Im Großen und Ganzen fand ich die Staffel echt sehr unterhaltsam und man merkt, wie viel Liebe zum Detail drinsteckt. Ich hatte am Anfang ehrlich Angst, dass es so wird wie bei The Witcher, wo die Macher teilweise gefühlt keine Ahnung von der Vorlage hatten. Umso größer das Lob hier, vor allem fürs Casting. Wirklich top getroffen.
Achtung, ab hier Spoiler zur neuen Staffel.
Ich hätte auch nie gedacht, dass Chopper so gut umgesetzt wird. Gerade Folge 7 war für mich richtig stark.
Was mich ein bisschen stört, liegt weniger an der Umsetzung als eher an der Vorlage selbst. Wapol ist einfach kein besonders guter Gegner für ein Staffelfinale. Dadurch fühlt sich die Staffel insgesamt mehr wie eine Aufbaustaffel für Alabasta an. Kann man machen, aber es nimmt dem Finale etwas die Wirkung.
Ein paar Änderungen haben mich trotzdem rausgebracht. Luffy wird meiner Meinung nach zu schwach dargestellt. Im Original hatte er bis zu Crocodile eigentlich kaum Probleme und genau das war wichtig, damit seine Niederlage später richtig reinhaut.
Außerdem wirkt Luffy in ernsten Szenen manchmal etwas unangenehm oder „cringe“. Das hat mich schon in Staffel 1 gestört, weil diese Momente im Manga eigentlich richtig episch waren.
Teilweise verhalten sich die Charaktere auch einfach nicht stimmig. Dass Sanji nichts dazu sagt, dass Zoro Frauen schlägt, passt nicht zu ihm. Und dass Usopp Kaya betrügt, fühlt sich auch irgendwie falsch an.
Der Endkampf wirkt dann leider auch nicht so episch wie im Manga. Wahrscheinlich aus Budgetgründen im Schloss gehalten, aber die Szene hat einfach nicht die gleiche Wucht wie die mit der Flagge auf dem Dach.





