Euer Lieblingsverein (Fußball)

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    • Euer Lieblingsverein (Fußball)

      Mich würde mal Interessieren, was für Fussballfans es unter den One Piece Lesern gibt. Dann mach ich mal gleich den Anfang. Ich persönlich bin Anhänger des SC Rot-Weiß Oberhausen.

      Der RWO spielt momentan in der Regionalliga West und belegt dor den 3. Tabellenplatz. Der Verein wurde im Jahr 1904 gegründet und hatte seine Glorreichsten Jahre in der Bundesliga von 1969-1974. Nach dem Abstieg aus der höchsten Spielklasse ging es für den Verein oft Bergab und dann wieder nach oben, wie z.B. vor einigen Jahren als der RWO in der Saison 2003/2004 um den Aufstieg in die Bundesliga mitgespielt hat. Der RWO verpasste den Aufstieg und ist in der darauf folgenden Saison in die Regionalliga und im Jahr darauf in die Oberliga abgestiegen und ist somit innerhalb von Zwei Jahren Zwei mal abgestiegen.

      Doch der Verein konnte sich wieder berappeln und hat das sogenannte "Wunder des Günther Bruns" vollbracht und den direkten Durchmarsch in die 2.Bundesliga geschafft. Man konnte sich dort dann für Drei Saisons halten, ehe der Verein wieder Zwei mal nach unten durchgereicht wurde und nun in der Rwgionalliga West verweilt.

      Der RWO hegt eine Fanfreundschaft mit dem SSV Ulm. Die Fans unterstützen sich regelmäßig indem sie z.B. die Spiele des Partners besuchen.
      Die Grössten Rivalen vom RWO sind Rot-Weiß Essen und der MSV Duisburg.
    • Visca Barca!

      Nun ich bin seit 15 Jahren eingefleischter Fan des FC Barcelona. Wir waren damals mit unserer U-12 das erste mal in der katalanischen Hauptstadt zu einem internationalen Jugendturnier.
      Der Flair der Stadt und die omnipräsente Begeisterung für diesen Verein haben total auf mich (und andere der Mannschaft) abgefärbt, seitdem war ich immer mal wieder in Barcelona, zuletzt beim Heimspiel gegen Villareal im Dezember.

      Es stellt sich als Fan natürlich immer die Frage, was begeistert dich an deinem Lieblingsverein? Eine der großen Vorbildfunktionen des FCB ist aus meiner Sicht die herausragende Jugendarbeit, die ich seit jeher bewundere und verfolge. Es ist einfach beeindruckend wenn man den Werdegang von Spielern wie Messi, Bartra, Montoya usw. verfolgt und sieht, wie konsequent der Verein Spieler aufbaut. Barcelona hat von allen europäischen Topklubs den mit Abstand größten Anteil an Spielern im Kader, die die eigene Jugendakademie besucht haben (aktuell Messi, Fabregas, Iniesta, Xavi, Puyol, Valdez, Busquets, Montoya, Tello, Pedro, Bartra, Sergi Gomez, Piqué usw.), was an sich bereits eine starke Leistung ist. Wenn man dann aber auch noch das Niveau betrachtet, welches diese Spieler im Laufe ihrer Ausbildung erreichen, ist das mehr als beeindruckend.
      Des Weiteren bevorzuge ich die Kriterien der Jugendspieler bei Barca, v.a. im Vergleich zum deutschen Ausbildungssystem. Bei den Katalanen spielen ausschließlich die technischen Fähigkeiten, sowie Spielintelligenz und räumliche Vorstellungskraft eine tragende Rolle, in Deutschland hingegen wird (neben der verstärkt auf Technik fokussierten Ausbildung) sehr viel Wert auf Physis gelegt. Ich finde es daher immer schade, wenn an Sichtungstagen Spieler mit der Begründung abgelehnt werden, sie seien zu klein und zu schmächtig (grandioses Beispiel für so eine Fehleinschätzung ist Marco Reus).

      Ein weiterer Grund für meine Anhängerschaft ist der Fußball den Barca fabriziert. Der ballbesitzorientierte Fußball ist keine Erfindung Guardiolas, auch wenn dieser ihn in seiner Amtszeit perfektioniert hat. Die konsequente Umsetzung der eigenen Philosophie hat in Katalonien seit Jahrzehnten Tradition, auch wenn man natürlich zugegen muss, dass diese Festlegung auch ihre Schattenseiten besitzt. Allerdings bin ich immer noch von den Grundideen überzeugt und versuche einfache Aspekte davon auch meinen Spielern mit auf den Weg zu geben.

      Wer sich in Deutschland als Barca-Fan outet, kommt natürlich nicht umhin als Erfolgsfan abgestempelt zu werden. Dagegen lassen sich immer schwer Argumente finden, denn ich könnte ja sonst auch Anhänger eines beliebig anderen spanischen Vereins sein. Die Triumphe sind natürlich ein Publikumsmagnet und wecken Aufmerksamkeit, allerdings stehe ich weiter dazu, dass für mich tiefere Gründe eine Rolle spielen.

      Neben den sportlichen Aspekten meiner Zuneigung, spielt auch meine Sympathie für die Region Katalonien eine Rolle. Ich habe Verwandte in der Region und beschäftige mich im Rahmen meines Geschichtsstudiums auch ein wenig mit der katalanischen Geschichte. Zudem hege ich Zustimmung für die Unabhängigkeitsbewegung, auch wenn ich den Zeitpunkt für unpassend halte, da mittlerweile die wirtschaftlichen die kulturellen Gründe überwiegen. Nichts desto trotz bin ein großer Fan der Stadt Barcelona und der Region Katalonien.

      Ein letzter Aspekt den ich an meinem Lieblingsverein schätze, eher verehre, sind seine herausragenden Persönlichkeiten. Barcelona hat Menschen wie Puyol, Guardiola oder Vilanova hervorgebracht, die wie kaum Zweite für die Ideale und Werte des Vereins und der Region stehen. Diese "Leuchtturmfiguren" haben absoluten Vorbildcharakter für mich und bieten auch eine hervorragende Projektionsfläche für junge Fußballer. Besonders der aktuelle Kapitän ist ein unvergleichliches Beispiel für unbändige Willenskraft, Siegeswillen, Loyalität, soziales Engagement und vieles Weitere. Diese Menschen haben zur Größe des Vereins wesentlich beigetragen, auch dafür bin ich Fan des FC Barcelona.


      In Deutschland sympathisiere ich als Franke natürlich mit dem .... VFL Bochum :D
      Ich habe als Kind zur Kommunion einen Stadionbesuch in der Arbeiterstadt geschenkt bekommen und war von den Eindrücken damals so geprägt, dass ich bis heute eine gewisse Zuneigung zu diesem Verein hege.
      Ansonsten verfolge ich das Geschehen des Clubs mit Interesse und schaue ich mir auch gerne den Fußball und das Drumherum bei Borussia Dortmund an.

      Soweit zu meinem Fußballvorlieben als Betrachter =)
    • Mein Lieblingsverein ist der VfL Osnabrück. Ich bin hier 2004 hingezogen und war 2007 (oder so um den Dreh) das erste Mal beim Spiel. Ich war sofort fasziniert von der Atmosphäre, dem Team, einfach von allem. Es hatte alles irgendwie einen gewissen faszinierenden Charme. Seitdem war es ein ziemliches Auf und Ab. Aufstieg, Abstieg, Aufstieg, Abstieg, Relegation, Klassenerhalt, Wettskandale, DFB-Pokal-Sensation, Ausgliederung... Alles war dabei und ein Datum, das ich nie im Leben vergessen werde - der 23.9.2009. Wir haben HSV 7:5 n.E. im DFB-Pokal besiegt. Genau 31 Jahre nachdem man den FCB ebenfalls im Pokal mit 5:4 rauskickte. Ich muss sagen, dieser Tag hat mich endgültig zu einem leidenschaftlichen VfL-Fan gemacht. Man, war das ne Saison... Zudem kommt noch, ein für mich nicht unbedeutender Aspekt, dass ich diese Stadt unheimlich liebe. Mittlerweile dümpeln wir zwischen Mitte und Spitze in der 3. Liga rum miter Hoffnung irgendwie noch den 4. Platz zu erklimmen und zu sichern (wg. DFB-Pokal).

      Davor war ich mehr oder weniger "Anhänger" des Hertha BSC, da ich in Berlin gewohnt hab, aber es hat irgendwie immer das gewisse Etwas gefehlt. Zwar waren wir ab und zu bei Spielen und auch öfters mal beim Training und ich hatte auch meinen ein oder anderen "Kindheitshelden", jedoch, glaub ich, war das mir einfach alles zu groß dort - besonders das Olympiastadion. Man ist einfach so weit vom Spielfeld entfernt, da kommt keine richtige "Stimmung" auf (nicht im Sinne von Fangesängen). Es ist einfach nicht so, wie ich mir ein Stadionerlebnis vorstelle (wie beim VfL z.B.). Zwar bin ich Berlin und Hertha BSC immer noch in gewisser Weise verbunden (und verfolge auch dessen Geschehnisse - Klassenerhalt olé! :D), jedoch nicht, dass ich sagen würde "Ich bin ein wahrer Fan".

      Zudem bin ich noch großer Fan der Frauenmannschaft/-abteilung des VfL Wolfsburgs, auch wenn die meisten wohl nichts mit Frauenfußball anfangen können. ;) Als ich zum ersten Mal die Mannschaft spielen gesehen hab, war ich hin und weg von dem Teamgeist und der Leidenschaft. Seitdem hab ich die ganze "Abteilung" lieben gelernt und bin auch treuer Anhänger.
    • Hmm meine Lieblingsvereine im Fussball Zuerst muss ich sagen, dass ich Lieblingsvereine hab und solche die mir sympathisch sind.

      Meine beiden Lieblingsvereine in Deutschland sind der KSC und der FC Bayern. Beide seitdem ich sehr klein war und ich habe Beide immer mit Herzblut supportet soweit ich konnte. Jedoch muss ich sagen, dass Karlsruhe immer vor Bayern kommen wird ;)
      KSC Fan bin ich, auch aufgrund der räumlichen Nähe geworden (15km) und weil mein Dad mit mir öfters ins Stadion gegangen ist. Ab dem Jugendalter bin ich dann oft mit Freunden zu den Spielen gefahren und hab natürlich jedes Spiel zu dem ich nicht konnte, im Fernsehn geschaut. Bayern Fan wurde ich vermutlich durch die vielen Spieler, die für KSC und Bayern gespielt haben (Kahn, Scholl, Sternkopf etc). Vielleicht war es aber auch der Erfolg, aber nun ja als 5 Jähriger Erfolgsfan zu sein ist etwas komisch. Bei beiden Vereinen bin ich aber auch mit durch schlechte Zeiten gegangen (KSC Regionalliga, Bayern CL Finals 99,12). Heutzutage schau ich natürlich immer noch alle Spiele, auch wenn das manchmal die Nerven strapaziert.

      Für englischen, italienischen und spanischen Fussball habe ich mich erst später interessiert. In England hat mich Arsene Wenger und der FC Arsenal fasziniert. Arsenal Fan wurde ich ca. 2002 mit der Generation Henry, Pires, Ljungberg, Seaman etc. Es war einfach überragender Fussball, zudem dann die Serie mit 49 ungeschlagenen Spielen in Folge. Bis heute verfolge ich immer noch die Arsenal spiele und schaue sie mir an wenn ich Zeit finde.
      Etwas früher, so 2001 hat mich in Spanien Real verzaubert. Zidane, Figo, Raul, Beckham um nur ein paar Namen zu nennen. Wunderschöner Fussball mit überragenden Spielern, mehr kann ich dazu nicht sagen. ich schau auch hier sehr viele Spiele noch, Laola1 ist halt praktisch ;) 2004 bis 06 rückte dann auch die italienische Liga stärker in meinen Fokus. Francesco Totti machte mich zum AS Rom Fan. Leider war auch viel "Mittelfeld Gekicke" dabei, aber im Moment läufts ja wieder echt gut :) Hier komme ich leider am wenigsten zum Schauen, vielleicht mal Zusammenfassungen auf Eurosport.

      Seit ca 3 Jahren verfolge ich nun auch die J-League. Japanischer Fussball ist natürlich nicht auf europäischem Niveau, aber es macht doch Spaß zu schauen. Nagoya Grampus mit Joshua Kennedy, den einige von euch noch aus der Bundesliga kennen, ist hier meine Lieblingsverein.

      Wenn mich Leute fragen, wen ich unterstütze, wenn meine Vereine gegen einander spielen, sag ich der Bessere soll gewinnen ;)
      Wobei meine deutschen Teams immer etwas vorgehen, aber es ist auch nicht schlimm, wenn sie dann verlieren. Ich will ja auch guten Fussball sehn ;)

      Fussball allgemein und meine Vereine sind eine sehr leidenschaftliche Sache für mich, ich bin aber kein guter Textautor. Deswegen kann ich vll auch meine Gefühle nicht so ausdrücken, wie ich möchte^^

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    • Deutschland im Jahre 1996: Fußball Deutschland feiert seinen Meister: BORUSSIA DORTMUND!

      An jenem Sommer wo der BVB Meister wurde, wurde mein Kindheitshirn (damals 6 Jahre jung) erstmals mit dem Schwarz Gelben Virus infiziert!
      Es dauerte leider bis 2006 (nach der WM im eigenen Land) bis mein gesamter Körper und meine Liebe dem BVB gehörte.

      2004-2005 als die Insolvenz und der Zwangsabstieg mehr den je drohte, erlebte ich es nebenbei zwar, aber mit voller Aufmerksamkeit mit und habe wie alle BVB Fans jener Zeit geweint und gejubelt über die Rettung.

      Mein Herz ist seitdem dem BVB verschrieben und vermacht und kein Fußballverein auf dem Planeten kann mich davon bekehren!

      Schwarz-Gelb ein Lebenslang Borusse bis in den Tod & darüber hinaus!
      "Der Knabe nennt sich Randall Flagg, der in Wirklichkeit ein Abtrünniger aus der Hölle ist."
    • Meine Lieblingsteams: Hamburger SV & Borussia Dortmund

      Hamburger SV

      Die Liebe zum HSV wurde mir Quasi in die Wiege gelegt vor allem dadurch das so gut wie jeder aus meiner Familie selbst auch HSV Fan ist. Zudem kamen natürlich auch noch die Stadionbesuche im guten alten Volksparkstadion(vor den Neubau) dies prägt sich bei einen 5 Jährigen natürlich auch noch besonders ins Gedächtnis ein. Und später wie alt ich da war weiß ich nun echt nicht mehr nahm mich mein Vater mit in die Westkurve(damals der Fanblock der HSV Fans) & dort die Stimmung der Fans hautnah zu erleben war auch ein Erlebnis was ich nie Vergessen werde. Was mir da besonders Positiv auffiel war das die Fans auch sehr viel Rücksicht auf Kinder nahmen. Aber einmal wurde mir am Bratwurst stand ne Fahne geklaut :cursing: :thumbdown: aber solche gibt es überall. Aber ein anderer HSVer der dies mitbekam schenkte mir dann seine man was war ich Happy & das obwohl mein Vater mir eine neue besorgen wollte. Einzige Nachteil war das ich einer der wenigen HSV Fans in der Schule war die meisten ließen sich von den FC Bayern blenden & das in Norddeutschland traurig aber wahr :thumbdown: . Von meinen 27 Lebensjahren bin ich nun schon 22 Jahre(1992) stolzer HSV Fan & daran wird sich auch nie was ändern.

      Borussia Dortmund

      Die Liebe zum BVB entstand vor 20 Jahren(1994). Die Liebe zum Verein entstand eher durch Zufall denn mein Vater & ein paar seiner Freunde hatten immer Privat ein Tippspiel am Laufen. Und wie es der Zufall so will spielte der BVB & mein Vater tippte auf den BVB & so hab ich natürlich auch mit den BVB Mitgefiebert & aus den Mitfiebern wurde ich in den Bann des BVB gezogen & hat mich nie mehr los gelassen. Und so war ich auf einmal HSV & BVB Fan & ca. 2 Jahre später erfuhr ich dann auch noch das es schon eine längere Fanfreundschaft dieser beiden Vereine gibt. Da dachte ich mir nur was für ein komischer Zufall & am nächsten Tag schenkte mir dieser bekannte meines Vaters der mir dies mit der Fanfreundschaft sagte ein Freundschaftsschal den ich auch heute noch trage. Aber leider gibt es die Fanfreundschaft der beiden Fanlager nicht mehr in diesen großen ausmaß. Aber noch heute schwärmen HSVer als auch BVBler die diese Fanfreundschaft in ihrer Blütezeit mit erlebt haben & erzählen mir großartige Dinge über diese Freundschaft. Um so bitterer ist es das diese Wunderbare Fanfreundschaft der Vergangenheit angehört. Aber zum glück gibt es hier & da immer noch Gruppen beider Lager die die Freundschaft trotzdem weiterführen. Hier noch das Spiel des BVB welches mich fesselte Fürs erste soll es das gewesen sein vielleicht ergänze ich noch was falls mir noch was wichtiges einfällt.
    • Ich glaub ich muss jetzt auch mal hier rein schreiben, solange ich noch einen Lieblingsverein habe. Und zwar geht es bei mir um den letztjährigen Vizemeister der zweiten Liga, Hannover 96.


      An den Verein bin ich mitunter durch meine Familie gekommen, die zum Teil in der ländlichen Region von Hannover wohnt. Zu der Zeit war Hannover die klassische graue Maus im Mittelfeld der Bundesliga. Zu schlecht um irgendwelche Ambitionen nach Europa zu haben und dann doch aber zu gut, um wieder in die 2. Liga abzusteigen. So dümpelte man in der Liga vor sich hin und war für den neutralen Beobachter wohl recht langweilig. Mein erstes Spiel im Stadion war dann ein Auswärtsspiel in Bremen, wo man natürlich standesgemäß bei Regen und Winterkälte haushoch verlor. Aber spätestens ab da, war es mein Verein. Es hat einfach unglaublich Bock gemacht, auch wenn es spielerisch (wie so oft in Zukunft noch) eine Katastrophe war.

      So habe ich seitdem viele emotionale Zeiten mit Hannover durchlebt, die glorreichen Europaspiel Tage unter Slomka, brisante Derby's gegen Braunschweig, den bitteren Gang in die zweite Liga, den folgenden Aufstieg und natürlich den traurigsten Moment im Leben eines 96 Fans, das Drama und den Tod von Robert Enke. All diese Zeiten, ob im Guten oder Schlechten, haben einen nur noch mehr mit dem Verein verwachsen lassen.

      Umso skeptischer betrachte ich die aktuelle Lage um unseren Präsidenten Martin Kind und sein Vorhaben die 50+1 Regel in Hannover zu kippen. Ja, im Profifussball dreht sich viel um Geld und ohne Geld geht es selbstverständlich nicht. Trotzdem bin ich sehr misstrauisch was das ganze angeht, weil ich nicht will, dass 96 zu einem Wolfsburg 2.0 mutiert, wo einfach Millionen für Spieler ausgegeben werden, in der Hoffnung, dass in einem viel zu großen Kader, dann schon die dabei sein werden, die ordentliche Spiele abliefern. Natürlich freue ich mich auch wenn Hannover erfolgreich ist und gewinnt, aber Erfolg um jeden Preis ist auch nicht immer wünschenswert. Für mich geht es da im Fussball einfach um mehr. Aktuell vermag ich noch nicht zu sagen, wie ich zu Hannover 96 stehen werde, wenn Martin Kind sein Ziel tatsächlich erreichen sollte. Es wird wohl die Entwicklung zeigen müssen, die der Verein dann durchlebt.

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    • In meinen Adern fließt seit fast 10 Jahren nun schwarzgelbes Blut. Das war nicht immer so, hat mich Fußball in meinen jungen Jahren als Kind / Teenager eigentlich nie wirklich interessiert. Das lag teils daran, dass ich selber bspw. immer eher Basketball oder Handball spielte und demnach meine Interessen auch mehr in diese Richtung gingen / gehen, zum anderen aber auch, weil in meiner Familie der Fußball längst nicht so großgeschrieben wird, wie bei anderen.

      Der Wandel setzte bei mir dann in der Ära Kloppo ein. Das Abitur wurde angegangen, wo ich in eine Klasse voller Fußballverrückter kam. Neben ein paar armen Schalkern und einem armen Irren, der im Ruhrpott als Bayern-Anhänger unterwegs war, trug der Rest der Klasse allerdings fast ausschließlich schwarzgelbe Fanfarben. So führte mich mein Weg letztlich zum BVB, mit dem seitdem auch viele Höhen und Tiefen erlebt wurden. Die Meisterschaft 2010/2011, das Double 2011/2012, das deutsche CL Finale gegen die Bayern 2013, der zwischenzeitliche 18. Platz in der Saison 2014/2015 und die anschließende Aufholjagd bis Platz 7, der Abschied von Kloppo, die turbulenten zwei Jahre mit Tuchel, die im Gewinn des deutschen Pokals 2017 gipfelten und nicht zu vergessen natürlich noch das ständige Wechseltheater mit unseren Top-Spielern.
      Immer wieder brechen dem BVB seine wichtigsten Stützen weg. Seien es nun die Bayern, die ihre Fühler erst nach Götze, dann nach Lewandowski und schließlich nach Hummels ausstreckten oder in letzter Zeit auch immer wieder die Spieler selbst, die sich ihren Wechsel erstreiken wollen, wie es zuletzt Dembele und Aubameyang binnen eines halben Jahres getan haben. Der BVB muss sich inzwischen immer häufiger den Schuh des "Ausbildungsvereins" für die ganz großen Klubs anziehen. Watzke selbst schert das zwar nicht großartig, wenn der BVB für Klubs wie Real Madrid oder Bayern eine zuverlässige Anlaufstelle für Verstärkungen ist, als Fan wünscht man sich aber natürlich von seinem Verein, der ja in der jüngeren Vergangenheit immer wieder erfolgreich war und auch den ein oder anderen Titel eintüten konnte, dass er sich von diesem Image vielleicht doch noch mal irgendwann lösen und selber zu den "ganz großen" Klubs zählen kann. Das Potenzial dafür ist durchaus da. Allerdings muss man auch bedenken: Vor 12 - 13 Jahren wäre der BVB fast insolvent gegangen. Wie sich der Verein in den Jahren danach entwickelt hat, ist absolut bemerkenswert. Geht die Entwicklung weiter voran, könnte Dortmund irgendwann vielleicht doch noch mehr sein, als ein Ausbildungsverein, eine Zwischenstation für viele Spieler, ehe sie in anderen Vereinen zu Weltstars werden.

      Das Highlight eines jeden Bundesligaspieltags ist für mich aber einfach der Moment, in dem der Signal Iduna Park seine geballten, 80.000+ Stimmen erhebt und die Hymne "You'll Never Walk Alone" anstimmt.
      Daneben gibt es allerdings auch noch drei andere Vereine, mit denen ich durchaus sympathisiere: Köln, Gladbach und Liverpool. Liverpool vor allem, weil der Klub ein bisschen wie "der BVB der Premier League" ist oder "der BVB das Liverpool in der Bundesliga" ist. Mag man sehen wie man möchte. Wenngleich natürlich auch die Tatsache, dass Kloppo da das Traineramt übernommen hat, nachdem er den BVB verlassen hat, und ich mit Kloppo halt einfach extrem sympathisiere, da durchaus mit reinspielt. Der Mann mag polarisieren wie kein Zweiter, aber ich persönlich liebe den Mann einfach, weil er ein unglaublicher Motivator ist und auch zumeist immer freischnauze sagt, was er zu sagen hat.

      Mein Fanherz hat sich aber inzwischen komplett auf schwarzgelb fest geschossen, sodass es wohl auch niemals zu einem anderen Lager wechseln wird!
    • Naja ich sag mal so! In der Bundesliga finde ich schon seit langem, dass sich die Vereine oftmals zu wenig trauen. Zeiten wie z.B. bei Bremen als Klaus Allofs einen Top Spieler nach dem anderen aus dem Hut zaubert, den Bremen mehr oder weniger selbst ausgebildet hat, sind heutzutage einfach nicht mehr drin. Zu stark ist mittlerweile die finanzielle Ausgabefreude der europäischen Ligen, zu Groß der Druck für junge Talente sofort zu den "großen" zu wechseln und viel zu viel beeinflussung durch Berater, die meiner Meinung nach immer mehr auf eigene Vorteile abzielen.

      Wenn man sich dann noch anschaut, wie Bundesligisten aller Leipzig, Wolfsbrug und Hoffenheim diese 50+1 Regel sowieso schon seit jeher umgehen und Bayern in der Bundesliga die Kluft von Jahr zu Jahr eher größer werden lässt, anstatt dass die Anderen aufschließen, dann muss ich sagen, bin ich mitlerweile an einem Punkt, der die Aufhebung dieser Regel begrüßt.

      Es funktioniert einfach nicht mehr, dass man talentierte Spieler günstig einkauft und diese langfristig beim Verein bleiben, während Sie sich zu echten Größen entwickeln. Nicht mal Dortmund schafft das im Moment! Auch dort ist der finanzielle Druck aus dem Ausland zu groß. Zudem die eigene Darstellung nach Außen zu zurückhaltend. Wer will den schon bei einem Verein spielen, der sich als nummer zwei in Deutschland zu frieden gibt. Ähnliches Beispiel bei allen anderen Kandidaten! Wer möchte denn zu einem Verein wechseln, dessen Ziele die nächsten 2-3 Jahre die sind, im Oberhaus zu bleiben um dann 2-3 Jahre sich einstellig zu etablieren und dann mal irgendwann über Europa Nachzudenken. Dass sind 4-6 Jahre für "Vielleichts" die ein talentierter Spieler nur ungern investieren will!

      Es muss meiner Meinung nach einfach ein Umdenken in deutschen Klubs stattfinden! Ansonsten verfliegt die Bundesliga schon sehr bald in eine Bedeutungslosigkeit wie es die Serie A vor ein paar Jahren tat!
      Und wenn die Abschaffung der 50+1 Regel dabei hilft, dann nur her damit!

      Wichtig fände ich aber dann dennoch, dass ein Verein dabei nicht sein Gesicht verliert! Um beim Beispiel Hannover zu bleiben, wenn dort dann plötzlich 3/4 des Kaders ausgetauscht wird und die Stammelf aus 8+ neuen Spielern besteht, fände ich das auch nicht Begrüßenswert.

      Es kann aber nicht sein, dass so viele aktuelle Langzeit-Bundesligisten noch nie Transfers getätigt haben, die um die 10 Millionen liegen! Für das Geld bekommt man heutzutage wenn man Glück hat gerade noch europäische "Brauchbarkeit". Wie soll man dann mit Budgets von 6-8 Mio. langfristig vorwärts kommen. Vor allem weil sich dann wieder die Problematik ergibt, dass der Spieler wenn er sich gut entwickelt beim ersten Angebot den nächsten Schritt gehen will! Die Vereine müssen aber diesen Schritt selber gehen, wenn Sie die Jungs halten wollen!
      Daher finde ich die Vereine brauchen einfach eine bessere finanzielle Grundlage, gepaart mit der Traditionsverliebheit unserer Bundesligisten (welche ich absolut begrüße) hoffe ich, dass mit der Abschaffung der Regel diese gegeben wird und die Bundesliga europäisch wieder vorankommt.