Sterbehilfe in Deutschland

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies
    Beachten Sie zudem unsere Datenschutzerklärung: Pirateboard.net - Datenschutzerklärung

    • musste mal en referat darüber in ethik halten...über methoden un problematik


      weiss nich ist wirklich ein schwer zu entscheidenes thema....wenn man es ethisch erklären will sollte man eh davon ausgehn das es im endeffekt imma von der jeweiligen person abhängt un wenn es dieser verboten wird jedoch jene noch einigermassen gedanken fassen kann wird sie andere menschen darum bitten gift o.ä sich verabreichen zu lassen was dann wieda einen konflict der nahen verwandten auslöst ob sie der bitte ihres familienmitglieds nachgehn soll oda sich in manchen fällen so sogar gegen das gesetzt stellt etc....

      religiös kann man dieses thema meiner meinung nach nicht angehn da ich eh atheist bin und somit für mich jegliche religiöse contra stimmen(weiss nichma ob es da pro stimmen gibt)vollkommen ohne sinn sind da hier mit einem controllmedium(ebn gottes wille) über menschen entschieden wird selbst wenn dies über deren eigener freier wille geht was ich nunma als falsch ansehe...(jetzt nicht in allen fällen nur diese problematik sehe ich ebn in der religiösen auseinandersetzung mit diesem thema )

      am ende stehe ich dazu das jeder der in der lage ist noch selbst entscheiden zu können der sollte es mit sich selbst ausmachen ob dies der richtige weg für einen ist....bei allen anderen die keiene freie entscheidung mehr treffen können und so zweite ihre stimme sozusagen als richtungsspruch annehmen können ist es imma ein tanz auf messers schneide *glare*
      wer nichts zu sagen hat, der lasse andere für sich sprechen

      soon coming the new ultra nicce designed banner which will blow up your minds.. :thumbsup: (not my work )
    • (Belangloser Einleitungsatz mit Begründung, warum ich diesen Thread aus der Versenkung hole und meine Meinung hier kundgebe)

      Zur rechtlichen Lage in Deutschland:
      Die Selbsttötung ist nach herrschender Meinung tatbestandslos und folglich nicht strafbar.
      Obwohl diese Ansicht meiner Meinung nach die einzig sinnvolle ist (zumindest wenn man niemanden wegen der versuchten Tötung an sich selbst verurteilen will), so überschreitet sie trotzdem die geltende Wortlautgrenze im Strafrecht (Art. 103 II GG) und wäre somit eigentlich verfassungswidrig.


      Bei der Fremdtötung differenziert das deutsche Strafrecht zwischen:
      1. der Tötung eines anderen Menschen durch eine Handlung gegen den Willen des Getöteten,
      2. der Tötung eines anderen Menschen durch eine Handlung ohne den Willen des Getöteten,
      3. der Tötung eines anderen Menschen durch eine Handlung mit den Willen des Getöteten,
      4. der Tötung eines anderen Menschen durch ein Unterlassen gegen den Willen des Getöteten,
      5. der Tötung eines anderen Menschen durch ein Unterlassen ohne den Willen des Getöteten,
      und 6. der Tötung eines anderen Menschen durch ein Unterlassen mit den Willen des Getöteten.

      1. ist ein Fall des § 212 StGB, ggf. sogar ein Fall des § 211 StGB, und folglich strafbar.


      2. ist ein Fall des § 212 StGB, ggf. sogar ein Fall des § 211 StGB, und folglich strafbar.

      3. ist ein Fall des § 216 StGB und folglich grundsätzlich strafbar. Entscheidend ist, wer den todbringenden Moment beherrscht: Beherrscht der Getötete selbst den todbringenden Moment, liegt eine tatbestandslose Selbsttötung (s.o.) vor. Demnach hätte sich auch ein Gehilfe (§ 27 StGB), mangels tatbestandsmäßiger Haupttat, nicht strafbar gemacht. Beherrscht aber ein anderer als der Getötete den todbringenden Moment, so liegt zweifelsfrei ein strafbarer Fall des § 216 StGB vor. Die aktive Sterbehilfe ist also strafbar, sofern sie als Täter (§ 25 StGB) begangen wird. Für einen Gehilfen ist die aktive Sterbehilfe nicht strafbar. Die aktive Sterbehilfe ist also nur unter Einschränkungen zulässig.

      Der Arzt darf den Patienten den Giftbecher bis zum Mund führen, aber der Patient muss trotzdem derjenige sein, der durch eine Handlung das Gift in sich aufnimmt.

      Die indirekte aktive Sterbehilfe ist aber auch als "Täter" zulässig.

      4. ist ein Fall der §§ 212, 13 StGB, ggf. sogar ein Fall der §§ 211, 13 StGB, und folglich strafbar.

      5. ist ein Fall der §§ 212, 13 StGB, ggf. sogar ein Fall der §§ 211, 13 StGB, und wäre folglich strafbar. Eine (mutmaßliche, antizipierte oder stellvertretende) Einwilligung wirkt aber rechtfertigend und damit wäre auch dieser Fall ausnahmsweise straffrei. Demnach wäre die passive Sterbehilfe zulässig.

      6. ist ein Fall der §§ 216, 13 StGB und folglich grundsätzlich strafbar. Die Tötung auf Verlangen durch Unterlassen kann aber durch eine (ausdrückliche) Einwilligung des Getöteten gerechtfertigt sein und wäre folglich ausnahmsweise nicht strafbar. Die passive Sterbehilfe ist also zulässig.
      Dabei wird sogar die aktive Beendigung lebenserhaltener Maßnahmen (z.B. das Abschalten einer Magensonde) wie ein Unterlassen behandelt, obwohl sie eigentlich ein aktive Tun darstellen.

      Zum Telos des § 216 StGB:
      In erster Linie schützt der § 216 StGB das menschliche Leben. Demnach ist das Leben ein indisponibles Rechtsgut, d.h. selbst der Mensch kann nicht über sein eigenes Leben verfügen.
      Darüber hinaus wollte man aber mit den § 216 StGB ganz aktiv gegen die Sterbehilfe vorgehen und diese verbieten. Ich halte beide Gedanken für überholt. Der Mensch ist ein freiverantwortliches Wesen und sollte nicht vom Staat bevormundet werden, wenn es um sein eigenes Leben (oder Sterben) geht. Meiner Meinung nach gehört zur Freiheit eines jeden Menschen auch die Freiheit, seinen eigenen Leben ein Ende zu setzen. Wenn der Staat dies verhindern will, so kann er auch andere Maßnahmen (z.B. die Errichtung von Beratungsstellen) ergreifen.

      Zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung:
      Der § 217 StGB stellt die geschäftsmäßige Beihilfe ("...die Gelegenheit gewährt, verschafft oder vermittelt,...") zum Suizid unter Strafe und wirft mehrere Fragen auf:

      1. Geschäftsmäßig bedeutet, dass eine Handlung mehrmalig begangen wird. Es stellt sich also die Frage, warum die einmalige Beihilfe zum Suizid straflos ist, die mehrmalige aber strafbar. Insbesondere weil man erwarten kann, dass wenn eine Handlung einmal nicht strafbar ist, sie auch nicht dadurch strafbar wird, dass sie mehrmalig begangen wird.

      2. Die geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid wird unter Strafe gestellt. Die geschäftsmäßige Anstiftung zum Suizid bleibt aber straflos, obwohl die Anstiftung das höhere Unrecht darstellt (vgl. § 26 StGB und § 27 StGB; Der Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, während die Strafe des Gehilfen gemildert werden kann).

      3. Die Selbsttötung ist eigentlich tatbestandslos (s.o.). Demnach mangelt es an einer tatbestandsmäßigen Haupttat für die Strafbarkeit des Gehilfen. Folglich wird der Gehilfe zum Täter gemacht...
      Auch der § 217 StGB verfolgt einen (zweifelhaften?) Zweck: Man wollte die Arbeit von Sterbehilfevereinen unterbinden. Meiner Meinung nach ist dieser Zweck zweifelhaft, aber mir fallen momentan keine Argumente ein, die meine Ansicht stützen. Vielleicht fallen dem ein oder anderen aber ein paar Argumente dafür oder dagegen ein...

      Meine Änderungsvorschläge:
      1. In die Straftatbestände der §§ 212, 211 StGB die Formulierung "anderer Mensch" aufnehmen, damit die Selbsttötung auch ganz offiziell tatbestandslos wird.
      2. Den § 216 StGB aufheben. Damit wären alle Formen der Sterbehilfe legal und das Leben wäre ein disponibles Rechtsgut. Somit könnte man grundsätzlich auch in Tötungsdelikte einwilligen.
      3. Die Einwilligung als Rechtfertigungsgrund in das Gesetz aufnehmen.
      4. Den § 217 StGB aufheben. Damit könnten auch die Sterbehilfevereine wieder ihrer Arbeit nachgehen.

      FPS:
      L: Warum sprichst du (abgehobener Besserwisser) eigentlich immer von Selbsttötung und nicht von Selbstmord?
      A: Wenn sich ein Mensch umbringt verwirklicht er üblicherweise keine Mordmerkmale und folglich ist der Begriff "Selbstmord" meistens falsch.

      L: Warum verwendest du so oft das Wort "Folglich"? Umfasst dein Wortschaft keine anderen Wörter, um deine Schlussfolgerungen zu kennzeichnen?
      A: Mein Wortschatz umfasst kaum andere derartige Wörter und folglich ist die Antwort "Ja".
      "Do you know what heroes are? Say there is a chunk of meat. Pirates will have a banquet and eat it. But heroes will share it with other people. I want all the meat!"

      -Monkey D. Ruffy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Malakiel ()