Das Narrativ von One Piece
1. Einleitung
One Piece ist der erfolgreichste Manga aller Zeiten. Dies liegt daran, dass es Eiichiro Oda gelungen ist, eine gigantische Piratenwelt zu kreieren, welche durch ihre Komplexität die Leserinnen und Leser seit Jahrzehnten begeistert. Um jedoch als literarisches Werk zu funktionieren, benötigt eine Geschichte wie One Piece einen klaren Erzählstrang, welcher sich im besten Fall als roter Faden durch die Handlung zieht. Genau in diesem Punkt häufen sich aktuell die Kritiken, da bestimmte Entwicklungen in der Handlung als Bruch mit dem bisherigen Erzählstrang gedeutet werden. Nicht selten wird sogar behauptet, dass sich Oda quasi auf halben Weg in Bezug auf den Erzählstrang seiner Geschichte umentschieden hat und sich daher die aktuelle Handlung unorganisch beziehungsweise unpassend anfühlt. Dieser Meinung widerspreche ich vehement und sehe in sämtlichen auch aktuellen Entwicklungen von One Piece den Erzählstrang, welcher schon seit dem Beginn des Mangas aufgebaut wurde. Daher möchte ich im Rahmen eines sehr ausführlichen Beitrages meine Auffassungen mit euch teilen. Mein Ziel ist dabei, euch meine Interpretation des Narratives von One Piece näher zu bringen und darzulegen, dass man an sehr vielen Stellen im Manga den angesprochenen roten Faden klar erkennen kann. Um diesem Ansatz gerecht zu werden, müssen wir uns sehr viele einzelne Puzzlestücke ansehen und ihre Zusammenhänge erkennen. Im zusammengesetzten Puzzle können wir im Anschluss das Narrativ klar ablesen. Ich bitte darum, dass ihr euch auf meine Ausführungen einlasst, da man einige Dinge nicht erkennt, wenn man die Ausgangsthesen von Beginn an ablehnt. Lasst uns also gemeinsam in die Tiefen von One Piece eintauchen und erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält.
2. One Piece – Eine Geschichte von Freiheit und Freundschaft
Die Begriffe Freiheit und Freundschaft bilden das Fundament von One Piece. Dies lässt sich direkt aus dem ersten Mangakapitel ableiten. Uns Leserinnen und Lesern wurde die Handlung als Geschichte rund um einen aufstrebenden Piraten dargestellt, der versuchen möchte, eine Crew zu finden und mit dieser die Weltmeere, speziell die Grandline, zu bereisen und dabei den größten Schatz der Welt zu finden und somit König der Piraten zu werden. Dabei kommuniziert Ruffy sehr häufig, dass er mit dem Begriff Pirat einen Menschen meint, der vollkommen frei ist. Auch die Bedeutung der Crew als tiefe Verbindung der Freundschaft wird uns sehr stark deutlich gemacht. Somit stellen die Begriffe Freiheit und Freundschaft bis heute die zentralen Elemente des Narratives dar. Dennoch bilden sie nicht das gesamte Narrativ ab. Daher müssen wir noch weitere Aspekte berücksichtigen, welche ebenfalls seit Beginn des Mangas vorhanden sind. Diese weiteren Bausteine bringt Oda jedoch bewusst deutlich subtiler in seine Handlung ein, weshalb sie häufig durch die vordergründige Betonung von Freiheit und Freundschaft untergehen. Dies ist auch der Ausgangspunkt der oben genannten Kritik. Viele Leserinnen und Leser identifizieren lediglich die Verbindung von Freiheit und Freundschaft als das Narrativ von One Piece. Aktuell rückt Oda jedoch klar die übrigen Teile, zu denen ich gleich komme, in den Vordergrund. Dies wirkt auf den ersten Blick unorganisch, ist es jedoch nicht. Und genau das werde ich im Folgenden darlegen.
3. One Piece – Eine Geschichte des Auserwählten
In einer Welt, welche bereits frei ist, hat eine Geschichte der Freiheit nicht den Stellenwert wie in einer Welt, welche unfrei ist. Diesen Umstand macht sich auch Oda zunutze und skizziert uns eine Welt, welche von der Weltregierung sprichwörtlich in Ketten gelegt wurde. Dadurch kann der Autor das Thema Freiheit um den Aspekt der Befreiung erweitern. Nun stellt sich jedoch die Frage, wer im Stande ist, die unfreie Welt zu befreien. Und hier geht die Handlung sehr stringent vor. Ruffy wird seit Kapitel 1 als ein ganz besonderer Mensch dargestellt. Dies wird unter anderem durch das Opfer von Shanks Arm symbolisiert. Und es sind genau diese besonderen Eigenschaften von Ruffy, die ihn zu dem Helden machen, welcher von der Welt gebraucht wird. Somit haben wir also die klassische Erzählung des Auserwählten. Dabei hält sich Oda bis heute offen, inwiefern Ruffy sein Schicksal erfüllen muss oder ob er auch davon abweichen kann. Immerhin stehen Freiheit und Schicksal in einem Spannungsverhältnis. Und genau damit spielt Oda. Ruffy ist der Auserwählte. Dies heißt jedoch nicht, dass er für immer unfrei sein wird, weil er zum Beispiel nach der Nase einer Prophezeiung tanzen muss. Vielmehr ist Ruffy der Auserwählte, weil er eben alle benötigten Aspekte zufällig in sich vereint. Wäre dem nicht so, dann würden wir eben nicht die Geschichte von Ruffy erzählt bekommen. Somit stellt sich auch die Frage nicht, warum es genau Ruffy sein muss. Gerade weil es eben Ruffy ist, ist es eben Ruffy. Dies klingt absurd, ist jedoch logisch. Spätestens mit dem Tod von Whitebeard wird diese Thematik ein wenig mehr in den Vordergrund gehoben. Newgate sagt klipp und klar, dass Roger auf einen bestimmten Menschen gewartet hat. Dieser Mensch muss bestimmte Eigenschaften mit sich bringen. Und dies trifft eben auf Ruffy zu. Somit erweitert sich das Narrativ von One Piece um den Aspekt des zufälligen Auserwählten, der in das Zentrum der Handlung rückt. Dadurch haben wir quasi Ruffy’s Rolle als Hauptprotagonist gleich mit hergeleitet.
4. One Piece – Eine Geschichte der Sonne
Von allen Aspekten, welche das Narrativ von One Piece ausmachen, ist die Sonnenthematik der komplizierteste Punkt, weil er von Oda über die Jahrzehnte am subtilsten eingearbeitet wurde. Dies geht sogar soweit, dass man sich berechtigter Weise fragen sollte, ob die Sonne wirklich von Anfang an Teil des Narratives war. Ich selber glaube dies, wenngleich die Rohfassung der Handlung wahrscheinlich nur eine Grundform dieser Gedanken enthielt. Die Tiefe der Sonnenthematik ist sicherlich erst über die Jahre entstanden. Spätestens mit Beginn des TS war die Idee jedoch auch in ausgebauter Form integraler Bestandteil des Erzählstranges, auch wenn Oda dies weiterhin subtil einsetzte. Auf diverse Beispiele werden wir dabei noch zu sprechen kommen. Ich möchte mich zunächst an Kapitel 1 orientieren. Der Titel dieses Eintritts in die Handlung lautete Romance Dawn. Somit war der Begriff der Dämmerung bereits damals Bestandteil von One Piece. Diese Thematik wird auch immer wieder aufgegriffen. So sagte Roger zu Pedro als er ihn vertröstete, dass die Zeit der Dämmerung kommen wird. Auch handelt die bekannteste D. Theorie davon, dass das D. für Dawn also Dämmerung steht. Und die Dämmerung ist dabei nichts anderes als die Ankunft der Sonne. Die Dämmerung ist der Beginn der Befreiung von Dunkelheit. Somit ist die Sonne fundamental mit dem Freiheitsthema verbunden. In Kapitel 1 gibt es noch einen weiteren Bestandteil, welche diese Thematik verkörpert. Hierbei handelt es sich um das Markenzeichen von Ruffy, seinen Strohhut. Ein Strohhut ist ein Kleidungsstück, welches man bei sonnigem Wetter trägt. Dies lässt sich also so interpretieren, dass sich der Träger des Strohhutes für die Sonne vorbereitet. Somit haben wir mit dem Strohhut die Verbindung zwischen der Sonne und dem Auserwählten. Grundsätzlich könnte man an dieser Stelle schon die negativen Folgen der Sonne interpretieren, immerhin ist ein Strohhut ja ein Kleidungsstück zum Schutz. Dies würde auch die aktuelle Thematik rund um Nika, der sowohl als Retter als auch als Zerstörer angesehen wird, widerspiegeln. An genau diesem Punkt bin ich mir jedoch nicht sicher, ob das Konzept am Anfang schon so geplant war. Dies meinte ich oben auch mit der Rohfassung. Daher möchte ich auf diesen Aspekt an dieser Stelle nicht weiter eingehen und es somit einfach bei der Verbindung des Strohhutes als Kleidungsstück der Sonne belassen. Steigt man noch tiefer in die Handlung ein, und genau dafür ist dieser Beitrag ja gedacht, gibt es sogar noch ein drittes Motiv, welches mit der Sonne zusammenhängt. Hierbei geht es um eine mythologische Gestalt aus der chinesischen Sagenwelt. Die Rede ist von Sun Wukong. Dieses gottgleiche Affenwesen wurde nach der Legende unter anderem durch die Kraft der Sonne geboren. Wenngleich die chinesische Bedeutung des Namens von der Thematik abweicht, wird international auch die Sonnenthematik im Namen selber anerkannt, da Sun eben das englische Wort für Sonne ist. Ruffy selber stammt aus der Familie der Monkey D. Und wird von Oda klar mit in gewisser Weise affenähnlichem Charakter und Verhalten dargestellt. Überträgt man die Legende von Sun Wukong auf Ruffy, so müsste Ruffy auch die Kraft der Sonne in sich tragen. Dies lässt sich mit der Nika Frucht klar in Einklang bringen. Hierbei geht es nicht darum, die beiden Charaktere direkt gleich zu setzen. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Anlehnung, welche die Sonnenthematik eben gut einbindet. Alles führt uns zum gleichen Ergebnis. Das Sonnenthema ist seit Beginn des Mangas ein Teil des Narratives von One Piece.
5. Das eigentliche Narrativ von One Piece
Nachdem wir nun diese Punkte besprochen haben, können wir problemlos das eigentliche Narrativ von One Piece ableiten. One Piece ist eine Geschichte von Freundschaft und Freiheit, welche durch den Auserwählten der Sonne herbeigeführt wird. Dabei stehen die Crew als Symbol der Freundschaft, das One Piece als Symbol der Freiheit, die Dämmerung als Symbol der Befreiung durch die Sonne und der Strohhut als Symbol des Auserwählten der Sonne als allgegenwärtige Elemente im Kern der Erzählung. Nun haben wir dies zwar hergeleitet, wir müssen es jedoch an der Handlung überprüfen. Und genau auf diese diversen Aspekte werde ich im Folgenden eingehen, sodass wir sehen können, dass sich das Narrativ tatsächlich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht.
6. Die Reise im East Blue und der Beginn auf der Grandline
Zu Beginn der Handlung standen klar die beiden offensichtlichen Bestandteile des Narratives im Vordergrund. Sicherlich wurde uns Leserinnen und Leser bereits im Arlong Arc das Wappen der Sonnenpiraten präsentiert. Auch wurde uns mit der Einführung der Riesen Boogie und Woogie das erste mal der Mythenkult angedeutet. Diese Aspekte wurden von Oda jedoch so spärlich gesät, dass ich hieraus nicht wirklich das Sonnenthema ableiten möchte. Am Anfang ging es um die Gründung der Crew, welche ja das Symbol der Freundschaft ist. Außerdem ging es um das Erleben von spannenden Abenteuern, wie man es von freiheitsliebenden Menschen kennt. An diese nostalgische Zeit erinnern wir uns alle sehr gerne zurück. Wesentliche Hinweise auf den Auserwählten der Sonne such wir hier jedoch vergeblich.
7. Alabasta als Auftakt des Sonnenthemas
Die Sonnenthematik wurde erstmalig richtig im Alabasta Arc aufgegriffen. Das Heimatland von Vivi ist als Wüstenregion und in Bezug auf seine Bevölkerung fundamental mit der Sonne verbunden. Der Ort des Porneglyphes war eine Grabkammer. Dies erinnert sehr stark an den Pharaonenkult aus unserer Welt. Und die ägyptische Mythologie kennt als zentralen Gott die Sonne. Auch hier könnte man den ersten Punkt der zweischneidigen Sonne sehen, da die Bevölkerung von Alabasta unter der Trockenheit sehr gelitten hat. Diese Interpretation ist jedoch sehr vage, weshalb ich mich darauf nicht versteifen möchte. So oder so bleibt die Sonne als Motiv im Alabasta Arc bestehen.
8. Die komplette Lore von One Piece im Skypia Arc
Die bisher größte Spiegelung des kompletten One Piece Narratives gibt uns der Skypia Arc wider. Die Crew als fundamentales Symbol für Freundschaft ist dabei natürlich allgegenwärtig. Auch die tiefe Freundschaft von Noland und Kagara verstärkt diesen Aspekt. Auch das wiederkehrende Motiv des freiheitsliebenden Abenteurers findet sich sowohl in der Motivation der Strohhutbande, in den Himmel aufzusteigen, als auch im Verhalten von Noland aus der Vergangenheit wieder. Während des Skypia Arcs wird auch erstmalig der Sonnengott erwähnt. Diesbezüglich werden zwar noch drei weitere Gottheiten erwähnt, Erde-, See- und Waldgott, die Auserwähltengeschichte wird jedoch auch hier durch die Sonne symbolisiert. Dies lässt sich folgendermaßen nachvollziehen. Ruffy wird uns als Sinnbild des Auserwählten als der natürliche Feind von Enel als Sinnbild des bösen Gottes präsentiert. Nun lässt sich sicherlich fragen, an welcher Stelle hier die Sonne tritt. Dies bringt Oda durch zwei Elemente ein. Dort haben wir zum einen die goldene Kugel, welche Ruffy am Arm beim Sieg gegen Enel trug. Der Gott wurde durch eine goldene Kugel am Himmel besiegt. Im finalen Aufeinanderprall benutzte Ruffy diese goldene Kugel auch, um den Himmel von den dunklen Wolken zu befreien. Mit anderen Worten gesprochen, die goldene Kugel am Himmel brachte das Licht zurück. Dies ist ein Motiv für die Sonne. Es geht aber noch weiter. Am Ende des Skypia Arcs tanzten unsere Helden um ein großes Lagerfeuer. Auch dies lässt sich entsprechend umformulieren. Der natürliche Feind des bösen Gottes tanzte um ein Feuer im Himmel. Auch die Bezeichnung des Feuers im Himmel lässt sich klar als Sonne interpretieren. Wie wir also sehen, hat Oda das komplette Narrativ der Freundschaft und Freiheit, welche durch den Auserwählten der Sonne herbeigeführt wird, in den Skypia Arc gepackt.
9. Der Wechsel des Fokus
Wie wir bereits erörtert haben, lag zu Beginn der Handlung der Fokus vor allem auf den Bestandteilen Freundschaft und Freiheit. Kurze Zeit vor dem TS gab es jedoch zwei Momente, welche den Wechsel dieses Fokus einläuten. Dies betrifft einerseits die Aussage von Rayleigh, dass die Roger Bande die wahre Geschichte herausgefunden hat, es jedoch durchaus möglich ist, dass Ruffy und seine Crew eine andere Antwort finden werden. Somit bereitete Oda klar den Weg vor, dass es ein Ziel zu erreichen gilt, welches sogar Roger nicht erreichen konnte. Es deutete sich also schon damals eine weitaus größere Lore als lediglich das Piratenkönig Thema an. Der zweite Moment bezieht sich auf die letzten Momente von Whitebeard. Edward Newgate machte deutlich, dass es nicht Teach ist, auf den Roger wartete. Dies hebt die Auserwählten Thematik klar in den Vordergrund. Nach diesen Gegebenheiten rückten die klassischen Abenteuer im Namen von Freundschaft und Freiheit eher in den Hintergrund. Und dies gelang Oda, ohne uns bereits die komplette Nika Thematik zu offenbaren.
10. Die Sonnenpiratenbande
Mit den Fischmenschen erzählt uns Oda eine klassische Geschichte der Sklaverei. Dies findet in den Erzählungen rund um Fisher Tiger ihren Höhepunkt. Auch hier knüpft Oda den Wunsch nach Befreiung an das Sonnenthema. Versinnbildlicht wird dies durch das Sonnensymbol der Sonnenpiratenbande. Dennoch wird auch hier das Thema der Sonne nur als Randnotiz hinzugefügt.
11. Die Einführung von Nika auf Wano
Nach den Ereignissen auf der Fischmenscheninsel bereitete Oda den Kampf gegen Kaido und Big Mom auf Wano Kuni vor. Dafür spannte er einen gewaltigen Bogen, welcher PH, DR, Zou, WCI und WK umfasst. Erst am Ende dieses Handlungsschwerpunktes widmete Oda sich wieder dem Narrativ. Mit dem Erwachen von Ruffys Teufelsfrucht führte Oda die Sonne in Form einer Personifizierung in seine Handlung ein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde allen Leserinnen und Lesern klar, dass Ruffy eine Art Auserwählter ist. Gleichzeitig wurde im Wano Arc das erste mal direkt die Legende von Nika durch Who’s Who erwähnt. Hier wurde klar die Verbindung von Nika zum Thema Freiheit gezogen, da uns diese Mythen als Sklavengeschichten präsentiert wurden.
12. Der Egg Head Arc und die Übertragung von Nika zu anderen Völkern
Auf Egg Head erfuhren wir, dass Nika auch in den Erzählungen der Bukaniers auftrat und, dass Nika tief verwurzelt in der Mythologie von Elban ist. Auch zog Oda hier eine klare Verbindung zur Götterthematik, indem er Bonney zu Saturn sagen ließ, dass es wahrhaftige Götter und Helden gibt. Die kleinen Randnotuzen rund um die Energiequelle von Emeth ziehen auch Vergleiche zu den chemischen Prozessen in Sternen wie unserer Sonne. Somit ist auch hier eine Verbindung zur Sonne gegebe.
13. Die komplette Ladung Mythologie auf Elban
Nun sind wir im Elban Arc angekommen und hier erwartet uns Mythologie pur. Im Zentrum der alten Elbangeschichten steht Nika als zweischneidiges Schwert. Die einen halten ihn für den Befreier. Die anderen halten ihn für den Zerstörer. Somit bietet das Narrativ noch einiges an Spannungspotenzial. Und genau damit wird uns Oda noch so einige Jahre beschäftigen.
14. Zusammenfassung
Insgesamt sehen wir also, dass One Piece als Geschichte von Freundschaft und Freiheit, welche durch den Auserwählten der Sonne herbeigeführt wird, sich im Grunde von Beginn an organisch aufgebaut hat. Die Aspekte Freundschaft und Freiheit standen dabei vor allem am Anfang im Fokus, während die Auserwähltenthematik und das Sonnenthema nur latent vorhanden waren. Nun führt Oda jedoch so langsam alles zusammen. All diese Ausführungen bestärken mich in meiner Annahme, dass Oda den roten Faden seiner Geschichte schon sehr früh im Kopf hatte und seinem Narrativ auch stets treu geblieben ist. Daher möchte ich meinen Beitrag mit einer Frage beenden. Ist es vor dem Hintergrund dieser genannten Punkte wirklich so unwahrscheinlich, dass Oda seinen Erzählstrang schon seit Beginn des Mangas in Rohfassung im Kopf hatte und von diesem bis heute nicht abgewichen ist?





