How to get away with murder

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    • How to get away with murder



      Achtung: Akute Suchtgefahr!!


      Handlung [Spoilerfrei]

      Aus Theorie wird Praxis.
      Die Serie handelt von fünf Jurastudenten, die von der brillanten Professorin für Strafrecht und praktizierenden Anwältin, Annaliese Keating (Viola Davis), ausgewählt werden, um als die so genannten Keating Five ihre Kanzlei zu unterstützen. Viola Davis porträtiert in ihrer Rolle Annaliese dabei als eine im Hör- als auch im Gerichtssaal charismatische, passionierte und auch gnadenlose Frau. Sie weiß, wie man Menschen effektiv manipuliert und wendet dieses Können auch oft bei ihren Studenten an.
      Um ihre Fälle zu gewinnen agieren die Keating Five unter der Regie von Annaliese, sowie ihrer beiden Assistenten, Bonnie Winterbottom (Liza Weil) und Frank Delfino (Charlie Weber), gerne mal jenseits der moralischen und rechtlichen Grenzen. Gemeinsam wird die trockene Theorie der Strafverteidigung und Mordprozesse aber bald zur blutigen Praxis, als sich alle Beteiligten in einem wirren Netz aus Intrigen, Misstrauen, Verrat und Spannung befinden, die sich um einen tatsächlichen Mordfall entspinnen. Annaliese Ehemann Sam (Tom Verica), seines Zeichens Psychologieprofessor an der Universität von Philadelphia, wird Opfer eines Mords, in dem die Keating Five direkt verwickelt zu sein scheinen. Doch wer von ihnen hat Sam umgebracht und warum? Was hat seine eigene Ehefrau Annaliese damit zu tun? Und wie werden sie damit davonkommen?

      Um all diese Fragen entspannt sich die spannende erste Staffel, die in süchtigmachender Manier in seinen 13 Folgen von einem Cliffhanger zum nächsten hangelt, dabei geschickt Rückblenden und aktuelles Geschehen miteinander vermischt und dem Zuschauer kaum Zeit lässt, zu verschnaufen.
      Gerade aktuell läuft die vierte Staffel im amerikanischen Fernsehen.

      Charaktere [Spoilerfrei]

      Neben der bereits erwähnten Annaliese, gehören die fünf Jurastudenten zum Hauptfigurenarsenal. Wes Gibbons (Alfred Enoch, auch bekannt aus Harry Potter, wo er Dean Thomas gespielt hat) ist der emotionale Fixpunkt der Gruppe, obwohl er nur als Nachrücker in das Studium gekommen ist. Michael (Aja Naomi King) wohl sein komplettes Gegenstück. Gut aussehend, gerissen, biestig lässt sie für ihre spätere Karriere nichts anbrennen. Ebenso Connor Walsh (Jack Falahee), der sein gutes Aussehen und seinen Körper buchstäblich in den Ring wirft, um seine Fälle zu beginnen. Laurel (Karla Souza) und Asher (Matt McGorry) hingegen scheinen anfängliche Schwierigkeiten zu haben, den Anforderungen des Jurastudiums und der Arbeit für Annaliese Keating gerecht zu werden.
      Flankiert werden die Protagonisten nach von Bonnie und Frank, während erstere selbst ausgebildete Anwältin ist und sich durch unbegeusame Loyalität zu Annaliese und ihrem Mann auszeichnet, ist Frank eher der Mann fürs Grobe und oftmals Annalieses erste Wahl, wenn ihre Methoden den Pfad der gesetzlichen Grundlage verlassen müssen.

      Persönliche Meinung [Leichte Spoiler]

      Ich hab schon länger was von der Serie gehört, die aus der Feder Shonda Rhimes stammte und auf ABC läuft. Allerdings habe ich mich nie genauer damit beschäftigt, also weder mit dem Inhalt noch dem Format der Serie. Als die erste Staffel dann aber Netflix erschien, dachte ich mir, dass ich dem Ganzen mal eine Chance gebe, und zum Teufel, es war eine hervorragende Idee. Noch nie hat mich eine Serie so sehr gefesselt wie die ersten beiden Staffel von HTGAWM. Ich saß staunend, raunend, seufzend und Haare raufend vor dem Bildschirm, als eine Wendung und ein Cliffhanger der fabelhaften komponierten ersten beiden Staffeln über den Bildschirm rasten.
      Ebenso faszinierend war die Tatsache, dass ich Anfangs eigentlich kaum Sympathien mit einer der Hauptfiguren fassen konnte. Sie alle sind schwierig, eigen, verbissen und eigentlich ziemlich asozial, aber gerade das machte den unbändigbaren Reiz aus. Man wurde in den Sog der Antipathie, welche die Charaktere untereinander empfinden, förmlich hineingezogen, aber ebenso mit den moralischen Dilemmata konfrontiert, welche sie ertragen müssen.
      Zu meinen persönlichen Favoriten gehören aber wohl mit Abstand Connor und Oli, Asher und nach ein bisschen Anlaufzeit Michaela, die eine wunderbare Charakterentwicklung erfährt. Zu Annaliese kann man wohl nur so etwas wie Hassliebe empfinden. Tiefe Verwunderung, verwoben mit ziemlicher Abscheu. Es ist alles dabei und gerade das war der Punkt, der mich an HTGAWM so gefesselt hat. Man blickt in die Abgründe von Menschen in Extremsituationen in einer Welt, die kaputt ist, auch wenn sie einem Macht, Geld und Glanz vorgaukelt.
      Staffel 3 war wohl persönlich die schwächste Staffel, trotz emotionalen Impact, aber gerade Staffel 4, welche jetzt Ende September gestartet ist, scheint wieder großartig zu werden.

      Wo kann ich es schauen?

      Neben der offensichtlichen Option diverser illegaler Streamingseiten läuft HTGAW leider nicht im deutschen Free-TV, sondern nur auf RTL Crime. Allerdings hat der Anbieter Netflix Staffel 1-2 ins einem Repertoire, wo auch bald Staffel 3 seinen Weg finden wird. Ebenso auf Amazon Video sind alle drei Staffeln, allerdings nur gegen Bezahlung erhältlich.

      Und was jetzt?

      Ich hoffe tatsächlich, dass hier ein paar Fans der Serie im Forum herumgeistern. Ich weiß zumindest von ein paar, welche die Serie verfolgen, aber ich dachte, dass ein Thread angemessen wäre, allein um die Wartezeiten Woche für Woche zu überbrücken. Es würde mich zumindest wirklich freuen, mich mit euch über die aktuellen Entwicklungen austauschen zu dürfen. Gerade HTGAWM bietet so eine hervorragende Möglichkeit zum Spekulieren und Gedanken entwickeln.

      - V.



    • Bevor der Thread zu dieser tollen Serie auf der zweiten Seite verschwindet und endgültig untergeht, kram ich ihn doch nun mal wieder aus und schreibe auch mal ein paar Takte zu dieser wirklich, wirklich (wirklich!) tollen Serie. Denn ...

      Vexor schrieb:

      Achtung: Akute Suchtgefahr!!
      Das sagt im Grunde schon alles aus. Diese Show macht absolut süchtig. Ich kann wirklich nur jedem raten mit der Serie erst anzufangen, wenn in nächster Zeit keine Prüfungen, Präsentationen o.Ä. für einen anstehen, auf die man sich eigentlich vorbereiten sollte ... Glaubt mir, ich spreche da aus Erfahrung, ihr werdet die Vorbereitung wahrscheinlich solange aufschieben, wie's nur irgendwie geht, weil ihr von dieser Serie einfach nicht mehr wegkommt.

      Als ich mit der Serie angefangen habe - für etwaige Kurzinfos zur ersten Staffel s. den hervorragenden Eröffnungspost von @Vexor - stellte ich mir eine Menge an Fragen, u.A.: Wie soll die Serie auf Dauer spannend bleiben? Gibt es etwa in jeder Staffel einen neuen Mordfall, an dem die Keating Five irgendwie beteiligt sind? Wie will man dem Zuschauer bitte glaubhaft verkaufen, dass ein paar Studenten in jedem Semester wieder jemanden umbringen? Verliert die Serie dadurch nicht schnell an Glaubwürdigkeit?
      Die Antwort darauf ist ganz klar: Nein, die Serie verliert keineswegs an Spannung. Das liegt vor allem an zwei Aspekten der Serie. Zum einen an den Figuren, die im Laufe der Serie immer wieder neue Facetten von sich selbst zeigen, zum anderen aber auch daran, dass praktisch alles - ja wirklich alles - irgendwie miteinander verbunden und verwoben ist. Auch wenn die Staffeln ineinander abgeschlossen sind, so kommt es immer wieder vor, dass vergangene Ereignisse großen Einfluss auf aktuelle Ereignisse haben können. So können Dinge, die in Staffel 1 scheinbar abgehandelt worden sind, in Staffel 3 plötzlich wieder neu aufgegriffen und neu beleuchtet werden. Das macht für mich auch mit den größten Reiz dieser Serie aus: Man weiß nie, ob abgeschlossene Dinge wirklich abgeschlossen sind.

      Und die Charaktere ... Damn. In Staffel 1 empfand ich noch tiefe Hassliebe für - so ziemlich - den gesamten Cast. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch komplett gedreht. Gefallen habe ich mittlerweile an so ziemlich jedem Charakter gefunden. Besonders überrascht hat mich das bei Asher, mit dem ich in der ersten Staffel wirklich noch gar nichts anzufangen wusste. Mittlerweile zählt er jedoch zu meinen absoluten Lieblingscharakteren. Denn er ist die Figur, mit der ich persönlich mich am ehesten identifizieren kann. Er ist oft zu Späßen aufgetan, tut nach außen gerne mal etwas ungehobelt und macht einen auf "Prolet", doch ist das alles nur Fassade. In Wahrheit ist er jedoch ein Mensch, der ein starkes Gespür für Recht und Unrecht und Freundschaft hat und der eigentlich extrem emotional ist und - infolgedessen - auch gerne mal impulsiv reagiert. Neben ihm gefallen mir persönlich vor allem noch Frank, da ich einfach ein extremes Faible für Charaktere habe, die ein solch schweres Kreuz zu tragen haben, wie er es schon den Großteil seines Lebens über tut, sowie Wes, der von @Vexor hier eigentlich schon perfekt umschrieben wurde: Als emotionaler Fixpunkt der Gruppe. Neben diesen dreien gefallen mir persönlich Connor, Laurel und natürlich auch noch Annaliese mit am besten.

      Zu guter Letzt würde ich gerne einmal eine Lanze für die dritte Staffel der Serie brechen, die von vielen nicht als so großartig empfunden wurde, wie die ersten beiden Staffeln ... Gut möglich, dass ich mit dieser Meinung komplett alleine da stehe, aber für mich muss sich die dritte Staffel keineswegs vor dem Niveau der anderen beiden Staffeln verstecken. Für mich persönlich war sie sogar die bisher Stärkste, wenn auch - wie gesagt - ich da vom Niveau her keinen großen Unterschied zu den ersten beiden, hervorragenden, Staffeln erkenne. Und wieso?

      Deshalb
      Die dritte Staffel war in gewisser Weise ein Wendepunkt, weil der emotionale Fixpunkt der Gruppe hier eben plötzlich weggebrochen ist. Mit dem Tod von Wes hat man der Serie eines ihrer bis dato wichtigsten Standbeine genommen, da seine Geschichte bzgl. seiner Mutter und seiner Beziehung zu Annaliese die ganze Serie über ein zentrales Motiv war, das die bisherigen Ereignisse stark mit beeinflusst hatte. Nur wegen seiner Vergangenheit wurde er Teil der Keating Five. Nur wegen seiner Vergangenheit war es für Annaliese stets so wichtig ihn zu schützen, egal mit welchen Mitteln sie das auch bewerkstelligen musste. Nun war er plötzlich weg und auch Figuren wie Connor und Michaela, die ihm immer wieder gerne aufs Auge gedrückt haben, wie wenig sie doch von ihm halten, wurden plötzlich von ihrem Gewissen gepackt und mussten sich mit dem Verlust von ihm auseinandersetzen. Und haben eben doch gemerkt, dass er ihr Freund war, auch wenn sie ihm das nur selten wirklich gezeigt haben.

      Für mich macht gerade das diese Staffel so besonders, weil man hier den mutigen Schritt gewagt hat eine der beiden - neben Annaliese - zentralsten Figuren zu opfern und darauf aufbauend die Serie wandeln und sich entwickeln zu lassen. Die Serie hat hier einen extrem mutigen Schritt gewagt und sich selbst damit auch, was die Emotionalität der Serie betrifft, auf ein neues Level gehievt. Weil es plötzlich noch mal eine Stufe persönlicher für alle Beteiligten wurde, als es ohnehin schon immer der Fall war. Und - ausgehend vom überraschenden Ende der dritten Staffel - darf man sich wohl darauf einstellen, dass es in der vierten Staffel ähnlich weitergeht und speziell bei Frank, aber ganz besonders doch bei Laurel noch so einiges passieren wird, wenn es um die Aufklärung vom Mord an Wes geht. Gerade für sie, die ihn geliebt hat und nun ein Kind von ihm erwartet, dürfte die vierte Staffel wohl ganz besondere Akzente setzen, was den Punkt der Emotionalität betrifft. Und auf so was steh ich einfach beim Storytelling!

      Nachdem ich nun alle bisherigen drei Staffeln aufgearbeitet habe, drängt es mich natürlich dazu die vierte Staffel nun ebenfalls anzufangen und zu schauen, wie sich die Serie - nach den einschneidenden Ereignisse von Staffel 3 und dem schlussendlichen Wendepunkt - weiterentwickeln wird, allerdings weiß ich noch nicht, ob ich das tatsächlich tun werde, denn ich habe es anfangs bereits erwähnt: Diese Serie macht süchtig wie kaum eine andere Serie. Deswegen würde ich lieber versuchen hart zu bleiben und zu warten, bis die gesamte Staffel verfügbar ist, anstatt jede Woche aufs Neue auf heißen Kohlen zu sitzen und die nächste Folge sehnsüchtig herbeizusehnen. Ich glaub da würden meine Nerven mit mir durchgehen, wobei sich das gerade ein bisschen so anfühlt wie die Wahl zwischen Pest und Cholera ^^

      Abschließend kann ich nur sagen: Wer auf spannende und verwobene Serien im Krimi-Genre steht, der wird um diese Serie nicht herumkommen können. Absolut empfehlenswert!
    • Erst einmal: Yeah, Leben in dem Thread! Sehr gut. Der Rest sollte sich auch mal trauen :D

      OneBrunou schrieb:

      Zu guter Letzt würde ich gerne einmal eine Lanze für die dritte Staffel der Serie brechen, die von vielen nicht als so großartig empfunden wurde, wie die ersten beiden Staffeln ... Gut möglich, dass ich mit dieser Meinung komplett alleine da stehe, aber für mich muss sich die dritte Staffel keineswegs vor dem Niveau der anderen beiden Staffeln verstecken. Für mich persönlich war sie sogar die bisher Stärkste, wenn auch - wie gesagt - ich da vom Niveau her keinen großen Unterschied zu den ersten beiden, hervorragenden, Staffeln erkenne. Und wieso?
      Ich werde dir mal in Spoilern antworten.
      Spoiler-Staffel 3

      Also es war für mich einfach nur die schwächste der drei Staffeln, was aber vor allem daran lag, dass viele der Charaktere für mich hier eine recht negative Entwicklung durchgemacht haben.

      Allerdings war dies für mich auch die erste Staffel, die ich nach der Enthüllung von Wes' Tod nicht mehr bingen konnte, sondern darauf angewiesen war, jede Woche - oder sogar länger - auf eine Folge zu warten. Wie wir ja als langjährige One-Piece-Leser wissen, ist ein solchiges Vorgehen gerade bei komplexeren Handlungssträngen nicht gerade vorteilhaft.

      Ich möchte noch meinem Examen aber eh die Serie noch einmal in einem Rutsch sehen, weswegen sich da meine Meinung vielleicht auch noch ändern wird.
      Aber ich sehe es auch so, dass ich die Entscheidung Wes zu töten, als extrem mutig aber auch wichtig empfunden habe. Wie du beim Sehen von Staffel 4 sehen wirst, wird sich dadurch nicht nur die Gruppendynamik ändern, sondern der Fokus auch auf andere Charaktere verschoben und nicht alles mehr so extrem auf Annaliese ausgerichtet sein.
      Dadurch rückt sie als einfach atemberaubende Figur keineswegs in den Hintergrund, aber es tut der Serie gut.


      Zur vierten Staffel allgemein kann ich dir schon einmal sagen, dass wir in den USA vor Weihnachten das Midseason-Finale gesehen haben, wo traditionell das Geheimnis der Staffel aufgedeckt wurde und wir uns im Januar jetzt mit der restlichen Hand voll Folgen zurückmelden werden.

      Grüße
    • Dann möchte ich auch mal meinen ersten Beitrag machen, da ich bisher immer nur als stiller Leser fungiert habe im Chapter Bereich.

      Ich kann diese Serie ebenfalls sehr empfehlen und habe die 3. Staffel, nachdem sie auf Netflix erschienen ist, innerhalb von knappen 48 Stunden durchgeschaut - auch hier die Warnung von mir vor der bereits angsprochenen Suchtgefahr.

      3. Staffel
      Die Tatsache, dass Wes das Brandopfer war hat mich zunächst sehr irritiert und ich war ständig am spekulieren, wer nun verdammt nochmal unter diesem Tuch ist und ich habe mir die wildesten Fantasien zusammengesponnen und alleine diese Tatsache macht die Serie für mich so grandios, weil ich seit langem nicht mehr eine Serie gesehen habe, die mich so mitnimmt und meine Fantasie anregt.


      Freundliche Grüße und auf das dieser Thread und die Diskussionen und Spekulationen in Zukunft weiter zunehmen werden.

      Ah allerdings noch eine kleine Frage - weiß einer wann die 4. Staffel auf Netflix erscheint? Ich kann es kaum abwarten
    • 4bb0 schrieb:

      Ah allerdings noch eine kleine Frage - weiß einer wann die 4. Staffel auf Netflix erscheint? Ich kann es kaum abwarten
      Puhhh. Das wird wohl leider noch ne Zeit lang dauern.
      Das ist in Deutschland ja mit den Lizensierungsrechten immer nicht ganz so einfach. Momentan läuft die vierte Staffel ja noch aktuell in den USA. Die Staffel sollte wohl so im März zu Ende gehen.

      Danach läuft die Serie ja auf den Pay-TV-Sendern wie RTL Crime und erst nachdem diese offizielle deutsche Ausstrahlung durch ist, wird die Serie bei VoD-Anbietern freigeschaltet.

      Die dritte Staffel kam ja meines Wissens im Herbst 2017 auf Netflix, weswegen ich bei der vierten Staffel ähnliches vermuten würde.

      - V.
    • Danke für die fixe Antwort - meine Vermutung ging in eine ähnliche Richtung.

      Damals beim Staffel 3 hat es mich leicht gestört, dass die 3. Staffel bevor sie auf Netflix erschienen ist bereits auf VOX lief, aber ich konnte mir das dort nicht antun mit Werbung und der Warterei auf die nächste Folge.
    • Antwort (Vexor)

      Vexor schrieb:

      Also es war für mich einfach nur die schwächste der drei Staffeln, was aber vor allem daran lag, dass viele der Charaktere für mich hier eine recht negative Entwicklung durchgemacht haben.
      Tatsächlich hatte auch ich mit manchem Charakter - streckenweise - so meine Probleme. Darunter fallen vor allem Connor, Frank und Laurel. Allerdings: Bei Laurel und Frank waren diese Entwicklungen eigentlich nur folgerichtig (Frank zu Beginn der Staffel, Laurel nach dem Tod von Wes) und auch bei Connor wurde die Erklärung, kurz vor Ende der Staffel, noch entsprechend nachgeschoben und damit stimmig dargelegt, wieso er sich zeitweise wie das letzte Arschloch aufgeführt hat.

      Und ich denke das wird auch der Grund sein, aus dem ich doch versuchen werde hart zu bleiben und mich in der Zeit lieber noch mit anderen Serien befasse, die ebenfalls noch auf meiner To-Do-Liste stehen: Gerade bei einer Serie wie HTGAWM ist es - von meinem Gefühl her - echt schwierig da wöchentlich zu gucken, weil vieles erst sehr viel später nachvollziehbar und stimmig geklärt wird und dieser wöchentliche Rhythmus mit dazu beitragen kann, dass die eigene Wahrnehmung etwas verzerrt wird. Wie du schon richtig sagst: Das kennen wir ja nur zu gut aus dem WJK-Bereich.

      Aber ja, schau dir die Staffel - sobald du die Zeit dafür hast - unbedingt noch mal in einem Durchgang an. Ich denke schon, dass die Wahrnehmung in dem Fall doch noch mal anders sein wird bzw. sein könnte ;)
    • Vexor schrieb:

      Erst einmal: Yeah, Leben in dem Thread! Sehr gut. Der Rest sollte sich auch mal trauen :D
      Na, wenn du schon so lieb bittest :-D

      Also zunächt einmal kann ich mit den grundsätzlichen Lobgesängen auf diese Serie nur anschließen. Ich habe sie vor kurzem mit meiner Freundin angefangen, da wir eine neue Serie brauchten und ich glaube so schnell waren wir noch nie mit 3 Staffeln durch (alleine wäre ich vermutlich noch etwas schneller gewesen :-D ). Es ist einfach unglaublich fesselnd diesen verschiedenen und immer mehr an Tiefe gewinnenden Charakteren zuzusehen.

      Auf die allgemeine Thematik der Serie möchte ich hier gar nicht näher eingehen, da das bereits in den vorherigen Posts wunderbar geschehen ist.

      Aber auch ich möchte mich zu meinem Verhältnis zur dritten Staffel äußern, die ich zwar einerseits auch als die schwächste ansehe (weswegen ich sie aber nicht schlecht finde), andererseits aber auch als absolut notwendig sehe, um die Zukunft der Serie zu sichern.
      Staffel 3
      Zunächst muss man sagen, dass natürlich alle Staffeln bisher nach dem groben gleichen Muster ausgebaut waren, da es eben die grundlegende Rezeptur dieser Serie ist. Die erste Hälfte besteht aus aktuellen Ereignissen und Rückblenden, es gibt einen Mord der nach der Hälfte der Staffel aufgelöst wird und der Rest behandelt den Weg, wie man nun damit umzugehen hat. So weit, so gut. Staffel 3 hat hier nun natürlich den radikalen Schnitt mit dem Tod von Wes getan. Zusätzlich war Frank nicht mehr vor Ort um die Drecksarbeit für Annalise zu erledigen, wodurch das grundlegende Gefüge etwas vom Kurs abgekommen ist. Dies war eben etwas ungewohnt und konnte mich durch die folgende Entwicklung der Charaktere daher auch nicht so stark fesseln wie Staffel 1 und 2, aber es war genau der richtige Schritt den die Macher der Serie eingeschlagen sind. Denn meiner Meinung nach lebt die Serie nicht nur von ihrem Grundprinzip, sondern vor allem auch von der Entwicklung der Charaktere. Würde man nun wie in Staffel 1 und 2 immer wieder nur das komplett gleiche Schema fahren, dass die Keating 5 jemanden killen und es irgendwie vertuscht werden muss, dann würde die Serie schon sehr bald zu einer klassischen Krimiserie verkommen, wo einen die einzelnen Folgen zwar auch unterhalten, aber es im Großen und Ganzen eben in die Bedeutungslosigkeit abrutscht.

      Durch den Bruch von Wes Tod wurde dies verhindert, da einfach die Gefahr, dass eben am Ende nicht alles gut wird und im Leben nunmal nicht alles immer nach dem gleichen Plan verläuft, zurück in das Geschehen geholt wurde. Dadurch wirkt es nicht so, als würden die Charaktere nur stumpf dem "Drehbuch" folgen, sondern dass die Serie quasi ein Eigenleben hat. Es kann wie im richtigen Leben alles passieren.

      Ich habe gesagt, dass ich Staffel 3 schwächer fand als 1 und 2, aber ich möchte noch dazu erwähnen, dass ich glaube, dass ich eine dritte Staffel die genau im Stil von 1 und 2 gestaltet worden wäre, nur diesmal mit beispielsweise Connor als Killer, vermutlich langsam langweilig beziehungsweise belanglos gefunden hätte.


      Was Staffel 4 anbelangt, da werden wir auch warten, bis sie komplett verfügbar ist, da das wöchentliche Warten mich hierbei auch zu sehr stören würde.

      OneBrunou schrieb:

      Besonders überrascht hat mich das bei Asher, mit dem ich in der ersten Staffel wirklich noch gar nichts anzufangen wusste. Mittlerweile zählt er jedoch zu meinen absoluten Lieblingscharakteren.
      Dazu kann ich nur Amen sagen. Asher steht aktuell bei mir was die Charaktere angeht an erster Stelle.
    • Habe mir die Serie auch auf Netflix angeschaut, aber ich bin nach 3 Staffeln etwas ernüchtert und würde eher 2 von 5 Sternen geben. Im Folgenden versuche ich dies zu erklären.

      Die Konflikte der Charaktere untereinander mögen teilweise noch durchgehen, aber im Verlauf lernen wir die Charaktere kennen, dass manche Entscheidungen im späteren Handlungsverlauf von Ihnen sehr untypisch sind.

      Die Gerichtsprozesse in denen das Team mit involviert ist laufen meistens nach einem Muster ab. Das nimmt mir als Zuschauer einen Teil der Spannung vorweg.
      Die Sexszenen sind mMn ebenfalls ein großes Problem für mich. Nicht dass ich Sex als solches verabscheue, aber es ist mir zum Großteil zu stumpf. Es mag sich seltsam anhören, aber die Szenen wirken für mich aufgezwungen, damit man dem Zuschauer etwas bietet und sie bei der Stange hält.

      Dabei kommt in jeder Staffel ein großer Aufhänger auf den langsam hingearbeitet wird. Dieses Konzept mag vielleicht spannend sein, aber die Umsetzung ist mir zu penetrant. In jeder Folge wird ein solcher Zeitsprung zur letzten Episode gemacht um diese anzuteasern. Das wirkt erdrückend und man tritt auf der Stelle.


      Fazit:
      Die Serie vermittelt schon ab der 1. Folge das Gefühl, dass man möglichst viele seltsame/unnötige Konflikte und Sex zeigen möchte und vorhersehbare Gerichtsverhandlungen herunterrattert.


      Gruß, ATTi