Castlevania (Netflix)

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    • Castlevania (Netflix)


      Nachdem Castlevania in Super Smash Bros. Ultimate einen fulminanten Einzug erhielt, bin ich doch ein wenig neugierig auf die Reihe geworden, wo ich mir erst einmal alte AVGN-Folgen angeschaut habe, aber auch die Animations-Serie auf Netflix. Um Letztere soll sich dieses Thema drehen, denn diese ist durchaus eine Empfehlung wert - nicht allein für Fans der gleichnamigen Videospiele-Reihe. Da ich noch keines der Spiele wirklich gespielt habe, lehne ich mich vielleicht ein wenig aus dem Fenster, wenn ich sage, dass es sich hier wohl mit Abstand einer der besten Videospiele-Adaptionen überhaupt handelt (auch wenn es in der Hinsicht so gut wie keine Konkurrenz gibt). Zumindest scheint dies aber auch der Konsens unter den Fans zu sein und mir hat die Serie so oder so sehr gut gefallen.

      Rein optisch wirkt Castlevania wie ein qualitativ recht hochwertiger Anime, allerdings wurde die Serie tatsächlich in den USA produziert. Vor allem die Standbilder von Umgebungen sind oft wirklich beeindruckend und strotzen nur so vor Detailreichtum. Absolut nicht zimperlich geht Castlevania auch mit Gewaltdarstellung um, die durchaus manchmal etwas verstören kann und wo die Sache eine Altersfreigabe von ab 18 Jahren erhalten hat.

      Bislang hat die Serie zwei Staffeln - Staffel 1 mit vier Folgen und Staffel 2 mit weiteren acht Folgen zu je ca. 20 Minuten. Das lässt sich prima an einem regnerischen oder verschneiten Sonntag mal eben abarbeiten. Eine dritte Staffel mit zehn neuen Folgen ist derzeit aber bereits in Arbeit.

      Die Serie selber basiert auf den Ereignissen aus dem dritten Spiel, Castlevania III: Dracula's Curse, wo Dracula seine Monsterhorden auf die Walachei loslässt und Trevor Belmont, zusammen mit der Magierin Sypha und Draculas Sohn Alucard, sich auf dem Weg macht, um dem dunklen Grafen ein Ende zu bereiten. Für Alucard wurden einige Elemente aus Symphony of the Night übernommen, während die zweite Staffel auch bereits auf die Handlung von Curse of Darkness überleitet, einem Titel aus dem Jahre 2005 für PS2 und Xbox, der nach den Ereignissen von Castlevania III spielt. Die dritte Staffel soll sich wohl vor allem um die Handlung dieses Titels drehen, wo die "Forgemaster" Hector und Isaac im Mittelpunkt stehen. Aber auch der Vampir-Dame Carmilla wurde eine tragende Rolle in der zweiten Staffel gegeben.

      Hier mal ein Trailer:



      Weitere Staffeln könnten theoretisch auch chronologisch später angesiedelte Titel behandeln, wie in etwa das erste Castlevania mit Simon Belmont. Es sei angemerkt, dass hier die Story keine 1zu1-Umsetzung ist, sondern durchaus auch eine eigene Interpretation der Spielgeschehnisse, wo einiges von den Spielen auch abweicht und damit keineswegs "canon" ist. Man hat aber durchaus das Gefühl, dass die Vorlage trotzdem mit großem Respekt behandelt wurde und alle Änderungen primär dazu dienen, einen besseren Plot zu haben.

      Ein Fokus stellt dabei vor allem der Antagonist selber dar: Graf Vlad Dracula Tepes. Eine Geschichte ist bekanntlich nur so gut wie ihr Bösewicht und daher wurden Dracula hier durchaus menschliche Züge und ein Motiv gegeben. Die Handlung beginnt damit, wie Dracula die Mutter von Alucard kennenlernt - eine Ärztin, die von ihm mehr über Medizin lernen möchte und mit ihrer Art sein Herz gewinnt. Allerdings wird sie später von der Kirche als Hexe verbrannt, woraufhin Dracula seinen Zorn an der Menschheit auslässt.

      Was dabei vor allem beeindruckend in Szene gesetzt wurde, ist das namens-gebende Schloss von Dracula, welches sogar in der Lage ist, sich zu teleportieren. Das sorgt für einige recht imposante Momente und untermauert gekonnt Draculas unglaubliche Macht. Gleichzeitig liefert es aber auch eine Erklärung dafür, warum das Schloss in der Spielereihe an ganz unterschiedlichen Orten auftaucht.

      Negativ ist dann allerdings Draculas Darstellung in der zweiten Staffel, wo der Fokus auf die beiden "Forgemaster" (Menschen mit der Fähigkeit, untote Kreaturen zu schaffen), Hector und Isaac, sowie auf die Vampirin Carmilla wechselt. Dracula rückt hier eher in den Hintergrund, wo er bei den bekannten Trauerphasen von Zorn direkt in die Depression verfallen ist und einen Großteil der Staffel teilnahmslos in seinem Sessel vor dem Kamin hockt... Das war etwas schade und hat dem Charakter nicht unbedingt gut getan, wirkte aber dennoch nachvollziehbar und hat eben das Rampenlicht auf die Antagonisten der dritten Staffel geschoben.

      Aber gut... ich bin trotzdem sehr gespannt auf die dritte Staffel und was die Serie noch in der Zukunft bringen wird, obwohl ich noch kein Liebhaber der Spiele bin. Aber vielleicht gibt es hier ja Castlevania-Fans im Pirateboard, die ihre Meinung von der Serie schildern können. Habt ihr die Serie gesehen? Was fandet ihr gut? Was fandet ihr schlecht? Welche Easter Eggs sind euch aufgefallen? Was erhofft ihr euch von zukünftigen Staffeln? Lasst einen Kommentar hier im Thema!