur bedingt vielversprechende Aussichten sind. Rettet sie Dädalus vor Sybill? Oder wird sie vorher von, sagen wir mal, H.D. oder Marzipan oder dem Märzhasen-Hutmacher abgefangen? Ehrlich gesagt traue ich Kaisa durchaus zu, mit einem kleineren Vasallen der Herzkönigin vor der Kirche den Boden zu wischen, um dann mit einem großen Auftritt in selbige zu stürmen und sich einen der Bigshots (vornehmlich H.D.) vorzuknöpfen. Das würde aber voraussetzen, dass nicht Marc oder Kol noch dazu stoßen, welche selbst Gegner bräuchten. Und Drake ist ja auch noch da, genau wie Monster-Kyu. An starken Helden mangelt es dir da eigentlich nicht, also könnte sich Kaisa auch mit einem einzigen Gegner begnügen. Schauen wir mal.^^

      Dinge, die ich aus der letzten Szene mitnehme: Luzifer ist ein Demagoge und Sybll liiiiiieeeeebt theatralische Auftritte. Eine sich selbst spielende Orgel, ein Kinderchor, der wie tote Vögel von seiner Empore fällt, aufklaffende Kirchentüren und ein Blutmond, der rubinrotes Licht durch die Buntglasfenster brennt. Meine Fresse und drei Ave Maria, Liberace hätte es nicht kitschiger inszenieren können. :D
      Aber es passt zu Sybill, die all die Jahrzehnte auf diese große Rückkehr in die Manege der Lebenden gewartet hat. Jetzt ist es Zeit für ihre Rache, für die Prophezeiung und...für den Lord? Ich bin nach wie vor gespannt, wie der in die Gleichung um Sybill und die Traumwelt hineinpasst. Aber das wirst du sicher nicht gleich im nächsten Kapitel enthüllen, weshalb ich mich jetzt erst einmal auf Sybills weiteres Vorgehen freue. Zerquetscht sie Luzifer sofort, oder aber darf sich jener doch noch wehren? Denn, wie gesagt, so gesehen ist er der einzige, welcher Sybill noch irgendwas entgegensetzen könnte. Er hat die Traumwelt erschaffen, vielleicht mit Raphaela zusammen. Wenn er es nicht schafft, irgendwas gegen Sybill auszurichten...wer dann?

      Ingesamt wieder ein schönes Kapitel und so perfekt im Zeitplan, dass es mir Angst macht. WER BIST DU?! :D


    • Kapitel 164 erschienen

      Heyho Leute,

      aller guten Dinge sind drei, weswegen es heute auch das Dritte Kapitel in Folge gibt. Drei Kapitel, drei Wochen...ich weiß nicht, was falsch mit mir gelaufen ist, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenns am schönsten ist, weswegen ich jetzt wohl wieder auf einen zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus umschwenken werde, bis meine Prüfungen vorbei sind.

      Kommentare werde ich dann die Tage nachreichen. Kapitel ist hier zu finden.

      Viel Vergnügen.

      - V.
    • Drittes Kapitel, dritter Kommentar. Würde ich nicht in zwei Wochen Prüfungen haben und mich wie ein Fisch im Sand fühlen, wäre die Welt schön. Hach.

      Du bestätigst die Runen-Frucht, was ich erst einmal achselzuckend zur Kenntnis nehme. Wie Sybill anmerkte, scheint es sich um eine mächtige Frucht zu handeln und die Möglichkeiten respektive Grenzen der Kräfte sind wohl an die Zahl und Art der Runen gebunden, die Herleif beschwören kann. Theoretisch sind dem geneigten Sprachhistoriker keinerlei Schranken gesetzt, sofern man die richtigen Symbole aneinanderreiht, was aber die Frage aufwirft, wo die faktische Linie zwischen "mächtig" und "göttlich" verläuft. Zwar hat Oda jüngst auch zahlreiche Ketten gesprengt, aber da du selten ein Freund dieser Methoden warst, erwarte ich hier durchaus eine logische Grenze. Nicht, dass Herlief am Ende nur die Rune für "Tod" auf ihre Axt ritzen muss und schon kippen die Gesandten der Triade wie Zedern im Sturm um. xD
      Sybill erwähnte es bereits, Herleif hat das Potenzial ihrer Frucht noch nicht erreicht bzw. wird nicht in der Lage sein, es zu erreichen. Aber wenn dies geschehen würde...wie sähe das aus? Bin ja persönlich selbst kein riesiger Fan dieser allmächtigen Teufelskräfte, weshalb mich das schon interessieren würde.^^

      Diesen Aufhänger nutzend, mache ich bei der aktuellen Allmacht in Person weiter: Sybill. Ihre Selbstdarstellung dauert an, sie kostet jeden Moment ihrer Rückkehr wie süßen Wein aus und gefällt sich dabei sichtlich in ihrer Rolle der unerträglichen Höllenfürstin, die von jedermann gefürchtet, verachtet und angewidert beäugt wird. Der Kontrast zwischen lasziver Göttin und verfaulendem Gewürm hat schon einen gewissen Reiz, auch wenn mein bildliches Vorstellungsvermögen dich für so manchen Schwenk über Sybills derangierten Leib verflucht hat.
      Gleichzeitig muss man aber auch Viktoria loben, die zumindest für einen Moment in der Lage war, sich Sybill rhetorisch entgegenzustellen. Natürlich konnte sie keinen Sieg erringen, dafür hat Sybill diesen ihren Moment zu lange geplant, modelliert und in Form gegossen. Aber dieser kurze Moment des Zögerns, als sich Viktoria tatsächlich gegen Sybill erhob...den mochte ich sehr. Auffällig fand ich an dieser Stelle auch den kurzen Vermerk Sybills über Viktorias "psychische und physische" Stärke. Du hast uns bisher ja vergleichsweise im Dunkeln darüber gelassen, ob Viktoria tatsächlich kämpferisch aktiv werden könnte oder nicht. Diese Aussage könnte die Möglichkeit unterstützen, oder aber nur auf Viktorias Leidensgeschichte verweisen. Schwer zu sagen, hat mich aber aufhorchen lassen.
      Wohin Sybill die Herzkönigin und ihre Vasallen verfrachtet hat? Ich nehme mal an, irgendwohin, wo sie eher früher als später auf die Schatzjäger treffen. Kaisa ist immerhin direkt auf dem Weg und Aloe wird Brianna & Co. sicherlich auch bald gefunden und in die richtige Richtung verwiesen haben. Bleiben nur Marc und Kol, die mir beide aber irgendwie total egal sind. Der eine ist eh erst seit diesem Arc dabei und der andere ist, naja, Marc. :D

      Aber zugegeben, der hat immerhin Charakterstärke offenbart. Bisschen Fifty Shades of Gay für den Aufenthaltsort seiner Tochter, warum nicht. Eigentlich eine sehr gute Geschichte und eindrucksvoller Anknüpfpunkt für eine tiefergreifende Charakterisierung der Figur, aber...ja. Ich werde mit ihm einfach nicht richtig warm, es liegt nicht an dir oder den Dingen, die du dir für Marc ausgedacht hast. Das ist wie mit den Bärennarben damals, die Marcs Großherzigkeit und seinen Mut impliziert haben. Irgendwie springt der Funke nicht über und ich kann spontan nicht sagen, woran das liegt. Es ist, wie es immer war. Marc halt.
      Auf der Habenseite steht immerhin der Fakt, dass die beiden Herren nun hoffentlich schnell aus ihrem Alptraum verschwinden und den anderen beistehen können. Je nachdem, ob die Herzkönigin und ihre Armee an einem Flecken oder doch eher verstreut landen, sollte den Einzelkämpfen nicht mehr viel im Weg stehen. In der Kirche geht meine Prognose (Sybill vs. Luzifer, Raphaela & Dädalus) anscheinend auch auf, oder aber Raphaela schlägt sich noch auf die Seite der Hexe und es kommt zu einem 2 vs. 2, dem Luzifer und Dädalus aber eigentlich nicht gewachsen sein sollten. Keine Ahnung.

      Jetzt ist ohnehin erst einmal wieder Zeit für eine saftige Rückblende, die anscheinend endlich den großangekündigten Verrat beinhaltet. Der Einstieg gelingt dir hier hervorragend, sowohl die metaphorische Betrachtung der Welt durch Sybill als auch die schrittweise Entfremdung der Hexe von diesen Ansichten. Wenn man mit einem nahezu endlosen Leben gesegnet/verflucht wurde, fallen wegweisende Prämissen wie Tod und Leben, das Verständnis von Zeit und Zeitlosigkeit, von Carpe Diem und Memento Mori einfach weg. Sybill ist nicht an die Gesetze gebunden, die den Rest der Welt unaufhörlichen in den nächsten Tag treiben und entwickelte daraufhin ihr eigenes, viel umfassenderes Konzept der Realität. Sie sieht das große Ganze, wo andere kaum mehr als ein Leben zur Verfügung haben, um auch nur Fragmente auszumachen. Auch Sybills Einsamkeit und Isolation von den Menschen, die sie ohnehin stets argwöhnisch und feindselig behandelt haben, ist ein geschickter Übergang zu der Liebe, die sie durch Shmuel erhält. Einerseits, weil die Liebe zwischen zwei Menschen gleichzeitig so klein und so groß ist, andererseits, weil Sybill durch sie einen Hauch von Menschlichkeit erfahren hat. Klammern wir an dieser Stelle dann auch großzügig die Tatsache aus, dass Sybill im Körper eines Kindes steckt und Shmuel bereits erwachsen zu sein scheint, ist das eigentlich eine sehr schöne Szene, die einen wunderbaren Einstieg in den Untergang darstellt.

      Wie genau ich zu dieser Liebe stehe, die mich zu überraschen wusste, kann ich jedoch noch nicht zweifelsfrei beurteilen. Zwar bezeugt diese Liebe die tiefe Verbindung zu Shmuel und bietet Sybill einen neuen, gänzlich anderen motivationalen Spielraum, bringt aber auch die altbekannte narrative Trope "Liebe" ein. Dagegen habe ich natürlich nichts, aber ich möchte sehen, was du daraus machst. Es würde Sybill nicht gerecht werden, wenn sie nun wie eine schwärmerische Dirne dargestellt würde, die sich nur für ihren Liebsten all die Jahre in der Gedankenwelt Luzifers eingenistet hat. Am liebsten wäre mir hier eine Verquickung beider Systeme. Zum einen die romantische Ebene, auf der Sybill ihren Geliebten aus den Fängen Luzifers befreien möchte, und zum anderen die ideologische Ebene, auf der jener ihr gemeinsames Werk, ihren Traum wahr werden lassen soll. Mit dieser Idee könnte ich mich wirklich anfreunden. Sie macht Sybill menschlicher, den Lord greifbarer sowie die Geschehnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft grauer.


      Was soll ich sagen? Ein starkes Kapitel. Sybill fügt einen Großteil der bisherigen Handlung zusammen, bereitet simultan das herannahende Finale des Arcs vor und liefert uns im Kommenden auch noch den langersehnten Flashback um Dädalus und seine einstigen Freunde. So kann es weitergehen.^^


    • Kaum hinterlässt man hier einen Kommentar, bekommt man die Benachrichtigung, dass ein neues Kapitel online ist. Beeindruckend, beängstigend und inspirierend. Viel Glück.

      Nach dem letztem Kapitel hast du mich mit der Darstellung von Herleifs teuflischen Kräften tatsächlich neugierig gemacht. Ich kenne mich mit den Schriftzeichen kaum aus, startete demnach sofort eine superaufwendige Googlesuche, die nahezu ergebnislos verlief. Es ist immer mal wieder die Rede von Zauberei und dergleichen, aber so richtig schlau wurde ich da ehrlich gesagt noch nicht. Hier muss man wohl oder übel auf eine Erklärung seitens Nutzerin oder der allwissenden Sybill warten. Bisher wissen wir, dass die Runenkraft ihrem Nutzer die Fähigkeiten einräumt, Heilmagie einzusetzen und Fesseln zu lösen. Weckt Erinnerungen an Latein-Stunden, als das Thema Aberglaube im Mittelpunkt stand. Egal, abwarten ist angesagt.

      Ich vermute, die Frucht sollte sowieso bald sehr nützlich werden. Wie ich bereits im letzten Kommentar verlauten ließ, wäre ich einem intensiven Gewaltexzess seitens Kyus, in welchem er unkontrolliert alles und jeden um ihn herum in Brand steckt, alles andere als abgeneigt. Dem aktuellen Kapitel nach zu urteilen sollte es Herleif möglich sein, selbst schlimme Wunden zu heilen, wie wir an ihrem lädierten Bein gesehen haben. Dies könnte Kyu quasi einen Freifahrtschein in seinem Streben, sich nach Belieben auszutoben und derweil einen Pfad des Leids und der Verwüstung hinter sich zu lassen, gewähren und den Fall um einiges tragischer. Während seines Wutausbruchs könnte der Fuchsjunge demnach, vollkommen verzehrt von den Fuchsflammen und hilflos in Maries Bann gezogen, auf Freund wie Feind losgehen, einige Gegner aus dem Verkehr ziehen und anschließend seinen Weggefährten Schaden zufügen. Sollte er, nachdem er wieder bei Sinnen ist, das verheerende Ausmaß seines Kontrollverlusts realisieren, wird ihn das abermals an den Rand des Abgrunds treten und drohen, ihn zu verschlucken. Kyu, der naive, herzensgute Junge, scheint einer zu sein, der sich sowas nur schwer verzeihen könnte. Die physischen Wunden des Körpers heilen, die psychischen bleiben. Insofern bin ich sehr angetan von Herleifs Kräften, da sie die Möglichkeit eröffnet, Kyu die Macht seines Zorns in Fülle zu kosten, ohne den Hauptcharakteren auf permanente Weise körperlich zu schaden. Gleichzeitig besteht die Chance, dass Misstrauen gegenüber Kyu in der Gruppe keimt (auch wenn ich das nicht kommen sehen kann, weil sich doch alle so doll lieb haben). Eventuell ergeben sich interessante Konflikte innerhalb der Gruppe auf der Ikarus, es bilden sich Gruppen mit verhärteten Fronten (?). Das Potential für eine Menge wünschenswerter Dramatik ist gegeben. Wenn Brianna zusätzlich noch über Dädalus "Verrat" aufgeklärt wird... Vorbei die Zeit, wo alle superviel Spaß auf dem Schiff hatten.

      Und da wir schon von Konflikten reden: Marc und Cole bekommen einen Auftritt, der sich kaum von ihrem letzten unterscheidet. Ehrlich gesagt, kann ich mit beiden Kerlen nicht viel abgewinnen. Marc weil er Marc ist und Cole, weil er noch nicht viel Zeit hatte, wo er tatsächlich interessant werden konnte. Auf Clockwork Orange fand ich den Karamellbrünetten für den Arc recht gut und mir gefiel die Rolle, die ihm im Zusammenhang mit dem Harlekin zukam, recht gut. Was für mich die Fan Fiction besonders stark macht, ist die Interaktion der einzelnen Ikarier untereinander, woraus dann besondere Bindungen resultieren, die einem die Charaktere näherbringen. Kyu-Drake, Kyu-Dädalus, Kyu-Brianna, Brianna-Aloe, Brianna-Dädalus, Dädalus-Kaisa, Kaisa-Aloe (bahnt sich nach den neusten Ereignissen mit den Kartensoldaten womöglich an?). Interessante Freundschaften, die auf die einzelnen Teilnehmer individuell abgestimmt sind. Marc sehe ich mit keinem irgendwie auf einem ähnlichen Level interagieren, höchstens noch mit Brianna. Daher nehme ich ihn auch nicht als "Mitglied" war, sondern oft nur als Randerscheinung, der sich glücklicherweise in die Kämpfe stürzen kann. Dabei schlummert in ihm genug Potential, um mehr zu sein. Just in diesem Kapitel wurde wieder betont, wie er sich der Sklaverei hingegeben hat, um seine Tochter zu finden.
      Btw: Wo ich so über Sexsklaverei nachdenke- es hilft ihm halt auch mal so gar nicht, dass ich ihn mir im Leia-Outfit als Sklave einem fetten, hässlichen Himmelsdrachenmenschen zu Füße liegend/lasziv räkelnd vorstelle.
      Außerdem bin ich aus persönlichen Gründen kein Fan von Surfboards und dergleichen, weshalb er weitere Sympathiepunkte verliert.
      Ähnlich wie Marc besitzt auch Cole eine Daseinsberechtigung, mit den Ikariern in Abenteuerreise zu stechen (Rache an Harlekin?). Gleichzeitig empfinde ich ihn auch noch nicht als Teil der Gruppe, was nicht weiter verwunderlich ist, da er noch nicht einmal einen Arc lang Mitglied ist. Kann alles noch mit starken Konversationen oder gruppenbindungsstärkenden Momenten folgen.

      Wie bereits erwähnt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir in den kommenden Kapiteln eine sich anbahnende Freundschaft zwischen Kaisa und Aloe wahrnehmen werden, da ich die zwei zusammen ziemlich sympathisch finde. Klar wird Kaisa demnächst ihrem BFF Dädalus, nachdem er nun ein Auge verloren hat, etwas mehr Zeit schenken, doch sollte sie Aloe ja nicht vernachlässigen.
      Diese ist vor allem stärketechnisch in letzter Zeit enorm gewachsen, wenn man einen flüchtigen Blick auf ihre bisherigen Gegner und ihre Errungenschaften wirft. Aus diesem Grund frag ich mich, weshalb sich die beiden reizenden Damen überhaupt getrennt haben, anstatt Aloe versuchen zu lassen, die Kartensoldaten mit einem kräftigen Windstoß wegzuwehen. Oder sie unter einer kolossalen Wasserwelle zu begraben oder sie mit mächtigen Erdbrocken zu erdrücken (weil Natur). Natürlich drängt die Zeit und Aloe wird die glorreiche Aufgabe zuteil, Brianna und Co. zur Kathedrale, dem Ort des spannenden Finales zu führen. Wenn Kyu aus heiterem Himmel die Versammlung mit einem blutrünstigen Gewaltakt platzt... :kreygasm:

      was ich mir aber wegen der Allwissenheit der koprophilen Sybill nicht vorstellen kann. Obwohl ich denke, dass man ein Mastermind, welches seine Gegner und Mitspieler wie Figuren auf einem Brett aufstellt und deren Handlung wie ein Spiel bestimmt, am besten mit einem unvorhersehbaren, unmöglich zu planenden Ereignis schlägt, so denke ich, interessiert sich Sybill kaum für Kyu. Sie nahm seinen Wutausbruch damals, als Herleif ihre Fesseln öffnete, auch nicht wirklich als Gefahr wahr. Auf dem jetzigen Stand verweilend wüsst ich nicht, auf welche Weise du den Abgang der ekelerregenden Antagonistin planst. Sie mit einem ausgeklügelten Plan körperlich bezwingend? Beschwatzend? Ein unvorhersehbares Ereignis wie der Ausbruch einer irrationalen, menschlichen Emotion? Team-Arbeit der Ikarier oder durch einen Hinterhalt von ihrer Tochter Raphaela? Da sollte man sich als Leser getrost zurücklehnen und den Flashback zu Ende lesen, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Womöglich offenbart sich uns während dieser Erzählung ein Schwachpunkt der Greisin, da sie bereits einmal bezwungen und verraten wurde. Unbesiegbar ist sie demnach nicht.
      Lediglich unsterblich. Die Frau weilt schon seit unzähligen von Jahren auf dieser Welt, sammelte in der gesamten Zeit enorm viel durchgemacht. Die Menschen hielten sie für ein bedrohliches Monster, drängten sie in die peinigende Einsamkeit. Shmuel schien der Erste zu sein, der das wahre Potential in ihr erkannte, und gab ihr wohl das, was sie suchte. Einen Platz. Ob da wahre Gefühle dahinter stecken oder ob diese Beziehung gänzlich der Agenda diente, wird sich wahrscheinlich noch zeigen. Ich tippe hierbei auf Ersteres. In diesem Zusammenhang wird natürlich auch wieder ihre Beziehung zu Michi, dem Vater ihrer Kinder interessant. Ob Michis Liebe sein frühzeitiges Ableben begünstigte? Anscheinend brach der Verrat von Dedale und Luzifer ihm das Genick (oder jedenfalls ist das zu erwarten), was mMn eher auf Probleme mit der Ideologie hindeuten würde. Oder aber die beiden verrieten dem Lord, dass Michi und Sybill ein Liebespaar waren, sie zwei (nicht nur ein) Kinder gezeugt haben, woraufhin der Lord ihn umbringen ließ- unbefriedigende Lösung.
      Es kann natürlich sein, dass uns Sybill mit dem nächsten Kapitel die ganze Wahrheit verrät, was weitere Dümpelraterei meinerseits obsolet machen würde. Mal sehen, ob wir nächstes Mal auch Einblicke in die Mannschaft/Organisation des Lords erhalten. Freuen würd ich mich.

      Gutes Kapitel, öffnet die Türe für den kommenden Flashback, der uns hoffentlich mit saftigen Hintergrundinformationen füttert.



      Fun Fact: Nach diesem Kapitel hab ich eine Runenrechnung durchgeführt, mit welcher man herausfinden kann, welche Rune einem zugeordnet wird. Mein Schriftzeichen heißt "Kenaz" und es gleicht einem "kleiner als" Zeichen.

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    • Kapitel 164: Die Kinder des Teufels

      Zeit, dass ich auch meinen Kommentar endlich mal fertig machen, bevor du aufgrund deiner Prüfungen doch noch das vierte Kapitel in vier Wochen veröffentlichst.^^

      Als Herleif ihre Wunden mit Hilfe einer Rune geheilt hat und die Runenfrucht bestätigt wurde, habe ich mich zuerst schon gefragt, wo dies jetzt plötzlich herkommen soll. Später sind mir dann wieder die Runen auf ihren Streitäxten eingefallen, welche beim Kampf aufleuchteten, irgendwie habe ich das komplett vergessen. Jedenfalls ist dies schon eine sehr mächtige Frucht, wobei ich ihre Grenzen unter anderem in der benötigten Kenntnis der jeweiligen Bedeutung der Runen(-Kombinationen) sehe. Weiterhin braucht es natürlich auch etwas Zeit, die jeweiligen Runen zu schreiben und anscheinend müssen sie auch auf das entsprechende Objekt direkt aufgetragen, eingeritzt werden. Somit ist es schon eine sehr mächtige Frucht, welche aber derzeit noch ihre schwächen zu haben scheint. Immerhin konnte sie ihre Kräfte nicht nutzten, um sich aus Gabriels Fängen, bzw von ihren eigenen Ketten zu befreien.

      Erstaunt hat mich auch, dass Herleif Sybill so schnell befreit. Zumindest nach dem, wie die Interaktion zwischen den beiden bisher gelaufen war, hatte ich irgendwie mehr zögern oder zumindest genauere Nachfragen erwartet. Besonders, da Herleif auch gemerkt haben dürfte, dass sie zwar mit Brianna unterwegs war, diese aber auch von Sybill nicht wirklich begeistert war.

      Zu Marc und Kol fällt mir nicht wirklich etwas neues ein. Zumindest für mich war irgendwie immer klar, dass Marc zum Sklaven wurde, um irgendwie wieder an seine Tochter heranzukommen. Zwar könnte man hier herauslesen, dass er einen Deal mit genau diesem Tenryuubito hatte, aber ich kann es mir bei diesen nicht wirklich vorstellen, dass sie irgendeinen Deal eingehen würden. Zwar haben auch welche Geschäfte mit Brianna gemacht, aber wenn sie diese zu ihrer Sklavin gemacht hätten, könnten sie Brianna nicht mehr auf Artefakt suche schicken, während Mark als Lustsklave, sobald der in MJ ist und sein Brandmal hat, keine Verhandlungsposition mehr hätte. Weiterhin meine ich mich noch dunkel zu erinnern, dass er in irgendeinem FB in einem Käfig zum verkauf gezeigt wurde. Er hat wohl einfach die "Position" des Sklaven als einzige Möglichkeit gesehen, wie er nach MJ kommen kann, um dann dort irgendetwas über seine Tochter herauszufinden.

      Jetzt aber zu dem Teil, der mir sicher das meiste Kopfzerbrechen bereitet und mich wahrscheinlich vom einen früheren Kommentieren abgehalten hat, Sybill oder besser gesagt ihre Beziehungen zu den diversen männlichen Charakteren.

      Das die Mitglieder des Drei-Augen-Stammes oder bei dir Hexen genannt, sehr lange Leben wussten wir spätestens seit Genevieve auftauchen, aber jetzt erfahren wir, dass sie anscheinend zumindest was das Alter angeht (fast) unsterblich sind. Wobei mir dann noch nicht ganz klar ist, in wieweit sie körperlich Altern bzw wie lange es dauert, bis sie von einem optischen Kind, zu einer optischen Frau werden, wobei wir eine optische Oma wohl ausschließen können. Denn Sybill wird hier trotz ihres Alters von Jahrhunderten als Kind beschrieben, während Genevieve bei ihrem FB, wo sie das Aurora Archipel erhobt, ein Kind und später eine Frau war. Wobei sie in deiner letzten Charakterübersicht als Mensch/Hexe bezeichnet wird, ist sie also wie Raphaela keine reine Hexe? Ach ja ich denke, dass Sybill in der Traumwelt als alte Frau erscheint liegt daran, dass sie hier nur Seele/Erinnerung ist, welche immer weiter verfault und nicht, weil sie in dieser Welt wirklich altern würde.

      Wo wir schon bei Unsterblichkeit sind, wenn ich mich recht Entsinnen hat Katerina ihrem Vater, einem der fünf Weisen, doch eine Phiole mit Blut gebracht, welche ihm "gesundheitlich2 helfen sollte. Genauso wie der Horizon etwas mit Unsterblichkeit zu tun hat. Ich würde mich jetzt mal zu der Vermutung hinreißen lassen, dass in der Phiole Hexenblut war und der Horizon ebenfalls irgendwie mit diesem Stamm und dessen Macht/Unsterblichkeit in Verbindung steht.

      Aber jetzt zu dem eigentlichen Thema, dem Beziehung Chaos.
      Zunächst hat es mich einmal ziemlich Überrascht, dass Sybills liebe Shmuel/dem Lord gilt oder gegolten hat. Immerhin sind Gabriel und Raphaela die Kinder von ihr und Michael bzw so wurde es immer gesagt und Gabrieles Ähnlichkeit zu Michael wurde auch immer wieder betont. Womit wir eigentlich ausschließen können, dass die beiden doch Shmuels Kinder sind, welch wegen des optischen Altersunterschieds Michael zugeschoben wurden.

      Allerdings bleibt noch die Frage, ob Sybill weiterhin Shmuel liebt/ unterstützen will oder ob er sich auch irgendwie ihren Zorn zugezogen hat. Dieser scheint aber zumindest schon so stark zu sein, dass sie lieber gegen alle anderen zur Felde zieht, als Shmuel aus der Albtraumwelt zu befreien.

      Aber nun zu dem Problem mit dem Verraten. Während ich mich daran erinnere, dass wir bis jetzt die Information hatten, dass Dädalus und Michael zusammen Luzifer aufgehalten haben/wollten und Michael dabei gestorben ist, sagt Sybill jetzt, dass Dädalus und Luzifer sie und Michael verraten hätten. Weiterhin sagt sie, dass sie sich zu Luzifer wegen irgendetwas geflüchtet und der dann sie getötet und ihren Erinnerung eingesperrt hätte.
      Mit diesen Informationen kann ich sehr gut sehen, warum Sybill sagt, dass Luzifer sie verraten hätte, aber warum nennt sie dann auch Dädalus und Michael. Wenn auch die Information stimmt, die wir von Dädalus erhalten haben, könnte ich mir vorstellen, dass bei dem Versuch Luzifer aufzuhalten Michael in einer Situation gestorben ist, welche man auch als Verrat von Dädalus an ihm auslegen könnte. Also Dädalus geht weiter oder bleibt zurück, um irgendetwas technisches aufzuhalten, während Michael im Kampf stirbt oder so.
      Jedenfalls wäre es wichtig zu wissen, warum Sybill zu Luzifer geflohen ist. Sie könnte allgemein in Gefahr gewesen sein und Luzifer hat dies ausgenutzt, um sie zu beseitigen und sich ihre Erinnerungen zu eigen zu machen und musste dann von Dädalus und Michael aufgehalten werden . Andererseits könnte Sybill vor den beiden bzw deren Ablehnung von einem wichtigen Plan zu Luzifer geflohen, der diesen dann auch weiterführen wollte und deswegen von Dädalus und Michael aufgehalten werden musste.
      Irgendwie gibt es da noch viel zu viele Möglichkeiten bzw mir Fallen viel zu viele ein.

      Auch länger überlegt habe ich bei dem erwähnten Verrat bzw. >dem falschen Mann vertraut< in der Auseinandersetzung zwischen Viktoria und Sybille. Denn wie Zweitere sich ausdrückt, handelt es sich bei beiden Frauen um den selben Mann. Da Viktoria dem Lord sicher nie vertraut haben dürfte, kann es sich bei diese, Mann eigentlich nur um Luzifer handeln. Denn Sybill vertraute ihm damals und wurde in dieser Welt eingesperrt und Viktoria vertraute ihm ebenfalls um in diese Welt zu kommen und Rache am Lord nehmen zu können.

      Weiterhin habe ich mich dabei auch gefragt, wie viel Kontrolle Sybill in dieser Welt hat. Sie konnte Gabriel und HD ohne Probleme in eine Verbeugung zwingen, so wie sie sich ausdrückt konnte sie am Anfang verhindern, dass jemand ihren Auftritt mit Zwischenrufen zerstört. Aber Viktoria hat dies schließlich geschafft, bzw. Sybill schien bei ihrem lachen leicht irritiert. Ist also Viktoria mental so stark, dass sie Sybills Kontrolle überwinden konnte oder war es von Anfang an nur wie Wucht ihres Auftrittes, der alle zu schweigen verdonnert hat.

      Weiterhin dürfte noch Interessant sein, dass Sybill diese Welt als Königin verlassen will. Wir können also davon ausgehen, dass sie ihre Feinde nicht nur hier vernichten möchte, sonder auch aus dieser Welt in die reale Welt zu entkommen plant. Dies kann eigentlich nur klappen, wenn sie einen fremden Körper übernimmt. Zusätzlich müssen wir beachten, dass sie Brianna damit beauftragt hat Luzifer zu töten und da diese Welt aufgrund seiner Fähigkeiten existiert, können wir nicht ausschließen, dass die Welt mit seinem Tod endet, es sei denn der Körper bleibt nach dem Tod des Geistes trotzdem am Leben oder ein Tod in dieser Welt hat keine Auswirkungen in die Realität.
      Also da Luzifer der Erschaffer dieser Welt ist, könnte Sybill mit/nach seinen Tod planen diesen und (eventuell) leeren Körper zu übernehmen, aber ich glaube irgendwie nicht daran, dass sie damit glücklich wäre.
      Als nächstes gibt es natürlich Viktoria, da sie dieser ein Leben in einem Albtraum in Aussicht gestellt hat, während sie selber eine Königin wird. Aber auch hier sehen ich nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, genauso wie bei Herleif, an dessen Runenfrucht sie ebenfalls Interesse bekundet hat.
      Nein mit die größte Chancen sehe ich bei Brianna, weil sie die Auserwählte ist, sofern die Prophezeiung natürlich nicht genau Briannas jetzigen Geist/Wesen voraussetzt.
      An Stelle Nummer eins zur Übernahme eines fremden Körpers durch Sybill sehe ich derzeit Raphaela. Damit hätte Sybill wieder den Körper einer Hexe und da es ihre Tochter ist, könnten sie auch sehr gut kompatibel sein. So wie Sybill bis jetzt dargestellt wurde, glaube ich kaum dass sie sich groß um ihre Kinder schert, welche von Luzifer verdorben wurden. Gabriel wollte sie z.B. ein Leckerli geben, weil er so gut auf sie gehört hat, dies zeugt nicht gerade von Mutterleibe.

      Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass du zu kaum einen meiner Ausführungen rund um Sybill etwas sagen kannst ohne groß zu Spoilern, aber es hat doch gut getan mal alles niederzuschreiben was mir so durch den Kopf gegeistert ist.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Hallo. Ja. Ich weiß. Viel Spaß!

      @Calli #1

      Callico schrieb:

      Der einäugige Dädalus. Ich find es noch immer krass, dass der Waldschrat tatsächlich ein Auge verloren hat, weil ich nicht damit gerechnet und den Part mit Gabriel dafür extra zweimal gelesen habe, um mich zu vergewissern. Muss gestehen, dass er mir designtechnisch nun um einiges besser gefällt (9/10). Ein Einäugiger und die Walküren/Walhalla, wo das wohl hinführen kann? Ob diese Parallele zur nordischen Mythologie in einer Zeit, wo wir schon alsbald die Ufer von Walhalla ansteuern könnten, tatsächlich Zufall sein kann? Natürlich besteht auch noch die Chance, dass ich zu viel in diese Situation hineininterpretiere und diese Folterszene diente lediglich dazu, die Leser Gabriel hassen zu lernen. Aber dieser Zug sollte doch auch längst abgefahren sein, da man spätestens seit der Folterszene mit Herleif den blonden Penner nicht mögen sollte. Verblendete Fundamentalisten sind mitunter die schrecklichsten Menschen und Gabriel verdient es, mal ordentlich verprügelt zuwerden. Da wir gesehen haben, dass die Beziehung zwischen ihm und seiner weißhaarigen Schwester nicht die beste zu sein scheint, kann ich mir vorstellen, dass Dedale Raphaela erfolgreich einlullen und im Zuge dessen sie als Mitstreiterin gewinnen könnte. Im Anschluss darauf könnten sie zusammen Rache an Gabriel nehmen. Als der Waldschrat Raphaela über ihre Mutter aufklärte, bewies er schon einmal seine Fähigkeit, sie zu „lenken“, weil er sich Zeit durch seine Vorträge erkaufte. Die Weißhaarige ist womöglich der Schlüssel, der ihn aus dieser heiklen Lage befreit. Natürlich hat sich die Lage mit dem Erscheinen von Luzifer und Sybill drastisch verschlechtert, welche mit dem Befehl, ihre ekelhaften, kotverschmierten Füße zu küssen, eindeutig ihren Wunsch zu dominieren unter Beweis stellte. Dies sollte einen Fluchtversuch erschweren. Aber ein geschicktes Ablenkungsmanöver und eine verbündete Hand später sollte es dem Greis dennoch gelingen. Und anschließend natürlich noch schnell Gabriel töten.
      Sagen wir mal so. Ich habe die Szene mit Dädalus fehlenden Auge sicherlich nicht ohne Grund eingebaut, wozu sie noch gut sein mag, werdet ihr wohl noch sehen.
      Ansonsten alles schön soweit zusammengefasst. Raphaela ist mit Sicherheit eine Schlüsselfigur, ob sie sich am Ende wirklich lenken lässt oder nicht, werden wir wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren.

      Callico schrieb:

      Und da wir schon bei den ekelhaften Füßen sind: Also in Luzifers Schuhen würde ich zurzeit nicht gerne stecken. Sybill ist grad auf ihrem Powertrip und die Alte hat es in sich. Kaum ist sie die Handschellen los, sterben schon die ersten Leute. Dabei scheint Luzifer das Hauptziel ihrer Wut zu sein, Dädalus ist sie …ebenfalls feindlich gesinnt? Das ist mir zurzeit noch nicht klar. Dies schreit nach der Fortsetzung des Flashbacks, der mit dem Gespräch zwischen Dädalus und Raphaela begann.
      Wenn ich mich richtig erinnere, meinte Luzifer mal, er sei von seinen Brüdern Dädalus und Michael verraten worden (wie viel man diesen Worten glauben mag, sei dahin gestellt). Dem Flashback war zu entnehmen, dass sich die Freundschaft zwischen den drei Jungen erst nach ihrer Flucht von der Insel entwickelte und sich wohl alles auf dem Schiff von Shmuel ereignete. Isoliert vom Rest der Welt und einem BC entkommen – dies waren bestimmt günstige Voraussetzungen für eine tiefe Bindung und noch bessere für Vertrauensbruch.
      Tja der Flashback wurde ja dann heute zu Ende gebraucht und sollte all deine Fragen und Spekulationen bestätigen oder widerlegen :D

      Callico schrieb:

      Zeitgleich wurden sie von Shmuel unterrichtet und erbten wohl auf diese Weise den Suchdrang nach Horizon/ Erfüllung der Prophezeiung. Ob Michi und Dedale den Verrat begingen, indem sie dieses Ziel aus dem Fokus verloren? Manche Gläubige verkraften den (Kirch-)Austritt anderer nicht und Gabriels inquisitorischen Tätigkeiten nach zu urteilen (als Schützling Luzifers), kann man wohl diese Sippschaft um den Alptraumarchitekten zu einer solchen Gruppe zählen. Es gibt zurzeit zu viele Variablen, als das man Michis Tod einfach damit in Verbindung setzen könnte. Vielleicht kriegt die Interpretationssektion mehr raus, aber mir fehlen noch die restlichen Informationen aus dem Flashback. Michis Tod, Dedales Flucht (?), Sybills Rolle im Plan vom Lord,…
      Also alles, was ich mir dazu vorgestellt habe, konnte ich leider nicht in den Flashback packen, sodass es halt auf ein paar Kernszenen reduziert wurde. Die ganze Beziehung um Dädalus und Co. wäre Stoff für eine eigenständige FF gewesen. Mal sehen. Vielleicht schreib ich ja mal ein Prequel :D

      Callico schrieb:

      Aber du musst damit nicht eilen. Jetzt wäre ich sowieso mit ein bisschen Kyu-Action zufrieden. Der Kerl ist merklich erwachsen geworden im Verlauf der Geschichte und es ist so schön schrecklich zu sehen, wie er die Kontrolle im letzten Kapitel verloren hatte, als er eine Mitstreiterin attackierte. Da werden die Ikarier vor eine harte Aufgabe gestellt und es muss vor allem für Brianna belastend sein, ihren besten Freund Kanekyu auf diese Weise zu sehen. Sollte sie jemals von seiner düsteren Vergangenheit erfahren, wird das bestimmt nicht viel an ihrem Gern-Mögen von Kyu ändern. Auch wenn sich das jetzt konträr anhören sollte,weil ich ja ein Fan vom Jungen im Fuchsgewand bin, aber ich hoffe, dass du ihn noch weiterwüten lässt. Dieser emotionale Abgrund, in dem er sich zurzeit befindet, wird dem Charakter sehr gut tun und ist viel zu wichtig, als das Kyu zu schnell wieder zu sich finden sollte (wenn er das überhaupt jemals schafft-aber man muss ja bescheiden bleiben). Mit der Hilfe seiner Freunde sollte er das schon hinkriegen. Wär nett, wenn du ihn und die anderen darunter vorerst noch leiden lässt.
      Also Kyus Ragemode ist noch nicht zu Ende. Der ist nicht reines Mittel zum Zweck, also solltest du in dieser Hinsicht schon einmal zufrieden sein, denke ich.


      @qoii #1

      qoii schrieb:

      Den größten Teil des älteren Kapitels nimmt die Hintergrundgeschichte und Charakterisierung von Viktoria ein. Dabei kann ich Bo weitgehend zustimmen, ich mag die Art wie du sie darstellst, aber das eine oder andere weniger hätte es auch getan. Allerdings ist ein größerer Teil von dem was man theoretisch weglassen könnte, genau das, was mir besonders Freude bereitet und zur die Überschneidungen, Entlehnungen und Verbindungen zu Bos Menschenjagt. Grundsätzlich wäre es egal, welche Mittel sie alle zur Verbesserung ihrer Schönheit versucht hat, aber wenn diese aus PS kommen, dann sagt das einem Leser, der beide Projekte kennt, schon viel mehr. Ähnliches gilt auch für die fountischen Verbindungen. Ja beide sind an England angelehnt, aber wenn man erfährt, dass Duchess Court vormals ein Teil bzw Fürstentum der fountischen Krone war, ergibt sich gefühlte eine viel größere und tiefere Hintergrundgeschichte. Besonders wenn man bedenkt, dass diese Unabhängigkeit grob 54 Jahre her ist und DC in dieser Zeit schon eigene Kolonien errichteten konnte, welche wiederum für ihre Unabhängigkeit gekämpft haben, wie z.B. das jetzige CO.
      Ja manchmal verliert man sich dann in Details, besonders wenn man so unregelmäßig schreibt, weil man ja auch selbst wieder in die Geschichte kommen muss. Ich hoffe aber dennoch, dass ich den Arc jetzt stringenter zu Ende bringen kann. Es ist schon lange überflüssig.

      qoii schrieb:

      Weiterhin erfahren wir, dass die Herzkönigin vor fünfzig Jahren im Prinzip gezwungen wurde mit dem Lord zusammen zu arbeiten, weswegen es auch durchaus möglich ist, dass es die Triade erst seit diesem Zeitraum existiert. Allerdings hat man in dem FB das Gefühl eines ziemlichen Machtgefälles zwischen dem Lord und der Königin, was einer ungefähren Gleichheit an Macht, welche das Wort Tirade suggeriert, doch ziemlich entgegensteht. Allerdings war DC zu diesem Zeitpunkt auch noch kein von der WR anerkanntes Königreich. Dies hat es alles seiner Königen Viktoria Stuart zu verdanken, womit sie der Macht, Einfluss und der Fähigkeit, Leute von ihren Ideen zu überzeugen, des Lords ziemlich ebenbürtig erscheint. Sprich beides sind Menschen, die wissen wie sie ihre Ziele aus zunächst schwachen Positionen erreichen können und wie sie ihre Macht erhalten. Anders ausgedrückt, ihre direkte Macht ist/war damals nicht zu vergleichen/ebenbürtig, dafür aber die stärke ihrer Persönlichkeit oder nennen wir es besser Ausstrahlung/ Wirkung auf Andere.
      Nunja gleichrangig ging es in der Triade nie wirklich zu, aber das wird in diesem Arc noch näher beleuchtet werden. Die Einzelheiten über die Triade werden dann aber noch beleuchtet werden, wenn es zum Zaren geht.

      qoii schrieb:

      Viel mehr aber frage ich mich gerade, was überhaupt der Sinn dieses Albtraumspiels ist und warum die Herzkönigin da mitmacht. Ich erinnere mich noch daran, dass ich zunächst dachte, es ginge um eine Art Machtprobe zwischen ihr und Luzifer, in der Brianna und Co irgendeiner Nebenrolle spielen sollten. Aber mit Alice Gedankengängen scheint es so zu sein, als sollte es dort von Anfang an Luzifer und Herzkönigin nebst Gefolge gegen Brianna und Co gehen, eventuell ergänzt durch Shumel/den Lord. Haben sie sich erhofft, noch an irgendwelche Inforationen zu kommen oder warum haben sie die Schatzjäger nicht gleich vernichtet, denn das scheint irgendwie das letztendliche Ziel der gesamten Aktion zu sein. Zumindest, wenn ich meine Erinnerungen wieder richtig zusammengesetzt habe. Der einzige Vorteil der Herzkönigin wäre die Anwesenheit des Lord, der sie damals hat demütigen lassen, aber ob sie von ihm Kenntnis hat, wissen wir nicht, soweit ich mich erinnere.
      Also, da ich selber nicht mehr sicher bin, ob ich das jetzt schon so explizit geschrieben habe, habe ich das im aktuellen Kapitel durch Sybill noch einmal deutlich werden lassen. :D

      qoii schrieb:

      Bei Gabriel und Raphaela zeigt sich nochmal sehr gut, was ich schon in einem der letzten Kommentare vermutet habe. Gabriel tritt als Aufrechter Rächer und Verteidiger der Kirche auf. Er sieht sich als ein Werkzeug Gottes bzw. der Kirche, welches die Ungläubigen und das Verdorbene bekämpft und auslöscht. Ein wirklicher Fanatiker, so wie ich mir auch einen Inquisitor zur Zeiten der (spanischen) Inquisition vorstelle, auch wenn damals sich nicht alle so gewesen sind. Sein Fanatismus macht auch vor seiner Schwester nicht halt, die nicht nur das Pech hat, eine Frau zu sein und somit schon von vornherein viel verdorbener und weniger wert ist als er. Sie hat weiterhin auch noch das Blut einer Hexe in sich, was sie von vornherein doppelt Verdorben macht. Wie bei jedem guten Fanatiker ist es ihm dabei egal, dass in seinen Adern das gleiche Blutgemisch fließt.
      Raphaela hat jedenfalls Angst vor ihrem Bruder und hasst ihn für alles was er ihr angetan hat. Die Narbe auf ihrer Stirn wird sicher auch von ihm bzw. seiner Entfernung ihres dritten Auges stammen. Aber gerade deswegen könnte sie den Schatzjägern am Ende zumindest gegen ihren Bruder helfen, besonders da jetzt ihre Mutter in Erscheinung getreten ist und alleine dadurch Luzifer mehr als nur aus der Bahn geworfen hat. Ich bin schon sehr gespannt darauf wie die beiden Geschwister auf ihre Mutter reagieren werden. Besonders Gabriel, immerhin hat sie ihm gleich mal ihre (Hexen-)Macht demonstriert
      Bis auf die Sache mit Raphaelas Auge schon einmal eine gute Erkenntnis. Mehr kann ich aus Spoilergründen aber auch nicht dazu sagen.

      qoii schrieb:

      Die wichtigste Frage für unsere Schatzjäger dürfte aber sein, wie Sibyll zu ihnen steht, denn in diesem Bezug bin ich mir noch völlig unsicher. Zum einen könnte sie immer noch eine Treue zum Lord bzw den Zielen der Prophezeiung haben oder stammt diese nicht sogar von ihr? Allerdings ist Dädalus nicht mehr auf Seiten des Lord, hat aber damals mit ihrem Mann oder besser gesagt dem Vater ihrer Kinder (Michael) Luzifer aufgehalten. aber war das in ihrem Sinne oder nicht?
      Fragen, auf die das aktuelle Kapitel Aufschluss gibt.

      qoii schrieb:

      Anders gesagt ich kann noch überhaupt nicht einschätzen, wie sie zu all den anderen Figuren steht. Fest steht nur, dass sie auf jeden Fall Luzifer vernichten und bestrafen will. Aber sie hat auch dafür gesorgt, dass Luzifer überhaupt den Plan gefasst hat, die Schatzjäger in die Albtraumwelt zu sperren. Zwar scheint sie diese gebraucht zu haben, damit sie genug an den Grundfesten rütteln kann, um überhaupt die Kontrolle zu übernehmen, dies bedeute aber nicht, dass sie ihnen letztendlich wohlgesonnen ist. Immerhin wird ziemlich deutlich angeschnitten, dass sie für Kyus derzeitigen Zustand verantwortlich ist, da es >ihr Werk< ist. Weiterhin lenkt sie Brianna nur Stück für Stück und sorgt nicht einfach dafür, dass alle Schatzjäger wieder zusammen finden, was sie zumindest nach meiner Interpretation der Andeutungen durchaus schaffen könnte. Immerhin hat sie dafür gesorgt, dass Drake genau im richtigen Moment aufgetaucht ist. Alles noch ziemlich ungewiss, sie könnte sich am Ende durchaus gegen alle stellen. Besonders da sie Uriel angewiesen hat die tür zu bewachen, damit keiner Entkommen kann.
      Also soviel sei verraten: Sybill möchte die Welt brennen sehen und es ihr dabei egal, wer über die Klippe springt.

      qoii schrieb:

      Weiterhin frage ich mich, warum anscheinend Herleif dazu im Stande ist die Ketten zu lösen, nicht aber Brianna oder Drake. Hat es etwas damit zu tun, dass sie eine Walküre ist oder steckt da doch etwas anders dahinter, vielleicht in welche Welt die einzelnen zuerst gesteckt worden sind oder wie viel Kontakt die mit bestimmten Personen hatten oder was weiß ich. Das ist auch noch sehr Rätselhaft, wie die gesamten Strukturen, Einflussebenen der Albtraumwelt. Denn zumindest Luzifer und seine Untergebenen handeln sehr häufig, als würden sie sich in der Realen Welt befinden. Sie haben die Kathedrale per Hand für die Messe hergerichtet, die Orgel wird von Hand gespielt und ich meine mich auch daran zu erinnern, dass Raphaela irgendein Raum gefegt hat. Sollte Luzifer als (vermeintlicher) Herr des Albtraums nicht eigentlich alles nach seinen Wünschen richten können bzw einfach die Erinnerung einer Fertig vorbereiteten Kathedrale aufrufen können. Immerhin hat Sybille auch die Macht den Kinderchor in Fetzen zu reißen und die Orgel spielen zu lassen. Ganz abgehen davon, dass gerade zufällig in einer so wichtigen Nacht ein Blutmond am Himmel steht, wobei ich diesen doch eher Luzifer zurechnen würde.
      Also ich hab das zwar schon ein paar mal erklärt, aber ich versuch es noch einmal einfacher in Worte zu fassen:
      Luzifer hat aus seinen Erinnerungen, den Erinnerungen seiner Schwester und denen des Lords diese Welt konstruiert. Es war auch eine perfekte Welt, in der wir Brianna zu Beginn mit Mark und ihrem Kind gesehen haben. Durch das Eingreifen Raphaelas jedoch wurden die Wände dieser perfekt konstruierten Welt eingerissen, sodass die tatsächlichen Erinnerungen sich mit Luzifers Konstruktion vermischen. Daher auch die verschiedenen Ebenen, die alle ziemlich konfus durcheinander wirken.
      Darüber hinaus hat Luzifer nachdem er selbst die Welt betreten hat, keine Macht mehr über ihr Äußeres. Er ist jetzt selbst im Spiel sozusagen und lenkt nicht mehr bloß.

      qoii schrieb:

      Die beiden Kapitel haben mir, wie du sicher an der Menge des Textes sehen kannst, wieder sehr gut gefallen. Besonders da ich eigentlich kaum auf den direkten Inhalt eingehe und mich mehr in meinen Spekulationen und Gedankengängen verliere. Besonders erwähnen muss ich aber noch diesen kleinen Familienmoment zwischen Kaisa und Aloë, die distanzierte Tante scheint irgendwie etwas aufzutauen. ^^
      Natürlich tut sie das. Wie könnte man auch anders als bei so einer liebevollen "Nichte" :D
      Und danke für deine Spekulationen. Das macht mir immer meisten Spaß.

      @Bo #1

      -Bo- schrieb:

      Der erste Abschnitt setzt wohl hauptsächlich den Blutmond in Szene, welcher im Kapitel fast ebenso prominent eingesetzt wird wie die handelnden Figuren. Ob es sich dabei nun um eine rein ästhetische Modifizierung der Szenerie handelt oder einen tieferen Sinn innehat, etwa die farbanalogische Rückkehr von Menschen, Fleisch und Blut in die Alptraumwelt, vage ich nicht zu mutmaßen. Eine Verbindung zur Prophezeiung schließe ich erst einmal aus, da der Blutmond ebenso wenig real ist wie der Horizont, über dem er aufgeht.

      Dann nehme ich die farbanalogische Rückkehr von Menschen, Fleisch und Blut in die Alptraumwelt. Das gefällt mir als Begründung :D
      Nein...was heißt tieferer Sinn. Es bezieht sich wohl eher als kleiner Hinweis auf eine Teufelsfrucht, die du ja schon kennst ;)

      -Bo- schrieb:

      Jedenfalls verdichtet sich die Frage, auf wessen Seite Raphaela am Ende stehen wird. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie früher oder später vollkommen eigennützig agiert, da sie weder ihrem Bruder noch Dädalus genug Vertrauen oder Respekt entgegenbringt, um sie zu unterstützen. Sollte es zu einem Kampf kommen, der die Geschwister gegeneinander hetzt, setze ich mein Geld allerdings nicht auf Raphaela. Zumindest nicht ohne Hilfe von Dädalus, dem ich den Sieg über Gabriel selbstverständlich gönnen würde. Andererseits wäre da auch noch Sybill, deren Allmachtsvorstellung stark an One Piece'sche Katastrophen erinnert. Vielleicht wäre es auch hier hilfreich - und offensichtlich ironisch - wenn Dädalus, Luzifer und Raphaela gegen Sybill kämpfen müssten. Wie auch immer ein solcher Kampf aussehen würde, aber letztere sind nunmal die Architekten der Traumwelt und Dädalus ist Dädalus.^^
      Abwarten. Raphaelas Rolle ist schon etwas besonders, sagen wir mal so und dann doch wieder nicht.

      -Bo- schrieb:

      Nächster Punkt: Schieben wir es jetzt auf die narrative Ökonomie, dass Brianna und Anhang direkt in dem Tunnelsystem unterwegs sind, in welchem Kyu nach dem Ausbruch aus seiner persönlichen Hölle landete und Herleif auf den Tod wartete? Theoretisch hättest du mit Sybill ohnehin alle Möglichkeiten der Welt, Charaktere genau dahin zu bugsieren, wo du sie gerade haben willst, aber...ganz kommentarlos wollte ich diesen günstigen Zufall nicht verstreichen lassen. Zumindest, sollte es sich tatsächlich um einen Zufall handeln und nicht um eine logische Entwicklung, die ich nur wieder vergessen habe. xD
      Ne, also das ist tatsächlich logisch. Also Brianna und Co. waren ja unterwegs in Richtung Oberwelt und diese führt nur durch die Katakombe, in der Gabriel Herleif gefoltert hat. Dass jetzt Kyu dort in den Traum eingestiegen ist, ist Zufall ja. Aber ich denke jetzt nicht argh konstruiert. Immerhin entscheidet ja Sybill, wo die Leute landen, sobald sie in den "Haupttraum" einsteigen. Aber zumindest die Korrelation Brianna und Herleif ist logisch.

      -Bo- schrieb:

      Auch mir sagt es zu, dass Brianna Kyu nicht zu bändigen imstande ist - und mir sagt es zu, dass Kyu nach seiner Flucht noch immer durch die Traumwelt wütet. Sybill selbst hat gesehen, wozu der Fuchs imstande ist und verfügt zudem noch über die Mittel, ihn genau ins Auge des Orkans zu lotsen. Es würde mir gefallen, wenn sie Kyu als Chaos auf vier Pfoten auf das Schlachtfeld zaubern würde, wo jener dann eines der ranghöheren Mitglieder der Herzkönigin zerfetzt. Das hätte Stil und würde logisch erklären, wie die Helden gegen die Übermacht der royalen Leibgarde bestehen können. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die Vasallen der Herzkönigin maßgeblich als Antagonisten herhalten werden, nun, da Uriel anscheinend auf Sybills Seite steht und Gabriel vielleicht mit Raphaela und/oder Dädalus aneinander gerät.
      Genau so hab ich mir das in etwa auch vorgestellt.

      -Bo- schrieb:

      Aber es passt zu Sybill, die all die Jahrzehnte auf diese große Rückkehr in die Manege der Lebenden gewartet hat. Jetzt ist es Zeit für ihre Rache, für die Prophezeiung und...für den Lord? Ich bin nach wie vor gespannt, wie der in die Gleichung um Sybill und die Traumwelt hineinpasst. Aber das wirst du sicher nicht gleich im nächsten Kapitel enthüllen, weshalb ich mich jetzt erst einmal auf Sybills weiteres Vorgehen freue. Zerquetscht sie Luzifer sofort, oder aber darf sich jener doch noch wehren? Denn, wie gesagt, so gesehen ist er der einzige, welcher Sybill noch irgendwas entgegensetzen könnte. Er hat die Traumwelt erschaffen, vielleicht mit Raphaela zusammen. Wenn er es nicht schafft, irgendwas gegen Sybill auszurichten...wer dann?
      Die Antwort darauf hast du ja im folgenden Kapitel selbst und spätestens mit dem heutigen Kapitel erhalten.

      -Bo- schrieb:

      Kaisa ist wie immer cool, cooler, am coolsten. Es ist eigentlich nicht mehr nötig zu betonen, wie cool sie ist. Daher muss man sich nur noch fragen, wie sie die nächsten Kapitel überstehen wird. Wenn ich mich jetzt nicht täusche, stürzt sie sich direkt ins Auge von Sybills Zorn, was nur bedingt vielversprechende Aussichten sind. Rettet sie Dädalus vor Sybill? Oder wird sie vorher von, sagen wir mal, H.D. oder Marzipan oder dem Märzhasen-Hutmacher abgefangen? Ehrlich gesagt traue ich Kaisa durchaus zu, mit einem kleineren Vasallen der Herzkönigin vor der Kirche den Boden zu wischen, um dann mit einem großen Auftritt in selbige zu stürmen und sich einen der Bigshots (vornehmlich H.D.) vorzuknöpfen. Das würde aber voraussetzen, dass nicht Marc oder Kol noch dazu stoßen, welche selbst Gegner bräuchten. Und Drake ist ja auch noch da, genau wie Monster-Kyu. An starken Helden mangelt es dir da eigentlich nicht, also könnte sich Kaisa auch mit einem einzigen Gegner begnügen. Schauen wir mal.^^
      Ich weiß nicht wie ich das bewerten soll und ich ja wirklich nicht, dass Kaisa hier zum Zoro meiner FF wird. Bitte schreit dann ganz laut Stop. Ich dachte nur, dass es nach ihrer passiven Rolle auf CO Zeit wird zu zeigen, was sie drauf hat.


      @Bo #2

      -Bo- schrieb:

      Du bestätigst die Runen-Frucht, was ich erst einmal achselzuckend zur Kenntnis nehme. Wie Sybill anmerkte, scheint es sich um eine mächtige Frucht zu handeln und die Möglichkeiten respektive Grenzen der Kräfte sind wohl an die Zahl und Art der Runen gebunden, die Herleif beschwören kann. Theoretisch sind dem geneigten Sprachhistoriker keinerlei Schranken gesetzt, sofern man die richtigen Symbole aneinanderreiht, was aber die Frage aufwirft, wo die faktische Linie zwischen "mächtig" und "göttlich" verläuft. Zwar hat Oda jüngst auch zahlreiche Ketten gesprengt, aber da du selten ein Freund dieser Methoden warst, erwarte ich hier durchaus eine logische Grenze. Nicht, dass Herlief am Ende nur die Rune für "Tod" auf ihre Axt ritzen muss und schon kippen die Gesandten der Triade wie Zedern im Sturm um. xD
      Sybill erwähnte es bereits, Herleif hat das Potenzial ihrer Frucht noch nicht erreicht bzw. wird nicht in der Lage sein, es zu erreichen. Aber wenn dies geschehen würde...wie sähe das aus? Bin ja persönlich selbst kein riesiger Fan dieser allmächtigen Teufelskräfte, weshalb mich das schon interessieren würde.^^
      Also die Frucht kennt Grenzen, keine Frage. Wie "logisch" diese sind, kann ich nicht sagen. Aber so etwas wie dein Beispiel werde ich sicherlich nicht bringen. So viel Vertrauen solltest du in mich haben. Ich gebe der Frucht einfach die Grenzen, die ich für sinnvoll erachte. So wie Robin keine Minihände wachsen lassen kann, die die Organe ihrer Feinde von innen zerquetschen, musst du mir einfach vertrauen, dass ich weiß, was ich tue :D
      Ich werde die Frucht aber zu gegebener Zeit noch näher beleuchten.

      -Bo- schrieb:

      Diesen Aufhänger nutzend, mache ich bei der aktuellen Allmacht in Person weiter: Sybill. Ihre Selbstdarstellung dauert an, sie kostet jeden Moment ihrer Rückkehr wie süßen Wein aus und gefällt sich dabei sichtlich in ihrer Rolle der unerträglichen Höllenfürstin, die von jedermann gefürchtet, verachtet und angewidert beäugt wird. Der Kontrast zwischen lasziver Göttin und verfaulendem Gewürm hat schon einen gewissen Reiz, auch wenn mein bildliches Vorstellungsvermögen dich für so manchen Schwenk über Sybills derangierten Leib verflucht hat.
      Mulligan lässt grüßen, würde ich sagen :D

      -Bo- schrieb:

      Gleichzeitig muss man aber auch Viktoria loben, die zumindest für einen Moment in der Lage war, sich Sybill rhetorisch entgegenzustellen. Natürlich konnte sie keinen Sieg erringen, dafür hat Sybill diesen ihren Moment zu lange geplant, modelliert und in Form gegossen. Aber dieser kurze Moment des Zögerns, als sich Viktoria tatsächlich gegen Sybill erhob...den mochte ich sehr. Auffällig fand ich an dieser Stelle auch den kurzen Vermerk Sybills über Viktorias "psychische und physische" Stärke. Du hast uns bisher ja vergleichsweise im Dunkeln darüber gelassen, ob Viktoria tatsächlich kämpferisch aktiv werden könnte oder nicht. Diese Aussage könnte die Möglichkeit unterstützen, oder aber nur auf Viktorias Leidensgeschichte verweisen. Schwer zu sagen, hat mich aber aufhorchen lassen.
      Richtig gehorcht, mal schauen in welche Richtung es geht ;)

      -Bo- schrieb:

      Wohin Sybill die Herzkönigin und ihre Vasallen verfrachtet hat? Ich nehme mal an, irgendwohin, wo sie eher früher als später auf die Schatzjäger treffen. Kaisa ist immerhin direkt auf dem Weg und Aloe wird Brianna & Co. sicherlich auch bald gefunden und in die richtige Richtung verwiesen haben. Bleiben nur Marc und Kol, die mir beide aber irgendwie total egal sind. Der eine ist eh erst seit diesem Arc dabei und der andere ist, naja, Marc. :D
      Marc halt :D
      Naja allein aus narrativen und Zeitgründen werden die Kampfpaarungen jetzt halt wortwörtlich von zauberhand zusammengewürfelt. Bin da ja sonst kein Fan von, aber mit Sybill erschien mir das dieses Mal passend und kommt mir zu Gute.

      -Bo- schrieb:

      Aber zugegeben, der hat immerhin Charakterstärke offenbart. Bisschen Fifty Shades of Gay für den Aufenthaltsort seiner Tochter, warum nicht. Eigentlich eine sehr gute Geschichte und eindrucksvoller Anknüpfpunkt für eine tiefergreifende Charakterisierung der Figur, aber...ja. Ich werde mit ihm einfach nicht richtig warm, es liegt nicht an dir oder den Dingen, die du dir für Marc ausgedacht hast. Das ist wie mit den Bärennarben damals, die Marcs Großherzigkeit und seinen Mut impliziert haben. Irgendwie springt der Funke nicht über und ich kann spontan nicht sagen, woran das liegt. Es ist, wie es immer war. Marc halt.
      Haben ja schon oft genug darüber geredet. Geht mir auch so und das werde ich wohl nicht mehr ändern können.

      -Bo- schrieb:

      etzt ist ohnehin erst einmal wieder Zeit für eine saftige Rückblende, die anscheinend endlich den großangekündigten Verrat beinhaltet. Der Einstieg gelingt dir hier hervorragend, sowohl die metaphorische Betrachtung der Welt durch Sybill als auch die schrittweise Entfremdung der Hexe von diesen Ansichten. Wenn man mit einem nahezu endlosen Leben gesegnet/verflucht wurde, fallen wegweisende Prämissen wie Tod und Leben, das Verständnis von Zeit und Zeitlosigkeit, von Carpe Diem und Memento Mori einfach weg. Sybill ist nicht an die Gesetze gebunden, die den Rest der Welt unaufhörlichen in den nächsten Tag treiben und entwickelte daraufhin ihr eigenes, viel umfassenderes Konzept der Realität. Sie sieht das große Ganze, wo andere kaum mehr als ein Leben zur Verfügung haben, um auch nur Fragmente auszumachen. Auch Sybills Einsamkeit und Isolation von den Menschen, die sie ohnehin stets argwöhnisch und feindselig behandelt haben, ist ein geschickter Übergang zu der Liebe, die sie durch Shmuel erhält. Einerseits, weil die Liebe zwischen zwei Menschen gleichzeitig so klein und so groß ist, andererseits, weil Sybill durch sie einen Hauch von Menschlichkeit erfahren hat. Klammern wir an dieser Stelle dann auch großzügig die Tatsache aus, dass Sybill im Körper eines Kindes steckt und Shmuel bereits erwachsen zu sein scheint, ist das eigentlich eine sehr schöne Szene, die einen wunderbaren Einstieg in den Untergang darstellt.
      Vielen Dank. Es freut mich wirklich, dass das auch so aufgenommen wurde, wie ich mir das gewünscht habe.

      -Bo- schrieb:

      Wie genau ich zu dieser Liebe stehe, die mich zu überraschen wusste, kann ich jedoch noch nicht zweifelsfrei beurteilen. Zwar bezeugt diese Liebe die tiefe Verbindung zu Shmuel und bietet Sybill einen neuen, gänzlich anderen motivationalen Spielraum, bringt aber auch die altbekannte narrative Trope "Liebe" ein. Dagegen habe ich natürlich nichts, aber ich möchte sehen, was du daraus machst. Es würde Sybill nicht gerecht werden, wenn sie nun wie eine schwärmerische Dirne dargestellt würde, die sich nur für ihren Liebsten all die Jahre in der Gedankenwelt Luzifers eingenistet hat. Am liebsten wäre mir hier eine Verquickung beider Systeme. Zum einen die romantische Ebene, auf der Sybill ihren Geliebten aus den Fängen Luzifers befreien möchte, und zum anderen die ideologische Ebene, auf der jener ihr gemeinsames Werk, ihren Traum wahr werden lassen soll. Mit dieser Idee könnte ich mich wirklich anfreunden. Sie macht Sybill menschlicher, den Lord greifbarer sowie die Geschehnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft grauer.
      Ich denke, dass dir meine Auflösung gefallen wird. Beziehungsweise hoffe ich das. Weder Sybill noch Shmuel erfüllen hier ein gewisses Klischee und sind auch deutlich von anderen Motivationen und Mächten getrieben, aber das siehst du dann ja im Kapitel..

      @Calli #2

      Callico schrieb:

      Nach dem letztem Kapitel hast du mich mit der Darstellung von Herleifs teuflischen Kräften tatsächlich neugierig gemacht. Ich kenne mich mit den Schriftzeichen kaum aus, startete demnach sofort eine superaufwendige Googlesuche, die nahezu ergebnislos verlief. Es ist immer mal wieder die Rede von Zauberei und dergleichen, aber so richtig schlau wurde ich da ehrlich gesagt noch nicht. Hier muss man wohl oder übel auf eine Erklärung seitens Nutzerin oder der allwissenden Sybill warten. Bisher wissen wir, dass die Runenkraft ihrem Nutzer die Fähigkeiten einräumt, Heilmagie einzusetzen und Fesseln zu lösen. Weckt Erinnerungen an Latein-Stunden, als das Thema Aberglaube im Mittelpunkt stand. Egal, abwarten ist angesagt.
      Erklärung wird folgen ;)

      Callico schrieb:

      Ich vermute, die Frucht sollte sowieso bald sehr nützlich werden. Wie ich bereits im letzten Kommentar verlauten ließ, wäre ich einem intensiven Gewaltexzess seitens Kyus, in welchem er unkontrolliert alles und jeden um ihn herum in Brand steckt, alles andere als abgeneigt. Dem aktuellen Kapitel nach zu urteilen sollte es Herleif möglich sein, selbst schlimme Wunden zu heilen, wie wir an ihrem lädierten Bein gesehen haben. Dies könnte Kyu quasi einen Freifahrtschein in seinem Streben, sich nach Belieben auszutoben und derweil einen Pfad des Leids und der Verwüstung hinter sich zu lassen, gewähren und den Fall um einiges tragischer. Während seines Wutausbruchs könnte der Fuchsjunge demnach, vollkommen verzehrt von den Fuchsflammen und hilflos in Maries Bann gezogen, auf Freund wie Feind losgehen, einige Gegner aus dem Verkehr ziehen und anschließend seinen Weggefährten Schaden zufügen. Sollte er, nachdem er wieder bei Sinnen ist, das verheerende Ausmaß seines Kontrollverlusts realisieren, wird ihn das abermals an den Rand des Abgrunds treten und drohen, ihn zu verschlucken. Kyu, der naive, herzensgute Junge, scheint einer zu sein, der sich sowas nur schwer verzeihen könnte. Die physischen Wunden des Körpers heilen, die psychischen bleiben. Insofern bin ich sehr angetan von Herleifs Kräften, da sie die Möglichkeit eröffnet, Kyu die Macht seines Zorns in Fülle zu kosten, ohne den Hauptcharakteren auf permanente Weise körperlich zu schaden. Gleichzeitig besteht die Chance, dass Misstrauen gegenüber Kyu in der Gruppe keimt (auch wenn ich das nicht kommen sehen kann, weil sich doch alle so doll lieb haben). Eventuell ergeben sich interessante Konflikte innerhalb der Gruppe auf der Ikarus, es bilden sich Gruppen mit verhärteten Fronten (?). Das Potential für eine Menge wünschenswerter Dramatik ist gegeben. Wenn Brianna zusätzlich noch über Dädalus "Verrat" aufgeklärt wird... Vorbei die Zeit, wo alle superviel Spaß auf dem Schiff hatten.
      Interessante Ideen, zu denen ich mich aus Spoilergründen nicht äußern kann. Vieles wird wie erwartet kommen und manches ganz anders.

      Callico schrieb:

      Und da wir schon von Konflikten reden: Marc und Cole bekommen einen Auftritt, der sich kaum von ihrem letzten unterscheidet. Ehrlich gesagt, kann ich mit beiden Kerlen nicht viel abgewinnen. Marc weil er Marc ist und Cole, weil er noch nicht viel Zeit hatte, wo er tatsächlich interessant werden konnte. Auf Clockwork Orange fand ich den Karamellbrünetten für den Arc recht gut und mir gefiel die Rolle, die ihm im Zusammenhang mit dem Harlekin zukam, recht gut. Was für mich die Fan Fiction besonders stark macht, ist die Interaktion der einzelnen Ikarier untereinander, woraus dann besondere Bindungen resultieren, die einem die Charaktere näherbringen. Kyu-Drake, Kyu-Dädalus, Kyu-Brianna, Brianna-Aloe, Brianna-Dädalus, Dädalus-Kaisa, Kaisa-Aloe (bahnt sich nach den neusten Ereignissen mit den Kartensoldaten womöglich an?). Interessante Freundschaften, die auf die einzelnen Teilnehmer individuell abgestimmt sind. Marc sehe ich mit keinem irgendwie auf einem ähnlichen Level interagieren, höchstens noch mit Brianna. Daher nehme ich ihn auch nicht als "Mitglied" war, sondern oft nur als Randerscheinung, der sich glücklicherweise in die Kämpfe stürzen kann. Dabei schlummert in ihm genug Potential, um mehr zu sein. Just in diesem Kapitel wurde wieder betont, wie er sich der Sklaverei hingegeben hat, um seine Tochter zu finden.
      Um Bo zu zitieren: Marc halt.

      Callico schrieb:

      Btw: Wo ich so über Sexsklaverei nachdenke- es hilft ihm halt auch mal so gar nicht, dass ich ihn mir im Leia-Outfit als Sklave einem fetten, hässlichen Himmelsdrachenmenschen zu Füße liegend/lasziv räkelnd vorstelle.
      Außerdem bin ich aus persönlichen Gründen kein Fan von Surfboards und dergleichen, weshalb er weitere Sympathiepunkte verliert.
      Ähnlich wie Marc besitzt auch Cole eine Daseinsberechtigung, mit den Ikariern in Abenteuerreise zu stechen (Rache an Harlekin?). Gleichzeitig empfinde ich ihn auch noch nicht als Teil der Gruppe, was nicht weiter verwunderlich ist, da er noch nicht einmal einen Arc lang Mitglied ist. Kann alles noch mit starken Konversationen oder gruppenbindungsstärkenden Momenten folgen.
      Also so grausam wollte ich gegenüber Marc auch nicht sein, aber es gab tatsächlich eine ähnliche Idee.

      Callico schrieb:

      Wie bereits erwähnt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir in den kommenden Kapiteln eine sich anbahnende Freundschaft zwischen Kaisa und Aloe wahrnehmen werden, da ich die zwei zusammen ziemlich sympathisch finde. Klar wird Kaisa demnächst ihrem BFF Dädalus, nachdem er nun ein Auge verloren hat, etwas mehr Zeit schenken, doch sollte sie Aloe ja nicht vernachlässigen.
      Diese ist vor allem stärketechnisch in letzter Zeit enorm gewachsen, wenn man einen flüchtigen Blick auf ihre bisherigen Gegner und ihre Errungenschaften wirft. Aus diesem Grund frag ich mich, weshalb sich die beiden reizenden Damen überhaupt getrennt haben, anstatt Aloe versuchen zu lassen, die Kartensoldaten mit einem kräftigen Windstoß wegzuwehen. Oder sie unter einer kolossalen Wasserwelle zu begraben oder sie mit mächtigen Erdbrocken zu erdrücken (weil Natur). Natürlich drängt die Zeit und Aloe wird die glorreiche Aufgabe zuteil, Brianna und Co. zur Kathedrale, dem Ort des spannenden Finales zu führen. Wenn Kyu aus heiterem Himmel die Versammlung mit einem blutrünstigen Gewaltakt platzt... :kreygasm:
      Aloë hat außer dem Wind und gewisser Pflanzen eigentlich noch gar keine Naturbändigung erlernt und Kaisa sah sich wohl gewappnet genug, um den Kartensoldaten allein in den Weg zu stellen, während Aloë sich auf die Suche nach den anderen macht.

      Callico schrieb:

      was ich mir aber wegen der Allwissenheit der koprophilen Sybill nicht vorstellen kann. Obwohl ich denke, dass man ein Mastermind, welches seine Gegner und Mitspieler wie Figuren auf einem Brett aufstellt und deren Handlung wie ein Spiel bestimmt, am besten mit einem unvorhersehbaren, unmöglich zu planenden Ereignis schlägt, so denke ich, interessiert sich Sybill kaum für Kyu. Sie nahm seinen Wutausbruch damals, als Herleif ihre Fesseln öffnete, auch nicht wirklich als Gefahr wahr. Auf dem jetzigen Stand verweilend wüsst ich nicht, auf welche Weise du den Abgang der ekelerregenden Antagonistin planst. Sie mit einem ausgeklügelten Plan körperlich bezwingend? Beschwatzend? Ein unvorhersehbares Ereignis wie der Ausbruch einer irrationalen, menschlichen Emotion? Team-Arbeit der Ikarier oder durch einen Hinterhalt von ihrer Tochter Raphaela? Da sollte man sich als Leser getrost zurücklehnen und den Flashback zu Ende lesen, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Womöglich offenbart sich uns während dieser Erzählung ein Schwachpunkt der Greisin, da sie bereits einmal bezwungen und verraten wurde. Unbesiegbar ist sie demnach nicht.
      Lediglich unsterblich. Die Frau weilt schon seit unzähligen von Jahren auf dieser Welt, sammelte in der gesamten Zeit enorm viel durchgemacht. Die Menschen hielten sie für ein bedrohliches Monster, drängten sie in die peinigende Einsamkeit. Shmuel schien der Erste zu sein, der das wahre Potential in ihr erkannte, und gab ihr wohl das, was sie suchte. Einen Platz. Ob da wahre Gefühle dahinter stecken oder ob diese Beziehung gänzlich der Agenda diente, wird sich wahrscheinlich noch zeigen. Ich tippe hierbei auf Ersteres. In diesem Zusammenhang wird natürlich auch wieder ihre Beziehung zu Michi, dem Vater ihrer Kinder interessant. Ob Michis Liebe sein frühzeitiges Ableben begünstigte? Anscheinend brach der Verrat von Dedale und Luzifer ihm das Genick (oder jedenfalls ist das zu erwarten), was mMn eher auf Probleme mit der Ideologie hindeuten würde. Oder aber die beiden verrieten dem Lord, dass Michi und Sybill ein Liebespaar waren, sie zwei (nicht nur ein) Kinder gezeugt haben, woraufhin der Lord ihn umbringen ließ- unbefriedigende Lösung.
      Es kann natürlich sein, dass uns Sybill mit dem nächsten Kapitel die ganze Wahrheit verrät, was weitere Dümpelraterei meinerseits obsolet machen würde. Mal sehen, ob wir nächstes Mal auch Einblicke in die Mannschaft/Organisation des Lords erhalten. Freuen würd ich mich.

      Gutes Kapitel, öffnet die Türe für den kommenden Flashback, der uns hoffentlich mit saftigen Hintergrundinformationen füttert.
      Abwarten und Kapitel lesen. interessante Gedanken sind es auf jeden Fall.

      @qoii #2

      Hahahahahahahahahaha.

      qoii schrieb:

      Als Herleif ihre Wunden mit Hilfe einer Rune geheilt hat und die Runenfrucht bestätigt wurde, habe ich mich zuerst schon gefragt, wo dies jetzt plötzlich herkommen soll. Später sind mir dann wieder die Runen auf ihren Streitäxten eingefallen, welche beim Kampf aufleuchteten, irgendwie habe ich das komplett vergessen. Jedenfalls ist dies schon eine sehr mächtige Frucht, wobei ich ihre Grenzen unter anderem in der benötigten Kenntnis der jeweiligen Bedeutung der Runen(-Kombinationen) sehe. Weiterhin braucht es natürlich auch etwas Zeit, die jeweiligen Runen zu schreiben und anscheinend müssen sie auch auf das entsprechende Objekt direkt aufgetragen, eingeritzt werden. Somit ist es schon eine sehr mächtige Frucht, welche aber derzeit noch ihre schwächen zu haben scheint. Immerhin konnte sie ihre Kräfte nicht nutzten, um sich aus Gabriels Fängen, bzw von ihren eigenen Ketten zu befreien.
      Das wären beispielsweise mal rein "technische Einschränkungen", aber die Frucht wird - wie bereits angedeutet - noch zu einem späteren Zeitpunkt zu genüge ausgeführt werden.

      qoii schrieb:

      Zu Marc und Kol fällt mir nicht wirklich etwas neues ein. Zumindest für mich war irgendwie immer klar, dass Marc zum Sklaven wurde, um irgendwie wieder an seine Tochter heranzukommen. Zwar könnte man hier herauslesen, dass er einen Deal mit genau diesem Tenryuubito hatte, aber ich kann es mir bei diesen nicht wirklich vorstellen, dass sie irgendeinen Deal eingehen würden. Zwar haben auch welche Geschäfte mit Brianna gemacht, aber wenn sie diese zu ihrer Sklavin gemacht hätten, könnten sie Brianna nicht mehr auf Artefakt suche schicken, während Mark als Lustsklave, sobald der in MJ ist und sein Brandmal hat, keine Verhandlungsposition mehr hätte. Weiterhin meine ich mich noch dunkel zu erinnern, dass er in irgendeinem FB in einem Käfig zum verkauf gezeigt wurde. Er hat wohl einfach die "Position" des Sklaven als einzige Möglichkeit gesehen, wie er nach MJ kommen kann, um dann dort irgendetwas über seine Tochter herauszufinden.
      Dein letzter Satz ist die richtige Lösung. Mark wusste sich nicht zu helfen, hat sich selbst als Sklaven an die Tenryuubito verkauft, um etwas über das Schicksal seiner Tochter zu erfahren. Mit mäßigem Erfolg. Da war Brianna schon deutlich klüger unterwegs.

      qoii schrieb:

      Das die Mitglieder des Drei-Augen-Stammes oder bei dir Hexen genannt, sehr lange Leben wussten wir spätestens seit Genevieve auftauchen, aber jetzt erfahren wir, dass sie anscheinend zumindest was das Alter angeht (fast) unsterblich sind. Wobei mir dann noch nicht ganz klar ist, in wieweit sie körperlich Altern bzw wie lange es dauert, bis sie von einem optischen Kind, zu einer optischen Frau werden, wobei wir eine optische Oma wohl ausschließen können. Denn Sybill wird hier trotz ihres Alters von Jahrhunderten als Kind beschrieben, während Genevieve bei ihrem FB, wo sie das Aurora Archipel erhobt, ein Kind und später eine Frau war. Wobei sie in deiner letzten Charakterübersicht als Mensch/Hexe bezeichnet wird, ist sie also wie Raphaela keine reine Hexe? Ach ja ich denke, dass Sybill in der Traumwelt als alte Frau erscheint liegt daran, dass sie hier nur Seele/Erinnerung ist, welche immer weiter verfault und nicht, weil sie in dieser Welt wirklich altern würde.
      Also zum Alterungsprozess der Hexen müsst ihr euch vielleicht noch ein wenig gedulden. Ebenso was Genevieve angeht, da habe ich sicherlich noch ein paar Informationen parat.

      qoii schrieb:

      Wo wir schon bei Unsterblichkeit sind, wenn ich mich recht Entsinnen hat Katerina ihrem Vater, einem der fünf Weisen, doch eine Phiole mit Blut gebracht, welche ihm "gesundheitlich2 helfen sollte. Genauso wie der Horizon etwas mit Unsterblichkeit zu tun hat. Ich würde mich jetzt mal zu der Vermutung hinreißen lassen, dass in der Phiole Hexenblut war und der Horizon ebenfalls irgendwie mit diesem Stamm und dessen Macht/Unsterblichkeit in Verbindung steht.
      Möglich, aber doch nicht ganz richtig.

      qoii schrieb:

      Zunächst hat es mich einmal ziemlich Überrascht, dass Sybills liebe Shmuel/dem Lord gilt oder gegolten hat. Immerhin sind Gabriel und Raphaela die Kinder von ihr und Michael bzw so wurde es immer gesagt und Gabrieles Ähnlichkeit zu Michael wurde auch immer wieder betont. Womit wir eigentlich ausschließen können, dass die beiden doch Shmuels Kinder sind, welch wegen des optischen Altersunterschieds Michael zugeschoben wurden.
      Genetik ist schon etwas wunderbares, nicht wahr ;)

      qoii schrieb:

      Aber nun zu dem Problem mit dem Verraten. Während ich mich daran erinnere, dass wir bis jetzt die Information hatten, dass Dädalus und Michael zusammen Luzifer aufgehalten haben/wollten und Michael dabei gestorben ist, sagt Sybill jetzt, dass Dädalus und Luzifer sie und Michael verraten hätten. Weiterhin sagt sie, dass sie sich zu Luzifer wegen irgendetwas geflüchtet und der dann sie getötet und ihren Erinnerung eingesperrt hätte.
      Mit diesen Informationen kann ich sehr gut sehen, warum Sybill sagt, dass Luzifer sie verraten hätte, aber warum nennt sie dann auch Dädalus und Michael. Wenn auch die Information stimmt, die wir von Dädalus erhalten haben, könnte ich mir vorstellen, dass bei dem Versuch Luzifer aufzuhalten Michael in einer Situation gestorben ist, welche man auch als Verrat von Dädalus an ihm auslegen könnte. Also Dädalus geht weiter oder bleibt zurück, um irgendetwas technisches aufzuhalten, während Michael im Kampf stirbt oder so.
      Jedenfalls wäre es wichtig zu wissen, warum Sybill zu Luzifer geflohen ist. Sie könnte allgemein in Gefahr gewesen sein und Luzifer hat dies ausgenutzt, um sie zu beseitigen und sich ihre Erinnerungen zu eigen zu machen und musste dann von Dädalus und Michael aufgehalten werden . Andererseits könnte Sybill vor den beiden bzw deren Ablehnung von einem wichtigen Plan zu Luzifer geflohen, der diesen dann auch weiterführen wollte und deswegen von Dädalus und Michael aufgehalten werden musste.
      Irgendwie gibt es da noch viel zu viele Möglichkeiten bzw mir Fallen viel zu viele ein.
      Dafür würde ich den Flashback mit dem heutigen Kapitel abwarten. Es ist schwer zu sagen, aber manchmal nimmt ein jeder eine Situation auch anders wahr ;)

      qoii schrieb:

      Weiterhin habe ich mich dabei auch gefragt, wie viel Kontrolle Sybill in dieser Welt hat. Sie konnte Gabriel und HD ohne Probleme in eine Verbeugung zwingen, so wie sie sich ausdrückt konnte sie am Anfang verhindern, dass jemand ihren Auftritt mit Zwischenrufen zerstört. Aber Viktoria hat dies schließlich geschafft, bzw. Sybill schien bei ihrem lachen leicht irritiert. Ist also Viktoria mental so stark, dass sie Sybills Kontrolle überwinden konnte oder war es von Anfang an nur wie Wucht ihres Auftrittes, der alle zu schweigen verdonnert hat.
      Sybill ist ja erst seit wenigen Minuten (nach Ablegen der Handschellen) im Besitz ihrer vollen Kräfte und ja eine gewisse Geistesstärke ist durchaus relevant.

      qoii schrieb:

      Weiterhin dürfte noch Interessant sein, dass Sybill diese Welt als Königin verlassen will. Wir können also davon ausgehen, dass sie ihre Feinde nicht nur hier vernichten möchte, sonder auch aus dieser Welt in die reale Welt zu entkommen plant. Dies kann eigentlich nur klappen, wenn sie einen fremden Körper übernimmt. Zusätzlich müssen wir beachten, dass sie Brianna damit beauftragt hat Luzifer zu töten und da diese Welt aufgrund seiner Fähigkeiten existiert, können wir nicht ausschließen, dass die Welt mit seinem Tod endet, es sei denn der Körper bleibt nach dem Tod des Geistes trotzdem am Leben oder ein Tod in dieser Welt hat keine Auswirkungen in die Realität.
      Also da Luzifer der Erschaffer dieser Welt ist, könnte Sybill mit/nach seinen Tod planen diesen und (eventuell) leeren Körper zu übernehmen, aber ich glaube irgendwie nicht daran, dass sie damit glücklich wäre.
      Als nächstes gibt es natürlich Viktoria, da sie dieser ein Leben in einem Albtraum in Aussicht gestellt hat, während sie selber eine Königin wird. Aber auch hier sehen ich nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, genauso wie bei Herleif, an dessen Runenfrucht sie ebenfalls Interesse bekundet hat.
      Nein mit die größte Chancen sehe ich bei Brianna, weil sie die Auserwählte ist, sofern die Prophezeiung natürlich nicht genau Briannas jetzigen Geist/Wesen voraussetzt.
      An Stelle Nummer eins zur Übernahme eines fremden Körpers durch Sybill sehe ich derzeit Raphaela. Damit hätte Sybill wieder den Körper einer Hexe und da es ihre Tochter ist, könnten sie auch sehr gut kompatibel sein. So wie Sybill bis jetzt dargestellt wurde, glaube ich kaum dass sie sich groß um ihre Kinder schert, welche von Luzifer verdorben wurden. Gabriel wollte sie z.B. ein Leckerli geben, weil er so gut auf sie gehört hat, dies zeugt nicht gerade von Mutterleibe.
      Oh alles sehr interessant und ich muss mich in Schweigen hüllen. Es wird seine Auflösung haben, versprochen.


      In diesem Sinn viel Spaß mit dem Kapitel, welches ihr hier finden könnt.

      - V.

    • So ungefähr darfst du dir meinen Gesichtsausdruck am Ende des Kapitels vorstellen, während die letzten 100 Kapitel deiner Geschichte in meinem Kopf durchliefen und ich versuchte, sie mit den umwälzenden Begebenheiten des neuen Chapters zu verknüpfen. Natürlich musst du dir meine Haare gülden und perfekter vorstellen, aber du verstehst schon.

      Wo beginnen? Ich nehme sofort vorweg, dass ich gar nicht erst versuchen werde, irgendwelche weitreichenden Analysen vorzunehmen. Dieses Kapitel hat mich erschlagen und ausgebrannt zurückgelassen. Der Lord, die Kinder, Dädalus. Irgendwie passt alles zusammen und doch ergibt nichts einen Sinn, weil du dich auf Kernszenen beschränkst und dir Lücken offen hältst, die nur zu weiteren Fragen führen. Vielleicht bietet es sich an, chronologisch die handelnden Figuren abzuarbeiten und sich an ihren Leiden durch diesen Beitrag zu hangeln. Denn was haben deine Figuren gelitten.

      Begonnen bei Sybill, die in diesem Flashback beinahe puppenhaft wirkt. Ihre Rolle so vorgegeben, ihr Schicksal so fremdbestimmt. Der Lord sieht in ihr ein Werkzeug und wider besseren Wissens eine Geliebte, und scheint an diesem Kontrast zu zerbrechen. Es mag zweifelhaft anmuten, wenn ein erwachsener Mann die kindgebliebene Hexe begehrt - aber in den Augen des Lords ist Sybill kein Kind. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob er ihre irdische Hülle sieht. Ich habe eher den Eindruck, Shmuel sah in Sybill die Geschichte ihres Volkes und die Personifikation aller Völker, die durch ungerechten und willkürlichen Machtmissbrauch vertrieben und verfolgt und vernichtet wurden. Vielleicht sah Shmuel auch einen Teil seiner selbst in Sybill, unter dem Werkzeug und der Kulmination all der Dinge, die ihn antreiben. Shmuel selbst bleibt auch nach diesem Flashback so nebulös und gesichtslos, wie Luzifer ihn sich in seinem blinden Geiste vorstellte. Schimmer von Menschlichkeit scheinen immer wieder durch, aber insgesamt bleibt der Lord eine hagere und schlaksige Maske, die seinen Schäfchen nur die Dinge erzählt, die sie hören wollen. Große Worte von der Gerechtigkeit für die geschändeten Völker, Rache an jenen, die Unrecht taten. Shmuel hat Sybill und Luzifer genau das erzählt, was sie hören wollten und selbst Pearl steht in Shmuels Schuld, ohne dass wir die Beweggründe des Lords tatsächlich fassen können.

      Das ist gleichermaßen frustrierend und faszinierend, auch wenn mir die letzte Szene in der Kirche beinahe zu getrieben wirkte. Plötzlich ging alles schnell, Michels Relevanz verlor sich irgendwo in diesem luftleeren Raum aus Vergewaltigung, düsteren Vorausdeutungen und bitteren Wahrheiten. Aber angesichts deiner Probleme mit diesem Flashback und dem Arc ingesamt ist das zu verschmerzen. Die Geschichte um Dädalus und Luzifer wurde ebenso abgehandelt wie die Beziehung von Sybill und Shmuel. Letzterer dürfte in Zukunft ohnehin eine größere Relevanz einnehmen, weshalb seine Rolle im Flashback vollkommen ausreichend ist. Einzig den Grund, wie und warum Luzifer den Lord in seine Traumwelt gesperrt hat, musst du jetzt noch liefern und dann kannst du diesen Teil deiner Geschichte endgültig hinter dir lassen. :D

      Dädalus bleibt in dieser Rückblende erstaunlich nebensächlich und nimmt kaum eine gewichtigere Rolle ein als der arme Michel, was ich aber nur konsequent finde. Letzten Endes war es nicht seine Geschichte, sondern die Geschichte von Sybill und Luzifer und deren Beziehung zum Lord. Wir werden wahrscheinlich noch genügend Gelegenheiten haben, Dädalus mit der Triade interagieren zu sehen, Sodas ich die Infos des Kapitels daher als gelungene Grundlage abnicke. Nicht umsonst wirst du im Flashback keinen einzigen Vertrauten des Lords gezeigt haben. Zumindest, sollte es sich bei der bedrohlichen Schattengestalt nicht um Katerina gehandelt haben. Ist jetzt die Frage, ob der Lord am Ende auch nur ein Werkzeug einer noch größeren Macht ist, oder er sich über diesen Zustand bereits erhoben hat. Am Ende läuft alles bei der Prophezeiung zusammen, doch wer die Fäden zieht, ist noch immer undurchsichtig. Ich hoffe nur, dass das am Ende nicht wie bei Naruto wird und du immer neue oberste Instanzen aus dem Hut ziehst. xD
      Aber da bin ich eigentlich unbesorgt. Zugegeben, es wird zunehmend konfuser und auch immer OP-untypischer, aber solange du dich nicht komplett verrennst, soll mir das recht sein. Sollte es sich um Katerina handeln, dürfte diese in der Hierarchie deiner FF mal eben um mindestens zwei Plätze aufgesteigen. Ist am Ende sie eine der großen Gestalten im Hintergrund und ihre scheinbare Treue zum Lord nur Mittel zum Zweck? Verdrehte Sache. Ich würde es Katerina zutrauen, aber ob das die Rolle des Lords nicht zu sehr schmälert? Andererseits ist der ein versoffener Pseudo-Kinderschänder, als was soll's. :D

      Ich weiß, der Kommentar ist nicht einmal ansatzweise genug, um diesem Kapitel gerecht zu werden. Bestimmt stecken noch viel mehr Infos und Verweise drin, aber ich könnte das niemals sortieren. Daher freue ich mich einfach, dass du wieder da bist und diesen unseligen Flashback endlich abschließen konntest. Die Kämpfe liegen in der Luft und alles riecht nach Befreiungsschlag. Hurra.^^


    • Antwort auf Fanpost & Kapitel 166 erschienen

      Antwort auf Fanpost & Kapitel 166 erschienen.
      Keine Müdigkeit vorschützen und den Flow ausnutzen, wenn dieser da ist. Daher ohne große Umschweife zum Kapitel:

      @Bo


      -Bo- schrieb:

      Wo beginnen? Ich nehme sofort vorweg, dass ich gar nicht erst versuchen werde, irgendwelche weitreichenden Analysen vorzunehmen. Dieses Kapitel hat mich erschlagen und ausgebrannt zurückgelassen. Der Lord, die Kinder, Dädalus. Irgendwie passt alles zusammen und doch ergibt nichts einen Sinn, weil du dich auf Kernszenen beschränkst und dir Lücken offen hältst, die nur zu weiteren Fragen führen. Vielleicht bietet es sich an, chronologisch die handelnden Figuren abzuarbeiten und sich an ihren Leiden durch diesen Beitrag zu hangeln. Denn was haben deine Figuren gelitten.
      Dieses Kapitel ist auch - wie wir ja schon besprochen haben - keineswegs dazu da, dass man es sofort versteht. Es füllt einige Lücken und wird als Basis dazu dienen, dass man vieles in diesem und den kommenden Arcs besser einordnen kann.

      -Bo- schrieb:

      Begonnen bei Sybill, die in diesem Flashback beinahe puppenhaft wirkt. Ihre Rolle so vorgegeben, ihr Schicksal so fremdbestimmt. Der Lord sieht in ihr ein Werkzeug und wider besseren Wissens eine Geliebte, und scheint an diesem Kontrast zu zerbrechen. Es mag zweifelhaft anmuten, wenn ein erwachsener Mann die kindgebliebene Hexe begehrt - aber in den Augen des Lords ist Sybill kein Kind. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob er ihre irdische Hülle sieht. Ich habe eher den Eindruck, Shmuel sah in Sybill die Geschichte ihres Volkes und die Personifikation aller Völker, die durch ungerechten und willkürlichen Machtmissbrauch vertrieben und verfolgt und vernichtet wurden. Vielleicht sah Shmuel auch einen Teil seiner selbst in Sybill, unter dem Werkzeug und der Kulmination all der Dinge, die ihn antreiben. Shmuel selbst bleibt auch nach diesem Flashback so nebulös und gesichtslos, wie Luzifer ihn sich in seinem blinden Geiste vorstellte. Schimmer von Menschlichkeit scheinen immer wieder durch, aber insgesamt bleibt der Lord eine hagere und schlaksige Maske, die seinen Schäfchen nur die Dinge erzählt, die sie hören wollen. Große Worte von der Gerechtigkeit für die geschändeten Völker, Rache an jenen, die Unrecht taten. Shmuel hat Sybill und Luzifer genau das erzählt, was sie hören wollten und selbst Pearl steht in Shmuels Schuld, ohne dass wir die Beweggründe des Lords tatsächlich fassen können.
      Sehr gut. Wirklich hervorragend analysiert und das habe ich mir auch beim Schreiben gedacht. Ich wusste, dass ich vor dem "Problem" stehen werde, dass Sybill noch im Körper eines Kindes steckt, aber es ging Shmuel hier tatsächlich (zunächst) auch um kein körperliches, sondern ein rein emotionales Begehren und da ist Sybill in vielerlei Hinsicht eine Spiegelfigur für sein eigenes Schicksal.
      Shmuel selbst wird wohl erst verstanden werden können, wenn ich den Lord und die Fraktion endgültig in den Mittelpunkt rücke. Hier warten noch ein paar Enthüllungen, die das ganze greifbarer machen, aber meine Geschichte ist ja nach dem Arc noch nicht vorbei.

      -Bo- schrieb:

      Das ist gleichermaßen frustrierend und faszinierend, auch wenn mir die letzte Szene in der Kirche beinahe zu getrieben wirkte. Plötzlich ging alles schnell, Michels Relevanz verlor sich irgendwo in diesem luftleeren Raum aus Vergewaltigung, düsteren Vorausdeutungen und bitteren Wahrheiten. Aber angesichts deiner Probleme mit diesem Flashback und dem Arc ingesamt ist das zu verschmerzen. Die Geschichte um Dädalus und Luzifer wurde ebenso abgehandelt wie die Beziehung von Sybill und Shmuel. Letzterer dürfte in Zukunft ohnehin eine größere Relevanz einnehmen, weshalb seine Rolle im Flashback vollkommen ausreichend ist. Einzig den Grund, wie und warum Luzifer den Lord in seine Traumwelt gesperrt hat, musst du jetzt noch liefern und dann kannst du diesen Teil deiner Geschichte endgültig hinter dir lassen. :D
      Ja sie war getrieben, daran gibt es leider keinen Zweifel.
      Aber ich war müde und es ging einfach nicht besser. Ich wollte den Weg von der Vergewaltigung bis zum Tod Michels länger gestalten, mehr Zwischenstationen einbauen, die ihre Freundschaft aufkeimen lassen und auch den Konflikt, aber ich wollte schlicht und ergreifend nicht mehr. Am Ende wird Michel nach diesem Arc nie wieder erwähnt werden und das für mich einfach ein Kompromiss, der mir nicht leicht gefallen ist, sonst hätte das Kapitel und der Flashback nicht so viel Monate und Geduld meinerseits gefressen.
      Am Ende kann ich hinter meine Entscheidung stehen, auch wenn ich absolut weiß, dass dies hätte galanter geschehen können.

      -Bo- schrieb:

      Dädalus bleibt in dieser Rückblende erstaunlich nebensächlich und nimmt kaum eine gewichtigere Rolle ein als der arme Michel, was ich aber nur konsequent finde. Letzten Endes war es nicht seine Geschichte, sondern die Geschichte von Sybill und Luzifer und deren Beziehung zum Lord. Wir werden wahrscheinlich noch genügend Gelegenheiten haben, Dädalus mit der Triade interagieren zu sehen, Sodas ich die Infos des Kapitels daher als gelungene Grundlage abnicke. Nicht umsonst wirst du im Flashback keinen einzigen Vertrauten des Lords gezeigt haben. Zumindest, sollte es sich bei der bedrohlichen Schattengestalt nicht um Katerina gehandelt haben. Ist jetzt die Frage, ob der Lord am Ende auch nur ein Werkzeug einer noch größeren Macht ist, oder er sich über diesen Zustand bereits erhoben hat. Am Ende läuft alles bei der Prophezeiung zusammen, doch wer die Fäden zieht, ist noch immer undurchsichtig. Ich hoffe nur, dass das am Ende nicht wie bei Naruto wird und du immer neue oberste Instanzen aus dem Hut ziehst. xD
      Dädalus Beziehung zur Triade ist noch nicht auserzählt und wird auf die ein oder andere Weise natürlich noch eine relevante Rolle spielen. Ich bin auch froh, dass dir das mit den Untergebenen aufgefallen ist. In einem ersten Entwurf kam nicht einmal Pearl vor, aber mir erschien sie passender als der Shmuel persönlich und daher diese Entscheidung.

      -Bo- schrieb:

      Aber da bin ich eigentlich unbesorgt. Zugegeben, es wird zunehmend konfuser und auch immer OP-untypischer, aber solange du dich nicht komplett verrennst, soll mir das recht sein. Sollte es sich um Katerina handeln, dürfte diese in der Hierarchie deiner FF mal eben um mindestens zwei Plätze aufgesteigen. Ist am Ende sie eine der großen Gestalten im Hintergrund und ihre scheinbare Treue zum Lord nur Mittel zum Zweck? Verdrehte Sache. Ich würde es Katerina zutrauen, aber ob das die Rolle des Lords nicht zu sehr schmälert? Andererseits ist der ein versoffener Pseudo-Kinderschänder, als was soll's. :D
      Zu Katerina hülle ich mich in Schweigen, aber der Arc ist ja auch noch nicht vorbei.
      Und meine Geschichte wird mit dem nächsten Arc auch wieder in vielen Belangen bodenständiger und diesen mystischen Boden wieder verlassen oder sagen wir besser...entmystifizieren.

      -Bo- schrieb:

      Ich weiß, der Kommentar ist nicht einmal ansatzweise genug, um diesem Kapitel gerecht zu werden. Bestimmt stecken noch viel mehr Infos und Verweise drin, aber ich könnte das niemals sortieren. Daher freue ich mich einfach, dass du wieder da bist und diesen unseligen Flashback endlich abschließen konntest. Die Kämpfe liegen in der Luft und alles riecht nach Befreiungsschlag. Hurra.^^
      Mehr möchte ich auch gar nicht verlangen. Es war ein sehr zufriedenstellender Kommentar und ich bin froh, dass er bei dem langen Kapitel so schnell kam. Derweilen bin ich einfach froh, dass ich wieder im Spiel bin und hoffe, dass ich den Arc jetzt einfach zügig und mit einem soliden Niveau abschließen kann.


      Kapitel ist an alter Stelle zu finden. Viel Spaß beim Lesen.

      - V.
    • Bevor ich mich dann komplett in meiner Prüfungsvorbereitung und anderem Kram verliere, lade ich mal meine 5 Cent zum aktuellen Kapitel hier ab. Momentan scheint es ja gut zu laufen, also wer kann schon sagen, wann das nächste Kapitel eintrudelt? *Überkreuzt beide Finger und bringt ein Kind als Opfer dar.*

      Dieses Kapitel markiert maßgeblich den Übergang zu den Einzelkämpfen, welche dank Sybills allmächtiger Zauberkunst auch relativ problemlos starten können. Herzkönigin und Co. KG wurden aus der Kirche direkt in die Füße der Schatzjäger geschleudert bzw. so postiert, dass sich beide Parteien zwangsläufig feindlich gegenüberstehen müssen. Vermutlich will Sybill mit diesem Vorgehen einerseits Blut und Chaos über die Traumwelt bringen, gleichzeitig aber auch ungebetene Gäste von der Kathedrale fern halten. Immerhin ist das Kirchenschiff ihre Bühne, auf der sie sich nach Herzenslust an Dädalus und Luzifer austoben kann. Raphaelas Rolle in diesem Stück ist derweil offen, aber immerhin haben wir in diesem Kapitel eine erste Gefühlsregung gesehen. Persönlich würde ich dazu tendieren, dass Raphaela sich auf Luzifers Seite schlagen wird. Sybill ist vielleicht ihre Mutter, aber auch eine verdorbene und sowohl innerlich wie äußerlich verrottete Kreatur voller Bosheit, Zorn und Widerwärtigkeit. Ganz gleich wie gerecht und kathartisch die Rache für Sybill sein mag, Raphaela sieht in der Oberhexe bisher nur ein ekelhaftes Monstrum, das ihren ideellen Vater foltert. Vielleicht irre ich mich auch und Raphaela erhebt ihr Erbe am Ende doch über das Fleisch, welches sie großzog. Aber für den Moment bleibe ich dabei, dass sich Sybill drei Gegnern wird stellen müssen: Dädalus, Luzifer und Raphaela. Würde ich auch für eine angemessene Gegenmacht halten, immerhin ist Sybill nahezu übermächtig.

      An anderer Stelle hast du meine Erwartungen hingegen zerschlagen. Mein Tipp war Brianna vs. Alice, und du hast mich vollkommen auflaufen lassen. :D
      Es wird sich zeigen müssen, wie Aloe gegen eine bisher relativ physisch erscheinende Gegnerin wie Alice agieren wird bzw. muss und gleichzeitig, wie du Alice gegen eine vergleichsweise omnipotente Figur wie Aloe in Szene setzen willst. Zwar macht Aloe mit ihrem neuen Holztrick einen ungewohnt körperlichen Eindruck, aber gerade die Szene mit den Pusteblumen macht deutlich, dass der Engel immer noch ein großes Arsenal an Möglichkeiten im Ärmel hat. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Aloes Kräften skeptisch gegenüberstehe und hoffe etwas, dass dieser Kampf meine Bedenken dahingehend zerstreut. Grenzen der Frucht bzw. eine genauere Eingrenzung, zu was diese...Nymphen-Waldgeister Aloe nun eigentlich befähigen und wozu nicht, wären mir ganz lieb. xD

      An anderer Stelle fragt man sich, wer sich unter der abscheulichen Maske der haarigen fetten Spinne verbirgt. Eigentlich bleiben nur noch die Herzkönigin, Gabriel und Marzipan. Die Frage ist jetzt, ob du mit der Darstellung der Spinne nicht nur geschickt trollst und das Vieh am Ende zwar groß, aber eben nicht riesengroß ist. Heißt, eine Marzipan könnte die Spinne und nur extrem schnell sein. Hand aufs Herz, eine etwa kopfgroße Riesenspinne ist immer noch blanker Horror und könnte vielleicht sogar zu einem interessanteren - und gleichzeitig humoristischeren - Kampf führen als eine OP-typische Gigantenarachnide. Andererseits würde die Spinne zur Herzkönigin auch sehr gut passen und die Frage beantworten, was die gute Viktoria denn nun auf dem Kasten hat oder eben nicht. Wenn ausgerechnet Marc und Kol gegen diese große Antagonistin kämpfen würden, hättest du zudem einen entscheidenden Handlungsfokus auf zwei eher blassere Figuren des Arcs gelegt. Wäre eine Möglichkeit, sofern sich aus dieser Konstellation auch Handlungsrelevanz ergeben würde.
      Gabriel als dritte Möglichkeit sehe ich eigentlich nicht hinter den acht Beinen der Spinne. Vielleicht irre ich mich, aber dann soll es so sein.^^

      Frei sind jetzt ohnehin nur noch Herleif, Kyu, Brianna und Drake. Da ich mir für Brianna einen knackigen, wenig aufgeblasenen Einzelfight wünsche und mir Herleif relativ egal ist, würde ich der Walküre und Drake irgendwie den Hutmacher und Marzipan aufhalsen, sollte jene nicht die Spinne sein, wie gesagt. Oder Herleif bekommt ihre Rache an Gabriel.
      Irgendwie kam mir auch die Idee, dass Kyu selbst als Gegner fungieren könnte. Wäre vielleicht sogar ein ziemlich cooler Kampf, den ich derzeit aber nur Drake kräftetechnisch zutrauen würde. Außerdem hätte man dann ein nettes Wasser vs. Feuer.
      Aber naja. Guter Rat ist teuer, wenn jeder überall erscheinen kann und noch einige Charaktere lose in der Luft hängen. Am gespanntesten bin ich ohnehin bei Brianna, der ich nach dem emotionalen und psychologischen Drama gegen Narcisse nichts als eine gepfefferte Schlägerei wünsche. :D

      Zum Abschluss komme ich natürlich noch zu den beiden Stars des Kapitels. Kaisa ist einfach nur cool und H.D. alias Eierkopf alias Kartenmeister alias Pokerface alias Origami-Irgendwas gefällt in der Rolle des mächtigen Goliath, den es zu besiegen gilt, um die Schlacht zu gewinnen. Du hast diesen Kampf lange aufgebaut und ich freue mich, dass er bald zustande kommt. Mehr gibt es zwar nicht zu sagen, aber unerwähnt lassen wollte ich es trotzdem nicht. xD

      Insgesamt ein gutes Übergangskapitel, dass einem den Mund wässrig macht. Die Kämpfe können kommen. Ich giere nach Blut, das zur Abwechslung mal nicht aus Sybills Geschwüren tropft.^^


    • 167. Kapitel - ?

      Neu

      167.Kapitel: Die Teegesellschaft der Herzkönigin


      Ein Kaleidoskop an Farben explodierte vor seinen Augen und er hatte das Gefühl, dass er all die Farben auf seinen vollen Lippen schmecken konnte. Es waren vornehmlich Rottöne, die ihm die Sinne vernebelten. Sattes Rot brachte die Erinnerung an laue Sommernächte zurück und den Geschmack der bittersüßen Kirschmarmelade, welche Alice eingekocht hatte und die so herrlich zu den frisch gebackenen, noch dampfenden Scones schmeckte. Leuchtendes Orange brannte sich als milder Sonnenbrand auf seine weiße Haut, als er mit Humpty Dumpty schachspielend auf den ausladenden Terrassen Duchess Courts saß. Die Sonne ging als lodernde Feuerkugel über den endlosen Savannen des Landes nieder und Flamingos zogen ihre Kreise als schwarze Flecken am Horizont. Zartrosa benetzte seine Augen und er konnte den Stoff unter seinen schwieligen Händen fühlen, hörte das Schnippen der Schere, während er in perfektionistischer Kleinarbeit durch die edle Seide schnitt und das Hochzeitskleid für Marzipan schneiderte. Zu guter Letzt schmeckte er salziges Blut auf seinen Lippen und roch den süßlichen Stoff der beiden Zwillinge, während er ihre reglosen Körper gegen seine Brust drückte und aus tiefem Herzen schluchzte. Ein Echo, dass sich im endlosen Schlund der unterirdischen Stadt zu einem unbedeutenden Mollakkord verlor. All diese Eindrücke, all diese Farben und Gefühle umschwirrten seinen Kopf, machten ihm die Augen schummrig im Kaleidoskop aus purer Röte. Doch die Kugel aus Farben zerplatzte und der Schmerz explodierte unvermittelt heftig in seinem Rücken, als er buchstäblich aus seiner heilen Blase gerissen wurde und hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlug. Er stöhnte und der Alkohol stiftete seinen Magen zur Rebellion an, als ihm klar wurde, dass er gerade aus dem freien Fall erwacht war.
      »Untersteh dich jetzt zu Kotzen, Theo!«, brummte eine Stimme, die ihm nur zu gut vertraut war, und seine giftgrünen Augen suchten die Nachtluft nach der Frau ab, welcher er ewige Treue geschworen hatte. Währenddessen richtete er sich langsam auf, versuchte, seinen Magen zu ignorieren, der mit den fünf Flaschen Whiskey in seinen Venen gerade Achterbahn fuhr, versuchte, die bitteren Erinnerungen zu verdrängen, die ihm der Höllenflug wie stichelnde Nadeln zurück ins Gedächtnis gerufen hatte und sich vollkommen auf die kleinwüchsige Frau zu konzentrieren. Ihr vulgäres Lächeln auf den viel zu dicken Lippen tragend, schwebte Marzipan vor ihm in der Luft, balancierte sich auf einer Blase, die kaum kleiner war als sie selbst und in der sich der rote Mondschein in seinem ganzen Spektrum an Farben brach. Marzipans zahlreiche Zöpfe, zu denen sie ihr krauses Haar in einer bizarren Frisur gezähmt hatte, hüpften wild umher, als sie sich auf den Bauch drehte und das Kinn auf den kräftigen Armen abstützte. Noch während es Theophilus dämmerte, brachte es seine Ehefrau kurz und bündig auf den Punkt.
      »Schien mir nötig, deinen versoffenen Arsch zu retten! Sind wir jetzt ausgenüchtert?«
      Marzipans Stimme war trotz der harschen Worte frei von jedem Urteil. Der Hutmacher wusste nur zu gut, dass seine Frau besser als jeder andere verstand, was in ihm vorging. Tweedledee und Tweedledum waren wie die beiden Töchter gewesen, die sie beide niemals haben können sollten und umso schwerwiegender hatte ihr Tod die beiden getroffen. Während er seitdem Zerstreuung und Antworten auf dem Boden einer jeden Flasche suchte, die ihm zwischen die Finger kam, hatte sich Marzipan eine noch dickere Haut wachsen lassen, als ihr von Natur aus schon vergönnt gewesen war. Eine harte Schale mit einem extrem weichen und verletzlichen Kern, den sie hinter derben Sprüchen und rauen Manieren zu kaschieren versuchte. Ihre haselnussbraunen Augen blitzten bedrohlich auf, als könnte sie seine Gedanken lesen.
      »Werd‘ jetzt ja nicht sentimental, Saukerl«, grunzte sie abfällig und vielleicht konnte sie tatsächlich Gedanken lesen. Theophilus hatte keine Zeit sie zu fragen, als etwas schrill und aufgeregt zu zwitschern begann und dem verkaterten Hutmacher vorkam, als würde sich ein Hundertfüßer mit seinem zangenartigen Kauwerkzeugen durch sein Trommelfell nagen.
      »Marzipan? Bist du das?«, drang nun die sonore Stimme Humpty Dumptys aus dem gefalteten Origamikolibri, welchen der Hutmacher erst jetzt erspähte. »Ist Theophilus bei dir?«, fuhr der Langbeinmensch fort, als Marzipan seine Frage bejaht hatte.
      »Ich bin hier«, krächzte der Hutmacher angeschlagener als es ihm lieb war. Er war mittlerweile aufgestanden, hatte sein auberginenfarbenes Sakko glattgestrichen und den von jadegrünem Tüll umhüllten Zylinder gerade gerückt.
      »Hervorragend«, konstatierte ihr Gesprächspartner knapp. Ganz der General, dachte der Hutmacher und war zu seiner Ehefrau geschritten, die nun auf der wabernden Blase balancierte und Theophilus dennoch kaum bis zum Kinn reichte. In ihren rauen ausgestreckten Händen flatterte aufgeregt das Kunstwerk aus gefaltetem Papier und schnatterte weiterhin die weiteren Schlachtpläne, um in diesem Höllenszenario wieder Herr der Lage zu werden. Während Marzipan ihm gebannt folgte, taxierte der Hutmacher die buschigen Brauen seiner Gattin, atmete ihren natürlichen Duft nach gebrannten Mandeln ein und erkannte jede ungerade Faser des cremeweißen Anzugs aus Jeansstoff, welchen er für sie maßgefertigt hatte, damit der buschige Schwanz, den sie ihren halben Zwergengenen zu verdanken hatte, auch seinen Platz hatte. Vielleicht war es der Restalkohol, der allmählich in seinen Blutgefäßen versickerte und der ihn die Befehle des Herzvasallen seiner Königin nur beiläufig wahrnehmen ließ, aber er konnte nicht anders, als an den Tag zu denken, an dem er um Marzipans Hand anhielt; an Tage, an denen Selbsthass und Verzweiflung noch nicht Trübsal blasend über ihren Häuptern schwebten und der Tod sich noch nicht die blutverschmierten Stiefel an ihrer Fußmatte abstreifte.

      ~ 1503 Anno Maris – Duchess Court ~

      »Linlin! Hör mir doch zu!«, schrie die Frau im Rollstuhl nun schon fast durch die Teleschnecke, welche auf dem silbernen Beistelltisch die zornentbrannte Fratze einer Frau mimte, deren Antwort nur noch an einen schnaufenden Stier erinnerte, der bereit war, alles in seinem Weg auf die tödlichen Hörner zu nehmen. Theophilus' Herz schlug ihm in jugendlicher Manier bis zum Hals. Er hatte sich für seine Königin zurechtgemacht und sich sogar einen nagelneuen Anzug aus einem elfenbeinfarbenen Stoff geschneidert, in welchen er mit ringelblumengelbem Garn verschiedene Ornamente eingearbeitet hatte. Die Mimik der Teleschnecke erstarb und der Hutmacher klopfte nach ein paar Sekunden mit den behandschuhten Fingerknöcheln gegen die feine Holztäfelung. Viktoria hob nicht einmal den Kopf, sondern bedeutete ihm nur mit einer kurzen Handbewegung, dass er eintreten dürfe. Alles an ihr wirkte schwerfällig, als würden Zentner auf ihrem geschundenen Körper ruhen. Sogar das sonst so voluminöse, lockige Haar aus glänzendem Fuchsia hing schlaff und freudlos an ihr herunter und legte sich als wehmütiger Schleier über sie.
      »Oh Theophilus...welch Freude«, logen ihre Lippen, auch wenn sie wusste, dass ihre müden Augen die Wahrheit nicht kaschieren konnten. Ihr Mund formte ein falsches Lächeln, als er mit einer tiefen Verbeugung auf dem ledernen Sofa zu ihrer Rechten Platz nahm. Er war bisher noch nie in ihren Gemächern gewesen, obwohl er nun schon seit mittlerweile fünf Jahren ihr Hofschneider war. Dennoch hatte Theophilus kaum Augen für den erstaunlicherweise wenig opulent eingerichteten Raum. Seine Finger verkrampften sich um die Hutkrempe seiner lavendelfarbenen Melone, deren Band sogar echter Lavendel aus dem Hofgarten Duchess Courts schmückte. Die Herzkönigin tat es ihm gleich, auch wenn in ihren Händen das beige Pergament eines Steckbriefs zerknitterte.
      »Sie kann einfach nicht verstehen, dass ich sie dennoch liebe«, seufzte die Herzkönigin und richtete sich auf. Das Ächzen ihrer schiefen Knochen ließ Theophilus unbehaglich mit den Zähnen knirschen. Er wusste, dass Viktoria niemals Hilfe annehmen würde, wenn es um ihre körperliche Verfassung ging, aber es brach ihm jedes Mal das Herz, wenn er sie Humpeln sah. Sie lehnte nun am Fensterrahmen, blickte hinaus auf die glühenden Savannen der Insel, deren souveräne Königin sie nun seit fast genau drei Jahrzehnten war. Das hereinfallende Tageslicht entzündete ihr Haar und setzte ihr eine Krone aus Flammen aufs Haupt. »Ich kann diesem Land keinen Wohlstand schenken ohne einen Platz im Staatenbund der Weltregierung und ich kann der Weltregierung nicht beitreten, solange noch immer die Gerüchte kursieren, dass Viktoria Stuart, geborene Charlotte, die Schwester eine der gefährlichsten Piratinnen dieser Meere ist....und ich kann mich nicht von meiner Schwester distanzieren, ohne ihr das Herz zu brechen und ihren Zorn auf diese Insel zu ziehen...und das, obwohl sie so viel für mich getan hat«, fuhr sie fort, wobei ihre Stimme zwischen Resignation und Wut schwankte. Hilflos und erbost schlug sie mit der geballten Faust gegen die Schreiben, sodass diese vor Ehrfurcht erzitterten.
      »Es tut mir leid, dass ich die Fassung verloren haben«, seufzte Viktoria, massierte sich die Schläfen und versuchte ihrem Hofschneider ein aufrichtiges Lächeln zu schenken. Doch dessen Mine war versteinert und seine Stimme ungewohnt ernst. Seine Nervosität hatte sich gelegt und die Melone ruhte nun friedlich auf seinem Schoss.
      »Sie müssen sich niemals vor mir rechtfertigen oder entschuldigen, meine Hoheit«, erwiderte er unterwürfig und mit gesenktem Haupt. »Allerdings hätte ich eine Bitte und damit verbunden vielleicht auch eine Lösung für Ihr Problem.«
      Die Wehmut in ihrem Gesicht wich der Neugier und beinahe schmerzfrei schritt Viktoria zurück zu ihrem Rollstuhl, in dem sie sich mit eisernem Gesichtsausdruck sinken ließ.
      »Vor einigen Monaten entsandten Sie mich in meiner Tätigkeit als königlicher Hofschneider nach Whole Cake Island, um dort Kleider für Eure Schwester zu schneidern. Ich lernte dort eine Ihrer Töchter kennen. Charlotte Marzipan, eine Halbzwergin, welche mein Herz im Sturm eroberte. Ich kam heute mit der Hoffnung zu Ihnen, um Ihre Durchlaucht zu bitten, mich von meinen royalen Pflichten zu entbinden, sodass ich mich auf den Weg zur Kucheninsel machen könnte, um Fräulein Marzipan um ihre Hand zu bitten. Doch vielleicht könnten wir angesichts Eurer Probleme eine Lösung finden, die zwei Ellen Seide mit einer Schere teilt?«
      Die königsblauen Augen der Herzkönigin ruhten nun voll Staatsräson abwägend auf der unterwürfigen Gestalt Theophilus, den sie vor fünf Jahren aus der Gosse geholt hatte, nachdem sie auf ihren Besuchen in den Scherbenvierteln Duchess Courts die umwerfenden Arbeiten des zwölfjährigen Schneidergesellen erblickt hatte.
      »Ich bin ganz Ohr«, antwortete sie knapp und staatsmännisch. Sie hatte bisher jegliche Widrigkeiten mit Bedacht und Kalkül umschifft. Daher war sie nicht so naiv, dem Rat eines ihrer Vertrauten nicht zumindest Gehör zu schenken. Zu viele Staatsmänner, die sie kannte, waren daran zugrunde gegangen, dass sie sich nur auf ihre eigene Meinung und ihren eigenen Schwanz versteift hatten. Man durfte durchaus die Ohren für Rat und Meinung spitzen, man musste nur besonnen genug sein, eine weise Eule von den zischelnden Weissagungen einer verräterischen Schlange zu unterscheiden.

      ~ Corto Maltese – Mittlere Stadt: Thaddäusring ~

      Weiches Fell streifte ihre Wange, doch Aloë fühlte nichts als nackte Angst, die ihr die Glieder emporkroch.
      »Aloë Labonair...bist du wirklich ein Engel?«, schnurrte das Katzenmädchen ihr ins Ohr und Aloë spürte wie ihre Krallen ihr über die Flügel tänzelten. Voller Faszination weiteten sich die kohlrabenschwarzen Pupillen des Minks, verdrängten den goldenen Topas aus ihren Augen. Blanke Schwärze verriet nichts von der bestialischen Lust, die in ihrem Inneren seit dem Moment Wurzeln geschlagen hatte, als sie den Engel zum ersten Mal erblickt hatte.
      »Weißt du...ich...ich wollte schon immer ein Engel sein«, flüsterte sie beinahe zärtlich, aber Aloë hörte die rasiermesserscharfen Zähne in ihrem Nacken ein tödliches Sonett klimpern. Der Engel wollte gerade den Ellbogen ausfahren und dem fremdartigen Katzenwesen mit ihrem Stab einen heftigen Schlag verpassen, als das Lächeln der Katze erstarb und sie sich mit einem grazilen Sprung vom Engel entfernte. Mit wehendem rotem Mantel und das Haupt unter dem leuchtenden Karmesin verborgen hangelte sie sich von schiefem Windladen zu Windladen, um sich kopfüber wie eine Fledermaus von den Straßenlaternen hängen zu lassen, die mit flackerndem Licht über der Gasse gespannt waren
      »Was willst du?!«, blaffte der Engel mit den rauchblauen Haaren zu dem Katzenwesen hinauf, dessen Pupillen sich wieder zu engen Schlitzen verengt hatten. Ihr schien jede Bewegung des Mädchens aufzufallen. Die Stirn der Katze kräuselte sich auf die forsche Frage des Engels hin, ehe sie sich beinahe mühelos um ihre eigene Achse schwang, um nun mit allen Vieren über das dünne Drahtseil zu balancieren. Musternd schritt sie auf und ab, ihre Beute immer fest im Blick, die wie verwurzelt noch immer an der Stelle verharrte und sogar noch den Apfel in der Hand hielt, den sie ihr wie ein vergammeltes Stück Käse als Köder dargeboten hatte.
      »Hab‘ ich das nicht schon erläutert?«, säuselte Alice mit viel sanfterer Stimme, als ihr raubtierhafter Katzenbuckel und aufgestellter Schwanz suggerierten. »Ich wollte schon immer ein Engel sein. Stattdessen wurde ich als streunendes Fellmonster geboren«, fuhr sie grummelnd fort und hob die Pfoten, als könnte Aloë nicht erkennen, welcher Rasse sie angehörte.
      »Tja, Karma ist halt 'ne Schlampe!«, zischte der Engel frech, woraufhin Alice lächelte. Aloë war sich sicher, dass das Minkmädchen noch etwas erwidern wollte, als plötzlich eine forsche Stimme durch die Gasse schallte. Ein schneidender Tonfall eines Mannes, der wusste, wie man führte und der seine Untergebene genau kannte.
      »ALICE! Töte das verdammte Gör!«
      Einen kurzen Augenblick lang wirkte Alice enttäuscht, auch wenn Aloë nicht wusste, ob es daran lag, dass sie nicht länger mit ihrer Beute spielen durfte oder weil sie ihr tatsächlich nichts tun wollte. Sie bleckte die tödlichen Zähne beim Klang der Stimme und zwirbelte genervt die langen Schnurrhaare, ehe sie die Kapuze von ihrem Kopf streifte, die spitzen, von gräulichem Fell bedeckten Ohren offenbarte und die Schlaufe ihres karmesinroten Mantels löste. Das Kleidungsstück flatterte wie das Startsignal eines Stierkampfes zu Boden. Die Luft war erfüllt von elektrisierender Stille und die Stadt hielt den Atem an, als Alice sich mit voller Kraft von dem Seil auf die hilflose Maus in der Gasse stürzte. Bläuliche Funken stoben wie Regentropfen in alle Richtungen, entluden sich in der flackernden Laterne mit solcher Intensität, dass die schmutzige Glasfassung zerbarst. Scherben und Elektrizität prasselten auf den Engel nieder, doch das Mädchen spürte nur die aufgeladenen Krallen, die sich ihr in die Wange bis auf den Knochen bohrten. Brennender Schmerz fraß sich ihr ins Gesicht und sie hatte das Gefühl, ihr würde der Schädel spalten, als der Wucht des Angriffs sie in den Boden des Ringes presste.
      »Ich glaube, ich wäre ein Todesengel geworden«, schmunzelte Alice währenddessen zufrieden und der gelbe Topas in ihren Augen funkelte diabolisch.

      ~ Johannesring: Der Eingang zum Oberen Kathedralenbezirk ~

      Kol konnte nicht schnell genug reagieren, um sich und Mark in einen schützenden Kokon aus Harz zu hüllen, geschweige denn, sich gegen das Monstrum zu wehren, welches geduldig im silbernen Schutz ihrer Netze auf sie gelauert und sie unvermittelt angegriffen hatte. Er umklammerte sein Löwenrapier, versuchte sich mit einer Hechtrolle zur Seite zu retten, aber die Beine des Ungetiers erwischten ihn am Rücken und zerfetzten ihm den Stoff des blütenweißen Hemdes. Zumindest dachte er das, als das erstaunlich leichte Wesen auf ihm landete. Keuchend drehte er sich um, bereit, den unzähligen Unheil verheißenden Augen der Spinne entgegenzublicken.
      »Was zur Höl-?!«, presste er atemlos hervor, als sich das undefinierbare Wesen mit seinen Kiefern direkt auf ihn stürzte. Dieses Mal reagierte er schneller, verwandelte seinen gesamten Körper in leuchtenden Bernstein, an dessen harter Oberfläche die Fangzähne abprallten. Doch irgendetwas stimmte nicht mit dem Wesen, welches sich nun mit seinem gesamten Körper und Gewicht erfolglos auf das Stück Bernstein warf. In den schützenden Kokon aus erhärtetem Harz gehüllt, beobachtete der Kurator das Wesen intensiver. Seine Bewegungen und seine Anatomie glichen einer echten Spinne bis aufs letzte Haar an den kräftigen Beinpaaren und doch war sich Kol nun sicher, dass es sich hier um kein echtes Lebewesen handelte. Abgesehen von der Tatsache, dass es sich kaum von der Farbe der silbernen Netze unterschied, als hätte sich das Unwesen in jahrelanger Evolution tarnend an die Farben seiner tödlichen Fallen angepasst, war das Ungetier kein Wesen aus Fleisch und Blut. Der gesamte Körper wirkte, als wäre er gewoben, als hätte ein filigraner Künstler mit einem Faden eine exakte Nachbildung einer Spinne gefertigt. Mit dem einzigen entscheidenden Unterschied, dass es sich hierbei um ein lebendiges und äußerst aggressives Lebewesen handelte, dass anscheinend vollkommen schmerzunempfindlich mit Beinen, Kieferwerkzeugen und sogar dem eigenen Schädel auf den Bernsteinkokon einschlug, um ihn wie eine süße Frucht aufzubrechen und Kols Innerstes daraus zu schlürfen. Er wollte gerade mit seinem Rapier voran durch den Wanst des Ungetüms stoßen, als Mondlicht das Harz rubinrot färbte. Etwas Schwarzes hatte sich mitten durch den gewobenen Schädel der Spinne gebohrt und die leeren Augen der seltsamen Kreatur zerquetscht. Die geballte Faust wälzte das erschlaffte Tier von Kols Körper, als wäre es aus Papier geformt, ehe sie sich öffnete und Kol zum Aufstehen aufforderte.
      »Es ist Seide«, grinste Mark zufrieden, als er dem Lockenkopf auf die Beine geholfen hatte und ignorierte nonchalant, dass seine blanke Faust gerade den Schädel einer mannsgroßen Spinne gespalten hatte. »Die Netze. Das sind keine echten Spinnen...das ALLES hier ist Seide«, fuhr der Koch fort, da er bei der ausbleibenden Reaktion auf seine Beobachtung davon ausging, dass der Kurator ihn nicht verstanden hatte. Kol hatte ihn zwar genau verstanden und sah sich in seiner eigenen Vermutung bestätigt, jedoch hatte etwas seine Aufmerksamkeit erhascht. Es war kaum mehr als ein Flüstern gewesen, welches aus dem Dickicht aus Seidenetzen wie Sirenengesang zu ihnen herüberschwappte. Immer wieder wurde es von leisem Schluchzen und kindlichem Kichern unterbrochen. Ein psychedelisches Zwiegespräch aus Tadel, Vorwürfen und naiver Euphorie.

      »Schau her, Linny! Schau doch mal wie sie miteinander umhertollen und spielen! Fast wie deine singenden und sprechenden Teetassen, auch wenn ich noch nicht soweit bin, dass sie sprechen können!«, säuselte die eine Stimme und Kol war, als könnte er die vor Stolz geschwollene Brust des gesichtslosen Mädchens sehen, deren Stimme aus den Wäldern aus Seide hallte. Unbewusst hatte er ein paar Schritte auf die Geräuschquelle zugemacht, das Rapier fest umschlossen, während Mark ihm aufmerksam folgte. Sie beide waren stumm zu der Übereinkunft gekommen, dass der einzige Weg heraus aus diesem Irrsinn der direkte Weg nach vorne war.
      »WÄH! Vicky! Das ist ja eklig! Meine Hände kleben an dem Zeug...du bist ja wie eine fette, dicke Spinne!«.
      Die Verachtung tropfte wie giftiger Schwefel von den Seidefäden, die nun so dicht waren, dass sie sich auf die Kleidung der beiden Männer legte und sie erneut in einen Kokon spannen.
      »Das ist gemein!«, schluchzte es nun ganz deutlich um sie herum und jeder Faden, den sie berührten und aus ihrem sorgsam gesponnenen Netz rissen, schien die selbe Abfolge des Dialogs in einer Dauerschleife anzustimmen, bis sie sich in einem Gewirr aus verzerrten Stimmen gefangen sahen und völlig die Orientierung verloren hatten. In jedem Netz, in jeder Wand aus silberne Seide sah Mark tausend Spinnenaugen, die ihn neugierig und lüstern anblinzelten und Kol hatte sogar das irrationale Gefühl, das Klimpern der Glockenschuhe des Harlekins zu hören, als er den Kopf sah und etwas erspähte, bei dem sich seine Augen weiteten. Direkt über ihnen hing ein Damoklesschwert in Form eines gewaltigen Kokons, der von tausend Fäden in der Luft gehalten wurde und über dessen Oberfläche sicherlich fünfzig der gewobenen Spinnenkreaturen patrouillierten, welche Mark am Eingang des Seidenwaldes ausgeschaltet hatte. Sie krabbelten in unterschiedlicher Größe über den massiven, herzförmigen Kokon, dessen geflochtene Struktur an manchen Stellen so dick und wulstig wurde, dass es pulsierenden Äderchen glich. Die Seidenspinnen huschten emsig über die weiche Oberfläche und die verankernden Fäden, bereit, jede einzelne Faser des Kokons zu schützen, als wäre es ihr Muttertier. Beide Männer wichen instinktiv einen Schritt zurück und standen nun Rücken an Rücken. Marks Adamsapfel hüpfte, als er laut hörbar schluckte.
      »Ich nehme an, dass uns dein Bernstein auf Dauer wohl nicht beschützen wird?«
      Kol wusste nicht einmal, ob er noch Zeit gehabt hatte, den Kopf zu schütteln, als die Armada aus Spinnen sich vom Netz ihrer unbekannten Herrin abzuseilen begann.

      ~ Über den Dächern der Stadt ~

      Humpty Dumpty verschränkte die Arme, als die beiden Orkankicks die Karten zerteilten, die er wie ein Magier vor sich schweben lies und in der Zwischenzeit das filigrane Revers begutachtete. Das von Dornenranken umgebene Herz seiner Königin zierte das Kartendeck, welches er geschaffen hatte. In den jeweiligen Ecken befanden sich in dieser besonderen albtraumhaften Ausgabe des Decks ein Zylinder, ein lächelnder Mund, eine Blase und ein Origamikranich. Die vier Insignien der anwesenden Mitglieder der ehrenwerten Teegesellschaft der Herzkönigin.
      »Das waren meine beiden Buben«, konstatierte er bedauernd, ehe er die fliegende Fingerpistole mit drei Damen parierte, die sich rasant vom Kartenstapel, auf welchem er Platz genommen hatte, zu seinem Schutz in die Lüfte erhoben. »Da hat rohe Gewalt wohl über mein Full House obsiegt«, lächelte er verschmitzt, als die Urheberin der Angriffe mit geröteten Wangen vor ihm in der Luft zum Stehen kam. Seine kohlrabenschwarzen Augen musterten das zerrissene Hemd in Tarnfarbenoptik, welches die grünhaarige Frau wie ein viel zu kurzes Kleid trug.
      »Freut mich, dich kennenzulernen, Mademoiselle. Wenn ich mich vorstellen darf-«, setzte der Langbeinmensch mit dem eierförmigen Oberkörper an, indem er eine ehrwürdige Verbeugung gemäß der alten Schule eines offiziellen Duells zwischen Gentlemen anstimmte.
      »Ich weiß, wer du bist. Humpty Dumpty, Herzvasall Viktoria Stuarts, Nutzer der Falt-Falt-Frucht. Kein offizielles Kopfgeld, aber definitiv ein Großkaliber, welches es nicht zu unterschätzen gilt«, ratterte Kaisa gelangweilt Fakten herunter, ehe sie beiläufig und schulterzuckend mit dem Daumen nach hinten deutete. »Was ich bisher sehen durfte, nicht allzu beeindruckend«, fügte sie kaltschnäuzig hinzu und blies bläulichen Rauch in die rötliche Nachtluft. Sie hatte mit Zorn und verletzten Stolz gerechnet, aber nicht mit dem ulkigsten Lachen, welches sie je gehört hatte. Es klang, als hätte man eine Flöte mit Wachs verstopft und würde unter Wasser versuchen, die Nationalhymne der Himmelsdrachenmenschen anzustimmen. Glucksend und kichernd hielt sich Humpty Dumpty den Bauch, während er mit jedem abstrusen Lachlaut weiter nach hinten stolperte und völlig ohne Vorwarnung den halt verlor und rücklings von dem Kartenstapel fiel, welcher ihm als Podest gedient hatte. Kaisa war nicht naiv genug zu glauben, dass dem Vasallen der Herzkönigin tatsächlich etwas passiert wäre, und dennoch traf sie seine Schnelligkeit völlig unvermittelt. Sie spürte den Luftzug nur, weil er in ihre grüne Mähne griff, hörte seine Stimme, noch bevor sie der Handschlag unvorbereitet im Nacken traf. Doch es war nicht die Wucht des Schlages, die sie lähmte, es waren die Worte des Mannes, die ihr bis tief in die Seele schlugen.
      »Deine rotzfreche Art erinnert mich an sie. Sag mir, wie geht es der grauen Dame
      Noch während sie fiel, spürte sie, wie ihr Körper wie wild zu flattern begann. Sie versuchte die Füße zu spannen, sich in den Lüften zu halten, wie sie es sich durch eisernes und stahlhartes Training über Jahre hinweg antrainiert hatte, aber es schien beinahe so, als wäre ihr Körper ohne Muskeln, ja gar ohne Knochen. Kaisa flatterte durch die Lüfte und als sie ihren Arm erblickte, dämmerte es ihr. Haut und Knochen waren zu Papier geworden.

      ~ Oberer Kathedralenbezirk ~

      Eiskalte Nadeln bohrten sich in ihre Knochen, als Herleif auf dem ovalen Platz landete und ihr gesamtes Gewicht für einen kurzen Moment auf den Fuß verlagert wurde, den der wahnsinnige Schlächter zertrümmert hatte. Ihre Hände wanderten zu dem Verband, durch welchen sie die glühende Rune sehen konnte. Sie überlegte einen kurzen Moment, ob sie eine weitere Heilrune auftragen sollte, auch wenn sie wusste, dass dies kaum einen Zweck hatte. Zähneknirschend versuchte sie sich aufzurichten, als ihr jemand unter die Arme griff und ihr ein Lächeln schenkte, welches nur Todgeweihte teilen konnten.
      »Alles in Ordnung?«, fragte Brianna, in deren Gesicht eine Entschlossenheit lag, welche Herleif zutiefst bewunderte. Was musste diese Frau schon erlebt haben, dass ein zur Wirklichkeit gewordener Albtraum keine Verzweiflung, sondern einen unerklärlichen Tatendrang in ihr hervorrief? Sie hatte kaum etwas von den Mythen und Gerüchten über die enthüllte Prophezeiung vernommen. Rebekha hatte ihr einiges erzählen wollen, aber Herleif war pragmatisch genug, um nicht an Prophezeiungen, Wahrsagerei, schlechte Omen und Vorzeichen zu glauben. Nicht die beste Eigenschaft in Walhalla, wo eiserner Pragmatismus und mystische Nebelschwaden ein paradoxes, aber kaum trennbares Paar bildeten. Diese Einstellung hatte Herleif schon so oft in Schwierigkeiten gebracht und umso tragisch-komisch war es, dass die Rettung ihrer Heimat nun in ihren Händen lag. Ausgerechnet in ihren, hatte sie doch schon vor langer Zeit mit ihrer Heimat gebrochen.
      »Was uns nicht umbringt, macht uns stärker«, scherzte die Walküre, um sich von ihren eigenen Gedanken abzulenken, zog ihre Flechtfrisur fest und zückte die beiden Streitäxte, die sie beinahe mühelos in ihren Händen balancierte. Die Rothaarige betrachtete sie beeindruckt, folgte ihrem Blick und erkannte am Rand des ovalen Platzes, zu dem sie Aloës Pusteblumen getragen hatten, zwei Gestalten. Wie zwei Wasserspeier säumten sie den Eingang zur großen Kathedrale, welche über der gesamten Stadt und über den beiden Frauen wie ein Mahnmal der Zerstörung, des Todes und des Hasses prangte. Sie spurte Eis durch ihre Venen kriechen, als sie die junge Frau mit dem silberweißen Haar betrachtete. Brianna hatte sie nur einmal als schemenhafte Engelsfigur aus schmelzendem Fleisch und gerinnendem Blut in ihrem vermeintlichen Fiebertraum erblickt, erkannte sie aber sofort.
      »Schaut aus, als wäre der Tod näher, als wir denken«, erwiderte die Schatzjägerin und zückte ebenfalls ihr Steckenpferd. Sie würde an diesem Ort nicht sterben, sie würde Kyu und die anderen retten, sie würde Luzifer und Sybill in die Hölle schicken und niemand würde sich ihr dabei in den Weg stellen. Brianna wollte diese Fäden durchschneiden, die sie zur Marionette einer Prophezeiung machten; die Fäden, die ihr Schicksal zu lenken schienen, seit ihre Eltern gestorben waren.
      »Dann los!«

      ~ Untere Stadt: Jakobusring ~

      Das Gesicht der fremden Frau wirkte unnatürlich verzerrt, als sie ihre rosigen Wangen gegen die Ränder der Blasen drückte, in denen er sich hilflos verfangen sah. Seine Tentakel hatten einen Ausweg aus der seltsam klebrigen und flexiblen Flüssigkeit gesucht, doch das Material dehnte sich mit seinen Bewegungen aus. Die buschigen Augenbrauen wirkten wie die klobigen Borsten eines Besens, die man unter einem Mikroskop begutachtete. Sie blähte verächtlich die Wangen auf und zog Grimassen, sodass dem Meermann endgültig der Geduldsfaden riss und er mit der blanken Faust voran nach vorne schnellte. Er wollte ihr das freche Grinsen aus dem Gesicht wischen oder ihr sogar den Schädel einschlagen. Er musste zu den anderen und hatte keine Zeit zu verlieren. Die Kleinwüchsige wich dem Angriff ihres unfreiwilligen Gefangenen indes mühselig aus, machte auf ihrer eigenen Blase balancierend eine Rückwärtsrolle und gab seinem klebrigen Gefängnis mit ihrem Schweif einen kleinen Stups, sodass er unkontrolliert zu zirkulieren begann und wie ein Gummiball durch die enge Gasse hüpfte. Eingesperrt in einem Ball aus Schwerelosigkeit wurde er hin und her geschleudert, prallte gegen Mauern, Parkbänke und Fensterscheiben, ohne sich innerhalb seines fluoreszierenden Gefängnisses orientieren zu können. Gackernd und johlend trieb die Kleinwüchsige ihn voran, dribbelte ihn wie einen überdimensionalen Basketball oder übte Golfabschläge mit ihrem Schwanz. Anhand ihrer Anatomie hatte Drake mittlerweile verstanden, dass es sich bei seiner Widersacherin um eine Vertreterin des Zwergenstamms handeln musste, auch wenn er noch nie einen so großen zu Gesicht bekommen hatte, und auch ihr maliziöser Charakter wollte so gar nicht zu den Sagen der gutherzigen Zwerge passen, die ihm in seinen Tagen als Kopfgeldjäger zu Ohren gekommen waren. Sein Magen hörte urplötzlich auf zu rebellieren und misstrauisch ob dieser unvorbereiteten Pause im Strudel der unkontrollierbaren Bewegungen blinzelten seine himmelblauen Augen vorsichtig. Die Frau stand direkt vor ihm und hatte ihm den breiten Rücken zugewandt. Ihr blütenweißer Stoff glänzte rotgolden im Schein des Mondes, zumindest dachte der Meermann dies im ersten Moment. Doch als süßlicher Sirup auf sein Gesicht zu tropfen begann und heiße Luft ihm die Nasenhaare versengte, lugte er über die Schulter der Zwergin und blickte in den Schlund einer gewaltigen Feuerwalze, die sich wie eine Herde an Nashörnern durch die engen Gassen walzte. Die Feuersbrunst spie kreischende Flammenpfeile als Vorhut, schlug um sich und leckte mit ihrer zerstörerischen Zunge begierig über alles, was entflammbar schien. Von nun an handelte der Meermann instinktiv, seine Tentakel schlangen sich um den zur Salzsäule erstarrten Körper der Frau, die ihn soeben noch drangsaliert hatte und stellten sie schützend hinter seinen eigenen. Die Muskeln spannten sich unter dem sonnengelben Tanktop, als er die Arme ausbreitete und sich ein wässriger Schleier um die beiden Handflächen, Finger und Gelenke bildete.
      »Kannst du noch mehr von deinen Blasen produzieren? Die bisherige Flüssigkeit wird nicht ausreichen, um uns von der Feuerwalze abzuschirmen«, wandte er sich schroff und direkt an die immer noch versteinerte Frau. Die heranbrausende Hitze trieb ihm Schweißperlen auf die Stirn, welche wie magisch von den beiden Wasserblasen an seinen Handflächen angezogen wurden. »SOFORT!«, brüllte er nun, sodass die Zwergin aus ihrer Starre erwachte und ihm einen finsteren Blick zuwarf, ehe sie mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis formte und an ihre wulstigen Lippen legte. Sie sog tief Luft ein und pustete in die Öffnung, die von einem öligen Schleier überzogen war. Sofort sprudelten Seifenblasen in verschiedenen Größen und Formen hervor, wurden magnetisch von Drake angezogen.
      »Reicht das?«, keifte die Braunhaarige missbilligend, aber der Meermann hatte bereits mit der Wasserbändigung begonnen. Die Schlange aus brodelnder Hitze zischelte bereits die todbringende gespaltene Zunge, doch als Salvador Drake die Arme ruckartig auseinander riss, verteilte sich die gesammelte Flüssigkeit in einem dichten Netz aus winzigen Perlen und Wassermolekülen um die beiden, schlossen sie in einem schützenden Mantel aus Feuchtigkeit ein.
      »Ich hoffe es«, erwiderte der Salvador kurz angebunden und bevor die Zwergin entsetzt nachhaken konnte, ob sie richtig verstanden hatte, prasselte der Feuerreigen auf sie herab. Die Bestie zischte und fauchte, biss sich die Zähne am Wasserkokon aus und wie ein Fels in der hereinstürzenden Brandung teilten das unfreiwillige Gespann aus Meermann und Zwergin die Flammenbrunst, die hinter ihnen zur harmlosen Welle verebbte und sich am Gestein abprallend endgültig verlor. Die Frau atmete erleichtert aus und murmelte unaufrichtige Worte des Dankes, aber Salvador blinzelte die letzte Hitze und Tränen aus den himmelblauen Augen, als er fassungslos ins tote Maul der Feuerschlange blickte, die, ihren Odem in Rauch und Dampf aushauchend, zu letzten Feuernestern verwelkte. Der animalische Blick der Bestie und die sonst gütigen kohlrabenschwarzen Augen funkelten im ungezügelten Hass des Raubtiers. Entmutigt seufzte der Meermann aus und seine Stimme klang, als wäre er gerade schlagartig um mehrere Jahrzehnte gealtert.
      »Es ist noch nicht vorbei.«
      »Hä? Wie meinst du das zum Teufel?«, krächzte die Zwergin, welche den neunschwänzigen Fuchs hinter dem muskulösen Kreuz des Oktopusmannes noch nicht erblickt hatte.
      »Kyu...«, flüsterte Drake, und es war keine Antwort auf die Frage der Fremden, deren zeternde Stimme auf taube Ohren stieß, sondern ein fruchtloser Hilferuf an einen Freund, der sich ihm nun knurrend in den Weg stellte.
    • Antwort auf Fanpost & Kapitel 167 erschienen

      Neu

      Es läuft und Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten, also geht es frisch weiter mit Kapitel 167!


      -Bo- schrieb:

      Bevor ich mich dann komplett in meiner Prüfungsvorbereitung und anderem Kram verliere, lade ich mal meine 5 Cent zum aktuellen Kapitel hier ab. Momentan scheint es ja gut zu laufen, also wer kann schon sagen, wann das nächste Kapitel eintrudelt? *Überkreuzt beide Finger und bringt ein Kind als Opfer dar.*
      War wohl ein gutes Kind. Zum Glück hast du nicht eins von minderwertiger Qualität genommen.

      -Bo- schrieb:

      Dieses Kapitel markiert maßgeblich den Übergang zu den Einzelkämpfen, welche dank Sybills allmächtiger Zauberkunst auch relativ problemlos starten können. Herzkönigin und Co. KG wurden aus der Kirche direkt in die Füße der Schatzjäger geschleudert bzw. so postiert, dass sich beide Parteien zwangsläufig feindlich gegenüberstehen müssen. Vermutlich will Sybill mit diesem Vorgehen einerseits Blut und Chaos über die Traumwelt bringen, gleichzeitig aber auch ungebetene Gäste von der Kathedrale fern halten. Immerhin ist das Kirchenschiff ihre Bühne, auf der sie sich nach Herzenslust an Dädalus und Luzifer austoben kann. Raphaelas Rolle in diesem Stück ist derweil offen, aber immerhin haben wir in diesem Kapitel eine erste Gefühlsregung gesehen. Persönlich würde ich dazu tendieren, dass Raphaela sich auf Luzifers Seite schlagen wird. Sybill ist vielleicht ihre Mutter, aber auch eine verdorbene und sowohl innerlich wie äußerlich verrottete Kreatur voller Bosheit, Zorn und Widerwärtigkeit. Ganz gleich wie gerecht und kathartisch die Rache für Sybill sein mag, Raphaela sieht in der Oberhexe bisher nur ein ekelhaftes Monstrum, das ihren ideellen Vater foltert. Vielleicht irre ich mich auch und Raphaela erhebt ihr Erbe am Ende doch über das Fleisch, welches sie großzog. Aber für den Moment bleibe ich dabei, dass sich Sybill drei Gegnern wird stellen müssen: Dädalus, Luzifer und Raphaela. Würde ich auch für eine angemessene Gegenmacht halten, immerhin ist Sybill nahezu übermächtig.
      Hierzu kann ich mich natürlich nicht äußern, und nur mit einem interessierten Nicken verbleiben. Deine Ausführungen sind richtig und zugleich wieder falsch und die Antwort ist vielleicht so komplex wie die ganze Beziehung zwischen Raphaela, Sybill und Luzifer. Die Antwort wird aber mit jedem Kapitel klarer werden.

      -Bo- schrieb:

      An anderer Stelle hast du meine Erwartungen hingegen zerschlagen. Mein Tipp war Brianna vs. Alice, und du hast mich vollkommen auflaufen lassen. :D
      Es wird sich zeigen müssen, wie Aloe gegen eine bisher relativ physisch erscheinende Gegnerin wie Alice agieren wird bzw. muss und gleichzeitig, wie du Alice gegen eine vergleichsweise omnipotente Figur wie Aloe in Szene setzen willst. Zwar macht Aloe mit ihrem neuen Holztrick einen ungewohnt körperlichen Eindruck, aber gerade die Szene mit den Pusteblumen macht deutlich, dass der Engel immer noch ein großes Arsenal an Möglichkeiten im Ärmel hat. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Aloes Kräften skeptisch gegenüberstehe und hoffe etwas, dass dieser Kampf meine Bedenken dahingehend zerstreut. Grenzen der Frucht bzw. eine genauere Eingrenzung, zu was diese...Nymphen-Waldgeister Aloe nun eigentlich befähigen und wozu nicht, wären mir ganz lieb. xD
      Wie bereits persönlich schon mitgeteilt, wird diese Erklärung zu Aloës Frucht bald kommen. Ebenso sollte der heutige Part dir schon Auskunft darüber gegeben haben, dass der Kampf zwischen Aloë und Alice körperlicher, brutaler und herausfordernder wird. Das gilt vielleicht für alle Schatzjäger, aber trifft für den Engel sicherlich besonders zu.

      -Bo- schrieb:

      An anderer Stelle fragt man sich, wer sich unter der abscheulichen Maske der haarigen fetten Spinne verbirgt. Eigentlich bleiben nur noch die Herzkönigin, Gabriel und Marzipan. Die Frage ist jetzt, ob du mit der Darstellung der Spinne nicht nur geschickt trollst und das Vieh am Ende zwar groß, aber eben nicht riesengroß ist. Heißt, eine Marzipan könnte die Spinne und nur extrem schnell sein. Hand aufs Herz, eine etwa kopfgroße Riesenspinne ist immer noch blanker Horror und könnte vielleicht sogar zu einem interessanteren - und gleichzeitig humoristischeren - Kampf führen als eine OP-typische Gigantenarachnide. Andererseits würde die Spinne zur Herzkönigin auch sehr gut passen und die Frage beantworten, was die gute Viktoria denn nun auf dem Kasten hat oder eben nicht. Wenn ausgerechnet Marc und Kol gegen diese große Antagonistin kämpfen würden, hättest du zudem einen entscheidenden Handlungsfokus auf zwei eher blassere Figuren des Arcs gelegt. Wäre eine Möglichkeit, sofern sich aus dieser Konstellation auch Handlungsrelevanz ergeben würde.
      Gabriel als dritte Möglichkeit sehe ich eigentlich nicht hinter den acht Beinen der Spinne. Vielleicht irre ich mich, aber dann soll es so sein.^^
      Die Antwort hast du ja im aktuellen Kapitel erhalten :D

      -Bo- schrieb:

      Frei sind jetzt ohnehin nur noch Herleif, Kyu, Brianna und Drake. Da ich mir für Brianna einen knackigen, wenig aufgeblasenen Einzelfight wünsche und mir Herleif relativ egal ist, würde ich der Walküre und Drake irgendwie den Hutmacher und Marzipan aufhalsen, sollte jene nicht die Spinne sein, wie gesagt. Oder Herleif bekommt ihre Rache an Gabriel.
      Irgendwie kam mir auch die Idee, dass Kyu selbst als Gegner fungieren könnte. Wäre vielleicht sogar ein ziemlich cooler Kampf, den ich derzeit aber nur Drake kräftetechnisch zutrauen würde. Außerdem hätte man dann ein nettes Wasser vs. Feuer.
      Aber naja. Guter Rat ist teuer, wenn jeder überall erscheinen kann und noch einige Charaktere lose in der Luft hängen. Am gespanntesten bin ich ohnehin bei Brianna, der ich nach dem emotionalen und psychologischen Drama gegen Narcisse nichts als eine gepfefferte Schlägerei wünsche. :D
      Drake vs. Kyu war ein mutiger Tipp, auch wenn ich da noch abwarten würde.
      Zu Brianna teile ich deine Hoffnung, auch wenn es vielleicht nicht eine gepfefferte Schlägerei wird, wie du dir das vorstellst, wird es anders als ihr Kampf gegen Narcisse oder ihre relativ passive Rolle auf dem Aurora Archipel.

      -Bo- schrieb:

      Zum Abschluss komme ich natürlich noch zu den beiden Stars des Kapitels. Kaisa ist einfach nur cool und H.D. alias Eierkopf alias Kartenmeister alias Pokerface alias Origami-Irgendwas gefällt in der Rolle des mächtigen Goliath, den es zu besiegen gilt, um die Schlacht zu gewinnen. Du hast diesen Kampf lange aufgebaut und ich freue mich, dass er bald zustande kommt. Mehr gibt es zwar nicht zu sagen, aber unerwähnt lassen wollte ich es trotzdem nicht. xD
      Die Auseinandersetzung zwischen den beiden gefällt mir auch sehr gut, zumal ich Humpty Dumpty sehr mag als Figur. Auch Kaisa trifft hier auf einen Gegner, der mehr ist als Järv oder Alexandre, die vergleichsweise einfach zu besiegen waren.

      -Bo- schrieb:

      Insgesamt ein gutes Übergangskapitel, dass einem den Mund wässrig macht. Die Kämpfe können kommen. Ich giere nach Blut, das zur Abwechslung mal nicht aus Sybills Geschwüren tropft.^^
      Extra für dich keine Sybill in diesem Kapitel :D

      - V.
    • Neu

      Schlag auf Schlag geht es weiter, hier in diesem Thread und in deinen Kapiteln. Wenn es so weiter geht, könnte man den FF-Bereich fast schon lebendig schimpfen. Unglaublich. :D

      Überraschend an diesem Kapitel war für mich der Fokus auf Theophilus und Marzipan, deren Ehe ich so nicht mehr auf dem Schirm hatte. Komplett neu erscheint mir die Information allerdings nicht, vermutlich ist sie also im Laufe der Monate, die du pausiert hast, einfach nur verschüttet worden und nun wieder ans Tageslicht gedrungen. Schon ein nettes Detail, welches die Vasallen der Herzkönigin eine Spurweite menschlicher macht. Auch bedingt durch den zerfurchten Verlauf des Arcs blieb der royale Hofstaat nämlich in meinen Augen etwas auf der Strecke. Aber momentan gewinnt H.D. durch seine Rolle als General und Chefstratege an Kontur und Theophilus samt Marzipan wurden dank der kleinen Paarinteraktion und des Flashbacks näher beleuchtet. Du bist also auf einem guten Wege, der Truppe auf der Zielgeraden noch Leben und Persönlichkeit einzuhauchen - vorausgesetzt, die Figuren befinden sich auf der Zielgeraden. Davon würde ich im Moment allerdings ausgehen. Es riecht nach finalen Einzelkämpfen, wie sie auch das Ende der Devereauxs und SALIGIA eingeläutet haben, und ingesamt bin einfach nicht der Meinung, dass man aus Figuren wie Alice oder Marzipan noch sonderlich viel Handlungsrelevanz. Mit der absonderlichen Patchwork-Familie des Lords und dem bereits angeteaserten Bestienchor des Zaren stehen bereits neue, frische und unverbrauchte Widersacher und den Startlöchern und machen Lust auf die Welt hinter den Spiegel, die richtige Welt.

      Das heißt natürlich nicht, dass ich mich auf die bevorstehenden Kämpfe nicht freuen würde. Gerade der...nennen wir es mal Quasi-Battle Royal zwischen Drake, Kyu, Theo und Marzipan hat ordentlich Potenzial. Drake muss an dieser Stelle seinen Freund retten, ohne von dessen Flammen versenkt zu werden oder den Vollstreckern der Herzkönigin zum Opfer zu fallen. Das gibt dir den Vorteil, Drake nicht zu überlegen darzustellen. Momentan halte ich Drake ohnehin für den mächtigsten Schatzjäger, dicht gefolgt von Kaisa, weshalb mir diese ziemlich unfaire Ausgangslage auf Kosten des Meermannes durchaus zusagt. Sicherlich wird diese Episode nicht ewig gehen, früher oder später muss Kyu zur Vernunft kommen. Ich wäre aber nicht traurig drüber, würde Drake vorher ein bisschen brutzeln. xD
      Selbiges gilt dann auch gleich für Aloe, die bekanntlich nicht zu meinen Favoriten in deiner FF zählt. Alice macht eine gute Figur und wurde in ihrer Beherrschung der Mink-Elektro-Technik als äußerst kompetent dargestellt. Eine wirkliche Chance würde ich Aloe in einem fairen Kampf nicht zugestehen, aber bei Aloe und ihrer Frucht der Tausend Wunder ist gefühlt halt alles möglich, also weiß ich nicht...ich kann es einfach kaum erwarten, bis du die Erklärungen dazu springen lässt. Denn die Tatsache, dass Aloe sich irgendwie je nach Situation fast alles aus dem kleinen Engelshintern ziehen kann, macht mir diese Konfrontation irgendwie madig. Zwar gehe ich von einem stark physischen Kampf aus, der Aloe aufgrund von Alice Angriffslust eher in die Defensive drängt, aber schauen wir mal. Momentan erinnert mich die Konstellation ein wenig an Effie vs. Luca, nur das Aloe rein physisch noch schlechtere Karten haben dürfte als die Blondine.^^

      Zu Viktoria weiß ich irgendwie nichts zu sagen. Mir gefällt das Motiv und die Idee zur Frucht, aber ich fühle mich unangenehm an Flamingo autonome Klone erinnert. Wir wissen, dass es möglich ist - wirklich in einer FF verbaut muss ich es jedoch nicht sehen. Klar, ich bleibe aufgeschlossen und freue mich auf den Kampf...ein fader Beigeschmack bleibt jedoch.
      Nichtsdestotrotz mag ich die Parallele zur Bienenkönigin Big Mum. Du treibst die Verbindung weiter voran und baust Viktoria zunehmend als dunkleres Zerrbild der Kaiserin auf. Bei Big Mum ist alles kunterbunt und süß und quietschvergnügt, sie als Bienenkönigin muss nur in der Mitte ihres Bienenstocks sitzen und sich von ihren Drohnen und Arbeiterinnen aushalten lassen. Viktoria hingegen ist die Spinne, die ihre Fäden zusammenhalten und sich um ihr Netz kümmern muss, der niemals etwas gereicht oder auf dem Silbertablett serviert wurde. Mir gefällt die Gegenüberstellung. Sehr sogar.

      Kurz zu Herleif und Brianna: Ja. Keine Ahnung. Herleif bekommt wohl ihre Rache gegen Gabriel, während Brianna gegen Raphaela antreten wird. Wieso die nun nicht mehr in der Kathedrale ist, wirst du uns vermutlich noch erklären. Ich weiß persönlich nicht, was ich von dieser Konstellation halten soll. Freilich, Herleif ist mir irgendwie egal. Das liegt nicht unbedingt an dir, sondern eher daran, dass mir auf LB einfach zu viele Leute mit ins Boot gekommen sind. Kol und der Golem sind auch noch da und obwohl letzterer noch nicht handlungsrelevant ist, trägt er doch dazu bei, Herleif eher als Teil dieser Gruppe an Neuankömmlingen zu sehen - im Übrigen vielleicht auch einer der Gründe, warum Kol ein wenig untergegangen ist. Hinzu kommt, dass mir Herleif weder sympathisch noch unsympathisch ist. Sie ist einfach...da. In der Handlung. Agierend. Keine Ahnung. Weder ihre Einführung im Gefängnis noch ihre Folterszene haben bei mir irgendwelche Spuren hinterlassen und so kann ich erst einmal nur sagen, dass mir ihr Kampf relativ egal ist.
      Bei Brianna bin ich schon eher gespalten. Wie gesagt, ich hab mir einen Kampf ohne Ballast gewünscht. Kein triefender Pathos, kein ewiges Herumreiten auf der Prophezeiung und diesem ganzen "Oh, Auserwählte"-Getue, welches Narcisse ja beinahe sekündlich über Brianna ausgegossen hat. Ich will Brianna einfach nur mal richtig kämpfen sehen und bin mir nicht sicher, ob Raphaela da die richtige Adresse ist. Ich traue dir dennoch einen guten Kampf zu, keine Frage. Nur ob es das ist, was ich mir gewünscht haben, bleibt abzuwarten. Wenn du verstehst, was ich meine. xD

      Zu guter Letzt wieder H.D. und Kaisa, die endlich zueinander gefunden haben. Die Fast-Frucht gefällt mir ganz gut und könnte so oder so ähnlich auch von Oda stammen, denke ich. Es wird sich zeigen, wie Kaisa gegen einen so listenreichen Gegner bestehen kann, waren ihre bisherigen Widersacher ja eher offensiver Hau-Drauf-Natur. Insgesamt der Kampf, auf den ich mich am meisten freue. Damit schließe ich dann auch. Gutes Kapitel, so kann es weitergehen. :D