Fußball

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    • Das Spiel gestern von Dortmund war einfach der Hammer.

      Die erste Halbzeit war - wie leider gewohnt - nicht gut gespielt. Man hat versucht Kampfgeist zu zeigen und hatte auch ein paar Chancen. Aber gerade Inter hat hier verdammt gut vorgelegt. Mir hat - auch wenn ich ja nur Dortmund-Fan bin - das Spiel von Inter sehr gefallen. Diese gewisse Aggressivität finde ich zur Abwechslung gut. Man sieht zwar ein paar Fouls und gelbe Karten, aber es geht sehr gut auf.

      In der zweiten Halbzeit hat es sich dann - nach ein paar anfänglich "schlechten" Minuten - gedreht. Und auf einmal schafft es Dortmund, Inter den Ball immer und immer und immer wieder abzuluchsen. Inter sah kein Land mehr für zig Minuten.

      Hakimi hat hierbei gezeigt, warum Dortmund alles geben muss, damit man ihn hält. Das wird zwar gegen Real schwierig. Aber dennoch. Hakimi zeigt immer wieder, wie verdammt gut er ist. Daher bitte halten Dortmund!

      Dann die Einwechslung von Alcacer. Er hat am Ende zwar nicht soo viel gezeigt. Aber wie er direkt nach seiner Einwechslung den Einwurf abgefangen und zu Brandt geschickt hat, war aller erste Sahne!

      Und zum Schluss nochmals das zweite Tor von Hakimi. Die letzten Minuten hatte ich einen Puls von over 9.000, immer kurz vorm Herzinfarkt. Aber sowas darf es gerne mal geben. Ich freue mich nun auf das Spiel am Samstag, wobei ich das nicht richtig verfolgen kann - leider.
    • Schade, dass ich das Spiel gestern verpasst habe. Nach allem, was man so hört und liest, muss das wirklich ein Fußballfest vom aller Feinsten gewesen sein.

      Und so beeindruckend Hakimi auch auftrumpht und so groß damit auch der Wunsch ist ihn über die Saison hinaus halten zu können: Das wird sicher nicht passieren.

      Schon in der letzten Sommerpause sprach er davon, dass er am liebsten sofort zurück nach Madrid gehen würde. Und auch die Königlichen dürften fest mit ihm planen, ist man doch gerade mitten im Umbruch und kann ein so bockstarkes Eigengewächs damit wohl auch besser denn je gebrauchen. Sein Marktwert liegt mittlerweile auch schon bei 30 Mio und mit Transfers, die diese Marke (deutlich) sprengen, rechne ich persönlich auch im nächsten Sommer nicht vom BVB.

      Der Junge ist beim BVB einfach komplett explodiert, sein Marktwert kann auch gewiss noch weiter bis zum Leihende steigen. Real sitzt hier am längeren Hebel und Hakimi will offenbar auch wieder zu den Königlichen stoßen. Und solange der Spieler keine Bereitschaft für einen dauerhaften Wechsel zeigt, solange kann der BVB sich noch so sehr bemühen. Ein Transfer wäre unter diesen Bedingungen praktisch undenkbar.

      Wie gesagt, ich würde mir sehr wünschen, dass man Hakimi fest verpflichten kann. Dass sich Real jedoch bei ihm - anders als etwa Barca bei Paco - nicht bereiterklärt hat eine Kaufoption in den Vertrag einzubauen, sagt mMn schon alles: Real plant fest mit Hakimi. Angesichts der aktuellen Situation in Madrid wohl auch mehr denn je.
    • Hakimi ist der neue Carvajal. Leverkusen hat damals alles versucht und No Chance. Bei Hakimi das gleiche, selbst mit gewonnener Meisterschaft keine Chance.

      Mit Schulz und Guerreiro auch nicht schlecht aufgestellt, Hakimi hat natürlich nochmal deutlich mehr Potential. Einzigen Chance wäre ihm klarzumachen dass er beim BVB Offensiver spielen darf als bei Real, aber realistisch ist da wenig, Ramos und Marcelos Uhr tickt ungemein
      Du bist immer dann am besten, wenns dir eigentlich egal ist
      Du bist immer dann am besten, weil der Ehrgeiz dich sonst auffrisst
    • OneBrunou schrieb:

      Schade, dass ich das Spiel gestern verpasst habe. Nach allem, was man so hört und liest, muss das wirklich ein Fußballfest vom aller Feinsten gewesen sein.
      Nur kurz dazu: Ja und nein ...

      Die erste Halbzeit war meiner Meinung nach desaströs ...
      Man hat kaum Zugriff bekommen, kaum Zweikämpfe eingehen geschweige denn gewinnen können und so dilletantisch verteidigt, dass der zwei-Tore-Rückstand einfach nur folgerichtig war.
      Nach vorne war man leider auch eher selten kreativ und/oder gefährlich.

      Umso erfreulicher natürlich dann die zweite Halbzeit, die ein komplett ausgewechseltes Dortmund gezeigt hat. Was auch immer Favre in der Halbzeit gesagt hat, es hat funktioniert!
      Plötzlich hat man ALLE Zweikämpfe gewonnen und eine enorme Spielfreude gezeigt, dass man Inter hinten schwindelig gespielt hat.

      Halbzeit zwei war tatsächlich ein Augenschmaus aus Dortmunder bzw. Deutscher Sicht.
      Darf aber nicht die Gesamtleistung verfälschen, die mMn nach der schlechten ersten Halbzeit dann auch nur "ok" war.
    • Ich möchte nichts schönreden oder kritisieren:
      bzgl. der ersten Halbzeit bei Dortmund. Ich habe bei Inter eigentlich nur 2-3 Grosschancen gesehen und Inter hat 2 Tore davon gemacht. Abwehrverhalten beim ersten tor war natürlich katastrophal und den zweiten Treffer war perfekt ausgespielt. Guter Konter perfekt abgeschlossen. Da hätte man vielleicht ein taktisches Foul nutzen sollen. Aber man darf nicht vergessen, dass Götze eine Riesenchance zum 1:1 hatte und auch Sancho kurz vor der Pause das 1:2 machen könnte. Heisst für mich eigentlich nicht dass es so schlecht war und dass man keine richtigen Chancen wie im Hinspiel hatte!

      Zur zweiten Halbzeit hat Dortmund schliesslich gepowert und Inter hat alles von der ersten Halbzeit vermissen lassen. Kein Druck, Kein Zugriff im Mittelfeld und das hat man dann auch gemerkt. Schliesslich verdient gewonnen. Aber die erste Halbzeit war meiner Meinung nach nicht so schlecht wie du gesagt hast. Chancen waren da, das Abwehrverhalten ist klar. Es war nicht gut aber auch nicht Katastrophe, denn ich hatte als Zuschauer immer das Gefühl, dass Dortmund mindestens 1 Tor machen könnte und mit der daraus entstehenden Euphorie war der Wurf schliesslich auch möglich.
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    • Vielleicht interessiert ja jemanden die Meinung eines Inter-Fans zum Spiel.
      Sogar 2 Tage nach dem Abpfiff habe ich dieses Spiel immer noch nicht gänzlich verdaut. Die erste Nacht war dabei extrem schlimm. Und dabei war es für mich nicht mal sooo überraschend, dass das Spiel noch aus der Hand gegeben wurde. Geschah ähnliches nämlich noch vor nicht allzu langer Zeit im Camp Nou gegen den FC Barcelona. Und ja, das Spiel gegen Dortmund war regelrecht ein Dejavú an jenes Spiel. Die erste Halbzeit spielt Inter verdammt stark - aggressiv, lauffreudig, selbstbewusst, passsicher, zweikampfstark, technisch einwandfrei und vorne gnadenlos effizient. Eigentlich genau so wie ich mir das bei jedem Spiel erhoffe. So ging auch die Führung aus meiner Sicht absolut in Ordnung, trotz dem Umstand, dass Dortmund alles andere als schlecht gespielt hat. Denn auch sie haben durchaus gut nach vorne gespielt, mit viel Ballbesitz und ein paar guten Torchancen. Aus dem Grund war für mich klar: das Spiel ist noch längst nicht gegessen. Und dennoch konnte ich mir ein Grinsen beim Halbzeitpfiff nicht verkneifen, so konnte - oder besser gesagt wollte - ich mir nicht vorstellen, dass wir das Spiel noch verlieren. Aber dann geschah genau das, was zuvor auch gegen Barca passiert ist. Die Dortmunder (mit dem Wissen, dass sie vermutlich eh nichts mehr zu verlieren haben) kommen energiegeladener denn je aus der Kabine und drücken Inter die ganze Zeit über ins eigene Viertel zurück. Jeder verdammte Zweikampf wird verloren, kein Pass kommt mehr richtig an, die dümmsten Fehler werden begangen. Alles was Inter in HZ 1 noch ausgezeichnet hat, ist augenscheinlich in der Kabine zurück geblieben. Das 1:2 war die logische Konsequenz. Und dann, mit dem Rückenwind von 80.000 Fans und einem befreiten Dortmunder Spiel, war mir schnell klar, dass das bis zum Abpfiff nicht verteidigt werden kann. Und so kam's dann schlussendlich auch. Hinzu kommt dann noch, dass beim Stand von 2:2 Inters dritter Auswechselspieler sich paar Minuten nachdem er sich auf dem Feld befand verletzt und wir knapp 20min praktisch nur noch zu Zehnt waren. Es lief alles in allem aus Inters Sicht also alles schief, was nur schief laufen kann in Halbzeit 2. Der Sieg von Dortmund ging unterm Strich daher absolut in Ordnung und war verdient. Deshalb Glückwunsch an alle Dortund-Fans. Man merkt, dass Inters relativ neuen Mannschaft noch die internationale Erfahrung in der CL fehlt, um solche Spiele dann routiniert zuende zu Spielen. Sobald das Team stärker unter Druck gerät, wird es anfällig. Das muss man als Top Mannschaft gemanaged kriegen, diesem Druck Stand zu halten und sich davon zu befreien. Der Weg dahin wird aber noch ein langer.

      Was das für den Rest der Gruppenphase bedeutet? Auf den ersten Blick sieht es natürlich eher schlecht aus, was ein Weiterkommen anbelangt. Trotzdem besteht noch eine theoretische Chance es sogar noch aus eigener Hand zu schaffen. Dazu muss Inter "nur" die letzten beiden Spiele gewinnen. Wie realistisch das ist, steht auf einem anderen Blatt. Persönlich bleibt die Hoffnung aus meiner Sicht, dass Barca zuhause den BVB schlägt und Inter in Prag irgendwie gewinnt. Dann wäre man wieder zweiter (da der direkte Vergleich gegen Dortmund gewonnen wurde). Und am letzten Spieltag wäre es dann ein klassisches Fernduell zwischen den Italienern und den Deutschen, wo erstere nicht schlechter abschneiden dürfen.
    • Mia san mia! Nimmt Hummels, wir nehmen Lewa :thumbsup: Bombe dieser Typ.

      Richtig cooles Spiel der Bayern ... Neuling Alphonso Davies auch super Spiel! Favre hat ihn anscheinend als Schwachstelle ausgemacht, aber er hat sich davon nicht beirren lassen. Schafft auch nicht jeder. Ich bin gespannt wie es mit Flick weitergeht. Er wird ja jetzt befördert bis zum Ende der Saison so wie ich es mitbekommen habe, und wer weiß, vielleicht beweist er sich. Die haben zwar jetzt gegen schwache Dortmunder gewonnen, aber da muss schon mehr kommen in den nächsten Spieltagen.

      Mal schauen was Gladbach heute fabriziert ... Bremen ist keine schwache Mannschaft, bin gespannt.
    • ist schon traurig wie die arroganten bayern Spieler wenn ihnen was nicht passt gegen den Trainer spielen jetzt wo Kovac weg ist können sie wieder Fußball spielen ??
      Ja gut dortmund hat jetzt auch nicht viel dagegen getan (leider) aber es kotzt einen an kaum ist Kovac weg und auf einmal zeigen die bayern wieder was sie können.

      Also wenn es so weiter geht kennen wir wohl den Meister der Saison wieder

      Aber was stört es mich ich sollte lieber gucken was mein Verein in der 3 liga macht
    • Ach komm schon, ist doch bei jeder anderen Mannschaft ähnlich. Wenn man den Trainer nicht will, spielt man nicht 100%. Dortmund, Real, Barcelona, Man City und wie sie alle heißen ... ist doch normal. Ich mochte Kovac, und ich hätte ihn auch noch gerne weiter bei Bayern gesehen. Aber gerade bei den Bayern kann es sehr schnell gehen. Dortmund hat aber auch einfach scheiße gespielt, muss man auch sagen. So gut es auch ausgesehen hat, gegen bessere Dortmunder hätte man nicht 4:0 gewonnen. Den Bayern immer Arroganz vorzuwerfen wird auch irgendwann langweilig. Wenn dies Arroganz gewesen sein soll, dann ist jeder andere Spieler auch arrogant.

      Typische Aktion von Hoeneß ... ruft im Doppelpass an und haut auf den Putz xD
    • Ich finde, dass das Spiele gestern und auch am Mittwoch gegen Piräus, täuschen doch sehr über die momentane Leistung der Bayern hinweg. Klar hat man jetzt zwei Spiele mit insgesamt 6 Toren und keinem Gegentor gewonnen, aber gut waren die Spiele nicht wirklich. Piräus war ein dankbarer Aufbaugegner fürs Ego und was Dortmund da gestern abgeliefert hat, kann man nur mit Kinderfussball betiteln. Ich will jetzt nicht die Siege von Bayern schlecht reden, die waren verdient, aber auch mit massiven Zutun der Gegner.

      Dortmund hat gestern zu viele haarsträubende Fehler gemacht und Bayern hat sie ausgenutzt. Ich weiß gar nicht, wie viele Male Lewandowski gestern ungedeckt im Dortmunder Strafraum spazieren war. Das sind fatale Fehler, die meistens sofort bestraft werden. Die vielen Fehlpässe, die schlechten Zweikämpfe und die mangelnde Kreativität im Mittelfeld taten da ihr übriges.
      Mats Himmels war noch der, der bei Dortmund noch gekämpft hat und die beste Leistung abgeliefert hat, trotz des Eigentors. Das ist im allgemeinen sehr bitter, wenn du dich im Gegensatz zu anderen abrackerst und dir dann noch so was passiert.
      Für mich muss ganz dringend Akanji raus und Zagadou soll dafür seine Chance bekommen. Die Fehler von Akanji sind mit nichts zu erklären und er steht für mich sinnbildlich für die Probleme, welche die komplette Mannschaft hat: fahrig und unkonzentriert, nicht in Form oder auf der Höhe und scheinbar verunsichert. Wenn sie frei und unbekümmert spielen würden, wäre sie in der Lage jeden zu schlagen oder zumindest auf Augenhöhe zu spielen. (Siehe Barcelona)
      Auch ein zweiter Mittelstürmer wäre nicht schlecht, weil das mit Götze keinen Sinn macht. Vielleicht Götze auch gleich abgeben und einen Schlussstrich unter die Geschichte machen.

      Die Frage ist jetzt eigentlich, wie die Bayern spielen, wenn es gegen einen Gegner geht, der sein eigenes Spiel auf den Platz bringt und auch richtig in die Zweikämpfe rein geht. Wenn da vom Gegner richtig Gegenwind kommt, ein aggressives Zweikampfverhalten gezeigt wird und die Abwehr richtig unter Druck gesetzt wird, da bin ich gespannt, wie die Spieler des FC Bayern damit zurecht kommen. ManCity wäre z.B. mal ein interessanter Gegner.

      Mal noch kurz zu Uli Hoeneß und seinem Interview gestern beim ZDF. Wie doof muss man eigentlich sein, um den Medien das auf dem Silbertablett zu servieren, dass wenn die Spieler den Trainer weg haben wollen, man sich einfach nur beim Vorstand ausheulen muss. Also wenn es wirklich reicht, dass einige Spieler mit einer Träne im Auge zu Uli und Kalle rennen, um einen angeschlagenen Trainer den Todesstoß zu geben, ist das sehr bedenklich. Da brauch man sich auch nicht zu wundern wenn es heißt, dass gewisse Spieler scheinbar keine Leistung auf dem Platz zeigen, nur damit der Trainer gehen muss. Wir reden hier von mehr oder weniger erwachsenen Männern, die es scheinbar nicht schaffen ihre Differenzen wie normale Erwachsene zu lösen, sonder wie kleine Kinder mit petzen und heulen. Und das an die Öffentlichkeit zu bringen, jetzt wo man auf Trainersuche ist, ist nicht nur dumm sondern auch unseriös. Das Kovač nicht das erste Opfer dieser Masche ist, sondern damals auch Carlo Ancelotti, zeigt schon wie das an der Säbener Straße so läuft. Bei van Gaal und Trapattoni hatte es so was nicht gegeben, die wären in der Kabine komplett eskaliert, ohne Überlebende.
      Da hoffe ich wirklich, dass es sich einige Trainer zweimal überlegen, ob man sich diesen Kindergarten wirklich antun möchte und es einige Absagen geben wird.

      Und weil die Würde des FC Bayern unantastbar ist, kam von Uli heute mittag natürlich noch der Wutanruf beim Doppelpass auf Sport1, was diesen Unwissenden überhaupt einfällt, so böse über Brazzo zu reden. Auch der Satz, dass beim FC Bayern die Demokratie vorherrscht, hat ehmeligen Spieler wie Helmer, Struntz und Michael Rummenigge ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Sagt schon alles.
      Man kann sich nur wünschen, dass Uli sich in seiner Rente etwas zurück nimmt und sich und dem FC Bayern so was in Zukunft erspart.
      Wenn man sich das Interview von Oli Kahn anschaut, zum Thema Trainersuche, habe ich persönlich die Hoffnung das es mit ihm besser in der Außendarstellung wird. Auch wenn solche PK's über die Würde es FC Bayern sehr lustig sind, kann man auch gut auf das fremdschämen verzichten. Es kann nur besser werden.
    • @korosensei

      Ich stimme dir voll und ganz zu dass man sich von den letzten beiden Siegen nicht täuschen lassen darf. Die Leistung der Dortmunder war gestern so schwach dass eine Bayernmanschaft in normaler Verfassung diese sicherlich noch höher aus dem Stadion geschossen hätte. Sowas habe ich in den letzten Jahren wirklich selten bis gar nicht bei den Dortmundern gesehen. Ich bin der Ansicht dass Favre definitiv nicht der richtige für den BVB ist. Ähnlich wie bei Kovac sieht man kaum eine Handschrift und die Spieler richtig motivieren kann er anscheinend auch nicht.

      Desweiteren stimme ich dir auch zu dass die einzelnen Spieler meiner Bayern zu viel Macht im Verein haben. Auch die öffentliche Bekanntgabe von Uli seh ich durchaus kritisch, finde das aber nicht weltbewegend. Trotzalledem wissen weder du noch ich wie das alles abgelaufen ist. Oder hast du eine Quelle die bestätigt dass sich manche Spieler bei Kalle ausgeheult haben. Bei Bayern gibt es einen Spielerrat und dieser wird natürlich auch befragt wenn die Leistungen nicht stimmen. Und die Leistungen stimmten unter Kovac einfach überhaupt nicht. Wir wissen dementsprechend nicht was der ausschlaggebende Punkt für die Entlassung war. Ich tippe aber mal stark auf die liegen gelassenen Punkte und nicht auf ein paar unzufriedene Spieler. Ein Ancelotti hatte seinen Rauswurf damals auch durch eine ich sag mal sehr überschaubare Aufstellung mehr als provoziert. Hätten die Dortmunder und auch die Leipziger nicht schon so viele Punkte liegengelassen wäre Kovac schon früher gegangen, da bin ich mir sicher. Der Welpenschutz gilt halt nun mal nicht auch noch ein zweites Jahr.

      Zu dem Anruf heute von Uli und deiner Meinung kann ich dir wieder nur teils zustimmen. Natürlich war der Anruf komplett übertrieben aber gerade wegen solchen Aktionen liebe ich Uli einfach. Der ist einfach wie eine Löwenmutter die Ihr Junges beschützt. Da merkt man einfach wie sehr er diesen Verein liebt und wie er sich für dessen Angestellten einsetzt. Zudem hatte er keinen der anwesenden Herren als unwissend beschimpft sondern hat vorallem gegen den einen Journalist ausgeteilt. Und bei Journalisten trifft er auch die Richtigen. Da waren ja heute wieder drei Stück von der Partie. Und eig. haben auch nur diese 3 über Brazzo hergezogen. Dass mit der Würde lass ich mal so stehen da Uli und Kalle ja schon gesagt haben dass das kompletter Müll war. Die Außendarstellung ist Mist da bin ich voll und ganz bei dir. Aber dass heute war da noch ein kleines Übel. Und bitte bleib bei der Wahrheit oder lass die eine Hälfte nicht einfach weg. Als Uli dass mit der Demokratie erwähnte haben alle gelacht nicht nur die ehemaligen Bayernspieler. Solch eine Darstellung ist einfach nur Blödsinn und wirft dann auch ein schlechtes Licht auf den FC Bayern.

      Mfg

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wuidsau ()

    • Uli hat ganz eindeutig den einen Journalisten als ahnungslos betitelt und dem großen Teil der Runde despektierliches Verhalten gegenüber Salihamidzic. Für mich ist das jetzt Wortklauberei, weil es Uli einfach nicht gepasst hat, was dort erzählt worden ist. Und ob die drei Journalist da jetzt was falsches gesagt haben und über Salihamidzic hergezogen sind, sehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Das die meisten seiner Interviews von unglücklich bis fremdschämen reichen, ist bekannt und desweiteren waren seine Abwerbversuche Richtung Hudson-Odoi und Sane alles andere als professionell. Er ist doch im Endeffekt selber Schuld, dass ihn die Medien durch den Fleischwolf drehen und muss sich halt mal überlegen, wie er vor den Kameras agiert. Auch für ihn sollte es keinen Welpenscnutz mehr geben.
      Und die Journalist hab ich bei dem Satz mit der Demokratie bewusst außen vor gelassen, weil für mich Helmer, Strutz und Michael Rummenigge die interessanteren Personen sind. Diese Drei waren jahrelang bei Bayern im Verein und wissen ganz genau, wie es in diesem Verein abläuft. Für uns als Zuschauer, oder auch die Journalisten ist die Aussage von Hoeneß doch nur bis zu einem gewissen grad greifbar, weil keiner von uns weiß, was da überhaupt hinter verschlossenen Türen abläuft, oder wer wirklich was zu sagen hat. Aber die Redaktion von diesen drei Männern zeigt da einem Außenstehenden einfach mehr. Das Außenstehende darüber lachen, weil sie durch die Außendarstellung denke, dass dort nur Uli und Kalle dort was zu sagen haben und alle anderen nur schödes Beiwerk sind, ist doch auch hausgemacht. Das alle großen Entscheidungen nur über diese beiden Männer gehen und am Ende das letzte Wort haben, egal ob Salihamidzic da mit involviert ist oder nicht, dass wissen wir glaub ich alle.

      Uli hat doch auch im ZDF-Interview bestätigt, dass durch die Strömungen gegen Kovač die Bremse gezogen wurde. Klar spielen auch die Leistungen eine Rolle, aber man sieht ja, jetzt wo Kovač weg ist, dass es auf einmal wieder geht. Wenn es Widerstand gegen den Trainer gibt, muss man damit rechnen, dass das Team gegen diesen spielt und das geht am besten mit Leistungsverweigerung.
      Klar weiß ich nicht, wie die Sache dort abgelaufen ist, aber ob man sich die Blöße gibt, offen vor allen im Spielerrat den Trainer zu diskreditieren, wag ich zu bezweifeln. Da wird der direkte Weg zu Kalle und Uli, der sicherste sein. Da weiß dann keiner wer wirklich gegen den Trainer war und eine mögliche Maulwurfaffäre ist auch auszuschließen. Außerdem wäre es nicht förderlich für das Mannschaftsgefüge, wenn sich da ein Pro- und ein Contralager in der Trainerdiskussion auftun würde.
    • Gestern hat mich der Sieg für den SCF natürlich unheimlich gefreut, obwohl ich ganz klar für Dortmund bin, habe ich die Chance gepackt und auf Freiburg als Meister eine Wette platziert, die Quote war nicht schlecht und wer weiss, als Abschied von Christian Streich wäre es schon ganz cool^^

      Vielleicht bin ich etwas voreingenommen, was die Trainerdiskussion um Favre behandelt. Aber ich kann nicht verstehen, warum man einen Trainer, der die letzte Saison ein Dortmund aus dem Tief holt, in der jetzigen Spielzeit, die meine Meinung nach von allen "Top-Mannschaften" nicht gut geführt wird, absägen will. Klar es sind jetzt 6 Punkte auf Gladbach und 2 auf Bayern. Es war ein Katastrophen Spiel, aber immer gleich den Trainer anschwärzen finde ich nicht optimal. Dass der Trainer an jeder Niederlage schuld ist, aber bei einem Sieg sind die Spieler die Helden... Die momentan Präferenz den Trainer bei jeder öffentlichen Kriese als Rauswurfkandidaten zu betiteln, geht doch in die falsche Richtung? Es kann nicht sein, dass der Trainer für alles schuld ist, aber bei guten Leistungen wie gegen Inter hatte er keinen Einfluss oder war er plötzlich wieder der Top-Trainer. MMn gilt es jetzt für den BVB, die Winterpause mit möglichst wenig Verlustpunkten gegenüber Gladbach und Bayern zu erreichen. Danach haben sie die Möglichkeit, die Spieler / Trainer / Philosophie / Style zu überarbeiten und zu verbessern. Nehmen wir mal einen Brand, welcher anscheinend in einer Top-Verfassung schien. Gegen Bayern, war er unsichtbar und hatte viele Fehlpässe. Akanji ist ein Fall für sich.. Diese Spieler müssen sich nun bewähren. Reichen sie oder reichen sie nicht. Können sie den Schalter umlegen oder nicht. Die Erwartungshaltung nach der aussergewöhnlichen letzten Saison hat die Situation auch nicht verbessert. Nach einem 2. Platz muss das Ziel Platz 1 sein. Klar. Aber die Situation vor Favre war für den BVB sehr kritisch und vielleicht hat die letzte Saison auch getäuscht, da Spieler zum Teil über ihrem Leistungsniveau gespielt haben. Deshalb muss das Ziel für die Winterpause, einen Maximal Verlustpunkte abstand von 6 Punkten sein und in der Rückrunde voll auf Angriff gespielt werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass der BVB noch in allen Wettbewerben im Rennen ist. Klar ist der Gewinn eines DFB-Pokals nicht gleichwertig mit einer Meisterschaft oder CL. Aber es wäre wieder mal ein Titel. Vielleicht gelingt dem BVB auch in einem anderen Wettbewerb noch den grossen Wurf. MMn sollte das Ziel des BVB's mindestens 1 Titel sein. Ansonsten kann man nach dem möglichen Verpassen des Ziels über einen neuen Trainer sprechen. Aber etwas Ruhe und Zeit würde der Entwicklung, der doch jungen Mannschaft gut tun. Nicht wie ein aufgescheuchtes Reh direkt den Trainer wieder schicken. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kloppo ein super Trainer war, aber nach ihm hat der BVB zum Teil auch keinen richtigen Trainer gefunden. Wer wäre den deiner @Wuidsau Meinung nach der richtige Trainer für den BVB? Wer ist den momentan auf dem Markt, der ähnlich wie ein Kloppo ist? Ich denke mit Favre ist ein guter Trainer beim BVB, welcher aus einem schwachen BVB sehr schnell eine gute Mannschaft geformt hat, aber jetzt etwas zum Stillstand gekommen ist. Aber hat er nicht bei Gladbach 2x und Inter bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann. Denkst du nicht, dass er die Chance erhalten sollte?

      Wie gesagt, meiner Meinung nach, sollte man sicherlich bis zur Winterpause die Entwicklung abwarten. Vor allem je nach Verlustpunkte und der Analyse kann man eine Entscheidung treffen. Aber davor würde es keinen Sinn machen.
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    • neeewbie schrieb:

      Aber ich kann nicht verstehen, warum man einen Trainer, der die letzte Saison ein Dortmund aus dem Tief holt, in der jetzigen Spielzeit, die meine Meinung nach von allen "Top-Mannschaften" nicht gut geführt wird, absägen will.
      Fußball ist nun mal ein Ergebnissport, der BVB die - wenn auch nicht konstante - zweitgrößte Kraft der Bundesliga. Was gestern war, interessiert morgen keine Socke mehr. Man kann sich nicht auf den Lorbeeren der vergangenen Saison ausruhen und die dort erbrachten Ergebnisse heranziehen, um die jetzige Situation zu rechtfertigen oder den Trainer damit in Schutz zu nehmen. In diesem Jahr lassen viele immer wieder Federn, das ist wahr. Aber nachdem es nach den Spielen gegen Gladbach, Wolfsburg und vor allem Inter so schien, als würde der BVB jetzt endlich die Kurve kriegen und wieder die Leidenschaft und den Kampfgeist abrufen, der diesen Verein auszeichnet, ist man in München scheinbar schon wieder mit vollgeschissenen Windeln angereist. Wieso? Hat man so große Angst vor den großen Bayern? Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wieso man ausgerechnet im Auswärtsspiel gegen die Bayern - dem wohl wichtigsten Spiel der Saison - immer jegliche Einstellung vermissen lässt. Das war letztes Jahr so, das war aber auch davor schon länger so. In München gerät man zuletzt immer unter die Räder, weil man plötzlich das Fußballspielen einstellt. Ob es nun Angst, Ehrfurcht oder sonst etwas ist, spielt dabei keine Geige.
      Doch sind das die großen Spiele, auf die hingefiebert wird. Auf die sich vor allem auch die Fans immer extrem freuen. Und dann liefert die Mannschaft eine Arbeitsverweigerung der Extraklasse ab. Das geht einfach nicht.

      Da muss sich gewiss jeder Spieler an die eigene Nase fassen, gar keine Frage. Aber auch der Trainer steht hier - wieder einmal - in der Verantwortung. Denn als Trainer musst du die Mannschaft nicht nur taktisch richtig einstellen, du musst sie auch anspornen können. Ein Trainer ist nicht nur Trainer, sondern auch Motivator. Es ist seine Aufgabe die Mannschaft nach vorne zu peitschen, wenn sie Moral und Einstellung vermissen lässt. In Dortmund hat dies einfach besonderes Gewicht, weil man sich hier - vielleicht noch mehr als anderswo - reinen Kampfwillen wünscht. Es ist einfach die Mentalität des Potts, die man sich hier in gleichem Maße auch von seiner Mannschaft wünscht. Das hat auch nichts mit Kloppo zu tun. Er hat dem BVB diese Mentalität nicht eingeimpft, er hat sie aber in Perfektion ausgelebt. Deswegen passte er auch so hervorragend zum BVB. Deswegen wird jeder neue Trainer immer und immer wieder mit ihm verglichen, was - und da stimme ich voll und ganz zu - eine absolut unfaire Erwartungshaltung ist. Und deswegen ist der Wunsch in Dortmund auch groß wieder einen Trainer zu haben, der dieses Feuer, diese Leidenschaft, mit bringt. Und das tut Favre nun mal einfach nicht.
      Favre kann taktisch noch so herausragend sein, am Ende des Tages wird in Dortmund die Einstellung, die Leidenschaft und der Wille höher bemessen, als die reinen Ergebnisse. Niemand hätte sich beschwert, wenn der BVB in der Allianzarena verloren hätte. Ist keine Schande. Man beschwert sich in erster Linie aber darüber, dass die Mannschaft es scheinbar nicht auf die Reihe kriegt mit Leidenschaft an die Spiele heranzugehen. Sie schafft es einfach nicht mit diesem Druck, der diesem besonderen Spiel inne wohnt, richtig umzugehen. Und ja, das ist eine Frage der Mentalität. Da kann sich Reus noch so sehr über dieses Wort aufregen.
      Jedes Spiel mit demselben Willen, dem Willen zu siegen, antreten. Sich in jeden verdammten Zweikampf werfen und, wenn alle Stricke reißen, auch einfach mal schmutzig zu spielen, sowas will man sehen. Sowas will man in Dortmund sehen. Und wenn die Mannschaft dies nicht aus eigener Kraft heraus schafft, ist der Trainer gefordert. Für solche Aufgaben ist Favre allerdings auch der falsche Mann.

      Deswegen finde ich es auch sehr bedenklich, dass ein Sebastian Kehl hier nicht mal federführend wird. Zumindest kriegt man nach außen nichts Derartiges vermittelt. Er hat lange unter Kloppo gespielt, hat noch mehr Jahre beim BVB verbracht, war Kapitän in der Ära Kloppo. Er weiß genau, was man hier will, was von der Mannschaft erwartet wird. Wenn Favre es nicht schafft das Team anständig zu motivieren, dann sollte er diese Aufgabe übernehmen.

      Ich bin - wie gesagt - auch kein Freund davon sofort wieder den Rausschmiss des Trainers zu verlangen. Persönlich bin ich von ihm sehr überzeugt, allerdings fehlt ihm eben das Wichtigste, was man in Dortmund braucht und was von Kloppo in Perfektion gelebt wurde. Egal welchen Trainer man holen würde, an Kloppo wird vermutlich nie wieder jemand heranreichen können. Deswegen halte ich diese Erwartungshaltung auch für arg bedenklich. Man steht sich damit einfach selber im Wege, weil man Erwartungen an Personen knüpft, die diese überhaupt nicht erfüllen können, weil sie vom Typ her einfach ganz anders ticken.
      Und wenn man niemanden mehr findet, der beides - Taktik und Leidenschaft - so gut dem Team zu vermitteln weiß, dann muss man vielleicht mal anfangen diese Aufgaben noch stärker voneinander zu trennen. Favre soll sich weiter um's Taktische kümmern und Kehl sollte sich mal als Motivator versuchen. Vielleicht tut er es ja schon - was allerdings umso bedenklicher wäre - denn hinter die Kulissen kann niemand blicken, doch nach außen wirkt es leider gar nicht so, als würde er seinen Trainer diesbezüglich entlasten.

      Ob man am Ende überhaupt einen Titel holt, darüber braucht man aktuell gar nicht erst reden. Was wir aktuell brauchen, sind mehr Spieler wie Hummels. Wir brauchen mehr solcher Typen, die keine Angst davor haben den Mund aufzumachen, selbstkritisch zu sein und den gesamten Verein in die Verantwortung zu ziehen. Mit der größte Grund, aus dem ich ihn drei Jahre lang schmerzlich vermisst habe und sehr froh darüber bin, dass er wieder in Dortmund ist.
      So sprach er nach dem Spiel davon, dass man keine absolute Top Mannschaft sei. Man könne an guten Tagen eine sein, doch eine wirkliche Top Mannschaft ist das auch an schlechten Tagen und liefert Ergebnisse. Und das kriegt der BVB einfach nicht hin. Das zieht sich auch schon durch das ganze Jahr 2019, begann dies doch schon in der Rückrunde 2018/2019 und zieht sich nun auch konsequent weiter durch die Hinrunde 2019/2020. Auch spricht er davon, dass man sich selbst eingestehen müsse, dass es so ist und dass man deswegen auch härter zu sich selbst sein müsse. Ja, es fehlt an Selbstkritik, an Selbstreflexion. Jeder muss sich hinterfragen - das gilt eben auch für den Trainer, aber auch für jemanden wie Kehl - und anfangen die offenkundigen Probleme, die es in der Mannschaft offenbar gibt, anzugehen und zu beheben. Wenn dies letztlich auf Kosten der eigenen Ziele geschieht und man sich deswegen darauf besinnen muss, statt der Meisterschaft doch wieder "nur" die Champions League Qualifikation auszurufen, dann ist das eben so. Hauptsache man kriegt die Probleme endlich in den Griff. Die Meisterschaft kann man in der nächsten Saison dann gerne wieder versuchen zu erringen.

      Kurzum: Der BVB soll seinen Scheiß endlich geregelt kriegen, nicht ständig mit vollgeschissenen Windeln in die Spiele gehen, und einfach mal konstant die Einstellung zeigen, die man im Ruhrpott verdammt nochmal sehen will!
    • Oho, na wenn man schon mal derart intensiv meine Borussia hier thematisiert, fühle ich mich mal dazu bewegt ebenso meinen mehr oder minder bedeutenden Kommentar dazu abzugeben ;P
      Dass der BvB dieser Tage, gerade nach dieser Leistung bzw. man sollte wohl vermutlich vielmehr sagen "Nicht-Leistung" präsent ist, verwundert natürlich keinweswegs. Ich hab auch wahrlich schon so einige Spiele am Rande der Erträglichkeit innerhalb der letzten Jahre bzw. im Zuge der eintretenden "Degenerationserscheinung", welche wohl nach Klopp oder dann eher spätestens nach dem Tuchel-Abgang eingetreten ist, ansehen müssen. Doch das war wohl mal wieder ein erneuter Tiefpunkt. Aber nunja: Als Fan natürlich in guten als auch in weniger guten Zeiten. Wobei das im Vergleich mit den Jahren der drohenden Insolvenz schon nahezu als Meckern auf hohem Niveau betrachtet werden kann. Gerade angesichts des rasanten Wiederaufschwungs, der sicherlich maßgeblich Klopp zu verdanken ist. Dennoch umso bedauerlicher, dass der Verein offensichtlich nicht befähigt scheint samt seiner Führungsetage dieses "Erbe" gebührend und angemessen zu verwalten. Und aktuell muss man nahezu sagen: Hoffensichtlich in absehbarer Zeit nicht schon vollständig einzureißen.

      Aktuell muss man jedoch auch leider sagen, dass das "Übel" dieser sportlichen Misere inzwischen derart verflochten wirkt, dass ich auch leider allmählich nicht gerade wenige Zweifel habe, dass die sportlich maximal erfolgreiche Zeit bzw. das Erringen eines Titels so schnell wieder eintreten wird.
      Hier wurden glaube ich auch in den vorherigen Beiträgen die jüngst sportlichen Ergebnisse gegen Inter, Wolfsburg, Gladbach gelobt. Rein an den Ergebnissen gemessen stimme ich auch vollends zu - hier gibt´s absolut nichts zu meckern. Betrachtet man die Spiele jedoch für sich und über die gesamte Spieldauer hinweg, muss man sagen (zumindest mMn - vielleicht bin ich da auch lieber Realist bis Pessimist), dass die Ergebnisse leider den aktuellen Leistungsstand gefühlt sehr stark verzerren (Die Spiele bzw. Halbzeiten Inter/Wolfsburg glichen Tag und Nacht bzw. Gladbach war sicherlich mindestens ebenbürtig) und verschleieren und in Zuge dessen wohl ebenso, dass man nach dieser Deklassierung in München noch immer nicht so langsam kritische Gedanken gegenüber der Trainerperson entwickelt.
      Denn unter diesen Vorzeichen kann wahrlich weder die dort gezeigte Leistung (eine einzige Torchance (!) - von Torschuss im Sinne von Schuss auf´s Tor mag man lieber erst gar nicht anfangen..), geschweige denn das Ergebnis tolerierbar sein.
      Man investiert im Sommer eine nahezu historische Summe für Neuzugänge, man ruft zum ersten Mal - aus voller Überzeugung heraus - den Kampf um den Titel aus, man tritt nahezu ohne jegliche Verletzungssorgen an und stellt sich einer Münchener Mannschaft entgegen, deren Selbstvertrauen sicherlich fernab ihres Limits ist, deren Trainer keine Woche zuvor das Amt niederlegen musste, deren Verletzungssorgen in der Abwehr wohl einmalig für sie sein dürften. Und dann dieses Resultat? Tut mir Leid. Aber das ist selbst angesichts der jüngst weniger glorreichen Bilanz in München alles andere als tragbar.
      Hier mag oder muss man sicherlich auch einen gewissen Anteil der Schuld bei den Spielern suchen - ich bezweifle, dass dort am Wochenende jeder ehrlich von sich behaupten kann an die Grenzen seines Leistungslimits gegangen zu sein oder nötigen Respekt mit "Angst" verwechselt hat.
      Dennoch: Es ist nunmal keine realitätsnahe Lösung nun die Wurzel des Problems innerhalb der Truppe ausfindig zu machen. Denn dazu fehlt leider die Zeit bzw. dazu ist momentan leider nicht der richtige Zeitpunkt. Wenn man ansetzen möchte, dann muss dies aktuell in erster Linie sicherlich bei der Besetzung des Trainers geschehen. Denn dieser ist wahrlich nicht weniger von Schuld an der aktuellen Entwicklung befreit. Wobei ich hier auch gestehen muss wahrlich kein großer Freund von Favre zu sein, was ihn als Trainer selbst betrifft. Vielleicht mag ich da auch nur bedingt objektiv beurteilen. Ein sympathischer, netter Mensch scheint er zweifelsohne zu sein. Dennoch ist das nunmal nicht das, was die Kernkompetenz eines Bundesligatrainers ausmachen sollte. Erst recht nicht bei einem konstanten, internationalen Vertreter der Bundesliga. Ich persönlich kann diesen Mann inzwischen auch nur noch schwerstens wohlwollend an der Seite begutachten. Dazu fehlt mir der Glaube an das, was man mir vorhält oder vorhalten mag. Ein Mann, dessen Aussagekraft seiner Interview´s, PK´s positiv formuliert mit "nichtsaussagend" zu betiteln wäre. Ein Mann, der von dem Boulevardblatt als "Taktikfuchs" betitelt wird, wo ich mich als primitiver Fan frage, inwiefern sich dieses Genie bei der Monotonität bzw. offenkundig mangelnden Flexibilität seiner taktischen Ausrichtung mal für mich erkenntlich zeigt. In dem Zusammenhang würden mich nur all zu gerne die internen Kabinenansprachen im Kreise des Trainers bzw. der Mannschaft interessieren. Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und Innendarstellung muss, gemessen an seinem medialen Ruf, schier gigantisch sein. Ich mag hier auch ungerne ausfallend werden. Es mag lediglich spürbar werden, dass er meinen Kredit schon lange verloren hat. Dass sture, irrationale Festhalten an Spielern spürbaren Leistungtiefs (man siehe Akanji, Weigl) gesellt sich da lediglich obendrein noch dazu. Und ich glaube in weiten Kreisen der Fanschaft des BvB, insbesondere die des Ruhrpotts, lässt sich auf Dauer auch mühselig die Gunst der Fans gewinnen, indem man auf einen nicht nur unattraktiven, hemmenden, sondern nun auch obendrein ineffzienten, reaktiven Verwaltungsfussball setzt.
      Zu größen Stücken "überdeckt" wird die aktuelle Entwicklung natürlich auch von den teils viel zu guten Resulaten der vergangenen Hinrunde. Hier hat man es über Wochen, eher Monate geschafft teils völlig ausgegleichenen Partien, Spieltag zu Spieltag, durch Aufblitzen individueller Qualität oder schlicht Spielglück zu entscheiden und einen Eindruck zu erwecken, der schlicht nicht der Realität entspricht. Hier fallen mir alleine spontan Leverkusen, Augsburg oder die Partie gegen Mainz ein. Hier schien Favre auch nicht wirklich fähig die offensiven Meisterschaftsaussprüche der Führung mit seiner Persönlichkeit tragen zu können. Wo ich mich dann auch fragen, ob er infolgedessen auch fragen, ob er dafür sorgen kann, dass eine solch junge, aber talentierte Mannschaft diese tragen kann?

      Und hier sollte man sich natürlich, wie bereits angesprochen, in der Führungsetage doch bitte auch endlich mal nach all den Jahren endgültig gedanklich von dem schlicht einmaligen Phänomen Klopp trennen. Denn das würde unter anderem vielleicht auch etwas den allmählich eintretenden Trainerverschleiss der letzten Jahre reduzieren. Das beginnt jedoch im Grunde bereits bei Tuchel. Zu seiner Zeit hatte ich bereits damals das Gefühl, das man mit dem Sieg des DFB-Pokals auf absehbare Zeit hinweg, den letzten Titel in Dortmund gefeiert hat. Man hatte zu jener Zeit ein einmaliges Glück einen Trainer zu finden, der nicht zuletzt von Klopp persönlich empfohlen und als schlicht gut befunden wurde, sondern wohl den zurzeit zweitbesten, deutschen Trainer überhaupt. Und das als unmittelbare Nachfolge auf den wohl Besten. Dieses Glück scheint man nicht ganz wertgeschätzt zu haben. Es mag sein, dass dieser Mensch ein vielleicht nicht ganz so "pflegeleichter" Charakter wie Favre zu sein mag, aber da dies als Produkt von reinem Ehrgeiz und Willen, Kompetenz einhergeht, empfinde ich das als akzeptablen Trade. Denn hier muss ich mich als Verein auch einfach schlicht fragen, was ich denn nun bitte möchte: Eine Person, die am Seitenrand als medialer Blitzableiter fungiert und dies wohl auch innerhalb des Mannschaftskreises bzw. als Mensch brilliert oder eine Person, die mir garantiert, dass ich als Wirtschaftsunternehmen, dass ich als BvB letztendlich bin, seinen Fokus auf den sportlichen Erfolg des Vereins richtet bzw. auch umsetzen kann. Denn eine Person wie Klopp, die simultan beides vereinigt, sollte man nicht als natürlich betrachten, sondern als das, was es ist: Eine einmalige, schöne Geschichte bzw. als Mensch ein "Phänomen".
      Nunja, Verganenes ist vergangen. Dennoch: Was auch immer damals mit Tuchel intern vorgefallen sein mag ( wo mir auch wieder völlig die Transparenz für diese Entscheidung fehlt - der gemeine Fan finanziert und erhält diesen Verein am Leben bzw. macht ihn zu dem, was er ist: da sollten solche fundamentalen Konsequenzen nachvollziehbar rübergebracht werden), deutet bereits darauf hin, dass auch Herr Watzke mit seinem Alpha-Anspruch nicht das optimalste Fundament für eine erfolgreiche, zukünftige Geschichte darstellt. Da harmoniert ein Herr Favre natürlich wesentlich besser in der Konstellation.

      Nun liegt es eben an dieser Führungsetage (Watzke, Zorc, Sammer, Kehl - bei den letzten beiden frage ich mich zuweilen auch, was denn nun genau deren Aufgabengebiet ist?) zu beweisen, dass die Worten der jüngsten Vergangenheit "jeder Stein wird stetig umgedreht" etc. eben nicht nur Phrasen waren, sondern auch in der Praxis ihre Verwendung finden.

      Herr Rummenigge hat da mal einen ganz zutreffenden Spruch hervorgebracht. Und da man sich anhand der Meisterschaftsansprüche ja ohnehin bereits am Süden orientiert, sollte man das in dem Falle vielleicht auch mal tun: Und zwar, dass ein Verein von der Größe und Bedeutung des FC Bayern niemals auf die Idee kommen würde seine Mannschaft bzw. das Spielermaterial an die Vorstellungen bzw. das Konzept eines Trainers anzupassen (verständlich, da auch viel zu aufwändig), sondern dass es die Aufgabe des Trainers ist das Beste aus dem vorhandenen Kader herauszuholen und das gewünschte Konzept des Vereins (Bayern -> dominanter Ballbesitz) umzusetzen. Ebenso ist es natürlich Aufgabe des Verein den passenden Trainer für diese Aufgabe zu suchen.
      Und hier mangelt es mMn auch momentan am Gravierensten in der Führungsetage des BvB: Nach dem Abgang Klopps habe ich leider noch immer nicht wirklich das Gefühl, dass man sich innerhalb des Duos (Watzke, Zorc) wirklich bewusst ist: Was möchten wir denn hier eigentlich sehen? Bzw. wen genau brauchen wir dafür?
      Stattdessen scheint man eher nach dem Motto zu agieren: Welcher Trainer verfügt über die größte menschliche Kompatibilität, was hat Klang, Ruf und Namen, wie können wir dem neuen Trainer das richtige Spielermaterial an die Seite stellen (Und da entsprechen "Mentalitätsspieler" für mich nunmal keinem wirklichen Konzept - ebenso wenig wie das Fehlen eines "echten", bulligen Stümers. Sei es nur als taktisch-spielerische Option).
      Aber hier geht wohl leider auch eine etwas zu große Dominanz Watzkes innerhalb dieses Vereins einher, gepaart mit einem vielleicht nicht ganz so sehr ausgeprägtem Fussballsachverstand. Auch wenn er seine eigene Materie sicherlich hervorragend beherrschen mag. Fraglich inwiefern er den sich den hin und wieder beigetragenen Input Sammers wirklich zu Herzen nimmt oder umsetzt.

      Unter dem Strich bleibt für mich, Stand jetzt, auf jeden Fall kein "zweiter Leuchtturm" innerhalb des deutschen Fussballs. Diesen Rang hat Leipzig aufgrund der jüngsten, hervorragend geleisteten Arbeit meinem Empfinden nach allmählich bereits abgelaufen und man würde glaube ich gut daran tun an solchen Illusionen nicht mehr all zu lange festzuhalten, sondern sich vielmehr darauf konzentrieren, dass dies nicht noch anderen Mannschaften gelingt, wenn man den nächsten Entwicklungsschritt nun wieder falsch oder zu spät angeht und am Ende auf einmal gar ohne CL-Qualifikation darsteht. Denn aufgrund des Potentials dieses Verein, gemessen an Historie, Infrastruktur, Fanschaft und Qualität des Kaders ist das Ziel "zweiter Leuchtturm" als langgristiges Ziel eigentlich nicht vermessen. Aber ein gutes Fundament führt eben nicht zwangsläufig alleine zu diesem Ergebnis. Dafür müssen zuvor erstmal wieder ein paar, etwas richtigere, Entscheidungen getroffen werden.

      Nunja, erstmal genug bzw. eigentlich viel zu viele Worte zu der wohl zugleich schönsten und unsinnigsten Nebensache der Welt ;)

      Euch einen schönen Start in die Woche.
    • YonkoRedHairShanks schrieb:

      [...] Watzke, Zorc, Sammer, Kehl - bei den letzten beiden frage ich mich zuweilen auch, was denn nun genau deren Aufgabengebiet ist? [...]
      Hierzu nur ein kurzer Einwurf meinerseits: Sammer ist lediglich externer Berater des BVB's, der am operativen Geschäft überhaupt nicht teilnimmt und das auch nicht möchte. Was etwaige Spekulationen darüber, dass er - der von seiner aneckenden Art auf jeden Fall jemand wäre, der rein menschlich gesehen aktuell auf dieser Position gebraucht wird - Favre als Trainer, zumindest vorübergehend, ersetzen könnte, mMn obsolet werden lässt. Der Mann hatte einen leichten Schlaganfall erlitten, diesem Stress wird er sich nicht mehr aussetzen. Soll ihm - unter diesen Bedingungen - auch gegönnt sein. Ob die Führungsetage seine Ratschläge beherzigt und umsetzt, steht auf einem anderen Blatt. Auch das ist nicht sein Part, versuchen etwas durchzuboxen wird er nicht.
      Kehl soll - als Leiter der Lizenzspielerabteilung - Zorc ein Stück weit entlasten und ihn wohl auch, mittel- bzw. langfristig, als Sportdirektor beerben. Welche Verpflichtungen nun konkret mit seiner neu geschaffenen Position einhergehen, das ist mir auch noch nicht so wirklich klar geworden. Zwar ist er näher an den Spielern dran, als es das Führungsduo Watzke & Zorc sind, doch was genau tut er, wenn er bei der Mannschaft ist? Was ist dann seine Aufgabe? Beobachten? Analysieren? Nase bohren? Hier fehlt es klar an der angesprochenen Transparenz. Auch deswegen, weil man darüber nichts weiß, frage ich mich u.a. auch, wieso er denn nicht hinter der Mannschaft steht und ihnen gehörig Feuer macht, wenn Favre dazu augenscheinlich nicht in der Lage ist? Oder tut er das, es bringt nur nichts? Wozu sitzt Kehl so nah beim Team, wenn nicht um dem Team zu helfen?
    • Also auch nur ganz kurz, es wurden ganz klar Fehler gemacht bei der Kader Zusammenstellung. Es fehlt ein weiterer Stürmer da Paco immer mal wieder verletzt ist, am besten ein Wandspieler der die Bälle auch mal halten kann und abtropfen lässt. Hinzu ein spielstarker 8er denn Dahoud wird das leider nicht mehr und die anderen zentralen Mittelfeldspieler haben andere Stärken. Dann muss man meiner Meinung nach Favre schon ankreiden das er jedes Mal auf's neue Akanji aufstellt obwohl der seit Monaten mehr schlecht als recht spielt, entweder setzt man Balerdi oder Zagadou ein oder muss sich eingestehen das man im Sommer vielleicht doch einen dicken Bock geschossen hat mit der Abgabe der anderen IV. Zudem sind die meisten Spieler weit von ihrer Normalform entfernt bestes Beispiel Reus, oder Sancho (wobei sein Alter Schwankungen erlaubt). Da muss sich jeder selbst mal hinterfragen ob das was sie leisten und das was sie ausgegeben haben (Meisterschaft) nicht doch ein wenig weit von der Realität entfernt ist