Filmrezensionen

    • Grundsätzlich kann ich @OneBrunou zum neuesten Marvel Film, Thor: Ragnarök, nur zustimmen. Einen Punkt wollte ich allerdings doch ansprechen den ich nicht unter den Teppich kehren möchte: der Humor.

      Dieser Film setzt einen Trend fort, der seit dem Erfolg von Guardians Of The Galaxy immer öfter zu bemerken ist. Nicht nur im Hause Marvel sondern auch bei DC oder auch anderen Blockbustern.
      An allen Ecken und Enden findet man eingestreute Witze und Sarkasmus um dem Zuschauer ein locker flockiges Kinoerlebnis zu bieten. An sich ist das auch kein verwerfliches Ziel, birgt jedoch die Gefahr der Story und den Charakteren einiges an Relevanz zu kosten. Es kommt einem manchmal so vor als hätte man Angst oder würde sich gar schämen Emotionen zu zeigen und das Publikum, mit dem Erzählten fesseln, zu wollen.
      Vielleicht pochen die Studios darauf, weil sie ein geringeres Risiko mit so einem Weg eingehen oder man traut dem Zielpublikum nicht genügend reife zu.

      Filme wie Wonder Woman, Logan und ironischerweise Guardians Of The Galaxy 1&2 haben mehr als bewiesen, dass es sich auszahlt sein Publikum zu respektieren und zu fordern.
      Logan hat ein Statement gesetzt indem er zeigte, dass Superhelden durchaus ein erwachsenes Publikum ansprechen können, welches auch vor brachialen Bildern nicht zurückschreckt.
      Wonder Women zeigte, dass Handeln mit Herz, um schlicht das Richtige zu tun, nach wie vor ein Publikum begeistern kann, wobei die klassischen Good Guys heutzutage ein schweres Leben im Schatten der Badasses und Antihelden führen.
      Und Guardians Of The Galaxy haben die unbekannten Weirdos zu absoluten Rockstars gemacht, was nicht nur am Humor lag. Von allen Marvel Filmen hatte GOTG2 das wohl emotional packendste Ende, weil man sich in den richtigen Momenten sowohl selber als auch das Publikum ernst nahm. Anders hätte es nicht funktioniert einen weinenden Waschbär als letztes Bild des Films zu zeigen.
      Eins haben all diese Filme gemein: sie trauen sich etwas und gehen Risiken ein. Und gerade bei Marvel muss ich schon Schmunzeln, weil sie sich inzwischen Narrenfreiheit erarbeitet haben. Sie könnten ohne Problem den Namen ihres nächsten Films unter Verschluss halten und man würde ihnen trotzdem die Tickets aus den Händen reißen. Deswegen ist es für mich immer noch ein Rätsel warum man in Deutschland Ragnarök nicht zu vermarkten wusste, obwohl es einerseits unfassbar cool klingt und prinzipiell irrelevant ist, aber gut ich bin kein Marktforscher.

      Ich gehe ins Kino um mich von den Geschichten und den Charakteren fesseln zu lassen. Ich möchte lachen, weinen, mich fürchten, mich ärgern, Neugier entwickeln und Gänsehaut bekommen. Wenn mir allerdings ein Höhepunkt oder ein wichtiger Moment mit einem Witz genommen wird muss das fast schon eine Dekonstruktion eines Genres sein, denn sonst reißt man mich aus dem Film raus indem man versucht mir einen fehlplatzierten Witz den Rachen runterzuwürgen. Ich kann mit schwerwiegenden Momenten umgehen, dann gebt sie mir auch bitte.
      Wenn ich einen Film schaue, der sich Ragnarök nennt, dann will ich keine Witzeparade sehen sondern eine über alles schwebende Angst vor dem bevorstehenden Weltuntergang spüren! Gut gesetzter Humor kann das Gesamtbild abrunden, aber ganz sicher nicht mit einem Teufelsanus-Portal oder Penis Metaphern wenn die Valkyre eine dicke Kanone an ihren Unterleib hält und durch die Gegend ballert.
      Egal ob OB's Theorie im Spoilerkasten stimmt oder nicht, Banner musste eine wichtige Entscheidung treffen und statt das zu zelebrieren opfert man diesen Moment für einen schlechten und vorhersehbaren Gag! Das ist absolute Verschwendung!
      Auch einigen Interaktionen zwischen Thor und Loki wird das Gewicht durch die lockeren Sprüche und Witze genommen obwohl diese Momente wirklich stark hätten sein können. Das nimmt auch Odins Schicksal die Relevanz. Wozu war sein Charakter Arc gut wenn nicht seine beiden Söhne wachsen zu lassen? Stimmt den Höhepunkt ihrer Interaktionen bilden ja Witze, wie konnte ich das vergessen /s.

      Das klingt jetzt alles unfassbar harsch und das obwohl ich Thor 3 wirklich gut fand und zum oberen Drittel der Marvel Filme zähle, aber dieser Trend gefällt mir nicht. Dementsprechend wollte ich das auch ansprechen.
      Einerseits weil dieser Trend Gefahren birgt. Auf kurze Sicht mag das nicht so wild sein und wer gerade erst aus dem Kino kommt denkt sich wahrscheinlich "was will der Depp eigentlich", aber auf lange Sicht nimmt diese Art des Humors dem Geschehen sämtliche Relevanz.
      Und auf der anderen Seite haben andere Filme des Genres und auch des gleichen Hauses bewiesen, dass es anders geht.

      Nichtsdestotrotz, der Film lohnt sich definitiv auch wenn ich viel gemosert habe.
      In dem Sinne, habt Spaß im Kino.
      "Have you ever read the poetry of the great airbending Guru, Lahima?"
    • Hallo zusammen,

      Toller Marvel und auch ich finde den besser als seine Vorgänger. Ich habe meine Vorredner nur überflogen -Verzeihung im Voraus^^- daher sollte folgendes schon themtisiert sein gebt mit bitte Bescheid.

      Neben dem teils zu sehr ala Gotg2 erzwungenen Humor ""stört"" mich an Thor 3 eigentlich nur die Sprache! Und das wiegt fast am schwersten. Ich hatte nicht mehr das Gefühl mit dem Asen eine uralte Rasse vor mir zu haben, da gerade Thor selbst in seinem Vokabular gefühlt wie ein 0815 Stadtdepp daherkam... In Teil 1 nd 2 sowie in Avengers 1 und ich meine auch Teil 2 hörte man klar heraus, dass er nicht aus unserer Gegenwart stammt, dass er etwas um nicht zu sagen mittelalterlich geschwollen spricht, wobei ich leider wirklich nicht weiß wie ich das korrekt benennen soll. Ich schätze aber ihr wisst was ich meine.

      Das ist nicht mega schlimm, aber es ist schade. Beinahe so schade wie das Weglassen von ACDC ab Iron Man 3.... Man war ich sauer! Ich weiß noch wie ich in Avengers im Kino war und sich meine Mundwinkel empor zogen als im Funk des Quinjets plötzlich ACDC läuft und Iron Man die Show in Deutschland betritt und Loki umhaut - herrlich. Leider sollte es der letzte Moment dieser Art sein :/

      Insgesamt hat Thor 3 natürlich trotzdem mega Spaß gemacht, trotz der üblichen Marvel-Schwäche genannt: Vilian. Wobei es dieses Mal relativ Ok war, der das Ende des eigentlichen Bösen durch den anderen Bösen schon recht cool war xD

      -dD.
      Oda = Gott.
    • Justice League


      Da ist sie also endlich ... DC's Antwort auf Marvel's The Avengers, der vor fünf Jahren für heftig Furore sorgte und das Kino - was den Ausbau von cinematischen Universen betrifft - komplett revolutionierte. Egal ob nun Marvel, Transformers, Fast and Furious oder DC auf dem Plakat steht: Alle wollen sich nun an diesem Konzept vergreifen und es möglichst umfassend ausreizen. Standalone's, Sequels, Prequels und Ensemble-Filme. Die Möglichkeiten sind schlichtweg endlos, vor allem eben für die beiden, großen Comic-Häuser, deren Regale und Schränke voll von mitreißenden und brachialen Geschichten sind. Es liegt eine Menge an Potenzial herum, das vor allem Marvel in den vergangenen 9, fast 10, Jahren doch hervorragend für sich zu nutzen wusste. DC hat da ein wenig den Start verpennt, nachdem Christopher Nolan den dunklen Ritter zurück auf die Leinwand brachte und man sich zwischenzeitlich noch an einem Green Lantern Film versuchte, der aber komplett in die Hose ging. Erst 2013 kam das DCEU mal so langsam aus dem Quark, schlief dann aber auch einfach wieder drei Jahre durch, bis es mit Batman v Superman weiterging. Seitdem geht es rasant weiter. Mal erfolgreicher (Wonder Woman), mal weniger erfolgreich (Suicide Squad). Aber es scheint vorwärts zu gehen. Und nun gipfelt also alles in dem Zusammenschluss der DC-Helden ... Oder vielleicht doch nicht? Tatsächlich sehe ich Justice League weniger als ein Ende von etwas, einen Cut, wie ihn The Avengers einst bei Marvel setzte und damit die bekannte Phase 1 abschloss (gleichzeitig entsprechend aber natürlich auch die Phase 2 einläutete, wenn auch nur mäßig vorbereitete), sondern sehe ich in diesem Film vielmehr einen Anfang von etwas. Weil er einfach - wenn man ihn schon mit einem Marvel Film vergleichen möchte - wohl am meisten Ähnlichkeit mit Age of Ultron hat. Was genau ich damit meine, dazu komme ich später noch.

      Superman ist tot. Hoffnung wurde begraben. Die Welt fängt an verrückt zu spielen. Terrorismus ist allgegenwärtig, die Menschen drohen - buchstäblich - damit sich selbst zurück ins Mittelalter zu werfen. Und inmitten dieses Wahnsinns, der nach der Eröffnung des Films leider nicht mehr näher thematisiert wird, taucht plötzlich eine intergalaktische Macht auf der Erde auf, die droht jene zu vernichten. Steppenwolf erscheint. Mitsamt seinen Parademons. Auf der Suche nach den drei Mutterboxen ist ihm jedes Mittel recht. Nach einer nie enden wollenden Zeit im Exil kehrt er an jenen Ort zurück, an dem er einst vernichtend geschlagen wurde, um das zu vollenden, was er begonnen hatte.
      Wer sich von Steppenwolf ein Individuum erhofft, das so etwas wie nachvollziehbare Beweggründe besitzt, wird wohl bitter enttäuscht werden. Dem ist nämlich ganz und gar nicht so. Steppenwolf hat mit denselben Problemen zu kämpfen, die auch schon die zwei zuvor abgearbeiteten Superschurken - Doomsday und Ares, die ebenso wie Steppenwolf dank CGI zum Leben erweckt wurden - des DCEU gebrandmarkt haben: Es fehlt ihm schlichtweg an einer klaren Charakterzeichnung. Doomsday wurde lediglich erschaffen, um Superman zu töten. Joar, kann ich mit leben. Befähigt zur Intelligenz war das Ding ja auch nicht. Ares verachtete die Menschen als Geschöpfe, weil reasons und wollte diese - notgedrungen auch durch ihre eigenen Hände - deswegen vernichten. Aber wieso genau und woher diese Motivation kam, war kaum der Rede wert. Und Steppenwolf? Er ist ein Eroberer. Er lebt nur, um zu erobern ... Und das war's im Grunde auch schon. Das ist die komplette Charakterzeichnung des Antagonisten von Justice League. Er erobert, weil er halt erobert. Mmmmkay?
      Anders als bspw. Ares in Wonder Woman bekommt Steppenwolf allerdings reichlich Screentime, die man gut dafür hätte verwenden können, um ihn nicht ganz so offensichtlich in eine eindimensionale Schublade zu stecken. Genutzt wurde diese Zeit allerdings lediglich dafür zu zeigen, wie stark der Kerl doch ist und das er es problemlos mit der noch-nicht-ganz-so-vereinten Justice League aufnehmen könnte (naja, fast). Es fehlt ihm, wie so vielen Antagonisten von Comic-Adaptionen, an einer nachvollziehbaren Motivation. Dies ist ein Problem, das sich sowohl durchs DCEU (ausgenommen ggf. Zod), als auch durchs MCU zieht, wobei Letzteres sich dahingehend derzeit ein Stück weit wandelt. Das ist zwar schade, weil damit ein wenig an Potenzial liegen gelassen wird - denn am Ende ist Steppenwolf hier nur der nächste CGI-Boss des DCEU, an den man in wenigen Monaten nicht mehr zurückdenken wird - allerdings erfüllt auch er seine Aufgabe als Antagonist in diesem Ensemble-Film mit Bravour. Denn letztlich dient er, wie so viele Villains vor ihm, maßgeblich als ein Ventil, an dem sich die Helden die Zähne ausbeißen müssen. Ein Hindernis, das sie zwingt sich selbst zu hinterfragen, neue Wege zu bestreiten und eine Allianz zu schließen, mit der sie eigentlich nichts zu tun haben wollen. Umgangssprachlich ausgedrückt: Durch seine Anwesenheit werden sie gezwungen über ihren eigenen Schatten zu springen. Dieses Konzept mag jetzt nichts sonderlich Innovatives sein, insbesondere mit dem MCU auf der anderen Seite, das sich diese Vorgehensweise auch schon mehrfach zunutze gemacht hat (The Avengers; Guardians of the Galaxy), aber es funktioniert.

      Batman ahnte es bereits, nachdem Superman gestorben ist und er Lex Luthor einen Besuch in dessen Einzelzelle abgestattet hatte. Er ahnte, dass es zu einem Angriff eines Feindes kommen würde, der von weither zur Erde reisen würde. Neben der Inspiration, die Supermans selbstloses Opfer im Kampf gegen Doomsday für ihn dargestellt hat, zwang ihn dieser Verdacht - der sich schnell bestätigte - letztlich dazu sein tristes Leben als Einzelgänger hinter sich zu lassen und endlich damit anzufangen wieder im Team zu arbeiten. Anderen Menschen zu vertrauen. Batman v Superman zeichnete ihn als seelisch gebrochenen Mann, dessen zahlreiche Verluste ihn kalt und verbittert machten, wodurch er seine eigene Menschlichkeit zu verlieren drohte. Die findet er nun ausgerechnet dadurch wieder, indem er eine Allianz mit Speedstern, Cyborgs und (Halb-)Göttern schmiedet. In diesem Kreis von Helden, in dem er eigentlich - augenscheinlich - der Menschlichste von allen sein müsste, muss er diesen Teil seines Selbst erst wiederfinden.
      Behilflich ist ihm dabei vor allem Wonder Woman, der man deutlich anmerkt, wie gut ihr ihr vorangegangener Solo-Film doch getan hat. Diverse Querverweise machen deutlich, wie sehr sie von ihrer Vergangenheit doch geprägt wurde. Und wie sehr sie dadurch in ihren eigenen Charakterzügen geformt wurde. In Batman v Superman schimmerte es bereits leicht durch, hier wurde es nun überdeutlich gezeichnet: Sie ist letztlich diejenige, die alles zusammenhält, auch wenn Batman, wie auch - ohne jetzt zu viel vorweg nehmen zu wollen - Superman im Zentrum der Liga stehen. Denn während Batman das Hirn und Superman die Muskeln der Liga verkörpert, stellt sie das Herz dar.
      Aquaman dagegen hat seinen ganz eigenen Kampf zu führen, will mit der Liga eigentlich gar nichts zu tun haben. Will eigentlich grundsätzlich am liebsten alleine gelassen werden. Dies ändert sich erst, als es auch für ihn plötzlich zu einer persönlichen Angelegenheit wird. Selbes gilt im Grunde auch für Cyborg, wobei sein Kampf eher mit ihm selbst stattfindet. Und Flash? Er ist derjenige, der maßgeblich dafür sorgt, dass Justice League deutlich leichtfüßiger und unbeschwerter daherkommt, als es eben noch Filme wie Man of Steel oder Batman v Superman getan haben.

      Die Justice League ist folglich ein ziemlich wilder Haufen von Individuen und starken Persönlichkeiten, die lernen müssen einander zu vertrauen, um erfolgreich zu sein. Und dies ist - meiner Meinung nach - auch durchaus geglückt, was vor allem daran liegt, dass die Dynamik der einzelnen Figuren untereinander einfach nur hervorragend war. Zwar sorgte Barry für die meisten Lacher, aber auch seine Kameraden durften durch humoristische Einlagen unterhalten. Dies geht allerdings weniger auf zwanghafte Oneliner zurück, sondern einfach auf die grundlegende, vorhandene Chemie, die die Mitglieder der Gerechtigkeitsliga untereinander pflegen. Tatsächlich wirkte das Team auf mich teils deutlich organischer, als es die Avengers manchmal tun.
      Dass das Zack Snyder, sowie auch Joss Whedon, überhaupt gelungen ist, verwundert mich persönlich doch etwas, da der Film mit knapp 120 Minuten der mit Abstand kürzeste Film des bisherigen DCEU war. Doch scheint ihm auch genau das zugute zu kommen. War vor allem Batman v Superman noch ein Film, der so manche Längen aufwies, durch die man sich kämpfen musste (bspw. übermäßige Nachrichtensendungen und ständiger, ausgeübter Journalismus), ist Justice League hier wesentlich kompakter inszeniert. Er ist straffer, weil die Inhalte aufs Wesentliche komprimiert wurden. Dies betrifft nicht nur die Gruppendynamik, sondern ebenso die Action, als auch die grundlegenden Charakterzeichnungen. Und vor allem Letzteres war zwingend notwendig, da der Zuschauer bis dato noch keinerlei Bezug zu Flash, Aquaman und Cyborg knüpfen konnte, da sie schließlich erst jetzt so richtig eingeführt wurden. Viel Zeit wird dafür nicht aufgewendet, aber es reicht, um sie zumindest glaubhaft in die Liga zu integrieren. Alles Weitere dürfte dann noch in den kommenden Jahren folgen. Wie gesagt, es fühlt sich für mich mehr nach einem Anfang, als nach einem Ende an.

      Eingangs erwähnte ich, dass ich diesen Film - wenn ich ihn schon mit einem Streifen aus dem MCU vergleichen müsste - noch am Ehesten mit Age of Ultron gleichsetzen würde. Denn Justice League ist ein wirklich guter Film geworden. Großartig ist er allerdings nicht. Er weist durchaus ein paar Schwächen auf, so sticht Wonder Woman aus dem Großteil der Liga doch heraus, weil sie von der Vorarbeit zu ihrer Person, die mit ihrem Standalone-Film geschaffen wurde, deutlich profitiert hat. Gerade die neueingeführten Figuren fallen hier dann doch ein wenig ab, wenn auch nicht allzu gravierend. Genauso wie bspw. auch Iron Man und Captain America im zweiten Avengers Film bereits gestandene Helden waren. Im Gegensatz zu den Newcomern, die damals in Form von Quicksilver, Scarlett Witch und Vision ins MCU integriert wurden, wenngleich nur zwei davon überlebten. Auch in der Justice League wird der Zuschauer mit drei Charakteren konfrontiert, die er erst in diesem Film kennenlernen muss. In Age of Ultron wurden - neben dem offensichtlichen Konflikt mit dem Antagonisten - diverse andere, noch kommende Filme wie etwa Civil War und Black Panther bereits langsam vorbereitet. Und genauso stellt Justice League nunmehr die Weichen für kommende Filme wie Aquaman, Wonder Woman 2, Flashpoint, Justice League Part 2 und The Batman, sofern letzterer denn nun auch nach dem aktuellen Plan verläuft und "Batfleck" nicht plötzlich doch noch die Kurve kratzt.
      Und trotz all dieser Filme, die hier angerissen werden, bleibt der Film - in seiner Narration - straff und organisch. Was maßgeblich daran liegt, dass besagte Ausblicke tatsächlich nur sehr wage, zwischen den Zeilen, gegeben werden. Als neutraler Zuschauer werden einem diese Querverweise wohl kaum auffallen.

      Letztlich erfindet Justice League das Rad gewiss nicht neu. Eher passt sich DC hier ein Stück weit den gängigen Konventionen an, geht den leichten, den sicheren, Weg und bedient nun weniger die hartgesottenen DC Fans, sondern zielt vielmehr darauf ab die breite Masse anzusprechen. Und das funktioniert über die meisten Strecken des Films auch sehr gut.
      In meinen Augen scheint der Film weniger darauf abzuzielen eine Phase zu beenden und einen Cut zu setzen, so wie es Marvel 2012 gehandhabt hat, sondern soll er vielmehr die noch kommenden Dinge einläuten. Die vielen Standalone-Filme und Sequels, die noch in der Timeline stehen und gigantisches Potenzial aufweisen, werden hier nicht nur langsam vorbereitet, sondern sollen durch den leichten Weg, den man mit Justice League nun gegangen ist, wohl auch gesichert werden.
      Ich selbst kann nur hoffen, dass Warner und DC dies auch gelingen wird, da ich mir - was hier kein Geheimnis sein dürfte - ein funktionierendes DCEU wirklich nur wünschen kann. Superman, Batman und Wonder Woman sind Figuren, mit denen ich als Kind aufgewachsen bin, während mir von der anderen Seite lange Zeit nur Spiderman so wirklich vertraut war. Und solch ikonische Figuren, wie DC sie zu bieten hat, verdienen es einfach, dass auch sie in einem funktionierenden, filmischen Universum vertreten sind. Der Weg, den DC und Warner seit Wonder Woman gehen, könnte dafür sorgen, dass letztlich auch genau das gelingt. Man ist auf einem guten Weg, wenngleich auch weiterhin noch Potenzial nach oben besteht.

      Abschließend sei gesagt, dass mich der Film sehr gut zu unterhalten gewusst hat. Er überfordert die Zuschauer nicht so, wie es Batman v Superman noch getan hat, ist deutlich straffer und kompakter erzählt, kommt deutlich lockerer daher, ohne dabei jedoch in einen Film auszuarten, der nur wegen der Witze witzig ist, ist sehr actionlastig und kurzweilig und weist eine tolle Teamchemie auf. Ich hatte sehr viel Spaß mit Justice League und hoffe, dass mit diesem - ebenso wie mit Wonder Woman zuvor - nun endlich ein anständiges Fundament errichtet wurde, auf dem das DCEU aufbauen kann. Auf dem es sich entwickeln kann. Das Potenzial ist da. Jetzt muss es nur noch genutzt werden.
      #SeeYaInWano

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    • Verborgene Schönheit



      "We're here to connect. Love, time, death. Now these three things connect every single human being on earth. We long for love, we wish we had more time and we fear death."

      Dieses Zitat, mit dem der Film den Zuschauer direkt in der Eröffnungssequenz konfrontiert, umschreibt eigentlich schon sehr zutreffend, worum es in dem Film eigentlich geht. Die Geschichte handelt vom erfolgreichen Werbefachmann Howard Inlet (Will Smith), der in eine tiefe Depression fällt, nachdem seine kleine Tochter verstorben ist. Er schottet sich von allem und jedem ab, ist komplett introvertiert und ist kaum mehr ansprechbar. Freunde und Arbeitskollegen sorgen sich um ihn und versuchen ihn mit einer höchst ungewöhnlichen Therapie-Idee wieder zurück ins Leben zu holen, wofür sie drei Theaterschauspieler engagieren: Brigitte (Helen Mirren), Aimee (Keira Knightley) und Raffi (Jacob Latimore). Interessant daran sind vor allem die daraus entstandenen Zweiergruppen zwischen je einem Freund und einem Schauspieler. Denn die Rollen, die die Darsteller verkörperten, um so zu Howard durchzudringen, ließen sich ebenso auf die jeweiligen Freunde ummünzen, was ein doch recht interessanter Ansatz war, um diese etwas näher zu beleuchten und auch zu zeigen, dass jeder von ihnen auch sein eigenes Kreuz zu tragen hat. Auch wenn sie sich maßgeblich wegen Howard diesem Projekt gewidmet haben, so ziehen sie auch ihre eigenen Lehren aus dieser Therapie-Idee.

      Aber eins gleichmal vorab: Der Film ist gewiss kein Meisterwerk. Er hätte durchaus das Zeug dazu gehabt, alleine schon der Thematik und des herausragenden Casts wegen - zu dem u.A. auch noch Edward Norton und Kate Winslet gehören - allerdings weist vor allem das Drehbuch so manche Schwäche auf. Der Film fängt stark und emotional an, tritt dann aber leider auch etwas auf der Stelle und verheddert sich zum Teil in recht bedeutungsschwangeren Plottwists, die den Zuschauer womöglich zum Nachdenken anregen sollen, teils aber leider vollkommen verfehlt sind und arg konstruiert wirken. Speziell der Charakter von Helen Mirren ist davon betroffen und leidet daher auch in seiner Darstellung ein wenig unter dem Skript.
      Davon aber mal ganz abgesehen erzählt Verborgene Schönheit eine Geschichte, die einfach unter die Haut geht. Das ist vor allem der Darstellung von Will Smith zu verdanken, der den leidenden Vater einfach grandios weiß zu interpretieren. Gerade die - vermeintliche - Schlussszene des Films, die Interessierte sich hier ansehen können, zeigt mal wieder, wie unglaublich gut dieser Kerl einfach nur sein kann, wenn er denn will. In den vergangenen Jahren hat sein Image zwar etwas gelitten, was meist daran lag, dass er sich mit seinen gewählten Rollen öfter mal vergriffen hat und ständig seinen Sohn mitschleppen musste, aber für mich bleibt Will Smith ein Schauspieler, der vor allem in Dramen komplett aufgeht. Das geht maßgeblich auf seine Performance in Das Streben nach Glück zurück, was auch heute noch eines meiner Lieblingsdramen ist.

      Und auch wenn sich die Geschichte maßgeblich um ihn dreht, so werden zumindest auch seine drei Freunde etwas näher beleuchtet und mit eigenen Motivationen ausgestattet. Whit ist Vater einer kleinen Tochter, die ihn jedoch für die Scheidung ihrer Eltern verantwortlich macht und keinen Kontakt zu ihm haben möchte. Claire hat ihr Leben der Agentur gewidmet, sehnt sich jedoch auch nach einer eigenen Familie. Simon hat zwar eine intakte Familie, hat aber dennoch mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Sie alle haben eigene Motive, um Howard dabei zu helfen wieder einen Sinn im Leben zu finden, die der Film jedoch auch etwas versäumt tiefer auszuarbeiten.
      Letztlich helfen sie Howard nicht nur, weil sie sich um ihn sorgen, sondern weil sie sich selbst davon auch einen gewissen Eigennutzen versprechen. Mancher tut es aus Freundschaft, mancher zum Schutz der Familie und mancher auch maßgeblich für die Agentur und die Menschen, die in dieser beschäftigt sind ... Doch letztlich nehmen sie alle eine wertvolle Lehre aus der Geschichte mit und können nicht nur Howard bei der Bewältigung seines Traumas helfen, sondern gleichzeitig auch sich selbst helfen. Sich selbst verwirklichen.

      Alles in allem hat mir der Film doch recht gut gefallen. Das Skript wies zwar so manche Schwachstelle auf und auch dem ein oder anderen Charakter hätte etwas mehr Tiefe gewiss nicht geschadet, doch die Emotionen - gerade dank der Performance von Will Smith - waren stets greifbar und einfach packend. Und nichts Anderes hatte ich mir auch von einem Film, mit einer derartigen Thematik, erhofft.
      #SeeYaInWano
    • Star Wars Episode 8 - The Last Jedi


      Okay, bevor ich loslege will ich vorab mal ganz ehrlich sein: Überraschenderweise verspürte ich auf diesen Film so gut wie gar keine Vorfreude, was bei mir wohl daran liegt, dass sich das Konzept der Rahmenhandlung vom Star Wars Universum allmählich bei mir abnutzt. Die Macht, die Lichtschwerter, die Jedi (und die Sith), die helle Seite, die dunkle Seite. Die Rahmenhandlung, die Kulisse, ist eigentlich immer dieselbe, weswegen sich bei mir schon jetzt - nachdem Disney den dritten Star Wars Film in drei Jahren veröffentlicht hat - eine leichte Reizüberflutung bemerkbar macht.
      Und auch nach dem Ansehen des Films muss ich sagen ... Meh, ich weiß ja nicht. Ungeachtet meiner vorangegangenen Skepsis ist dies für mich wohl der Film schlechthin, wenn es darum geht mich mit einem zwiespältigen Gesamteindruck zurückzulassen. Selten hat mich ein Film so gespalten, wie Episode 8. Auf der einen Seite bin ich hochzufrieden, auf der anderen Seite bin ich unzufrieden. Auf der einen Seite bin ich glücklich mit dem Verlauf des Films, auf der anderen Seite schäume ich ein bisschen vor Wut, was so manch narrativen Weg betrifft, den man gewählt hat. Auf der einen Seite gefiel mir der Film, auf der anderen Seite gefiel er mir aber auch nicht. Es fällt mir echt schwer hier eine gerade Linie zu finden, deswegen werde ich alles Folgende mal in zwei - drei verschiedene Unterpunkte gliedern.

      Der Humor

      Bereits Episode 7 war vom Ton her doch sehr locker aufgelegt, sorgte für einige Schmunzler und Lacher. Er fühlte sich deutlich leichter an, als so mancher Vorgänger, was vor allem dem neuen MVP - BB 8 - zu verdanken war. Daran knüpft Episode 8 auch an, allerdings ... Für meinen Geschmack etwas too much. Gerade in dem ersten Drittel des Films wird hier mit derartig vielen, teils auch völlig deplatzierten und unlustigen, Gags um sich geworfen, sodass der Humor einfach nur krampfhaft aufgesetzt und erzwungen wirkt. Mit dem weiteren Verlauf des Films pendelt sich das Ganze auf ein erträgliches Minimum ein, aber zu Beginn fühlte ich mich doch leicht an Thor: Ragnarok zurückerinnert, der mir zwar prinzipiell auch - wegen bzw. trotz des übermäßigen Gebrauchs von Humor - durchaus gefallen hat, bei dem ich aber dasselbe Problem gesehen habe, wie hier: Der Grundton des Films passte schlichtweg nicht zur Thematik des Films. Selbiges spielte sich auch hier ab, doch zumindest wusste sich The Last Jedi hier noch rechtzeitig zu fangen. Dennoch: Ein fader Beigeschmack bleibt für mich. Vor allem eben, was das erste Drittel des Films betrifft. Disney bewegt sich mit dem Humor für mich zunehmends in eine Richtung, die mir überhaupt nicht gefällt. Wenn der Infinity War ähnlich auf lustig getrimmt wird, na dann Prost Mahlzeit.

      Die Handlung

      Wo fang ich hier am besten an? Ich denke ganz am Anfang, denn der Film macht eines doch - wieder einmal - ganz deutlich: Es fällt unfassbar schwer die Filme der Trilogie(n) als Einzelne zu bewerten, da sie alle aufeinander aufbauen. Dies wird nicht nur durch diverse Referenzen an Episode 7 deutlich, sondern eben auch an der eigentlichen (Binnen-)Handlung des Films, die vor allem die Geschichten der vier, neuen Protagonisten des Franchise fortsetzt: Ben, Rey, Finn und Poe. Sie sind die neue Generation, die - Stück für Stück - die alte Generation aus der ersten Trilogie ablöst. Ihre jeweiligen Geschichten werden hier - mehr oder weniger - konsequent fortgeführt. Sie sind alle jung, haben noch viel zu lernen und dürften sich wohl - zum Ende von Episode 9 - dann fest im Kosmos von Star Wars etabliert haben. Ihren Platz gefunden haben.
      Allerdings gibt es auch hier so manche Schattenseite, die mir doch arg missfallen hat. Und das betrifft hauptsächlich so manche, narrative Entscheidung, die man auf halbem Wege getroffen hat. Da dachte ich mir teilweise einfach nur ...


      Denn der Film, so mein Eindruck, spielt gewollt sehr aggressiv mit den Erwartungen des Zuschauers, die auch auf den Titel des Films zurückgeführt werden können. Zu aggressiv sogar, für meinen Geschmack. Denn das Potenzial, was dieser Film - betreffend der bereits vom Titel suggerierten Thematik - besessen hat, war schier grenzenlos. Neue Möglichkeiten, neue Wege. All das war in Reichweite, nicht zuletzt aufgrund der dargestellten Sichtweise von Luke, die er (fast) den ganzen Film über gezeigt hat, doch am Ende ... Nun, bei Episode 7 wurde sich viel darüber beklagt, dass Disney den leichtesten Weg gegangen ist, um bloß kein finanzielles Risiko eingehen zu müssen. Und es ist kurios: Episode 8 trifft so manche, narrative Entscheidung, die durchaus mit bekannten Konventionen zu brechen scheint ... Und geht trotzdem wieder den einfachen Weg.
      In Episode 7 habe ich dieses Vorgehen noch verteidigt, weil ich eigentlich fest geglaubt - oder vielleicht auch nur gehofft - habe, dass der schwerere, aber zugleich auch frischere, Weg in naher Zukunft noch beschritten werden würde. Mittlerweile tue ich mich schwer daran das noch zu glauben, denn dafür waren einige Entwicklungen dann eben doch zu eindeutig. Die Vorbereitungen, die Episode 8 nun für das Finale, den Höhepunkt, der Trilogie in Episode 9 in die Wege geleitet hat, rauben mir derzeit leider meine Hoffnungen nach eben diesen frischen Elementen, die das Franchise durchaus gebrauchen könnte. Auf die naheliegende, logische und erwachsene Auflösung der Saga wird verzichtet. Und das ist schade, es kotzt mich regelrecht an!

      Für mich persönlich ist es deswegen auch nur noch zum Haare raufen, weil sich - für Episode 9 - nun leider eines doch sehr deutlich abzuzeichnen scheint: Es ist immer dasselbe. Die Charaktere, mit ihren großen wie kleinen Problemen, wirken durchaus frisch und gerade Ben, mit dem ich in Episode 7 eigentlich gar nichts anfangen konnte, gefiel mir in diesem Film - bis zu einem gewissen Punkt - überraschend gut. Das Visuelle ist, natürlich, besser und imposanter denn je. Doch im Kern bleibt Disney mit dieser Trilogie den großen Wurf, so scheint es bisher zumindest, dann eben doch schuldig, weil man sich scheinbar nicht dazu durchringen kann sich von den bekannten Elementen zu lösen und einen neuen Weg zu bestreiten. Einen frischeren und erwachseneren Weg, der dem Franchise nur gut tun würde. Statt einfach nur wieder aufgewärmtes Essen in ner neuen Verpackung verkaufen zu wollen.
      Der Film spielt praktisch mit den Erwartungen des Zuschauers, wie kaum ein anderer zuvor. Neue Wege bahnen sich über einen Großteil des Filmes an, werden dann aber im Finale, das - und das möchte ich an dieser Stelle besonders betonen - durchaus seinen Reiz besitzt und für mich durchaus zu den Highlights des Films gehört, mit einem Mal zerschlagen.

      Das Fazit

      Ich weiß, das Ganze klingt jetzt vermutlich härter, als es eigentlich von mir gemeint ist. Denn: Ich hatte durchaus Freude mit dem Film. Das Visuelle war absolut top, der Humor - wie gesagt - wurde stetig angenehmer und auch erzählerisch hat der Film durchaus seine Stärken und erzählt die begonnene Geschichte durchaus konsequent weiter.
      Das Problem liegt für mich tatsächlich im Kern. In der Geschichte selbst, die das Potenzial hatte das Star Wars Franchise in neue, bisher noch unbekannte Bahnen zu lenken, dieses Potenzial letztlich aber komplett verstreichen ließ. Vielleicht erfolgt dieser Wandel noch in Episode 9, aber mit dem momentanem Kurs und JJ Abrams als Regisseur, sehe ich in der Hinsicht eher schwarz. Und das ist schade, weil ein Tapetenwechsel der Reihe durchaus gut tun würde. So fürchte ich, mit der nächsten, bereits geplanten Trilogie vor der Tür, dass sich Star Wars in den nächsten Jahren tatsächlich ziemlich abnutzen könnte, weil sich das Franchise einfach zu wenig traut und zu wenig mit den Möglichkeiten macht, die ihm geboten werden. Aktuell kann ich für mich nur sagen: Episode 9 schau ich mir mit Sicherheit noch an, doch danach kann ich auch erst mal wieder 10 - 20 Jahre auf Star Wars verzichten.

      Zu guter Letzt noch ein kleines, spoilerlastiges Fazit meinerseits:

      Spoiler anzeigen
      Yoda ist und bleibt der MVP des Star Wars Kosmos ( ͡° ͜ʖ ͡°)

      Alles in allem ... Der Film bietet durchaus gute Unterhaltung, ist aber nicht der große Wurf geworden, der er hätte sein können. Es ist tatsächlich der misslungenste, großartigste Film des Franchise geworden. Ein Widerspruch in sich eben.

      Um Spoiler zu vermeiden, habe ich mich in dieser Rezension möglichst vage ausgedrückt. Wem das womöglich zu abstrakt ist, der kann sich gerne mal diesen Beitrag von mir im Star Wars Thread ansehen. Da gehe ich auf die Kernproblematik, die dieser Film für mich hat und die - in gewisser Weise - auch bezeichnend fürs gesamte Franchise ist, deutlich konkreter ein. Der größte und wichtigste Teil ist aber natürlich nicht grundlos in eine Spoilerbox gepackt, da der doch sehr ins Detail des Films geht und daher am besten nur gelesen werden sollte, wenn man den Film bereits gesehen hat.
      #SeeYaInWano

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    • Zwei Fragen:
      Kennt ihr Edgar Wright? Ihr wisst schon, der Typ, der Klassiker wie Shaun of the Dead und Hot Fuzz schuf und dessen Fingerabdrücke an jedem Eck von Antman zu finden sind.
      Steht ihr auf Musik? Nicht einfach nur die Charts und was im Radio oder Clubs zu finden ist, sondern richtig gute Mucke, unabhängig von Alter oder Genre.
      Wenn ja... ach was red ich, selbst wenn ihr mit nein auf die Fragen geantwortet habt hab ich hier einen Tipp für euch: Schaut euch Baby Driver an!

      Baby Driver hat einfach alles was das Herz eines Filmliebhabers oder Musikjunkies begehrt. Visuelles Storytelling par excellence, Action vom Feinsten, einen hervorragenden Cast und einen Soundtrack zum dahinschmelzen, der selbst den Awesome-Mixtapes von GotG die Show stiehlt.

      Edgar Wright ist ein Meister darin seine Filme visuell ansprechend zu gestallten. Es gibt immer was im Hintergrund zu entdecken, das sich auf die aktuelle Situation bezieht oder ein Foreshadowing darstellt. Alles was passiert, ob im Vordergrund oder versteckt, und was gesagt wird kommt im Verlauf des Films auf die eine oder andere Weise zum tragen. Sei es wenn Baby durch die Kanäle zapped, still seinen Heist-Kollegen lauscht oder Informationen die uns durch das Setting übermittelt werden.
      Wright hat in seinem neuesten Werk ein weiteres Instrument eingebaut mit dem er die Geschichte vorantreibt. Die Musik ist ein zentraler Punkt des Films und im Leben unseres Hauptcharakters.
      Der Soundtrack führt uns durch die Gefühlslagen von Baby oder verdeutlicht die Situation in der er sich befindet. Zudem ist das Visuelle auf die Musik abgestimmt. Der Soundtrack stand schon fest bevor der Film grünes Licht bekam und das Bildmaterial wurde auf diese Songs abgestimmt. Durch synchronisierte IPods und Lautsprecher wusste jeder am Set wann der Einsatz kommen muss und wie lange eine Szene sein darf. Dementsprechend einfach viel der Schnitt in der Postproduction.

      Wer sich davon ein Bild machen möchte dem lasse ich hier mal die Eröffnungsszene da.


      Es bleibt eine letzte Frage: Habt ihr auch einen Killersong?
      "Have you ever read the poetry of the great airbending Guru, Lahima?"
    • The Cloverfield Paradox

      Ich möchte gar nicht zu viel dazu schreiben, deshalb wird das jetzt nur eine (spoilerfreie) Kurzreview.

      The Cloverfield Paradox ist ein Film der tatsächlich erst gestern beim Superbowl mit einem kurzen Trailer angekündigt und sofort nach dem Spiel auf Netflix zu sehen war, was eigentlich eine ganz nette Marketing-Idee war. Es ist der dritte Film im diesem Franchise nach Cloverfield aus 2008 und 10 Cloverfield Lane aus 2016. Während der erste Film ganz in Ordnung war, war ich begeistert von 10 Cloverfield Lane, weshalb ich mich heute morgen sehr gefreut habe, dass dieser Film schon auf Netflix zu sehen ist.

      Doch leider ist der Film eine enorme Enttäuschung. Die ersten zehn Minuten des Filmes sind völlig belanglos und steuern nichts zum Film bei. Der Film könnte im Grunde ab der 11. Minute anfangen. Ab da wird es tatsächlich zum Teil interessant. Die Crew des Raumschiffes verliert die Sicht zur Erde und Panik bricht aus. Wilde Theorien werden um sich geworfen, wie das die Crew für das Verschwinden der Erde verantwortlich sei wegen des Experimentes, für welches sie sich im All befinden. Leider hält das auch nicht lange, da die Präsentation der Story sehr schwach ist bzw. der Film selbst sehr katastrophal geschrieben wurde. Abgesehen von einigen interessanten Ideen, bietet der Film nur schwache Charaktere ohne Hintergründe, deplatzierten Humor und sieht insgesamt sehr billig aus. Netflix Original scheint das heutige Äquivalent des Direct-to-DVD Filmes zu sein, weil dieser Film zum Großteil wie eine Network TV-Serie aussieht und einen genauso langweiligen Soundtrack besitzt. Filmtechnisch kann ich Cloverfield Paradox rein gar nichts abgewinnen.

      Wie gesagt, der Film hat nette Ideen, aber dennoch eine schwache erste Hälfte. Ab der zweiten Hälfte bedient sich der Film dann an einem Sci-Fi und Horror Klischee nach dem anderen. Der Film entwickelt sich zu einem billigen und reizlosen Alien-Klon, nur ohne Aliens. Die Charaktere besitzen keinen Funken von Intelligenz und die dramatischen Szenen fand ich um ehrlich zu sein ziemlich peinlich.

      Insgesamt hätte ich es mehr begrüßt, wenn die Köpfe hinter diesem Franchise mehr Wert auf den Film an sich gegeben hätten als auf die Marketingidee dahinter. 2/10, Zeitverschwendung und totaler Schwachsinn.
    • The Hitman's Bodyguard


      Ich hatte den Film nun schon eine ganze Weile auf dem Schirm und kam heute endlich dazu mir den mal reinzuziehen. Und holy motherfucker, hat der Film vielleicht Spaß gemacht!

      Vorab: Der Film bietet - handlungstechnisch - eigentlich absolut nichts Neues. Er orientiert sich eigentlich maßgeblich an der berühmten Action-Formel aus Hollywood. Viel bäng bäng und Explosionen, während Antagonist XY seine Pläne im Hintergrund schmiedet und am Ende halt ne metaphorische Kugel verpasst bekommt. Yey, die Rahmenhandlung ist dieselbe Leier, die man pro Jahr gefühlt drölf Millionen Mal zu sehen bekommt.

      Getragen wird der Film auch weder von der Handlung, noch von der Action (wobei die zu großen Teilen auch absolut geil und unfreiwillig komisch ist), sondern von dem extrem amüsanten Duo von Ryan Reynolds, der im Grunde nur sich selbst - bzw. Deadpool in ner etwas kleineren Dosis - spielt und Samuel L. Jackson, der sich nach den Dreharbeiten bestimmt mehrere hunderte Male den Mund waschen musste, so viele deftige Kraftausdrücke wie der hier vom Stapel gelassen hat. Oder um es mit den Worten von Ryan Reynolds zu sagen: Dieser Typ hat im Alleingang die Bedeutung von Motherfucker entwertet.
      Getragen wird der Film nahezu komplett von den beiden Darstellern, deren verbale Wortgefechte einfach unfassbar amüsant sind. Dadurch wird Gary Oldman hier zwar ein wenig verpulvert, der dieses Mal den bösen Buben spielen durfte, aber mir hat der Film viel zu großen Spaß gemacht, um mich darüber jetzt großartig zu echauffieren.

      Überhaupt alleine die Ausgangslage des Films hat schon gereicht, um mich darauf neugierig zu machen. Ryan Reynolds spielt hier einen exzellenten Bodyguard, der nun - ziemlich unfreiwillig - ausgerechnet einen Attentäter beschützen muss. Und dann auch noch einen, der schon 27 Mal versucht hat ihn zu töten. Da liegt sofort ordentlich Zunder drin, um zwei extrem amüsante Stunden der Unterhaltung abzuliefern. Und genau das bekommt man dann eben auch.
      Zwar besitzen beide Charaktere auch so manche Facette, die sie ein wenig greifbarer machen - insbesondere was ihr jeweiliges Liebesleben betrifft (doch eine Schnulze, das kann ich garantieren, ist das nun wirklich nicht ^^) - aber wirkliche Tiefe braucht man hier gar nicht erst zu suchen. Darum geht's dem Film auch überhaupt nicht. Der Streifen soll einfach nur Spaß machen. Und das macht er auch.

      Rasante Action, tolle Schauspieler, irrsinnig viel Witz und ne ziemlich deftige Ausdrucksweise ... Wer auf solche Filme steht und bspw. auch Deadpool aus ähnlichen Gründen gefeiert hat, der wird mit The Hitman's Bodyguard mit Sicherheit viel Vergnügen haben! ^^
      #SeeYaInWano
    • Black Panther, neuestes Werk aus dem Hause Marvel und langsam fällt es mir schwer noch große Worte über das MCU zu verlieren.

      Wir bekommen einen starken und gut ausbalancierten Streifen präsentiert der, rein vom Aufbau her, das typische Marvel-Muster bedient und die damit einhergehende Kritik erntet. Stark am Protagonisten orientierter Plot. Zwei Gegner, von denen einer dem anderen die Show stiehlt ohne, dass sie selber zu viel Fahrt aufnehmen. Gut ausgewogenen Humor, wenn auch einzelne Witze nicht unbedingt ziehen. Grundsolide Action und ein paar richtig gute Shots, wobei hier und da wesentlich mehr drin gewesen wäre. Und ein Score der sich gut ins Gesamtbild schmiegt ohne allerdings einen Klassiker zu schaffen, der im Ohr hängen bleibt.
      Das ist nicht schlecht oder kritisierend gemeint sondern schlicht die Punkte, die jeder Marvel Film fein säuberlich von der Checkliste abarbeitet.
      Was man fairerweise erwähnen sollte ist der Anstrich und die Nuancen, welche die Filme untereinander unterscheidet. Da macht Black Panther keine Ausnahme. Der exotische Flair ist etwas neues und macht Laune. Selbst der Soundtrack, eine von Marvels größten Schwächen, ist hier erfrischend mit den eingestreuten Beats, Trommeln und Kriegsgesängen.

      Es gibt für mich noch einen Kritikpunkt, der für den Film selber eher klein ist, aber im Gesamtbild von Marvel schon größer wird.
      In Black Panther kommen mit Speeren und Schwertern erstmals Hieb und Stichwaffen zum Haupteinsatz. Prinzipiell vollkommen in Ordnung bis man zu dem Punkt kommt an dem man merkt, dass man so Blut schwerer verstecken kann. Bei einem Schuss kein großer Akt. Dunkle Kleidung, etwas weiter in den Hintergrund gerückt und punktuell eingesetztes Kunstblut, passt. Wenn allerdings mitten im Bild eine Kehle durchtrennt wird oder eine Speerspitze mitten aus dem Brustkorb gezogen wird und nicht ein Tropfen Blut am Metal klebt wirkt das einfach scheiße. Entweder Marvel bricht aus ihrem Muster heraus und sagen "Fuck It, dann wirds eben blutiger" oder sie überdenken ihre Wahl der Waffen.

      Black Panther wird bei vielen wohl den Sprung in die Top 5 des MCU schaffen, selber bin ich noch ganz sicher, aber daran kratz er auf jeden Fall und das wild.

      Nach nun 18 veröffentlichen Filmen in den letzten 10 Jahren und dem bekannten Schema schafft es Marvel immer noch eine beständig gute Qualität zu produzieren ohne den Anschein zu machen Ihren Zenit erreicht zu haben. Ifinity War wird die Karten wohl noch ein letztes Mal heftig durchmischen und neuen Wind auf der Zielgeraden zu kreieren. Nichtsdestotrotz freu ich mich dieses Projekt "MCU", diesen gigantischen Story-Arc, dem Ende entgegen laufen zu sehen.
      "Have you ever read the poetry of the great airbending Guru, Lahima?"
    • Black Panther


      Drei Jahre lang wurde Black Panther nun behutsam aufgebaut. Angeteasert in Age of Ultron, erster Auftritt des titelgebenden Helden in Civil War und dann ist es auch noch der letzte Ableger des MCU, ehe der Infinity War in knapp zwei Monaten endlich über das cinematische Universum hereinbricht. Daran koppeln sich natürlich auch die Erwartungen und 98% bei Rotten Tomatoes, sowie Kritiken, in denen bspw. Erik Killmonger als "bester MCU Villain seit Loki" betitelt wird, sprechen da eine ziemlich eindeutige Sprache. Die Frage danach, ob er dem Hype aber auch gerecht werden kann, würde ich dann doch klar mit jain beantworten.

      Black Panther ist ein sehr guter, erster Solo-Film für den titelgebenden Helden, in dem wir Wakanda endlich mal - auf der großen Leinwand - kennenlernen dürfen. Die Kulisse ist dabei einfach wunderbar imposant und zugleich aber auch herrlich diskrepant. Es gibt den hohen Technologiestandard des Landes, aber gleichzeitig auch die traditionsreichen Plätze, wie etwa die Ritualorte. Die Bevölkerung verfügt über Waffen mit den fortschrittlichsten Technologien, bei denen wohl auch einem Tony Stark das Wasser im Mund zusammenlaufen würde, bietet allerdings auch spirituelle Aspekte und altehrwürdige Traditionen, denen sie sich gefügig beugen. Und es sind genau diese Diskrepanzen, die ich an der Figur des Black Panther - und an der Nation von Wakanda - auch so liebe. Er ist ein gnadenloser Faustkämpfer, ein hervorragender Diplomat und ein weiser König, während er über ein Land herrscht, das technologisch weit vor allen anderen Nationen liegt, aber gleichzeitig auch viel Wert auf Traditionen und Rituale legt. Ja sogar der festen Überzeugung ist, dass der Tod nicht das Ende wäre. All diese Dinge greift der Film auch wunderbar auf, allerdings handelt es sich dabei eben auch lediglich um die Kulisse. Um die Rahmenhandlung. Und die täuscht dann doch nicht darüber hinweg, dass der Film unter ähnlichen Problemen zu leiden hat, wie so viele andere Origins vor ihm. Für mich trifft es Black Panther hier gleich doppelt hart, eben weil an diesen bestimmte, sehr spezifische, Erwartungen geknüpft waren, denen der Film letztlich aber dann doch unmöglich gerecht werden konnte. Was ich ihm gegenüber dann auch etwas unfair finde, da dies automatisch das Urteil ein Stück weit trübt. So - leider - auch bei mir.

      Das fängt bereits bei der grundlegenden Erzählstruktur und der Dramaturgie des Films an. Marvel hat sich hier seit vielen Jahren ein Konzept zurechtgelegt, dem man bei so ziemlich jeder Originstory zu folgen scheint. Doch bei aller Liebe ... Langsam wird's langweilig. Held erhebt sich -> Held wird von Widersacher niedergestreckt -> Held muss seine Kräfte neu sammeln und bündeln -> Held schlägt zurück und geht am Ende siegreich hervor. Es ist die alte Leier und anders als etwa ein Doctor Strange, hat Black Panther - trotz all der hochfortschrittlichen Technologie - schlichtweg nicht die Mittel, um gen Ende der Handlung einen so hervorragenden und innovativen finalen Showdown aus dem Hut zu ziehen, wie es der Sorcerer Supreme letztlich getan hat. Das macht die Handlung von Black Panther gewiss nicht schlecht, doch wirklich packend ist sie nun leider dann auch nicht geraten, weil die Muster von Marvel mittlerweile so überdeutlich erkennbar sind, dass man eigentlich sofort durchschaut, welche Szene nun am Ende welchem Zweck dienen soll. Das mag keine neue Erkenntnis sein, und macht den Film ja auch bei Leibe nicht schlecht, es macht ihn jedoch extrem berechenbar. Was dann leider auch ein Stück weit auf die Spannung drückt.

      Die Charaktere selbst sind auch - eigentlich durch die Bank weg - sehr gut gelungen, was nicht zuletzt auch an den teils wirklich fantastischen Schauspielern liegt, die man hier wieder casten konnte. Da laufen dann mal hochkarätige Top-Leute wie etwa Michael B. Jordon ("Creed"), Forest Whitaker ("Southpaw") oder auch Lupita Nyong’o ("12 Years A Slave") durchs Bild. Leider bleiben sie dann doch eigentlich alle ziemlich weit hinter ihren jeweiligen Möglichkeiten zurück. Das gilt ganz besonders für Forest Whitaker, der zwar durchaus seine Momente hat, hier allerdings doch eine seiner wenigen Leistungen gezeigt hat, die mir wohl kaum im Gedächtnis haften bleiben wird. Das liegt weniger an ihm selbst, sondern vielmehr an seiner Figur und deren Tragweite. Selbiges gilt auch für Michael B. Jordon, der hier den Antagonisten Erik Killmonger gemimt hat. Hochgelobt wurde er. Ein besonderer Antagonist fürs MCU sei er. Gar der "beste Villain des MCU seit Loki", aber wenn man mal ehrlich ist ... Nein, einfach nein. Ein ordentlicher Villain, durchaus, aber auch hier: Dem Hype nicht angemessen.

      Ja, seine Beweggründe sind klar erkennbar und auch durchaus nachvollziehbar und ja, auch seine Ziele sind durchaus vertretbar (ausgenommen seine fragwürdigen Methoden). Allerdings ist er - am Ende des Tages - dann leider doch nicht mehr, als bloß ein "böser Doppelgänger" des Protagonisten. So leid es mir für die Figur auch tut, aber mehr ist er ganz einfach nicht geworden. Das wird vor allem doppelt deutlich daran, dass beide letztlich in einem Black Panther Kostüm durchs Bild huschen. Und das wird der Figur irgendwo nicht gerecht, da sie halt durchaus das Potenzial - und vor allem den Background - besessen hat, um nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen und sich im MCU als starke Persönlichkeit, die ausnahmsweise mal nicht zu den Guten gehört, zu empfehlen.
      Doch statt eines einfach gestrickten Villain, der wieder einmal für Unheil stiften möchte, hätte ihm eine Rolle als zerrissener Antiheld wohl deutlich besser gestanden ... Und Andy Serkis als Ulysses Klaue hätte den Part des Antagonisten übernehmen sollen. Der Kerl hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle, hat famos aufgespielt und einen charakteristischen Auftritt abgelegt, der zumindest in groben Zügen an den Joker des DC Universums erinnerte. Deswegen bin ich mir einer Sache auch absolut sicher: Serkis Schurkenrolle in dem Film wird bei mir länger hängen bleiben, als die von Michael B. Jordon, obwohl Letzterer deutlich mehr im Fokus stand. Und das sagt eigentlich schon alles. Erik Killmonger erfährt zwar ein wenig Tiefgang, sein eindimensionales Denken und Handeln kann damit allerdings nicht kaschiert werden.
      Sicher, man hätte das Skript grundlegend umschreiben und mit alten Mustern brechen müssen, aber wäre das denn so schlimm gewesen? Ich wage einfach mal zu behaupten, dass dies eine deutlich spannendere Geschichte abgegeben hätte als die, die wir nun bekommen haben. Weil man als Fan von Marvel bzw. dem MCU eigentlich sofort wusste, was als Nächstes passiert und welchen Zweck nun diese und jene Szene genau verfolgen würde. Es gab eigentlich keinen Moment (mit Ausnahme der After Credit Szene), bei der ich auch nur ansatzweise überrascht war. Mir persönlich gibt das etwas zu denken bzgl. meiner eigenen Betrachtungsweise, was das MCU betrifft. Die Filme - allen voran gemeint sind dabei aber die Origins der einzelnen Helden - sind wirklich gut, werden aber auch immer berechenbarer. Und da lobe ich mir eben auch vor allem Doctor Strange, der sich da ein Stück weit abheben konnte, in dem er gen Ende einfach einen extrem gelungenen, weil genialen und innovativen Weg gewählt hat, um den finalen Showdown des Films zu schließen. Dies macht ihn auch jetzt noch zu meiner bisheriger Lieblings-Origin des MCU.

      Das alles klingt jetzt wahrscheinlich viel negativer, als es von mir eigentlich gemeint ist, denn: Ich liebe den Black Panther! Ich liebe diese Figur, die mich - in groben Zügen - auch schon immer an Batman von DC erinnert hat, welcher für mich halt wirklich die (Anti-)Helden Figur schlechthin ist. Und nicht zu vergessen: Ich liebe Wakanda, das einfach nur wunderschön ausschaut und eine fantastische, einmalige Kultur besitzt. Der Film hat mich von vorne bis hinten gut zu unterhalten gewusst.
      Doch ein leicht fader Beigeschmack bleibt bei mir dennoch bestehen, da die Erwartungen einfach zu hoch waren, die bisherigen Durchschnittswerte dem Film nur minder gerecht werden und die Erzählstruktur der Origins von Marvel sich mit jeder weiteren Origin-Story weiter abnutzt. Spätestens wenn der Infinity War überstanden, Thanos besiegt und es wohl in Phase 4 geht (laut Feige sollen ja schon Pläne für weitere 20~ Filmeinträge des MCU existieren), sollte man bei Marvel ggf. mal versuchen sich ein neues Konzept für seine Origins aufzubauen bzw. das Aktuelle vielleicht mal einer Generalüberholung unterziehen. Hier sehe ich momentan tatsächlich - neben der Problematik bzgl. der eher schwach ausgearbeiteten Antagonisten - noch mit den größten Handlungsbedarf für Marvel, wenn es um die Zukunft des MCU geht.

      Alles in allem ein durchaus guter Origin-Film zum Black Panther, der aber an den altbekannten Problemen des MCU ebenso zu knabbern hat, wie viele Vorreiter zuvor und infolgedessen keine wirklich neuen, narrativen Akzente setzen kann. Hinzu kommen auch noch die hohen Erwartungen und der gigantische Hype, die an den Film geknüpft wurden, denen er allerdings schlichtweg nicht gerecht werden konnte. Selbst wenn er es gewollt hätte, was den Gesamteindruck letztlich ein wenig trübt.
      Vermutlich handelt es sich bei Black Panther um einen dieser Filme, der beim zweiten Mal anschauen - wenn man alles andere um sich herum (insbesondere den Hype) einfach mal ausblenden kann - deutlich besser und runder wirkt. So bleibt es ein guter, aber eben kein überragender MCU-Eintrag.
      #SeeYaInWano

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OneBrunou ()

    • Also ich würde mich der Kritik von OneBrunou nahezu komplett anschließen nur noch etwas hinzufügen und einen Punkt noch erweitern.

      Zunächst mal zum Erweitern: Hinsichtlich des Antagonisten sehe ich es genauso das Killmonger zwar charismatisch war und auch nachvollziehbar gehandelt hat, aber mir wurde das einfach zu plump dargestellt. Der Mann ist Elitesoldat und für den Krieg ausgebildet und doch handelt er wieder wie der typische Antagonist völlig überheblich und ohne Plan. Er redet selber davon wie man Staaten durcheinander bringt und Könige absetzt und verhält sich dann selber wie der Elefant im Porzellanladen bei seiner Machtübernahme in Wakanda. Er tötet einfach so den geliebten Führer des Landes und verhält sich dann gegenüber seinen Kriegern wie ein Despot. Sorry das ist einfach unglaubwürdig das ein Mann mit diesem Hintergrundwissen so plump nichts anderes kennt als draufhauen.

      In dem Zuge ist auch das Verhalten seiner Verbündeten zu hinterfragen...der Mann kommt einfach an und man hintergeht augenscheinlich einen Freund aus Kindertagen und seine eigene Frau(?) um sich aus purem Rachedurst einen fremden Mann anzuschließen den man nicht kennt? Für mich nicht nachzuvollziehen wieso da ein ganzer Clan auf einmal für diesen Mann in den Tod geht.

      Bei der Hintergrundgeschichte habe ich mir einfach mehr erwartet. Der Charakter bot nun wirklich die Chance einen gleichzeitig starken wie Intriganten Gegenspieler aufzubauen, aber unter dem Strich bleibt er wieder ziemlich blass und der ganze Plot um die Konfrontation wirkt an vielen Stellen billig konstruiert. Da hätte man lieber bei Klaue als Gegenspieler bleiben sollen und sich Killmonger vielleicht als Gegner für einen zweiten Teil aufheben sollen, welcher sich im ersten Teil durch eine Intrige in das Königshaus einschleicht.

      Was mich aber viel mehr genervt hat war dieses Black Power-Gerede das sich durch den ganzen Film zieht. Wer sich damit beschäftigt weis das diese Bewegung zutiefst rassistisch agiert, aber der Film suggeriert das so eine Haltung gegenüber der Welt verständlich wäre. Man zeichnet ein Bild das selbst die intelligenten Menschen aus Wakanda eine Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung weltweit sehen und man dies ja unbedingt beheben muss...das halte ich in anbetracht der Geschehnisse aktueller Natur und der letzten Jahre für höchst bedenklich mit dieser Gesinnung so stiefmütterlich umzugehen. Der Film zeichnet für mich ein ziemlich deutliches Bild das dieses Gedankengut vertretbar ist und nur die extreme Auslegung des Antagonisten verurteilt wird. Das zieht für mich das Gesamtbild des Filmes schon ziemlich nach unten.

      Insgesamt trotzdem ein guter Film, aber ich habe mir mehr erwartet und sehe ihn jetzt auch im Gesamtkontext des Marvel-Universums eher im Mittelfeld. Da waren Filme wie Thor 3, Dr. Strange oder Spiderman zuletzt für mich teils deutlich stärker. Ohne das exotische Setting und teils wirklich gute schauspielerische Leistungen würde ich den Film wohl ziemlich schlecht bewerten.
    • Tomb Raider


      Auf diesen Film war ich heiß, seitdem er zum ersten Mal angekündigt wurde. Videospielverfilmungen genießen gewiss keinen guten Ruf, da die Filmemacher oft nicht wissen, wie sie die Geschichten so abwandeln sollen, dass sie auch kinotauglich werden. Denn je nach Spiel muss man da Stoff von Fünfzehn bis teils mehreren Hundert Stunden auf 90 - 120 (150) Minuten komprimieren. Nicht unbedingt einfach, insbesondere dann, wenn die entsprechende Vorlage vor allem vom Gameplay lebt. Zuletzt bewies die Assassin's Creed Verfilmung für mich mal wieder, dass ein guter Ansatz und atemberaubende Bilder alleine nun mal noch lange keinen guten Film machen. Die Liste missglückter Versuche ist dabei entsprechend lang, von Warcraft bis hin zu Resident Evil. Die Hoffnung darauf, dass die Videospielverfilmungen ihren schlechten Ruf endlich mal ablegen können und beweisen, dass auch aus diesen Vorlagen gute Filme entstehen können, keimt mit jeder weiteren, großen Adaption, die angekündigt wird, neu auf. Erst ruhte sie für mich auf Assassin's Creed, nun ruhte sie auf Tomb Raider. Der erste Fall und dessen Ausgang ist bekannt, aber der Zweite? Nun, hier kann ich nur für mich sprechen aber ... Ja! Ja, verdammte Schei**! Dieser Film hat mich so unfassbar glücklich gemacht, wie es schon lange kein Film mehr getan hat. Und das obwohl er - an und für sich - nun wirklich weit von einem Meisterwerk entfernt ist. Aber das braucht der Film auch gar nicht zu sein. Er muss die Vorlage nur respektieren, sie vernünftig adaptieren und dabei eine Geschichte erzählen, die eben über zwei Stunden unterhalten kann. Und ja, das kann der Film. Und wie er das kann.

      Ja, ich bin ein riesiger Fan vom Tomb Raider Reboot von 2013 und der anschließenden Fortsetzung mit Rise of the Tomb Raider, die 2015 / 2016 erschien und mit Shadow of the Tomb Raider noch in diesem Jahr fortgesetzt werden wird. Vor allem den ersten Teil fand ich damals absolut genial, da wir hier den Ursprung von Lara Croft erkundet haben. Wir bekamen es mit einer Figur zu tun, die erst noch zu der großen Ikone, die sie in der Videospiele-Sparte ist, heranreifen muss. Sie war viel menschlicher, als jemals zuvor. Zwar ging es auch dort darum Gräber zu erkunden und Mysterien aufzudecken, doch im Kern des Ganzen stand nichts Geringeres, als der Kampf ums Überleben. Das Spiel titelte es kurz vor dem Abspann auch nahezu perfekt: A Survivor Is Born. Diese Herangehensweise fand ich fantastisch und deswegen bin ich auch heilfroh, dass man sie hier zu großen Teilen mit übernommen hat.

      Dabei fängt der Film sehr bodenständig und auch recht humorvoll an. Es werden kostbare Minuten in die Anfangsphase investiert, die man an anderen Stelle des Films womöglich ebenfalls gebraucht hätte, doch ergibt sich durch diese kreative Entscheidung hier ein schöner Kontrast: Denn bevor Lara anfing Fragen über ihre Vergangenheit zu stellen und der Wahrheit nachzujagen, führte sie ein kleines, unscheinbares und schlichtweg normales Leben. Sie musste sich genauso im Alltag durchschlagen, wie jeder andere auch. Diesen Einstieg empfinde ich als gelungenes Mittel, um ihrem späteren Wandel zusätzliches Gewicht zu verleihen. Es wird dreckig, es wird blutig, es wird brutal. Es wird sie verändern. Plötzlich bekommt sie Dinge zu sehen, erlebt Dinge und tut vor allem auch Dinge, die jeden Menschen verändern würden. Das hat man damals schon im Reboot sehr gut rüberbringen können und auch hier hat man das nun ziemlich gut hinbekommen.

      Zu verdanken ist das vor allem einer - mal wieder - herausragenden Alicia Vikander. Körperlich hat sie sich gut auf den Film vorbereitet, machte viele Stunts auch selbst, und weiß insbesondere dann zu überzeugen, wenn es um die Emotionen geht. Wenn Lara an ihren Vater denkt, vor einer schwierigen Entscheidung steht, schwer verletzt wird oder auch zum ersten Mal tötet, nimmt man ihr die Trauer, den Zwiespalt, den Schmerz oder auch die Resignation sofort ab. Mit jedem Aufschrei schaffte sie es mich an diverse Schlüsselereignisse des Reboots zu erinnern. Wenn dann noch das Design so hervorragend sitzt wie hier, sie zum Bogen oder der Kletteraxt greift, vom sinkenden Schiff inmitten des Meers springt und an Land bewusstlos geschlagen wird oder auch von einem verrosteten Flugzeug stürzt und sich nur mittels eines kaputten Fallschirms noch retten kann, dann macht mein Fanherz einfach Purzelbäume.

      Man muss dazu aber eben auch sagen: Die Tomb Raider Adaption hat es hier noch - verhältnismäßig - einfach und dankbar, da die Vorlage nun mal relativ einfach zu adaptieren ist. Anders sieht die Lage bspw. bei einer einst geplanten Mass Effect Verfilmung aus, die wohl nie über die (frühe) Konzeptionsphase hinausgehen wird, da es hier schlichtweg zu viele Variablen gibt, um einen guten Film zu schaffen. Das fängt schon damit an, dass man Optik und Hintergrundgeschichte des Protagonisten frei bestimmen kann.
      Doch trotz dessen muss auch die aktuelle Tomb Raider Verfilmung so manches Zugeständnis machen. Es werden Storyelemente aus dem ersten Teil, sowie der Fortsetzung miteinander kombiniert und durch neue Elemente ergänzt bzw. erweitert, um so eine Geschichte zu schaffen, die der Vorlage zwar sehr nahe kommt, diese aber nicht 1 zu 1 nacherzählt. Und das ist auch gut so, weil dann die Gefahr bestünde, dass gewisse Passagen der Vorlage zu kurz - oder überhaupt nicht - geraten, die aber womöglich ebenso wichtig für die Handlung an sich ist, wie so manch andere Sequenz. Und ganz ehrlich ... Wer sich über solche Abwandlungen beschwert, der beschwert sich wahrscheinlich auch (noch immer) darüber, dass Ultron im MCU von Tony Stark, und nicht von Hank Pym, konzipiert wurde.

      Man hat sich hier also für einen guten Mittelweg entschieden, um auf der einen Seite eine Videospielverfilmung zu realisieren, die zur Abwechslung mal nicht zum Fremdschämen ist, und gleichzeitig einen Film zu kreieren, der auch Zuschauer unterhalten kann, die mit den Vorlagen eben weniger vertraut sind. Natürlich hat der Film auch so manche Schwachstelle, die bereits beim Antagonisten beginnt, aber mit Blick darauf, dass wir hier eine Videospielverfilmung vor der Nase haben, bin ich ebenso bereit einige Zugeständnisse zu machen. Und wenn ein schwacher Antagonist notwendig ist, um Lara Croft strahlen zu lassen, dann bin ich dazu nur zu gerne bereit.

      Alles in allem hat mich dieser Film doch wirklich unheimlich gut unterhalten. Womöglich fehlt es mir hier ein wenig an Objektivität, aber das ist mir ehrlich gesagt auch völlig egal. Ich hatte einfach viel Spaß mit dieser Adaption und hoffe, dass wenigstens eine Fortsetzung folgen wird, um daran anzuknüpfen und Lara's erstes Abenteuer, in das sie nach ihrem nunmehr absolvierten Wandel zum "Survivor" bereit ist sich zu stürzen, ebenfalls auf die Kinoleinwand zu bringen. Potenzial dafür ist wirklich reichlich vorhanden.
      #SeeYaInWano


    • [Aprilscherz] -> ich als OB ausgegeben und Fake-Rezension verfasst.

      Wendy 2

      Ich weiß, einige werden sich jetzt wundern, aber ich habe eine kleine Vorliebe für wunderschöne Pferdefilme, weil diese einem doch immer das Gefühl von Freiheit und Freude geben, was man in diesen dunklen Zeiten gut gebrauchen kann. Deshalb möchte ich heute über einen zuckersüßen Film berichten, der mein Herz berührt hat, da hier die Bindung zwischen Mensch und Pferd einfach gut ausgearbeitet wurde und man die Herzlichkeit lebendig spürt.

      Story

      Seit mittlerweile einem Jahr lebt Wendy glücklich und zufrieden mit ihren Eltern Heike und Gunnar auf Rosenborg, dem Reiterhof ihrer Großmutter Herta. Doch dann muss Wendy herausfinden, dass der Hof kurz vor der Pleite steht und so beschließt sie, an einem Jugendturnier teilzunehmen, das Ulrike veranstaltet, die Chefin des großen und modernen Reiterhofs St. Georg. Mit dem Preisgeld, so Wendys Überlegung, könnte sie Rosenborg retten. Doch um an dem Turnier teilnehmen zu können, benötigt sie ein Pferd, das über Hürden springen kann, und dafür ist ihr ehemaliges Zirkuspferd Dixie leider nicht bereit. Da landet das Turnierpferd Penny in Rosenborg, das allerdings so traumatisiert ist, dass es Angst vor dem Springen hat. Nun muss Wendy gleichzeitig Pennys Trauma überwinden und dafür sorgen, dass die Freundschaft mit Dixie nicht in die Brüche geht.

      Die dramatische Situation, die sich aus der Familiensituation spinnt, wird noch viel schmerzhafter, als dieses traumatisierte Pferd auftritt, mit dem das Turnier gewonnen werden soll, dass das so benötigte Geld auftreiben kann. Hier spinnt sich eine komplexe Story zusammen, die mit ihren clever gesetzten Wendepunkten dem Film bis zum Ende hin Spannung und Dramaturgie verleiht. Wendy macht echt alles, damit das Pferd fit für das Turnier wird und den Sieg einlaufen kann: wöchentliche Therapiestunden, Schwimmen mit Delfinen, Ganzkörperthaimassagen und Fallschirmspringen mit Lassie und Flipper. Immer wieder versuchen böse Kräfte dazwischen zu funken, doch Wendys Liebe für Pferde ist größer als der Hass zu Menschen. Ganz besonders rührend ist die Kussszene am Ende, doch ich will nicht zu viel verraten.

      Charaktere

      Besonders gut gefielen mir die gut ausgearbeiteten Charaktere. Wendy ist gleichzeitig das liebe Mädchen von nebenan, aber auch andererseits die eigenwillige Kämpferin, wenn es um ihren geliebten Hof geht. Ihre Eltern sind die verzweifelten Nichtskönner, die keinen Plan von gar nichts haben und keine Idee haben, wie man an Geld kommt.
      Die beste Leistung kommt aber vom Pferd. Das ist so lebensecht, so wirkungsnah, als ob dieses Pferd schon immer traumatisiert war. Ein solche schauspielerische Leistung hab ich bislang bei noch keinem Pferd gesehen und war hin und weg von dieser Rolle. Perfekt, kann ich da nur sagen.


      Musik und Setting

      Die Musik ist leider nicht so gut gelungen. Da hätte mich mir gern mehr einfältige Schlager wie im letzten Teil gewünscht. Das Setting ist wunderschön gemacht. So stell ich mir Turnierfelder, Reiterhöfe und Wälder vor. Viele Bäume, hier und da Stroh und dann ganz viele, tolle Pferdis, auf denen man den ganzen Tag reiten könnte.

      Fazit

      Ein herzzerreißender Film für die ganze Familie. Die Beziehung zwischen Wendy und Pferd ist stark ausgearbeitet worden und der Zuschauer kann sich dank genial ausgedachter Dialoge in das Tier und in die Situation hineindenken und fiebert von Anfang bis Ende mit, ob der Hof auch wirklich, wirklich gerettet werden kann. Schwachstellen seh ich in der fehlenden, guten Musik, aber das macht so gut wie fast gar nichts. Deshalb 99 von 140 Punkten, ein echte Filmempfehlung für Menschen, die den Ritt ins Leben genießen wollen.

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