Filmrezensionen

    • Spoiler

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    • stimme dir voll und ganz zu und freue mich schon auf den dritten Teil.

      du musst nur bedenken das John Wick quasi der Oberboss ist. Er war eine Legende den man kannte. da ist es nur logisch das er allen anderen überlegen ist. und natürlich da der Film davon lebt das er alle spielend fertig macht wie zB bei equalizer 2 und 1 auch
    • Fantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen.

      Vorweg, meine Rezession wird zum großen Teil spoilern, da ich auf einige Sachen im Geschehen gerne eingehen möchte. Wer den Film also noch nicht gesehen hat bitte hier aufhören.


      Der Film hat sowohl seine guten, als auch seine schlechten Seiten. Einige Schauspieler haben mich wirklich überzeugt, aber sie konnten die meiner Meinung nach schwache Story in vielen Punkten leider nicht wett machen.
      Jude Law ist für mich eine absolute Top Besetzung für den jungen Dumbledore, auch wenn ich seine in den HP Büchern beschriebene Verrücktheit vermisst habe. Die wurde aber auch in den anderen Filmen nie so deutlich, von daher kann ich damit leben. Man nimmt ihm die Rolle einfach ab und seine warme Ausstrahlung passt zu der des älteren Modells.
      Johnny Depp als Grindelwald… Ich muss sagen zum Ende des letzten Films empfand ich ihn als Fehlbesetzung und war sehr skeptisch wie er mir im Laufe der kommenden Filme gefallen würde. Hier wurde ich dann überrascht. Jonny Depp spielt Grindelwald wirklich hervorragend. Grindelwald geht nicht zwangsläufig gewalttätig vor, sondern überzeugt seine Mitmenschen durch sein Charisma und entsprechende Manipulation. Solche Rollen gefallen mir als Antagonisten meist deutlich besser.

      Eddie Redmayne… was soll ich sagen. Ich liebe seine Rolle und die Art mit der er Newt dem Zuschauer näherbringt. Ich mag ihn allerdings schon allein, weil er so tierlieb und awkward mit Menschen umgeht, dabei aber souverän ist und ein guter Zauberer. Er strebt weder nach Macht noch nach Anerkennung und hat keine große Rolle (bsp der Auserwählte, zukünftiger König etc.) die er erfüllen muss. Eine männliche Hauptrolle wie man sie eher selten zu Gesicht bekommt. Was ich recht schade finde.
      Leider merkt man dem Film jedoch an, dass es mehr und mehr um Grindelwald und Dumbledore gehen wird. Und hier bin ich persönlich zwiegespalten. Einerseits liebe ich Newt als Charakter, aber gleichzeitig hatte ich immer die Hoffnung die Geschichte der beiden größten Zauberer zu erfahren. Und hier dann auch gleich der erste Kritikpunkt: Ich hätte es deutlich angenehmer gefunden, wenn Fantastic Beasts ein Stand alone Film geworden wäre, abgekapselt von den anderen. Man merkt dem Film nun mal deutlich an wohin der Fokus gehen soll. Ein Film für sich selbst wäre perfekt gewesen und hätte sich meiner Meinung nach sehr gut gemacht. Das Hauptaugenmerkmal wurde hier falsch gesetzt. Hier hätten die Hauptrollen Grindelwald und Dumbledore sein müssen und Newt vielleicht als immer mal auftauchender Nebencharakter.
      Newts Verkörperung in jungen Jahren war übrigens äußerst gut gewählt. Anfangs dachte ich, dass Eddie Redmayne den jungen Newt spielt, weil sie sich so ähnlich sahen.

      Die Figuren aus dem ersten Film blieben eher blass, einzig Queenies Entwicklung, die zum Schluss die Seiten wechselt, hat mir recht gut gefallen. Der Rest war einfach nur da. Zoe Kravitz als Leta Lestrange und zu erfahren, dass die Lestranges zur damaligen Zeit auf der anderen Seite standen fand ich einen schönen Zusatz.

      Manchmal hatte ich jedoch das Gefühl der Film wolle zu sehr auf die HP Bücher verweisen. So empfand ich Nicholas Flamel als vollkommen überflüssig. Der Film war generell schon sehr vollgepackt an Charakteren und da hätte es diesen meiner Meinung nach nicht gebraucht. Es war ganz nett, ja, aber eben unnötig.

      Aber genug von den Charakteren und hin zu Story an der ich einiges auszusetzen habe.
      Die ganze Geschichte um Credence Familie war furchtbar übertrieben und erzwungen. Letas Geschichte zu ihrem Bruder und den Babytausch fand ich so absurd und ich habe im Kino nur augenrollend den Kopf geschüttelt. Was sollte das? Dieser ganze Plot war einfach schlecht gemacht und wenn ich jetzt wieder daran denke möchte JK Rowling einen Stift an den Kopf werfen. Wer legt während eines Schiffunglücks seinen Bruder in eine fremde Krippe und nimmt das andere Baby heraus? Wobei ich damit noch hätte leben können, aber der richtige Schluss war für mich ein Super Gau. Credence soll nun ein Bruder Dumbledores sein. Diese Entwicklung kann ich einfach nicht gutheißen, zumal sie auch keinen Sinn macht. Ich hätte es deutlich angenehmer gefunden, wenn Credence nicht zwanghaft in eine berühmt berüchtigte Familie gesteckt worden wäre. Zumal gerade die Dumbledores und ihre Geschichte in den HP Büchern behandelt wurde. Gut, es gibt einige Theorien, dass Credence kein wirklicher Verwandter von Albus ist und lediglich den Obscuru Arianas in sich trägt, aber auch das stört mich. Es würde den dramatischen Effekt den ihr Tod zu diesem Zeitpunkt auf Dumbledores Leben hatte deutlich abschwächen. Und falls Grindelwald hier gelogen haben sollte macht die Entwicklung mit dem Phönix keinen Sinn. Allerdings kam seine Verwandlung auch erst mit der Hilfe Grindelwalds zustande. Laut der Familiensage kommt zu jedem Dumbledore in Not ein Phönix, Credence war jedoch vorher schon in großer Not und kein Phönix tauchte je auf..
      Die Theorie, dass Grindelwald Credence nur benutzen will um an Dumbledore ran zu kommen, da er selbst ja durch den Blutpakt gebunden ist, finde ich noch am zufriedenstellendsten.
      Bevor ich mich hier aber weiter in möglichen Theorien verliere gehe ich lieber zu einem anderen Punkt.

      Ich finde es schade, dass JK Rowling die Handlung nicht mehr an die Erzählungen aus den Büchern angepasst hat. Und damit meine ich nicht, dass ich mehr HP will, eigentlich im Gegenteil. Für mich spielen die Filme zwar im selben Universum, aber stehen alleine. Ich bin einfach enttäuscht, dass vieles nicht zusammenpasst. McGonagall als junge Lehrerin macht keinen Sinn, da sie laut JK erst in den 50ern angefangen hat zu unterrichten, Dumbledore war Verwandlungslehrer und nicht Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, Credence wurde in den Erzählungen um Albus und Gellert nie auch nur erwähnt und vieles mehr. Es passt einfach nicht zusammen. Ich hab gerne mehr aus der magischen Welt, aber es sollte stimmig sein und nicht Plotbedingt über den Haufen geworfen werden.

      Die Effekte im Film waren wirklich gut und filmisch mochte ich ihn, wobei man schon die Amerikanisierung bemerkt. Es wird deutlich actionreicher, das mag man jetzt finden wie man will.

      Die deutlich zu spürende Düsternis im Film mochte ich sehr und war somit ein klarer Kontrast zu seinem Vorgänger. Die Entwicklungen betrachtend ist das auch nur richtig so. Auch, dass die Reihe deutlich globaler zu werden scheint begrüße ich. Ist man doch als Fan schon interessiert wie die Magierwelt außerhalb Englands lebt. Sehr witzig fand ich da nebenbei erwähnt auch Grindelwalds Bezeichnungen für die Nichtmagier auf der Welt. Muggel, No Matches, Kann kein Zauber… Letzteres ist einfach so amüsant deutsch, dass ich mich im Kino begrinsen musste.

      Alles in allem kann man sich den Film ansehen, aber die Enttäuschung über manche Entwicklungen kann ich einfach nicht ignorieren. Die sind natürlich rein subjektiv und ein anderer mag genau das toll finden.
      Ich hatte beim schauen des Films etwas den Eindruck eine Fanfiction zu lesen/sehen und nicht eine Geschichte des Autors. Selbiges war bei The cursed Child aber auch schon ein Kritikpunkt für mich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lyca ()

    • Fantastic Beasts 2: The Crimes of Gellart Grindelwald

      Da Lyca jetzt den Anfang gemacht habe schiebe ich hier einfach mal noch meine Kritik hinzu. Auch hier gehe ich auf die Story ein daher erfolgt auch hier eine Spoilerwarnung.

      Gleich vorneweg im Gegensatz zur Presse die den Film ja teilweise regelrecht zerrissen hat empfinde ich ihn nicht als den schlechtesten Film bisher. Allerdings muss ich auch sagen das man bei manchen Dingen wohl leider nicht aus dem ersten Teil gelernt hat.

      Kommen wir am Anfang mal zu den Schauspielern und Charakteren. Hier möchte auch ich hervorheben das mir besonders Johnny Depp in seiner Rolle als Grindelwald wirklich sehr gut gefallen hat. Er hat Grindelwald wirklich sehr gut verkörpert und man konnte auch förmlich seine Macht im Saal spüren. Der Film zeigt aber auch einen großen Unterschied gegen Ende auf zwischen Grindelwald und Voldemort, was mir persönlich auch sehr gefällt so wirkt es nicht so kopiert. Aber kommen wir zum nächsten Charakter Jude Law als Dumbledore war auf jeden Fall auch eine gute Besetzung, leider hat Dumbledore in den Film nicht die größte Rolle erhalten. Dennoch freue ich mich schon wenn er hoffentlich im dritten Teil dann seine Rolle voll ausreizen kann. Eddie Redmayne passt nach wie vor immer noch sehr gut zu Newt und ich kann mir keinen anderen mehr als Newt vorstellen. Ja und dann hat man noch die altbekannten Charaktere aus dem ersten Teil und noch ein paar neue auf die ich jetzt jedoch nicht genauer eingehen möchte.

      Nach den Charakteren kann ich aber eigentlich auch schon meinen ersten Kritikpunkt ansetzten, es waren irgendwie für den Film zu viele Charaktere. Ich hatte das Gefühl vor allem Newt kam zu kurz. Ich bin sogar der Meinung der gesamte Film hätte sogar ohne Newt funktioniert, was angesichts daran das er eigentlich im Moment noch der Hauptcharakter ist dann doch vor allem traurig ist. Des Weiteren haben sich durch die vielen Charaktere sehr viele Nebengeschichten aufgespannt, so dass ich noch während des Films dann im Kopf puzzeln musste wie das denn jetzt alles zusammenpasst. Für den richtigen Harry Potter Fan tun sich durch die vielen Nebengeschichten dann viele Dinge verknüpfen und das ist dann auch cool. Aber es bremst die Hauptgeschichte des Films auch irgendwie aus. Ich weiß immer noch nicht ob man wirklich die Geschichte von Leita gebraucht hat, es war zwar nice to know, aber nichts was jetzt wirklich die Handlung nach vorne gebracht hat. Jedenfalls wirkt der Film im Nachhinein sehr überladen was einfach an der großen Anzahl der "wichtigen" Charaktere liegt die alle irgendwie noch eine Geschichte bekommen mussten.

      Da wir ja jetzt schon bei der Story sind muss ich auch diese irgendwie wieder kritisieren mit ist nach dem Film irgendwie immer noch nicht ganz klar was jetzt Grindelwalds Verbrechen waren. Denn obwohl der Film diesen Titel trägt ist er hier außerhalb der Versammlung und dem Ausbruch nicht wirklich aktiv gewesen, da war selbst im ersten Film mit dem Zeitungsartikel mehr drüber zu lesen. Wie ich oben schon angeschnitten habe war mir auch die Hauptstory zu oft unterbrochen durch zu viele kleine Einschübe. Man hatte teilweise in der Mitte des Films das Gefühl das die Story fast angehalten wurde. Was ich hingegen wieder sehr cool fand war Grindelwalds Redegewandtheit und auch diese Blick in die Zukunft auf den 2 Weltkrieg. Generell wusste das Setting mir auch zu gefallen, dieses etwas düstere hat gut zum Film gepasst. Aber zurück zur Story das man dann zum Schluss quasi noch mal auf den Tisch haut mit der Enthüllung war vielleicht notwendig um den Zuschauer zu überzeugen sich auch den dritten Teil anzusehen. Ich muss sagen das mich das Ende irgendwie mit vielen Fragen zurücklässt vor allem in welcher Beziehung Credence zu Dumbledore steht. Noch ein Bruder scheint möglich, aber der fügt sich für meinen Geschmack dann nicht gut in die Story von Harry Potter ein. Warten wir mal ich will ja hier jetzt auch nicht Theorien erstellen.
      Dennoch war die Spannungskurve in dem Film für mich relativ schwach bzw. gab es sie eigentlich nur gegen Ende. In Büchern wird dieses ganze verschachteln wahrscheinlich besser funktionieren im Film ist das aber dann teilweise einfach too much und wird schnell langatmig.

      Die 3D Effekte des Film waren übrigens überragend man hat sich da wirklich viel Mühe gegeben und die Animationen waren auch gut. Vor allem die Tierwesen wussten wieder zu gefallen. Die Musik empfand ich auch in keinen Moment als unpassend auch wenn ich sagen muss das mit kein Musikstück jetzt nachhaltig noch in den Ohren liegt. Da ich in der englischen Version des Films war kann ich die Synchronisation nicht beurteilen und zu den Schauspielern habe ich ja bereits oben meine Worte verloren.

      Trotz allem muss ich sagen mag ich den Film auch wenn er immer noch an gewissen Schwächen nagt. Man muss ihn wohl einfach als Übergangsfilm begreifen der viele Verbindungen aufzeigen soll. Ich denke ein Harry Potter Fan macht prinzipiell nichts falsches sich den Film zumindest einmal anzusehen. Ein normaler Kinozuschauer muss sich halt im klaren sein was er mit den Film bekommt. Ich würde sagen es ist ein solider Film, aber auch noch ein gutes Stück von einem Meisterwerk entfernt.
    • Fantastic Beasts 2: The Crimes of Gellart Grindelwald

      Achtung Spoiler!

      Auch ich bin mit gemischten Gefühlen aus dem Film herausgegangen. Vor allem die Enthüllung am Ende, die alle schocken sollte, war für mich einfach nur lächerlich. Das liegt aber vor allem daran, dass ich irgendwie keine Empathie für Credence empfinden kann. Seit zwei Filmen sehen wir nun, wie er traurig und gebückt durch die Gegend läuft und kaum redet. Ich habe keine wirkliche Charakterprofilierung sehen können, wie bei den vier Protagonisten im ersten Film, die wirklich alle sehr sympathisch sind. Mir war es schlichtweg egal, wer seine Eltern sind und letztendlich als es dann herauskam, kam es mir so unlogisch und irrelevant vor. Wenn ich mich Recht entsinne haben Dumbledores Eltern beide nicht mehr gelebt als Credence geboren wurde. Wie soll das also gehen? Sagen wir er ist der Sohn von Aberforth oder Ariana, dann wäre er aber nicht der Bruder von Albus...Was hat die Mutter alleine auf der Titanic? gemacht und warum wollte sie in die USA? Von Nagini will ich gar nicht anfangen...

      Leta war eine der besten Charaktere im Film und Rowling/Yates haben sich so viel Mühe gegeben, ihren Charakter aufzubauen und am Ende stirbt sie einen belanglosen Tod. Hätte sie wenigstens die Flammen aufgehalten, aber nein, sie starb einfach nur und Newt und Co. mussten sich alle selber retten...

      Queenie und Jacob waren eines der Highlights für mich. Auch wenn ich Queenies Entscheidung am Ende nicht vollständig nachvollziehen kann. Sie schließt sich einem Zauberer an, der Muggle als Untermenschen sieht und erhofft sich eine Heirat mit Jacob. Allein wegen ihrer Entscheidung hat sie ihn doch schon verloren. Aber gut, sie ist halt einsam und naiv und Tina ist wirklich keine gute Schwester, denn im Film scheint Queenie ihr vollkommen egal zu sein. Zumindest wissen wir, warum Grindelwald sie rekrutiert hat. Schöner Einschub am Ende.

      Tinas Szenen mit Newt sind ganz süß und die beiden passen echt gut zusammen, aber dadurch dass der Film so überfüllt ist, kriegt sie nicht wirklich viel zu tun. Nicolas Flamel, den Halbbruder von Leta, Newts Assistentin, den Doppelagenten vom Ministerium hätte man alle streichen und Tina und Dumbledore mehr Screentime geben können...Apropos, Jude Law war echt das Beste am Film und er kam so wenig vor. Ich wünsche mir in den nächsten Filmen mehr den Fokus auf ihn als auf Newt. Vor allem um die Inkonsistenz der Filme ggü der Harry Potter Filme wett zu machen. Denn Newt ist in der Zukunft nicht wirklich als Held bekannt, sondern als Buchautor. Wir wissen lediglich, dass Dumbledore Grindelwald zur Strecke bringt. Also darf Newt gar nicht mehr so viel Großes vollbringen, um auch weiterhin in der Zeitgeschichte irrelevant zu bleiben.

      Wenn man nicht an die 100 Logikfehler denkt, kann man den echt Film genießen. Die Perfomances und das Casting sind on point. Das Set- und Kostümdesign sowie die Effekte sind wirklich spektakulär. Ich rieche wieder einen Oscar für Colleen Atwood.
    • Baby5 schrieb:

      Fantastic Beasts 2: The Crimes of Gellart Grindelwald

      Achtung Spoiler!

      Auch ich bin mit gemischten Gefühlen aus dem Film herausgegangen. Vor allem die Enthüllung am Ende, die alle schocken sollte, war für mich einfach nur lächerlich. Das liegt aber vor allem daran, dass ich irgendwie keine Empathie für Credence empfinden kann. Seit zwei Filmen sehen wir nun, wie er traurig und gebückt durch die Gegend läuft und kaum redet. Ich habe keine wirkliche Charakterprofilierung sehen können, wie bei den vier Protagonisten im ersten Film, die wirklich alle sehr sympathisch sind. Mir war es schlichtweg egal, wer seine Eltern sind und letztendlich als es dann herauskam, kam es mir so unlogisch und irrelevant vor. Wenn ich mich Recht entsinne haben Dumbledores Eltern beide nicht mehr gelebt als Credence geboren wurde. Wie soll das also gehen? Sagen wir er ist der Sohn von Aberforth oder Ariana, dann wäre er aber nicht der Bruder von Albus...Was hat die Mutter alleine auf der Titanic? gemacht und warum wollte sie in die USA? Von Nagini will ich gar nicht anfangen...

      Leta war eine der besten Charaktere im Film und Rowling/Yates haben sich so viel Mühe gegeben, ihren Charakter aufzubauen und am Ende stirbt sie einen belanglosen Tod. Hätte sie wenigstens die Flammen aufgehalten, aber nein, sie starb einfach nur und Newt und Co. mussten sich alle selber retten...

      Queenie und Jacob waren eines der Highlights für mich. Auch wenn ich Queenies Entscheidung am Ende nicht vollständig nachvollziehen kann. Sie schließt sich einem Zauberer an, der Muggle als Untermenschen sieht und erhofft sich eine Heirat mit Jacob. Allein wegen ihrer Entscheidung hat sie ihn doch schon verloren. Aber gut, sie ist halt einsam und naiv und Tina ist wirklich keine gute Schwester, denn im Film scheint Queenie ihr vollkommen egal zu sein. Zumindest wissen wir, warum Grindelwald sie rekrutiert hat. Schöner Einschub am Ende.

      Tinas Szenen mit Newt sind ganz süß und die beiden passen echt gut zusammen, aber dadurch dass der Film so überfüllt ist, kriegt sie nicht wirklich viel zu tun. Nicolas Flamel, den Halbbruder von Leta, Newts Assistentin, den Doppelagenten vom Ministerium hätte man alle streichen und Tina und Dumbledore mehr Screentime geben können...Apropos, Jude Law war echt das Beste am Film und er kam so wenig vor. Ich wünsche mir in den nächsten Filmen mehr den Fokus auf ihn als auf Newt. Vor allem um die Inkonsistenz der Filme ggü der Harry Potter Filme wett zu machen. Denn Newt ist in der Zukunft nicht wirklich als Held bekannt, sondern als Buchautor. Wir wissen lediglich, dass Dumbledore Grindelwald zur Strecke bringt. Also darf Newt gar nicht mehr so viel Großes vollbringen, um auch weiterhin in der Zeitgeschichte irrelevant zu bleiben.

      Wenn man nicht an die 100 Logikfehler denkt, kann man den echt Film genießen. Die Perfomances und das Casting sind on point. Das Set- und Kostümdesign sowie die Effekte sind wirklich spektakulär. Ich rieche wieder einen Oscar für Colleen Atwood.
      Das Problem ist das man sich zu viel dazu denken muss, damit der Film Sinn macht auch wenn vieles recht offensichtlich ist, aber in der Fülle an Handlungssträngen und Aktionen untergeht.
      Der Plot mit Credence ist für mich eine offensichtliche Irreführung von Grindelwald, welcher ja schon frühzeitig ankündigt das sein Plan schon läuft und Credence sich ihm freiwillig anschließen wird. Man versucht das immer wieder anzuteasern das alle Handlungen in Bezug auf Credence bereits lange vorausgeplant sind, hat das aber mMn nicht klug gelöst. Für mich persönlich war am Ende klar das Grindelwald ein großes Theater veranstaltet hat um Credence so nah an den Rand der Verzweiflung zu bringen, damit dieser ihm bereitwillig die Dumbledore-Geschichte abkauft, denn wie schon mal erwähnt der Phönix kam nicht als wirklich Hilfe notwendig war, sondern wurde von Grindelwald verwandelt.

      Ich kann daher verstehen das man hier Unlogik sieht, weil man in dem Irrgarten nicht wirklich durchblickt, aber ich meine doch das wenn man den Film als Ganzes auf sich wirken lässt offensichtlich ist, dass die Schlussszene eben keine Offenbarung, sondern nur das Finale eines Schausspiels darstellt.

      Leta war als Charakter tatsächlich interessant, aber dieser ganze Handlungsstrang wirkte letztlich in den Film gepresst um noch mehr Drama zu erzeugen. Schade um den Charakter, welcher für mich ziemlich sinnlos verheizt wurde (höhö). Wie du schon sagst war ihr Abgang belanglos.

      Bei Queenie übersiehst du mMn etwas. In der Zeit ist es ihr überhaupt nicht möglich einen Muggel zu heiraten. Das meint Jacob doch auch zu Beginn des Filmes ihr gegenüber das er es nicht über das Herz bringen würde sie in Gefahr zu bringen nur weil sie ihn liebt. Grindelwald bietet ihr ja zumindest die Möglichkeit das sie als Teil der elitären Ränge mehr Einfluss haben wird und die Zauberer in die Öffentlichkeit treten, womit theoretisch eine Heirat ja möglich wäre. Queenie weis persönlich ja auch nicht das Grindelwald die Menschen so verabscheut, da er es ja nie offen kommuniziert und nur die Zauberer hervorhebt. Sie entscheidet sich letztlich also für die kleine Chance das sie frei lieben kann, wo sie das jetzt eben mit Sicherheit nicht kann und ihre Liebe verstecken muss.

      In Bezug auf Newt wissen ja auch nicht viele inwieweit er in die Geschehnisse involviert ist. Das Zaubereiministerium verheimlicht seine Teilhabe an den Vorkehrungen und für Dumbledore agiert er ja auch nicht offen. Letztlich wird man es so darstellen das Newt einen wichtigen Teil zum Sieg beiträgt, aber eben nie den Ruhm dafür ernten wird, da er ihn ja auch nicht möchte.

      Letztlich krankt der Film wohl wirklich daran das er einfach überladen ist und zu viele Belanglosigkeiten mit einbringt, welche letztlich nicht wirklich etwas beitragen. Weniger Charaktere und dafür mehr Screentime für diejenigen hätte dem Film und der Story wohl sehr gut getan. (Die vielen Charaktere habe ich daran gemerkt das ich immer wieder unsicher war welche der beiden Anhängerinnen von Grindelwald da jetzt gerade involviert ist)

      In Sachen 3D, Optik und Kostüme ist der Film allerdings echt ein Knaller und lässt über vieles hinwegsehen, aber leider nicht alles.
    • Auch nach ein Paar Tagen bin ich immer noch gemischter Gefühle über den 2. Teil. Aus meiner Sicht finde ich es spannend wie man Grindelwald als Hitler der Zauberwelt aufkommen lässt und sein Vorgehen errinnert extrem stark an das Vorgehen der Nazis. Auch der Vergleich zum Judentum passt ja wie die Faust aufs Auge. Dies wurde seitens JKR ja auch so bestätigt.

      Für mich hatte der Film zu viele Handlungsstränge und Dinge bei denen ich mich an den Kopf gefasst habe vor lauter Dummheit? Unpassender Moment? Wie wo sie im Minesterium sind und er anfängt über ihre Augen zu reden. In dem Moment dachte ich mir im Kino echt. Alter, really? Jetzt? Jetzt wo du entdeckt wurdest? Bleibst du stehen und redest über die Augen? Es hat mich wirklich extrem gestört.

      Was mich auch gestört hat ist der Umstand das der Titel nicht mehr passst. Der Film hat für mich wenig mit "Tieren" zu tun. Im ganzen Film haben wir nur 1 grösseres Tier das behandelt wird. Der ganze Rest sind zwar teils da aber nicht wirklich im Film. Paar Statisten eben. Ich wünschte man würde da mehr den Fokus drauf setzen oder den Titel völlig verändern.

      Auch das Ende wirkte für mich so künstlich gehalten. WOW, er soll ein Dumbledore sein? Really? Ich ergreiffe zwar Partei dafür, dass es nur ein Komplott von Grindelwald ist damit er ein Bauernopfer hat das sich Dumbledore stellt - denoch fand ich es "sehr plump" vor allem auch wegen dem Punkt, wieso eine Familie wie die Dumbledores mit einem Schiff reisen? Es passt für mich nicht ins Schema. Überhaupt nicht.

      Aber warten wir mal den 3. Teil ab (welcher sicher in 2 Teilen kommt - Umsatz ist wichtig).
      Frage mich hierbei ob die Muggelverfolgung auch dargestellt wird im Film.
    • Áyu schrieb:

      Aber warten wir mal den 3. Teil ab (welcher sicher in 2 Teilen kommt - Umsatz ist wichtig).
      Frage mich hierbei ob die Muggelverfolgung auch dargestellt wird im Film.
      Es wird keine Aufteilung in zwei Teile geben, denn es waren von vornherein fünf Filme geplant.


      Auf die Spoilerwarnung verzichte ich jetzt trotzdem mal. Der Film ist jetzt ja schon eine Woche in den Kinos zu sehen.

      Ich war ja in der Pressevorstellung letzten Mittwoch und ich bin leider über mein gemischtes Fazit noch nicht hinweggekommen. Immerhin ist es kein negatives What the actual fuck?! mehr, sondern ein...Naja Licht und Schatten-Fazit, aber das scheint sich ja auch mit euren Erfahrungen zu decken.
      Ich mach es mal recht kurz, was ich positiv und was ich negativ fand.

      Positiv
      • Optische Effekte und Musik: Ich glaub, dass wir uns da nicht lange drüber unterhalten müssen. Die visual effects und auch die musikalische Untermalung waren auf dem Punkt und haben Film durchaus auch über seine schwächeren Passagen getragen. Auch wenn man sich an manchen Stellen fragen darf, warum die magischen Effekte im Laufe des 20./21 Jahrhunderts immer subtiler wurden. (Ich sag nur riesige Feuerdrachen auf dem Friedhof und Seidentücher über ganz Paris :D)
      • Die schauspielerische Leistung: Egal ob Jude Law, Eddie Redmayne und Johnny Depp...sie alle haben gut gespielt und ihre Rolle verkörpert, auch wenn ich bei Dumbledore den kleinen Abstrich machen muss, dass mir der Sprung in 70 Jahren zum Tattergreis einfach nicht gelungen ist. Vielleicht hätte schon ein ein wenig längerer Bart oder ein etwas auffälligeres Kostüm geholfen, um die beiden Dumbledores einander anzunähern. Ich frage mich auf jeden Fall, warum er seinen schnitten Anzug gegen nachtblaue Roben und nen Hut eintauscht.
      • Die Tierwesen: Wurden narrativ viel besser und subtiler eingebunden, als noch beim letzten Mal. ich war froh, dass sie nicht so extrem im Mittelpunkt standen, weil das im Gesamtgefüge des Films einfach unpassend gewirkt hätte.


      Negativ
      • ZU. VIELE. HANDLUNGSSTRÄNGE: Kurzzeitig hatte ich das Gefühl, dass wir drei unterschiedliche Drehbücher zu dem Film hatten und die dann alle irgendwie zusammengeworfen wurden. Einerseits haben wir den Credence-Grindelwald-Strang, den Queenie-Kowalsky-Strang, den Leta Lestrange-Strange, den Tina-sucht-Credence-Strang und den Wie-packen-wir-New-jetzt-in-die-Handlung?-Strang. Mal überschneiden sich die Stränge, mal laufen sie völlig separiert und es gelingt mal schlechter, mal besser sie miteinander zu verweben. Am meisten enttäuscht war ich dann eigentlich um die ganze Auflösung um die Lestranges. Irgendwie war der Plot nur dazu da, um alle zum Friedhof zu locken, aber wirklich was rumgekommen ist dabei auch nicht. Fand ich schade. Die Schauspielerin und die Familiengeschichte der Lestranges (im Hinblick auf die Harry Potter Romane und dann auch auch das Verwunschene Kind) hätte sehr viel mehr Potential gehabt.
      • Tina: Ach Tina. Ich werde nicht warm mit dir. Ich fand den Charakter in Teil 1 schon furchtbar blass und der Eindruck hat sich nur geringfügig geändert. Es liegt vielleicht nur an der Schauspielerin, vielleicht am Script oder der fehlenden Chemie zwischen ihr und Redmayne, aber ich werde mit Tina Goldstein einfach nicht warm.
      • Das Ende: Das bewerte ich mal vorsichtig. Sollte sich Credence wirklich als Dumbledore herausstellen, dann kann J.K.Rowling gleich ihren Hut ziehen. Ansonsten musste ich über Nurmengard schmunzeln. ich weiß ja nicht, wo das gedreht wurde, aber wie Österreich sah es nicht aus. Zumal ich das auch immer nach Osteuropa gesteckt habe. Ob hier tatsächlich die Parallelen zu einem anderen fanatischen Österreicher gelegt werden wollten, weiß ich nicht.
      • Die Tierwesen und Newt: Das war schon mein Eindruck nach dem ersten Teil, aber diese fünf Teile funktionieren nicht mit Newt und den Tierwesen im Mittelpunkt. Sie hätten einfach eine Anthology-Reihe zu Grindelwald machen können, in der Newt einer der Protagonisten ist, aber nicht der Fixpunkt. Denn Rowling selbst beschrieb Newt als relativ unwichtigen Charakter und jetzt ist er derjenige, der maßgeblich an der Beseitigung Grindelwalds beteiligt sein wird, für das am Ende aber nur Dumbledore die Loorbeeren einheimst. Das ist einfach unbefriedigend.


      Neutral
      • Nagini. Ich möchte die Schauspielerin und ich mochte ihre Rolle, was ich aber völlig seltsam fand, war, dass sie am Ende mit den Protagonisten vor Hogwarts chillt. Also vielleicht machen sie ihre Entwicklung noch düsterer, aber gerade frage ich mich wie die Schlange zu einem so loyalen Gefolgsmann Voldemorts werden kann.
      • Queenie: Ich verstehe sie und ich verstehe sie nicht. Mir wurde Queenie generell zu wenig beleuchtet, um jetzt wirklich entscheiden zu können, ob ihr Verhalten wirklich angemessen war oder nicht. Dass sie jetzt eine loyale Untergebene Grindelwalds ist, erscheint mir aber aus einem Bauchgefühl heraus einfach unpassend. Aber vielleicht wird das in Teil 3 noch besser beleuchtet. Solch fanatische Ideologien haben es ja gerade an sich, dass oft auch ganz normale Personen da mit reingezogen werden und gar nicht mehr verstehen, was sie eigentlich denken.
      - V.
    • Mortal Engines

      Jup, Mortal Engines, mitproduziert von Peter Jackson. Herr der Ringe, ich liebe die Filme. Dann kam die Hobbitreihe, welche mich schon über große Strecken arg enttäuscht hatte.
      Nun, ich hatte damals zufälligerweise nen ersten kurzen Trailer von ME gesehen und dachte, geil, riesige fahrende Städte, schön Steampunkmässig, könnte sicher geil sein.
      Dann hab ich letzte Woche den letzten neuesten Trailer gesehen und dachte mir dann, ok, der wird floppen. Im Trailer ist quasi der gesamte Plot des Films, unweigerlich musste ich an DC denken und meine Erwartungen wurden direkt mal heruntergeschraubt.
      Und was soll ich sagen? Der Film ist echt nicht gut, ich würde ihn auf keinen Fall empfehlen anzusehen. Ich kenne jetzt die Bücher nicht, kann mir aber vorstellen, dass diese wesentlich besser und spannender gestaltet sind.

      Der Plot ist echt langweilig, die Schauspieler najaaa, Hugo Weaving passt mir dort als Antagonist auch nicht so wirklich und Robert Sheehan ( der typ von Misfits ) sagt mir in so nem Szenario auch gar nicht zu. Ich mein, wirklich viel rausholen konnte man da als Schauspieler nicht, das will ich denen dann auch nicht ankreiden.

      Der Film ist richtig langatmig, oft und lange passiert einfach gar nichts. Obs an dem 3D gelegen hat, dass wirklich immens viele Szenen einfach blurry und hektisch waren, kann ich nichtmal sagen.
      Man hätte glaube ich mit dieser Idee der fahrenden Städte extrem viel Potential gehabt, vielleicht wäre es als Serie besser gewesen, als Film jedenfalles war es ein Reinfall.

      Schade jedenfalls, hätte glaub was echt cooles werden können. Ich hoffe ja irgendwie immernoch auf eine Legobaureihe mit den Städten, das könnte schon geil sein und dann dieses riesige fahrende London als Gegenpart zum Todesstern oder Sternenzerstörer mit eine Trilliarde Bauteilen.

      Also, bis auf die Städte auf Rädern (soviele gibs leider auch gar nicht im Film) und die Stadt in der Mauer, sowie die "Fliegerstadt" im Himmel gab es nichts Spannendes oder Sehenswertes in dem Film.
      Spart euch das Geld, ganz ehrlich. Wer die Bücher gelesen hat, wird vermutlich noch mehr enttäuscht (kenne sie nicht aber ich vermute einfach, dass es ungefähr so ist, als schaut man als DBZ Fan den DBZ live Action Film xD )

      Aber was solls, der Dezember hat ja noch ein paar mehr Kinogänge vorgesehen mit Spiderman, Aquaman, Grindelwalt und evtl. Bumblebee und Deadpool, sollte dieser auch hierzulande erscheinen <3
    • Spiderman: Into the Spiderverse

      Ich hab mir gestern diesen Film angesehen und war wirklich gespannt darauf, da es bis jetzt der erste Animationsfilm eines Comichelden ist, die ich auf der Leinwand gesehen hab. Der Film hat absolut gute Kritiken gehabt und kam überall gut an, hatte deshalb auch eine entsprechende Erwartungshaltung. Das Problem ist echt und damit hab ich auch für mich selbst ein Problem, ich kann absolut verstehen, warum die Meisten diesen Film super finden, aber mich hat er irgendwie nicht ganz abgeholt und das ärgert mich selbst. Ich gehe aber mal auf die für mich herausstechend relevanten Kategorien ein.

      Animation
      Die Animation und der Artstyle sind absolut top, es hat etwas absolut Erfrischendes diese Art von Animation im Kino zu sehen, weil es etwas sehr Neues ist und den Comicstyle sehr gut rüberbringt. Die Szenen sehen spektakulär und mitreißend aus. Vor allem die Szene kurz vorm Finale, die Miles Transformation darstellt, hat mich in den Sessel gedrückt und überzeugt. Was wohl diese Art der Animation mitbringt, dass sie für manche einen Overkill darstellen kann. Das Finale ist sehr flashy dargestellt und könnte für manche zu viel sein, genauso dass manche, wie etwa mein Bruder, oft das Gefühl hatten dass es ruckelt in 3D und anstrengend zum Anschauen ist, kann ich auch verstehen, dieses Gefühl hatte ich auch manchmal.

      Story und Charaktere
      Der Film entfernt sich von jeder Origin-Story und dreht sein eigenes Ding, großer Vorteil ist hierbei, dass jeder inzwischen Spiderman kennt und man ihn als Charakter als solches kaum noch durchkauen muss. Miles bringt dabei frischen Wind und eine neue Perspektive herein und durch die Vermischung der Universen wird uns eine völlig neue Art an Film präsentiert. Der Aufbau der Story ist dabei ziemlicher Standard, muss man aber auch keine großen Quantensprünge erwarten, denn es funktioniert solide. Fisk als Villain ist gut dargestellt. Der Plot Twist ist vorauszusehen, aber erfüllt seinen Zweck für Miles Charakterentwicklung. Miles selbst ist sympathisch dargestellt, wie er sein sollte. Etwas tollpatschiger Teenager mit dem Herz am rechten Fleck, dazu noch eine gute Prise Rabauke mit Streetstyle und den typischen Schwierigkeiten eines Jungen seines Alters runden ihn sehr gut ab.
      Die anderen Spidermans nehme ich sehr unterschiedlich auf. Peter und Miles Chemie stimmt sehr gut zusammen in Mentor und Schüler Ding, kommt am Besten, hatte aber auch am Meisten Screentime. Gwen hat mir auch sehr gut gefallen, vor allem durch ihre schön individuelle Darstellung, ohne dass es erwungen wirkt. Spiderpig und Japan-Spidey (weiß die richtigen Bezeichnungen jetzt nicht) sollten bewusst etwas anderes darstellen, aber mit ihnen konnte ich mich nicht groß anfreunden, der Humor in ihren Szenen hat mich nicht abgeholt. Noir-Spiderman war von den Nebenspideys am Besten, eine coole Sau, die einen auf zu sehr auf Dark macht hat mich absolut überzeugt. Insgesamt war das auch stimmig, einige Spideys waren natürlich flach, aber da musste man Abstriche machen und Zwei davon waren mir persönlich zu abgespaced, bzw. haben sich nicht in das restliche Gesamtkonzept eingefügt.

      All-Around-Style
      Die Musik ist stimmig und macht Laune, die Hip-Hop Soundtracks oft sehr genial, Der Humor schwankt sehr stark, mal absolut passend, mal bringt er einen nicht mal zum Zucken. Für mich persönlich oftmals zu kindisch und etwas zu sehr darauf bedacht ist, dass Menschen im Comicstil gegen eine Vielzahl an Wände klatschen, aber das ist natürlich auf etwas der Zielgruppe geschuldet, da der Film eine niedrigere Altersfreigabe hatte und ich auch merkte, was für Klientel mich umgab, worüber ich mich einfach selbst immer gern aufrege, weil das den Kinosaal immer in Unruhe bringt und ich immer gern meine Ruhe bei einem Film hab.
      Die Atmosphäre den Films weiß zu gefallen und holt einen ab, der Film wird nicht langatmig, für manche ist die Action vielleicht etwas undurchschaubar und das Finale etwas zu over the top, mir hat es alles gefallen, hatte aber irgendwie das Gefühl, dass mir da was fehlt, worauf ich aber nicht mit dem Finger deuten kann. Der Gesamteindruck des Films ist aber dann doch ein Positiver.

      Fazit
      Ich weiß, dass der Film gut ist und warum er gefeiert wird und auch ich fand ihn in bestimmten Kategorien, vor allem in der Animation an manchen Stellen überragend, aber im Gesamten holt er mich dann doch nicht ganz ab. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich eine erwachsenere Version gewöhnt bin und damit, dass es etwas völlig Neues in der Darstellung ist, einem persönlich unpassend empfundene Dinge mehr ins Auge stechen, wie etwa subjektiv ruckelnde Animation, zu kindischer Humor, nicht in das Gesamtkonzept passende Charas. Trotzdem wurde insgesamt etwas Neues auf den Markt geschleudert, was man so in der Form noch nicht hatte. Einen High Budget Comichelden Animationsfilm, im sehr eigenen Stil und funktioniert hat es, wahrscheinlich kann man sich auf mehr in dieser Form freuen.
    • Pacific Rim: Uprising


      Lange Zeit auf den Nachfolger gewartet, gerade weil ich in Charlie Hunnam einen meiner liebsten Schauspieler hatte. Natürlich wurde dann gerade dieser ausgetauscht durch Scott Eastwood. Auch fragt man sich natürlich, nachdem Teil 1 so erfolgreich beendet wurde, wie gehts jetzt weiter. In Zeiten, in welchen man sich aber wie bei Fast and Furious oder ähnlichem überhaupt nicht zu schade ist die Story so hinzubiegen dass es doch weiter geht, ist das natürlich auch gar kein Problem.

      Cast
      Zum Cast zählen Berühmtheiten wie Mr. Finn oder auch Mr. Eric Reisner. Hinzu kommen viele Altgediente aus Teil 1, wie das damals zumindest fast schon lustige Wissenschaftler Duo, sowie immerhin 1 Figur aus der damaligen "Haupthandlung" mit Mako. Trotzdem habe ich die ersten Minuten Charlie Hunnam sehr vermisst. Das wars dann aber auch. Ich war selber erstaunt wie schnell ich auf Boyega klar kam und ich bin verwundert das zu sagen, aber der Typ hat echt abgeliefert in dem Film. Eastwood auch, aber der wird gegen Ende des Films wieder ein wenig blasser.

      Story

      Nun was soll man sagen, eigentlich haben sie es gut gemacht, weil sie nicht angefangen haben große Raumschiffe für die Kaiju zu schicken oder dergleichen, was mir sehr zugesagt hat. Die Story an sich ist also eigentlich garnicht schlecht. Einziger Kritikpunkt an der Stelle, dürfte sein dass ausser Boyega und noch der kleinen Amara so ziemlich jeglicher Charakter komplett ohne Hintergrund ziemlich flach bleibt. Sogar "SPOILER" der Bösewicht ist halt einfach Böse weil er Böse ist. Natürlich wird es erklärt aber gewisse Hintergründe fehlen mir da komplett.

      Vergleich

      Pacific Rim ist sehr schwer zu Werten. Er macht sehr viel gut und er macht aber mindestens genauso viel Grottig.
      Positiv hervorzuheben wären hier an dieser Stelle, ist die Action und Bildgewalt von dem Film. Man kommt sich ungefähr vor wie in Transformers 3, es scheppert und explodiert. Der Film gewinnt sehr schnell an Fahrt auf und bis zum Ende springt man von Action zu Action. Auch finde ich die Fortsetzung wie schon gesagt, wie sie von der Handlung angegangen wurde sehr gelungen. Das böse lebt auf der Erde weiter.

      Negativ

      Hier kann man nun leider wirklich verdammt viele Punkte aufzählen, welche man evtl. sogar als Fehler bezeichnen könnte...

      • 10 Jahre für Entwicklung, warum bekommt man es dann nicht auf die Reihe mehr als die Nachwuchs Piloten an den Start zu bringen, hätte Mako 10 Jahre trainiert müsste sie jetzt der Überpilot sein
      • 10 Jahre für Entwicklung der Technik und das kommt dabei raus, die Jäger hauen den Kaiju immernoch bevorzugt mit der Faust auf die Fresse. Das ist natürlich schön anzusehen, aber eine Technische Neuerung oder ähnliches ist nicht wirklich zu Erkennen.
      • Über die Kaiju oder ähnliche Hintergründe erfährt man so gut wie garnichts, der Film ist einfach ein banaler Actionfilm
      • Die Jäger an sich sind wie schon gesagt ziemlich das gleiche wie im Vorgänger, das ist auch echt gut so aber ich hätte mir dann doch die eine oder andere Neuerung gewünscht
      • Die Kaiju haben sich auch 0 Weiterentwickelt, aber gut das kann man dann natürlich einfach als mehr oder weniger Dinosaurier Rasse abstempeln
      • Mangelnde Technik auf der einen Seite, auf der anderen Seite muss ich aber sagen dass sie dem Faustkampf treu geblieben sind gefällt mir sehr gut ohne bombastische Explosionen
      • Mit ein wenig Feuerkraft wird einfach ein neuer Breach hergestellt
      • Aufeinmal ist es garnicht mehr so schwer Pilot zu sein
      • Man meint zwischenzeitlich, dass man in einer toten Stadt ohne Menschen kämpft, gerade die Szene mit Newton, kommt einem vor wie wenn der der einzige in der ganze Stadt wäre, so verflucht oft fliegt jemand durch ein Gebäude ohne dass es jemanden Interessiert, die Guten Reisen sogar selber einfach Gebäude ein die da Dumm in der Gegend umher stehen
      • Die Abwehrraketen der Stadt zu Beginn für den feindlichen Jäger sind so schwach dass er nicht mal einen Kratzer bekommt. Die Menschheit hat in Sachen Technik in dem Film wirklich Versagt, keine Feuerkraft keine großen Gadgets als Hilfe gegen Kaiju
      • Das Ende, man schleudert sich völlig unkontrolliert in den Himmel, um dann natürlich aus 1000m Höhe direkt nach unten auf dem Kopf vom Kaiju zu landen................. Garnicht auszudenken was wohl passiert wäre wenn das Kaiju in den Vulkan geflogen wäre nach dieser unkontrollierten Attacke............
      Wer Action mag mit Mörder Fiechern die ordentlich auf die Fresse kriegen und mit dem Cast klar kommt, dem kann ich diesen Film ehrlicherweise gern empfehlen. Man muss nur wie gesagt sehr viele Dinge auf die leichte Schulter nehmen und den Film als Montagabend Unterhaltung sehen, dann hat man aber auch wirklich seinen Spaß. Auch natürlich weil ich schon lange nicht mehr solch Unfassbar viele Vergleiche zu geklautem gesehen habe... Folgende Vergleiche sind mir aufgefallen:

      "Gestohlen"
      • Power Rangers (Man könnte meinen Rita kam vorbei um mit Ihrem Stab das Kaiju zu Megazord Größe anzupinnen)
      • Dead Space (Mindcontrol, mit so einer ähnlichen Fähigkeit werden hier ganze Gebäude auf ein Kaiju gestürzt)
      • Viele mehr...
      Wie gesagt der Film hat mich echt Unterhalten, aber er hat so unfassbar viele gedankliche Fehler oder Schwächen über die man Zwingend hinwegsehen muss...
      6 von 10 Nachos, kein Mustsee aber schon Unterhaltsam

    • Ohne jetzt übertreiben zu wollen, aber wenn man aus dem Kino rauskommt und beim Verlassen noch etwas Pippi in den Augen hat, dann weiß man genau, dass man gerade einen sehr speziellen Film gesehen hat. Und das ist das Letzte, womit ich nach dem Verfall des Transformers Franchise gerechnet hätte.

      Denn dieses befand sich bekanntlich - nach The Last Knight - so ziemlich am Tiefpunkt, weil hier nicht mehr nur die Kritiker weiterhin von den CGI-Orgien unbeeindruckt blieben, sondern auch die Einnahmen plötzlich ausblieben. Paramount erkannte schnell, dass man fortan einen anderen Ansatz verfolgen müsste, um das Franchise wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Und nicht einmal zwei Jahre später muss ich gestehen ... Der neue Ansatz ist hervorragend. Das dürfte mitunter auch daran gelegen haben, dass Michael Bay das Zepter der Regie nun - tatsächlich - weitergereicht hat. Und zwar an Travis Knight ("Kubo - Der tapfere Samurai"), der damit sein Regiedebüt einer Realverfilmung abgeliefert hat. Und was für ein Debüt das war.

      Travis Knight verpasst dem Franchise etwas, was der Reihe nach dem ersten Teil - mehr und mehr - verloren gegangen ist ... Herz. Der erste Transformers Film gilt heute noch immer als der beste Eintrag des Franchise, weil das Gesamtpaket hier einfach am besten getroffen wurde. Doch auch der Teil kratzte eigentlich nur an der Oberfläche des Potenzials, das die Autobots mitbrachten. Dass man sich darauf nun zurück besinnt hat - und von den übermäßig gewaltigen Materialschlachten vermehrt Abstand genommen hat - bringt genau das, was das Franchise so dringend gebraucht hat: Bodenständigkeit.
      Auch in Bumblebee bleiben die Kämpfe zwischen Autobots und Decepticons natürlich nicht aus, sie machen allerdings nur noch einen kleinen Teil des Films aus. Primär geht es um ein viel bodenständigeres Thema. Menschlichkeit. Es geht um Freundschaft. Es geht um Familie. Es geht um Trauer, um Vertrauen, um Wut und darum nach vorne zu blicken. Oder um es mit den Worten von Hailee Steinfeld's Titelsong zum Film zu sagen: Es geht darum wieder zu leben ("Back to Life").

      Travis Knight hat sich dafür entschieden die Ursprünge Bumblebee's zu erforschen. Wie er zum ersten Mal auf die Erde kam, wie er seine Stimme verloren hat und nicht zuletzt auch wie er zu seinem Namen gelangt ist. All dies sind zwar keine besonders gewichtigen Schwerpunkte, doch sind es Details wie diese, die den Film als Ganzes erst so richtig abrunden.
      Eine seiner ersten Begegnungen mit den Menschen ist sein Treffen mit der jungen Charlie Watson (Hailee Steinfeld), die selbst einiges durchgemacht hat und sich nur schwer damit tut ihren Platz im alltäglichen Leben zu finden. Bumblebee, dessen erste Begegnung mit den Menschen - erwartungsgemäß - wenig freundlich ausfiel, fühlt sich indes ebenso fehl am Platze. Gestrandet auf einem fremden Planeten, auf dem man ihm - weil man mit seiner Spezies nicht vertraut ist - feindselig entgegentritt, tut er sich nur schwer damit Vertrauen zu entwickeln.

      Der Film dreht sich im Grunde ausnahmslos um die Beziehung zwischen Charlie und Bumblebee, da sie einander genau das schenken können, was sie vermissen und brauchen. Travis Knight schafft es dabei Bumblebee derartig facettenreich und menschlich zu gestalten, wie ich es kaum für möglich gehalten hätte. Den Großteil des Films spricht er nicht, doch seine Mimiken und Regungen sind so authentisch, dass man seine Gefühlslage in jedem Moment genaustens erkennen kann.
      Dabei stehen aber nicht nur die Emotionen - die Kleinen, wie auch die Großen - im Fokus, sondern schafft Travis Knight es ebenso sehr die Unbekümmertheit, Verspieltheit und Neugier des gelben Käfers wiederzugeben. Was dem Film einen sehr angenehmen, lockeren Ton verpasst.

      Bumblebee's größte Stärke ist damit genau das, was die Filme von Michael Bay letztlich immer mehr vernachlässigten: Emotionen. Der Film ist voll davon. Er ist erheiternd, gefühlvoll, aber teils natürlich auch wieder bombastisch. Travis Knight versteht es Bumblebee's Wesen in 113 Spielminuten perfekt darzustellen und diese Figur mit derartig viel Tiefgang auszustatten, dass sie deutlich menschlicher wirkt, als ein Großteil der tatsächlich menschlichen Figuren des Films.

      Der Film ist - für mich - nichts Anderes, als der beste Blockbuster 2018. Sicher, die Handlung und der Spannungsbogen sind relativ altbacken und bieten eigentlich nichts Neues, aber der Film will auch gar nichts bahnbrechend Neues erzählen. Er will nur eines: Spaß machen und unter die Haut gehen. Und das schafft er mit Bravour. Weil es ein charmantes, herzhaftes, lustiges und emotionales Werk ist, mit dem ich in dieser Form niemals gerechnet hätte. Hailee Steinfeld ist überragend und Bumblebee einfach das beste Auto, das man sich nur wünschen könnte.

      Auch wenn der Film - vermutlich - finanziell nicht an die Vorgänger (bzw. den Großteil der Vorgänger) anknüpfen können wird, so bleiben seine inhaltlichen Qualitäten für mich unbestritten. Mit Abstand der beste Transformers Film und einer der besten Filme, die ich dieses Jahr im Kino gesehen habe.

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    • Max Payne (2008)



      Die meisten Filme die von einem Videospiel adaptiert werden scheitern grandios oder rücken ohnehin nicht besonders in den Fokus da sie oftmals mit geringem Budget produziert werden, oder aber ganz einfach schlecht umgesetzt werden. Max Payne ist ein Film an dem sich die Geister schneiden, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Vor allem unter Fans der Videospielreihe ist der Film unbeliebt. Hier meine Meinung:

      Plot:
      Max Payne ist ein verbitterter New Yorker Detective, der nach dem brutalen Mord an seiner Familie auf der Suche nach den Tätern ist, um diese zur Strecke zu bringen. Ein großer Teile der Story ist auch die geheimnisvolle Droge Valkyre.

      Dies hört sich schonmal nach dem klassischen Rachethriller an, der Film enthält aber auch Elemente die man von einem solchen Film nicht unbedingt erwarten würde, bspw. Einflüsse der Nordischen Mythologie.

      Cinematographie:

      Die Grundstimmung des Films ist recht düster und kühl gehalten, was meiner Meinúng nach zur eher bedrückenden Story passt. Es erinnert in Teilen schon fast an Filme á la John Wick.

      Soundtrack:

      Neben den Soundtracks von Marco Beltrami und Buck Sanders, hat auch der Song "If I was your Vampire" von Marylin Manson einen Auftritt im Film. Der Soundtrack ist meiner Meinung nach gut gewählt und unterstreicht die Grundstimmung des Films.

      Schauspieler

      Die Hauptrolle im Film spielt Mark Wahlberg was ich als eine große Schwäche des Films sehe, da Wahlberg zwar gut darin ist den toughen Detective im Rachemodus zu spielen, er aber aufgrund seiner hölzernen Art die wenigen emotionalen Szenen im Film nicht besonders gut darstellt, und ihm auch die Coolness eines Keanu Reeves im Film John Wick fehlt. Auch Mila Kunis als knallharte Mafia-Killerin wirkt fehlplatziert und ist meiner Meinung nach ein Fehlcast. Vielleicht hat man hierbei gedacht, Kunis die aus der Ukraine stimmt wäre ideal um ein Mitglied der russischen Mafia zu spielen, was aber gründlich schiefging, da sie weder diese Rolle besonders gut spielt, noch irgendeine Form von Chemie mit Wahlberg an irgendeinem Punkt im verlaufe des Films entsteht. Den Antagonisten des Films will ich noch nicht preisgeben ich sag nur soviel, es ist eine Überraschung bzw. Plot Twist wenn man so will. Alles in allem wäre der Film mit einem talentierteren Schauspieler, wie etwa einem Josh Brolin (Der auch dem Videospiel Pendant ähnlicher sieht) besser besetzt. Positiv herauszuheben ist der Auftritt von Olga Kurylenko, die zwar nur einen kurzen Auftritt im Film hat, diesen aber hervorragend nutzt und Schauspielerisch einer der Lichtblicke des Films ist.

      Positiv

      Coole Cinematographie die sich den ganzen Film hindurchzieht und die Umgebung New Yorks im Winter gut zur Geltung bringt, sowie tolle Kameraarbeit. Auch Actionfans kommen in Max Payne nicht zu kurz. Der Film bietet wie auch sein Videospiel Pendant wilde Schiessereien und Nahkampfszenen. Auch die Story bleibt den Film hindurch spannend und undurchsichtig und kann, wenn man sich auf sie einlässt, den Zuschauer durchaus fesseln. Durch seine schnelle Storyprogression wird dem Zuschauer im Verlaufe des Film auch nie langweilig und er kommt ohne langatmigkeit aus

      Negativ

      Wie bereits oben erwähnt tun die Schauspielerischen Leistungen Wahlbergs und Kunis dem Film nichts gutes. Aufgrund der hölzernen Leistung Wahlbergs ist es schwer sich in die Hauptfigur des Max Payne hineinzuversetzen und mit ihm mitzufiebern. Wahlberg schwankt in seiner Rolle oftmals fluide zwischen Over- und Underacting hin und her, und wirkt zuweilen wie eine seelenlose Kampfmaschine ohne nennenswerte Charaktereigenschaften. Doch genau diese machten die Videospielreihe so beliebt, eben dadurch das Max Payne eben kein perfekter Held sondern ein gebrochener, von Rache getriebener Mann ist.

      Fazit

      Durchaus sehenswert, vor allem wenn man Freitag Abends ein bisschen Zeit totschlagen möchte. Wer allerdings auf tiefe Emotionen oder Charakter Developement steht, der wird mit Max Payne wenig Freude haben. Freunde geplfegter Action werden an Max Payne allerdings Freude haben.

    • Bereits seit dem Aquaman ("Jason Momoa") sein Debüt in Justice League gegeben hat, hab ich mich auf diesen Film gefreut. Ich liebe diese Figur und finde Momoa hier auch absolut top besetzt. Schauspielerisch gewiss nicht das Maß aller Dinge, allerdings sollte das bei einer Comic Adaption auch nur bedingt als Maßstab dienen. Zumal er dafür einfach viel zu sehr mit seinem Charisma und seiner Präsenz zu punkten weiß.

      Aquaman spielt nach den Ereignissen von Justice League, spielt auf diesen Film aber - zum Glück - nur einmal kurz am Rande gezielt an. Ansonsten erleben wir in diesem Film, wie aus dem Halbblut, das sich nie wirklich als Atlanter betrachtet hat, letztlich der König von Atlantis wird. Es handelt sich damit trotzdem weiterhin primär um eine Origin Story, die dabei nicht nur aufzeigen soll wie er letztlich den Thron bestiegen hat und damit zu dem Beschützer der Tiefsee wurde, sondern ebenso zeigt wie er und Mera sich nähergekommen sind. Schließlich sind sie in den Comics verheiratet. Man muss also nicht hellsehen können um zu erahnen in welche Richtung sich ihre Beziehung entwickeln wird.
      Zumal er von eben jener Prinzessin Mera ("Amber Heard") bei seiner Reise tatkräftig unterstützt wird, die den Trend der Powerfrauen in (Comic-)Filmen dabei konstant fortführt und hier ganz klar die zweite Hauptrolle bekleidet. Sie leitet Arthur an, folgt ihm letztlich aber eben auch und setzt alles daran, um das Vermächtnis ihrer alten Förderin - Königin Atlanna - zu bewahren. Selbst wenn das bedeutet sich gegen König Orm alias Ocean Master, den Halbbruder von Arthur und amtierenden König von Atlantis, zu stellen.

      Optisch dürfte das der bisher eindrucksvollste Eintrag im DCEU gewesen sein. Atlantis sieht einfach nur atemberaubend aus. Überhaupt ist die gesamte Unterwasserwelt großartig geworden und an Vielfalt kaum zu übertreffen.
      Aber auch an Land gibt es einiges zu bestaunen, reisen Arthur und Mera auf der Suche nach dem Dreizack des ersten Königs, doch über den halben Globus (und darüber hinaus). Besonders fasziniert hat mich dabei, dass hier immer wieder mal die Rollen der beiden vertauscht wurden. Im Wasser war Arthur derjenige, der zunächst noch geführt werden musste, während er an Land schon eher den Reiseführer spielte. Trotz enormer Länge von 144 Spielminuten merkte man dem Film u.A. deswegen auch diese Länge kaum an, weil er recht abwechslungsreich inszeniert und erzählt wurde.
      Besonders Arthur's Charakterentwicklung profitierte von dieser Reise doch sehr, interessierte ihn Atlantis zunächst doch noch herzlich wenig aus Gründen, auf die ich aufgrund möglicher Spoiler an dieser Stelle nicht weiter eingehen werde. Je weiter er jedoch kam, desto mehr wandelte sich sein Blickwinkel und seine Betrachtungsweise auf gewisse Dinge. Wodurch er letztlich bereit war sein Schicksal anzunehmen.

      Orm mag dabei zwar vordergründig der Antagonist des Films sein, allerdings wird auch bei ihm schnell klar, dass hinter der Fassade weit mehr steckt, als man zunächst noch vermuten mag. Das Ende des Films hätte hier auch seiner Figur kaum gerechter werden können und bietet reichlich Spielraum für ein mögliches Sequel.

      An Action mangelt es natürlich auch nicht und James Wan scheint vor allem an den Meeresschlachten und Kämpfen sichtbar Spaß gehabt zu haben. Die Tiefseekreaturen, die er hier ins Rennen geschickt hat, sind einfach bildgewaltig und teils auch ziemlich furchterregend. Die Kämpfe - vor allem die finale Schlacht - sind absolut bombastisch inszeniert worden und wirken teils wie aus einem Guss. Nur der abschließende Showdown ist - für meinen Geschmack - einen Ticken zu kurz geraten. Aber das ist an dieser Stelle eigentlich schon meckern auf ganz hohem Niveau.

      Mein einziger, wirklicher Kritikpunkt an dem Film liegt eher in einigen Dialogen begründet. Es kam jetzt nicht so häufig vor, dass ich mich wirklich verstärkt daran gestört hätte, aber bei manchen Dialogen konnte ich fast nicht anders, als mit dem Kopf zu schütteln. Ja, Jason Momoa ist ne verdammt coole Sau, aber wenn man versucht sowas - und zwar auf ziemlich penetrante und damit fast schon peinliche Art und Weise - auch in die Dialoge des Films einzuarbeiten, dann wirkt das meist weniger cool und mehr hölzern. So leider auch hier. Das kam jetzt zwar nicht permanent vor, aber doch oft genug, dass es mich etwas zu stören gewusst hat.

      Davon aber mal ganz abgesehen ist Aquaman eine absolut gelungene Comic-Adaption, die viel richtig und wenig falsch macht. Optisch mit Abstand der beste Titel des DCEU und auch von seinen narrativen Qualitäten her einer der deutlich besseren Filme neben Wonder Woman.
      Dass Warner & DC Origins liegen haben sie damit - einmal mehr - bewiesen. Das DCEU ist aktuell auf jeden Fall auf einem guten Weg und mir persönlich bleibt nur zu hoffen, dass das auch so bleibt und auch die nächsten Filme, u.A. Shazam und Wonder Woman 1984 qualitativ daran anknüpfen werden. Aquaman stimmt mich aktuell aber optimistisch genug um zu glauben, dass das DCEU endlich die Kurve kriegt und auf einem guten Weg ist, um künftig auch konstant Filme dieser Qualität abzuliefern. Ich würde es mir wünschen.

      Kurzum: Aquaman ist ein quietschbuntes, optisch atemberaubendes und charmantes Unterwasser-Action-Adventure!

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