Whole Cake Island Arc

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    • Guten Tag, liebe Leute!

      Nach rund zwei Jahren und 78 Kapiteln (825 - 902, Quelle) hat der Whole Cake Island Arc sein Ende gefunden. Ich muss gestehen, mir hat der Start nicht gefallen, ich konnte mich mit dem Wald der Versuchung absolut nicht anfreunden, das Handeln von Sanji war für mich vollkommen unerklärlich und die "ewige" Flucht war unerträglich. Im Zuge dieses Beitrages habe ich den ganzen Arc noch einmal gelesen, auf Details geachtet und versucht, das große Ganze zu betrachten. Zu meiner Überraschung, und vollkommen entgegen meines ersten Eindruckes, hat mir der Arc beim zweiten Lesen unglaublich gut gefallen. Alleine die Charaktervielfalt (~ 50 neue Charaktere) sowie die vielen verschiedenen Gebiete sind ein Grund diesen Arc zu lieben. Angefangen von den verschiedenen Inseln, den Germa Schiffen, dem Schloss von Capone, bis hin zur Spiegelwelt und dem Wald der Versuchung. Ergänzt werden diese beeindruckenden Charaktere und Darstellungen von tiefgründigen Szenen, lustigen Momenten und atemberaubenden Kämpfen. In weiterer Folge werde ich auf ein paar heiß diskutierte Punkte näher eingehen, meine persönliche Meinung teilen und den Versuch starten, dem einen oder anderen eine andere Perspektive zu verschaffen. Eines lässt sich aber schon vorweg sagen, nämlich dass dieser Arc großartig war!


      Sanji
      Gehen wir zurück zum Anfang. Schon vor 2016 gab es viele Theorien und Gerüchte über Sanji, beispielsweise woher er eigentlich kommt und ob er ein Adeliger sei. Mit dem "Only Alive" Streckbrief aus dem Kapitel 801 wurde dann Öl ins Feuer gegossen und die Diskussionen rund um Sanji angehitzt. Zur Information: das Kapitel 801 wurde am 28. September 2015 in der WSJ#44 veröffentlicht. Oda hat zu diesem Zeitpunkt also enorm viele Fragen bei uns Lesern entstehen lassen. Als Reaktion auf diese Fragen wurde am 19-20. Dezember 2015 bei der Jump Festa aus offizieller Quelle bestätigt, dass viele der Fragen im Jahr 2016 beantwortet werden. Es wird das Jahr von Sanji, oder anders formuliert, das Jahr, in dem es um Sanji geht! Zudem wurde bei der Jump Festa bekanntgegeben, dass der Synchronsprecher von Sanji, Hiroaki Hirata, wieder für den Anime bestellt wurde. Am 16. Jänner 2017 gab es in der WSJ#7 ein spezielle Hommage in Form einer großartigen Illustration von Momenten aus Sanjis Vergangenheit (Quelle 1, Quelle 2):


      Aus dem bisher aufgezeigten finde ich keinen Rückschluss darauf, dass Sanji einen heftigen Kampf haben sollte, zwei Mal mit einem Pferd um die Grandline reiten muss oder es irgendeiner Art von Glanz bedarf. Sanji hat im Jahr 2016 Größe auf eine andere Weise gezeigt und wir haben seine taurige Vergangenheit sowie die Familie kennengelernt. Ein objektiver Blick zurück zeigt, dass wir in Bezug auf Sanji mit vielen Fragezeichen angekommen sind, die meiner bescheidenen Meinung nach verblasst sind. Ich kann aber gut verstehen, dass man sich als Fan von Sanji einfach mehr, oder besser gesagt, etwas anderes erwartet hat.

      Nun zur Gegenwart und damit verbunden die zahlreiche Kritik an der aktuellen Darstellung von Sanji, welche ich nur bedingt teilen kann. Bedingt deshalb, weil auch ich mit gewissen Darstellungen nicht ganz zufrieden war. Sollte es jemanden interessieren, so kann meine Kritik in folgendem Beitrag nachgelesen werden: 29. Dezember 2016. Eine Begründung folgte aufgrund einer Antwort von @-Bo- hier: 31. Dezember 2016. Ergänzend: Ich kann mich bis heute nicht zu hundert Prozent damit anfreunden, wie Sanji teilweise vor dem Gespräch mit Ruffy in Kapitel 856 dargestellt wurde. Mir fehlen die Gedankengänge, mir fehlt, dass er seine Freunde vermisst oder zumindest ein Zeichen, dass er sich in einer schwierigen Lage befand, auch wenn das natürlich offensichtlich war. Seine Entscheidungen selbst zweifle ich nicht an, weil er aus seiner persönlichen Perspektive keine andere Alternative gesehen hat. Wir haben bereits ein ähnliches Verhalten bei Robin beobachten können.

      Der in meinen Augen größte Kritikpunkt einiger, ist das Verhalten von Sanji rund um seine Familie, konkret, dass er diese nun zurückgelassen hat. Ich kann den Grundgedanken verstehen, vertrete hier aber entgegengesetzt der Meinung vieler eine andere Perspektive: Im Kapitel 856 ("Liar") hat Sanji davon gesprochen, dass er selbst nicht versteht, warum er seine Familie nicht zurücklassen kann, worauf Ruffy antwortet, dass das Sanjis Charakter entspricht. Zu diesem Zeitpunkt war die Germa der Big Mom Bande hoffnungslos und unwissend ausgeliefert. Ich interpretiere den Grundgedanken von Sanji so, dass er den Vogel, dessen Flügel verletzt ist, nicht im Stich lassen kann. Mit Voranschreiten der Geschichte ist es allerdings gelungen, den Flügel des Vogels zu heilen, indem von der SHB & Co die Hochzeit "gecrasht" wurde. Mit dem Ende der Hochzeit und dem Zusammenstürzten der "Insel" war die Germa quasi frei und konnte tun, was immer sie wollte. Keiner hat sie zu etwas gezwungen und sie hätten schlicht wegfahren können. Nun hat sich diese aber aus freien Stücken dazu entschieden, Sanji bei der Flucht zu helfen. Würde Sanji ganz nach dem Wunsch einiger Leser erneut zur Hilfe eilen, dann sterben sie entweder alle, oder die Germa ist erneut dazu gezwungen ihm zu helfen, ein Teufelskreis. Das beschreibt eigentlich ganz gut den Begriff einer "Catch 22" Situation, da es keine entgültige Lösung gibt, wenn Sanji nun erneut einschreitet. Danke an @TourianTourist, der mich mit dieser Begrifflichkeit vertraut gemacht hat. Ich übe mich noch in der Anwendung. ^^

      Oda hat somit eine in meinen Augen solide Lösung gefunden. Zum Abschluss mein persönliches "Sanji Highlight" aus Kapitel 844 (Ruffy vs. Sanji).

      -- Scan entfernt -- (Seht euch bitte Kapitel 844 an)

      Diese Auseinandersetzung war unfassbar gut von Oda inszeniert und selten gab es einen Moment, in dem ich mich so gut in einen Charakter so hineinversetzten konnte. Ebenso die Reaktion von Ruffy, die einen einfach nur berührt. Mit Abstand eines der besten Kapitel in diesem Arc für mich.



      Jimbei
      Ähnlich wie bei Sanji gehe ich auch bei Jimbei zurück zum Ursprung. Unter welcher Voraussetzung haben sich Ruffy und Jimbei kennengelernt? Richtig, es war an einem schönen, sonnigen Tag im sechsten Stock des größten Gefängnisses der One Piece Welt:



      Jimbei bittet Ruffy darum, dass er mitkommen darf und verspricht, dass er von Nutzen sein wird. Ebenso sagt er, dass er in der Schuld von Ruffy steht. Nun könnte man auf der einen Seite natürlich behaupten, dass Jimbei Ruffy bereits aus seinem Drauma mit Ace gerettet hat und Ruffy ihm durch die Blutspende sein Leben verdankt. Auf der anderen Seite, dass Jimbei ohne Ruffy wahrscheinlich immer noch im Impel Down sitzen würde. Diese Vergleiche lassen sich vermutlich bis ins Unendliche weiterführen, aber darauf will ich nicht hinaus, da ich folgenden Gedanken viel interessanter finde: Jimbei wollte aus dem Gefängnis, um Ace zu retten, was letzten Endes nicht funktioniert hat. Die Idee, dass Jimbei nun Ruffy retten bzw. helfen kann, indem er Big Mum & Crew aufhält, gefällt mir persönlich ziemlich gut. Ergänzend ist festzuhalten, dass Ruffy Jimbei vertraut und mir als Leser nicht das Gefühl vermittelt wird, dass Jimbei jetzt im Stich gelassen wird. An diesem Punkt angelangt, und nach Jimbeis Entscheidung, erlaube ich mir eine Rückkehr zum Anfang und knüpfe an das Bild aus Kapitel 540 an: Die Begleichung der Schuld erfordert keine weitere Rettung oder Heldentat, sondern, dass Jimbei endlich als Teil der Crew mit Ihnen segelt. Ist dies der Fall, hat Jimbei seine Schuld beglichen.

      In Bezug auf Jimbei will ich ein Panel, dass mir besonders gefallen hat, nicht unbeachtet lassen:

      -- Scan entfernt -- (Seht euch bitte Kapitel 863 an)

      Eine großartige Szene! Jimbei löst sein Versprechen vom FMI Arc ein und zerreisst entgültig und offiziell das Band zwischen ihm und Big Mum. Ich blicke allerdings auch bisschen wehmütig auf diesen Moment zurück, denn dies wäre meiner Meinung nach die passende Situation gewesen, um Jimbei sein persönliches Eintrittskapitel zu widmen. Er ist offiziell aus der Crew ausgetreten und Ruffy ist nun sein Captain. Nur die Sache mit Big Mum ist eben streng genommen nicht erledigt, weshalb sich Oda damit vermutlich noch Zeit lässt, um Jimbei das angemessene Kapitel zu widmen.



      Carrot
      Wenn wir schon beim Thema "Strohhutbande beitreten" sind, darf Carrot natürlich nicht fehlen. Ich habe bereits im Carrot Thread einen Beitrag verfasst (3. September 2017) an den ich nun anknüpfe und ein paar wesentliche Punkte noch einmal hervorhebe. Der Ursprung meiner Gedanken zum Beitritt von Carrot befindet sich in Kapitel 824, als Wanda sich zur Abwesenheit von Carrot äußert und anmerkt, dass alles mit ihr in Ordnung sein wird, solange sie sich bei Strohhutbande befindet. Basierend auf dieser Aussage und der Entscheidung von Carrot selbst, sich der Truppe anzuschließen, haben wir Carrot nun seit rund zwei Jahren beobachten dürfen. Gründe die einen Beitritt sinnvoll scheinen lassen, werden bereits in meinem ehemaligen Beitrag genannt, weshalb ich den Fokus nun auf die Fakten lenken möchte:

      826 - Carrot will Reiju angreifen, um die anderen zu schützen
      829 - Carrot wird das erste Mal mit der Position des Ausgucks in Verbindung gebracht und mit einem Fernglas gezeigt
      831 - Carrot rettet Nami
      832 - Carrot kämpft gegen Randolph um der SHB zu helfen
      849 - Carrot und Chopper kämpfen als Team in der Spiegelwelt und nehmen Brulee gefangen
      854 - Carrot, Chopper und Pedro kommen um Nami, Ruffy und Jimbei zu retten/helfen
      875 - Luffy rettet/hilft Carrot
      878 - Luffy rettet Carrot vor Katakuri / Ruffy spricht explizit Jimbei, Nami, Chopper, Brook und Carrot an
      879 - Carrot ist das erste Mal auf dem Ausguck / Sie ist nun zweimal mit einem Fernglas gezeichnet worden
      884 - Carrot ist wieder auf dem Ausguck mit Chopper / Sie ist nun dreimal mit Fernglas gezeichnet worden
      888 - Carrot ist erneut auf dem Ausguck / Sie ist nun viermal mit Fernglas gezeichnet worden
      890 - Nami sorgt sich um Carrot, die erschöpft in dem Raum liegt, den Big Mum angreifen will
      894 - Carrot ist mit Nami, Chopper und Brook am Ausguck
      898 - Carrot ist alleine am Ausguck / Sie ist nun fünfmal mit Fernglas gezeichnet worden
      899 (1) - Ruffy ist zurück am Schiff, Carrot umarmt ihn und ist plötzlich ein paar Seiten später wieder auf dem Ausguck
      899 (2) - Sanji sorgt sich um Carrot und rettet sie
      902 - Erneut eine Szene mit Carrot und Sanji

      Zusätzlich zu dieser kleinen Übersicht habe ich ein paar Fakten herausgesucht, die mutmaßen lassen, dass Sie der Bande beitreten wird: Der erste Zeitraum, den ich beobachtet habe, handelt von Kapitel 825, dem Beginn WCI Arc, bis Kapitel 878, dem Tod von Pedro. Wenn man ganz genau ist, stirbt Pedro in Kapitel 877, aber in 878 bekommen wir noch einen Flashback von Pedro, welcher ihm ein paar Panels beschert, die ich Ihm nicht nehmen wollte. Dieser Bereich ist interessant, weil ein direkter Vergleich zwischen Carrot und Pedro möglich ist. Beide wurden für lange Zeit als potentielle Kandidaten gesehen. Somit halte ich fest:
      Von Kapitel 825 bis Kapitel 878 hat Oda 234 Panels gezeichnet, auf denen Carrot vorzufinden ist. Das sind rund 25%, wenn man mit einer durchschnittlichen Seitenzahl von 17 Seiten pro Kapitel rechnet. Das ist in meinen Augen eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Carrot der Crew vielleicht gar nicht beitreten wird. Im Vergleich dazu wurden Pedro 187 Panels gewidmet und Pekoms nur rund 50 Panels.


      Der zweite Zeitraum meiner Beobachtungen ist von Kapitel 879, also ab dem Tod von Pedro, bis Kapitel 902, dem Ende des Arcs. Dieser Bereich ist insofern interessant, weil ein direkter Vergleich zwischen Carrot und der Strohhutbande möglich ist. Anbei die konkreten Zahlen:
      Von Kapitel 879 bis Kapitel 902 hat Oda Carrot auf 72 Panels gezeichnet, Nami auf 94 Panels, Chopper auf 67 Panels und Jimbei sowie Brook auf 78 Panels. Mit der Ausnahme von Nami, welche sich auf dem Schiff als Navigatorin selbstverständlich abhebt, sind das ziemlich ähnliche Werte zwischen den einzelnen Mitgliedern. Man kann sagen, die Truppe hat rund 20% der Story in diesem Zeitraum für sich in Anspruch genommen, wobei Carrot den anderen Mitgliedern gegenüber gleichwertig behandelt wird.


      Ich halte also aufgrund von Fakten fest, dass Carrot mehr Screentime als alle anderen potentiellen Kandidaten bekommen hat und zusätzlich seit dem Tod von Pedro genauso viel Screentime bekommen hat, wie die anderen Mitglieder der Strohhutbande. Ruffy ist ausgenommen. Fakt ist ebenfalls, dass uns Carrot seit ihrer Vorstellung mehrfach in einer Funktion als Späher gezeigt wurde und Oda sie inzwischen fünf Mal mit einem Fernglas gezeichnet hat. Selbstverständlich auf dem Ausguck der Strohhutbande. Carrot interagiert nicht nur perfekt mit der Bande, sondern hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass die Strohhutbande auf WCI "erfolgreich" war. Besonders spannend finde ich vor allem die Darstellung von Carrot in den letzten zwei Kapiteln. Sanji ist nach mehr als 70 Kapiteln gerade einmal 3 Kapitel auf dem Schiff und wurde schon zwei Mal bewusst mit Carrot in Szene gesetzt. Zuerst hilft er ihr in Kapitel 899 und dann findet gerade zwischen Carrot und Sanji ein solch intimes und trauriges Gespräch statt? Versteht mich nicht falsch, es waren ein paar tolle Bilder, aber logisch wäre es doch, wenn er mit seinen vertrauten Kameraden abhängt, nachdem er sie so lange nicht gesehen hat? Vielleicht interpretiere ich da zu viel hinein, aber Oda nutzt hier sofort die Gelegenheit, um zwischen Sanji und Carrot ein passendes Verhältnis zu schaffen. Die anderen Strohhüte kennt sie ja inzwischen gut genug.

      Anhand der vorliegenden Fakten und den Ereignissen in diesem Arc muss ich gestehen, dass ich schon ziemlich enttäuscht wäre, wenn Carrot der Bande nicht beitreten wird. Auf der anderen Seite hat sie vielleicht gar keine Möglichkeit mehr, die Bande zu verlassen, da die Strohhutbande nicht mehr nach Zou kommt. Von dem her erledigt sich das Thema spätestens nach Wano sowieso von selbst. Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass Carrot der Bande beitritt, weil Sie nicht nur eine amüsante, sondern auch schlagkräftige Bereicherung darstellt. Und mal ehrlich, darauf will ich in Zukunft nicht verzichten müssen:

      *-*

      Credits an Eyaririri, die dieses großartige Werk erstellt hat!



      Die Torte
      Neben den Sanji Themen gab es, so glaube ich, kaum einen Punkt, über den so viel diskutiert wurde, wie diese verdammte Torte. Wobei, die Torte hat ja Sanji gebacken, Yohohohoho. Der Ursprung für die vielen Diskussion liegt in Kapitel 876, in dem Sanji sagt, dass er einen Torte backen wird, die Big Mum umhaut:

      -- Scan entfernt -- (Seht euch bitte Kapitel 876 an)

      Bei so einer Aussage fängt das Blut im Herzen der Fans von Sanji zu brodeln an. Der vermeintlich unnötige, nichts zu gebrauchende Sanji wird tatsächlich einen Kaiser umhauen!? Endlich kann Sanji glänzen, so wie ich es mir seit Jahren erhofft habe! Die Torte wird Big Mum nicht nur in einen hundertjährigen Schlaf versetzen, sondern gleichzeitig die Redline sprengen, Mary Joa zerstören und Blackbeard besiegen. Verdammt, die Torte hat es drauf! Sarkasmus beiseite. Meine Erwartungen, dass Ruffy die Torte isst, wurden ebenfalls nicht erfüllt und sogesehen sitzen wir im selben Boot. ^^

      Nun gehen wir mal mit etwas mehr Realismus an die Sache ran: Wenn dein Partner heute Abend zu dir kommt und sagt, dass er etwas kocht, was dich umhauen wird, dann wird der erste Gedanke vermutlich kaum der sein, dass du bewusstlos zu Boden fällst und für geraume Zeit bewegungsunfähig bist. Sollte das doch der Fall sein, würde ich ernsthaft die Kochkunst besagter Person anzweifeln. Demnach behaupte ich, dass Sanji einfach nur eine richtige gute Torte backen wollte, die vielen Menschen eingeschlossen der Strohhutbande das Leben rettet. Sehen wir uns doch mal die Bilder an:


      -- Scan entfernt -- (Seht euch bitte die Szenen an, in denen Big Mum die Torte isst bzw. gegessen hat

      Nehmt es mir bitte nicht übel, aber wenn ich mir das so ansehe, dann hat die Torte nicht nur verdammt gut geschmeckt, sondern Big Mum tatäschlich umgehaut. Zumindest meiner Beobachtung nach lag Sie beim Essen der Torte noch nicht auf dem Rücken. *hust*

      Viel wesentlicher als meine kleinen Seitenhiebe und mein Sarkasmus ist der Fakt, dass ohne dieser Torte vermutlich alle tot wären, denn wie es scheint, war Big Mum tatsächlich nicht aufzuhalten. Man kann also sagen was man will, aber Sanji hat sein Versprechen eingelöst und mit dieser Torte einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Strohhutbande heil aus dieser Sache herausgekommen ist.

      Den wichtigsten Punkt habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Es geht mir dabei um den zukünftigen Wert der Torte. Ich habe das in anderen Threads bereits angeschnitten, nun ist es konkret geworden. Big Mum hat mit der Torte von Sanji ein absolut einzigartiges Meisterstück bekommen, dass sie auf WCI nicht finden wird. Wäre Oda dazu geneigt ins Extreme zu gehen, müsste das dazu führen, dass Big Mum schon bald Lust auf eine neue Torte bekommt. Dieser Wunsch kann selbstverständlich nicht erfüllt werden, was zum Tod aller Einwohner auf WCI führen würde. Eine etwas utopische Vorstellung. Realistisch gesehen wird sich Big Mum auf die Suche nach dem machen, der diese Torte gebacken hat und damit besteht ein Band zwischen der Strohhutbande und Big Mum. Oda hat durch die Torte eine Situation geschaffen, die es glaubhaft ermöglicht, die Strohhutbande und Big Mum erneut aufeinander treffen zu lassen. Das verleiht der Torte in meinen Augen einen zusätzlichen Wert. Und streng genommen wissen wir ja bereits seit Kapitel 871, dass es zu einer erneuten Begegnung kommen wird:

      -- Scan entfernt -- (Seht euch bitte Kapitel 871 an)


      Tod
      Bevor ich mich der aktuellen Kritik annehme und mich in die Diskussion stürzte, kehre ich auch hier kurz zum Ursprung zurück. In erster Linie geht es mir darum klarzustellen, was es bedeutet, wenn jemand in der One Piece Welt stirbt. Zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach, hat uns Oda bis dato mit keinem einzigen Tod eines Charakters direkt konfrontiert, der nicht von großer Bedeutung war. Ein paar Beispiele:

      Gold Roger - Durch seinen Tod begann das große Piratenzeitalter / Er hat die Geschichte geprägt und als Einziger Unicon erreicht
      Fisher Tiger - Ist gestorben, weil ihm Menschen kein Blut spenden wollten / Er ist quasi Begründer des zukünftigen Zusammenlebens zwischen Menschen und Fischmenschen
      Ace - Durch den Tod von Ace hat sich Ruffy verändert, weiterentwickelt und wäre heute nicht der, den wir kennen
      Whitebeard - Er hat eine neue Ära eingeleitet und bestätigt, dass das One Piece existiert

      Ergänzend will ich festhalten, dass viele weitere Charaktere gestorben sind, sich das wie bei Gold Roger und Fisher Tiger aber auf vergangene Ereignisse beschränkt. Streng genommen haben wir also in rund 800 Kapitel den Tod von zwei Charakteren hautnah miterlebt und diese Ereignisse waren beide von enormer Bedeutung. Daran kann man gut erkennen, dass Oda besonders darauf geachtet hat, wen er bis jetzt sterben lassen wird.

      Nun sind im aktuellen Arc innerhalb von rund 70 Kapiteln mit Pedro und Pound zwei Charaktere gestorben. Oda hat also in einem Arc gleich viele Leute sterben lassen, wie bis dato in seiner ganzen Geschichte. Wenn man diese Ansicht als Bezugsgröße nimmt, dann ist die Neue Welt tatsächlich ein rauer Ort und es zeigt, wie gefährlich ein Kaiser ist. Wichtig ist, dass keiner der beiden dazu gezwungen war, sich zu opfern. Sie haben sich beide aus eigener Initiative heraus dazu entschieden, diesen Weg zu gehen. Der eine ist für einen Traum gestorben, der andere für seine Familie. Beiden wurde der Situation entsprechend angemessen Respekt gezollt und demnach kann ich die Kritik in diese Richtung nicht nachvollziehen.

      Das zweite, vermutlich unangenehmere Thema, ist das Zurücklassen von Jimbei, den Fischmenschen und der Germa. Die User haben sich ja in den letzten Wochen förmlich die Köpfe eingeschlagen und man kann von Glück sprechen, dass sich Oda eigentlich rund um die Uhr in seinem Studio aufhält, da ihm ansonsten vermutlich schon der eine oder andere auf den Hals gesprungen wäre. Ich habe dieses Thema deshalb zum "Tod" hinzugefügt, weil mancher User davon gesprochen hat, dass die Parteien quasi dem Tod überlassen werden und die Strohhutbande für den Tod verantwortlich sein soll, weil sie nicht so gehandelt haben, wie man es erwartet hätte. Bevor ich mich dem Thema komplett annehme stelle ich die Gegenfrage: Wäre die Bande nun umgekehrt und hätte gekämpft, wohin hätte das geführt? Viel mehr als dieses Gegenfrage braucht es eigentlich gar nicht, aber das wäre ja zu langweilig. Andere wiederum haben sich schlicht einen Einblick in die Gedanken der Strohhutmitglieder gewünscht, welche zeigen, dass sie Jimbei und die anderen nicht vergessen haben. Wiederum die Gegenfrage(n): Wäre es nicht irgendwie ein wenig komisch, wenn Sanji oder einer der anderen Strohhüte an die Germa denkt? Und warum sollten Sie trauernd an Jimbei denken, wenn Ruffy klargestellt hat, dass sie sich wieder sehen?

      Sind wir uns einmal ganz ehrlich. Ich glaube jeder User, mich eingeschlossen, weiß, dass weder die Germa, noch Jimbei Offscreen sterben werden. So unangenehm die Situation auch gewesen sein mag, sie wurden nicht dem Tod überlassen. Interessant ist hier zu beobachten, dass den Charakteren teilweise aufgrund einer subjektiven Interpretation der Tod zugeschrieben wird. Es wird also auf negative Art und Weise ein persönlicher Zukunftsgedanke zum Ausdruck gebracht. Es zeigt sich hier eine gewisse Ironie, denn wir als Leser wissen eigentlich, dass keiner sterben wird und dennoch sind manche so negativ und behaupten, Jimbei und die Germa wurden dem Tod überlassen. Die Strohhutbande hingegen vertraut auf das Versprechen von Jimbei und darf dementsprechend positiv gestimmt sein. Der Abschied von der Germa hat bereits etwas früher stattgefunden, als Ruffy ein für alle Mal klargemacht, was für für tolle Fähigkeiten Sanji hat. Es ist zwar stark davon auszugehen, dass wir die Germa irgendwann wiedersehen, aber ich finde nicht, dass sie den Stellenwert einnehmen, dass man Gedanken an sie verschwenden muss. Sie wurden gerettet, damit sich Sanji nicht schuldig fühlen muss und haben sich darauffolgend aus freien Stücken dazu entschieden, selbst eine gute Tat zu leisten.



      Sonstiges
      Oda ist es gelungen einem für mich bedeutungslosen Charakter wie Capone einen Charakter zu schenken, der diesen richtig sympathisch gemacht hat. Alleine die Szene mit dem Schild "Die Strohhüte sind da lang!" war einfach nur köstlich. Und wo wir schon bei Capone sind, so halte ich es für naheliegend, dass sich Caesar ganz ohne unser Wissen bei Capone befindet und seiner Bande beitritt. Ist für mich zum aktuellen Zeitpunkt die logische Konsequenz, aber wer weiß, wohin Oda mit dem verrückten Wissenschaftler noch will.

      Katakuri, der am Anfang nur durch sein Aussehen und seine Kräfte zu beeindrucken wusste, ist durch seine Flashbacks und die Szenen am Schluss richtig sympathisch geworden. Es ist insofern interessant, weil sich nun mit dem Ende aufzeigt, dass sowohl Ruffy und Katakuri für ihre Familie alles tun würden. Eine weitere Sache, welche die beiden verbindet. Ich bin gespannt, ob die zwei noch einmal aufeinandertreffen.

      Zum krönenden Abschluss will ich es mir nicht nehmen lassen, Brook kurz für seine Leistungen in diesem Arc zu huldigen. Er hat nicht nur die Porneglyphe besorgt, sondern auch gegen Big Mum höchstpersönlich gekämpft und dabei sogar eine ihrer Seelen verletzt. Außerdem hat er mir in diesem Arc ein paar der lustigsten Momente in der Geschichte von One Piece beschert und einen davon möchte ich jetzt noch im Sinne eines positiven Abschlusses mit euch teilen:

      -- Scan entfernt -- (Seht euch bitte die Szene an, wo Brook das Bild von Caramel zerbrochen hat)


      Vielen lieben Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, um diesen Beitrag zu lesen.


      Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!


      lg Viva
      Die Ursache der eigenen Handlung in der Gegenwart liegt in der Zukunft.

      Dieser Beitrag wurde bereits 19 mal editiert, zuletzt von Vivalakid ()

    • Santoryu1080 schrieb:



      Nein?! Luffy hätte Katakuri ganz einfach in der Spiegelwelt lassen und zurück zur Sunny springen können - Problem gelöst. Somit hätte man Luffy auch nicht von Cacao Island retten müssen, was die SH fast das leben gekostet hätte.
      Katakuri hätte er zwar tatsächlich in der Spiegelwelt zurücklassen können, aber das mit dem zurück zur Sunny zu gelangen, wäre trotzdem nicht so einfach geworden. Auf der Sunny gab es schließlich keinen Spiegel mehr. Die Sunny dürfte auch kaum auf gut Glück irgendwelche Inseln angefahren haben, der vereinbarte Treffpunkt war immerhin Cacao Island. Also hätte Ruffy trotzdem nach Cacao Island gemusst. Unter Umständen hätte er sich zwar irgendwo eine Teleschnecke besorgen können, aber der Anruf hätte dann genauso gut von den Big Mom Piraten abgehört werden können. Smoker dürfte wohl kaum der einzige mit einer schwarzen Teleschnecke sein. Zu dem Zeitpunkt als Ruffy die Spiegelwelt verließ mag Oven zwar der einzige starke Kämpfer auf Cacao Island gewesen sein, aber die übrigen Truppen wären dann vermutlich auf dem Meer der Sunny entgegen gekommen.

      Immerhin hätten sie nicht mehr auf Ruffy warten müssen und wenn Snack und Co. die Sunny von vorne attackiert hätten, während Smoothie mit ihrer Flotte die Sunny verfolgte, wäre es möglicherweise sogar noch schwieriger gewesen zu entkommen. Viel leichter wäre es jedenfalls auch nicht geworden, denn die Germa und die Fischmenschen wären vermutlich nicht zur Hilfe erschienen. (Eine Sunny die auf dem Meer unterwegs ist zu finden, dürfte schwerer sein, als Cacao Island zu einer feststehenden Uhrzeit zu erreichen.)
      Einmal etwas gepostet und schon ein höheres Kopfgeld als Chopper.
    • Ich hab jetzt nicht alle durchgelesen hoffe das hat noch niemand gepostet...

      Ich glaube der Kuchen hat Big Mom nicht in Ohnmacht fallen lassen, damit Nami "Mini-Zeus" behalten kann. Da er nicht mehr gezeigt wurde gehe ich davon aus dass er noch bei Nami ist damit er dann unerwartet auf Wano in größter Not da ist.
      Wäre Big Mom in Ohnmacht gefallen, hätten die Seelen zu ihren Besitzern zurück kehren können und Nami hätte Zeus nicht behalten können.

      Mfg Jamie.
      Macht bei Love&Loath mit und bewertet und kritisiert eure Lieblingscharakter.
      Ist echt spaßig!
    • @Imagine Breaker

      Imagine Breaker schrieb:

      Katakuri hätte er zwar tatsächlich in der Spiegelwelt zurücklassen können, aber das mit dem zurück zur Sunny zu gelangen, wäre trotzdem nicht so einfach geworden. Auf der Sunny gab es schließlich keinen Spiegel mehr.
      Neh, du bringst hier glaub ich etwas durcheinander. Ich rede von - Als Luffy Katakuri von der Sunny in die Spiegelwelt reingezogen hat, hätte Luffy direkt durch den selben Spiegel zurück zur Sunny springen und Katakuri in der Spiegelwelt zurücklassen können. Also ganz am Anfang, bevor man überhaupt die anderen Spiegel zerstört hat.

      Mfg
    • So der WCI Arc ist vorüber, und nach dem ich meinen vorerst letzten Reread abgeschlossen und das Ganze etwas sacken gelassen haben, wollte ich mich auch nochmal zu äußern. Und dabei direkt vorweg, ich bin recht zwiegespalten, was ich denn jetzt von diesem Arc halten soll. Aktuell bin immernoch ziemlich enttäuscht, wie Oda den letzten Drittel dieses Arcs (ca die letzten 25 Kapitel) geschrieben hat, auch wenn ich mir immer wieder sage, dass ich den Arc sicherlich anders bewerten werde, wenn wir innnerhalb der Yonko Saga etwas weiter sind und einige Handlungsentscheidugen/Fragen sich aufdröseln bzw zu Ende geführt werden. Fällt mir allerdings schwer, denn das könnte noch paar Jahre dauern. Und so muss ich mich doch über die ständigen Richtungswechsel sowie besonders die Torte ärgern.

      Trotz alldem muss ich jedoch klar betonen, dass ich WCI rein von der Prämisse immer noch wirklich fantastisch finde. Visuell sah dieses Territorium toll aus, und diese Kombination aus Märchen/Fabelwelt und BigMoms Terrorschlaraffenland sorgte für eine ordentliche Atmosphäre. Besonders dann, wenn sie angefangen hat zu singen und die Songs rein vom Inhalt komplett konträr zu dem standen, was die freudig singenden, lebendigen Blumen, Sonnen und Süßigkeiten darstellten. Ich verweise hier besonders auf ihr Einführungskapitel, sowie auch das Kapitel, indem sie die Torte verschlungen hat und sich dann auf einem LSD Trip befunden hat, wo sie dann mit ihren verstorbenen Freunden im Kreis in den Himmel geflogen sind.

      Jedenfalls merkte man, dass diese Prämisse wirklich perfekt für jemanden wie Oda ist, der dafür bekannt ist, teils skurille wie geniale Charakterdesigns aufs Papier zu bringen. Dabei sagt mir nicht immer alles zu und die immense Charakterflut störte zwischendurch schon etwas, nur die Designs von Figuren wie Tamago, Perospero, Cinnamon, Poire (beste), Yuen etc waren meiner Meinung nach einfach nur großartig. Bei einem Comeback hoffe ich dann wirklich, dass Oda aus einigen dieser Kandidaten mehr holen kann und wird. Denn grade im letzten Arcabschnitt gingen einige der Genannten doch leider ziemlich unter. Von Kalibern wie Smoothie fange ich hier lieber gar nicht erst nan. Hoffentlich muss sie sich im nächsten Arc nicht erneut eine Tür entgegenstellen.

      Und ich kritisiere hier schon wieder die letzte Phase des Arcs, und möchte dabei auch direkt betonen, dass ich nicht alles als schlecht empfunden habe. Immerhin bot jene auch diverse Highlights wie zum Beispiel: Sanjis Sneak Angriff auf Oven, die Sulong Transformation, natürlich Gear 4 Snakeman und die daraus resultierende ansehnlichste Kampfchoreographie seit langem oder auch Jimbeis Steuermannfähigkeiten, welche er mit der Nutzung GreenRooms unter Beweis gestellt hat. Und die ersten Abschnitte des Arcs sind wiederum auch nicht von Kritik befreit, so kam der erste Dämpfer bei mir mit dem Offscreen Kampf zwischen Cracker & Luffy. Und ich bin bis heute kein Fan davon, wie Pudding Sanji ausgetrickst hat, nur um dann in ihrer Arroganz heraus den kompletten Plan zu Ermordung der Germa66 zu offenbaren, welches natürlich einem zufällig nebenanstehenden Smutje zu Ohren kommt. Mir ist dabei bewusst, dass Zufälle auch immer zu einer Geschichte gehören und man den Plot einfach irgendwie voranbringen muss. Aber ein Sanji, welcher zumindest erahnt, dass Pudding etwas verbirgt - warum nicht hier das OHaki nutzen? - und ihr daraufhin nachspioniert, wäre mir Hundertmal lieber gewesen. Und generell ärgert es mich wieder wie viele Chancen Oda hier verpasst hat, um Sanji uns auch als Kämpfer und Stratege zu präsentieren. Nicht einmal das Hardening, was gefühlt jeder mittlerweile beherrschte, durfte er zeigen, geschweige denn irgendeine neue, namenhafte Technik...

      Aber gut sei es drum, da habe ich vielleicht zu viel erwartet. Ich möchte jetzt auch gar nicht mehr sonderlich viel Negatives äußern, sondern auf die für mich besten Momente des Arcs konzentrieren. Dabei war es gar nicht so einfach mich festzulegen, da es echt viele tolle Szenen gegeben hat. Lustig wie episch, besonders auf der Teeparty. :D Ich denke allerdings meine Top3 sieht dabei wie folgt aus: Und den Anfang macht hierbei für mich Boss Jimbei! Und das tut mir schon etwas Leid für unseren MVP SoulKing Brook, der in diesem Arc unbestreitbar sehr viel geleistet hat und dem ich auch mittlerweile die erbärmliche Offscreen Performance gegen Peros verzeihe. Nur so verdammt cool es auch gewesen sein mag, wie er BigMom in der Schatzkammer Paroli geboten hat, so sehr legte Jimbei noch einen drauf. Denn wie er auf der Teeparty Linlin vor allen Gästen, darunter Morgans und somit der gesamten Welt, diskreditierte und dabei noch das Ritual mit der Sakeschale hinstellte, ist einfach genial gewesen und passend zu seinem Titel als edler Ritter der Meere. Meiner Meinung nach hätte Oda hier schon Jimbei sein Beitrittskapitel geben können, denn wie hier der dicke Walhai seine Loyalität bekennt und sich anschließt, toppt für mich jeden anderen Beitritt zuvor. Und mich wurmt es grade deshalb, dass er leider nicht mitkommen konnte, denn der Typ ist ohne Zweifel eine massive Bereicherung für die Crew.

      Highlight Nummer 2 ist weniger ein Moment und auch eigentlich keine Szene gewesen, sondern viel mehr ein ganzes Kapitel! Und zwar Chapter 890, wo ich wirklich jedes einzelne Panel geliebt habe, als die SHB mit vereinter Kraft die Hexe aus der Hölle von der Sunny gedrängt haben. Und grade hier zeigte Oda eindrucksvoll, dass ein MatchUp in OnePiece eben nicht nur durch Powerlevels entschieden wird, sondern die richtige Konstellation ebenso entscheidend ist. Aber noch viel wichtiger, die Sunny Truppe durfte aktiv zurückschlagen und das ohne ihren Kapitän! Wie Jimbei, Brook sowie Nami BMs Teufelskräfte ausgehebelt haben, wenn auch nur für einen kurzen Moment, war genial anzusehen. Und man mag dabei kaum glauben, dass das teilweise die selbe Truppe gewesen sein soll, welche beim Anblick von Doflamingo noch weinend um Hilfe geschrien hat. Bitte Oda mehr davon, gerne auch im Team! Es muss nicht immer nur Luffy, Zorro oder irgendein Nebencharakter sein, der solche Sachen regelt. Hier schimmerte wieder das Potential durch, denn selbst Beipackwerk wie Chopper, der dann hoffentlich im kommenden Zoan zentrierten Arc wieder was zu melden hat, durften ein klein wenig glänzen. Btw möchte ich kurz noch erwähnen, dass die gute Navigatorin in wirklich jedem Outfit des Arcs absolut klasse ausgesehen hat. Besonders mit dem abschließenden Oberteil, das war eine Wohltat nach all den Jahren Bikini Nami. :)

      Meine Lieblingsszene in dem Arc war jedoch zweifellos Luffy Ansage gegenüber Sanji, dass er ohne diesen nicht Piratenkönig werden kann. Und dass Luffy, ausgerechnet der Fresssack, für ihn sogar sich in den Hungerstreik begibt. Das hat zwar die Situation des Smutjes und den Konflikt, welchen er mit seiner Familie sowie dem Baratie hatte, nicht vereinfacht. Zeigte jedoch auch, wie weit Luffy für seine Crewmitglieder gehen würde, und dass er ihr Wohl über seinen Traum stellt. Genauso wie sie ausnahmslos alle bisher für ihn getan haben/tun würden. Die Szene war so unheimlich intensiv, hat mich wirklich gerührt - besonders durch die Animeumsetzung und ich würde sogar auf das gesamte OnePiece Universum bezogen sagen, dass es für mich eines der Momente überhaupt gewesen ist. Und bis hierhin war ich wirklich sehr begeistert von Sanji, seinem hinzugekommenen tragischen Background und seiner Rolle in dem Arc. Nur danach kamen die ersten Risse und schließlich das für mich leider unbefriedigende Ende mit der Beziehung zur Germa. Es wäre der perfekte Zeitpunkt für seine Rückkehr als MrPrince/Hunter gewesen, nur Oda wollte nicht...

      Mein Fazit jedenfalls, unterm Strich ein solider Arc, der für mich jedoch leider das Potential verschenkt hat, großartig zu sein. Denn die Prämisse und der Plot bis zu einem bestimmten Punkt war es, wie anfangs erwähnt, definitiv für mich. Nur wer weiß, vielleicht wird der Arc mit den Jahren noch gut reifen. Da muss man wohl abwarten, wie Oda die Throne Wars nun aufziehen. möchte. Was zudem nicht unerwähnt bleiben sollte, Oda hat hier nicht nur sein gängiges Arckonzept aufgebrochen, sondern auch einige Tode dieses mal konsequent durchgezogen. Pedro, Pound (der Arme) und Pekoms vielleicht auch, und das ist doch eine ganze Menge für seine Verhältnisse. Hut ab dafür, Oda. Hätte ich persönlich echt nicht gedacht.

      PS: Capone hat es leider nicht in meine Top3 geschafft, aber rein von den bisher etablierten Figuren, hat er meiner Meinung am allermeisten von diesem Arc profitiert. Schon stark, wie sympathisch mir diese Superrookie geworden ist. ;)

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    • Fazit

      Der WCI-Arc scheint endgültig zu ende zu sein - wobei auch viel zu abrupt.
      Der Arc fing für mich wirklich super an - er hatte das Potenzial einer meiner Lieblings-Arcs zu werden - ABER! Desto weiter der Arc ging und desto näher wir der Hochzeit kamen, desto weiter entfernte er sich von meiner ''Lieblings-Arc Liste''. Aber alles der Reihe nach.

      Der Auftritt von einem Yonkou-PowerHouse, direkt am Anfang, - Cracker - machte den Arc-Beginn zu einem der Besten. Da wird uns sofort am Anfang ein Monster ins Gesicht geknallt und ich fand's klasse. Leider ereilte Ihm das selbe Schicksal wie dem ganzen Arc - guter Start, schlechtes Ende. Der Kampf gegen Cracker fing wirklich gut an und auch der Mittelteil war wirklich der Hammer. Das Ende war aber sehr unbefriedigend - welches auch die ewig langen Diskussionen zur Folge hatte. Beim Katakuri Kampf praktisch genau das selbe.
      Ab hier ging der Arc dann langsam aber sicher denn Berg runter. Angefangen an denn, manchmal schon arg lächerlichen Zufällen, bis hin zur letztendlich unnötigen Kuchen jagt.

      Sanji
      Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Oda mit diesem Arc bewirken wollte - außer Sanji ständig leiden und einstecken zu lassen. Was wurde aus ''Jeder der in DR nicht dabei war, darf glänzen'' - oder das ''Year of Sanji'' - welches sich wohl größtenteils nur auf Sanji's Backstory beziehen dürfte - aber die anderen SH hatten auch Backstory's und da hieße es auch nicht ''Year of ...''.
      Sanji wurde ständig von seiner Familie erniedrigt, als Fehler bezeichnet und sogar verprügelt. Nun ist der Arc zu Ende und Sanji durfte Ihnen noch nicht einmal das Gegenteil beweisen - dabei gab es SOOOO viele Möglichkeiten dafür.
      Was sollen wir aus diesem Arc lernen - Oda? Das Sanji ein Fehler ist?

      Ständig wurden Kämpfe für Sanji angeteasert - Daifuku traf 3mal auf Sanji ! und da darf Sanji diesen nicht mal besiegen???? - dann war da noch Perospero, Snack...apropo Snack.
      Wieso wurde Snack überhaupt eingeführt? Um die Germa anzugreifen? Hätte Smoothie doch auch machen können, die hatte doch sowieso nichts zu tun.
      Ich dachte aber, dass das eine gute Möglichkeit wäre Sanji gegen Snack antreten zu lassen, womit er auch direkt hätte Jujji retten und Ihm das Gegenteil (Zum Thema Fehler) beweisen können.
      Aber Nein, Sanji darf wieder nichts machen...
      Lieber Sanji einen Kuchen backen lassen, der im Endeffekt nichts gebracht hat. Gute Idee Oda - ''das wird Sanji's so schon leidendem Image sicher helfen.''
      Es ist doch nicht zu viel verlangt, Ihm ENDLICH einen Kampf zu geben.

      Sanji macht mehrmals eine Große Ansage um den Kuchen und das er auf jeden fall seinen Captain retten wird - das Ergebnis kennt Ihr ja. Da hat Sanji wohl nicht mit Luffy's 1mio. Tonnen Gewicht gerechnet, welches Ihn auf ''Normal-Menschen'' Geschwindigkeit abbremsen würde. Und der Kuchen hatte auch nicht den vorhergesagten Effekt. Diese ganze Kuchen Geschichte war wohl einfach nur eine Ablenkung, damit Luffy gegen Katakuri antreten darf - einen anderen Sinn sehe ich dahinter nicht.

      Mich als Sanji-Fan nervt es total, was Oda mit Sanji macht.

      SHB
      So wirklich glänzen - wie die DR-Gruppe - durften Sie ja nicht. Keiner von Ihnen hat Kämpfe bekommen - verstehe bis heute nicht wieso. Luffy durfte 2 Kommandanten besiegen und gegen eine Armee antreten - aber die anderen bekommen nichts ab? Es ist ja nicht so, als wären dort nicht genug Gegner gewesen - es gab Gegner im Übermaß! Hätte man einige davon besiegt, hätte es die ganze Flucht auch etwas leichter gemacht.
      Die haben hier und da mal was machen dürfen, aber so wirklich als ''Glanzmoment'' sehe ich das jetzt nicht.

      Plus Punkte
      -Die BMP hatten einige echt coole Charaktere (Cracker, Katakuri etc.) und es war mal interessant zu sehen, wie so eine Yonkou Bande Funktioniert/Tickt, leider hat man von den meisten viel zu wenig gesehen.
      -Die Germa 66 besteht zwar praktisch nur aus A-löchern, aber ich mag diese A-Löcher.
      -Jimbei
      -Bege

      Das ist nur eine grobe Aufzählung.

      Minus Punkte
      -Die manchmal dämliche Darstellung der BMP
      -Die Darstellung der SHB, vor allem Sanji's
      -Viele Unbeendete Baustellen - Plot-Technisch.
      -Jimbei's beitritt wurde wieder verschoben...
      -Die ganze Kuchenaktion
      -Die manchmal schon arg lächerlichen Zufälle

      Das ist nur eine grobe Aufzählung.

      Offene Fragen
      -Was war Puddings-Rolle? Wofür hat man Ihre TF eingeführt? Um Sanji's Erinnerung an den Kuss zu lösen?
      -Was wird jetzt aus der Germa 66? Kommen die da Lebend raus?
      -Jujji: Hat er nun die selben Augenbrauen wie Sanji oder nicht? Der ganze Aufbau mit den Gen Manipulationen und der Geheimtuerei und dann das? Also da ist Oda uns noch eine Erklärung schuldig.
      -Was war die Aufgabe der Germa in diesem Arc? Uns Lesern zu zeigen, dass Sanji ein Fehler ist?

      Wie schon am Anfang gesagt, hatte der Arc einen wirklich guten Start, nur leider hielt er nicht lange...vom Ende will ich gar nicht erst anfangen.
      Der einzige Grund wieso ich nicht wollte das der Arc endet, war das ich Woche für Woche darauf gewartet hab, dass die restlichen SH auch mal etwas machen dürfen - wurde aber jedes mal enttäuscht.
      Jetzt bin ich froh das dieser enttäuschende Arc endlich zu ende ist.

      So wie es scheint, werden wir auf BM wieder treffen (dazu schreibe ich später was)- wodurch ich diesen ganze Arc als unnötig empfinde. Das PG hätte man doch auch später holen können - nach dem Wano Kuni Arc. Wozu hat man diesen WCI-Arc jetzt noch - kurz vorm Wano Kuni Arc - rein gequetscht?

      Mfg
    • Santoryu1080 schrieb:

      -Was wird jetzt aus der Germa 66? Kommen die da Lebend raus?
      Naja die Germa66 Leute können doch zum teil fliegen, vieleicht kann ja das Schloss das auch und weg wären sie ?.. Oder die Schnecken können abtauchen, die können ja auch die Redline hochklettern, wir kennen ja Oda niemand wird sterben und alle werden irgenwie entkommen..... Wie immer..........
    • Santoryu1080 schrieb:



      Neh, du bringst hier glaub ich etwas durcheinander. Ich rede von - Als Luffy Katakuri von der Sunny in die Spiegelwelt reingezogen hat, hätte Luffy direkt durch den selben Spiegel zurück zur Sunny springen und Katakuri in der Spiegelwelt zurücklassen können. Also ganz am Anfang, bevor man überhaupt die anderen Spiegel zerstört hat.
      Mfg
      Dass du diesen Moment meinen könntest kam mir überhaupt nicht in den Sinn.
      Aber ich weiß auch nicht ob Ruffy wirklich so einfach wieder ohne Katakuri aus der Spiegelwelt herausgekommen wäre.
      Beim Eintritt schien es mir so, als hätte Katakuri sich überhaupt nicht gewehrt.
      Hätte Ruffy aber versucht sofort wieder zu verschwinden, so hätte Katakuri auf jeden Fall versucht ihn aufzuhalten.
      Einmal etwas gepostet und schon ein höheres Kopfgeld als Chopper.
    • Luffy scheint seitdem TS nicht sonderlich viel dazu gelernt zu haben. Schon damals war er ein Hitzkopf und hat seine Bande gerne mit in Abenteuer genommen die ihr Ende hätte bedeuten können. Auf SA wurde ihm gesagt er solle die Himmelsdrachenmenschen in Ruhe lassen, das tat er nicht und hat somit das Leben seiner gesamten Crew aufs Spiel gesetzt. Nur durch Rayleigh und Kuma konnten sie überleben.

      Jetzt tut er etwas ähnliches und dringt mit der Hälfte seiner Crew in das Reich eines Kaisers ein. Ist ja noch im Rahmen, aber was mir persönlich wirklich nicht gefallen hat ist folgendes: Durch seine Sturheit hat er Namis Tod vollkommen in Kauf genommen (sie hat ihn angefleht zu fliehen und er hätte nicht wissen können das die Armee des Zorns nicht töten wird) und auf die Träume der anderen SHBler gespuckt. Jeder in der SHB hat Träume, hier einfach zu sagen wir alle hören auf weil Sanji nicht zurück kommt hielt ich für rücksichtslos den anderen gegenüber.
      Wenn du nochmal ´nen Mond nach mir wirfst... flipp ich richtig aus!
    • Ich möchte mich als professioneller Mangakritiker gerne wiederholt zu Wort melden.
      Der Arc war schlicht miserabel! Man hätte den Arc rund um die Hochzeit gestalten können. Stattdessen hatte ich persönlich das Gefühl, man spielt ein Actionadventure mit verschiedenen Leveln:

      Level 1: Ankunft Whole Cake Island
      Level 2: Der Wald
      Level 3: Das Gefängnis
      Level 4: Der Ausbruch
      Level 5: Die Hochzeit
      Level 6: Die Flucht
      Level 7: Der Kampf in der Spiegelwelt und die Flucht vor Big Mom
      Level 8: Das Ende

      Also ich hätte mir das Ende gerne nach der Hochzeit gewünscht. Aber gut man sollte nicht zu viel fordern. Der Wano Kuni Arc wird auch Kacke ablaufen. Ich spoiler schonmal. Kaido stirbt endllich und wird wieder glücklich in dem er sich durch Ruffys Dummheit das Leben nimmt.
    • @MangaKritiker

      Dafür das du dich selbst als professioneller Mangakritiker bezeichnest, ist deine Kritik leider erstaunlich unprofessionell.
      Du behauptest der Arc sei schlicht miserabel. Du unterlässt es an dieser Stelle aber, deine Behauptung mit Belegen zu untermauern. Folglich bleibt die Behauptung ein eigenes persönliches (willkürliches) Empfinden von dir, aber wird nicht zur Kritik.
      Du schlägst vor, man hätte einen Arc rund um die Hochzeit gestalten können. Aber war die Hochzeit nicht schon seit Zou der Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse? War sie doch erst der Auslöser der gesamten Ereignisse und stand später auch noch im Mittelpunkte...
      Als nächstes sagst du sogar explizit, dass du ein persönliches Gefühl hattest. Aber erneut ist dein persönliches (willkürliches) Empfinden nicht mit einer Kritik gleichzusetzen. Die Kritik muss auf objektiven Kriterien beruhen und sollte nach Möglichkeit auch belegt werden. Nur aufgrund seines persönlichen Gefühls zu kritisieren reicht aber nicht.
      Das dein Wunsch nicht erfüllt wurde kannst du nun wirklich nicht kritisieren. Auch wenn es dich vielleicht persönlich enttäuschen würde. Diese Forderung, alle deine Wünsche zu erfüllen, kannst du auch nicht an Oda stellen.
      Zum Schluss behauptest, dass auch der Wano Arc Kacke ablaufen wird. Anscheinend ziehst du diese Schlussfolgerung aus deiner "Kritik". Aber da deine Kritik nur auf deinem persönlichen Empfinden beruht, verkommt deine Schlussfolgerung zur bloßen persönlichen (willkürlichen) Einschätzung.
      Kaido soll also deiner Einschätzung nach sterben und DANN glücklich werden? Wie soll Oda das deiner Meinung nach überhaupt darstellen? Sollen wir Kaido im Jenseits mit Whitebeard und Gol D. sehen?
      Und wie soll sich Kaido DURCH RUFFYS DUMMHEIT das Leben nehmen?

      Fazit:
      Ich kann deiner "Kritik" leider überhaupt nicht abgewinnen. Zum Ersten stellst du dein persönliches (subjektives und willkürliches) Empfinden als objektive Kritik dar (was ich leider nur verstehen würde, wenn ich dein Empfinden nachvollziehen könnte) und zum Zweiten unterlässt du es, dein persönliches Empfinden für den Leser deines Beitrages nachvollziehbar zu machen. Stattdessen liest sich dein Beitrag so, als wenn du dein persönliches Empfinden als das einzig mögliche Gefühl betrachtest, welches jeder Leser zwangsläufig beim Lesen des WCI Arcs entwickeln muss...
      "Do you know what heroes are? Say there is a chunk of meat. Pirates will have a banquet and eat it. But heroes will share it with other people. I want all the meat!"

      -Monkey D. Ruffy
    • KoalaD schrieb:

      PS: Wo bleibt deine Signatur? Wettschulden sind doch Ehrenschulden
      Die ist in der Tat seit gestern angepasst. Aber derzeit kann sich selbst @Vexor nicht erklären warum sie nicht angezeigt wird



      Aber kommen wir kurz zu einer Zusammenfassung:

      Die ursprüngliche Wette


      Dann haben wir hier die Zustimmung von @KoalaD


      Und hier ist @Sentinel


      Und hier ist noch @Tyki_Mikk



      TL:Dr
      Ich und KoalaD haben verloren 8-)
      Ich Áyu akzeptiere, dass es durchaus möglich ist den Shonen typischen Aufbau eines Arcs zu hinterfragen und ein Antagonist nicht zwingend in jenem Arc fallen muss wo er die Hauptperson ist
    • Charakteraufbau oder Charakterverschleiss?

      Um diese Frage kreisen meine Gedanken über diesen Arc nun schon eine ganze Weile. Es war für mich persönlich einer der, wenn nicht der durchwachsenste Arc in One Piece bisher. Selbst wenn mir gewisse andere Arcs insgesamt weniger gefallen (Marineford) oder stärker kritisiert wurden (Dressrosa), so hatten diese Arcs trotzdem etwas, was hier gefehlt hat: Konsistenz. Die Richtung des Arcs war noch nie so diffus wie hier. Begann es mit der Infiltration von Big Moms Territorium, dem 'Zurückstehlen' Sanjis und des Kopierens der Porneglyphen, so wurde darauf die Germa als potentielle weitere Antagonisten eingeführt und das Verhindern der Hochzeit mit inakzeptablen Konsequenzen verknüpft. Darauf folgte ein Attentatsplan auf Big Mom, welcher scheiterte, und eine extrem langgezogene Flucht, während welcher Ruffy seine Pläne kurzfristig änderte, um an Katakuri zu trainieren. Die Konsequenz sind deutliche Powerups für Ruffy und Nami, ein Superheldenanzug für Sanji und die - vielleicht verfrühte - Elevation Ruffys zum Kaiser. Für lange Teile des Arcs, wenn nicht sogar bis zum Ende, war nichts von diesen Konsequenzen erkennbar.

      Was haben wir dann während des Arcs gesehen, wenn es nicht diese Konsequenzen waren? Sehr viel Charakteraufbau. Bei manchen vielleicht mehr bezüglich ihrer Kampfkraft (Oven), aber es waren auch ein paar Persönlichkeiten mit Charakter dabei (Katakuri, Pudding, Big Mom). Allerdings fühlen sich viele dieser Charaktere 'unfertig' an, was daran liegt, dass sie mit vielen grossartigen Momenten als Antagonisten aufgebaut, aber nicht besiegt wurden. Bei den meisten kampfstarken Charakteren, die in diesem Arc eingeführt wurden, fühlt es sich so an, als sollte es ein Rematch geben - ausgenommen Cracker, Katakuri, Brûlée (und Snack).
      Was soll mit all den anderen Charakteren jetzt geschehen? Falls die Big Mom Bande in einem späteren Arc noch einmal als Hauptantagonist auftreten darf, haben wir eine Bande, deren stärkste Kämpfer uns bekannt sind und die wir als gefährliche Gegner ernstnehmen können - Smoothie ausgenommen. Ohne einen solchen Folgearc wären die meisten Charaktere in diesem Arc jedoch zu kurz gekommen, allen voran Big Mom, Perospero und Oven.

      Damit kann ich also die brennendste Frage über diesen Arc immer noch nicht beantworten: Hat Oda hier raffiniert eine ganze Bande von zukünftigen Hauptantagonisten vorgestellt, oder hat er sie halbherzig verpulvert? Ich vermute ja, dass alle Kaiser in einem letzten Rennen nach Raftel nochmals auftreten werden. Ob Oda dort all diesen Charakteren gerecht werden kann...? (Oder vielleicht taucht Big Mom tatsächlich auf Elbaf als Hauptantagonistin auf, wie das viele vermuten.)


      Neben den Charakteren, waren es die Motivationen dieses Arcs, die mich mit gemischten Gefühlen zurückliessen. Wie oben erwähnt, ging es in diesem Arc offiziell um die Rettung Sanjis und - ganz nebenbei - um das Kopieren der Porneglyphen. Diese Ziele wurden zwar grundsätzlich auch erreicht, aber die zweite Hälfte des Arcs kann dadurch nicht motiviert werden. Klar, Sanji wollte seine Familie nicht gemeuchelt sehen, aber da hätte Oda andere Wege einschlagen können. Wenn man sich anschaut, was aus der zweiten Hälfte des Arcs herauskam, dann schien es Oda darum zu gehen, gewissen Strohhüten ein Power-up zu geben und Ruffys Bekanntheitsgrad ordentlich zu stärken. Es missfällt mir sehr, dass ein halber Arc letztendlich nur durch diese Motive begründet werden kann. Auch wenn die zweite Hälfte des Arcs viele gute Momente hat (die ganze Hochzeit, Big Mom auf der Sunny, Carrots Sulong-Form, etc.), so hat er auch immer wieder Durststrecken und nimmt zu viel Platz ein in einer Phase des Mangas, wo eigentlich alles auf die Konfrontation auf Kaido ausgerichtet ist.
      Diese Kombination von Inkonsistenz, potentiellem Charakterverschleiss und einer langgezogenen Schlussphase (die dann plötzlich ganz abrupt endet) machen den Arc für mich sehr zäh.


      Trotz dieser Kritik hatte dieser Arc auch viele gute Momente (die leider nie zu einem Ganzen wurden). Das Märchensetting von Big Moms Territorium und ihrer Bande war grossartig und hat uns viele wunderbar skurrile Figuren und Teufelskräfte beschert, was zu meinen Lieblingseigenschaften von One Piece gehört. Viele Szenen im Arc haben an Märchenszenen erinnert, wie die Rettung von Brook aus dem Schlafzimmer der 'bösen Hexe', das unerwartete unter dem Schleier an der Hochzeit (Wieso hast du keinen Fake-Sanji an die Hochzeit geschickt, Oda?!), Big Moms Verfressenheit und Kräfte, etc. An der Stelle war es auch nicht völlig deplatziert, Big Mom nicht fallen zu lassen. Schliesslich werden Hexen in den Märchen auch oft nicht endgültig besiegt, sondern nur überlistet (mein Lieblingsbeispiel dazu ist Baba Yaga aus der Osteuropäischen Mythologie).

      Auch Charakterweise konnte der Arc punkten. Brûlée wurde ja schon korrekt als das nächste Mitglied der Strohhutbande erkannt, Katakuri hat eine unerwartete Tiefe erlangt, Oven war ein super No-Bullshit-Kämpfer, Perospero ist einfach nur ein makaberes Monster, Big Moms Seelen haben klare Persönlichkeiten undundund.

      Als letzten positiven Punkt möchte ich einige Charaktere auf der Seite unserer 'Helden' erwähnen. Da wären Brook, Bege, Jinbei, Brook, Nami, Carrot, Brook und Sanji. Einige dieser Charaktere haben in diesem Arc eine ganze Reihe von grossartigen Auftritten gehabt. Kritikpunkte gibt es nur zwei, einerseits dass Choppers einziger grosser Moment - der Sieg in der Spiegelwelt - so nebensächlich inszeniert wurde, während Carrot und Nami mit der Sulong Form und Zeus' Blitzen mehr aus ihren Momenten herausholen konnten, und andererseits die Tatsache, dass Sanji bei seinen Momenten entweder Off-screen, oder abwesend (Big Moms Kuchengelage) war. Bei den anderen Strohhüten hat Oda aber gut für ihre Abwesenheit auf Dressrosa kompensieren können; tatsächlich steht die Dressrosa-Gruppe für mich im Moment schlechter da (ganz besonders Robin und Zorro).
      Auf jeden Fall hoffe ich diesbezüglich, dass die 'klassische' Strohhutbande bald wieder vereint ist, sodass nur noch Jinbei fehlt.


      Fazit: Ein durchwachsener Arc, der immer wieder sehr gute Momente liefert, aber leider auch immer wieder üble Durststrecken hat und dessen übergeordnetes Ziel oft unklar oder nicht zufriedenstellend erreicht ist.



      P.S: @Áyu Ich kann deine neue Signatur jetzt sehen. Scheint also zu klappen. Bis am nächsten 1. Mai also. ;)
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.