Blame!

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    • Tja dann will ich mich auch noch mal melden. (War ja fleißig mit lesen beschäftigt^^.) Denn wir wollen ja alle Blame oben im Seinen Bereich haben.
      Was soll ich nun sagen was nicht schon gesagt wurde ... Mhmm fang ich einfach mal vorne an und rechtfertige mich für meine Zustimmung obwohl es dafür keinen Grund gibt aber na ja wie oben schon gesagt Straight to the top Baby!
      Neror hat einfach das wieder gegeben was auch ich nach dem ersten lesen von Blame empfunden habe. Ja klar das Artwork und die Atmosphäre sind klasse aber die Wortkargheit von Blame und die fehlende Vorgeschichte machten es mir schwer in den Manga einzusteigen. Nachdem ich ihn dann aber etwas verdaut und nochmal gelesen habe erkannte ich die Bandbreite von Blame.

      RichardThePony schrieb:

      Es stimmt, Nihei erzählt seine Geschichte fast ausschließlich über das Artwork und dadurch ist Blame! kein Manga, den man einfach mal so nebenbei überfliegt.

      Wenn ich eine Sache bei lesen von Blame gelernt habe dann die, dass die Geschichte nur nebensächlich ist, oder sich in einem Satz zusammenfassen lässt. Viel wichtiger ist das was um die Handlung herum passiert. Für mich ist Blame keine Geschichte sondern viel mehr eine riesige Metapher welche die Menschheit und all ihr Tun an-Blame-d (schlechtester Wortwitz ever XD). Das der Protagonist dann nicht Menschlich oder zumindest Menschen ähnlich ist erübrigt sich daher. Was wäre das denn dann für eine Aussage die der Manga uns vermitteln will? Ganz egal wie viel Mist die Menschheit fabriziert ihr schafft das schon ... irgendwie. Nein so geht das nicht, die Aussage heißt: Es kommt der Tag an dem sich die Menschheit nicht mehr retten kann und untergehen wird. Die einzige Möglichkeit euch zu retten -und das ist der Kniff in der Serie- ist die Liebe, welche in dieser Geschichte durch die Beziehung zwischen Seu und Mensarb vermittelt wird, da Seu der Einzige mit den Netzwerk-Genen ist.

      Neror schrieb:

      Jedoch muss ich gestehen das mir Killy mit jeden Band mehr auf die Nerven ging, der Typ hatte zwar seine Geheimnisse aber sonnst war nicht viel an ihn dran nichts was ihn sympathisch gemacht hat.

      Ja Killy ist nicht gerade mehrschichtig ^^ aber ich denke das war schon so beabsichtigt. Ich fang jetzt einfach mal an zu interpretieren also zurück lehnen und nicht zu genau nehmen:
      Killy steht, meiner Meinung nach, für den "Überlebenswillen" und das Vorantreiben der Handlung bzw das Erreichen seines Ziels und die damit verbundene Rettung der Menschheit. Er soll nicht menschlich, vielschichtig oder gar freundlich erscheinen, da er ums nackte Überleben kämpft und außerdem die Verbindung zwischen dem Inhalt und dem Leser herstellt. Es ist also kein Wunder das er, bei so hartem Tobak in der Handlung, nicht "nett" wirkt. Außerdem stellt Killy die einzige Konstante in diesem Manga dar, die einzige Sache die sich nicht ändert, während die Welt um ihn herum zusammenbricht und selbst die anderen Charaktere rapide Veränderungen vornehmen. Da fällt mir auf, dass Killy gut in den Charakterentwicklung-Thread passt :D

      Was die momentanen Werke von Nihei betrifft kann ich nicht mit reden da ich weder Abara noch Knights of Sidonia gelesen hab. Beide kommen aber bald in Deutschland raus, vllt sollte ich mich da noch auf den aktuellen Stand bringen^^
    • Ich nehm mal zu ein paar Passagen Stellung.

      Cailon schrieb:


      Dann, auch Stichwort Artwork, ist ja kürzlich der Kurzgeschichtenband "Blame Gakuen! and so on" als Scanlation aufgetaucht, dort hat er auch ganz massiv seinen Stil überarbeitet. Wenn man sich alte und neue jetzt im Sammelband veröffentlichte Panels ansieht...


      Es gibt ja nicht viel, was ich an Niehei kritisiere, aber sein Versuch, sich an den Mainstream anzunähern, indem er seinen rauhen Zeichenstil ändert, ist für mich ein herber Schlag gewesen. Für mich ist Blame! das, was ihn auszeichnet und nichts kommt an Blame! ran, was jetzt Biomega, Sidonia oder Abbara nicht schlecht macht, aber es nervt schon, dass genau das Element, was für mich wesentlich für die Stimmung verantwortlich war, mit Absicht weichgezeichnet und "shonenhafter" wurde. Nihei oder dessem PR-Berater^^ wollen anscheinend mehr Menschen erreichen, was ich ihm nicht übel nehme, aber dieses Feeling aus Blame! geht ein wenig verloren. Auch die von Cailon angesprochenen Liebeselemente oder eben das Mehr an Text sind eine konsequente Vortsetzung aus Biomega. Dort gab es schon Ansätze der "Shonifizierung", die in Sidonia noch deutlicher werden. Das liegt nicht nur an Killys Gesicht, sondern eben auch an den runderen Formen, die eher "lieb" wirken, anstelle von trostlos und unendlich. Und irgendein komischer Blame!-Hasser (wahrscheinlich Neror XDD) hat ihm gesagt, dass man die Story nicht das AW erzählen soll und er gefälligst jetzt jeden Scheiß erklären soll, mit TEXT!!! Das grenzt wirklich schon an Blasphemie...
      Nein, Sidonia ist gut, keine Frage, nur ist Niheis Weg nicht der, den ich sehen möchte. Ich freue mich so überhaupt nicht auf sein nächstes Werk, wenn ich die Entwicklung seit Blame! so sehe...

      The C stands for Cailon schrieb:

      Ich gewöhne ihn mir als hochgeschätzten Mangaka einfach so langsam ab, er ist in meinen Augen nicht mehr so supertoll wie früher.


      Ich würde es nicht so drastisch ausdrücken, weil ich ihn vergöttere, aber wie oben beschrieben ist sein Schaffensweg eher degenerativ, er fing mit einer kreativen Explosion an und arbeitet sich schrittweise auf das Niveau von anderen Ausnahmemangaka wie Inoue oder Kishiro zurück XD (Ich kann ihn soooo schlecht kritisieren)

      Und jetzt ein "welcome back aus dem Urlaub" an Neror mit einer kleinen Antwort zu seiner Ausführung

      Neror schrieb:

      Oder willst du mir sagen dir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen, das die Fischer die ehemaligen Nachfahren der Besatzung von Toha sind und Toha ein Raumschiff war. Dafür musste man zwangsläufig noch mal nachblättern sich an gewisse stellen zurück erinnern, das empfand ich als schwer so wie mich in das setting einzufinden es wirkt nun mal fremd.


      Nein, mir ist es eben nicht wie Schuppen von den Augen gefallen, aber man bekommt direkt ein Gefühl, dass hier das Setting und die Chars in Relation stehen. Und das ist immer ein erhebendes Gefühl, denn so wird ja jedem Charakter im Nachhinein mehr Farbe verliehen, was ja keine neuerfindung des Rades ist, Oda macht das mit Reylleigh oder Dragon auch, nicht so gut wie Nehei, aber ok XD

      Neror schrieb:

      Man muss Blame! nicht wie ein Gemälde von Dali betrachten. Wo man vor dem Bild steht und seine Gedanken schweifen lest, zumindest nicht um Blame zu begreifen/verstehen


      Nein, so extrem würde auch ich nicht an Blame! herangehen, aber man schon sehr tief in die Geschichte eintauchen. In Blame! ist die Story, wie Shogun sagte, schnell erzählt, nur wird durch das Setting und die Umstände, in denen sich die Protagonisten wiederfinden ein Berg von Fragen aufgeworfen, den man versuchen kann, für sich zu klären, oder eben auch nicht. Blame! ist sicher auch so ein Meisterwerk, allein von der Bildgewalt, dafür muss man nicht viel nachdenken, denn das Szenario ist ja direkt klar. Man kann aber versuchen, tiefer einzudringen und sioch Zusammenhänge zusammenreimen, was einen vielleicht auch auf einen Irrweg führt, aber zu glauben, Nihei hätte alles nach Blame! gemacht, ohne absichtlich Hinweise zu hinterlassen, wäre doch ein wenig blauäugig^^. Jeder Autor verknüpft seine alten Werke, unterbewusst oder bewusst, mit seinen Neuen, mal intensiver mit einer direkten Fortsetzung (siehe BAA) oder eben nur beiläufig. So finden wir in Bakuman kleine Zeichen, die auf Death Note verweisen, Gimmicks halt, das Gleiche gilt für Inoues Real.
    • Shogun schrieb:

      Zitat von »Neror«
      Jedoch muss ich gestehen das mir Killy mit jeden Band mehr auf die Nerven ging, der Typ hatte zwar seine Geheimnisse aber sonnst war nicht viel an ihn dran nichts was ihn sympathisch gemacht hat.

      Shogun schrieb:

      Ja Killy ist nicht gerade mehrschichtig ^^ aber ich denke das war schon so beabsichtigt. Ich fang jetzt einfach mal an zu interpretieren also zurück lehnen und nicht zu genau nehmen:
      Killy steht, meiner Meinung nach, für den "Überlebenswillen" und das Vorantreiben der Handlung bzw das Erreichen seines Ziels und die damit verbundene Rettung der Menschheit. Er soll nicht menschlich, vielschichtig oder gar freundlich erscheinen, da er ums nackte Überleben kämpft und außerdem die Verbindung zwischen dem Inhalt und dem Leser herstellt. Es ist also kein Wunder das er, bei so hartem Tobak in der Handlung, nicht "nett" wirkt. Außerdem stellt Killy die einzige Konstante in diesem Manga dar, die einzige Sache die sich nicht ändert, während die Welt um ihn herum zusammenbricht und selbst die anderen Charaktere rapide Veränderungen vornehmen. Da fällt mir auf, dass Killy gut in den Charakterentwicklung-Thread passt :D


      Prinzipiell stimme ich Shogun zu.
      Der Hintergrund der Geschichte ist sehr düster, Killy irrt schon seit Jahrtausenden? durch die Megastrucktur, wer weiss was er alles gesehen hat...
      In Noies ist mir aufgefallen, dass als Susono Musubi in der unteren Schicht umher lief, sie ein Plaket der vermissten Kinder sah, darauf bilde ich mir ein Killy entdeckt zu haben!
      Wer weiss woher er kommt und wer er vorher einmal war....der Polizist am Ende von Noise?
      Ich finde im Gegensatz, zu vielen nicht das Killy ein reiner Gefühlsklotz ist, klar er teilt sich nicht mit, wird stiller und stumpfsinniger, aber gerade zu Chibo finde ich keinesfalls, dass er wie eine reine Maschine agiert. Er zeit Traurigkeit und Missfallen, und beschützt sie. Erst später im Laufe der Geschichte als er das Siliziumleben tötet welches durch das "Fernroher" diesen Turm beoachtet fragt Mori: Warum hast du das getan? Das Siliziumleben stellte keinerlei Gefahr da, meinte Killy nur: Er war ein Siliziumwesen!
      Daran erkennt man wie abgestumpft Killy wurde, evtl auch allem überdrüssig. Killy ist im Gegensatz zu anderen ein "Menschenfreund" trotz seiner wiedergewonnen Fähigkeiten. Er ist immernoch ein Agent der Regierungsbehörde und keine Schutzwehr. Er zerstört diese Klonmaschine mit den vielen weiblichen Klonen, das gehörte nicht zu seinem Auftrag...aber diesem sinnlose Züchten machte er ein Ende. Und dem "Leiden" des weib. Wesens in dieser Maschine, manche würden sagen das sei brutal, aber was für ein Leben ist das noch gewesen? Daran erkennt man, das er in Blame eine andere Rolle spielt als die des Killers, der eben nur seinen Auftrag Netzwerkgene zu finden verfolgt.
      ...Luffy you failed!
    • Tja, ich kann mich hier nicht an den Diskussionen wirklich beteiligen, bzw. noch nicht, aber ich wollte mal was zu Blame schreiben.

      Ich wusste bis vor kurzem noch rein gar nichts über Blame und habe neulich erst damit angefangen den Manga zu lesen und bin erstaunt über das Ganze. Ich lese zwar nicht oft Seinen aber nach einigen guten Kritiken wollte ich mir Blame halt anschauen. Und mit anschauen meine ich auch anschauen, ich wollte mir nur das Artwork im ersten Kapitel angucken, aber da sowie so kaum was gesagt wird, hab ich praktisch damit angefangen es zu lesen. Anfangs war es etwas schwer da reinzukommen, ich wusste echt nicht was da los war, es fing einfach mitten im geschehen an und nach einigen Kapiteln wurde noch immer nicht richtig auf die Handlung eingegangen. Ich denke aber ich habe mich schnell an die 'stille' erzählweise des Manga gewöhnt. Es ist einfach eine unglaubliche Atmosphäre die ich bisher in keinem Manga erlebt habe. Ich bin momentan recht am Anfang von Blame und weiß momentan kaum worum es geht, möglicherweise einfach nur um die Reise von Killy durch diese Megastrukturen, werd ich möglicherweise noch rausfinden. Trotzdem ist der Manga wirklich fesselnd. Klingt vielleicht blöd, da in einem Kapitel vielleicht 3 Wörter gesprochen werden, aber durch die Atmosphäre und das Artwork, welches Tsutomu Nihei geschaffen hat, bin ich echt zum Fan geworden und das obwohl ich erst mit dem Manga angefangen habe.

      Das waren erstmal die ersten Eindrücke von mir und jetzt werd ich den Manga weiterlesen. Vielleicht schreib ich noch was zu Blame wenn ich fertig bin, aber bis dahin sollte ich mich von allen Diskussionen um Blame raushalten, auch wegen Spoilern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rain ()

    • So, habe gerade gesehn das ich hier ja noch nichts geschrieben habe, dabei war ich mir doch recht sicher. Dies wird nun somit nachgeholt. Allerdings wird es diesmal nicht so ausführlich wie sonst, da es schon ne ganze weile her ist das ich den Manga gelesen habe, aber nun zum wesentlichen.

      Was mir natürlich als erstes aufgefallen ist, ist das Artwork. Da der Manga ja sehr wortkarg ist wird das feeling über das Artwork herübergebracht. Dieses finde ich sehr gut gemacht, eine riesige Struktur voller Gebäude bzw Gängen und Häuserschluchten finde ich sehr schön umgesetzt. Man fühlt sich sehr schön in diese trostlose Welt hineinversetzt, wo man sehr selten mal jemanden begegnet und menschlichem Leben begegnet man noch seltener. Genau diese Kombination finde ich sehr gelungen, da hier die Bilder eben für sich sprechen und er deswegen mit wenig Text auskommt. Genau das macht den Manga für mich auch lesenswert, vorallem da am Anfang nicht gleich ersichtlich ist wohin es eigentlich gehen soll und man nur so quasi mitgenommen wird mit der Hauptfigur und man dann Stück für Stück mehr erfährt.

      So, auch fand ich den Einstieg am Anfang recht schwer und mühsam, weil man quasi einfach mitten hinein geschmissen wird und sich dann selbst zurechtfinden muss. Aber genau das macht jetzt im Nachhinein für mich wieder den Reiz aus, weil man hier eben alles selber erforschen bzw erkennen muss. Oftmals ergeben sich manche Gegebenheiten erst nach mehrmaligen lesen oder man kommt auf andere Gedanken wie davor. Deshalb finde ich den Manga auch so gut, weil hier eben teilweise die Verantwortung sich zu recht zu finden in den Bereich des Lesers abgegeben wird, er aber auch nicht völlig allein gelassen wird. ER muss eben nur genauer nach den Antworten suchen.

      Nun bin ich auch schon am Ende, wie gesagt, ist schon lange her das ich ihn das letzte mal las, deshalb wird es nicht mehr.
    • haegr schrieb:

      So, auch fand ich den Einstieg am Anfang recht schwer und mühsam, weil man quasi einfach mitten hinein geschmissen wird und sich dann selbst zurechtfinden muss. Aber genau das macht jetzt im Nachhinein für mich wieder den Reiz aus, weil man hier eben alles selber erforschen bzw erkennen muss


      Das geht wohl jedem so und ist nur der Anfang von einem großen Haufen an Rätseln und offenen Fragen, die der Leser mehr oder weniger mit sich ausmachen muss. Dies führt natürlich dazu, dass jedes andere Werk von Nihei irgendwie in das Universum von Blame! gequetscht wird. Es bietet sich natürlich an, denn Bezüge stellt der Meister immer wieder her. So findet man immer Hinweise auf die Megastructure (wenn man denn diese als solche erkennen will^^), die Gauna und natürlich Killys und Cibos Alter Egos. Es zeigen sich aber auch große Unterschiede, die es schwer machen, einen Zusammenhang herzustellen. Was haben die schwarzen und weißen Gauna mit denen aus Sidonia zu tun? Soll das Ding, was im HQ der weißen Gauna heranwächst, etwa so eins sein? Wird das Gauna Raumschiff am Ende von Abara die letzten beiden Menschen töten? Sind es überhaupt die letzten Menschen oder ist das nur ein Ausschnitt weitab vom Mond auf einem Felsbrocken?

      Um auf den Bezug zu Blame! zurückzukommen:
      ER muss eben nur genauer nach den Antworten suchen.


      Aber genau hier steckt ja auch eines der großen Hindernisse. Wenn man näher über die Welt nachdenken, die wir dort vorfinden, wollen wir doch eigentlich nach einem Licht suchen, einer Hoffnung. Cheeno schrieb hier im Thread, Blame! habe eine weniger explizite Gewaltdarstellung als zB ein EDEN. In Blame! erschreckt nicht ie Gewalt, weil es schon so trostlos ist, dass Gewalt sinnlos scheint. Hoffnung ist nichtmal mehr durch Gewalt zu erblicken, das Szenario spielt lang nachdem die letzte Hoffnung gestorben ist. Vergleichen könnte man es mit der Welt, die durch Atomwaffen zerstört ist, in der aber ein Computervirus immernoch seinen Algorithmus umschreibt, um an Firewalls vorbeizukommen und sich auf irgendwelchen PCs einzunisten.
      Wenn man soweit ist mit dem Gedankengang, kann man gut zu dem Schluss kommen, dass es in dieser Welt voller Leere und sinnloser, karikierter Anarchronismen der Technologien unserer Zeit nicht wirklich etwas gibt, was einen antreibt, weiterzulesen. Mit Toha Heavy Industries zeigt uns Nihei in Blame! einen "Fehler" in unserem Denken zu intelligenter Software und selbststeuernder Technik, dem ich zumindest vorher überhaupt keine Beachtung geschenkt habe. Dass wir als Rasse oder Zivilisation für diese Technologien vollkommen irrelevant sind. Sie führen ihr Programm aus oder ändern es mit der einprogrammierten Prämisse. Keiner schreibt in eine Routine, dass das Programm bei einem menschlichen Wipeout inaktiv werden soll. Und so "passiert" die Megastructure, bei deren Größe und Mechanismen Killys Ziel nutzlos scheint.
      Und hier soll man weiterlesen? Nihei liebt die Architektur so sehr, dass ein echtes Happy End nur stören würde? Hehe, so ist es sicher nicht, man hat ja auch Hoffnung, nur nimmt sich Nihei viel zu oft unbedeutender Charaktere an, die in ihren Geschichten keinen echten Einfluss auf Irgendwas haben, außer uns auf ihre Seite zu ziehen und sie dann vergehen zu sehen. Und Nihei sagt nichtmal etwas dazu oder zeigt eine Reaktion des "Helden". Nur Cibo als Partner bis zum Schluss durch dick und dünn hilft irgendwie als Ersatz. Klar weiß man, was sie ist und warum sie die Sachen so macht, wie sie sie macht. Aber der Gedanke, sie wolle Ewigkeiten auf Killy warten (für ihn), nistet sich ein und ist tröstlich. Denn egal, wer unterwegs links liegen gelassen wird, der Leser bleibt mit diesen Eidrücken allein und bekommt kein Feedback. Das macht alles nicht grade besser^^ Aber zum Glück gibt es hier genug Leute, die auch eine solche Geschichte gerne mal als Kontrast zum Standardshonen liest, bei dem einem jede Emotion 10 mal vorgekaut bekommt und jeder Charakter schon direkt mit dem ersten Satz klassifiziert wird. Klingt jetzt abwertender, als gemeint XD.

      Und zuletzt: Da Nihei einem nicht viel gibt, kann man sich die Antworten so zurechtlegen, wie sie einem passen; ist vielleicht auch ein Teil der Beliebtheit des Werks.
    • BLAME! Bekommt eine Netflix Umsetzung



      Auf Netflix ist einfach verlass. Sie haben einfach ein Händchen für die richtigen Produktionen. Wir werden also bald eine Anime Filmumsetzung von BLAME! auf Netflix sehen, die ja auch schon Knights of Sidonia von Nihei als Serie bringen. Ich muss sagen es freut mich dass Netflix auch düstere und komplexere Animeumsetzungen bringt und unterstützt. Da BLAME! nur so teuer als Manga erhältlich ist, wird es für mich auch meine erste Möglichkeit sein es zu erleben. Sicher geht es einigen anderen auch so.
      'To protect the Sheep you gotta catch the wolf, and it takes a wolf to catch a wolf.'
    • Das ist zwar schon etwas länger bekannt, aber schön, dass enlich auch ein Teaser erschienen ist. Die allererste Preview auf der Knights of Sidonia BluRay hatte mich damals schon sehr gehypet:



      Anzumerken ist aber, dass Netflix den Film nicht produziert sondern nur ausstrahlt. Das "A Netflix Original", was sie oft gerne verwenden, kann da etwas irreführend sein. Der Animefilm wird von Polygon Pictures produziert, die auch Knights of Sidonia gemacht haben.

      Ich freue mich natürlich einerseits sehr, dass Blame! endlich etwas Aufmerksamkeit geschenkt wird und wir gleich eine Filmproduktion bekommen, aber andererseits ist der Manga viel zu lang (10 Bände!) als dass ein Film ausreichen wird ihn komplett zu adaptieren. Da wird mit Sicherheit einiges an Material gekürzt, was allerdings trotzdem im Fall von Blame! funktionieren könnte, da in etwa im ersten Drittel des Manga und auch später des Öfteren nur Killys und Cibos Reise ohne große Handlung gezeigt wird. Hoffe nur, dass die großartige Atmosphäre die der Manga hat nicht im Film darunter leidet.

      Das CG stört mich nicht groß, hat mir auch in Knights of Sidonia zum Teil gefallen, allerdings sieht von Hand gezeichneter Anime eigentlich immer besser aus. Ist natürlich auch deutlich teurer zu produzieren, deshalb will ich mich bei Blame! nicht beschweren.