Menschenjagd (Bo)

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    • kapitel 164 die versprochene zerstörung

      mein letzter kommentar hat die 300 mio vollgemacht , perfekt das mein neuster die 600 kommentare knackt . dann auch noch nachtschicht wenn das nicht alles passt und damit alles angerichtet ist ein kapitel menschenjagt zulesen dann weiß ich es auch nicht ^^

      aber gut fangen wir mit dem kapitel mal an

      der titel des kapitels sagt ja schon ne menge aus , bevor ich das kapitel gelesen habe hab ich mir nur durch den kapitel namen gedanken gemacht worum es gehen könnte
      erst dachte ich dran es wird nahtlos weiter gehen bei carla und O'mara .
      da aber von versprochender zerstörung die rede war , dachte ich mir das wird ne bedeutung haben und hab mein kopf mal angestengt
      da gab es doch so ein ähnliches gespräch im thronsaal zwischen carla und uylsses
      und was bekommen wir da für ein kapitel , die puppenkönig trifft wieder auf ulysses nur diesmal ist keine carla da die sie retten kann

      aber gut fangen wir von vorne an

      wie zu erwarten haben die aufstände den palast erreicht bzw ist der palast nur noch ein schlachtfeld
      unser fletscher versucht unsere kleine Catherine an einen sicheren ort zu bringen
      die flucht beschreibst du echt sehr gut . mir ist da auch aufgefallen ob gewollt oder auch nicht , durch deine bescheibung das ich so richtig abgeholt wurde uns förmlich mittendrin war bei der flucht
      als wäre ich einer der armen schweine die versuchen noch irgendwas zu retten wo nix mehr zu retten ist .
      so kurz vorm thronsaal kam das was ich während der flucht erwartet habe ,unser fletscher opfert sich für die puppenkönigin
      das war am ende einfach zu viel für sie und da kann ich echt verstehen als sie den letzten soldaten die freiheit schenkt
      aber wie zu erwarten würde das deren ehre beschmutzen undlieber sterben sie ( was am ende ja auch so kommt)

      die soldaten machen sich bereit für das was kommt , aber eine chance für sie war nie da gewesen
      als du geschrieben hast ulysses nimmt den 20kg fletscher als schutzschild musste ich kurz überlegen wie viel von ihm noch übrig sein muss damit es nur noch 20kg dran sind
      mein kopf und ich sind nach langer debatte und vielen gesprächen zu dem schluss gekommen das er nur noch 1 kopf und teile seines oberkörper dran sind oder die einfachste lösung du hast dich verschrieben aber das wäre mir zu einfach ^^

      als ulysses die soldaten tötet hast du was von fäden geschrieben
      deswegen frag ich mich was für ne TF hat er überhaupt und falls es gesagt wurde wann war das , ich stehe da gerade voll auf dem schlauch
      vllt liegt es daran das ich mir zu viele gedanken wegen dem armen fletscher gemacht habe :whistling:
      oder wir wissen es doch noch nicht , zu not warte ich ab was die anderen dazu schreiben ^^

      also das gespräch zwischen Catherine und ulysses war aufjedenfall ziehmlich gut gewesen

      und wunderbar geschrieben , ich hab die gefühle in dem gespräch gespürt und denke das wolltest du uns auch so rüberbringen


      und zum abschluss kam unsere CP-0 agentin Cassiopeia Triagast in den thronsaal

      diese entwicklung könnte noch ganz spannend werden

      ob es jetzt ein kampf wird der durch fäuste entschieden wird wage ich mal zu bezeifeln , auch wenn es spanned wäre keine frage aber cassiopeia ist doch dafür bekannt den kopf zu ficken und wer wäre da nicht am besten geeignet als ulysses und die kleine puppenkönigin

      also ich bin ziehmlich gedspannt wie du das da so auflösen wirst und hoffe auf so ein kapitel wie damals uylsses gegen carla das war gänsehaut pur



      jut jetzt ist es mittlerweile 4 uhr ^^

      ich freue mich auf die fortsetztung ^^
    • Zerstörung wurde versprochen und Zerstörung wurde geliefert^^
      Das Kapitel ist diesmal nur mit zwei Schauplätzen recht übersichtlich, vieles passiert an einem Stück und das gefällt mir gut! Mir ist schon klar, dass es mit mehreren zeitlich parallel stattfindenden Handlungssträngen während eines solch chaotischen Ereignisses durchaus Sinn ergibt öfter mal zu wechseln, trotzdem freut man sich hin und wieder einfach über mehr Zeit an einem Ort.

      Gegenwart Teil 1:
      Ulysses hat sich auf den Weg gemacht und das ist nicht zu überhören. Catherine II. kann froh sein, dass sie solch fürsorgliche Wachen hat (oder auch nicht, einen Unterschied dürfte es wohl ohnehin nicht machen, abgesehen davon, dass sie dadurch in den Genuss eines ziemlich blutigen Gemetzels kommt).
      Ich schwanke auch immer wieder, inwiefern ich mit ihr Mitleid haben soll, oder denke, dass sie sich ihr Schicksal auch selbst mit bestimmt hat. Sie ist eben naiv und nicht auf eine Art und Weise aufgezogen, die sie wirklich vorbereitet hat oder ihr Verständnis geliefert hat. Da wird es schwierig einer Carla zu widerstehen, andererseits muss man schon selten dämlich sein (so wie Catherine es mindestens behauptet) überhaupt keine Vorstellung zu haben, was man eigentlich auslöst und/oder es ja so gar nicht gemeint/gewollt zu haben. Nun ja, wer Wind sät, wid Sturm ernten. Nicht, dass ich Ulysses hier gutheiße, aber irgendwie brauchte die Puppenkönigin mal einen Weckruf. Etwas ironisch ist, dass sie mit ihrem Gutwillen, die Wachen dann noch stärker an sich gebunden hat und sich diese dann auch noch direkt vor ihren Augen abschlachten lassen durften. Sogar wenn sie mal was Gutes will, geht es schief. Hart...
      Spannend wird es definitiv mit Ulysses' Teufelskraft, die hier das erste Mal präsentiert wird. Ich muss sagen, so recht verstanden habe ich es noch nicht. Er kann mit diesen fleischigen Fäden/Fasern Leute kontrollieren, Erinnerungen zeigen und Leute umbringen. Was ist das nur? agt es etwas, dass es aus dem Nacken hervorbricht? Irgendwie könnte man bestimmt auf mehr kommen als ich, bisher bin ich noch ziemlich planlos. Jedenfalls ziemlich beeindruckende Einführung!
      Catherine ist dann natürlich entsprechend geschockt und ich muss schon sagen, irgendwie finde ich ihre Versuche sich unbetroffen zu zeigen ziemlich lustig. Was sagt das über mich aus? Jedenfalls ist sie ziemlich fertig, nur eine Sache kann sie so richtig wieder auf 180 bringen: die Erwähnung ihrer Mutter. Muss schon sagen, nett, dass sie ihre Mutter verteidigen will, aber da stimme ich Ulysses zu: man muss wirklich in seiner eigenen Welt leben, damit man sie verehren kann. Ich frage mich ja: wissen wir etwas über ihre Beziehung zu ihrer Mutter, wie sie aufgewachsen ist und wann Catherine !. eigentlich zeitlich genau verstorben ist? Stehe da etwas auf dem Schlauch und bin unsicher ob unseres bisherigen potentiellen Wissensstandes.
      Wie dem auch sei, Ulysses will sie überzeugen oder mindestens klar machen, was seine Seite so von den Founts bzw. Catherine I. kennt und erlitten hat. Damit gibt es mal wieder seit längerem einen Flashback!

      Vergangenheit:
      Muss schon sagen, irgendwie habe ich mir Catherine I. nicht gerade gepierct vorgestellt xD Jedenfalls vermittelt Ulysses hier Catherine II. einen Einblick in die Schlacht des bösen Blutes. Lairen vs Founts, Catherine vs Ulysses. Passiert ist das alles nach der Schlacht von Og MacLarr, also wurden die Founts schon einmal besiegt. Wir lernen (oder eventuell lernen erneut?), dass der gesamte Krieg sich anscheinend nur darum dreht, dass Catherine Ulysses nicht anerkennen will. So weit kommt es noch: das ein Laire über die Lairen herrscht! Okay, eventuell gibt es auch noch andere Gründe, wie z.B. das Ulysses Ulysses ist, aber offensichtlich hat Catherine gewisse Probleme mit den Lairen. Ich mag sie nicht^^
      Hier zeigt sich dann auch Catherines Fähigkeit (Teufelsfrucht, aber was für eine?), die ihr zu ihrem Titel "Seuchenkönigin" verholfen hat. Diese schwarze ...Wolke ist offenbar eine Seuche, die sie aussenden kann und wenig überraschend fängt sie auch gleich damit an. Ulysses scheint sich nicht dran zu stören, da frage ich mich jetzt, inwiefern seine aktuelle Krankheit (die ihn ja wohl früher oder später umbringen wird) damit zusammenhängt. Bin ein bisschen unsicher, ob wir dazu schon mal was gehört hatten und ob es zeitlich überhaupt Sinn ergibt, aber so mein Gedanke. Unklar wäre hier dann aber wohl eher, wieso Bloom dann nicht die gleichen Probleme hat. Hmmm... Eventuell doch nicht oder aber es hängt vielleicht mit seiner Teufelskraft zusammen? Jetzt wird es echt richtig spekulativ^^
      Interessanterweise scheint Catherine selbst ziemlich stark zu sein, offenbar genug, dass sie im Angesichte von Ulysses und Bloom überleben kann. Gut, keine Ahnung was ihre Leibwache so kann und inwiefern die Seuche da mit reingespielt hat, aber trotzdem fällt mir jetzt so direkt nicht ein, wer mal soeben gegen die vermutlich stärksten(?) beiden Mitglieder der Truppe um bzw. mit Ulysses bestehen kann. Okay, mir fallen schon Leute ein^^
      An Catherine II. ist da offensichtlich nichts vererbt worden, außer eine eventuell minimal verbesserte Konsitution, die es ihr ermöglicht doch nicht die gesamte Nacht von carals Drogen außer Gefecht gesetzt zu werden. Jedenfalls kann ich mir vorstellen, dass die Seuchenkönigin an diesem Tage den Lairen einen ziemlich heftigen Schlag versetzt hat. Erklärt, wieso Ulysses sie so besonders hasst, obwohl nach allem, was er auch anschließend erzählt, die Founts sowieso so ziemlich uneingeschränkt gehasst werden für ihre Art und Weise mit den Lairen umzuspringen (heftig!).

      Gegenwart Teil 2:
      Gut, man kann natürlich nicht wissen, ob dies der Wahrheit entspricht oder Ulysses lügt bzw. falsche Erinnerungen zeigt, allerdings sollte die Puppenkönigin doch eigentlich etwas über die Vergangenheit ihres Landes wissen. Geschicktes Brainwashing? Gut darin, die Founts zu verherrlichen und die Lairen als die Teufel darzustellen? Letztlich ist es immer leicht, ein Kind zu formen und mit dem geeigneten Wissen zu füllen, mindestens, wenn es sich um eine doch recht ...verdrängerische Person handelt. Zeigt auf, wie problematisch es ist, wenn sich manche Vorstellungen erstmal richtig verfestigt haben und es sich wie einen Angriff auf einen selbst anfühlt, wenn jemand etwas dagegen sagt. Das gefällt mir sehr, wie du hier Catherine II. einsetzt!
      Catherine I. hat also mal so richtig etwas gegen die Lairen gehabt, so eine Aktion muss man auch erstmal bringen, wie sie das getan hat. Bin doch noch gespannt, inwiefern es hier weitere Aufklärung gibt.
      Interessant ist auch, dass die Puppenkönigin an sich ja sogar einigermaßen gewillt ist, Ulysses zu glauben und an sich ja auch gar nicht böse oder sogar nur böswillig ist, ihm sogar ihr Mitleid schenkt. Letztlich klappt es aber doch nicht so richtig, denn offenbar kann sie es nicht ertragen, dass Ulysses sie ersetzen will. Oder vielleicht auch, dass sie gewissermaßen eingestehen müsste, wie falsch sie und insbesondere ihre Mutter lag. Bin doch überrascht, dass sie sich echt auf den Thron setzen kann und diese Ansprache hält, nachdem sie gesehen hat, was Ulysses anrichten kann. Es ist auch traurig, dass sie sich auch nicht einmal in Richtung eines Kompromiss- oder Dialogversuches begeben möchte. Nicht, dass ich überzeugt davon bin, dass es was werden würde, aber trotzdem: immer nur in Extremen...
      In dieser Situation scheint Ulysses echt kurz davor zu sein, Catherine II. umzubringen, etwas, was er ja immerhin zugunsten seines ...Diplomatieversuches erstmal aufgegeben hat. Zum Glück für die Puppenkönigin taucht sehr passend Cassiopeia auf und attackiert Ulysses. Die ist offenbar in der Lage, das But im Körper von Ulysses zu beeinflussen? Klingt sowohl übermächtig, als auch etwas enttäuschend in der WIrkung, denn zum einen überlebt Ulysses und zum anderen kann er sie offensichtlich wieder ...vertreiben? Irgendwie wäre ich da über eine nähere Erklärung ganz glücklich.
      Jedenfalls schient Triagast hier auch aus durchaus persönlichen Gründen zu sein. Was hat sie nur mit Ulysses zu schaffen, wenn dieser sie nicht einmal (wieder?-)erkennt? Jedenfalls ist sie einerseits als CP-0 Agentin vor Ort (gut, die herrschende Persönlichkeit zu schützen klingt logich), andererseits klingt das auch nach mehr, wenn sie auf diesen Moment hingearbeitet hat. Klingt nach etwas für das neue Kapitel^^ Bin schon sehr gespannt, wie sie sich jetzt vorstellt, gegen Ulysses zu bestehen. Der wirkt zwar irgendwie immer etwas krank und auch nachlässig wenn er kämpft, jedoch ebenfalls reichlich mächtig, während Cassiopeia mir jetzt weniger als Kämpferin vorkommt.


      Fazit: das Kapitel hat gehalten, was es versprochen hat und hat mir sehr gut gefallen! Ich freue mich auf das nächste Kapitel :)
      "Well, let's begin"
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
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    • Kapitel 164 Die versprochene Zerstörung

      Was lange währt, wird endlich gut?
      Ob das Stimmt keine Ahnung, aber zumindest ich hatte gestern Abend, nachdem ich @Eldrails Kommentar gelesen hatte, endlich eine Idee worum es sich bei Ulysses Teufelskraft handeln könnte. Zwar kann ich nicht genau sagen, ob diese Idee schon mal an mir vorbeigeflogen ist, da sie mir dann doch irgendwie bekannt vorkam, aber ich weiß noch sicher, dass ich bei ersten Lesen des Kapitels gerätselt habe, welcher TK er denn jetzt hat. Denn eigentlich hatte ich die Wappen oder war es die Heroldsfrucht bei ihm Abspeichert, aber die ist dann wohl doch bei Bloom; also sie kann sich mit ihrer Frucht unter das Wappen/die Kraft eines anderen stellen und nicht der Nutzer der Wappenfrucht kann jemand unter sein Wappen/seine Kraft stellen.
      Dann ist mir die Erinnerungsfrucht eingefallen, weil er Catherine II, Catherine I gezeigt hat und er die Erinnerungen von O’Mara hat, aber diese Kraft müsste eigentlich bei Moria liegen und würde auch nicht seine… nennen wir es mal Nacken-Tentakel erklären, es sei den er kann, sich an Dinge Erinnern und diese sozusagen damit herbeirufen.
      Also was bleibt dann noch und hier hat mir sehr wahrscheinlich Eladrils gesammelte Aufzählung geholfen:
      »Er kann mit diesen fleischigen Fäden/Fasern Leute kontrollieren, Erinnerungen zeigen und Leute umbringen. Was ist das nur? Sagt es etwas, dass es aus dem Nacken hervorbricht? « Dazu kommen dann noch die elektrischen Entladungen welche am Palasttor genannt werden.
      Also etwas platt ausgedrückt, was kontrolliert/steuert uns, was speichert unsere Erinnerungen bzw. ruft diese ab, wovon haben wir ein dickes Bündel im Nacken, was hat mehr oder minder mit Elektrizität bzw Spannung zu tun und als Bonus womit hat Ulysses mehr als minder Probleme, (um in die ganze Sache noch etwas Ironie mit reinzubringen).
      Es sind die Nerven(-bahnen).
      Im Nacken ist der Ansatz aller Nervenbahnen zu Gehirn, weswegen es ein guter Startpunkt wäre sie dort austreten zu lassen. Wenn er sie an die Nervenbahnen von anderen Anschließt könnte er diese dann über (elektrische) Nervenimpulse steuern und beim (symbolischen) Anschluss an Gehirn über die Schläfe Erinnerungen übertragen. Da die Nervenbahnen als einzelnes sehr fein sind, könnten sie mit Haki überzogen wie sehr feine Drahtseile wirken und gebündelt stark genug sein, Leute durch die Gegend zu schlagen oder wie bei Catherine hochzuheben.
      Die Ironie ist dann natürlich, dass er durch seine Epilepsie, Migräne usw. Probleme mit den Nerven bzw der Signalübertragung hat oder sind das vielleicht sogar Probleme die er wegen (der Nutzung) seiner Teufelskräfte hat?
      Wie auch immer, ich bin mit meiner Idee ganz zufrieden, also mal schauen in wieweit ich richtig liege oder hast du das sogar schon einmal verraten und wir haben es nur kollektiv vergessen XD

      Die Flucht von Fletcher zusammen mit Catherine durch die Flure ihres Schlosses hast du wieder sehr gut dargestellt, wobei ich mich die ganze Zeit nicht erwehren konnte gedanklich >Fenster!< zu brüllen.^^
      Wenn alle Ausgänge bzw Fluchtwege wirklich blockiert sind, wie immer Ulysses das auch geschafft hat, und gerade die gesamte Garde abgemetzelt wird, würde ich nicht gerade zu dem einen übriggebliebenen Ausgang laufen, wo er sicher zu finden sein wird. Ich meine der Red Appel wird nicht gerade wie Neuschwanstein sein und ein Sprung aus dem ersten Stock dürfte weit weniger schaden als eine Begegnung mit Ulysses anrichten. Aber vielleicht denke ich bei Schloss auch einfach zu sehr an die etwas moderneren Schlösser mit zu großen Fensterfronten und in dem Stress, dem die Wachen gerade alle ausgesetzt sind, dürfte klares denken auch etwas schwieriger sein.

      Immerhin zeigt sich hier endlich was für eine gefährliche Gewalt Ulysses eigentlich ist, wenn er mal richtig loslegt und ihm die Elitegarde in keinster Weise gewachsten ist, da bringt auch >The last stand< im Thronsaal nichts, außer vielleicht eine ehrenvolle Erwähnung in den Geschichtsbüchern. Für Soldaten vermutlich besser als wenn sie sich einfach aus dem Staub machen, auch wenn es ein Befehl gewesen ist. Wobei eigentlich war es kein Befehl, sie sind nur entlassen worden, also konnten sie in diesem Moment frei entscheiden, was sie tun wollen. Über die Art… na ja sie Ende des Kommentars wo ich auf zwei deiner Antworten eingehe. ^^

      >The last stand< hast du dann aber auch wieder wunderbar beschrieben, wobei ich nicht umhin kam mich zu fragen ob 20 Kilo (Arnold Fletcher) nicht doch etwas wenig für einen kompletten Soldaten ist.^^

      Catherine verarbeitetet die Situation in diesem Moment erstaunlich gut oder sollte man sagen souverän, zumindest bricht sie nicht vollkommen zusammen, nachdem was sie jetzt alles zum ersten Mal erlebt hat. Über ihre Schuld an der Situation wurde ja schon einiges in den letzten Kommentaren geschrieben, aber wie Ulysses sagt, auch wenn sie es nicht wollte, sie ist für diese Situation verantwortlich, da nur sie diesen Befehl öffentlich geben konnte und sie wird immer damit verbunden sein, egal ob es jetzt durch schlechte Berater zustande gekommen ist oder nicht.

      Beim Rückblick auf Catherine I und die Schlacht bösen Blutes habe ich zuerst gedacht was für eine interessante Idee der Königin Piercings zu geben, aber nur bis sie sich als wandelnde Seuche herausgestellt hat. Bitte das nächste Mal entweder eine gepiercte Königin, die sehr gut kämpfen kann oder eine reine klassische Schönheit, welche sich dann als Seuchenengel herausstellt. Dieser Auftritt war dann doch wieder… wie soll ich sagen… Piercing gleich Böse… nein eher … Wie auch immer, beides zusammen ist mir halt einfach etwas negativ aufgefallen.
      Trotzdem ist die Seuchenfrucht eine sehr gute Idee, besonders in Verbindung mit der wirklichen irischen Geschichte, wo zwar nicht das Königshaus persönlich die Seuche bzw. Kartoffelfäule ins Land gebracht hat, sich aber trotzdem genauso um die Iren gekümmert hat wie die Foundus um die Lairien.

      Fast schon amüsiert hat es mich dann, als die gesamte Armee ihre Visiere zugeklappt hat, als Catherine I begann ihre TK einzusetzen. Zumindest um ihre Armee scheint sie sich etwas Sorgen zu machen und kann ihre TK anscheinend auch nicht so geziert einsetzten, dass sie keinen Kollateralschaden erzeugen würde. Aber ob einfach Visiere da wirklich helfen würde? Ich weiß nicht ;)

      Weiterhin finde ich es sehr interessant, dass beide Catherines aus dem Geschlecht der Namenlosen sind. Leider habe ich nicht ganz verstanden, ob dies nur für die Beiden gilt oder schon länger diese Linie an der Macht ist. Denn es könnte schon sehr interessant werden, warum sie so heißen bzw. besser gesagt, wieso sie diesen nicht vorhandenen Namen beibehalten haben.

      Das Cassiopeia jetzt plötzlich bei den beiden auftaucht habe ich wirklich nicht erwartet, aber derzeit gibt es wohl keinen besseren Ort für ihre TK bei all dem Blut, was Ulysses im Palast verteilt, hat gibt es einiges mit dem sie Arbeiten kann und anscheinend hat sie auch genau den richtigen Moment abgewartet, wo dieser durch einen Anfall zumindest etwas abgelenkt war. In wieweit das Blut welcher er erbrochen hat mir ihrer Teufelskraft oder mit seiner Krankheit zusammenhängt, ist für mich noch nicht so ganz klar. Zwar scheint sie eine gewisse Kontrolle auf seinen Körper zu haben, sonst würde er sie nicht auffordern diesen zu verlassen, aber ob sie jetzt auch noch eine Blutbändigerin ist oder nur das Blut, welches er von dem Kampf noch auf sich hat oder durch seine Krankheit… in den Körper geblutet hat, ist noch offen. Ist irgendwie etwas schwer auszudrücken, aber vielleicht trifft die Frage, ob sie Blut kontrollieren kann, welches sich noch in den Blutbahnen befindet oder nur das welches diese schon verlassen hat. Weiterhin besteht natürlich auch noch die Möglichkeit, dass sie ihm teile ihres Blutes und somit Körpers unbemerkt verabreicht hat. Immerhin flog genug durch die Gegend um dies Unbemerkt zu tun.

      Das Cassiopeia nur wegen Ulysses gekommen ist und nicht um Catherine zu retten wunder mich nicht. Zum einen konnten sie nicht wissen was gerade im Palast passiert und zum anderen wurde mehr als einmal betont, dass die CP-0 Leviathan schon lange hinter ihm her ist. Allein aus diesem Grund haben sie sich ja der KGJ angenommen, weil sie zum einen ein ähnliches Ziel haben und zum anderen Ulysses an ihnen oder besser O’Mara noch ein gewisses erhaltendes Interesse hat.

      Dann noch zwei Bemerkungen zu deiner antwort :)

      -Bo- schrieb:

      Definitiv, aber der Zug musste ja irgendwie gestoppt werden und Mercedes hatte nur ein kleines Zeitfenster für dieses Unterfangen. Immerhin konnte der Zug nur im Park sicher bruchlanden, ohne ganze Wohnblöcke niederzumähen. Du bist doch sonst immer derjenige, der sich über die zerdepperte Architektur beschwert. Sie haben es für dich getan! :DD
      Sagt er und lässt im neuen Kapitel Unmengen an unersetzlichen Kunstwerken als sinnlose Barrieren verwenden. Ganz abgesehen davon, dass er schon vorher das eine oder andere Stadtviertel zerstören lässt oder in genau dem gleichen Kapitel eine Kirche niederbrennt.^^
      Weiterhin meine ich mich zu erinnern, dass ich mich mehr über die Zerstörung von alter/künstlerischer Architektur beschwert habe und weniger Architektur allgemein ;)

      -Bo- schrieb:

      Naja. Fragen wir mal so: Welche Einheit ist denn vor Ort und mit welcher Einheit hatte er bislang Berührungspunkte? Keine Ahnung, wie du auf Behemoth kommst, ehrlich gesagt. xD
      Wie geschrieben nach seinen jetzigen Handlungen Leviathan, aber wenn du mich ohne diese nach seiner Zugehörigkeit gefragt hättest bzw. besser gesagt nach meinen Erinnerungen gehört er zu Behemoth und die mischen zumindest bei dem Zug bzw. in der Industriestadt mit die schon in die Luft Gefolgen ist und deren Name ich gerade vergessen habe XD
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Etwas schneller als sonst gibt es das neue Kapitel. Zeit, den Arc zum Abschluss zu bringen! Viel Spaß wünsche ich mit Kapitel 165. Es findet sich direkt unter diesem Beitrag und trägt den selbsterklärenden Titel: "Kopfgeldjäger vs. Penny Dreadful".

      Eldrail

      Eldrail schrieb:

      Das Kapitel ist diesmal nur mit zwei Schauplätzen recht übersichtlich, vieles passiert an einem Stück und das gefällt mir gut! Mir ist schon klar, dass es mit mehreren zeitlich parallel stattfindenden Handlungssträngen während eines solch chaotischen Ereignisses durchaus Sinn ergibt öfter mal zu wechseln, trotzdem freut man sich hin und wieder einfach über mehr Zeit an einem Ort.
      Ich will versuchen, einen möglichst angenehmen Mix aus raschen Wechseln und längeren Passagen an einem Ort hinzubekommen. Gerade in Kampfphasen ist das zwar schwierig, aber eine gewisse Balance strebe ich schon an. Das neue Kapitel bietet allerdings einen Rundumschlag, sodass du hier noch mit den schnellen Wechseln leben musst.^^

      Eldrail schrieb:

      Ulysses hat sich auf den Weg gemacht und das ist nicht zu überhören. Catherine II. kann froh sein, dass sie solch fürsorgliche Wachen hat (oder auch nicht, einen Unterschied dürfte es wohl ohnehin nicht machen, abgesehen davon, dass sie dadurch in den Genuss eines ziemlich blutigen Gemetzels kommt).
      Ich schwanke auch immer wieder, inwiefern ich mit ihr Mitleid haben soll, oder denke, dass sie sich ihr Schicksal auch selbst mit bestimmt hat. Sie ist eben naiv und nicht auf eine Art und Weise aufgezogen, die sie wirklich vorbereitet hat oder ihr Verständnis geliefert hat. Da wird es schwierig einer Carla zu widerstehen, andererseits muss man schon selten dämlich sein (so wie Catherine es mindestens behauptet) überhaupt keine Vorstellung zu haben, was man eigentlich auslöst und/oder es ja so gar nicht gemeint/gewollt zu haben. Nun ja, wer Wind sät, wid Sturm ernten. Nicht, dass ich Ulysses hier gutheiße, aber irgendwie brauchte die Puppenkönigin mal einen Weckruf. Etwas ironisch ist, dass sie mit ihrem Gutwillen, die Wachen dann noch stärker an sich gebunden hat und sich diese dann auch noch direkt vor ihren Augen abschlachten lassen durften. Sogar wenn sie mal was Gutes will, geht es schief. Hart...
      Meine Gefühle für Catherine II. sind vergleichbar ambivalent wie Ulysses'. Natürlich hat Catherine Scheiße gebaut, war naiv und ignorant. Allerdings befand sie sich nie in einer Situation, die kritisches Denken erfordert, war verstört von den Ereignissen um Ulysses (Bentleys Verrat, Sundermares Tod) und wurde dazu von einer erstklassigen Intrigantin manipuliert. Selbst eine erfahrenere Regentin hätte unter diesen Umständen Fehler machen können -- welche Chance hatte da schon eine weltfremde Fünfzehnjährige, die niemals politische oder gar staatstragende Verantwortung übernehmen musste?

      Eldrail schrieb:

      Spannend wird es definitiv mit Ulysses' Teufelskraft, die hier das erste Mal präsentiert wird. Ich muss sagen, so recht verstanden habe ich es noch nicht. Er kann mit diesen fleischigen Fäden/Fasern Leute kontrollieren, Erinnerungen zeigen und Leute umbringen. Was ist das nur? agt es etwas, dass es aus dem Nacken hervorbricht? Irgendwie könnte man bestimmt auf mehr kommen als ich, bisher bin ich noch ziemlich planlos. Jedenfalls ziemlich beeindruckende Einführung!
      Ich hoffe, die Einführung hat deinen Erwartungen standgehalten.^^
      Bezüglich der Teufelsfrucht hat qoii den richtigen Riecher bewiesen, es handelt sich tatsächlich um eine Art Nervenfrucht. Genaueres wird es in kommenden Kapiteln aber noch geben. Nur soviel: Er kann nicht direkt Erinnerungen projizieren. Das zeigt sich ja z.B. daran, dass er Catherine quasi in die Vergangenheit integriert hat. Bei Moiras Frucht ist es so, dass man die Erinnerungen tatsächlich aus der Sicht des "Erinnernden" erlebt. Ulysses hingegen konnte Catherine das Geschehene wie eine Art Multimedia-Erfahrung vorspielen.^^

      Eldrail schrieb:

      Catherine ist dann natürlich entsprechend geschockt und ich muss schon sagen, irgendwie finde ich ihre Versuche sich unbetroffen zu zeigen ziemlich lustig. Was sagt das über mich aus? Jedenfalls ist sie ziemlich fertig, nur eine Sache kann sie so richtig wieder auf 180 bringen: die Erwähnung ihrer Mutter. Muss schon sagen, nett, dass sie ihre Mutter verteidigen will, aber da stimme ich Ulysses zu: man muss wirklich in seiner eigenen Welt leben, damit man sie verehren kann. Ich frage mich ja: wissen wir etwas über ihre Beziehung zu ihrer Mutter, wie sie aufgewachsen ist und wann Catherine !. eigentlich zeitlich genau verstorben ist? Stehe da etwas auf dem Schlauch und bin unsicher ob unseres bisherigen potentiellen Wissensstandes.
      Nein, zu der Beziehung wurde noch nicht viel gesagt. Nur, dass Catherine ihre Mutter zwar in guter Erinnerung hat, sich deren Mankos als Monarchin jedoch durchaus bewusst ist. Aber das will sie vor einem Ulysses natürlich nicht zugeben, der ohnehin schon äußerst unschöne Sachen über die erste Catherine von sich gegeben hat.

      Die Zeiteinteilung wurde bislang nur vage angeschnitten. Der Flashback spielte vor 10 Jahren und von Bentley wissen wir, dass Catherine II. als Kind zu Königin gekrönt wurde. Was auch immer das heißt. Zudem starb ihre Mutter an Leukämie, also nicht in der Schlacht. Somit lässt sich zumindest sagen, dass die erste Catherine irgendwann nach dieser Schlacht gestorben ist, aber noch in Catherines II. (jüngerer) Kindheit.

      Eldrail schrieb:

      Muss schon sagen, irgendwie habe ich mir Catherine I. nicht gerade gepierct vorgestellt xD Jedenfalls vermittelt Ulysses hier Catherine II. einen Einblick in die Schlacht des bösen Blutes. Lairen vs Founts, Catherine vs Ulysses. Passiert ist das alles nach der Schlacht von Og MacLarr, also wurden die Founts schon einmal besiegt. Wir lernen (oder eventuell lernen erneut?), dass der gesamte Krieg sich anscheinend nur darum dreht, dass Catherine Ulysses nicht anerkennen will. So weit kommt es noch: das ein Laire über die Lairen herrscht! Okay, eventuell gibt es auch noch andere Gründe, wie z.B. das Ulysses Ulysses ist, aber offensichtlich hat Catherine gewisse Probleme mit den Lairen. Ich mag sie nicht^^
      Das mit Og MacLarr ist etwas fies von mir. Insofern: Ja und Nein. Aber die Geschichte wird noch ziemlich ausschweifend beleuchtet werden. Also ausschweifend für meine Verhältnisse, wo ich mich ja normalerweise eher um historische Angelegenheiten drücke.^^
      Richtig ist, dass sich der Konflikt um den Herrscheranspruch dreht. Dazu wird es aber auch noch mehr geben.

      Eldrail schrieb:

      Hier zeigt sich dann auch Catherines Fähigkeit (Teufelsfrucht, aber was für eine?), die ihr zu ihrem Titel "Seuchenkönigin" verholfen hat. Diese schwarze ...Wolke ist offenbar eine Seuche, die sie aussenden kann und wenig überraschend fängt sie auch gleich damit an. Ulysses scheint sich nicht dran zu stören, da frage ich mich jetzt, inwiefern seine aktuelle Krankheit (die ihn ja wohl früher oder später umbringen wird) damit zusammenhängt. Bin ein bisschen unsicher, ob wir dazu schon mal was gehört hatten und ob es zeitlich überhaupt Sinn ergibt, aber so mein Gedanke. Unklar wäre hier dann aber wohl eher, wieso Bloom dann nicht die gleichen Probleme hat. Hmmm... Eventuell doch nicht oder aber es hängt vielleicht mit seiner Teufelskraft zusammen? Jetzt wird es echt richtig spekulativ^^
      Ich enthalte mich mal noch. Ulysses' Krankheit ist aber tatsächlich schon bekannt und hat nichts mit der Seuche zu tun.^^

      Eldrail schrieb:

      Interessanterweise scheint Catherine selbst ziemlich stark zu sein, offenbar genug, dass sie im Angesichte von Ulysses und Bloom überleben kann. Gut, keine Ahnung was ihre Leibwache so kann und inwiefern die Seuche da mit reingespielt hat, aber trotzdem fällt mir jetzt so direkt nicht ein, wer mal soeben gegen die vermutlich stärksten(?) beiden Mitglieder der Truppe um bzw. mit Ulysses bestehen kann. Okay, mir fallen schon Leute ein^^
      Jo, ich habe Catherine I. hier bewusst als Kriegsherrin stilisiert. Sie war eine formidable Kämpferin und bildete mehr als zurecht die Spitze ihrer Armee. Hierbei muss natürlich beachtet werden, dass die Schlacht vor 10 Jahren stattfand und Ulysses & Bloom eventuell noch nicht auf dem Höhepunkt ihrer Stärke waren. Ansonsten ja, die beiden gehören schon zum besten, was die Lairen auftreiben können. Natürlich von Beatrix abgesehen. :D

      Eldrail schrieb:

      An Catherine II. ist da offensichtlich nichts vererbt worden, außer eine eventuell minimal verbesserte Konsitution, die es ihr ermöglicht doch nicht die gesamte Nacht von carals Drogen außer Gefecht gesetzt zu werden. Jedenfalls kann ich mir vorstellen, dass die Seuchenkönigin an diesem Tage den Lairen einen ziemlich heftigen Schlag versetzt hat. Erklärt, wieso Ulysses sie so besonders hasst, obwohl nach allem, was er auch anschließend erzählt, die Founts sowieso so ziemlich uneingeschränkt gehasst werden für ihre Art und Weise mit den Lairen umzuspringen (heftig!).
      Ja, die Lairen sind ein gebeuteltes Volk. Aber ob Ulysses Catherine II. hier wirklich die ganze Wahrheit sagt? Jede Geschichte hat zwei Seiten, wie du selbst festgestellt hast. Ob Ulysses vertrauenswürdig ist oder nicht vielmehr Catherine eine Version auftischt, die seiner Sache genehm ist, muss die Zukunft zeigen. Oder eher die Vergangenheit, die ich euch in der Zukunft präsentieren werde. xD

      Eldrail schrieb:

      Gut, man kann natürlich nicht wissen, ob dies der Wahrheit entspricht oder Ulysses lügt bzw. falsche Erinnerungen zeigt, allerdings sollte die Puppenkönigin doch eigentlich etwas über die Vergangenheit ihres Landes wissen. Geschicktes Brainwashing? Gut darin, die Founts zu verherrlichen und die Lairen als die Teufel darzustellen? Letztlich ist es immer leicht, ein Kind zu formen und mit dem geeigneten Wissen zu füllen, mindestens, wenn es sich um eine doch recht ...verdrängerische Person handelt. Zeigt auf, wie problematisch es ist, wenn sich manche Vorstellungen erstmal richtig verfestigt haben und es sich wie einen Angriff auf einen selbst anfühlt, wenn jemand etwas dagegen sagt. Das gefällt mir sehr, wie du hier Catherine II. einsetzt!
      Wie gesagt, Catherine II. ist weder völlig Täter noch Opfer. Die Frage ist, ob sie als Königin noch tragbar ist. Und wenn ja -- unter welchen Bedingungen?

      Eldrail schrieb:

      Catherine I. hat also mal so richtig etwas gegen die Lairen gehabt, so eine Aktion muss man auch erstmal bringen, wie sie das getan hat. Bin doch noch gespannt, inwiefern es hier weitere Aufklärung gibt.
      Die wird kommen, aber noch nicht heute oder morgen.^^

      Eldrail schrieb:

      Interessant ist auch, dass die Puppenkönigin an sich ja sogar einigermaßen gewillt ist, Ulysses zu glauben und an sich ja auch gar nicht böse oder sogar nur böswillig ist, ihm sogar ihr Mitleid schenkt. Letztlich klappt es aber doch nicht so richtig, denn offenbar kann sie es nicht ertragen, dass Ulysses sie ersetzen will. Oder vielleicht auch, dass sie gewissermaßen eingestehen müsste, wie falsch sie und insbesondere ihre Mutter lag. Bin doch überrascht, dass sie sich echt auf den Thron setzen kann und diese Ansprache hält, nachdem sie gesehen hat, was Ulysses anrichten kann. Es ist auch traurig, dass sie sich auch nicht einmal in Richtung eines Kompromiss- oder Dialogversuches begeben möchte. Nicht, dass ich überzeugt davon bin, dass es was werden würde, aber trotzdem: immer nur in Extremen...
      Ulysses ist zugegebenermaßen nicht wirklich besser. Entweder Catherine II. dankt freiwillig ab, oder es setzt...härtere Maßnahmen. Auch er will keinen Deal mit ihr als Königin, sondern sie vom Thron kriegen. Beide glauben, im Sinne ihres Volkes zu handeln und betrachten die Lage als Nullsummenspiel. Die eine Seite kann nur gewinnen, wenn die andere Seite verliert. Catherine stirbt lieber, als sich Ulysses zu beugen. Und Ulysses würde lieber das ganze Königreich niederbrennen und zum Usurpator werden, als sich mit Catherine zusammenzuraufen. Stolz und Vorurteil eben. :D

      Eldrail schrieb:

      In dieser Situation scheint Ulysses echt kurz davor zu sein, Catherine II. umzubringen, etwas, was er ja immerhin zugunsten seines ...Diplomatieversuches erstmal aufgegeben hat. Zum Glück für die Puppenkönigin taucht sehr passend Cassiopeia auf und attackiert Ulysses. Die ist offenbar in der Lage, das But im Körper von Ulysses zu beeinflussen? Klingt sowohl übermächtig, als auch etwas enttäuschend in der WIrkung, denn zum einen überlebt Ulysses und zum anderen kann er sie offensichtlich wieder ...vertreiben? Irgendwie wäre ich da über eine nähere Erklärung ganz glücklich.
      Cassiopeia hat diese Fähigkeit schon einmal kurz bei O'Mara gezeigt, mit dessen Blutdruck sie gewissermaßen Ball gespielt hat. Es ist ihr allerdings nicht möglich, andere Körper platzen zu lassen oder sowas, aber sie kann zumindest innerhalb gewisser Grenzen den Blutfluss manipulieren. Bei Ulysses fiel ihr das etwas leichter, weil er sie nicht kommen sah. Danach konnte er sie relativ gut abwehren. Wie, das sei dir überlassen. Haki, Willenskraft, Beckenbodenübungen. Insgesamt gehört diese Technik nicht zu Cassiopeias beeindruckendsten Talenten, da diese Anwendung ihrer TK doch stark limitiert ist und mehr Energie kostet, als es ihr letztlich bringt. Siehe Ulysses, dem sie wohl eher das Fürchten lehren als schaden wollte.

      Eldrail schrieb:

      Jedenfalls schient Triagast hier auch aus durchaus persönlichen Gründen zu sein. Was hat sie nur mit Ulysses zu schaffen, wenn dieser sie nicht einmal (wieder?-)erkennt? Jedenfalls ist sie einerseits als CP-0 Agentin vor Ort (gut, die herrschende Persönlichkeit zu schützen klingt logich), andererseits klingt das auch nach mehr, wenn sie auf diesen Moment hingearbeitet hat. Klingt nach etwas für das neue Kapitel^^ Bin schon sehr gespannt, wie sie sich jetzt vorstellt, gegen Ulysses zu bestehen. Der wirkt zwar irgendwie immer etwas krank und auch nachlässig wenn er kämpft, jedoch ebenfalls reichlich mächtig, während Cassiopeia mir jetzt weniger als Kämpferin vorkommt.
      Wie qoii anmerkt, ist die CP0-Leviathan schon lange an Ulysses interessiert und speziell Cassiopeia verbrachte einige Zeit undercover bei Harley, um an Information über Ulysses zu gelangen. Sie hat definitiv viel Zeit und Energie investiert und das größte Risiko auf sich genommen, um Ulysses endlich zu stellen. Ihr Interesse mit ihm ist daher durchaus sowohl privater als auch persönlicher Natur, würde ich sagen. Wie die Sache weitergeht, verrate ich noch nicht.^^
      qoii

      qoii schrieb:

      Ob das Stimmt keine Ahnung, aber zumindest ich hatte gestern Abend, nachdem ich @Eldrails Kommentar gelesen hatte, endlich eine Idee worum es sich bei Ulysses Teufelskraft handeln könnte. Zwar kann ich nicht genau sagen, ob diese Idee schon mal an mir vorbeigeflogen ist, da sie mir dann doch irgendwie bekannt vorkam, aber ich weiß noch sicher, dass ich bei ersten Lesen des Kapitels gerätselt habe, welcher TK er denn jetzt hat. Denn eigentlich hatte ich die Wappen oder war es die Heroldsfrucht bei ihm Abspeichert, aber die ist dann wohl doch bei Bloom; also sie kann sich mit ihrer Frucht unter das Wappen/die Kraft eines anderen stellen und nicht der Nutzer der Wappenfrucht kann jemand unter sein Wappen/seine Kraft stellen.
      Dann ist mir die Erinnerungsfrucht eingefallen, weil er Catherine II, Catherine I gezeigt hat und er die Erinnerungen von O’Mara hat, aber diese Kraft müsste eigentlich bei Moria liegen und würde auch nicht seine… nennen wir es mal Nacken-Tentakel erklären, es sei den er kann, sich an Dinge Erinnern und diese sozusagen damit herbeirufen.
      Also was bleibt dann noch und hier hat mir sehr wahrscheinlich Eladrils gesammelte Aufzählung geholfen:
      »Er kann mit diesen fleischigen Fäden/Fasern Leute kontrollieren, Erinnerungen zeigen und Leute umbringen. Was ist das nur? Sagt es etwas, dass es aus dem Nacken hervorbricht? « Dazu kommen dann noch die elektrischen Entladungen welche am Palasttor genannt werden.
      Also etwas platt ausgedrückt, was kontrolliert/steuert uns, was speichert unsere Erinnerungen bzw. ruft diese ab, wovon haben wir ein dickes Bündel im Nacken, was hat mehr oder minder mit Elektrizität bzw Spannung zu tun und als Bonus womit hat Ulysses mehr als minder Probleme, (um in die ganze Sache noch etwas Ironie mit reinzubringen).
      Es sind die Nerven(-bahnen).
      Im Nacken ist der Ansatz aller Nervenbahnen zu Gehirn, weswegen es ein guter Startpunkt wäre sie dort austreten zu lassen. Wenn er sie an die Nervenbahnen von anderen Anschließt könnte er diese dann über (elektrische) Nervenimpulse steuern und beim (symbolischen) Anschluss an Gehirn über die Schläfe Erinnerungen übertragen. Da die Nervenbahnen als einzelnes sehr fein sind, könnten sie mit Haki überzogen wie sehr feine Drahtseile wirken und gebündelt stark genug sein, Leute durch die Gegend zu schlagen oder wie bei Catherine hochzuheben.
      Die Ironie ist dann natürlich, dass er durch seine Epilepsie, Migräne usw. Probleme mit den Nerven bzw der Signalübertragung hat oder sind das vielleicht sogar Probleme die er wegen (der Nutzung) seiner Teufelskräfte hat?
      Wie auch immer, ich bin mit meiner Idee ganz zufrieden, also mal schauen in wieweit ich richtig liege oder hast du das sogar schon einmal verraten und wir haben es nur kollektiv vergessen XD
      Ding-Ding-Ding. Mehr gibt es für mich da gar nicht zu sagen, außer vielleicht folgendes: Auf gewisse Weise sind seine Krankheit und seine Teufelsfrucht verknüpft, allerdings hat das eine das andere nicht ausgelöst oder umgekehrt. Insgesamt aber sehr schön kombiniert. Bei dieser Frucht handelt es sich definitiv um eine meiner wilderen Kreationen. xD

      qoii schrieb:

      Die Flucht von Fletcher zusammen mit Catherine durch die Flure ihres Schlosses hast du wieder sehr gut dargestellt, wobei ich mich die ganze Zeit nicht erwehren konnte gedanklich >Fenster!< zu brüllen.^^
      Wenn alle Ausgänge bzw Fluchtwege wirklich blockiert sind, wie immer Ulysses das auch geschafft hat, und gerade die gesamte Garde abgemetzelt wird, würde ich nicht gerade zu dem einen übriggebliebenen Ausgang laufen, wo er sicher zu finden sein wird. Ich meine der Red Appel wird nicht gerade wie Neuschwanstein sein und ein Sprung aus dem ersten Stock dürfte weit weniger schaden als eine Begegnung mit Ulysses anrichten. Aber vielleicht denke ich bei Schloss auch einfach zu sehr an die etwas moderneren Schlösser mit zu großen Fensterfronten und in dem Stress, dem die Wachen gerade alle ausgesetzt sind, dürfte klares denken auch etwas schwieriger sein.
      Ja, der Gedanke kam mir dann auch. Vielleicht wollte Fletcher das Risiko in den höheren Stockwerken nicht eingehen. Und im ersten Stock trafen sie dann ja schon auf Ulysses bzw. hatte er sie da bereits entdeckt. Oder was auch immer. Übergehen wir dieses fiese realistische Detail also einfach mal. Drama, Baby, Drama. :D

      qoii schrieb:

      Immerhin zeigt sich hier endlich was für eine gefährliche Gewalt Ulysses eigentlich ist, wenn er mal richtig loslegt und ihm die Elitegarde in keinster Weise gewachsten ist, da bringt auch >The last stand< im Thronsaal nichts, außer vielleicht eine ehrenvolle Erwähnung in den Geschichtsbüchern. Für Soldaten vermutlich besser als wenn sie sich einfach aus dem Staub machen, auch wenn es ein Befehl gewesen ist. Wobei eigentlich war es kein Befehl, sie sind nur entlassen worden, also konnten sie in diesem Moment frei entscheiden, was sie tun wollen. Über die Art… na ja sie Ende des Kommentars wo ich auf zwei deiner Antworten eingehe. ^^
      Es war sicherlich eine noble Entscheidung der Garde, bis zum bitteren Ende für Catherine zu kämpfen. Im Grunde wussten sie ja, dass sie keine Chance haben würden. Aber ihr Opfer trug gewiss auch dazu bei, um Catherine am Ende derart standhaft auftreten zu lassen. Hätte sie einfach Kleinbei gegeben, so wäre der Tod ihrer Garde komplett sinnlos gewesen. Jetzt mal unabhängig davon, inwieweit Catherines Weigerung die Sache nicht eher noch schlimmer gemacht hat.

      qoii schrieb:

      >The last stand< hast du dann aber auch wieder wunderbar beschrieben, wobei ich nicht umhin kam mich zu fragen ob 20 Kilo (Arnold Fletcher) nicht doch etwas wenig für einen kompletten Soldaten ist.^^
      Deshalb steht da auch "20 Kilo schwereren...", also Fletcher wiegt 20 Kilo mehr als Ulysses. Das sollte nur verdeutlichen, mit welcher Leichtigkeit Ulysses selbst wesentlich kräftigere Gegner ausschaltet und herumschleppt.^^

      qoii schrieb:

      Catherine verarbeitetet die Situation in diesem Moment erstaunlich gut oder sollte man sagen souverän, zumindest bricht sie nicht vollkommen zusammen, nachdem was sie jetzt alles zum ersten Mal erlebt hat. Über ihre Schuld an der Situation wurde ja schon einiges in den letzten Kommentaren geschrieben, aber wie Ulysses sagt, auch wenn sie es nicht wollte, sie ist für diese Situation verantwortlich, da nur sie diesen Befehl öffentlich geben konnte und sie wird immer damit verbunden sein, egal ob es jetzt durch schlechte Berater zustande gekommen ist oder nicht.
      Ganz genau. Selbst wenn sie den Arc überleben sollte, die Wilde Jagd und das angerichtete Chaos blieben unabänderlich mit ihrer Person und Herrschaft verbunden. Ulysses mag von den Founts verhasst sein, aber Catherine dürfte sich in dieser Nacht nicht gerade zur geborenen Königin erhoben haben. So oder so wurde das Commonwealth nachhaltig erschüttert.

      qoii schrieb:

      Beim Rückblick auf Catherine I und die Schlacht bösen Blutes habe ich zuerst gedacht was für eine interessante Idee der Königin Piercings zu geben, aber nur bis sie sich als wandelnde Seuche herausgestellt hat. Bitte das nächste Mal entweder eine gepiercte Königin, die sehr gut kämpfen kann oder eine reine klassische Schönheit, welche sich dann als Seuchenengel herausstellt. Dieser Auftritt war dann doch wieder… wie soll ich sagen… Piercing gleich Böse… nein eher … Wie auch immer, beides zusammen ist mir halt einfach etwas negativ aufgefallen.
      1. Wer sagt denn, dass Catherine I. nicht gut kämpfen kann? Sie packt doch sogar ganz souverän ihr massives Schwert aus und eröffnet den Kampf gegen Ulysses. :D Die Seuche ist nur die Kirsche auf der Torte.
      2. Als (stark) tätowierter Mann habe ich die Verbindung zwischen "negativen Eigenschaften" und "Körperschmuck" gar nicht gezogen, muss ich sagen. Im Grunde war mein Gedankengang, hier eine düstere, "badass" Version von Catherine II. einzubauen. Die beiden Catherines gleichen sich ja in so ziemlich allen Belangen und ich wollte durch die Piercings ihre Mutter ein Stückweit abgrenzen. Das jedoch definitiv nicht in negativer Hinsicht. Einfach, weil ich Piercings und ähnliche Körpermodifikationen nicht als etwas "böses" wahrnehme. Deine Lesart ergibt natürlich Sinn, gerade in Hinblick auf gewisse Vorurteile, aber war keineswegs von mir beabsichtigt. Ich fand das Design schlichtweg cool für eine gefürchtete Kriegstreiberin, die ohne ihre Piercings engelsgleich wirken würde.

      qoii schrieb:

      Trotzdem ist die Seuchenfrucht eine sehr gute Idee, besonders in Verbindung mit der wirklichen irischen Geschichte, wo zwar nicht das Königshaus persönlich die Seuche bzw. Kartoffelfäule ins Land gebracht hat, sich aber trotzdem genauso um die Iren gekümmert hat wie die Foundus um die Lairien.
      Das war auch mein Gedanke. Fand es passend, die Epidemie in einer Welt voller Superkräfte quasi auf eine Person umzumünzen. Zumal Catherine I. stark an Victoria angelehnt ist, die nach der Großen Irischen Hungersnot als "Famine Queen" verschrien wurde.

      qoii schrieb:

      Fast schon amüsiert hat es mich dann, als die gesamte Armee ihre Visiere zugeklappt hat, als Catherine I begann ihre TK einzusetzen. Zumindest um ihre Armee scheint sie sich etwas Sorgen zu machen und kann ihre TK anscheinend auch nicht so geziert einsetzten, dass sie keinen Kollateralschaden erzeugen würde. Aber ob einfach Visiere da wirklich helfen würde? Ich weiß nicht
      Du kannst davon ausgehen, dass das spezielle Rüstungen/Visiere sind, die speziell für diesen Einsatz und Schutz gebaut wurden.^^

      qoii schrieb:

      Weiterhin finde ich es sehr interessant, dass beide Catherines aus dem Geschlecht der Namenlosen sind. Leider habe ich nicht ganz verstanden, ob dies nur für die Beiden gilt oder schon länger diese Linie an der Macht ist. Denn es könnte schon sehr interessant werden, warum sie so heißen bzw. besser gesagt, wieso sie diesen nicht vorhandenen Namen beibehalten haben.
      Sehr gut bemerkt. Das spielt tatsächlich noch eine wichtige Rolle, sobald ich die genaueren Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Catherine II. und Ulysses beleuchte -- und damit die Frage aufgreife, welchen Anspruch Ulysses auf den Thron hat; sowohl den lairischen, als auch den fountischen.

      qoii schrieb:

      Das Cassiopeia jetzt plötzlich bei den beiden auftaucht habe ich wirklich nicht erwartet, aber derzeit gibt es wohl keinen besseren Ort für ihre TK bei all dem Blut, was Ulysses im Palast verteilt, hat gibt es einiges mit dem sie Arbeiten kann und anscheinend hat sie auch genau den richtigen Moment abgewartet, wo dieser durch einen Anfall zumindest etwas abgelenkt war. In wieweit das Blut welcher er erbrochen hat mir ihrer Teufelskraft oder mit seiner Krankheit zusammenhängt, ist für mich noch nicht so ganz klar. Zwar scheint sie eine gewisse Kontrolle auf seinen Körper zu haben, sonst würde er sie nicht auffordern diesen zu verlassen, aber ob sie jetzt auch noch eine Blutbändigerin ist oder nur das Blut, welches er von dem Kampf noch auf sich hat oder durch seine Krankheit… in den Körper geblutet hat, ist noch offen. Ist irgendwie etwas schwer auszudrücken, aber vielleicht trifft die Frage, ob sie Blut kontrollieren kann, welches sich noch in den Blutbahnen befindet oder nur das welches diese schon verlassen hat. Weiterhin besteht natürlich auch noch die Möglichkeit, dass sie ihm teile ihres Blutes und somit Körpers unbemerkt verabreicht hat. Immerhin flog genug durch die Gegend um dies Unbemerkt zu tun.
      Nein, sie ist definitiv keine Blutbändigerin. Das wäre mir zu heftig gewesen. Sie kann ein bisschen auf den Blutdruck einwirken und, wenn unbemerkt, einen begrenzten Schaden anrichten wie bei Ulysses. Aber das war es "schon". Es ist auch nicht übermäßig schwer, sich aus ihrem Griff zu lösen (sei es durch Haki, Willenskraft etc.). Letztlich erfordert diese Technik viel Energie und Konzentration. Cassiopeia war hier eher an einem großen Auftritt gelegen als am Schaden, schließlich will sie Ulysses nicht töten.

      qoii schrieb:

      Das Cassiopeia nur wegen Ulysses gekommen ist und nicht um Catherine zu retten wunder mich nicht. Zum einen konnten sie nicht wissen was gerade im Palast passiert und zum anderen wurde mehr als einmal betont, dass die CP-0 Leviathan schon lange hinter ihm her ist. Allein aus diesem Grund haben sie sich ja der KGJ angenommen, weil sie zum einen ein ähnliches Ziel haben und zum anderen Ulysses an ihnen oder besser O’Mara noch ein gewisses erhaltendes Interesse hat.
      Richtig. Speziell Cassiopeia lebte einige Zeit undercover im Schloss Roßkosch, um über Harley an Ulysses zu kommen. Für sie muss es daher eine besondere Genugtuung sein, ihrem Zielobjekt nach all der Zeit endlich gegenüberzustehen.

      qoii schrieb:

      Sagt er und lässt im neuen Kapitel Unmengen an unersetzlichen Kunstwerken als sinnlose Barrieren verwenden. Ganz abgesehen davon, dass er schon vorher das eine oder andere Stadtviertel zerstören lässt oder in genau dem gleichen Kapitel eine Kirche niederbrennt.^^
      Weiterhin meine ich mich zu erinnern, dass ich mich mehr über die Zerstörung von alter/künstlerischer Architektur beschwert habe und weniger Architektur allgemein
      Man kann es dir aber auch nicht recht machen. :D

      qoii schrieb:

      Wie geschrieben nach seinen jetzigen Handlungen Leviathan, aber wenn du mich ohne diese nach seiner Zugehörigkeit gefragt hättest bzw. besser gesagt nach meinen Erinnerungen gehört er zu Behemoth und die mischen zumindest bei dem Zug bzw. in der Industriestadt mit die schon in die Luft Gefolgen ist und deren Name ich gerade vergessen habe XD
      Ja...nein. :D
      Behemoth ist gar nicht auf der Insel. Der Pestdoktor und Myzete Beelzebub gehören beide zur Ziz-Einheit, also Rexroth' Truppe. Ich verweise einfach mal auf den Charakter-Guide, den ich für solche Sachen angelegt habe. Der dürfte helfen.
      David

      Monkey D. David schrieb:

      der titel des kapitels sagt ja schon ne menge aus , bevor ich das kapitel gelesen habe hab ich mir nur durch den kapitel namen gedanken gemacht worum es gehen könnte
      erst dachte ich dran es wird nahtlos weiter gehen bei carla und O'mara .
      da aber von versprochender zerstörung die rede war , dachte ich mir das wird ne bedeutung haben und hab mein kopf mal angestengt
      da gab es doch so ein ähnliches gespräch im thronsaal zwischen carla und uylsses
      und was bekommen wir da für ein kapitel , die puppenkönig trifft wieder auf ulysses nur diesmal ist keine carla da die sie retten kann
      Da lagst du halb richtig. Der Titel bezieht sich auch auf Kapitel 125, wo Ulysses Catherine unverhohlen droht. Liegt also schon eine ganze Weile zurück. Dann gab es noch das Gespräch mit Carla im Thronsaal, wo Catherine Ulysses und die Lairen zu Staatsfeinden erklärt. Damit tritt genau das ein, wovor Ulysses Catherine in Kapitel 125 gewarnt hat: Versucht sie, ihn und sein Volk anzugreifen, wird er ihr Königreich niederbrennen. Im Grunde kulminiert nun also der gesamte Storystrang um Catherine und Ulysses.

      Monkey D. David schrieb:

      wie zu erwarten haben die aufstände den palast erreicht bzw ist der palast nur noch ein schlachtfeld
      unser fletscher versucht unsere kleine Catherine an einen sicheren ort zu bringen
      Nicht ganz. Tatsächlich ist es nur Ulysses, der das Schloss verwüstet und die Palastwachen ausgeschaltet hat. Derart mächtig ist er. :D

      Monkey D. David schrieb:

      die flucht beschreibst du echt sehr gut . mir ist da auch aufgefallen ob gewollt oder auch nicht , durch deine bescheibung das ich so richtig abgeholt wurde uns förmlich mittendrin war bei der flucht
      als wäre ich einer der armen schweine die versuchen noch irgendwas zu retten wo nix mehr zu retten ist .
      so kurz vorm thronsaal kam das was ich während der flucht erwartet habe ,unser fletscher opfert sich für die puppenkönigin
      das war am ende einfach zu viel für sie und da kann ich echt verstehen als sie den letzten soldaten die freiheit schenkt
      aber wie zu erwarten würde das deren ehre beschmutzen undlieber sterben sie ( was am ende ja auch so kommt)
      Die Verzweiflung und Ausweglosigkeit der Situation sollte genau so rüberkommen. Die Soldaten stehen einem schier unbesiegbaren Feind gegenüber, zumindest für ihre Verhältnisse. Catherine hat sich mit einem gefährlichen Mann angelegt und muss nun die Konsequenzen tragen. Doch wie so oft sind es zuerst die einfachen Soldaten, die für die Verfehlungen ihrer Herrscher bluten müssen.

      Monkey D. David schrieb:

      die soldaten machen sich bereit für das was kommt , aber eine chance für sie war nie da gewesen
      als du geschrieben hast ulysses nimmt den 20kg fletscher als schutzschild musste ich kurz überlegen wie viel von ihm noch übrig sein muss damit es nur noch 20kg dran sind
      Da hast du dich leider verlesen.^^
      Ich schrieb "den 20 Kilo schwereren...", also Fletcher ist noch in einem Stück, aber 20 Kilo schwerer als Ulysses. Damit sollte nur verdeutlicht werden, dass Ulysses über beachtliche Körperkraft verfügt und einen Hünen wie Fletcher mal eben mit sich herumschleppen kann.

      Monkey D. David schrieb:

      als ulysses die soldaten tötet hast du was von fäden geschrieben
      deswegen frag ich mich was für ne TF hat er überhaupt und falls es gesagt wurde wann war das , ich stehe da gerade voll auf dem schlauch
      vllt liegt es daran das ich mir zu viele gedanken wegen dem armen fletscher gemacht habe
      oder wir wissen es doch noch nicht , zu not warte ich ab was die anderen dazu schreiben ^^
      qoii hat hier den zündenden Gedanken gehabt. Es handelt sich tatsächlich um eine Nervenfrucht, die ich entsprechend für OP-Verhältnisse waffenfähig gemacht habe. Bei den Fäden handelt es sich um Nervenfasern, die sich verbinden und von Ulysses mittels Rüstungshaki als Waffen benutzt werden. Weiterhin kann er elektrische Impulse nutzen (durch die unsere Nerven ja kommunizieren) und andere Leute "Bilder" sehen lassen. Zu der TK wird es aber noch mehr und ausführlichere Erklärungen geben. Das war jetzt nur der erste Einblick in seine Kräfte.

      Monkey D. David schrieb:

      also das gespräch zwischen Catherine und ulysses war aufjedenfall ziehmlich gut gewesen

      und wunderbar geschrieben , ich hab die gefühle in dem gespräch gespürt und denke das wolltest du uns auch so rüberbringen
      Danke, das war auch mein Wunsch. Bei all der Gewalt und der staatstragenden Bedeutung des Gesprächs geht es im Grunde doch nur um die Entscheidung zweier Menschen. Ulysses und Catherine ringen hier mit sich selbst und ihrer Verantwortung als Repräsentanten ihres Volkes. Speziell Ulysses hat in den letzten Kapiteln schon mit einer Entscheidung gekämpft und versuchte nun, Catherine seinen Willen aufzuzwingen, ohne sie zu verletzen. Doch Catherine ließ sich nicht so leicht umstimmen, wie er es gehofft hatte.

      Monkey D. David schrieb:

      und zum abschluss kam unsere CP-0 agentin Cassiopeia Triagast in den thronsaal

      diese entwicklung könnte noch ganz spannend werden

      ob es jetzt ein kampf wird der durch fäuste entschieden wird wage ich mal zu bezeifeln , auch wenn es spanned wäre keine frage aber cassiopeia ist doch dafür bekannt den kopf zu ficken und wer wäre da nicht am besten geeignet als ulysses und die kleine puppenkönigin
      Cassiopeia ist definitiv geübt darin, in den Verstand anderer Menschen einzutauchen und ihnen auf den Zahn zu fühlen. Die Chance, dass sie dies auch bei Ulysses versuchen wird, ist also entsprechend hoch. Die Frage ist nur, ob das ausreicht?

      Monkey D. David schrieb:

      also ich bin ziehmlich gedspannt wie du das da so auflösen wirst und hoffe auf so ein kapitel wie damals uylsses gegen carla das war gänsehaut pur
      Schauen wir mal, ob ich deine Erwartungen erfüllen kann.^^


    • Kapitel 165 - ???

      Kapitel 165 — Kopfgeldjäger vs. Penny Dreadful

      Geschmeidig wie eine Tigerin, die auf gewaltigen Pranken lautlos durch das Dickicht des Urwaldes pirscht, umrundete Cassiopeia Triagast den Fäuste ballenden Bastardkönig und trat an die Ufer des fountischen Herrscherthrons, auf dessen Sitzfläche die nackten Füße der Monarchin noch immer in steifer Aufmüpfigkeit verharrten. »Das war eine mitreißende Ansprache, Majestät.«
      Unschlüssig, ob sie die ausgestreckten Hände der Rothaarigen ergreifen oder ausschlagen sollte, klammerte sich Catherine an die eigenen Haarspitzen. »Ich…kann sie ihm nicht überlassen. Ich kann nicht…«
      »Und das müsst Ihr auch nicht.« Mit einem aufmunternden Ruck hob Cassiopeia das Mädchen von ihrem überdimensionierten Podest und bettete es wohlbehalten auf die ramponierten Bernsteinfliesen. »Diese Krone gehört Euch. Ihr seid Eurer Mutter Erbin und werdet Großes für Euer Land vollbringen. Lasst Euch von niemandem etwas anderes einreden. Insbesondere nicht—« Gestisch erdolchte ihr rotlackierter Finger Ulysses. »—von ihm.«
      Der Bastardkönig knurrte. Catherine nickte. Cassiopeia observierte den Bastardkönig. Über seinem blondgelockten Haupt hatten sich die teuflischen Kreise aus dem Blut der toten Soldaten in die Form eines Stalaktiten gegossen, der unter dem eigenen triefenden Gewicht niederzuprasseln drohte. Ein Fingerzeig der Agentin hätte genügt, und doch verschwendete Ulysses keinen Gedanken an sie oder ihre tödlichen Kräfte.
      »Dein Land geht unter«, wandte er sich an die junge Königin. Gleich eines unheiligen Begleitchores hallte seine kratzige Stimme von den rubinroten Wänden wider. »In wenigen Minuten wirst du mir deine Krone hinterherwerfen und mich anflehen, sie dir abzunehmen.«
      »Nach meiner Uhr«, widersprach Cassiopeia gönnerhaft, »Sind Ihre Minuten bereits abgelaufen.«
      Wie einem Passanten im Großstadttrubel präsentierte die Rothaarige ihm ihre edelstählerne Armbanduhr, ein klobiges Herrenmodel mit schwarzen Zeigern und noch schwärzeren Ziffern. Ulysses gab sich alle Mühe, die Uhrzeit über die Distanz auszumachen, schließlich gar näher an ihr Handgelenk rückend und das Gesicht verziehend. Als hingen sie an zurrenden Fischhaken, zuckten seine spröden Lippen in unregelmäßigen Intervallen gegen die aufgeblähten Nasenflügel. Schließlich lagen die grässlichen Zähnen bloß, und pure Galle floss zwischen ihnen hervor:
      »O'Mara.«
      Cassiopeia bejahte — mit Nachdruck. »Sie sind umzingelt von Geistern, Ulysses. Jenen, denen Sie hinterher jagen und jenen, die Sie heimsuchen. Sie konnten die Toten nicht in Frieden ruhen lassen und wurden dafür von Ihrer Vergangenheit eingeholt. Die Kopfgeldjäger haben Ihren Anschlag vereitelt.«
      »Anschlag?«, schreckte Catherine auf, »Was für ein Anschlag?! Welche Kopfgeldjäger?! Ich verstehe das alles nicht…«
      »Seid unbesorgt«, tröstete Cassiopeia das Mädchen wenig tröstlich, »Euer Land befindet sich in den besten Händen, die sich auftreiben ließen.«

      Etwa eine Stunde zuvor

      Schränke wurden aufgerissenen, Schubläden ausgeräumt, Geschirr klimperte, Gläser klirrten. Rücksichtslos brandschatzte O'Mara die verramschte Einzimmerwohnung auf der Suche nach seinem Heißersehnten, noch ehe Lorelei die Tür hinter sich ins Schloss hatte fallen lassen. Ein hörbares Aufatmen erfüllte die Küchenzeile, nachdem er den archäologischen Fund seiner Karriere freigelegt hatte: einen angebrochenen Kognak von Anno Maris 14-xx.
      »Friss doch gleich das Glas«, maulte Luca angewidert, im Vorbeigehen absichtlich seinen mehrfach gebrochenen Arm anrempelnd. Während sich O'Mara an Schmerz und Schnaps verschluckte, warf sie sich auf die ergraute Couchgarnitur an der wasserfleckigen Wand und entfesselte eine hohe Staubwolke wie den Geist aus der Flasche. Hustend fächerte sich Shrimati einen Weg gen Fenster frei, effektiv jedoch mehr Schreie als Frischluft durch die aufgerissenen Läden hereinlassend.
      »Wo sind wir hier?«, fragte Kevin Quoll schüchtern. Der Gefangene, so er denn einer war, hatte seinen lädierten Körper vorsichtig auf einen der altbackenen Sessel gebettet und wirkte dabei in etwa so behaglich wie eine Konfirmandin auf dem Schoß ihres Pfarrers.
      »Ein stillgelegtes ›sicheres Haus‹ der CP5«, erklärte Lorelei knapp. Seit Shrimatis lebensmüdem Opfer unter den Tunneln von Doubletrouble Manor hing CP Greenaway abschweifenden Gedanken nach, die das Licht ihrer jadegrünen Augen unheilvoll dämmten. Längst hatte Lucas Spürsinn die Witterung dieses heraufziehenden menschlichen Dramas aufgenommen, von seiner Verfolgung jedoch abgesehen. Zu bleiern drückte die Erschöpfung auf ihre Lider, zu schwer wogen die Grauen der Nacht. Der Schlaf kam schnell, beladen mit wirren Träumen.
      »Cassie!«, riss Shrimatis jauchzendes Quieken Luca aus ihrem Halbschlummer. Der exotische Duft nach Pfeffer und Yasmin reiste im Windschatten der Agentin, als jene am Sofa vorbei gen Eingang hechtete. Überschwänglich fiel Shrimati der eintretenden Cassiopeia Triagast um den Hals. Nur aus dem verschlafenen Augenwinkel bemerkte Luca, wie sich die berührungsscheue Rothaarige aus diesem Klammergriff befreite und etwas Langes, Hageres, Unzufriedenes mit sich in die Wohnung zog.

      Chief Inspector Felicia Zhang erinnerte O'Mara unverhoffter Weise an den Mann, den er sich in dieser Sekunde mehr als jeden anderen an seiner Seite wünschte, und lauschte den Ausführungen der Agentinnen mit abwägender Zurückhaltung. Nach ihrem Scharmützel mit Lorca hatte sich Cassiopeia von den Flüchtlingsströmen des Mac Brónach bis an die Mündung des giftigen Pirrip spülen lassen, wo Zhang eine »Schutzhaft« der vogelfreien Lairen in Feldlager außerhalb der Stadt koordiniert hatte. Die Leiterin des hiesigen Polizeidepartments erwies sich in vielerlei Hinsicht leichter von Dame Penny Dreadfuls Komplott zu überzeugen, als Lorelei und O'Mara anfänglich befürchtet hatten. Seit ihrem ersten Treffen mit Shrimati, gebeugt über die Leiche des unglückseligen Thomas Waterloo, hatten sich Felicia Zhangs Unverständnis für die Puppenkönigin, ihr Argwohn gegenüber Penny Dreadful und die Schrecken der Wilden Jagd zu einem handfesten Magengeschwür verknotet und die Inspektorin fieberhaft über die Warnung der jungen Agentin aufstoßen lassen. Zhang schien gar umso verständiger, desto konfuser Loreleis Schilderung der jüngsten Ereignisse ausartete, als bestätigte die abenteuerliche Mär vom Größenwahn der Schwarzen Witwe lediglich ihre dunkelsten Befürchtungen und setzte in Perspektive, was zuvor noch ungeheuerlich erschienen war.
      »Zählen Sie auf meine Hilfe!«, versicherte Zhang beschließend, »Wann wird Ihre Verstärkung eintreffen?«
      Die Fragte meuchelte jeden Optimismus. Shrimati wandte sich betreten ab, die Bürde einer Antwort an ihre erfahreneren Kolleginnen abtretend. Cassiopeia kämpfte mit ihrem klemmenden Feuerzeug, offenkundig gleichgültig. Einzig Lorelei brachte den Mut oder die Integrität auf, Zhangs unnachgiebigen Blick zu erwidern und die Inspektorin zumindest mimisch mit jener unbehaglichen Wahrheit zu konfrontieren, welche O'Mara längst erkannt hatte:
      »Niemand wird kommen.«
      Diese simple Feststellung schreckte selbst Luca ertappt aus ihrem Scheintod auf, welche sich bislang nicht einmal aufgerichtet hatte. In lauten, durstlosen Schüben leerte O'Mara seine Flasche. Zähe Sekunden lang betrachtete Lorelei ihn mit einem Ausdruck, der Luca auf eigentümliche Weise an sich selbst erinnerte; beeindruckt und fuchsteufelswild zugleich.
      »Niemand weiß, dass Sie hier sind«, sagte er — eine Feststellung, keine Frage.
      Lorelei nickte, worüber er einen angesäuerten Laut durch die aufgeblähten Nasenlöcher paffte.
      »Wir haben für euch im Dreck gewühlt, weil wir keine Wahl hatten, und ihr musstet euch die Hände nicht schmutzig machen. Doch dann lief die ganze Sache aus dem Ruder. Ihr habt Carla genauso unterschätzt, wie ich sie unterschätzt habe, und jetzt sitzen wir im selben leckgeschlagenen Boot und rauschen geradewegs den Wasserfall hinab.«
      »Die Wahrheit ist komplizierter, sollte es Sie trösten.«
      »Ha! Und wie. Verfickte Scheiße. Carla hat mich die ganze Zeit manipuliert. Was ist eure Ausrede?«
      Während Lorelei nach einer Antwort kramte, warf Shrimati der entgeisterten Zhang ein unbeholfenes Lächeln zu, welches jene nicht einmal für Geld erwidert hätte. War Zhang zuvor von einem minutiös ausgearbeiteten Schlachtplan ausgegangen, der Carlas Coup d’État abwenden und das fountische Empire vor ihrem dunklen Komplott bewahren würde, so fand sie sich stattdessen den fragwürdigen Fähigkeiten dieser kargen Handvoll zerrütteter Abtrünniger ausgesetzt. Die gesamte Wohnung stank nach alten Mottenkugeln und frischer Verzweiflung, bis Loreleis Teleschnecke ein eingehendes Signal vermeldete — und O'Maras zermürbtes Gesicht feurig aufglühen ließ, erhitzt vom abgestandenen Schnaps und der funkenschlagenden Energie eines einschlagenden Geistesblitzes.

      Zurück in der Gegenwart

      Pupillenlos und leer glotzten die milchtrüben Augen des Meermannes durch O'Maras schnaufende Brust in sein reuiges Herz. Die bohrende Schärfe, welche für gewöhnlich hochintelligentes Leben hinter dem blinden Weiß erahnen ließ, allzeit unbehaglich fokussierend wie die Linse eines ausfahrbaren Objektivs, schien sich tief in Krills Schädel zurückgezogen zu haben.
      »Was hast du mit ihm gemacht?«, fragte O'Mara kontrolliert. Ein unterschwelliges Zittern seines Flachmanns entblößte seine Sorge jedoch mit jedem zögerlichen Schluck. Süffisant nestelte Carlas schwarzer Fingernagel eine Luke in den Kokon, um O'Mara einen Blick auf die angeschwollenen Spinnenbisse am Hals des Kraken zu gewähren. Mit mahlenden Zähnen erinnerte sich der Blonde an den verhängnisvollen Moment in der Gasse, in dem Carlas giftige Fangzähne Feuer an seine Muskeln gelegt hatten. Er vermochte nicht einmal zu erahnen, wieviele Stiche sie Krill versetzt haben musste, doch das Endprodukt dieses andauernden, schmerzhaften Krampfes sah er vor sich: Krill im Larvenstadium. Begleitet von den einfallenden Sturmwinden humpelte O'Mara an den gähnenden, spinnwebenverhangenen Abgrund, über dem die dämonische Schwarze Witwe seinen Gefährten als Geisel hielt. Mit jedem wackligen Schritt knarzten die provisorischen Holzscheite bedrohlich, von kaum mehr gehalten als rostigen Nägeln und dem unerschütterlichen Optimismus der Gerüstbauer.
      »Nah genug«, mahnte Carla unmissverständlich. In einer tintenfließenden Bewegung barg ihr schwarzgepanzerter Arm aus dem Netzgeflecht hinter sich ein Katana wie aus einer Scheide. Bereits am surrenden Klang in der bewegten Luft erkannte O'Mara das Yubitsume. Fernes Meeresrauschen in einer stählernen Muschel flutete den sturmdurchpflügten Dachstuhl des Turms, als sich die Klinge an Krills zerbissene Kehle legte. Der Meermann reagierte nicht.
      »Schon gut, schon gut.« Gefügig hob O'Mara die linke Hand. Seine Rechte gehorchte ihm ohnehin nicht mehr, Ulysses sei Dank.
      »Die Teleschneckenkommunikation auszuknipsen, um leichter die Schnecken abhören zu können, die sich jenseits der üblichen Frequenzen vernetzen…war übrigens brillant. Du musstest nur noch nach den Regierungsschnecken suchen, die du vermutlich selbst benutzt, und so war es dir ein Leichtes, uns aufzuspüren und auszuhorchen. Ebensogut hätten wir Lorca direkt zum Tee einladen können.«
      »Du schindest Zeit«, durchschaute ihn Carla mühelos, »Worauf spekulierst du? Auf eine abermalige Rettung durch die Regierungshunde? Dass sich Mercedes Delacroix wie durch ein Wunder gegen Lorca durchsetzt und dir zu Hilfe eilt, bevor meine Zähne dein Fleisch mit Gift marinieren? Verrate es mir. Du läufst Gefahr, von der nächsten aufrauenden Bö aus dem Turm geweht zu werden, und stellst dich mir doch mit der Zuversicht eines Kaisers entgegen. Woraus schöpfst du dieses immense Vertrauen?«
      Schulterzuckend betrachtete O'Mara ihre arachnoide Gestalt, die langen Beine und den rotfleckigen Hinterleib, aus dem ihr menschlicher, schlanker Rumpf in schwarzer Panzerung ragte. Für einen Moment ruhten seine moosgrünen Augen auf dem Punkt, an dem ihr weißes Schlüsselbein das dunkle Chitin küsste, und sagte müde:
      »Ich vertraue auf dich, auf deine Schwächen, so wie du auf meine vertrauen konntest. Die bloße Tatsache, dass wir uns hier allein gegenüberstehen, zeugt von deinem Scheitern. In der Sekunde, in der ich deinen kleinen Trick durchschaut hatte, warst du mir hilflos ausgeliefert.«
      Hinter den seidigen Strähnen tiefschwarzen Haares schnitt die altbekannte Rabenklaue in die grübchenbestückten Wangen der Frau in Schwarz.
      »In welcher Welt«, fragte Carla belustigt, »Geht die Spinne der Fliege ins Netz?«
      Sprungartig sprang ihr fetter, rotgemusterter Hinterlieb unter ihren Beinen hervor und verschoss eine drahtscharfe Fadensalve, die sich wie eine Würgeschlange um O'Maras abwehrenden Unterarm wickelte und durch den weißen Hemdsärmel schnitt. Ächzend rang der Blonde mit der Schwarzen Witwe um seinen sicheren Stand — und um seinen Flachmann.
      »Ich stehe nicht auf Fesselspiele.«
      »Es geht nicht immer nur um dein Vergnügen«, schmunzelte Carla lasziv. Ekelhaft siegessicher. Selbst ihr Fliegengewicht ward durch die Macht der Zoan-Frucht in eine ernstzunehmende Bestie transformiert, die sich nach Stunden des Lauerns, Taktierens und Zersetzens auf ihre geschwächte Beute stürzte. Als O'Mara sich ihr zu widersetzen versuchte, quoll ein winziger Blutstropfen zwischen Krills Katana und dessen Kehle hervor, ohne dem Meermann eine Regung zu entlocken. Nicht einmal nüchtern hätte O'Mara zu bestimmen vermocht, ob in dieser unbewegten Hülle noch Leben hauste oder Krill nicht längst zur Hölle gefahren war. Vielsagend rieb eines von Carlas borstenbesetzten Beinpaaren über die erbleichte rote Wange ihres hilflosen Opfers. »Lass es zu, oder er stirbt.«
      Unentschlossen sichtete O'Mara den teilnahmslosen Krill, dann Carla und schließlich seinen eigenen abgeschnürten Arm. »Ich lasse mich nicht mehr von dir erpressen.«

      In Erwartung seines Widerstandes verankerte die Spinnenfrau ihre acht Beine in den Stützflanken ihres Netzes und drückte die Schneide des Yubitsume fester gegen Krills vibrierenden Adamsapfel. O'Mara hingegen trieb sich sämtliche Spannung aus. Wie ein Mann, der aller Tage Abendrot aufgehen sah, ließ er seinen Flachmann in den klaffenden Schlund des Turms fallen — und sich selbst hinterher. Perplex kappte Carla die gesponnene Verbindung zwischen sich und dem herabstürzenden Kopfgeldjäger, um ihr Gleichgewicht nicht zu gefährden, während O'Maras blonder Schopf in der gähnenden Dunkelheit des Turms verschwand. Ihren klebrigen Konstruktionen wie durch glückliche Fügung entgehend, zischte sein Körper durch die Stockwerke. Als die Spinne seinen Plan endlich durchschaute, ließ sich jener längst nicht mehr vereiteln.
      Mit Mühe, aber festentschlossen zog O'Mara die Beine an, vollführte eine Rolle im freien Fall und plumpste in eines der engmaschigen weißen Netze. Länger als Gummi dehnten und beugten sich die Weben unter seinem Gewicht, ohne zu brechen oder ihn festzusetzen. Dann, einem urkomischen Geräusch folgend, federten ihn die Fäden mit rasanter Wucht zurück gen Turmspitze, wo er als menschliche Kanonenkugel einschlug. Reaktionsschnell packte er Krill samt Kokon und versenkte seine Stirn in Carlas massivem Spinnenhinterteil. Ein ersticktes Stöhnen, wie es O'Mara bislang nur von Männern mit Hodentrauma gekannt hatte, entfleuchte ihren verzerrten Lippen, bevor die Schwarze Witwe aus ihrem Netz in die Untiefen der gesponnenen Wasserfälle geschleudert wurde. Ungebremst rasten O'Mara und der apathische Krill dem Dachwerk des Turms entgegen. Eine fittere, weniger verkrüppelte Version seiner Selbst hätte leichtsinnig die Faust erheben und das Gestein durchbrechen können — dieser minderfähige O'Mara allerdings vermochte eben so, Krills katatonischen Leib mit dem eigenen Rücken abzuschirmen und den Schmerz zu ertragen. Eine Kakophonie des Brechens zerschlug seine Ohren. Dem bombardierenden Knacken seiner Wirbel folgte das Bersten der Balken und die bröckelnden Schuttwälle in seinem Nacken. Längst fühlte sein übermenschlicher Körper jeden Stich, Schnitt, Hieb oder Stoß wie ein gewöhnlicher Mann. Dennoch kontrollierte er seinen Absturz, Krill und sich selbst über die konfusen Spinnweben und Trichter auf den hölzernen Plattformen des obersten Stockwerks bruchlandend.
      »Auf wen…ist jetzt kein Verlass…?«, hustete er Krill mit einem gutgemeinten Klaps auf die verpuppte Schulter ins Ohr, just bevor Carlas monströser Schatten wie ein Himmelshai aus den schwebenden weißen Fluten hervorbrach. Kleinmädchenhaft kreischend rollte O'Mara sich und Krill aus der Einflugschneise des tödlichen Katanas, um ein Haar vom Gerüst purzelnd. Als die geflochtenen Mandalas zu kreiseln aufhörten, war Carla bereits wieder in ihren labyrinthischen Alkoven verschwunden. Erneut ritten die krabbelnden, kratzenden Bewegungen der Spinne auf ihren verworrenen Netzen durch jeden Winkel des himmelhohen All Hallows' Tower. Überall und nirgends. Unwillkürlich schweiften die Gedanken des erschöpften Kopfgeldjägers zum Hafen von Gavroche und dem Tod, den er nicht hatte kommen sehen. Vielleicht starb er auch in dieser Sekunde, ohne es zu bemerken. Darüber grinste er galgenhumorig, Krill von seinem Brustkorb schubsend. So sehr wollte er sich aufrichten; so sehr scheiterte er. Hereingelegt von seinen eigenen verkorksten Nervenbahnen beanspruchte O'Mara den Arm, den Ulysses im Leichenkeller zertrümmert hatte, und klatschte mit dem Gesicht voran zurück in das Holzgerüst. Mit einem Lächeln, das ebensogut sein letztes sein mochte, bewunderte er das Morgenrot über Nickleby. Hinter dem zyklopischen Loch, welches in Erwartung eines riesigen Zifferblatts in der Mauer des Towers klaffte, entluden sich staubpaffende Explosionen über den Kraterbergen des Cluster Park und ganze Baumreihen krachten im Geschützfeuer unsichtbarer Kanonen wie gefallene Soldaten zu Boden. Das Spektakel war wunderschön anzusehen; auf eine apokalyptische, angsteinflößende Weise.

      Cluster Park: Mercedes vs. Lorca

      Bäume, Mauern, ein Geräteschuppen — weder die Natur noch die Bauwerke der Menschen vermochten den fliegenden Körper der Kopfgeljägerin zu stoppen. Ungebremst durchbrach Mercedes die Schallmauer und jedes Hindernis auf ihrem Weg, bevor ihr Maschinenrumpf wie ein flitschender Stein über den künstlichen See hüpfte und im gegenüberliegenden Ufer einschlug. Dreck, Schilf und Ungeziefer rieselten über ihre Schultern, das aufgewirbelte Wasser regnete auf sie herab. Benetzt vom Feuerschein der Morgensonne glitzerte der verspürte Nebel in einem heißblütigen Rot, das Liebe oder Leidenschaft verheißen mochte, bei Mercedes' Glück jedoch eher dem allzerstörerischen Zorn der Dionisia María Lorca gebührte. Binnen Momentaufnahmen verschlangen die schwarzbrodelnden Staubschwaden das Sonnenlicht zwischen den aufragenden Baumwipfeln und fielen wie Heuschrecken über die knarzende Mercedes her. Reaktionsschnell verschoss die Prothese der Kopfgeldjägerin eine scheppernde Salve — die die Staubfrau um mehrere Meter verfehlte. Zu spät realisierte Lorca, dass die Durchschlagskraft des Projektils das halbe Wasserreservoir in einer gewaltigen Fontäne gen Himmel peitschen und ihre trockene Formlosigkeit zu Boden werfen würde. Ein rostiges Rumpeln später hatte sich Mercedes bereits aufgerafft und empfing die herabsegelnde Logia-Nutzerin mit einem seesteinernen rechten Haken. Blutspuckend schrumpfte Lorca endgültig auf menschliche Ausmaße zusammen, konnte den verheerenden Tritt der Prothese nicht mehr verhindern. Wie zuvor ihre Kontrahentin brachte ihr davongeschleuderter Körper zahllose stolze Bäume zu Fall, bevor sich die Macht des Sees verflüchtigte. Einer lauten Verpuffung folgte eine Druckwelle wie ein Wüstensturm, vor dem Mercedes nur einen Ausweg sah: Hinab! Verfolgt von den Ausläufern des tödlichen Staubgewitters tauchte Mercedes durch die Wasseroberfläche, schneller sinkend als schwimmend. Die dunkle Gleichförmigkeit saugte ihren Maschinenkörper bis auf den Grund des Sees, schlammig und obskur und leer. Sie weigerte sich, die Augen zu öffnen. Blind ertastete ihr Fuß einen mächtigen Flussstein und stieß sich mit aller Kraft zurück an die Oberfläche. Schwärmende Luftblasen folgten ihr wie Putzerfische, bevor sie unter lautem Getöse an die Luft schnellte, die Kälte einsog und das Feuer entfachte. Aus ihrer linken Handfläche entluden sich die lodernden Flammen und verbrannten die staubigen Raubvögel, welche über dem Wasser ihre lauernden Kreise gezogen hatten. Der Schub katapultierte Mercedes zurück an Land, bescherte ihr allerdings keine glimpfliche Landung. Abermals pladderten Matsch und Gestrüpp auf sie herab, als sie sich in einem Krater ihrer eigenen Durchschlagskraft wiederfand.
      »Wie ein gestrandeter Pottwal«, spotteten die aufsteigenden Staubflocken, aus denen sich der schlanke Schatten Lorcas dämonisch materialisierte. Schlagartig sauste das braune Bein auf Mercedes herab, mehr Henkerbeil als Gliedmaß. Mercedes schluckte den stechenden Schmerz in ihrer Schulter und schlug den nackten Fuß aus seiner Bahn. Millimeter neben ihrem schmutzigen Gesicht punktierten die schwarzüberzogenen Zehen den Boden, eine urgewaltige Erschütterung durch den Cluster Park jagend. Mercedes nutzte die Gunst des Augenblicks, packte Lorca am Fußknöchel und wuchtete sie neben sich in den ruinierten fountischen Rasen. Im hemmenden Griff der Seesteinfinger strampelte Lorca um ihr Leben, bis ihr Hacken Mercedes am Kinn erwischte und gegen die nächstbeste Eiche schmetterte. Die voluminöse Baumkrone rauschte zu Boden, wo sich Lorca zurück auf die Beine ackerte. Ihr karmesinrotes Kleid hing in schlammigen Fetzen von ihrem knochigen Körper. Der Schmerz pochte unerträglich, doch das Bild der halbtoten Kopfgeldjägerin spritzte ihr pures Adrenalin.
      »Du hättest deine kleinen Freunde nicht wegschicken dürfen«, zischte sie heiser. Naserümpfend zerrte sich Mercedes am abgesprochenen Stumpf empor. Gegen deine Rinde gestützt, keuchend und hustend, schien die Braunhaarige kaum die Energie aufzubringen, um sich umzuwenden und Lorca in die Augen zu blicken. Als sie es dennoch tat, leuchteten der Staubfrau plötzlich blutfleckige Zähne entgegen.
      »Als ich mir das letzte Mal einen Gegner teilte…«, sagte Mercedes im Gedanken an Callaghan und das blutende Refugium des Grünen Königs, »…wurde ich beinahe umgebracht. Diesen Fehler mache ich nicht noch einmal.«

      Wilbur Hill: Lorelei vs. Remington

      Der siedende Dampf verbrannte die weiße Haut und entblößte — mehr Weiß. Statt sich zu pellen und zu kochen, bröckelte Lorelei Greenaway das Gesicht wie eine zersprungene Tasse vom Knochen und schepperte in scharfkantigen Bruchstücken zu Boden, wo es abermals in unzählige Teilchen zersprang. Obschon im Würgegriff des Rothaarigen gefangen, verbrüht von seiner dampfspeienden Hand, schmückte sich die Agentin mit einem kampflustigen Augenaufschlag. In einer seidigen Bewegung, die an Stoffbahnen im Wind erinnerte, windete sie sich aus Remingtons Umklammerung, punktierte seine Kehle mit einer rasanten Fingerpistole und stieß sich mit beiden Beinen von seiner Brust ab. Noch im Flug rollten die abgeblätterten Scherben ihrer Haut über den Boden, hoben ab und setzten sich in ihrem Gesicht wieder zu einer makellosen Wange zusammen. Während sie anschließend kontrolliert auf dem Kopfsteinpflaster aufkam, krachte ihr Gegner in einen randvollen Schuttcontainer. Metallspäne und giftiger Staub vermischten sich mit den letzten diesigen Nebelschwaden zu einem erstickenden Pulverschnee. Gemächlich glitt Lorelei in ihrem fleckigen weißen Trenchcoat durch die diesigen Vorhänge. Wenig unterschied sie von den Geheimagenten der klassischen Spionagegeschichten, die verborgen im Dunst berüchtigter Agentenbrücken um Geiseln, Informationen oder das Ende der Welt schachern. Eine einsame Schweißperle tropfte aus ihrem teerschwarzen Haaransatz. Remington sprang aus dem Geröll, ehe die glitzernde Perle ihre Braue erreicht hatte. Mit erneuerter Entschlossenheit zog er seinen Blindenstock aus den Trümmern wie das Schwert aus dem Stein und lockerte sich die schwarze Krawatte. Zu Loreleis Überraschung hatte ihre Attacke keinerlei Spuren an seinem beeindruckenden Adamsapfel hinterlassen.
      »Eisenpanzer«, ahnte sie düster, »Wer hat Sie ausgebildet?«
      Zunächst tat Remington ihre Frage als rhetorische ab, doch die fordernde Strenge in ihrer Stimme belehrte ihn alsbald eines besseren. »War es Scarborough? Rexroth?«
      Die ausgefressenen Augenhöhlen des Revisors fokussierten unbehaglich an ihr vorbei; nichts preisgebend, was Lügen entblößen oder die Wahrheit offenbaren könnte. Scheinbar auf der Suche nach einer geistreichen Antwort durchkämmte er sein kurzes fuchsiarotes Haar.
      »Ihre Geheimtechniken sind nicht so geheim, wie Sie es gerne hätten«, sagte er schließlich. Mit seinem Blindenstock, den er mit beiden Händen in den Boden bohrte, gemahnte der breitschultrige Blinde an eine mittelalterliche Wächterstatue. »Almanag quillt über mit Leuten, die einmal wie Sie waren oder von Leuten wie Ihnen ausgebildet wurden. Es gibt viele wie mich.« Für einen Moment schien er sich berichtigen zu wollen, mit zurückgelegtem Scheitel verlegen grinsend. »Nun, vielleicht nicht genau wie mich. Aber Sie verstehen schon.«
      Aus seinem Rücken zischte plötzlich Dampf wie aus einem Teekessel und beförderte ihn direkt vor die überrumpelte Agentin. Reflexartig riss sie schützend die Arme vor das Gesicht, um einen Hieb abzublocken, der nicht einschlug. Stattdessen umgriff der Revisor ihre beiden Knöchel mit einer Hand, drückte sie hinunter und zwang Lorelei bis vor seine gewölbte Nasenspitze. Seine unbändige Muskelkraft erstickte jeden Befreiungsversuch im Keim.

      »Was glauben Sie denn, wem Almanag seine Macht verdankt? Deserteure und Verstoßene werden geschickt, um Vertriebene und Abgehängte niederzumetzeln. Gift beseitigt die Vergifteten.«
      Unter einem entfesselnden Schrei sprang Lorelei auf, sein gekerbtes Kinn mit dem Knie streifend. Aber noch bevor sie sich in die Lüfte zu retten vermochte, holte sie der entfaltete Blindenstock ein und schleuderte sie gegen eine nahe Häuserkante. Beim Aufprall zersplitterte ihr Kiefer in tausende keramikartige Scherben, auf deren weiße Spitzen ihr Körper niederstürzte.
      »Menschen wie Dragon oder De Barra kriechen nicht einfach aus irgendwelchen Erdlöchern«, sprach Remington nüchtern, »Sie werden kreiert. Geformt. Durch Ungerechtigkeit, Selbstsucht oder pure Gleichgültigkeit. Sie sehen eine Welt, die von Leuten wie Ihnen zerbrochen wird, und wollen sie reparieren.«
      »Sie sind kein Revolutionär«, fauchte Lorelei mit Blut auf den blassen Lippen, »Sie sind Attentäter. Sie töten nicht für Ideale, sondern für Profit.«
      »Das liegt hinter mir«, erwiderte Remington wie ein verknallter Schuljunge, »Carla hat mir die Augen geöffnet…naja. Sinnbildlich.«
      Lorelei lachte gedämpft auf. Ihre Mundpartie hatte sich abermals zusammengesetzt, nunmehr durchzogen von blutigen Rillen wie die Risse in zusammengeklebtem Porzellan. Innerhalb eines Wimpernschlags verschwand sie, doch die geschulten Ohren des Blinden vernahmen das blitzende Klicken ihrer Absätze an der Häuserwand. Ein konzentrierter Strahl brodelnden Dampfes lötete ein Loch in den Backstein, bevor die gesamte Fassade unter dem Druck der sich ausdehnenden Schwaden zerbarst. Nicht getroffen, aber erfasst rollte sich Lorelei über das harte Pflaster ab. Remington setzte ihr nach, sein frontaler Tritt zerschmetterte ihren Brustkorb und warf sie gegen eine Straßenlaterne. Sofort schoss eine reißende siedende Woge hinterher, die ganze Steinbrocken aus dem Straßenbelag sog und unaufhaltsam auf Lorelei zurollte. Die Agentin vermochte diese rasende Welle nicht aufzuhalten — der silbernen Lawine, die plötzlich um ihre Hüfte schwappte, gelang dies hingegen mühelos. Wie ein Maul, das auf Stahl biss, spaltete sich Remingtons Dampf unter der hereinbrechenden Metallflut entzwei und lieferte den verdutzten Revisor dem glänzenden Strom aus. Just ward der Rothaarige in die Ruine des Hauses spült, welches er wenige Sekunde zuvor zerstört hatte, und Lorelei sah sich den gebräunten Fingern einer helfend ausgestreckten Hand gegenüber.
      »Damit sind wir quitt«, grinste Luca Briatore breit und schief und stolzer als Gott, obschon der Schweißglanz auf der großen Nase keinen Zweifel an ihrer Erschöpfung ließ.
      »Der Zug?«, fragte Lorelei, nachdem sie sich mit ihrer Hilfe auf die Beine gezogen hatte.
      »Entgleist.«
      »Lorca?«
      »Mercedes.«
      Lorelei nickte zufrieden. »O'Mara ist im Turm. Ich gebe dir Rückendeckung.«
      »Der kommt klar.«
      »Ich…« Nur langsam schwebten die weißglänzenden Bruchstücke in Loreleis Körper zurück und setzten ihren zerbrochenen Busen mosaikartig zusammen. »…ebenso. Geh ruhig.«
      Lucas stahlblauer Blick verriet höhnische Skepsis, garniert mit einer Prise ernsthafter Sorge. »Ich dachte, Sie könnten nicht lügen?«
      Augenverengend legte sich Lorelei eben einen wortgewandten Konter zurecht, als sich Remington in einer hitzebrühenden Explosion aus dem Flussbett gehärteten Silbers befreite und quer durch die Luft vor die Füße der beiden Frauen katapultierte. Mit einer Souveränität, die der pumpenden Schlagader an seinem Hals widersprach, legte er das graue Jackett ab und krempelte sich die weißen Ärmel bis knapp unter die muskelgespannten Oberarme. Aus seinen augenlosen Augen emanierte der gespenstische Nebel von zuvor und hüllte das aufragende Fundament des All Hallows' Tower in weiße Leichentücher. Er kochte, innerlich wie äußerlich.
      »Miss Briatore.«
      »Rotbäckchen.«

      Cathedral City: Headshot vs. Bentley

      Ondines Füßchen verloren beinahe ihre Bodenhaftung, als sich der geflügelte schwarze Dämon in den blutroten Morgenhimmel schwang. Kläffend sprang der faltige Hund hinterher, sich mit den spitzen Zähnen in der Ferse seines Gegner festbeißend. Selten hatten Ondines smaragdene Äuglein größer, runder und wunderlicher dreingeschaut als beim Anblick dieser halbmenschlichen Monster, die in blutiger Eintracht der orangenen Wolkendecke entgegenstürmten. Sie beneidete sie.
      CP0 Headshot schöpfte schier unermessliche Kraft aus seinen angespannten Nackenmuskeln, um sich von Bentleys Klauenfüßen auf Augenhöhe zu hieven. Am ausschlagenden Flügel vorbei vollführte der Bluthund einen wild-wirbelnden Tritt gegen die fellüberwucherte schwarze Schnauze. Spritzendes Blut und ein einzelner Schneidezahn regneten in die verlassenen Gräberreihen des Kirchenschiffs. Der Dämon knurrte lauter als der stürmende Höhenwind, die winzigen Pupillen flimmerten vor Schmerz — und versanken beinahe gänzlich in den kreisrunden eisblauen Augen, als Headshot die flatternden Ohren anlegte und seine Pfotenballen gegen Bentleys Brust trieb. Zehn Krallen wie zehn Schusswunden zerrissen das schwarze Hemd des Uhrmachers und das empfindsame Fleisch darunter. Ein entsetzlicher Schrei, der zwischen menschlichem Flehen und animalischem Kreischen flackerte, zerschnitt die Böen und Ondines Starre. In seiner Verzweiflung vollendete Bentley die schaurige Metamorphose und entfleuchte in Gestalt eines riesigen Flughundes. Zwischen den Mausoleen des Daches folgte Ondine dem Segelflug des zerrissenen Hemdes, welches dem Tier vom Körper geglitten war. Headshot nahm indes die Verfolgung auf. Mit einem kontrollierten Moonwalk hechtete er im Zickzack an den großen Ostturm, dessen fratzenschneidende Wasserspeier ihm als Sprungbrett dienten. Noch bevor seine Pfoten die steinernen Visagen hinter sich ließen, zückte er das beachtliche Buschmesser aus dem Rückengurt seiner taktischen Weste und richtete es gegen den flatternden Feind. Erneut glich der Hundemensch eher einem abgefeuerten Pfeil als dem faltigen Bluthund, dessen lange Ohren und hängende Lefzen im Gegenwind zappelten. Vor der majestätischen Kulisse des brennenden fountischen Himmels prallten die Bestien aufeinander. Der Bluthund gegen den Kalong. Gleich einer unabwendbaren Lanze, die im Tjost auf einen unzerstörbaren Schild trifft, donnerte Headshots Buschmesser gegen die schützend gefalteten Schwingen des Flughundes. Der entspringende Lärm schepperte metallisch in den Ohren der kleinen Ondine, die dem mörderischen Schauspiel atemringend, und doch festentschlossen, hinterherrannte.

      All Hallows' Tower: O'Mara vs. Carla

      Hinter O'Maras verdrehtem Leib seilte sich die riesige Schwarze Witwe von der Decke ab. In ihren acht schlangengrünen Augen spiegelte sich das traurige Bildnis eines besiegten Mannes. Schwarze Stiefelspitzen benetzten schließlich das knirschende Holz. Carlas nietenbesetztes Lederensemble schepperte in den jaulenden Böen, die durch das klaffende Loch im Turm jagten und ihre federbesetzte Pelerine zu Rabenfittichen aufbauschten. Auf menschlichen Sohlen pirschte sich die Frau in Schwarz an, das Yubitsume zur Guillotine erhoben. Selbst jetzt noch fürchtete sie den Zorn des Kopfgeldjägers. Zurecht, wie sich zeigen sollte. Die Schneide sauste nieder, prallte jedoch mit einer solchen Wucht an O'Maras Nacken ab, dass der Rückstoß Carla das Katana beinahe aus der Hand schlug. Überrumpelt taumelte sie rücklings, während sich O'Mara — abgestützt auf dem armen, verpuppten Krill — auf die Knie quälte. Die Schultern vorgewölbt, die Arme schlaff baumelnd, das Kinn schief gehängt. Unstete Flecken schwarzglänzenden Rüstungshakis sprenkelten seinen zerschundenen Körper wie heidnische Kriegsbemalungen.
      »Selbstzerstörung«, rotzte er mit einem Klumpen Blutschleim auf die Dielen. Hatte er während seiner unrühmlichen Niederlage in der Gasse noch geplärrt wie ein bockiges Kind, so sinnierte er nun mit der trügerischen Ruhe eines aufziehenden Sturms:
      »Callaghan sagt, das wäre meine Schwäche. Selbstzerstörung. Aber da liegt er wohl falsch, hm? Zerstörung ist meine Schwäche…
      Um ein Haar hätte ich alles vernichtet, was mir wichtig ist, nur um dich zur Strecke zu bringen.« Er schnaufte schnell und flach, als atmete er gegen einen tiefen Schmerz an. »Du hast Effie ermordet. Du hast Luca entführt. Seit dem Morgen an der Mole hast du dich in meine Gedanken eingenistet und sie zerfressen. Schon lange vor unserem Treffen am Bordell floss dein Gift durch meine Adern. Du hast dir meine Sorge, meine Angst und meinen Zorn zunutze gemacht und auf die Fehler spekuliert, die du in mir erkannt hast. Dein ganzer Plan basierte auf meiner Schwäche…und ich habe genau das getan, was du wolltest.«
      Wie ein Untoter aus seinem Grab zog er sich auf die Beine und schlurfte auf die zurückschreckende Carla zu. Ein flüchtiger Blick über seine herabhängende Schulter bedachte den reglosen Krill und die verwirbelten Staubwolken über dem Cluster Park. »Du hast versucht, uns zu entzweien und gegeneinander auszuspielen…hast mir meine Vergangenheit auf den Hals gehetzt und mich selbst auf meine Freunde. Du hast alles getan, damit dich das Rudel nicht einkreist.« Mit einem tollwütigen Knurren scheuchte er Carla bis an den Rand der Gerüstplattform, wo sie, verschanzt hinter ihrem Lippenstift und Mascara, ebenso verängstigt schlotterte wie all die anderen hilflosen Beutetiere vor ihr. »Nur ein Mensch, der sein ganzes Leben allein an dunklen Orten verbracht hat, würde glauben, Jahre des Vertrauens binnen weniger Tage zerbrechen zu können. Alles, was du bist und jemals erreicht hast, sind Lügen. Nichts als Täuschung und Feigheit und Verrat im Schatten deiner arglosen Opfer. Wir aber…Sie sind die einzige Familie, die ich kenne. Du hättest dich niemals mit ihr anlegen sollen!«
      Kapitel 166 - Was zerbrochen werden will


      Menschenfarbenes Porzellan splitterte durch die Luft, um Luca, gegen Remington, scheppernd zu Boden schießend. Remingtons fokussierter Tritt war wie eine Kanonenkugel in Lorelei eingeschlagen. Die Hitze des ausströmenden Dampfdrucks übermannte Luca, noch ehe die Sturzflut siedenden Dampfes über sie hinweg gerollt war. Obschon er seinen Blindenstock wie einen Totschläger mit beiden Händen fest umklammerte, näherte sich ihr der Revisor nahezu lautlos mit dem einflutenden Nebel.
      »Sie hätten in Ihrer Zelle bleiben sollen«, sagte er leise. Ein schüchternes Lächeln schmückte seine Worte wie ein Lorbeerkranz.
      »Alle Welt will mich einkerkern, seit ich Titten habe«, erwiderte Luca giftig. »Dabei sind die nicht einmal sonderlich groß geraten. Ich habe es satt!«
      Orangene Farbtupfer sprenkelten ihr sonnenblondes Haar, als sie sich aus dem Dreck der Stadt und den Scherben der zerborstenen Agentin stieß. In Remingtons morgenlichten Nebelhorten amalgamierten der Revisor, die aufgehende Sonne und der monströse Turm, dessen Pforten er verteidigte, zu einem monströsen brennenden Giganten. Winzig im Vergleich durchforstete Luca ihr Innerstes nach der mysteriösen Macht ihres hauseigenen Teufels. Remington zeigte sich neugierig, wenn auch unbeeindruckt. Seine dampfenden Schwaden, gefeilt und trainiert nach Jahren des Herumstocherns im Finstern, hatten Form, Beschaffenheit und gar den Schärfegrad von Lucas neuen Waffen längst entschlüsselt. Ihre Linke betreute Luca mit dem Schutz ihres Lebens, verklumpt zu einem unförmigen Klumpen Silbererz, während sie der zitternden Rechten die Bürde des Tötens auferlegte. Zusammengeschmolzene Finger dehnten sich wie glänzende Schatten zur Spitze eines langen, polierten Rapiers. Eben wollte es zum Stoß ansetzen, da stach Remington sie aus. Sein Blindenstock sauste derart rasant durch die Luft, dass der reine Schall die Nebelfluten spaltete. Obschon sie die seesteinerne Spitze antizipierte, haperte es Luca an Geschwindigkeit — und so waren es die Scherben unter ihren Füßen, die ihr das Leben retteten. Wie rollende Asseln setzten sich die Schrapnelle namens Lorelei Greenaway in Bewegung und schwebten neben der hinpurzelnden Luca empor. Luca fiel, die Splitter flogen und puzzelten sich selbst fixer zusammen, als tausende Hände es je vermocht hätten. Wiederauferstanden aus zerdeppertem Porzellan glänzte Lorelei Greenaway erhaben, glatt und kerzenweiß, wohingegen der rotanlaufende Remington vergeblich um seinen Blindenstock rang. Denn die lange Eisenwinde, die die Seesteinspitze mit dem restlichen Gehäuse verband, steckte in Loreleis gekittetem Herzen.

      Red Apple Palace, Rosary Hill

      Gleich aufplatzender Eiterblasen klatschten die blutigen Runen am schwarzen Deckengewölbe zu Boden, um sich schlängelnd unter Cassiopeia Triagasts rotlackierte Fingernägel zurückzuziehen. In ihrem Rücken stieß die verängstigte Catherine einen spitzen Schrei aus, nicht unähnlich dem schrillen Alarm, den ihr die schwarze Spinne im Garten entlockt hatte. Nun jedoch eilten ihr weder Wachen noch Penny Dreadfuls schwarze Klauen zu Hilfe, und die rote Retterin kümmerte sich nicht um ihren Schreck. Alle Aufmerksamkeit der unheilvollen Agentin galt dem Mann aus Hoolahara und dessen geballter Faust.
      »Was für ein Gefühl war es, ihm gegenüberzutreten?«, fragte Cassiopeia verstiegen, »Der stechende Schmerz des Verrats? Die Bürde Ihres größten Versagens? Die Scham des Jungen im Main Drag?« Eine suggestive Geste schwenkte über die deformierten Leichen im Thronsaal. »Würde dieser Junge Ihre Taten gutheißen? Würde er verstehen, was Sie tun?«
      »Der Junge im Main Drag«, erwiderte Ulysses schal wie abgestandenes Bier, »schulterte nicht die Zukunft seines Landes. Er musste nur die Augen schließen und den Schmerz schlucken.«
      »Und heute?«
      »Bin ich der Sache verpflichtet.«
      »Warum also zögern?«
      Die blutverschmierten Züge des Blonden verzogen sich zu einer schiefen, angespannten Fratze. Tiefe Lachfalten ohne jedes Lachen spalteten sein einstürzendes Gesicht. Cassiopeia blinzelte erwartungsvoll. Mit der bibbernden Königin in ihrem Windschatten tastete sie sich an den gefährlichsten Mann der Unterwelt heran. Ein sanfter Klaps gegen Catherines Schulter bedeutete der jungen Regentin, sich langsam am kopfschüttelnden Ulysses vorbei gen Ausgang zu manövrieren, während Cassiopeia den Bastardkönig weiter in ihren Bann lullte:
      »Catherine ist am Leben, weil Sie immer der Junge im Main Drag sein werden, Ulysses. Sein Ekel und seine Scham sitzen in den verspannten Schultern und dem gesenkten Blick, dem schluckenden Adamsapfel und der Angst in Ihren Augen, wenn sich meine Hand verführerisch der Ihren nähert.«
      Verstört kuschte Ulysses zurück, was Catherine aufscheuchte. Doch Cassiopeias bernsteinfarbener Blick glühte unmissverständlich — Vorwärts, immer vorwärts! Blickt nicht zurück! Mit größter Mühe wich die Monarchin ihren verstümmelten Beschützern und deren herausquellenden Hinterlassenschaften aus. Hinter ihr setzte Cassiopeia unbeirrt nach:
      »Begehen Sie nicht den Fehler zu glauben, der tränengetränkten Matratze im Hinterhof entkommen zu sein, Ulysses. Der Junge von damals steht noch immer vor mir. Verwirrt und mutterlos lässt er seine Wut an jenen aus, denen er die Schuld für seine Qualen gibt. Denen er nicht vergeben kann. Dabei ist er selbst es, dessen Vergebung er so bitter nötig hat.«
      Das brennende Grün in Ulysses' Augen loderte heißer und vernichtender als hunderte sterbende Sonnen; seine Faust aber löste sich zusehends. Tröstend legte Cassiopeia ihm die Hand auf die aufzuckende Schulter, nachdem Catherine über die ersten zerborstenen Steinplatten ins Vestibül gekraxelt war.
      »Hassen Sie diesen Jungen nicht, nur weil er Sie nicht retten konnte. Er konnte nichts dafür. Die Schuld der Welt liegt niemals bei den Kindern. Auf ihnen lastet sie nur am schwersten.«
      Geschlagen wandte sich der Bastardkönig ab, seine dunkelblonden Locken wippten wie die Schlappohren eines traurigen Welpen gen Boden. Nur wenige verständnisvolle Worte waren nötig gewesen, um den scheuen Hund von Hoolahara aus dem rostigen Zwinger zu befreien, in den Ulysses sein Alter Ego einst gesperrt hatte. Zumindest wähnte sich Cassiopeia in diesem Irrglauben, bis ein wildgewordener Schwinger ihren Kiefer in die rubinroten Schmuckwände bretterte. Sofort stoben die langen, schwarzlegierten Fasern aus dem Nacken des Lairen hervor, packten die fortschleichende Königin an den Fußknöcheln packten und schleiften sie durch Blut und Gedärme zurück in ihren ramponierten Thronsaal. Wie selbstverständlich pflanzten die skurrilen Schnüre das Mädchen wieder auf ihren Thron.
      »Du Monster!«, schrie sie ihm entgegen, und das Monster schrie zurück, mehr bockiges Kind als wütender Mann:
      »Und wer hat mich dazu getrieben, du selbstgerechte—?!«
      Eine Woge aus Blut riss Ulysses von den Beinen und beinahe aus dem Leben. Heiß und zäh wie brennender Teer füllten ihm die schwarzroten Fluten Nase und Lungen. Mit letzter Mühe gelang es ihm, seine zusammengebundenen Fäden in den marmornen Boden zu rammen und das blutrote Meer zu spalten. Zu beiden Seiten walzten die Massen Menschensaft um seinen hustenden, röchelnden Leib. Plötzlich schlug sein Haki Alarm. In seinem Rücken fanden die entzweiten Flüsse wieder zueinander, peitschten an der Wand empor und brachen in einer Sturzwelle über Ulysses hernieder. Das Lärmen des endlosen Blutes und die Schreie der Puppenkönigin dröhnten in seinen empfindsamen Ohren. Stille! Er verlangte Stille! …und seine Faust forderte sie ein. Ein Schlag wie ein Götterblitz, umwickelt mit den funkenschlagenden Nervenfasern, entlud sich gegen den einprasselnden Tsunami und entließ grellgrüne Kettenblitze, die über das rote Wasser tanzten. Ein gedämpftes Ächzen hallte von den Wänden wider, die Woge zerfiel und Blut regnete von der schwarzen Deckenkuppel. Obschon Cassiopeia auf beiden Absätzen aufkam, zeugte das Zittern ihrer Glieder vom Gewittersturm des Bastardkönigs. Elektrische Entladungen hatten ihr rostrotes Haar aufgeraut und winzige blauverästelte Äderchen unter ihrem rechten Augapfel hervortreten lassen. Schnappatmend belauerten sich die Agentin und ihr Zielobjekt; die letzte Beschützerin des fountischen Throns und sein mischblütiger Usurpator.
      »Sie enttäuschen mich, Ulysses.«
      »Nah. Sie enttäuschen sich selbst«, gab er der ertappt schnaubenden Cassiopeia zurück. Naserümpfend schüttelte sie sich die letzten elektrospastischen Episoden aus den Händen und ließ den Nacken kreiselnd knacken. Obschon sie ihrer Redetherapie größere Chancen ausgerechnet hatte, erfasste sie plötzlich ein düsteres Verlangen der Genugtuung bei dem Gedanken, Ulysses McKenna für ihre monatelange Undercover-Arbeit im Schloss Roßkosch bezahlen zu lassen. So ließ sie alle professionelle Distanz fahren und lächelte verwegen — denn anders noch als beim Zusammenstoß mit Dionisia María Lorca, müsste sie sich nun nicht länger zurückhalten.

      Wilbur Hill, Jaggers: Luca & Lorelei vs. Remington

      Aneinander geschmiedet durch den eisernen Draht des Blindenstocks lieferten sich Lorelei Greenaway und Douglas Remington eine schwindelerregende Hetzjagd mit gänzlich unterschiedlicher Beute. Sie wollte ihn ausschalten, er nur seine Sehhilfe zurück. Doch die Metallwinde verharrte fest in der Brust der Schwarzhaarigen und ließ sich inmitten des wilden Schlagabtausches weder durch seine Hände noch die fokussierten Attacken der Agentin selbst lösen. Landete er einen Treffer, zerstachen ihm die hervorspringenden Scherben das Gesicht oder rissen sein weißes Hemd in Fetzen. Ebensogut hätte er eine Landmine im Ringkampf herausfordern können. Als ihr hochschnellendes Knie sein Kinn derart knapp verfehlte, dass eine schneidende Brise durch die markante Kerbe zischte, gab er seine Waffe schließlich auf. Verstimmt über den Verlust packte er die austretende Lorelei an der Wade und wuchtete sie zurück in das harte, kalte Erdreich, in dessen aufgerissenen Steinbrocken ihre Hände jedoch raschen Halt fanden. Wie eine Akrobatin auf dem Hochseil hielt sie sich auf den langen Armen, ließ die Beine kreiseln und rotierte so um die eigene Achse. Die enorme Geschwindigkeit, die sie dabei aufbrauchte, funktionierte den ausgefahrenen Blindenstock in ihrem Körper zur schneidenden Klinge um, die in einem weiten Radius Straßenlaternen und Gerüststreben kahl rasierte. Sichtlich überfordert von der Geschwindigkeit seiner Gegnerin ließ sich Remington flach auf dein Bauch klatschen, von wo er sich mittels einer dampfenden Verpuffung ebenso flach wieder abstieß. Noch im Flug ergriff er seine Prothese und riss sie in einer schraubenden Bewegung um die eigene Achse aus Lorelei Brust. Das Schlüsselbein der Agentin gab nach wie ein rohes Ei, scharfkantige Bruchstücke versprengend. Einige spalteten Remingtons rote Brauen, dass ihm dickes Blut in die leeren Augenhöhlen triefte. Dennoch landete er galant wie ein Bodenturner. Weniger galant hingegen gestaltete sich sein Überlebenskampf gegen die heranstürmende Luca Briatore. Mit bloßen Händen fing der Augenlose die silberne Klinge ab, zu der Lucas Hand deformiert worden war, jedoch ohne sie rechtzeitig in schützendes Haki hatte tauchen zu können. Der Schmerz kam schnell und gemein — Loreleis Porzellan nicht unähnlich. So wie Zugvögel unaufhaltsam gen Süden pilgern, sehnten sich Loreleis geborstene Bruchstücke nach Vervollkommnung und ließen sich weder durch Stein noch Stahl noch Fleisch von ihrem Flug abbringen. Remingtons muskulöse Schulter geriet eher zufällig in ihre Bahn und ward zerschmettert, noch ehe er Luca hatte fortstoßen können. Nicht länger imstande, das silberne Rapier fernzuhalten, fiel der Revisor ihrer Attacke zum Opfer. Die silberne Spitze durchstach seine Achsel seitlich unter der zertrümmerten Schulter. Wiehernd wie ein sterbender Hengst entließ Remington einen siedenden Dampfschwall aus seiner Brust, der ihn mit zischendem Schub gegen den Sockel des All Hallows' Tower donnerte, Luca mitsamt Nebelschwaden hinwegfegte und die komplettierte Lorelei gegen einen der zerteilten Stahlpfeiler stieß. Das hervorstehende Metall bohrte sich mühelos durch ihren Schwanenhals bis in die aufklaffende Kehle. Kurzzeitig lauschte der augenlose Remington dieser gurgelnden Arie über das Trommeln seines bebenden Herzens hinweg; über das Prasseln des Blutes, das durch seine Adern gewitterte. Doch sein verzagtes Hoffen wich jäher Resignation, als neuerlich das Scheppern zerspringenden Geschirrs ertönte. Er seufzte. Irgendwie verständig, doch zischend und gallig vor Erschöpfung und Schmerz. Seine Schulter schwelte gleich einer offenen Fettflamme. Zum ersten Mal dankte er Gott — oder wem auch immer — für seine Blindheit, die ihm seine eigenen Wunden vorenthielt. War der Anblick auch nur halb so abscheulich wie die Qualen, die er befeuerte — Remington hätte wohl den Verstand verloren. Schweißperlen rannen über seine hohe Stirn. Inmitten der Baustelle des Turmplatzes tasteten seine Dampfschwaden zwischen Maschinen und Seilwinden nach seiner Gehilfe. Er fand sie nicht, dafür hingegen Luca auf leisen Sohlen. Mit dem schwertgewordenen Schlagarm voran zog die Blondine eine beachtliche Schneise durch das Turmfundament, den dunkelgemörtelten Stein hinter ihm vernarbend. Remington entging der wüsten Attacke aufschreiend, halb auf die Knie gesunken, wo er sich sogleich eine berstende Frontschelle der silberklumpigen Linken einhandelte. Etwas Knorpliges in seiner Nase gab knirschend nach. Stein bröselte in seinen Nacken. Lucas knochiges Knie erwischte seinen Kiefer und ließ die weißen Zähne klirren. Zuletzt versuchte sie, ihren silbernen Schwertarm in Remingtons verätzte Augenhöhle zu rammen — ein ungestümer Fehler, denn wie ein mechanischer Drachen spie der Revisor plötzlich einen kochenden Odem aus, der Luca das Blut aufkochte und die Beine ansengte. Der Zurückschreckenden nachsetzend bekam Remington die dampfgewaschenen Nähte ihrer schwarzen Hose zu fassen. Wutschäumend schleuderte er die kreischende Luca einhändig über sein fuchsiarotes Haupt gegen den Sockel des schwarzen Turms.
      Ein paralysierender Erdrutsch brach durch Lucas Rückenmark in jede Zelle ihres gekrümmten Leibes. Das Silber zerrann ihr zwischen den Fingern und nichts als Schürfwunden blieben zurück.

      Einige Stunden zuvor

      Ein winziger roter Klecks hatte sich wie eine Zecke im weichen weißen Flausch ihres Bademantels festgebissen und wies Luca auf die aufgerissene Wundnaht hin, noch ehe der warnende Schmerz ihren Handballen infizierte. Glasigen Blickes hob sie ihr aufgeschlitztes Fleisch gegen das Licht der Nachttischlampe. Zwischen ihren schlanken Fingern rann das zähe Blut, und hinter diesem roten Vorhang schwitzte der reglose O'Mara seine Seele aus. Fernab ihrer malträtierten Hand begann Lucas Körper plötzlich aufzumucken. Ein dumpfer, bleierner Druck rumorte wie ein überfressender Darm in ihrer Bauchkuhle, trieb ihr das Herz gegen die Brust und die Lungen in die hervortretenden Rippenbögen. Obschon ihr anderer Leute Gefühle stets interessanter und nützlicher erschienen waren als die eigenen, fühlte sie sich dieser unwillkommenen Anwallung einer Emotion vollkommen ausgeliefert. Dieser unverdienten Schuld. Dieser Sorge, die nicht ihren Wunden galt, sondern dem armen Tropf, der jene zu verhindern versucht und sich dabei fast umgebracht hatte. Mit einer angesäuerten Miene, die zu gleichen Teilen über O'Mara und sich selbst den blonden Schopf schüttelte, schubste sich Luca von der Bettkante und schlurfte zur Tür hinaus. Wie die letzte Überlebende eines teuflischen Kurresorts huschte sie in ihrem plüschigen Bademantel durch die Flure des Anwesens Doubletrouble. Verschlossene Türen und ausgeblichene Gemälde bewachten die altbackenen Gänge in eintöniger Komplizenschaft. Stillleben und Landschaftsaufnahmen neben eingerosteten Schlüssellöchern, hinter denen selbst der hormongeplagteste Bursche keine anregenden Einblicke zu erhaschen erwarten würde. Eben, als Lucas großer Zeh die erste der über- und ineinander verdrehten Treppenstufen antippte, blieb ihr stahlblauer Blick an einem unauffälligen Machwerk am Ende des Korridors hängen. Das Warum? blieb sie sich schuldig. Im Bann des seltsamen Gemäldes schlurfte Luca gen Leinwand. Ein angebissener roter Apfels hing auf schwarzem Grund in der Schwebe. Oder fiel er? Losgelassen von der Hand, die ihn den Zähnen jenseits des Rahmens zum Fraß vorgeworfen hatte? Verhieß der freie Fall die Freiheit — aller angeknabberten Bäckchen zum Trotz? — oder lag seine Bestimmung in einer Mahlzeit, der er nun nicht länger angehörte? Vermutlich hätten ihre freien Assoziationen selbst die wohlmeinendste Kunstlehrerin nicht gütig gestimmt, und doch hing Luca ihnen mit derartiger Beharrlichkeit nach, dass sie den herannahenden Schatten erst bemerkte, als jedes Entkommen längst zwecklos war.
      »Mein Bruder hat mich einmal gefragt, ob der Maler den Apfel solange fallenließ, aufhob und wieder fallenließ, bis er mit dem Abmalen fertig war.«
      Die akzentfreie Stimme der schönen Shrimati Dhanvantara Gamisha überraschte Luca hinterrücks, ohne sie zu verschrecken.
      »Wie alt?«, fragte Luca desinteressiert.
      »Zu alt für eine derart dumme Frage, fürchte ich.«
      Fachmännisch und doch voll Wärme nahm die Agentin Luca bei der verletzten Hand und führte sie in eines der angestaubten Zimmer. Im Flur fiel der rote Apfel weiter.

      Zurück in der Gegenwart

      Der feuchte, heiße Nebel des Revisors liebkoste ihre Haut wie eine unerwünschte Liebesgeste. Ihre Verletzlichkeit, ihre Scham, ihre Angst — bloßgelegt von den sadistischen Schwaden, die den augenlosen Remington in die tiefsten Abgründe ihrer Seele vordringen ließen. Sie war ihm ausgeliefert. Ein übergriffiges Monster jagte das nächste. Selbst sein schmerzverzerrtes Keuchen erinnerte Luca in ihrem Delirium an das schmatzende Schnaufen des fetten Ebers. Sie wähnte sich bereits wieder im dunklen Raum unter Gavroche, in dem sie seit Wochen einschlief, erwachte und träumte, bis Lorelei Greenaway weiß und irrlichtern in die Finsternis sprang und Douglas Remington bei den fuchsiaroten Haaren griff. Seine Stirn traf das Mauerfundament über Luca derart heftig, dass fremdes Nasenblut auf die charakteristische Nase der Blondine spritzte. Kaum ein Ächzen brachte der Revisor hervor, da hatte die Agentin ihn von ihr weggezerrt und mittels eines doppelten Orkan-Kicks geradewegs durch einen aufragenden Gerüstträger gepfeffert. Das Metall brach, der Dampf erhob sich und Lorelei verquoll in ihrem ramponierten weißen Mantel mit dem weißen Niemandsland am Fuße des Turms.
      Luca benötigte beide Hände, um sich an den dunklen Backsteinen emporzuziehen. Wie ein Gecko klebte ihr Oberkörper am Sockel, während ihre langen Beinen noch schlapp über den Boden schliffen. Ihrer Natur gemäß fragte sie sich, wer in dieser Sekunde wohl den härteren Kampf ausfocht — Lorelei im Duell mit dem augenlosen Auftragsmörder oder sie selbst im Clinch mit ihren eigenen nutzlosen Stelzen. Die Frage erwies sich als hinfällig, nachdem ein gewaltiger Lastkran jaulend in die dichte Nebelsuppe abstürzte. Mit Mühe stemmte sich Luca auf beide Stiefelsohlen. Nicht ohne Trotz gedachte sie ihrem Gespräch mit Shrimati. Die Agentin schien recht zu behalten. Alles, was Luca anzubieten hatte, war ein Versuch. Möge er scheitern oder die Welt retten.

      Zum wirbelnden Korkenzieher gewunden bohrte sich die halbflüssige Silberlanze durch den siedenden Dampf, kaum fester mit Luca verbunden als ein riesiger Berghund an der Leine eines kleinen Mädchens. Ihre eigene Kreation zog die Blonde tiefer hinein in die undurchdringlichen Schwaden, in deren blendenden Schatten das augenlose Monster hauste. Jenes bugsierte seinen trainierten Körper mit Leichtigkeit am wilden Silberwuchs vorbei. Diese weiße Hölle war sein Jagdrevier — und Luca nichts als Beute. Er begrüßte die heranstolpernde Blonde mit einer dampfspeienden Faust. Ihre römische Nase spürte bereits die erstickende, feuchte, fleischkochende Hitze auf der gebräunten Haut, als Lorelei Greenaway rettend durch die Schwaden tauchte und die verstümmelte Schulter des Rothaarigen hinterrücks mit dem vorgestreckten Zeigefinger durchbohrte. Erbost vor Schmerz ruderte Remington herum, Luca mit einem blitzenden Fußtritt von den Beinen fegend und Lorelei mittels des erschlafften Schlagarms eine schallende Backpfeife versetzend, die sie zu Boden warf. Tausende Flüche verhallten ungebrüllt in den einander kreuzenden Blicken der niedergeschlagenen Frauen, just bevor alles Murren dem Japsen wich. Aus Remingtons blutbefleckten Augenhöhlen schossen zischende Strahlen puren Dampfes wie Laser und durchsiebten — das zerspringende Straßenpflaster. Schneller als Lucas Blinzeln hatte Lorelei sie untergehoben und per Moonwalk der Formel 6 in die Lüfte gehoben. Zu allen Seiten sausten die brennenden Nebelsalven um ihre windverwüsteten Schöpfe. Die rote Morgensonne verbrannte das Nebelmeer und die Häuser, die aus ihm emporragten, in einem höllischen Inferno. Geistesgegenwärtig suchte Lorelei nach einer erhöhten Position, fand jedoch nur das herabsausende Bein ihres blinden Gegners, der mithilfe einer wasserstoffspeienden Explosion an ihnen vorbeigeschossen war. Luca handelte instinktiv. Zwischen ihren Fingern sprossen silberne Membranen wie Schwimmhäute, traten über die Ränder und vereinten sich zu riesigen glänzenden Fächern über die abgebrochenen Nägel hinaus. Remingtons Schienbein traf die verkeilten Schilde mit voller Wucht. Der scheppernde Aufprall blies den wabernden Dunst hinfort — und entblößte einen flammenden Meteor im Landeanflug. Gemeißelt aus edlem Gestein und verziert mit den sündhaften Fassaden gotischer Gotteshäuser brach das herabstürzende Monument durch den sonnendurchdrungenen Nebel, die zinneiserne Wetterspitze vorangestellt wie eine Lanze im Tjost. Remingtons Tritt schmetterte das Frauenknäuel gegen die fallende Kathedrale. Leichtfüßig tänzelte Lorelei über Wasserspeier und spitze Erker bis auf das Dach der herrenlosen Turmspitze, auf der sie und Luca wie auf einem Hexenbesen gen Boden ritten. Remingtons Dämpfe vermochten nicht einmal im Ansatz zu begreifen, was sie da befühlten. Selbst in der stehenden Luft erfasste ihn noch die urgewaltige Druckwelle der Erschütterung, als der architektonische Komet auf dem Vorplatz des All Hallows' Towers einschlug. Das phallische Prestigeprojekt des Uhrmachers wankte zwar, hielt dem massiven Erdbeben und der hervorpeitschenden Woge malmenden Unrats aber stand. Benedict Hearst wäre stolz gewesen, so er denn jemals existiert hätte.
      Stein brach und Staub wirbelte, verklebt in der diesigen orangenen Herbstluft. Luca kam auf Scherben zu sich. Als hätte sie selbst einen Sprung erlitten, pulte sie sich die gebrochenen Überreste der Agentin geistesfern aus Haut und Haaren. Vor allgemeiner Betäubung realisierte sie erst spät, dass ihr die linke Hand wie ein rudimentäres Organ abknickte. Der Schmerz kam schleichend und in Begleitung einer lähmenden Erkenntnis: Anders als die unverwüstliche Lorelei Greenaway würden sich die Knochenfragmente in ihrer zertrümmerten Hand nicht rechtzeitig zusammensetzen, um dem Ansturm des wütenden Douglas Remington standzuhalten. Unheilschwanger trat eben jener aus dem nassen, feurigen Schleier; augenlos und schweißglänzend wie ein entthronter Olympier. In der Hand seinen wiedergefundenen Blindenstock. Er entdeckte die Blonde kniend in dem zersprungenen Mosaik, das einst einen Menschen gebildet hatte, im Schatten des herabgestürzten Kirchturms. Vermutlich lag ihm angesichts des dubiosen Himmelskörpers dieselbe Frage auf den blutbefleckten Lippen wie Luca, stattdessen aber schnaufte er über die Blonde hinweg:
      »Ich warte.«
      Über ihnen knarzte und bröckelte der rissige Dachreiter in den flachen Winden des Loch Llyr, welche Remingtons Teufelsnebel nicht länger abzuschirmen vermochten. Seine Kraft schwand zusehends, Loreleis jedoch ebenso. Wie ein Vogelschwarm erstürmten die spitzen Scherben den Himmel, Luca verschonend und Remington mit fiesen Schnitten und Stichen piesackend, bis auch die letzten kläglichen Reste seines weißen Maßhemdes zu roten Flicken aufgeschwemmt waren. Knurrend riss er sich die nassen Fetzen vom Leibe, ein beachtliches Unikat ansehnlicher Muskeln und unansehnlicher Wunden freilegend. Lorelei, brüchig und zusammengesucht aus unzähligen weißen Splittern, sauste in einer windbeugenden Schraube gen Boden. Ihre gespitzten Zehen trafen Remingtons schützend erhobenen Blindenstock wie eine Klinge die andere. Das Rasseln ließ Lucas Ohren bluten. Unter einem schroffen Knacken gab der Blindenstock nach, erbrach sich selbst in winzigen Schrapnellen über Remington, Lorelei und Luca. Instinktiv wandte sich die Blonde ab. Kaum ein Wimpernschlag, der den Kampf entscheiden sollte. Remingtons Faust durchdrang die landende Lorelei, ehe sie hätte reagieren können. Geschmiedet in glänzende Totenschwärze durchbohrte sein Arm das schneeweiße Porzellan. Dunkler Dampf drang aus seinen Poren wie der Smog aus den Kohlenschlöten der Stadt und zerfetzte abermals Loreleis flachen Bauch — dieses Mal jedoch pladderte dickes Blut statt pudernden Keramikstaubs quer über Lucas entsetztes Gesicht.
      Eingekeilt zwischen der herabgestürzten Spitze der Kathedrale, dem alltestamentarischen All Hallows' Tower und Remingtons zermürbter und doch derart überlegener Statur, fühlte sich Luca auf ihren wankenden Beinen kaum größer, stärker oder entschlossener als auf ihren wunden Knien. Fremdes Blut pflasterte ihren Weg und ihren Körper.
      »Keine Wiederauferstehung mehr. Keine miesen Tricks«, fistelte der blinde Remington flach und hart, beinahe erstickend vor Anspannung. Hätte Luca es nicht besser gewusst, so hätte sie schwören können, lodernde Feuer in den leeren, verätzten Augenhöhlen ausmachen zu können. Selbst seine Stimme klang nach Rauch und Kohle und Feuer. »Nur Sie und ich…und die Wahrheit.«
      »Ich bin ganz Ohr«, gab sich Luca kämpferisch. Erbärmlich. Während ihr geprügeltes Gesicht den stolzen Schein zu wahren versuchte, fuchtelte ihre heile Hand nach einem Hauch, einer Spore, einem winzigen Tropfen rettenden Silbers.
      »Sie wissen, ich sehe alles…«, kommentierte Remington das fruchtlose Unterfangen kopfschüttelnd, »Also Schluss mit den Lügen, runter mit den Masken. Wollen Sie nicht wenigstens dem Tod aufrecht entgegentreten?«
      Die Muskeln in Remingtons unversehrter Schulter spannten sich an wie der Rücken einer Raubkatze vor dem Hechtsprung. Der Wind raute auf, schwarze Wolken schoben sich vor die brennende Sonne, ein winziges fuchsiarotes Nackenhaar regte sich unter Remingtons zuckendem Ohr. All dies nahm Luca wahr — Oder nahm sie es nur vorweg? — noch ehe der letzte feurige Sonnenstrahl von den dunklen Himmelsgewölben verschlungen worden war. So vermochte Remingtons Geschwindigkeit sie nicht zu überraschen, seine Faust nicht zu erhaschen, der ausströmende Dampf nicht zu verbrühen. Wieder und wieder schlug, trat und spuckte Remington aus, wieder und wieder entging die trainierte Fechterin seinen Salven mit formvollendeter Beinarbeit — bis sie es nicht mehr tat. Aus Verzweiflung hatte er den Arm an seiner zerflederten Schulter bemüht, um Luca an den blonden Haaren zu packen, sie irgendwie zu ergreifen und seiner Faust ein leichtes Ziel zu verschaffen. Ihr Schrei durchlöcherte seine Ohren wie eine Nadel und stimmte ihn doch wohliger als die schönste Sonate. Zu spät realisierte er über seinen vermeintlichen Triumph, dass seine haki-schwarzen Finger nach nichts griffen. Remingtons Arm passierte Lucas Brust ohne Widerstand. Wie ein Finger, der sich in einen silbernen Ring schiebt.

      Einige Stunden zuvor

      Auf einer quiekenden Matratze, die vermutlich niemals den süßen Saft eines weiblichen Höhepunktes in sich aufgesogen hatte, verarztete Shrimati Lucas aufgegangene Wunde. Ihre hellbraunen Augen leuchteten grell wie ein guter Sherry in dem behaglichen elektrischen Licht, das sich in den Kristallkettchen des Kronleuchters bernsteinfarben auffächerte.
      »Du weißt aber, dass du meine Hilfe nicht brauchst?« Shrimati sprach in einem allwissenden, aber seltsamerweise keinesfalls besserwisserischen Tonfall. Wie in allem, was die exotische Schwarzhaarige betraf, lag sogar in der Überlegenheit ihrer Ratschläge eine konfliktscheue, beinahe unterwürfige Verzagtheit. »In meiner Heimat gibt es ein Sprichwort«, sagte sie ruhig, »Ein durstiger Elefant braucht keinen Strohhalm.«
      Luca verstand nicht. Sie hasste es. Shrimati, diesen Hass spürend, schmunzelte diplomatisch:
      »Warum nähe ich eine Wunde, die du jederzeit selbst verschließen könntest?«
      »Ich kann mir die Nadel auch selbst in die Hand rammen, danke für nichts.«
      »Das habe ich nicht gemeint«, entschärfte Shrimati das Gespräch mit einem bloßen Aufschlag ihrer langen, beinahe unbehaglich tiefschwarzen Wimpern. »Diese Schnitte…Weder sind sie sonderlich tief, noch scheinen sie mit Haki geschlagen worden zu sein. Du hättest dich längst wieder vervollständigen können.«
      »Ich kann mich nicht heilen«, protestierte Luca getroffen — von der Wahrheit und allen Zweifeln, die auf sie niederhagelten. Doch Shrimati ließ keine Widerrede gelten, Lucas Hand mit der eigenen fest umschließend und ihr tief in die stahlblauen, unzufriedenen Augen schauend.
      »Natürlich nicht. Du kannst nicht kitten, was zerbrochen werden will. Schau.« Ein sekundenartiger Druck auf Lucas zerschnittenen Handballen jagte sengende Blitze über ihre Lebenslinien bis in ihre zitternden Fingerspitzen. Der marode Geruch nach Erde und Schlamm und Feuchtigkeit in Lucas Nase kündete den flüssigen Lehm an, der aus Shrimatis Poren quoll und alsbald ihre gesamte Hand ersetzte. »Wir sind keine bloßen Geschöpfe aus Fleisch und Blut. Muskeln und Sehnen verbinden unsere Knochen, doch unsere Zellen werden durch mehr zusammengehalten als sterbliches Gewebe.«
      Schmatzend verschlang die klebrige Suppe Lucas Finger und ihre offene Wunde. Zwar versuchte die Blonde noch im Reflex, sich aus diesem unliebsamen, triefenden Griff zu befreien, doch die schlackende Masse stockte bereits und packte die verletzte Hand wie Treibsand. Zähnebeißend spürte Luca, wie das schmutzige Gemisch in ihre aufgerissene Naht eindrang und ihr Blut vergiftete. Knirschend, ziehend, unerträglich. Der Schatten ihres Schmerzes verdunkelte gar das ermunternde Lächeln der Agentin mit unheilvoller Ironie.
      »Du begreifst deine Kräfte als Waffe. Als eine Klinge, die du ziehst, sobald der Feind naht. Das ist der Trugschluss, der dich zurückhält«, bohrte Shrimati ohne Unterlass. Mittlerweile hielt ihre amorphe Masse die verkrampfende Luca bis über den Ellenbogen in Gefangenschaft, das empfindsame Fleisch quetschend.
      »Unsere Macht ist keine Waffe; kein Ding an unserem Gürtel. Sie wurde nicht aus Erde und Feuer und Wasser geschmiedet — Wir sind die Erde, das Feuer und das Wasser; und genau wie sie sind auch wir unbeständig, formlos und unberechenbar. Spürst du nicht, was in dir brodelt? Was endlich heraustreten will? Mit dem Biss in die Frucht wurdest du transformiert, doch du verweigerst dich deiner wahren Natur. Du bist wie ein Zoan-Nutzer, der seine innere Bestie verhungern lässt. Jede Zelle deines Körpers sehnt sich nach ihrer neuen Bestimmung, nach Vervollkommnung. Akzeptiere, was du bist. Deine Haut ist nicht länger die Grenze deines Körpers, Luca. Sie ist ein Gefäß, das zerbrochen werden will.«

      Zurück in der Gegenwart

      Und so zerbrach Luca. Alles, was sie fühlte, waren Wärme und Macht, als das flüssige Silber ihre Arme vom Körper, ihre Füße von den Beinen fetzte und Douglas Remington über den halben Vorplatz gegen die Überreste des zusammengesunkenen Hebekrans spülte. Das rauschende Metall perlte in einer gewaltigen Fontäne gen Himmelszelt. Bevor der Strahl brach, fand sich selbst der wolkenstürmende All Hallows' Tower im Schatten dieses naturgewaltigen Schauspiels wider. Orientierungslos durchkämmte Remington die Finsternis vor sich, ohne Formen, Konturen oder Riefen von dem lichtlosen Unheil abzugliedern, das ihn plötzlich umgab. Lucas Ausbruch prasselte als gleißender Regen nieder und wusch seine sichtspendenden Nebel hinfort.
      »Wie viele Leben…?«, entwich es Remingtons zitternden Lippen, nachdem er sich mit zähnefletschender Anstrengung aus den rostigen Stahlträgern geschält hatte. Sein trainierter, blutdurchpflügter Oberkörper glänzte matt wie Bronze im tumben Morgenschimmer des sturmgrauen Himmels. Es lag Schnee in der Luft. Ohne Rücksicht auf sich selbst oder den Turm zu nehmen, in dem Carla gegen Brian O'Mara kämpfte, entfesselte Remington zahllose explosive Dampfgeschosse aus seinen vorschießenden Fäusten. Luca entging dem Dauerfeuer mühelos. Halbdurchsichtig waberte sie im Sturmwind, ein silbriger Netzschleier fernab der zerstörerischen Wucht des Revisors. Erst, als das fuchsiarote Haar inmitten der aufsteigenden Schwaden hervorleuchtete, füllte sie ihre Glieder wieder mit Silber und stürzte sich wie ein Falke auf ihr blindes Opfer. Zumindest in ihrem Geist, denn Remington hob plötzlich das augenlose Haupt und starrte ihr aus den schwarzen Löchern direkt in die Seele. Er sprang, ummantelte gesamtes Bein mit Haki und rammte Luca das Knie in die Seite. Sie hatte noch versucht, sich in ihr Element zu verflüchtigen, damit jedoch nur seine Zielfläche erweitert und ihre Verteidigung geschwächt. Wie die mysteriöse herrenlose Dachspitze zuvor krachte Luca ungebremst in den Pflasterstein.
      »Das war…beeindruckend«, keuchte Remington. Er musste direkt vor ihrer Nasenspitze gelandet sein. Luca roch den klebrigen Gestank von Straßendreck an falschem Leder. »Leben Sie wohl…Luca.«
      Die Fußsohle des Revisors stieß nieder auf ihren Hals, doch nichts als Blut benetzte ihre zuckende Kehle. Brüllend vor Schmerz und Schock stürzte Remington hintenüber, sich wahrhaftig blind über die fein säuberlich abgetrennte Schuhsohle fahrend. Anstelle wippender Zehen ertasteten seine tattrigen Finger nichts als offenes Fleisch. Die Leere brannte unerträglich. Wie ein Kriegsinvalide suchte er nach der Hitze in einem erloschenen Feuer. Was war geschehen? In einem Akt blanker Verzweiflung erschuf Remington eine urgewaltige, wirbelnde Wolke aus Nebel um sein verwundetes Selbst, die Luca zurück gegen die Turmwand presste und seine Sicht transzendierte. Endlich sah er es. Sie. In der stehenden Luft schwebten Gebilde, wie sie Remingtons Teufelskraft niemals zuvor ertastet hatte. Weich wie Seide und doch stählern zugleich, geisterhafte Schleier mit rasiermesserscharfem Saum. Luca hatte die Zeit in der Luft zu nutzen gewusst. Ihre wabernden Silberstreife bevölkerten den bedrohlichen Turm wie Seeschwalben eine regengepeitschte Küste.
      Zu hauchdünn, um vom allsehenden Revisor rechtzeitig bemerkt zu werden — gleichermaßen gefährlich wie wunderschön. Schnaubend wie ein abgestochener Stier humpelte Douglas Remington durch die herabsegelnden Silberschlieren, einige umgehend, die meisten mit haki-schwarzen Fäusten zerschmetternd. Silberpuder rieselte um sein zornrotes Haupt. Rot. Auf der inneren Leinwand seines Geistes erschuf er einen bestialischen Tod aus ebendieser fleischlichen Farbe. Luca sah seine Mordlust — und noch mehr. Just als er ihren zusammengezogenen Körper erreicht hatte, warf sie sich ihm plötzlich flehend vor die Füße. Mit gefalteten Händen und bebender Stimme bettelte sie:
      »Nein, bitte! Du musst das nicht tun! Sie benutzt dich nur!«
      Bitter lachend, eher keifend, trat Remington Luca in den Bauch und zurück gegen die Wand des Turms. Seine abgerissene Fußkuppe pochte vor Schmerz, doch das rasende Adrenalin tilgte jede Vernunft.
      »Du…kennst keine Scham, oder? Keine Ehre, keine…« Sekundenlang hielt Remington inne, rieb sich mit der flachen Hand Schweiß und Blut aus dem aufgeschnittenen Gesicht und den verätzten Augenhöhlen. »…keine Liebe.«
      »Vielleicht nicht…«, hustete Luca halbtot, »Aber Carla auch nicht. Ganz egal, was sie dir versprochen hat…ganz egal, was du dir von ihr erhoffst…Du wirst es nicht bekommen.«
      »Und wenn schon«, erwiderte Remington ebenso düster und kalt wie die wintergraue Sturmfront, die sich jenseits der Turmzinnen über ihnen zusammenbraute. »Nichts, was du sagst, könnte mich umstimmen. Almanag zog mich aus der Gosse, gab mir meine neuen Augen…Doch alles, was sie mich sehen ließen, waren ihre Feinde. Sie gaben mir diese Kräfte, damit ich töten konnte, worauf sie zeigten.«
      Seine letzten Worte verglühten im flammenden Lärm eines titanischen Tornados, der in dieser Sekunde in weiter Ferne aus den niedergemähten Baumalleen des Cluster Parks bis in die schwarzen Wolkenhorte emporschoss. Seine wüstenheißen Ausläufer prickelten selbst Remington und Luca auf den Lippen.
      »Mercedes…«, hauchte Luca wie in Trance, niedergestreckt gegen den Sockel des Turms gelehnt. Remington horchte nach der Katastrophe mit untröstlich geschürzten Lippen.
      »Sehen Sie, Miss Briatore? Sie verlieren. Die Kopfgeldjäger verlieren und ich kann Sie nicht gehen lassen.«
      »Weil du Carla imponieren willst?«, blaffte Luca verzweifelt. Der Tod stand ihr schlecht.
      »Ich bin ein Mörder, Miss Briatore. Mein halbes Leben lang habe ich im Namen von Zahlen und Akten Leben ausgelöscht und nichts dabei gefühlt. Carla hingegen hat mich fühlen lassen, was es bedeutet, gebraucht zu werden. Und mir gezeigt, was es heißt, jemanden zu brauchen. Nicht um zu sehen, nicht um zu essen. Sondern zum Leben und Leben-wollen…« Ein verklärtes Schmunzeln versüßte ihm den Augenblick. »Wenn ich also die Wahl habe, ob ich aus Profit oder aus Liebe töte…ist es so falsch, die Liebe zu wählen?«
      Luca seufzte beinahe mitleidig. »Aber Carla liebt dich nicht. Ihre Gefühle sind nicht echt.«
      »Mag sein«, lächelte Remington traurig, »Aber meine sind es.«
      In seinen Augenhöhlen sammelten sich bereits die tödlichen Siededämpfe, als Luca plötzlich die geschlossenen Hände wie zum Gebet erhob. Remington glaubte bereits an ein weiteres verfehltes Flehen, bis ihre Finger erblühten und einen amputierten Daumen freilegten. Remingtons tastende Nebelperlen brauchten eine Sekunde zu lang, um dessen Puls zu erfühlen. Er begriff erst, als es bereits zu spät war. Die herbei rasenden Scherbenhaufen durchsiebten seinen schönen Körper wie Schrotkugeln und verteilten seine Innereien über Luca und die ersten Stockwerke der Turmfassade.

      Bruchstück um Bruchstück, Splitter um Splitter setzte sich Lorelei Greenaway wieder zusammen, behangen mit Fleischfetzen und Gedärmen wie eine Art makabres heidnisches Totem. Das Weiß ihres Mantels — kaum mehr als eine verjährte Ahnung unter den Strömen aus Menschensaft und Schleim. Ein endloses Gefühl der Erleichterung brach sich bei diesem Anblick in der ausatmenden Luca bahn. Es erstarb jäh, als sich die hagere Agentin plötzlich an die Seite griff und zusammenbrach.
      »Greenaway?!«, rief Luca eher überrascht denn schockiert. Die Freude, noch am Leben zu sein, überschwemmte jede Angst.
      »Sein Haki…war stärker als meines«, presste Lorelei hervor, eine tiefe Wunde seitlich ihres Nabels lüftend.
      »Aber du lebst«, sagte Luca.
      »Aber ich lebe«, nickte Lorelei ernst, »Treppen steige ich heute aber keine mehr.«
      Luca verstand umgehend. Mit letzten Kräften erhob sie sich aus dem roten Farbfleck, der einmal Douglas Remington gewesen war, und hinkte in Richtung des Eingangsportals — just bevor etwas in dem aufragenden Turm zu rumoren begann, das schwarze Mauerwerk einen langgezogenen Seufzer ausstieß und mit der Wucht einer kontrollierten Sprengung Stockwerk für Stockwerk in sich zusammenkrachte.
      Kapitel 167 - Keine Gnade; keine Vergebung

      Nichts als Fetzen waren geblieben, fortgeworfen in das uferlose Gräbermeer über den verknoteten Dächerkuppeln der Cathedral City. Hier, wo sich spitze Türme auftürmten und Engel aus Stein steinharte Tränen weinten, wo Himmel und Erde zwischen verwinkelten gotischen Rippenbögen ins Schleudern gerieten und die Lumpen eines zerrissenen Hemdes über den Totenstätten schwebten wie der Schnitter auf der Suche nach einer Seele. Über unzählige namenlose Grabsteine war sie gekraxelt, ohne die dunklen Leinen hatte erhaschen zu können. Kaum waren ihre winzigen Finger lang genug, um sich das Schwarz zu schnappen, hob eine launische Böe den Stoff unter und schickte Ondine auf eine weitere nervenraubende Verfolgungsjagd. Doch schließlich harpunierte der spitze Dreizack eines unterweltlichen Wassermannes das vorbeifliegende Hemd aus der Luft und ließ es nicht wieder fahren. Ächzend wie das kleines Mädchen, zu dem sie der gemeine Fußreif verfluchte, kletterte Ondine über die efeuüberwucherte Schwanzflosse auf die breiten Schultern der Statue, sich an den eingemeißelten Schuppen emporziehend. Der Halbfisch bewachte eine beeindruckende, wenn auch verwahrloste Krypta voll fremdländischer Gravuren an den Ufern eines verwilderten Zierteichs. Leider reckte er seine imposante Waffe höher, als es Ondines possierlicher Statur angenehm war, und so musste sie die nackten Zehenspitzen zwischen den Zacken seiner Krone verankern und die kurzen Ärmchen lang machen. Wenigstens wusste sie ihr Aufwand zu entlohnen. Der schwarze Stoff schlug weiche Wellen in den Lebenslinien ihrer Händchen. Ein erquickender Moment der Zuversicht überschwemmte Ondines Herz — bis sie das Gleichgewicht verlor und der Naselang in den dreckigen Tümpel hinter der Gruft platschte.

      Die Tropfen peitschten wie der Sabber, der aus Headshots flatternden Faltenlefzen in Bentleys Gesicht pladderte. Menschlich wie am Tag seiner Geburt fiel der geschasste Uhrmacher dem Dachfriedhof entgegen, über ihm schnappte der zähnefletschende Bluthund nach seiner Kehle. Kein Wimpernschlag trennte den ergrauenden Lockenschopf noch von den spitzen Zacken eines verrosteten Eisenzaunes, als er sich schwindelerregend schnell in seine dämonischen Flügel hüllte und einen wendigen Haken gen Himmel schlug. Innerlich stieß Headshot einen ungläubigen Schrei aus, äußerlich aber entfleuchte der wackelnden Faltenschnauze keinerlei Laut. Reflexhaft fuchtelten die halbhündischen Klauenhände nach einem rettende Halt — einem Flügel, einem Bein, einem einzigen verfluchten Haarbüschel — und vergruben die langen Krallen tatsächlich in der fellüberzogenen Wade des Kalong. Jaulend versuchte Bentley, den unliebsamen Passagier abermals abzuschütteln, flog Schleifen und Pirouetten, stürzte adlerscharf zu Erden oder raste pfeilschnell durch winzigste Klüfte zwischen den paranormal verbogenen Kathedralen. Der Schmerz in seinem Bein aber ließ nicht nach und das Gewicht des Hundemannes zerrte zunehmend an seinen Flugkünsten. Diese Erlahmung wahrnehmend, bündelte Headshot seine Muskelkraft und verlagerte sein Gewicht linksseitig — den geschwächten Bentley wie einen löchrigen Gleiter durch eine verblasste Buntglasrosette bruchlandend. Engel, Hirten und sämtliche Schafe der Herde schepperten empört, als die Teufel durch ihr kreisrundes Fenster brachen und nichts als enthauptete Lämmer im Rahmen zurückließen. Rangelnd und fauchend zogen die kämpfenden Monstren eine Schneise der Zerstörung durch das langgezogene Kirchenschiff, in dem sich zusammengeschmissene Schemel und Bänke vor einem abmontierten Altargerippe zu wartenden Scheiterhaufen aufbahrten. Bentley und Headshot zerschmetterten sie allesamt, unsichtbare Projektile aus Klauen verschießend und mit einem einzigen Flügelschlag schneidende Sturmwinde entfesselnd. Im Eilschritt übersprangen die vier Pfoten des Bluthundes das alte Kirchengestühl. Mit jedem aufsetzenden Ballen durchbrach er den Schall, bis sein rasender Körper das Hecheln seines Maules überholte und den geflügelten Bentley von allen Seiten mit Wurfmesser traktierte. Nur wenige der Klingen durchdrangen die ledernen Flügel oder das schwarze Fell des Flughundes; jene, die es taten, hinterließen kaum mehr als den unverhofften Schnitt eines Papierschnipsels. Mit einem düsterem Lächeln bemerkte der Kalong allerdings, dass seine Wunden ungewöhnlich stark bluteten — ungewöhnlich nicht nur für einen erfahrenen Zoan-Nutzer, sondern für jedes Lebewesen aus Fleisch und Blut.
      »Vergiftete Messer?«, rief er durch den schützenden Vorhang seiner nunmehr haki-schwarz glänzenden Schwingen, »In welchem Busch hat die Cipherpol dich denn aufgegabelt?«
      »Marine«, kläffte es plötzlich direkt in sein gespitztes Ohr, »Langstreckenaufklärung.«
      Der Lauf der abgesägten Flinte bohrte sich so tief in Bentleys Rücken, dass nicht einmal das dichte schwarze Vlies die Kälte des Metalls von seiner Haut abzuschirmen vermochte. Ertappt hob der Kalong die fingergliedrigen Pranken, sämtliche Zähne der langen Schnauze über dem markant gekerbten Menschenkinn bleckend.
      »Du warst ein Lurper? Ihr Jungs sollt am Ende ziemlich verwildert sein«, erinnerte sich Bentley missgünstig, »Der Preis der Befehlstreue, nehme ich an.«
      »Schnauze«, blaffte Headshot, »Hände hinter den Rücken.«

      Feuchte Fingerabdrücke auf verwitterten Gravuren zeichneten Spuren des Lebens auf die Stätten der Toten. Manche klar und makellos, andere verwischte Schlieren über vergessenen Namen und vergangenen Jahren. Wo Zersetzung oder unsauberes Handwerk klaffende Lücken inmitten der dichten Gräberreihen verschuldet hatten, perlte modriges Wasser wie Morgentau auf dem überwuchernden Efeu oder sickerte in die schaurigen Ruinen einstmals stolzer Familienkrypten. Auf der Stirn einer einsamen Märtyrerin, die ihr abgeschlagenes Haupt unter dem Arm trug, ließ sich der dunkle Umriss eines nassen Händchens erahnen. Unzählige der grotesken Statuen, Heilige wie Dämonen gleichermaßen, waren derart gezeichnet — bis hinauf zu den grimassenschneidenden Wasserspeiern, die hoch droben in den Fassaden der gotischen Türme nisteten.

      »Du willst mich nicht festnehmen.«
      »Aber meine Chefin«, entgegnete Headshot trocken, Bentleys nunmehr menschliche Rechte in einem routinierten Knebelgriff fixierend. »Also leiste keinen Widerstand, alter Mann.«
      Lauthals lachend ergab sich Heathcliff Bentley der Festnahme, die schwarzledernen Flügel zusammenklappend, die flughündische Schnute einfahrend und das eine gute Auge, das Ondines Buchattacke ihm gelassen hatte, in Frieden schließend. In seinem Rücken klickten bereits die seesteinernen Handschellen, die Headshot aus den unerschöpflichen Schatzkammern seiner taktischen Weste geborgen hatte. Das Gefühl dieser maritimen Gemme auf der Haut eines Teufels zu beschreiben, käme dem Versuch nahe, das menschliche Gehirn auf die Gleichgültigkeit des Kosmos oder die Eruptionen der Sonne vorbereiten zu wollen. Unfassbare Macht, die gegeben und wieder entrissen wird, der Tod des Neugeborenen im Kindbett, endloses Nichts, wo zuvor Alles war. Bentley fühlte die Angst, die Leere, die Erniedrigung. In erster Linie aber, fühlte er Scham.
      »Sie kennen meine Akte?«, fragte er den wieder menschlichen Headshot. Das blondierte Haupt des schwarzen Mannes neigte sich unmerklich vor, wenig interessiert an einer Konversation mit dem Festgenommenen.
      »Ich versuche bereits, sie zu vergessen.«
      Bentley grinste wie ein Kannibale. »Viel Glück.«
      Kein Knacken, kein Knirschen, kein Bruch ertönte. Von einer Sekunde auf die nächste war Bentley frei. Mit seinen 63 Jahren noch immer schneller als jeder noch so patriotische Rekrut auf seinem ersten Einsatz, wirbelte er herum. Headshot hörte den haki-schwarzen, vorgereckten Finger seine Brust durchschlagen; der Schmerz selbst ergriff ihn später, schleichender, bösartiger.
      »Nichts für ungut, LRRP«, perlte Bentleys Atem gegen Headshots pochende Kehle, »Aber ich war ein Seraphim. Euch Weicheier hätten wir damals mit Haut und Haaren zum Frühstück gefressen.«
      Als wollte er seine These via Selbstversuch belegen, deformierte sich das markante Kinn des Uhrmachers in die schwarze Schnauze des riesigen Flughundes. Der weit aufgesperrte Kiefer nahm Headshots Nacken mit den Fangzähnen maß und schloss sich an den gespannten Sehnensträngen. Schmerzgepeinigt fuhrwerkte der Soldat an seinem Waffengurt herum, den ihm Bentley aber sogleich mit dem Knie hart gegen die Hüfte rammte. Headshot jaulte schrill auf, halb Hund, halb Mensch. Mit letzter Kraft ummantelte er seinen empfindsamen Hals mit Rüstungshaki, das sich teerschwarz über seine schwarze Haut spannte. Doch das Gebiss des Kalong hatte sich ebenso verdunkelt und nagte an der bröckelnden Barrikade. Headshot spürte seine Muskeln erschlaffen, sein Haki schwinden. In einem letzten Versuch, den Uhrmacher von sich zu stoßen, gab er sich gänzlich seinem inneren Tier hin. Sogleich verlor sich seine gefährdete Schlagader hinter den schlappen Falten des Bloodhounds. Auf allen Vieren stob der Hund vorwärts und riss seinen Gegner von den Beinen. Noch in der Rolle transformierte sich auch Bentley in seine tierische Gestalt, sodass der Bloodhound und der Kalong wie die unwahrscheinlichen Kontrahenten eines exotischen Hahnenkampfes über die Dielen des Kirchenschiffs rollten. Rasch landete Headshot mehrere Pfotenballen gegen die Brust des Flughundes, bevor jener einen seiner haki-gestärkten Flügel wie einen Eispickel in das Holz rammte und sich so ruckartig abbremste. Headshot hingegen krachte ungehindert gegen den geplünderten Altar, einen wüsten Flickenteppich verspritzten Blutes hinter sich herziehend. Seine Sinne erloschen, nur Kopfschmerzen aus der Hölle und eine zerspringende Brust hielten ihn bei Bewusstsein. Über seinem blondierten Schopf strahlte das aschfahle Licht des Herbstmorgens auf den Altar und den dämonischen Heathcliff Bentley, der mit bluttriefenden Zähnen und gespreizten Teufelsflügeln auf ihn zuschritt.
      »Ich sollte dir danken«, keuchte der Kalong. Das Rot unzähliger Wunden malte grausige Mandalas in das schwarze Fell seines freien Oberkörpers. Er schien den Schmerz beinahe zu genießen, gemessen an dem wahrhaft vampirischen Lächeln auf seinen Lefzen. »Du hast die Kleine gerettet…und mich.«
      »Fick dich«, knurrte der Bloodhound atemlos, worüber Bentley kopfschüttelnd die lange Schnauze verzog.
      »Ich wünschte, ich hätte ihr helfen können. Aber der große böse Wolf wird immer der große böse Wolf sein, nicht wahr? Das Mädchen im Wald wird ihm nie entrinn—?!«
      Plötzlich richtete sich das einblaue Auge des Uhrmachers erstarrt gegen das einfallende Licht, ungläubig, beinahe ehrfürchtig. Als Headshot seinem Blick folgte, überwältigte ihn der mächtige Drang, sich zu bekreuzigen. Zwischen den zerborstenen Scherben der Kirchenrosette, umkränzt von den geköpften Lämmern, schwebte ein kleines Mädchens inmitten der weißen Strahlen. Funkelnde Wassertropfen entstiegen ihrem zerfetzten weißen Kleidchen und dem langen Haar, das zu allen Seiten ausfächerte wie prächtige Blütenblätter. Engelsgleich stieg sie durch das Turmfenster hinab. Pure Unschuld lag in den sacht wiegenden Bewegungen, die die nackten Beinchen in den Strömen des Windes vollführten, und ihre Ärmchen öffneten sich in scheinbarer Erwartung einer herzlichen Umarmung. Headshot kläffte hilflos vor Wut und Schmerz, als sich Bentley magnetisiert in ihre Richtung aufschwang. Dem zarten Wesen bereits so nahe, dass er die Nähte ihres Höschens hinter dem wallenden Kleidersaum ausmachen konnte, erschrak er plötzlich bis in die tiefsten Tiefen seiner verdrehten Seele.
      Die entzückende Fee seiner wachen Träume entpuppte sich als grässlichste Sumpfhexe, getränkt in stinkende Kloake und behangen mit glitschigen Schlingpflanzen. Zehen und Finger des schmutzigen Mädchens glänzten frostig blau vor Kälte, und in das einstmals zuckersüße Puppengesicht fraßen sich tiefe Zornesfalten wie Risse in Porzellan. Ein Blinzeln ihrer smaragdenen Äuglein genügte, um Bentleys Wollust abzutöten — und mit ihr jede pervertierte Illusion, der er sich in der Dachkammer noch hingegeben hatte. Dieses Mädchen hasste ihn; hasste ihn, wie die Frauen die Männer hassen, sobald erst einmal das schändliche Blut aus ihren Schößen fließt. Fort war der Duft der Reinheit und der Unbeschwertheit, verdorben war die saubere Schönheit des Unberührten. Nun stank auch Ondine nach Morast und Sünde und Korruption, nach den dreckigen Fotzen der Huren in Cattle's Corridor, nach ihren wunden Ärschen und entzündeten Rachen.
      In seiner Bestürzung vermochte Bentley kaum, das schwebende Mädchen mit dem Verlust seines Hemdes in Verbindung zu setzen; oder des Schlüssels, den er in eben jenem verwahrt hatte. Sein Hirn, gefolgt von seinem Herzen, erschlaffte gleichsam blutleer wie sein Gemächt. Allein die rhythmisch schlagenden Flügel hielten ihn in der Luft und am Leben.
      »Was…ist geschehen…?«, fragte er verzweifelt. Für einen Augenblick ließ sich an den gespaltenen Kiefern des Flughundes das schwache Bibbern menschlicher Lippen ablesen. Doch dann fauchte er laut auf, wutentfacht:
      »Was hast du angestellt?! Was hast du getan?!«
      Ondine antwortete nicht. Ebenso entrückt, wie sie durch das zerborstene Buntglas hinabgesunken war, entschwebte sie der hohen Kathedrale wieder, den gefallenen Uhrmacher mit hypnotisierenden Mädchenfingern zu sich rufend. Welche Wahl hatte er, als ihrem Sirenengesang zu verfallen? Mächtigen Schwunges schraubten ihn seine schwarzen Schwingen hinaus in die verwinkelten Turmwälder der Cathedral City. Doch kaum hatte die Spitze seiner Schnauze den Fensterrahmen passiert, schoss ein massiver Schemen haarscharf an seinem eisblauen Auge vorbei. Als er sich erschrocken nach dessen Quelle umschaute, brach ihm ein herabsausendes Objekt beinahe das Genick. Der Geflügelte fiel unzählige Stockwerke, bevor er schließlich in einem geschändeten Grab einschlug. Knochensplitter und irdischer Tand schwappten über die Ränder des ausgehobenen Erdlochs, aus dem sich Bentley wie ein Untoter freischaufeln musste.
      »Was zur Hölle…?«, fluchte er — verfrüht, wie ein antwortsuchender Blick gen Himmelsgewölbe offenbaren sollte. Vor einem Massiv aus marmorgrauen Winterwolken befehligte Ondine LeMaire eine himmlische Heerschar steinerner Engel, Teufel und sonstiger sakraler Subjekte, die zwischen losen Grabsteinen, ausgegrabenen Grüften und herausgerissenen Eisenzäunen den Sturm bevölkerten. Selbst die gehässigen Wasserspeier, die Ondine zuvor noch mit fiesen Fratzen gepiesackt hatten, rotierten nun wie treue Monde um das königsblaue Haupt des kleinen Mädchens. Fassungslos hastete Bentleys verengte Pupille über die umliegende Nekropolis, welche sich zunehmend aus ihrer irdenen Verankerung löste, um ihrer neuen Herrin im Himmel zu dienen.

      Cluster Park: Mercedes vs. Lorca

      Mercedes griff nach dem Staub und der Staub wurde zu Feuer, das heiß und schroff ihr Fleisch zerrieb. Dutzende bauchtanzende Schleier flirrten im psychedelischen Reigen um ihr haselnussbraunes Haupt. Sie fühlte sich ihnen ausgeliefert wie die Opfergabe eines höllischen, okkulten Ritual. Plötzlich erhoben sich die Wüstengeister zu wabernden Kobras und schnellten mit flammenheißen Mäulern gegen die Kopfgeldjägerin. Das erste Reptil begrüßte Mercedes mit ihrer blanken Faust, doch sein staubiges Schlangenblut verpuffte in einer erstickenden Explosion und schleuderte die Braunhaarige in das nahegelegene Buschwerk. Ehe sie zwischen Ästen und Dornen den Himmel von der Erde hätte trennen können, peitschten Lorcas verlängerte Arme sie bereits nieder. Hilflos verbarrikadierte sich Mercedes hinter ihren mechanischen Händen und zog die eherne Prothese schützend vor ihren Bauch. Von allen Seiten prasselten die staubigen Fäuste auf sie ein, traktierten unablässig ihre Hüfte, Rippen und Schultern. Die Deckung der Kopfgeldjägerin aber brachen sie nicht. Unverrichteter Dinge zogen die Staubteufel schließlich ab, Mercedes eine trügerische Atempause gewährend. Schnappatmend streckte sie den Rücken durch und tastete inmitten der zahlreichen Prellungen, Quetschungen und Schürfwunden nach schweren Verletzungen. Für den Moment attestierte sich die Ärztin ausreichende Gesundheit; ihre Prognose andererseits hielt sie vor ihrer Patientin geheim. Denn hoch droben vor den heraufgezogenen dunklen Wolkenhorten verdichteten sich Lorcas schwirrende Schwärme zu einem monumentalen Massiv aus Hitze und Durst und rotem Staub, das wie ein flammender Meteor herabstürzen und halb Jaggers vernichten würde. Aus seiner Spitze schälte sich Dionisia María Lorca wie die Galionsfigur der antiken Pluton höchstselbst. Sekundenlang starrten die herabsausende Furie und der gefallene Cyborg einander nieder, just bevor Mercedes die metallene Linke hochriss — und schoss. Aus zehn aufklaffenden Fingerkuppen sausten zehn rauchpaffende Feuerwerkskörper und sprengten der geblendeten Lorca Augen, Nase und Kehlkopf weg. Das Momentum war gebrochen, und ihre fulminante Götterdämmerung verendete in einer flachen Staubwolke, die wie morgendlicher Nebeldunst über die akkurat getrimmten Zierrasen hinwegzog. Ein aufrauender Westwind trieb die Staubflocken durch die Blätterdächer des Parks hinaus in die weiten eines wintergrauen Himmels. Die behagliche Szenerie ward jedoch jäh zerstört, als sich die Myriaden winziger Partikel zu wehren begannen. Gegen den Lauf des Sturms rauschten sie nieder, um Adern, Muskeln, Sehnen und das Gallert eines Augapfels zu binden. Aus dem Nichts kreierten sie das Braun in Lorcas zornigen Augen und das perlende Schwarz ihrer Pupille…in der sich plötzlich Mercedes' Stirn spiegelte. Wie einen Rammbock wuchtete die Kopfgeldjägerin ihren Schädel gegen Lorcas halbentblößtes Gebiss. Blut und ein abgebrochener Zahn verfingen sich in Mercedes' nassen haselnussbraunen Haaren, während die benommene Lorca auf eine Parkbank plumpste. Als Mercedes sich hinterher warf, gab das Gestell berstend nach und bohrte einen langen, verbogenen Nagel Lorcas verwundete Hüfte. Ein unbegreiflicher Schrei, der sich mit der ganzen Gewalt ihrer Logia-Kraft in ihren Lungen zusammenbraute und als endloser Malstrom glühender Dürre aus ihren Lippen entwich, zerschmetterte den Himmel und beinahe Mercedes' Brust. Trotz ihres gewaltigen Gewichts wirbelte die Maschinenfrau hunderte Meter durch die Luft, bevor die Schwerkraft sich gegen die wutspeiende Staubbrunst durchzusetzen vermochte. Mercedes fiel wie ein kranker Vogel. Hilflos flatternd, um sich schlagend, dem Absturz geweiht. Der Boden kam näher und näher und mit ihm jene angstbange Verzweiflung, die über jeden Zweifel triumphiert und alle Vernunft zur Hölle schickt. Mit einem schraubenden Ausfallschritt ihrer Prothese lenkte sich Mercedes in die ungefähre Richtung einer majestätisch wuchernden Eiche und tötete in einem einzigen Augenblick, was die Natur über Jahrzehnte mühevoll herangezogen hatte. Die erbebende Erde ließ sogar Dionisia Lorca taumeln, deren nackte Fußsohlen sich wankenden Schrittes über das weiche Gras tasteten. Fluchend wie eine primulanische Mätresse zog sie sich den schiefen Nagel aus der Seite, während sie über spitze Zweige und gerupfte Rinde in das Epizentrum der Erschütterung hinkte. Die ehrfürchtige Eiche schien von einem rasselnden Blitz gespalten. Ganze Astgabeln samt Bewuchs klafften wie die Flügel eines entbeinten Hühnchens aus dem entzwei geschlagenen Stamm. Zwischen dem halbierten Stumpen, bedeckt von Splittern und Blättern und Blut, fand Lorca ihr Opfer. Lebendig, aber reglos. Hätte die Staubdämonin noch genug Speichel in ihrer Kehle sammeln können, so hätte sie die Kopfgeldjägerin angespuckt. Stattdessen hob sie sie mit porösen, geisterhaften Händen aus ihrem hölzernen Bett und schlug ihr derart heftig in den Magen, dass Mercedes einen Schwall Öl erbrach…direkt in Lorcas angewidertes Gesicht. Die schwarze Suppe rann in dickzähen Rinnsalen entlang der puterroten Stresspusteln, die Lorcas gebräunte Züge zu einer außerirdischen Kraterlandschaft verunstalteten.
      »Schlampe!«, loderte sie. Mit aller Wucht zogen ihre Staubschwaden die leblose Mercedes heran, wo das spitze Knie bereits die Brust der Kopfgeldjägerin erwartete. Mindestens eine Rippe brach. Lautstark. Mercedes ächzte erstickt, Lorca lachte — oder versuchte es zumindest, heiser wie eine löchrige Trillerpfeife. »Wollen wir doch mal sehen…«, giftete sie, »…wie unzerstörbar du wirklich bist!«
      Mit bloßen Händen prügelte sie Mercedes gegen den Baumstumpf, jeder hämmernde Schlag wütender als der vorherige, bis ihr manisches Geschrei das Echo ihrer Fäuste übertönte.

      Cathedral City: Ondine vs. Bentley

      Ganze Mausoleen brachen sich aus ihren Fundamenten frei und feuerten ihre zerklüftete Mauern auf den herumhetzenden Flughund ab, der inmitten der herabstürzenden Brocken von einem Grab zum nächsten hechtete. Versuchte er sich in die Lüfte zu erheben, bildeten die schwebenden Steine undurchdringliche Phalangen, die ihn unnachgiebig zurück auf den Boden pressten. Zertrümmerte er niederschießende Pflastersteine oder die abgerissenen Glieder kaputter Statuen, entwickelten die pulverisierten Bruchstücke ein Eigenleben und schlugen mit der Wucht von Schrotkugeln in seine bloße Brust ein. In den sechs langen Jahrzehnten seines Lebens — zwei davon im Dienste der Weltregierung und fast ebensoviele auf der Flucht vor ihr — hatte Bentley Urwälder und Vulkane gesehen, Städte aus Korallen und Dörfer aus Knochen, Gletscher aus schwarzem Eis, Ozeane aus weißen Wolken, sämtliche Blaumeere sowie den großen Kontinent, der jene voneinander trennte. Menschen mit fantastischen Kräften und furchteinflößenden Mächten waren in sein Leben getreten, um vergessen oder vernichtet zu werden; Menschen mit Schlangenhälsen und dritten Augen, Menschen, die auf hohen Klippen vom Ende der Welt sangen oder Feuer beschworen, um es in Gang zu setzen. Menschen, die Blitze warfen und mit Tieren sprachen, Menschen, die zu Bestien wurden und Bestien, denen der Teufel die Bürde des Menschseins zum Abendessen serviert hatte. Er kannte Männer, die Kometen herabzuregnen vermochten und hatte die Hand einer Frau geküsst, deren bloße Berührung ganze Generationen zu Waisen verdammte. In den über sechzig Jahren seines Lebens hatte Heathcliff Bentley unzählige Unfassbarkeiten und doppelt so viel Wahnsinn miterlebt, Gutes wie Böses, im Himmel wie auf Erden; und er hatte geglaubt, keine Posse der Natur könnte ihn noch zu überraschen wissen. Er hatte geglaubt, unerschütterlich zu sein. Der Dünkel des Alters.
      Aus ihrem Nukleus des Chaos entsandte die kleine Ondine ihre steinernen Vasallen auf einen verheerenden Kamikaze-Flug. Engel und Dämonen, Gargoyles und Dolmen opferten sich im Namen der kleinen Alraune. Wie fallende Sterne krachten sie in die hohe, bewachsene Kathedrale und zerschmetterten den vergessenen Friedhof über den Dächern der Cathedral City. Unter einem erdbebenhaften Lärmen gab das Prachthaus Gottes nach und entzog dem entsetzten Bentley den Boden unter den Füßen. Inmitten von Knochen und Särgen und mumifizierten Leichen fiel der Uhrmacher in den lichtlosen Wanst der urgewaltigen Basilika.

      Mit gespitzten Lippen schaute Ondine diesem schwarzen Schlund beim Verschlingen zu. Parzelle um Parzelle der verwahrlosten Ruhestätten verschüttete in der Finsternis des Abgrunds, bis sich die Überreste des Daches und die Vielzahl zerschlagener Grüfte zu einer massiven Sinkhöhle aufgeschüttet hatten. Menschliche Gebeine sprenkelten den Krater wie Bergveilchen einen immergrünen Hang. Ein Maler auf der Suche nach schauriger Schönheit hätte kein nihilistischeres Motiv ersinnen können. Nur langsam, als misstraute sie der Stille, ließ Ondine ihre Waffen aus Schutt und Bildhauerkunst auf die lose Friedhofserde sinken. Einige der Engel reckten die Hand in Erwartung einer göttlicher Rettung, doch kein Gott erhörte ihr Flehen. Der Erdrutsch vertilgte sie wie Treibsand. Ondine selbst ließ sich auf der Spitze des hohen Turmes nieder, aus dessen zerborstener Fensterrosette in dieser Sekunde der verletzte Headshot gen Licht kraxelte. Beide überblickten sie die überwältigenden Konsequenzen einer Macht, die sie nicht verstanden; sie mit teilnahmsloser Apathie, er mit weit aufgerissenen Augen. Plötzlich splitterte Glas. Nicht nah, aber nah genug — unter ihnen. Aus einem der Seitenfenster des eingestürzten Kirchenschiffs platzte der dämonische schwarze Schatten des Uhrmachers und schwang sich auf seinen ledernen Flügeln zum Dachreiter empor. Ondine, die ihn mit wippenden Beinen unbeeindruckt erwartete, schenkte dem grässlich zugerichteten Kalong einen langen, herabsetzenden Augenaufschlag. Jede Quetschung und jede Flocke Knochenstaub auf seinem schwarzen Fell schien ihre Missgunst zu erregen. Bentley schäumte vor Schmerz und Zorn und gekränktem Stolz.
      »Du kleines Miststück…«, würgte er aus trockener Kehle, »Ich war fürwahr zu nachsichtig mit dir! Meine Catherine hätte niemals—!«
      Zwei lange, stachelbesetzte Eisenzäune schnappten wie Muränen aus den Untiefen des versunkenen Friedhofs und rissen eine bluttreibende Wunde in Bentleys Seite. Ohne sein wachsames Haki hätte ihn die heimtückische Attacke vermutlich beide Flügel gekostet.
      »Das hast du davon«, motzte Ondine kindisch wie das Kind, das sie noch immer war. Zeitgleich zogen die Zäune eine rasante Schleife, Bentley abermals anvisierend. Dieses Mal jedoch fing der Uhrmacher die wildgewordenen Eisengatter mit haki-schwarzen Klauen ab und peitschte sie um die eigene Achsen gegen Ondines Turm. Geschwind sauste das Mädchen davon, in ihrer Gnade sogar den emporkletternden Headshot mit einer beiläufigen Berührung ihrer zarten Fingerchen rettend. Nur Millimeter schrammten die geschleuderten Zäune an ihnen vorbei, bevor sie den hohen Turm der Länge nach in vier Hälfte spalteten. Schwerelos eierte Headshot durch die Luft, sein Blut tropfte in dicken Blasen aus seiner Brust um sein erblassendes Haupt. Die über ihm schwebende Ondine betrachtete ihn wie einen Käfer, der hilflos auf dem Rücken strampelte. Für einen Moment fürchtete er, sie würde ihn zerquetschen. Stattdessen jedoch vollführte sie eine berauschende Pirouette, mitten hinein in die herabfallenden Turmziegel. Bentley, ihre Tricks allmählich durchschauend, folgte ihr festentschlossen. Den abgefeuerten Mauersteinen entging er galant, ehe er Ondine mit einem sturmentfachenden Flügelschlag aus der Luft pustete. Schreiend wirbelte das Kind abwärts, der Kalong stürmte hinterher. Nur flüchtig kreuzten sich ihre Blicke, und doch schreckte Bentley abermals auf. Ondine fiel nicht; sie flog. Ruckartig endete ihr vermeintlicher Absturz, sodass Bentley unkontrolliert an ihr vorbeirauschte. Mit einem einzigen, perfekt abgepassten Stupser gegen seine vorbeiziehende Wade riss sie ihn aus der Balance, geradewegs durch das strahlenförmige Strebewerk einer uralten dreischiffigen Kathedrale. Erst an der spitz gewundenen Fiale fand Bentley zeitweisen Halt und verkeilte sich mit gespreizten Flügeln in den alten Stein wie einer der unzähligen gackernden Wasserspeier, die den Kampf zwischen Mann und Mädchen höhnisch beäugten.
      »Genug!«, brummte er durch die gefletschten Vampirzähne, als die kleine Hexe herannahte. Die langen Streben, die er zuvor widerwillig demontiert hatte, schwebten wie die unzähligen Arme einer fernländischen Dschungelgottheit hinter Ondines Rücken.
      »Die Mönche haben gelogen. Le triste monsieur hat es mir gesagt«, raunte sie mit schiefgelegtem Haupt.
      »Was hat er dir gesagt?«
      »Böse Menschen tun böse Dinge und der Dame ist es egal«, flüsterte sie unheilvoll und fügte ominös hinzu:
      »Pas de pitié, pas de pardon.«

      Einen friedvollen Augenblick lang teilten Bentley und Ondine ein unwahrscheinliches, aber vollkommenes Verständnis. Doch der Wolf bleibt der Wolf und das Mädchen im Wald muss ihm entfliehen…oder kämpfen. Mit der Kraft eines Riesen wuchtete Ondine die massiven Streben gegen den halbmenschlichen Flughund, welcher seine schwarzen Schwingen zu Schilden aufstemmte. Die haki-glänzenden Klauen zermalmten Ondines erste Waffe, ihre zweite, dritte und vierte jedoch erwischten ihn rücklings. Blutspuckend trudelte der Zoan-Nutzer abwärts, wo er sich jedoch fing und mit speerschneller Energie durch drei der herabkrachenden Pfeiler donnerte. Ondine, außer sich vor Wut und Angst, ließ die Streben einen grazilen Scherenschneider ausführen, der Bentley einkesselte. Doch das Mädchen überschätzte ihre eigene Macht gewaltig. Meisterhaft wirbelte der Flughund um die eigene Achse, seine Flügelspitzen zu Klingen verhärtend. Binnen eines Wimpernschlags spaltete er das Gestein und pulverisierte die Teilstücke mit bloßen Fäusten. Ein spitzer Schrei entfuhr Ondine, als er nach dieser Machtdemonstration sie selbst anvisierte. Aller Teufelskraft zum Trotz war Ondine noch immer ein Kind, das weder diesen Kampf noch sich selbst zu kontrollieren wusste. Verzweifelt schleuderte sie ihre letzten verbliebenden Strebepfeiler gegen den Flughund, ohne ihn zu erwischen. Zwar versuchte sie noch, ihn hinterrücks mit einem Immelmann zu überraschen, doch Bentleys Haki enttarnte den Trick und zertrümmerte das massive Gestein mit einem einzigen Flügelzucken, ohne sich auch nur umzuwenden.
      »Komm her!«, brüllte er im manischen Hechtflug. Mit ausgestreckten Klauen schoss er gegen Ondine, die in ihrem Schreck seine Bewegung spiegelte. Als die spitze seiner Kralle den Fingernagel der verängstigten Ondine traf, explodierte eine wolkenzerfetzende Druckwelle zwischen ihren Händen und schleuderte sie in entgegengesetzte Richtungen davon. Während Ondine durch glückliche Fügungen haarscharf an Querbögen und Balustraden vorbeischrammte, rasierte Bentleys geflügelter Leib den majestätischen Turm der Kathedrale, deren Seitenwerk er zuvor zerstört hatte. Er wähnte sich bereits im unbegrenzten Fall an der Seite der gewaltigen verzierten Fassade, ehe er das Schlagen seiner Flügel vernahm. Argwöhnisch betrachtete er die Turmspitze, die ebenso kopfüber wie er in der Luft verharrte. Sein Blick glich dem Starren Headshots, welcher mittlerweile wohlbehalten auf dem Friedhof gelandet war und in zittriger Eile unzählige mechanische Einzelteile aus den zahlreichen Taschen seiner Weste und Hose zusammenschraubte. Beide Männer wehrten sich gegen das Bildnis dieses kleinen Mädchens, das Kraft eines simplen Fingerzeigs das tonnenschwere Gewicht eines ganzen Kathedralenturms negierte. Die Wetterspitze, eine Art knospende Rose aus verwittertem Kupfer, balancierte auf Ondines Mittelfinger und hielt den gesamten abgesägten Turm in der Schwebe. Ondines Finger krümmte sich bedrohlich, Bentley spannte die finsteren Schwingen. Plötzlich ertönte ein Schuss, dessen Schall die Ohren des Kalong durchlöcherte, noch ehe die Kugel seinen rechten Lungenflügel zerfetzte. Blutspuckend verkrampfte der Uhrmacher mitten im Flug, weit unter sich Headshots blondierten Schädel hinter dem Zielfernrohr eines selbstgebauten Scharfschützengewehrs erahnend. Die Turmspitze beugte sich indes Ondines Willen und schwamm wie ein Narwal mit vorangestellter Wetterspitze gegen den manövrierunfähigen Flughund. Verschreckt riss er die Hände empor…doch der Tod ließ auf sich warten. In seinem Krähennest am Boden beobachtete Headshot nachladend, wie der riesige Turm an Höhe verlor, abdriftete und den Kalong knapp verfehlte — um stattdessen ihn zu zerquetschen.
      »Scheiße!«, stieß er hervor, schnappte sein Gewehr und hechtete davon. Nur Sekunden später zog die Turmspitze eine apokalyptische Schneise durch den entkernten Friedhof, brach durch die Dachbalustrade und donnerte in Richtung des Jaggers davon.

      Ondine fiel wie ein Stein. Sofort setzten sich Bentley und Headshot in Bewegung, beide blutend und doch festentschlossen. Während der Kalong in ungelenken Spiralen um das bewusstlose Mädchen kreiste, stolperte der Bluthund auf allen wackligen Vieren in ihre Richtung. Es fehlte Headshot kaum ein Augenblick, um Ondine springend aus der Luft zu fischen — doch Bentley stach ihn in letzter Sekunde aus und glitt im Sinkflug über den Soldaten hinweg. Allein seine schwere Wunde vereitelte seine neuerliche Flucht. Röchelnd, geschlagen verharrte er am Rande der Kathedrale und blickte mit dem Kind im Arm hinab auf das Häusermeer, das er erbaut hatte. Die geozentrischen Dächer des Jaggers lagen halbverborgen unter einer dichten Nebelschicht, aus der sich lediglich die Spitze seines geliebten All Hallows' Tower monumental hervorbrach.
      »Lass sie gehen!«, rief Headshot in seinem Rücken. Das Klicken eines gespannten Hahns legte ihm seine Optionen parat. Bentley schluckte. Eine einsame Träne rollte über seine pelzige Wange, um kurz darauf auf einer nackten Brust aufzuschlagen. Fort waren die dämonischen schwarzen Flügel, die vampirischen Reißzähne und die langen, gebogenen Krallen. Heathcliff Bentley zeigte sich der Metropole, die er so sehr liebte, in menschlichen Farben. Sein lockiges Haar, im Nacken bereits ergraut, spielte Klavier im Takt des Windes und das markant gekerbte Kinn zerkaute unaussprechliche Gedanken.

      49 Jahre zuvor

      Noch bevor das Mädchen im Märchen aus dem verzauberten Wald entkommen und heil zu Hause angekommen war, hatte sich das Mädchen im Bett bereits in ihr ganz eigenes Zauberreich jenseits der wachen Welt verdrückt. Ihr Schlummer wirkte derart sanft und wohlig, dass Heathcliff ihren schweren Schlaf an seinen eigenen Lidern ziehen spürte. Ein Gähnen unterdrückend, klappte er das alte Buch zu und verstaute es gewissenhaft unter dem Bettchen, wo seine Schwester all die belanglosen Dinge hortete, die kleinen Mädchen so unermesslich kostbar sind. Wie er seine Hand zurückzog, streiften die Knöchel etwas Weiches, Seidiges und erregten seine Neugier. Behutsam barg er die kleine Puppe aus ihrem Versteck und betrachtete sie im mattgoldenen Schimmer der Nachttischlampe. Wie alles im Zimmer und Leben seiner kleinen Schwester zeugte auch ihr Spielzeug von einer Vorliebe für alles, was Tradition und Gesellschaft ohnehin von ihr erwarteten: Ihr Teeservice reservierte sie exklusiv für die rosarotesten ihrer Stofftiere, waffenfähige Mengen Glitter bedeckten ihre Basteleien und kein Morgen verging ohne eine exzessive Kosmetikroutine, die bunte Schleifchen und ein wahres One Piece aus Strass in ihrem zinnoberrotem Haar involvierte. Heathcliff selbst fehlte dieses Gespür für Schönheit und Dekor. Die Puppe war eine Puppe und das wusste er. Weder die Stoffblumen in ihrem falschen Haar noch die roten Rosen, die in das kleine weiße Kleidchen gestickt waren, erregten seine Aufmerksamkeit. Und dennoch übte dieses dumme Ding in seiner Hand eine unausgesprochene Anziehungskraft auf ihn aus. Vollkommen unterbewusst strich sein Daumen über das lange, dunkle Kunsthaar und liebkoste den porzellanweißen Nacken, der sich darunter steif und kalt hervortat. Nachdem er endlich bemerkte, was seine Finger dort ohne sein Zutun trieben, zuckte er wie ein ertappter Dieb zusammen und drapierte das Püppchen hektisch in die Arme seiner schlafenden Schwester. Eben wollte er vom Tatort fliehen, als ihn eine weitere flüchtige Berührung zurückhielt. Die warme Haut des Mädchens bot eine vollkommen andere Sensation als der blutleere Hals der Puppe. Weich und heiß übertraf sie jede Erfahrung, die der Knabe zuvor erlebt hatte. Mägde badeten ihn soweit seine Erinnerungen reichten, und die Fürsorge seiner Mutter geizte nicht an Küssen und Umarmungen. So manche Schulkameradin hatte ihm sogar bereits die schönen, marmornen Wangen geknutscht. Eindruck hinterlassen hatten jedoch einzig und allein die winzigen Händchen seiner Schwester, ganz gleich, wie unschuldig und beiläufig ihre Gesten auch gewesen sein mochten. Tief in seinem Inneren spürte Bentley, wie ihn diese Erregung beschämte; und er wusste, dass er gut an dieser Scham tat. Sich loszureißen vermochte er allerdings nicht. Ebenso unbewusst, wie er zuvor der Puppe Haar gestreichelt hatte, glitt seine große Hand nun über die Wange seiner träumenden Schwester. Sein Atem röhrte bleiern, als die tastenden Finger von ihrem Kiefer auf ihren Hals abrutschten. Quengelnd, aber ohne zu erwachen, rotierte das Mädchen in ihrem Bett. Nun lag sie aufgedeckt danieder, den Hals offengelegt und eine Schulter halb entblößt. Bei diesem Anblick spannte die Hose des Jungen merklich an. Noch immer befühlte er ihre dünne Kehle. Verletzlich und willenlos lieferte sich das Kind seinen Berührungen aus. Ihre Hilflosigkeit befriedigte ihn beinahe so sehr wie ihre flache, unentwickelte Brust. Gerade als seine Hand drohte, noch tiefer zu wandern, hörte er die Dielen im Flur knarzten und folgte dem Geräusch bis an die nackten Fußspitzen seiner Mutter. Ihre füllige Silhouette zeichnete sich schattenhaft im unbeleuchteten Türrahmen ab, still wie ein Stein. Kurzschlussartig stürmte Bentley hinaus, an seiner Mutter vorbei in sein Zimmer.

      Sie fand ihn auf der Kante seines Bettes vor, bitterlich weinend. Das eherne Kinn seines Großvaters glänzte feucht im hereinfallenden Mondlicht.
      »Oh, Cliffy«, sagte seine Mutter, da sie nichts zu sagen wusste, und ließ sich neben ihren Sohn auf die Matratze sinken. Ihr Versuch, den Arm um ihn zu lagen, scheiterte an seiner rohen Kraft. Barsch stieß er sie von sich, sprang nahezu aus dem Bett an die gegenüberliegende Wand wie eine nasse Katze.
      »Fass mich nicht an!«, schniefte er aufgelöst, »Vater hatte recht! Mit mir stimmt etwas nicht!«
      »Oh, Cliffy. Dein Vater ist ein Hornochse und ein Narr«, erwiderte seine Mutter mitleidig und wies den Jungen mit einem sachten Klaps zurück an ihre Seite. Nur widerwillig folgte er ihrer Bitte, sich verkrampft auf den entlegensten Zipfel des Bettes hockend. Seine Mutter aber, plump und energisch wie jeher, rutschte einfach näher heran und schlang den Arm um seine widerstrebenden Schultern. Obwohl sie ihn nicht ansah, spürte er die Liebe in ihren blauen Augen…und die Tränen.
      »Dein Vater fürchtet sich vor den falschen Dingen«, murmelte sie, »Es missfällt ihm, das du lieber mit deiner kleinen Schwester und ihren Freundinnen spielst, als dich mit den idiotischen Nachbarsjungen zu raufen. Er hält dich für…Er fürchtet, du könntest…nun.« Schließlich versiegte auch seiner Mutter die Stimme. Salzige Tränen rollten über ihre runden Wangen. »Aber das bist du nicht, stimmt's?«
      Heathcliff schluchzte laut auf. »Oh, Mama! Ich wünschte, ich wäre es!«
      »Ich weiß, mein Junge. Ich weiß.«
      Endlich legte er seinen Kopf an ihren Busen, empfing die tröstliche Nähe ihrer Hand auf der Stirn. So saßen sie da und weinten, während der Mond über den Himmel zog und die Sterne verblassten. Es sollte das letzte Mal sein, dass Mutter und Sohn einander hielten. Denn mit den ersten roten Sprenkeln am Nachthimmel beschloss der Junge:
      »Ich gehe.«
      »Was?«
      »Die Militärschule. Auf die mich Vater schicken will. Ich gehe.«
      »Nein!«, protestierte seine Mutter, sein Gesicht in beide Hände schließend. »Das ist kein Ort für dich! Du brauchst Hilfe! Du brauchst…«
      »Ich kann nicht bleiben«, beharrte Heathcliff eisern, »Ich muss hier weg! Weg von Katy, weg von allem! Es gibt keine Hilfe für Menschen wie mich. Die Leute werden reden…und das würde die Familie zerstören.«
      »Ach, Cliffy«, wimmerte seine Mutter, »Ohne dich wäre die Familie doch bereits zerstört. Du kannst uns nicht verlassen. Was soll ich Katy sagen? Was, wenn sie fragt? Sie liebt ihren großen Bruder, sie braucht ihren großen Bruder!«
      »Wenn ich bleibe«, brach es aus ihm heraus, »dann wird ihr großer Bruder sie umbringen!«
      »Oh, Gott! Oh, Gott!«
      Der Anblick seiner verstörten Mutter, die sich selbst wiegte, wie sie es einst mit ihm getan hatte, würde ihn für alle Zeit verfolgen. Verzweifelt kniete sich der Junge vor das Bett, mit festen Händen ihre wippenden Schultern und den manischen Zusammenbruch stoppend.
      »Mama…es tut mir leid, ich…ich weiß, ich bin falsch…Ich gehöre nicht hierher. Ich bin ein Monster. Deshalb muss ich fort…«
      Entsetzt schaute seine Mutter auf, das Blau in ihren Augen traf das seinige und glänzte wie ein Gletscher im Schein der weißen Wintersonne.
      »Nein…nicht doch.« Obwohl sich ein Teil ihres Herzens dagegen sperrte, presste sie ihren Sohn fest an sich und flüsterte voll Liebe und Zuversicht:
      »Du bist kein Monster, Heathcliff. Du bist verflucht. Helden werden verflucht. Wie in den Geschichten, die du Katy vorgelesen hast. Hörst du? Verflucht. Aber du wirst diesen Fluch brechen…und dann werden wir uns wiedersehen. Wir alle!«

      Zurück in der Gegenwart

      »Manche Flüche«, dachte Bentley resigniert, »lassen sich nur auf eine Weise brechen.«
      »Setz das Mädchen ab«, beschwor ihn Headshot mit angelegter Waffe, »Sie ist nur ein Kind und hat nichts mit alledem zu tun.«
      Über diese Worte entglitt dem Uhrmacher ein bitterböses Grinsen, obschon ihm kaum nach einem Schmunzeln zumute war. »Ach, nein? Bist du also nicht im Auftrag der Weltregierung hier, sondern als besorgter Bürger? Unterhält die Cipherpol mittlerweile schon Sozialarbeiter?«
      Verlegen kniff Headshot die breiten, dunklen Lippen zusammen. Die aufgetane Stille entmutigte Bentley. Seufzend fuhr er fort:
      »Dieses kleine Mädchen ist diplomatisches Kapital für euch. Nicht mehr als ein perverses Friedensangebot an Callaghans Köter.« Mit der ruhigen Hand eines alten Vaters wischte er Ondine Schlamm und Haare aus der hohen Stirn. Unter der Schicht aus Dreck und Schweiß schlummerte noch immer die entzückende Puppe aus der Dachkammer. »Glaubt ihr wirklich, ihnen die Kleine als Opfergabe darzubieten, könnte den Zorn dieser Bestien lindern, sobald sie die Wahrheit erfahren? Seid nicht naiv. Ihr werft sie der Meute zum Fraß vor.«
      »Das dachte ich auch…«, erwiderte Headshot ehrlich, »Aber du hast gesehen, wozu sie imstande ist. Sie ist keine Beute. Sie ist ein Teil des Rudels. Also lass sie gehen, bevor die Kopfgeldjäger kommen und uns alle zerreißen.«
      »Das hoffe ich«, seufzte Bentley traurig und bettete die reglose Ondine nach kurzer Bedenkzeit auf ein verwelktes Blumenbeet, das am Rande des Daches im Wind bauschte. Über sie gebeugt, nahm er ihre kleinen Hände in die seinen und küsste die blassen Fingerchen zum Abschied. Headshot knurrte vor Ekel, sagte jedoch nichts, bis Bentley plötzlich fragte:
      »Ihr wollt Theodore, nicht wahr?«
      »Ja.«
      »Dann seid ihr bereits tot«, mutmaßte er nüchtern, bevor er sich geschmeidig erhob und an die zerstörte Balustrade stolzierte. Auf seinem letzten Gang kanalisierte Bentley noch einmal die erhabene Selbstsicherheit seines Alter Egos Benedict Hearst, des verehrten Uhrmachers des Commonwealth und formvollendeten fountischen Gentlemans.
      »Ich weiß, Catherine wird mir niemals vergeben…«
      »Tue es nicht!«
      »…aber bitte sag Teddy, dass es mir leid tut.«
      »Nicht!«
      Offenen Auges stürzte sich Heathcliff Bentley in die Tiefen der unteren Cathedral City. Jeder Versuch, ihm nachzusetzen, war vergebens. Headshot blieb nur, den Fall zu verfolgen. Nach Sekunden des Absturzes zerschellte Bentleys Körper am Seitenschiff einer kleinen Basilika, über deren Ziegel er verrenkt und schlaff in die Häuserschluchten des Jaggers rollte wie eine ungeliebte, fortgeworfene Puppe.


    • kapitel 165 köpfgeldjäger gegen die schwarze witwe^^

      kleiner nachtrag vom letzten kapitel
      gut das du das aufgeklärt hast mit den 20kg haben wir uns anscheind sehr verlesen ^^

      aber gut weiter gehts mit dem kapitel

      der anfang macht ulysses gegen Cassiopeia und der puppenkönigin
      also wie erwartet wird hier erst mal nur geredet im großen und ganzen aber wie du das dargestellt hast war das ziehmlich gut
      man merkt wie überfordert die kleine königin ist , kein wunder da sie hier gerade in einer richtigen ausnahmesituation
      ich bin weiter sehr gespannt wie das hier weiter geht , denke mal es wird erst mal mit einen schlag abtausch der worte sein .
      das wird sehr spannend und vllt fliegen dann noch die fäuste

      ich frag mich auch ob ulysses seine leute noch einen schritt unternehmen


      dann bekommen wir den FB , und wie der anschlag vereitelt wurden konnte und wie das alles geplant wurde
      wie erwartet konnten sie zhang sehr schnell von sich überzeugen
      hat mir gefallen


      kommen wir zum kampf lorca gegen mercedes

      puh die beiden frauen schenken sich echt nix und es gut zusache
      aber die frage ist wer hält länger durch , mercedes oder lorca
      ich würde momentan sagen lorca da sie weniger schaden abbekommen hat als mercedes sie ist ja schon seit sie mit dem spion abhauen wollte am kämpfen
      und ob debarra hier auch noch auftauchen wird weis man nicht , ich könnte es mir vorstellen das sie noch dazu kommt


      ab gehts zum kampf remigton gegen lorelei

      wie erwartet ist remigton ein sehr guter kämpfer der weiß wie man sich dominat verhält
      lorelei hat aufjedenfall ordentlich zu tun und wenn ich das richtig verstanden habe hat sie ne porzelan frucht , dachte erst sie war die mit der lehm frucht oder bringen ich hier jetzt was durcheinander .^^ jut kann passieren falls ich hier mal was verwechsel .

      gut das hier luca noch vorbei scheint um zuhelfen sie hat auch noch ne rechnung mit ihm offen ^^ gefällt mir gut


      headshot gegen bentley

      tja die kleine odine kann echt nur zusehen was da vorsich geht
      der kampf ist in vollen gange und sie kann nix machen und fliegen bzw ihre kräfte kann sie auch nicht einsetzten


      o´mara gegen carla

      hier hast du einen perfekten mittelweg gefunden zwischen ein kampf der auf den körper zielt und ein kampf der auf den kopf und geist zielt

      dir liegt es aufjedenfall , vorallem wenn es um carla geht hab ich das gefühl das es dir richtig spaß macht und das bringt uns auch sehr viel lese spaß

      freue mich auf das nächste kapitel
    • Kapitel 165 Kopfgeldjäger vs. Penny Dreadful

      Gestehen wir es uns ein, solange du mir nicht mit einem neuen Kapitel in Nacken sitzt, wird es wohl nichts mit dem Kommentar.
      Wobei... wenn ich jetzt nochmal darüber nachdenke, war es je groß anders….?
      Nun ja, ich habe die Kommentare früher schon früher geschrieben, aber damals kamen die neuen Kapitel auch noch wöchentlich, also keine große Zeit sich mit dem Kommentar groß Zeit zu lassen. XD
      Also gebe ich mich jetzt einfach der Illusion hin, dass ich meine Kommentar-Tätigkeit deinem Veröffentlichungsrhythmus angepasst habe ^^

      -Bo- schrieb:

      »Seid unbesorgt«, tröstete Cassiopeia das Mädchen wenig tröstlich, »Euer Land befindet sich in den besten Händen, die sich auftreiben ließen.«
      OK was sagt das jetzt über die WR bzw CP-0 (Leviathan) aus, wenn die KGJ die sichersten Hände waren, die sich auftreiben ließen oder sollten wir sagen es waren die besten Kämpfer, die sich in diese Situation reintreiben ließen. XD

      Ansonsten gefällt es mir für Catherine auch nicht gerade wie Cassiopeia mit ihr umgeht… Ich habe hier mehr das Gefühl eines… nennen wir es mal Anti/Gegen-Ulysses. Zumindest was ihre Art mit ihr zu Reden angeht. Beiden würde ich kein wirkliches Interesse an ihr und ihrer Situation unterstellen, OK bei Ulysses vielleicht ein wenig. Aber beide haben ihre Interessen und versuchen jetzt Catherine in ihre Richtung zu beeinflussen.
      Was sich in meinen Augen auch darin zeigt, dass Cassiopeia den Anschlag, der immerhin Catherines Hauptstadt betrifft, mehr am Rande erwähnt, während Cassiopeia Ulysses mehr oder minder verkündet, dass er geschlagen ist. Wobei ich kaum glaube, dass er deswegen aufgibt und ich Wette, dass wir uns mindestens noch ein Arc mit ihm beschäftigen werden, denn er wird sicher nicht lange ihr Gefangener bleiben.
      Ich sehe eine große Chance das Cassiopeia bald mit Ulyisses abziehen wird während Catherine alleine in ihrem leergemetzelten Schloss zurückbleibt und sehen muss, wie sie mit dem ganzen Chaos klarkommt. Immerhin dürfte ihr keiner ihrer früheren Berater mehr zur Verfügung stehen, da sie sich entweder als Verräter herausgestellt haben oder tot sind. Wohingegen Cassiopeia mit Ulysses eventuell auf Beatrix treffen könnte, sofern sich diese nicht zuerst nochmal mit Mercedes beschäftigen möchte.

      Danach, in der Timeleine eigentlich davor, bekommen wir die Erklärung wie Zhang auf die Truppe gestoßen ist und warum sie sich mit ihren Männern am Hinterhalt beteiligt hat. Besonders amüsiert hat mich dabei, wie die ganze beschriebene Situation in der sicheren Wohnung die Aussage von Cassiopeia an Catherine nochmal besonders kontrastiert bzw ab absurdum führt. Zumindest bis zu dem Moment wo Mercedes bei ihnen Anruft und sofort wieder so etwas wie Hoffnung und Tatkraft aufkommt. Wobei die Aussicht mit der Stadt in die Luft zu fliegen sicher sehr motivierend sein kann XD.
      Weiterhin meine ich herausgelassen zu haben, dass Zhang O’Mara irgendwie an Cal erinnert. Mal schauen, ob dies irgendwann nochmal eine tiefere Bedeutung bekommt.

      Aber zurück zu dem aktuellen Kämpfen
      Mercedes vs. Lorca zerlegen weiterhin begeistert den Cluster Park, während sie sich gegenseitig versuchen genug Schaden zuzufügen, damit der andere endlich erledigt ist. Allerdings sind beide mehr als nur stark im Nehmen, was uns einen sehr interessanten und dynamischen Kampf beschert. Besonders gefällt mir gerade, wie der See und damit die Schwäche der Teufelskräfte in Kampf mit eingebaut wird. Derzeit scheinen beide ziemlich gleich vor ihrem Ende zu stehen, wobei Lorca einen kleinen Verteil zu haben könnte, allerdings ist dies ihr erster richtiger Kampf oder besser gesagt, der erste Kampf in dem sie wirklich einstecken muss, während Mercedes schon den Pest-Doktor, den Terrorvogel und Beatrix hinter sich hat, ganz zu schweigen von der Explosion in…. wie auch immer die Stadt hier.^^ Anders gesagt, Mercedes ist schon mehr als angeschlagen und ich frage mich wie der Kampf gelaufen wäre, wenn Lorca auf eine ausgeruhte Mercedes getroffen wäre.

      Auch bei Lorelei vs. Remington wird die Umgebung im Mitleidenschaft gezogen, wenn auch nicht so gründlich wie im vorherigen Kampf. Remington scheint kaum Probleme zu haben dem Kampf zu dominieren, zumindest würde ich ihm derzeit als klar überlegen ansehen, sowohl im Kampf als auch in der Diskussion, welche die beiden nebenher führen.
      Lustig finde ich auch den Kampf (heißer) Dampf gegen Porzellan, bei dem ich schon vor dem Vergleicht von Reminton mit einem Teekessel an so etwas denken musste, besonders da sie im Land der Teetrinker sind.
      Jedenfalls muss ich Luce jetzt wohl ebenfalls am Kampf gegen Remington beteiligen. Zum einen, weil die beiden Frauen jeweils alleine wohl kaum eine Chance haben werden, zumindest nach derzeitigem Stand und zu anderen wird Remionton Luca sicher nicht so einfach vorbeilassen, immerhin hat sie noch eine gebrochene Nase bei ihm gut.

      Zu Headshot vs. Bentley fällt mir nicht wirklich etwas ein, außer nochmal zu betonen, wie interessant ich es finde das… die beiden Bestien hier auf der Kathedrale gegeneinander antreten. Wobei das Bild immer weniger Flughund gegen Bluthund, sondern Vampir gegen Werwolf wird. Ist das Buschmesser eigentlich aus Silber? ;)

      Bei Carla und O’Mara bekommen wir zunächst die Information, dass nicht alle Teleschnecken geblockt wurden, sondern nur die öffentlichen Frequenzen, um die restlichen besser abhören zu könne. Das erklärt nicht nur, warum Carla von allen Plänen wusste, sondern auch warum die Commonwealths weite Übertragung trotzdem funktioniert hat, da die Regierung hier wohl kaum das öffentliche Netz benutzen dürfte.

      Dass Carla zu den giftigen Spinnen (Schwarze Witwe?) gehört hatte ich schon wieder vergessen, stellt aber glaubhaft sicher, dass Krill für längere Zeit aus dem Spiel genommen wird. Auch das ein Teil ihrer Netze nicht klebrig ist, sonders sehr gut als Trampolin benutzt werden kann, hat mich zunächst irritiert. Aber wenn ich mich recht entsinne, können die Spinnen wirklich entscheiden, ob die Fäden klebrig sein sollen oder nicht, also auch hier ist mal wieder alles sehr Stimmig.

      Die Idee von O’Mara wie er aus den Fängen der Spinne entkommt und gleichzeitig Krill befreien kann, gefällt mir ebenfalls sehr gut, aber er scheint mal wieder nicht ganz bis zum Ende bzw bis zum Flug durch das Turmdach gedacht zu haben. Zwar sind jetzt beide nicht mehr in den direkten Fängen, aber er ist um einiges mehr Lädiert als vorher. Könntest du mal bitte die Knochen aufzählen die bei O’Mara noch heil sind, dürfte schneller gehen als die gebrochenen Knochen zu benennen^^
      Trotzdem scheint er am Ende noch genug Energie übrigzuhaben, um Carla zumindest so weit einzuschüchtern, dass er fürs Erste die Oberhand zu haben scheint. Allerdings kann ich mir gerade nicht wirklich vorstellen, wie er sie in diesem Zustand noch besiegen bzw. richtig angreifen soll, außer mit einem Haki-Bodycheck durch eine Wand des Turms, sofern sie sich an diese drängen lässt.

      -Bo- schrieb:

      2. Als (stark) tätowierter Mann habe ich die Verbindung zwischen "negativen Eigenschaften" und "Körperschmuck" gar nicht gezogen, muss ich sagen. Im Grunde war mein Gedankengang, hier eine düstere, "badass" Version von Catherine II. einzubauen. Die beiden Catherines gleichen sich ja in so ziemlich allen Belangen und ich wollte durch die Piercings ihre Mutter ein Stückweit abgrenzen. Das jedoch definitiv nicht in negativer Hinsicht. Einfach, weil ich Piercings und ähnliche Körpermodifikationen nicht als etwas "böses" wahrnehme. Deine Lesart ergibt natürlich Sinn, gerade in Hinblick auf gewisse Vorurteile, aber war keineswegs von mir beabsichtigt. Ich fand das Design schlichtweg cool für eine gefürchtete Kriegstreiberin, die ohne ihre Piercings engelsgleich wirken würde.
      Erstmal ja und ich will betonen, dass ich Piercings und Tattoos im Alltag nicht mit negativen Eigenschaften verbinde, auch wenn ich weder das eine noch das andere habe.^^ Meine Aussage war mehr drauf bezogen bzw. besser gesagt beeinflusst, dass in Filmen und Bücher oft solche Verbindungen/Trops gezogen werden. Davon habe ich mich wohl, in Verbindung mit ihrem Titel Seuchen-Königin, etwas zu viel beeinflussen lassen. Zumindest kam mir nicht der Gedanke, dass dies dazu dienen könnte hier nochmal einen Kontrast/Gegensatz zu ihrer Puppenköniginennen Tochter aufzumachen, was aber nach dem Lesen deiner Erklärung genauso viel Sinn ergibt. XD

      Insgesamt wieder ein sehr schönes und interessantes Kapitel mal schauen wie es an den einzelnen Orten weitergeht. Immerhin müsste der Schadensbalken bei den meisten mittlerweile im roten Bereich liegen XD
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Okay, das letzte Mal ist zu lange her. Belassen wir es dabei und konzentrieren uns stattdessen gänzlich auf das neue Kapitel, welches unter dem Titel "Was zerbrochen werden will" an alter Stelle zu finden ist. Viel Spaß wünsche ich. :D

      David

      Monkey D. David schrieb:

      der anfang macht ulysses gegen Cassiopeia und der puppenkönigin
      also wie erwartet wird hier erst mal nur geredet im großen und ganzen aber wie du das dargestellt hast war das ziehmlich gut
      man merkt wie überfordert die kleine königin ist , kein wunder da sie hier gerade in einer richtigen ausnahmesituation
      ich bin weiter sehr gespannt wie das hier weiter geht , denke mal es wird erst mal mit einen schlag abtausch der worte sein .
      das wird sehr spannend und vllt fliegen dann noch die fäuste
      Cassiopeia würde es natürlich vorziehen, die Situation gewaltlos zu klären und Catherine weitere Gefahrensituationen zu ersparen. Bleibt die Frage, ob das mit einem Ulysses McKenna in der Gleichung möglich ist. Über den Punkt einer gewaltlosen Lösung ist der Gute mittlerweile längst hinaus. Also mal sehen, ob Cassiopeia das gedeichselt kriegt. ^^

      Monkey D. David schrieb:

      dann bekommen wir den FB , und wie der anschlag vereitelt wurden konnte und wie das alles geplant wurde
      wie erwartet konnten sie zhang sehr schnell von sich überzeugen
      hat mir gefallen
      Die Erklärung war ich euch ja schuldig und hoffe, dass sie zufriedenstellend ist. Viel mehr Zeit oder Energie wollte ich dafür auch nicht aufwenden. Die Szene erfüllt ihren Zweck, denke ich.

      Monkey D. David schrieb:

      puh die beiden frauen schenken sich echt nix und es gut zusache
      aber die frage ist wer hält länger durch , mercedes oder lorca
      ich würde momentan sagen lorca da sie weniger schaden abbekommen hat als mercedes sie ist ja schon seit sie mit dem spion abhauen wollte am kämpfen
      Das stimmt, Mercedes hatte in den letzten Tagen definitiv mehr Action als Lorelei. Andererseits sind Loreleis Wunden sehr frisch und sie bekam quasi auf einen Schlag ab, was Mercedes über mehrere Stunden erdulden musste. Die beiden Frauen befinden sich definitiv jeweils in ihrer eigenen Notlage und werden aufs Ganze gehen müssen, um zu überleben.

      Monkey D. David schrieb:

      und ob debarra hier auch noch auftauchen wird weis man nicht , ich könnte es mir vorstellen das sie noch dazu kommt
      Das wäre auf jeden Fall ein interessanter Gedanke, also wer weiß? :D

      Monkey D. David schrieb:

      wie erwartet ist remigton ein sehr guter kämpfer der weiß wie man sich dominat verhält
      lorelei hat aufjedenfall ordentlich zu tun und wenn ich das richtig verstanden habe hat sie ne porzelan frucht , dachte erst sie war die mit der lehm frucht oder bringen ich hier jetzt was durcheinander .^^ jut kann passieren falls ich hier mal was verwechsel .
      Das mit der Lehm-Frucht ist Shrimati, Loreleis rechte Hand. Lorelei hat die Porzellan-Frucht, ja. (Für dich ich mir noch einen besseren Namen überlegen muss. :D)
      Mehr von ihr und ihrer Kraft gibt es bereits im neuen Kapitel.

      Monkey D. David schrieb:

      gut das hier luca noch vorbei scheint um zuhelfen sie hat auch noch ne rechnung mit ihm offen ^^ gefällt mir gut
      Genau. Luca hatte in diesem Arc emotional so viel zu knabbern, dass ihr dieser eher nüchterne Kampf gegen Remington ganz gut tuen wird. Die beiden verbindet jetzt nicht unfassbar viel außer einer Szene im Kesselhaus, wodurch ich den Fokus viel stärker auf den Kampf und die Action legen kann und werde. Aber mehr dazu, wie gesagt, schon im neuen Kapitel.

      Monkey D. David schrieb:

      tja die kleine odine kann echt nur zusehen was da vorsich geht
      der kampf ist in vollen gange und sie kann nix machen und fliegen bzw ihre kräfte kann sie auch nicht einsetzten
      Im Moment kann Ondine nur auf Headshot als ihren Retter vertrauen, ja. Wird sich zeigen müssen, ob die Kleine noch etwas an ihrer Situation wird ändern können.

      Monkey D. David schrieb:

      hier hast du einen perfekten mittelweg gefunden zwischen ein kampf der auf den körper zielt und ein kampf der auf den kopf und geist zielt
      Danke, das freut mich. Für mich ist O'Mara vs. Carla die mit Abstand schwierigste Kampfkonstellation in diesem Arc und ich hoffe sehr, dass ich die Erwartungen erfüllen kann. Hier muss, wie du sagst, ein Mittelweg zwischen Kampf und Dialog, Gewalt und Köpfchen gefunden werden. Davor gruselt es mich zwar schon, aber gespannt bin ich dennoch.^^

      Monkey D. David schrieb:

      dir liegt es aufjedenfall , vorallem wenn es um carla geht hab ich das gefühl das es dir richtig spaß macht und das bringt uns auch sehr viel lese spaß
      Ja, absolut. Carla ist zwar eine sehr komplizierte, aber dadurch auch sehr lohnende Figur und bislang ist sie auch der Arc-Boss, mit dem ich am meisten Spaß habe. Sie ist ein komplett neuer Typus Gegner und das macht mir ungemein Freude. Abgesehen davon, dass sie wunderbar meine dramatische Ader bedient. :D
      qoii


      qoii schrieb:

      OK was sagt das jetzt über die WR bzw CP-0 (Leviathan) aus, wenn die KGJ die sichersten Hände waren, die sich auftreiben ließen oder sollten wir sagen es waren die besten Kämpfer, die sich in diese Situation reintreiben ließen. XD
      Dazu wird es am Ende des Arcs noch eine saftige Info-Bombe geben, also unbedingt dran bleiben und nicht umschalten. :D

      qoii schrieb:

      Ansonsten gefällt es mir für Catherine auch nicht gerade wie Cassiopeia mit ihr umgeht… Ich habe hier mehr das Gefühl eines… nennen wir es mal Anti/Gegen-Ulysses. Zumindest was ihre Art mit ihr zu Reden angeht. Beiden würde ich kein wirkliches Interesse an ihr und ihrer Situation unterstellen, OK bei Ulysses vielleicht ein wenig. Aber beide haben ihre Interessen und versuchen jetzt Catherine in ihre Richtung zu beeinflussen.
      Was sich in meinen Augen auch darin zeigt, dass Cassiopeia den Anschlag, der immerhin Catherines Hauptstadt betrifft, mehr am Rande erwähnt, während Cassiopeia Ulysses mehr oder minder verkündet, dass er geschlagen ist.
      Ja, Cassiopeia ist nicht gerade der mütterliche oder vertrauensselige Typ. Catherine gerät hier vom Regen in die Traufe, aber immerhin ist der Agentin an ihrem Weiterleben gelegen, während Ulysses mittlerweile keine andere Option mehr sieht, als die Puppenkönigin zu töten. Cassiopeia kümmert sich nicht um den Anschlag, die Toten oder Catherine -- allein die Mission zählt, und für Cassiopeia bedeutet das: Ulysses dingfest machen.

      qoii schrieb:

      Wobei ich kaum glaube, dass er deswegen aufgibt und ich Wette, dass wir uns mindestens noch ein Arc mit ihm beschäftigen werden, denn er wird sicher nicht lange ihr Gefangener bleiben.
      Ich sehe eine große Chance das Cassiopeia bald mit Ulyisses abziehen wird während Catherine alleine in ihrem leergemetzelten Schloss zurückbleibt und sehen muss, wie sie mit dem ganzen Chaos klarkommt. Immerhin dürfte ihr keiner ihrer früheren Berater mehr zur Verfügung stehen, da sie sich entweder als Verräter herausgestellt haben oder tot sind. Wohingegen Cassiopeia mit Ulysses eventuell auf Beatrix treffen könnte, sofern sich diese nicht zuerst nochmal mit Mercedes beschäftigen möchte.
      Interessant, interessant. Ich frage mich, wen du hier mehr unterschätzt -- Ulysses oder Cassiopeia? :D

      qoii schrieb:

      Danach, in der Timeleine eigentlich davor, bekommen wir die Erklärung wie Zhang auf die Truppe gestoßen ist und warum sie sich mit ihren Männern am Hinterhalt beteiligt hat. Besonders amüsiert hat mich dabei, wie die ganze beschriebene Situation in der sicheren Wohnung die Aussage von Cassiopeia an Catherine nochmal besonders kontrastiert bzw ab absurdum führt. Zumindest bis zu dem Moment wo Mercedes bei ihnen Anruft und sofort wieder so etwas wie Hoffnung und Tatkraft aufkommt. Wobei die Aussicht mit der Stadt in die Luft zu fliegen sicher sehr motivierend sein kann XD.
      Jo, das war auch meine Intention.^^
      Die Kopfgeldjäger sind alles, aber keine Helden, und gerade dieser Arc hat ihre persönlichen wie beziehungstechnischen Schwächen überdeutlich zum Vorschein gebracht. Ohne Callaghan hat sich die Kerncrew (Mercedes, Krill, O'Mara) binnen weniger Tage selbst zerlegt, wie O'Mara korrekt gegenüber Carla anmerkt. Die bedrückte Stimmung spiegelt dies mMn sehr treffend wieder.

      qoii schrieb:

      Weiterhin meine ich herausgelassen zu haben, dass Zhang O’Mara irgendwie an Cal erinnert. Mal schauen, ob dies irgendwann nochmal eine tiefere Bedeutung bekommt.
      Ja, O'Mara erwähnt Cal am Ende ja auch. Letztlich wünscht sich O'Mara vermutlich nichts sehnlicher, als die alte Dynamik zurückzubekommen. Der ganze Arc ging für ihn ja in die Hose, als er sich gegen Mercedes (und damit gegen Callaghans Hackordnung) gestellt hat. O'Mara ist intelligent, aber er ist kein Anführer. Zu impulsiv, zu fahrlässig. Zhang erinnert ihn in ihrer resoluten, kontrollierten Art an Callaghan, weil er sich diesen an seiner Seite wünscht. Kurzum: O'Mara ist die Verantwortung leid. Wie ein Junge, der Mist gebaut hat und nach Papa schreit. :D

      qoii schrieb:

      Mercedes vs. Lorca zerlegen weiterhin begeistert den Cluster Park, während sie sich gegenseitig versuchen genug Schaden zuzufügen, damit der andere endlich erledigt ist. Allerdings sind beide mehr als nur stark im Nehmen, was uns einen sehr interessanten und dynamischen Kampf beschert. Besonders gefällt mir gerade, wie der See und damit die Schwäche der Teufelskräfte in Kampf mit eingebaut wird. Derzeit scheinen beide ziemlich gleich vor ihrem Ende zu stehen, wobei Lorca einen kleinen Verteil zu haben könnte, allerdings ist dies ihr erster richtiger Kampf oder besser gesagt, der erste Kampf in dem sie wirklich einstecken muss, während Mercedes schon den Pest-Doktor, den Terrorvogel und Beatrix hinter sich hat, ganz zu schweigen von der Explosion in…. wie auch immer die Stadt hier.^^ Anders gesagt, Mercedes ist schon mehr als angeschlagen und ich frage mich wie der Kampf gelaufen wäre, wenn Lorca auf eine ausgeruhte Mercedes getroffen wäre.
      Fairerweise muss man sagen, dass Lorca eine schwere Schusswunde überlebt hat und von einem Zu überrollt wurde. Wirklich fit sind beide Frauen nicht, obschon Mercedes natürlich schon länger lädiert und auf Achse ist. Ein Kampf zwischen den topfitten Frauen hätte vermutlich noch mehr Zerstörungspotenzial als ohnehin schon -- aber das Duell ist ja noch jung und es kann/wird noch so einiges passieren.^^

      qoii schrieb:

      Auch bei Lorelei vs. Remington wird die Umgebung im Mitleidenschaft gezogen, wenn auch nicht so gründlich wie im vorherigen Kampf. Remington scheint kaum Probleme zu haben dem Kampf zu dominieren, zumindest würde ich ihm derzeit als klar überlegen ansehen, sowohl im Kampf als auch in der Diskussion, welche die beiden nebenher führen.
      Richtig. Remington ist eine Nummer zu groß für Lorelei, die eine bessere Teamleiterin als Kämpferin ist. Sie weiß sich zwar zu behaupten, aber gegen Kaliber wie einen Remington kommt sie dann doch nicht an.

      qoii schrieb:

      Lustig finde ich auch den Kampf (heißer) Dampf gegen Porzellan, bei dem ich schon vor dem Vergleicht von Reminton mit einem Teekessel an so etwas denken musste, besonders da sie im Land der Teetrinker sind.
      Schön, dass dir das aufgefallen ist. Kleine obskure Metapherspielerei meinerseits. :D

      qoii schrieb:

      Jedenfalls muss ich Luce jetzt wohl ebenfalls am Kampf gegen Remington beteiligen. Zum einen, weil die beiden Frauen jeweils alleine wohl kaum eine Chance haben werden, zumindest nach derzeitigem Stand und zu anderen wird Remionton Luca sicher nicht so einfach vorbeilassen, immerhin hat sie noch eine gebrochene Nase bei ihm gut.
      Absolut. Luca und Remington passen mMn sehr gut zusammen. Einerseits kennen sie einander schon und hatten Interaktionen, andererseits besteht keine superemotionale Verbindung, die einem stringenten Kampf abträglich wäre. Das neue Kapitel dürfte Beweis genug sein.

      qoii schrieb:

      Zu Headshot vs. Bentley fällt mir nicht wirklich etwas ein, außer nochmal zu betonen, wie interessant ich es finde das… die beiden Bestien hier auf der Kathedrale gegeneinander antreten. Wobei das Bild immer weniger Flughund gegen Bluthund, sondern Vampir gegen Werwolf wird. Ist das Buschmesser eigentlich aus Silber?
      Ja, Werwolf vs. Vampir trifft es sehr gut, natürlich herrlich theatralisch auf den Dächern einer endlosen Kathedralenstadt. Mehr Gothic geht nicht, glaube ich. :D

      qoii schrieb:

      Bei Carla und O’Mara bekommen wir zunächst die Information, dass nicht alle Teleschnecken geblockt wurden, sondern nur die öffentlichen Frequenzen, um die restlichen besser abhören zu könne. Das erklärt nicht nur, warum Carla von allen Plänen wusste, sondern auch warum die Commonwealths weite Übertragung trotzdem funktioniert hat, da die Regierung hier wohl kaum das öffentliche Netz benutzen dürfte.
      Jap, die kleine Exposition war ich auch ja noch schuldig. Ich denke, so müsste alles Sinn machen.

      qoii schrieb:

      Dass Carla zu den giftigen Spinnen (Schwarze Witwe?) gehört hatte ich schon wieder vergessen, stellt aber glaubhaft sicher, dass Krill für längere Zeit aus dem Spiel genommen wird. Auch das ein Teil ihrer Netze nicht klebrig ist, sonders sehr gut als Trampolin benutzt werden kann, hat mich zunächst irritiert. Aber wenn ich mich recht entsinne, können die Spinnen wirklich entscheiden, ob die Fäden klebrig sein sollen oder nicht, also auch hier ist mal wieder alles sehr Stimmig.
      Schwarze Witwe, genau. Stand das nicht sogar im Kapitel? xD
      Carlas Gift und die Fäden sind mir jedenfalls sehr willkommen, um diesen Kampf etwas auszubremsen. Das mit den Spinnfäden habe ich vor Ewigkeiten mal gelesen, wobei ich aber nicht weiß, ob das auch auf Schwarze Witwen zutrifft. Fand es aber logisch. Und nachdem bei Oda sogar Triceratopse aus Prinzip fliegen können, wird mir dieser zoologische Kniff wohl gestattet sein. :D

      qoii schrieb:

      Die Idee von O’Mara wie er aus den Fängen der Spinne entkommt und gleichzeitig Krill befreien kann, gefällt mir ebenfalls sehr gut, aber er scheint mal wieder nicht ganz bis zum Ende bzw bis zum Flug durch das Turmdach gedacht zu haben. Zwar sind jetzt beide nicht mehr in den direkten Fängen, aber er ist um einiges mehr Lädiert als vorher. Könntest du mal bitte die Knochen aufzählen die bei O’Mara noch heil sind, dürfte schneller gehen als die gebrochenen Knochen zu benennen^^
      Puh, also gebrochen hat sich O'Mara bestimmt ein paar Rippen. Dazu Prellungen und Quetschungen, ausgerenkte Wirbel und einen gehörigen Brummschädel. All diese Verletzungen sind aber nötig, um den Kampf gegen Carla einigermaßen in der Balance zu halten, denn...

      qoii schrieb:

      Trotzdem scheint er am Ende noch genug Energie übrigzuhaben, um Carla zumindest so weit einzuschüchtern, dass er fürs Erste die Oberhand zu haben scheint. Allerdings kann ich mir gerade nicht wirklich vorstellen, wie er sie in diesem Zustand noch besiegen bzw. richtig angreifen soll, außer mit einem Haki-Bodycheck durch eine Wand des Turms, sofern sie sich an diese drängen lässt.
      ...O'Mara kann Carla nicht durch seine überlegene Physis bezwingen. Dazu ist er zu lädiert. Er muss also Köpfchen beweisen und sie psychologisch wie intellektuell schlagen. Was auch wesentlich poetischer sein dürfte, nachdem ihn Carla den ganzen Arc über vorgeführt und manipuliert hat.

      qoii schrieb:

      Erstmal ja und ich will betonen, dass ich Piercings und Tattoos im Alltag nicht mit negativen Eigenschaften verbinde, auch wenn ich weder das eine noch das andere habe.^^ Meine Aussage war mehr drauf bezogen bzw. besser gesagt beeinflusst, dass in Filmen und Bücher oft solche Verbindungen/Trops gezogen werden. Davon habe ich mich wohl, in Verbindung mit ihrem Titel Seuchen-Königin, etwas zu viel beeinflussen lassen. Zumindest kam mir nicht der Gedanke, dass dies dazu dienen könnte hier nochmal einen Kontrast/Gegensatz zu ihrer Puppenköniginennen Tochter aufzumachen, was aber nach dem Lesen deiner Erklärung genauso viel Sinn ergibt. XD
      Habe ich auch nicht so aufgefasst, keine Sorge. Letztlich ist es mir sogar egal, ob man die Körperkunst nun als Verstärkung der negativen Attribute auffasst oder nicht. Catherine I. ist eine streitbare Frau, da passt die Frage mMn sehr gut rein.^^


    • so ich hatte mir ja vorgenommen vor dem FT noch deine FF zu kommentieren ^^
      lieber spät als nie würde ich mal sagen haha

      puh wo fange ich am besten an den das kapitel war wieder mega gut
      deswegen unterteile ich es in 2 abschnitte

      uylsses gegen Cassiopeia

      wir sehen wieder einmal wie gut du mit Cassiopeias psycho spielchen umgehen kannst
      das hast du echt super rübergebracht und für einen moment dachte ich echt ulysses würde einbrechen aber gut die reaktion von ihm hat mich auch hart getroffen würde ich sagen ^^
      also hier bleibt es sehr spannend und vorallem da die kleine königin echt nicht entkommen kann und alles mit ansehen muss

      wie dieser kampf ausgeht wird sehr spannend sein , vorallem da jetzt Cassiopeia ernst machen will
      da frage ich mich wieso sie das bei lorca nicht konnte . möglich ist das sonst ihr plan in gefahr gewesen wäre
      dazu wirst du uns bestimmt noch mehr erzählen , wenn die zeit reif ist .


      so kommen wir zum eigtlichten hauptkampf des kapitels

      luca, lorelei gegen beinhart remigton ^^


      tja und was soll man sagen , außer der hammer .
      ich fand das kapitel von one piece heute schon mega mit robin aber du hast es mit dem kampf einfach mal getoppt

      der kampf hatte so eine gute dynamik drin das man echt mit gefiebert hat und da es bei dir nicht wie one piece ist wusste ich echt nicht ob einer hier vllt sterben könnte so spannend war der kampf gestaltet

      zwischen den kampfszenen hast du auch die dialoge super rübergebracht . die auch super in die situation gepasst hat
      die kurzen Fbs waren auch sehr stimming eingesetzt gewesen so das man gleich ne super erklärung hatte für lucas verwandlung.

      ich geb zu ich habe aber zwischen durch kurz den überblick verloren also abgesehen vom turm dürfte da ja so gut wie nix mehr stehen obwohl der turm scheint ja am ende auch zusammenzubrechen was aber glaub er am kmapf von o´mara liegt

      mercedes scheint auch einen harten kampf zu haben aber dazu werden wir später mehr erfahren


      ich finde es gut das du in der finalen phase die kämpfe einzeln erzählst das ist sehr gut gewählt weil man dan gleich im lesefluss drin ist
      das jetzt remigton tot ist , finde ich zwar schade irgenwie mochte ich den alten mann ^^ aber gut der verlierer musste halt sterben wir sind ja schließlich nicht auf einer kaffeefahrt wo sich ein renter und die angestellten streiten weil der tee kalt ist oder er die falsche bingo karte bekommen hat nur weil er blind ist ^^


      aufjendfall mega gutes kapitel und freue mich wie es weiter geht .
    • So, Freunde. Kapitel 167 ist draußen und kann an alter Stelle gelesen werden. Sorry für die erneute Durstrecke, aber das nächste Kapitel steht schon zur Hälfte und dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Wir kriegen diesen Arc noch dieses Jahr rum, und wenn ich dabei draufgehe!

      David

      Monkey D. David schrieb:

      wir sehen wieder einmal wie gut du mit Cassiopeias psycho spielchen umgehen kannst
      das hast du echt super rübergebracht und für einen moment dachte ich echt ulysses würde einbrechen aber gut die reaktion von ihm hat mich auch hart getroffen würde ich sagen ^^
      also hier bleibt es sehr spannend und vorallem da die kleine königin echt nicht entkommen kann und alles mit ansehen muss

      wie dieser kampf ausgeht wird sehr spannend sein , vorallem da jetzt Cassiopeia ernst machen will
      da frage ich mich wieso sie das bei lorca nicht konnte . möglich ist das sonst ihr plan in gefahr gewesen wäre
      dazu wirst du uns bestimmt noch mehr erzählen , wenn die zeit reif ist .
      Sagen wir es so: Cassiopeia hat auf dieses Treffen mit Ulysses lange hingearbeitet und ein echter Kampf gegen Lorca...hätte die Chancen auf so ein Treffen minimal geschmälert. Außerdem musste Cassiopeia ja auch ihre Mission erfüllen und Zhang rekrutieren. Also Zeit und Vorsicht spielten eine gewisse Rolle. Alles weitere klärt sich dann nach und nach.^^

      Der Kampf zwischen Cassiopeia und Ulysses wird auf jeden Fall sehenswert, das kann ich versprechen -- und sehr verstörend für die arme Catherine.

      Monkey D. David schrieb:

      tja und was soll man sagen , außer der hammer .
      ich fand das kapitel von one piece heute schon mega mit robin aber du hast es mit dem kampf einfach mal getoppt

      der kampf hatte so eine gute dynamik drin das man echt mit gefiebert hat und da es bei dir nicht wie one piece ist wusste ich echt nicht ob einer hier vllt sterben könnte so spannend war der kampf gestaltet
      Das freut mich sehr. So lange Kampfpassagen sind mMn eine der schwierigsten Aspekte zu schreiben und gerade hier hatte ich das Gefühl, besonders dynamisch inszenieren zu müssen. Ich wollte einen Kampf schreiben, der sich extrem gehetzt und schnellläufig anfühlt, bei dem jede falsche Bewegung den Tod bedeuten kann. Freut mich auf jeden Fall, dass dir das Ergebnis so gut gefallen hat. Das bestärkt mich darin, mehr solcher Kämpfe einzubinden.^^

      Monkey D. David schrieb:

      zwischen den kampfszenen hast du auch die dialoge super rübergebracht . die auch super in die situation gepasst hat
      die kurzen Fbs waren auch sehr stimming eingesetzt gewesen so das man gleich ne super erklärung hatte für lucas verwandlung.
      Ja, eine Pause vom Kampfgeschehen durch Dialoge und/oder Flashbacks finde ich immer ganz angenehm und sorgen für mehr Tiefe inmitten der ganzen Action. Gerade für Lucas Charakter war es mir wichtig, ihre kämpferische Entwicklung logisch zu begründen. Lucas Psyche und ihre Teufelskräfte sind ja auf recht ungesunde Weise verzahnt.

      Monkey D. David schrieb:

      ich geb zu ich habe aber zwischen durch kurz den überblick verloren also abgesehen vom turm dürfte da ja so gut wie nix mehr stehen obwohl der turm scheint ja am ende auch zusammenzubrechen was aber glaub er am kmapf von o´mara liegt
      Also viel stand im Umfeld ohnehin nicht, da der Platz um den Turm ja eine riesige Baustelle ist. Außer ein paar unglücklicher Häuser in der Peripherie haben also nur Gerätschaften und Schutthalden Schaden genommen.^^

      Monkey D. David schrieb:

      mercedes scheint auch einen harten kampf zu haben aber dazu werden wir später mehr erfahren
      Jo, dazu gibt es in Kürze mehr.

      Monkey D. David schrieb:

      ich finde es gut das du in der finalen phase die kämpfe einzeln erzählst das ist sehr gut gewählt weil man dan gleich im lesefluss drin ist
      Denke ich auch. Wie sich im neuen Kapitel zeigen wird, lassen sich aber immer Aspekte der anderen Kämpfe wiederfinden. Am Ende sollte sich ein großes Ganze ergeben, dass die Kampfhandlungen auch zeitlich in Perspektive setzt. Mal schauen, wie gut mir das gelingt. :D

      Monkey D. David schrieb:

      das jetzt remigton tot ist , finde ich zwar schade irgenwie mochte ich den alten mann ^^ aber gut der verlierer musste halt sterben wir sind ja schließlich nicht auf einer kaffeefahrt wo sich ein renter und die angestellten streiten weil der tee kalt ist oder er die falsche bingo karte bekommen hat nur weil er blind ist ^^
      Wir hatten uns ja schon verständigt, dass Remington der jungen Almanag-Agent war und nicht der 60-jährige Bentley. Behalte das für das neue Kapitel also am besten schon einmal im Hinterkopf. Bentley ist der alte Herr. xD


    • so ich hab es dir ja am samstag gesagt das ich es dieses woche noch schaffe ein kommentar dazu lassen

      so in diesem kapitel hast du uns hauptsächlich den kampf zwischen headshot,odine und bentley gezeigt
      bevor ich zu diesen kampf komme schreibe ich kurz was zum kampf lorca und mercedes

      also der kampf der beiden powerfrauen ist wirklich eine hausnummer für sich und mercedes hat wirklich nicht mehr viel zu lachen und pfeifft aus dem letzten loch , was normal ist sie hat ja auch schon extrem viel eintecken müssen bis jetzt und war nicht gerade fit als sie auf lorca getroffen ist
      dagegen ist lorca ja noch gut in form.
      der sieg für lorca scheint zum greifen nahe zu sein aber genau hier wird dann was passieren was den kampfverlauf sehr beeinflussen wird
      entweder passiert hier was von auserhalb oder mercedes hat noch was in der hinterhand falls ja muss sie jetzt ihren trumpf ziehen sonst ist es aus mit ihr .
      ich würde ja sagen flint kommt aus dem himmel geschossen und landet auf lorca ^^ wieso diese lösung ganz einfach callaghan hat die schnauze voll gehabt und dann dürfte flint flugsstunden nehmen und landet dann zufällig genau da wo er gebraucht wird ^^. spaß beiseite denk mal ne lösung wirst du schon parat haben und bin sehr gespannt drauf die zu lesen .

      gehen wir zum hauptkampf des kapitels

      der anfang geht da weiter wo sich bentley und headshot die köpfe einhauen
      ich finde dieses dynamik die du in diesen kampf rein gebracht hast ziehmlich gut , da ihre beiden TFs ja sehr unterschiedlich sind , hast du einen super weg gefunden einen intressanten kampf zu gestalten . hat richtig spass gemacht zu lesen
      dazu dann der kleine einblick zu odine die versucht den schlüssel zu bekommen .

      der kampf headhot gegen bentley schien zu ende zu sein und die sache mit den lupin war gut hinzugefügt so konnte ich gleich nachlesen was das ist .
      das bentley sich befreit und dann heatshot mit einen guten spruch kontert war super gemacht .
      headshot hat glück das odine im richtig augenblick auftaucht und so bentely an sich bindet

      deine beschreibung war mal wieder erste sahne das kannst du einfach verdammt gut .
      auch den kampf dann zwischen odine und bentley hast super geschrieben , eine gute dynamik war vorhanden , gute beschreibung der genazen szenerie und auch hast du gezeigt das odine ihre tf nicht so gut unterkontrolle hat wie sie es gerne hätte .
      aber wenn sie es später mal kann na dann gute nacht ^^ .

      der Fb von bentley wurde von dir auch nochmal super reingesetzt und zeigte nochmal auf das er früh in seinen leben gemerkt hat das was nicht stimmt und er was tun muss um seine schwester zu schützen .

      dann die todes szene von bentley war auch gut umgesetzt er nimmt den frei tod in kauf beovr er gefangen wird .
      obwohl bei seinen verletztungen hätte er glaub eh nicht mehr lange gehabt ohne hilfe .

      dann hast du den namen theodore rein geworfen , sagt mir jetzt erst mal nix
      hab ich wohl vergessen oder aber das ist ne figur die noch bedeutung haben wird . aber das wirst du mir bestimmt noch sagen können ^^

      gut dann wäre ich am ende meines kommentar und freue mich mal wieder wenn es weiter geht .