Marvel auf Netflix: Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage

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    • Marvel's The Punisher

      Um das Datum der Veröffentlichung macht Netflix zwar noch ein Geheimnis, aber heute bedachten sie uns wenigstens mit einem neuen temporeichen Trailer zu The Punisher:



      Ich war auch gerade wegen ihm sehr begeistert von der zweiten Daredevil-Staffel und bin gespannt, wie Marvel/Netflix ihn in seiner eigenen Serie in Szene setzen werden. Nach einem (für mich) miserablen Iron Fist und den spannend bis durchschnittlichen Defenders hoffe ich nur auf das Beste.
    • Daredevil war stark, Jessica Jones knüpfte an das hohe Niveau an, Luke Cage war immer noch gut, aber nicht mehr großartig, Iron Fist war insgesamt eine mittelschwere Katastrophe und The Defenders hatte zwar so seine Momente, hatte aber mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie die beiden vorangegangenen Serien. Normalerweise dämpfe ich meine Erwartungen auch immer etwas, wenn aufeinanderfolgende Produktionen eine derartige Abwärtsspirale - in Sachen Qualität - aufweisen. Doch nicht so bei The Punisher. Meine Erwartungen hätten kaum größer sein können, weil er für mich einfach auch das absolute Highlight der - ansonsten eher mittelprächtigen - zweiten Staffel Daredevil war. Er war der eigentliche Star dieser Staffel, weswegen ihm ja überhaupt erst seine eigene Mini-Serie gewidmet wurde. Es ist ein ganz ähnliches Phänomen, wie bspw. mit den nun sehr erfolgreichen Deadpool-Adaptionen: Die Fans wollen etwas, die Produzenten hören es und setzen es letztlich in die Tat um.

      Jetzt ist es jedenfalls soweit und Frank Castle darf sich endlich voll seinem Rachefeldzug widmen. Bis an die Zähne bewaffnet, mit der ikonischen Schutzweste, die mit dem weißen Totenkopf verziert ist, zieht er auf ein Neues in die Schlacht, um den Krieg fortzuführen, den er - parallel zu Daredevils Kampf gegen die Hand - vor gut 1,5 Jahren begonnen hatte. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Diese Serie ist genau das, was ich mir erhofft hatte. Sie ist extrem bodenständig, eben weil hier niemand mit übernatürlichen Kräften oder einem roten Ganzkörperkostüm im Fokus steht. Würde die Serie nicht mit einem Marvel-Schriftzug versehen sein und würde der Protagonist nicht als Punisher bezeichnet werden, würde man nie auf die Idee kommen, dass wir es hier mit einer Comic-Adaption zu tun haben. Dafür ist sie einfach viel zu realistisch angesetzt, behandelt dabei eben auch aktuelle Thematiken, wie etwa den Waffenmissbrauch und mögliche, schärfere Waffengesetze in den USA. Auch die vielen, gezeigten Veteranen-Treffen von Ex-Marines, Navy Seals etc. pp. waren kleine Highlights für mich, da sie einfach überdeutlich die Schattenseiten dessen aufzeigen, wie junge Männer und Frauen psychisch belastet werden, die einen Krieg im Namen anderer Männer und Frauen führen sollen. Auch zeigt es dem Zuschauer, anhand eines sehr konkreten Beispiels, wozu ein solcher Mensch letztlich fähig sein kann, weil er es nicht mehr schafft sich ordnungsgemäß in die Gesellschaft einzufinden. Es sind realistische Gegebenheiten, die allgegenwärtig sind und immer wieder auch für Diskussionen sorgen.

      Letztlich haben wir es bei Frank Castle "nur" mit einem Ex-Marine zu tun, der extrem versiert, versessen und zielstrebig vorgeht. Der keinerlei Gnade kennt und wirklich bereit ist absolut alles zu tun, um diejenigen zu töten, die verantwortlich für den Tod seiner Familie sind. Ich sage hier bewusst töten, und nicht etwa zur Rechenschaft ziehen, weil er eben genau das will. Er will sie töten. Nicht vors Gericht zerren, wo man sie am Ende in eine Zelle steckt, aus der sie sich sofort wieder freikaufen können. Er will sie gnadenlos abschlachten. Alle. Jeden Einzelnen, der irgendwie an der Sache beteiligt war. Es muss endgültig sein.
      Und daran sieht man auch den wohl größten Unterschied zwischen ihm und den anderen Marvel-Figuren, die sonst so auf Netflix herumtoben. Diese haben es sich eigentlich alle zur Aufgabe gemacht Dinge, Ideale oder Menschen zu beschützen. Und sie töten - im Normalfall - niemanden. Frank Castle jedoch ist kein Defender, kein Beschützer. In erster Linie will er nicht beschützen (auch wenn er da nicht ganz drum herum kommt). Er will Blut sehen. Er will Blut vergießen.

      Ich liebe den Punisher - speziell die Interpretation von Jon Bernthal, der in derartigen brutalen Rollen einfach komplett aufgeht - eben für genau das. Er war immer nur Soldat, nahm Befehle entgegen und befolgte sie. Er ist ein Mann gewesen, wie es ihn - jetzt mal ungeachtet seiner Fähigkeiten - wirklich millionenfach gibt. Ihm sind Dinge widerfahren, die so auch jedem anderen Soldaten hätten passieren können. Das macht ihn für mich zu einer greifbaren Figur. Und, wenngleich ich seine Taten im realen Leben natürlich niemals gut heißen könnte, so muss ich einfach nur sagen ... Verdammt, ich liebe es einfach, wenn Jon Bernthal in den Berserkermodus wechselt, komplett rot sieht und einfach nur alles niedermäht, was ihm vor die Flinte gerät!
      Dieser Zorn steht ihm einfach, das hat der Kerl drauf wie ich es selten bei einem Schauspieler erlebt hab. Und genau das braucht dieser Charakter eben auch. Einen Darsteller, der diese blinde Wut, diesen Wunsch nach Krieg und Vergeltung, auch entsprechend einzufangen und zu transportieren weiß. Und das tut er.

      Doch hat er nun noch mal deutlich gezeigt, dass er auch weit mehr kann. Und dass die Figur auch weit mehr braucht, um sie glaubhaft vermitteln zu können. Es schimmerte in seinen ersten Auftritten in der zweiten Daredevil Staffel zwar schon manchmal ein wenig durch, hier wurde es aber deutlich umfassender behandelt: Frank Castle ist nicht nur ein Mann, der von seinem Zorn angetrieben wird, sondern hat dieser Zorn, dieser Hass, natürlich auch einen nachvollziehbaren Ursprung. Und diesem gehen die Macher hier gleich auf zweifache Weise auf den Grund. Jon Bernthal versteht es dabei sehr eindrucksvoll nicht nur das Monster, für das alle den Punisher halten, überzeugend darzustellen, sondern ebenso den gebrochenen Mann, der um seine Familie trauert, zu porträtieren. Er schafft hier eine gute Balance in seine Performance einfließen zu lassen, was aber wohl auch dem guten Skript der einzelnen Folgen zu verdanken ist.

      Dabei hat auch The Punisher - grundsätzlich - mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie die restlichen Marvel / Netflix Produktionen. Es gibt recht viele Subplots, die Haupthandlung entwickelt sich teils eher etwas schleppend, ehe es dann ab Folge 9 / 10 erst so richtig zur Sache geht. Doch anders als bspw. bei Luke Cage oder Iron Fist gefallen mir hier die meisten Subplots und Längen wirklich ungemein gut. Fast jeder Charakter, der stark in die Geschehnisse involviert ist, braucht diese Zeit, um sich richtig zu entwickeln und sich damit auf den Höhepunkt der Serie vorzubereiten. Zwar stellte ich mir mittendrin manchmal die Frage, was dieser oder jener Subplot denn nun eigentlich genau soll, allerdings erschloss es sich mir meist schon mit der darauffolgenden Folge.

      Alles in allem kann ich nur sagen: Das Warten hat sich gelohnt! Ich hab die Staffel jetzt heute / gestern in einem Durchrutsch durchgesuchtet, weil ich spätestens ab Folge 6 komplett addicted war! Die Serie entwickelt sich stetig, hat einige tolle, wenn auch nicht allzu überraschende, Twists auf Lager und weiß vor allem mit einem Jon Bernthal zu überzeugen, der den Punisher in etwa so hervorragend verkörpert, wie es Ryan Reynolds mit Deadpool tut.

      PS: Die letzten vier Folgen seien abschließend noch mal besonders hervorgehoben ... Aus allen bisherigen Marvel / Netflix Produktionen dürften das die bis dato genialsten Folgen überhaupt sein!

    • Jetzt ist es dann auch schon nur noch ein Monat bis die zweite Staffel von Jessica Jones erscheint und gerade ist ein ausführlicherer Trailer herausgekommen. Man sieht jetzt noch nicht wirklich viel, was man sich nicht auch hätte denken können. Der Ursprung von Jessicas Kräften wird unter die Lupe genommen und Trish scheint weiter in Richtung ihres Superhelden Alter Egos Hellcat zu gehen. Das Killgrave in der Staffel auftaucht ist schon etwas länger bekannt, ich denke aber das es sich bei seinen Auftritten offensichtlich um Rückblicke oder um eine Stimme in Jessicas Kopf handelt. Über einen Gegenspieler weiß ich noch nichts und das gibt der Trailer nach meiner Beobachtung auch noch nicht her. Es gibt aber auch Gerüchte, dass vielleicht Typhoid Mary debütieren wird, aber es sind bis jetzt nur Gerüchte. Sie könnte auch durchaus in Daredevil debütieren.

      Momentan sieht es auch so aus, dass Iron Fist eine größere Rolle in der zweiten Staffel von Luke Cage spielen wird. Vieles deutet wohl auf Heroes for Hire hin. Es wären ja auch schon vier der ursprünglichen Mitglieder dabei. Es sind auch schon zwei Schurken aus der Team Up Serie der beiden bestätigt. Laut Mike Colter soll sich das Pacing der zweiten Staffel deutlich von dem der ersten Staffel unterscheiden. Der Charakter ist jetzt definiert und da kann es gleich losgehen mit Action und Handlung. Das wäre auch genau der richtige Weg, nachdem das Pacing und das Strecken der Handlung auf zu viele Folgen die größten Schwachpunkte der ersten Staffel waren.
    • Iron Fist und Luke Cage kommen unter die Räder. Beide wegen mangelnden Erfolg und bei Luke Cage noch aufgrund kreativer Differenzen und Bedingungen, die für die 3. Staffel nicht erfüllt wurden.
      Nicht weiter verwunderlich, da Iron Fist keinen guten Start hatte und Luke Cage mit der 2. Staffel ebenfalls sehr stark schwächelte.
      Damit bleiben bei Netflix nur noch Daredevil, Jessica Jones und The Punisher. Desweiteren kann man davon ausgehen, dass auch The Defenders nicht weiter verfolgt wird, da auch diese nicht den erhofften Erfolg brachte.
      Disney hat vor einen eigenen Streamingdienst aufzuziehen und wird sich dafür wohl irgendwann die Serien holen und dabei sich wohl überlegen was sie mitnehmen und was nicht.
      Halte das persönlich für die richtige Entscheidung, da beide abgesetzte Serien nicht mehr erfolgreich waren und auch in ihrem Niveau kaum an die anderen ranreichte.
      Auch Jessica Jones hat in ihrer 2. Staffel ihre Schwächen, aber wird wohl noch weiter verfolgt und ihren Erfolg zu bemessen.
      Daredevil ist mit seiner 3. Staffel weiterhin auf einem guten Niveau und auch auf die nächste Staffel von The Punisher darf man einiges erwarten.
      Man kann hoffen, dass der Misserfolg zum Erfolg der besseren Serien weiterhin beiträgt.
    • Nach langem bot mir Netflix mit der dritten Staffel Daredevil endlich mal wieder einen echten Bingemarathon. An einem Stück verschlang ich die neue Staffel von der ersten - und imo wohl auch besten - Netflix / Marvel Kooperation.

      Nachdem die Serie in ihrer zweiten Staffel ein wenig schwächelte - abseits der Punisher Storyline - findet die Serie hier zu alter Stärke zurück, was maßgeblich an der Wahl des Antagonisten liegt. Denn mit diesem steht und fällt letztlich die Spannung. In der zweiten Staffel war dies Die Hand, die zwar eine physische Bedrohung darstellten, der Serie aber irgendwo auch ihre Bodenständigkeit nahm und nicht zuletzt mit Nobu einen Villain bot, dem einfach das notwendige Charisma fehlte, um Kingpin zu beerben.
      Deswegen war ich auch extrem froh darüber, als durchgesickert ist, dass Wilson Fisk in der dritten Staffel sein großes Comeback feiern würde. Angekündigt hatte sich das ja bereits in der zweiten Staffel, in dem man - am Rande - ein wenig zeigte, wie er das Gefängnis langsam übernahm und sich darauf vorbereitete wieder die Macht über Hell's Kitchen zu ergreifen. Mit ihm steht und fällt die Serie, lebt sie doch vor allem auch von dem andauernden Konflikt zwischen Daredevil und Kingpin, die den Antihelden immer wieder vor die Frage stellt, ob man einen Mann mit seinen Mitteln überhaupt mit Hilfe des Gesetzes aufhalten kann. Oder ob er die letzte Grenze überschreiten muss, obwohl er sich selbst geschworen hat das nie zu tun. Gewisse Gewissenskonflikte deuteten sich auch bereits in der zweiten Staffel an, wo der Punisher ihm eine alternative Sichtweite vermittelte und ihn an seinem eigenen Weg zweifeln ließ. Diese Zweifel begleiten einen nun durch die gesamte, dritte Staffel der Serie bis hin zum Staffelfinale, in dem Daredevil sich letztlich zu einer Entscheidung gezwungen sieht.

      Aber auch abseits des Zusammenspiels zwischen Daredevil und Kingpin bot die Staffel reichlich spannende Unterhaltung. In der ersten Staffel der Serie lernte man Wilson Fisk zum ersten Mal kennen, dort war er bereits ganz oben und kontrolliert im Grunde alles und jeden. Seinen Aufstieg sah man nicht mit an, dieser wird nun jedoch sehr genau beleuchtet. Auch das Protagonisten-Dreiergespann bestehend aus Matt, Foggy und Karen wird weiter erforscht und charakterisiert. Man lernt mehr über ihre Herkunft und ihre Vergangenheit, was vor allem Karen - die in den Staffeln zuvor immer etwas abseits stand und meist fast schon mehr nervte, als der Handlung wirklich zu nutzen - sehr zu Gute gekommen ist. All dies führte bei mir auch dazu, dass ich wenig bis gar keine Längen innerhalb der 13 episodenumfassenden Staffel vernahm. Womit dies die erste Staffel einer Netflix / Marvel Kooperation wäre, die das bei mir geschafft hat.

      Mein persönliches Highlight war allerdings die Einführung von Bullseye, der super getroffen wurde und fast schon ähnlichen Eindruck bei mir hinterlassen hat, wie es nach der zweiten Staffel der Punisher bei mir getan hat. Mit einer eigenen Serie für ihn rechne ich zwar erstmal nicht - denn dafür war er, anders als der Punisher, einfach mehr Antagonist, als Antiheld - allerdings scheint seine Geschichte noch nicht auserzählt zu sein, was durchaus Hoffnung auf eine vierte Staffel macht.

      Allerdings muss das nicht zwangsweise etwas bedeuten. Soweit mir bekannt - denn geguckt habe ich die beiden Staffeln noch nicht - besaßen auch die zweite Staffel von Luke Cage und Iron Fist ein relativ offenes Ende, abgesägt wurden die Serien nun trotzdem. Traurig stimmt mich das nicht, wurde ich mit den beiden Serien ohnehin nie so richtig warm. Es deutet aber ein nahendes Ende der Marvel Serien auf Netflix an, was wohl u.A. mit darin begründet liegen dürfte, dass Disney 2019 eben einen eigenen Streamingdienst aufziehen wird und dafür eben auch entsprechend viel Input benötigt.
      Und dass Disney sich an eine Serie mit einem R-Rating heranwagt - sollten die Defenders (inkl. Punisher) letztlich tatsächlich vollständig auf ihren Streamingdienst rübergezogen werden - soll mir der Mäusekonzern erstmal beweisen. Das traue ich dem Laden - bisher - nämlich noch überhaupt nicht zu. Und einen Daredevil oder Punisher ohne R-Rating? Nein danke.

      Aber das ist Zukunftsmusik und Schwarzseherei. Freuen darf man sich wohl zumindest noch auf eine dritte Staffel von Jessica Jones, sowie auf eine zweite Staffel vom Punisher. Wie es danach weitergeht wird man dann kommendes Jahr sehen. Persönlich würde ich mir wünschen, dass diese drei Serien bei Netflix erhalten bleiben würden, da sie ohnehin - seit dem sie dort ins Programm aufgenommen wurden - unter den dortigen Marvelproduktionen das größte Potenzial für fesselnde Geschichten hatten. Das haben sie bisher auch bewiesen und ich hoffe sehr, dass man diesen Weg weitergehen können wird.
    • Und die Ampel von Hells Kitchen zeigt nur noch Rot. Seit der Punisher Serie habe ich wegen Zeitmangel keine Netflix Marvel Serie mehr geschaut. Ich werd aber definitiv alle verpasdten Staffeln nachholen. Ich finde es schon ziemlich Schade, dass Luke Cage und Iron Fist abgesetzt wurden. Beide Charaktere hatten sehr viel Potential und Geschichten aus den Comics, die man noch erzählen konnte. Leider haben sie das Potential nach meinen Stand nie ganz ausgefüllt, vor allem bei Luke Cage. Iron Fist hatte ein paar richtig geniale Storylines in den Comics und Luke Cage war eine Zeit lang ein richtiger Big Player als Anführer der Avengers. Damit meine ich nicht, dass ich so etwas in der Serie erwartet hätte, aber Luke Cage als Charakter hätte locker eine Serie übere viele Staffeln tragen können, wenn man es richtig gemacht hätte.

      Da Nachrichten von der Absetzung alle mit ziemlich kryptischen Phrasen begleitet wurden, dass es noch nicht vorbei ist mit den Charakteren, kann es durchaus sein, dass es doch noch in irgendeiner Form mit den beiden weitergeht. Es ist nämlich schon auffällig, dass Luke Cage abgesetzt wurde, bei dem schon eine dritte Staffel bestätigt war, zufällig kurz nachdem Iron Fist abgesetzt wurde. Es gibt mehrer Möglichkeiten wie es weiter gehen könnte. Disney will sich die Serien für seinen eigenen Streamingdienst krallen und so den Konkurrenten schwächen, was durchaus im Bereich des Möglichen sein könnte. Oder in einer idealen Welt, würde es so laufen, wie ich es mir schon von Anfang an gewünscht hatte, nämlich dass nach ein paar Staffeln von Luke Cage unnd Iron Fist beide Serien in eine neue Serie Heroes for Hire zusammengefasst werden. Neben den beiden Titelhelden waren auch Misty und Colleen Teil des Teams, also könnte man sie dort auch unterbringen. Mal schauen was passiert. Man könnte auch eine vierte Staffel Daredevil oder eine zweite Staffel Defenders nach dem Comic Shadowland machen, in der alle nochmal drin vorkommen. Dort wird Daredevil manipuliert und Anführer von der Hand und alle Helden aus New York auf Straßenlevel erstürmen seine Festung um ihn wieder zu Sinnen zu bringen.
    • Marvel‘s DareDevil auf Netflix..., nach Staffel 3 abgesetzt unf*ckingbelieveable! Hätte ich ja niemals geglaubt und KANN eigtl. nur an dem Disneystreamingprojekt liegen.
      Aber trotzdem, wenn die DARAUF dann keine 4te Staffel austrahlen/produzieren dann versteh ich die Film und Fernsehwelt nicht mehr. :(

      Und selbst wenn es „nur“ an den Rechten liegt, warum läuft JJ dann weiter (bis jetzt) TROTZ viel mehr schlechten Kritiken im Vergleich zu DD.

      Ich weiss der Begriff ist event... wahrscheinlich falsch aber mich KOTZT langsam dieser „umgekehrte Feminismus und Rassismus“ in den Medien. :cursing: :cursing: :thumbdown:

      Um es zusammenzufassen F*ck U very much @Disney & Netflix
    • Das Jessica Jones weiterläuft liegt einfach nur daran das die Serie genau wie die anderen für eine weitere Staffel verlängert wurde. Nun wurde Jessicas Jones Staffel 3 jedoch noch nicht ausgestrahlt, geschweige denn abgedreht. Also kein "umgekehrter Feminismus und Rassismus".

      Ist die Serie jedoch dann endlich auf Netflix zu sehen wird es sicher nicht lange dauern bis auch diese von der Streamingplattform abgesetzt wird.

      Und ja das ganze scheint wirklich starkt daran zu liegen das Disney ein eigenes Streamingportal eröffnet, also werden sicher bald auch die ganzen Marvel/Disney Filme auf Netflix verschwinden.
    • Poundman schrieb:

      Ich weiss der Begriff ist event... wahrscheinlich falsch aber mich KOTZT langsam dieser „umgekehrte Feminismus und Rassismus“ in den Medien.
      Puhhh. Erst einmal durchatmen.

      Ich denke es ist einfach falsch davon auszugehen, dass Jessica Jones aus einem "feministischen" Grund bisher noch nicht abgesetzt wurde. Denn dann würde in Punkto diversity doch viel mehr für Luke Cage sprechen, als eine Serie mit einer weiblichen Hauptrolle, zumal sich da Netflix ohnehin nicht verstecken brauch. Zudem rechne ich Jessica Jones ehrlich gesagt auch keine großen Chancen mehr ein. Der einzige relevante Grund, der Jessicas dritte Staffel retten könnte, wäre, dass das Drehbuch schon abgesegnet ist und die Produktion schon angelaufen ist - sprich die nötigen Gelder sind schon geflossen etc.
      Darüber hinaus meinte Netflix ja noch, dass wir Daredevil weiterhin sehen werden: „Die Serie auf Netflix ist zu Ende, aber die drei gedrehten Staffeln werden in den kommenden Jahren bei Netflix bleiben, während die Figur Daredevil in zukünftigen Projekten von Marvel weiterleben wird.“ (Quelle: serienjunkies.de)
      Ob das natürlich nur auf Disney+ bezogen ist oder sich mit Punisher und Jessica Jones - vorausgesetzt diese Serien fallen nicht auch noch unter den Absetzungshammer - kann ich nicht sagen. Da müssen wir einfach weiterhin auf dem Laufenden bleiben. Persönlich war es für mich aber eigentlich schon klar, dass Daredevil (und in diesem Zuge dann auch Jessica Jones und Punisher) nach der recht kontroversen Entscheidung bezüglich Iron Fist und Luke Cage nicht weiterlaufen werden, weshalb ich die Information eher nüchterner aufgenommen habe. Ich sehe dahinter einfach Disneys Politik, welche die neuen Marvelserien auf Disney+ (Scarlet Witch, Falcon und Winter Soldier, Loki etc.) wohl ohne Konkurrenz auf Netflix sehen wollen. Ob das sinnvoll ist, ist natürlich ne andere Frage.
      Ich frage mich ja, ob die anderen Serien des MCU (Runaways, Cloak and Dagger etc.) ein ähnliches Schicksal erleiden werden.

      - V.
    • Für Luke Cage war auch schon eine weitere Staffel angekündigt und trotzdem wurde es dann abgesetzt. Ich kann mir auch vorstellen, dass es auf Netflix nie zu einer dritten Staffel von Jessica Jones kommen wird und auch der Punisher keine zweite Staffel bekommt. Wobei es sein kann, dass weil die beiden Serien im Vergleich zu Luke Cage und Iron Fist deutlich besser ankamen, sie trotzdem noch eine Staffel bekommen.

      Das ganze sieht aber wirklich extrem stark danach aus als sei Netflix von Disney dazu gezwungen worden, die Serien zu beenden. Sowohl bei Daredevil als auch bei Iron Fist kamen danach so kryptischen Andeutungen, dass es mit dem Charakter noch nicht vorbei sei. Disney will seinem Streamingdienst wohl so gut wie möglich gegen die Konkurrenz stellen. Die Frage ist nur wie das ganze gemeint ist. Werden die Serien mit dem Cast fortgesetzt? Tauchen sie in den Filmkurzserien wie Scarlet Witch, Falcon und Winter Soldier und Loki auf? Oder starten sie gar eine komplett neue Serie? Die beiden ersten Möglichkeiten wären ziemlich cool. Letztere ziemlich suboptimal, weil das Casting für die Serien wirklich sehr gut war. Die Frage ist halt auch in wie weit Disney Serien und Filme ab 16/18 auf dem Streaming Dienst haben möchte. Mit dem Kauf von Fox haben sie ja Zugriff auf einige Filmfranchise, die auch in diese Kategorie fallen. Es wäre also nicht verkehrt wenn sie einen Bereich für Erwachsene machen.

      PS: Das Horror Szenario wäre ein buchstäblicher Pun-isher, dessen einzige scharfe Waffe sein Mund ist.. :D

      @Vexor Da warst Du schneller. ^^ Hulu, wo Runaways läuft, gehört übrigens Fox und damit bald Disney.
    • Seit vergangenem Freitag steht ja mittlerweile die zweite Staffel vom Punisher auf Netflix zum Abruf bereit und vielleicht liegt's auch daran, dass ich Jon Bernthal seit der zweiten Staffel von Daredevil abgöttisch in dieser Rolle liebe, aber für mich ist die Punisher Serie - zusammen bzw. dicht gefolgt von Daredevil - tatsächlich die Beste, die aus der Kooperation zwischen Marvel und Netflix heraus entstanden ist.

      Auch bei der zweiten Staffel mag es eventuell wieder - bedingt durch das 13 Folgen Konzept - ein paar Längen geben, doch mir persönlich sind diese eigentlich gar nicht weiter aufgefallen. Eben weil mich die Serie zu jeder Minute zu fesseln weiß und Jon Bernthal als Punisher einfach elektrisierend ist. Er ist der Punisher, genauso wie Ryan Reynolds Deadpool oder Robert Downey Jr. Iron Man ist.
      Hinzu kommt, dass man bei der zweiten Staffel tiefere Einblicke in die Gefühlswelt der Antagonisten bekommt. Jigsaw aka Billy Russo ist da nur ein Villain und dabei noch nicht mal der Hauptgegner für den Punisher. Er hat hier eher einen Nebenschauplatz serviert bekommen, in dem dessen Gefühlschaos - das durch sein Ende in Staffel 1 entstanden ist - genau beleuchtet und ausgearbeitet wird und man ihm neue Facetten verpasst, während man Alte fortsetzt.

      Mich persönlich würde es zwar schmerzen, wenn auch der Punisher nun sein Ende findet und abgesetzt wird, allerdings würde die Serie dann auch - anders als zuletzt bspw. Daredevil (zu Luke Cage und Iron Fist kann ich's nicht beurteilen, deren zweite Staffeln hab ich noch immer nicht gesehen) - ein rundes Ende finden. Das Staffelfinale war nicht nur in Punkto Inszenierung das Sahnehäubchen der starken zweiten Staffel, es wusste auch die Figuren und deren Entwicklungen zu einem zufriedenstellenden Abschluss zu bringen. Das gilt natürlich besonders für Frank, der nicht nur seinen Platz gefunden hat, sondern auch noch etwas fand, was er für längst verloren geglaubt hat.

      Ich würde mir - natürlich - weitere Auftritte von Jon Bernthal als Punisher wünschen, würde einer Absetzung der Serie aber wohl auch nicht so hinterhertrauern, wie der Absetzung von Daredevil, weil mir die Serie über Frank Castle in diesem Fall stets als in sich stimmige und abgeschlossene Geschichte in Erinnerung bleiben würde.

      Fazit: Fantastische Staffel, fantastische Serie, fantastischer Jon Bernthal!
    • Kann @OneBrunou nur zustimmen.

      Die Serie war durch und durch gut, klar gibt es zwischendurch mal so Verschnaufpausen mit Längen aber das darf auch ruhig mal sein.
      Ich fand auch schön, wie die Figuren tiefe bekommen haben, wenn sie nicht eh schon vorhanden war.
      Allerdings muss ich sagen, fand ich diesmal einiges sehr vorhersehbar und 2 Charaktere gingen mir wirklich extrem auf den Sack, hier weiß ich nun nicht
      ob das daran liegt, dass sie ihre Rollen gut verkörpert haben oder weil ich sie einfach als überflüssig empfand und mit vielen Klischees behaftet waren.
      Ich muss mir das Ganze aber nochmal anschauen, da mir eine Figur in der ganzen Serie auch irgendwie untergegangen ist oder ob ich da einfach nur etwas übersehen hab, bin grad nicht sicher.

      Bin jetzt auch nicht wirklich mit den Punisher Originis und Comics vertraut und weiß nicht, in wiefern diese beiden "nervigen" Rollen da eine Rolle spielen höhö.
      Wollt ich nochmal recherchieren, da mich das schon ziemlich früh genervt hat.

      Das gefiel mir in der ersten Staffel alles eindeutig besser, was sie für mich auch weiterhin über der 2. Staffel ansiedeln lässt.
      Nichtsdestotrotz, ist die Staffel auch immens gut, für mich sind das nur eben diese kleinen Schwächen.

      Über Jon Bernthal müssen wir glaube ich nichts weiter sagen, es gäbe wohl niemand besseres als ihn für diese Rolle.
      Die letzten 10 min der letzten Folge waren dazu auch nochmal einfach Gänsehaut <3
      Ich wäre sehr traurig, würden wir nichts mehr vom Punisher hören und sehen, kann es mir aber kaum vorstellen.