Der Preis des Wohlstands

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    • Der Preis des Wohlstands

      Hallo liebe Piratenfreunde!

      Ich habe lange überlegt, ob ich die Geschichte hierveröffentliche und bin dementsprechend nervös, denn es ist nicht nur meine erste Geschichte,die ich hier im Board veröffentliche, sondern auch die erste seit Ewigkeiten,in der ich eigene Figuren benutze, um eine Handlung zu erzählen. Die Kapitel würden einmal im Monat erscheinen.
      Mal sehen, wie sie ankommt.
      Vielen Dank an Qoii, dass er sich die Zeit genommenhat, die ersten beiden Kapitel vorher zu lesen und mir Denkanstöße gegeben hat, wie ichmeine Geschichte noch verbessern könnte. Ich hoffe, dass ich alles umsetzenkonnte. Sollten dennoch irgendwelche Fehler zu finden sein, dann entschuldigtmeine Schusseligkeit. Und nein, es handelt sich nicht um meine Lebensgeschichte, auch wenn die Hauptfigur zufällig meinen Nickname trägt. Ich hoffe das ist nicht allzu irritierend. XD

      Gruß,

      Capriciosa D. Devlin

      Kapitel 1 Eine schrecklich liebevolle Familie


      Kapitel 1

      Am südlichsten Punkt des South Blue, dort wo die Spaghetti-Palmen wuchsen und der Rio Marinara sich quer über das ganze Land erstreckte, bevor er schließlich am Fuße des Fleischbällchen-Gebirges endete, lag die Insel Santa Bolognese. Es war eine schöne Insel von der an sehr windigen Tagen, der Geruch von Kräutern, überbackenem Käse und Tomatensauce sich übers ganze Meer erstreckte und vom Wind in alle Himmelsrichtungen verteilt wurde. Jedes Schiff, dass auch nur in die Nähe von Santa Bolognese kam, wurde geradezu magisch von den köstlichen Düften angezogen und gezwungen Kurs auf die Insel zu nehmen. Dabei war es ein Wunder wie diese Insel sich überhaupt über dem Meeresspiegel halten konnte, wenn der durchschnittliche BMI eines Bolognesers bei 80 und die durchschnittliche Körpergröße bei 1,70 m lag. Aufgrund der hohen Fettleibigkeit und weil bei den meisten eine normale Fortbewegung zu Fuß schon längst nicht mehr möglich war, bewegten sich die meisten nur noch rollend fort, da für keinen Anwohner von Santa Bolognese eine Diät in Frage kam. Jeder einzelne hatte sich mit Leib und Seele dem Essen verschrieben und beabsichtigte, diese Lebensphilosophie auch bis zum letzten Atemzug beizubehalten.

      Doch es gab auch Ausnahmen, denn eine Familie im Dorf hatte das Glück, über einen erstaunlichen Stoffwechsel zu verfügen, dank dem sie einfach nicht dick wurden. Aber nicht nur deswegen, sondern auch, weil sie sich auf ihre ganz eigenwillige Art und Weise fit hielten. Oder zumindest die Kinder. Denn die Familie Capriciosa bestand seit dem Tod der Eltern nur noch aus den fünf Männern, die alle einer Arbeit nachgingen, sowie aus zwei jungen Frauen, die zusammen den einzigen Friseursalon auf der Insel betrieben. Zumindest bemühte sich eine der beiden den Laden so gut es ging zu führen, während sie ständig die Fehler der anderen wieder ausbügeln musste, was zu regelmäßigen Reibereien zwischen den beiden Schwestern führte. Die Streitereien waren mittlerweile legendär und trugen zur allgemeinen Unterhaltung aller bei, wenn ihre Stimmen wie ein Echo über die ganze Insel hallten. So auch an diesem sonnigen Tag, als Capriciosa D. Rapunzel ihre Schwester dabei ertappte, wie diese einer Kundin mit dem elektrischen Rasierer anstatt mit der Schere die Haare schnitt, weil sie mal wieder in einem ihrer Tagträume versunken war. Den Fehler bemerkte sie dennoch zu spät, denn die linke Seite war bereits wegrasiert und eine Halbglatze zierte nun den einst üppig bewachsenen Kopf von Vetuccine Burgunda.

      Capriciosa D. Devlin, kniff die Augen zusammen, während der Speichel ihrer Schwester wie ein warmer Sprühregen auf ihr Gesicht niederprasselte. Doch das war sie inzwischen gewöhnt, denn bei einer Körpergröße von 1,50 m war sie im Vergleich zu ihrer 1,80 m großen Schwester das perfekte Opfer für deren Feuchtattacken.

      „Kannst du dich auch nur einmal für fünf Sekunden konzentrieren?! Jede Fliege hat eine größere Aufmerksamkeitsspanne als du!“ fauchte sie mit dem Charme einer Rasierklinge, der für Devlin das Stichwort war, besser zu verschwinden, bevor sie sie wieder zu irgendwelchen unliebsamen Arbeiten verdonnerte, wie das Klo mit der Zahnbürste blank zu putzen oder auf ihren hyperaktiven Neffen aufzupassen, dessen Nase so auffällig war, dass selbst die Vögel ihn vom Himmel aus, in einer Entfernung von 10 Kilometern noch erkennen konnten. Dabei konnte der arme Wurm nichts dafür, die Schuld trug einzig und allein seine Mutter die einen ungewöhnlichen Männergeschmack hatte.

      Seufzend verließ sie das Zimmer, schnappte sich im Hinausgehen ihre Tasche, die an einem Haken neben dem Eingang hing und verließ den Salon. Sie versuchte wirklich ihre Arbeit so gut es ging zu erledigen, doch das war nicht leicht, denn seit sie klein war, sehnte sie sich danach diese Insel zu verlassen und mit einem Schiff die Welt zu erkunden und all die Orte zu besuchen, von denen sie träumte. Und zwar ständig. Sie spürte, dass sie gehen musste, denn manchmal, wenn sie am Hafen saß und sehnsüchtig aufs Meer blickte, glaubte sie eine Stimme zu hören die vom Meer zu kommen schien, die sie aufforderte sich auf die Reise zu begeben und die Welt zu entdecken. Deshalb arbeitete sie seit ihrem 8. Lebensjahr, um sich eines Tages diesen Traum zu erfüllen und nahm dafür jeden Job an, den sie neben der Arbeit im Friseursalon kriegen konnte, um sich Stück für Stück, das Schiff ihrer Träume zusammen zu bauen, an dem sie seit ihrem 14. Lebensjahr baute.

      Eines Tages werde ich diesem Ruf folgen, versicherte sie sich dabei immer wieder, es war nur eine Frage der Zeit. Und vor allem des Geldes.

      Doch die Materialkosten, um ein Schiff zu bauen, waren nicht gerade gering. Glücklicherweise wurde sie von ihrem ältesten Bruder Mercusio unterstützt, der ihr die nötigen Materialien besorgte und zum Einkaufspreis überließ und ihr alles über die Arbeit des Schiffszimmermanns beibrachte. Mercusio war auf der Insel ein angesehener, wenn auch sehr armer Schiffszimmermann, der mit seinem Beruf leider nicht viel verdiente, weil niemand Interesse an einem Schiff hatte, geschweige denn den Wunsch verspürte die Insel zu verlassen. Bis auf Devlin. Nur gelegentlich erhielt er Aufträge, wenn sich jemand auf die Insel verirrte, wie dieser lustige Typ mit der roten Knollennase vor fünf Jahren, der sämtliche seiner Körperteile abtrennen und wieder zusammenfügen konnte. Ihre Schwester Rapunzel hatte es ihm besonders angetan und nach einer schweren Lebensmittelvergiftung, die er sich auf Santa Bolognese zugezogen hatte, hatte sie sich rührend um ihn gekümmert. Im Gegenzug dafür hatte er sie mit seiner flinken Zunge fast um den Verstand gebracht, während der Rest seines Körpers nebenan im Badezimmer über der Kloschüssel hing und sich die Seele aus dem Leib kotzte, wie sie ihr eines Tages mit hochrotem Kopf gestand, nachdem Devlin sie gefragt hatte, wie sie und der Vater von Buggy Jr. sich eigentlich kennen gelernt hatten. Auf die intimen Details hätte sie allerdings gerne verzichten können, denn sie lösten in ihr Bilder aus, die sie vermutlich zu Lebzeiten nicht mehr aus ihrem Kopf bekommen würde. Noch heute schwärmte ihre Schwester von seinen langen blauen Haaren, seiner überdimensionalen roten Nase und seiner begnadeten Zunge. Offenbar schätzte ihre Schwester Männer, die das Multitasking beherrschten. Sie versicherte Devlin aber, dass dieser Abend nicht der Abend der Zeugung gewesen war, sondern dass dieser 5 Tage später erfolgte, bevor Buggy dann weiter segelte, nicht ahnend, dass er 9 Monate später Vater werden würde. Rapunzel, die damals 22 gewesen war, war zunächst geschockt und unsicher, ob sie das Kind wirklich bekommen sollte, immerhin war der Vater ein berühmter und vor allem gesuchter Pirat gewesen, doch ihre Familie stand hinter ihr und war bereit sie zu unterstützen. Und seitdem hatte sie ihre Entscheidung nicht ein einziges Mal bereut. Buggy Jr. hatte von seinem Vater die blauen Haare und die rote Nase geerbt und das aufbrausende Temperament seiner Mutter. Und auch wenn er manchmal anstrengend sein konnte, liebte sie ihn trotzdem.

      Während Devlin den Lasagnepfad zum Dorf hinunter lief, wehte ihr schon der Geruch der verschiedenen Fleischbällchen-Birken und der Serrano-Schinken Kiefern entgegen und sie verzog angewidert das Gesicht, denn sie konnte den Geruch nicht ausstehen. Sie mochte überhaupt kein Essen, da allein schon die Berührung mit Nahrungsmitteln heftigste Hautreaktionen wie Juckreiz und Hautausschlag bei ihr verursachten und sie daher gezwungen war, Overalls sowie Handschuhe aus Baumwolle zu tragen. Und ans Essen mochte sie noch nicht einmal denken, denn außer unbehandeltem Obst und Gemüse, konnte sie nichts bei sich behalten und erbrach alles sofort. So war das schon immer gewesen. Zumindest seit ihrem 4. Lebensjahr. Davor konnte sie, so hatten ihre Geschwister ihr zumindest erzählt, sogar gekochte Babynahrung essen und Säuglingsmilch trinken. Doch mit zunehmendem Alter konnte sie immer weniger essen und wurde stetig kränker. Letztendlich war ihre Familie gezwungen sie irgendwann zwangs zu ernähren, weil sie sich weigerte zu essen. Erst als Devlin eines Tages im Garten spielte, beobachtete Rapunzel wie ihre kleine Schwester, vor ihren Augen zu leuchten begann und ihre Haare sich in die Erde vor dem Haus gruben, als ob sie Wurzeln wären. Damals hatte sie nicht verstanden was geschah und hatte ihre kleine Schwester panisch ergriffen und ins Haus gezehrt. Schnurstracks war sie geradewegs zu ihrem Bruder Humble geeilt, der damals schon großes Interesse für Bücher und vor allem für Medizin zeigte und hatte ihm aufgeregt berichtet was sie gesehen hatte. Dieser war daraufhin sehr nachdenklich geworden und hatte sich in seine Bibliothek zurückgezogen, um zu recherchieren. Ganze vier Tage und Nächte hatte er damit zugebracht ein Fachbuch nach dem anderen zu studieren, bis er schließlich wohl eine Erklärung gefunden hatte, für Devlins Symptome und warum sie so geleuchtet hatte. Von diesem Tag an, war es ihr verboten, Lebensmittel weder zu berühren noch sie zu essen, bis auf unbehandeltes Obst und Gemüse. Und sie war gezwungen, ihren Körper immer komplett bedeckt zu halten, für den Fall das sie mit Essen in Berührung kam, was auf Santa Bolognese oft genug passierte, da sich die Pollen der Bäume über die Luft verteilten. Nur wenn sie ihr Sonnenbad nahm, war es ihr gestattet ihre Kleidung abzulegen, wenn auch nur für kurze Zeit. All diese Einschränkungen waren zwar nicht einfach für sie, doch zumindest vermisste sie das Essen nicht. Als sie auf dem Dorfplatz ankam, blieb sie vor dem Bronzedenkmal des Gründers von Santa Bolognese stehen, der auf einem Messingsockel in der Mitte des Pesto-Brunnens stand und betrachtete sein sympathisches Gesicht, das sie verschmitzt angrinste. Vor zwanzig Jahren, hatte er aus einem unfruchtbaren, trockenen Land dieses fruchtbare Paradies gemacht, indem er es mit Fleisch- und Pasta- sowie anderen Essenssamen bepflanzte, die er von einer exotischen Insel mitgebracht hatte.

      Er war in seiner Jugend wohl ein sehr berüchtigter Pirat gewesen, der sich eine eindrucksvolle Crew zusammengestellt hatte, mit der er es ihm sogar gelang, Piratenkönig zu werden, obwohl er anfangs ein absoluter Außenseiter war, dem kaum jemand etwas zugetraut hatte.

      Devlin würd ihn sehr gerne einmal kennen lernen, denn er schien ein interessanter Mensch zu sein. Doch niemand wusste, wo er oder seine ehemalige Crew sich aufhielten, denn alle führten, bis auf einen, ein sehr zurückgezogenes Leben.

      Verträumt dachte sie an die Geschichten, die man sich über ihn erzählte und bemerkte dabei nicht wie etwas den Hügel herunter auf sie zugerollt kam.

      „Achtung, Bahn frei!“ rief Gumbatsch, während er wie eine Dampfwalze mit einem Affenzahn den Hügel runtergerollt kam. Devlin die durch das Geschrei unsanft aus ihrem Tagtraum gerissen wurde, sprang mit einem Hechtsprung zur Seite, gerade noch rechtzeitig, bevor sie Teil des Lasagnewegs unter ihren Füßen geworden wäre.

      Grimmig blickte sie ihm hinterher, während sie sich den Staub von der Kleidung klopfte. Immer dasselbe, wenn es im „Halt Die Schnauze Und Iss“ einen „All you can eat!“-Tag gab. Sie verstand nicht, wie man sich darauf freuen konnte, schon gar nicht, wenn es auf der ganzen Insel nur so vor Essen wimmelte. Aber die Leute liebten nun mal ihre Events, besonders wenn sie für einen festgelegten Betrag, einmal in der Woche so viel essen konnten wie sie wollten. Und obwohl jeder Einwohner hier auf der Insel Essen über alles liebte, ließ der bloße Anblick essender Menschen sie schon aufstoßen und sie verzog angewidert das Gesicht, als sie den Geschmack von Galle in ihrem Mund schmeckte. Sie war die einzige aus ihrer Familie, die sich nicht wie alle anderen von Nahrungsmitteln ernährte, sondern von Wasser, Nährstoffen, die sie aus der Erde bezog, sowie Sonnenlicht, das sie zur Energiegewinnung benötigte. Aber diesbezüglich unterschied sie sich in vielen Dingen von ihren Geschwistern. Wie zum Beispiel in der Haarfarbe, denn alle in ihrer Familie waren blond und hatten blaue Augen, im Gegensatz zu Devlin, dessen Haar Moosgrün war und deren Augen eine goldene Farbe hatten, wie die Sonne. Manchmal hatte sie die anderen im Dorf munkeln hören, dass ihre Mutter eine Affäre mit einem anderen Mann gehabt hatte, auch wenn man sie nie mit einem anderen gesehen hatte. Dennoch war es unbestreitbar, dass sie nicht wie der Rest ihrer Familie war, obwohl ihre Geschwister ihr nie das Gefühl gegeben hatten, dass sie anders war oder nicht zur Familie gehörte. Ganz im Gegenteil, ihre Geschwister hatten alles getan und dafür gesorgt, dass es ihr an Liebe, Geborgenheit und Sicherheit nie fehlte. Ihr Vater war ungefähr sechs Monate vor ihrer Geburt gestorben, nachdem ihm nach einer Fressorgie der Darm geplatzt war und er sich mit einem letzten Furzer von seinem irdischen Dasein verabschiedet hatte, bevor sie die Gelegenheit bekam ihn kennen zu lernen. Ebenso wie ihre Mutter die vor 17 Jahren bei ihrer Geburt aufgrund von Komplikationen gestorben war.

      Manchmal beneidete sie ihre Geschwister die wenigstens noch ein paar gemeinsame Jahre mit ihren Eltern verbringen durften und somit Erinnerungen an sie besaßen, denn Mercusio, Humble, Gulliver, Schnabel, und Rapunzel lagen jeweils nur 2 Jahre auseinander im Gegensatz zu ihr und Kein, die beide noch zu klein gewesen waren, als ihre Eltern starben.

      Es war gerade für den damals 18-jährigen Mercusio nicht einfach gewesen, der die plötzliche Lücke und vor allem Leere die die Eltern nach ihrem Tod hinterlassen hatten, füllen musste. Von jetzt auf gleich wurde er erwachsen und musste Verantwortung für seine Geschwister übernehmen. Doch wenigstens war er nicht allein und wurde von Humble, Gulliver, Schnabel und Rapunzel tatkräftig dabei unterstützt, die ihm halfen sich um ihre beiden noch sehr jungen Geschwister zu kümmern.

      Devlin strahlte übers ganze Gesicht, als sie ihren Bruder Kein sah, der auf sie zugelaufen kam, um sie zum Schwimmen abzuholen. Devlin musste bei der Farbwahl seiner Kleidung jedes Mal schmunzeln, wenn sie ihn sah. Er besaß überhaupt keinen Sinn für Farben und trug daher giftgrüne, kurze Shorts, zu einem türkisfarbenen T-Shirt und lilafarbenen, fast kniehohen Strümpfen und neongelbe Sandalen. Sie und ihre Schwester Rapunzel hatten schon oft versucht ihn davon zu überzeugen ihnen die Auswahl seiner Kleidung zu überlassen, aber Kein wollte davon nichts wissen und zog letztendlich das an was ihm gefiel. Das galt auch für seine Haare, die er auf der rechten Seite sehr kurz trug, während die Haare auf der linken Seite ihm mittlerweile schon bis zu den Schultern gingen. Mit ausgestreckten Armen rannte er auf sie zu und holte mit beiden Armen aus, um ihr mit seinen Handkanten einen kräftigen Schlag in den Nacken zu verpassen, den sie erwiderte indem sie ihrerseits mit ausgestrecktem Arm ihm einen Kinnhaken verpasste.

      Devlin wartete gar nicht erst, dass er sich erholte, sondern stürzte sich auf ihn und riss ihn von den Füßen. Doch sie hatte die Zähigkeit ihres Bruders unterschätzt, der seine Arme unter ihre Achseln hakte und mit ihr eine Rückwärtsrolle vollführte, bevor er sie zu Boden beförderte.

      Devlin lachte und kam wieder hoch, während sie sich etwas Blut aus dem Mundwinkel wischte und packte das auf sie bereits zufliegende Bein ihres Bruders und schleuderte ihn quer über die Insel, direkt auf einen Fleischbällchen-Baum zu. Doch bevor er mit dem Baum kollidierte, streckte er das rechte Bein aus und stieß sich vom Baumstamm ab, woraufhin ein paar Fleischbällchen vom Baum fielen, die sogleich von ein paar heranrollenden Eichhörnchen geschnappt wurden, bevor sie auf demselben Weg wieder davonrollten. Während er zu Devlin zurückflog, presste er beide Handflächen aneinander und spreizte seine Hände nach oben und unten auseinander, während er die Handgelenke weiterhin aneinanderpresste.

      Oh, seine berüchtigte, Venus-Fliegenfallen-Attacke bei der er seinem Gegenüber die Handflächen wie kräftige Peitschenhiebe um die Ohren haute. Devlin stellte sich breitreinig hin und verlagerte ihren Oberköper so, dass er ihr wie ein drittes Standbein sicheren Halt gab und wartete darauf, dass ihr Bruder nahe genug herankam, um ihn an den Handgelenken zu packen und sich mit ihm wie ein Kreisel um die eigene Achsel zu drehen, bis sie sich so schnell drehten, dass er durch die Fliegkraft, von ihr weggeschleudert wurde, sobald sie ihn losließ. Selbst etwas benommen taumelte sie zunächst und schloss die Augen, während sie darauf wartete, dass das Schwindelgefühl nachließ. Zehn Minuten später tauchte ihr Bruder dann endlich wieder auf und verpasste ihr mit der Faust einen Schlag ins Gesicht, der ihr das Gefühl gab, dass ihr Kopf ihr gleich von den Schultern flog. Sie rieb sich über ihre rot leuchtende Wange und lächelte ihren Bruder an.

      Sie bekam von ihrer Familie soviel Liebe, dass sie manchmal überwältigt war und Zweifel bekam, ob es die richtige Entscheidung war, die Insel verlassen. Andererseits war da diese unbändige Sehnsucht und Neugier die Welt zu erkunden und zu sehen, was jenseits von Santa Bolognese lag, viel größer und mächtiger als alles andere. Es hatten sich zwar schon Fremde hin und wieder auf die Insel verirrt und sie hatte auch schon mehrmals versucht auf einem der Schiffe, die hier landeten anzuheuern, doch leider scheiterten ihre Bemühungen stehts aufgrund von Kommunikationsproblemen zwischen ihr und der Besatzung der Schiffe.

      Ihre Familie hatte ihr versucht zu erklären, dass viele nicht mit ihrer Art klarkamen und sie nicht jedem zur Begrüßung erst einmal die Faust ins Gesicht schlagen konnte, schon gar nicht so fest, dass sie demjenigen gleich die Gesichtsknochen brach. Doch irgendwie konnte sie sich einfach nicht beherrschen, denn sie war jedes Mal, wenn sie einem Fremden begegnete so aus dem Häuschen, dass sie vor Freude einfach denjenigen begrüßen musste, indem sie ihn schlug. Wohin auch immer.

      Ihr Bruder grinste von einem Ohr zum anderen und entblößte dabei eine Reihe von Zahnlücken, die von den Spuren ihrer gemeinsamen liebevollen Auseinandersetzungen stammten.

      „Man hat dich und Rapunzel mal wieder bis zum Hafen gehört. Was hast du diesmal angestellt, hm?“ fragte er, doch seine Schwester zuckte nur die Schultern und lächelte verlegen.

      „Ich verstehe, na ich werde die Einzelheiten ja heute Abend beim Abendessen sowieso von ihr erfahren. Hast du an deine Schwimmsachen gedacht?“

      „Klar, es kann losgehen!“ antwortete sie und hielt ihre Schwimmtasche wie einen Pokal hoch. Gemeinsam gingen sie den Rest des Weges zum Hafen hinunter, um im Meer zu schwimmen.

      Devlin hielt ihr Gesicht in die Sonne und genoss die warmen Strahlen.

      „Man, ich fühle mich als ob ich Bäume ausreißen könnte!“ rief sie und streckte ihre Arme über ihren Kopf als ob sie versuchte nach der Sonne zu greifen, um sie zu einer innigen Umarmung an sich zu ziehen.

      „Kein Wunder, deine Kräfte sind der Wahnsinn, wenn die Sonne scheint. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, du hast von der Sonnenschein-Frucht gegessen“ witzelte Kein.

      „Dann könnte ich wohl kaum mit dir schwimmen, Dummkopf!“ erwiderte Devlin und schlug ihm liebevoll auf den Hinterkopf, der ihn 5 Meter weit fliegen ließ. Ein kehliges Lachen entfuhr ihrer Kehle, als sie hörte wie er irgendwo krachend einschlug und folgte dem Lärm. Der Flugbahn ihres Bruders folgend, verfiel sie wieder ihrer Tagträumerei. Ein Fehler, wie sie schon bald am eigenen Leib erfahren sollte, denn ihr entging dabei der große, dunkle Schatten, der sich ebenfalls in ihre Richtung bewegte, wenn auch deutlich schwerfälliger, so als ob er erschöpft wäre.

      Mit einem heftigen Rumms stießen die beiden zusammen und Devlin kehrte in die Wirklichkeit zurück. Sie musste den Kopf in den Nacken legen, um zu der Gestalt vor ihr aufschauen zu können. Ihre Augenbrauen streckten sich fast bis zu ihrem Haaransatz hinauf, als sie ihn von oben bis unten musterte, denn sie hatte noch nie jemanden wie ihn gesehen.


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Capriciosa D. Devlin ()

    • OK dann will ich doch mal der Erste sein, der hier was schreibt. :-D
      Also erstmal respekt das du dich entschlossen hast deine Geschichte uns zu zeigen. :thumbup:
      Das du dir gleich Tipps von qoii geholt hast, merkt man irgendwie, (nicht negativ gemeint)

      Also um nicht lange um den heißen Brei herum zu reden. Deine Geschichte finde ich recht interessant. Erinnert mich iwie an irgendein Märchen, (mir fällt nur nicht ein welches)
      Die Insel lässt mich an das Brown Archipel erinnern. (wenn das der Korrekte Name der Insel ist, wo Lysop trainiert hat)
      Die Bewohner stelle ich mir aus einen Grund wie die Menschen bei Wall-E vor.
      Von der Zeit her stehen wir iwann nach denn ereignissen, nach OP. Was ich daraus schließe das Buggy auf einmal im south Blue ist und auch an die Crew die doch sehr stark an Ruffy und/oder Lysop erinnern.
      Das mit Buggy jr, finde ich ziemlich genial, auch wenn sich bei mir ersteinmal Fragezeichen gebildet haben, wie er (war es Rapunzel) mit der Zunge verwöhnte und gleichzeitig kotzen ging. Aber evtl hat er die Zunge vorher von sich gelöst. :-D
      Die Familie an sich scheint ziemlich eng mit einander Verbunden zu sein. Auch wenn sie sich liebevoll kloppen.

      Zu deiner Hauptdarstellerin. Im ersten Moment dachte ich sie hätte eine TF gegessen und es einfach nur nicht bemerkt. Das hast du aber schnell wieder verworfen. Jetzt frage ich mich natürlich welche "Krankheit" sie hat. Wenn man das so bezeichnen kann. Sie ist ja mehr oder weniger wie eine Pflanze in Menschen Gestalt. :thumbsup:
      Außerdem ist sie eine Träumerin und hat Lust auf Abenteur. Was ziemlich typisch ist ;)

      Mehr kann ich im moment noch nicht sagen. Freue mich aber schon auf das nächste Kapitel.
      (Auch wenn ich finde das einmal im Monat etwas wenig ist. Aber jeder wie er/sie es schafft. Hauptsache man bleibt dran)

      Nur noch eine kleine Anmerkung. Das mit der Pdf finde ich im Grund OK, aber mir selber würde es besser gefallen mit aufklapp Text, wie bei denn andern FF's. Das würde auch das Kommentieren erleichtern. Finde ich. Wenn ich mir deine Seiten Anzahl so angucke und auch die Schriftgröße (vermutlich 11/12) würde das locker hier rein passen. Und du könntest mehrere Kapitel in einem Post unterbringen. (Siehe: andere FF's) Meine Kapitel sind glaube ich etwas länger als deine, bei gleicher Schriftgröße und es passen etwa 8 in einem Post. Aber hier auch jeder wie er/sie will.


      Mfg Rudi D(as) Rudas
    • Kapitel 1 - Eine schrecklich liebevolle Familie

      Auch wenn ich schon einiges zum ursprünglichen Kapiteln geschrieben habe, was ich nicht alles wiederholen will, bedeutet dies natürlich, nicht dass ich hier die ersten zwei Kapitel schweigen werde. Denn auch für mich ist es, das erste Mal dass ich es nach meinen Anmerkungen lese und bevor hier falsche Eindrücke aufkommen, die Kapitel waren auch schon vor meinen Anmerkungen sehr gut. Das einzige was etwas größer geändert wurde ist die Darstellung der "Krankheit" um vorerst bei Rudis begriff zu bleiben. Da ich darüber schon etwa mehr weiß, muss ich aufpassen nicht groß zu Spoilern. Ansonsten hatte ich nur einige Kleinigkeiten im Bereich der zeitlichen Angaben/Einordnungen angemerkt und den Tipp die einzelnen Personen etwas genauer zu beschreiben, was u.a. zu einer sehr interessanten Kleiderwahl bei Kain geführt hat.^^ Alles andere hat sich, bis auf eigene kleinere Verfeinerungen von Devlin nicht geändert.

      Nebenbei wir haben da immernoch unseren >>FanFiction Übersicht<< Thread in dem jetzt wieder einige laufende Projekte fehlen, nicht nur dieses. Also bitte nicht zögern und mir die entsprechenden Angaben zukommen lassen, damit ich alles einpflegen kann. Damit kann ich auch gleich kontrollieren, wer von den Autoren schön brav bei den anderen Autoren die Kommentare mitliest. ;)

      Bevor ich zum Kapitel komme, muss ich auch sagen, dass mich die Wahl das PDF-Formats etwas überrascht hat, da eigentlich alle hier mit dem editieren ihrer Posts arbeiten. Ob dies gut oder schlecht ist, weiß ich nicht zu beurteilen. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass eine Userin sich die Kapitel von Bo ins PDF-Format kopiert hat, um diese auf dem Flug in den Urlaub nachlesen zu können.

      Interessant finde ich besonders die unterschiedlichen Wahrnehmungen Assoziationen zu der Insel, denn anders als Rudi habe ich zuerst an WCI gedacht, wobei es eben statt Kuchen und anderen Süßigkeiten hier von italienischen Gerichten wimmelt.

      Die Überarbeitung von Devlins "Erkrankung" ist dir sehr gut gelungen und das sage ich nicht nur, weil du einige meiner Anregungen aufgegriffen hast.^^ Zwar hat mir das etwas mehr Streuen der Informationen, zu ihren Symptomen/Problemen, wie es in der letzten Version war ein klein wenig gefallen, als die beiden größeren Absätze jetzt. Allerdings hat sich die Darstellung oder sagen wir besser die Ausprägungen der Symptome durch unsere Änderungen so verändert, dass die Absätze auf jeden Fall sinnvoller ist. Also alles richtig gemacht bzw ich wüsste nicht, wie du die beiden Informationsblöcke hättest noch weiter aufsplitten und einbauen können.

      Die weiteren Informationen zum Alter der einzelnen Personen hast du sehr gut eingebaut und ich kann mir jetzt ein viel besseres Bild zu den einzelnen Mitgleitern der Familie Capriciosa machen. Auch die weiteren Einbauten zu ihrer Geschichte und dem Zusammenleben haben mir sehr gut gefallen.
      Das die Liebe der Familie sehr körperbetont weitergegeben wird, hatte ich ja schon in meiner letzten Rückmeldung als sehr interessant empfunden. Auch deine Idee zu Buggys Auftritt ist gut angekommen, jetzt sind wir schon drei denen diese Art von Humor gefällt.^^ Mal schauen, ob wir noch mehr finden. Also nicht nur lesen, sondern auch (kurz) Kommentieren liebe Mituser. ;)

      Diesmal nach meinen Maßstäben eher ein kurzer Kommentar, aber das wird sich sicher sehr schnell ändern, wenn wir zu den für mich völlig unbekannten Kapiteln kommen. :)
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Rudi D(as) Rudas

      @Rudi D(as) Rudas:
      Vielen Dank für deinen Kommentar und entschuldige, die späte Antwort, ich hatte viel um die Ohren.
      Es ist schon erstaunlich, welch unterschiedliche Inseln du und Qoii mit der Insel Santa Bolognese verbindet.
      Bei den Bewohnern hatte ich an den Film Wall-E gar nicht gedacht, aber du hast recht, sie ähneln ihnen irgendwie, vielleicht hat dieser Film mich ja unbewusst beeinflusst.
      Inzwischen sind 21 Jahre vergangen, seit Ruffy Piratenkönig geworden ist und 20 Jahre, seit er die Samen auf der Insel Santa Bolognese eingepflanzt hat.
      Natürlich hat Buggy die Zunge vorher von seinem restlichen Körper abgetrennt bevor er sich im Bad erbrach, sonst wäre das ein bisschen eklig, wenn er mit seinem "Fleckenteppich" plötzlich um die Ecke geflogen kommt, nachdem er fertig im Bad ist. Und zwei seiner Finger hat er auch abgetrennt um Rapunzels Ohren vor der verstörenden Geräuschkulisse zu schützen. Da soll noch mal einer behaupten, Ruffy wäre mit seinen Gummikräften der einzige, der alle Frauen glücklich machen könnte.
      Zu Devlins "Erkrankung" und warum sie diese Fähigkeiten hat, erfährst du später noch mehr, ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Ich weiß, dass ich mit meiner Geschichte jetzt One Piece nicht neu erfinde, ich hoffe aber, dass sie dennoch unterhaltsam ist und meine Charaktere dennoch interessant genug sind, dass man die Geschichte liest.

      Ich werde diese Geschichte auf jeden Fall zu Ende schreiben und wer weiß, wenn das Interesse an einer Fortsetzung da ist, auch noch die anderen Geschichten rund um Devlin veröffentlichen, Ideen für zwei weitere Plots hätte ich auf jeden Fall. Leider kann ich im Moment nur einmal im Monat ein Kapitel veröffentlichen, weil ich im Moment noch an einem sehr wichtigen Projekt arbeite und mein Privatleben mir einfach nicht mehr Zeit lässt. Vielleicht werde ich später alle zwei Wochen ein Kapitel veröffentlichen, wenn ich wieder mehr Zeit habe. Aus diesem Grund habe ich schon zwei weitere Kapitel geschrieben als ich etwas Zeit hatte, um einen kleinen Zeitpuffer zu haben, damit ich mir mit den nächsten Kapiteln Zeit lassen kann, denn ich weiß, dass wenn ich etwas unter Druck schreibe, mir das Schreiben irgendwann keinen Spaß mehr machen würde und mir dann auch meine Kapitel nicht mehr gefallen würden, weil ich das Gefühl hätte, alles zu überstürzen, wenn ich sie zu schnell veröffentliche. Und das möchte ich auf keinen Fall, denn gerade meine eigenen Charaktere sind mir sehr wichtig, weil sie ein Teil von mir sind, als Autor geht es dir bei deinen Charakteren da bestimmt genauso oder ähnlich. Ich weiß als Leser macht es das Lesen mühsam, ich hoffe aber du bleibst dennoch dran und liest weiter.
      Für die nächsten Kapitel werde ich auf jeden Fall die Aufklapp-Text-Funktion nutzen, danke für den Hinweis.


      Qoii

      @qoii Ich entschuldige mich, für die späte Antwort, aber ich hatte drei anstrengende Tage und leider keine Zeit, mich früher zu melden. Ich bin froh, wenn ich einen Strich hinter diese Woche machen kann. Jedenfalls vielen Dank, dass du, obwohl du mir schon deine Eindrücke zu meiner ersten Version mitgeteilt hast, meine endgültige Version dennoch kommentierst.
      Kein ist optisch gesehen, auf jeden Fall jemand, den man so schnell nicht mehr vergisst, der Anblick brennt sich einem förmlich ins Gedächtnis.
      Ich habe eigentlich aus Unwissen das PDF Format gewählt, weil ich noch nicht herausgefunden habe wie man die Aufklapp-Funktion nutzt.

      Es ist wirklich interessant, welch unterschiedliche Assoziationen man hat, wenn man von Dingen wie Orten oder Personen in einer Geschichte liest. Letztendlich sind es beides Inseln, die sich um das Thema essen drehen. Das Wichtigste für mich ist es, dass man sich die Insel überhaupt vorstellen kann, egal welche Inseln man mit ihr assoziiert.

      Die Entscheidung ob ich die Infos hier und da häppchenweise einstreue oder ob ich sie in Blöcke verfasse war wirklich knifflig, für mich klang letztendlich letzteres besser, daher habe ich mich für diese Vorgehensweise entschieden. Na ja und weil ich nicht wusste, wie ich es besser machen sollte. ^^

      Das Buggys Geschichte nicht nur dir sondern auch Rudi gefällt, freut mich sehr.

      Jetzt gibt es nur noch ein Kapitel, dann beginnt auch für dich ebenfalls ein völlig neues Kapitel. Bin mal gespannt, ob ich es alleine hinbekommen habe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Capriciosa D. Devlin ()

    • Da ab nächster Woche Osterferien sind und ich dann keine Zeit habe ein Kapitel hochzuladen, dachte ich mir, dass ich das neue Kapitel einfach diese Woche schon veröffentliche. Leider stürzt mir jedes Mal die Seite ab, wenn ich das Kapitel oben einfügen möchte, daher werde ich Kapitel 2 einfach erst einmal hier unten einfügen und hoffe, dass es dann klappt. Entschuldigt bitte dieses Chaos!

      Kapitel 2 Der Fremde

      Devlin schluckte, als sie zu dem Fremden aufsah. Seine Haut war aschgrau und sein nackter Oberkörper war über und über mit schwarzen Tattoos überzogen, die seinen Körper bis hinunter zum Ansatz seiner schwarzen Wildlederhose zierten. Er war sehr groß und muskulös und auf seinem breiten Stiernacken thronte ein kahler Schädel, aus dem nur eine einzige silberne Strähne wuchs, die über seinem linken Auge hing und es verdeckte. Devlin wurde mulmig zumute als sie in das rechte Auge starrte, das weiß und trüb auf sie hinabsah, als ob es in ihre Seele blickte und sie bekam eine Gänsehaut und fröstelte.

      Ich glaube ich bekomme einen steifen Nacken, wenn ich noch länger zu ihm aufschaue. Wer ist er überhaupt? Und warum hat sein rechtes Auge keine farbige Iris? Wann war er eigentlich auf Santa Bolognese angekommen?

      Er konnte noch nicht lange hier sein, sonst hätte sich seine Ankunft schon längst herumgesprochen, so wie alle Neuigkeiten auf Santa Bolognese, denn jeder Dorfbewohner war von Natur aus ein Klatschmaul.

      Devlin überlegte gerade was sie sagen sollte, da schob er sie auch schon unsanft zur Seite und ging einfach weiter. Besonders freundlich war er nicht und offensichtlich auch nicht sehr gesprächig, aber das störte sie nicht weiter, denn ihr Bruder Schnabel war ebenfalls ein stiller Mensch, jedenfalls solange bis ihr Bruder Kein ihn ansprach, dann zeigte er sich von seiner hitzigen Art und die beiden stritten sich dann oft Stunden. Sie beobachtete wie er durchs Dorf lief, als ob er auf der Suche nach etwas wäre und verschwand dann schließlich in der Dorfkneipe gleich hinter dem Denkmal.

      Kurz dachte sie darüber nach ihm zu folgen, da hörte sie die Stimme ihres Bruders Kein, der sich von hinten näherte und sie fragte, wo sie bleibe. Devlin konnte sich ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen, als sie die große Beule sah, die auf dem Kopf ihres Bruders wuchs und duckte sich unter seiner auf sie zurasenden Faust hinweg, bevor sie mit dem Kopf voran hochsprang um ihn an seinem Glaskinn zu treffen, doch diesmal wich er ihrem Kopf aus und bevor sie sich versah, waren sie schon wieder in einem ihrer kleinen Schlägereien vertieft und der Fremde fürs Erste vergessen.

      Bis zum Abend, als sie mit ihrer Familie zusammensaß und alle von ihrem Tag erzählten. Ihre Schwester hatte Buggy Jr. zu Bett gebracht damit er nichts von ihrer Unterhaltung mitbekam, denn sonst würde er vor lauter Aufregung nicht schlafen und seine Mutter die ganze Nacht auf Trapp halten.

      Rapunzel beschwerte sich bei Devlin und sagte ihr, dass sie den Preis für die Perücke, die sie dank ihr verschenken musste, ihr vom Gehalt abziehen müsse, doch Devlin ignorierte die Schimpftirade, als ihr Bruder Gulliver, dem die Dorfkneipe hinter dem Denkmal gehörte, von dem Fremden erzählte, der gegen Mittag plötzlich bei ihm aufgetaucht sei. Alle Augen richteten sich neugierig auf ihn und warteten gespannt auf seinen Bericht.

      „Und was hat er gesagt? Was hat er dort gewollt?“ fragte Devlin und wäre vor lauter Aufregung und Neugier fast über den Tisch gehüpft, um die Antworten aus ihrem Bruder herauszuschütteln.

      „Er hat eigentlich nichts gesagt, nur mit der Faust auf den Tresen geschlagen und dann auf eine Flasche im Regal hinter mir gezeigt. Als ich ihm dann etwas einschenken wollte, hat er mir fast das Handgelenk gebrochen, als er zupackte, um mir die Flasche aus der Hand zu reißen und hat mit der anderen Hand das Geld auf den Tresen gelegt. Und zwar für die gesamte Flasche.“

      „Wie ist er eigentlich auf die Insel gekommen? Im Hafen liegt zumindest kein Schiff vor Anker“ mischte sich Schnabel völlig unerwartet in die Unterhaltung ein und zog damit die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Er arbeitete am Hafen und wusste, daher sofort Bescheid, wenn ein neues Schiff kam. Santa Bolognese bestand zwar nur aus einem kleinen Dorf, doch aufgrund der Seeleute, die sich manchmal auf der Insel verirrten, hatte man eines Tages beschlossen, einen Hafen für die anlegenden Schiffe zu bauen, in der Hoffnung, mehr Touristen anzulocken und mit ihnen Geld zu verdienen.

      „Vielleicht hat er ja, nicht im Hafen, sondern woanders angelegt“, vermutete Kein und rieb sich mit der Hand nachdenklich übers Kinn.

      „Wenn er aber auf einem anderen Teil der Insel ankam, wieso sollte er dann einmal die Insel umrunden, nur um den Weg vom Hafen ins Dorf zu laufen?“

      In diesem Punkt stimmten ihre Geschwister Devlin zu und nickten einstimmig.

      „Vielleicht ist er ein Zoan, ihr wisst schon ein Vogel-Zoan oder Fliegen-Zoan oder so? Oder jemand mit einer anderen Teufelsfrucht, die es ihm ermöglicht zu fliegen das würde zumindest erklären, wie er es auf die Insel geschafft hat ohne Schiff“, sagte Humble, den schon seit seiner Geburt, die Kräfte der Teufelsfrüchte faszinierten und sie studierte, seit er lesen konnte.

      „Mag sein, wie sieht er eigentlich aus?“ wollte Rapunzel wissen und schaute ihren Bruder Gulliver an, doch Devlin antwortete für ihn und fuchtelte aufgeregt mit den Armen herum, während sie ihn in allen Einzelheiten beschrieb.

      „Sehr muskulös sagst du? Ich glaube den schaue ich mir mal aus der Nähe an. Vielleicht sucht er nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wir könnten ihm ein Zimmer bei uns herrichten. Nur schade, dass er blind zu sein scheint. Und eine ungesunde Hautfarbe hat.“

      „Wieso blind?“ wollte Devlin wissen.

      „Na ja zumindest auf einem Auge scheint er blind zu sein, deshalb die weiße Pupille. Obwohl auf dem anderen wird er auch nicht viel sehen, wenn ihm diese Strähne ins Gesicht hängt.“

      Devlin sank nachdenklich auf ihrem Stuhl zurück. Sie fand diese Info höchst interessant und machte den Fremden für sie umso interessanter und geheimnisvoller.

      „Wir könnten ihm Humbles Bibliothek als Schlafplatz anbieten, dort steht doch ein gemütliches Sofa und wenn ihm das zu unbequem ist, biete ich ihm mein Bett an.“

      „Und dich vermutlich gleich mit dazu, was Rapunzel?“ witzelte Kein und formte mit seinem Daumen und dem Zeigefinger seiner linken Hand ein Loch, durch das er den Zeigefinger seiner rechten Hand schob und ihn immer wieder rein und rauszog und dazu anzüglich grinste.

      „Du bist so ein verdorbener, kleiner Kindskopf!“ fuhr Rapunzel ihn an, doch ihr hochroter Kopf konnte niemanden über ihre wahren Absichten hinwegtäuschen. Alle am Tisch lachten bis auf Devlin die schon wieder in ihren Gedanken versunken war und sich den Kopf darüber zerbrach, welche Teufelskraft der Fremde wohl besaß, wer er war, wo er herkam und was er schon alles erlebt hatte. Sie unterhielten sich noch gute zwei Stunden, ehe sich jeder in sein Zimmer zurückzog, um zu schlafen.

      Doch Devlin konnte nicht schlafen und saß stattdessen auf ihrem Fensterbrett und starrte nachdenklich in die Dunkelheit. Sie blickte noch nicht einmal auf, als es an ihrer Zimmertür klopfte und ihr Bruder Mercusio das Zimmer betrat.

      Erschrocken zuckte sie zusammen, als er sie plötzlich an der Schulter berührte und wäre um ein Haar von ihrem Fensterbrett gefallen, hätte er sie nicht festgehalten. Sie fand den Anblick seiner offenen Haare befremdlich, denn er trug sie normalerweise immer zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, doch wenn er sie offen trug, erinnerte er sie an diese gruseligen Gestalten aus ihren Büchern, die in irgendwelchen Brunnen hausten und nur emporkletterten, um ihren Opfern mit bloßen Händen das Genick zu brechen.

      „Musst du mich so erschrecken?“ fuhr sie ihn an.

      „Entschuldige“ sagte Mercusio, obwohl seine strahlenden Augen und sein Grinsen das Gegenteil aussagten.

      „Was willst du?“

      „Ich habe SEHR gute Nachrichten für dich. Es ist fertig. Ich habe heute die letzten Arbeiten abgeschlossen.“

      Devlin brauchte einen Moment, bis sie begriff, was das bedeutete, doch als der Groschen endlich fiel, weiteten sich ihre Pupillen und sie stürzte sich auf ihn und riss ihn zu Boden. Sie war so außer sich vor Freude, dass sie nicht an sich halten konnte und ihre Fäuste auf ihren am Boden liegenden Bruder nur so niederprasselten wie Gewehrfeuermunition.

      Als sie sich endlich wieder eingekriegt hatte, bat sie ihren Bruder es sofort sehen zu dürfen, doch er vertröstete sie auf Morgen, da es bereits zu dunkel war, um es sehen zu können.

      Enttäuscht kniff sie ihre Lippen zusammen, doch Mercusio nahm sie zärtlich in den Schwitzkasten und drückte ihr solange die Luft ab, bis ihre Gesichtsfarbe ein zartes schlumpfblau annahm.

      Japsend holte sie mit dem Arm aus und rammte ihm den Ellenbogen zwischen die Beine, woraufhin er nach Luft schnappend sie losließ.

      „Ok, jetzt ist aber Zeit schlafen zu gehen. Gleich morgen früh nach deinem Sonnenbad zeige ich dir dein neues Schiff, ok? Ich hab dich lieb Schwesterchen!“ sagte Mercusio zum Abschied und verpasste ihr eine Ohrfeige, dass der Kopf auf ihrem Hals wackelte.

      „Ich dich auch, gute Nacht!“

      Devlin sprang hoch und ließ ihre Faust mitten auf den Kopf ihres Bruders niedersausen, die seine Zähne klappern ließ und verschwand lächelnd.

      Glücklich legte sie sich ins Bett, und schloss die Augen, aber nicht für lange, denn schon bald, öffnete sie sie wieder und blickte zur Decke. Sie konnte es kaum erwarten, dass es endlich Morgen wurde und fieberte voller Ungeduld dem Sonnenaufgang entgegen. Doch ihre Gedanken kreisten nicht nur um ihr Schiff, sondern auch um den Fremden. Was wollte er auf Santa Bolognese? Den Cholesterin-Tod? Dem Club der rollenden Insulaner beitreten? Sie wusste es nicht und genau das, ließ ihr keine Ruhe, denn sie war ein von Grund auf, neugieriger Mensch.

      Ob er noch auf der Insel war? Oder schon weggeflogen? Bis auf Essen gab es hier auf Santa Bolognese eigentlich nichts Sehenswertes zu sehen. Vermutlich war ihm das inzwischen auch schon klar geworden und er war schon wieder abgereist, ehe es dunkel geworden war.

      Eigentlich schade, dabei hätte sie sich so gerne mit ihm unterhalten, ihn gebeten ihr von seinen Reisen zu erzählen, ihn vielleicht gefragt, ob er mit ihr reisen wolle, jetzt wo ihr Schiff endlich fertig war, denn sie brauchte noch jemanden der sich mit Navigation auskannte. Sie hatte sich leider nur die Grundkenntnisse angeeignet, die sie aus den Büchern ihres Bruders Humble bezogen, hatte.

      Doch das würde bei weitem nicht reichen. Außerdem wäre es schöner gemeinsam zu reisen, denn auch wenn sie schon seit Jahren davon träumte die Welt zu bereisen, hatte sie auch ein bisschen Angst, aber nicht vor der Welt, sondern vor der Einsamkeit. Von ihrer Familie wollte leider niemand mitkommen, denn allen gefiel es hier, selbst Kein, konnte sie nicht überreden mitzureisen, obwohl er gerade Mal zwei Jahre älter als sie war.

      Deshalb wäre ein Reisegefährte schön. Aber um dauerhaft auf See zu überleben, brauchte sie sowieso noch mehr Mitglieder, denn sie wusste aus ihren Büchern, dass die See rau und gnadenlos sein konnte und auch wenn sie sich um Essen keine Sorgen zu machen brauchte, da sie außer der Sonne, Regen und ihrem Gewächshaus, dass sie sich an Deck eingerichtet hatte nichts brauchte, benötigte sie zumindest noch einen Navigator, einen Arzt und einen Koch, der die anderen beköstigte, denn sie hatte aufgrund ihrer Allergie gegen Essen, nie Kochen gelernt. Dennoch hatte sie sich an Bord ihres Schiffes eine Küche eingerichtet, im 2. Unterdeck, soweit wie möglich von ihr entfernt, damit sich ihre spätere Crew etwas kochen konnte und sie nicht mit den Essensgerüchen oder dem Anblick ihrer essenden Kameraden belästigt wurde.

      Devlin horchte auf, als etwas unten lautstark immer wieder gegen die Eingangstür pochte und richtete sich mit klopfendem Herzen in ihrem Bett auf. Wer mochte das so spät am Abend noch sein?

      Schnell eilte sie zur Tür und öffnete sie einen Spaltbreit, um zu lauschen. Sie hörte eine Frauenstimme aufgeregt sprechen, doch sie sprach so zusammenhanglos und wirr, dass sie zunächst nicht verstand, was sie sagte. Dann wurde es plötzlich still und sie hörte die schweren Schritte eines ihrer Brüder und wie etwas über den Boden rollte, vermutlich einer der Dorfbewohner und eine Tür sich kurz darauf öffnete und dann wieder schloss. Der einzige der schnell genug an der Haustür sein konnte, um diese zu öffnen, war Humble, weil er unten nicht nur seine Praxis hatte, sondern auch sein Schlafzimmer.

      Um die anderen nicht zu wecken, schlich sie vorsichtig die Treppen hinunter und versuchte an der Tür zu lauschen, doch sie verstand nichts. Nur dass sie in Humbles Zimmer waren. Doch wen empfing ihr Bruder um diese Uhrzeit noch? Patienten?

      Die Ungewissheit und Neugier zerfraßen sie innerlich, daher entschied sie sich, den Zorn ihres Bruders auf sich zu nehmen und drückte die Klinke herunter. Sofort richteten sich 6 Augenpaare auf sie und in jedem Gesicht las sie eine andere Emotion. Angst, Wut und Besorgnis. Ihr Bruder Humble hatte offensichtlich noch nicht geschlafen, denn er trug noch immer seine dunkelbraune Cordhose sowie eines seiner weißen Hemden und der dazu passenden braunen Weste, und braune Lederschuhe. Devlin konnte sich nicht erinnern, ihn jemals schlampig oder gar leger gekleidet gesehen zu haben, dafür war ihm sein äußeres Erscheinungsbild, im Gegensatz zu ihrem Bruder Kein, zu wichtig. Noch nicht einmal sein Haar war zerzaust, sondern ordentlich zu einem Seitenscheitel gekämmt.

      „Was machst du hier Devlin? Es ist mitten in der Nacht!“

      „Entschuldige, aber was kann ich dafür, wenn jemand nachts an unsere Türe hämmert? Was ist überhaupt pass…“

      Devlin verstummte, als sie die Wunde am Hals von Theodor bemerkte, dem örtlichen Leichenbestatter, der seinen Job mit einer Eifrigkeit nachging, die manch einer als übergriffig bezeichnen würde, weil er gerne den Leuten die ihm auf der Straße begegneten, kostenlose Angebote für eineBestattung in die Hand drückte, oder einfach Maße von ihnen nahm, wenn sie langsam genug an ihm vorbei rollten und er ihnen anbot kostenlos in einem seiner Sargmodelle „Probe zu liegen“. Dabei riskierte er regelmäßig sein Leben, denn es war gefährlich einem Bologneser in die Quere zu kommen, da er dabei selbst Gefahrlief in einem seiner Särge zu landen.

      Seine Frau Ursula, die neben ihm stand schien ratlos und zutiefst besorgt über das was ihrem Mann passiert war.

      Neugierig trat Devlin näher, um sich die Wunde aus der Nähe anzusehen.

      Es waren eigentlich drei Wunden, die parallel zueinander lagen und eine kreisrunde Form hatten. Doch während die beiden äußeren Wunden einen Durchmesser von ca. 3 cm hatten, war die Wunde in der Mitte gerade Mal so groß wie der Einstich einer Nadel, wie Humble sie benutzte, um beispielsweise Blut abzunehmen.

      „Was zum Teufel…? Wie ist das passiert?“

      „Ich weiß es nicht, er kam sturzbetrunken und blutend nach Hause und faselte irgendetwas von einer dunklen Kreatur, die ihn angefallen hätte“, antwortete Ursula stellvertretend für ihren Mann.

      Eine Falte bildete sich zwischen Devlins Augen und sie wiederholte ihre Aussage im Flüsterton, als ob sie sie nicht verstanden hätte.

      „Ich war im „Wilden Eber“ und habe mir dort noch ein paar Absacker mit meinem Freund Radicchio gegönnt und wollte gerade nach Hause als plötzlich mich etwas attackierte und an meinem Hals saugte. Ich hatte solche Angst…“ nuschelte Theodor, dem das Sprechen aufgrund seiner Trunkenheit sichtlich schwerfiel.

      „Schon gut, Theodor, beruhige dich erst einmal. Devlin bitte… sei so freundlich und koche etwas heißes Wasser für Tee. Glaubst du, du schaffst das?“

      „Wasser? Aber ich weiß doch gar nicht wo die Töpfe stehen…“

      „Dann geh wieder ins Bett, ich kann dich hier nicht gebrauchen“, antwortete Humble barsch und widmete sich wieder seinem Patienten. Devlin warf seinem Hinterkopf noch ein paar finstere Blicke zu und verließ schließlich das Zimmer. Doch kaum fiel die Tür hinter ihr zu, fragte sie sich wer oder was das gewesen sein könnte, denn Theodor hatte nichts über seinen Angreifer gesagt, nur dass er ihn gebissen hatte.

      Es hatte noch nie einen Angriff dieser Art auf Santa Bolognese gegeben, nicht seit…
      Devlins Augen weiteten sich und sie fragte sich, ob der Fremde etwas damit zu tun haben könnte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Capriciosa D. Devlin ()

    • Ok dann will ich mal meine Meinung zu Kapitel zwei geben.
      Dein Schreibstil ist wieder verdammt gut. :thumbup:

      Also um gleichmal zu dem fremden zu kommen.
      Die Beschreibung war richtig nice.
      Bin da echt gespannt wie es mit ihm weiter geht. Auch wenn ich einen Vedacht habe.

      Zum Schiff.
      Ich freue mich jetzt schon es zu sehen. Hast uns ja schon eine kleine Beschreibung gegeben.

      Zur Familie von Devlin
      Die interaktion zwischen ihnen war wieder verdammt witzig. Natürlich allen voran Rapunzel und Kein.
      Das sie alle es auch nicht ausschließen das der fremde eine TF gegessen hat finde ich schon mal sehr interessant.
      Ich persönlich würde hier auch auf eine TF schließen, aber evtl keine Zoan, bzw keine Normale Zoan.
      Da lass ich mich aber gerne von dir überraschen.

      Nun komme ich zum letzten abschnitt, das ereigniss mit ihrem Bruder in seiner Praxis (Will ich mal so sagen)
      Iwie kommt er mir etwas spanisch vor. Vllt ist das auch nur mein Gedanke.
      Die Biss Wunde am Hals war mal sehr überraschend.
      Willst du uns hier eine Vampir story Vorsetzten? Wenn ja. WOW. (und das meine ich durchaus Positiv)
      Auch dass dieser Vorfall schon mal passiert ist, finde ich verdammt interessant.

      Ansonsten kann ich nur sagen das es ein schönes Übergangs Kapitel war.
      Viel konnte ich leider da zu nicht sagen. Bin jedenfalls sehr gespannt wie es weiter gehen wird.

      Mfg Rudi D(as) Rudas
    • Neu

      Rudi

      Vielen Dank für das Kompliment!
      Ja, ich glaube auch, dass es offensichtlich ist, wie es mitdem Fremden weitergeht, mehr möchte ich dazu noch nicht verraten und werdedaher deine Vampirtheorie weder bestätigen noch verneinen.
      Zum Schiff kommen wir im nächsten Kapitel, ich muss vorheraber noch ein paar Änderungen vornehmen, weil ich mit dem Design noch nichtganz zufrieden bin. Dinge zu beschreiben ist leider nicht meine Stärke, dochich versuche daran zu arbeiten und hoffe mich diesbezüglich noch zu verbessern.
      Ja, die Capriciosas sind recht schnell zu derSchlussfolgerung gekommen, dass es sich um eine Zoan handeln könnte, vielleichtetwas zu schnell.

      Rudi D(as) Rudas schrieb:

      Nun komme ich zum letzten abschnitt, das ereigniss mit ihrem Bruder in seiner Praxis (Will ich mal so sagen)
      Iwie kommt er mir etwas spanisch vor. Vllt ist das auch nur mein Gedanke.

      Humble kommt dir Spanisch vor? Du meinst, weil er mitten inder Nacht noch angezogen ist?
      Na ja, irgendeine Macke müssen sie ja alle haben und er istals Arzt halt gerne allzeit bereit und trägt daher die Kleider, die er tagsüber getragen hat, auch nachts. :-D
      Dies geht sogar so weit, dass er nachts wie ein Toter aufdem Bett liegt, die Arme neben seinem Körper liegend und so bis zum Morgen liegenbleibt, um bloß keine Falten in seine Kleidung zu machen. Und sobald er dannmorgens aufsteht, zieht er seine Kleidung aus, faltet sie ordentlich zusammenund legt sie anschließend in seinen Wäschekorb und nimmt sich, nachdem er sichgewaschen hat, neue Kleidung aus dem Schrank. Leider bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Macken aller Familienmitglieder zu zeigen, aber vielleicht mache ich hin und wieder einen Schwenker zurück zu Devlins Familie um zu zeigen, was sie so treiben.
      Ich weiß, im Moment gibt es noch nicht so viel Spielraum fürSpekulationen, bis auf ein paar Details, die ich hier und da eingebaut habe.
    • Kapitel 2 Der Fremde

      Neu

      Auch zu diesem für mich nicht ganz neuen Kapitel gibt es natürlich einen kleinen Kommentar.

      Sehr gut gefallen haben mir die für mich neuen Informationen bezüglich des Aussehens und kleinen Macken der Familie Capriciosa. Dadurch bekommen die einzelnen Charaktere gefühlt nochmal etwas mehr tiefe im Vergleich zu deiner ersten Version. Irgendwie hat mir die Idee des langhaarigen Mercusio als Schiffsbauer besonders gut gefallen. Die Interaktionen innerhalb der Familie hast du ebenfalls nochmal sehr gut überarbeitet.

      Auch beim geheimnisvollen Fremden hast du, wenn ich mich recht entsinne, noch etwas den beschreibenden Stift angesetzt. Zwar war diese schon vorher ziemlich ausreichend, aber die Kleinigkeiten haben doch noch einiges gebracht. In meiner vorherigen Rückmeldung habe ich schon die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass er für den Angriff verantwortlich ist und irgendeine Zoan mit blutsaugendem, flugfähigen Tier gegessen hat wie z.B. Mücke. Die Erwähnung des Vampirs hat mich noch an eine Fledermaus denken lassen, dort gibt es auch einige die Blut benötigen und gut sehen können sie nach der allgemeinen Vorstellung ebenfalls nicht, auch wenn dies nicht unbedingt stimmt.

      Sehr schön war auch die Ergänzung des Jobs des Angegriffenen und dessen Berufspraktiken. Ausrechnet der Bestatter wird angegriffen, wer soll dehn den bitte dann unter die Erde bringen, wenn er stirbt und der einzige vor Ort ist. Weiterhin dürfte jede Bestattung auf dieser Insel sowieso in Schwerstarbeit ausarten, die Gräber müssen immerhin sehr großzügig ausgehoben werden, jeder Sarg den Baumbestand der Insel aufs äußerste gefährden und sofern die Särge nicht ins Grab gerollt werden, auch sehr schwer zu tragen sein. ^^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

    • Neu

      Qoii
      Danke für deinen Kommentar.
      Zu dem Fremden wird es im nächsten Kapitel wieder etwas zu lesen geben, das vielleicht etwas mehr Aufschluss über ihn geben wird.Eigentlich bin ich nicht befugt über die Geschäftspraktiken des Leichenbestatters zu sprechen, weil ich ihm versprochen habe, darüber zu schweigen, aber sagen wir so, wenn jemand auf Santa Bolognese stirbt, gibt es am nächsten Tag in der Metzgerei seiner Frau Ursula ihr allseits beliebtes Spezialgericht mit der geheimen Zutat. :-D Jedenfalls gibt es auf Santa Bolognese keine Leichen Probleme da alle Leichen „offiziell“ verbrannt werden, bevor sie mit ihrer Urne beerdigt werden.