Filmrezensionen

    • Spoiler

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    • @Baka
      Nee nee mein Freund, hier hab ich eine etwas andere Meinung...
      Der Film dient in erster Linie dazu, Ant-Mans Abstinenz in Infinity War zu erklären. Das tut er. Ich fand den Kniff auch ganz geschickt, dass sie ihn da einfach in die Quantenebene geschickt haben. Ist eine sehr simple Lösung, klar. Aber dennoch bin ich gespannt, wie er dann daraus entkommen wird um in der entscheidenden Schlacht seinen (kleinen) Beitrag zu leisten...
      Die Story ist tatsächlich nicht tiefgründig, aber was will man erwarten, wenn er sich hauptsächlich darum dreht, Mama Pym zu finden? Und die Antagonisten sind genauso oberflächlich wie die meisten im MCU. Aber der Film soll unterhalten und das tut er. Ant-Man lebt von seinen unglaublich sympathischen Charakteren und seinem Humor. Und der hat mir im Gegensatz zu Ragnarok extrem gut gefallen. Es gab kaum eine Szene über die ich nicht lachen konnte und selbst die ständigen Wachs-/Schrumpfintervalle haben mich keinesfalls gelangweilt. Das ist nunmal seine/ihre Fähigkeit. Du sagst ja auch nicht, Tony Stark wäre öde, weil er ständig seine Rüstung trägt.
      Ich will den Film auch nicht in Relation zu Infinity War setzen, denn sie sind grundverschieden und verfolgen unterschiedliche Ziele. Gerade nach der Schwermut und der Bildgewalt von Infinity War kommt die Leichtigkeit von Ant-Man sehr gelegen. Was soll ich sagen, seit dem ersten Teil gehört Scott einfach zu meinen absoluten Lieblingen... Vielleicht seh ich den Film deshalb so positiv. Aber ich bin ins Kino gegangen um unterhalten zu werden und kam unterhalten wieder heraus. Soll erfüllt.
    • @Dr.Honk Einem Plot fehlende Tiefe zu verzeihen, weil er an sich nur aus einem Stilmittel besteht? Dann hätte man die Story einfach anders aufrollen müssen. Wenn die Tatsache, dass das Element finde die Mutter das Ganze zu flach macht, dann fügt man Elemente ein, die das Gesamte aufwerten. Das schützt nicht vor Kritik.
      Ebenso, dass die Antagonisten eine Bande an Pappkameraden sind, tröstet doch nicht mit dem Argument darüber hinweg, weil das MCU schon immer so war und auch das ist nur zur Hälfte Wahrheit, da wir schon öfter einen Gegner hatten der mit Tiefe aufwarten konnte, auch nur durch einen Film. Und wieso sollte man in der Hinsicht nicht mehr erwarten dürfen?
      Die Figuren sind durchaus sympathisch, vor allem Luis, Antman und seine Tochter aber das sind auch schon die Einzigen. Weder Hope noch Michael Douglas oder weitere Nebencharas, Antagonisten inklusive tragen für mich dazu bei. Man kann natürlich nicht von Jedem eine große Charakterstärke erwarten, aber entweder sind sie vollends blass und schlecht ausgearbeitet oder dann gerade Mittelmaß.
      Ich habe auch nicht behauptet, dass mich Antmans Fähigkeit an sich langweilen würde, ganz im Gegenteil ist sie absolut interessant. Aber in dem Spektrum, wie sie im Film inszeniert wurde einfach nur dürftig, das hat der letzte Film allein durch den Zugkampf um Längen besser hinbekommen und blieb damit einfach hinter seinen Möglichkeiten zurück.
      Auch ich setze IW und Antman nicht gleich, dafür ist die Atmosphäre zu grundverschieden, aber da ich auch Infinity War nur als ganz gut bezeichnen würde ist das noch einmal eine andere Geschichte.
      Ich habe das Kino nur für mich persönlich mäßig unterhalten verlassen, im Gegensatz zum ersten Antman, den ich wirklich super fand. Auch wenn ich auch in diesem Film oft gelacht habe, ist das für mich nicht der einzige Unterhaltungswert und wenn es an anderen Stellen so mangelt, komme ich zu so einem Ergebnis.
    • Ich möchte mich heute zu einem Film äußern, auf den ich mich seit Monaten gefreut habe, ihn erst jetzt im Kino schauen konnte:


      Christopher Robin
      Das ist eine Realverfilmung der Welt von Christopher Robin und seinen Freunden rund um den Bären Winnie Puuh.
      Das mag jetzt irgendwie aus dem Rest der bisher hier rezensierten Filme etwas herausfallen, aber vllt. kennt ja der ein oder andere die Geschichten, zumindest bei mir waren sie ein schöner Teil meiner Kindheit :) (auch wenn ich mich zugegebener Maßen mal vor dem einen Hörspiel gegruselt habe).

      Hier ist ein Trailer des Films:



      Zunächst sei gesagt, dass hier keine der bereits existierenden animierten Geschichten neu verfilmt wird. Allerdings basiert der Film trotzdem auf einer Geschichte von Alan A. Milne.

      Früher hat Christopher Robin viel Zeit mit seinen Freunden im Hundertmorgen-Wald verbracht, dann musste er jedoch ins Internat und verlor sie dadurch und durch den zweiten Weltkrieg aus den Augen. Nun ist Christopher Robin erwachsen geworden, hat eine eigene Familie, aber seine Arbeit nimmt ihm jede Lebensfreude und Zeit mit seiner Familie. Dabei trifft er wieder auf Winnie Puuh, den er seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Dieser sucht seine Freunde (Ferkel, I-Aah (Esel), Tigger (ein Tiger), Rabbit, Eule, Ruh und Kanga (beides Kangurus)), die er im Hundertmorgen-Wald nicht finden konnte. Obwohl Christopher Robin eigentlich keine Zeit hat, hilft er seinem alten Freund und damit beginnt ein lustiges Abenteuer nach dem andere. Der erwachsene Christopher Robin wird übrigens von Ewan McGregor verkörpert.

      Zugegeben, ich kenne Winnie Puuh nur als den lustigen, süßen animierten Bären. Entsprechend gewagt kann eine Realverfilmung sein.
      Und tatsächlich muss man sich etwas daran gewöhnen. Aber ich muss sagen, die realen Abbilder der Tiere ist wirklich toll gelungen, Puuh ist so niedlich geworden, dass ich ihn jedes Mal knuddeln möchte. Tollpatschig ist er und isst gern Honig, hat ein sonniges Gemüt und sorgt sich um seine Freunde. Ferkel ist schreckhaft wie immer und I-Aah depressiv wie eh und je :D

      Der Film hat keine besonders tiefgründige Story. Es geht um einen erwachsenen Mann, welcher das Kind in sich wieder zum Leben erweckt. Aber es ist ein sehr schöner Familienfilm, der zumindest mein Herz erfüllt, auch wenn ich längst kein Kind mehr bin. Wenn ich mich recht entsinne, wurden sogar einige der Original-Synchronstimmen in diesem Film genommen.
      Also falls jemand von euch Winnie Puuh als Kind geschaut hat, dem kann ich den Film nur empfehlen. :)

      Und aus der Erde singt das Kind

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    • Venom

      Venom: Ein Film von Fans für Fans?

      Ich war gestern in der Preview und war echt ab der ersten Minute gespannt ob der Film mich zum weinen bringt. Ich bin recht neutral bis ängstlich in den Film, da Venom mein Lieblings Marvelcharakter ist und ich wirklich lange auf den Film gewartet habe.

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      Wurde ich enttäuscht? Nein! Wer die alten Condor Comics kennt sowie div. Geschichten wie "Venom, tödlicher Beschützer" oder die alte Animated Series von Spiderman gesehen hat wird sich freuen. Viele Anspielungen aus der Zeichentrickserie wurde hier in den Film eingebaut. Die Symbionten kommen via Space Shuttle auf die Erde und wie auch in der Zeichentrickserie gerät das Shuttle wegen den Symbionten außer Kontrolle und stürzt auf die Erde. Wir bekommen den Hauptgrund von Brocks Unmut sogar fast wortwörtlich aus der Zeichentrickserie zitiert. (Wegen ihm verlor ich meinen Job, mein Apartment, meine Gesundheit und meinen Symbionten [~ Animated Series]) Natürlich richtet sich der Unmut im Comic und Serie gegen Spiderman, hier gegen die Live Foundation.

      Auch die Übertragung bzw. der erste Kontakt von Symbiont und Brock wurde an die Serie angelehnt. In der Zeichentrickserie in der Folge "Venom Returns" bringt ein Wirt den Symbionten in Brocks Zelle im Gefängnis. In der Serie so wie im Film ist es eine Frau die Eddie überrascht und ihm den Symbionten regelrecht ins Gesicht schießt.

      Die Gestaltung der Figur von Venom ist mega gelungen. in dem Raimi Film war Venom leider nur ein guter Ansatz, mehr aber auch nicht. Hier hingegen bekommen wir endlich den Venom den wir lieben. Sein Verhalten, die Sprüche zwischen Eddie und Symbiont, die Verwandlungen und das Kämpfen sind super gelungen. Das Brock am Anfang noch überfordert ist und nicht ganz mit dem Symbionten d'accord geht ist völlig in Ordnung.

      Auch die Schwachstellen der Symbionten sind mega gut eingebaut worden. Wir haben Feuer und wir haben die Schallwellen. Und der Kontakt mit beidem lässt das Fan Herz höher schlagen. Kommt Venom oder auch Riot in Kontakt von Schallwellen, kommen wir visuell voll auf unsere Symbionten Kosten. Das hat bisher immer nur Comic oder Zeichentrick geschafft.

      Das Finale ist ebenfalls eine schöne Anspielung auf die Zeichentrickserie. In der Folge "Alte Spinne in neuen Schläuchen Teil 3", welche auch den ersten Auftritt von Venom zeigt, haben wir in etwa das gleiche Finale. Der Fanservice ist einfach perfekt.

      Die End Szene nach den ersten Credits lässt im übrigen das Herz nochmal um 200% höher schlagen. Hier wurde 100% darauf geachtet das die Comic Vorlage 1 zu 1 übernommen wird. Jeder Fan von Venom und Carnage wird hier auf jubeln. Ich selbst bin total hysterisch auf meinem Sessel hin und her gerutscht als ich Woody Harrelson mit roten Lockenhaaren im Gefängnis gesehen habe. Sie haben sogar an das Markenzeichen von Kasady gedacht, welcher in den Comics Botschaften mit seinem eigenen Blut an die Wände geschrieben hat. Spätestens hier wird sich jeder Fan wünschen das es eine richtig geile Fortsetzung geben wird!



      Venom ist ein sehr cooler Film für Fans. Der Film hat natürlich auch Schwächen. Der Endkampf ist stark von CGI überladen und es fällt schwer dem Kampf zu folgen. Allerdings ist das zu verschmerzen, den der Film hat auch definitiv seine Stärken. Wir bekommen endlich die Figur Venom so präsentiert, wie wir sie lieben. Fans werden den Film vermutlich besser bewerten als Menschen die mit Venom so noch nie Kontakt hatten. Allerdings ist das wohl bei jeder Comic Verfilmung so. Ich kann nur hoffen das der Film kein Flop wird (was ich aber auch nicht wirklich glaube) und das wir eine mordsmäßige Fortsetzung geschenkt bekommen. (Ihr wollt eine, glaubt mir!)

      8 von 10 Symbionten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Feuerfrucht ()



    • Auch ich war heute in dem ersten Spin-Off des "Spider-Verse" - oder wie auch immer Sony ihr geplantes Cinematic Universe, das sich an Marvel Figuren vom Spider-Man Kosmos bedient, nur für Spider-Man selbst gerade keine Nutzungsberechtigung hat, nun auch nennen mag - und bin ähnlich begeistert, wie @Feuerfrucht aus dem Kinosaal gegangen.

      Für viele, mich eingeschlossen, ist Venom eigentlich untrennbar mit Spider-Man verbunden, weswegen eine Origin zum Symbioten ohne den Wandkrabbler für mich nur schwer vorstellbar war. Nicht umsonst wird Venom gerne auch als "Anti-Spiderman" bezeichnet. Was also machen? Ganz einfach, man dichtet dem bekanntesten der Symbioten - bezogen auf die Verbindung zwischen Venom und Eddie Brock - einfach eine neue Ursprungsgeschichte an. Gravierende Änderungen an der zu Grunde liegenden Materie vorzunehmen ist inzwischen auch nichts Ungewöhnliches mehr bei Comic Adaptionen. Das tat Zack Synder bei Man of Steel und Batman v Superman ebenso wie Tim Miller bei Deadpool oder Joss Whedon bei Age of Ultron. Ich persönlich begrüße das auch, weil man sich andernfalls auch genauso gut einfach die Comics reinziehen kann, wenn die Filme nichts anders machen würden.

      Angelehnt ist der Film - und das nicht mal zu knapp - an der Lethal Protector Storyline, in der Venom auf den Straßen von San Francisco umherstreift und das Verbrechen auf seine eigene Art und Weise bekämpft. Ähnlich verhält es sich auch hier, allerdings erleben wir Venom eben nicht anfänglich als Villain, sondern steigen direkt mit seinem Anti-Helden Alter Ego ein. Auch dies ist für mich eine willkommene Abwandlung der vorliegenden Materie.

      Ansonsten hat der Film ein recht angenehmes Tempo, speziell ab dem zweiten Akt. Der erste Akt dagegen zieht sich ein bisschen, kommt die Story aber erstmal ins Rollen - ab dem Moment, an dem Eddie sich mit Venom verbindet - gewinnt die Handlung schnell an Fahrt. Tom Hardy ist dabei klasse wie immer, trägt den Film im Grunde auch (fast) allein. Riz Ahmed ist ein Villain zum Vergessen, Michelle Williams eigentlich (fast) nur hübsches Eye-Candy und der Rest des Casts dient im Grunde nur dem Zweck die Handlung voranzubringen. Herausragen tut da sonst niemand, es ist tatsächlich eine reine Hardy-Oneman-Show. Was ich, als großer Fan dieses Schauspielers (alleine schon für seine Performance in Warrior werde ich ihn auf ewig lieben), ohnehin nur begrüßen kann. Die Konversationen zwischen Eddie und Venom sind für mich btw. die absoluten Highlights des Films. Dagegen kann die fette CGI Schlacht am Ende nicht mithalten, egal wie viele Partikel da auch durchs Bild fliegen.

      Der einzige, wirklich gravierende, stilistische Kritikpunkt, den ich am Film hätte ist der Übergang zwischen Akt 2 und Akt 3. Hier hätten dem Film ein paar zusätzliche Minuten sehr gut getan, um die Entwicklung etwas ausführlicher und damit nachvollziehbarer schildern zu können. So verlief der Wandel etwas abrupt ab, was ein wenig an der Glaubwürdigkeit des Protagonisten gekratzt hat.

      Abgesehen davon ist der Film aber sehr unterhaltsam. Für mich sind die "Kritiken" daher auch wieder komplett unverständlich, vor allem die Diskrepanz auf Rotten Tomatoes zwischen Kritikern und Fans zeigt einmal mehr auf, dass man sich nur bis zu einem gewissen Grad auf Kritiken stützen sollte. Gerade auch was Comic Adaptionen betrifft sind Fans meist der bessere Gradmesser, als Kritiker. Diesen Eindruck wird gewiss nicht jeder Fan teilen, aber 30% (Kritiker) zu 89% (Fans) sprechen doch schon eine recht eindeutige Sprache, die sich btw. auch am bisherigen Box Office Erfolg des Films bemerkbar macht.
      Just my 2 cents.

      Alles in allem kein überragender Film und unter allen diesjährigen Comic Verfilmungen in diesem Jahr mit Sicherheit nicht die Beste, aber eine, die ihren Zweck erfüllt und - hoffentlich - den Weg für einen grandiosen zweiten Teil geebnet hat. Die Mid-Credit-Scene hat mich dann abschließend doch nochmal richtig angefixt.
    • Fortsetzungen


      Star Wars 7+8 *** Avengers 3 *** Fluch der Karibik 4+5 *** Fast and Furious 8

      Was soll man sagen, ich erinnere mich immer wieder an die Diskussionen die in Scream geführt wurden, dass Fortsetzungen schlechter als das Original sind. Und ich muss sagen, in den obigen 3 Beispielen kann man wirklich nur sagen JA VERDAMMT.

      Star Wars 7
      Hat mir ganz gut gefallen, die Story war OK aber natürlich nichts sonderlich neues und die Protagonisten wussten auch zu gefallen. Wenn man 7 als Original sieht und nicht als Fortsetzung wüsste der Film durchaus zu gefallen.

      Habe mir den 8 Teil reingezogen und muss sagen, war sehr sehr enttäuscht. Der Film hatte für mich wirklich wenig gutes.
      Snoke stirbt den DBZ Tod weil mit seinem Charakter Schlitten gefahren wird. Obwohl man wirklich sagen muss, dass dieser Charakter einer derer war die mich uns sicher auch viele andere wirklich am meisten Interessiert hat. Ein wenig über Kylos Fähigkeiten ablästern, dann darf er an Ray noch zeigen was er mit der dunklen Seite so alles drauf hat und schon wird er wieder komplett aus dem Spiel genommen. Das hat mich wirklich komplett verwirrt.
      Allgemein fand ich die Dunkle Seite in der Fortsetzung wirklich sehr wenig gelungen. Kylo fand ich im 7en echt noch gut, aber jetzt fand ich seine Rolle einfach nur schlecht und lame. Nachdem Snoke Tod war hat der Film für mich auch komplett an Spannung verloren gehabt und ich habe nur noch so auf das Ende gewartet.
      Natürlich war ich von Anfang an Skeptisch wegen Teil 7 und 8, 7 war echt gut gemacht, aber im 8en Teil wurde soviel Schrott praktiziert dass mein Star Wars Herz wirklich geblutet hat. Da wurde echt viel Falsch gemacht.

      Avengers 3
      Bei Avengers ist es so eine Sache. Der Film war an sich eigentlich gar nicht schlecht. Aber es waren zu viele Charaktere. Fand sogar dass selbst Thanos fast zu wenig Action Szenen bekommen hat. Seine Kinder waren dann natürlich durch zu viele Charaktere auch eher recht Flach gehalten. Den Zauberer fand ich ja noch recht lustig, aber die anderen waren ja wirklich nur Randfiguren. Trotzdem war der Film an sich gut, aber mit Avengers 1 konnten Teil 2 und 3 nicht annähernd mithalten.

      Fluch der Karibik 5
      Ja was soll man da noch sagen, Teil 4 war noch ein wenig ging so wegen Blackbeard. Aber der 5e Teil war ja einfach nur noch wenig erträglich. Auch weil die Handlung zu verworren war und Salazar leider überhaupt nicht der Antagonist war den ich mir erhofft hatte. Hier muss man ganz klar sagen, ganz schwache Fortsetzungen, 2 und 3 waren immerhin noch recht gute Fortsetzungen von einem unfassbar guten 1en Teil.

      Fast and Furious
      Hier ist ein Vergleich denke ich mal recht schwierig, da bei keinem anderen Franchise jeder Teil oder zumindest die ersten 4 in einer ganz anderen Richtung spielen wie 5-8. Teil 1 war göttlich und ich für meinen Teil sehe Teil 5 als neuen Teil 1 einer anderen Erzählung. Sieht man 1 und 5 als jeweils Nummer 1 an waren sie beide Unfassbar gut. 2-4 hingegen waren für die Tonne. 6 war ganz in Ordnung aber warum zum Henker stirbt Mrs Hahn aber Owen Shaw nicht obwohl sie gleich aus dem Flugzeug fliegen, das fand ich falsch gelöst sie so aus dem Spiel zu nehmen. Und bei 7 war halt Shaw die wirklich harte Drecksau.
      Teil 8 ist dann natürlich auch nochmal eine andere Richtung aber ein wirklich gelungener Film. Emotional auch wirklich eine Harte Nummer, was mir gerade bei Teil 6 gefehlt hat.

      Alles in allem kann man wohl festhalten, dass Fortsetzungen oft nur Funktionieren wenn man im Vergleich zu den Vorgängern einen Cut macht und wirklich neue Wege geht. Marvel hat das nur bedingt geschafft, weil es halt trotzdem wieder "nur" einen riesen Badass aus dem Weg räumen war. Disney hat da bei PotK aber wirklich komplett versagt.


      Manchester by the Sea

      Auch hierzu möchte ich noch kurz etwas sagen. Der Film hätte mir eigentlich gefallen. Nette Schauspieler, spannende Geschichte weil man lange nicht so recht versteht warum er so ist wie er ist und auch wirklich ein netter Film an sich.

      Wäre da nicht diese unfassbar deprimierende Geschichte um die Hauptperson.

      Wenn man sich in diese Person hinein denken muss, dann kommen bei mir nur negative Gänsehärchen hervor. Schuld am Tod seiner eigenen Kinder zu sein ist wohl mitunter das unfassbar schlimmste was einem überhaupt in der Welt widerfahren kann. Deshalb möchte ich den Film nicht weiter werten, weil ich viel zu Emotional zu der Hintergrundgeschichte stehe.
    • Ich möchte hier mal ein Plädoyer für die Filmkritik halten.

      Warum auf Kritiker hören?
      Film ist nur zu einem bestimmten Grad subjektiv. Die Filmsprache, also welche filmischen Mittel auf welche Weise wann angewendet werden, kann man ziemlich objektiv betrachten. Ob diese falsch (etwa bei The Room) eingesetzt wurde oder richtig, also dem Menschen ästhetisch.
      Daneben können Kritiker meist besser aus einer Fan-unabhängigen Position heraus auf (gerade Comic-) Filme schauen. Generell ist die Filmkritik ein relativ weites Gebiet, es gibt etwa ideologische Filmkritik (wie sie etwa Wolfgang M. Schmidt betreibt) oder Kritik in Form von Essays (etwa beim Youtube-Kanal Nerdwriter1). Oder Kritik in form von Diskussionsrunden wie bei Kino+.

      Am Bedeutendsten ist jedoch, dass Kritiker meist über einen deutlich größeren Pool an gesehenen Filmen und Filmwissen verfügen, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Dadurch verfügen sie meiner Meinung nach über qualifiziertere Urteile. Wenn man weiß woher ein Film seine Inspirationen hat und ebenfalls weiß wie das Kino bis an diesen Punkt gelangt ist, dann hat man natürlich eine viel größere Chance einen Film zu verstehen.
      Ich weiß nicht warum Menschen lieber sich selbst vertrauen als dem Experten, aber es gibt auf jeden Fall einen Namen dafür (Dunning Kruger Effekt). Erst wenn man sich selbst einen großen Pool an gesehenen Filmen aufgebaut hat (sagen wir etwa 500, davon die Hälfte bestimmte Filme wie Psycho, Citizen Kane, Metropolis und Andere) kann man langsam selbst qualifizierte Urteile zu Filmen tätigen. Ganz ähnlich wie in Literatur, Malerei und Musik.

      Ich will damit nicht sagen hört auf über Filme nachzudenken bis ihr genügend gesehen habt. Ich will auch nicht sagen, dass ihr nur noch auf Kritiker hören sollt. Ich will damit sagen, dass man den Experten mehr Aufmerksamkeit und Respekt zollen sollte als z.B. dem Kumpel der einen Film "mega krass" fand. Dass besagter Kumpel dennoch ein Recht auf seine Meinung hat steht außer Frage, aber er sollte eben kein Recht auf Allgemeingültigkeit seiner Meinung erheben.

      Ich selbst bin durch Kino+ wirklich zum Filmenthusiast geworden. Ich wollte wissen, was gute Filme waren, also schaute ich auf die Kritikerstimmen. Dadurch baute ich mir über Jahre ein einigermaßen fundiertes Wissen auf (und bin noch immer dabei).

      Ich sehe jedoch bei manchen meiner Freunde, die ebenfalls sehr gerne Filme schauen, aber eben nie die Klassiker oder Meisterwerke gesehen haben, eine völlige Unfähigkeit einen guten Film zu erkennen. Dann wird argumentiert, warum "Der Hobbit" doch der beste Film aller Zeiten ist, obwohl man nie einen Film aus dem letzten Jahrhundert gesehen hat ("weil die ja alle so unscharf sind"). Oder dass "Logan doch so schlecht sei, weil der Hauptcharakter "voll der Lappen" ist.

      Nicht mehr auf Experten zu vertrauen ist ein Thema-übergreifender Trend unserer Modernen Gesellschaft (siehe Impfgegner, Klimaschutzverweigerer und Verschwörungstheoretiker). Das soll nun nicht auch noch das Kino betreffen, zumindest nicht noch mehr als so schon.


      Achja, Ontopic:
      Venom war ziemlich unterirdisch, wollte härter sein als er durfte, wirkt optisch komplett langweilig und ist ziemlich zerschnitten. Dennoch schafft es Tom Hardy (der sich der Absurdität dessen, was die Handlung vorgibt wohl bewusst gewesen zu sein schien) den Zuschauer über die gesamte Laufzeit zu unterhalten, was den Film doch noch ins untere Mittelfeld hievt. Alles in Allem eine 2/5

      Die beste Szene des Film ist leider ganz klar die letzte After-Credt Szene.
    • John Wick 2

      Kurzes Intro zu Teil 1
      Killer der Ausgestiegen ist wegen Frau
      Frau stirbt
      Hinterlässt einen Hund
      Dieser wird umgebracht und das Auto gestohlen
      Und der Rachefeldzug geht los

      John Wick 2 ist wirklich unerwartet fast gleich gut wenn nicht sogar besser als sein Vorgänger. Ehrlicherweise muss man natürlich sagen ist der Film weder was für schwache Nerven noch für Leute die auf übel Handlung stehen

      Ein wenig langweilig fand ich die Tatsache, dass relativ viele Profikiller ein schlechtes Level haben, ein richtiger richtiger Badass fehlt eigentlich.
      Jedoch muss man klar sagen ist der Film spannender und weniger Durchsichtig als sein Vorgänger. Tolle Story, coole Gadgets und Darsteller und der gleiche harte Hund wie im ersten Teil.

      Sollte man ihn anschauen ohne Teil 1? Naja vielleicht nicht, wenn man Teil 1 gesehen hat würde man aber wohl sagen dass man ihn für Teil 2 nicht zwingend hätte anschauen müssen.

      Bei John Wick kann man aber wirklich sagen, wer auf Balleraktion steht usw der wird bei beiden Teilen wirklich sehr gut bedient.
    • stimme dir voll und ganz zu und freue mich schon auf den dritten Teil.

      du musst nur bedenken das John Wick quasi der Oberboss ist. Er war eine Legende den man kannte. da ist es nur logisch das er allen anderen überlegen ist. und natürlich da der Film davon lebt das er alle spielend fertig macht wie zB bei equalizer 2 und 1 auch
    • Fantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen.

      Vorweg, meine Rezession wird zum großen Teil spoilern, da ich auf einige Sachen im Geschehen gerne eingehen möchte. Wer den Film also noch nicht gesehen hat bitte hier aufhören.


      Der Film hat sowohl seine guten, als auch seine schlechten Seiten. Einige Schauspieler haben mich wirklich überzeugt, aber sie konnten die meiner Meinung nach schwache Story in vielen Punkten leider nicht wett machen.
      Jude Law ist für mich eine absolute Top Besetzung für den jungen Dumbledore, auch wenn ich seine in den HP Büchern beschriebene Verrücktheit vermisst habe. Die wurde aber auch in den anderen Filmen nie so deutlich, von daher kann ich damit leben. Man nimmt ihm die Rolle einfach ab und seine warme Ausstrahlung passt zu der des älteren Modells.
      Johnny Depp als Grindelwald… Ich muss sagen zum Ende des letzten Films empfand ich ihn als Fehlbesetzung und war sehr skeptisch wie er mir im Laufe der kommenden Filme gefallen würde. Hier wurde ich dann überrascht. Jonny Depp spielt Grindelwald wirklich hervorragend. Grindelwald geht nicht zwangsläufig gewalttätig vor, sondern überzeugt seine Mitmenschen durch sein Charisma und entsprechende Manipulation. Solche Rollen gefallen mir als Antagonisten meist deutlich besser.

      Eddie Redmayne… was soll ich sagen. Ich liebe seine Rolle und die Art mit der er Newt dem Zuschauer näherbringt. Ich mag ihn allerdings schon allein, weil er so tierlieb und awkward mit Menschen umgeht, dabei aber souverän ist und ein guter Zauberer. Er strebt weder nach Macht noch nach Anerkennung und hat keine große Rolle (bsp der Auserwählte, zukünftiger König etc.) die er erfüllen muss. Eine männliche Hauptrolle wie man sie eher selten zu Gesicht bekommt. Was ich recht schade finde.
      Leider merkt man dem Film jedoch an, dass es mehr und mehr um Grindelwald und Dumbledore gehen wird. Und hier bin ich persönlich zwiegespalten. Einerseits liebe ich Newt als Charakter, aber gleichzeitig hatte ich immer die Hoffnung die Geschichte der beiden größten Zauberer zu erfahren. Und hier dann auch gleich der erste Kritikpunkt: Ich hätte es deutlich angenehmer gefunden, wenn Fantastic Beasts ein Stand alone Film geworden wäre, abgekapselt von den anderen. Man merkt dem Film nun mal deutlich an wohin der Fokus gehen soll. Ein Film für sich selbst wäre perfekt gewesen und hätte sich meiner Meinung nach sehr gut gemacht. Das Hauptaugenmerkmal wurde hier falsch gesetzt. Hier hätten die Hauptrollen Grindelwald und Dumbledore sein müssen und Newt vielleicht als immer mal auftauchender Nebencharakter.
      Newts Verkörperung in jungen Jahren war übrigens äußerst gut gewählt. Anfangs dachte ich, dass Eddie Redmayne den jungen Newt spielt, weil sie sich so ähnlich sahen.

      Die Figuren aus dem ersten Film blieben eher blass, einzig Queenies Entwicklung, die zum Schluss die Seiten wechselt, hat mir recht gut gefallen. Der Rest war einfach nur da. Zoe Kravitz als Leta Lestrange und zu erfahren, dass die Lestranges zur damaligen Zeit auf der anderen Seite standen fand ich einen schönen Zusatz.

      Manchmal hatte ich jedoch das Gefühl der Film wolle zu sehr auf die HP Bücher verweisen. So empfand ich Nicholas Flamel als vollkommen überflüssig. Der Film war generell schon sehr vollgepackt an Charakteren und da hätte es diesen meiner Meinung nach nicht gebraucht. Es war ganz nett, ja, aber eben unnötig.

      Aber genug von den Charakteren und hin zu Story an der ich einiges auszusetzen habe.
      Die ganze Geschichte um Credence Familie war furchtbar übertrieben und erzwungen. Letas Geschichte zu ihrem Bruder und den Babytausch fand ich so absurd und ich habe im Kino nur augenrollend den Kopf geschüttelt. Was sollte das? Dieser ganze Plot war einfach schlecht gemacht und wenn ich jetzt wieder daran denke möchte JK Rowling einen Stift an den Kopf werfen. Wer legt während eines Schiffunglücks seinen Bruder in eine fremde Krippe und nimmt das andere Baby heraus? Wobei ich damit noch hätte leben können, aber der richtige Schluss war für mich ein Super Gau. Credence soll nun ein Bruder Dumbledores sein. Diese Entwicklung kann ich einfach nicht gutheißen, zumal sie auch keinen Sinn macht. Ich hätte es deutlich angenehmer gefunden, wenn Credence nicht zwanghaft in eine berühmt berüchtigte Familie gesteckt worden wäre. Zumal gerade die Dumbledores und ihre Geschichte in den HP Büchern behandelt wurde. Gut, es gibt einige Theorien, dass Credence kein wirklicher Verwandter von Albus ist und lediglich den Obscuru Arianas in sich trägt, aber auch das stört mich. Es würde den dramatischen Effekt den ihr Tod zu diesem Zeitpunkt auf Dumbledores Leben hatte deutlich abschwächen. Und falls Grindelwald hier gelogen haben sollte macht die Entwicklung mit dem Phönix keinen Sinn. Allerdings kam seine Verwandlung auch erst mit der Hilfe Grindelwalds zustande. Laut der Familiensage kommt zu jedem Dumbledore in Not ein Phönix, Credence war jedoch vorher schon in großer Not und kein Phönix tauchte je auf..
      Die Theorie, dass Grindelwald Credence nur benutzen will um an Dumbledore ran zu kommen, da er selbst ja durch den Blutpakt gebunden ist, finde ich noch am zufriedenstellendsten.
      Bevor ich mich hier aber weiter in möglichen Theorien verliere gehe ich lieber zu einem anderen Punkt.

      Ich finde es schade, dass JK Rowling die Handlung nicht mehr an die Erzählungen aus den Büchern angepasst hat. Und damit meine ich nicht, dass ich mehr HP will, eigentlich im Gegenteil. Für mich spielen die Filme zwar im selben Universum, aber stehen alleine. Ich bin einfach enttäuscht, dass vieles nicht zusammenpasst. McGonagall als junge Lehrerin macht keinen Sinn, da sie laut JK erst in den 50ern angefangen hat zu unterrichten, Dumbledore war Verwandlungslehrer und nicht Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, Credence wurde in den Erzählungen um Albus und Gellert nie auch nur erwähnt und vieles mehr. Es passt einfach nicht zusammen. Ich hab gerne mehr aus der magischen Welt, aber es sollte stimmig sein und nicht Plotbedingt über den Haufen geworfen werden.

      Die Effekte im Film waren wirklich gut und filmisch mochte ich ihn, wobei man schon die Amerikanisierung bemerkt. Es wird deutlich actionreicher, das mag man jetzt finden wie man will.

      Die deutlich zu spürende Düsternis im Film mochte ich sehr und war somit ein klarer Kontrast zu seinem Vorgänger. Die Entwicklungen betrachtend ist das auch nur richtig so. Auch, dass die Reihe deutlich globaler zu werden scheint begrüße ich. Ist man doch als Fan schon interessiert wie die Magierwelt außerhalb Englands lebt. Sehr witzig fand ich da nebenbei erwähnt auch Grindelwalds Bezeichnungen für die Nichtmagier auf der Welt. Muggel, No Matches, Kann kein Zauber… Letzteres ist einfach so amüsant deutsch, dass ich mich im Kino begrinsen musste.

      Alles in allem kann man sich den Film ansehen, aber die Enttäuschung über manche Entwicklungen kann ich einfach nicht ignorieren. Die sind natürlich rein subjektiv und ein anderer mag genau das toll finden.
      Ich hatte beim schauen des Films etwas den Eindruck eine Fanfiction zu lesen/sehen und nicht eine Geschichte des Autors. Selbiges war bei The cursed Child aber auch schon ein Kritikpunkt für mich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lyca ()

    • Fantastic Beasts 2: The Crimes of Gellart Grindelwald

      Da Lyca jetzt den Anfang gemacht habe schiebe ich hier einfach mal noch meine Kritik hinzu. Auch hier gehe ich auf die Story ein daher erfolgt auch hier eine Spoilerwarnung.

      Gleich vorneweg im Gegensatz zur Presse die den Film ja teilweise regelrecht zerrissen hat empfinde ich ihn nicht als den schlechtesten Film bisher. Allerdings muss ich auch sagen das man bei manchen Dingen wohl leider nicht aus dem ersten Teil gelernt hat.

      Kommen wir am Anfang mal zu den Schauspielern und Charakteren. Hier möchte auch ich hervorheben das mir besonders Johnny Depp in seiner Rolle als Grindelwald wirklich sehr gut gefallen hat. Er hat Grindelwald wirklich sehr gut verkörpert und man konnte auch förmlich seine Macht im Saal spüren. Der Film zeigt aber auch einen großen Unterschied gegen Ende auf zwischen Grindelwald und Voldemort, was mir persönlich auch sehr gefällt so wirkt es nicht so kopiert. Aber kommen wir zum nächsten Charakter Jude Law als Dumbledore war auf jeden Fall auch eine gute Besetzung, leider hat Dumbledore in den Film nicht die größte Rolle erhalten. Dennoch freue ich mich schon wenn er hoffentlich im dritten Teil dann seine Rolle voll ausreizen kann. Eddie Redmayne passt nach wie vor immer noch sehr gut zu Newt und ich kann mir keinen anderen mehr als Newt vorstellen. Ja und dann hat man noch die altbekannten Charaktere aus dem ersten Teil und noch ein paar neue auf die ich jetzt jedoch nicht genauer eingehen möchte.

      Nach den Charakteren kann ich aber eigentlich auch schon meinen ersten Kritikpunkt ansetzten, es waren irgendwie für den Film zu viele Charaktere. Ich hatte das Gefühl vor allem Newt kam zu kurz. Ich bin sogar der Meinung der gesamte Film hätte sogar ohne Newt funktioniert, was angesichts daran das er eigentlich im Moment noch der Hauptcharakter ist dann doch vor allem traurig ist. Des Weiteren haben sich durch die vielen Charaktere sehr viele Nebengeschichten aufgespannt, so dass ich noch während des Films dann im Kopf puzzeln musste wie das denn jetzt alles zusammenpasst. Für den richtigen Harry Potter Fan tun sich durch die vielen Nebengeschichten dann viele Dinge verknüpfen und das ist dann auch cool. Aber es bremst die Hauptgeschichte des Films auch irgendwie aus. Ich weiß immer noch nicht ob man wirklich die Geschichte von Leita gebraucht hat, es war zwar nice to know, aber nichts was jetzt wirklich die Handlung nach vorne gebracht hat. Jedenfalls wirkt der Film im Nachhinein sehr überladen was einfach an der großen Anzahl der "wichtigen" Charaktere liegt die alle irgendwie noch eine Geschichte bekommen mussten.

      Da wir ja jetzt schon bei der Story sind muss ich auch diese irgendwie wieder kritisieren mit ist nach dem Film irgendwie immer noch nicht ganz klar was jetzt Grindelwalds Verbrechen waren. Denn obwohl der Film diesen Titel trägt ist er hier außerhalb der Versammlung und dem Ausbruch nicht wirklich aktiv gewesen, da war selbst im ersten Film mit dem Zeitungsartikel mehr drüber zu lesen. Wie ich oben schon angeschnitten habe war mir auch die Hauptstory zu oft unterbrochen durch zu viele kleine Einschübe. Man hatte teilweise in der Mitte des Films das Gefühl das die Story fast angehalten wurde. Was ich hingegen wieder sehr cool fand war Grindelwalds Redegewandtheit und auch diese Blick in die Zukunft auf den 2 Weltkrieg. Generell wusste das Setting mir auch zu gefallen, dieses etwas düstere hat gut zum Film gepasst. Aber zurück zur Story das man dann zum Schluss quasi noch mal auf den Tisch haut mit der Enthüllung war vielleicht notwendig um den Zuschauer zu überzeugen sich auch den dritten Teil anzusehen. Ich muss sagen das mich das Ende irgendwie mit vielen Fragen zurücklässt vor allem in welcher Beziehung Credence zu Dumbledore steht. Noch ein Bruder scheint möglich, aber der fügt sich für meinen Geschmack dann nicht gut in die Story von Harry Potter ein. Warten wir mal ich will ja hier jetzt auch nicht Theorien erstellen.
      Dennoch war die Spannungskurve in dem Film für mich relativ schwach bzw. gab es sie eigentlich nur gegen Ende. In Büchern wird dieses ganze verschachteln wahrscheinlich besser funktionieren im Film ist das aber dann teilweise einfach too much und wird schnell langatmig.

      Die 3D Effekte des Film waren übrigens überragend man hat sich da wirklich viel Mühe gegeben und die Animationen waren auch gut. Vor allem die Tierwesen wussten wieder zu gefallen. Die Musik empfand ich auch in keinen Moment als unpassend auch wenn ich sagen muss das mit kein Musikstück jetzt nachhaltig noch in den Ohren liegt. Da ich in der englischen Version des Films war kann ich die Synchronisation nicht beurteilen und zu den Schauspielern habe ich ja bereits oben meine Worte verloren.

      Trotz allem muss ich sagen mag ich den Film auch wenn er immer noch an gewissen Schwächen nagt. Man muss ihn wohl einfach als Übergangsfilm begreifen der viele Verbindungen aufzeigen soll. Ich denke ein Harry Potter Fan macht prinzipiell nichts falsches sich den Film zumindest einmal anzusehen. Ein normaler Kinozuschauer muss sich halt im klaren sein was er mit den Film bekommt. Ich würde sagen es ist ein solider Film, aber auch noch ein gutes Stück von einem Meisterwerk entfernt.
    • Fantastic Beasts 2: The Crimes of Gellart Grindelwald

      Achtung Spoiler!

      Auch ich bin mit gemischten Gefühlen aus dem Film herausgegangen. Vor allem die Enthüllung am Ende, die alle schocken sollte, war für mich einfach nur lächerlich. Das liegt aber vor allem daran, dass ich irgendwie keine Empathie für Credence empfinden kann. Seit zwei Filmen sehen wir nun, wie er traurig und gebückt durch die Gegend läuft und kaum redet. Ich habe keine wirkliche Charakterprofilierung sehen können, wie bei den vier Protagonisten im ersten Film, die wirklich alle sehr sympathisch sind. Mir war es schlichtweg egal, wer seine Eltern sind und letztendlich als es dann herauskam, kam es mir so unlogisch und irrelevant vor. Wenn ich mich Recht entsinne haben Dumbledores Eltern beide nicht mehr gelebt als Credence geboren wurde. Wie soll das also gehen? Sagen wir er ist der Sohn von Aberforth oder Ariana, dann wäre er aber nicht der Bruder von Albus...Was hat die Mutter alleine auf der Titanic? gemacht und warum wollte sie in die USA? Von Nagini will ich gar nicht anfangen...

      Leta war eine der besten Charaktere im Film und Rowling/Yates haben sich so viel Mühe gegeben, ihren Charakter aufzubauen und am Ende stirbt sie einen belanglosen Tod. Hätte sie wenigstens die Flammen aufgehalten, aber nein, sie starb einfach nur und Newt und Co. mussten sich alle selber retten...

      Queenie und Jacob waren eines der Highlights für mich. Auch wenn ich Queenies Entscheidung am Ende nicht vollständig nachvollziehen kann. Sie schließt sich einem Zauberer an, der Muggle als Untermenschen sieht und erhofft sich eine Heirat mit Jacob. Allein wegen ihrer Entscheidung hat sie ihn doch schon verloren. Aber gut, sie ist halt einsam und naiv und Tina ist wirklich keine gute Schwester, denn im Film scheint Queenie ihr vollkommen egal zu sein. Zumindest wissen wir, warum Grindelwald sie rekrutiert hat. Schöner Einschub am Ende.

      Tinas Szenen mit Newt sind ganz süß und die beiden passen echt gut zusammen, aber dadurch dass der Film so überfüllt ist, kriegt sie nicht wirklich viel zu tun. Nicolas Flamel, den Halbbruder von Leta, Newts Assistentin, den Doppelagenten vom Ministerium hätte man alle streichen und Tina und Dumbledore mehr Screentime geben können...Apropos, Jude Law war echt das Beste am Film und er kam so wenig vor. Ich wünsche mir in den nächsten Filmen mehr den Fokus auf ihn als auf Newt. Vor allem um die Inkonsistenz der Filme ggü der Harry Potter Filme wett zu machen. Denn Newt ist in der Zukunft nicht wirklich als Held bekannt, sondern als Buchautor. Wir wissen lediglich, dass Dumbledore Grindelwald zur Strecke bringt. Also darf Newt gar nicht mehr so viel Großes vollbringen, um auch weiterhin in der Zeitgeschichte irrelevant zu bleiben.

      Wenn man nicht an die 100 Logikfehler denkt, kann man den echt Film genießen. Die Perfomances und das Casting sind on point. Das Set- und Kostümdesign sowie die Effekte sind wirklich spektakulär. Ich rieche wieder einen Oscar für Colleen Atwood.
    • Baby5 schrieb:

      Fantastic Beasts 2: The Crimes of Gellart Grindelwald

      Achtung Spoiler!

      Auch ich bin mit gemischten Gefühlen aus dem Film herausgegangen. Vor allem die Enthüllung am Ende, die alle schocken sollte, war für mich einfach nur lächerlich. Das liegt aber vor allem daran, dass ich irgendwie keine Empathie für Credence empfinden kann. Seit zwei Filmen sehen wir nun, wie er traurig und gebückt durch die Gegend läuft und kaum redet. Ich habe keine wirkliche Charakterprofilierung sehen können, wie bei den vier Protagonisten im ersten Film, die wirklich alle sehr sympathisch sind. Mir war es schlichtweg egal, wer seine Eltern sind und letztendlich als es dann herauskam, kam es mir so unlogisch und irrelevant vor. Wenn ich mich Recht entsinne haben Dumbledores Eltern beide nicht mehr gelebt als Credence geboren wurde. Wie soll das also gehen? Sagen wir er ist der Sohn von Aberforth oder Ariana, dann wäre er aber nicht der Bruder von Albus...Was hat die Mutter alleine auf der Titanic? gemacht und warum wollte sie in die USA? Von Nagini will ich gar nicht anfangen...

      Leta war eine der besten Charaktere im Film und Rowling/Yates haben sich so viel Mühe gegeben, ihren Charakter aufzubauen und am Ende stirbt sie einen belanglosen Tod. Hätte sie wenigstens die Flammen aufgehalten, aber nein, sie starb einfach nur und Newt und Co. mussten sich alle selber retten...

      Queenie und Jacob waren eines der Highlights für mich. Auch wenn ich Queenies Entscheidung am Ende nicht vollständig nachvollziehen kann. Sie schließt sich einem Zauberer an, der Muggle als Untermenschen sieht und erhofft sich eine Heirat mit Jacob. Allein wegen ihrer Entscheidung hat sie ihn doch schon verloren. Aber gut, sie ist halt einsam und naiv und Tina ist wirklich keine gute Schwester, denn im Film scheint Queenie ihr vollkommen egal zu sein. Zumindest wissen wir, warum Grindelwald sie rekrutiert hat. Schöner Einschub am Ende.

      Tinas Szenen mit Newt sind ganz süß und die beiden passen echt gut zusammen, aber dadurch dass der Film so überfüllt ist, kriegt sie nicht wirklich viel zu tun. Nicolas Flamel, den Halbbruder von Leta, Newts Assistentin, den Doppelagenten vom Ministerium hätte man alle streichen und Tina und Dumbledore mehr Screentime geben können...Apropos, Jude Law war echt das Beste am Film und er kam so wenig vor. Ich wünsche mir in den nächsten Filmen mehr den Fokus auf ihn als auf Newt. Vor allem um die Inkonsistenz der Filme ggü der Harry Potter Filme wett zu machen. Denn Newt ist in der Zukunft nicht wirklich als Held bekannt, sondern als Buchautor. Wir wissen lediglich, dass Dumbledore Grindelwald zur Strecke bringt. Also darf Newt gar nicht mehr so viel Großes vollbringen, um auch weiterhin in der Zeitgeschichte irrelevant zu bleiben.

      Wenn man nicht an die 100 Logikfehler denkt, kann man den echt Film genießen. Die Perfomances und das Casting sind on point. Das Set- und Kostümdesign sowie die Effekte sind wirklich spektakulär. Ich rieche wieder einen Oscar für Colleen Atwood.
      Das Problem ist das man sich zu viel dazu denken muss, damit der Film Sinn macht auch wenn vieles recht offensichtlich ist, aber in der Fülle an Handlungssträngen und Aktionen untergeht.
      Der Plot mit Credence ist für mich eine offensichtliche Irreführung von Grindelwald, welcher ja schon frühzeitig ankündigt das sein Plan schon läuft und Credence sich ihm freiwillig anschließen wird. Man versucht das immer wieder anzuteasern das alle Handlungen in Bezug auf Credence bereits lange vorausgeplant sind, hat das aber mMn nicht klug gelöst. Für mich persönlich war am Ende klar das Grindelwald ein großes Theater veranstaltet hat um Credence so nah an den Rand der Verzweiflung zu bringen, damit dieser ihm bereitwillig die Dumbledore-Geschichte abkauft, denn wie schon mal erwähnt der Phönix kam nicht als wirklich Hilfe notwendig war, sondern wurde von Grindelwald verwandelt.

      Ich kann daher verstehen das man hier Unlogik sieht, weil man in dem Irrgarten nicht wirklich durchblickt, aber ich meine doch das wenn man den Film als Ganzes auf sich wirken lässt offensichtlich ist, dass die Schlussszene eben keine Offenbarung, sondern nur das Finale eines Schausspiels darstellt.

      Leta war als Charakter tatsächlich interessant, aber dieser ganze Handlungsstrang wirkte letztlich in den Film gepresst um noch mehr Drama zu erzeugen. Schade um den Charakter, welcher für mich ziemlich sinnlos verheizt wurde (höhö). Wie du schon sagst war ihr Abgang belanglos.

      Bei Queenie übersiehst du mMn etwas. In der Zeit ist es ihr überhaupt nicht möglich einen Muggel zu heiraten. Das meint Jacob doch auch zu Beginn des Filmes ihr gegenüber das er es nicht über das Herz bringen würde sie in Gefahr zu bringen nur weil sie ihn liebt. Grindelwald bietet ihr ja zumindest die Möglichkeit das sie als Teil der elitären Ränge mehr Einfluss haben wird und die Zauberer in die Öffentlichkeit treten, womit theoretisch eine Heirat ja möglich wäre. Queenie weis persönlich ja auch nicht das Grindelwald die Menschen so verabscheut, da er es ja nie offen kommuniziert und nur die Zauberer hervorhebt. Sie entscheidet sich letztlich also für die kleine Chance das sie frei lieben kann, wo sie das jetzt eben mit Sicherheit nicht kann und ihre Liebe verstecken muss.

      In Bezug auf Newt wissen ja auch nicht viele inwieweit er in die Geschehnisse involviert ist. Das Zaubereiministerium verheimlicht seine Teilhabe an den Vorkehrungen und für Dumbledore agiert er ja auch nicht offen. Letztlich wird man es so darstellen das Newt einen wichtigen Teil zum Sieg beiträgt, aber eben nie den Ruhm dafür ernten wird, da er ihn ja auch nicht möchte.

      Letztlich krankt der Film wohl wirklich daran das er einfach überladen ist und zu viele Belanglosigkeiten mit einbringt, welche letztlich nicht wirklich etwas beitragen. Weniger Charaktere und dafür mehr Screentime für diejenigen hätte dem Film und der Story wohl sehr gut getan. (Die vielen Charaktere habe ich daran gemerkt das ich immer wieder unsicher war welche der beiden Anhängerinnen von Grindelwald da jetzt gerade involviert ist)

      In Sachen 3D, Optik und Kostüme ist der Film allerdings echt ein Knaller und lässt über vieles hinwegsehen, aber leider nicht alles.
    • Auch nach ein Paar Tagen bin ich immer noch gemischter Gefühle über den 2. Teil. Aus meiner Sicht finde ich es spannend wie man Grindelwald als Hitler der Zauberwelt aufkommen lässt und sein Vorgehen errinnert extrem stark an das Vorgehen der Nazis. Auch der Vergleich zum Judentum passt ja wie die Faust aufs Auge. Dies wurde seitens JKR ja auch so bestätigt.

      Für mich hatte der Film zu viele Handlungsstränge und Dinge bei denen ich mich an den Kopf gefasst habe vor lauter Dummheit? Unpassender Moment? Wie wo sie im Minesterium sind und er anfängt über ihre Augen zu reden. In dem Moment dachte ich mir im Kino echt. Alter, really? Jetzt? Jetzt wo du entdeckt wurdest? Bleibst du stehen und redest über die Augen? Es hat mich wirklich extrem gestört.

      Was mich auch gestört hat ist der Umstand das der Titel nicht mehr passst. Der Film hat für mich wenig mit "Tieren" zu tun. Im ganzen Film haben wir nur 1 grösseres Tier das behandelt wird. Der ganze Rest sind zwar teils da aber nicht wirklich im Film. Paar Statisten eben. Ich wünschte man würde da mehr den Fokus drauf setzen oder den Titel völlig verändern.

      Auch das Ende wirkte für mich so künstlich gehalten. WOW, er soll ein Dumbledore sein? Really? Ich ergreiffe zwar Partei dafür, dass es nur ein Komplott von Grindelwald ist damit er ein Bauernopfer hat das sich Dumbledore stellt - denoch fand ich es "sehr plump" vor allem auch wegen dem Punkt, wieso eine Familie wie die Dumbledores mit einem Schiff reisen? Es passt für mich nicht ins Schema. Überhaupt nicht.

      Aber warten wir mal den 3. Teil ab (welcher sicher in 2 Teilen kommt - Umsatz ist wichtig).
      Frage mich hierbei ob die Muggelverfolgung auch dargestellt wird im Film.
    • Áyu schrieb:

      Aber warten wir mal den 3. Teil ab (welcher sicher in 2 Teilen kommt - Umsatz ist wichtig).
      Frage mich hierbei ob die Muggelverfolgung auch dargestellt wird im Film.
      Es wird keine Aufteilung in zwei Teile geben, denn es waren von vornherein fünf Filme geplant.


      Auf die Spoilerwarnung verzichte ich jetzt trotzdem mal. Der Film ist jetzt ja schon eine Woche in den Kinos zu sehen.

      Ich war ja in der Pressevorstellung letzten Mittwoch und ich bin leider über mein gemischtes Fazit noch nicht hinweggekommen. Immerhin ist es kein negatives What the actual fuck?! mehr, sondern ein...Naja Licht und Schatten-Fazit, aber das scheint sich ja auch mit euren Erfahrungen zu decken.
      Ich mach es mal recht kurz, was ich positiv und was ich negativ fand.

      Positiv
      • Optische Effekte und Musik: Ich glaub, dass wir uns da nicht lange drüber unterhalten müssen. Die visual effects und auch die musikalische Untermalung waren auf dem Punkt und haben Film durchaus auch über seine schwächeren Passagen getragen. Auch wenn man sich an manchen Stellen fragen darf, warum die magischen Effekte im Laufe des 20./21 Jahrhunderts immer subtiler wurden. (Ich sag nur riesige Feuerdrachen auf dem Friedhof und Seidentücher über ganz Paris :D)
      • Die schauspielerische Leistung: Egal ob Jude Law, Eddie Redmayne und Johnny Depp...sie alle haben gut gespielt und ihre Rolle verkörpert, auch wenn ich bei Dumbledore den kleinen Abstrich machen muss, dass mir der Sprung in 70 Jahren zum Tattergreis einfach nicht gelungen ist. Vielleicht hätte schon ein ein wenig längerer Bart oder ein etwas auffälligeres Kostüm geholfen, um die beiden Dumbledores einander anzunähern. Ich frage mich auf jeden Fall, warum er seinen schnitten Anzug gegen nachtblaue Roben und nen Hut eintauscht.
      • Die Tierwesen: Wurden narrativ viel besser und subtiler eingebunden, als noch beim letzten Mal. ich war froh, dass sie nicht so extrem im Mittelpunkt standen, weil das im Gesamtgefüge des Films einfach unpassend gewirkt hätte.


      Negativ
      • ZU. VIELE. HANDLUNGSSTRÄNGE: Kurzzeitig hatte ich das Gefühl, dass wir drei unterschiedliche Drehbücher zu dem Film hatten und die dann alle irgendwie zusammengeworfen wurden. Einerseits haben wir den Credence-Grindelwald-Strang, den Queenie-Kowalsky-Strang, den Leta Lestrange-Strange, den Tina-sucht-Credence-Strang und den Wie-packen-wir-New-jetzt-in-die-Handlung?-Strang. Mal überschneiden sich die Stränge, mal laufen sie völlig separiert und es gelingt mal schlechter, mal besser sie miteinander zu verweben. Am meisten enttäuscht war ich dann eigentlich um die ganze Auflösung um die Lestranges. Irgendwie war der Plot nur dazu da, um alle zum Friedhof zu locken, aber wirklich was rumgekommen ist dabei auch nicht. Fand ich schade. Die Schauspielerin und die Familiengeschichte der Lestranges (im Hinblick auf die Harry Potter Romane und dann auch auch das Verwunschene Kind) hätte sehr viel mehr Potential gehabt.
      • Tina: Ach Tina. Ich werde nicht warm mit dir. Ich fand den Charakter in Teil 1 schon furchtbar blass und der Eindruck hat sich nur geringfügig geändert. Es liegt vielleicht nur an der Schauspielerin, vielleicht am Script oder der fehlenden Chemie zwischen ihr und Redmayne, aber ich werde mit Tina Goldstein einfach nicht warm.
      • Das Ende: Das bewerte ich mal vorsichtig. Sollte sich Credence wirklich als Dumbledore herausstellen, dann kann J.K.Rowling gleich ihren Hut ziehen. Ansonsten musste ich über Nurmengard schmunzeln. ich weiß ja nicht, wo das gedreht wurde, aber wie Österreich sah es nicht aus. Zumal ich das auch immer nach Osteuropa gesteckt habe. Ob hier tatsächlich die Parallelen zu einem anderen fanatischen Österreicher gelegt werden wollten, weiß ich nicht.
      • Die Tierwesen und Newt: Das war schon mein Eindruck nach dem ersten Teil, aber diese fünf Teile funktionieren nicht mit Newt und den Tierwesen im Mittelpunkt. Sie hätten einfach eine Anthology-Reihe zu Grindelwald machen können, in der Newt einer der Protagonisten ist, aber nicht der Fixpunkt. Denn Rowling selbst beschrieb Newt als relativ unwichtigen Charakter und jetzt ist er derjenige, der maßgeblich an der Beseitigung Grindelwalds beteiligt sein wird, für das am Ende aber nur Dumbledore die Loorbeeren einheimst. Das ist einfach unbefriedigend.


      Neutral
      • Nagini. Ich möchte die Schauspielerin und ich mochte ihre Rolle, was ich aber völlig seltsam fand, war, dass sie am Ende mit den Protagonisten vor Hogwarts chillt. Also vielleicht machen sie ihre Entwicklung noch düsterer, aber gerade frage ich mich wie die Schlange zu einem so loyalen Gefolgsmann Voldemorts werden kann.
      • Queenie: Ich verstehe sie und ich verstehe sie nicht. Mir wurde Queenie generell zu wenig beleuchtet, um jetzt wirklich entscheiden zu können, ob ihr Verhalten wirklich angemessen war oder nicht. Dass sie jetzt eine loyale Untergebene Grindelwalds ist, erscheint mir aber aus einem Bauchgefühl heraus einfach unpassend. Aber vielleicht wird das in Teil 3 noch besser beleuchtet. Solch fanatische Ideologien haben es ja gerade an sich, dass oft auch ganz normale Personen da mit reingezogen werden und gar nicht mehr verstehen, was sie eigentlich denken.
      - V.
    • Neu

      Mortal Engines

      Jup, Mortal Engines, mitproduziert von Peter Jackson. Herr der Ringe, ich liebe die Filme. Dann kam die Hobbitreihe, welche mich schon über große Strecken arg enttäuscht hatte.
      Nun, ich hatte damals zufälligerweise nen ersten kurzen Trailer von ME gesehen und dachte, geil, riesige fahrende Städte, schön Steampunkmässig, könnte sicher geil sein.
      Dann hab ich letzte Woche den letzten neuesten Trailer gesehen und dachte mir dann, ok, der wird floppen. Im Trailer ist quasi der gesamte Plot des Films, unweigerlich musste ich an DC denken und meine Erwartungen wurden direkt mal heruntergeschraubt.
      Und was soll ich sagen? Der Film ist echt nicht gut, ich würde ihn auf keinen Fall empfehlen anzusehen. Ich kenne jetzt die Bücher nicht, kann mir aber vorstellen, dass diese wesentlich besser und spannender gestaltet sind.

      Der Plot ist echt langweilig, die Schauspieler najaaa, Hugo Weaving passt mir dort als Antagonist auch nicht so wirklich und Robert Sheehan ( der typ von Misfits ) sagt mir in so nem Szenario auch gar nicht zu. Ich mein, wirklich viel rausholen konnte man da als Schauspieler nicht, das will ich denen dann auch nicht ankreiden.

      Der Film ist richtig langatmig, oft und lange passiert einfach gar nichts. Obs an dem 3D gelegen hat, dass wirklich immens viele Szenen einfach blurry und hektisch waren, kann ich nichtmal sagen.
      Man hätte glaube ich mit dieser Idee der fahrenden Städte extrem viel Potential gehabt, vielleicht wäre es als Serie besser gewesen, als Film jedenfalles war es ein Reinfall.

      Schade jedenfalls, hätte glaub was echt cooles werden können. Ich hoffe ja irgendwie immernoch auf eine Legobaureihe mit den Städten, das könnte schon geil sein und dann dieses riesige fahrende London als Gegenpart zum Todesstern oder Sternenzerstörer mit eine Trilliarde Bauteilen.

      Also, bis auf die Städte auf Rädern (soviele gibs leider auch gar nicht im Film) und die Stadt in der Mauer, sowie die "Fliegerstadt" im Himmel gab es nichts Spannendes oder Sehenswertes in dem Film.
      Spart euch das Geld, ganz ehrlich. Wer die Bücher gelesen hat, wird vermutlich noch mehr enttäuscht (kenne sie nicht aber ich vermute einfach, dass es ungefähr so ist, als schaut man als DBZ Fan den DBZ live Action Film xD )

      Aber was solls, der Dezember hat ja noch ein paar mehr Kinogänge vorgesehen mit Spiderman, Aquaman, Grindelwalt und evtl. Bumblebee und Deadpool, sollte dieser auch hierzulande erscheinen <3