Erlebnisse eines Meisterdiebes (Eldrail)

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    • Erlebnisse eines Meisterdiebes (Eldrail)

      Ich bin persönlich ein begeisterter Verfolger des Fanfictionbereiches, auch wenn ich bisher selbst noch nicht schriftstellerisch tätig war. Jetzt habe ich allerdings gerade Zeit und Motivation, mich selbst an einer Fanfiction zu versuchen. Da diese allerdings einerseits recht umfangreich sein dürfte und andererseits noch nicht fertig geplant ist, werde ich hier erstmal eine andere Idee von mir verwirklichen. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Charakter, der im gleichen OP-Universum existiert, wie in welchem meine eigentliche Story spielen würde/wird.
      Dabei gibt es hier keine richtige Story, sondern mehr kleine Episoden aus dem Leben des (selbsternannten) Meisterdiebes Gordan. Zumindest eine dieser Episoden mit einem Umfang von 3-4 Kapiteln habe ich schon fertig geplant und hoffe, sie hier doch recht zügig veröffentlichen zu können.

      Ich bin als absoluter Anfänger natürlich offen für jede Kritik und Feedback bezüglich Schreibstil und Inhalt. Meine Hoffnung ist ja, dass ich hier lerne und so meine Schreibfähigkeiten verbessern kann.

      Jetzt ohne weiteres Gerede zur ersten Episode "Hochmut kommt vor dem Fall".

      Kapitel 1 - Die Wette


      Porto de Riqueza, Escopia

      Die Schenke „Schatten“, ein heruntergekommener Ort mit niedriger Decke und verrauchten Holzbalken überall, war jetzt kurz vor der Dämmerung ziemlich gut besucht. Im „Schatten“, dessen Besitzer darauf schwor, dass die Taverne nach einem Vorfahren benannt war, gab es auch mehrere private Räume. In einem dieser Rückzugsorte befand sich eine lärmende Gesellschaft.
      Auch dieser Raum war düster und ohne Fenster. Für Helligkeit sorgten ein paar Fackeln an den Wänden, deren flackerndes Licht bald mehr verhüllte denn preisgab.
      Am einzigen Tisch des Raumes befanden sich vier Personen, drei, deren Leben noch vor ihnen lag, an der Schwelle des Erwachsenwerdens, und eine ältere.
      Die Gesichter der Anwesenden hinterließen keinen bleibenden Eindruck. Einer von mittlerer Größe, mit schulterlangem schwarzen Haar und leuchtenden blauen Augen war noch am Auffälligsten. Was sich alle Anwesenden teilten waren ihre langen, feinen Finger.
      Schon gut angeheitert durch den Alkohol, wurden die neusten Ereignisse auf der Grandline diskutiert.
      „Welch ein Glück, dass die Marine seit dem Beginn der Piratenära, ihre Aufmerksamkeit nur noch auf das Meer und den Hafen richtet“ tönte der Jüngste der Runde.
      „So schlecht, wie du stiehlst, hast du das auch nötig“ schrie darauf lachend der Älteste der drei Jüngeren Anwesenden.
      „Nur weil du gerade das Ende deiner Lehrzeit als Dieb erreicht hast, solltest du dich nicht über ihn lustig machen“ wies ihn der Älteste der Runde zurecht.
      „Aber es stimmt doch, ich bin besser als er“ beschwerte sich der Zurechtgewiesene.
      Darauf mischte sich der Dieb mit den blauen Augen ein und verkündete mit prahlerischem Stolz:
      „Ich bin der Meisterdieb hier, es gibt nichts, was ich nicht stehlen könnte!“
      Einen Moment herrschte Stille, doch dann brach Gelächter aus. Dann ergriff der Älteste, der Mentor und Lehrmeister der Jüngeren, das Wort:
      „Gordan, so einen Schwachsinn habe ich ja noch nie gehört. Nimm dir zum Beispiel das Haus von Warren, dem Händler. Der hat eine eigene Wachmannschaft, bestehend aus kampferprobten Veteranen der Grandline. Das ist eine Hausnummer zu groß für dich, selbst ich würde mich da nicht rantrauen. Deine Arroganz wird dir eines Tages noch zum Verderben werden.“
      „Ihr seid doch alle ein Haufen Feiglinge“ entrüstete sich Gordan.
      „Onkel, ich fordere dich zu einer Wette heraus. Morgen Abend wenn wir uns wiedertreffen, werde ich den Inhalt von Warrens Safe dabei haben!“
      Die Gemeinschaft der Diebe tauschte ein paar Blicke aus, dann meldete sich der Gordans Onkel zu Wort:
      „Gut, angenommen. Zwar kann ich das eigentlich nicht verantworten, aber ich habe das Gefühl, du hast eine Lektion in Demut dringend nötig. Der Verlierer muss für die Gegenseite in der nächsten Woche die Rechnungen hier im Schatten zahlen.“
      Zur allgemeinen Überraschung stimmte Gordan dem Vorschlag ohne zu zögern zu.
      „Gordan ist der wahre Erbe des Langfingerstamms, doch ein Dieb muss auch seine Grenzen kennen. Ich bezweifele, dass er es wirklich versuchen wird“ dachte der Lehrer.
      Dann verabschiedete sich der siegesgewisse selbsternannte Meisterdieb, um sich die notwendige Ruhe zu verschaffen. Noch beim Verlassen des Raumes hörte er, wie jemand sagte:
      „Der wird doch mit Sicherheit den Schwanz einziehen.“
      Mit einem Lächeln auf den Lippen schloss Gordan die Tür, denn im Gegensatz zu seinen Freunden wusste er, dass er einen Trumpf besaß, der ihm den Zugang zur Beute verschaffen würde.


      Unterdessen auf einem Schiff

      In das Rauschen des Meeres und das Flattern der Segel mischte sich das Geräusch einer klingelnden Teleschnecke. Ein mittelgroßer Mann in einem Kapuzenmantel, der den Blick in sein Gesicht verwehrte, verließ seinen Aussichtsplatz an der Reling und ging zu einem Unterstand in der Nähe des Hecks. Er nahm das Gespräch an:
      „Hallo?“
      Vorsicht war hier unangebracht, denn diese Nummer kannten nur vertrauenswürdige Kontaktpartner.
      „Hier ist die Basis. Anweisung von Ruin persönlich. Der Ort des gesuchten Objekts wurde lokalisiert. Es befindet sich im Besitz eines Händlers. Der Mann heißt Warren und lebt auf der Insel Escopia. Weitere Informationen über den Ort und die Bewachung werden folgen.“
      Wäre der Angerufene nicht einer der Bekenner, so wäre er wohl in Jubel ausgebrochen, doch so antwortete er nur:
      „Alles klar, wir sind auf dem Weg!“


      Porto de Riqueza, am nächsten Mittag

      Gordan hatte sich inzwischen auf seine Mission vorbereitet. Er trug lockere, grau-schwarz gefleckte Kleidung, die sich gut eignete, um sich im Schatten zu verbergen. Er bezweifelte, dass ihm dies um diese Zeit wirklich helfen würde, aber es war nun mal seine Arbeitsbekleidung.
      Inzwischen ärgerte er sich maßlos, dass er den Zeitpunkt für das Ende der Wette auf diesen Abend gelegt hatte. So musste er den Einbruch am Tage durchführen, da er letzte Nacht viel zu viel getrunken hatte.
      Bevor er seine schlichte Wohnung, ein großes Wort für ein einziges Zimmer, verließ, überprüfte er noch einmal, ob seine Ausrüstung auch funktionsfähig war. Am Rücken trug er unter seinemMantel eine an Riemen befestigte größere Flasche, von der ein Schlauch ausging. Er setzte das Schlauchende an den Mund und atmete ein. Zufrieden mit dem Ergebnis verstaute er den Schlauch an seinem Gürtel und griff nach seiner Maske. Auch diese verschwand unter dem Mantel, genauso wie ein kleiner Sack für seine Beute.
      Fröhlich pfeifend, um seine innere Besorgnis angesichts des Wagnisses zu überspielen, machte sich Gordan auf den Weg.

      Kapitel 2 - Der Einbruch


      Unter dem Licht der Mittagssonne bewegte sich Gordan durch das Drittel der Stadt, welches von den ärmeren und den kriminellen Bewohnern von Porto de Riqueza bewohnt wurde. Hier waren die Häuser klein, oft heruntergekommen. In den Straßen sammelte sich der Dreck und über allem lag ein Gestank von Ausdünstungen, Exkrementen und der Hoffnungslosigkeit.
      Porto de Riqueza war eine Stadt des Handels, doch der Reichtum daraus verteilte sich sehr ungleich. Geteilt durch einen Fluss gab es zwei unterschiedliche Hälften. Im Norden und etwas höher gelegen, lag das Gebiet der Oberschicht. Dort lebten die Händler und Vermögenden, die sich vor dem im Süden befindlichen Slum durch eine den Fluss umgebende Schicht von Handwerkern und Mittelschichtlern schützten.
      Gordan wusste, dass er bis zum Fluss sicher war, denn hierher kamen üblicherweise keine Patrouillen der Stadtwache. Diese sorgten sich nur darum, den Fluss zu kontrollieren und sicher zu stellen, dass die Reichen in Sicherheit leben konnten.
      Als sich Gordan dem Fluss näherte, machte er sich auf die Suche nach einem potentiellen Opfer. Den Fluss zu überqueren war im Prinzip zwar nicht verboten, aber wenn man kein Bestechungsgeld bezahlte, so war der Übergang für jemanden wie ihn unmöglich.
      Zum Glück war auch auf dieser Seite des Flusses eine Menge los, denn viele der nur mittelmäßig Begüterten zogen die billigeren Geschäfte der Südseite dem teureren Norden vor.
      Gordan ergriff die erstbeste Gelegenheit beim Schopf. Ein Ehepaar war gerade am Streiten und so zog er dem abgelenkten Mann im Vorbeigehen die sträflich ungesicherte Börse aus der Tasche. Da er nicht nur arrogant war, sondern tatsächlich geschickte und schnelle Finger besaß, gelang ihm sein Diebstahl fast unbemerkt.
      In der Menge gab es auch einige Waisenkinder, die sich auf der Straße durchschlugen und deren eine Form des Gelderwerbs darin bestand, Schweigegeld von Dieben zu erpressen. Eines dieser verwahrlost aussehenden Kinder hatte ihn schon seit längerem belauert und so sah sich Gordan zu seinem Missfallen gezwungen, den Inhalt der Börse zu teilen.
      Da die meisten der Menschen die Gefahr durch Diebe bereits erkannt hatten, war nur wenig durch solche Eroberungen zu holen, denn entweder hatten sie ihr Geld am Körper verteilt oder gar nicht erst viel dabei.
      So sah sich Gordan gezwungen, den Betrag des Beutels durch eigene Zuzahlung groß genug für die Brückenüberquerung zu machen. Sein Ärger schwand aber schnell, da er im Geiste bereits den Reichtum von Warrens Safe vor sich sah.
      Eine halbe Stunde später und um einen Geldbeutel ärmer, hatte Gordan den Punkt im oberen Handwerkerviertel erreicht, an welchem ihm der Rausschmiss durch die Stadtwachen drohte.
      Da dies aber nicht sein erster Ausflug in diese höheren Gebiete war, wusste er um eine wenig besuchte Gasse. Dies lag im Wesentlichen daran, dass es sich um eine Sackgasse handelte, in welcher zudem noch keine Geschäfte lagen.
      Gordan erreichte die Mauer, die die Straße beendete und warf einen schnellen Blick um sich. Zufrieden, dass niemand zu sehen war, setzte er seine Maske auf. Mit einem letzten Blick durch die Gucklöcher der schwarzen Maske zurück und einem Lächeln unter dem zu einem roten Grinsen verzogenen Mund der Maske, nahm er den Schlauch von seinem Gürtel und steckte das Mundstück über eine Öffnung im Kinnbereich der Maske zwischen die Zähne. Dann öffnete er das Ventil am Schlauch, wandte er sich der Wand zu und verschwand im Gestein.
      Wie immer erfasste ihn ein Rausch der Euphorie, als sich die Welt abdunkelte und die Geräusche eine andere Färbung annahmen.
      Sein Geheimnis, die Frucht, welche er gegessen hatte. Mit dieser Fähigkeit wurde er zu einem perfekten Dieb. Rasch verdrängte Gordan aufkeimende Schuldgefühle, da er ja im Prinzip bei seiner Wette betrog. Er sog die Luft aus der Flasche auf seinem Rücken ein und machte sich auf den Weg durch die Welt, die niemand von außen sehen konnte.
      Auf seinem Weg durch Steinwände und falls nötig auch durch den Boden, sah er, wie sich das Erscheinungsbild der Stadt änderte. Der Schmutz verschwand, die Menschenmassen verdünnten sich immer weiter und die Häuser wurden prächtiger. Die Menschen, die er jetzt sah, trugen Kleidung, von deren Wert er im Slum bestimmt einen Monat leben könnte. Diese Ungerechtigkeit war es, die Gordan wirklich zu einem Dieb gemacht hatte. Okay, das war nicht die ganze Wahrheit gestand sich Gordan ein. Es hatte auch mit dem Rausch der Gefahr zu tun und mit seinem Unwillen zu arbeiten.
      So oft er konnte verließ Gordan die Welt aus festem Material, um die Luftvorräte die er besaß zu schonen. Zwar patrouillierte hier die Stadtwache, doch deren Schritte waren weithin zu hören, weswegen es einfach war, rechtzeitig im Stein zu verschwinden. Den Weg zu Warrens Haus zu finden war einfach, denn dieses war weit und breit das höchste Bauwerk.
      Nach einiger Zeit erreichte Gordan sein Ziel. Überwältigt von dem Anblick verharrte Gordan in der Wand auf der gegenüber liegenden Seite der Straße, nur die vordere Gesichtshälfte sichtbar.
      Das Anwesen von Warren war gigantisch. Allein nur die Länge der Fassade war größer als ein Wohnungsblock im Armenviertel. Die Wände waren aus weißem Marmor, in welchen Dutzende von Fenstern eingelassen waren. Die Villa umfasste mehrere Stockwerke und protze mit unzähligen Verzierungen, Säulen und architektonischen Spielereien. Umgeben war das Gebäude von einer übermannshohen Mauer, was die Größe des Anwesens noch weiter unterstrich.
      Allerdings hatte sich Warren bei der Sicherung seiner Villa nicht nur auf Mauern mit Spitzen und vergitterte Tore verlassen, sondern auch Wachen angeheuert. Als eine dieser in Gordans Gesichtsfeld kam, zog er sich in die Wand hinter ihm zurück.
      Gordan machte sich keinen Kopf um die Wachen, denn diese konnten ihn ja gar nicht sehen.
      Was ihm allerdings nicht bewusst war, war die Herkunft der Wachen. Es wurde unter den Händlern gemunkelt, es handele sich um ehemalige Cipher-Pol Agenten, welche Haki und die Formel 6 beherrschen sollten. Niemand wusste, was davon wirklich stimmte, aber tatsächlich war das Einzige, was Gordan vor der Entdeckung bewahrte, sein Aufenthalt im Stein. Hier konnten ihn die Wachen nicht spüren, ein Vorteil, der ihm es ermöglichte ungesehen und unbemerkt in Warrens Anwesen einzudringen.
      Auch wenn unser Meisterdieb fast geblendet von all der Pracht war, die alles, was er in anderen Häusern reicher Bewohner gesehen hatte, in den Schatten stellte, so behielt er doch seinen wachen Geist. Er erkannte, dass sich sein Ziel in einem höheren Stockwerk befinden musste. So schwamm er durch die Wände des Hauses durch Räume, deren Funktion ihm oftmals nicht klar war, durch endlose Flure und überwand schließlich die ersten Stockwerke. Im vierten Stock schien es ihm, als ob die Räume eine Art Arbeits- und Wohnfunktion erfüllen wurde. Es gab Tische mit Sitzgelegenheiten, Arbeitsräume, Lagerräume und tatsächlich auch ein Schlafzimmer. Dort hielt Warren, der Händler, gerade seinen Mittagsschlaf. Da er kein Freund von Wachen war, die durch seine Korridore patrouillierten, war das Gebäude völlig ausgestorben. Gordan hielt einen Moment inne, um den Händler zu betrachten. Wenn auch halb von seiner Decke verborgen, so war doch genug von seinem Körper zu sehen, um zu erkennen, dass Warren ein Mann des Geistes und nicht des Körpers war. Er setzte bereits Fett an. Solche Leute waren Gordan bereits aus Prinzip zuwider. Leute, die nicht körperlich tätig waren, erzeugten immer ein Gefühl von Unbehagen in ihm. Er wandte sich ab und überließ den Händler seinem Schlaf.
      Schließlich fand Gordan den Raum, der offensichtlich erst vor kurzem benutzt wurde. Auf dem Schreibtisch lagen verschiedene Zettel, vollgeschrieben mit Zahlen und Listen von Personen, Waren und Preisen. Dies war allerdings nicht, was für den jungen Dieb von Interesse war, sondern der eigentlich versteckte Tresor hinter dem Schreibtisch. Nichts Böses ahnend hatte Warren das Bild, welches üblicherweise vor dem Tresor hing, nicht wieder zurück gehängt, denn er erwartete heute keine Besucher und gedachte einen im Verlaufe des Abends eintreffenden Gegenstand dort zu lagern.
      Erfreut wollte Gordan durch den Tresor greifen, als er zu seinem grenzenlosen Erstaunen feststellte, dass er dazu nicht in der Lage war. Lautlos fluchte er vor sich hin, die Welt nicht mehr verstehend. Er befürchtete schon, seine Fähigkeit verloren zu haben, doch die Wand neben dem Tresor war mühelos zu durchdringen.
      Da er anscheinend seine Fähigkeiten nicht auf den Tresor anwenden konnte, besann sich Gordan auf den Schlüssel, den er um Warrens Hals hatte hängen sehen. Mit einem Blick auf das Schloss am Safe kombinierte er, dass sich mit diesem an den ersehnten Inhalt gelangen ließe.
      Also beeilte er sich, zurück zum Hausherren zu gelangen, bevor dieser noch von seinem Schlaf erwachte. Dort angekommen, stand er vor dem Problem, an den Schlüssel zu gelangen, ohne den Besitzer aufmerksam zu machen.
      Wenn ich die Kette durch das Bett öffne, müsste es machbar sein“ dachte sich Gordan. Gesagt getan, öffnete er den Verschluss der Kette. Doch dann regte sich Warren im Schlafe, was den Dieb dermaßen erschreckte, dass er überhastet an der Kette zog. Die Reibung weckte den Schlafenden auf, der mit ansehen musste, wie seine Kette einem Phantom zum Opfer gefallen war. Der Raum war leer, die Tür, wie eine Überprüfung zeigte, immer noch abgeschlossen, Fenster gab es nicht und alle Wände waren auch intakt. Wutentbrannt traf Warren die Entscheidung, seine Wachen zur Rechenschaft zu ziehen.
      In der Zwischenzeit hatte sich Gordan im Höchsttempo zum Safe begeben. Wie erwartet, passte der Schlüssel. Im Inneren des Safes befand sich nur ein mittelgroßes, schlichtes Kästchen, zu groß für eine Hand, aber klein genug, um ohne Probleme in seinem Sack zu verschwinden.

      In der Zwischenzeit


      Am Hafen von Porto de Riqueza lief ein Schiff ein. An sich war das kein bedeutsames oder überraschendes Ereignis, aber üblicherweise erreichten nur Handelsschiffe oder Marineschiffe den Hafen. Dieses Schiff hingegen war ein gewaltiges Kriegsschiff.
      Der Hafenmeister beging den tapferen, aber dummen Versuch die Ankömmlinge zur Rede zu stellen. Die Reihe vermummter Kapuzenträger, die vom Schiff herabstiegen, waren aber leider nicht in friedlicher Mission gekommen und so wurde der arme Mann als störendes Hindernis im Meer versenkt. Durch diese Geste erfolgreich den Hafen leerend, nahm die Gruppe ihren Weg zu einem ganz bestimmten Haus auf.

      Kapitel 3 - Ungebetene Besucher


      Warrens Anwesen, vierter Stock

      Mit rasendem Herzen hastete Warren den Flur entlang. Ein Eindringling in seinem Haus!
      Was sind diese Wachen eigentlich wert?“ fragte sich Warren innerlich.
      Sie wurden doch so angepriesen. Verdammt, warum habe ich mich bloß auf diese Angelegenheit eingelassen, sonst hätte ich sie noch nicht einmal gebraucht.“ Normalerweise war Warren ein eiskalt berechnender Mann, was im Wesentlichen der Grund für seinen Erfolg war, doch der Eindringling hatte ihn aus seiner Ruhe gebracht.
      Keuchend erreichte er, sein kurzes braunes Haar bereits schweißnass von der ungewohnten Anstrengung, ein Zimmer mit Fenster auf seinen Garten hinaus.
      Nach einem kurzen und erfolgreichen Kampf mit dem Öffnungsmechanismus des Fensters, steckte er seinen Kopf nach draußen.
      Wütend schrie er nach seiner Wache. Kurz wurde er aus dem Konzept gebracht von einem krachenden Geräusch ein paar Häuserzüge weiter in Richtung Hafen, wobeiein Haus in Flammen aufging.
      Nicht mein Problem“, dachte Warren und lenkte seine Aufmerksamkeit auf einen in sein Blickfeld gelangenden Mann.
      „Du Tölpel von einer Wache!“ schrie Warren los.
      „Ich bezahle euch einen Wucherpreis ohnegleichen und dann kommt ein Eindringling in mein Zimmer und stiehlt mir meinen- “. Warren unterbrach sich, als ihm die Konsequenz des Satzes klar wurde. Panische Angst durchflutete ihn, als ihm die Folgen eines erfolgreichen Diebstahles bewusst wurden.
      „Jemand ist dabei mich auszurauben, Vegard!“ brüllte er mit angsterfüllter Stimme herunter.
      Die Wache, ein narbenübersätes Muskelpaket, glaubte anfangs noch an einen Albtraum seines Arbeitgebers, doch dann richtete er seine Aufmerksamkeit auf das Haus.
      „Ich werd verrückt, da ist doch tatsächlich jemand im Arbeitszimmer“ murmelte Vegard fassungslos.
      Rasch holte er eine kleine Teleschnecke aus dem Ärmel. Mit dieser konnte er sein Team erreichen. Er nahm den Hörer ab:
      „Vegard hier. Es sollte zwar völlig unmöglich sein, aber wir haben einen Eindringling im Haus. Wehe einer von euch hat Pause während der Arbeit gemacht!
      Wir umstellen das Haus, ich werde zusammen mit jeweils einer der beiden Torwachen reingehen.“
      Doch bevor das Team dazu kam, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, hörte man Kampfgeräusche aus der Nähe. Dann schrillte in Vegards Mantel die Teleschnecke, mit welcher sämtlichen unabhängigen Wachen der Stadt ausgestattet waren. So sollte eine Zusammenarbeit zwischen Stadtwache und anderen militarisierten Einheiten in einem Notfall ermöglicht werden.
      Da es sich dabei um eine einseitige Übertragung handelte, sprach einen gehetzt wirkende Stimme los, noch bevor Vegard die Schnecke ans Tageslicht befördert hatte:
      „Hier ist ein Notruf! Wir werden angegriffen. Bei den Angreifern handelt es sich um eine bisher nicht identifizierte Gruppe Kapuzenträger.“
      Plötzlich wurde die Ansage durch ein Schreien unterbrochen, gefolgt vom Geräusch eines Feuers.
      „Es handelt sich um Mitglieder der Bruderschaft“, erscholl es panikerfüllt aus dem Mund der Schnecke.
      „Sie haben mindestens zwei Bekenner bei sich, einer davon ist Drago-“
      „Flieht, nei-„
      „Aaahhhhhhh-„
      Die Übertragung brach ab.
      In den Augen des Anführers machte sich eine Art Schicksalsergebenheit breit. Mit einem Seufzen nahm er die kleine Teleschnecke in die Hand.
      „Mission abbrechen, ich wiederhole, Mission abbrechen!“
      Warren, der aus dem vierten Stock nicht mitbekommen hatte, was passiert war, konnte keinerlei Verständnis für den Abbruch aufbringen:
      „Ihr sollt mich und mein Eigentum beschützen, also tut endlich was!“
      Der Angesprochene blickte hoch und unterbrach seine Ansprache, um den Händler zu informieren:
      „Genau das werden wir auch tun. Die Angreifer sind höchstwahrscheinlich auf einem Weg direkt hierher. Ich gehe davon aus, dass sie etwas von dir wollen, denn warum sonst solltest du eine Wache wie uns anheuern, wenn nicht um etwas besonders Wertvolles zu sichern?“
      Einen Moment herrschte Schweigen, dann setzte die Wache noch hinzu:
      „Ach ja, an deiner Stelle würde ich mich jetzt ganz schnell aus dem Haus entfernen, denn ich bezweifele, dass wir die Bruderschaft lange aufhalten können.“
      Vegard war sich der drohenden Gefahr bewusst, doch genauso wusste er, dass eine Flucht nicht für ihn und auch nicht für seine Männer in Frage kommen würde. Sie besaßen nicht mehr viel, aber sie hatten noch ihre Ehre und so würden sie auch auf Kosten ihres Lebens versuchen, ihren Auftrag zu erfüllen.
      Er griff wieder zu der kleinen Teleschnecke, um seine Mannschaft zu informieren.

      Warrens Anwesen, höchster Turm


      Gordan hatte sich entschieden, das Kästchen ungeöffnet zu lassen. Im Moment war die Gefahr der Entdeckung zu groß, schließlich hatte er Warren aufgeweckt. Im Bewusstsein, dass dieser ihn nicht gesehen haben konnte und wenn, dann nur seine Maske, fühlte sich Gordan sicher.
      Was ihn hier auf den höchsten Turm getrieben hatte, war der sogar von innerhalb der Villa wahrzunehmende Lärm.
      Jetzt, wo er hier oben stand, hatte Gordan einen überragenden Ausblick. Die Aussicht ließ ihn sich ganz klein fühlen.
      Allein schon der Rest des Gebäudes war so unübersichtlich groß, dass es ihm ein Rätsel war, wofür man eine solche Villa brauchen sollte. Die unterschiedliche Färbung der Stadtteile, braun im Süden und weiß-grau im Norden führte ihm noch einmal die Teilung der Stadt vor Augen.
      Mehr Rechtfertigung als das brauchte er nicht, um jeglichen Zweifel, sollte er jemals aufkommen, zu vertreiben. Völlig unmöglich, dass so etwas gerecht war. Dann brauchten sich diese Reichen auch nicht beklagen, wenn die Armen auch nicht fair spielten.
      Doch in der Zwischenzeit hatte sich zum Farbspektrum der Oberstadt auch noch Rot hinzugesellt. Die brennenden Häuser erweckten Gordans Aufmerksamkeit, insbesondere da das Feuer ziemlich in der Nähe ausgebrochen war.
      Ihm wurde bewusst, dass er die Zeit vergessen hatte. So machte er sich schnellen Schrittes auf, die Villa zu verlassen. Als er sich dem Vordereingang näherte, vernahm er Stimmen. Sich ob seiner Unachtsamkeit zurechtweisend, verschwand Gordan wieder in der Wand. Auch wenn ihm vage bewusst war, dass er sich eigentlich schleunigst zurück begeben sollte, erwies sich seine Neugier als übermächtig.
      Durch die Marmorfassade beobachtete er, wie sich die Wachen versammelten.
      Dumpf vernahm er die Stimme des bedrohlich wirkenden Narbigen:
      „Wir werden erstmal hier den Angriff erwarten. Sollte sich ein Teil der Angreifer abspalten, werden je nach deren Menge die ursprünglich den Garten bewachenden ihnen folgen. Was Drago angeht, so werde ich immer dort sein, wo er angreift.
      Es mag vielleicht der Moment kommen, wo ihr aufgeben und fliehen wollt, doch denkt immer daran, dass wir noch unsere Ehre haben! Wir sind noch nie geflohen und wir werden auch jetzt nicht fliehen!“
      Die Wachen antworteten ihrem Anführer mit einem Kampfgeschrei, was Gordan vor Schreck in die Höhe gehen ließ.
      Nun war der Augenblick zu verschwinden verstrichen, denn auf der Straße tauchten die Angreifer auf und Gordan stellte zu seinem Entsetzen fest, dass seine Sauerstoffflasche leer war. Kurz bevor ihm schwarz vor den Augen wurde, verließ er die Wand und holte tief Luft.

      ~


      Drago, der Anführer der Gruppe der Angreifer, näherte sich dem Ziel. Die Versuche der Stadtwache sie aufzuhalten waren nutzlos, hatten aber etwas mehr Zeit und Gewalt benötigt, als ihm lieb gewesen wäre.
      Deswegen besserte sich seine Laune nicht, als er die Wachmannschaft erblickte. Er spürte sofort, dass dies nicht einfach werden würde. Nun, er musste sich halt einfach ein bisschen mehr beeilen, bevor noch die Marine aufkreuzte. Immerhin befand sich mit Ashtshak noch ein weiterer Bekenner bei ihm.
      Ein Befehl an einen Teil der niederen Gefolgsleute, den Novizen, unter der Führung eines der drei Brüder, sorgte dafür, dass sich ein Drittel der Streitmacht absetzte, um das Anwesen von einer anderen Richtung anzugreifen.
      Laut rief er dann:
      „Tötet die Wachen, aber lasst den Händler am Leben, ihn will ich noch persönlich sprechen.“
      Und dann unterwarf sich Drago der Notwendigkeit und griff an.

      Kapitel 4 - Kämpfe wider Willen


      Gordan tauchte auf der linken Seite von Warrens Villa aus der Wand auf. Noch konnte er sein Herz hämmern hören, als wolle es die Grenzen die ihm durch Rippen und Muskeln gesetzt waren, sprengen. Er atmete erheblich schneller als sonst. Die gerade vergangene Situation musste erstmal verkraftet werden. Langsam beruhigte sich sein Atem wieder und der Dieb fing an, die Geräusche vom Vordereingang nicht mehr nur als gedämpft im Hintergrund wahr zu nehmen.
      Jetzt wieder mit normalisiertem Pulsschlag verließ Gordan das Anwesen durch die Mauer. Einen kurzen Moment war der neugierige Dieb versucht, das Spektakel auch mit den Augen zu verfolgen. Mit einem kurzen Kopfschütteln befreite sich Gordan von diesem verrückten Gedanken. Hatte er nicht schon genug Probleme gehabt?
      Innerlich aufatmend, drehte sich Gordan nach links, nur um sich einer kapuzierten Gestalt gegenüber zu sehen, die sich unbemerkt an ihn herangeschlichen hatte. Für einen kurzen Moment kam ihm die Wirklichkeit merkwürdig verlangsamt vor, doch leider bewegte sich die herannahende Faust immer noch ebenso schnell, wie sein verzweifelter Sprung nach hinten ihn versuchte, aus der Gefahrenzone zu befördern.
      Der Augenblick war jedoch schnell vorüber und wurde von einer unangenehmen Realität abgelöst. Mit einem Knacken hob es Gordan von den Füßen.
      Sein Flug wurde abrupt gestoppt durch die Mauer, an welcher Gordan der Ohnmacht nahe herunterrutschte.
      Mit pumpenden Herzen versuchte Gordan die Schleier vor seinen Augen zu vertreiben. Ihm schwindelte und seine Ohren klingelten. Ein pochender Schmerz kam von seinen Hüften. Dumpf hörte er eine Stimme fragen:
      „Der hier sieht nicht gerade wie eine Wache aus. Was sollen wir mit ihm tun, Bruder William?“
      In seinem verschwommenen Blickfeld näherte sich ein brauner Schemen und gesellte sich zu dem grünen Schemen. Von dem Fleck, kam mit ruhiger Stimme:
      „Er wirkt verdächtig und ist uns im Weg, beseitigt ihn.“
      Diese Ankündigung brachte Gordan zurück ins Leben. Gerade noch rechtzeitig ließ er sich rückwärts durch die Mauer in den Boden fallen. Wo sich sein Kopf befand, sah er eine Klinge gegen den Marmor prallen.
      Nach ein paar Sekunden klärte sich sein Blick. Er tauchte hinter der Mauer wieder auf, um Luft zu holen. Ihm kam es vor, als ob alles noch in Ordnung war mit seinem Körper, auch wenn er sich ziemlich mies fühlte. Erleichtert, noch davon gekommen zu sein, stand er auf. Mit einem hohlen Klacken traf ein Stück Holz auf dem Boden auf. Ein rascher Griff an seinen Rücken bestätigte seine Befürchtung. Seine Sauerstoffflasche war bei dem Angriff zerstört worden. Nicht im Geringsten dankbar dafür, dass dies einen guten Teil des Aufpralls an die Wand aufgehalten hatte, fing er an zu fluchen. Unterbrochen wurde er von dem Krachen zersplitternden Marmors. Zu seinem Unglauben und Entsetzen, tauchte mitten aus der Wand eine Hand auf. Risse zogen sich durch die Mauer, dann flogen ihm Marmorsplitter entgegen. Im entstandenen Loch sah er einen Kapuzenträger stehen.
      Es handelte sich, da er einen braunen Mantel trug, um den als Bruder William angesprochenen Angreifer, schlussfolgerte Gordan.
      Einen Moment schwankte Gordan zwischen angsterfüllter Flucht und wutgeprägtem Angriff, dann entschied ein weiteres herabfallendes Stück Holz seine Zukunft.
      „Wisst ihr eigentlich, was ihr da zerstört habt?“, rief Gordan mit zorniger Stimme.
      „Das war eine sündhaft teure Spezialanfertigung!“
      Bruder William starrte den sich ereifernden Dieb ungläubig an. Hatte der den Verstand verloren?

      In Warrens Villa


      Warren hastete den Flur wieder zurück. Er brauchte Gewissheit. Wenig überrascht sah er dann in seinem Arbeitszimmer den offenstehenden Safe.
      Was hatte er sich nur dabei gedacht, einen solchen Deal zu machen? Mit solchen Leuten kam niemals etwas Gutes bei raus. Bei dem Blick auf ein im Safe verbliebenes Schriftstück sank ihm das Herz in die Hose. Das darauf befindliche Zeichen versprach ihm den Tod, versagte doch niemand im Dienste dieser Abscheulichkeit zweimal. Seine Gier hatte ihn verleitet, denn in verborgenen Kreisen war die Zahlkraft dieses Monsters in Menschengestalt legendär.
      Warren war sich bewusst, dass er das Kästchen wieder in seinen Besitz bekommen musste. Noch war nicht alles verloren. Sich den Angstschweiß abwischend, rannte er wieder zurück zu seinem Fenster.

      Vor Warrens Villa, linke Seite


      Gordan tauchte schwungvoll aus dem Boden auf und versenkte seine Faust in den empfindlichsten Teilen desjenigen Angreifers, von dem er glaubte, er wäre der lautlose Anschleicher. Da das Dutzend der grün gekleideten Männer kaum zu unterscheiden war, konnte er sich darüber allerdings nicht sicher sein. Noch bevor der unglückliche Novize stöhnend den Boden erreicht hatte, war Gordan bereits wieder im selbigen verschwunden.
      Gordan begann die Sache Spaß zu machen. Rache war süß und so setzte er seine Angriffe fort. Der weißglühende Zorn über die zerbrochene Sauerstoffflasche und den Schmerz des erlittenen Schlages, ließen Gordan jegliche Gedanken an die Flucht vergessen.
      Die Grünkapuzierten verfielen in Panik, doch aus Angst vor ihrem Vorgesetzten wagten sie es nicht, davon zu laufen. Stattdessen bewegte sich das Geschehen nur langsam mehr in Richtung des Haupteinganges.
      Ein unwissender Beobachter würde sich über die kleine Gruppe von Männer wundern, die ständig hin und her sprangen, während von Zeit zu Zeit, kaum wahrnehmbar, Arme aus dem Boden kamen, um einen weiteren Kapuzenträger auf den Boden zu befördern. Doch es gab nur einen Beobachter und das war Bruder William.
      Dieser hatte sich vorsorglich auf höheren Grund begeben. Sich an einer Spitze auf der Mauer klammernd, beobachtete er das Geschehen unter ihm. Er glaubte fest an die analytische Herangehensweise als Weg zum Erfolg im Kampf. Es hatte auch nicht lange gedauert, bis er durchschaut zu haben glaubte, was vorging.
      „Aufhören mit dem kopflosen Herumgespringe, ihr Angsthasen“, schrie er in befehlsgewohntem Ton hinunter. Seine Stimme hatte eine beeindruckende Wirkung, denn sofort stand das verbliebene halbe Dutzend Novizen still, bis auf einen, der stattdessen unfreiwillig den Boden vorzog.
      „Wir haben es nur mit einem Gegner zu tun“, verkündete William mir beruhigender Stimme.
      Gordan, der so langsam eine Ruhepause benötigte, hörte dem Bruder gespannt zu. Was konnte ihm auch schon passieren? In den Boden konnten diese komischen Leute schließlich nicht.
      „Dazu kommt, dass dieser keinerlei Waffen besitzt und uns keinen wirklichen Schaden zufügen kann“, führte William aus. Sich den Gefallenen zuwendend, donnerte es plötzlich aus ihm heraus:
      „Aufstehen ihr feigen Schwächlinge! Ihr könnt vielleicht unseren verborgenen Angreifer täuschen, aber nicht mich. Wer in Zukunft länger als drei Sekunden auf dem Boden liegt, kann für den nächsten Monat die Latrinen putzen!“
      Erschreckt durch den Befehl, dauerte es keine drei Sekunden, dann standen wieder alle Novizen. Ein paar hatten zwar eine gebrochene Nase, und einer hielt sich mit schmerzverkrümmten Gesicht den Unterleib, aber wirklich, viel Schaden hatte Gordan tatsächlich nicht angerichtet.
      Gordan fühlte sich plötzlich in seinem Stolz verletzt. Sollte er wirklich so schwach sein? In ihm reifte der Entschluss, diesen selbstsicheren Typen zu demütigen. Diese Ansprache hatte dafür gesorgt, dass die Kampfeslust wieder in ihm erwacht war. Er holte tief Luft und verschwand wieder.
      „Ich habe den Angreifer beobachtet. Er kann nicht unbegrenzt im Boden bleiben, also muss er über kurz oder lang auftauchen.Schätzt ab, wie lange er zu euch braucht und dann macht es wie ich!“
      William war nicht umsonst ein Bruder geworden. Aus dem Augenwinkel hatte er den Luft holenden Gordan erspäht und so im Inneren gezählt. Als er glaubte, der unbekannte Maskierte hätte ihn jetzt erreicht, stieß er sich ab, was dafür sorgte, dass Gordan nur in die Luft griff. So aus dem Gleichgewicht gebracht, landete Gordan auf dem Boden.

      Vor Warrens Villa, Haupteingang


      Drago parierte den von rechts auf ihn zukommenden Schlag mit einem schuppigen Arm. Fast gleichzeitig fühlte er einen von links auf ihn zufliegenden Angriff und duckte sich. Eine blaue Schnittwelle rauschte über seinen Kopf hinweg und teilte die Mauer rechts von ihm glatt in zwei.
      Einen Moment überlegte er, ob er sich verwandeln sollte, doch da er nicht wusste, wo sich sein Zielobjekt befand, wollte er lieber keine Zerstörung riskieren.
      Genervt von der ungewünschten Verzögerung, schlug er mit seiner krallenbesetzten Hand nach seinem narbigen Widersacher. Dieser hob seinen Arm, um den Angriff abzuwehren. Kurz vor dem Aufprall färbten sich die Klauen schwarz und so wurde sein Widersacher mit einer blutigen Krallenspur quer über seinen Arm zurückgeworfen. Mit einem schnellen Satz war Drago in der Luft über einem abgelenkten Verteidiger. Er öffnete den Mund und eine lodernde Stichflamme hüllte den in Schreie ausbrechenden Gegner ein. Der Wächter, den Drago als Anführer identifiziert hatte, nutzte die Gelegenheit, den in der Luft befindlichen Gegner mit einer Fingerpistole zu attackieren.
      Alles sinnlos“, dachte Drago, während unter seinem schwarzen Mantel ein geschuppter Schwanz hervorbarst und sich im Boden versenkte. Blitzschnell zog er sich mit diesem aus dem Angriff.
      Einen Moment lenkte ihn ein Tumult auf der linken Seite der Villa ab, wo seine Umgehungstruppe anscheinend auf Widerstand getroffen war. Achselzuckend konzentrierte er sich wieder auf seinen Widersacher.
      „Ihr kämpft gut, aber ihr habt keine Chance. Lasst uns durch und ihr könnt gehen“, versuchte Drago diesen sinnlosen Kampf abzukürzen.
      Doch sein Kontrahent schüttelte nur den Kopf. Dann färbte sich seine Faust schwarz und der Kampf begann von neuem.
      Automatisch parierte Drago Angriff um Angriff, während er das Kampfgeschehen um sich herum aufnahm.
      Die Novizen stellten keinerlei Gefahr für die Verteidiger dar und so hatten sie sich, so noch nicht geschlagen auf dem Boden liegend, zurückgezogen. Die beiden braun gekleideten Brüder schlugen sich ganz gut, doch der Grund, warum den Wächtern ihre zahlenmäßige Überlegenheit nichts nutze, lag in seinem Partner.
      Ashtshak wirbelte hin und her, seine langen schwarzen Haare wild umherfliegend, befreit von der Last der schwarzen Kapuze. In dem abgemagerten, fast einem Totenschädel gleichenden Gesicht, funkelten fanatische blaue Augen.
      Drago beneidete seinen Partner, der immer noch nicht von Zweifeln geplagt wurde. Allerdings überraschte es ihn auch nicht sonderlich, denn Ashtshak hatte schon immer nur einen Lebensinhalt gehabt – den Kampf gegen das Böse.
      Das innerliche Betrachten des Bekenners wurde schließlich unterbrochen durch den herüberschallenden Ton von Bruder Williams Stimme.
      Abgelenkt durch diese, seine Gedankengänge durchbrechenden, Schallwellen, kassierte Drago einen direkten Treffer in seine Körpermitte. Während er durch die Luft flog, bemerkte er einen fetten Kopf, der aus einem Fenster weit über ihnen gesteckt wurde.
      In einem Ton, der verriet, dass der Sprecher befehlsgewohnt war, jetzt aber die Fassung verloren hatte, schallte es von oben herab:
      „Hört mit diesem sinnlosen Kampf auf, sucht mir den Dieb, der hier vorhin eingedrungen ist! Er hat ein Kästchen erbeutet, beschafft es mir wieder.“
      Warren hatte gefolgert, dass der Inhalt des Kästchens das Ziel der Angreifer war, jedoch keine Möglichkeit gesehen, den Angriff zu stoppen, ohne auch seine Gegner zu informieren. Die Richtigkeit seiner Kombination wurde durch den abrupten Abbruch des Kampfes gegeben.
      Zur gleichen Zeit hatten Bruderschaft und Wachen die gleiche Idee. Und so kam es, dass sich Gordan nach seiner Landung auf einmal beobachtet fühlte. Er drehte sich in Richtung Haupteingang, wo der Kampfeslärm verstummt war.
      Als er die auf sich gerichteten Augen entdeckte, brach ihm der Angstschweiß aus.
      „Scheiße“, flüsterte Gordan.

      Kapitel 5 - Lauf um dein Leben


      Vor Warrens Villa

      Einen Moment schien die Zeit still zu stehen, doch dann stürzten alle in Richtung des die Flucht ergreifenden Gordan. Gerade noch rechtzeitig rettete sich der Dieb in den Boden. Dort wo sich gerade noch sein Körper befand, strich Dragos Hand durch die nun leere Luft.
      Kurz blieben die Verfolger verwirrt stehen. Gerade noch war der Dieb zu spüren gewesen, jetzt war er einfach verschwunden.
      Im Sinne des gemeinsamen Zieles waren alle Feindschaften beigelegt worden. Doch sowohl Drago, als auch Vegard, waren sich vollkommen bewusst, dass in dem Moment, wo das Kästchen einem in die Hände fiel, ein gnadenloser Kampf ausbrechen würde.
      Gordan bekam es nach diesem Nahtoderlebnis mit der Panik zu tun.
      „Was war das denn für ein Monster? Wie kann er sich so schnell bewegen?“
      Instinkte übernahmen seinen Körper, und so raste er schnurgerade in Richtung seiner Heimat. Leider wurde ihm schnell bewusst, dass er ja keinen Sauerstoff mehr besaß.
      Er hielt den Atem an, solange es ging, doch dank seiner Erschöpfung aus dem Kampf, dauerte es nicht mal eine halbe Minute, bis er wieder Luft holen musste. Einen Straßenzug weiter, durch eine Reihe von Häusern von dem Schauplatz seiner Flucht abgegrenzt, schob sich sein Kopf nach Luft schnappend aus dem Gehweg. Keuchend versuchte Gordan wieder zu Atem zu kommen. In ihm machte sich ein Gefühl der Erleichterung breit, denn wie sollten ihn seine Verfolger hier aufstöbern?
      Eine Sekunde später fand er sich im Boden wieder, aufgeschreckt durch das in sich zusammenfallende Haus hinter ihm und jeglicher Illusionen seine Flucht betreffend beraubt.
      Wie konnten ihn diese Kapuzenträger finden? Wieder bewegte er sich so schnell es ging zu einer neuen Position. Diesmal beruhigte sich Gordan nach ein paar Metern weit genug, um sich eine neue Taktik zu überlegen. Er stoppte seine gradlinige Flucht und wandte sich nach links. Diesmal würde er nicht unüberlegt in eine Richtung fliehen! Um wirklich sicher zu gehen, wandte sich Gordan dann noch wieder in die Richtung, in der Warrens Villa stand. Wenn er in einem Haus auftauchte, dann sollte es doch nicht möglich sein, ihn zu verfolgen, war er sich sicher.

      ~

      Was hatte er nur getan, um solch ein Pech verdient zu haben? Drago fühlte, dass er wieder dabei war, in düstere Gedanken zu verfallen.
      Wieso musste ausgerechnet jetzt ein Dieb kommen und warum musste er auch noch Erfolg haben? Um alles noch schlimmer zu machen, handelte es sich auch noch um einen Teufelskraftnutzer.
      Wie immer öfter in letzter Zeit, verfluchte Drago den Tag, an dem sie mit dem Contractor einen Vertrag geschlossen hatten. Nun, damals waren sie noch idealistisch gewesen. Manche Opfer sind einfach zu groß, wurde ihm bewusst.
      Der Sumpf seiner negativen Gedanken und Gefühle drohten ihn zu verschlingen, doch er hatte eine Aufgabe. Ein bitteres Grinsen zeichnete sich unter der Kapuze ab. Ja, der Contractor hatte Wort gehalten. Für ihn gab es kein Entkommen. Es war für ihn unmöglich, wirklich zu versinken, denn sein Bekenntnis band ihn.
      So zurück in die Realität geholt, wartete Drago auf ein Auftauchen des Diebes. Beim ersten Abtauchen des Diebes, hatte ihn Bruder William informiert, dass dieser nicht unbegrenzt lange verschwinden konnte. Tatsächlich war der maskierte Unbekannte nicht weit gekommen. Leider war er zwar schnell, aber so schnell nun auch wieder nicht. Bald würde der Flüchtende bestimmt aus Erschöpfung weniger weit kommen.
      Sein Observationshaki reichte weit genug, dass er sich sicher war, den Dieb nie zu verlieren. Drago machte sich bereit. Würde er diese Mission erfolgreich abschließen, rückte eine Erlösung für ihn in greifbare Nähe.

      ~

      Seine letzte Luft verbrauchend, erreichte Gordan das Hausinnere. Langgestreckt ließ er sich auf den Boden fallen. Für die Einrichtung des Hauses besaß er kein Auge, er hatte nur noch sichergestellt, dass niemand im Raum war. Heftig pumpend lag er da.
      Er konnte nur hoffen, dass der Inhalt des Kästchens die ganze Aufregung wert war.
      Seine Ruhe wurde gestört durch die, über seinen Kopf hinwegfliegende, Tür.
      War Gordan bislang noch halbwegs selbstsicher gewesen, so war jetzt jegliche Sicherheit dahin. Er bekam Todesangst. Wie sollte er jemandem entkommen, der ihn überall fand und der auch noch so schnell war? Nicht mal solide Hausmauern konnten seinen Verfolger aufhalten.
      Nichtsdestotrotz rannte Gordan, durch einen Adrenalinschub wieder voller Energie, unter der Erde weg. Was tun? Die Angst benebelte seinen Kopf und er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Das einzige, was er dachte, war:
      „Ich will nicht sterben, ich will nicht sterben.“
      Zweimal Auftauchen später hatte auch der Adrenalinschub nachgelassen. Gordan taumelte, am Ende seiner Kräfte, durch eine Wand. Stolpernd stieß er gegen irgendetwas. Die Welt verschwamm vor seinen Augen und er fiel in Richtung Boden. Entkräftet, aktivierte Gordan nicht mal seine Kräfte. Schmerzhaft stieß er sich beim Aufkommen die Hüfte. Der Schmerz klärte plötzlich seinen Geist.
      Ihm tauchte das Bild eines Kästchens vor den Augen auf. Genau, das hatte er ja aus dem Safe geholt. Daran hatte er sich verletzt. Er zog einen Schluss. Irgendetwas in diesem Kästchen musste wichtig sein, dass diese Unbekannten hinter ihm her waren.
      In ihm keimte Hoffnung auf. Nun, falls seine Idee nicht klappte, war es sowieso vorbei, denn einen weiteren Atemzug würde er nicht mehr schaffen, war ihm klar.
      Während er sich mit letzten Kräften weiter durch den Boden schleppte, holte Gordan das Kästchen aus dem Sack. Bedauernd, dass er nicht herausfinden würde, was er da gefunden hatte und sein Diebeszug ein totaler Misserfolg war, holte er aus.
      Kaum aus dem gepflasterten Weg gekommen, schmiss Gordan mit sämtlicher Kraft den Behälter nach links und rannte dann nach rechts. Einen Blick über die Schulter wollte er nicht werfen und so musste er mit der Ungewissheit leben, ob seine Verfolger auch jetzt noch hinter ihm waren.

      ~

      Inzwischen war sich Drago sicher, bald Erfolg zu haben. Er spürte Menschen in ihren Häusern und eine Gruppe sich nähernder Menschen. Bald würde sich ein weiterer Lebensfunke dazu gesellen. Und wirklich, kaum gedacht, fühlte er ein neues Leben, nahe der Gruppe. Drago stieß sich kraftvoll vom Boden ab. Sein Schwung trug ihn über die Häuserzeile, die ihn von seinem Ziel trennte. Der Gegenwind strich über sein Gesicht und erinnerte ihn, dass er auch schöne Dinge im Leben gab.
      Seine Landung sandte eine Erschütterung in den Boden und beschädigte die Steine, mit denen die Straße erbaut war. Rasch erfasste sein Blick die in Schwarz gehüllte Gestalt des Diebes, der sich auf der Oberfläche fortbewegte. Schon wollte er sich auf den Weg machen, als er links von sich ein Geräusch wahrnahm. Das Geräusch, von Holz auf Stein. Ein rascher Blick bestätigte die Vermutung. Es handelte sich um das Kästchen, welches sich durch den Aufprall gegen eine Hauswand geöffnet hatte.

      Kapitel 6 - Die Ruhe nach dem Sturm


      Ein kurzer Moment, in dem er einen Kampf mit der angefangenen Bewegung führte, dann wechselte Drago die Richtung.
      Aus dem sich in etwa Mannshöhe geöffnetem Holzbehälter ergoss sich ein Strom von Holz und Papier, durcheinandergewirbelt dank des Aufpralls. Zuviel für zwei Hände eines einzelnen Menschen.
      In der einen Hand ein Haufen Holz haltend, in der anderen eines der Blätter, konnte er nicht mehr verhindern, dass einige der wertvollen Dokumente den Boden erreichten. Sein Blick wurde geradezu magisch angezogen, von den Worten, die auf dem Blatt in seiner Hand standen.
      „Inhalt ist zerbrechlich, unbedingt vor Erschütterung bewahren!“ las Drago mit ungläubigem Blick. Seine Hand krallte sich zusammen, diese vermaledeite Notiz zerknüllend. Leider hatten sich die Novizen unter Führung der Brüder bereits wieder zum Schiff begeben. Nicht, dass sie rechtzeitig dagewesen wären und nicht, dass er sowas hätte ahnen können. Strategisch war es ebenso wichtig gewesen, dass Ashtshak den Händler untersuchte, um sicher zu stellen, dass ihre Vermutungen korrekt waren. Im Nachhinein war man immer schlauer und so löste sich Drago von seiner frustrierten Betrachtung vergangener Dinge, indem er das Papierknäuel in seiner Hand zu Boden warf.
      Er ließ sich auf die Straße nieder, um den Schaden zu begutachten. In seiner Handfläche befanden sich sieben hölzerne Gebilde. Kunstvoll geschnitzt und mit einer Art Runen bedeckt, wobei sich deren Sinn Drago nicht erschloss. Zudem hatte er die Vermutung, dass die sieben Holzstücke ein Rätsel darstellten. Leider sah er leichte Schäden, wie kleine Brüche, die nahelegten, dass die Lösung wohl nicht mehr möglich sein würde. Zu fein waren sie ausgearbeitet, als dass ein Schaden nicht irreversible Folgen haben würden, insbesondere, was die Schriftzeichen anging.
      Sein Blick richtete sich zu den Blättern auf dem Boden. Auch hier sah er wieder diese Runen, allerdings auch normale Schriftzeichen. Sicherlich handelte es sich dabei um Hinweise und die Möglichkeit, die Verschlüsselung zu knacken. Doch der Fall war dem Papier nicht gut bekommen, verdreckt, teilweise feucht und vom Kästchen leicht zerstört breitete sich eine ernüchternde Sicht vor Drago aus.
      Die ganze Mühe, die Hinweise auf die antike Waffe zu beschaffen, jetzt vermutlich völlig umsonst. Was für ein Glück, dass er nicht zu Wutausbrüchen neigte. Was für ein Pech, dass er anfällig für Depressionen war.
      Er registrierte die Ankunft des Wachenanführers. Hartnäckiger Bursche, aber hoffentlich würde der jetzt ein Einsehen haben.
      „Die Jagd ist zu Ende“, begrüßte er den Ankommenden. Der war vielleicht nicht übermäßig geistig veranlagt, doch die sich seinem Auge darbietende Szene war auch für ihn leicht zu entschlüsseln. Vegard, froh, den Kampf nicht mehr ausfechten zu müssen, ließ sich neben seinen Ex-Feind sinken.

      ~

      Herzklopfen, Ziehen in den Muskeln und stechender Schmerz in der Brust. Gordan war am Ende seiner Kräfte, doch jetzt musste er auch nicht mehr laufen. Seit dem er das Kästchen losgeworden war, hatte er noch ein paar Minuten Strecke gut gemacht. Doch jetzt, fast wieder in belebteren Bereichen angekommen, war es ihm zur Gewissheit geworden. Er wurde nicht mehr gejagt!
      Der junge Dieb hing in einer Ecke, an eine Mauer oder Wand hinter ihm, er wusste es nicht, gelehnt. Schon begann ihm sein Erlebnis wie aus weiter Ferne zu erscheinen. Gordan, wie es bei jungen Menschen gerne der Fall ist, fing bereits an, den Schrecken verblassen zu lassen. So fing er an, sich zu fragen, wieso er nicht den Inhalt des Kästchens behalten hatte. Nun, die Situation musste Entschuldigung genug sein. Und wer weiß, vielleicht war es nur das Zurücklassen des Inhaltes, der überhaupt für ein Ende der Verfolgung gesorgt hatte? Zu erledigt für weitere Gedanken, fielen ihm die Augen zu.

      ~

      „Was ist das eigentlich?“, fragte Vegard seinen kapuzierten Gegenüber.
      Immerhin habe ich dafür mein Leben riskiert“, fügte er im plötzlichen Bewusstsein, dass die Frage eventuell unangebracht sei, noch rasch hinzu.
      Drago hob den Kopf und ermöglichte Vegard so einen ersten Blick in sein Gesicht. Ausdrucksstark, kam ihm in den Sinn. Markante Gesichtszüge, die, wie Vegard auf einmal bemerkte, kontrastierend zu den seltsam leblosen Augen standen. Das waren keine Augen, wie sie ein Mensch besitzt, der ein zufriedenes Leben führt. Tatsächlich kamen sie ihm überhaupt nicht vor, wie Augen eines emotionsbefähigten Wesens. Er fühlte sich an eine Maschine erinnert, kalt und unpersönlich blickten ihn diese Augen an. Was hatte diesen so gefürchteten Mann geprägt?
      „Pläne. Zerstörte Pläne. Wissen, welches nicht in die falschen Hände gelangen sollte“, kam es von Drago. Warum redete er mit diesem Fremden? Plötzlich lachte er auf. Es war ein bitteres Lachen. Ja, er brauchte jemanden zum Zuhören, jemanden, dem er von sich erzählen konnte. Jemanden Unvoreingenommenen und Unwissenden. Würde es ihm helfen? Er hoffte es. Immerhin klammerte er sich ja offensichtlich schon an jeden Strohhalm.
      Seine Hände sammelten unbewusst die Blätter auf. Entgegen jeder Vernunft musste man gucken, ob vielleicht immer noch etwas damit anzufangen war.
      Ihm wurde bewusst, dass er schon seit längerem schwieg, während ihn sein Gesprächspartner erwartungsvoll ansah.
      Er holte Luft und wollte bereits ansetzen zu sprechen, da klingelte seine Teleschnecke. Mit einem bedauernden Achselzucken fischte er das Tier aus seinem Mantel. Ashtshak, wie erwartet, sagte ihm das hagere Design der Schnecke.
      „Überprüfung abgeschlossen, das Kästchen ist unser Zielgegenstand“, tönte es in der Grabesstimme des Bekenners aus der Teleschnecke.
      „Verstanden. Mission ist hiermit beendet. Rückzug zum Schiff und bereitmachen zur Abfahrt mit der nächsten Flut. Ich werde dannzu euch stoßen.“
      Einen Moment musste Drago pausieren. Er sammelte sich, um die folgenden Worte aussprechen zu können.
      „Das Zielobjekt wurde beschädigt. Höchstwahrscheinlich ist eine Verwendung dadurch unmöglich. Bringe die Objekte mit.“
      Drago legte auf.
      „Wir haben noch ein bisschen Zeit. Lass mich etwas erzählen“, wandte sich der Bekenner an Vegard.

      ~

      Warren beobachtete den Abgang der Bruderschaft. Er konnte kaum glauben, dass er unbeschädigt aus der Begegnung mit diesem unheimlichen Freak hervorgegangen war. Höflich war er, aber dieser Totenschädel hätte ihn mit Sicherheit genauso leicht umgebracht, wie er ihn begrüßt hatte.
      Doch was seine Freude über sein Überleben drastisch minderte, war diese Stimme aus der Teleschnecke, die verkündet hatte, die Ware sei beschädigt. Die Wiederbeschaffung war also nicht nur extrem unwahrscheinlich, sondern jetzt auch noch nutzlos geworden.
      Er zitterte am ganzen Körper, abwechselnd vor Wut und vor Angst. Schließlich kanalisierte er seine Emotionen auf den einen Schuldigen. Dieser maskierte Dieb war schuld an seinem Untergang!
      Warren fasste einen Entschluss. Er eilte in sein Arbeitszimmer und wählte die Nummer der Stadtwache. Ein Steckbrief musste verfasst werden!

      ~

      Friedlich schlafend lag Gordan an der Wand, doch seine Ruhe sollte nicht mehr lange währen. Im Gleichschritt näherte sich eine Wachpatrouille. Sie blieb an der Kreuzung stehen, um einen Routineblick in die Abzweigung zu werfen.
      „Abteilung halt und links herum!“, ertönte es als Reaktion auf die Entdeckung des unpassenden Subjekts, was sich erdreistete in den Straßen von Porto de Riquezas Oberstadt zu schlafen!

      Kapitel 7 - Das Leben ist nicht fair


      Mit zackigen Schritten bewegten sich die Wachen auf Gordan zu. Das sah definitiv nach einer Aufgabe aus, denen sie gewachsen sein sollten, ganz im Gegenteil zu den Angreifern, denen sie zum Glück nicht begegnet waren. Der Patrouillenführer beugte sich zu dem Schlafenden herunter und packte ihn am Oberteil. Unsanft geweckt, musste der junge Dieb feststellen, dass eine weitere Wache ihm rasch Handschellen angelegt hatte.
      „So, dann wollen wir mal sehen, wer sich da unter der Maske verbirgt.“, kam es von dem Patrouillenführer.
      Dies passte Gordan verständlicherweise überhaupt nicht, aber solange ihn eine Wache am Arm gepackt hatte, war es mit einer Flucht nicht weit her. Die Grenzen seiner Fähigkeiten lagen bei unbelebtem Material und so verlegte sich Gordan aufs Tricksen. Sich aufplusternd versuchte er seiner Stimme den Klang eines selbstbewussten Mächtigen zu geben:
      „Wagt es ja nicht! Ich kann tun und lassen, was ich will. Stört mich noch weiter hin und ihr werdet es noch bereuen. Ich kann euch mühelos rauswerfen lassen!“
      Leider war er kein Mächtiger und zudem noch sehr schläfrig, dementsprechend bewirkte er wenig Eindruck.
      Sein Gegenüber begann zu grinsen. Auf sowas fällt ja nun wirklich niemand rein!
      „Hier besitzt niemand Sonderrechte, also komm lieber gar nicht erst auf dumme Ideen!“
      Im vollsten Bewusstsein, genau dafür unterwegs zu sein, griff die Wache nach der Maske. In seiner Verzweiflung griff Gordan zum letzten Trick, der ihm einfiel:
      „Hinter dir ist ein Drache!“
      Der im Brustton der Überzeugung vorgetragenen Behauptung, schenkte die Wache nur ein schallendes Lachen.
      „Glaubst du wirklich, jemand fällt auf so einen Schwachsi-“
      Ein störendes Zupfen an seinem Ärmel unterbrach ihn. Genervt sah er seinen Untergebenen an, dem der Schrecken ins Gesicht geschrieben stand. Mit zitterndem Arm deutete er hinter den Hauptmann. Mit einem unguten Gefühl drehte er sich um die eigene Achse. Im nächsten Moment fiel ihm die Kinnlade herunter. Über den Dächern erhob sich tatsächlich ein Drache!
      Das Ungetüm hatte beängstigend große Ausmaße. Die ledrigen Flügel spannten sich häuserbreit auf und begannen in zunehmend schnellerem Tempo auf und ab zu schlagen. Sie hielten einen gestreckten Körper in der Luft, dessen onyxfarbenen Schuppen in der Sonne schimmerten. Krallenbewehrte Extremitäten mit dem Durchmesser von Baumstämmen gingen vom Rumpf ab, während ein stachelgespickter Schweif sich unter Sichthöhe verlor. Zu ihrem Glück war der Drache weit genug entfernt und drehte dem Trupp den Rücken zu.
      Gordan war zwar mindestens genauso überrascht wie der Wachtrupp, doch er verlor keine Zeit mit Gaffen. Mit einem Tritt in Kombination mit einem Ellbogenstoß löste er den gelockerten Griff der Wache, die ihn festhielt. Dann zog er seine Hände aus den Handschellen und nahm die Beine in die Hand.
      Der Schmerzensschrei der getroffenen Wache alarmierte zwar den Trupp, doch sie konnten nichts anderes tun, als ohnmächtig mit anzusehen, wie ihr Gefangener sich durch die nächste Wand vom Acker machte, während ihre Handschelle auf den Boden klirrte.
      Ihre Laune besserte sich auch nicht durch einen Anruf, der ihnen mitteilte, dass ein Kopfgeld auf „Das Phantom“ ausgesetzt worden war, einer maskierten, schwarz gekleideten Gestalt.


      ~


      Etwas früher in der Oberstadt

      Drago hatte inzwischen, da war er sich ziemlich sicher, herausgefunden, warum es ihm so wichtig war, etwas von sich und der Bruderschaft zu erzählen. Diese Wache da war auch ein Kämpfer. Das war noch besser als ein Unvoreingenommener, denn so jemand wusste, was es bedeutete, Probleme gewaltsam zu lösen. Einen Moment fragte er sich, ob er tatsächlich gerade Hoffnung verspürt hatte. Hoffnung auf Verständnis. Auch wenn der Fluch, wie Drago es in seinem Kopf, und nur in seinem Kopf, bezeichnete, sowas eigentlich gar nicht erlauben sollte. Mit einem Kopfschütteln vertrieb der Bekenner diese Gedanken.
      „Weißt du, warum wir uns Bekenner nennen?“
      Vegard wollte schon den Kopf schütteln, doch Drago fuhr bereits nach dieser rhetorisch gedachten Frage fort:
      „Nein, natürlich nicht. Es ist ein Geheimnis. Wissen, welches dem Vergessen anheimgefallen ist. Nur noch wir selbst wissen, was geschehen ist.“
      Drago pausierte kurz und sah Vegard in die Augen. Ja, da hatte jemand gesehen. Er konnte nicht genau sagen wieso, doch er wusste, die Wache war vertrauenswürdig. Also setze er beruhigten Gewissens seine Rede fort:
      „Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen, die ein Ideal, ein Ziel vereint. Die Welt ist verdorben und steuert einer Zukunft entgegen, die jegliche Werte weiter zersetzt, in der nur der Starke herrscht und wo Gewalt an der Tagesordnung ist. Unsere Reaktion bestand in der Gründung der Bruderschaft. Das Übel war erkannt und musste beseitigt werden. Jegliche Form von Macht in Händen der Starken musste zertrümmert werden. Jeder, der auf dieser Welt Schrecken verbreitet, Marine und Weltregierung nicht ausgenommen, musste verschwinden.“
      Drago registrierte erstaunt, dass er sich gerade in Rage geredet hatte. Das war nicht sein Plan gewesen, doch ihm wurde klar, dass er keine Objektivität beibehalten konnte. Sich der nachdenklichen Betrachtung Vegards bewusst seiend, machte Drago weiter:
      „Utopisch, nicht wahr? Doch wir bekannten uns zu unserem Ziel.“
      Er hielt inne. Es ging nicht. Er konnte nichts über den Contractor erzählen. Nichts über den Vertrag, nichts über die gebrachten Opfer. Nein, ihm war nichts gestattet.
      Mit bitterer Stimme endete Drago:
      „Wir sind gebunden an unser Bekenntnis. Ein Leben, ohne richtig zu leben.“
      Vegard war ein einfacher Mann. Solche Gedanken hatte er nie gehabt. Doch ihm war klar, dass sein Gegenüber etwas geopfert hatte. Kein Wunder, dass er so leblose Augen hatte. Mit einem Schaudern kam ihm die Erkenntnis, dass er Glück hatte, nicht gegen den Bekenner kämpfen zu müssen. Egal, wie bemitleidenswert er auch erschien, er hätte keine Gnade gezeigt.
      Einen Moment später erhob sich Drago vom Boden, das Kästchen mit Inhalt im Mantel verstauend. Mit wehendem Mantel sprang er in die Luft, wo er sich in einen Drachen verwandelte und davonflog.


      ~


      In der Unterstadt
      In dem kleinen Zimmer, in dem Gordan wohnte, lagen seine Arbeitsutensilien, achtlos in die Ecke gepfeffert. Der Bewohner schritt unterdessen wie ein gefangener Tiger immer wieder durch den Raum. Aber so sehr er auch vor sich hin fluchte, die Tatsache, dass er die Wette verloren hatte, ließ sich nicht mehr ändern. Zudem beklagte er den Verlust einiger weltlicher Güter, weswegen er sich nicht so richtig über sein gerettetes Leben freuen konnte.
      Schließlich machte sich Gordan notgedrungen auf den Weg zum „Schatten“. Zu seinem Glück wusste niemand von seiner achtlos eingegangenen Wette, auch wenn sich doch so einige Einwohner über den grimmigen Gesichtsausdruck des jungen Burschen wunderten.
      Vor der Taverne angekommen, zögerte Gordan noch einen Moment. Das Eingestehen der Niederlage fiel ihm schwer. Aus Mangel an sinnvollen Alternativen begab er sich schließlich ins Innere. Kleinlaut kam er in ihrem privaten Raum an.
      Dort sah er schon seinen Mentor, der sich zu seinem Schrecken bereits ausgiebig mit Essen und Trinken versorgt hatte.
      Schweren Herzens schloss er die Tür. Einen Moment war er versucht, seinen Freunden die ganze Geschichte zu erzählen, doch sie erschien sogar ihm dermaßen unglaubwürdig, dass er stattdessen nur sagte:
      „Du hast gewonnen.“
      Sein Onkel grinste ihn an:
      „Da sieht man wieder, Hochmut kommt vor dem Fall.“


      Damit ist diese Episode auch beschloßen. Vorerst ist dieses Projekt also beendet.
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)

      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von Eldrail () aus folgendem Grund: Kapitel 7 eingefügt

    • Die Erlebnisse eines Meisterdiebs

      Neue FF, neuer, erster Kommentar! So läuft es doch einmal!

      Mit dem Thema hast du mich ja schon einmal am Haken. Eine Geschichte über Diebe? Meine bewegt sich ja, wie du weißt, im Bereich der Schatzjäger, eine Zunft, die nicht so weit von deiner entfernt ist. Von daher hast du schon einmal einen Stein im Brett.
      Ansonsten ist es inhaltlich natürlich noch überschaubar, da wir uns ja noch im ersten Kapitel bewegen. Dort lernen wir Gordon und seinen Onkel kennen. Beide sind Mitglieder des Langarmstammes und gleichzeitig auch Langfinger, denn sie sind Diebe.
      Im Zuge des Gesprächs geht Gordan, als selbsternannter Meisterdieb, eine Wette ein, die ihn in das Anwesen von Warren, einem stadtbekannten Händler führen wird.
      Des Weiteren lernen wir noch eine Unbekannte Person kennen, die wohl auch ein Dieb ist und einer mysteriöser Organisation angehört. Hierbei tippe ich mal darauf, dass es sich dabei um einen zukünftigen Rivalen Gordans handeln wird oder um eine Art ersten Mistreiter. Das wird sich noch zeigen.

      So viel mal der Plot zusammengefasst. Die prinzipielle Idee der Geschichte sagt mir schon einmal wie gesagt zu. Ansonsten ist die Handlung des ersten Kapitels noch sehr überschaubar und unaufgeregt, würde ich einmal sagen. Die Idee mit der Wette ist jetzt nichts neues, aber solide genug, um eine Geschichte darüber anzufangen.

      Stilistisch muss ich sagen, dass ich deine Geschichte auf einem soliden Mittelmaß erachte. Du hast ein paar schöne Passagen drinnen, neigst zu einem deskriptiven Stil, der mir persönlich immer zusagt, und wirkst generell noch sehr unaufgeregt. Nicht zu blumig wie ich oder abstrakt wie Bo, sondern bodenständig. Dennoch fehlte es mir manchmal noch an der Atmosphäre. Das fängt bei der Beschreibung von Personen an.
      Wie sieht Gordan eigentlich aus? Außer der Beschreibung seiner Kleidung am Ende und der Tatsche, dass er ein Langarmmensch ist, kann ich mich gerade nicht erinnern, dass darüber Informationen beschrieben waren. (Wenn doch, Schande über mich. ich habe das Kapitel bereits letztes Wochenende gelesen!)
      Generell würde ich einfach noch warten, um hier ein wirkliches Feedback fällen zu können. Gerade cinnamon und Kings Grampa haben mir letztens erst bewiesen, wie stark man sich innerhalb kürzester Zeit steigern kann. Von daher möchte ich einfach noch ein paar Kapitel abwarten.
      Du hast mich aber vorerst am Haken, ob dich das freut oder nicht, musst du selbst entscheiden!

      Liebe Grüße :)
    • Auch meinerseits vorweg das obligatorische Willkommen im FanFiction-Bereich, beziehungsweise vor allem in der Riege der Möchtegernschriftsteller, denn mitlesen tust du ja schon länger.

      Zuerst muss auch ich gestehen, was Storythemen anbelangt gewissermaßen anfällig für alles zu sein, was sich in den Schatten abspielt. Diebe, Assassinen, Strippenzieher. Ich finde sowas immer enorm spannend, werde auch in meiner eigenen Geschichtewahrscheinlich noch etwas in diese Gefilde eintauchen, und bekunde deshalb ganz simpel mal mein Interesse an Gordan und seinem Gelingen. Da zumindest dieser Vorgeschmack -falls man es so nennen kann- auf deine längere FF, die sich in der Planung befindet, anscheinend ein klein wenig humoristisch angehaucht ist, passt auch die Einführung des Langfingerstammes ins Gesamtbild. An dieser Stelle will ich erwähnen, dass zumindest ich es nicht für nötig erachte, eine FF vor dem Schreiben haarklein durchzuplanen. Ich hatte vor Anfang natürlich auch Überlegungen angestellt, was ich schreiben möchte, in welche Abschnitte und Schauplätze ich den Plot aufteile, aber insbesondere arcbeschränkte Details habe ich gar nicht geplant. Das kommt beim Schreiben oftmals von alleine und obendrein hab ich eh alle Nasen lang wieder ganz andere Ideen. Also: einfach machen!

      Genug aus dem Nähkästchen, wir sind hier nicht im boardeigenen Strickverein, sondern bei einer Rezension. Ich hatte eben von einem erkennbaren, humoristischen Anflug gesprochen. Das klingt bei der Thematik nicht selbstverständlich und auch der nüchterne, recht neutrale Schreibstil spricht zunächst nicht dafür, doch bei einem 17 oder 18-Jährigen Protagonisten bleibt eine gewisse Komik sicher nicht aus. Ein Vorgeschmack war sicher die im Suff eingegangene Beschränkung der Wette auf den Zeitraum von einem Tag, denn Gordan merkt es selbst: Nachts stiehlts sich besser. Andererseits spricht für Gordan, dass er durchaus Hirn zu haben scheint, wie die Sauerstoffflasche und das geplante Eindringen auf diesem Wege zeigen. Finde ich grundsätzlich einen sehr begrüßenswerten Mittelweg, einfach weil ich in diesem Format keine todernste Geschichte lesen will. Ein gut platzierter Spruch kann so eine Angelegenheit ganz schnell viel lockerer erscheinen lassen, was mir sehr gefallen würde.

      Inhaltlich kann ich mich, wie eingangs erwähnt, mit dem, was uns in den kommenden Kapiteln bevorsteht, auch anfreunden. Die konkurrenzbetonte Konstellation unter den Junggesellendieben hat sich in abgeänderter Form schon in endlosen Mangas und Varianten bewährt. Demnach kann man wohl auch davon ausgehen, dass die drei ein im Ernstfall verlässlicher Draht verbindet. Also um das Kind mal beim Namen zu nennen: Ich hab mich an die frühen Zeiten des Team 7 aus Naruto erinnert gefühlt.
      Weiterhin ist relativ offensichtlich, dass Gordan diesem Bekenner an der Teleschnecke begegnen wird, denn normalerweise sollte so etwas Großartiges wie das 'gesuchte Objekt' schon im Safe liegen, was sich dann mit Gordans Ziel überschneiden würde. Meine Prognose für diesen Storyverlauf: Gordan weiß nichts über dieses Objekt und die infolgedessen verstärkte Bewachung, gerät gemeinsam mit dem Typen vom Schiff in Schwierigkeiten und rettet dann beide durch seinen Trumph. Kann natürlich auch komplett anders laufen, aber so ließe sich plausibel erklären, a) wie der Bekenner ihm das Objekt überlässt und er die Wette gewinnt oder b) der Bekenner die Seiten wechselt und wie Vexor schreibt ein erster Nakama wird. Für diesen Verlauf würde auch sprechen, dass er für künftige Geschichten einen bleibenden Antagonisten schafft, nämlich den Ruin und seine Bekenner. Denn so wie die eingeführt werden, mit Boss und richtiger Hierarchie, können sie eigentlich nicht in 4 Kapiteln abgefrühstückt werden. Könnte also sein, dass sich die Bekenner als konkurrierende Diebesgilde erweisen.

      Man könnte jetzt wohl noch sämtliche anderen denkbaren Verläufe simulieren, aber dann würde ich morgen früh noch schreiben. Deshalb soll es bei den Gedanken vorerst bleiben und ich mach mit deinem Stil weiter.

      Der ist für meine Begriffe recht schwer in Worte zu fassen. Er wirkt irgendwie unauffällig, steht nirgends im Vordergrund, sondern ist einfach das Vehikel, das deine Geschichte transportiert. Kann man so gerne machen, ist dann praktisch das Gegenteil von dem, was -Bo- praktiziert (zu Vexor kann ich nichts sagen, habe in Horizon nicht länger als ein halbes Kapitel reingelesen... sollte ich mal ändern) und für meine Begriffe bei den Lesern hier gut ankommt. Ich selbst lege wert auf sprachliche Richtigkeit, einen immer noch anspruchsvollen Stil, der aber nicht um seiner selbst Willen kompliziert ist, sondern 'nur' vom Können des Autors zeugt, und nicht zuletzt eine gute Lesbarkeit. Das bekommst du hin.

      Nichtsdestotrotz stehst du, ganz wie ich, noch am Anfang deiner Karriere (wenns denn eine wird^^) und hast da noch einige Fehler gemacht. Am auffälligsten waren einige Wackler in den Tempora, ganz besonders bei der Schiffsszene, in der du unerklärlich zwischen Präsens und Präteritum springst. Ansonsten gabs einige kleinere Fehler, die man wohl zu den berüchtigten Flüchtigkeitsfehlern zählen kann, denn prinzipiell offenbarst du keine größeren Defizite in Sachen Grammatik. Dir sei aber gesagt, dass nach wörtlicher Rede, wenn noch ein nachgestellter Begleitsatz folgt, ein Komma hinkommt. Auch Frage- und Ausrufezeichen sind in diesem Fall bei Bedarf auszuschreiben:
      "Blablabla!", schwafelte Moxie. Vergleichbar mit der Anschuldigung als Feiglinge.

      Genug gepseudolehrert. Insgesamt hast du ne spannende Idee und viel Potenzial für einen gelungenen Hauptcharakter, mach was draus!
    • Dann reihe ich mich auch mal in die Willkommensbekundungen ein. Willkommen.^^

      Ohne große Vorreden komme ich gleich zur Geschichte, denn ich könnte nur vorweg sagen, dass ich mich auf deine geplante größere FF mehr freue. Ist aber nur eine persönliche Präferenz, längere und zusammenhängende Geschichten finde ich einfach spannender. Aber das ändert nichts daran, dass ich Idee der Episoden zum "Eingewöhnen" sehr interessant finde. Und wenn es die Qualität des schlussendlichen Werkes steigert, wäre das natürlich umso besser. :)

      Aber zur Geschichte:
      Bezüglich Rechtschreibung und Grammatik ist mir die Schiffsszene in schlechter Erinnerung geblieben. Wie schon angesprochenen hast du ihr die Zeitformen mächtig durcheinander gewirbelt, auch an anderer Stelle fehlte ab und an das Plusquamperfekt. Leider habe ich jetzt nicht die Zeit, eine Korrektur beizulegen, reiche ich vielleicht nach. Ansonsten ist dein Stil aber flüssig und unaufgeregt, was aber auf die meisten der FFs zu ihrer Anfangszeit hier zutrifft bzw. zutraf. Du bewegst dich hier also in einem soliden Rahmen, der kleine Kommentar "das Licht verhüllte bald mehr, als es preisgab" deutet aber schon viel Potenzial an. Oder auch die Wohnung, das "große Wort für ein einziges Zimmer". Ich mag solche kleinen sprachlichen Feinheiten des Erzählers, da sie eine Geschichte immer aufwerten. Stilistisch ist mir mehr leider nicht mehr im Gedächtnis geblieben, was aber nur bedingt als Kritik zu verstehen sein sollte. Denn es heißt auch, dass du dir keine gröberen Patzer erlaubt hast. Und das ist -mit Blick auf deine künftigen Texte- schon einmal sehr beruhigend. ;)

      Inhaltlich fehlte auch mir etwas der letzte Tick Beschreibung. Du machst nicht mehr als nötig, die Bar wird kurz und in wenigen, kaum aussagekräftigen Sätzen skizziert. Reicht aus, man könnte mehr machen, muss aber nicht. Das spiegelt sich auch in den Personen wieder. Gordan wird etwas genauer beschrieben (schwarzes langes Haar, blaue Augen) und der Rest der Truppe geht in der Masse unter (Gesichter, an die man sich nicht erinnern würde). Für Diebe sicher eine vorteilhafte Eigenschaft, weshalb ich das mal so abnicke. In Zukunft darf es mMn aber etwas mehr sein, zumindest bei den wichtigeren Charakteren. Schon allein, damit du auch mal das genau(ere) Beschreiben übst.

      Humor kommt subtil rüber, stimme ich zu. Schmunzeln musste ich zum Ende hin, als Gordan trotz helllichtem Tag seine "Arbeitskleidung" anlegt, die zwar perfekt für Nachtaktionen ist, aber in Tageslicht wohl nur suspekt erscheint. Ist eine Kleinigkeit, macht deinen Hauptcharakter aber gleich irgendwie sympathisch. xD

      Unterm Strich ein gelungener erster Text. Vielleicht ein bisschen mehr Drumherum (Äußeres wie Inneres) einbauen und etwas mehr auf die Zeitformen achten, dann dürfte deiner FF-"Karriere" hier eigentlich nichts im Wege stehen. ;)


    • Mal schauen, was ich nach dem Monsterkommentar bei Vexor und drei Vorkommentatoren bei dir, in Verbindung mit weniger Zeit, weil Termin, noch hinbekomme. ^^

      Auf jeden Fall willkommen bei den Autoren, einen Schritt den ich wegen meiner Kommentatorentätigkeit bei jedem FF und einer Sache, welche ich aus meinen FF Ideen einfach nicht streichen kann, noch nicht hinbekommen habe. Da du schon einiges von mir gelesen hast, spare ich mir auch meine übliche Vorstellungsrede und komme direkt zum Inhalt.

      Die Idee diesmal einen Dieb zu begleiten gefällt mir schon sehr gut. Besonders, da ich bei der Kombination Schatten als Ortsbezeichnung und Dieb gleich an Terry Pratchett denken muss, an Ankh-Morpork, die Schatten und die Diebesgilde. Durch den Langfingerstamm wird der Gedanke an die Diebesgilde gleich noch einmal verstärkt, da Langfinder nun mal sehr gute Diebe sind. Ach ich liebe die Scheibenwelt von Terry Pratchett, aber dass sollte eigentlich überhaupt nicht Thema sein... :whistling:

      Wie meine Vorkommentatoren schon geschrieben haben hat deine Geschichte schon sehr gute Ansätze, sowohl was das Setting angeht als auch das Stilistische. Wir haben einen Dieb, der sich für den größten hält, aber im Nachhinein nicht zu dumm ist, seine Nachteile zu erkennen. Trotzdem scheint er einen sehr guten Plan zu haben und nicht einfach so drauflos zu stürmen. Das es noch eine zweite Person gibt, welche gerade genau das gleiche Ziel hat wie er, mach die Sache natürlich noch spannender. Besonders, weil wahrscheinlich der Schnellere sein wird und dann selber gejagt wird.

      Kein sehr guter Kommentar, aber mehr und besser wird es heute wohl nicht werden, hoffen wir auf das nächste Kapitel ;)
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Nun, es haben ja jetzt schon eine Menge Leute kommentiert. Vielen Dank für das Feedback!

      Ich denke, ich mache jetzt auch nicht viel verkehrt, wenn ich schon jetzt Kapitel 2 veröffentliche. Zwar bin ich immer zu selbstkritisch/perfektionistisch, aber üblicherweise sorgt dies eher wenig für eine höhere Qualität, wenn ich sowieso schon das Kapitel mehr als zweimal durchgegangen bin :D

      Nächstes Kapitel dürfte dann wohl im Verlaufe der nächsten Woche kommen.

      Was wirklich das Schönste am Schreiben einer eigenen Geschichte ist, ist das Wissen, welches man als Autor den Lesern voraushat. Zwar muss man sein Wissen nicht nur vernünftig an den Mann bringen, es muss auch noch logisch sein, aber Spekulationen zu lesen ist wirklich toll.

      Also Zeit für die Antworten, auch wenn ich vorweg zumindestens einen allgemein auffallenden Punkt bearbeiten will.
      Wie den meisten aufgefallen ist, habe ich in einem Absatz die Zeiten völlig durcheinander gewürfelt. Hier habe ich, warum auch immer, anfangs auschließlich im Präsens geschrieben. Zwar ist mir dies aufgefallen, aber dummerweise habe ich ohne einen Betaleser (das Problem hat sich inzwischen gelöst) es hingekriegt die Hälfte der Verben zu übersehen. Traurig, aber wahr...
      Ich hoffe mal, das es mir in Zukunft gelingen wird, die Schreibfehler auf ein tolerierbares Minimum zu reduzieren. Das Zeitenchaos habe ich jetzt beseitigt, denn falls jemand neu anfängt, muss das ja nicht sein :D

      Vexor
      Herzlichen Glückwunsch zum ersten Kommentar :D

      Vexor schrieb:

      Mit dem Thema hast du mich ja schon einmal am Haken. Eine Geschichte über Diebe? Meine bewegt sich ja, wie du weißt, im Bereich der Schatzjäger, eine Zunft, die nicht so weit von deiner entfernt ist. Von daher hast du schon einmal einen Stein im Brett.
      Freut mich das dir das Thema zusagt. Wie auch schon bereits erwähnt wird es wohl nicht so wirklich viele Kapitel geben, aber wer weiß, vielleicht habe ich ja noch einen kreativen Ausbruch.


      Vexor schrieb:

      Ansonsten ist es inhaltlich natürlich noch überschaubar, da wir uns ja noch im ersten Kapitel bewegen. Dort lernen wir Gordon und seinen Onkel kennen. Beide sind Mitglieder des Langarmstammes und gleichzeitig auch
      Langfinger, denn sie sind Diebe.
      Im Zuge des Gesprächs geht Gordan, als selbsternannter Meisterdieb, eine Wette ein, die ihn in das Anwesen von Warren, einem stadtbekannten Händler führen wird.
      Des Weiteren lernen wir noch eine Unbekannte Person kennen, die wohl auch ein Dieb ist und einer mysteriöser Organisation angehört. Hierbei tippe ich mal darauf, dass es sich dabei um einen zukünftigen Rivalen Gordans handeln wird oder um eine Art ersten Mistreiter. Das wird sich noch zeigen.
      Kleine Verbesserungen zum Anfang. Die anwesenden Diebe sind Mitglieder des Langfingerstamms und nicht Langarmstamms. Dieser ist auch eher metaphorisch gemeint, so haben die Mitglieder zwar oft etwas längere Finger, aber keinesfalls ein zusätzliches Gelenk. Auch ist es ein Hinweis auf das Berufsfeld der Mitglieder :)
      Was die unbekannte Person angeht, so wird sich seine Zugehörigkeit zwar noch offenbaren. Ich denke das Verhältnis zu Gordan sollte sich im neuen Kapitel offenbaren, wobei auch klar sein sollte, dass Gordan ein völlig unbeschriebenes Blatt ist und ihn im Prinzip niemand kennt.


      Vexor schrieb:

      So viel mal der Plot zusammengefasst. Die prinzipielle Idee der Geschichte sagt mir schon einmal wie gesagt zu. Ansonsten ist die Handlung des ersten Kapitels noch sehr überschaubar und unaufgeregt, würde ich einmal sagen. Die Idee mit der Wette ist jetzt nichts neues, aber solide genug, um eine Geschichte darüber anzufangen.
      Ja, das erste Kapitel sollte erstmal die relevanten Charaktere einführen und die Story aufbauen. Was die Wette angeht, so versuche ich, wenn möglich, nichts zu abgedroschenes zu nehmen, aber es passt einfach gut zu dem bereits im Titel erwähnten Thema.


      Vexor schrieb:

      Stilistisch muss ich sagen, dass ich deine Geschichte auf einem soliden Mittelmaß erachte. Du hast ein paar schöne Passagen drinnen, neigst zu einem deskriptiven Stil, der mir persönlich immer zusagt, und wirkst generell noch sehr unaufgeregt. Nicht zu blumig wie ich oder abstrakt wie Bo, sondern bodenständig. Dennoch fehlte es mir manchmal noch an der Atmosphäre. Das fängt bei der Beschreibung von Personen an.
      Wie sieht Gordan eigentlich aus? Außer der Beschreibung seiner Kleidung am Ende und der Tatsche, dass er ein Langarmmensch ist, kann ich mich gerade nicht erinnern, dass darüber Informationen beschrieben waren. (Wenn doch, Schande über mich. ich habe das Kapitel bereits letztes Wochenende gelesen!)
      Generell würde ich einfach noch warten, um hier ein wirkliches Feedback fällen zu können. Gerade cinnamon und Kings Grampa haben mir letztens erst bewiesen, wie stark man sich innerhalb kürzester Zeit steigern kann. Von daher möchte ich einfach noch ein paar Kapitel abwarten.
      Du hast mich aber vorerst am Haken, ob dich das freut oder nicht, musst du selbst entscheiden!
      Was meinen Schreibstil anbelangt, war ich auf weitaus vernichtendere Kritik eingestellt :D
      Mit solidem Mittelmaß bin ich schon zufrieden genug für den Anfang. Da ich ja hoffe, dass mit weiterem Schreiben und Lesen von Kritiken sich der Stil noch verbessern wird, wird sich das wohl mit der Zeit ändern.
      Du sprichst auch schon ein Problem von mir an. Ich habe am ehesten Schwierigkeiten bei der Erzeugung von Atmosphäre und dem lebendigen Gestalten von Charakteren. ich weiß nicht, ob es das zweite Kapitel besser macht - ich habe meine Zweifel - aber zumindestens das dritte Kapitel ist als verstärkte Konzentration auf diese Thematik/Problematik geplant.
      Was die Beschreibung der Personen angeht, so sind zumindestens aktuell der Onkel und die zwei Freunde nicht so relevant. Die angeteaserten Charaktere werden noch besser beschrieben werden im Verlaufe der Geschichte.
      Ach ja, zu Gordan habe ich schon noch ein paar Worte verloren, allerdings zu einem Zeitpunkt, als sein Name noch nicht gefallen war. Er hat blaue Augen und schwarze Haare. Sein Gesicht ist unauffällig, eine hilfreiche Eigenschaft, die alle Langfingermenschen gemeinsam haben.

      Es freut mich auf jeden Fall dich als Leser zu behalten, denn was ist das Schreiben schon ohne Leser und wie soll man ohne Kommentare Fehler erkennen und verbessern?

      Moxie

      Danke für die Begrüßung als Möchtegernschriftsteller :D

      Moxie schrieb:

      Zuerst muss auch ich gestehen, was Storythemen anbelangt gewissermaßen anfällig für alles zu sein, was sich in den Schatten abspielt. Diebe, Assassinen, Strippenzieher. Ich finde sowas immer enorm spannend, werde auch in meiner eigenen Geschichtewahrscheinlich noch etwas in diese Gefilde eintauchen, und bekunde deshalb ganz simpel mal mein Interesse an Gordan und seinem Gelingen. Da zumindest dieser Vorgeschmack -falls man es so nennen kann- auf deine längere FF, die sich in der Planung befindet, anscheinend ein klein wenig humoristisch angehaucht ist, passt auch die Einführung des Langfingerstammes ins Gesamtbild. An dieser Stelle will ich erwähnen, dass zumindest ich es nicht für nötig erachte, eine FF vor dem Schreiben haarklein durchzuplanen. Ich hatte vor Anfang natürlich auch Überlegungen angestellt, was ich schreiben möchte, in welche Abschnitte und Schauplätze ich den Plot aufteile, aber insbesondere arcbeschränkte Details habe ich gar nicht geplant. Das kommt beim Schreiben oftmals von alleine und obendrein hab ich eh alle Nasen lang wieder ganz andere Ideen. Also: einfach machen!
      Was den Vorgeschmack angeht, so hast du recht. Es soll nicht zu ernst sein, auch wenn ich tatsächlich auch schon Ereignisse und Charaktere aus meiner geplanten FF einführen werde.
      Ich bin jemand, der auch gerne etwas genauer plant, aber ich merke auch ständig, dass ich alte Ideen verwerfe, insofern ist eine abgeschlossene Planung keinesfalls eine notwendige Vorraussetzung. Allerdings habe ich mich bereits an den Prolog und die ersten paar Kapitel gesetzt und festgestellt, dass ich hier sehr wohl noch etwas Planung/Überlegung benötige. Unabhängig von dem Erfolg bei diesem Unternehmen, werde ich hier meine fertigen Ideen zu Ende bringen, bevor ich meine andere FF starte.

      Moxie schrieb:

      Genug aus dem Nähkästchen, wir sind hier nicht im boardeigenen Strickverein, sondern bei einer Rezension. Ich hatte eben von einem erkennbaren, humoristischen Anflug gesprochen. Das klingt bei der Thematik nicht selbstverständlich und auch der nüchterne, recht neutrale Schreibstil spricht zunächst nicht dafür, doch bei einem 17 oder 18-Jährigen Protagonisten bleibt eine gewisse Komik sicher nicht aus. Ein Vorgeschmack war sicher die im Suff eingegangene Beschränkung der Wette auf den Zeitraum von einem Tag, denn Gordan merkt es selbst: Nachts stiehlts sich besser. Andererseits spricht für Gordan, dass er durchaus Hirn zu haben scheint, wie die Sauerstoffflasche und das geplante Eindringen auf diesem Wege zeigen. Finde ich grundsätzlich einen sehr begrüßenswerten Mittelweg, einfach weil ich in diesem Format keine todernste Geschichte lesen will. Ein gut platzierter Spruch kann so eine Angelegenheit ganz schnell viel lockerer erscheinen lassen, was mir sehr gefallen würde.
      Den humoristischen Anflug kriegst du auf jeden Fall gut hin. Ich muss es wirklich mal in Angriff nehemen auch andere FF zu kommentieren, sprich bei blink und dir. Zur Zeit bin ich nur stiller Mitleser und habe auf jeden Fall Gefallen daran gefunden.
      Dummerweise ist es für mich nicht leicht etwas Humoristisches zu schreiben, da ich Probleme habe den einen guten Spruch zu finden oder anzubringen. Mal sehen, wie das noch wird...
      Gut erkannt, Gordan ist keineswegs dumm, auch wenn man ihn nicht als sonderlich gebildet betrachten sollte. Was die Sauerstoffflasche angeht, so hat niemand den wirklichen Sinn dahinter verstanden, aber sonst hätte ich auch davon ausgehen müssen, dass besagte Person auf meinem PC mitliest :D

      Moxie schrieb:

      Inhaltlich kann ich mich, wie eingangs erwähnt, mit dem, was uns in den kommenden Kapiteln bevorsteht, auch anfreunden. Die konkurrenzbetonte Konstellation unter den Junggesellendieben hat sich in abgeänderter Form schon in endlosen Mangas und Varianten bewährt. Demnach kann man wohl auch davon ausgehen, dass die drei ein im Ernstfall verlässlicher Draht verbindet. Also um das Kind mal beim Namen zu nennen: Ich hab mich an die frühen Zeiten des Team 7 aus Naruto erinnert gefühlt.
      Weiterhin ist relativ offensichtlich, dass Gordan diesem Bekenner an der Teleschnecke begegnen wird, denn normalerweise sollte so etwas Großartiges wie das 'gesuchte Objekt' schon im Safe liegen, was sich dann mit Gordans Ziel überschneiden würde. Meine Prognose für diesen Storyverlauf: Gordan weiß nichts über dieses Objekt und die infolgedessen verstärkte Bewachung, gerät gemeinsam mit dem Typen vom Schiff in Schwierigkeiten und rettet dann beide durch seinen Trumph. Kann natürlich auch komplett anders laufen, aber so ließe sich plausibel erklären, a) wie der Bekenner ihm das Objekt überlässt und er die Wette gewinnt oder b) der Bekenner die Seiten wechselt und wie Vexor schreibt ein erster Nakama wird. Für diesen Verlauf würde auch sprechen, dass er für künftige Geschichten einen bleibenden Antagonisten schafft, nämlich den Ruin und seine Bekenner. Denn so wie die eingeführt werden, mit Boss und richtiger Hierarchie, können sie eigentlich nicht in 4 Kapiteln abgefrühstückt werden. Könnte also sein, dass sich die Bekenner als konkurrierende Diebesgilde erweisen.
      In einer weiteren angedachten Episode wird es auch mehr um die andren drei gehen, zur Zeit wird allerdings ausschließlich Gordan im Vordergrund stehen.

      Nun, dieser Bekenner ist jemand, dem Gordan nun so gar nicht begegnen will. Aber du hast insofern Recht, als das beide das gleiche Ziel haben. Nur, dass der Bekenner weiß, was er sucht und Gordan hingegen zufällig dank der Wette zu Warren will.
      Um eine Sache schon mal vorneweg zu nehmen: die Bekenner gehören eine Organisation an, die eine nicht unwichtige Rolle in meiner anderen FF spielen wird. Also wird hier nicht alles dazu aufgeklärt werden können.

      Moxie schrieb:

      Der ist für meine Begriffe recht schwer in Worte zu fassen. Er wirkt irgendwie unauffällig, steht nirgends im Vordergrund, sondern ist einfach das Vehikel, das deine Geschichte transportiert. Kann man so gerne machen, ist dann praktisch das Gegenteil von dem, was -Bo- praktiziert (zu Vexor kann ich nichts sagen, habe in Horizon nicht länger als ein halbes Kapitel reingelesen... sollte ich mal ändern) und für meine Begriffe bei den Lesern hier gut ankommt. Ich selbst lege wert auf sprachliche Richtigkeit, einen immer noch anspruchsvollen Stil, der aber nicht um seiner selbst Willen kompliziert ist, sondern 'nur' vom Können des Autors zeugt, und nicht zuletzt eine gute Lesbarkeit. Das bekommst du hin.
      Du beschreibst das ziemlich gut. Einen Stil wie Bo werde ich wohl niemals erreichen oder kopieren können, aber ich hoffe noch, den "Anspruch" meines Stils steigern zu können. Insbesondere, was Beschreibungen und korrekte Sprache anbelangt.

      Danke für deinen Kommentar und erwarte meine Revanche bei deiner FF :)

      Bo
      Ohne Vorrede:

      -Bo- schrieb:

      Ohne große Vorreden komme ich gleich zur Geschichte, denn ich könnte nur vorweg sagen, dass ich mich auf deine geplante größere FF mehr freue. Ist aber nur eine persönliche Präferenz, längere und zusammenhängende Geschichten finde ich einfach spannender. Aber das ändert nichts daran, dass ich Idee der Episoden zum "Eingewöhnen" sehr interessant finde. Und wenn es die Qualität des schlussendlichen Werkes steigert, wäre das natürlich umso besser.
      Du hast schon Recht. Eine längere Geschichte kann mehr liefern, als eine auf kleinen Episoden basierende Geschichte. Stell dich darauf ein, dass ich damit auch noch dieses Jahr anfange. Nicht das ich noch zu viel verspreche xD

      -Bo- schrieb:

      Aber zur Geschichte:
      Bezüglich Rechtschreibung und Grammatik ist mir die Schiffsszene in schlechter Erinnerung geblieben. Wie schon angesprochenen hast du ihr die Zeitformen mächtig durcheinander gewirbelt, auch an anderer Stelle fehlte ab und an das Plusquamperfekt. Leider habe ich jetzt nicht die Zeit, eine Korrektur beizulegen, reiche ich vielleicht nach. Ansonsten ist dein Stil aber flüssig und unaufgeregt, was aber auf die meisten der FFs zu ihrer Anfangszeit hier zutrifft bzw. zutraf. Du bewegst dich hier also in einem soliden Rahmen, der kleine Kommentar "das Licht verhüllte bald mehr, als es preisgab" deutet aber schon viel Potenzial an. Oder auch die Wohnung, das "große Wort für ein einziges Zimmer". Ich mag solche kleinen sprachlichen Feinheiten des Erzählers, da sie eine Geschichte immer aufwerten. Stilistisch ist mir mehr leider nicht mehr im Gedächtnis geblieben, was aber nur bedingt als Kritik zu verstehen sein sollte. Denn es heißt auch, dass du dir keine gröberen Patzer erlaubt hast. Und das ist -mit Blick auf deine künftigen Texte- schon einmal sehr beruhigend.
      Nun, sogar ein paar lobende Worte vom Meister der sprachlichen Feinheiten ^.^
      Fehler sind wohl auch deshalb vorhanden, da ich bisher niemanden zum Betalesen hatte, aber wenn jetzt noch jemand unabhängiges drüberliest, besteht zumindest in Bezug auf korrektes Deutsch Hoffnung.
      Bin mal gespannt, was die Reaktion zum neuen Kapitel wird.

      -Bo- schrieb:

      Inhaltlich fehlte auch mir etwas der letzte Tick Beschreibung. Du machst nicht mehr als nötig, die Bar wird kurz und in wenigen, kaum aussagekräftigen Sätzen skizziert. Reicht aus, man könnte mehr machen, muss aber nicht. Das spiegelt sich auch in den Personen wieder. Gordan wird etwas genauer beschrieben (schwarzes langes Haar, blaue Augen) und der Rest der Truppe geht in der Masse unter (Gesichter, an die man sich nicht erinnern würde). Für Diebe sicher eine vorteilhafte Eigenschaft, weshalb ich das mal so abnicke. In Zukunft darf es mMn aber etwas mehr sein, zumindest bei den wichtigeren Charakteren. Schon allein, damit du auch mal das genau(ere) Beschreiben übst.
      Ich habe im neuen Kapitel schon versucht, mehr zu beschreiben und werde zusehen, dass ich mich da noch steigere. Es ist halt auch noch so, dass ich mir ein beliebiges Bild einer Person angucken könnte und mir würde sowas einfallen wie Haarfarbe, Augenfarbe und Größe. Wie man da noch besser beschreibt ist mir noch nicht so ganz klar :/

      -Bo- schrieb:

      Humor kommt subtil rüber, stimme ich zu. Schmunzeln musste ich zum Ende hin, als Gordan trotz helllichtem Tag seine "Arbeitskleidung" anlegt, die zwar perfekt für Nachtaktionen ist, aber in Tageslicht wohl nur suspekt erscheint. Ist eine Kleinigkeit, macht deinen Hauptcharakter aber gleich irgendwie sympathisch. xD

      Unterm Strich ein gelungener erster Text. Vielleicht ein bisschen mehr Drumherum (Äußeres wie Inneres) einbauen und etwas mehr auf die Zeitformen achten, dann dürfte deiner FF-"Karriere" hier eigentlich nichts im Wege stehen.
      Das Ende gefällt mir auch am Besten :)
      Danke für das Vertrauen in mich :thumbsup:

      qoii
      Nun, ein Kommentar ist mir willkommen, denn das du gar nichts hinbekommst könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen ^.^

      qoii schrieb:

      Auf jeden Fall willkommen bei den Autoren, einen Schritt den ich wegen meiner Kommentatorentätigkeit bei jedem FF und einer Sache, welche ich aus meinen FF Ideen einfach nicht streichen kann, noch nicht hinbekommen habe. Da du schon einiges von mir gelesen hast, spare ich mir auch meine übliche Vorstellungsrede und komme direkt zum Inhalt.
      Ich fände es auf jeden Fall interessant, wenn du eine FF starten würdest. Ich kann da auch mitfühlen, da ich schon seit längerem einen Haufen Ideen durch meinen Kopf schwirren habe, aber wirklich anzufangen und es umzusetzen ist nicht einfach.

      qoii schrieb:

      Die Idee diesmal einen Dieb zu begleiten gefällt mir schon sehr gut. Besonders, da ich bei der Kombination Schatten als Ortsbezeichnung und Dieb gleich an Terry Pratchett denken muss, an Ankh-Morpork, die Schatten und die Diebesgilde. Durch den Langfingerstamm wird der Gedanke an die Diebesgilde gleich noch einmal verstärkt, da Langfinder nun mal sehr gute Diebe sind. Ach ich liebe die Scheibenwelt von Terry Pratchett, aber dass sollte eigentlich überhaupt nicht Thema sein...
      Ich bin auch ein Fan von Pratchett, auch wenn ich zu miener Schande gestehen muss, dass ich noch viel zu wenig von ihm gelesen habe. Also kann ich sagen, dass es mit Pratchett gar nichts zu tun hat. Wäre aber mal eine gute Idee, da was von zu lesen.


      qoii schrieb:

      Wie meine Vorkommentatoren schon geschrieben haben hat deine Geschichte schon sehr gute Ansätze, sowohl was das Setting angeht als auch das Stilistische. Wir haben einen Dieb, der sich für den größten hält, aber im Nachhinein nicht zu dumm ist, seine Nachteile zu erkennen. Trotzdem scheint er einen sehr guten Plan zu haben und nicht einfach so drauflos zu stürmen. Das es noch eine zweite Person gibt, welche gerade genau das gleiche Ziel hat wie er, mach die Sache natürlich noch spannender. Besonders, weil wahrscheinlich der Schnellere sein wird und dann selber gejagt wird.
      Gar keine schlechten Ansätze. Inwiefern er mit dem Unbekannten in Konflikt kommt wird sich noch zeigen. Jedenfalls wird es hier nicht so einfach ein Happy End für Gordan geben.

      Dein Kommentar war vielleicht nicht der Längste, aber trotzdem danke. Ist halt auch schwer, wenn man als letzter kommentieren muss :D


      Also viel Spaß mit Kapitel 2!
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)

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    • So, deine FF fängt auch grade erst an. Da ist es schon leichter gleich mit zu kommentieren.


      Der Start klingt doch schon mal gut. Diebe auf Beutezug. Da kann man schön was draus machen und sich immer neue Ideen einfallen lassen.
      Das erste Kapitel dient zum kennen lernen der Charaktere bei dem ich mich den anderen anschließen muss, die die Beschreibung des Hauptcharakters etwas dürftig fanden. Aber das kann man ja noch nachholen.

      Das zweite Kapitel zeigt wie sich Gordan auf den Weg zu Warren macht. Dabei bringst du uns auch den Aufbau der Stadt noch etwas näher, fand ich gut und man konnte sich ein schönes Bild der Örtlichkeit machen. Meine Frage war nur, über den Fluss übersetzen – ist der Fluss so breit, das keine Brücke gespannt werden konnte, oder wurden Brücken absichtlich verboten, um so bessere Kontrolle darüber zu haben, wer auf die Seite der Reichen kommen will. Ich denke mal das Zweite, denn sehr breite Flüsse funktionieren ja an für sich nur bei großen Inseln wie Alabasta. Bei einer kleinen Insel wäre es ja schon kein Fluss mehr sondern einfach eine zerrissene Insel mit einer Wasserstraße in der Mitte.
      Gut, er ist drüben und – verschwindet in einer Wand. Da bin ich mal gespannt, was das für eine Frucht sein soll. Momentan will mir noch nichts einfallen. Und wieso braucht er dafür eine Sauerstoffflasche? Eine Menge Fragen, ich freue mich schon auf die Auflösung in den weiteren Kapiteln.
      Was auch immer in dem Kästchen ist, scheint heiß begehrt zu sein, wenn man an die Kapuzenträger vom Hafen denkt. Kapuzenträger, erinnert mich zuerst an Revos. Aber die können es nicht sein, da sie einfach Zivilisten nicht einfach umbringen. Also muss es irgendein anderer Schlag Menschen sein. Regierungsbeamte? Die gehen schon eher über zivile Leichen. Andererseits nehmen sie sich auch einfach was sie wollen und machen nicht so eine Geheimniskrämerei draus – außer es handelt sich um eine CP. Weitere Möglichkeit: Eine andere Fraktion von Dieben. Aber mit einem großen Kriegsschiff? Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht. Das wäre doch etwas auffällig. Wie auch immer es nun kommen mag, man darf gespannt sein.


      In dem Sinne, weiterhin viel Freude beim Schreiben und bis zum nächsten Kapitel :)
    • Kapitel 2 - Der Einbruch

      Im zweiten Kapitel geht es nahtlos dort weiter, wo wir das erste Verlassen haben. Besonders Bezug auf meiner Assoziation zur Discworld (Scheibenwelt) und der Zwillingsstadt Ankh-Morpork,mit ihren wohlhabenden Ankh und dem Ärmeren Morpork, welche durch den Fluss Ankh getrennt werden.
      >> Der Ankh ist für seinen Geruch und seine Zähigkeit bekannt. Er ist vermutlich der einzige Fluss im Universum, auf dem man die Umrisse einer Leiche festhalten kann und der im Frühling manchmal Feuer fängt. Die Zähflüssigkeit des Ankh ist berühmt. Sein Wasser, soweit man es überhaupt so nennen kann, eignet sich eher zum Schaufeln als zum Gießen. Die Konsistenz des Ankh ermöglicht es ein Brett auf seine Oberfläche zu legen und so den Fluss zu überqueren. Auch schlägt jeder Versuch fehl, etwa ein ungeliebtes Haustier in einen Sack mit einem Stein zu stecken und es im Ankh entsorgen zu wollen. << Quelle

      Ähm zurück zum Thema, aber ich finde die schrägen Ideen Rund um die Discworld einfach zu gut. :D

      Bei Porto de Riqueza handelt es sich jedenfalls auch um eine Stadt, welche durch einen Fluss getrennt wird und eine gute, reiche Seite hat und eine für die ärmere Bevölkerung, eine richtige >Schäl sick<. Um die Flussseite wechseln zu dürfen, muss Gordan die Einnahmen eines Brückenwächters/Fährmanns aufbessern, weswegen er zuerst selbst seine eigenen Einnahmen erhört, wegen Unachtsamkeit, aber gleich eine Strafabgabe an eines der örtlichen Waisenkinder zahlen muss. Keine Angst ich werde jetzt wieder ernst. ;)

      Gordans Selbstsicherheit als Dieb, resultiert nicht nur aus seiner Abstammung vom Langfinderstamm, sondern auch aus einer, für seine Zwecke, sehr praktischen Teufelskraft. Diese scheint es ihm zu ermöglichen, feste, tote Gegenstände/Materie zu durchdringen. Ähnlich wie bei Senior Pink, der in eigentlich fester Materie schwimmen konnte. Besonders interessant finde ich deine sehr logische Idee, dass man in einer Wand nicht normal Atmen kann, weswegen er auf eine extra Portion Luft in einer Flasche angewiesen ist. Da diese wie seine Kleidung zu seinem Körper gehört, wirkt seine Kraft hier ebenfalls. Besonders praktisch ist dabei, dass seine Atemmaske auch sein Gesicht unkenntlich macht. Allerdings kann er nur die Materie durchdringen, wird aber nicht unsichtbar, weswegen er aufpassen muss, dass er keinem Wächter in die Arme Läuft.

      In Warrens Anwesen wird er zum ersten mal mit einer weiteren Grenze seiner TK konfrontiert, da dieser einen Safe aus Seestein hat, weswegen sich Gordan zunächst noch den Schlüssel besorgen muss. Hier zeigt es sich, dass Warren am falschen Ende gespart hat, den weder seine Kette noch der Schlüssel selbst sind aus Seestein, so das Gordan relativ einfach entwenden kann. Wäre aber auch sicher ziemlich unangenehm, wenn die Kraft blockiert würde, solange er noch in Boden und Bett steckt 8o . Warren ist jedenfalls aufgewacht und hat das Verschwinden seines Schlüssels live miterlebt, so dass sich Gordan trotz seiner Fähigkeiten beeilen sollte.

      Was könnte sich in dem Kästchen aus einem Safe befinden. Neben den üblichen Verdächtigen wie Unterlegen, würde ich aber vor allem auf eine (mächtige) Teufelsfrucht Tippen, vor allem, da der Charakter deiner Hauptstory sicher eine gebrauchen kann ;) . Weiterhin kommen auch die Mitgleiter der Bekenner in der Stadt an und zeigen gleich mal, dass sie sich nicht von Hafenmeistern aufhalten lassen. Solche Organisationen sind auch meistens an wichtigen Unterlagen oder starken Waffen (TF) interessiert.

      Die Beschreibungen von Porto de Riqueza und der allgemeinen Umgebungen waren ebenfalls sehr gut, so dass ich mir ein richtig schönen Bild machen konnte. :thumbup:

      Damit bin ich auch wieder am Ende meines Kommentars angelangt und bin sehr gespannt darauf, wie es weitergeht, sobald die Bekenner erkennen, dass ihnen irgendjemand zuvorgekommen ist. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 2 - Der Einbruch

      Also ich muss gleich einmal sagen, dass ich nicht weiß, was mich an deiner Geschichte so fasziniert, aber das Kapitel hat mir sehr gut gefallen.
      Wesentlich besser, als das Erste.

      Wie gesagt es ist nicht dein Schreibstil per se und auch nicht unbedingt der Plot der Geschichte. Beide sind (bisher) auf einem soliden Niveau, aber irgendwas fasziniert mich an Gordan, macht ihn mir sympathisch und damit auch deine Geschichte. Nimm es einfach mal so hin, auch wenn es vielleicht nicht sehr hilfreich ist, aber mir gefällt sie einfach. Vielleicht, weil man hier eine Welt sieht, die für meine Schatzjäger nur in Flashbacks und meinem Kopf existiert und die ich zwar auch gerne beschreiben würde, aber für die es leider keinen Platz in der aktuellen Handlung gibt.

      Gordan vom LangFingerstamm (:D) hat also eine Art Phantomfrucht gegessen, die es ihm ermöglicht wie ein Geist buchstäblich durch Wände und die Decke zu gehen. Ziemlich praktisch für einen späteren und jetzt schon selbst ernannten Meisterdieb. Umso klüger von Warren, dass er seine wichtigen Gegenstände in einem Safe aus Seestein verwahrt. Ich hoffe ja, dass es auch wirklich etwas Großes ist, wenn es schon so gut bewacht wird :D
      Wie gesagt Gordan ist mir sehr sympathisch, auch wenn er jetzt noch gar nicht so wirklich agieren konnte, aber zumindest stelle ich ihn mir mit der richtigen Portion Arroganz vor, aber mit dem Herz am richtigen Fleck. Ein Dieb aus Überzeugung und nicht aus Bosheit, sofern du verstehst, was ich meine?

      Stilistisch konnte mir vor allem der Mittelteil gefallen, als der Teil, wo Gordan auf einer Mission ist. Der Part davor und danach wirkten für mich ein wenig gehetzt und unsauber. Gerade am Anfang verwendest du sehr oft das Wort Fluss, obwohl sich da ein paar Synonyme mehr angeboten hätten. Auch hätte es mir persönlich gefallen zumindest ein wenig mehr von Gordans Gefühlen während des Diebstahls und damit auch seinem Charakter zu erfahren.
      Hat er Angst, hat er Skrupel, etc. Das geht alles ein wenig unter und die Sequenz hätte sich zumindest für mich angeboten.

      Ebenso die Szene mit den Ankömmlingen am Ende. Auch hier vielleicht ein wenig mehr Beschreibung und Inszenierung. Immerhin eine sehr skrupellose und bestimmt beeindruckende Szene, die durch ihr rasches Erzählen ein wenig an Eindruck verliert.
      Daher möchte ich dich wiederum nicht zu ellenlangen Beschreibungen zwingen, aber gerade der mittlere Teil hat mir gezeigt, dass dir das durchaus liegt und du auch in Beschreibungen deinen unaufgeregten, angenehmen Stil beibehalten kannst.

      Insgesamt hast du mich aber am Haken. Ich merke schon, dass ich hier meinen Spaß haben werde! :)
    • So, eine Woche ist vergangen und jetzt kommt wieder ein neues Kapitel.

      cinnamon
      Freut mich, dass du auch hier vorbei schaust :)
      Was die Beschreibung von Gordan angeht, so wird es nicht mehr viel geben. Blaue Augen, schwarze Haare, lange Finger, unauffälliges Gesicht (beabsichtigt als Eigenschaft des Langfingerstamms), dazu noch seine Arbeitsbekleidung und seine Maske sind schon so einige Beschreibungen.

      cinnamon schrieb:

      Das zweite Kapitel zeigt wie sich Gordan auf den Weg zu Warren macht. Dabei bringst du uns auch den Aufbau der Stadt noch etwas näher, fand ich gut und man konnte sich ein schönes Bild der Örtlichkeit machen. Meine Frage war nur, über den Fluss übersetzen – ist der Fluss so breit, das keine Brücke gespannt werden konnte, oder wurden Brücken absichtlich verboten, um so bessere Kontrolle darüber zu haben, wer auf die Seite der Reichen kommen will. Ich denke mal das Zweite, denn sehr breite Flüsse funktionieren ja an für sich nur bei großen Inseln wie Alabasta. Bei einer kleinen Insel wäre es ja schon kein Fluss mehr sondern einfach eine zerrissene Insel mit einer Wasserstraße in der Mitte.
      Tatsächlich ist der Fluss nicht übermäßig breit und es gibt auch Brücken. Allerdings sind die etwas dünn, zudem ist es bei seinem Versuch der Geheimhaltung seiner Fähigkeit schwierig in solchen Menschenmengen zu verschwinden. Außerdem kann er nicht durch den Fluss durch und unter dem Fluss durch ist tatsächlich sogar gefährlich für ihn. Die Frucht kann für ungeübte Nutzer (ok, so ungeübt ist Gordan nicht) tödlich enden und dazu noch der unnötig große Luftverbrauch würden eine Unterquerung des Flusses schlecht für Gordan machen. Zudem stehen an jede der nicht gerade zahlreichen Brücken Wachen.

      cinnamon schrieb:

      Gut, er ist drüben und – verschwindet in einer Wand. Da bin ich mal gespannt, was das für eine Frucht sein soll. Momentan will mir noch nichts einfallen. Und wieso braucht er dafür eine Sauerstoffflasche? Eine Menge Fragen, ich freue mich schon auf die Auflösung in den weiteren Kapiteln.
      Was es für eine Frucht ist sei hier nicht verraten, aber man kann ja ihre Eigenschaften betrachten. Er kann durch feste, tote Materialien durchgehen, dies gilt auch für Dinge, die er an seinem Körper hat. Seine Fähigkeit sollte aber auch Grenzen haben, deswegen ist es für ihn unmöglich innerhalb von festem Material zu atmen, daher die Sauerstoffflasche.

      cinnamon schrieb:

      Was auch immer in dem Kästchen ist, scheint heiß begehrt zu sein, wenn man an die Kapuzenträger vom Hafen denkt. Kapuzenträger, erinnert mich zuerst an Revos. Aber die können es nicht sein, da sie einfach Zivilisten nicht einfach umbringen. Also muss es irgendein anderer Schlag Menschen sein. Regierungsbeamte? Die gehen schon eher über zivile Leichen. Andererseits nehmen sie sich auch einfach was sie wollen und machen nicht so eine Geheimniskrämerei draus – außer es handelt sich um eine CP. Weitere Möglichkeit: Eine andere Fraktion von Dieben. Aber mit einem großen Kriegsschiff? Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht. Das wäre doch etwas auffällig. Wie auch immer es nun kommen mag, man darf gespannt sein.
      Ja, der Inhalt des Kästchens :D
      Tatsächlich ist es ein sehr wertvoller Inhalt, mit dem Gordan allerdings überhaupt nichts anfangen könnte. Da das Kästchen aber in meiner Geschichte hier erstmal nur als MacGuffin fungiert, wird es keine abschließende Antwort geben. Was da drin ist, habe ich mir aber schon überlegt, so ist es nicht.

      Was die Kapuzenträger angeht, so erfährt man im heutigen Kapitel, dass es sich um Mitglieder der "Bruderschaft" handelt. Diese wird von Ruin geleitet und setzt sich aus einer dreistufigen Hierarchie zusammen. An der Spitze haben wir die "Bekenner". Dann folgen die "Brüder" und zum Schluss noch die "Novizen". Was es damit so auf sich hat, wird hier wohl ebenfalls nicht ganz klar werden, aber es handelt sich bei ihnen um eine völlig andere Fraktion mit anderen Zielen, als alles, was es in OP bisher gibt. Tatsächlich kommen sie unter anderem deshalb vor, weil ich diese Organisation ziemlich gerne mag und sie als hilfreiches Element erweist, es für Gordan nicht zu einem Spaziergang werden zu lassen.

      Also danke für dein Feedback!


      qoii
      Ah, du bist wieder dabei, deine Parallelen zur Scheibenwelt zu ziehen xD
      Ich beteure nochmal, alles nur unabsichtlich :)
      Pratchett finde ich auch super, habe aber im Wesentlichen nur den Zyklus um den Tod gelesen. Es gibt einfach zu viel, was man mal lesen sollte :D

      qoii schrieb:

      Gordans Selbstsicherheit als Dieb, resultiert nicht nur aus seiner Abstammung vom Langfinderstamm, sondern auch aus einer, für seine Zwecke, sehr praktischen Teufelskraft. Diese scheint es ihm zu ermöglichen, feste, tote Gegenstände/Materie zu durchdringen. Ähnlich wie bei Senior Pink, der in eigentlich fester Materie schwimmen konnte. Besonders interessant finde ich deine sehr logische Idee, dass man in einer Wand nicht normal Atmen kann, weswegen er auf eine extra Portion Luft in einer Flasche angewiesen ist. Da diese wie seine Kleidung zu seinem Körper gehört, wirkt seine Kraft hier ebenfalls. Besonders praktisch ist dabei, dass seine Atemmaske auch sein Gesicht unkenntlich macht. Allerdings kann er nur die Materie durchdringen, wird aber nicht unsichtbar, weswegen er aufpassen muss, dass er keinem Wächter in die Arme Läuft.
      Zurück zu den ernsten Teilen deines Kommentars!
      Ja, Gordan ist auch ohne seine Frucht ein talentierter Dieb (siehe seinen erfolgreichen Diebstahl), auch wenn er da noch lernen muss (siehe seine Entdeckung durch das Waisenkind). Was ihn so überlegen macht, ist natürlich seine Frucht. Diese hat im Prinzip tatsächlich genau eine Fähigkeit, die selbst Gordan noch nicht ganz verstanden/durchschaut hat. Sei aber erstmal so dahingestellt.
      Zwei Kleinigkeiten noch: seine Atemmaske ist tatsächlich nur ein Mundstück, die Maske ist seperat un dient dazu sein Gesicht zu verbergen.

      Eldrail schrieb:

      [...] nahm er den Schlauch von seinem Gürtel und steckte das Mundstück über eine Öffnung im Kinnbereich der Maske zwischen die Zähne.
      Seine Maske hat extra eine Öffung, um den Schlauch hidurchführen zu können.
      Dann ist er natürlich nicht unsichbar, auch wenn ich noch niemanden gesehen habe, der durch eine Steinwand schauen kann (Ausnahme Gordan innerhalb einer Steinwand xD). Der Grund, warum er auf Wachen aufpassen muss, ist sein begrenzter Sauerstoffvorrat. Deswgen versucht er möglichst oft nicht auf diesen zurückzugreifen.

      qoii schrieb:

      In Warrens Anwesen wird er zum ersten mal mit einer weiteren Grenze seiner TK konfrontiert, da dieser einen Safe aus Seestein hat, weswegen sich Gordan zunächst noch den Schlüssel besorgen muss. Hier zeigt es sich, dass Warren am falschen Ende gespart hat, den weder seine Kette noch der Schlüssel selbst sind aus Seestein, so das Gordan relativ einfach entwenden kann. Wäre aber auch sicher ziemlich unangenehm, wenn die Kraft blockiert würde, solange er noch in Boden und Bett steckt . Warren ist jedenfalls aufgewacht und hat das Verschwinden seines Schlüssels live miterlebt, so dass sich Gordan trotz seiner Fähigkeiten beeilen sollte.
      Nun, Warren hat grundsätzlich nicht so ein Problem mit Dieben, die mit Teufelskräften dieser Art ankommen :D
      Nun, Gordan sollte sich wirklich beeilen, aber wie es weiter geht, zeigt ja das neue Kapitel.

      qoii schrieb:

      Was könnte sich in dem Kästchen aus einem Safe befinden. Neben den üblichen Verdächtigen wie Unterlegen, würde ich aber vor allem auf eine (mächtige) Teufelsfrucht Tippen, vor allem, da der Charakter deiner Hauptstory sicher eine gebrauchen kann . Weiterhin kommen auch die Mitgleiter der Bekenner in der Stadt an und zeigen gleich mal, dass sie sich nicht von Hafenmeistern aufhalten lassen. Solche Organisationen sind auch meistens an wichtigen Unterlagen oder starken Waffen (TF) interessiert.
      Unterlagen ist gar kein schlechter Tipp, trifft es aber nicht ganz. Eine Teufelsfrucht ist es auch nicht. Der Charakter aus miener Hauptstory ist auch noch so ein Fall für sich. Allein dafür lohnt es sich ja schon, endlich anzufangen xD
      Die Bekenner sind nur Teil der Organisation, siehe dazu auch den Kommentar zu cinnamon. Tatsächlich lassen die sich durch wenig aufhalten und habenn klare Ziele. Ich hülle mich dauz mal in vornehmes Schweigen.

      Freut mich, dass dir meine Beschreibungen zusagen. Was die Bruderschaft angeht, nun, erstmal haben sie ja noch die Wachen vor sich. Dieses Kapitel werden sie schon etwas mehr beleuchtet, aber richtig in den Fokus kommen sie erst nächste Woche. Sicher ist nur, dass die Bruderschaft sich keinesfalls einfach so geschlagen geben würde.


      Vexor
      Erstmal vielen Dank, dass dir das Kapitel besser gefallen hat. Sollte mich aber besser nicht zu viel geschmeichelt fühlen, da ich erstens weiß, dass mein Startkapitel nicht gerade sonderlich stark war und zweitens niemand weiß, was die Zukunft bringt :)

      Vexor schrieb:

      Wie gesagt es ist nicht dein Schreibstil per se und auch nicht unbedingt der Plot der Geschichte. Beide sind (bisher) auf einem soliden Niveau, aber irgendwas fasziniert mich an Gordan, macht ihn mir sympathisch und damit auch deine Geschichte. Nimm es einfach mal so hin, auch wenn es vielleicht nicht sehr hilfreich ist, aber mir gefällt sie einfach. Vielleicht, weil man hier eine Welt sieht, die für meine Schatzjäger nur in Flashbacks und meinem Kopf existiert und die ich zwar auch gerne beschreiben würde, aber für die es leider keinen Platz in der aktuellen Handlung gibt.
      Nehme ich gerne hin, denn ich kenne dieses Problem, dass etwas einfach so ist, ohne dass ich sagen könnte warum. Da komme ich mir ja richtig schlecht vor, wenn ich mich bald hiervon abwende :wacko:

      Vexor schrieb:

      Gordan vom LangFingerstamm (:D) hat also eine Art Phantomfrucht gegessen, die es ihm ermöglicht wie ein Geist buchstäblich durch Wände und die Decke zu gehen. Ziemlich praktisch für einen späteren und jetzt schon selbst ernannten Meisterdieb. Umso klüger von Warren, dass er seine wichtigen Gegenstände in einem Safe aus Seestein verwahrt. Ich hoffe ja, dass es auch wirklich etwas Großes ist, wenn es schon so gut bewacht wird
      Wie gesagt Gordan ist mir sehr sympathisch, auch wenn er jetzt noch gar nicht so wirklich agieren konnte, aber zumindest stelle ich ihn mir mit der richtigen Portion Arroganz vor, aber mit dem Herz am richtigen Fleck. Ein Dieb aus Überzeugung und nicht aus Bosheit, sofern du verstehst, was ich meine?
      Warren hat hauptsächlich deshalb einen Safe aus Seestein, da dieser recht solide ist. Tatsache ist, dass Warren bislang noch nicht die Probleme mit Dieben und Angreifern auf sein Eigentum hat. Von daher ist das auch nicht so perfekt.
      Gordan ist tatsächlich ein nicht so liebenswerter Zeitgenosse, speziell auch durch seine Arroganz. Trotzdem ist er schon jemand, der auf keinen Fall böse ist. Und ein Dieb aus Bosheit ist er auf keinen Fall.

      Vexor schrieb:

      Stilistisch konnte mir vor allem der Mittelteil gefallen, als der Teil, wo Gordan auf einer Mission ist. Der Part davor und danach wirkten für mich ein wenig gehetzt und unsauber. Gerade am Anfang verwendest du sehr oft das Wort Fluss, obwohl sich da ein paar Synonyme mehr angeboten hätten. Auch hätte es mir persönlich gefallen zumindest ein wenig mehr von Gordans Gefühlen während des Diebstahls und damit auch seinem Charakter zu erfahren.
      Hat er Angst, hat er Skrupel, etc. Das geht alles ein wenig unter und die Sequenz hätte sich zumindest für mich angeboten.
      Ja, da hast du Recht. Was dynamisches angeht, ist das bislang eher noch nicht so richtig ausgefeilt. Was das Verwenden von Synonymen angeht, so versuche ich schon, nicht zu oft das gleiche zu verwenden, aber häufig mangelt es noch an wirklich kreativen Umschreibungen bzw. Beschreibungen.
      Was Gordans Gefühle angeht, so habe ich schon ein bisschen was dazu geschrieben, aber ja, auch sowas ist bei mir potentiell zu wenig, insbeosndere was die Ausformulierung und Beschreibung angeht.
      Ich fände es grundsätzlich auch spannend, wie ein anderer Autor eine solche Passage geschrieben hätte und was für Ideen und Formulierungen er/sie bei der Umsetzung (also jetzt nur aufs Schriftliche bezogen) gehabt hätte.

      Vexor schrieb:

      Ebenso die Szene mit den Ankömmlingen am Ende. Auch hier vielleicht ein wenig mehr Beschreibung und Inszenierung. Immerhin eine sehr skrupellose und bestimmt beeindruckende Szene, die durch ihr rasches Erzählen ein wenig an Eindruck verliert.
      Daher möchte ich dich wiederum nicht zu ellenlangen Beschreibungen zwingen, aber gerade der mittlere Teil hat mir gezeigt, dass dir das durchaus liegt und du auch in Beschreibungen deinen unaufgeregten, angenehmen Stil beibehalten kannst.
      Was diese Szenen angeht, so sind die absichtlich noch kurz gehalten, aber es wäre erzählerisch wohl mit Sicherheit besser gewesen, noch ein paar Worte mehr zu verwenden. Wie bereits erwähnt, dynamische Szenen, wie auch diese, fallen mir schwer zu formulieren, da ich immer das Gefühl habe, durch unpassende längere Ausführungen den Flow zu unterbrechen und die Dynamik zu zerstören. Was das angeht, werde ich nächstes Kapitel mit Sicherheit einiges schreiben, mal sehen, wie das letztlich werden wird.
      Danke für die kritischen Anmerkungen!

      Vexor schrieb:

      Insgesamt hast du mich aber am Haken. Ich merke schon, dass ich hier meinen Spaß haben werde!
      Freut mich, auch wenn ich jetzt schon das Gespenst des Versagens vor mir habe. Bei sowas hat man (oder vielleicht besser: ich), das Gefühl etwas liefern zu müssen. Nun, ich werde dennoch so weiter schreiben, wie ich es im Kopf habe und hoffe einfach auf das Beste :)


      Danke für die Kommentare und noch viel Spaß :thumbsup:

      P.S. Wie kommt ihr immer auf eure Kapitelnamen? Würde auch gerne sowas hinkriegen. Ich sitze immer da und komme nur auf komische Titel ;(

      Weiß jemand, wie man verhindern kann, dass der Editor die Formatierung zerstört???
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • Da bescher ich dir gleich mal einen schnellen Kommentar, nachdem ich schon Kapitel 2 unkommentiert gelassen habe.

      Deshalb zuerst noch etwas zu Gordans TF. Ich finde die Idee, sich in fester Materie fortzubewegen schon länger interessant und plane auch, eine solche TF noch bei mir auftreten zu lassen, wenn auch in etwas anderer Form. Das Logiksternchen bekommst du für die Notwendigkeit eines Sauerstoffvorrats, wenngleich ich auch ohne nicht gemurrt hätte. Mit Senior Pink haben wir ja praktisch die Bestätigung, dass das auch ohne funktioniert.
      Wie auch immer, jedenfalls ist diese TF für jeden Dieb sicher eine Bereicherung, selten war ein Einbruch mit so wenig Risiko und Vorbereitung verbunden. Umso ärgerlicher für Gordan, dass er jetzt ohne seine Kraft auskommen muss. Es wäre vorstellbar, dass er, wenn er es geschickt anstellt, im Schlachtgetümmel irgendwie entkommen kann, storytechisch halte ich es aber für unwahrscheinlich. Schließlich schuldest du uns einiges an Erklärungen, was die Bekenner anbelangt und welcher Zeitpunkt wäre für eine Aufklärung besser geeignet als dieser?

      Es bleibt nur zu hoffen, dass Gordan auch im Kampf etwas zu bieten hat. Seine TF wäre sobald ein Gegner Observationshaki beherrscht ohnehin praktisch nutzlos, mal abgesehen davon, dass er sie aktuell gar nicht mehr benutzen kann. Bleibt also abzuwarten, ob Gordan ein geschulter Nahkämpfer ist, der es mit den Bekennern aufnehmen kann. Typischerweise würde ich bei einem Dieb auf Dolche oder Kurzschwerter als Waffen tippen, bei Drago sehe ich auch die Möglichkeit einer Teufelsfrucht.
      Egal, ob das zutrifft oder nicht, seine Organisation scheint ziemlich skrupellos vorzugehen, immerhin haben sie soeben mehr oder weniger wahllos einen Gebäudekomplex der Oberstadt in ein wütendes Inferno verwandelt. Vielleicht ist das sogar ein unterschwelliger Hinweis auf die Ideale der Bekenner. Kampf gegens Etablissement. Wäre ein annehmbares Motiv, aus dem du viel machen könntest und, was noch viel wichtiger ist, dem Gordan anscheinend auch nicht abgeneigt ist. Schön deutlich wurde seine Abscheu für die Oberschicht in der Szene auf dem Turm. Vorstellbar also, dass Gordan und die Bekenner nach diesem Vorfall gar nicht als Feinde enden.

      Inhaltlich also eigentlich ein paar ganz spannende Entwicklungen, nichtsdestotrotz habe ich auch ein paar negative Kritikpunkte anzubringen.
      Beispielsweise fand ich wenig nachvollziehbar, dass Gordan ob des herandröhnenden Kampflärms erstmal den höchsten Punkt des Anwesens aufsucht. Gut, er ist jung und unerfahren, aber ich hätte ihm schon zugetraut, so viel Kalkül angesichts der sich leerenden Sauerstoffreserven zu zeigen, dass er direkt die Flucht antritt. Er muss doch wissen, dass es für ihn als angehenden Dieb nicht förderlich sein kann, zwischen zwei Fronten zu geraten, die sich in absehbarer Zeit erbittert bekämpfen werden. Angenommen, er hätte sicher gehört, dass der Lärm von außerhalb kommt und er im Haus noch seine Ruhe hätte, selbst dann erschließt sich mir nicht, warum er sich seine bevorstehende Flucht derart erschwert.

      Dass Warren als der typische unsportliche Geschäftsmann porträtiert wird, ist ein angebrachtes Mittel, um ihn und die Schicht für die er steht, verkommener darzustellen. Sein Hauptmann, dieser Vegard, hingegen hat einen sehr plumpen Eindruck auf mich gemacht. Ich glaube, es wäre klüger gewesen, ihn nicht näher zu benennen und seine Motive, also Ehrgefühl, im Dunkeln zu lassen. Niemand würde zu diesem Zeitpunkt der Geschichte fragen stellen, wieso Wachen sich einem Kampf stellen, zumal die gar nicht wissen können, dass da zwei Kaliber wie die Bekenner im Anmarsch sind und daher einen Grund zur Flucht hätten. So klang es für mich, dass du unbedingt rechtfertigen willst, warum die Wachen ihren Job machen - eigentlich obsolet.
      Abgesehen davon war seine Ansprache, die Gordan durch die Wand vernimmt, reichlich unbeholfen. Gut, ein hauptberuflicher Schlächter muss kein Rhetorikass sein, aber trotzdem hat mir dieses zwanghafte Beschwören des Ehrgefühls und die umständliche Einweihung in seine Strategie missfallen.

      Alles in allem dennoch ein unterhaltsames Kapitel.

      Wo du nach Kapitelnamen fragst: Ich wähle da oft etwas, mit dem der LEser etwas anfangen kann, auch wenn er meine Geschichte gar nicht gelesen hat. Kapitel 12 beispielsweise heißt 'Neue Bekanntschaften', weil es inhaltlich mehr oder weniger auf alle 3 Schauplätze zutrifft und außerdem ganz klar aussagt, dass neue Charaktere eingeführt werden. Gerne bediene ich mich auch einer gewissen Abstrahierung, beispielsweise im Kapitel 'Kontrastprogramm'. Da gab es zwei Schauplätze, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deshalb habe ich einfach einen Titel auf der Metaebene gewählt. 'Die Höhle des Papiertigers' wiederum spielte offensichtlich auf das Sprichwort 'In der Höhle des Löwen' an und veralberte etwas, indem es Bezug zu den Begebenheiten im Rahmen der FF herstellte. Vielleicht hilfts ja irgendwie^^
    • Kapitel 3 – Ungebetene Besucher

      Tja, die anderen Kommentatoren waren schon fleißig. Da weiß ich gar nicht, was ich noch groß sagen soll …

      Ich konnte Gordan gut verstehen, dass ihn die Neugier hat bleiben lassen, um zu sehen, was denn passierte. Er ist jung, und da kann es einen schon mal reißen länger an einem Ort zu bleiben als es einem gut tut. Die Kapuzenträger bahnen sich mit aller Brutalität ihren Weg, als nächstes dürften die Wachen wohl dran glauben und dann? Tja, dann wird’s wieder spannend mit Gordan. Ich glaube kaum, dass er ihnen entwischen kann. TF hin oder her – sein Sauerstoff ist alle. Das dürfte ihn ungemein in die Bredouille bringen. Denn einen Sieg über einen der Bruderschaft kann ich mir weiß Gott nicht vorstellen. Luftanhaltend in der Wand verstecken dürfte ja auch nicht klappen, vermute ich bei Drago und Anhang doch gute Fertigkeiten in Sachen Haki. Einmal gegen die Wand mit Gordan intus geschlagen und das sollte es für unseren jungen Protagonisten gewesen sein. Ansonsten müsste er sich ja iwie wegschleichen, was aber schwierig werden sollte, mit dem gespaltenen Trupp der Bruderschaft, die von der anderen Seite des Hauses zuschlagen sollen. Und wenn er nun geschnappt wird? Dann ist die Wette gelaufen, aber vielleicht bekommt er dennoch Hinweise auf den Inhalt des Kästchens und will danach aus irgendeinem Grund die Sache weiter verfolgen – gemäß dem Fall er entkommt der Bruderschaft.

      Kurz:
      Freu mich schon darauf wie es weitergeht und wie Gordan aus der Nummer wieder rauskommen will :D

      Verdammt kurzer Beitrag, aber mehr fiel mir nicht ein ^^‘
    • Kapitel 3 – Ungebetene Besucher

      Eldrail schrieb:

      Ah, du bist wieder dabei, deine Parallelen zur Scheibenwelt zu ziehen xD
      Ich beteure nochmal, alles nur unabsichtlich
      Pratchett finde ich auch super, habe aber im Wesentlichen nur den Zyklus um den Tod gelesen. Es gibt einfach zu viel, was man mal lesen sollte
      Was soll ich sagen, wenn man einmal damit Anfängt, achtet man zumindest eine Zeit auch weiterhin darauf und irgendwie fand ich es lustig den Exkurs über den Ankh einzufügen :D . Vielleicht überzeugt es noch andere Leser mal einen Scheibenweltroman in die Hand zu nehmen. ;)

      Nun aber zu deinem neuen Kapitel und zu Warren, der zunächst einfach nur aufgebracht ist, dabei aber etwas interessantes mitteilt. Die Wachen hat er sich vor allem deswegen Anschaffen müssen, weil er sich auf >diese Sache< eingelassen hat. Wobei diese Sache sicher mit dem Kästchen in Verbindung steht, das Gordan gerade an sich nimmt. Da scheint sich Warren aber auf etwas eingelassen zu haben, wenn er schon vorher befürchtete, dass er deswegen ausgeraubt werden könnte.

      Vegard richtet seine Aufmerksamkeit auf das Arbeitszimmer von Warren, nachdem dieser ihm von den Dieb erzählt hat und bemerkt wirklich etwas. Derzeit gehe ich davon aus, dass er dies durch OH schafft, da er von Garten sicher nicht in den obersten Stock sehen kann. Weiterhin wurde im ersten Kapitel angedeutet, dass die Entdeckung durch OH erschwert wird, wenn Goarden in der Wand ist. Dadurch war es ihm dann auch möglich, den Wachen bisher zu entgehen, da sie ihre Aufmerksamkeit und wenn vorhanden ihr OH, mehr oder minder auf die Türen und unteren Steckwerke beschränkt haben dürften.

      Gorden ist wegen der Unruhe im und ums Haus zunächst auf den höchsten Punkt geflüchtet, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nachdem er sich dann doch entschlossen hat schnellstmöglich zu Verschwinden, wird er am Eingang erneut aufgehalten, da er wissen will, was los ist. Dadurch verbraucht er aber seinen letzten Rest Sauerstoff und verpasst die Gelegenheit rechtzeitig vor dem Angriff zu verschwinden. Allerdings rechne ich ihm trotzdem noch gute Chancen aus, da sowohl Angreifer als auch Verteidiger besseres zu tun haben, als einen Flüchtenden zu verfolgen. Besonders wenn er durch einen Teil des Anwesend verschwindet, wo keine Kämpfe stattfinden. Die Mauern kann er immer noch durchqueren, nur nicht mit der sonstigen Ruhe und Gelassenheit. Er muss sich mehr beeilen und die Wände öfter verlassen, um immer wieder neu Luft zu holen.

      Besonders interessant sind aber die Informationsschnipsel zur Bruderschaft. Zum einen schient sie sehr bekannt und berüchtigt zu sein, da die eine Stadtwache erkennen kann, wer sie sind. Wobei dies auch sicher an den Bekennern/ hochrangigen Mitglieder liegt, wobei Drago besonders berüchtigt zu sein scheint. Weiterhin ist sich Vegard ziemlich schnell sicher, dass sie keine wirklich guten Chance gegen diese Kämpfer haben. Weswegen sich die Bruderschaft von den meisten einfachen Piratenbanden in ihrer Gefährlichkeit und Kampfkraft sicher abheben dürfte. Weiterhin scheint sie eine religiöse bzw. weltanschauliche Vereinigung zu sein und keine einfach große Piratenbande oder Firma/Privatarmee. Die Namensgebung als Bruderschaft deutet eher auf einen Zusammenschluss gleichgesinnten hin, wobei die Staffelung der Rangordnung an religiöse Orden erinnert.

      Richtig Stimmung für die Gefahr kam bei mir heute eher nicht so auf. Trotzdem wieder ein gutes Kapitel, es ist immerhin erst dein Zweites. Weiterhin Entwickelt sich deine Geschichte in eine sehr interessante Richtung und ich bin schon sehr auf das nächste Kapitel gespannt. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • So, nachdem ich die letzten Tage von einer gewissen Schreibunlust geplagt war (bezog sich nicht auf meine FF, sondern auch allgemein), habe ich jetzt doch noch eine gute Phase gehabt. Das neue Kapitel wurde von mir überarbeitet, so dass es sich jetzt in hoffentlich präsentablen Zustand befindet.

      Also zu den Kommentatoren:

      Moxie
      Hast jetzt lange warten müssen, aber jetzt bekommst du Antworten :)

      Moxie schrieb:

      Deshalb zuerst noch etwas zu Gordans TF. Ich finde die Idee, sich in fester Materie fortzubewegen schon länger interessant und plane auch, eine solche TF noch bei mir auftreten zu lassen, wenn auch in etwas anderer Form. Das Logiksternchen bekommst du für die Notwendigkeit eines Sauerstoffvorrats, wenngleich ich auch ohne nicht gemurrt hätte. Mit Senior Pink haben wir ja praktisch die Bestätigung, dass das auch ohne funktioniert.
      Wie auch immer, jedenfalls ist diese TF für jeden Dieb sicher eine Bereicherung, selten war ein Einbruch mit so wenig Risiko und Vorbereitung verbunden. Umso ärgerlicher für Gordan, dass er jetzt ohne seine Kraft auskommen muss. Es wäre vorstellbar, dass er, wenn er es geschickt anstellt, im Schlachtgetümmel irgendwie entkommen kann, storytechisch halte ich es aber für unwahrscheinlich. Schließlich schuldest du uns einiges an Erklärungen, was die Bekenner anbelangt und welcher Zeitpunkt wäre für eine Aufklärung besser geeignet als dieser?
      Danke für das Logiksternchen. Ohne diese Einschränkung wäre mir eine solche Frucht zu gut vorgekommen. Und das soll schon was heißen, wo ich ein großer Freund von richtig mächtigen Teufelskräften bin xD
      Nun, die Frucht ist nützlich und könnte die Gefahr einer Entdeckung nahezu komplett verhindern. Aber hier ist es dann doch nicht so einfach (Seesteinsafe ftw). Mit dem heutigen Kapitel erweist sich deine Vermutung bezüglich des Entkommens als korrekt. Was die Bekenner angeht (die Organisation heißt übrigens "Bruderschaft", was tatsächlich nur eine kurzform ist), so gibt es heute ein paar Informationsschnipsel. Ich gedenke mit dem nächsten Kapitel noch etwas mehr Informationen zu geben, aber alles darüber werde ich hier nicht offenbaren. Nicht nur, weil ich es nicht will, sondern auch, weil es gar nicht sinnvoll möglich wäre. Allerdings wird es nicht völlig unklar bleiben, keine Sorge :)

      Moxie schrieb:

      Es bleibt nur zu hoffen, dass Gordan auch im Kampf etwas zu bieten hat. Seine TF wäre sobald ein Gegner Observationshaki beherrscht ohnehin praktisch nutzlos, mal abgesehen davon, dass er sie aktuell gar nicht mehr benutzen kann. Bleibt also abzuwarten, ob Gordan ein geschulter Nahkämpfer ist, der es mit den Bekennern aufnehmen kann. Typischerweise würde ich bei einem Dieb auf Dolche oder Kurzschwerter als Waffen tippen, bei Drago sehe ich auch die Möglichkeit einer Teufelsfrucht.
      Egal, ob das zutrifft oder nicht, seine Organisation scheint ziemlich skrupellos vorzugehen, immerhin haben sie soeben mehr oder weniger wahllos einen Gebäudekomplex der Oberstadt in ein wütendes Inferno verwandelt. Vielleicht ist das sogar ein unterschwelliger Hinweis auf die Ideale der Bekenner. Kampf gegens Etablissement. Wäre ein annehmbares Motiv, aus dem du viel machen könntest und, was noch viel wichtiger ist, dem Gordan anscheinend auch nicht abgeneigt ist. Schön deutlich wurde seine Abscheu für die Oberschicht in der Szene auf dem Turm. Vorstellbar also, dass Gordan und die Bekenner nach diesem Vorfall gar nicht als Feinde enden.
      Was Gordans Kampffähigkeiten angeht, so gibt das neue Kapitel Aufschluss. Dabei sollte man auch bedenken, dass es sich bei ihm um einen Dieb handelt, der versucht Konflikte zu vermeiden.
      Dazu kommt aber auch, dass er seine Teufelsfrucht natürlich immer noch nutzen kann (er hat ja kein Seestein mehr am Körper) und er durch OH nicht in festem Material wahrgenommen werden kann.
      Was die jeweiligen Waffen angeht, so ist Gordan stolzer Besitzer seiner Fäuste, während sich bei Drago doch recht deutliche Winke mit dem Zaunpfahl zeigen.
      Die Bruderschaft ist relativ radikal und hat auch nicht so die Probleme mit ein paar Kollateralschäden auf dem Weg, wenngleich sowas nicht beabsichtigt ist. Ihr Ideal wird noch deutlich werden. Tatsächlich ist Gordan nur für diese Kurzgeschichte konzipiert, also wird es zu keiner dauerhaften Fortsetzung kommen. Ob die Bruderschaft nachtragend ist, wird sich mit Sicherheit noch alles aufklären.

      Moxie schrieb:

      Inhaltlich also eigentlich ein paar ganz spannende Entwicklungen, nichtsdestotrotz habe ich auch ein paar negative Kritikpunkte anzubringen.
      Nun, ein Kommentator sollte mir zwar eigentlich nur Honig um den Mund schmieren, aber soll ja nicht heißen, man hört nicht auf Kritik ;)
      Wenn irgendwas nicht passt oder gefällt, dann immer her damit. Entweder es hat einen Grund, welchen man erklären kann, oder es tatsächlich Quark geschrieben worden. Es lohnt sich immer.

      Moxie schrieb:

      Beispielsweise fand ich wenig nachvollziehbar, dass Gordan ob des herandröhnenden Kampflärms erstmal den höchsten Punkt des Anwesens aufsucht. Gut, er ist jung und unerfahren, aber ich hätte ihm schon zugetraut, so viel Kalkül angesichts der sich leerenden Sauerstoffreserven zu zeigen, dass er direkt die Flucht antritt. Er muss doch wissen, dass es für ihn als angehenden Dieb nicht förderlich sein kann, zwischen zwei Fronten zu geraten, die sich in absehbarer Zeit erbittert bekämpfen werden. Angenommen, er hätte sicher gehört, dass der Lärm von außerhalb kommt und er im Haus noch seine Ruhe hätte, selbst dann erschließt sich mir nicht, warum er sich seine bevorstehende Flucht derart erschwert.
      Was den Punkt angeht, so haben deine Nachposter schon ein paar gute Punkte erwähnt. Gordan ist jung und neugierig, deswegen will er erstmal sehen, was los ist. Zudem kann ein Überblick grundsätzlich nicht schaden. Man sollte zusätzlich auch noch bedenken, dass Gordan arroganterweise auf seine Teufelsfrucht vertraut und deswegen keine zu großen Sorgen hat.
      Was den schwindenden Sauerstoffvorrat angeht, so kann er gar nicht so genau wissen, wie lange der noch hält. Sieh es als schlechte Vorbereitung von ihm, dass er keine Möglichkeit hat, zu wissen, wieviel ihm noch bleibt. Es ist dafür sicherlich auch nicht förderlich, dass er ständig den Sauerstoff "an" und "aus" macht. So hat er keine durchgehende Zeit.

      Moxie schrieb:

      Dass Warren als der typische unsportliche Geschäftsmann porträtiert wird, ist ein angebrachtes Mittel, um ihn und die Schicht für die er steht, verkommener darzustellen. Sein Hauptmann, dieser Vegard, hingegen hat einen sehr plumpen Eindruck auf mich gemacht. Ich glaube, es wäre klüger gewesen, ihn nicht näher zu benennen und seine Motive, also Ehrgefühl, im Dunkeln zu lassen. Niemand würde zu diesem Zeitpunkt der Geschichte fragen stellen, wieso Wachen sich einem Kampf stellen, zumal die gar nicht wissen können, dass da zwei Kaliber wie die Bekenner im Anmarsch sind und daher einen Grund zur Flucht hätten. So klang es für mich, dass du unbedingt rechtfertigen willst, warum die Wachen ihren Job machen - eigentlich obsolet.
      Abgesehen davon war seine Ansprache, die Gordan durch die Wand vernimmt, reichlich unbeholfen. Gut, ein hauptberuflicher Schlächter muss kein Rhetorikass sein, aber trotzdem hat mir dieses zwanghafte Beschwören des Ehrgefühls und die umständliche Einweihung in seine Strategie missfallen.
      Vegard ist auch kein sonderlich feinsinniger Charakter. Tatsächlich wissen die jedoch sehr wohl, wer da im Anmarsch ist. Vegard hat gehört, dass Drago hier ist. Seine Furcht davor und die Rede, sollten noch mal verdeutlichen, was Drago eigentlich für ein Kaliber ist. Ich gebe zu, es ist nicht so richtig gut rübergebracht worden. Achja, ich wäre mir nicht so sicher, ob eine normale Wache nicht vielleicht doch geflohen wäre, wenn man sich einem Angriff der Bruderschaft gegenüber sieht. Auch was die Rede angeht, so ist Vegard kein sonderlich guter Redner. Ich fände es doch merkwürdig, wenn er so hochgestochen motivieren würde, wie ein Aragorn z.B. Ist das nicht eine perfekte Ausrede als Autor? Ok, ein bisschen besser hätte sie ruhig sein dürfen, ich gebs ja zu. Was die Erläuterung der Strategie angeht, sollte sie die Ereignisse des aktuellen Kapitels vorbereiten.

      Freut mich noch, dass es dich unterhalten hat. Und nochmal danke für die Tipps zu den Kapiteltiteln!


      cinnamon
      Beschwert isch über die Vorposter, obwohl es da nur einen gab *kopfschüttel*
      Immerhin hast du noch was geschrieben, also keine Sorge über ein zu kurzen Kommentar, man kann ja nicht immer alles unter die Lupe nehmen.

      cinnamon schrieb:

      Ich konnte Gordan gut verstehen, dass ihn die Neugier hat bleiben lassen, um zu sehen, was denn passierte. Er ist jung, und da kann es einen schon mal reißen länger an einem Ort zu bleiben als es einem gut tut. Die Kapuzenträger bahnen sich mit aller Brutalität ihren Weg, als nächstes dürften die Wachen wohl dran glauben und dann? Tja, dann wird’s wieder spannend mit Gordan. Ich glaube kaum, dass er ihnen entwischen kann. TF hin oder her – sein Sauerstoff ist alle. Das dürfte ihn ungemein in die Bredouille bringen. Denn einen Sieg über einen der Bruderschaft kann ich mir weiß Gott nicht vorstellen. Luftanhaltend in der Wand verstecken dürfte ja auch nicht klappen, vermute ich bei Drago und Anhang doch gute Fertigkeiten in Sachen Haki. Einmal gegen die Wand mit Gordan intus geschlagen und das sollte es für unseren jungen Protagonisten gewesen sein. Ansonsten müsste er sich ja iwie wegschleichen, was aber schwierig werden sollte, mit dem gespaltenen Trupp der Bruderschaft, die von der anderen Seite des Hauses zuschlagen sollen. Und wenn er nun geschnappt wird? Dann ist die Wette gelaufen, aber vielleicht bekommt er dennoch Hinweise auf den Inhalt des Kästchens und will danach aus irgendeinem Grund die Sache weiter verfolgen – gemäß dem Fall er entkommt der Bruderschaft.
      Ja, der Konflikt mit der Bruderschaft hat jetzt begonnen und Gordan wird zeigen müssen, wie er es da rausschaffen will...
      Gute Vermutungen von dir und du wirst bald ein paar Infos erhalten. Dem Kommentar angemessen, fällt mir jetzt auch schon nichts mehr ein xD

      Lies einfach das neue Kapitel und hoffentlich ist es auch diesmal gut :)


      qoii
      Zum krönenden Abschluss noch zu dir!
      Keine weiteren Parallelen zur Scheibenwelt diesmal, aber wer weiß, vielleicht hat es ja tatsächlich was gebracht.

      qoii schrieb:

      Nun aber zu deinem neuen Kapitel und zu Warren, der zunächst einfach nur aufgebracht ist, dabei aber etwas interessantes mitteilt. Die Wachen hat er sich vor allem deswegen Anschaffen müssen, weil er sich auf >diese Sache< eingelassen hat. Wobei diese Sache sicher mit dem Kästchen in Verbindung steht, das Gordan gerade an sich nimmt. Da scheint sich Warren aber auf etwas eingelassen zu haben, wenn er schon vorher befürchtete, dass er deswegen ausgeraubt werden könnte.
      Ja, Warren hat den typischen Fehler des gierigen, reichen Händlers begangen. Geld ist toll, aber manchmal ist der Handelspartner zu gefährlich, als dass es das Risiko wert wäre. Für Warren sit es jetzt natürlich zu spät. Das Kästchen ist, wenig überraschend, der Gegenstand, der wichtig ist für diesen Handel. Warren hat nicht speziell befürchtet, ausgeraubt zu werden, aber bei einem solchen Geschäft wäre es viel zu unvorsichtig, sich nicht entsprechend auszustatten.

      qoii schrieb:

      Vegard richtet seine Aufmerksamkeit auf das Arbeitszimmer von Warren, nachdem dieser ihm von den Dieb erzählt hat und bemerkt wirklich etwas. Derzeit gehe ich davon aus, dass er dies durch OH schafft, da er von Garten sicher nicht in den obersten Stock sehen kann. Weiterhin wurde im ersten Kapitel angedeutet, dass die Entdeckung durch OH erschwert wird, wenn Goarden in der Wand ist. Dadurch war es ihm dann auch möglich, den Wachen bisher zu entgehen, da sie ihre Aufmerksamkeit und wenn vorhanden ihr OH, mehr oder minder auf die Türen und unteren Steckwerke beschränkt haben dürften.
      Korrekt. Vegard beherrscht OH, was aber gegen einen in der Wand befindlichen Gordan nichts bringt, zumindestens, solange er keine aggressiven Absichten hat. Im Arbeitszimmer war Gordan dann ja "im Freien" und konnte deshalb auch bemerkt werden.

      qoii schrieb:

      Gorden ist wegen der Unruhe im und ums Haus zunächst auf den höchsten Punkt geflüchtet, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nachdem er sich dann doch entschlossen hat schnellstmöglich zu Verschwinden, wird er am Eingang erneut aufgehalten, da er wissen will, was los ist. Dadurch verbraucht er aber seinen letzten Rest Sauerstoff und verpasst die Gelegenheit rechtzeitig vor dem Angriff zu verschwinden. Allerdings rechne ich ihm trotzdem noch gute Chancen aus, da sowohl Angreifer als auch Verteidiger besseres zu tun haben, als einen Flüchtenden zu verfolgen. Besonders wenn er durch einen Teil des Anwesend verschwindet, wo keine Kämpfe stattfinden. Die Mauern kann er immer noch durchqueren, nur nicht mit der sonstigen Ruhe und Gelassenheit. Er muss sich mehr beeilen und die Wände öfter verlassen, um immer wieder neu Luft zu holen.
      Ja, das ist das Problem. Da er ja nicht dauerhaft in der Wand bleiben kann, erhöht sich die Gefahr einer Entdeckung. Das wirkliche Problem wurde ja bereits im Kapitel erwähnt, denn es kommt ja ein Trupp und umgeht den Haupteingang. Man kann sich ja denken, was passieren wird...

      qoii schrieb:

      Besonders interessant sind aber die Informationsschnipsel zur Bruderschaft. Zum einen schient sie sehr bekannt und berüchtigt zu sein, da die eine Stadtwache erkennen kann, wer sie sind. Wobei dies auch sicher an den Bekennern/ hochrangigen Mitglieder liegt, wobei Drago besonders berüchtigt zu sein scheint. Weiterhin ist sich Vegard ziemlich schnell sicher, dass sie keine wirklich guten Chance gegen diese Kämpfer haben. Weswegen sich die Bruderschaft von den meisten einfachen Piratenbanden in ihrer Gefährlichkeit und Kampfkraft sicher abheben dürfte. Weiterhin scheint sie eine religiöse bzw. weltanschauliche Vereinigung zu sein und keine einfach große Piratenbande oder Firma/Privatarmee. Die Namensgebung als Bruderschaft deutet eher auf einen Zusammenschluss gleichgesinnten hin, wobei die Staffelung der Rangordnung an religiöse Orden erinnert.
      Die Bruderschaft spielt tatsächlich eine auch weltpolitisch eine wichtige Rolle. Erkennen kann man sie unter andere an ihren Mänteln. Drago hat man hier aber eher an seinen besonderen Fähigkeiten identifiziert. Wie stark die Mitglieder, insbesondere die Bekenner, wirklich sind, kann man jetzt noch nicht abschätzen, aber sie sind auf jeden Fall mächtig genug, um für Unfrieden zu sorgen. Was die Bruderschaft angeht, so sind deine Thesen korrekt und sollten so auch aus dem bisherigen Text heraus zu lesen sein.

      qoii schrieb:

      Richtig Stimmung für die Gefahr kam bei mir heute eher nicht so auf. Trotzdem wieder ein gutes Kapitel, es ist immerhin erst dein Zweites. Weiterhin Entwickelt sich deine Geschichte in eine sehr interessante Richtung und ich bin schon sehr auf das nächste Kapitel gespannt.
      Keine Stimmung für Gefahr? Ok, ich bin nicht so enttäuscht, denn bislang ist auch noch nicht so richtig viel Grund dafür. Zudem ist der ganze Aufbau mit Gordan nicht so ernsthaft aufgezogen, dass da ein solches Gefühl bei entstehen muss. Danke für das Lob, auch wenn es bereits das dritte Kapitel war :D


      Also viel Spaß mit Kapitel 4, wo der Titel "Kämpfe wider Willen" ein guter Hinweis auf den Inhalt ist.
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • So, ich will mir auch einmal die Mühe geben und eine FF kommentieren. Ich springe aber mal gleich in dein neuestes Kapitel rein, die anderen drei hast du ja schon kommentiert bekommen ^^

      Unser Dieb scheint ja leicht reizbar zu sein, wenn mal einer seiner heißgeliebten Sachen kaputtgehen. Dann wird er nicht nur wütend, dann wird er zu Gordan, dem Genitalsmasher :D
      Die Szene zeigt aber auch gut, dass der Dieb in Sachen kämpfen wohl noch ne Menge zu lernen hat, denn seine bisherigen Attacken zeigen auch im Ragemodus kaum Wirkung. Ich gehe mal von aus, dass die bisherigen Mönche eher Kanonenfutter waren. Ganz im Gegensatz zum Mönch in braun, der mit seiner analytischen Fähigkeit over the top zu sein scheint. Das mit dem inneren Abzählen fand ich irgendwie seltsam, weil ich gar nicht versteh, wie das funktionieren soll. Das ist ja wohl mehr ne Aktion auf gut Glück.
      Außerdem würde ich ungern bei der Bruderschaft aufs Klo gehen. Muss ja schrecklich dort sein, wenn man mit der Drohung die Latrinen zu putzen alle zum Aufstehen bewegen kann XD

      Die Gerüchte haben sich bestätigt, einer der Wachen hat die Formel 6 drauf. Und Drago scheint wohl wirklich von einer Drachenfrucht gegessen zu haben und zudem mit Haki zu kämpfen.
      Ansonsten finde ich es zum Schluss etwas unübersichtlich, da mir, außer bei Drago, nicht ganz klar ist, wer jetzt was macht und wohin fliegt und woher kommt (Warren, Gordan, Drago, Mönch in Grün, Mönch in Braun). Und wieso heißt der eine Ashtshak? Hat das einen besonderen Grund? Finde den Namen schwierig auszusprechen.

      Kleine Kommatafehler entdeckt, darauf bitte achten (ja, jetzt werd ich kleinlich XD Sorry)

      Ansonsten bin ich mal gespannt, in welche Richtung sich das jetzt weiter entwickeln wird. Gordan könnte ja theoretisch fliehen, da ist er sicher schneller. Aber man wird ihm auf der Spur sein. Und was hat es mit diesem Kästchen auf sich? Fragen über Fragen, die Antwort gibt es später :)
    • Kapitel 4 - Kämpfe wider Willen

      Klasse Kapitel :D

      Die Kämpfe rund um Gordan hast du gut beschrieben. Ich jedenfalls konnte gut mitgehen und wusste wer was wo macht. Auch Gordans Innenleben, seine Gedanken, kamen gut rüber. Und nachdem die Sauerstoffflasche zerstört wurde, brach sich der kindliche Zorn seinen Weg und verleitete Gordan dazu anzugreifen, anstatt abzuhauen. Was aber mit Sicherheit besser gewesen wäre. Also heißt es nun Luft anhalten, tauchen, zuschlagen, wieder abtauchen. Und leider hatte er einen Gegner, der das schnell spitz bekam und gegen ihn verwenden konnte. Dazu noch, dass nun auch die anderen Angreifer und Wachen dazu gestoßen sind. Verzwickte Lage für unseren guten Gordan. Möglichkeiten zur Auflösung der Situation? Gute Frage. Supertief Luft holen und so schnell durch den Boden schwimmen wie nur möglich? Kämpfen kann er ja wohl vergessen, dafür ist er körperlich zu schwach. Entweder er gibt den Apnoe-Taucher und haut ab, oder das wars für ihn und er wird gefangen. O~der, er wird gefangen, dann streiten sich die Parteien um ihn, warum auch immer, und er kann durch das Gewirr dann doch noch entwischen. Ansonsten wird er von dem ein oder anderen, nein, mitgenommen wird er nicht. Eigentlich muss er iwie entkommen, denn beide Fraktionen haben, denk ich, die Skrupellosigkeit ihn einfach umzubringen und fertig. Was sollen sie auch weiter mit ihm? Es würde für keinen von ihnen Sinn machen, Gordan am Leben zu lassen, wieder frei zu lassen, mitzunehmen. Es würde ihnen keinen Gewinn bringen.

      Drago indes hat wohl von einer Echsen-Frucht genascht. Zumindest meine Vermutung. Welcher Art genau, werden wir bestimmt noch sehen. Eine Echsen-TF find ich interessant. Jetzt mal nicht rein auf Drago bezogen, sondern generell. Gut, wir haben schon x-Drake als T-Rex, aber ein Leguan, Varan, Krokodil oder ähnliches (mal abgesehen von Fes bei blink, aber der kämpft nicht, noch nicht), stelle ich mir im Kampf ganz praktisch vor. Einfach weil die Eigenheiten der Tiere ja verstärkt werden und Drago, um wieder zu deiner Geschichte zu kommen, ne mordsharte Haut haben dürfte. Wenn man das noch mit RH paaren würde – muss man schon ordentlich Wumms haben, um dann da noch durch zu kommen. Wenn du das mit der Bruderschaft weiter aufziehen willst und Gordan involviert bleibt - lernt der Junge dann noch das Kämpfen? Bin gespannt.


      Das wars auch schon wieder meinerseits :)
    • Damit bekommen wir das erste Kampfkapitel. Typisch ist, dass es nicht unbedingt viele neue Fragen aufwirft, sondern sich eher mit Action beschäftigt. Mal sehen, was ich da noch rausholen kann.

      Die erste Frage, die ich mir gestellt habe, war der genaue Aufbau dieser Bekennergesellschaft. Darf man sich das so vorstellen, dass es in der Hierarchie einen elitären Kreis -die Bekenner- gibt, darunter die Brüder folgen und darunter wiederum die einfachen Mitglieder, also Fußsoldaten?
      Da frage ich mich, welche Bedeutung die Bezeichnung Bruder hier hat. Ist es einfach ein Ausdruck enger Verbundenheit, oder hat das ganze religiöse Züge? Für meinen Geschmack spricht diese herausragende Stellung der Bekenner eher dafür, dass die Brüder so eine Art Dienerrolle übernehmen. Als wären sie die Klosterbrüder und die Bekenner ihre Götter.
      Außerdem verrät uns Ashtshak, dass ein Motiv, das vom Ideal, das die Bekenner vereint, umfasst wird, der Kampf gegen das Böse ist. Dass damit nicht alles gesagt sein kann, erschließt sich aus Dragos Anmerkung, dass es eben Dragos Motto ist. Einen unmittelbaren Rückschluss auf die Organisation, der sie angehören, würde ich da noch nicht vermuten.
      Wie gefährlich der elitäre Kreis der Bekenner ist, beweist Dragos Drachenzoan wohl zur Genüge.
      Anscheinend waren die Feuer in der Oberstadt demnach auch Ashtshaks Werk; Drago scheint ja eher eine weniger radikale Vorgehensweise zu befürworten.

      Damit habe ich inhaltlich eigentlich zusammengefasst, was ich zusammenfassen wollte. Gut, der Zettel im Safe ist sicher von Interesse, aber wir haben keine Anhaltspunkte für Spekulationen und ins Blaue zu raten ist da auch nicht mein Ding. Mehr Vermutungen kann man hier schon fast nicht anstellen. Deshalb mal ein paar Worte zur Aufmachung des ganzen.

      Insgesamt hast du einen interessanten Kampf von Gordan inszeniert. Das Auf- und Abtauchen ist in seiner Unterzahl die klügste Option, gleich nach der Flucht, die er in seinem jugendlichen Wutanfall allerdings nicht sieht - nachvollziehbar. Gewundert hat mich, dass seine Gegner ihre Verletzungen wohl nur gefaket haben. Son Schlag in die Klöten sollte eigentlich schon etwas mehr Wirkung zeigen. Außer natürlich man verwendet Rüstungshaki. ^^
      Sein eigentliches Ziel in diesem Kampf war aber Bruder William, den er nicht entscheidend treffen konnte. Die strategische Analyse Gordans Kampfmuster spricht für seine Fähigkeiten und macht sich darin bezahlt, dass er Gordan am Ende auskontert und allen Anwesenden auf dem Tablett serviert. Mich hat bei der Darstellung dann nur gewundert, dass Gordan anscheinend mit dem ganzen Körper emporgeschossen sein muss. Ansonsten wäre seine TF ja noch aktiviert und er wäre einfach wieder eingetaucht.
      Jedenfalls darf man gespannt sein, wie er aus dieser scheinbar auswegslosen Situation nun herauskommt, ganz leicht dürfte das nicht werden.

      Alles in allem war das ein gutes Kapitel, der einzige nennenswerte Kritkpunkt, den ich anzubringen habe, ist, dass mir wörtliche Rede bei dir oft noch zu statisch rüberkommt:

      Eldrail schrieb:

      „Er wirkt verdächtig und ist uns im Weg, beseitigt ihn.“
      Insbesondere diese Stelle wirkte enorm unorganisch. Das ist einfach kein Satz, den man verbal so formulieren würde. Für mich klingt das eher nach einem sehr nüchtern beschriebenem Gedankengang, der a) in der Kampfsituation deplatziert wirkt und b) den Sprecher charakterlos wirken lässt. Etwas mehr Emotion wäre bei sowas doch passender.
    • Kapitel 4 Kämpfe wieder Willen

      Bevor heute eventuell noch ein neues Kapitel kommt, noch schnell ein paar Sätze von mir. Auch wenn es sich wahrscheinlich wirklich nur um einige Sätze handeln wird. Es ist ein Kampfkapitel und dazu lässt sich immer eher weniger sagen, besonders wenn man schon der vierte ist.^^

      Gordan beweist hier zum wiederholten Male, dass er noch eine Menge lernen muss, um ein richtig guter Dieb zu werden. Besonders das Verschwinden im richtigen Augenblick hat er einfach noch nicht drauf. ;) Der Einsatz seiner Teufelsfrucht im Kampf ist zwar schon ziemlich gut, aber leider fehlt es ihm an Durchschlagskraft und etwas mehr Taktik. William hat ziemlich schnell durchschaut, dass er sich einfach nur von einem zum anderen Bewegt und immer wieder Luft holen muss. Sobald man einmal weiß, wo er ist, muss man einfach nur abschätzen wie lange er ungefähr zu einem braucht und dann beiseite springen. Da er immer wieder Luft holen muss, kann man ihn so ziemlich leicht auskontern, sobald man ein Gefühl für seine Schnelligkeit hat. Dies demonstriert William auch sogleich und Gordan, der ihn wohl richtig ordentlich treffen wollte, schießt zu weit aus dem Boden und fällt auf die Nase. Das Warren ausgerechnet in diesem Moment alle darüber Informieren muss, dass jemand sein Kästchen entwendet hat, ist natürlich Pech, da er der einzige Verdächtige ist.

      Durch Dragos Gedanken über Ashtshak bestätigen sich noch einmal meine Vermutungen zur Bruderschaft aus meinem letzten Kommentar. Sie ist ein religiöser/weltanschaulicher Zusammenschluss, der das "Böse" bekämpfen will. Wobei noch die Frage bleibt, wer oder was das "Böse" ist. Die Teufelskräfte können es jedenfalls nicht sein, da sie mit Drago selber einen in ihren Reihen haben. Bei dessen Frucht kann es sich eigentlich fast nur um eine Drachenfrucht handeln, worauf auch sein Name ganz subtil hinweist ;) .
      Übrigens wenn man >Ashtshak< googelt ist dein FF zumindest bei mir das erste Ergebnis.^^

      Das Kapitel hat mir ziemlich gut gefallen. Zwar könnte man noch das eine oder andere an der Kampfbeschreibung/-spannung verbessern, aber für dein viertes Kapitel und die ersten Kampfhandlungen war es schon sehr gut. Mal schauen ob sich unser Meisterdieb irgendwie aus der Affäre ziehen kann. ^^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • So, wie an diversen Stellen schon mal erwähnt, hatte ich zuletzt wenig Zeit. Dazu kam, dass ich mit einer Stelle Schwierigkeiten gehabt habe/immer noch habe. Jetzt ist das Kapitel aber fertig.

      Carrot
      Schön, dich auch hier zu sehen!

      Carrot schrieb:

      Unser Dieb scheint ja leicht reizbar zu sein, wenn mal einer seiner heißgeliebten Sachen kaputtgehen. Dann wird er nicht nur wütend, dann wird er zu Gordan, dem Genitalsmasher
      Die Szene zeigt aber auch gut, dass der Dieb in Sachen kämpfen wohl noch ne Menge zu lernen hat, denn seine bisherigen Attacken zeigen auch im Ragemodus kaum Wirkung. Ich gehe mal von aus, dass die bisherigen Mönche eher Kanonenfutter waren. Ganz im Gegensatz zum Mönch in braun, der mit seiner analytischen Fähigkeit over the top zu sein scheint. Das mit dem inneren Abzählen fand ich irgendwie seltsam, weil ich gar nicht versteh, wie das funktionieren soll. Das ist ja wohl mehr ne Aktion auf gut Glück.
      Außerdem würde ich ungern bei der Bruderschaft aufs Klo gehen. Muss ja schrecklich dort sein, wenn man mit der Drohung die Latrinen zu putzen alle zum Aufstehen bewegen kann XD
      Gordan ist gereizt, weil du nicht an jeder Ecke so eine Sauerstoffflasche findest. Lief ja auch nicht so toll im Allgemeinen.
      Nun, ein Dieb ist kein Kämpfer und so ist nicht zuviel zu erwarten. Die Novizen sind, wie der Name schon ausdrückt, die unteren Ränge und demzufolge meist eher durchschnittlich. In einem normalen, fairen Kampf würden sie zwar alle Gordan schlagen, aber sie sind beileibe nicht so gut, dass sie mit einer so miesen Fähigkeit klarkommen. Dennoch sind sie alle wohl eher auf einem Niveau besserer Marinesoldaten (siehe MF, wo die meisten zwar immer noch Kanonenfutter waren, aber immerhin trainierte Soldaten), was heißt, dass sie nicht einfach K.O. gehen.
      Das mit dem Abzählen sit so zu verstehen, dass er beobachtet hat, wie lange Gordan von einem Untertauchen zu einem neuen Ort gebraucht hat. William hatte genügend Anschaungsmaterial, um eine recht gute Voraussage zu treffen. Ach ja, würdest du freiwillig Latrinen putzen wollen? Zudem ist William ihr Vorgesetzter, da kann man einen gewissen Gehorsam verstehen.

      Carrot schrieb:

      Die Gerüchte haben sich bestätigt, einer der Wachen hat die Formel 6 drauf. Und Drago scheint wohl wirklich von einer Drachenfrucht gegessen zu haben und zudem mit Haki zu kämpfen.
      Ansonsten finde ich es zum Schluss etwas unübersichtlich, da mir, außer bei Drago, nicht ganz klar ist, wer jetzt was macht und wohin fliegt und woher kommt (Warren, Gordan, Drago, Mönch in Grün, Mönch in Braun). Und wieso heißt der eine Ashtshak? Hat das einen besonderen Grund? Finde den Namen schwierig auszusprechen.

      Kleine Kommatafehler entdeckt, darauf bitte achten (ja, jetzt werd ich kleinlich XD Sorry)

      Ansonsten bin ich mal gespannt, in welche Richtung sich das jetzt weiter entwickeln wird. Gordan könnte ja theoretisch fliehen, da ist er sicher schneller. Aber man wird ihm auf der Spur sein. Und was hat es mit diesem Kästchen auf sich? Fragen über Fragen, die Antwort gibt es später
      Anfang korrekt durchschaut, die Drachefrucht wurde von mir ja auch mit diversen Winken mit dem Zaunpfahl angekündigt. Was den Kampf angeht, so gebe ich dir Recht, dass er nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war. Denke dennoch, dass die Handelnden schon zu erkennen sein sollten.
      Ja, die Namen. Habe immer große Probleme, welche zu finden, da ich normalerweise nicht einfach so einen Namen vergebe. Der Name ist tatsächlich eine etwas veränderte Zusammensetzung zweier Wörter einer nicht gesprochenen Sprache, die eine unmittelbare Bedeutung hinsichtlich des Charakters haben. Tolle Erklärung, nicht wahr?
      Kommafehler sind schwer zu entdecken, leider. Keine Ahnung, ob ich da viel besser werde. Könntest die ja mal genauer identifizieren, damit ich einen Hinweis bekomme, wo es besonders dran hapert.
      Antworten wird es geben, in diesem Kapitel und danach.

      cinnamon

      cinnamon schrieb:

      Klasse Kapitel :D
      Wo ist mein Choppersmiley? Danke für das Lob, da findet jemand tatsächlich mein Kapitel besser als ich xD

      cinnamon schrieb:

      Die Kämpfe rund um Gordan hast du gut beschrieben. Ich jedenfalls konnte gut mitgehen und wusste wer was wo macht. Auch Gordans Innenleben, seine Gedanken, kamen gut rüber. Und nachdem die Sauerstoffflasche zerstört wurde, brach sich der kindliche Zorn seinen Weg und verleitete Gordan dazu anzugreifen, anstatt abzuhauen. Was aber mit Sicherheit besser gewesen wäre. Also heißt es nun Luft anhalten, tauchen, zuschlagen, wieder abtauchen. Und leider hatte er einen Gegner, der das schnell spitz bekam und gegen ihn verwenden konnte. Dazu noch, dass nun auch die anderen Angreifer und Wachen dazu gestoßen sind. Verzwickte Lage für unseren guten Gordan. Möglichkeiten zur Auflösung der Situation? Gute Frage. Supertief Luft holen und so schnell durch den Boden schwimmen wie nur möglich? Kämpfen kann er ja wohl vergessen, dafür ist er körperlich zu schwach. Entweder er gibt den Apnoe-Taucher und haut ab, oder das wars für ihn und er wird gefangen. O~der, er wird gefangen, dann streiten sich die Parteien um ihn, warum auch immer, und er kann durch das Gewirr dann doch noch entwischen. Ansonsten wird er von dem ein oder anderen, nein, mitgenommen wird er nicht. Eigentlich muss er iwie entkommen, denn beide Fraktionen haben, denk ich, die Skrupellosigkeit ihn einfach umzubringen und fertig. Was sollen sie auch weiter mit ihm? Es würde für keinen von ihnen Sinn machen, Gordan am Leben zu lassen, wieder frei zu lassen, mitzunehmen. Es würde ihnen keinen Gewinn bringen.
      Freut mich, dass (wenigstens) dir die Kämpfe gefallen haben. Wie das Kapitel zeigt, versucht sich Gordan wenig überraschend am Weglaufen. Inwiefern er damit Erfolg hat, ist in letzter Konsequenz noch nicht geklärt, gemein wie ich bin. Insofern ist auch keine Aussage von mir bezüglich deiner Spekulationen dabei.

      cinnamon schrieb:

      Drago indes hat wohl von einer Echsen-Frucht genascht. Zumindest meine Vermutung. Welcher Art genau, werden wir bestimmt noch sehen. Eine Echsen-TF find ich interessant. Jetzt mal nicht rein auf Drago bezogen, sondern generell. Gut, wir haben schon x-Drake als T-Rex, aber ein Leguan, Varan, Krokodil oder ähnliches (mal abgesehen von Fes bei blink, aber der kämpft nicht, noch nicht), stelle ich mir im Kampf ganz praktisch vor. Einfach weil die Eigenheiten der Tiere ja verstärkt werden und Drago, um wieder zu deiner Geschichte zu kommen, ne mordsharte Haut haben dürfte. Wenn man das noch mit RH paaren würde – muss man schon ordentlich Wumms haben, um dann da noch durch zu kommen. Wenn du das mit der Bruderschaft weiter aufziehen willst und Gordan involviert bleibt - lernt der Junge dann noch das Kämpfen? Bin gespannt.
      Auflösung von Dragos Frucht gab es bereits weiter oben. Allein schon der Name ist ja ein deutlicher Hinweis. Ja, die Frucht ist ziemlich stark. Was sie noch kann, wird hier nicht mehr thematisiert werden, dafür mangelt es auch einfach an einem geeigneten Gegner.
      Und was Gordans weiteres Leben angeht (wird er das überhaupt haben?), so kann ich schon vorbeugend sagen, dass ich immer noch nicht geplant habe, diese FF auszuweiten. Potentiell ist noch eine weitere Episode zu einem Ereignis aus Gordans Vergangenheit möglich und ganz eventuell, sollte mir eine zündende Idee kommen, noch eine Episode, aber nichts längeres Fortlaufendes. Dem zu Folge wird die Bruderschaft hier nicht weiter Thema sein. Aber wie schon mal erwähnt, habe ich noch Pläne für eine andere, längere FF. In der hat die Bruderschaft einen festen Platz.


      Moxie
      Ja, ein Kampfkapitel ist halt nicht gerade das Informationskapitel, aber man kann ja nicht ohne Action davonkommen. Vielleicht bin ich auch einfach ein zu großer Freund von Kämpfen...

      Moxie schrieb:

      Die erste Frage, die ich mir gestellt habe, war der genaue Aufbau dieser Bekennergesellschaft. Darf man sich das so vorstellen, dass es in der Hierarchie einen elitären Kreis -die Bekenner- gibt, darunter die Brüder folgen und darunter wiederum die einfachen Mitglieder, also Fußsoldaten?
      Da frage ich mich, welche Bedeutung die Bezeichnung Bruder hier hat. Ist es einfach ein Ausdruck enger Verbundenheit, oder hat das ganze religiöse Züge? Für meinen Geschmack spricht diese herausragende Stellung der Bekenner eher dafür, dass die Brüder so eine Art Dienerrolle übernehmen. Als wären sie die Klosterbrüder und die Bekenner ihre Götter.
      Außerdem verrät uns Ashtshak, dass ein Motiv, das vom Ideal, das die Bekenner vereint, umfasst wird, der Kampf gegen das Böse ist. Dass damit nicht alles gesagt sein kann, erschließt sich aus Dragos Anmerkung, dass es eben Dragos Motto ist. Einen unmittelbaren Rückschluss auf die Organisation, der sie angehören, würde ich da noch nicht vermuten.
      Wie gefährlich der elitäre Kreis der Bekenner ist, beweist Dragos Drachenzoan wohl zur Genüge.
      Anscheinend waren die Feuer in der Oberstadt demnach auch Ashtshaks Werk; Drago scheint ja eher eine weniger radikale Vorgehensweise zu befürworten.
      Den Aufbau der Bruderschaft habe ich tatsächlich schon mal früher in einem Kommentar zu cinnamon zum zweiten Kapitel behandelt. Im Wesentlichen hast du mit deiner Vorstellung Recht. Die Bezeichnung Brüder ist hier weniger im Hinblick auf eine religiöse Organisation gemünzt. Es handelt sich dabei um Brüder im Geiste. Zudem gibt es zwar eine Hierachie, aber wenn es Diener gibt, dann sind dies die Novizen.
      Was deren Ideal angeht, ist der Kampf gegen das Böse gut getroffen. Was das Böse ist, nun, da gibt es unterschiedliche Ansichten :D
      Die Feuer stammen von Drago, der sozusagen eine Warnung für die Stadtwachen abgegeben hat. Zwar ist er nicht so radikal, aber man könnte es ja auch als ein Mittel zur Vermeidung von Kämpfen betrachten.

      Moxie schrieb:

      Insgesamt hast du einen interessanten Kampf von Gordan inszeniert. Das Auf- und Abtauchen ist in seiner Unterzahl die klügste Option, gleich nach der Flucht, die er in seinem jugendlichen Wutanfall allerdings nicht sieht - nachvollziehbar. Gewundert hat mich, dass seine Gegner ihre Verletzungen wohl nur gefaket haben. Son Schlag in die Klöten sollte eigentlich schon etwas mehr Wirkung zeigen. Außer natürlich man verwendet Rüstungshaki. ^^
      Sein eigentliches Ziel in diesem Kampf war aber Bruder William, den er nicht entscheidend treffen konnte. Die strategische Analyse Gordans Kampfmuster spricht für seine Fähigkeiten und macht sich darin bezahlt, dass er Gordan am Ende auskontert und allen Anwesenden auf dem Tablett serviert. Mich hat bei der Darstellung dann nur gewundert, dass Gordan anscheinend mit dem ganzen Körper emporgeschossen sein muss. Ansonsten wäre seine TF ja noch aktiviert und er wäre einfach wieder eingetaucht.
      Jedenfalls darf man gespannt sein, wie er aus dieser scheinbar auswegslosen Situation nun herauskommt, ganz leicht dürfte das nicht werden.
      Die Gegner haben ihre Verletzungen nicht gefakt. Der arme Novize, der Opfer der Attacke unter die Gürtellinie wurde, hatte ja auch beim Aufstehen noch Nachwirkungen. Es ist halt so, dass man einen Schlag einsteckt und weiter kämpft, aber was, wenn es keinen Gegner gibt?
      William hatte sich ja weiter nach oben begeben. Von dort kann man nicht so einfach aus dem Boden auftauchen, weswegen Gordan ganz aufgetaucht ist. Tatsächlich gebe ich zu, dass da ein paar Sätze zur genaueren Beschreibung angebracht gewesen wären. Mein Fehler :thumbdown:

      Moxie schrieb:

      Insbesondere diese Stelle wirkte enorm unorganisch. Das ist einfach kein Satz, den man verbal so formulieren würde. Für mich klingt das eher nach einem sehr nüchtern beschriebenem Gedankengang, der a) in der Kampfsituation deplatziert wirkt und b) den Sprecher charakterlos wirken lässt. Etwas mehr Emotion wäre bei sowas doch passender.
      Danke für den Hinweis. Ich war auch nicht so richtig glücklich, aber mir kam auch nicht die tolle Lösung. In Anbetracht von Williams nüchterner Analyse könnte man zu dem Schluss kommen, dass dieser einfach so ist, aber es hat mehr mit eigenen Unvermögen zu tun, als mit solcher Planung.
      Passiert mir leider (noch?), dass ich Stellen habe, die einfach nicht gut geschrieben sind. Immer schön mit dem Finger drauf zeigen, sonst glaube ich noch, es wäre alles in Ordnung :)




      qoii
      Hast es rechtzeitig geschafft, aber im Zweifel hätte ich wohl noch einen Tag gewartet :)

      Ja, gut rekapituliert. Gordan hat aber auch das Pech, dass er zum Zeitpunkt von Warrens Aussage, gerade noch am Kämpfen ist. Aber dennoch wäre eine Kampfpause wahrscheinlich gewesen, nur hätte Gordan es einfacher gehabt, unentdeckt zu verschwinden.

      qoii schrieb:

      Durch Dragos Gedanken über Ashtshak bestätigen sich noch einmal meine Vermutungen zur Bruderschaft aus meinem letzten Kommentar. Sie ist ein religiöser/weltanschaulicher Zusammenschluss, der das "Böse" bekämpfen will. Wobei noch die Frage bleibt, wer oder was das "Böse" ist. Die Teufelskräfte können es jedenfalls nicht sein, da sie mit Drago selber einen in ihren Reihen haben. Bei dessen Frucht kann es sich eigentlich fast nur um eine Drachenfrucht handeln, worauf auch sein Name ganz subtil hinweist .
      Übrigens wenn man >Ashtshak< googelt ist dein FF zumindest bei mir das erste Ergebnis.^^
      Ja, ein weltanschaulicher Zusammenschluss. Auch sonst gut beobachtet. Yeah, ein Eintrag bei Google xd
      Tatsächlich kennt Google sogar Bilder von mir 8o =O
      Ok, genug abgeschweift.

      qoii schrieb:

      Das Kapitel hat mir ziemlich gut gefallen. Zwar könnte man noch das eine oder andere an der Kampfbeschreibung/-spannung verbessern, aber für dein viertes Kapitel und die ersten Kampfhandlungen war es schon sehr gut. Mal schauen ob sich unser Meisterdieb irgendwie aus der Affäre ziehen kann. ^^
      Freut mich, dass das Kapitel gefallen hat. Das da noch Verbesserungspotential besteht, überrascht mich nicht. Aber immerhin ist der erste Kampf nicht völlig zerrissen worden ^.^
      "The chains of fear are easily broken with the blade of courage."
      Meine FF: Erlebnisse eines Meisterdiebes (abgeschlossen)
      Chainbreaker (laufend)
    • Kapitel 5: Lauf um dein Leben

      Gordan versucht nun seinen Verfolgern zu entkommen, wobei es in diesem Fall vor allem Drago zu sein scheint, der ihm immer auf den Fersen ist. Da Gordan sich darüber wundert, dass er überall gefunden wird, können wir sicher sein, dass er keine Kenntnis über das OH hat. Fast schon lustig finde ich sein entsetzen darüber, dass seine Feinde nicht mal eine Wand aufhält, weil er sich selbst auch nicht von so etwas aufhalten lässt. Andererseits zeigt es auch, die verhältnismäßige schwäche der Inselbewohner, dort gibt es keinen Einwohner, der als Kämpfer stark genug ist, sich durch Türen oder Wände zu schlagen.

      Interessant ist aber auch noch, was du bereits in einen der vorherigen Kapitel angedeutet hast. So lange Gordan sich im Untergrund oder in einer Wand befindet, ist er durch das OH nicht wahrnehmbar. Da ich Drago für einen sehr guten Kämpfer und Nutzer des OH halte, zumindest besser als Vegard, kann man fast davon ausgehen, dass dieses Nichtwahrnehmen nichts mit einem zu schwach ausgeprägten OH liegt.

      Letztendlich entscheidet sich Gordan für das einzig richtige und entledigt sich des begehrten Gegenstandes, wobei er nur hoffen kann, dass die Info auch an die anderen Verfolger weitergegeben wird. Das dabei die Kiste aufspringt mach die Sache natürlich noch interessanter. Ist sie (vermeintlich) Leer, fliegen jetzt Dokumente durch die Gassen, geht das gesuchte Kaputt oder macht es einfach nur ganz laut >Bumm< und ein Großteil der Stadt existiert nicht mehr?

      Daneben gibt es aber auch noch etwas zu Drago und der Bruderschaft. Anschneiden werden die Mitglieder angeworben, bzw. wenn sie Mitglied werden, müssen sie einem Vertrag mit einem bzw. dem Contractor schließen. Dieser Vertrag scheint ziemlich Bindend zu sein bzw. Drago kann ihm nicht entkommen, weswegen man hier eine TK vermuten könnte. Wie auch immer, Drago hat sich der Bruderschaft aus Überzeugung angeschlossen, scheint aber mit der Zeit immer mehr zweifel mit ihren Zielen oder Handlungen zu bekommen.

      Wieder ein interessantes Kapitel.
      Wo bleiben eigentlich die anderen Kommentatoren, die mir bis jetzt regelmäßig zuvorgekommen sind. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Kapitel 5 - Lauf um dein Leben

      qoii schrieb:

      Wo bleiben eigentlich die anderen Kommentatoren, die mir bis jetzt regelmäßig zuvorgekommen sind.
      Bin ja schon da, bin ja schon da ...
      Mir war die Woche nicht nach FFs, daher hab ichs schleifen gelassen I:



      Es geht dem Ende entgegen, zumindest für diese Episode/FF.

      Was mir gefallen hat, war die Tatsache, dass Gordan Köpfchen beweist. in mehrfacher Hinsicht. Zum einen, dass er anfing Haken zu schlagen anstatt geradeaus zu hetzen um so seine Verfolger besser abschütteln zu können. Und dann, dass er den rettenden(?) Einfall bekam, das Kästchen loszuwerden. Wette hin oder her, das Leben ist doch wichtiger. Bleibt spannend, inwieweit er nun in Ruhe gelassen wird, oder doch weiter verfolgt. Allerdings könnte ich auch gut damit leben, wenn wir ihn das nächste Mal wieder auf der anderen Flussseite wiedersehen und er dem Trubel entkommen wäre.

      Was nun in dem Köästchen ist, wird im nächsten Kapitel hoffentlich aufgelöst - oder du bist ein fieser Schreiber und hältst uns diese Info vor und machst einen auf "er nahm sich den gesuchten inhalt und verschwand". Wäre aber sehr unbefriedigend für den Leser - und dich würde es zum Troll machen, naja, zumindest wärst du dann für mich einer :')


      Meine Güte, meine Kommentare werden auch immer kürzer :/
    • Gehen wir es an, nachdem ich den Anfang noch einmal gelesen hatte. Bislang ist die Handlung zum Glück überschaubar, sodass ich auf das etablierte 'drumherum' achten werde. Mit zwei bislang nicht weiter in Erscheinung getretenen Rivalen, von denen einer fertig ausgebildet ist, und einem Lehrmeister, geht es von einer Wette aus in ein heilloses Durcheinander, in dem der Zeitpunkt für Gordans Einsteigen nicht schlechter hätte gewählt werden können. - Oder etwa doch?

      Da die Handlung bislang eher durch einen hochmütigen Scherz losgetreten wurde, kann ich mir durchaus vorstellen, dass Gordan, sofern er noch gefasst wird, von seinen drei Kompagnons gerettet wird. Doch das ist erstmal Zukunftsmusik, da ich erst einmal davon ausgehe, dass das Ablenkungsmanöver durch das weggeworfene Kästchen den guten Drago vorerst in die Irre führen konnte. Doch wie lang? Es ist fraglich, ob sich Gordan dessen bewusst ist, dass er innerhalb eines Observationshaki-Radius agiert - und sich sein Abstand nicht großartig vergrößern wird, solange er den ominösen Inhalt bei sich trägt. Ich gehe mal von aus, dass er in guter Diebesmanier das Kästchen wegwirft, dessen Inhalt jedoch selbst einstreicht, um seine Wette doch noch zu gewinnen. Apropos Wette: Wissen seine drei "Freunde" nicht von seiner Teufelskraft, oder haben sie im stillen Einvernehmen beschlossen, ohne größere Hilfsmittel zu arbeiten?

      Zum weiteren Verlauf: Prinzipiell würde ich doch von ausgehen, dass Gordan sich unbewusst in einen Krieg zwischen der Bruderschaft und Warrens Auftraggeber begeben hat, der durch sein Zutun nun Konsequenzen haben wird. Fraglich ist, inwieweit nun eine Opposition zur Bruderschaft in Erscheinung tritt, so ist Warren mitsamt seinem Söldnertrupp eher eine passive Instanz, die bereits vom selbsternannten Meisterdieb geknackt wurde. Irgendwas muss da noch kommen, da ansonsten die Verfolgung zugleich ins unweigerliche Ende von Gordan führen würde.
      Denn dass er gegen die drei Brüder dauerhaft von der Bildfläche verschwinden kann, denke ich nicht. Denn den Kästcheninhalt sollte er eigentlich schon bei sich haben, da seine Verstrickung ansonsten sich schneller loslösen würde als ihm lieb sein kann. Das ist zwar gut für seine Gesundheit und sein Überleben, für uns Leser jedoch eher müde Kost. Als würde Ruffy sich aus dem Großen Ereignis zurückziehen, da er gerade kein Bock drauf hat. ^^

      Was bei deinem Schreibstil zu Beginn auffiel: Du hast sehr viele erklärende Sätze eingebaut, von Begebenheiten, die meist selbsterklärend sind bzw. sich vom Kontext her ableiten ließen. Das empfand ich einige Male als ziemlich anstrengend, hatte ich ja mal irgendwo angerissen. Beispiel, Kapitel 2. Die Gegend rund um arm und reich, die klauenden Kinder, das war als Erklärung sehr überladen, quasi erklären des erklärens willen. Das bremste mich schon aus. In den letzten Kapiteln hast du es hingegen sehr kurz gehalten, was ich ganz angenehm fand. Wie zB Dragos Gedanken zum Contractor, der Erlösung als Grundthematik der Bruderschaft, worauf immer das hinauslaufen wird, denn rein religiös wird es wohl nicht sein. Da du Drago mit besonderen (Teufels)Kräften beschrieben hattest, kann es zB gut sein, dass er irgendwann von seinem inneren Dämonen erlöst werden kann oder vom Contractor seine Kräfte erhielt, und und und. Das sind alles Spekulationen, die du zulässt, sobald du etwas in den Raum stellst, allerdings nicht überbordend ins Scheinwerferlicht stellst. Das hatte mein Interesse schon weit mehr geweckt.

      Abschließend noch was zu deinen Dialogen:

      Kapitel 1 schrieb:

      Dann ergriff der Älteste, der Mentor und Lehrmeister der Jüngeren, das Wort:
      „Gordan, so einen Schwachsinn habe ich ja noch nie gehört. Nimm dir zum Beispiel das Haus von Warren, dem Händler. Der hat eine eigene Wachmannschaft, bestehend aus kampferprobten Veteranen der Grandline. Das ist eine Hausnummer zu groß für dich, selbst ich würde mich da nicht rantrauen. Deine Arroganz wird dir eines Tages noch zum Verderben werden.“
      Das meinte ich mit überbordend. Nicht nur, dass Warren aus dem Stand eingeführt wird, auch das ganze Drumherum wird in einem Satz reingemischt - und anschließend um den klassischen Orakelspruch vom wahren Erben des Langfingerstamms ergänzt. Die Verpackung macht ein gutes Geschenk aus und mit den Informationen, der Art, wie du sie eingebaut hast, kam es mir so vor, als hättest du uns einen Zehner auf den Tisch gelegt und gesagt: 'Happy Birthday, kauft euch was schönes von!' Mit den weiteren Kapitel hat sich das durchaus gebessert, doch am Anfang war ich schon erschrocken, als ich das so las. Wie heißt es so schön: Aller Anfang ist schwer und so weiter und so fort. Ich bleib am Ball und denke, dass ich damit mein FF-Quintett voll habe. Plus denen, für deren Comeback ich am liebsten jeden Abend eine Kerze anzünden würde. Doch das kann ich mir als armer nicht-stehlender Student nicht leisten. :D