Ajin

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    • Name: Ajin (亜人)
      Autor: Miura Tsunina (Story), Sakurai Gamon (Art)
      Genre: Action, Adventure, Horror, Mystery, Supernatural
      Magazin: Kodansha(Verlag), good! Afternoon (Magazin)
      Status: 4 Bände erschienen (der 4. am 7. Mai 2014), 18 Kapitel scanlated

      Einleitung
      Der Titel war mir gänzlich unbekannt. Ich bin durch Sombatezib im Weekly Manga Charts Thread auf Ajin aufmerksam geworden, weil er so hohe Verkaufszahlen hatte und weil der Titel schon einiges an Aufmerksamkeit in der Mangawelt erregt hat. Im Link oben werdet ihr dazu näher aufgeklärt.

      Der Titel wird seit Mitte 2012 alle 2 Wochen in der in diesem Rhythmus erscheinenden good! Afternoon, einem Seinenmagazin von Kodansha, herausgegeben. Seit Februar 2014 hat Vertical, einem englischsprachigen Ableger Kodanshas, Ajin in seinem englischen Magazin. Was VIZ für OP ist Vertical für Ajin. Einfach ein englischsprachiger Herausgeber.

      Story
      Die Geschichte dreht sich um Nagai Kei, einem 17-jährigen Schüler. Als er bei einem Unfall mit einem LKW überfahren wird, kommt er als Ajin wieder auf zu sich. Ajin sind Unsterbliche und werden von den Menschen gejagt und gefangen gehalten. Als Ajin wird er nicht mehr als Mensch angesehen und muss direkt fliehen. Nur sein bester Freund aus der Kindheit, Kaito, hält zu ihm und rettet ihn. Auf ihrer Flucht verstecken sich die Beiden, wobei Kai immer wieder für Kei da ist und ihn vor Menschen rettet, die sich eine Belohnung für die Ergreifung Keis erhoffen. Kei verlässt Kai trotzdem, um sich mit anderen Ajin zu treffen und um Kai nicht in Gefahr zu bringen. Danach wird es wirklich schlimm für Kei. Er wird gefangen und gefoltert und nur der Gedanke an Kais Opferbereitschaft und Freundschaft lässt in ein wenig menschlicher sein als alle Anderen sonst.

      Eindruck
      Ich bin schwer beeindruckt und Somba dankbar, dass ich dank ihm zu diesem wunderbaren Titel gekommen bin. Ich hab den Titel in einem Rutsch durchgelesen und hoffe, die Scans kommen pünktlich.
      Erstmal ist die Geschichte recht einfach. Es gibt 2 Seiten und die beiden Freunde gehören je einer Spezies an. Viel interessanter ist die Gestaltung der Ajins. Ihre speziellen Eigenschaften sind sehr schön geschrieben und dazu wunderbar gezeichnet. Wir werden auch schön mit den ersten Erfahrungen mitgenommen und erleben auch alles von Beginn an mit. So ist zB der erste Schrei als Ajin schon ein Gänsehautmoment, weil wir auch von Tosaki so schön eingeführt werden. Auch die erste Begegnung mit anderen Ajin ist wunderbar und animiert einen, direkt weiterzulesen. In Kapitel 4 wird zudem viel über das Mysterium der Ajin geklärt. Die Ajin haben einen Black Ghost, der für sie kämpft. Manchmal aus eigenem Willen, manchmal gesteuert. Dieser Black Ghost ist für Menschen unsichtbar. Hier ein Bild von Keis erster Begenung mit seinem Ghosts, auch ein guter erster Eindruck über den Zeichenstil:



      Die Geschichte ist spannend, ein wenig melancholisch, sehr geil gezeichnet, sehr brutal, bizarr und actiongeladen. Die Charaktere sind eigentlich auch sehr interessant, aber es ist vor allem die Grundsituation, dass sich die Ajin gegen die Menschen wehren und dass man als Ajin eigentlich auf sich gestellt ist, die faszinierend ist. Dazu kommt eine sehr realistische Einschätzung, was Menschen mit „Andersartigen“ machen würden, wenn es diese gäbe: Sie sezieren, studieren und bei Unsterblichen eben ewig foltern, um mehr über sie zu erfahren. Das ist dann schon sehr hart gezeichnet, hilft aber vor allem, dem Manga Tiefe zu verleihen. Denn Kei kommt ja nur in die Hände der Menschen (die ihn dann auch aufs Grausamste foltern), um eben diesen Punkt klarzustellen. Hier beginnt man auch der erste Mal, Kei zu mögen, da er eine Entscheidung getroffen hat, die auf seinem Respekt zu Kai beruht. Mehr sei aber hier nicht gesagt.

      Also sehr empfehlenswert, bitte lesen und hier diskutieren. Denn alle Kapitel sind lang und diskussionswert.
    • Dann werde ich diesen Thread mal entjungfern, kann ja nicht angehen, dass hier noch keiner was geschrieben hat.
      Zuerst mal muss ich mich bei dir, RTP, für den schönen Thread bedanken, denn ohne den hätte ich wahrscheinlich nicht angefangen, diesen tollen Manga zu lesen. Genau wie bei dir ist mir der Titel mehrfach in den Manga Charts aufgefallen, die guten Platzierungen waren aber noch nicht Grund genug für mich, ihm eine Chance zu geben. Daher danke dafür!

      Das Thema der Geschichte, die Frage, wie Menschen mit Andersartigen umgehen würden, finde ich generell sehr interessant und wie du schon gesagt hast, vermittelt der Manga einen sehr realistischen Eindruck davon. Ich kann mich bei dem Verhalten, dass die Menschen in ähnlichen Geschichten und auch hier an den Tag legen, immer wieder herrlich aufregen. Die Experimente an den Ajin wurden wirklich mit aller Härte dargestellt und gingen teilweise bis ins Groteske, beispielsweise als ein Ajin statt eines Dummys für einen Crashtest mit einem Auto verwendet wurde und der Verantwortliche doch tatsächlich meinte, sie seien nur Tiere, mit denen es Profit zu machen gelte. Das Artwork gefällt mir im Übrigen sehr gut, besonders bei der Darstellung der Black Ghosts.

      Das gilt auch für den Protagonisten. Der 17-jährige Nagai Kei ist wirklich ein interessanter Zeitgenosse und hat schon oft mit seinem berechnenden Vorgehen und seiner Kälte überrascht. Die Emotionslosigkeit, die er sehr oft an den Tag legt, macht ihn teilweise fast schon ein bisschen unheimlich. Laut eigener Aussage macht er sich nicht viel aus anderen Menschen und hat auch dementsprechend wenig Mitgefühl für sie übrig. Das war schon immer so und nicht erst, seit er bemerkt hat, dass er ein Ajin ist, was auch seiner Schwester aufgefallen ist. Dadurch ist er aber auch in der Lage, Situationen gut zu analysieren und entsprechend geschickt zu reagieren.
      Es gab dann auch eine sehr überraschende Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte. Nämlich das Ausliefern Keis durch Sato und Tanaka, zwei Ajin, von denen man eigentlich dachte, sie stünden auf seiner Seite. Dummerweise geht dem Mann mit der Mütze aber offenbar mittlerweile jegliche menschliche Moral ab, weswegen er Kei auch eiskalt an die Behörden ausliefert, um durch die Folter, die er dort über sich ergehen lassen muss, seinen Hass auf die Menschen zu wecken und ihn so auf seine Seite zu ziehen. Die Folter wurde dann schon ziemlich hart und schonungslos dargestellt, was aber sehr zur Atmosphäre und der Vermittlung der Ernsthaftigkeit der Lage, in der sich die Ajin grundsätzlich befinden, beigetragen hat. Hier hat Kei dann auch unter Beweis gestellt, das er nicht ist, wie andere, indem er seine Peiniger verschont hat.

      Die Fähigkeiten der Ajin finde ich auch sehr interessant, vor allem natürlich die Black Ghosts. Im Verlauf der Storty wird der Leser nach und nach darüber aufgeklärt, was es mit ihnen auf sich hat, vor allem durch den Experten Ogura, der auch eine sehr exzentrische Persönlichkeit ist. Unter diesen Wesen sticht natürlich besonders der Ghost des Protagonisten heraus, der als einziger einen freien Willen zu besitzen scheint und sogar völlig unabhängig von Kei agieren kann. Auch die Tatsache, dass Kei seinen Ghost schon sehr früh in seinem Leben zum ersten Mal gesehen hat, lässt darauf schließen, dass er großes Talent diesbezüglich hat, was auch von Sato bestätigt wurde. Zusätzlich weckte auch noch die Kurzgeschichte über einen Ajin namens Nakamura Shinya meine Neugier bezüglich der Black Ghosts.

      Aber auch auf der Gegenseite gibt es zwei interessante Charaktere. Tosaki ist ein ziemlich skrupelloses Arschloch und einer der Hauptverantwortlichen für die Grausamkeit, der die Ajin ausgesetzt sind. Lange Zeit war der Kerl einfach nur ein Hasscharakter, bekommt aber später überraschend einen nachvollziehbaren Antrieb für sein Handeln spendiert. Er ist nämlich bereit, alles dafür zu tun, seine Verlobte, die im Koma liegt, zu heilen. Wie er selbst sagt, würde er dafür sogar über Leichen gehen. Diese Motivation entschuldigt zwar keineswegs das Leid, für das er als Leiter der Ajin-Forschung verantwortlich ist, schon gar nicht, wenn er die Ajin wirklich als minderwertig betrachtet, aber immerhin. Das macht den Charakter um Einiges glaubwürdiger.
      Außerdem interessiert mich seine weibliche Assistentin sehr, denn mit ihr befindet sich auch auf der Gegenseite ein Ajin. Tosaki zwingt sie, für sich zu arbeiten und drohte ihr damit, dass sie selbst auf dem Seziertisch landen werde, sollte sie Probleme machen. Eine der Szenen, bei denen ich einen ziemlichen Hass auf den Typen hatte. Sie ist mir auf jeden Fall sympathisch und versteht natürlich die Situation der Ajin sehr gut. Ich hoffe daher, dass sie noch eine größere Rolle bekommt.

      So, nun noch kurz etwas zum aktuellen Kapitel, der Nummer 19. Sato beeindruckt einmal mehr mit seiner Kaltblütigkeit und entführt ein Flugzeug, welches er direkt in das Hauptquartier des Pharmakonzerns fliegt, welcher an den Experimenten an den Ajin beteiligt ist. Die ganze Aktion erinnerte schon sehr an 9/11. Entsprechend wurde sie auch dargestellt, denn vor der Flugzeugentführung wurden noch ein paar Gespräche zwischen den Passagieren gezeigt, während derer man als Leser mit der quälenden Gewissheit dasitzt, dass all diese Menschen in Kürze sterben werden. Ein junges Paar freute sich beispielsweise auf einen Besuch bei den Eltern des Mädchens (wobei der Junge eher Angst davor zu haben schien ^^). Das verlieh dem Ganzen eine gewisse Tragik.
      Außerdem wurde durch die Aktion noch einmal eine Aussage aus einem vorherigen Kapitel wieder aufgegriffen. Es wurde nämlich zuvor bereits erwähnt, was für schreckliche Selbstmordattentate die Ajin durch ihre Unsterblichkeit ausführen könnten, was auch ein Grund ist, warum sie gefürchtet werden. Ein bisschen Genugtuung spürte ich bei dem Ganzen allerdings schon, denn das selbstgefällige Grinsen des Chefs des Konzerns, wurde ihm damit wohl vom Gesicht gewischt. Jener Chef weigerte sich nämlich trotz des angekündigten Attentates seine Angestellten nach Hause gehen zu lassen und fragte noch, was die Ajin bei der starken Bewachung des Gebäudes schon tun könnten. Tja, dumm gelaufen.
      Tanaka hat mich in dem Kapitel allerdings positiv überrascht, als er eine Gruppe Mädchen auf dem Weg zum Ort des Geschehens warnte, sich von dort fernzuhalten. Leider wurde seine Warnung in den Wind geschlagen. Nichtsdesdotrotz hat es mich überrascht, dass gerade Tanaka, der nach seiner Folter einen ziemlichen Hass auf die Menschen haben muss, solches Interesse an deren Wohlergehen zeigte. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
    • Hi, mich wundert, dass hier so wenig geschrieben wurde. Ich habe mit Ajin auf Netflix angeschaut und mir hat die Serie wirklich sehr gut gefallen. Die Animation ist top und die Syncro auch!
      Weiß jemand ob die Story über diese zwei Staffeln hinaus geht?
      Wie sehr unterscheidet sich der Manga von der Serie?

      Es soll außerdem noch einen Film geben, einen Dreiteiler. Lohnt der sich auch?

      Ich denke, ich werde auch den Manga dazu lesen, die Zeichnungen sehen auch sehr gut aus.