Menschenjagd (Bo)

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    • Kapitel 134 Gebrochene Flügel

      Wird irgendwie langsam mal Zeit, dass ich meinen Kommentar fertig stelle, so neu ist das Kapitel nun auch wieder nicht mehr. ^^

      OK ich habe nachgesehen, bei der Explodierten Stadt dürfte es sich umKillenick handeln. Übrigens das gleiche Ereignis, bei dem die Harley mit seiner TraLoHa und Heathcliffin den Untergrund gewechselt sind, wenn ich das beim Überfliegen richtig bemerkt habe. Interessant ist übrigens noch, dass diese Stadt auf Saoirse Láire also Ulysses Heimatinsel lag. Wahrscheinlich war es der Hauptsitz der fountischen Truppen bzw. Kolonialregierung, da mich mir sonst nicht vorstellen könnte, warum Ulysses eine der Städte seines Volkes in die Luft jagen lassen sollte.

      Damit endet die Existenz von Sundermare,Ulysses Anweisungen schlägt man eben nicht so einfach aus. Besonders nicht, wenn man ihm ganz und gar ausgeliefert ist und eigentlich wissen müsste, dass das eigene Überleben ganz und gar davon abhängt, ob man ihm nochmal nützlich werden könnte. Jedenfalls habe ich seinen Fehler früher erkannt als er selbst^^.

      Allerdings dürfte es in dem Abschnitt auch mehr darum gegangen sein, Ulysses weiter zu charakterisieren und zu zeigen, wie er die Welt sieht bzw. wie mächtig er ist. Während Sundermare lange Taktieren und Verhandeln muss, werden Ulysses Wünsche mehr oder weniger sofort umgesetzt oder es kommt zu unangenehmen Konsequenzen. Diese Macht hatteSundermare nun mal nicht, auch wenn er zu den mächtigsten Politikern einer der mächtigsten Länder der WR gehörte. Aber eigentlich dürfte es dir wahrscheinlich vor allem darum gegangen sein zu zeigen, dassUlysses ein sehr starker, erbarmungsloser und blutrünstiger Kämpfer geblieben ist. Er hat überhaupt keine Probleme sich selbst die Hände schmutzig zu machen und scheint dies auch auf eine gewisse weise zu genießen bzw. das ist die Sprache, welche er am besten kennt, immerhin bezeichnet er das zerquetschen das Kopfes als [i]>so unblutig wie möglich<[/i].

      Zu guter Letzterfahren wir in diesem Abschnitt zum erstenMal, dass sich der geplante Krieg gegen Carnen richten wird oder besser gesagt, dass so ein Krieg geplant ist. Denn seinen wir mal ehrlich, wenn die KGJ mit Carla (und eventuell bis teilweise mit der Ulysses-Fraktion) aneinandergeraten, dürfte es dem Land schwer fallen in nächster Zeit noch irgendein Krieg durchzuführen. ^^

      Carla hat Waterloos angriff nicht nur körperlich, sondern auch seelisch mehr mitgenommen als ich vermutet hätte, was allerdings nicht sehr verwundert, wenn man bedenkt, dass sie ihre Macht aus der Kontrolle über andere Personen zieht. Diese Kontrolle/Manipulation und immer Einschätzen zu können, wie die andere Person verhält ist das Fundament ihrer Position, wenn sie diese regelmäßig verliert bzw. damit falsch liegt, ist sie ganz schnell am Ende und bei Waterloo war sie sich bestimmt ziemlich sicher alles sehr sicher unter Kontrolle zu haben.

      Ihr Zusammenspiel mit Remington war ebenfalls sehr interessant und ich habe irgendwie das Gefühl, dass darin mehr steckt, als ich derzeit wahrnehme. Zwar ist es schon eine Sache, wenn sie jemand, der im lesen von Personen ähnlich gut zu sein scheint sie sie, in einem solchen schwachen und verwundetet Moment an sich heranlässt, aber ich denke wie erwähnt, dass da noch mehr dahinter steckt bzw dass dies Momente in Zukunft noch sehr wichtig entscheidend werden.

      Immerhin schafft es Remington, im Zusammenspiel mit dieser Situation bzw. ihren Verletzungen, eine Erinnerung in ihr zu Wecken. Anscheinend hatte sie als Kind unter ihrer Mutter (wahrscheinlich Stiefmutter^^) gelitten und ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, dieser allerdings war aufgrund seiner Arbeit leider viel zu wenig für die da, auch um sie vor ihrer Mutter in Schutz zu nehmen. Allerdings sehe ich Carla in dieser Erinnerung nicht als >eine Geschöpf der Nacht< um Remington zu Zitieren. Entweder hat ihr Vater Carla sehr viel Licht gebracht oder es wurde erst nach dieser Erinnerungen wirklich Nacht für sie.

      Zu guter Letzt, erfahren wir auch ein wenig zu Remingtions Hintergrund, auch wenn ich mich noch immer Frage, warum gerade er von seiner Organisation/Gruppierung als Vertretet bestimmt wurde. Zwar erfahren wir hier, dass er anscheinend sehr gut Menschen einschätzen und durchschauen kann, aber ich denke da wird es noch etwas mehr geben. Auch interessant, dass er nicht von Anfang an Blind war, sondern sein Augenlicht erst später vollständig verloren hat.

      Das wars erst mal wieder von mir. Irgendwie etwas wenig für das Lange Kapitel, aber mir will mir derzeit auch nicht einfallen.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 134: Gebrochene Flügel

      So Kapitel ist alles andere als jung, aber ich weiß ja aus guter Quelle, dass du noch am neuen Kapitel sitzt. Soll keine Entschuldigung sein, aber...ach...ja...okay :D


      Vorweg: Ein gutes Kapitel, welches wohl weniger durch offene-aktive Handlung geglänzt hat, aber umso mehr auf der Ebene der Charakterdarstellung. Zumindest bin ich gut nach der kleinen Pause für mich reingekommen, was ich immer als positiv erachte, also an dieser Stelle mal ein paar Lorbeeren für dich. Pflanze sie irgendwo ein und seh ihnen beim verrotten zu.

      Ich mag Ulysses. Wo ich mit Harley meine Probleme hatte, kann ich mit Ulysses sofort connecten. Vielleicht liegt es an dieser dreckigen, offenen Art, die so einen wunderbaren Kontakt zum nebulösen Lebemann Harley oder zur durchtriebenen Intrigantin Carla darstellt, aber es funktioniert. Ulysses hat Kanten und Ecken und ein Mundwerk, welches jeden Klosterschüler zu zwanzig Ave Maria und einer Wallfahrt nach Rom treiben würde, und genau das macht ihn für mich greifbar. Ein dreckiger Straßenköter mit der Gewitztheit eines Fuches. Eine für mich neue Kombination in deiner Geschichte und aus diesen Gründen auch so erfrischend.
      Zudem habe ich im Gefühl, dass dir die Szenen mit Ulysses Spaß machen - also im Rahmen unserer ausgeprägten Demotivation beim Schreiben -, aber zumindest lesen sie sich für mich lockerer, ungestümer, witziger und eingängiger. Kann natürlich auch mit meiner eigenen Vorliebe für den Charakter zu tun haben, aber ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass Ulysses mir Spaß macht.
      Auch die Kombination aus ihm und Bentley war in diesem Arc durchaus zu spüren und ich finde, dass du hier diese Freundschaft und Gelassenheit zwischen zwei alten Freunden, die sich in der einen Hand zu prosten, sich mit der anderen Hand verprügeln, um am Ende Arm im Arm über alte Verflossene zu reden, sehr gut inszeniert hast.
      Sundermare als fountischer Speichellecker und Vertreter der Stock-im-Arsch-Fraktion muss da als Kollateralschaden einfach untergehen, aber die Interaktion zwischen den dreien hat mir gut gefallen. Hat mich irgendwie an einen Tarantinofilm erinnert...generell muss ich sagen, dass ich mit Ulysses und seine Leute wunderbar in einem Tarantinostreifen vorstellen könnte. Zumindest bekomme ich derartige vibes.

      Die Frage, die sich mir am Rande gestellt hat, ist natürlich, warum Ulysses einen Krieg gegen der/die/das Carnen verhindern möchte. Außer, dass in Mittelerde ein Fluss so heißt, hab ich zu Carnen nichts wirklich relevantes entdecken können. Handelt es sich hierbei vielleicht um ein Volk, das auf lairischen Gebiet liegt oder eine andere Beziehung/Wert für Ulysses besitzt? Zumindest fehlen uns ja - außer mein Gedächtnis hat sich während meiner Lernphase ein wenig verabschiedet, was durchaus möglich und hoffentlich verzeihbar wäre - auch noch die wirklichen Hintergründe und Motive für Ulysses Auftritt auf fountischen Boden.
      Hier warte ich einfach mal, Wird sich sicherlich aufklären, spätestens in einem zukünftigen Kapitel.

      Ansonsten bekommen wir noch die Post-Waterloo-Carla: Gebrochen und doch noch gefährlich. Hier hatte ich ein bisschen größere Probleme in die Handlung zu kommen. Also nicht wegen des Inhalts, aber die Interaktion zwischen Remington und Carla sowie ihr Flashback konnten jetzt nicht so eine starke Sogkraft auswirken wie zuvor noch Ulysses.
      Liegt vielleicht auch darin, dass mir gerade der Flashback gerade noch keinen Mehrwert gebracht hat aus meiner Perspektive. Der Ausflug in Carlas Vergangenheit und die Erkenntnis, dass sie nicht schon immer ein durchtriebenes Miststück war, sondern eigentlich ein liebes, intelligentes Kind nehm ich als Carla-Fan zwar gerne, aber mir fehlte noch ein wenig die Relevanz des Ganzen, wenn du verstehst? Zu diesem Zeitpunkt speicher ich es mal als Mosaikstück der pechschwarzen Abbildung einer interessanten Figur ab.
      Die Interaktion mit Lorca und vor allem dann Remington war auf jeden Fall sehr interessant, auch wenn ich hier eher auf die Nachwirkungen dieses Treffens gespannt bin. Inwiefern Remington hier von Carla wirklich übertölpelt und um den Finger gewickelt wurde oder er doch sein eigenes Spiel treibt und die schwarze Witwe täuscht? Ich weiß es nicht. Ich werde aus dem Blinden nach wie vor nicht hundertprozentig schlau, aber ich fands auf jeden Fall gut gemacht und inszeniert.
      Hier werden auch die Nachwehen in zukünftigen Kapiteln entscheiden, was ich von der Szenerie zu halten haben.

      Zwei ruhigere Kapitel mit einem guten Innenblick auf die zwei großen Antagonisten dieses Arcs. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen und mich so auch wieder leichter in die Story geholt, als wenn es gleich mit mehreren bedeutsamen Handlungssträngen rund um die Kopfgeldjäger weitergegangen wäre.

      Weiter so und ich hoffe bald! :)
    • Kapitel 135 - Der schlimmste Tag seit gestern

      Wow. Es ist viel zu lange her, aber was soll's. Schreibblockade, Nervenzusammenbrüche, apokalyptische Heimsuchungen blablabla. Es lief einfach nicht und hinter mir liegen viele verzweifelte Stunden voller leerer Blätter und gelöschter Worte. Seht es mir nach, ich hoffe wohl am allermeisten, dass es beim nächsten Kapitel besser läuft. xD

      Zumindest habe ich das versprochene Special im Gepäck, was vielleicht ein wenig für die Wartezeit entschädigt. Irgendwie.
      Blick hinter die Kulissen II

      Carla Griswold

      Carla - als erste große Antagonistin - war eine der ersten Figuren, die für meine Geschichte entstanden sind. Die Idee zu ihr begleitet mich schon sehr, sehr lange - noch bevor ich mir über eine FanFiction überhaupt Gedanken gemacht habe. Auslöser war die Sitcom "Two and a Half Men", genauer gesagt der Gastauftritt von Jodi Lyn O'Keefe als Isabella. Die sexy Satanistin stellte die Weichen für den Charakter Carla und hat im Nachhinein betrachtet wohl auch meinen Hang zu gefährlich-lasziven Frauenfiguren maßgeblich geprägt, fällt mir dabei auf...oh well. xD

      Wie auch immer. Carla ist natürlich weder Satanistin noch mit Tattoos übersät, der Einfluss von O'Keefe ist aber unverkennbar geblieben.

      Entsprechend der Vorlage war Carla in den ersten Überlegungen noch stärker in Richtung Gothic-Lolita gedacht, was ich dann aber zunehmend verworfen habe. Vielleicht, weil ich älter wurde; vielleicht, weil mir Carla als ruchlose Lady in Black besser gefiel. So genau kann ich den Werdegang der Figur nicht mehr rekapitulieren, weil da zu viele unterbewusste Faktoren und Prozesse hineinspielen.

      Rhys Mallory

      Im Gegensatz zu Carla ist Rhys Mallory als Figur eher aus einer Laune heraus entstanden. Für den vierten Arc brauchte ich eine Menge an Charakteren und Mallory war eben einer davon.^^

      Er basiert weitestgehend auf der Figur Michael de Santa/Michael Townley aus GTA 5 - Cholerischer Mittvierziger mit kriminellem Hintergrund, der mit seinem Leben, seiner Familie und dem Job zu kämpfen hat. Als Gegenspieler von Krill habe ich ihn eingesetzt, weil mir der Kontrast so gut gefiel: Krill ist als Figur schwer einzuschätzen. Er ist unterkühlt, reserviert und wirkt oftmals ziemlich abgehoben und entrückt, was ihn (auch für mich) schwer greifbar macht. Dagegen ist Mallory ein Archetypus, den man so oder so ähnlich vielleicht auch aus dem eigenen Umfeld kennt. Ein aufbrausender und gestresster Familienvater, der Familie, Job und Midlife Crisis unter einen Hut zu bringen versucht, während er gleichzeitig das Gefühl hat, weder wirklich wertgeschätzt noch geliebt zu werden.

      Optisch hab ich mir bei ihm immer einen bebrillten Jude Law mit schwarzen Locken vorgestellt. Fragt mich aber nicht warum. Solche Assoziationen kommen schlagartig und bleiben dann irgendwie haften. xD

      Effie Rappaport

      Genau wie Rhys Mallory entstand auch Effie im Zuge der Planungsphase für den vierten Arc. Die Figur ist lose an den Charakter Effy Stonem aus der britischen Fernsehserie "Skins" angelehnt. Effy (gespielt von Kaya Scodelario) schwankt in der Serie stets zwischen "psychotischer Bitch" und "fragiler Seele". Ein missverstandener bzw. sich unverstanden fühlender Teenager, der nachts in zerlumpten Klamotten die Sau rauslässt, sich morgens über das Zimmerfenster ihres großen Bruders ins Haus schleicht und eine halbe Stunde später in braver Bluse am Frühstückstisch mit den Eltern betet.

      Die psychotische und derangierte Seite der Figur habe ich für meine Geschichte übernommen, natürlich überspitzt und an das Kopfgeldjäger-Motiv angepasst. Insgesamt ist meine Effie etwas weniger düster, eher quirlig und aufgeweckt. Dementsprechend aber auch blutrünstiger.^^
      Optisch stand für die Figur einerseits Scodelario in ihrer Rolle Pate, aber auch die Schauspielerin Emma Stone (etwa erkennbar an Effies roten Haaren). Grund dafür ist, dass ich mir in diesem Zeitraum den Film "Birdman" angesehen hatte, wo Stone in einer ziemlich abgewrackten Rolle zu sehen ist, die mich erst zur Figur Effie Rappaport inspiriert hat.

      Dionisia María Lorca

      Was bin ich froh, dass Lorca gewählt wurde. Dann kann ich mal zeigen, dass nicht alle meine Figuren vollkommen kleingeistig auf Schauspielern oder den Rollen basieren, die jene irgendwo einmal gespielt haben. xD

      Der Charakter Lorca basiert - wie an ihrem Vornamen erkennbar - auf den Mänaden oder auch Thyriaden, den Begleiterinnen bzw. Anhängerinnen des griechischen Gottes Dionysos. Die Feste des Dionysoskultes werden als exzessive Gelage beschrieben, auf denen die Anhänger(innen) in göttliche Raserei verfallen, Tiere zerfetzen und wilde Orgien feiern. Entsprechend lassen sich die meisten Namen der Anhängerinnen des Dionysos mit "Raserei", "Wahnsinn" oder auch "Die Stürmischen" übersetzen. Das Motiv sollte in Bezug auf Lorca eindeutig sein. Sie ist die hyperneurotische, reizbare Anhängerin Valentine Harleys und nach dessen tiefem Fall die engste Vertraute und Leibwächterin Carlas. Trotz ihrer gewaltigen Macht tritt sie nur als Gefolge auf, übernimmt niemals die Rolle einer Anführerin.

      Ihr spanischer Anstrich geht auf das Klischee der heißblütigen Südländerinnen zurück, welche als leidenschaftlich und feurig gelten. Darauf baut auch ihre Teufelsfrucht auf. Staub kann man bekanntlich mit vielen Dingen und Motiven assoziieren, bei Lorca habe ich mich für das Motiv von Staubwüsten und heißen, staubigen Orten ohne Wasser entschieden. Das passt natürlich einerseits zu ihrer "spanischen Herkunft", andererseits zu ihrem heißblütigen Wesen. Das Motiv von Hitze und Trockenheit spielt in ihrer Darstellung eine große Rolle, was an einigen Metaphern und Umschreibungen sowie optisch an ihren feuerroten Stresspusteln deutlich wird, die sie im Wutrausch bekommt.

      Darüber hinaus hatte ich jedoch lange Zeit kein wirkliches Bild zu Lorca im Kopf. Das kann man gut im zweiten Arc an ihrem ersten Auftritt sehen. Lorca wird hier optisch zwar korrekt (schwarzhaarig, südländischer Teint, hochgewachsen und schlank), aber auch vollkommen alterslos beschrieben. Sie könnte 25 oder 45 sein, ich hätte es damals auch nicht gewusst. Erst in späteren Auftritten habe ich dann angefangen, Lorca als...nicht mehr ganz so junge Frau darzustellen.^^


      Und zuletzt natürlich noch die Antworten auf eure Kommentare. Danke, dass ihr immer noch hier seid und kommentiert, btw. xD
      qoii


      qoii schrieb:

      OK ich habe nachgesehen, bei der Explodierten Stadt dürfte es sich umKillenick handeln. Übrigens das gleiche Ereignis, bei dem die Harley mit seiner TraLoHa und Heathcliffin den Untergrund gewechselt sind, wenn ich das beim Überfliegen richtig bemerkt habe. Interessant ist übrigens noch, dass diese Stadt auf Saoirse Láire also Ulysses Heimatinsel lag. Wahrscheinlich war es der Hauptsitz der fountischen Truppen bzw. Kolonialregierung, da mich mir sonst nicht vorstellen könnte, warum Ulysses eine der Städte seines Volkes in die Luft jagen lassen sollte.
      Genau, es ist Killenick. Was vor einer Ewigkeit erwähnt wurde, wird nun relevant und rückt in den Vordergrund. Wieso und wie genau die Stadt in die Luft flog, kann ich zwar noch nicht offenbaren, allzu lange werdet ihr aber auf die Auflösung jedoch nicht mehr warten müssen. Außer, alle Kapitel schreiben sich so beschissen wie as aktuelle, denn dann wartet ihr bis zum jüngsten Gericht. Oh Gott. xD

      qoii schrieb:

      Allerdings dürfte es in dem Abschnitt auch mehr darum gegangen sein, Ulysses weiter zu charakterisieren und zu zeigen, wie er die Welt sieht bzw. wie mächtig er ist. Während Sundermare lange Taktieren und Verhandeln muss, werden Ulysses Wünsche mehr oder weniger sofort umgesetzt oder es kommt zu unangenehmen Konsequenzen. Diese Macht hatteSundermare nun mal nicht, auch wenn er zu den mächtigsten Politikern einer der mächtigsten Länder der WR gehörte. Aber eigentlich dürfte es dir wahrscheinlich vor allem darum gegangen sein zu zeigen, dassUlysses ein sehr starker, erbarmungsloser und blutrünstiger Kämpfer geblieben ist. Er hat überhaupt keine Probleme sich selbst die Hände schmutzig zu machen und scheint dies auch auf eine gewisse weise zu genießen bzw. das ist die Sprache, welche er am besten kennt, immerhin bezeichnet er das zerquetschen das Kopfes als >so unblutig wie möglich<.
      Natürlich. Ulysses durchläuft keine offiziellen Prozedere, seine Macht basiert weder auf Politik, noch gesellschaftlichen Klassen oder anderen öffentlichen Ämtern. Sundermare ist den Menschen, denen er seine Position zu verdanken hat, Rechenschaft schuldig - und Ulysses nicht (mehr). Das ist der Unterschied zu anderen Antagonisten wie Harley oder Carla, die stets die drohende Faust über sich spürten bzw. spüren. Ulysses kann sein, wer und was er ist, weil ihm seine Macht und sein Einfluss diese Freiheit gewährt. Wie er diese Freiheit nutzt...ja. Er ist kein sehr feingeistiger Mensch, und bedeutend weniger höflich als seine Vorgänger. :D

      qoii schrieb:

      Zu guter Letzterfahren wir in diesem Abschnitt zum erstenMal, dass sich der geplante Krieg gegen Carnen richten wird oder besser gesagt, dass so ein Krieg geplant ist. Denn seinen wir mal ehrlich, wenn die KGJ mit Carla (und eventuell bis teilweise mit der Ulysses-Fraktion) aneinandergeraten, dürfte es dem Land schwer fallen in nächster Zeit noch irgendein Krieg durchzuführen. ^^
      Das ist wahr. Daher ist die eigentliche Frage auch: Warum will Ulysses den Krieg verhindern?

      qoii schrieb:

      Ihr Zusammenspiel mit Remington war ebenfalls sehr interessant und ich habe irgendwie das Gefühl, dass darin mehr steckt, als ich derzeit wahrnehme. Zwar ist es schon eine Sache, wenn sie jemand, der im lesen von Personen ähnlich gut zu sein scheint sie sie, in einem solchen schwachen und verwundetet Moment an sich heranlässt, aber ich denke wie erwähnt, dass da noch mehr dahinter steckt bzw dass dies Momente in Zukunft noch sehr wichtig entscheidend werden.
      Viel möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht sagen, da sich das meiste ohnehin im Laufe des Arcs ergeben und stückweise aufgelöst wird. Mit Remington geht es z.B. schon im neuen Kapitel weiter und seine Rolle weiter spezifizieren.

      qoii schrieb:

      Immerhin schafft es Remington, im Zusammenspiel mit dieser Situation bzw. ihren Verletzungen, eine Erinnerung in ihr zu Wecken. Anscheinend hatte sie als Kind unter ihrer Mutter (wahrscheinlich Stiefmutter^^) gelitten und ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, dieser allerdings war aufgrund seiner Arbeit leider viel zu wenig für die da, auch um sie vor ihrer Mutter in Schutz zu nehmen. Allerdings sehe ich Carla in dieser Erinnerung nicht als >eine Geschöpf der Nacht< um Remington zu Zitieren. Entweder hat ihr Vater Carla sehr viel Licht gebracht oder es wurde erst nach dieser Erinnerungen wirklich Nacht für sie.
      Stimmt. In dieser Rückblende war Carla ein sehr aufgewecktes, aber noch kein düsteres oder schwermütiges Kind. Wie Carla zu der finsteren Manipulatorin der Gegenwart wurde, werdet ihr schrittweise erfahren und hoffentlich auch nachvollziehen können. Ich für meinen Teil freue mich schon sehr, da Carlas Geschichte eine meiner liebsten ist.^^

      qoii schrieb:

      Zu guter Letzt, erfahren wir auch ein wenig zu Remingtions Hintergrund, auch wenn ich mich noch immer Frage, warum gerade er von seiner Organisation/Gruppierung als Vertretet bestimmt wurde. Zwar erfahren wir hier, dass er anscheinend sehr gut Menschen einschätzen und durchschauen kann, aber ich denke da wird es noch etwas mehr geben. Auch interessant, dass er nicht von Anfang an Blind war, sondern sein Augenlicht erst später vollständig verloren hat.
      Gute Frage, die ein wenig schon im neuen Kapitel beantwortet wird. Lass dich überraschen. :D
      Vexor


      Vexor schrieb:

      Vorweg: Ein gutes Kapitel, welches wohl weniger durch offene-aktive Handlung geglänzt hat, aber umso mehr auf der Ebene der Charakterdarstellung. Zumindest bin ich gut nach der kleinen Pause für mich reingekommen, was ich immer als positiv erachte, also an dieser Stelle mal ein paar Lorbeeren für dich. Pflanze sie irgendwo ein und seh ihnen beim verrotten zu.
      Wollen wir mal sehen, ob es in diesem Kapitel auch so gut läuft. Leider kann ich nicht nach jeder größeren Durststrecke ein Reinkomm-Kapitel schreiben, sonst geht es ja nie wieder voran. Also...hoffen wir auf das Beste. xD

      Vexor schrieb:

      Zudem habe ich im Gefühl, dass dir die Szenen mit Ulysses Spaß machen - also im Rahmen unserer ausgeprägten Demotivation beim Schreiben -, aber zumindest lesen sie sich für mich lockerer, ungestümer, witziger und eingängiger. Kann natürlich auch mit meiner eigenen Vorliebe für den Charakter zu tun haben, aber ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass Ulysses mir Spaß macht.
      Auch die Kombination aus ihm und Bentley war in diesem Arc durchaus zu spüren und ich finde, dass du hier diese Freundschaft und Gelassenheit zwischen zwei alten Freunden, die sich in der einen Hand zu prosten, sich mit der anderen Hand verprügeln, um am Ende Arm im Arm über alte Verflossene zu reden, sehr gut inszeniert hast.
      Sie machen mir Spaß, weil sich Ulysses so anders schreibt als Machiavelli, Carla, Harley etc. Daraus ergibt sich eine nette Abwechslung, die hoffentlich lange interessant bleibt. Ich beginne ja allmählich damit, simultan zu Carla auch Ulysses stärker zu beleuchten und bin zuversichtlich, beide Charaktere in ein richtiges Licht zu rücken - auch, weil beide so vollkommen unterschiedlich sind.

      Vexor schrieb:

      Sundermare als fountischer Speichellecker und Vertreter der Stock-im-Arsch-Fraktion muss da als Kollateralschaden einfach untergehen, aber die Interaktion zwischen den dreien hat mir gut gefallen. Hat mich irgendwie an einen Tarantinofilm erinnert...generell muss ich sagen, dass ich mit Ulysses und seine Leute wunderbar in einem Tarantinostreifen vorstellen könnte. Zumindest bekomme ich derartige vibes.
      Uh, das ist cool. Danke für das Kompliment. :D
      Die Dialoge sind auch wirklich ein Vergnügen zu schreiben, besonders Ulysses Gossenschnauze gibt so viele Möglichkeiten, die einen wunderbaren Kontrast zu Figuren wie Bentley oder eben Sundermare bilden.

      Vexor schrieb:

      Die Frage, die sich mir am Rande gestellt hat, ist natürlich, warum Ulysses einen Krieg gegen der/die/das Carnen verhindern möchte. Außer, dass in Mittelerde ein Fluss so heißt, hab ich zu Carnen nichts wirklich relevantes entdecken können. Handelt es sich hierbei vielleicht um ein Volk, das auf lairischen Gebiet liegt oder eine andere Beziehung/Wert für Ulysses besitzt? Zumindest fehlen uns ja - außer mein Gedächtnis hat sich während meiner Lernphase ein wenig verabschiedet, was durchaus möglich und hoffentlich verzeihbar wäre - auch noch die wirklichen Hintergründe und Motive für Ulysses Auftritt auf fountischen Boden.
      Hier warte ich einfach mal, Wird sich sicherlich aufklären, spätestens in einem zukünftigen Kapitel.
      Über die Carnen (Volk) haben wir uns ja schon verständigt gehabt, zum Rest sage ich: Abwarten. *Rauchbombe*

      Vexor schrieb:

      Ansonsten bekommen wir noch die Post-Waterloo-Carla: Gebrochen und doch noch gefährlich. Hier hatte ich ein bisschen größere Probleme in die Handlung zu kommen. Also nicht wegen des Inhalts, aber die Interaktion zwischen Remington und Carla sowie ihr Flashback konnten jetzt nicht so eine starke Sogkraft auswirken wie zuvor noch Ulysses.
      Liegt vielleicht auch darin, dass mir gerade der Flashback gerade noch keinen Mehrwert gebracht hat aus meiner Perspektive. Der Ausflug in Carlas Vergangenheit und die Erkenntnis, dass sie nicht schon immer ein durchtriebenes Miststück war, sondern eigentlich ein liebes, intelligentes Kind nehm ich als Carla-Fan zwar gerne, aber mir fehlte noch ein wenig die Relevanz des Ganzen, wenn du verstehst? Zu diesem Zeitpunkt speicher ich es mal als Mosaikstück der pechschwarzen Abbildung einer interessanten Figur ab.
      Verstehe ich gut, aber der Flashback ist nur der Auftakt einer Reihe von Momenten, die Carlas Werdegang vom quirligen Mädchen zur gerissenen Schwarzen Witwe skizzieren werden. Für den Augenblick reicht dieser erste Eindruck ihrer Vergangenheit vollkommen aus, um ihre Kindheit begreifen zu können. Details folgen natürlich. Bald. Eventuell. Naja. xD

      Vexor schrieb:

      Die Interaktion mit Lorca und vor allem dann Remington war auf jeden Fall sehr interessant, auch wenn ich hier eher auf die Nachwirkungen dieses Treffens gespannt bin. Inwiefern Remington hier von Carla wirklich übertölpelt und um den Finger gewickelt wurde oder er doch sein eigenes Spiel treibt und die schwarze Witwe täuscht? Ich weiß es nicht. Ich werde aus dem Blinden nach wie vor nicht hundertprozentig schlau, aber ich fands auf jeden Fall gut gemacht und inszeniert.
      Hier werden auch die Nachwehen in zukünftigen Kapiteln entscheiden, was ich von der Szenerie zu halten haben.
      Warte das Kapitel ab, mal sehen, ob du Remington danach besser durchblicken kannst. Mit dem Charakter habe ich in diesem Arc durchaus viel vor, sodass mich seine Entwicklung in eurer Wahrnehmung sehr interessiert.^^

      Vexor schrieb:

      Zwei ruhigere Kapitel mit einem guten Innenblick auf die zwei großen Antagonisten dieses Arcs. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen und mich so auch wieder leichter in die Story geholt, als wenn es gleich mit mehreren bedeutsamen Handlungssträngen rund um die Kopfgeldjäger weitergegangen wäre.
      Wie gesagt: Hoffentlich kann ich euch auch mit diesem Kapitel abholen. Die Pause war ja nun noch einmal länger als zuvor. Aber...wem erzähle ich das. xD


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    • Kapitel 135 - Der schlimmste Tag seit gestern

      So. Ist auch schon längst überflüssig hier was zu schreiben. Erwarte aber keine Wunder, denn neben einer Blockade beim Schreiben weiß ich nicht so wirklich, was ich zu dem Kapitel schreiben soll, aber eins nach dem anderen.

      Die großen zwei Protagonisten des Kapitels sind Luca und Ulysses. Beides stimmte mich schon einmal positiv, denn von erster haben wir ja schon länger nichts mehr gehört und zweiterer ist ohnehin in letzter Zeit ein wahrer Genuss beim Schreiben. Also zumindest habe ich das Gefühl, dass dir Ulysses Spaß macht und das merkt man auch beim Lesen.

      Der Teil mit Luca ist eigentlich recht ereignislos, zumindest für sich betrachtet. Ich muss zugeben, dass ich schon wieder ein wenig vergessen hatte, was jetzt eigentlich der letzte Stand bei unserer feurigen Blondine war, aber dann ist es mir auch wieder eingefallen.
      Was ich allerdings von ihrem Gast/Wärter halten soll, weiß ich nicht. Also ich kann nicht einschätzen, ob er einfach nur freundlich ist, nen Auftrag verfolgt oder sogar eine eigene Agenda erfolgt. Gerade wäre alles für mich denkbar, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du ihn nicht ganz ohne Grund so prominent gestaltet hast. Natürlich war ne längere Szene zu Luca schon überflüssig und in Gefangenschaft lässt sich nicht so viel inszenieren, vor allem da sich die Paarung mit Carla/Lorca in allzu häufiger Wiederholung abnutzen würde, aber seine Art und Weise wie du ihn darstellst, deutet für mich auf eine größere Rolle hin. Ob die nur auf den Arc und Lucas Flucht beschränkt ist, oder sich in den größeren Kontext deiner Organisationen einordnet, weiß ich nicht. Am Ende liege ich sowieso falsch, weswegen ich mal lieber aufhöre, bevor es peinlich wird.
      Auf jeden Fall war es mal wieder schön, etwas von Luca zu hören. Ich hoffe, dass sie auch endlich bald frei ist. Die Gefangenschaft steht ihr nicht :D

      Springen wir währenddessen noch zum Anfang und der sehr unterhaltsamen Szene zwischen Aphrodite und Remington. Du warst ja dabei, als ich die Szene nochmal gelesen habe, also hier war der Humor on point, was ich nicht unangesprochen lassen wollte. Generell an dieser Stelle nochmal ein gewaltiges Lob für deine Dialoge. Sie sind eigentlich immer interessanter, flüssig, spitzfindig und wissen zu unterhalten. Mittlerweile in meinen Augen deine absolut größte Stärke!
      Zu Aphrodite weiß ich gerade nicht mehr mehr zu sagen. Eine kurze Recherche ergab zumindest, dass ihr Name bisher noch nicht viel. Wegen ihres Nachnamens musste ich zunächst an Skarabäus denken, ihr Nachname ist aber auch eine Stadt in England. Vielleicht hat es am Ende auch gar keine Bewandtnis.
      Wenn mein Langzeitgedächtnis mich jetzt nicht ganz in Stich lässt, ist Remington ja ein Untergebener der CP-0-Einheiten, nicht wahr? Zumindest ist Aphrodite seine Vorgesetzte.

      Dann kommen wir noch zu Ulysses, dessen Abschnitte eine sehr interessante Mischung aus kleinen Informationshäppchen und Charakterstudie ist. Interessant war für mich die Zusammenarbeit mit der Oktave. Ich weiß zwar nicht, ob das so schon explizit erwähnt wurde, aber die Bestätigung kam für mich zumindest als neu und relevant vor. Ebenso, dass Ulysses eine Art "Schutzbedürfnis" gegenüber Krill und Co. hat. Ein weiteres Indiz für die komplizierte Beziehung zu O'Maras Truppe, auch wenn für mich bisher nie so ersichtlich war, wie Ulysses selbst zu O'Maras neuen Freunden steht. Auf jeden Fall ein interessantes Detail für die weitere Handlung. Da ergibt sich für mich nämlich gleich die Frage, wie Ulysses reagieren würde, sobald er von Lucas Gefangenschaft erfährt. Die "Beziehung" zu Carla steht ja eh schon auf sehr wackeligen Beinen und könnte dadurch durchaus umstürzen.
      Natürlich auch befeuert durch Ètains "Tod". Ich setze das mal bewusst in Anführungszeichen, weil ich noch nicht sicher bin, wie weit du da gehst. Ihr Tod - vermutlich durch Fremdeinwirkung bzw. ja durch Carlas Truppe indirekt provoziert - ist für mich noch nicht so in Stein gemeißelt, was aber auch meine allgemeine odaeske Paranoia ist. Es wäre auf jeden Fall tragend und ein gutes Ende für eine gute Figur, dessen Geschichte aber vielleicht auch zu Ende erzählt war.
      Ulysses Reaktion darauf war auf jeden Fall sehr rührend, auch wenn ich diese "Liebe" noch nicht deuten kann. Ich glaube jetzt weniger auf eine romantische Beziehungsliebe, sondern eine familiäre Liebe, die Ulysses zu all seinen Untertanten zu pflegen scheint. (Siehe ja auch die Beziehung zu O'Mara). Hat mir auf jeden Fall sehr zugesagt.

      Zu Umanagh weiß ich gerade nicht, was ich schreiben soll. Ich erinnere mich an den Namen, aber irgendwie fällt mir nichts wirklich mehr ein. Vielleicht haben die anderen ja noch was dazu zu sagen.

      So ein ziemlich zusammengestocherter Kommentar zu einem insgesamt guten Kapitel!

      - V.
    • Kapitel 135 - Der schlimmste Tag seit gestern

      Fast zwei Monate bis zu einer Antwort, die letztendlich vor allem von der Ankündigung eines neuen Kapitels getriggert wurde, ist mehr als nur schlecht. Allerdings ist die allgemeine Inaktivität im FF Bereich für mich einfach total demotivierend, es gibt einfach nicht die kleinste Art von Zeitdruck endlich mit dem Kommentar zu beginnen. Weiterhin merke ich auch, dass so langsam die einen oder anderen Gegebenheiten und Geschehnisse immer mehr >verschüttgehen<, aber das wird die Autoren auch sicher etwas freuen, wenn ich nicht mehr ganz so treffsicher bin.^^ Also mal schauen was ich noch zusammen bekommen.

      Zuerst gibt es ein wunderbares Gespräch zwischen Remington und seiner Vorgesetzten Aphrodite Scarboro. Dabei erfahren wir leider immer noch nicht wirklich mehr über ihre Organisation Almanag, außer dass diese sich anscheinend als Geldgeber an Carlas Syndikat beteiligt hat und eventuell auch für die richtigen Kontakte sorgte. Allerdings hat mich ihr Vornahme Aphrodite, als Sagenkenner schon aufhorchen lassen, besonders da wir mit Dionisia noch eine weitere Gestalt in diesem Arc haben, welche aus dem gleichen Sagenkreis beeinflusst wurde. Allerdings scheint es derzeit nicht so zu sein als würde Almanga speziell im Bereich der „Liebe“ aktiv sein. Dafür passt Aphrodites verhalten bzw. die Art wie sie mit Remington spricht bzw. ihre Andeutungen ziemlich gut zu diesem Namen. Remington scheint hingegen nicht nur in die „Fallen“ zu tappen, die ihm Aphrodite in diesem Teleschnecknat stellt, sondern ist auch ganz tief in der Venusfliegenfalle Carla gelandet.

      Derweil ist Ulysses wieder in der Stadt unterwegs und auch wenn ich die Orte nicht mehr richtig Sortiert bekomme, müsste er derzeit in einem der Gettos unterwegs sein, sowie ich einige Äußerungen deute könnte es ein larisches sein. Viel interessanter ist da die Information, dass er mit Oktave zusammenarbeitet bzw eigentlich sind sie nur Geschäftspartner. Sich darauf berufend fordern diese derzeit allerdings die Auslieferung von Krill, welcher derzeit als Freund von O‘Mara unter Ulysses Schutz steht. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube dies ist das erste mal wo wir wirklich offiziell erfahren, dass Ulyssesdie KGJ in der gesamten Unterwelt unter seinen Schutz gestellt hat und nicht nur innerhalb seiner erweiterten Familie nebst Untergebenen. Zusätzlich sind natürlich auch Ulysses andeutung interessant, dass die Oktave bisher nie gegen die KGJ vorgegangen ist, da sie Angst vor diesen haben, ich meine eine ganze Unterweltorganisation gegen vier KGJ. Aber nun da einer ihrer Geschäftspartner offiziell seine Hand über Krill hält, sehen sie eine gute Chance ohne eigene Verluste, im nahmen ihrer bisherigen guten Beziehungen mit Ulysses, an Krill heranzukommen. Blöd nur das Ulysses dies anders sieht und sich bisher nie von anderen Standpunkten hat beeinflussen lassen. Eher im Gegenteil, er sorgt dafür, dass es den anderen Standpunkt nicht mehr gibt.
      Weiterhin wird auch angedeutet, dass er sein Netzwerk nicht völlig von Null aufgebaut hat, denn sofern ich mich recht entsinne, war Laura die Wirtin in dem Pup wo Ulyssesund Moria erstmals aufeinander trafen. In diesem Pub sind wir auch auf die bisher jüngste Version von Étaín getroffen, welche du anscheinend jetzt aus dem spiel genommen hast,man betone anscheinend. Wahrscheinlich hat sie doch selbst den Lotusstaub erwischt und nicht O‘Mara. Ulysses bricht über den Verlust eines seiner engeren Familienmitglieder völlig zusammen, um so stärker wird aber sein Zorn lodern, wenn er herausfindet, wer letztendlich dafür verantwortlich ist. Wie ich persönlich zu Étaín vermeintlichem Ende stehe vermag ich noch nicht ganz zu sagen, da ich doch noch etwas mehr Interaktion und Hintergründe zwischen ihr und O‘Mara erwartet habe. Ohne diese (noch offene) mögliche Verbindung im Hintergrund, wäre es aber ein zufriedenstellendes Ende für einen guten Charakter.

      Als letztes bleibt dann noch Luca, zu der ich aber am wenigsten zu sagen habe. Dies liegt aber vor allem daran, dass ich mich gerade nicht mehr wirklich erinnere, was so als letztes bei ihre passiert ist und wie sie genau mit ihrem Dienerwächter in Verbindung steht bzw wer dieser überhaupt ist. Dafür gefällt mir ihre Unterhaltung wieder sehr gut und zeigt, dass sich Luca eigentlich von nichts dauerhaft unterkriegen lässt bzw. es immer wieder schafft ihre sichere Fassade aufzubauen.

      Damit möchte ich meinen Kommentar auch schon wieder beenden. Das Kapitel hat mir wieder sehr gut gefallen und ich hoffe mal der nächste Kommentar deinen Kapitel auch wieder etwas angemessener werden. :)
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    • Ist das Kapitel doch noch vor meiner Prüfungsphase fertig geworden. Wunderbar. Es trägt den Titel "Tête de nègre" und kann an alter Stelle gelesen werden. Leser von Vexors FF "Horizon" dürften dieses Mal auch voll auf ihre Kosten kommen.^^

      Vexor


      Vexor schrieb:

      Die großen zwei Protagonisten des Kapitels sind Luca und Ulysses. Beides stimmte mich schon einmal positiv, denn von erster haben wir ja schon länger nichts mehr gehört und zweiterer ist ohnehin in letzter Zeit ein wahrer Genuss beim Schreiben. Also zumindest habe ich das Gefühl, dass dir Ulysses Spaß macht und das merkt man auch beim Lesen.
      Denke auch, dass das gepasst hat. Der Fortschritt war zwar gering, aber mir waren beide Darstellungen noch einmal wichtig und zumindest auf Ulysses' Seite hat sich ja auch etwas getan.

      Vexor schrieb:

      Der Teil mit Luca ist eigentlich recht ereignislos, zumindest für sich betrachtet. Ich muss zugeben, dass ich schon wieder ein wenig vergessen hatte, was jetzt eigentlich der letzte Stand bei unserer feurigen Blondine war, aber dann ist es mir auch wieder eingefallen.
      Was ich allerdings von ihrem Gast/Wärter halten soll, weiß ich nicht. Also ich kann nicht einschätzen, ob er einfach nur freundlich ist, nen Auftrag verfolgt oder sogar eine eigene Agenda erfolgt. Gerade wäre alles für mich denkbar, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du ihn nicht ganz ohne Grund so prominent gestaltet hast. Natürlich war ne längere Szene zu Luca schon überflüssig und in Gefangenschaft lässt sich nicht so viel inszenieren, vor allem da sich die Paarung mit Carla/Lorca in allzu häufiger Wiederholung abnutzen würde, aber seine Art und Weise wie du ihn darstellst, deutet für mich auf eine größere Rolle hin. Ob die nur auf den Arc und Lucas Flucht beschränkt ist, oder sich in den größeren Kontext deiner Organisationen einordnet, weiß ich nicht. Am Ende liege ich sowieso falsch, weswegen ich mal lieber aufhöre, bevor es peinlich wird.
      Auf jeden Fall war es mal wieder schön, etwas von Luca zu hören. Ich hoffe, dass sie auch endlich bald frei ist. Die Gefangenschaft steht ihr nicht :D
      Ja, ereignislos schon. Er diente, wie du sagtest, der Aktualisierung ihrer Situation und sollte das weitere Schicksal der Blonden noch einmal beleuchten. Ihr Wächter wird eine wichtigere Rolle einnehmen und war entsprechend nicht grundlos so präsent in diesem Kapitel. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle dazu aber auch gar nicht sagen. Insgesamt hast du aber Recht: Der Wärter soll auch etwas Varianz in Lucas Plot bringen, damit sie nicht immer nur mit Carla reden muss. Lorca würde Luca bei deren Mundwerk wohl gleich abschlachten. xD

      Vexor schrieb:

      Springen wir währenddessen noch zum Anfang und der sehr unterhaltsamen Szene zwischen Aphrodite und Remington. Du warst ja dabei, als ich die Szene nochmal gelesen habe, also hier war der Humor on point, was ich nicht unangesprochen lassen wollte. Generell an dieser Stelle nochmal ein gewaltiges Lob für deine Dialoge. Sie sind eigentlich immer interessanter, flüssig, spitzfindig und wissen zu unterhalten. Mittlerweile in meinen Augen deine absolut größte Stärke!
      Das freut mich. An dieser Stelle wollte ich gleichzeitig einen gelungenen Einstieg für Scarboro schaffen und Remington ein wenig mehr in den Fokus rücken. Ich hoffe, der Charakter gefällt dir nach deiner anfänglichen Gleichgültigkeit ihm gegenüber schon etwas besser? Zumindest war das meine Intention dahinter.^^

      Vexor schrieb:

      Zu Aphrodite weiß ich gerade nicht mehr mehr zu sagen. Eine kurze Recherche ergab zumindest, dass ihr Name bisher noch nicht viel. Wegen ihres Nachnamens musste ich zunächst an Skarabäus denken, ihr Nachname ist aber auch eine Stadt in England. Vielleicht hat es am Ende auch gar keine Bewandtnis.
      Wenn mein Langzeitgedächtnis mich jetzt nicht ganz in Stich lässt, ist Remington ja ein Untergebener der CP-0-Einheiten, nicht wahr? Zumindest ist Aphrodite seine Vorgesetzte.
      Irgendwie verlegst du jede Figur, die du nicht mehr zuordnen kannst, zu den CP0-Einheiten, kann das sein? xD
      Remington gehört zu Almanag, der mysteriösen Vereinigung, über die bisher noch nicht mehr bekannt ist, als dass sie ein Teil von Carlas Geldgebern bzw. Investoren ist. Scarboros Rolle als Remingtons Vorgesetzte sollte damit klarer sein. Aber keine Sorge, das Thema Almanag wird in diesem Arc zumindest rein informativ aufgeklärt.

      Vexor schrieb:

      Dann kommen wir noch zu Ulysses, dessen Abschnitte eine sehr interessante Mischung aus kleinen Informationshäppchen und Charakterstudie ist. Interessant war für mich die Zusammenarbeit mit der Oktave. Ich weiß zwar nicht, ob das so schon explizit erwähnt wurde, aber die Bestätigung kam für mich zumindest als neu und relevant vor. Ebenso, dass Ulysses eine Art "Schutzbedürfnis" gegenüber Krill und Co. hat. Ein weiteres Indiz für die komplizierte Beziehung zu O'Maras Truppe, auch wenn für mich bisher nie so ersichtlich war, wie Ulysses selbst zu O'Maras neuen Freunden steht. Auf jeden Fall ein interessantes Detail für die weitere Handlung. Da ergibt sich für mich nämlich gleich die Frage, wie Ulysses reagieren würde, sobald er von Lucas Gefangenschaft erfährt. Die "Beziehung" zu Carla steht ja eh schon auf sehr wackeligen Beinen und könnte dadurch durchaus umstürzen.
      Tatsächlich ist die Zusammenarbeit mit der Oktave neu. Interessant ist dabei, dass Rhys Mallory im letzten Arc von der Oktave angeheuert wurde, um Krill zu verschleppen. Die Zusammenarbeit zwischen Ulysses und der Oktave wackelt also längst, was Ulysses entsprechend kommentiert.
      Das Schutzbedürfnis, wie du es nennst, ist beinahe eine schützende Hand. Ulysses hat den Kopfgeldjägern quasi diplomatische Immunität in der Unterwelt verliehen. Wie er zu Lucas Gefangennahme steht, sofern er darüber Bescheid weiß...wird sich zeigen.^^

      Vexor schrieb:

      Natürlich auch befeuert durch Ètains "Tod". Ich setze das mal bewusst in Anführungszeichen, weil ich noch nicht sicher bin, wie weit du da gehst. Ihr Tod - vermutlich durch Fremdeinwirkung bzw. ja durch Carlas Truppe indirekt provoziert - ist für mich noch nicht so in Stein gemeißelt, was aber auch meine allgemeine odaeske Paranoia ist. Es wäre auf jeden Fall tragend und ein gutes Ende für eine gute Figur, dessen Geschichte aber vielleicht auch zu Ende erzählt war.
      Ich verweise auf das neue Kapitel. Dir sei aber versichert, dass meine Entscheidung diesbezüglich absolut durchdacht ist.

      Vexor schrieb:

      Ulysses Reaktion darauf war auf jeden Fall sehr rührend, auch wenn ich diese "Liebe" noch nicht deuten kann. Ich glaube jetzt weniger auf eine romantische Beziehungsliebe, sondern eine familiäre Liebe, die Ulysses zu all seinen Untertanten zu pflegen scheint. (Siehe ja auch die Beziehung zu O'Mara). Hat mir auf jeden Fall sehr zugesagt.
      Ja, Liebe ist vieles. Bei Ulysses sowieso, was deutlich wird, sobald irgendwann mal seine Vergangenheit enthüllt wird. Erstmal also nicht zu wörtlich nehmen. Finde es schon einmal gut, dass du die Szene als rührend empfunden hast. Das wollte ich nämlich erreichen.^^

      Vexor schrieb:

      Zu Umanagh weiß ich gerade nicht, was ich schreiben soll. Ich erinnere mich an den Namen, aber irgendwie fällt mir nichts wirklich mehr ein. Vielleicht haben die anderen ja noch was dazu zu sagen.
      Kein Problem. Umanagh hat im dritten Arc kurz per Teleschnecke mit Mulligan gesprochen, dabei ging es um Ulysses' schlechten Gesundheitszustand und Mulligans Unzuverlässigkeit. Nichts weltbewegendes. Habe nur zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen und Ulysses' überbordende bildliche Vorstellungskraft ausgenutzt, um Umanagh gleich mal optisch vorzustellen.^^
      qoii


      qoii schrieb:

      Zuerst gibt es ein wunderbares Gespräch zwischen Remington und seiner Vorgesetzten Aphrodite Scarboro. Dabei erfahren wir leider immer noch nicht wirklich mehr über ihre Organisation Almanag, außer dass diese sich anscheinend als Geldgeber an Carlas Syndikat beteiligt hat und eventuell auch für die richtigen Kontakte sorgte.
      Richtig. Aber keine Sorge, zu Almanag wird es in diesem Arc noch genügend geben. Versprochen.^^

      qoii schrieb:

      Allerdings hat mich ihr Vornahme Aphrodite, als Sagenkenner schon aufhorchen lassen, besonders da wir mit Dionisia noch eine weitere Gestalt in diesem Arc haben, welche aus dem gleichen Sagenkreis beeinflusst wurde. Allerdings scheint es derzeit nicht so zu sein als würde Almanga speziell im Bereich der „Liebe“ aktiv sein. Dafür passt Aphrodites verhalten bzw. die Art wie sie mit Remington spricht bzw. ihre Andeutungen ziemlich gut zu diesem Namen. Remington scheint hingegen nicht nur in die „Fallen“ zu tappen, die ihm Aphrodite in diesem Teleschnecknat stellt, sondern ist auch ganz tief in der Venusfliegenfalle Carla gelandet.
      Ach, es tut mir so leid. xD
      Der Name trägt keine Hintergedanken. Ich mochte den Klang (englische Aussprache von Aphrodite) und die Optik. Das war es. Aber trotzdem schöne Gedanken.

      qoii schrieb:

      Derweil ist Ulysses wieder in der Stadt unterwegs und auch wenn ich die Orte nicht mehr richtig Sortiert bekomme, müsste er derzeit in einem der Gettos unterwegs sein, sowie ich einige Äußerungen deute könnte es ein larisches sein.
      Wird im Kapitel sogar als Lairisches Viertel benannt.^^

      Aber um mal eine kurze Übersicht zu geben: Nickleby besteht aus vier großen Stadtteilen Anne-The-Splendid (Nobelbezirk), Cattle's Corridor (Elendsbezirk), dem Jaggers (Arbeiterbezirk) und Union Black (Fabrikbezirk). In Anne-The-Splendid liegt das Harker-Anwesen von Carla und ihr neu erworbener Herrenclub "Sindicat" sowie Hearsts Zweitbehausung, in welche er auch Ulysses einlud. In Cattle's Corridor befindet sich das Bordell, die Leichenhallen von Dr. Shades und das lairische Viertel Mac Bronach, in welchem Ulysses seine Wohnung hat. Im Jaggers fand Mercedes im Viertel Trifles die Wohnung der De Lucas, die in die Luft geflogen ist und O'Mara traf in einer verlassenen Lagerhalle auf Etain, als er Ulysses gesucht hat. Union Black im Norden besteht praktisch nur aus Fabriken, Maschinen und Schlöten. Hier wird Luca derzeit festgehalten.

      Hoffe, das hilft. Vielleicht mache ich bei Gelegenheit mal einen miserabel gezeichneten Stadtplan. :D

      qoii schrieb:

      Viel interessanter ist da die Information, dass er mit Oktave zusammenarbeitet bzw eigentlich sind sie nur Geschäftspartner. Sich darauf berufend fordern diese derzeit allerdings die Auslieferung von Krill, welcher derzeit als Freund von O‘Mara unter Ulysses Schutz steht. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube dies ist das erste mal wo wir wirklich offiziell erfahren, dass Ulyssesdie KGJ in der gesamten Unterwelt unter seinen Schutz gestellt hat und nicht nur innerhalb seiner erweiterten Familie nebst Untergebenen. Zusätzlich sind natürlich auch Ulysses andeutung interessant, dass die Oktave bisher nie gegen die KGJ vorgegangen ist, da sie Angst vor diesen haben, ich meine eine ganze Unterweltorganisation gegen vier KGJ.
      Dass Callaghan und Co. keine einfachen Kopfgeldjäger sind, wurde ja nun schon mehrfach angedeutet. ;)
      Aber ja, Ulysses hat die Kopfgeldjäger allesamt unter seinen Schutz gestellt und nimmt dafür auch Konflikte mit seinen alten Partnern in Kauf. Zur Oktave selbst halte ich mich mal noch zurück, das Thema kommt nämlich noch auf.

      qoii schrieb:

      Aber nun da einer ihrer Geschäftspartner offiziell seine Hand über Krill hält, sehen sie eine gute Chance ohne eigene Verluste, im nahmen ihrer bisherigen guten Beziehungen mit Ulysses, an Krill heranzukommen. Blöd nur das Ulysses dies anders sieht und sich bisher nie von anderen Standpunkten hat beeinflussen lassen. Eher im Gegenteil, er sorgt dafür, dass es den anderen Standpunkt nicht mehr gibt.
      Das hast du schön gesagt. Der letzte Satz fasst Ulysses' Stil hervorragend zusammen. xD

      qoii schrieb:

      Weiterhin wird auch angedeutet, dass er sein Netzwerk nicht völlig von Null aufgebaut hat, denn sofern ich mich recht entsinne, war Laura die Wirtin in dem Pup wo Ulyssesund Moria erstmals aufeinander trafen. In diesem Pub sind wir auch auf die bisher jüngste Version von Étaín getroffen, welche du anscheinend jetzt aus dem spiel genommen hast,man betone anscheinend.
      Korrekt. Ulysses Macht fußt auf Lauras Erbe, auch wenn sich Ulysses nicht als ihr Nachfolger sieht. Das erklärt vielleicht auch, wieso Ulysses trotz seines vergleichsweise jungen Alters bereits ein so gewaltiges Unterweltimperium regiert, während BM dafür ihr ganzes Leben brauchte.

      qoii schrieb:

      Wahrscheinlich hat sie doch selbst den Lotusstaub erwischt und nicht O‘Mara. Ulysses bricht über den Verlust eines seiner engeren Familienmitglieder völlig zusammen, um so stärker wird aber sein Zorn lodern, wenn er herausfindet, wer letztendlich dafür verantwortlich ist. Wie ich persönlich zu Étaín vermeintlichem Ende stehe vermag ich noch nicht ganz zu sagen, da ich doch noch etwas mehr Interaktion und Hintergründe zwischen ihr und O‘Mara erwartet habe. Ohne diese (noch offene) mögliche Verbindung im Hintergrund, wäre es aber ein zufriedenstellendes Ende für einen guten Charakter.
      Ich halte mich zurück. Das neue Kapitel bietet Antworten und ich verspreche, dass meine Entscheidung ihre Gründe hat.^^

      qoii schrieb:

      Als letztes bleibt dann noch Luca, zu der ich aber am wenigsten zu sagen habe. Dies liegt aber vor allem daran, dass ich mich gerade nicht mehr wirklich erinnere, was so als letztes bei ihre passiert ist und wie sie genau mit ihrem Dienerwächter in Verbindung steht bzw wer dieser überhaupt ist. Dafür gefällt mir ihre Unterhaltung wieder sehr gut und zeigt, dass sich Luca eigentlich von nichts dauerhaft unterkriegen lässt bzw. es immer wieder schafft ihre sichere Fassade aufzubauen.
      Zuletzt wurde Luca nach ihrem Fluchtversuch festgesetzt und Carla hat beschlossen, härtere Maßnahmen zu ergreifen. Diese sehen wir jetzt: Aus einem bequemem Schlafzimmer im Harker-Awesen wurde Luca nun in einer hochgesicherten Fabrikhalle festgekettet und hat einen persönlichen Wärter an die Seite gestellt bekommen.^^


    • Tête de nègre

      Kommen wir zu diesem ganz besonderen Kapitel.

      Ètain lebt. Gut, ich hab ihren Tod ja eh nicht wirklich für voll genommen, auch wenn es natürlich ein sehr interessanter Schritt gewesen wäre. Ich habe aber vollstes Vertrauen in dich, dass ihr Überleben einen Sinn haben wird, der über einen späteren Sexualakt für Ulysses hinausgeht. Da ich unser vollbusiges Chamäleonweib aber mag, soll das wohl nicht weiter von Belang sein.

      Die andere Szene dreht sich um O'Mara und Mary als Hauptfiguren. Hier bin ich ein wenig ratlos wie ich die düstere Stimmung bei Mary jetzt deuten soll. Vielleicht ist es mir auch aus dem Dialog auch nicht richtig klar geworden, woher ihre Beklommenheit und Angst jetzt wirklich rührt. Carla hat sie ja nicht gerade zu einer Hinrichtung eingeladen. Natürlich wäre ich bei Carla auch immer skeptisch und ein wenig vorsichtig, aber vielleicht habe ich auch einfach ein Detail der zurückliegenden Kapitel verdrängt, die mir die Szene schlüssiger erscheinen lassen.
      Nichtsdestotrotz fand ich auch die "Zurechtweisung" für O'Mara ziemlich gut umgesetzt, ebenso wie dessen Hilf- und Ratlosigkeit.

      Den interessantesten Teil mit den nebulösesten Figuren lieferst du uns natürlich rund um Cassiopeia, Krill und Ondine. Ich mag die Interaktion zwischen den beiden und muss sagen - auch wenn das gar nicht zu deiner FF passen würde - ich könnte mir mittlerweile sogar was zwischen Cassiopeia und Krill vorstellen. Frag mich nicht wieso, aber irgendwie hat sich dieser Eindruck in meinem Kopf eingestellt und ich fand ihn nicht einmal schlecht. Aber auch abseits dieser Idee hast du hier ein ziemlich interessantes und wortgewandtes Zwischenspiel abgeliefert, welches völlig überzeugen konnte.
      Seinen krönenden Abschluss erhielt es natürlich mit einem Cameo-Auftritt von Dädalus. Ich hab dir ja schon damals geschrieben als du die Szene mit mir abgesprochen hast, dass ich von deiner Darstellung mehr als begeistert war; sowohl Dädalus, als auch die ganze Szenerie mit Ondine hast du wirklich großartig umgesetzt. Man war sofort auch in den Bann gezogen und natürlich stellt sich jetzt trotzdem die Frage, was genau sich Cassiopeia und Krill jetzt von Dädalus "Expertise" erhoffen und welches Rätsel sie zu entmystifizieren versuchen? Geht es nur um den Namen und die Funktion von Ondines Teufelskraft oder sogar noch darüber hinaus?

      Damit wäre ich mit meinen Kommentar sogar schon zum Ende gekommen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass dieses Kapitel viel weitergesponnen und noch aufgebaut hat, wozu man nicht viel schreiben kann als es zur Kenntnis zu nehmen. Das Kapitel hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und meine Begeisterung über die Dädalus-Szene habe ich ja bereits zum Ausdruck gebracht.
      In diesem Sinne schreibt man sich wohl spätestens beim nächsten Kapitel hier!

      - V.
    • Kapitel 136: Tête de nègre

      Nachdem ich mich bei Vexor mit einem hoffentlich so verstandenen Augenzwinkern darüber beschwert habe, nicht über den neuen Veröffentlichungstermin Informiert worden zu sein, kann ich den Kommentar bei dir wohl kaum auslassen, sobald du dieser bitte nachkommst. ;)

      Ètain hat also doch ganz knapp Überlebt. Wie Vexor hatte ich sie nach ihrem vermeintlichen Ende im letzten Kapitel zwar nicht völlig abschrieben, aber ich habe auch Esprit nicht vergessen, deren weiteres Auftreten deiner Geschichte und Flint nicht gerade geschadet hätten, zumindest meiner Meinung nach. Aber das ist die Macht des Autors unter der besonders GOT (Romanreihe) Fans zu Hauf gelitten haben dürften^^.

      Mal schauen was du aus… sagen wir mal den verschiedenen Begehren machen wirst oder ob sie überhaupt noch eine Rolle spielen werden. Während Ulysses auf Ètain stand und steht, hatte sie zumindest damals offensichtlich ein Auge auf Briangeworfen. Jetzt würde nur noch die Frage bleiben wie Brian O‘Mara da einzuordnen ist, irgendwie finde ich die Vorstellung gerade ganzwitzig, wenn er das Dreieck komplett machen würde, aber zumindest nach seiner Gedächtnislöschung gilt sein Interesse dem weiblichen Geschlecht.

      Ich mag das Triumviratdes Bordells einfach immer mehr und ich kann sie sie gut verstehen. Da tauchen nach Jahren die KGJ wieder auf und bereiten ihnen nur Probleme und Sorgen. Die eine legt sich mit Carla direkt an und verschwindet dann kurz darauf in eine andere Stadt. Der Wächter und ihre wichtige Falle verschwinden ebenfalls unangemeldet zusammen mit der Person die alleine von ihrer Art nur Probleme verspricht und dann erzählt O‘Mara auch noch was er so alles angerichtet hat, anrichten wollte. Kein Wunder das Mary so langsam der Verzweiflung verfällt, besonders wenn der Hauptfeind in gleichen Moment anruft um die Führungsspitze zu einer großem Mahlzeit einzuladen. Marys Befürchtungen einer Henkersmahlzeit kann ich da durchaus nachvollziehen. Zwar haben wir bis jetzt noch keine Beweise gelesen, dass Carla das Bordell der Kollaboration mit den KGJ verdächtigt, aber wenn sie nur halb so viele Fäden in der Hand hält wie es scheint, könnte sie durchaus davon Erfahren haben. Besonders wenn irgendwie bekannt ist, dass die KGJ schon einmal mit Mary zusammengearbeitet haben.
      Die gesamte Szene war einfach nur klasse umgesetzt, O‘Marars Befürchtungen seiner Strafe auf dem Weg zum Bordell. Die nicht aggressiv bestrafende sondern eher verzweifelte resignierende Reaktion Marys und dann Carlas Anruf, mit der Hilflosigkeit O‘Maras und der man kann fast schon sagen Furcht vom Mary. Mittendrin dann noch Cocky, welche die Situation anscheinend nicht gerade ernst nimmt oder einfach ihren Schuss weg hat, zusammen mit einigen Doppeldeutigkeiten in ihrer Ausdrucksweise, die zumindest ich nicht übersehen konnte.

      Das Zusammenspiel zwischen Krill und Ondine ist einfach nur wieder wunderbar. Diese seltsame Art von Vertrautheit, die sich wohl einfach daraus speist, dass beide schon alleine sehr seltsame und rätselhafte Charaktere sind. Du schaffst es einfach immer ausgezeichnet ihr Zusammenspiel aufzubauen, besonders Momentan in ihrer "Gegnerschaft" Cassiopeia.

      Auch die Universität und ihre Studenten hast du sehr schon beschrieben, eine richtige versnobte englische Universität. Wie viel eigene Erfahrung steckt da mit drinnen? Das mir deine Beschreibung der Bibliothek ausgezeichnet gefallen hat, brauch ich wohl kaum zu sagen und auch meine Sorgen um deren weitere Unversehrtheit dürftest du sicher schon erahnt haben. Ein ganzes Gewölbe bis einschließlich der Decke nur mit Büchern und deren diversen Vorformen gefüllt, einfach nur wunderbar.

      Um so erschreckender ist da der Frevler, welcher diese geheiligten Hallen entweiht. Nicht das er Bücher stehlen würde. Nein! Er stiehlt nur einzelne Seiten die er aus den Büchern entfernt! Dies hätte ich diesem Mann der Wissenschaft niemals zugetraut! Aber wer weiß warm, vielleicht muss er einigne Spuren der Prophezeiung oder seiner eigenen "schädlichen" Forschungsergebnisse verschwinden lassen.
      Nein jetzt mal ernsthafter, du hast Dädalus einfach nur großartig getroffen und sein kleiner Cameo-Auftritt gefällt mir einfach nur sehr gut. Die bekannte (leichte) Überheblichkeit gegenüber anderen, besonders gegenüber Cassiopeia. Die großväterlich charmante Art gegenüber Ondine und sein erstaunen gegenüber der Schau die sie ihm bietet, einfach nur sehr gut getroffen. Mal schauen was Cassiopeia genau von ihm will, irgendwie habe ich das Gefühl es geht nicht ausschließlich um die Bestimmung ihrer Teufelskraft, sonst gäbe es wahrscheinlich nicht diese leicht angedeutete Enttäuschung bei Ondines Reaktion auf die Bibliothek.

      Aber Ondines Namen für Dädalus >Tête de nègre< = Negerkopf, Negerkuss, Schokokuss! Ich weiß nicht, ob da der Googel(übersetzer) in deinem Sinne aktiv geworden ist, aber das ist doch schon etwas… auffällig. Aber wir haben ja auch noch nicht alle ihre Spitznamen für die anderen KGJ, Cassiopeia oder Mary und Co gehört, also mal abwarten wie der Name letztendlich einzuordnen ist. :-D
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
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      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
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    • So, meine Freunde. Meine Prüfungsphase geht allmählich in die Vollen und ich bin gewillt, mich mitten hinein zu stürzen und anschließend in den Urlaub zu entschwinden. In diesem Sinne veröffentliche ich noch hurtig das letzte Kapitel, bevor ich unter meinen Stein krieche und nie mehr gesehen ward. Es trägt den Titel "Die Alraune" und kann an alter Stelle gelesen werden. Viel Spaß wünsche ich. :D

      Vexor


      Vexor schrieb:

      Ètain lebt. Gut, ich hab ihren Tod ja eh nicht wirklich für voll genommen, auch wenn es natürlich ein sehr interessanter Schritt gewesen wäre. Ich habe aber vollstes Vertrauen in dich, dass ihr Überleben einen Sinn haben wird, der über einen späteren Sexualakt für Ulysses hinausgeht. Da ich unser vollbusiges Chamäleonweib aber mag, soll das wohl nicht weiter von Belang sein.
      Ja, es stand irgendwo 50:50 für Etain und ich habe noch genug mit ihr vor, um ihr Leben zu verschonen. Diese Episode wird genau wie ihr Weiteratmen aber noch Auswirkungen und Folgen haben, sodass sich diese Szene relativ bald relativieren dürfte.

      Vexor schrieb:

      Die andere Szene dreht sich um O'Mara und Mary als Hauptfiguren. Hier bin ich ein wenig ratlos wie ich die düstere Stimmung bei Mary jetzt deuten soll. Vielleicht ist es mir auch aus dem Dialog auch nicht richtig klar geworden, woher ihre Beklommenheit und Angst jetzt wirklich rührt. Carla hat sie ja nicht gerade zu einer Hinrichtung eingeladen. Natürlich wäre ich bei Carla auch immer skeptisch und ein wenig vorsichtig, aber vielleicht habe ich auch einfach ein Detail der zurückliegenden Kapitel verdrängt, die mir die Szene schlüssiger erscheinen lassen.
      Wie schon besprochen, vertröste ich dir hier auf später. Marys Geisteszustand ist einerseits an die Punkte gekoppelt, die qoii schon aufgeworfen hat: Die Kopfgeldjäger, welche Carla indirekt überhaupt erst über Nickleby entfesselt haben, sind in alle Winde zerstreut und scheinen aktiv daran zu arbeiten, den verzweifelten Plan der Huren zu boykottieren - sei es aus Gleichgültigkeit, Blödheit oder Rastlosigkeit. Mary sieht ihre Fälle schwimmen - gleichzeitig geht es jedoch auch um mehr, aber dazu wird es noch Szenen geben.

      Vexor schrieb:

      Nichtsdestotrotz fand ich auch die "Zurechtweisung" für O'Mara ziemlich gut umgesetzt, ebenso wie dessen Hilf- und Ratlosigkeit.
      Ja, die war mMn auch nötig. Er selbst war ja absolut nicht davon begeistert über Mercedes' Abgang und Krills Verschwinden hat ihn auf die Palme gebracht. Dennoch ist er losgezogen und hat sich genauso beschissen verhalten. Im Grunde weiß er ja selbst nicht, was er tun soll. Er will nur Luca retten und jede Sekunde dahin ist im Grunde quälendes Warten. Etwas, was ja nicht unbedingt zu O'Mara passt.

      Vexor schrieb:

      Den interessantesten Teil mit den nebulösesten Figuren lieferst du uns natürlich rund um Cassiopeia, Krill und Ondine. Ich mag die Interaktion zwischen den beiden und muss sagen - auch wenn das gar nicht zu deiner FF passen würde - ich könnte mir mittlerweile sogar was zwischen Cassiopeia und Krill vorstellen. Frag mich nicht wieso, aber irgendwie hat sich dieser Eindruck in meinem Kopf eingestellt und ich fand ihn nicht einmal schlecht. Aber auch abseits dieser Idee hast du hier ein ziemlich interessantes und wortgewandtes Zwischenspiel abgeliefert, welches völlig überzeugen konnte.
      Seinen krönenden Abschluss erhielt es natürlich mit einem Cameo-Auftritt von Dädalus. Ich hab dir ja schon damals geschrieben als du die Szene mit mir abgesprochen hast, dass ich von deiner Darstellung mehr als begeistert war; sowohl Dädalus, als auch die ganze Szenerie mit Ondine hast du wirklich großartig umgesetzt. Man war sofort auch in den Bann gezogen und natürlich stellt sich jetzt trotzdem die Frage, was genau sich Cassiopeia und Krill jetzt von Dädalus "Expertise" erhoffen und welches Rätsel sie zu entmystifizieren versuchen? Geht es nur um den Namen und die Funktion von Ondines Teufelskraft oder sogar noch darüber hinaus?
      Das mit Krill und Cassiopeia wird auch naheliegenden Gründen natürlich nicht passieren. Aber es ist lustig, sich über diesen Gedanken zu gruseln. xD

      Froh bin ich natürlich, dass ich Dädalus richtig darstellen konnte. Es hat mir definitiv viel Spaß und ordentlich Mühe bereitet, den Greis entsprechend in Szene zu setzen und bin erleichtert, dass mir das gelungen ist. Worum es bei dieser...Konsultation nun gehen wird, offenbart sich ja schon im neuen Kapitel.^^

      Vexor schrieb:

      Damit wäre ich mit meinen Kommentar sogar schon zum Ende gekommen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass dieses Kapitel viel weitergesponnen und noch aufgebaut hat, wozu man nicht viel schreiben kann als es zur Kenntnis zu nehmen. Das Kapitel hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und meine Begeisterung über die Dädalus-Szene habe ich ja bereits zum Ausdruck gebracht.
      In diesem Sinne schreibt man sich wohl spätestens beim nächsten Kapitel hier!
      Klar, war ein reines Übergangskapitel mit Dädalus als Highlight am Ende. Aber das muss auch mal sein. Denke, mit Carlas Einladung, Dädalus und der überlebenden Etain sind viele Weichen gestellt worden - und am wichtigsten war mir eh gewesen, die Szene mit deiner Figur nicht zu verkacken. xD
      qoii


      qoii schrieb:

      Ètain hat also doch ganz knapp Überlebt. Wie Vexor hatte ich sie nach ihrem vermeintlichen Ende im letzten Kapitel zwar nicht völlig abschrieben, aber ich habe auch Esprit nicht vergessen, deren weiteres Auftreten deiner Geschichte und Flint nicht gerade geschadet hätten, zumindest meiner Meinung nach. Aber das ist die Macht des Autors unter der besonders GOT (Romanreihe) Fans zu Hauf gelitten haben dürften^^.
      Der Schmerz sitzt noch immer tief, was? xD
      Im Gegensatz zur armen Esprit, deren Ende von vornherein feststand, genießt Etain tatsächlich noch Wichtigkeit in meiner weiteren Geschichte und durfte deshalb nicht über den Jordan wandern. Mal schauen, ob das eine gute oder weniger gute Entscheidung war.^^

      qoii schrieb:

      Mal schauen was du aus… sagen wir mal den verschiedenen Begehren machen wirst oder ob sie überhaupt noch eine Rolle spielen werden. Während Ulysses auf Ètain stand und steht, hatte sie zumindest damals offensichtlich ein Auge auf Briangeworfen. Jetzt würde nur noch die Frage bleiben wie Brian O‘Mara da einzuordnen ist, irgendwie finde ich die Vorstellung gerade ganzwitzig, wenn er das Dreieck komplett machen würde, aber zumindest nach seiner Gedächtnislöschung gilt sein Interesse dem weiblichen Geschlecht.
      Das wäre sicherlich skurril und...warten wir mal ab, wie du dieses Beziehungschaos am Ende beurteilen wirst. Ich sagte ja schon, dass die Beziehungen zwischen den Waffenschiebern um Ulysses sehr eng sind und gerade O'Mara und der Bastardkönig da noch einmal eine besondere Ausnahme bilden. Es wird auf jeden Fall interessant, auch wenn ich natürlich nicht zu tief in diese Highschool-Romance-Drama-Schiene fallen werde. Ein bisschen hormonlastig wird es aber schon. :D

      qoii schrieb:

      Ich mag das Triumviratdes Bordells einfach immer mehr und ich kann sie sie gut verstehen. Da tauchen nach Jahren die KGJ wieder auf und bereiten ihnen nur Probleme und Sorgen. Die eine legt sich mit Carla direkt an und verschwindet dann kurz darauf in eine andere Stadt. Der Wächter und ihre wichtige Falle verschwinden ebenfalls unangemeldet zusammen mit der Person die alleine von ihrer Art nur Probleme verspricht und dann erzählt O‘Mara auch noch was er so alles angerichtet hat, anrichten wollte. Kein Wunder das Mary so langsam der Verzweiflung verfällt, besonders wenn der Hauptfeind in gleichen Moment anruft um die Führungsspitze zu einer großem Mahlzeit einzuladen. Marys Befürchtungen einer Henkersmahlzeit kann ich da durchaus nachvollziehen. Zwar haben wir bis jetzt noch keine Beweise gelesen, dass Carla das Bordell der Kollaboration mit den KGJ verdächtigt, aber wenn sie nur halb so viele Fäden in der Hand hält wie es scheint, könnte sie durchaus davon Erfahren haben. Besonders wenn irgendwie bekannt ist, dass die KGJ schon einmal mit Mary zusammengearbeitet haben.
      Sehr gut auf den Punkt gebracht. Mary sieht sich hier mit der Unmöglichkeiten konfrontiert, einen Plan zu verfolgen, von dessen Erfolg die Beteiligung unkontrollierbarer Personen abhängt. Die Kopfgeldjäger vermitteln nicht den Eindruck, verlässliche Partner zu sein und Carla ist niemand, der derartige Fehler verzeiht. Mary steckt in einer sehr engen Klemme, weil es für sie kein Zurück mehr gibt, sie aber eigentlich auch nicht nach vorne will. xD

      qoii schrieb:

      Die gesamte Szene war einfach nur klasse umgesetzt, O‘Marars Befürchtungen seiner Strafe auf dem Weg zum Bordell. Die nicht aggressiv bestrafende sondern eher verzweifelte resignierende Reaktion Marys und dann Carlas Anruf, mit der Hilflosigkeit O‘Maras und der man kann fast schon sagen Furcht vom Mary. Mittendrin dann noch Cocky, welche die Situation anscheinend nicht gerade ernst nimmt oder einfach ihren Schuss weg hat, zusammen mit einigen Doppeldeutigkeiten in ihrer Ausdrucksweise, die zumindest ich nicht übersehen konnte.
      Schön, dass du Cocky erwähnst. Ich mag den Charakter. :D

      qoii schrieb:

      Das Zusammenspiel zwischen Krill und Ondine ist einfach nur wieder wunderbar. Diese seltsame Art von Vertrautheit, die sich wohl einfach daraus speist, dass beide schon alleine sehr seltsame und rätselhafte Charaktere sind. Du schaffst es einfach immer ausgezeichnet ihr Zusammenspiel aufzubauen, besonders Momentan in ihrer "Gegnerschaft" Cassiopeia.
      Ja, die sind auch immer gleichzeitig schwierig und leicht zu schreiben. Man muss sich auf diese unausgesprochene Ebene einlassen, auf der sich die beiden befinden, was nicht immer einfach ist. Bin aber im Moment ganz zufrieden mit dem Ergebnis.^^

      qoii schrieb:

      Auch die Universität und ihre Studenten hast du sehr schon beschrieben, eine richtige versnobte englische Universität. Wie viel eigene Erfahrung steckt da mit drinnen? Das mir deine Beschreibung der Bibliothek ausgezeichnet gefallen hat, brauch ich wohl kaum zu sagen und auch meine Sorgen um deren weitere Unversehrtheit dürftest du sicher schon erahnt haben. Ein ganzes Gewölbe bis einschließlich der Decke nur mit Büchern und deren diversen Vorformen gefüllt, einfach nur wunderbar.
      Erfahrung nicht direkt, aber Stereotype und Klischees helfen natürlich - zumal man leider nicht extra nach England reisen muss, um arrogante Studenten zu treffen.^^

      Ich kann dich beruhigen: Der Bibliothek wird nichts geschehen...oder doch? ;)

      qoii schrieb:

      Um so erschreckender ist da der Frevler, welcher diese geheiligten Hallen entweiht. Nicht das er Bücher stehlen würde. Nein! Er stiehlt nur einzelne Seiten die er aus den Büchern entfernt! Dies hätte ich diesem Mann der Wissenschaft niemals zugetraut! Aber wer weiß warm, vielleicht muss er einigne Spuren der Prophezeiung oder seiner eigenen "schädlichen" Forschungsergebnisse verschwinden lassen.
      Ehrlich gesagt habe ich Dädalus eher als Mann des Wissens und nicht der Wissenschaft eingeschätzt. Bei ihm heiligt der Zweck wohl die Mittel und gerade, wenn er die fountischen Gelehrten sowieso verabscheut, dürfte er sich seiner Taten ziemlich bewusst sein. Dädalus ist halt Dädalus, ein Überlebenskünstler und schamlos bis zu den Zehen.^^

      qoii schrieb:

      Nein jetzt mal ernsthafter, du hast Dädalus einfach nur großartig getroffen und sein kleiner Cameo-Auftritt gefällt mir einfach nur sehr gut. Die bekannte (leichte) Überheblichkeit gegenüber anderen, besonders gegenüber Cassiopeia. Die großväterlich charmante Art gegenüber Ondine und sein erstaunen gegenüber der Schau die sie ihm bietet, einfach nur sehr gut getroffen. Mal schauen was Cassiopeia genau von ihm will, irgendwie habe ich das Gefühl es geht nicht ausschließlich um die Bestimmung ihrer Teufelskraft, sonst gäbe es wahrscheinlich nicht diese leicht angedeutete Enttäuschung bei Ondines Reaktion auf die Bibliothek.
      Sehr schön. Nachdem ich vom Autor schon gelobt wurde, freut mich die Zustimmung eines Lesers und Fans von Horizon natürlich ebenso. :)
      Wie es an dieser Front weitergeht, zeigt sich schon im neuen Kapitel.

      qoii schrieb:

      Aber Ondines Namen für Dädalus >Tête de nègre< = Negerkopf, Negerkuss, Schokokuss! Ich weiß nicht, ob da der Googel(übersetzer) in deinem Sinne aktiv geworden ist, aber das ist doch schon etwas… auffällig. Aber wir haben ja auch noch nicht alle ihre Spitznamen für die anderen KGJ, Cassiopeia oder Mary und Co gehört, also mal abwarten wie der Name letztendlich einzuordnen ist.
      In der Tat. :D
      Aber Ondine ist ein kleines Mädchen und hat vielleicht noch nie einen Schwarzen gesehen. Kann man ihr da wirklich böse sein? ;)


    • Kapitel 137: Alraune

      So nachdem du immer gleich so pünktlich bist, komm ich mir doppelt schlecht vor, dass der Kommentar schon wieder auf sich warten lassen musste. Von daher springen wir gleich mitten ins Geschehen.

      Die Szene mit Dädalus haben wir ja schon ein wenig besprochen und ich kann mein Lob vom letzten Kapitel soweit wiederholen, auch wenn mir die Szene generell vielleicht ein wenig zu~ langatmig war, aber das hatten wir ja schon ausgewertet. Ansonsten noch einmal ein Lob zum Teil rund um die Schwellenfrüchte und die Erklärung hinter dem "Wunderkind" Ondine. Die Idee, dass Ondine dadurch ein ganz besonderes "Kind des Teufels" ist, gefällt mir wirklich gut.
      Die Erklärung ihrer Teufelsfrüchte überschreitet zwar mein naturwissenschaftliches Vorstellungsvermögen und hört sich in der Theorie auch ziemlich overpowert an, aber ich hab da vollstes Vertrauen, dass du da die richtige Balance finden wirst, um nicht ganze Städte durch einen unendlichen Impuls aus Ondines Inneren zerstörten zu lassen.
      Ich bedanke mich zudem auch noch einmal für die hervorragende Darstellung Dädalus', die gerade in Zeiten, wo er in meiner FF narrativ eher gebunden ist, natürlich doppelt Spaß bereiten dürfte.
      Ebenso mochte ich die Art von Lore, die du mit den Buchtiteln und den Exkurs über die Wissenschaftlerin geschaffen hast. Ob dies nötig gewesen wäre, ist ein anderer Punkt, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und die Szene wird mir - wie wir ja bereits besprochen haben - sehr nützlich sein.

      Dann kommen wir zum "Rahmen" des Kapitels, der uns neue Charaktere beschert. Joa irgendwie tu ich mich schwer mit Felicia Zhang und dem Polizeikonsortiums. Sie ist an sich ein guter Charakter, entspricht dem Klischee einer knallharten Ermittlerin, aber der Arc ist natürlich schon jetzt sehr angereichert mit handlungstragenden Figuren. Neben Carlas Leuten, die Königin, die Huren, der Unbekannte aus dem Verließ mit Luca, die Kopfgeldjäger, Cassiopeia und Shrimati. Das muss nicht schlecht sein und ist vielleicht auch ungerechtfertige, vorgezogene Kritik, aber ich wollte es mal nicht ungesagt lassen.
      Das Interessanteste an der Szene ist wohl neben der Gewissheit, dass Waterloo tatsächlich das Zeitliche gesegnet hat, das Auftreten von Shrimati. Zwei Sätze zu Waterloo: Ich hatte tatsächlich verdrängt, dass er in der letzten Szene tatsächlich von Lorca getötet wurde. Hab mir gerade noch einmal die Szene aus Kapitel 132 durchgelesen und jetzt kommt es mir auch wirklich damals schon endgültig vor. Vielleicht war es meine typische one-piecsche Ungläubigkeit, die einen "Tod" erst als Tod ansieht, wenn die Leiche einer Figur am besten noch mit Zahnabgleich und Namensschildchen am Zeh aufgetaucht ist. So hat die arme Seele als endgültig ihren Odem ausgehaucht, weswegen ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücken möchte, dass der Charakter wirklich Spaß gemacht hat. Ein guter Charakter, den du da kreiert hast. Möge er seinen Frieden finden und von Harley begattet werden oder so.
      Shrimatis Auftauchen kann ich nicht genau einordnen. Ist sie da, um Carla das Handwerk zu legen und die Überreste von Harleys Netzwerk zu zerschlagen, oder kommt sie auf Anraten ihrer Chefin hier. Immerhin sind die Greenaways ja mit dem Land vernetzt und vielleicht soll sie deswegen hier nach dem Rechten sehen? Beides möglich und vielleicht auch eine Kombination aus beiden. Mal schauen, wie du die Figur weiter ausbaust. Bisher ist sie ja eher blass geblieben.

      Da wir über den langen Teil mit Dädalus privat schon ein wenig gesprochen haben, bleibt mir an dieser Stelle nicht viel zu sagen. War ein gutes Kapitel, auch wenn ich mit der Szene und der Einführung der Polizeichefin (momentan noch) nicht so viel anfangen konnte. Bis zum nächsten Mal!

      Grüße
    • Kapitel 137: Alraune

      Auch für mich wird es langsam mal Zeit das aktuelle Kapitel zu kommentieren, wobei die Verzögerung diesmal Gefühlt mehr am brüten über einer deiner Informationen als wirklich mangelnder Zeit gelegen hat. Deswegen werde ich auch gleich mit diesem Punkt einsteigen, der Alraune. Wobei es nicht die Idee an sich war, sondern viel mehr die Folgen welche aus dieser Idee erwachsen müssten. Denn zumindest ich komme zu einem etwas anderen und viel weitreichenderem Schluss, wenn ich den Gedanken weiterdenke.

      Ondines Vater war unfruchtbar, bis zu dem Moment wo er die Dendro-Dendro-Frucht verspeist hat. Diese “Ent-Frucht“, welche wie die Phonix-Frucht zu den mystischen Zoanfrüchten gehört bzw zu den Schwellenfrüchten, hat diese Unfruchtbarkeit dann korrigiert bzw geheilt, weswegen er damit ohne sein wissen dazu in der Lege war Kinder zu zeugen. Schlussendlich ist seine Fruchtbarkeit ein Nebeneffekt der (körperlichen) Veränderungen der Teufelsfrucht bzw gehört unwissend zu ihren Fähigkeiten. Die somit (wieder) hergestellt Fruchtbarkeit müsste damit doch eigentlich die gleiche sein, die er vorher hatte bzw. gehabt haben sollte. Anders Ausgedrückt, wenn er nicht unfruchtbar gewesen wäre, bevor er dich Frucht gegessen hat, sollte er genau die gleiche Ondine bekommen haben wie jetzt. Sprich ich sehe nicht, warum eine so (wieder) hergestellte Fruchtbarkeit eine andere sein sollte als ohne die TF. Wir können natürlich Argumentieren, dass die Frucht auch das Erbgut verändert hat, aber dann müsste dies eigentlich für alle Teufelsfruchtnutzer gelten, zumindest auf die Art, wie ich die Gegebenheiten interpretiere.
      Zwar weist du darauf hin, dass Pflanzen sich auch anderes vermehren können, aber diese Samen dürften eigentlich nicht mit der menschlichen Eizelle kombinierbar sein. Womit Ondines Entstehung aus Vater und Mutter nicht möglich wäre.
      Wie gesagt mich stört/irritiert es überhaupt nicht, dass die Teufelsfrucht die Fruchtbarkeit wieder hergestellt hat, sondern das dies als Grund für Ondines unglaubliches Talent in der Beherrschung ihrer eignen Teufelsfrucht herangezogen wird. Denn entweder jedes Kind eines Teufelsfruchtnutzers müsste diesen Bonus haben, da die TF immer den Körper der Eltern verändert oder die wiederhergestellt Fruchtbarkeit müsste die gleiche DNA enthalten wie vor dem Verzehr der Teufelsfrucht.
      Deine Idee/Herleitung ist weder schlecht oder falsch, ich komme nur einfach zu einem anderen Ergebnis wenn die darüber nachdenke. Also letztendlich ist alles in Ordnung so wie es ist.

      Weiterhin weiß ich nicht, ob du mit Ondines Begeisterung für grausame Bücher eine weitere Anspielung auf ihre Mitabstammung vom Teufel legen willst oder ob ihr das Leben in diesem Kloster einfach einen ziemlichen Knacks in diese Richtung mitgegeben hast. Glaubhaft wäre dies jedenfalls nach all den Informationen welche wir bis jetzt über ihr bisheriges Leben erfahren mussten. Ihre Teufelsfrucht scheint jetzt auch endgültig bestätigt zu sein, was meiner Erinnerung bisher noch nicht der Fall gewesen ist, da es bisher durchaus die Chance gegeben hat dass sie ihrer Kräfte ihrer geheimnisvollen Herkunft zu verdanken hat.

      Dädalus hast du auch weiterhin wunderbar getroffen, wobei mir sein Zusammenspiel mit Krill derzeit besonders gefällt. Ein (leicht) eingebildeter und (manchmal) überheblicher Mann der alle belehrt und jemand der sich durch dieses Gehabe überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lässt und sehr trocken und bodenständig ist.

      -Bo- schrieb:

      Ehrlich gesagt habe ich Dädalus eher als Mann des Wissens und nicht der Wissenschaft eingeschätzt. Bei ihm heiligt der Zweck wohl die Mittel und gerade, wenn er die fountischen Gelehrten sowieso verabscheut, dürfte er sich seiner Taten ziemlich bewusst sein. Dädalus ist halt Dädalus, ein Überlebenskünstler und schamlos bis zu den Zehen.^^
      Deine Unterscheidung von Mann des Wissen und Mann der Wissenschaft kann ich gut nachvollziehen und im Falle von Dädalus auch unterstützen, allerdings würde Dädalus bei mir als Mann des Wissens auch nur ganze Bücher stehlen und nicht nur einzelne Seiten, den Bücher sind mehr Objekte des Wissens als der Wissenschaft.

      Im weiteren bekommen wir die Bestätigung, dass Waterloo sein endgültiges Waterloo erlebt hat. (Sorry diesem blöden Wortspiel konnte ich echt nicht wiedererstehen.) Lorcas Zorn war nach dem Angriff auf ihrer Herrin nicht mehr kontrollierbar. Da werden es die KGJ mit ihr auf jeden Fall sehr schwer haben, aber zum Glück gibt es Krill und einen großen Fluss in der Gegend.

      Weiterhin scheint so ziemlich die ganze CP-0 Leviathan-Einheit anwesend zu sein, denn auch Gamisha ist nun aktiv geworden. Aber sofern ich mich recht entsinne, war die Jagt nach Harley und seinen Untergebenen auch eine der Hauptanliegen von Lorelei Greenaway, weswegen das Zusammenziehen aller Einheiten auf diesen Ort und diese Spur durchaus Sinn macht.

      Als weitere anscheinend starke Frauenfigur ist nun auch Felicia Zhang dazugekommen. Welche nicht nur als die erste weibliche Ermittlerin vorgestellt wird, sondern anscheinend auch in der Armee gedient hat und dort verwundet wurde. Da ich die Armee als noch Frauenfeindlicher als die Kripo/Polizei einschätze, muss sie mehr als nur ein bisschen an Durchsetzungskraft haben. Weiterhin könnte ich es mir bei ihr auch noch durchaus vorstellen, dass die auch etwas persönlich gegen Ulysses bzw. Saoirse Láire hat, da ich diese als eine der Hauptmöglichkeiten sehe wo sie verwundet worden sein könnte.

      Wiedermal ein sehr interessantes Kapitel, welches sich ausnahmsweise auf nur zwei Handlungsorte beschränkt. Damit bleibt nur abzuwarten, welchen Faden du als nächstes aufnimmst und ob sich Dädalus wieder an unbekannte Orte zurückziehen wird. Schon allein diese kurze Interaktion hat gereicht in mir wieder den Wunsch nach mehr Gastauftritten zwischen euren Werken aufkommen zu lassen.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Hallo liebe Leser und Kommentatoren,

      das neue Kapitel ist online und kann unter dem Titel "Feuer in der Nacht" gelesen werden. Viel mehr gibt es auch nicht zu sagen, also geht's ruckzuck zu den Kommentaren.^^

      Vexor

      Vexor schrieb:

      Die Szene mit Dädalus haben wir ja schon ein wenig besprochen und ich kann mein Lob vom letzten Kapitel soweit wiederholen, auch wenn mir die Szene generell vielleicht ein wenig zu~ langatmig war, aber das hatten wir ja schon ausgewertet. Ansonsten noch einmal ein Lob zum Teil rund um die Schwellenfrüchte und die Erklärung hinter dem "Wunderkind" Ondine. Die Idee, dass Ondine dadurch ein ganz besonderes "Kind des Teufels" ist, gefällt mir wirklich gut.
      Die Erklärung ihrer Teufelsfrüchte überschreitet zwar mein naturwissenschaftliches Vorstellungsvermögen und hört sich in der Theorie auch ziemlich overpowert an, aber ich hab da vollstes Vertrauen, dass du da die richtige Balance finden wirst, um nicht ganze Städte durch einen unendlichen Impuls aus Ondines Inneren zerstörten zu lassen.
      Ich bedanke mich zudem auch noch einmal für die hervorragende Darstellung Dädalus', die gerade in Zeiten, wo er in meiner FF narrativ eher gebunden ist, natürlich doppelt Spaß bereiten dürfte.
      Ebenso mochte ich die Art von Lore, die du mit den Buchtiteln und den Exkurs über die Wissenschaftlerin geschaffen hast. Ob dies nötig gewesen wäre, ist ein anderer Punkt, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und die Szene wird mir - wie wir ja bereits besprochen haben - sehr nützlich sein.
      Wir hatten uns ja schon privat verständigt und auch im Kommentar zu deinem neuen Kapitel kam das Thema kurz auf: Ondine wird keine gottgleichen Kräfte entwickeln. Ich werde eine Balance finden, die Ondine dazu befähigt, in der Welt der Kopfgeldjäger zu überleben. Das ist alles. Ihre kinetischen Energien werden niemals zu gewaltigen Druckwellen, die ganze Bergmassive pulverisieren oder so, keine Sorge. :D

      Zum Rest kann ich nur danke sagen. Mir hat es viel Freude bereitet, diese kleine Lore zu entwickeln und insbesondere mit Blick auf deine aktuelle Entwicklung um Aloe bin ich auch sehr zufrieden damit. Wenn Oda mit seinen komischen Special-Paramecias irgendwelchen Irrsinn aus dem Hut zaubert, dürfen wir seine Ideen doch wohl auf einer wohldurchdachten Basis weiterentwickelten. Und mal ganz ehrlich: Was klingt mehr nach einer FF: Unsere Ideen oder "Special-Paramecia"? xD

      Vexor schrieb:

      Dann kommen wir zum "Rahmen" des Kapitels, der uns neue Charaktere beschert. Joa irgendwie tu ich mich schwer mit Felicia Zhang und dem Polizeikonsortiums. Sie ist an sich ein guter Charakter, entspricht dem Klischee einer knallharten Ermittlerin, aber der Arc ist natürlich schon jetzt sehr angereichert mit handlungstragenden Figuren. Neben Carlas Leuten, die Königin, die Huren, der Unbekannte aus dem Verließ mit Luca, die Kopfgeldjäger, Cassiopeia und Shrimati. Das muss nicht schlecht sein und ist vielleicht auch ungerechtfertige, vorgezogene Kritik, aber ich wollte es mal nicht ungesagt lassen.
      Ja, kann ich verstehen. Aber Zhang ist weniger ein handlungstragender denn ein handlungsorttragender Charakter. Ihre Rolle ist restriktiv gebunden und wird die Riege an Figuren nur indirekt vergrößern. Da musst du dir keine Sorgen machen. Das Figurenensemble dieses Arcs bleibt überschaubar und wird sich auch weiterhin auf die bedeutenden Figuren konzentrieren.

      Vexor schrieb:

      Das Interessanteste an der Szene ist wohl neben der Gewissheit, dass Waterloo tatsächlich das Zeitliche gesegnet hat, das Auftreten von Shrimati. Zwei Sätze zu Waterloo: Ich hatte tatsächlich verdrängt, dass er in der letzten Szene tatsächlich von Lorca getötet wurde. Hab mir gerade noch einmal die Szene aus Kapitel 132 durchgelesen und jetzt kommt es mir auch wirklich damals schon endgültig vor. Vielleicht war es meine typische one-piecsche Ungläubigkeit, die einen "Tod" erst als Tod ansieht, wenn die Leiche einer Figur am besten noch mit Zahnabgleich und Namensschildchen am Zeh aufgetaucht ist. So hat die arme Seele als endgültig ihren Odem ausgehaucht, weswegen ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücken möchte, dass der Charakter wirklich Spaß gemacht hat. Ein guter Charakter, den du da kreiert hast. Möge er seinen Frieden finden und von Harley begattet werden oder so.
      In einer frühen Planungsphase des Arcs wollte ich Waterloo tatsächlich überleben lassen, habe die Idee aber rasch wieder verworfen. Ich habe mit dem Charakter nicht viel Relevantes mehr anzufangen gewusst und hielt es daher für besser, ihm einen würdevollen Abgang zu spendieren. Ich mochte Waterloo, er hat mir viel Spaß beim Schreiben bereitet und einen meiner bis dato liebsten Flashbacks hervorgebracht. Ich denke, er hat dieses Ende verdient.

      Vexor schrieb:

      Shrimatis Auftauchen kann ich nicht genau einordnen. Ist sie da, um Carla das Handwerk zu legen und die Überreste von Harleys Netzwerk zu zerschlagen, oder kommt sie auf Anraten ihrer Chefin hier. Immerhin sind die Greenaways ja mit dem Land vernetzt und vielleicht soll sie deswegen hier nach dem Rechten sehen? Beides möglich und vielleicht auch eine Kombination aus beiden. Mal schauen, wie du die Figur weiter ausbaust. Bisher ist sie ja eher blass geblieben.
      Vergiss nicht, dass Shrimati Harleys Partyinsel mit Cassiopeia und den Kopfgeldjägern verlassen hat. Ihre Anwesenheit auf FI ist also eigentlich wieder überraschend als z.B. die des Grauen Spions. Ob du zu kompliziert denkst, verrate ich dir aber trotzdem nicht. :D
      qoii


      qoii schrieb:

      Ondines Vater war unfruchtbar, bis zu dem Moment wo er die Dendro-Dendro-Frucht verspeist hat. Diese “Ent-Frucht“, welche wie die Phonix-Frucht zu den mystischen Zoanfrüchten gehört bzw zu den Schwellenfrüchten, hat diese Unfruchtbarkeit dann korrigiert bzw geheilt, weswegen er damit ohne sein wissen dazu in der Lege war Kinder zu zeugen. Schlussendlich ist seine Fruchtbarkeit ein Nebeneffekt der (körperlichen) Veränderungen der Teufelsfrucht bzw gehört unwissend zu ihren Fähigkeiten. Die somit (wieder) hergestellt Fruchtbarkeit müsste damit doch eigentlich die gleiche sein, die er vorher hatte bzw. gehabt haben sollte. Anders Ausgedrückt, wenn er nicht unfruchtbar gewesen wäre, bevor er dich Frucht gegessen hat, sollte er genau die gleiche Ondine bekommen haben wie jetzt. Sprich ich sehe nicht, warum eine so (wieder) hergestellte Fruchtbarkeit eine andere sein sollte als ohne die TF. Wir können natürlich Argumentieren, dass die Frucht auch das Erbgut verändert hat, aber dann müsste dies eigentlich für alle Teufelsfruchtnutzer gelten, zumindest auf die Art, wie ich die Gegebenheiten interpretiere.
      Zwar weist du darauf hin, dass Pflanzen sich auch anderes vermehren können, aber diese Samen dürften eigentlich nicht mit der menschlichen Eizelle kombinierbar sein. Womit Ondines Entstehung aus Vater und Mutter nicht möglich wäre.
      Wie gesagt mich stört/irritiert es überhaupt nicht, dass die Teufelsfrucht die Fruchtbarkeit wieder hergestellt hat, sondern das dies als Grund für Ondines unglaubliches Talent in der Beherrschung ihrer eignen Teufelsfrucht herangezogen wird. Denn entweder jedes Kind eines Teufelsfruchtnutzers müsste diesen Bonus haben, da die TF immer den Körper der Eltern verändert oder die wiederhergestellt Fruchtbarkeit müsste die gleiche DNA enthalten wie vor dem Verzehr der Teufelsfrucht.
      Deine Idee/Herleitung ist weder schlecht oder falsch, ich komme nur einfach zu einem anderen Ergebnis wenn die darüber nachdenke. Also letztendlich ist alles in Ordnung so wie es ist.
      Jain. Ich habe die Dendro-Frucht bewusst als Schwellenfrucht/Special-Paramecia aufgebaut, um sie einer herkömmlichen Definition zu entziehen. Sie vereint Aspekte aller Kategorien, bleibt aber eine Paramecia. Dennoch hat sie die Physis des Nutzers verändert bzw. eine körperliche Missbildung ausgebessert. Hier trifft die körperliche Modifizierung von Zoan-Früchten (Geruchssinn, Kälteempfinden usw.) auf die regenerativen Kräfte der Logia-Kräfte.
      Ondine entstand natürlich aus dem Liebesspiel zweier Menschen. Doch während ihre Mutter und deren Fortpflanzungsapparat vollkommen menschlich war, konnte ihr Vater sie nur aufgrund der Veränderungen zeugen, die durch seine Teufelskraft bedingt wurden. Damit ist Ondine zwar menschlich, ihre Existenz ist jedoch nur durch das Zutun einer Teufelsfrucht möglich. Sie hat auch keine Kräfte der Dendro-Frucht geerbt, genauso wenig wie die Kinder von Zoan-Nutzern z.B. Eigenschaften der animalischen Seite ihrer Eltern erben. Dennoch ist Ondine nicht aus rein menschlichen Faktoren entstanden und diesen Fakt führt Dädalus als Grund an, warum Ondine ihre eigene TK so schnell und scheinbar spielend meistert. Sie besitzt eine besondere Affinität zu den Teufelskräften, weil eine solche ihr Dasein erst indirekt hervorgebracht hat. Vererbung spielt an dieser Stelle also im Grunde keine Rolle, sondern vielmehr der Ursprung von Ondines Zeugung als solcher.

      qoii schrieb:

      Weiterhin weiß ich nicht, ob du mit Ondines Begeisterung für grausame Bücher eine weitere Anspielung auf ihre Mitabstammung vom Teufel legen willst oder ob ihr das Leben in diesem Kloster einfach einen ziemlichen Knacks in diese Richtung mitgegeben hast. Glaubhaft wäre dies jedenfalls nach all den Informationen welche wir bis jetzt über ihr bisheriges Leben erfahren mussten. Ihre Teufelsfrucht scheint jetzt auch endgültig bestätigt zu sein, was meiner Erinnerung bisher noch nicht der Fall gewesen ist, da es bisher durchaus die Chance gegeben hat dass sie ihrer Kräfte ihrer geheimnisvollen Herkunft zu verdanken hat.
      Ihre Teufelsfrucht wurde von Bobby Coppola im dritten Arc gemutmaßt, nun aber endgültig bestätigt. Ich bin kein Fan davon, ominöse Kräfte abseits von Odas Werk einzubauen.^^
      Was ihre Faszination für Gewalt und Blut betrifft, bist du aber auf der richtigen Spur. Diese baue ich nicht ohne Grund ein und wird noch eine wichtige Rolle in meiner FF und in Ondines Werdegang spielen.

      qoii schrieb:

      Deine Unterscheidung von Mann des Wissen und Mann der Wissenschaft kann ich gut nachvollziehen und im Falle von Dädalus auch unterstützen, allerdings würde Dädalus bei mir als Mann des Wissens auch nur ganze Bücher stehlen und nicht nur einzelne Seiten, den Bücher sind mehr Objekte des Wissens als der Wissenschaft.
      Warum sollte Dädalus für wenige wertvolle Informationen ganze Bücher mit sich herumtragen, zumal er als Dieb nur mit leichtem Gepäck reisen kann. Dädalus ist ein kauziger Exzentriker. Ich glaube nicht, dass ihm der Zustand der Bücher schlaflose Nächte bereiten wird. :D

      qoii schrieb:

      Im weiteren bekommen wir die Bestätigung, dass Waterloo sein endgültiges Waterloo erlebt hat. (Sorry diesem blöden Wortspiel konnte ich echt nicht wiedererstehen.) Lorcas Zorn war nach dem Angriff auf ihrer Herrin nicht mehr kontrollierbar. Da werden es die KGJ mit ihr auf jeden Fall sehr schwer haben, aber zum Glück gibt es Krill und einen großen Fluss in der Gegend.
      Oh, ja. Lorca ist die wohl größte Herausforderung, mit der es die Kopfgeldjäger im Kampf gegen Carla zu tun bekommen werden. Ich freue mich schon sehr darauf, diese Naturgewalt zu entfesseln und hoffe, ihre Macht angemessen darstellen zu können.^^

      qoii schrieb:

      Weiterhin scheint so ziemlich die ganze CP-0 Leviathan-Einheit anwesend zu sein, denn auch Gamisha ist nun aktiv geworden. Aber sofern ich mich recht entsinne, war die Jagt nach Harley und seinen Untergebenen auch eine der Hauptanliegen von Lorelei Greenaway, weswegen das Zusammenziehen aller Einheiten auf diesen Ort und diese Spur durchaus Sinn macht.
      Richtig. Lorelei war es, die Cassiopeia als Irit bei Harley eingeschleust hat. Mehr kann ich zum derzeitigen Verlauf nicht sagen, aber mittlerweile sollte hoffentlich ersichtlich werden, dass ich auch die CP0-Einheiten enger in die Haupthandlung einflechten möchte. Das neue Kapitel geht in dieser Richtung auch bereits einen weiteren Schritt voran.

      qoii schrieb:

      Als weitere anscheinend starke Frauenfigur ist nun auch Felicia Zhang dazugekommen. Welche nicht nur als die erste weibliche Ermittlerin vorgestellt wird, sondern anscheinend auch in der Armee gedient hat und dort verwundet wurde. Da ich die Armee als noch Frauenfeindlicher als die Kripo/Polizei einschätze, muss sie mehr als nur ein bisschen an Durchsetzungskraft haben. Weiterhin könnte ich es mir bei ihr auch noch durchaus vorstellen, dass die auch etwas persönlich gegen Ulysses bzw. Saoirse Láire hat, da ich diese als eine der Hauptmöglichkeiten sehe wo sie verwundet worden sein könnte.
      Nette Theorie, zu der ich mich erst einmal enthalte. Wie bei Vexor schon erwähnt, ist Zhang eher ein zweitrangiger Nebencharakter, der einem sehr spezifischen Zweck dienen wird. Mehr verrate ich aber natürlich nicht.^^


    • Kapitel 138 - Feuer in der Nacht

      Starten wir doch frisch in diesen nicht mehr ganz so jungen Morgen und hinterlassen einen Kommentar, bevor ich im Urlaub keine Zeit dafür finde und danach alles im verplanten Chaos endet :D

      Das Kapitel hat mir sehr gut gefallen und las sich auch flott weg. Du sagtest ja, dass es kürzer ist, aber es war auch kurzweilig.
      Gerade die anfängliche Szene mit Mercedes und dem Grauen Spion war etwas, was du sehr gekonnt und atmosphärisch in Szene gesetzt hast. Vor allem, weil es etwas aufgreift, was ich mir selbst auch schon immer so im Hinterkopf gedacht habe, aber irgendwie noch nie angesprochen habe. Deine Kopfgeldjäger haben gegen unzählige Gesetze direkt oder indirekt verstoßen und sind jetzt von der Marine oder der Weltregierung auch nicht direkt auf irgendjemanden angesetzt. Die Destabilisierung vieler Regierungen und das Vorgehen gegen Machiavelli und auch Harley werden im Gegenteil sogar etwas sein, was entgegen der Vorstellungen der mächtigen Strippenzieher im Hintergrund passiert ist. Daher ist es schon bemerkenswert, dass die Kopfgeldjäger bisher noch nicht selbst zur Beute geworden sind, um mich mal deiner Analogie zu bedienen. Neu war vor allem der Hinweis oder zumindest die Andeutung, dass Callaghan und seine Truppe nicht nur passiv von vergangener Substanz und ihrem Ruf leben, sondern jener sogar AKTIV etwas unternimmt? Zumindest deute ich so die Worte des Spions.
      Ansonsten natürlich noch einmal der Hinweis auf Krills Vergangenheit mit der Oktave, O'Mara ist klar und Mercedes Aktion selbst auf FI. Du hattest das ja schon einmal angedeutet, weswegen ich da einfach weiterhin gespannt bin, wann das aufgelöst wird.

      Die Szene mit Dädalus spinnt den Faden aus dem letzten Kapitel weiter und ich muss sagen, dass ich es richtig schön finde, wie wir unsere Geschichte immer weiter direkt und indirekt ineinander weben. Diese übergreifende Lore, die wir dadurch entwickeln ist für mich einfach ein wunderschöner Zusatzeffekt und macht das Lese- und Schreibvergnügen einfach noch größer.
      Ansonsten war die Szene wieder stark. Sowohl Dädalus Unterhaltung mit Ondine, welche von Krill abgehört wurde, als auch ihre Aktion gegen Cassiopeia. Abgesehen davon, dass die kleine Ondine ziemlich massive Kräfte entfesselt hat, sondern auch wie sie die abgebrühte Agentin abfertigt (physisch, emotional und eloquent). Da bin ich mal gespannt wie sich diese Situation jetzt weiter entwickeln wird. Der Plan Ondine als Opferlamm für den Pädophilen bereitzustellen, steht ja immer noch im Raum und was Cassopeia so wirklich auf der Insel will, ist meines Erachtens nach auch noch nicht entschlüsselt. Und was will sie eigentlich genau mit Ondine? Sie zu einer Agentin heranziehen oder als Forschungsexperiment analysieren lassen? Ich denke auf jeden Fall kaum, dass die Rothaarige jetzt mit eingezogenen Schwanz das Schlachtfeld räumen wird, sondern gehe eher davon aus, dass sie sich zurückzieht und ihren nächsten Schritt plant.

      Ansonsten erreichen wir Copperfield, welches du sehr schön als Moloch der Industrialisierung beschrieben hast. Dort tritt auch wieder der Pestdoktor auf, auf den ich besonders gespannt bin, was sich primär aber daraus ergibt, da ich daran entscheiden muss wie ich Leonardo inszeniere. Die Ähnlichkeit ist ja durchaus vorhanden und ich möchte ja nicht wegen Plagiats verschrien sein.

      Insgesamt ein schönes Kapitel, welches die Handlung voranbringt.
      - V.
    • Kapitel 138 - Feuer in der Nacht

      Hmm irgendwie scheint bei mir gerade der Wurm drin zu sein was dass schnelle und zeitige Kommentieren von FF-Kapitel angeht, besonders da ihr so freundlich seit mich immer rechtzeitig vorzuwarnen.

      Der erste Abschnitt ist mal wieder einer im dem Gefühlt sehr viel und wichtiges gesagt bzw angedeutet wurde, aber letztendlich nicht wirklich etwas an (neuen) Informationen herausgekommen sind. Der graue Spion macht zu jeden der KGJ ziemlich offengelassene Andeutungen, welche es nur noch als ein größeres Wunder erscheinen lassen, dass die KGJ noch nicht von irgendjemandem Vernichtet wurden, dem einer von ihnen mal auf die Füße getreten ist. Wenn ich mich auch an weiter zurückliegende Andeutungen recht Entsinne, müsste Cal auf einer Liste der Marine stehen, Mercedes auf einer der WR bzw. von FI und der HD, Krill steht natürlich im Death-Note der Oktave und O‘Mara rein theoretisch auf der von Ulysses bzw. er wurde von diesem aus der Familie geschmissen bzw seine ehemalige Zugehörigkeit hat ihn damals vor dem Tod bewahrt. Dazu dürften sicher noch einige andere gehören, denen sie als KGJ auf die Füße getreten sind.
      Allerdings lassen die Andeutungen des Graue Spion vermuten, dass all diese Gruppierungen auf deren jeweiligen Listen einer der KGJ gelandet war diese bisher in Ruhe gelassen haben. Was wohl auf die Gefährlichkeit des Zusammenschlusses dieser Individuen zurückzuführen ist, aber auch weil sie diesen Gruppierungen keine weiteren Probleme bereitete haben. Durch Flints auftauchen bzw dessen Aktionen sind die KGJ, auch durch die Aktionen der Gegenseite, mehr oder weniger gezwungen worden auf eine Weise aktive zu werden, welche ihren (ehemaligen) Gegner missfällt und sie wieder in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit führt. Derzeit ist Ulysses der einzige, welcher verhindert dass sich die ganze Unterwelt auf die Stürzt, während Leviatan dies Ausnutzt, um die KGJ gegen ihn selber einzusetzen. Derzeit haben die KGJ für diesen Teil der WR frei einen größeren Nutzen, was sich aber sehr schnell ändern kann.
      Wobei ich mich gerade beim Nachlesen Frage, ob das >er< des Grauen Spions auf Ulysses bezogen ist, denn eigentlich könnte es auch sein, dass die Agenten nicht so viele Informationen haben wie wir Leser. In diesem Fall würde sich das er auf Callaghan beziehen und irgendwie macht dann auch der restliche Abschnitt viel mehr Sinn. Wenn es Callaghans … sagen wir mal Macht ist, welches sowohl die WR als auch viele anderen Gruppierungen daran hindert gegen die Mitglieder der Gruppe aktiv zu werden erscheint er noch um einiges monströser raubtierhafterer als bisher. Besonders die Erwähnung der Gehaltsstufe könnte in diese Richtung deuten, da der Graue Spion in diesen Fall noch nicht hoch genug aufgestiegen wäre um auch in diese Geheiminformation eingeweiht zu werden.

      Bei Ondine und Dädalus musste ich auch heute wieder etwas an die Situation zwischen Dädalus und Aloe aus deinen Vergangenen Kapitel denken. Irgendwie hat der alte Knacker etwas, was ihn sehr gut zusammen mit Kindern/Jugendlichen agieren lässt. Dabei spielt sicher das Rollenbild des gütigen und wissenden Großvaters mit rein, aber irgendwie ist da auch noch etwas mehr. Allerdings kann er auch nicht alle Folgen seiner Handlungen vorhersehen, denn zumindest von Ondines Aktion gegen Cassopeia war er genauso überrascht und geschockt wie die Genannte selbst. Was doch die Angst eines Kindes so alles ausmacht/verhindert. Nachdem Dädalus Ondine die Angst oder zumindest einen Teil der Angst vor Cassopeia genommen hat und ihr auch noch verklickert hat, dass Cassopeia eine ganz böse und gefährliche Person ist reagiert Ondine mit der Beseitigung der Gefahr. Denn seinen wir mal ehrlich, ohne die Regenerationsfähigkeit durch ihre TF wären wir Cassopeia nun endgültig los. Spontan frage ich mich sogar, wie Callaghan diesen Angriff überstanden hätte bzw ob Ondine sich (und andere) im Notfall sogar vor ihm schützen könnte. Nur mal so als Nachfrage über das Verhältnis von Cal zu Ondine wissen wir noch nichts, außer dass er sie eigentlich nicht dabei haben wollte, oder? Vielleicht hatte er ja schon eine Gefahr gewittert^^.

      Jedenfalls hat Ondine Cassopeia ziemlich deutlich gemacht wie sie zu einander stehen und Cassopeia scheint sich (vorerst) der neuen Situation zu fügen, was bei ihr schon etwas zu bedeuten hat. Immerhin ließ sie sich von der Versammelten KGJ-Truppe nicht im mindesten beeindrucken und hat sie ziemlich dominiert. Auch vor Cal scheint sie keine große Angst zu haben bzw nicht so schnell klein bei zu geben.

      Als letztes erreichen wir noch Copperfield welches auf mehr als einer Ebene wie die Hölle auf Erden wirkt und ein Zentrum der Industrialisierung Stahlproduktion zu sein scheint. Damit ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Ulysses Plan, da die unterdrückten Laaren sicher sehr gut mit der unterdrückten Arbeiterklasse gegen die unterdrückende Regierung kämpfen können. Weiterhin werden Probleme in dieser Stadt sicher auch große Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Militär von FI haben, da dort sicher nicht nur viele Güter sondern auch Waffen hergestellt werden.

      Allgemein hat mir das Kapitel wieder sehr gut gefallen. Jeder Abschnitt hatte seine eigene und sehr passende Stimmung, wodurch des trotz der nur zwei drei Handlungsorte gefühlt sehr viel Abwechslung gegeben hat.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Guten Abend gute Nacht,

      ich habe euch ein Kapitel mitgebracht. Es trägt den Titel "Grüne Augen, grüne Herzen" und kann direkt unter diesem Beitrag gelesen werden. Viel Spaß wünsche ich. :)

      Vexor


      Vexor schrieb:

      Gerade die anfängliche Szene mit Mercedes und dem Grauen Spion war etwas, was du sehr gekonnt und atmosphärisch in Szene gesetzt hast. Vor allem, weil es etwas aufgreift, was ich mir selbst auch schon immer so im Hinterkopf gedacht habe, aber irgendwie noch nie angesprochen habe. Deine Kopfgeldjäger haben gegen unzählige Gesetze direkt oder indirekt verstoßen und sind jetzt von der Marine oder der Weltregierung auch nicht direkt auf irgendjemanden angesetzt. Die Destabilisierung vieler Regierungen und das Vorgehen gegen Machiavelli und auch Harley werden im Gegenteil sogar etwas sein, was entgegen der Vorstellungen der mächtigen Strippenzieher im Hintergrund passiert ist. Daher ist es schon bemerkenswert, dass die Kopfgeldjäger bisher noch nicht selbst zur Beute geworden sind, um mich mal deiner Analogie zu bedienen. Neu war vor allem der Hinweis oder zumindest die Andeutung, dass Callaghan und seine Truppe nicht nur passiv von vergangener Substanz und ihrem Ruf leben, sondern jener sogar AKTIV etwas unternimmt? Zumindest deute ich so die Worte des Spions.
      Ansonsten natürlich noch einmal der Hinweis auf Krills Vergangenheit mit der Oktave, O'Mara ist klar und Mercedes Aktion selbst auf FI. Du hattest das ja schon einmal angedeutet, weswegen ich da einfach weiterhin gespannt bin, wann das aufgelöst wird.
      Nun...jain. Ich bestätige, was der Graue Spion Mercedes mitgeteilt hat: Callaghan hat bisher verhindert, dass die Marine oder sonstige Institutionen gegen die Kopfgeldjäger vorgehen. Wie "aktiv" dieser Schutz vor Repressalien von Callaghan vorangetrieben wird, lasse ich allerdings erst einmal offen. Nur soviel: Es gibt einen Grund, warum der Graue Spion über weitere Einzelheiten keine Auskunft geben kann.

      Vexor schrieb:

      Ansonsten war die Szene wieder stark. Sowohl Dädalus Unterhaltung mit Ondine, welche von Krill abgehört wurde, als auch ihre Aktion gegen Cassiopeia. Abgesehen davon, dass die kleine Ondine ziemlich massive Kräfte entfesselt hat, sondern auch wie sie die abgebrühte Agentin abfertigt (physisch, emotional und eloquent). Da bin ich mal gespannt wie sich diese Situation jetzt weiter entwickeln wird. Der Plan Ondine als Opferlamm für den Pädophilen bereitzustellen, steht ja immer noch im Raum und was Cassopeia so wirklich auf der Insel will, ist meines Erachtens nach auch noch nicht entschlüsselt. Und was will sie eigentlich genau mit Ondine? Sie zu einer Agentin heranziehen oder als Forschungsexperiment analysieren lassen? Ich denke auf jeden Fall kaum, dass die Rothaarige jetzt mit eingezogenen Schwanz das Schlachtfeld räumen wird, sondern gehe eher davon aus, dass sie sich zurückzieht und ihren nächsten Schritt plant.
      Richtig, der Plan der Huren steht noch und auch Krill ist immer noch bereit, Ondine als Köder für Hearst zu benutzen. Der einzige Unterschied ist nun, dass Cassiopeia keinen Anteil mehr an dieser Operation haben und somit die CP0-Leviathan nicht mehr am Plan beteiligt sein wird. Cassiopeia muss an dieser Stelle nicht nur ihr persönliches Interesse an Ondine zurückstellen, sondern auch ihre Stellvertreterfunktion als Agentin der Leviathan-Einheit aufgeben. Zwei ziemlich große Opfer, die nicht folgenlos bleiben werden.

      Vexor schrieb:

      Ansonsten erreichen wir Copperfield, welches du sehr schön als Moloch der Industrialisierung beschrieben hast. Dort tritt auch wieder der Pestdoktor auf, auf den ich besonders gespannt bin, was sich primär aber daraus ergibt, da ich daran entscheiden muss wie ich Leonardo inszeniere. Die Ähnlichkeit ist ja durchaus vorhanden und ich möchte ja nicht wegen Plagiats verschrien sein.
      Denke, da kannst du unbesorgt sein. Zwar trat Leonardo erst kurz auf, aber er wirkte auf mich anders als meine Figur. Abgesehen davon wird mein Pestdoktor eine relativ spezifische Rolle einnehmen, wie das neue und das nächste Kapitel aufzeigen werden.
      qoii


      qoii schrieb:

      Der erste Abschnitt ist mal wieder einer im dem Gefühlt sehr viel und wichtiges gesagt bzw angedeutet wurde, aber letztendlich nicht wirklich etwas an (neuen) Informationen herausgekommen sind. Der graue Spion macht zu jeden der KGJ ziemlich offengelassene Andeutungen, welche es nur noch als ein größeres Wunder erscheinen lassen, dass die KGJ noch nicht von irgendjemandem Vernichtet wurden, dem einer von ihnen mal auf die Füße getreten ist. Wenn ich mich auch an weiter zurückliegende Andeutungen recht Entsinne, müsste Cal auf einer Liste der Marine stehen, Mercedes auf einer der WR bzw. von FI und der HD, Krill steht natürlich im Death-Note der Oktave und O‘Mara rein theoretisch auf der von Ulysses bzw. er wurde von diesem aus der Familie geschmissen bzw seine ehemalige Zugehörigkeit hat ihn damals vor dem Tod bewahrt. Dazu dürften sicher noch einige andere gehören, denen sie als KGJ auf die Füße getreten sind.
      Soweit korrekt, wenn auch nicht in Gänze. Fakt ist, dass alle Kopfgeldjäger mächtige Individuen mit aufgewühlten Vergangenheiten sind. Da ist es nur konsequent, wenn sie verbrannte Erde hinterlassen und sich auch Feinde gemacht haben. Das wird im weiteren Verlauf meiner Geschichte noch eine entscheidende Rolle spielen und genau in die Kerbe schlagen, die du hier andeutest.

      qoii schrieb:

      Allerdings lassen die Andeutungen des Graue Spion vermuten, dass all diese Gruppierungen auf deren jeweiligen Listen einer der KGJ gelandet war diese bisher in Ruhe gelassen haben. Was wohl auf die Gefährlichkeit des Zusammenschlusses dieser Individuen zurückzuführen ist, aber auch weil sie diesen Gruppierungen keine weiteren Probleme bereitete haben. Durch Flints auftauchen bzw dessen Aktionen sind die KGJ, auch durch die Aktionen der Gegenseite, mehr oder weniger gezwungen worden auf eine Weise aktive zu werden, welche ihren (ehemaligen) Gegner missfällt und sie wieder in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit führt. Derzeit ist Ulysses der einzige, welcher verhindert dass sich die ganze Unterwelt auf die Stürzt, während Leviatan dies Ausnutzt, um die KGJ gegen ihn selber einzusetzen. Derzeit haben die KGJ für diesen Teil der WR frei einen größeren Nutzen, was sich aber sehr schnell ändern kann.
      Sehr richtig erkannt. Die Leviathan-Einheit benutzt die Kopfgeldjäger momentan, um gegen Ulysses vorzugehen. Wie Cassiopeia gegenüber O'Mara sagte: Er ist der Schlüssel, um das Tor in Ulysses' Festung zu öffnen. Dies konnte jedoch nur geschehen, weil Flint die Kopfgeldjäger ungewollt zurück in den Fokus der WR/Unterwelt gerückt hat.

      qoii schrieb:

      Wobei ich mich gerade beim Nachlesen Frage, ob das >er< des Grauen Spions auf Ulysses bezogen ist, denn eigentlich könnte es auch sein, dass die Agenten nicht so viele Informationen haben wie wir Leser. In diesem Fall würde sich das er auf Callaghan beziehen und irgendwie macht dann auch der restliche Abschnitt viel mehr Sinn. Wenn es Callaghans … sagen wir mal Macht ist, welches sowohl die WR als auch viele anderen Gruppierungen daran hindert gegen die Mitglieder der Gruppe aktiv zu werden erscheint er noch um einiges monströser raubtierhafterer als bisher. Besonders die Erwähnung der Gehaltsstufe könnte in diese Richtung deuten, da der Graue Spion in diesen Fall noch nicht hoch genug aufgestiegen wäre um auch in diese Geheiminformation eingeweiht zu werden.
      Es ist Callaghan, ja. Deshalb dreht sich der Abschnitt auch um ihn.^^
      Callaghan schafft es auf irgendeine Weise, die Kopfgeldjäger und sich selbst vor den Repressalien ihrer Vergangenheiten zu schützen. Das heißt, die Kopfgeldjäger sind eine Vereinigung extrem mächtiger Figuren, die durch eine (noch) mächtigere Figur vor der WR geschützt werden. Hinzu kommt der Schutz durch Ulysses in der Unterwelt. Beide Aspekte begründen, wieso die KGJ noch nicht mit den Konsequenzen ihrer Taten auf Isola Caligula oder im Schloss Roßkosch konfrontiert wurden. Die Person, die sich mit ihnen anlegt, müsste sich sowohl über Ulysses als auch die WR hinwegsetzen - was natürlich ein Wahnsinn ist. :D

      qoii schrieb:

      Bei Ondine und Dädalus musste ich auch heute wieder etwas an die Situation zwischen Dädalus und Aloe aus deinen Vergangenen Kapitel denken. Irgendwie hat der alte Knacker etwas, was ihn sehr gut zusammen mit Kindern/Jugendlichen agieren lässt. Dabei spielt sicher das Rollenbild des gütigen und wissenden Großvaters mit rein, aber irgendwie ist da auch noch etwas mehr. Allerdings kann er auch nicht alle Folgen seiner Handlungen vorhersehen, denn zumindest von Ondines Aktion gegen Cassopeia war er genauso überrascht und geschockt wie die Genannte selbst. Was doch die Angst eines Kindes so alles ausmacht/verhindert. Nachdem Dädalus Ondine die Angst oder zumindest einen Teil der Angst vor Cassopeia genommen hat und ihr auch noch verklickert hat, dass Cassopeia eine ganz böse und gefährliche Person ist reagiert Ondine mit der Beseitigung der Gefahr. Denn seinen wir mal ehrlich, ohne die Regenerationsfähigkeit durch ihre TF wären wir Cassopeia nun endgültig los. Spontan frage ich mich sogar, wie Callaghan diesen Angriff überstanden hätte bzw ob Ondine sich (und andere) im Notfall sogar vor ihm schützen könnte. Nur mal so als Nachfrage über das Verhältnis von Cal zu Ondine wissen wir noch nichts, außer dass er sie eigentlich nicht dabei haben wollte, oder? Vielleicht hatte er ja schon eine Gefahr gewittert^^.
      Sagen wir mal so: Ondines Kraft ist und bleibt physisch. Das heißt, der Angriff hätte auf einen massiven Klumpen Stahl anders gewirkt, als er auf Cassiopeia gewirkt hat. Nichtsdestotrotz war die Attacke natürlich gewaltig und hätte jeden normalen Menschen zu Brei zermatscht. Es ist ähnlich wie auf PH, als Sanji in Namis Körper steckte und er sich zurückhalten musste, weil Namis Körper seine normale Leistungsfähigkeit nicht hergab. Auf Callaghan hätte der Angriff also (vielleicht) weniger verheerend eingewirkt, zumal die Attacke Cassiopeia auch vollkommen unvorbereitet getroffen hat.^^
      Und nein, zum Verhältnis von Callaghan und Ondine wissen wir noch nichts. Das ist aber ein sehr guter Punkt, den du im Hinterkopf behalten solltest. ;)

      qoii schrieb:

      Als letztes erreichen wir noch Copperfield welches auf mehr als einer Ebene wie die Hölle auf Erden wirkt und ein Zentrum der Industrialisierung Stahlproduktion zu sein scheint. Damit ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Ulysses Plan, da die unterdrückten Laaren sicher sehr gut mit der unterdrückten Arbeiterklasse gegen die unterdrückende Regierung kämpfen können. Weiterhin werden Probleme in dieser Stadt sicher auch große Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Militär von FI haben, da dort sicher nicht nur viele Güter sondern auch Waffen hergestellt werden.
      Ich enthalte mich an dieser Stelle. Nur soviel: Copperfield spielt eine entscheidende Rolle im Plan der Antagonisten.


    • Kapitel 139 - ???

      Kapitel 139 - Grüne Augen; grüne Herzen

      »Wir leben in der Zeit der Bomben und Flüche. Die fountischen Barbaren belagern unsere Häuser, nehmen sich unsere Frauen und kochen ihren Tee mit dem Blut guter lairischer Männer«, verlas der 13-jährige Ulysses McKenna mit der gerunzelten Stirn eines griesgrämigen Greises laut, unzufrieden und ungehört.
      Selbst Brian O’Mara, der neben ihm auf der hohen Mauer die Beine baumeln ließ, zog es vor, die unter ihren Füßen vorüberziehenden Passanten mit pantomimischen Kopfschüssen niederzustrecken. Eine rastlose Angst vor der nächsten Explosion, den nächsten durch die Gassen spritzenden Körperteilen sickerte aus dem zerbombten Hoolahara und scheuchte die wenigen Mutigen, die sich aus der trügerischen Sicherheit ihrer Häuser gewagt hatten, wie Flüchtlinge über den geborstenen Pflasterstein.
      Augenrollend zerknüllte Ulysses das Flugblatt der aufständischen »Lairish Independence Army« in seinen wundgeschlagenen Fäusten und warf es in die tiefen Stadtschluchten, die sich von den Hängen der Cionaoid-Hügel in die menschenleere Hauptstraße ergossen.
      »›Die Founts vergewaltigen unsere Frauen, fressen unsere Kinder und bestechen das Wetter über unseren Köpfen für schlechte Ernten‹«, äffte er die drohenden Worte auf den Flugschriften und Plakaten nach, die die letzten freien Städte der grünen Insel wie die Pocken überzogen. »Abgeschmackt.«
      Von den Nörgeleien seines besten Freundes genervt und in seiner Konzentration gestört, ließ O’Mara die imaginären Pistolen sinken und paffte Ulysses ein beißendes »Alter…!« ins Ohr, um nach einigen Sekunden halbgenutzter Bedenkzeit nachzusetzen:
      »Diese L-I-Arschlöcher sind immer noch besser als Typen wie du, die nur in der Scheiße herumstochern und sich beschweren, dass es überall nach Scheiße stinkt. Sie unternehmen wenigstens was.«
      »Sei kein Idiot.«
      Während er im entzündeten Fleisch seiner schiefen Zähne nach weiteren wüsten Flüchen popelte, ließ Ulysses seinen Blick wie ein entehrter König über die zerstörten, zusammengekleisterten und abermals zerstörten Überreste seiner Heimat schweifen. Streckte er die Hand aus, könnte die zerfurchte Lebenslinie zwischen Daumen und Ringfinger ein verlorenes Reich versunkener Dächer und gebeutelter Menschen beschließen. Im fluoreszierenden gelben Grün seiner Augen türmten sich die verwüsteten Ruinen in einem surrealen Zeitraffer aufeinander, das Steine auf Träume schichtete und Jahrzehnte fountischen Schreckens binnen Sekundenbruchteilen unter frischem Mörtel begrub. Die schwindelerregenden Knoten aus verwinkelten Gassen und Hinterhöfen brachen sich gleich steinernen Schwingen aus den Hügeln frei und der Main Drag, die gewaltige gepflasterte Talsenke im Zentrum allen Elends, erhob sich wie der Leib eines toten Helden aus seinem grünen Grab, um die verhassten Usurpatoren aus seinen Landen zu vertreiben. Die Stadt der Trümmer würde fallen und sich erheben, wieder und wieder und wieder, bis das Fell des fountischen Löwen ausgeschlachtet die Wand eines freien Saoirse Láire zierte.
      »Diese Stadt braucht Krieger«, flüsterte Ulysses wie im Selbstgespräch der lauschenden Höhenbrise zu, »Keine verblödeten Literaten, die im Sitzen pissen. Es—«
      »Wo wir gerade beim Thema sind«, unterbrach ihn O’Mara derb, seinen ausgesessenen Hosenboden wie ein wurmbeladener Streuner auf der Mauer reibend, »Ich brauch dringend was gegen diesen verdammten Ausschlag. Weißt schon, den mir diese Mindy oder Mitsy oder wie immer sie hieß angehängt hat. Erinnerste dich?«
      »Beth«, korrigierte Ulysses angewidert, »Und das Bild deines entzündeten Gehänges werde ich nie wieder vergessen können, danke dafür.«
      »Was beschwerst du dich? Ich bin’s doch, der beim Pissen brüllt, du — hey, ist er das?«

      Ungeniert spießte O’Maras schmutziger Zeigefinger die hagere Gestalt eines schwarzen Mannes auf, der in dieser Sekunde unter ihren löchrigen Schuhsohlen vorbei glitt und keinen Schritt zu tun, sondern sich wie ein eifersüchtiger Schatten an die Fersen der fliehenden Einheimischen zu heften und für den herannahenden Tod zu markieren schien.
      »Tatsächlich. Ein Negro in Hoolahara«, ätzte Ulysses trocken, bevor O’Mara den hohen Zylinder des unheilvollen Fremden mit einer Salve Nasenrotz begrüßte.
      »Jo, Buschaffe! Hier oben!«
      In einer tintensämigen Bewegung löste sich der Schatten von den Stiefeln der Passanten, nahm den besudelten Hut zwischen die schwarzbehandschuhten Fingerspitzen und inspizierte den angerichteten Schaden mit strengen aschbraunen Augen.
      »Es muss wahrlich Schändliches über den Zustand dieser Welt aussagen«, entfleuchte seine frostige Stimme den dunklen Lippen wie ein Schwarm Fledermäuse, »Wenn sich selbst derart handverlesene Exemplare wie ihr Zwei zu solch groben Unternehmungen zu greifen gezwungen sehen, um in diesen erbarmungswürdigen Zeiten die Brotkrumen für den neuen Morgen zusammenzuklauben.«
      Verwirrt kratzte sich O’Mara die strähnigen blonden Haare zu einem strohigen Nest zusammen.
      »Was quatscht die Fotze?«, wollte er von Ulysses wissen, der jedoch nur die rechte Nüster über die linke schniefte und schwieg, während der Fremde ungestört nachsetzte:
      »In den goldenen Zeiten, wie sie bis heute die verrufenen Prachtalleen des schönen Moskva erleben, müsste eure unbehaarte Knabenbrust kaum einen Atemzug für ihren Sold tun.«
      »Knabenbrust?« Angestachelt stemmte O’Mara die Fäuste auf die Mauerkante zwischen seinen aufgestellten Beinen, um sich wie ein drohender Pavian zum Hechtsprung vorzulehnen. »Halt’s Maul, sonst verpass ich dir 'nen zweiten Bauchnabel!«
      »Nun-«
      »Mit meinem Schwanz, Niggerfotze!«
      »Nun…«, ließ sich der schwarze Totenschädel nicht beirren. Als folgten sie einer unsichtbaren Naht, entschwebten seine Finger in die Tasche seines schwarzen Ledermantels, zückten ein blutrotes Seidentuch und entfernten O’Maras Nasenrotz mühe- und emotionslos von der Hutkrempe. »Wenn ich euch einen Rat geben darf, wo ihr verroht und von der Welt verraten worden seid: Zarte Höflichkeiten und sinnliche Lügen locken die geldgebenden Schöße, nicht jedoch ungesittete Zoten unter freiem Himmel.«
      »Wir sind keine Stricher, Arschloch…«, blaffte plötzlich Ulysses, dessen launische Augen grüngolden durch die wilden blonden Locken brachen und den Schattenmann abschätzend musterten. Leidenschaftslos hielt er den tobenden O’Mara zurück, bevor er sich selbst ungelenk gen Vertikale hievte und dem Fremden einen Weg durch die verschachtelten Gassengeflechte der Cionaoid-Hügel deutete.
      »Wenn du Church bist…«, nuschelte er über das wilde Zetern O’Maras hinweg, »Dann hälst du besser deine Schwanzluke und folgst uns. Laura wartet.«
      »Genau«, motzte O’Mara dreckig, »Kriegst auch 'ne Banane, wenn du brav bist!«

      14 Monate später

      Die erstrahlende Sonne spross wie eine goldene Blume über den Trümmerfeldern Hoolaharas in den Himmel und verkündete den gebrochenen Bürgern des Shamrock County einen weiteren Tag in der Hölle.
      Im Schutze der Nacht war es den letzten aufständischen LIA-Funktionären gelungen, in den monumentalen Südturm der McKenna-Destillerie einzudringen und die verbotene Flagge des souveränen Saoirse Láire zu hissen, während die Soldaten Horatio Cromwells das Haupttor gen Hof aufbrachen und die Zinnen der Brennerei mit Kugeln durchsiebten. In zeremonieller Andacht betrauerten die beschossenen, sterbenden Rebellen den Tod der wilden Mähre und verstreuten ihre finalen Flugschriften über den löchrigen Dächern eines alpträumenden Hoolaharas wie Asche über dem Meer. Der Wind und die Streuner jaulten in jener Nacht ein einsames Lied, als die fountischen Schwerter den lairischen Sternenhimmel in Scharlach tauchten und eine ganze Nation verdammten.
      »Oh, es ist eine Schande…«, giftete Stanislav Church der grauen Teleschnecke zu, die neben seinen überschlagenen Beinen auf dem Schreibtisch geduldig lauschte, »Jeder Tag in dieser degenerierten Pampa ist eine Warnung, das Geschenk der Zivilisation nicht an die falschen Völker zu vergeuden. Du hättest hören müssen, mit welch fehlgeleitetem Pathos diese Wilden ihre schwachsinnigen Pamphlete von der Spitze des Turmes gegrölt haben. Kümmerliche Einfaltspinsel. Soweit es mich betrifft, sollte die Regierung dieses entartete Land im Meer versenken und niemals zurückblicken.«
      »Nicht so theatralisch, Church. Damit würden sie gutes Geld in den Wind schießen, das in unseren Taschen besser aufgehoben ist«, widersprach der Zuhörer gelassen, sich offensichtlich königlich über die unüberhörbare Abscheu des Schwarzen amüsierend, »Du kannst den Kopf aber aus dem Ofen nehmen. Sobald du deinen Teil des Plans erfüllt hast, hält dich nichts und niemand davon ab, den nächstbesten Seezug ins süße Limonadenland zu besteigen. Wie läuft es?«
      »Ausnehmend reibungslos«, bekräftigte Church mit zuversichtlichem Blick auf die sonnenüberfluteten Ruinen im Tal. Der Glanz des neuen Tages brach sich erfolgsverheißend in den Fenstern seines stattlichen Landsitzes und sprenkelte das dunkle, knochige Gesicht mit verspielten Lichtflöckchen, »Alles verläuft nach Plan.«
      »Das wollte ich hören und-« Am anderen Ende der Leitung tastete sich plötzlich ein gedämpftes Flehen durch das hohle Echo eines nackten Gemäuers. Angsterfüllte, kauernde Laute verdickten sich zu verzweifelten Stoßgebeten an eine gleichgültige Gottheit. Schlurfende Schritte entfernten sich vom Hörer und verebbten, während die leisen Klagen in markerschütternde Schreie umschlugen. Dann pochende Schläge — Knochen zertrümmerte Knochen und erstickte die gepeinigten Lippen. Stille folgte.
      »’tschuldigung«, meldete sich die Schnecke nach einigen Sekunden mit einem wölfischen Grinsen zurück, »Menschen sind Idioten, und wo wir gerade von Idioten sprechen…«
      »Die Kinder?« Grübelnd versank Church im puderweißen Polster seines herrschaftlichen Sessels, als wolle er kein kostbares Wort verschwenden. »Wenngleich mir diese unmanierlichen und tadelnswerten Burschen noch immer in höchstem Maße zuwider sind, so waren sie doch recht…nützlich. Insbesondere der Größere hat sich als nicht unfähig, wenngleich bemitleidenswert kurzsichtig erwiesen.«
      »Ich sagte doch, die Bengel haben etwas auf dem Kasten. Was ist mit Ulysses…?«
      In Churchs schwarzer Maske klafften tiefe Risse auf. »Der Kurze? Ein grässlich verzogenes Geschöpf. Nicht genug, dass er übellaunig wie ein Betbruder im Rotlichtbezirk ist — er zeigt dazu nicht den winzigsten Funken von Begeisterung für meine Arbeit, geschweige denn ein grundlegendes Verständnis. Als Wasserträger ist er jedoch vertretbar. Zumindest, sofern man ihm im Idealfall noch aufmalt, was er wohin zu schleppen und wo anzuschließen hat.«
      »Unterschätze niemals die Wasserträger, Stanislav«, mahnte die graue Teleschnecke halbironisch, »Und werd nicht fahrlässig. Der Zeitplan muss eingehalten werden. Es darf nichts schiefgehen.«
      »Sei unbesorgt, alter Freund. An diesem Punkt kann und wird — wie du es ausdrückst — ›nichts mehr schiefgehen‹.«

      Ein Jahr später

      »Wie konnte das alles nur so scheiße schiefgehen?!«
      »Er hat’s versaut.«
      »Du weißt, was passiert, wenn-«
      Ulysses wusste, was passieren würde und trat seine eigenen Beine rücksichtslos aus dem Weg, um das todbringende Wenn nicht geschehen zu lassen. Der grüne Trampelpfad unter seinen Stiefeln neigte sich zu Ehren dieses letzten Ganges und selbst die unschuldigen Maiglöckchen senkten die schneeweißen Häupter in stummer, trauriger Anerkennung.
      »Ulysses…«, wisperte die Teleschnecke in seine Hände, »Es wird alles wieder gut, oder?«
      Er überlegte nur kurz, bevor er ein zahnloses Lächeln lächelte und sich die ungezügelten blonden Locken aus den Augen schob, um den sommerblauen Himmel zu bewundern. Für diese eine Sekunde verspürte er Ruhe und fragte das Mädchen am anderen Ende der Leitung:
      »Magst du mich, Aurora
      »Aber…ja«, hauchte die Teleschnecke nahezu lautlos, dafür jedoch hörbar errötend.
      »Dann wird alles wieder gut«, grinste Ulysses’ gelbes Gossengebiss strahlender und hässlicher als jemals zuvor und legte auf. Das Ende seiner langen Reise lag vor ihm.
      Aus der Ferne war er einst über die endlosen Grasmeere gewandelt und hatte Killenick, die Krone der grünen Insel, aus den Augen eines Schiffbrüchigen auf hoher See betrachtet. Die Hoffnungen und Erwartungen seiner kindheitslosen Kindheit hatte Ulysses in dieser einen, perfekten Fantasie verwahrt und sich geschworen, sie eines Tages zu öffnen und Wirklichkeit werden zu lassen. Ein ganzes Leben, um enttäuscht zu werden.
      In seinen Träumen und den Momenten zaghafter, vorsichtiger Spaziergänge durch die sehnlichsten Fantasien und Wünsche seines Herzens, hatte die große Stadt vor ihm mit der Verheißung und Verlockung eines glorreichen Sieges geknickst, mit den wehenden Flaggen der wilden Mähre bekränzt und erfüllt vom Freudentaumel der Beschützer und Rächer ihrer befreiten Nation. Doch nun, da die letzte Schlacht geschlagen war und das Blut toter Helden durch die verbrannte Erde in namenlose Gräber sickerte, bejubelten die Bewohner von Killenick einen falschen Gott.
      Die Herrschaftsinsignien der fountischen Krone prangten stolz und eitel auf ruhmreich geschwenkten Bannern und Standarten, die ganze Stadt lustwandelte auf einer Welle der Euphorie für einen ungerechten Frieden. Ulysses musste würgen. Die traditionsreichen steinernen Burgen und Langhäuser, durch die stählerne Erzadern wie Venen pulsierten, sonnten sich auf den unberührten Grasebenen und in dem göttlichen Glanze, der sich in den verchromten Fenstergalerien der herrschaftlichen Bauten spiegelte. Früher hatte er ehrfürchtig zu dieser Verquickung aus Stein, Stahl und Glas, Altertum und Moderne hinaufgeblickt und die straßenlose Stadt auf ihrem grünen Bett zu seinem paradiesischen Gefilde auf Erden auserkoren; heute starrten ihn die hohen Türme und prachtvollen eisendurchzogenen Fassaden seines langersehnten Killenicks kalt und herablassend nieder. Die stählernen Windräder erhoben das götzenhafte Konterfeil der Seuchenkönigin Catherine I. in die wolkenlosen Himmel und von den verzweigten Streben der gewaltigen Strommasten, an die sich Bäume und Gräser und Schlingpflanzen wie Liebhaber schmiegten, hingen die Farben Fountleroy Islands und vergifteten das grüne Herz seiner verlorenen Heimat.
      Ulysses’ traumhafte Illusion war von der Realität korrumpiert worden; schloss er die gelbgrünen Augen, glaubte er das hämische Brüllen des fountischen Löwen in den Häuserschluchten widerhallen zu hören.

      Die gleißende Sonne plusterte sich bereits in ihrem Zenit weit über dem Horizont auf, als er die kreisrunde Parkbank erreichte und sich schnaufend niedersetzte. Rücken an Rücken mit dem Mann, der sein Schicksal entscheiden sollte: Ein geschniegelter strohblonder Hinterkopf, der wie eine Sonnenblume aus einem unbezahlbaren lindgrünen Nadelstreifenanzug herauswuchs und die goldgeschmückten Finger mit der selbstgefälligen Leichtigkeit eines brillanten Pianisten in der Luft tänzeln ließ.
      »Was versprach der Tod den Menschen?«, säuselte die lichte Gestalt und kräuselte die seidenen Lippen in dem Wissen, dass Ulysses’ Antwort lauten würde:
      »Frieden durch Krieg.«


      Ihr blassblaues Auge erblühte zu einem flutenden Mandala, in dem sich die Farben des Lebens und Am-Leben-seins kaleidoskopisch spiegelten. Ein Aquarell aus Familien und Verliebten, die sich suchten und sich fanden, die weinten und tanzten auf den bunten Blumenmeeren des großen Marktplatzes von Killenick. Bevor sie sich versah, ergriff ein wiedervereintes Paar ihre Hand, verwirbelte sie zu Blütenstaub und entließ sie in den frohlockenden Strudel des Lachens und der Musik, der hohe Wellen gegen die efeuumrankten Mauern der umliegenden Geschäfte und Restaurants schlug. Das wallende weißblonde Haar sprudelte wie ein Heiligenschein um ihr strahlendes Gesicht und ließ die zarten Sommersprossen auf ihrer Nase glühen. Nur die starke Schulter ihres Geliebten hätte es gebraucht, um diesen Augenblick vollkommen und schwerelos zu machen.
      »Ein Kuss!«, flehte sie der junge Offizier eines zersplitterten fountischen Regiments an, just bevor ihm ein lairischer Infanterist lallend in die Parade fuhr:
      »Nein, küss mich! Nicht den Teetrinker!«
      »Ich bin leider vergeben!«, winkte sie ab, »Küsst doch einander!«
      Verdutzt tauschten die Soldaten einen zweifelnden Blick, in ihren Uniformen jedoch nicht länger den ärgsten Feind, sondern einen Leidensbruder erkennend, und fielen sich in die Arme. Grölend küssten sie sich auf die Wange und wankten davon, trunken vom Glück, noch am Leben zu sein.
      Indes tanzte sich das Mädchen durch die feiernden Massen in eines ihrer Lieblingscafés am Rande des Spektakels. Auch hier genossen die Menschen den neuen Frieden, saßen und tranken und sahen sich an den ausladenden Festen satt.
      »Jo, Fräulein!« Ein stattlicher junger Soldat bot ihr einen Stuhl an seinem Tisch an - und damit die vermutlich letzte freie Sitzgelegenheit auf dem ganzen Marktplatz. Sie wollte bereits ablehnen, bemerkte dann aber das pummelige Mädchen an seiner Seite und ließ sich dankend niedersinken.
      »Wir gehen bald«, versicherte er ihr über den Dampf seines Kaffees hinweg, »Dann gehört der Tisch ganz dir.«
      »Oh, das ist wirklich lieb!« Lächelnd reichte sie ihm die Hand. Seine Finger ergriffen die ihren stark und sanft zugleich, als imitierten sie die sanften nachtblauen Augen in seinem harten Gesicht.
      »Ich bin Madison«, stellte sie sich vor.
      »Cathal.« Soldatengalant lüftete er seine grüne Armeekappe, die ihn als ruhmlosen Verlierer des sinnlosen Aufstandes gegen die fountische Krone brandmarkte. »Das ist Bloom.«
      Das pausbäckige Mädchen verzog die feiste Schnute zu einer hochnäsigen Fratze und verurteilte Madison stumm für ihr glänzendes winterblondes Haar, ihre schlanken Taille und die entzückenden Sommersprossen auf ihrem feingeschliffenen Näschen. Zu stolz, um der perfekten Madison die Hand zu schütteln und zu wohlerzogen, um es nicht zu tun, packte sie den zarten Unterarm der Blondine und rüttelte ihn wie einen reifen Apfelbaum.
      »Seid ihr Geschwister?«, fragte Madison mit einem gequälten Lächeln, das die Schmerzen in ihrem Handrücken nur maßig zu überspielen vermochte.
      »Besser«, lachte Cathal und tätschelte Blooms wuscheliges tiefbraunes Kraushaar, »Wir hassen uns bis aufs Blut.«
      »Willst du die Hand verlieren?«, knurrte Bloom, worauf Cathal seinen Arm aus dem Bärenkäfig rettete und auf den Tisch neben seinen halbgeleerten Kaffee stemmte.
      »Erzähl«, triezte er nun Madison in der Manier tratschwütiger Schulmädchen, während er auf die edelstählerne Halskette deutete, an der sie nervös nestelte. Ertappt ließ sich das junge Mädchen zu einem Grinsen hinreißen, dem Bloom am liebsten die schneeweißen Zähne ausgeschlagen hätte.
      »Wie heißt er?«, ließ Cathal nicht locker, »Oder…sie?«
      »Was?«
      »Hey, ich urteile nicht. Liebe ist verzwickt.«
      »Du musst es ja wissen«, stichelte Bloom - wofür ihr Schienbein einen verborgenen Tritt kassierte, der ihr den Magen umstülpte.
      Madison, die in ihren Gedanken längst mit ihrem Geliebten an den grünen Küsten der Insel salzige Seeluft atmete, überließ das ungewöhnliche Duo ihren Kindereien. Erst die herannahende Kellnerin sollte sie in das frohlockende Killenick zurückholen und Cathals verschmitzten Blicken erneut ausliefern. In seinem markanten, kernigen Gesicht verschmolz die Begeisterung eines naseweisen Jungen mit der verträumten Hoffnungsfreude kleiner Mädchen, die mit ihren Plüschtieren und Anziehpuppen Hochzeit spielen.
      »Du lässt nicht locker, hm?«, schmunzelte Madison, nachdem sie ihren georderten Kamillentee erhalten und großzügig gezuckert hatte. Sein Kopfnicken vorwegnehmend, begann sie:
      »Er ist Soldat, wie du. Aber er steht aufseiten der Regierung.«
      »Passiert den Besten«, pflaumte Bloom, ein Pflaumentörtchen mampfend. Madison ignorierte sie geflissentlich.
      »Er hat mich hierher bestellt. Wir hatten unser erstes…Rendezvous hier.«
      »Wie süß«, lächelte Cathal verschmitzt, doch Madison schüttelte die winterblonde Mähne und lachte kurz auf.
      »Ich habe ihm eine geklebt und bin gegangen. Er war ein sturer, grober, unflätiger Wüstling.«
      Mäßig mitfiebernd hoben sich Blooms buschige braune Brauen.
      »Und was hat sich geändert?«
      »Nun…nichts.« Ohne Zutun ihres Bewusstseins wanderten Madisons Finger erneut zu der edelstählernen Halskette und drehten den schwarzen Edelstein in ihrer Mitte wie eine verwunschene Münze. »Aber manchmal erkennt man beide Seiten. Und dann ergibt alles einen Sinn.«
      Bloom schien nicht überzeugt, Cathal hingegen nickte verständiger als ein Gläubiger in der Messe:
      »Es ist wahr, Bloom, und irgendwann wirst du es auch verstehen, sobald…naja, sich mal jemand für deine Seiten interessieren sollte.«
      »Halt dein Maul, du-!«
      Mit einer strengen Handbewegung schlug er Blooms zeternde Worte aus der Luft, um Madison allein lauschen zu können. Cathal spürte, dass sein romantisches Herz im Gleichklang mit der Brust der schönen Blonden schlug und ihre Geschichte die Geschichte einer großen Liebe war.
      »Er ist stark und furchtlos«, schwärmte Madison; die aufkeimenden Vertrauensbande zwischen ihr und dem feinfühligen Cathal spürend und spiegelnd, »Ich fühle mich sicher und geborgen in seiner Nähe, weil ich weiß, dass er mich beschützen wird. Immer.«
      Bloom schnaufte laut auf. »Große Klasse, Prinzessin. Sehr fortschrittlich.«
      »Verzeih, dass ich deinen emanzipatorischen Ansprüchen nicht gerecht werde, kleine Lin-Lin.«
      »Ich hoffe für dich, du meinst damit nicht mein-«
      »Jedenfalls…wie soll ich sagen. Ich kann mich auf ihn verlassen. Er ist klug und erwachsen und…egal, wie unüberwindbar die Hürde scheint, egal wie groß das Problem ist und wie gefährlich der Sturm braust…Ich kann mich immer darauf verlassen, dass er weiß, was zu tun ist.«


      Er hatte keine Ahnung, was er tun sollte. Seit einer und zwei Ewigkeiten tigerte der junge Soldat wie ein launischer Hauskater durch das kleine Juweliergeschäft, drückte sich die Nase an dem Glas der Auslagen platt und haderte mit dem ungestümen Impuls, der seine Füße in das Herz dieses sündhaft funkelnden Fegefeuers getrieben hatte. Selbst die schöne Fremde, die sich seiner armseligen Gestalt erbarmt und vor dem profitgierigen Juwelier gerettet hatte, schien ihn nicht aus seiner endlosen Zerreißprobe erlösen zu können.
      »Ich bin ein Narr«, brummte er hilflos und haareraufend, bis dicke schwarze Büschel an seinen schweißnassen Händen klebten, »Das ist sinnlos.«
      »Mit dieser Einstellung gewiss«, bemutterte ihn seine unverhoffte Helferin altklug. Mit der Eleganz eines Schwans, der über kristallklare Seen gleitet, schwebte ihre weiße Hand über die Auslagen und Glasbehälter, in denen Diamanten und Perlen und Saphire verheißungsvoll schimmerten.
      »Vielleicht hilft es dir, wenn…?«
      In einer schwungvollen Bewegung warf sie plötzlich ihr honigblondes Haar in den Nacken, stürmte auf den bemitleidenswerten Soldaten zu und presste ihre makellosen Hände gegen seine angespannten Schläfen.
      »Was zum…?!« Sofort verkrampfte sein Gesicht zu Stein, doch die Wärme ihres Fleisches und der zuckrige Duft ihrer Haut zerbröselten seine Mauern unter ihren Fingerkuppen.
      »Schließ die Augen!«, befahl sie ihm psychedelisch, »Male ein Bild von ihr auf die schwarze Leinwand vor dir…und jetzt stelle es dir vor: Ihr Gesicht, wenn du ihr den Antrag machst. Du kniest vor ihr. Ihre Augen erhellen sich, als würde eine Sonne in ihrem Inneren aufgehen und allein für dich erstrahlen.«
      Während sie seinen Geist mit Bildern und Träumen benetzte, leuchteten ihre sturmgrauen Augen über den hohen Wangenknochen ebenso fantastisch wie die Visionen, die sie in ihm heraufbeschwor.
      »Dann öffnen sich ihre Lippen, erblühen für dich wie eine Blume und ihr Lächeln ist deine Antwort, noch bevor sie die Worte ausspricht, die du dir so sehr herbeisehnst…Siehst du ihn, siehst du diesen perfekten Augenblick?«
      Er nickte — und die Zornesfalte, die seine Stirn spaltete, verebbte langsam zu einem Ausdruck der entrückten Zufriedenheit.
      »Gut. Dann sag mir jetzt: Welchen Ring hälst du dabei in den Händen?«


      Der Fremde aus Licht und Lächeln legte das sonnenbeschienene Haupt schief, während das winzige Fläschchen grünschillernd durch seine gebräunten Finger flackerte.
      »Wie viel Zeit hätte ich?«, fragte er gelangweilt; die Antwort, so schien es Ulysses, wäre kaum mehr als vergeudeter Atem. Lange zögerte er, bevor er sein Schicksal in die Hände des Hinterkopfes auf der anderen Seite der Sitzbank legte.
      »Ein Blinzeln. Vermutlich weniger.«
      Augenblicklich ruckelte der Rücken an seinem Rücken unter dem Gewicht eines eigentümlichen Kicherns, das dem Kichern eines unbeschwerten Kindes vor seiner Geburtstagstorte glich. Ein Bein über das andere schlagend, lehnte sich der Fremde zurück und legte den Nacken über Ulysses’ Schulter, sodass sein wunderschönes Gesicht neben dem zerrüttetem Profil des Jungen wie ein Geist erschien. Reflexartig riss Ulysses den Kopf herum, um dem Boten seines Untergangs nicht begegnen zu müssen.
      »Erscheint mir nicht gerade intelligent«, flötete sein strahlender Richter direkt gegen sein Ohr, »eine Bombe ohne Zeitzünder zu konstruieren. Dieses kleine Problemchen hängt nicht zufällig mit einem gewissen Negerwissenschaftler zusammen, der kürzlich ohne Gesicht von seiner ›Studienreise‹ zurückgekehrt ist?«
      Mit aller Kraft zwang Ulysses das Haupt gegen seine bebende Brust, um jede Faser seiner erstarrten Miene unter den wilden blonden Locken zu begraben. Er wollte, konnte, durfte kein Wort aus seiner Kehle entweichen lassen und presste sich die zusammengeschmiedeten Lippen an den abnormen Zähnen blutig.
      »So, so…«, grinste die lichte Gestalt gehässig, »Keine Antwort ist auch eine Antwort. Das solltest du dir merken.«
      »Tun Sie’s?«, fragte der Junge plötzlich barsch. Er war es leid, mit dem Tod zu spielen und die letzten Momente seines Lebens mit falschem Hoffen zu vergeuden. Zu keiner Sekunde hatte er die Worte erwartet, die folgen sollten:
      »Aber natürlich, alter Knabe.«
      Fassungslos gingen die grünen Sonnen in Ulysses’ Augen über den dunklen Horizonten seiner Lider auf, zu überwältigt und verstört für einen einzigen klaren Gedanken. Der Bruchteil eines Herzschlags zog vorüber, in dem er, der verzweifelte Bittsteller, seinen goldenen Retter direkt anblickte und doch blind war für die silberklaren Augen, die auf ihm ruhten. Unfähig zu erkennen, ob der Fremde nur sein eigenes erleichtertes Lächeln spiegelte oder tatsächlich und wahrhaftig selbst Erleichterung empfand, fragte Ulysses:
      »Aber…wieso?«
      »Weil ein Augenaufschlag nicht weniger als eine Ewigkeit in meinem Leben ist, alter Knabe. Das habe ich mit Gott gemein, und deshalb hat mich unser gemeinsamer Freund auserkoren.«
      Beschwingt schnellte die fluoreszierende Gestalt auf ihre edelschwarzen Slipper, sich die goldenen Manschettenknöpfe richtend und den bedröppelt dreinblickenden Jungen über die Schulter hinweg inspizierend.
      »Eine Frage…«
      »Ja?«, keuchte Ulysses atemlos.
      »Hätte ich abgelehnt…wie gedachtest du, die Bombe zu zünden?«
      Abermals nahm der Fremde das Schweigen als Antwort, bevor er in einer Explosion aus Licht und Wärme verschwand, die er der Göttlichkeit selbst entliehen haben musste. Letzte Funken verwehten in der Brise, als Ulysses die geblendeten Augen wieder aufzuschlagen wagte und gegen die Sonne eines todgeweihten Killenicks anblinzelte.


      Zitternd, abwägend, schwitzend fummelte die Hand des jungen Soldaten an dem Ringetui wie an ihrem ersten Büstenhalter, hingerissen und angsterfüllt von der Aussicht auf Fleisch und Scham. Die Stimme des Mädchens im Juwelier echote durch seinen leergefegten Verstand und hatte Recht behalten: Das wunderschöne Gesicht seiner Geliebten erblühte wie eine vollendete Blume vor seinen Augen, strahlender als der Sommerhimmel über ihren Köpfen und die Blütenmeere, die den Marktplatz mit Regenbögen überfluteten. Er hätte die Ewigkeit damit verbringen können, die Sommersprossen auf ihrer Nase zu zählen und durch die seidigen Strähnen ihres winterblonden Haares zu streichen, das im Mittagslicht wie der weiße Schleier einer Braut wallte. Seiner Braut.
      »Madison…«, stotterte er zwischen dem Lachen und dem Tanzen der feiernden Massen, »Du und ich…wir…«
      »Was hast du vor, du alberner Kerl?«
      Ein letzter Atemzug trennte ihn vom Rest seines Lebens.
      »Willst du—«
      Kapitel 140 - Miasma

      Alles war Feuer und alles war Eis.
      Kalte weiße Sonnen blähten sich über ihrem gefesselten nackten Körper auf und speisten die piependen Apparaturen in ihrer polierten Folterkammer mit Hitze. Der Stahl lebte und beobachtete sie, pulsierte und fieberte wie ihre zusammengeflickten Wunden und das verstümmelte Fleisch, das sie gefangen hielt. In weiter Ferne schabten bereits die Kiefer der Mäuler, die die Zähne für ihre gottlose Mahlzeit schärften. Mercedes mutmaßte, was ihr dieses Mal genommen würde. Ihre Augen? Ihre Hände? Ihr zweites Bein? Bevor sie den lähmenden Stachel spürte und ihr Dasein erneut endete, hörte sie die Schreie ihres Bruders und das Surren der Glühwürmchen, die zwischen schwarzen Diamanten schwarze Pollen ernteten.
      Der Schlaf flutete über sie hinweg und ließ den unerträglichen Flammen kühle Tage voller Nichts folgen. Mercedes war Tau, der von einem Zweig auf ein Blatt tröpfelte, von einem Blatt auf einen Pilz, von einem Pilz auf…
      Schwer und verklebt waren ihre Lider, als ihr Geist zurück in die Feuer dämmerte. Das Fieber loderte schwelbrandig und hatte längst begonnen, die letzten Überreste ihres Körpers zu verseuchen. Kaum imstande zu atmen, ließ Mercedes den kahl geschorenen Kopf zur Seite kippen und zwang ihren verkrusteten Lippen ein triumphierendes Lächeln ab. Ich sehe euch.
      Sofort steckten die weißen Schatten an der Wand die mundlosen Köpfe zusammen und tuschelten.
      Ich sterbe. Sterbe euch unter den Händen weg und ihr könnt es nicht aufhalten.
      Sie versuchte zu lachen, doch der Stachel war schneller und vereitelte ihren Tod.

      Der Frosch auf dem Seziertablett versteht nichts von der Biologie; Mercedes hingegen verstand plötzlich und erwachte schreiend auf dem Operationstisch. Sie schrie, erschrak vor ihrer eigenen Stimme und schrie weiter — denn sie musste erkennen, dass sie überlebt hatte. Die vormals kollabierten Lungen sogen nährende Atemluft wie einen frischen Frühling in ihre Brust, die grässlichen Wundränder auf ihrer Haut pumpten nicht länger den todbringenden Eiter in ihre Blutbahn und das sengende Fieber, welches ihre Nerven bei lebendigem Leibe verbrannt hatte, war einer entsetzlichen geistesgegenwärtigen Klarheit gewichen. Nach den endlosen Tagen, die zu Nächten geworden waren und den Nächten voller Tageslicht, nach den Flammen und den Schatten und der Unbarmherzigkeit ihres Martyriums war Mercedes zu sich selbst zurückgekehrt. Pures Leben durchspülte ihren wiedergeborenen Körper und drang mit jedem Atemzug tiefer in ihre Poren ein. Wie die Schwingen eines Adlers blinzelten ihre Wimpern den Staub und den Schlaf aus den erglühenden Augen, bereit, abzuheben und das weiße Verlies hinter sich zu Schnee zerfallen zu lassen. Zentimeter um Zentimeter folgte Mercedes im Geiste ihren eigenen Muskelsträngen, bis sie ihre Finger und die Kraft fand, jene zu Fäusten zu ballen. Ich lebe. Ich lebe und ich werde—
      »Sterben«, echote plötzlich eine vertraute Stimme durch die metallenen Gebeine, die neben dem Operationstisch aus dem Beton einer alten Lagerhalle ragten, »Du wirst sterben.«
      Wie der Schatten eines lauernden Raubvogels zeichnete sich das Gesicht einer gealterten Clementine Coulomb vor knisternden Glühbirnen ab und schien auf die Antwort einer niemals gestellten Frage zu warten. Unfähig zu begreifen, wie viele Jahre seit ihrer Entführung über das Antlitz der Welt hinweggespült sein mussten, erstickte Mercedes an einem stummen Schrei.
      »Hör mir zu«, hallten die Worte ihrer Mentorin an den rostigen Wänden der Lagerhalle wieder, »Du wirst sterben. Was tust du?«
      Mercedes’ Kehle krächzte wie verschüttet, und doch war es ihre eigene Stimme, die in dieser Sekunde hart antwortete:
      »Überleben.«
      Keuchend schleppte sich eine reifere, schönere Mercedes auf ihrem Kanonenbein an Clementines Seite und stemmte sich atemlos gegen den Operationstisch. Winzige Schweißtröpfen glitzerten auf ihrer erblassenden Stirn und kullerten wie gläserne Perlen von den herabfallenden Strähnen auf die Wange der gefesselten Mercedes, die unaussprechlich verstört in ihre eigenen Augen starrte und nichts als Missbilligung fand.

      Wenige Minuten zuvor

      Selbst Gott musste ihm diesen Sieg über die Natur des Sterbens und Vergehens neiden, befand Stanislav Church auf seinem Rundgang durch die Eingeweide seiner blutigen Laboratorien. Regungs- und richtungslos quollen die verrenkten Leiber seiner Versuchsobjekte ineinander und erinnerten ihn an die Engel in den alten caligulanischen Gemälden, die Teddy in seinen leichtfertigeren Tagen missbraucht hatte, um dralle Naivchen mit ergötzlichem Halbwissen zu beeindrucken. Churchs alte Kehle gluckste auf. Ohne es zu beabsichtigen, hatte er seine Wissenschaft zur Kunstform erhoben. In den glotzenden Glasaugen seiner Pestmaske spiegelten sich totenstille Pinselstriche, die für ihn allein einen tosenden Ozean einfingen. Der Busen der Frauen und die wogenden Rundungen ihrer Hüften schenkten seinen Wassern die Wellen, auf denen sich Schaum aus verzerrten Kindermündern zu Gischt verflüchtigte, und ihre erstickenden Schreie hallten hinter den Rändern des Vogelschnabels wie das endlose Rauschen und Raunen der Fluten wider und wider und wider. Auf seiner Plattform über dem Meer der Leichen thronend, fühlte Church den Stolz des Kapitäns und die Macht eines gnadenreichen Schöpfers. Er hatte Schönheit im Alptraum kreiert; Musik komponiert, wo selbst das Schweigen verstummt, und er würde die See spalten, auf dass sich ihre tiefsten Tiefen wie der Schoß einer Hure ihm allein entblößten und Untertan machten.
      »Labt euch…«, flüsterte seine zerrüttete Stimme den giftigen Nebeln zu, die sich faulig und formlos an den verschlungenen Leibern vergingen, sich katzenhaft um seine Füße wanden und an den Spitzen seiner schwarzen Handschuhe leckten.
      »Bald schon…«, keuchte der Pestdoktor, »Bald schon werdet ihr—?!«
      Plötzlich jagte der stumme Alarm rote Blitze durch Churchs Refugium und brach sich kaleidoskopisch im spitzen Vogelschnabel der aufschauenden Maske. Die Schimmer des Mondes, die sich durch die winzigen Fensternischen des Daches in die verbarrikadierte Lagerhalle quälten, verquollen mit den flackernden Blinklichtern zu fluoreszierenden Schemen an den Wänden und ließen den Pestdoktor für eine Sekunde innehalten. War Gott gekommen, um ihn zu strafen? Nein. Denn er war der Tod geworden, und Gott brauchte ihn.

      Das große Hauptlager des Hallenkomplexes lag in der stummen, ehrfürchtigen Dunkelheit eines metallenen Himmels begraben. Groteske Apparaturen mit scharfen Kanten und bohrenden Spitzen hingen wie Galgenvögel an Eisenketten vom stählernen Gebälk, unter dem kohlenfressende Maschinen nach der nächsten Ladung darbten. Die Kinder der Liebe mittelalterlicher Folterinstrumente und neumoderner chirurgischer Präzisionswerkzeuge hingen aufgebahrt an den rostverkrusteten Wänden und glänzten zum Schnitt bereit im kalten Glanz eines dünnen, feigen Mondlichts.
      »Kinder! Ich bin zuhause!«, dachte Mercedes auf ihrer Pirsch durch diese schwarze Metallhölle zynisch. Mit gezückter Pistole und knirschenden Zähnen wühlte sie sich durch die rußende Finsternis und fühlte sich wie eine Jägerin ohne Beute.
      »Wir sind die Weltregierung. Überall sind Schatten«, äffte die Stimme in ihrem Kopf das pseudobedeutungsschwere Gebrabbel des Regierungsagenten nach, dessen Gesicht in ihrer Erinnerung weder Augen noch Ohren noch Lippen besaß. Nur eine Nase, die sich in aller Leute Angelegenheiten zwängte. Schnaubend hievte Mercedes ihr in dämpfende Tücher gewickeltes Kanonenbein weiter voran, vorbei an riesigen Stahlpressen und undefinierbaren Konstrukten, deren lange Schatten Insekten im Mondlicht imitierten. Ein Teil der Kopfgeldjägerin war sich sicher, die monströsen Kreaturen würden sich erheben und ihr folgen. Wie Tinte, die sich aus Papier erhebt. Urplötzlich überkam Mercedes die wahnwitzige Idee, ohne es zu ahnen in ihre eigene Seele gestolpert zu sein. Einmal zu oft falsch abgebogen, die falsche Gabelung an der falschen Kreuzung genommen — sofort verdammt, bis in alle Ewigkeit.
      »Wenn’s läuft, dann läuft’s…«

      Schlurfende Schritte schleppten Church an das gewaltige verriegelte Portal, hinter dem das Fleisch endete und der Stahl begann. Ein letztes Mal ragte der eiserne Vogelschnabel über die Schulterklappen seines schwarzen Mantels, bevor sich der Pestdoktor durch die massiven Tore schob und sein Meisterwerk hinter sich einschloss.
      Vor seinen leeren Glasaugen verneigten sich die Schatten der großen Maschinen zu Ehren ihres dunklen Führers. Drohend, unheilschwanger und gebieterisch schnitt seine hagere Silhouette durch die endlosen Gänge zwischen den aufragenden Apparaten, zuweilen die Hand auf eines der metallenen Monstren legend und in die Leere lauschend. Längst schloss Church einen Fehlalarm aus; wusste, dass er nicht allein war. Ein erbarmungswürdiges Geschöpf hatte es gewagt, die Tore seines Heiligtums aufzustemmen und sein Genie zu stören. Wie viele hatten schon den selben unentschuldbaren Fehler begangen? Waren auf der Suche nach kostbaren Altmetallen oder einem warmen Schlafplatz durch die Überreste der alten Maschinen gestromert und ihm direkt in die ausgestreckten Arme gelaufen…
      Frauen, deren Männer nach einem harten Abend in der Bar die Launen des Tages an ihnen auszulassen versucht hatten; Kinder, vom Leben verraten und mutterlos; betrunkene Schläger auf der Suche nach ihren Frauen. Dutzende hatten sich bereits zu seinen Füßen hingeworfen, um Gnade gewinselt und zu der wankelmütigen Gottheit gebetet, von der Stanislav Church einst selbst Erlösung erfleht hatte. Und so, wie er sich seinerzeit an den verschlossenen Toren des Himmel die Hände blutig gekratzt hatte, waren auch die Verlorenen und Unglücklichen vor seiner Tür an Gottes Starrsinn gescheitert. Er selbst hatte sie erlösen müssen, nicht der Pantokrator der Firmamente und Sterne über ihren hilflosen Schöpfen. Er selbst, Stanislav Church, hatte ihnen die gnadenreiche Ruhe geschenkt, die ihnen der Ach-so-Allesvergebende derart hartherzig verwehrt hatte. Auch der jämmerlichen kleinen Kreatur, die sich nun in seine Werkstätten verirrt hatte, würde Church Frieden schenken. Beständig lauschte er dem Tippeln ihrer Füßchen auf dem kalten Betonboden seiner Lagerhalle und erkannte, dass sie verletzt war. Sie zog ein Bein nach, diese geschundene und gebeutelte Kreatur. Church würde ihre Schmerzen vergessen machen, sobald er sie zu fassen kriegte. Sekündlich kreiste er sie weiter ein, heftete sich enger und enger an ihre hinkenden Fersen, bis er ihren Weg durch die verwunschenen Stahlwälder vorausahnte und sie hinter den Zahnrädern eines monolithischen Motorgetriebes erwartete. Bibbernd wie ein Kind wagte sich der Schatten dieser verirrten Seele durch das Mondlicht bis an die dunkle Ecke, in der sie ihr Retter empfangen und erlösen würde. Church war bereit, seine Gnade über ihr auszuschütten. Er war der Tod und er würde sie — erwischen.
      Blitzartig schoss seine schwarze Hand aus dem Finstern, doch Mercedes war schneller, duckte sich unter den gierigen Handschuhen weg und schleuderte ihr Kanonenbein mit wütendem Schwung gegen den lauernden Pestdoktor. Jener hastete geistesgegenwärtig mehrere Meter in die Luft, seinem vermeintlichen Opfer noch im Sprung die Pistole aus der Hand tretend. Instinktiv stützte er sich an den Eisenstreben in seinem Rücken ab und rettete sich wie eine schwarze Katze im Hechtsprung in eine sichere Nische, wo er mit Entsetzen mitansehen musste, wie der massive Stahl unter dem Einschlag des ungebetenen Gastes zerbarst, vornüberkippte und unter ohrenbetäubendem Lärmen in seine Richtung krachte. Nur im letzten Moment gelang dem Pestdoktor die Flucht, hinaus aus dem Dunkel und zu einem unscheinbaren Hebel an der Wand, der auf einen Handgriff hin knisternde Lichtkegel über der Lagerhalle ausgoss.
      Geblendet kniff sich Mercedes die gleißenden Funken aus den Augen und stolperte rücklings durch die zersplitterten Stahlträger, bis ein gellendes Knirschen ihre Prothese packte und am Boden festkrallte. Während sie sich noch die kräuselnden Schatten aus dem Blickfeld blinzelte, versuchte ihr menschlicher Fuß vergeblich, ihr falsches Bein mithilfe eines tatkräftigen Tritts aus den scharfkantigen Fängen eines zerborstenen Ladekrans zu befreien. Wieder und wieder wuchtete sie den Absatz ihres Stiefels gegen die massive Fessel, trieb die zerklüfteten Eisenzähne damit jedoch nur tiefer in die Verzahnungen ihrer Kanone. Zwischen den fruchtlosen Hammerschlägen ihres Hackens und dem fluchenden Schnauben ihrer Nüstern vernahm Mercedes’ siebter Sinn plötzlich den lautlosen Herzschlag des geduldigen Jägers. Ihr inneres Radar, das andere Menschen Haki nannten, schlug aus und ließ die Kopfgeldjägerin im entscheidenden Moment herumfahren, um das nahende Bein ihres Angreifers mit bloßen Händen abzufangen. Die Energie eines Orkans toste um ihre Arme und riss ihren perfekten Zopf entzwei, just bevor sich das vogeläugige Monstrum aus ihrem Griff befreite und auf der Luft selbst in sichere Entfernung sprintete.

      »Und wer…sind Sie?«, japste Church atemlos in das elektrische Dämmerlicht, in dem noch immer die rostigen Blutstropfen der niedergerungenen Maschine flockten. An Bug und Heck des Schiffswracks aus Geröll standen sich die Kopfgeldjägerin und der Pestdoktor gegenüber; gleichgültig und verständnislos beim Anblick des jeweils anderen.
      »Das ist eine wirklich abscheuliche Maske«, sagte Mercedes ruhig, »Wie muss da erst dein Gesicht aussehen?«
      »Oh…beten Sie, es nicht herausfinden zu müssen, Miss…« In dieser Sekunde wurde Church der ehernen Prothese gewahr, die die Braunhaarige möglichst unauffällig aus ihrem stählernen Gefängnis zu befreien versuchte. »Miss Mercedes Delacroix, aber natürlich. Verzeihen Sie, dass mir Ihre atemberaubende Schönheit nicht Hinweis genug war, aber lassen Sie es mich wiedergutmachen, in dem ich Ihnen versichere, dass Sie dem Ruf, der Ihnen vorauseilt, nicht nur gänzlich entsprechen — Nein! — Sie übertreffen ihn sogar noch.«
      »Danke«, erwiderte Mercedes trocken, »Das bedeutet mir viel, besonders aus deinem Munde. Was auch immer du bist.«
      Kehlige, gurrende Laute sickerten gegen das Innere der glotzenden Pestmaske, die sich wie der Schopf eines Friedhofsraben schieflegte, um Mercedes’ Maße für einen Sarg zu nehmen.
      »Wie wahr«, gluckste Church, »Sie sind mir gegenüber beachtlich im Nachtteil und bedauerlicherweise steht mir das Privileg, diesem höchst unglückseligen Missverhältnis Abhilfe zu schaffen, nicht zu. Äußerst bedauerlich…«
      Mit der Vorfreude eines Kindes, das süßen Sirup von seinen Fingerspitzen lutscht, zupfte sich der Pestdokter Kuppe um Kuppe seiner Handschuhe von den schwarzen Händen und verstaute sie in den Taschen seines Mantels.
      »Doch Sie können unbesorgt sein, Miss Delacroix. Diese Peinlichkeit wird bald vorbei sein. Bald schon—«
      Blitzartig verschwand Church, nur das Echo seiner klackenden Hacken und eine aufgescheuchte Mercedes auf dem Betonboden der Lagerhalle zurücklassend. Mit aller Kraft stemmte sie ihren Fuß gegen das massive Stück Metall, das ihre Prothese wie ein Schraubstock umklammerte, ohne sich rechtzeitig befreien zu können. Der spitze Schnabel des Pestdoktors punktierte ihre Wange mit unvorstellbarer Geschwindigkeit, bevor die schwarze Kreatur herumwirbelte und ihren ausgestreckten Zeigefinger in die zur Abwehr erhobene Hand der Kopfgeldjägerin rammte. Brüllend vor Wut schleuderte Mercedes einen wilden Schwinger ihrer freien Rechten zurück, verwirbelte jedoch nur die Eisenflocken im knisternden Zwielicht. Sofort reicherten sich Stille und Schatten in der Lagerhalle an, als wollten sie die Kopfgeldjägerin in einen trügerischen Frieden lullen. Doch das Loch in ihrer falschen Hand war real, die tiefen Kerben im stählernen Gewinde darunter waren real; nur die Pestmaske und ihr schwarzer Träger schienen aus der Existenz selbst gerissen. Mercedes kannte diese Taktik und die Kräfte, die soeben ihre linke Hand durchbohrt hatten — sie hatte viel gelernt in diesen letzten neun Jahren.
      »Regierung!«, rief sie den Schemen an der Wand und dem Funkenschlag der Glühbirnen hinterher, »Haltet euch für die Krone der Zivilisation, kämpft aber wie Buschvölker. Komm raus und—«
      Ihr Lächeln und ihr Radar zuckten im Gleichtakt, als ein ahnender Schauer über ihren Rücken rollte und ihre Fäuste elektrisierte. Mit zweifelhafter Eleganz, jedoch stoisch wie ein Bergmassiv blockten Mercedes’ Ellenbogen den hinterhältigen Tritt des Pestdoktors und wuchteten ihn in die zu Speerspitzen verbogenen Überreste der zertrümmerten Stahlmaschinerie. Erst im letzten Augenblick entging sein Körper dem Tod durch Metall, indem er sich den Pfählen durch absurdeste Verrenkungen wie gefaltetes Papier entzog. Sekundenlang hielt Mercedes dem gottlosen Blick der Glasaugen stand, hinter denen sie tatsächlichen Zorn zu lesen glaubte, bis sich Church aus den eisernen Streben schob und mit tausend wendigen Haken nahezu unsichtbar auf sie zusetzte.
      Sie erwartete ihn. Titanische Stärke durchflutete ihren halbmenschlichen Leib, als sie ihr feststeckendes Kanonenbein und mit ihm den massiven Klumpen Schrott, der es gefangen hielt, aus dem Betonboden riss. Grazil wie eine dampfbetriebene Ballerina vollführte die Kopfgeldjägerin eine formvollendete Pirouette, die das lästige Geröll endlich von ihrer Prothese vertrieb und zum wütenden Geschoss machte, das den herannahenden Church mit niederschmetternder Gewalt erfasste. Reaktionsschnell kraxelte er im echsenartigen Viergang über den fliegenden Stahlbrocken und rettete sich gerade rechtzeitig auf den sicheren Beton, um Mercedes’ Greifhaken Millimeter an seinem Gesicht vorbeischrammen zu spüren. Unter ohrenerschütterndem Bersten krachte der Metallklumpen gegen die erbebende Wand der Lagerhalle, just bevor sich die Enterkette in selbiger festbiss und Mercedes zu sich zog. Auf ihrem rasenden Flug schnappte sich die freie Hand der Kopfgeldjägerin den grausigen Vogelschnabel des Doktors - und den Rest gleich mit dazu. Splitter und Späne sprenkelten die Luft, als Churchs Maske zwischen Mercedes’ Fingern und dem Ende der Lagerhalle zerquetscht wurde und über seinem linken Auge knirschend zersprang.
      »Hab ich dich!«, spuckte die Kopfgeldjägerin in das eiterunterlaufende lidlose Auge, das ihr schmerzverzerrt und wundbrandig entgegenfunkelte. Der Mann unter der Maske musste in einer Welt der Qualen hausen. Pulsierende Adern unter verbrannter Haut pumpten schwarzes Blut in glasige, gelbgrüne Geschwüre und zerfressene Narbengewebe, die beim Kontakt mit der kühlen Luft wie sterbende Spinnen krampften.
      »Das muss wehtun«, mutmaßte Mercedes mit dem halbehrlichen Mitgefühl der Medizinerin, die beim Anblick dieser widerwärtigen Missbildungen und Entzündungen unwillkürlich ihren gedanklichen Reszeptblock zückte. Die Kriegerin in ihr war jedoch stärker, und kannte weder Mitleid noch Vergebung. Unter den Schmerzensschreien ihres Opfers presste Mercedes die zerbrochenen Ränder der Vogelmaske tiefer und tiefer in die eitrigen Überreste des Gesichtes, fauchend:
      »Wer. Bist. Du?!«
      »Ich bin der Tod!«, zischte Church, zückte ein Messer aus seinem Ärmel und rammte es in den Schnabel seiner Maske. Eine stechende Verpuffung vor Mercedes’ Nasenspitze war die Folge und rosenrote Gase umschwärmten ihr erschrockenes Haupt. Hustend stürzte sie zu Boden, nur im Affekt die enthemmten Messerstiche des Pestdoktors mit dem Stahl ihrer Prothese zurückschlagend. Geistesgegenwärtig tasteten ihre Hände blind nach dem Entriegelungsmechanismus, fanden ihn und entfesselten berstende Kanonensalben aus dem Lauf ihres Beines. Zu spät, zu wahllos. Church war verschwunden und Mercedes verlor sich im roten Nebel.

      Orientierungslos torkelte die Kopfgeldjägerin durch die drohenden Lagerschluchten und spürte die Tonnen der neben ihr aufragenden Stahlmonolithen ebenso ungnädig wie das Gewicht ihres falschen Beines, das sie unablässig näher an den Betonboden zog. Kalter Schweiß sprudelte aus ihrer Haut, flutete ihren zitternden Körper und plätscherte ihr Kinn hinab. Tropfen, Tropfen, Tropfen. Ihre ganze Existenz diente den Tropfen, die ihr entsprossen, über sie hinweg perlten und in den Beton sickerten. Vielleicht müsste sie nur lange genug warten, bis eine zweite Mercedes aus den feuchten Stellen erwüchse. Eine Kameradin im Kampf gegen den Dämon, der sie vergiftet hatte; eine Armee im Säuberungskrieg gegen die Pest.
      »Das ist ein bescheuerter Gedanke und ich komme mir dumm vor, dir das überhaupt sagen zu müssen. Steh auf.«
      Mercedes hinterfragte nicht, wieso ihr ihre Mentorin erschienen war, um sie zu retten. Dankbar ergriff sie die Hand, die jene ihr reichte und stemmte sich auf die wankenden Knochen. Clementines rundes, sonniges Gesicht war bewölkt und kalt und sprach:
      »Du bist vergiftet worden.«
      Mercedes lachte nur, halbtot. »Wirklich? Schätze, deshalb bist du die Lehrerin und ich nur—«
      »Mercedes!«, wurde die Blonde energischer und ernster und rüttelte die Kopfgeldjägerin fest an den Schultern. »Du bist vergiftet worden. Du wirst sterben. Was tust du?«
      »Ich…« Allmählich entstieg Mercedes dem Sumpf, in dem ihre Sinne zu ertrinken drohten. »Ich muss…Gegengift. Ich muss ein Gegengift finden. Sein Gegengift. Aber…«
      »Aber?«, trieb Clementine sie voran.
      »Ich kann nicht. Er hat das Gegengift, und ich kann mich ihm so nicht entgegenstellen.«
      Als müsse sie vor ihrer eigenen Drogenhalluzination Rechenschaft ablegen, deutete Mercedes an sich selbst hinab: Legte ihre zitternden Hände, die schweißgebadete Stirn und das wacklige Beingerüst als Beweise vor. Doch Clementine ließ nichts von alledem gelten. So dachte Mercedes weiter nach.
      »Das bedeutet…ich muss mich ihm stellen, ich muss einen Weg finden. Ich muss—?!«
      Der Pestdämon hatte sie gefunden, und er hatte Verstärkung mitgebracht. Schwarze Zwillinge stürmten auf sie zu, deren vier Arme und vier Beine ihren Tod wollten.
      »Nur einer ist real«, analysierte Clementine nüchtern, »Nimm den Rechten.«
      Mercedes wählte den Linken und fing die bohrende Fingerkuppe wenige Zentimeter vor ihrem getrübten blauen Auge ab.
      »Was…hast du mir gegeben?!«, lallte sie, doch die entstellte Fratze lachte nur. Church hatte seine Maske abgelegt, und mit ihr seine Höflichkeit und seine Manieren. Plötzlich wuchs der geschwärzte Nagel seines Fingers zur Klinge, schlitzte Mercedes’ Wange auf und zerstach das eiserne Geröll hinter ihr. Der Schmerz vereinnahmte sie in Wellen und trieb sie in einen verzweifelten Konter, der das Kanonenbein ungelenk in Churchs Magen versenkte und ihn quer durch die Lagerhalle in eine undefinierbare Masse an dem schwarzen Horizont schmetterte, der sich vor Mercedes’ fallenden Lidern ausbreitete. Sie erwartete den Tod und die Bilder ihrer Vergangenheit, die den Fußweg ins Grab pflasterten. Menschen, die sie geliebt, Orte, die sie angezogen hatten. Mercedes aber erkannte in der Düsternis nur sich selbst. Nackt, kahl geschoren und an den OP-Tisch gefesselt, der einst ihr Kerker gewesen war. Sie sah dieses hilflose Geschöpf und fühlte nichts als Ekel.
      »Bleib wach«, mahnte Clementine, »Bleib wach.«
      »Ich bin wach!«, schnaubte Mercedes auf ihrem Operationstisch zornig und rüttelte an ihren Fesseln, »Lasst mich gehen! LASST! MICH! FREI!«
      Unter dem Angstschrei der weißen Kittel zerbrach das vollendete Experiment seine Ketten, entstieg dem verhassten OP-Tisch — und klatschte wie ein Stein zu Boden. Die Macht, die ihren Körper zuvor hatte erbeben lassen, wich beim Anblick ihrer metallenen Prothese einem lähmenden Entsetzen. Doch der Moment ihres Zögerns währte nur kurz. Ein brennender Blitz durchfuhr ihr Rückgrat und entflammte ihren Zorn. Sie ertrug den Schmerz, entriss den weißen Kitteln ihren Elektroschocker, mit dem sie sie wie ein störrisches Zirkustier traktierten, und streckte drei ihrer Peiniger mit ihm nieder. Auge um Auge. Im Rausch der Rache schleuderte sie den elektrischen Speer mit der Macht eines Götterblitzes quer durch die Lagerhalle in die grauenhaften piependen Apparaturen, die sie in den letzten Monaten ihr Leben und Leiden erhalten hatten. Funken und zerberstende Kabel zuckten durch ihre desinfizierte weiße Folterkammer, in der die mundlosen Gestalten einen grausamen Tod starben. Die Grenzen zwischen der alten Lagerhalle und dem Alptraum ihrer Vergangenheit verschwammen und wechselten mit den gleißenden Lichtblitzen.
      »Denk nach«, murmelte die vergiftete Mercedes vor sich her, während der Geist ihres einstigen Selbst die weißen Kachelwände mit Blut tränkte, »Denk nach. Halluzinationen, Hitzewallungen. Ein rötliches Gas…Verpuffung beim Kontakt mit Sauerstoff…Halluzinationen…«
      »Du hast es gleich«, ermutigte Clementine Coulomb sie, »Ich habe dir alles beigebracht. Du hast, was es braucht, um zu überleben!«
      Überleben. Mercedes würde überleben, die Antwort kreiste wie Geier über ihrem fiebernden, schweißnassen Schopf. Getrieben versuchte sie, sich die triefenden Strähnen aus ihrer Stirn zu streichen, doch die Finger ihrer rechten Hand waren taub. Taub.
      »Das ist es!«
      Die Kopfgeldjägerin fühlte sich fokussierter als jemals zuvor, lächelte das Lächeln einer Siegerin und benutzte die funktionstüchtigen Maschinenfinger ihrer linken Hand, um die Medizinkammer in ihrem Oberschenkel zu öffnen. Geschwind breitete sie ihr kleines Labor wie ein Picknick um sich herum aus, füllte Regenbögen aus Fläschchen in ein Reagenzglas, schüttete die Gemische in einen hitzefesten Kolben und aktivierte unter einiger Mühe den Bunsenbrenner in ihrem rechten Zeigefinger. Nach wenigen Sekunden begann der gebraute Zaubertrank zu brodeln, doch Mercedes fühlte keine Erleichterung. Die siedenden Chemikalien kochten ihre giftumspülten Nerven; der Kampf gegen ihren eigenen Verstand war einem Kampf gegen die Zeit gewichen. In weiter Ferne vernahm der letzte Überrest ihrer Sinne das Scheppern und Knirschen des Gerölls, aus dem sich der entsetzliche Pestdoktor soeben befreit haben musste.
      »Ganz ruhig«, wies Clementine ihre Schülerin an, die mit zitternden, tauben Fingern eine Spritze aufzuziehen versuchte, »Du kannst das. Du hast schon einmal das Unmögliche vollbracht.«
      »Ich weiß«, raunte Mercedes hochkonzentriert, atmete tief ein und jagte sich die Spritze in den Hals. Die blutige Rache ihres einstigen Ichs spiegelte sich in Schattenspielen vor ihren aufklaffenden Pupillen. Wirbelsäulen wurden zwischen den mechanischen Fingern zu Zahnstochern und Schädel zu rohen Eiern, die an Wänden zerplatzten. Nur ihre Hände waren nötig, um die Leiber ausgewachsener Männer zu zerreißen; noch weniger, um sie zu zerquetschen.
      »WO IST ER!?«, prasselte die Stimme ihrer entfesselten Schöpfung auf die beiden Wissenschaftler ein, die Mercedes über dem Boden baumeln ließ, »Da Vinci! Wo ist er!? WO—«

      »—BIST DU!?«
      Ungläubig vernahm der schnappatmende Church das Echo ihrer tosenden Stimme. Doch wie? Der Tod hatte sie geholt. Nein! Er hatte sie geholt. Sein Genie höchstselbst hatte das Gift hervorgebracht, welches erst ihren Verstand und schließlich ihr Fleisch hätte zersetzen sollen. Die Minuten waren verstrichen, nach seiner letzten fruchtlosen Attacke hatte er zu zählen begonnen. Doch sie lebte, der gellende Lärm ihres gottlosen Beines kündigte sie an wie der Donner den Sturm. Wie konnte sie es wagen, seine Gnade auszuschlagen? Zornentbrannt legte Church den Kopf in den Nacken, bevor die eitrigen Beulen und brandigen Narben in seinem Gesicht zu pulsieren begannen. Seine Schultern weiteten sich, die Nägel an seinen verkrampfenden Fingern wuchsen zu Dolchen an und die Muskeln in seinen hageren Beinen schwollen gegen das schwarze Leder der Hose. Einen tiefen Atemzug später war Church verschwunden, um mit der Leidenschaft eines reinigenden Regens auf Mercedes niederzugehen. Seine langen Nägel wurden Lanzen, die die Kopfgeldjägerin mit einem schwungvollen Tritt ihrer Prothese umlenkte, bevor sich ihr Greifhaken in Churchs Hals zu verkeilen versuchte. Jener entzog sich ihr, schoss zu Boden und rasierte mit den abnormen Fingernägeln in einem gewaltigen Halbkreis Maschinen und Stahlträger gleichermaßen. Nur Mercedes hatte den Angriff mit hakischwarzen Armen überlebt, während das Metall um sie herum barst und zerfiel.
      »Ich wage kaum zu entscheiden, zu welcher Überraschung ich mich hingerissener fühle…«, keuchte Churchs entzündete Pestfratze heiter, »Die Überraschung, Sie in bester Gesundheit vorzufinden, Miss Delacroix, oder meine Überraschung beim Anblick der Ihren.« Sichtlich amüsiert zog er seine langen Nägel ein. »Die Kunst des Life-Feedbacks sollte Ihnen nicht fremd sein, schließlich habe ich mein Wissen an den guten Brian O’Mara weitergegeben. Wenngleich ich zugeben muss, seine praktische Anwendung dieses Wissens stets als…monströs empfunden zu haben.«
      Mercedes gab sich unbeeindruckt. Das Gift zerfraß ihren Körper bei lebendigem Leib und betäubte ihr Entsetzen. Die Wirkung ihres improvisierten Medikamentencocktails versiegte rapide.
      »Wer bist du?«, fragte sie erneut. Erneut antwortete Church:
      »Der Tod.«
      Achselzuckend richtete Mercedes ihre Rechte aus. Die Luke in ihrer Handfläche spuckte Öl und der Bunsenbrenner in ihrer Fingerkuppe steckte es in Brand. Die aufpeitschende Stichflamme verschluckte Church und seinen Mantel, den er sich geistesgegenwärtig vom Leib riss und gegen Mercedes warf. Nur für den Bruchteil eines Wimpernschlags verlor sie ihn aus den Augen — nur der Bruchteil einer Sekunde war es, der sie verdammte. Seine schwarzglänzenden Nägel bohrten sich von hinten in ihre Schulter, gefolgt von seinem Knie in ihrem Rücken. Mehrere Meter schlitterte ihr blutspuckender Körper über den harten Beton, bis Churchs nacheilende Hacken ihren Flug jäh beendeten. Sie schmeckte die dreckigen Sohlen seiner Stiefel auf den Zähnen und fühlte die heißen Tropfen, die aus seinen Beulen auf ihre Stirn eiterten. Die widerlichen Nägel schossen auf ihre Augen zu, in denen sich Churchs Abszesse und Narben an ihrem Ende labten. Verzerrt grinsend, bis der Greifhaken aus Mercedes’ angewinkelter Hand sprudelte und seine Fingerkuppen in Stücke riss. Jaulend vor Schmerz taumelte der Pestdoktor zurück. Nun war es Mercedes, die den Bruchteil eines Wimpernschlags nutzte. In einem letzten Aufbäumen ihrer vergifteten Muskeln packte sie ihre Prothese, ließ die Kammer einrasten, ergriff den manuellen Abzug - und blies Church mit einer Ladung Schrot das entstellte Gesicht aus dem Schädel.


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    • Kapitel139 Grüne Augen Grüne Herzen

      -Bo- schrieb:

      »Madison…«, stotterte er zwischen dem Lachen und dem Tanzen der feiernden Massen, »Du und ich…wir…«
      »Was hast du vor, du alberner Kerl?«
      Ein letzter Atemzug trennte ihn vom Rest seines Lebens.
      »Willst du—«
      BUUUMMM
      um die wahrscheinlichste Auflösung diesen Cliffhangers zu benennen. Denn um das Schicksal dieser Stadt wissen wir schon seit langem und der Moment ist dramaturgisch einfach sehr passen. ^^

      Aber das ist das Ende des Kapitels, also was geschieht davor bzw. wessen Geschichte folgen wir. Zwar könnte man sagen, wir bekommen endlich etwas mehr Hintergrund zu Ulysses, aber das stimmt nicht so ganz, denn wir erfahren nicht wirklich mehr über ihn. Außer dass er anscheinend nicht immer alles bis zum Ende durchdenkt oder besser gesagt auch mal auf sein Glück vertraut. Viel eher erfahren wir, mit ihm leicht im Vordergrund, etwas zu Geschichte von SL.
      Den ersten Abschnitt würde ich zeitlich nach dem ersten FB zu O‘Mara und Ulysses einordnen, als sie von Moria besucht worden sind, denn die beiden kommen mir hier etwas älter vor. Weiterhin war Hoolahara da zwar schon runtergekommen, wurde aber noch nicht als zerstört beschrieben. Das einzige was dagegen sprechen würde, ist die Tatsache, dass O‘Mara und Ulysses hier als Laufburschen für Laura aufzutreten scheinen, während sie in diesem FB schon bekannte Namen hatten.

      Wie auch immer, derzeit oder besser zu dieser Zeit fand (wiedermal) ein Aufstand der Larierer gegen die FI statt, wie es auch bei den beiden Vorbildern in unserer Welt häufiger der Fall gewesen ist und wie bei uns ist der Aufstand nicht wirklich bzw dauerhaft erfolgreich verlaufen. Zu diesem Zeitpunkt hat anscheinend Laura, welche vielleicht sogar zu den Köpfen/Förderern des Aufstandes gehört, Kontakt mit einem Stanislav Church aufgenommen oder dieser mit ihr, was Grundsätzlich eigentlich egal ist.

      Bei der Erwähnung von Moskva habe ich zunächst an einen Untergebenen des Zaren gedacht, wobei ich nicht mehr weiß, ob dieser bei der Überhaupt als handelnde Person vorhanden ist. Aber dank der Suchfunktion und deines Charakter-Guide wurde ich daran erinnert, dass er Agent der CP-0 Ziz ist, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Ob er schon damals für die CP-0 Arbeitete oder ernst nach einer unangenehmen Begegnung mit Laura oder Ulysses dieser Beigetreten ist wissen wir nicht. Fest steht jedenfalls, dass er die Bombe welche Killenick zerstörte entwickelt hat. Zwar scheint er am Anfang dort noch freiwillig und im Auftrag von irgendjemandem zu arbeiten, aber Harley wird nicht nicht zufällig von einem >gewissen Negerwissenschaftler der kürzlich ohne Gesicht von seiner ›Studienreise‹ zurückgekehrt ist<, gesprochen haben. Also hat Chruch sich entweder bei seinen Forschungen das Gesicht verletzt oder ist für seine Unterwanderung des Freiheitskampfes bestraft worden. Jedenfalls läuft er wegen dieses abhandengekommenen Gesichts nun mit einer Pestmaske herum und ich vermute wir haben ihn bereits am Ende des letzten Kapitels noch einmal gesehen.

      Wie auch immer nachdem der Kampf verloren war und die Laren zu einem Frieden gezwungen wurden, hat sich Ulysses dazu entschlossen die Hauptstadt (?) der Insel zusammen mit all ihren Besatzern und den geschlagenen Larischen Truppenteilen, welche Aufgegeben haben, in die Luft zu jagen. Dabei hilft ihm nicht nur die Bombe welche von Church entwickelt wurde, sonder wie wir bereits auch wissen, Harley, der anscheinend sehr von der Vorstellung begeistert ist eine ganze Stadt in einem hellen und leuchtenden Blitz untergehen zu lassen, während er sich dank seiner Teufelsfrucht in etwas ähnliches göttliches Verwandeln kann.

      Auch sehr schön wie du die anderen Mitgleiter der Truppe eingebaut hast und die beiden Verleibten Geschwister zufällig dem selben Liebespaar helfen den nächsten Schritt zu gehen. Allerdings scheint dem Paar wie ich bereits oben angedeutet habe die Bombe dazwischen zu kommen. Da die Frau mit Madison vorgestellt wurde ihr (beinahe) Ehemann aber nicht, ist dieser entweder bei der Explosion gestorben und Madison würde somit eine Person sein, die Gegen Ulysses steht oder er ist mittlerweile ein hochrangiger fountischen Militär oder Politiker, den wir vielleicht schon kennenlernen durften.

      Wieder ein sehr interessantes und schön geschriebenes Kapitel, dank dem wir nun etwas mehr über die Geschichte der beiden Länder wissen. Übrigens habe ich mich bis eben gefragt woher die grünen Herzen in der Überschrift kommen, aber diese könnten auf die grüne Insel bezogen sein bzw den Patriotismus ihrer Bewohner.
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 139 - Grüne Augen Grüne Herzen

      Puh...jetzt weiß ich wie du dich nach meinem letzten Flashback-Kapitel zu Luzifer und so gefühlt haben musst. Ich bin noch immer etwas erschlagen und auch beim zweiten Lesen hat sich das nicht geändert. Nicht, weil es schlecht zu lesen war, es war einfach nur viel, dichte Info.

      Ganz allgemein bin ich froh, dass wir ein wenig mehr Hintergrundgeschichte über Ulysses, O'Mara und die ganzen Widerstandskämpfe gegen die fountische Besatzung erhalten haben. Ich hab dir ja schon oft genug gesagt, dass man beim Lesen merkt, dass dir die Szenen mit Ulysses Spaß bereiten. Sie lesen sich zumindest so.
      Dennoch bin ich, um ehrlich zu sein, etwas überrumpelt von dem Flashback, weil er so ohne Vorbereitung und ohne Vorwarnung kam. Natürlich haben wir dem Pestdoktor die Brücke aus dem letzten Kapitel zu schlagen, aber im ersten Moment hat es natürlich gedauert, bis ich diese Assoziation hergestellt habe. Auch das Ende war unvermittelt (wenn auch in seiner stilistischen Wirkung sehr gut), sodass ich fast glaube, dass es noch nicht ganz vorbei ist mit diesem kurzen Blick in die Vergangenheit?
      Ich muss aber auch zugeben, dass ich durch die intensiven letzten Wochen einfach bei deiner Geschichte bisschen rausgekommen bin. Vielleicht wäre der Eindruck dann nicht so stark gewesen, aber gehen wir noch ein wenig ins Detail.

      Wir sehen in Worten, was du ja schon mehrmals direkt und indirekt angedeutet hast: Der Widerstand gegen die fountische Besatzung ist mal erfolglreich, mal erfolglos und Ulysses sitzt als Idealist buchstäblich über den Dingen und ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Mir hat die Charakterisierung des jungen Ulysses durchaus gefallen, da es einen schönen Kontrast zur "gereifteren" Figur hergestellt hat, die wir in den aktuellen Kapiteln gesehen haben, ohne aber seinen eigentlichen Ursprung und Kern zu verlieren. Ebenso gut inszeniert war natürlich wieder die Beziehung zwischen O'Mara und Ulysses, die ein herrlich dynamisch-unharmonisches Duo spielen und dabei doch deutlich ein Herz und eine Seele sind. (Pluspunkt gab es natürlich für den kurzen Verweis auf Moskva).

      Wir springen ein wenig in die Zukunft und erleben einen "radikalisierteren" Ulysses, der wohl schon die...sagen wir mal...destruktiven Pläne endgültig in die Wege geleitet hat. Zumindest deute ich "Frieden durch Krieg" auf diese Art und Weise. Ansonsten fällt in diesem Zusammenhang der Name Aurora, den ich jetzt spontan nicht zuordnen kann. Da er an dieser Stelle aber fett markiert ist, gehe ich von einer Neueinführung aus? Ich weiß auch nicht, wie ich dieses "Magst du mich?" zu deuten habe. Zumindest schien mir Ulysses bisher nicht der Mensch zu sein, der großartig mit Schmonzetten und romantischen GEfühlen etwas anfangen könnte, wobei ich hier mal nicht direkt von einer Liebesbeziehung ausgehen möchte. Fakt scheint aber zu sein, dass Aurora ein Motivationsgrund für Ulysses Vorhaben ist, weswegen ich schon gespannt bin, mehr über sie zu erfahren.

      Dann kommen wir abschließend zu dem Teil, wo ich etwas verwirrt war. Also der Handlungsablauf war mir schon klar. Wir haben einerseits dieses Fest, wo Madison zentral ist, andererseits das Juweliergeschäft mit ihrem Liebhaber und zu guter Letzt den Part mit Ulysses und der Bombe.
      Wo sich meine Fragezeichen zu bilden begonnen haben, war die Frage, ob Cathal, Moira und Bloom zu diesem Zeitpunkt schon mit Ulysses zusammengerarbeitet haben, oder sich erst nach diesen tragischen Entwicklungen die Gruppe weiter so geformt hat? Sollten sie schon zusammengearbeitet haben, frage ich mich natürlich, was ihre Aufgabe war. Zumindest die Szene mit Moira und dem Liebhaber wirkte recht abiträr und zufällig. Warum sollte sie dem Mann helfen ein Schmuckstück auszusuchen? Vielleicht hat sie natürlich nach anderen Informationen gesucht. Immerhin war der Mann ja ein Mitglied der fountischen Armee. Vielleicht hat sie Informationen gesucht, die für die Platzierung der Bombe, etc. wichtig waren? Das ist zumindest meine Erklärung für den Handlungsstrang.
      Bei Madison bin ich mir hingegen unschlüssiger. Sie wirkt ja wie ein alte Bekannte von Cathal und Bloom. War sie vielleicht zuvor auch Anhänger der Anti-fountischen Bewegung?
      Ich glaube zumindest nicht, dass du hier einfach nur die Tragik der Explosion an Hand eines Liebespaares darstellen wolltest. Das hätte es in meinen Augen nicht nötig gehabt, weswegen ich hier noch von einem tieferen Sinn ausgehe. qoiis Idee, dass mit Madison hier eine Gegenspielerin zu Ulysses ins Spiel gebracht wurde, finde ich besonders interessant.

      Zu guter Letzt dürfen wir Harley noch einmal sehen. Finde ich sehr interessant, dass er sich hierzu bereiterklärt. Passt ja gar nicht so zu seinem sonst so aufgeblasenem Auftreten.

      Ja. Ich hoffe mein Kommentar ist nicht zu verwirrend, aber ich hab versucht meine Gedanken relativ strukturiert wiederzugeben.
      Kapitel hat mir sprachlich wie meistens sehr gut gefallen und ich bin gespannt, welche "Folgen" der Flashback jetzt noch für die Entwicklungen haben wird und mit welchem Ziel Church jetzt auch auf Fountleroy ist.

      - V.
    • Hallo liebe Leser,

      Kapitel 140 ist da und kann unter dem Titel "Miasma" an bekannter Stelle gelesen werden. Ich wünsche viel Vergnügen. :)

      qoii


      qoii schrieb:

      BUUUMMM
      um die wahrscheinlichste Auflösung diesen Cliffhangers zu benennen. Denn um das Schicksal dieser Stadt wissen wir schon seit langem und der Moment ist dramaturgisch einfach sehr passen. ^^
      Das kommt hin, ja.^^

      qoii schrieb:

      Aber das ist das Ende des Kapitels, also was geschieht davor bzw. wessen Geschichte folgen wir. Zwar könnte man sagen, wir bekommen endlich etwas mehr Hintergrund zu Ulysses, aber das stimmt nicht so ganz, denn wir erfahren nicht wirklich mehr über ihn. Außer dass er anscheinend nicht immer alles bis zum Ende durchdenkt oder besser gesagt auch mal auf sein Glück vertraut. Viel eher erfahren wir, mit ihm leicht im Vordergrund, etwas zu Geschichte von SL.
      Ich würde noch weiter gehen: Wir sehen hier einen Ulysses, der mit seinem Leben abgeschlossen hat und bereit war, für seine Ideale zu sterben. Ulysses hat niemals damit gerechnet, dass Harley die Bombe zünden würde. Für ihn stand fest, es selbst tun und dabei sterben zu müssen. Und er hätte es getan. Ein doch recht auffälliger Unterschied zum paranoiden Untergrundboss, der die meiste Zeit seine Verbündeten in seinem Namen agieren lässt und keinen Schritt tut, ohne sich über die Schulter zu schauen.

      qoii schrieb:

      Den ersten Abschnitt würde ich zeitlich nach dem ersten FB zu O‘Mara und Ulysses einordnen, als sie von Moria besucht worden sind, denn die beiden kommen mir hier etwas älter vor. Weiterhin war Hoolahara da zwar schon runtergekommen, wurde aber noch nicht als zerstört beschrieben. Das einzige was dagegen sprechen würde, ist die Tatsache, dass O‘Mara und Ulysses hier als Laufburschen für Laura aufzutreten scheinen, während sie in diesem FB schon bekannte Namen hatten.
      Schließen die bekannten Namen denn einen Dienst unter Laura aus? ;)

      qoii schrieb:

      Wie auch immer, derzeit oder besser zu dieser Zeit fand (wiedermal) ein Aufstand der Larierer gegen die FI statt, wie es auch bei den beiden Vorbildern in unserer Welt häufiger der Fall gewesen ist und wie bei uns ist der Aufstand nicht wirklich bzw dauerhaft erfolgreich verlaufen. Zu diesem Zeitpunkt hat anscheinend Laura, welche vielleicht sogar zu den Köpfen/Förderern des Aufstandes gehört, Kontakt mit einem Stanislav Church aufgenommen oder dieser mit ihr, was Grundsätzlich eigentlich egal ist.
      Dazu schweige ich noch, aber auf Laura freue ich mich persönlich schon sehr und ich bin gespannt, wie du ihre Rolle später bewerten wirst.^^

      qoii schrieb:

      Bei der Erwähnung von Moskva habe ich zunächst an einen Untergebenen des Zaren gedacht, wobei ich nicht mehr weiß, ob dieser bei der Überhaupt als handelnde Person vorhanden ist. Aber dank der Suchfunktion und deines Charakter-Guide wurde ich daran erinnert, dass er Agent der CP-0 Ziz ist, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Ob er schon damals für die CP-0 Arbeitete oder ernst nach einer unangenehmen Begegnung mit Laura oder Ulysses dieser Beigetreten ist wissen wir nicht. Fest steht jedenfalls, dass er die Bombe welche Killenick zerstörte entwickelt hat. Zwar scheint er am Anfang dort noch freiwillig und im Auftrag von irgendjemandem zu arbeiten, aber Harley wird nicht nicht zufällig von einem >gewissen Negerwissenschaftler der kürzlich ohne Gesicht von seiner ›Studienreise‹ zurückgekehrt ist<, gesprochen haben. Also hat Chruch sich entweder bei seinen Forschungen das Gesicht verletzt oder ist für seine Unterwanderung des Freiheitskampfes bestraft worden. Jedenfalls läuft er wegen dieses abhandengekommenen Gesichts nun mit einer Pestmaske herum und ich vermute wir haben ihn bereits am Ende des letzten Kapitels noch einmal gesehen.
      Richtig, Church ist der Pestdoktor und damit auch die Brücke zwischen der Gegenwart und diesem Flashback. Bin bekanntlich kein Fan davon, Flashbacks komplett isoliert stehen zu lassen und habe daher Church als Schlüsselfigur benutzt. Deine Gedanken sind soweit korrekt. Wie Churchs Gesicht...abhanden kam und warum, werdet ihr in nicht allzu ferner Zukunft noch erfahren.

      qoii schrieb:

      Wie auch immer nachdem der Kampf verloren war und die Laren zu einem Frieden gezwungen wurden, hat sich Ulysses dazu entschlossen die Hauptstadt (?) der Insel zusammen mit all ihren Besatzern und den geschlagenen Larischen Truppenteilen, welche Aufgegeben haben, in die Luft zu jagen. Dabei hilft ihm nicht nur die Bombe welche von Church entwickelt wurde, sonder wie wir bereits auch wissen, Harley, der anscheinend sehr von der Vorstellung begeistert ist eine ganze Stadt in einem hellen und leuchtenden Blitz untergehen zu lassen, während er sich dank seiner Teufelsfrucht in etwas ähnliches göttliches Verwandeln kann.
      Harleys Rolle in diesem ganzen Zirkus ist gar nicht so glanzvoll, wie er es klingen ließ. Natürlich reizt ihn diese Vorstellung und auch die Bedeutung, die ihm diese Tat verleiht, aber insgesamt sind seine Beweggründe erstaunlich nüchtern. An dieser Stelle muss man immerhin bedenken, dass dieser Harley noch nicht Herr von Schloss Roßkosch ist und sich noch nicht in seinem Luxus und seinem schillernden Reichtum verloren hat.

      qoii schrieb:

      Auch sehr schön wie du die anderen Mitgleiter der Truppe eingebaut hast und die beiden Verleibten Geschwister zufällig dem selben Liebespaar helfen den nächsten Schritt zu gehen. Allerdings scheint dem Paar wie ich bereits oben angedeutet habe die Bombe dazwischen zu kommen. Da die Frau mit Madison vorgestellt wurde ihr (beinahe) Ehemann aber nicht, ist dieser entweder bei der Explosion gestorben und Madison würde somit eine Person sein, die Gegen Ulysses steht oder er ist mittlerweile ein hochrangiger fountischen Militär oder Politiker, den wir vielleicht schon kennenlernen durften.
      Hier enthalte ich mich besser vollkommen. Sonst verderbe ich nur mögliche Überraschungen. :D

      qoii schrieb:

      Wieder ein sehr interessantes und schön geschriebenes Kapitel, dank dem wir nun etwas mehr über die Geschichte der beiden Länder wissen. Übrigens habe ich mich bis eben gefragt woher die grünen Herzen in der Überschrift kommen, aber diese könnten auf die grüne Insel bezogen sein bzw den Patriotismus ihrer Bewohner.
      Ursprünglich sollte das Kapitel nur "Killenick" heißen und war bereits seit Beginn meiner Geschichte geplant. Allerdings hat sich der Fokus seither etwas verschoben und insbesondere durch die Ausweitung des Kapitels auf die Szenen in Hoolahara am Anfang habe ich mich dann für den aktuellen Titel entschieden. Die grünen Herzen sind natürlich selbsterklärend, beim Rest gebe ich dir Recht. Ich kann aber noch hinzufügen, dass Killenick selbst im Kapitel auch als "Grünes Herz" bezeichnet wird.^^
      Vexor


      Vexor schrieb:

      Puh...jetzt weiß ich wie du dich nach meinem letzten Flashback-Kapitel zu Luzifer und so gefühlt haben musst. Ich bin noch immer etwas erschlagen und auch beim zweiten Lesen hat sich das nicht geändert. Nicht, weil es schlecht zu lesen war, es war einfach nur viel, dichte Info.
      Und dabei kam es nicht einmal zu derart umwälzenden Entwicklungen wie in deinem Flashback damals. :D

      Vexor schrieb:

      Ganz allgemein bin ich froh, dass wir ein wenig mehr Hintergrundgeschichte über Ulysses, O'Mara und die ganzen Widerstandskämpfe gegen die fountische Besatzung erhalten haben. Ich hab dir ja schon oft genug gesagt, dass man beim Lesen merkt, dass dir die Szenen mit Ulysses Spaß bereiten. Sie lesen sich zumindest so.
      Kann man so sagen, wobei ich der Fairness halber zugeben muss, dieses Kapitel schon seit Beginn meiner FF geplant zu haben. Dieser eine monumentale, kapitelfüllende Flashback zu Killenik, in dem die ganze Stadt anhand verschiedener Figuren eingeführt und mit Leben gefüllt wird. Außerdem trifft die Geschichte um die Lairen natürlich meine hibernophile Ader ganz massiv und beflügelt mich zusätzlich.^^

      Vexor schrieb:

      Dennoch bin ich, um ehrlich zu sein, etwas überrumpelt von dem Flashback, weil er so ohne Vorbereitung und ohne Vorwarnung kam. Natürlich haben wir dem Pestdoktor die Brücke aus dem letzten Kapitel zu schlagen, aber im ersten Moment hat es natürlich gedauert, bis ich diese Assoziation hergestellt habe. Auch das Ende war unvermittelt (wenn auch in seiner stilistischen Wirkung sehr gut), sodass ich fast glaube, dass es noch nicht ganz vorbei ist mit diesem kurzen Blick in die Vergangenheit?
      Dieser "Überfall" war auch so beabsichtigt. Zwar kann ich nicht gänzlich aus meiner Haut und habe Churchs Auftritt als Brücke benutzt, aber diese stückweite Isolation und damit auch Eigenständigkeit dieser Rückblende war gewollt. Der Flashback sollte sich von bisherigen Reisen in die Vergangenheit abheben und eine in sich abgeschlossene Einheit bilden. Ich kann verstehen, dass es irritierend wirkte, aber das war definitiv mein Plan. Daraus lässt sich wohl auch schon ableiten, dass es im neuen Kapitel nicht in Killenick weitergehen wird -- was aber nicht heißt, dass wir nicht irgendwann dahin zurückkehren werden. ;)

      Vexor schrieb:

      Wir sehen in Worten, was du ja schon mehrmals direkt und indirekt angedeutet hast: Der Widerstand gegen die fountische Besatzung ist mal erfolglreich, mal erfolglos und Ulysses sitzt als Idealist buchstäblich über den Dingen und ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Mir hat die Charakterisierung des jungen Ulysses durchaus gefallen, da es einen schönen Kontrast zur "gereifteren" Figur hergestellt hat, die wir in den aktuellen Kapiteln gesehen haben, ohne aber seinen eigentlichen Ursprung und Kern zu verlieren. Ebenso gut inszeniert war natürlich wieder die Beziehung zwischen O'Mara und Ulysses, die ein herrlich dynamisch-unharmonisches Duo spielen und dabei doch deutlich ein Herz und eine Seele sind. (Pluspunkt gab es natürlich für den kurzen Verweis auf Moskva).
      Freut mich. Habe an diesem ersten Absatz wohl fast so lange gesessen wie am ganzen Rest des Kapitels, um sowohl den jungen Ulysses als auch dessen Zusammenspiel mit O'Mara richtig umsetzen zu können. Irgendwie fällt mir das bei Ulysses etwas schwer. Liegt vielleicht daran, dass er seinen ersten Auftritt als Jugendlicher in einem Flashback hatte und erst später in der Gegenwart eingeführt wurde. Keine Ahnung. xD

      Vexor schrieb:

      Wir springen ein wenig in die Zukunft und erleben einen "radikalisierteren" Ulysses, der wohl schon die...sagen wir mal...destruktiven Pläne endgültig in die Wege geleitet hat. Zumindest deute ich "Frieden durch Krieg" auf diese Art und Weise. Ansonsten fällt in diesem Zusammenhang der Name Aurora, den ich jetzt spontan nicht zuordnen kann. Da er an dieser Stelle aber fett markiert ist, gehe ich von einer Neueinführung aus? Ich weiß auch nicht, wie ich dieses "Magst du mich?" zu deuten habe. Zumindest schien mir Ulysses bisher nicht der Mensch zu sein, der großartig mit Schmonzetten und romantischen GEfühlen etwas anfangen könnte, wobei ich hier mal nicht direkt von einer Liebesbeziehung ausgehen möchte. Fakt scheint aber zu sein, dass Aurora ein Motivationsgrund für Ulysses Vorhaben ist, weswegen ich schon gespannt bin, mehr über sie zu erfahren.
      Keine Sorge, dein Gedächtnis lässt dich nicht im Stich. Aurora ist ein neuer Charakter, dessen Name in diesem Kapitel zum ersten Mal gefallen ist. Zu ihrer Rolle halte ich mich noch bedeckt, versichere dir aber, dass du gleichzeitig Recht und Unrecht hast, was Ulysses'...romantische Ambitionen betrifft. Wir haben ja bereits am Beispiel von Etain gesehen, dass er durchaus (sexuelle) Gefühle hegen kann...wenn auch eher verkappt.^^

      Vexor schrieb:

      Wo sich meine Fragezeichen zu bilden begonnen haben, war die Frage, ob Cathal, Moira und Bloom zu diesem Zeitpunkt schon mit Ulysses zusammengerarbeitet haben, oder sich erst nach diesen tragischen Entwicklungen die Gruppe weiter so geformt hat? Sollten sie schon zusammengearbeitet haben, frage ich mich natürlich, was ihre Aufgabe war. Zumindest die Szene mit Moira und dem Liebhaber wirkte recht abiträr und zufällig. Warum sollte sie dem Mann helfen ein Schmuckstück auszusuchen? Vielleicht hat sie natürlich nach anderen Informationen gesucht. Immerhin war der Mann ja ein Mitglied der fountischen Armee. Vielleicht hat sie Informationen gesucht, die für die Platzierung der Bombe, etc. wichtig waren? Das ist zumindest meine Erklärung für den Handlungsstrang.
      Keine Sorge, dass wird alles noch mehr oder weniger aufgelöst und ist nicht so komplex, wie es vielleicht wirken mag. Auch wenn es mir gefällt, dass du hinter jeder meiner Szenen einen tieferen Handlungssinn vermutest. Sehr schmeichelhaft. :D

      Vexor schrieb:

      Bei Madison bin ich mir hingegen unschlüssiger. Sie wirkt ja wie ein alte Bekannte von Cathal und Bloom. War sie vielleicht zuvor auch Anhänger der Anti-fountischen Bewegung?
      Nein, tatsächlich traf sie Bloom und Cathal zum ersten Mal. Dass das Gespräch recht schnell recht vertraut wurde, liegt an Cathals Charme und Madisons Offenherzigkeit. Wie im Kapitel auch gesagt, liegen beide einfach auf einer "Wellenlänge". Bloom fungierte indes eher als Kontrastfigur.

      Vexor schrieb:

      Ich glaube zumindest nicht, dass du hier einfach nur die Tragik der Explosion an Hand eines Liebespaares darstellen wolltest. Das hätte es in meinen Augen nicht nötig gehabt, weswegen ich hier noch von einem tieferen Sinn ausgehe. qoiis Idee, dass mit Madison hier eine Gegenspielerin zu Ulysses ins Spiel gebracht wurde, finde ich besonders interessant.
      Jain. Natürlich wollte ich der Geschichte ein Gesicht geben, aber an dieser Stelle wird Madisons Rolle nicht enden. Das wäre mir diese Tragödie im Kleinen dann doch nicht wert gewesen.^^

      Vexor schrieb:

      Zu guter Letzt dürfen wir Harley noch einmal sehen. Finde ich sehr interessant, dass er sich hierzu bereiterklärt. Passt ja gar nicht so zu seinem sonst so aufgeblasenem Auftreten.
      Siehe meine Ausführungen bei qoii. Wir erleben hier einen Pre-Roßkosch Harley. Ein arroganter Lackaffe, der jedoch noch längst nicht so verklärt und abgedriftet ist wie der schlaflose Psychopath, den Flint Jahre später jagen wird. Harleys Beweggründe sind -- vom romantisierten Heroismus vielleicht einmal abgesehen -- relativ pragmatisch.

      Vexor schrieb:

      Ja. Ich hoffe mein Kommentar ist nicht zu verwirrend, aber ich hab versucht meine Gedanken relativ strukturiert wiederzugeben.
      Nein, alles gut. Ich habe durchaus damit gerechnet, dass dieser Flashback nicht einfach abgenickt werden wird.^^

      Vexor schrieb:

      Kapitel hat mir sprachlich wie meistens sehr gut gefallen und ich bin gespannt, welche "Folgen" der Flashback jetzt noch für die Entwicklungen haben wird und mit welchem Ziel Church jetzt auch auf Fountleroy ist.
      Dazu kann ich mit Stolz auf das aktuelle Kapitel verweisen. :D