Out of Hell (OneBrunou)

    • Out of Hell (OneBrunou)

      Ja, ich mal wieder mit was Neuem hier ^^
      Großartig ausschweifende Worte spare ich mir einfach mal ganz dreist an dieser Stelle, da mich in diesem Bereich des Boards wohl inzwischen jeder kennen dürfte. So oft wie ich hier ein und ausgegangen bin. Zu diesem Projekt sei vielleicht nur kurz gesagt, dass es für mich eine Art "Schreib-Therapie" ist. Hinlänglich bekannt dürfte sein, dass ich zurzeit an etwas vollkommen Eigenständigem im (Sub-)Genre "Dark-Fantasy" arbeite. Allerdings bin ich mit meiner Arbeit daran kürzlich etwas ins Stocken geraten, da ich mich noch etwas schwer damit tue meine Vorstellungen von Geschichte und Charakteren - ganz besonders den Charakteren - genau so umzusetzen, wie ich es auch wirklich will. Schwarz- und Weißtöne soll es bei mir schlicht nicht geben und das ist genau das, was ich mit diesem kleinen Zwischenprojekt weiter versuchen werde auszureizen.
      Erwähnt sei eventuell noch, dass ihr womöglich einige Parallelen zu Marvels X-Men finden werdet. Gerade am Anfang der Geschichte dürften euch diese Querverweise förmlich ins Gesicht springen. Deswegen möchte ich denjenigen von euch, denen das auffällt - wobei es das jetzt nicht mehr unbedingt muss, stelle ich euch dies doch jetzt schon bereits in Aussicht - direkt mal eine kleine Entwarnung aussprechen, dass sich diese Parallelen doch arg in Grenzen halten werden. Das X-Men Universum ist allerdings eine meiner größten Inspirationsquellen, da es - in vielen Belangen - genau das geschafft hat, was auch ich derzeit anstrebe. Eine Geschichte nicht in schwarz und weiß zu illustrieren, sondern hauptsächlich in Grautönen abzulichten.

      Weitere Inspiration ist für mich übrigens dieser Song, zwecks Lyrics, woher treffenderweise auch der Titel stammt, den ich auch - auf die eine oder andere Art und Weise - mit in meiner Geschichte verarbeiten werde.


      Einen Veröffentlichungsrhythmus kann ich übrigens noch nicht in Aussicht stellen, peile aber an wenigstens alle zwei Wochen etwas Neues hier zu veröffentlichen. Optimal wäre wöchentlich, aber das kann ich nun wirklich nicht versprechen :D
      Denn mehr als ein paar grobe Handlungspunkte stehen noch gar nicht, weswegen es sich für mich auch noch nicht abschätzen lässt wie viele Kapitel die Geschichte grob umfassen soll. Angedacht ist etwas Kleineres, denke mal so an die 100 Kapitel scheinen derzeit realistisch. Wobei ich das auch zu meiner ersten FF prophezeit hatte und die meisten hier wissen wohl noch, was daraus geworden ist und wie viel meine Vorhersagen diesbezüglich also Wert sind ... xD

      So, jetzt hab ich doch wieder jede Menge Nonsense gelabert. Wie immer. Egal, jetzt gibt's erst mal den Prolog für euch. Das nächste Kapitel kommt, wenn es eben kommt. Ich hoffe das reicht als Voraussicht xD

      Der Prolog ist übrigens lediglich binnen zwei Stunden flott abgetippt worden. Gut möglich, dass da deutlicher Optimierungsbedarf besteht, aber um sprachliche Perfektion geht's mir bei diesem Projekt ohnehin nicht ^^

      Prolog
      1978 Anno Maris.
      Das große Piratenzeitalter, das einst in dem Sturz der alten, korrupten Weltregierung gipfelte, liegt nun schon mehr als 450 Jahre in der Vergangenheit. Piraterie existiert nicht länger, der Rassismus, die Rassentrennung, existiert nicht länger. Menschen, Minks, Fischmenschen und Riesen leben nun schon seit vielen Jahrhunderten in friedlicher Koexistenz miteinander. Der reformierten Weltregierung ist es gelungen dauerhaften Frieden in der Welt herzustellen, was wohl auch mitunter daran liegt, dass die sagenumwobenen Teufelsfrüchte, die den Menschen vor fast 500 Jahren schier unglaubliche, für den menschlichen Verstand gar unvorstellbare, Fähigkeiten verliehen haben, seit fast 200 Jahren von ihr unter Verschluss gehalten werden, um so ein normales Leben für alle intelligenten Lebensformen gleichermaßen zu gewährleisten. Denn wenn die Geschichte uns eines gelehrt hat, dann dass Menschen, die über große Macht verfügen, immer nach noch mehr streben werden.
      Die Menschen werden immer nach Höherem streben, dieser Drang liegt uns einfach im Blut. Wir wollen, dass unser Leben von Bedeutung ist. Dass wir der Welt etwas hinterlassen. Dass wir die Welt verändern. Ob auf positivem oder auf negativem Weg. Dieses Bestreben geht oft mit dem Streben nach Macht einher. Doch diejenigen, denen diese Macht verwehrt bleibt, werden sich immer vor denjenigen fürchten, die sie besitzen. Weil es sie unkontrollierbar macht.
      Die Menschen haben sich schon immer von ihrer Furcht lenken und beherrschen lassen. Auch das ist etwas, womit jeder Mensch von Natur aus geboren wird. Es gibt so viele Triebfedern der menschlichen Psyche, die unser Handeln bestimmen. Liebe, Hass, Hoffnung, Verzweiflung, Neugier … Doch der wohl größte Impuls unseres Geistes war schon immer, und wird es immer sein, die Angst. Die Menschen fürchten das Unbekannte, wollen es aber gleichzeitig kontrollieren. Es ist paradox.

      Was passiert also, wenn sie wieder mit dem Unkontrollierbaren konfrontiert werden? Mit einer völlig neuen Art, einer neuen Generation, von Mensch? Was wenn plötzlich Individuen in Erscheinung treten, die sagenhafte Kräfte besitzen? Kräfte, die sie sich nicht ausgesucht haben? Kräfte, die nicht dem Verzehr einer Teufelsfrucht entstammen? Kräfte, mit denen sie geboren wurden?
      Es ist eine Frage, von der ich einst gehofft hatte sie nie beantworten zu können. Weil ich die Antwort, tief im Unterbewusstsein, bereits kannte. Ich wusste, dass meine Freunde und Kollegen mich verstoßen würden, mich als Monster abstempeln und vertreiben würden. Aus Angst vor dem, was ich konnte. Deswegen schockierte es mich auch nicht, als es schlussendlich dazu kam.

      Ich habe immer an das Gleichgewicht in der Welt geglaubt, das das Ende des großen Zeitalters hervorgebracht hat. Daran, dass es völlig egal ist wer man ist, woher man kommt oder welcher Rasse man angehört. Bis zu jenem Tag, an dem ich lernen musste, wie unglaublich falsch ich damit doch lag. Deswegen verbringe ich meine Zeit nun nicht mehr länger mit dem Studieren meines eigenen Genoms, sondern nutze sie, um andere zu suchen, die so sind wie ich. Weil ich genau weiß, wie sich diese Menschen fühlen müssen. Wie es ist, wenn man von der Gesellschaft verstoßen wird. Und das nur, weil man anders sind.

      Ich glaube, dass

      Ein lautes Klingeln seines Telefons riss den jungen Wissenschaftler aus seinen Gedanken. Er zögerte erst, wollte seinen angefangenen Satz nur allzu gerne zu Ende bringen, verstaute seine Schreibfeder dann jedoch sorgsam in seinem Federetui, bevor er den Hörer abnahm und so das laute und ohrenbetäubende Geräusch unterband.
      „Aden, ich bin’s“, hörte er eine raue, rauchige Stimme am anderen Ende der Leitung zu ihm sprechen. Eine Stimme, die er schon lange nicht mehr zu hören bekommen hatte. Und er lächelte, bei dem Gedanken daran, dass es seinem alten Freund gut ging.
      „Nate, wie lange ist das jetzt schon her?“
      „Fünf Jahre.“
      „Nicht lange genug, wenn du mich fragst.“ Nate versuchte seine Stimme zu dämpfen, doch entging Aden der Seufzer keineswegs, der seine Lippen verließ.
      „Warum rufst du an, wenn nicht über alte Zeiten zu reden?“ fuhr der Doktor fort, wohlwissend darüber, dass Nate der wohl ungeduldigste Mensch war, der ihm je begegnet war.
      „Es ist etwas passiert …“. Plötzlich horchte er auf. Blitzartig erhob er sich von seinem Stuhl, die Hand fest um den Telefonhörer geschlungen, die andere zur Faust geballt. Mit einem Mal war sein Frohsinn blankem Entsetzen und Furcht gewichen. Furcht vor dem, was ihm sein Freund im Begriff war zu beichten.
      „Was hast du getan, Nate?“
      „Es geht nicht darum, was ich getan habe ... Sondern darum, was ich nicht getan habe.“
      Der Funken von Erleichterung genügte bereits, damit Aden aufatmend zurück in seinen Stuhl fiel. Die Ungeduld von Nate war schon immer seine größte Schwäche gewesen, die ihn immer wieder in äußerst brenzlige Situationen versetzt hatte. Situationen, in denen selbst ihm die Hände gebunden waren.
      „Drück dich bitte präziser aus. Was ist los?“ hakte der Doktor schließlich nach, nachdem er seine Gedanken gesammelt hatte. Doch nur Schweigen. Er hörte Nathan zwar atmen, wartete aber gefühlte Minuten vergeblich auf eine Antwort.
      „Nate!?“
      „Wir sind bald da. Dann reden wir.“
      Wir?“ versuchte Aden noch nach zu setzen, musste jedoch erkennen, dass sein Freund das Gespräch längst beendet hatte. Fragend darüber, was so furchtbar sein konnte, dass Nathan ihm davon nicht am Telefon erzählen wollte - oder konnte - blickte er nur auf die Worte, die er kurz vorher noch zu Papier gebracht hatte. Worte, die ihm plötzlich vollkommen trivial erschienen. Denn er wusste, was immer es auch war, was Nate beschäftigte, es musste gewaltig sein.
      Er öffnete die unterste Schublade seines Schreibtischs, aus der er zwei Gläser, sowie einen edlen Scotch herausholte, um seinen alten Freund gebührend zu empfangen. So wie es zwischen ihnen seit jeher Brauch war.

      Ein Mann mit kurzgeschorenem, dunklen Haar und einem Vollbart mit grauen Ansätzen segelte auf nicht mehr, als einer kleinen Schaluppe über die ruhige See. Die hellen Strahlen der hochstehenden Sonne reflektierten sich auf der Wasseroberfläche, während vereinzelte Möwen über sein kleines Boot durch die Lüfte glitten. Eine davon ließ dabei eine zusammengerollte Zeitung fallen, die direkt vor seinen Füßen landete. Neugierig bückte sich der Mann mit der offenen, braunen Lederjacke, unter der er ein weißblaukariertes Hemd an hatte, zu der Zeitungsrolle hinunter und öffnete diese. Instinktiv hoffte er sich zu irren, musste jedoch schnell erkennen, dass sich sein Verdacht bestätigte. Die Titelseite der Zeitung berichtete von etwas Unbegreiflichem. Davon, wie eine ganze Stadt - über Nacht - einfach verschwunden war. Er zögerte kurz, zerriss das Papier dann jedoch prompt und warf es über Bord.
      Da entdeckte er es am Horizont. Land. In der Ferne sah er eben jene Insel, die er immer wieder erkennen würde. Eine Insel, mit der ihn unheimlich viel verband. Und sie wartete schon auf ihn. Sie wartete darauf ihn wieder zu umarmen und ihn mit all den Erlebnissen, die ihm dort widerfahren waren, zu konfrontieren. Erlebnisse, die er jahrelang versucht hatte zu verdrängen. Etwas, was ihm jedoch nie ganz gelungen war und ihn unweigerlich zu der Erkenntnis brachte, dass man vor seiner Vergangenheit nicht davonlaufen konnte.
      Das Schnarchen seines Mitreisendem - ein kleiner Junge, der nicht älter als fünfzehn Jahre war - lenkte seinen Blick weg vom Horizont und erntete seine Aufmerksamkeit. Feinfühlig, und doch mit einem gehörigen Kraftaufwand, trat er dem Jungen gegen den Fuß, um ihn so aus seinem tiefen Schlaf zu reißen.
      „Wach auf, Kleiner. Wir sind fast da“, forderte er den Burschen auf, der sich fast vollständig unter seinem dunklen Mantel versteckt hielt. Langsam öffnete er seine Augen, zögerte jedoch damit den Mantel beiseite zu legen. Da bemerkte Nate, dass der Junge am Zittern war. Immer noch am Zittern war. Ein Zustand, der sich seit ihrer ersten Begegnung vor drei Tagen noch nicht verändert hatte. Ein Zustand, der ihm zunehmend Sorgen bereitete.
      „Wo?“ war das einzige Wort, das die bebenden Lippen des Jungen verließ.
      „Ein Ort, der einst als Insel der weißen Erde bekannt war. Dort wird dir geholfen werden. So wie dort auch mir geholfen wurde. Das ist Bartigo!“

      Kapitel 1: Tod den Anderlingen

      ~ * ~

      Eine leichte Windbrise wirbelte vereinzelte Blütenblätter auf, die Vögel zwitscherten. Die Eichhörnchen eilten vom Boden zurück auf ihre Bäume, als ein kleines Mädchen mit feuerrotem Haar durch die Wälder eilte. Sie rannte. Rannte so schnell sie konnte. Vereinzelte Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn, die schiere Furcht stand ihr förmlich in ihre weit aufgerissenen, glasigen Augen geschrieben. Immer wieder warf sie verängstigte Blicke über ihre Schulter. Solange, bis sie diese Unachtsamkeit das Gleichgewicht kostete. Mit ihrem Fuß blieb sie an einer, aus der Erde herausragenden, Wurzel hängen, wodurch sie nach vorne hin auf den harten, kalten Boden stürzte. Sie erhob ihr Gesicht aus der Schlammpfütze, wollte sich gerade aufraffen und weiter davon laufen, als sie ein paar verschmutzte Stiefel erblickte, die ihr den Weg abschnitten. Ihre Glieder begannen zu zittern, ihre Lippen zu beben. Langsam aber sicher richtete sie ihren Kopf gen Baumkronen, deren anmutige Schönheit ihr jedoch durch die verdunkelten Gesichtszüge einer vermummten Gestalt verwehrt blieben.
      „Bitte … Nicht ...“, bettelte sie verzweifelt, auch wenn sie wusste, dass sie mit diesen Worten auf taube Ohren stoßen würde. Spätestens als sie in den Lauf eines Revolvers blickte wusste sie, dass ihr Weg hier zu Ende war.
      „Tod den Anderlingen!“ brüllte ihr Angreifer, so laut er nur konnte, ihr entgegen, als plötzlich ein Schuss durch die dichten Bäume hallte. So laut, dass er die sämtliche Vögel in der Umgebung aufscheuchte und verschreckte.

      ~ Bartigo Island ~

      Die Menschen flüsterten und tuschelten untereinander, als sie den graubärtigen Mann erblickten, der Inbegriff war sich eine Zigarette anzuzünden. Jung und alt, klein und groß, sie alle kannten sein kantiges, grimmiges Gesicht nur zu gut. Mancher schien über seine Rückkehr erfreut zu sein, andere dagegen versuchten seinen Blicken auszuweichen, noch bevor sich ihre Augen treffen konnten. Handwerker und Bauer, Bäcker und Obsthändler, sie alle stellten augenblicklich ihre Arbeiten ein, als sie sahen, wie der muskulöse Mann einen kleinen Jungen, der sich fragend in der kleinen Stadt umsah, schubste und dadurch aufforderte weiter zu gehen, statt immer wieder stehen zu bleiben.
      „Beweg dich. Du hast später noch genug Zeit, um diesen Ort besser kennenzulernen“, ermahnte der mürrische Vagabund den Burschen, während er ihn weiter antrieb. Hin zu dem größten und imposantesten Gebäude der gesamten Stadt. Einer eminenten Villa, die sich vor allem durch ihr weißes Mauerwerk von den anderen Häusern abhob. Denn jenes Heim wurde mit dem besonderen Rohstoff errichtet, für das Bartigo einst – zu Zeiten der großen Ära der Piraten – berühmt berüchtigt war: Der weißen Erde.
      „Wo genau sind wir hier?“ fragte der Junge schließlich, als er die vielen, unterschiedlichen Menschen erblickte. Männer und Frauen, die einander freundlich und zuvorkommend waren und gemeinsam ihren täglichen Arbeiten nachkamen. Was jedoch auffiel war, dass die Wenigsten dafür Handwerkszeug verwendeten. Einige beobachtete er dabei, wie sie Pflanzen auf dem Feld rasend schnell heranzüchteten, in dem sie einfach nur ihre Handflächen auf die nasse Erde legten, wodurch die Wurzeln nur wenige Augenblicke später zu sprießen und zu gedeihen begannen. Andere wiederum verwandelten ihre Finger in Klingen, um dadurch die Früchte an den Bäumen zu ernten. Er wusste zwar schon, seit dem er auf Nate gestoßen war, dass er nicht der Einzige mit besonderen Kräften war. Doch nie hätte er gedacht, dass ein Ort wie dieser existieren würde. Ein Ort der Zuflucht für Menschen, für die es nirgendwo sonst einen Platz geben würde, an dem sie friedlich leben könnten.
      So fasziniert er auch war, so genoss die pompöse Villa doch schon bald wieder seine vollständige Aufmerksamkeit, als sich deren Türen, wie von Geisterhand, zu öffnen schienen. Keine Menschenseele war zu erkennen. Weder draußen, noch im Inneren, die die Türen hätte öffnen können. Der Junge hielt kurz inne, bemühte sich um Blickkontakt mit dem griesgrämigen Mann, der ihn dorthin geleitete. Dieser war jedoch zunächst noch damit beschäftigt seine brennende Zigarette, die er, zu seinem großen Bedauern, nicht mehr zu Ende rauchen konnte, mit seinen Fingern auszudrücken. Und, nur für einen kurzen Augenblick, hätte der Bursche schwören können, dass dessen Fingerspitzen sich kurz vorher verformt hätten.
      „Komm jetzt, wir haben den Bürgermeister lange genug warten lassen.“

      ~ * ~

      „Hey, Finn! Wie oft muss ich dir eigentlich noch sagen, dass du für deine Getränke genauso bezahlen musst, wie alle anderen auch?“ fauchte die zornige Stimme einer Furie durch die angesagteste Schänke von ganz Bartigo. Eine junge Frau mit feuerrotem Haar, hielt das Handgelenk eines braungebrannten Mannes fest umschlungen hinter dessen Rücken, wodurch sie seinen gesamten Arm unter Spannung setzen konnte. So sehr, dass er mit seinem Gesicht auf einen Tisch aufschlug. Mehrere Krüge und Flaschen gingen zu Bruch, doch das war es der Barfrau allemal Wert. Schon viel zu lange hatte sie sich von diesem Herumtreiber auf der Nase herumtanzen lassen. Zwar verlangte Aden von jedem, den es nach Bartigo zieht, einen möglichst harmonischen Umgang miteinander, doch ausbeuten ließ sie sich ganz sicher nicht.
      „Komm schon, Calla. Nur noch einen Drink. Ich geb dir das Geld, das ich dir schulde, dann morgen. Ich geb dir mein Wort.“
      „Dein Wort? Dein Wort ist nicht mal so viel wert, wie die Scheiße einer Kanalratte! Und darauf soll ich mich verlassen?“
      „Calla … Wie kannst du nur so was zu mir sagen? Das verletzt mich zutiefst.“
      „Halt die Klappe und bezahl endlich deine Schulden! Solange ich die 25.000 Berry nicht von dir zu sehen bekomme, hast du hier Hausverbot!“
      „Ist das dein Ernst?“ fragte der Betrunkene abschließend noch misstrauisch, ehe er am eigenen Leib erfuhr wie ernst sie es meinte. Sie zerrte ihn vom Tisch, ehe sie ihn losließ. Im Glauben daran sie hätte ihn lediglich getäuscht, bemerkte er plötzlich ihre Faust, die sich rasend schnell – von unten – auf sein Kinn zubewegte. Insbesondere dadurch hervorgerufen, dass sich ihr Arm in eine Sprungfeder verwandelt hatte. Eine Blutstropfen verließen seine Lippen, ehe er mit gewaltiger Wucht durch das Dach der Kneipe geschossen und einige Meter von dieser entfernt auf den kalten Boden aufschlug. Beim Aufprall verwandelte sich sein Körper jedoch in Morast, der sich bald darauf wieder begann zu einem menschlichen Körper zu verformen.
      „Wie frech“, grummelte Finn vor sich her.
      Calla indes war gerade dabei die Scherben, die bei ihrer Keilerei mit Finn entstanden waren, zu entsorgen, als sie plötzlich das Gespräch zweier Gäste belauschte, die soeben die Kneipe betraten.
      „Hast du's schon gehört? Offenbar ist Nathan wieder da.“
      „Weiß man auch schon wieso? Soweit ich weiß soll er mit dem Bürgermeister doch im Streit auseinander gegangen sein?“
      Viel mehr brauchte die rothaarige Frau nicht zu wissen. Nur den Namen. Den Besen ließ sie fallen, ihre Jacke griff sie sich vom Kleidungsständer, ehe sie die Bar, ohne auch nur noch ein weiteres Wort an einen ihrer Kollegen zu verschwenden, schlagartig verließ. Und im Eiltempo gen Innenstadt stürmte.

      ~ * ~

      „Nathan, es ist schön dich wiederzusehen!“ sprach ein Mann mittleren Alters, der einen schlichten, schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte trug, zu dem Vagabunden und reichte diesem seine Hand. Doch er schritt nur an ihm vorbei, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.
      „Überspringen wir doch die Floskeln und kommen direkt zum Punkt“, entgegnete Nate dem Bürgermeister, dessen freundliche Miene schlagartig verschwand.
      „Ganz wie du willst“, erwiderte er, hob seine linke Hand und nutzte diese für eine leichte Handbewegung zur Seite. In jene Richtung, in die der Junge, den Nathan mitgebracht hatte, dann schließlich die Haustür zufallen sah. Ohne dass sie jemand anderes berührt hatte.
      „So, das ist er also, ja? Der ominöse Fremde, mit dem du zusammen hierher gereist bist? Willst du mir vielleicht erklären, was das soll? Ich dachte du hättest damit aufgehört Leute wie uns zu rekrutieren.“
      „Wie … wie hat er das ...“, stotterte der Bursche nervös vor sich her, ehe er jedoch von Nate unterbrochen wurde.
      „Wie oft muss ich es noch betonen? Ich bin nicht wie Sie. Oder wie irgendjemand sonst hier, auf dieser Insel. Und das wissen Sie auch.“
      „Wie heißt du denn, Junge?“ wandte sich der Professor von seinem alten Freund schließlich ab. Der Junge zögerte kurz, versuchte Blickkontakt zu dem Mann aufzubauen, der ihn dorthin gebracht hatte, was jedoch vergeblich war. Irritiert schwenkte er seinen Blick zwischen dem Boden und dem Wissenschaftler hin und her, ehe er den Mut zu sprechen auffasste.
      „Erik ...“.
      „Was bringt dich zu mir, Erik?“
      Und wieder suchte er den Augenkontakt mit Nate, dieses Mal mit Erfolg.
      „Na los, zeig's ihm schon, Bursche“, forderte dieser ihn auf.
      Der Junge streckte seinen Arm aus, richtete diesen auf eine Obstschale in den Eingangshallen der pompösen Villa. Plötzlich rührte sich einer der dort liegenden Äpfel, ehe er direkt auf seine Handfläche zugeschossen kam. Seine Hand, umschlungen von einem schwarzen Schleier fing den Apfel jedoch nicht, sondern verschwand dieser in der Finsternis, ehe sie wieder so schnell verschwand, wie sie aufgetaucht war.
      „Unglaublich …“, kam es unkontrolliert aus dem Mund des Professors, der dem Schauspiel nur mit weit offenstehenden Augen gefolgt war. Doch musste er feststellen, dass er sein Urteil vorschnell gefällt hatte. Denn plötzlich war es die andere Hand von Erik, die von der Finsternis umhüllt wurde. Solange, bis aus jener Handfläche die Überreste des Apfels heraus, und zu Boden, fielen, den dieser zuvor noch zu sich gezogen hatte.
      Noch immer fasziniert von dem, was sich vor seinen Augen soeben abgespielt hatte, blickte Aden hinüber zu dem Vagabunden, dann zu Erik, dann wieder zu Nate. Und plötzlich ergab alles einen Sinn. Die Nachricht über die Stadt – Wigrid – die wie vom Erdboden verschluckt war, die zufällige Begegnung zwischen dem Vagabunden und dem Kind und nun die atemberaubenden Fähigkeiten des Jungen. Nun wurde ihm klar, warum Nate ihn zu ihm, ausgerechnet zu ihm, gebracht hatte.
      „Erik, wie wäre es, wenn wir zwei in mein Büro gehen würden? Es gibt da einige Dinge, die wir besprechen sollten.“
      Auch dieses Mal zögerte er wieder, stimmte dem jedoch zu, als Nate ihm aufmunternd zunickte.
      „Ich werde draußen auf dich warten“, gab er ihm zu verstehen, ehe er aus seiner Jackentasche eine weitere Fluppe, sowie ein Feuerzeug hervorholte, und damit zur Tür schritt. Er wusste, wie sehr Aden den Geruch von Zigaretten verabscheute. Und ihn zu erzürnen war das Letzte, was er wollte.
      Draußen angekommen zündete er sich seinen Glimmstängel schließlich an, verlor diesen jedoch prompt wieder aus seinem offenstehenden Mund, als er, beim Absetzen des Feuerzeugs, eine – vor Erschöpfung keuchende – junge Frau, mit feuerrotem, schulterlangem Haar erblickte.
      „Calla?“

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    • Eine neue FF. Jetzt habe ich neben der FF von Vexor eine weitere, der ich mich widmen werde. Da ich auf Dark-Fantasy stehe, freue ich mich umso mehr auf deine FF. :)
      Eines sollte ich jedoch im Voraus sagen. Ich bin wirklich nicht gut darin, andere Texte/Geschichten zu bewerten oder "angemessen" zu kritisieren. Jedoch werde ich mir beim Feedback Mühe geben. :D

      Der Prolog hat mir wirklich gefallen, allen voran der Anfang. Irgendwie hatte ich den Eröffnungs Soundtrack von X-Men im Kopf, als Prof. Xavier erklärt hat, was Mutanten sind. Ich bin gespannt, wie die Welt von One Piece nach diesen 450 Jahren aussieht und wie düster sie geworden ist.

      Die TF sind seit 200 Jahren unter Verschluss und in all diesen Jahren, in denen kein Lebewesen eine TF verzehrt hat, gab es bei einigen eine Art "Mutation." Man könnte es fast wie eine Art angeborene TF ohne dessen Nachteile bezeichnen. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass mir die Richtung gefällt, die du da einschlägst. Bei diesen angeborenen Kräften kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. :)

      Kommen wir nun zum Hauptteil des Prologs. Aden, der junge Wissenschaftler hat solche Kräfte, fürchtet sich aber, diese zu offenbaren. Sein Freund Nate ist unterwegs zu ihm, um eine sehr wichtige Angelegenheit zu besprechen und hat einen Jungen dabei. Nate besitzt ebenfalls angeborene Kräfte. Ich denke, dass der Junge der Grund ist, weshalb Nate so dringend mit seinem Freund sprechen möchte. Ich habe das Gefühl, dass auch der Junge angeborene Kräfte besitzt, diese aber nicht kontrollieren kann und vielleicht aus Versehen vor anderen eingesetzt hat. Die Wahl deiner ersten Insel finde ich interessant, mit Bartigo hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.

      Ich freue mich auf das erste Kapitel und die Fortsetzung deiner Geschichte. Ausserdem bin ich gespannt, ob wir von alten Charakteren aus Erzählungen hören werden und was es mit der Mutation genau auf sich hat. Meiner Meinung nach ist dir der Start gelungen und mein Interesse hast du auf jeden Fall geweckt. Ich wünsche dir viel Erfolg und natürlich viel Spass mit deiner neuen FF. :thumbup:

      PS: Da ich müde bin, werde ich den Prolog morgen noch einmal durchlesen und mein Feedback ergänzen. Ich wünsche allen einen schönen Abend. :D
      #SeeYaInWano
    • Out of Hell (OneBrunou)

      Ich ziehe den Kommentar zu deinem neuen Projekt einfach mal vor.
      Eigentlich könnte ich hier, den ersten Teil, meines ersten Kommentars, deines letzten neuen Projekts, einfach Zitieren , da sich daran nichts geändert haben dürfte. Trotzdem bin ich natürlich wieder dabei, auch weil ich hoffe, dass es diesmal wirklich mehr als zwei Kapitel nebst Prolog werden. ^.^

      Hearth schrieb:

      Eines sollte ich jedoch im Voraus sagen. Ich bin wirklich nicht gut darin, andere Texte/Geschichten zu bewerten oder "angemessen" zu kritisieren. Jedoch werde ich mir beim Feedback Mühe geben. :D
      Bis jetzt gibt es doch an deinem Kommentar überhaupt nichts zu meckern, genauso sollten Kommentare aussehen. :thumbup: Sie sollen die Meinung, Eindrücke und Ideen des Lesers wiedergeben, damit sich der Autor ein Bild machen kann, wie seine Geschichte ankommt und welche Assoziationen geweckt werden. Ich freue mich jedenfalls sehr, mit dir einen neuen Kommentator in diesem Bereich des PB begrüßen zu können und hoffe noch viel von dir zu Lesen. :)


      Wie du bereits angekündigt hast, wird man am Anfang wirklich sehr stark an X-Man erinnert, aber dies sollte kein Problem werden. Besonders, da es für mich schon immer gewisse Ähnlichkeiten gegeben hat, mit dem Unterschied, dass die TF-Nutzer noch entscheiden konnten, ob sie besondere Kräfte wollten. Auch finde ich es immer wider interessant sich darüber Gedenken zu machen, wie sich die Welt von OP nach den Ereignissen Rund um Luffy weiterentwickelt haben könnte. Die Nummer mit dem anschließenden Weltfrieden und der friedlichen Koexistenz aller Rassen lasse ich dir jetzt einfach mal durchgehen, auch wenn ich nicht daran glaube. Das wegschließen aller TF sehe ich da schon unproblematischer, besonders wenn man bedenkt, dass sie noch knapp 250 Jahre Zeit hatten alles über ihre Neu/Wiederentstehung herauszufinden. Die Gedanken zum Wesen des Menschen kann ich ebenfalls weitgehend so unterschreiben.

      Letztendlich hält aber keine Toleranz und kein Frieden ewig, denn es gibt eine neue ausgestoßene Gruppe, welche ich aus Mangel von dir vorgegebener Begriffe zunächst Mutanten nennen werde. Dies haben nun von Geburt an Kräfte, welche es früher nur durch die TF gegeben hat. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob die TF letztendlich nicht doch etwas damit zu tun haben. Denn immerhin hatten auch die TF-Nutzer Kinder und könnten ihnen dadurch durchaus veränderte Gene mitgebenden haben, welche nach so langer Zeit und Durchmischung nun ihre Wirkung entfalten.

      Als erstes lernen wir Aden kennen, einen Wissenschaftler der es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen wie ihm zu helfen. Ich denke man kann ihn durchaus als mit Professor Charles Francis Xavier gleichsetzen, auch wenn wir noch nichts von seinen Kräften wissen.

      Aden bekommt einen Anruf von Nate, der wahrscheinlich ebenfalls ein Mutant ist. Es klingt so, als würden die Mutanten versuchen unentdeckt in der Gesellschaft zu leben und Nate scheint auch nicht sehr glücklich darüber zu sein, wieder nach Bartigo zu kommen. Anders ausgedrückt, wie auch viele andere Mutanten bei X-Man, will er eigentlich nichts mit seinen Kräften zu tun haben. Besonders da es durchklingt, als hätte es mit seinen Kräften früher immense Probleme gegeben. Allerdings kann er dem, was er ist, nicht entkommen, wie am so "schön" sagt. Er ist auf einen weiteren Mutanten gestoßen, den er nun zu Aden bringt.

      Dieser kleine Junge scheint seine eigenen Kräfte vor kurzem kennengelernt zu haben und ich würde davon ausgehen, dass er für das verschwinden der Stadt, aus dem Zeitungsbericht, verantwortlich ist. Damit würde auch Nates Satz >> „Es geht nicht darum, was ich getan habe ... Sondern darum, was ich nicht getan habe.“<< einen Sinn ergeben. Entweder er hätte mit seinen Kräften den Jungen aufhalten/blocken können und Nate hat sich nicht getraut oder er hat erkannt, was der Junge ist, ihn aber nicht darauf angesprochen oder zu Aden geschickt, weswegen es letztendlich zu diesem unkontrollierten Ausbruch gekommen ist.

      Deine Idee verspricht wieder ein sehr interessantes Projekt zu werden und ich hoffe, dass es etwas langlebiger sein wird, als das Letzte. Welches du übrigens auch immer gerne weiterführen kannst :whistling: .
      Wie ich bereits in >der über mir< erwähnt habe, erwarte ich jetzt drei Teaser für meinen Übersichtsthread. Wobei der zu diesem sicher am wichtigsten sein dürfte. :-D
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Rückmeldung + Kapitel 1

      Wisst ihr, was mir die lange Zeitspanne - knappe sechs Wochen - die ich euch nun schon auf das erste Kapitel hab warten lassen, mal wieder sehr eindrucksvoll vor Augen geführt hat? Der schwierigste Teil einer Geschichte ist und bleibt, jedenfalls für mich, der Anfang ^^
      Aber jetzt geht's ja endlich weiter. Oder vielmehr, jetzt geht's endlich los! Aber vorher möchte ich mich natürlich noch kurz zu euren Kommentaren zu Wort melden :)

      Hearth

      Hearth schrieb:

      Eine neue FF. Jetzt habe ich neben der FF von Vexor eine weitere, der ich mich widmen werde. Da ich auf Dark-Fantasy stehe, freue ich mich umso mehr auf deine FF.
      Ich fürchte da hast da was missverstanden, mit dem (Sub-)Genre des Dark-Fantasy war meine eigene, unabhängige Geschichte gemeint. Wobei auch diese FF etwas in diese Richtung gehen wird, wenn auch nicht ganz so heavy, wie's bei meiner eigenen Story der Fall sein wird ^^

      Hearth schrieb:

      Die TF sind seit 200 Jahren unter Verschluss und in all diesen Jahren, in denen kein Lebewesen eine TF verzehrt hat, gab es bei einigen eine Art "Mutation." Man könnte es fast wie eine Art angeborene TF ohne dessen Nachteile bezeichnen. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass mir die Richtung gefällt, die du da einschlägst. Bei diesen angeborenen Kräften kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.
      Die Tendenz geht klar in diese Richtung, Details erhaltet ihr voraussichtlich in Kapitel 2 ;)
      Aber ja, dadurch sind meiner Kreativität im Grunde keine Grenzen gesetzt. Sowohl diverse TF's von Oda selbst, als auch eigene, lassen sich dadurch wunderbar wiederverwenden. Auf etwas speziellere Art und Weise. Aber wie gesagt, dazu später mehr.

      Hearth schrieb:

      Kommen wir nun zum Hauptteil des Prologs. Aden, der junge Wissenschaftler hat solche Kräfte, fürchtet sich aber, diese zu offenbaren. Sein Freund Nate ist unterwegs zu ihm, um eine sehr wichtige Angelegenheit zu besprechen und hat einen Jungen dabei. Nate besitzt ebenfalls angeborene Kräfte. Ich denke, dass der Junge der Grund ist, weshalb Nate so dringend mit seinem Freund sprechen möchte. Ich habe das Gefühl, dass auch der Junge angeborene Kräfte besitzt, diese aber nicht kontrollieren kann und vielleicht aus Versehen vor anderen eingesetzt hat. Die Wahl deiner ersten Insel finde ich interessant, mit Bartigo hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
      Erste Andeutungen diesbezüglich gibt's bereits in Kapitel 1, durch die sich so einiges herleiten lassen dürfte (was qoii, der alte Fuchs, wahrscheinlich eh wieder direkt durchschauen wird xD), aber auch hier dürfte die Auflösung wohl schon in Kapitel 2 erfolgen ;)

      Hearth schrieb:

      Ich freue mich auf das erste Kapitel und die Fortsetzung deiner Geschichte. Ausserdem bin ich gespannt, ob wir von alten Charakteren aus Erzählungen hören werden und was es mit der Mutation genau auf sich hat. Meiner Meinung nach ist dir der Start gelungen und mein Interesse hast du auf jeden Fall geweckt. Ich wünsche dir viel Erfolg und natürlich viel Spass mit deiner neuen FF.
      Ohne jetzt zu spoilern: Ich bin ein großer Freund von Querverweisen und Referenzen ... xD

      qoii

      qoii schrieb:

      Trotzdem bin ich natürlich wieder dabei, auch weil ich hoffe, dass es diesmal wirklich mehr als zwei Kapitel nebst Prolog werden.
      Das habe ich mir dieses Mal auch wieder fest vorgenommen. Mittlerweile mache ich mir auch nichts mehr vor: Mit meiner eigenen Geschichte werde ich bis zum Ende des Jahres definitiv nicht mehr fertig werden, dafür brauch ich einfach zu lange, um das erste Kapitel komplett aufzupolieren (wie gesagt, der Anfang einer Geschichte ist für mich inzwischen echt am Schwierigsten xD), weswegen ich mich auch nicht mehr so sehr selbst einschränken werden. Sprich: Mehr Zeit mich um mein aktuelles Projekt hier kümmern zu können. Wobei man auch hier imo gesehen hat, wozu zu viel Zeit bei mir führen kann ... :D

      qoii schrieb:

      Auch finde ich es immer wider interessant sich darüber Gedenken zu machen, wie sich die Welt von OP nach den Ereignissen Rund um Luffy weiterentwickelt haben könnte. Die Nummer mit dem anschließenden Weltfrieden und der friedlichen Koexistenz aller Rassen lasse ich dir jetzt einfach mal durchgehen, auch wenn ich nicht daran glaube. Das wegschließen aller TF sehe ich da schon unproblematischer, besonders wenn man bedenkt, dass sie noch knapp 250 Jahre Zeit hatten alles über ihre Neu/Wiederentstehung herauszufinden. Die Gedanken zum Wesen des Menschen kann ich ebenfalls weitgehend so unterschreiben.
      Noch sollte man, bzgl. des "Weltfriedens" ggf. auch noch keine allzu voreiligen Schlüsse treffen. Es mag zwar inzwischen ein Bündnis zwischen den intelligenten Völkern des OP-Kosmos geben, das bedeutet aber nicht, dass es in deren Reihen überhaupt kein Konfliktpotenzial mehr gibt ;)

      qoii schrieb:

      Letztendlich hält aber keine Toleranz und kein Frieden ewig, denn es gibt eine neue ausgestoßene Gruppe, welche ich aus Mangel von dir vorgegebener Begriffe zunächst Mutanten nennen werde. Dies haben nun von Geburt an Kräfte, welche es früher nur durch die TF gegeben hat. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob die TF letztendlich nicht doch etwas damit zu tun haben. Denn immerhin hatten auch die TF-Nutzer Kinder und könnten ihnen dadurch durchaus veränderte Gene mitgebenden haben, welche nach so langer Zeit und Durchmischung nun ihre Wirkung entfalten.
      Den Begriff findest du ab sofort im ersten Kapitel, das Wort Mutanten hätte die ohnehin bereits vorhandenen Parallelen wohl komplett ad absurdum geführt xD
      Zum Rest ... Well, no comment :D

      qoii schrieb:

      Dieser kleine Junge scheint seine eigenen Kräfte vor kurzem kennengelernt zu haben und ich würde davon ausgehen, dass er für das verschwinden der Stadt, aus dem Zeitungsbericht, verantwortlich ist. Damit würde auch Nates Satz >> „Es geht nicht darum, was ich getan habe ... Sondern darum, was ich nicht getan habe.“<< einen Sinn ergeben. Entweder er hätte mit seinen Kräften den Jungen aufhalten/blocken können und Nate hat sich nicht getraut oder er hat erkannt, was der Junge ist, ihn aber nicht darauf angesprochen oder zu Aden geschickt, weswegen es letztendlich zu diesem unkontrollierten Ausbruch gekommen ist.
      Oder aber es tritt letztlich eine dritte Option ein, die dir doch tatsächlich - so selten das auch vorkommen mag - nicht eingefallen ist. Who knows? ( ͡° ͜ʖ ͡°)

      Zu der Passage bzgl. Nate habe ich mich jetzt mal nicht geäußert. Aus dem einfachen Grund, weil ich es hier womöglich schaffen könnte selbst dich zu überraschen. Das will ich mir durch etwaige Andeutungen natürlich nicht kaputt machen :D

      So, das war's erst mal von mir. Das erste Kapitel findet ihr ab sofort im Startpost, womit ich euch viel Spaß wünsche! Ich werd mir Mühe geben, dass ihr auf das zweite Kapitel nicht wieder sechs Wochen warten müsst :D
    • Kapitel 1: Tod den Anderlingen

      Ich freue mich sowohl darüber, dass du es geschafft hast ein neues Kapitel zu veröffentlichen, als auch das meine Motivation zu kommentieren langsam zurückkommt. :)

      Die Lebewesen mit besonderen Kräften werden also Anderlinge(n) genannt, eine sehr interessante Wortschöpfung, auch wenn ich mich noch daran gewöhnen muss. Allerdings sind sie, wie alle die anders sind, nicht gerade sehr beleibt und es gibt anscheinend Leute, Gruppierungen oder vielleicht sogar die ganze Gesellschaft, die diese, mit besonderen Kräften geschlagenen, Personen jagt. Übrigens gibt es in Deutschland doch tatsächlich eine Gemeinde die Anderlingen heißt, man lernt doch nie aus^^ Danke Googel. Ich denke bei dem Name irgendwie an nordeuropäische Sagen, aber davon will Googel nichts wissen 8o .

      Auf Bartigo hat Professor und Bürgermeister X Aden es geschafft einen Zufluchtsort für diese Lebewesen zu schaffen. Mir widerstrebt es derzeit noch Menschen zu schreiben, da wir nicht wissen, ob auch Fischmenschen, Minks und Riesen zu den Anderlingen gehören. Dort Leben sie in normalen Frieden zusammen und können ihre Kräfte (weitgehend) ohne Probleme nutzen. Dies gilt auch für das Entfernen eines verschuldeten Säufers aus der eigenen Bar, was man nur ohne Konsequenzen auf diese "brutale" Art durchführen kann, weil das "Opfer", wegen seiner Fähigkeiten, keine körperlichen Folgen davonträgt.

      Der kleine Junge heißt also Erik und seine Fähigkeit ist ein schwarzer Schleier, mit dem er Dinge, in diesem Fall einen Apfel, anziehen und verschwinden lassen kann. Kurz darauf befindet sich der dieser Schleier an der anderen Hand und die >Überreste des Apfels< kommen wieder zum Vorschein. Hier stellt sich besonders die Frage, was mit Überresten gemeint ist. Zunächst habe ich an so etwas wie einen Apfelkitsch gedacht, also dass der größte, essbare Teil wörtlich von der Finsternis verschlungen wurde. Andererseits können Überreste auch bedeuten, dass der Apfel von den Kräften zermatscht wurde. Je nachdem was stimmt, ergeben sich ganz andere Konsequenzen und Interpretationen. Wenn es die zweite Möglichkeit ist, könnten Eriks Kräfte an die Finsternisfrucht angelehnt sein, wodurch auch das Verschwinden der Stadt erklärt werden könnte. Wenn es die erste Möglichkeit ist und der dunkle Schleier eine verzerrende Kraft oder vielleicht sogar Entität ist, kann die Sache noch um einiges komplizierter werden.

      Zu Nate kann man wider sehr schön spekulieren. Zum einen könnte er eine ähnliche Kraft wie Erik haben, was erklären würde, warum Aden im Prolog solche Angst hatte, als kurz die Möglichkeit im Raum stand, dass Nate irgendetwas Angestellt hat. Weiterhin bekäme auch das hin und herblicken von Aden zwischen Nate und Erik, mit der anschließenden Erkenntnis im Bezug auf die Stadt eine weitere Bedeutung. Wenn es eine sehr mächtige und zerstörerische Kraft ist, könnte dies auch Nates Satz erklären. „Wie oft muss ich es noch betonen? Ich bin nicht wie Sie. Oder wie irgendjemand sonst hier, auf dieser Insel. Und das wissen Sie auch.“ Währen die anderen Kräfte haben, die man im Alltag einigermaßen anwenden kann, sind Nates nur zur Zerstörung eingeengt. Die andere Möglichkeit und diese ist mir vor allem wegen deiner Bemerkung zu im eingefallen, ist, dass Nate kein Anderling ist, sondern ein klassischer Teufelsfruchtnutzer. Wie auch immer er (unfreiwillig) an die Frucht/Kraft gekommen ist. Um das Trio an Möglichkeiten komplett zu machen, kann sich seine Aussage auch einfach nur darauf beziehen, dass er nicht einfach ein friedliches Leben auf Bartigo frühen kann/will.

      Eine kleine Andeutung zu Nates Fähigkeiten gab es schon, als der die Zigarette gelöscht hat. Erik meine dabei kurz eine Verformung seine Finger wahrzunehmen. Daraus kann man aber noch nicht wirklich viel zu seiner Kraft schließen, da es noch zu viele Möglichkeiten gibt. Allein auf WCI dürften derzeit mindestens zehn Leute Rumlaufen die auf die eine oder andere Weise dazu fähig sein dürften. ^^

      In der Unterhaltung mit Aden klingt durch, dass Nate früher als eine Art Sucher unterwegs war, der Anderlinge eingesammelt und auf die Insel gebracht hat. Irgendwann scheint es dann zu einem Streit zwischen ihm und Aden gekommen sein, woraufhin sich ihre Wege trennten. Vielleicht ginge es darum, wie friedlich sie mit den anderen Rassen zusammenleben sollten oder ob es Zeit wird sich aktiv zu wehren. (Sprich Professor X und Magneto.)

      Zum Schluss bleibt eigentlich nur noch zu bemerken, dass Nate und Calla eine engere Verbindung haben dürften. Ob sie jetzt Verwand sind, ein Paar waren oder was weiß ich, werden wir wohl das nächste mal Erfahren.
      Im diesem Sinne bis zu diesem. ;)
      Ich freue mich jetzt schon auf dein nächstes tolles Kapitel. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

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