Attack on Titan

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    • Wie @Sanalf möchte ich auch nur noch ein paar Gedanken zum aktuellen Kapitel los werden. Und ich denke auch, dass das Luftschiff von einer verbündeten Nationkommt. Evtl. die der Diplomatin, die vorzeitig gegangen ist?

      1. Das Porco so ausgeschaltet wird, passt sehr gut. Er war immer stolz auf seine Fähigkeiten und wurde selbst in diesem Kapitel dafür gelobt. Leider hat er die Mobilität des 3D-Manövergeräts und die Erfahrung des Aufklärungstrupps unterschätzt und war ohne direkte Führung von Pieck oder Zeke direkt verloren.
      2. Das besondere am Jaw-Titan sollten doch nicht nur die Zähne sein, sondern die unglaublich starke Kaumuskulatur. Ich habe mir da immer ein Hyänengebiss als Vorlage vorgestellt. Der Druck den Eren mit den Armen aufbauen kann, unterscheidet sich aber nicht, egal ob er Porco dazwischen hat oder nicht. Das die Zähne jetzt den großen Unterschied gemacht haben, wirkt auf mich etwas unausgegoren.
      3. Kann Reiner überhaupt jemals Frieden finden, solange es den Armoured-Titan gibt? Ein Stück seiner Seele bzw. seines Bewußtseins wird da ja an den nächsten Shifter nach ihm weiter "vererbt". Da würde er für alle Ewigkeit weiter kämpfen müssen. (Außer Eren durchbricht die Titanenzyklen komplett [Wie? kA; alle fressen?] und beendet die Existenz der Titanen für immer.)
      4. Warum fliegt der Aufklärungstrupp mit dem Luftschiff soweit in feindliches Gebiet? Das könnte auch außerhalb des Wohnbezirks warten. Oder haben sie noch was anderes abgeholt?
      5. Wenn Eren Porco noch verdrückt, wartet eine gut abgehangene Annie auf ihn. Lecker. 8-)
    • Kapitel 105

      Diese Welt ist in der Tat grausam... Das ist nicht der Name des Kapitels aber dieses Zitat kam schon öfters im Manga vor und kam mir am Ende in den Sinn.

      Das nenne ich mal eine nervenaufreibende Zeppelinfahrt, obwohl es gar nicht so viel Action gab. Ich hatte halt schon am Anfang des Kapitels das Gefühl, dass solange sie noch nicht weg von der Stadt sind, immer noch was passieren kann. Und ja, so war es auch.
      2 Elefanten stehen diesen Monat im Raum: Der vor 2 Monaten angekündigte "mayor death" und das Geheimnis von Zekes antiklimatischen Tod. Oben drein haben wir jetzt noch zwei Bälger an Bord, von denen eine sich gerade zum meistgehassten Charakter im Manga entwickelt.
      Aber kann man es Gabi wirklich böse nehmen? Sie ist dem Eren vom Anfang der Geschichte so ähnlich wie kaum ein anderer. "Ich werde die Titanen allesamt auslöschen!" gegen "Ich werden die Dämonenbrut von der Insel auslöschen!"
      -Wir sind alle gleich-
      Eren Jäger, Kapitel 100, kurz bevor er dutzende Menschen zermalmte

      Gabis Motivation ist sehr verständlich, erst Recht nachdem durch Erens Schuld 2 ihrer Freunde und der Held der Eldians, Zeke, vermeitlich gestorben sind und so ziemlich alles worauf sie in ihrem bisher kurzes Leben zugesteuert hat (Freiheit für ihre Leute) vernichtet scheint.
      Falco hat durch das Gespräch vor dem Angriff schon erfahren, das die Leute auf Paradis Island evtl. auch nur Menschen mit Gefühlen sind und keineswegs Dämonen die um Feuer herumtanzen und die Vernichtung der Welt planen. Er hat schon einen kleinen Einblick in die echte Welt gewonnen und stellt Fragen.

      Nun, der indoktrinierten Gabi gelingt es tatsächlich die Siegesfeier zu ruinieren. Der ältere Mann, den sie dazu umbringt war vorher anscheinend bei der Garrison, die nun relativ nutzlos geworden ist weil es keine Titanen mehr gibt, gegen die man die Mauer verteidigen müsste und wohl weitestgehen aufgelöst wurde. Macht Sinn.
      Doch der oder besser die zweite Tote ist es, die die Fans mehr bewegt. Wie Connie es schon so schön sagte (wahrscheinlich 1-2 Minuten vorher): Sie war was besonderes. Potato girl, meine Namensvetterin, für die Fleisch Freiheit bedeutete, ist von uns gegangen. Sie hat es sogar geschafft after-timeskip Eren eine echte Emotion zu entlocken. Das Drama um ihren Tod war wirklich gut inszeniert.
      Das Ding ist, sie sollte ja eigentlich viel früher in der Story sterben aber ein Editor von Iseyama war so ein großer Fan von ihr (angeblich sind auch ein paar tränen geflossen) das Sasha in die Verlängerung gehen durfte. Doch der Tag des jüngsten Gerichts wurde nur verschoben, nicht abgewendet. Es war wohl ihr Schicksal das Ende nicht miterleben zu dürfen...RIP
      Gabi und Falco werden jetzt jedenfalls wohl mitgenommen und werden wohl noch ihre Rollen spielen.

      Zeke lebt! Viele haben es vermutet, viele hatten recht. Er hat nicht nur überlebt, er hat tatsächlich sogar ein Bündnis mit Neu Eldia und ein Großteil der Planes ging wohl auf seine Kappe. Auch wenn vieles schief lief, ihre Hauptziele haben sie letztendlich scheinbar erreicht.
      Das einzige, was im Nachhinein die Suppe versalzen könnte, ist die Tatsache das Pieck Zekes Helferin erkannt und sich daraus evtl. Schlüsse ziehen lassen, das Zeke das Mastermind der Vorfälle sein könnte.

      Was Neu Eldia mit dem Founding Titan, royalem Blut und dem Warhammer jetzt anstellen will ist erst mal den Fans zum spekulierne überlassen.
      Ein super Kapitel.


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    • Piratenschiff schrieb:

      Spoiler anzeigen
      Die dritte Staffel wird ab dem 22. Juli in Japan ausgestrahlt und aus insgesamt 24 Folgen bestehen.
      Weiß jemand ob Bertolds Tod dabei sein wird oder ist das noch zu früh für Staffel 3.
      Hab den Manga ab Kapitel 90 ungefähr abgebrochen.

      Spoiler anzeigen
      Staffel drei deckt alles bis und mit Band 22 ab. Also bis zum Zeitsprung
    • Kapitel 106 – Volunteer Soldier

      Nach all dieser ganzen Action, Spannung und dem Drama, die uns Isayama an den Tag gelegt hat, ist mit diesemKapitel seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder Ruhe eingekehrt und was soll ich sagen? Diese Schlacht hatte es einfach in sich. Grundsätzlich bin ich ein absoluter Fan von allen Konfliktsituationen in diesem Manga, aber diese Schlacht war von der Intensität her eine der besten, wenn nicht sogar die Beste, einfach weil viele Komponenten dazu beigetragen haben, warum man diese Schlacht mit anderen Augen sehen konnte: das Wissen über den ganzen Ursprung der Geschichte, die Missstände, die uns auf Marley bezüglich der Eldians nochmals deutlich gemacht wurden, die Tatsache, dass uns Eren und Co. eine Zeit lang vorenthalten wurden und wir uns somit mit den neuen Charakteren beschäftigen durften und die Tatsache, dass alle Konfliktparteien hier aufeinander geprallt sind. Natürlich hat man als Leser seine Augen ganz gezielt auf die Aufklärungstrupp gerichtet, aber schlussendlich konnte man ein deutlich größeres Verständnis für Reiner und Co. aufbringen, die man so vorher nicht hatte.

      @Shigeru hat mit seinem Beitrag das letzte Kapitel schon wunderbar kommentiert und bevor ich zum aktuellen Kapitel komme, möchte auch ich gerne noch einige Worte zum letzten Kapitel, allen voran zu Sashas Tod verlieren: Nach Erwin ist Sasha diejenige, die sowohl für die Aufklärungstrupp, als auch für den Leser, den größten bzw. relevantesten Verlust darstellt, weshalb ihr Tod auch für mich einen gewissen Schockmoment ausgelöst hat. Dies war größtenteils jedoch darauf zurückzuführen, dass ihr Tod sehr plötzlich und beiläufig geschehen ist. Es war kein Drama, sie hat sich nicht für irgendjemanden aufgeopfert, sondern sie wurde einfach im ganzen Chaos erschossen und ist an ihren Wunden erlegen. Mir gefällt es unglaublich gut, dass Isayama in der Lage ist, entsprechende Tode nicht nur situationsgerecht, sondern auch personengerecht zu inszenieren. Bei Erwin beispielsweise hat diese Aufopferungsschiene einfach hervorragend gepasst, weil er als Charakter dadurch komplettiert worden ist. Sasha hingegen hat keine überdramatische Abschiedsrede gehalten, sondern nur "Fleisch" gesagt, was ihrem Charakter zu 100% entspricht.
      Was mich an Sashas Tod emotional berührt hat, war nicht die Inszenierung ihres Todes, sondern die Reaktion der Aufklärungstrupp, denn hierbei konnte man wunderbar erkennen, dass die 104. Einheit trotz aller Ungereimtheiten über all die Jahre zu einer kleinen 'Familie' zusammengeschweißt ist. Seit ihrer Ausbildung bis hin zur Zurückeroberung von Shinganshina haben diese sechs alles miteinander erlebt: seien es die positiven Dinge wie der Ozean oder die negativen Dinge, wie der Verrat von Reiner, Bertold und Annie, die Freude, die Wut, die Trauer, die Hoffnung - all das sind Erlebnisse und Aspekte, die diese miteinander geteilt haben, weswegen mich Inszenierung um Sashas Tod herum so berührt hat. Gerade Erens Reaktion war sehr einprägsam, weil er ja grundsätzlich Vorwürfe zu hören bekam, die er selbst nicht mal leugnen konnte. Dass er sich dann zusätzlich bewusst machen musste, dass der Grund für Sashas Tod auf ihn zurückzuführen ist und er anschließend eine so intensive Reaktion gezeigt hat, war ein absoluter trauriger Abschluss für dieses Kapitel.

      Weshalb ich nun auf das aktuelle Kapitel anknüpfen möchte, denn ich finde es schade, dass sich zwischen Eren, Mikasa und Armin eine gewisse Distanz entwickelt hat, auch wenn die gegebene Situation das Ganze absolut nachvollziehbar macht. Erens und Armins Ansichten schweifen komplett voneinander ab, was dementsprechend darauf zurückführt, dass diese beiden sich 'auseinanderleben', während Mikasa so dazwischen steht. Armins Standpunkt darüber, mit den Marleys zu reden, um so Missverständnisse zu beseitigen, hat durchaus Gewicht, weil es funktionieren könnte, wie man es in diesem Kapitel anhand von Nikolo und seinen Kameraden gesehen hat, aber diese Ansicht baut auf einer extremen Naivität, die so dermaßen auf einen zurückfeuern kann, weshalb man nicht ganz auf diese Möglichkeit setzen kann.
      Eren hingegen ist absolut rigoros und hat ebenfalls einen Standpunkt, der absolut berechtigt ist und den man nicht einfach ignorieren kann. Für die Menschen da draußen sind sie einfach nur von Ymirs Fluch besessene Dämonen, die umgebracht gehören. Da funktioniert dieses 'miteinander reden' nicht einfach so, sondern es muss fast schon mit Zwang getätigt werden, was wiederum auf Gewalt beruht. Dies wurde ja dann auch dementsprechend von Eren auf Marley praktiziert und man bekam ja mit dem letzten und mit dem aktuellen Kapitel bestätigt, dass Eren sich tatsächlich alleine nach Marley begeben hat. Es ist schwierig, hierbei auf einen Standpunkt zu setzen und einen Mittelmaß zu finden, was mit Mikasas Verbildlichung in diesem Kapitel mehr als deutlich gemacht wurde. Dass sie sich unabhängig von Eren und Armin an Sashas Grabstein gelehnt und Erens Worte wiederholt hat, hatte durchaus einen entsprechenden Eindruck auf mich, weil sie immer an der Seite von Eren oder Armin stand und man einfach merkt, wie überfordert sie mit der ganzen Situation ist, weil Eren sich einer Richtung hinzieht bzw. hingezogen hat, die sie nicht wirklich vertreten kann. Sie weiß, dass sie kämpfen müssen, um zu überleben, aber man sieht anhand ihrer Mimik und Gestik, dass sie sich wünscht, dass dem nicht so wäre, sondern dass all die ganze Gewalt hinter sich gelassen werden kann, sodass niemand mehr sein Leben aufs Spiel setzen muss.

      Vom erzählerischen Aspekt her fand ich dieses Kapitel einfach grundsätzlich stark gemacht. Mir gefällt es extrem, dass Armin hier der Erzähler war, er währenddessen mit Annie gesprochen und dadurch diese Überleitung zum Flashback stattfand, die seit gefühlten Jahren im Raum stand. Auch bei Armin merkt man, wie sehr die Situation um Eren auf ihn einschlägt, weil sein bester Freund bzw. die Aufklärungstrupp eine Situation herbeigeführt hat, die genauso schlimm und verachtenswert ist, wie das, was Reiner, Bertold und Annie damals angerichtet haben. Dass er sich Annie gegenüber hingesetzt und mit ihr geredet hat, hebt diese extreme Unsicherheit hervor, die durch Erens Aktion zusätzlich begünstigt wurde. Armin dachte, er würde Eren verstehen, aber das tut er nicht und das zeigt er dadurch, dass er ihm etwas vorenthält und sich dafür Annie offenbaren möchte bzw. offenbart. Er ist in einer Situation, in der er ganz genau weiß, wie schlimm es für diese drei gewesen sein muss und sucht demnach den Kontakt zu Annie, weil sich dadurch eine Ebene entwickeln könnte, die auf Gleichheit beruht. Mit Eren kann diese Ebene nicht gefunden werden, weil beide unterschiedliche Ansichten haben und sich somit nicht gegenseitig verstehen können. Annie, Reiner und Bertold waren/sind Eldians, die sich eine Zeit lang mit diesen 'Dämonen' verstehen konnten, weshalb man das Gefühl bekommt, dass Armin sich darauf festbeißt. Auf diese Hoffnung darüber, dass die Kommunikation zwischen den Menschen auf Paradis und den Marleys/Eldians doch funktionieren kann. Ich muss wirklich sagen, dass mich dieses Gespräch bzw. dieser Monolog von Armin ein wenig traurig gemacht hat, weil er so unglücklich und verzweifelt ist, dass er mit einer Person redet, die in einem Zustand ist, in der sie wahrscheinlich überhaupt nichts mitbekommt. Es ist ein Hilferuf von Armin, der nicht wahrgenommen werden kann.
      Aus diesem Grund bin ich echt gespannt, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Eren entwickeln wird. Ich glaube ein Gespräch zwischen diesen beiden ist an dieser Stelle prinzipiell unumgänglich, weil die beiden eine sehr tiefe Freundschaft verbindet, die bis zur Kindheit zurückgreift. Immerhin haben diese beiden dasselbe Ziel angestrebt und die beiden konnten sich immer wieder aufbauen und motivieren, weshalb ich nicht glaube, dass diese Situation so bleiben wird, wie es jetzt gerade ist.

      Zum Schluss möchte ich noch kurz etwas zu Zeke schreiben, denn ich traue diesem Charakter kein bisschen, unabhängig davon, ob er nun Leute an seiner Seite hat, die ihn als Hoffnungsträger ansehen oder dass Eren scheinbar tatsächlich auf Zekes Plan setzt. Ich glaube einfach, dass er dieses Ziel darüber, die Probleme der Eldians zu beseitigen, einfach nur ein Vorwand für irgendetwas ist, was ihm selbst zu Gute kommen wird und deshalb hoffe ich wirklich inständig, dass Eren nicht so blauäugig ist und er gegenüber Zeke nach wie vor misstrauisch ist. So wie es bei Levi der Fall ist, was ich einfach übertrieben feiere. Diese Gespräche bzw. diese Diskussionen zwischen ihm und Zeke sind so dermaßen interessant und amüsant und das ist genau das, was ich von der Interaktion zwischen diesen beiden erwartet habe. Die beiden hassen sich wie die Pest und ich liebe es, dass allen voran Levi das Ganze so deutlich macht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Ich finde es so schön, dass er sein Versprechen gegenüber Erwin so ernst nimmt und er alles daran setzen wird, dieses Versprechen zu halten. Das zeigt einfach nochmal zusätzlich, wie sehr Levi Erwin als Mentor bzw. als Menschen geschätzt hat und es zeigt auch nochmal das Ausmaß seiner Loyalität Erwin gegenüber. Ich bin echt gespannt wie dieser Konflikt beendet wird, denn ich habe das Gefühl, dass es für beide Kontrahenten nicht ganz rosig enden wird. Ich kann mir vorstellen, dass dieser 'Secret Plan' einen unfassbar großen Vorteil für Zeke schaffen wird und er unter Umständen sogar noch mächtiger wird, als sowieso schon. Hoffen wir das Beste. :D:D

      Alles in allem war das Kapitel absolut hervorragend. Ich liebe grundsätzlich die Kapitel, die das Ausmaß einer Schlacht hervorbringen und die Tatsache, dass wir endlich mal einen Einblick in diesem Zeitsprung erhalten durften, macht das Ganze noch besser. Ich bin gespannt, welche Rolle Falco und Gabi in dieser misslichen Lage spielen werden, denn auch wenn die Anwesenheit dieser beiden von Zeke nicht geplant waren, glaube ich durchaus, dass auch diese in diesem Plan mitmischen dürfen. Sasha war einfach nur zuckersüß und auch Hanji war mal wieder ein absoluter Segen. Darüber hinaus gefällt mir Eren mit diesem Zopf einfach richtig gut. :D:D

      Freue mich auf den nächsten Monat! :D:D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ranya ()

    • Kapitel 105 und 106 - Eine "Doppel-Rezension"

      Vor einem Monat war ich wirklich drauf und dran, schon meine Meinung zu Kapitel 105 hier niederzuschreiben, ich hab sogar schon das Antwort-Fenster offen gehabt. Aber irgendwie wollte mir dann nicht so recht was Umfangreicheres einfallen, und der Umstand, dass nur ein einziger User bislang zu diesem Kapitel hier seine Ansichten dargelegt hat, bestärkt mich in der Annahme, dass es nicht nur mir so ergangen ist. Das soll jetzt aber keinesfalls heißen, dass mir Kapitel 105 nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil! Besagter User, Shigeru, hat das zentrale Ereignis von 105, Sashas Tod, wunderbar zusammenfassend rekapituliert. Ich bin auch überaus traurig, dass diese Figur verschieden ist, sie war mir auf jeden Fall von den weiblichen Charakteren der liebste und auch insgesamt recht weit oben auf meiner Liste. Die Plötzlichkeit ihres Todes war erschütternd und hätte mich nicht irgendein Idiot schon zuvor gespoilert, da er es offenbar witzig gefunden hat, den simplen Satz "Sasha is dead" zu schreiben, noch bevor das Kapitel für mich und viele andere zugänglich war, dann hätte mich das Ganze wohl auch noch heftiger getroffen. Was ich aber am meisten von diesem Ereignis mitnehme, sind folgende zwei Dinge:
      a) Sasha dürfte gerade Conny wirklich viel bedeutet haben und es bricht einem das Herz, zu sehen, wie er um sie trauert und jetzt ohne sie zurechtkommen muss. "Attack on Titan" hat doch erstaunlich interessante Nebencharaktere und das "Dödel-Duo" Sasha-Conny wird mir fehlen. Bin gespannt, was das für Connys weitere Entwicklung für Konsequenzen haben wird.
      b) Es hat mich unglaublich zufrieden gestimmt, dass gerade Sashas Tod Eren endlich zur Weißglut der Verzweiflung getrieben hat. Wobei ich gestehen muss, dass mir bis vor Kapitel 106 nicht ganz klar war, warum das eine so starke Emotion in ihm hervorruft. Ja, sie waren Freunde und Kameraden in Dick und Dünn, aber ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann die zwei das letzte Mal ernsthaft miteinander im Gespräch gewesen wären. Aber dazu gleich mehr.

      Der für mich allerdings weitaus interessantere Aspekt von Kapitel 105 war ein anderer...in erster Linie deshalb, weil er meine Lieblingsfigur der Serie betrifft: Zeke. Dass da irgendeine Art Verschwörung mit dem Survey Corps im Gange war, war ja spätestens seit dem Panel mit Eren und Zekes Baseball-Handschuh zu erwarten, aber es hat mir schon Gänsehaut bereitet, den guten alten Beasty dann (arm- und beinlos) im Zeppelin zu sehen. Dass der bis damals namenlose aber als irgendwoher bekannt angedeutete Soldat dann doch die für uns gänzlich unbekannte Elena war, hat mich beim Lesen etwas gestört, weil ich mich fast etwas veräppelt gefühlt habe. Da rätselt man aus der Bemerkung Pieks heraus, wer das denn sein könnte, und stellt die wildesten Theorien auf, und dann war es einfach "some person"...solche Entdeckungen mag ich nicht sonderlich. Aber Elena als Charakter hab ich jetzt schon gern und auch dazu gleich mehr.

      Zu Kapitel 105 im Ganzen möchte ich also sagen, dass es zwei sehr starke Sequenzen aufgewiesen hat: Sashas Tod und die Reaktion der anderen um sie (insbesondere Conny) einerseits, Zeke im Zeppelin und seine devote Genossin andererseits. Daneben ist allerdings auf den knapp 50 Seiten nicht wirklich viel passiert, was es mir eben so schwer gemacht hat, ein kohärentes Bild zu zeichnen. Für mich hat sich schon vor Erscheinen des neuen Kapitels das 105er ein bisschen so wie das Ende zu einer Geschichte angefühlt, die uns noch nicht ausreichend erzählt worden ist. Es haben ein, zwei Schritte dazwischen gefehlt, die den von mir gelobten Momenten noch mehr Kraft verliehen hätten und mich an meinen Fingernägeln hätten kauen lassen, bis wir sie erreichen.

      Diese Momente haben wir dann aber mit 106 nachgereicht bekommen - für mich das doch deutlich bessere Kapitel. Die ganz große Bombe war natürlich, dass Armin seine Geschichte niemand anderem als Annie erzählt, deren Rückkehr uns jetzt beinah monatlich in kleinen Häppchen serviert wird. Ich find's auch ziemlich gut gemacht, wie Isayama u. a. mit der Re-Introduktion Annies auch die Geschichte eine Art Kreis beschreiben lässt. Annie war ja doch gewissermaßen der Auslöser für so einige spätere Vorkommnisse. Selbstverständlich läuft in einer solchen Geschichte alles genau so, wie es der Autor vorgibt, aber nehmen wir für einen Moment an, Annie hätte nicht die Mauer bei ihrem Fluchtversuch beschädigt. Dann wäre das mit den Mauertitanen sicher nicht (so schnell) ans Licht gekommen - hätte Hanji dann je die Verbindung zu Pastor Nick hergestellt? Wenn nein, wäre der gestorben? Wohl eher nicht, und wäre dann das Misstrauen zwischen Survey Corps und Militärpolizei derartig groß gewesen, den internen Kampf auszulösen, dessen Ende mehr oder weniger das gesamte Weltbild und die Gesellschaftsordnung auf Paradis verändert hat? Wer weiß, aber so steht fest, dass Annie, auch wenn sie seither nichts Relevantes mehr beigetragen hat, allein durch ihre einstigen Aktionen große Steine ins Rollen gebracht hat. Und dass sie jetzt, wo die Geschichte nach Paradis und in die Mauern zurückkehrt, wieder ins Blickfeld tritt, verspricht mir so einiges.

      Isayama hat es auch mit diesem einen Kapitel recht brillant geschafft, die logische Lücke zu schließen, wie die Eldians nach Marley gekommen sind und wo die Verbindung zu Zeke, Elena und Onyankopon herkommt (dieser Name...) Es war schon irgendwie witzig zu sehen, wie die Eldias die stolze Marley-Flotte da vor ihrer Insel in eine Falle locken. Und Erens Nachahmung seines Namensvetters Krüger ist sicher eins der eindrucksvollsten Panels in letzter Zeit. Der erste Platz geht in diesem Monat aber an Armins kolossalen Titan - wann immer Armins skelettierte und so gar nicht Berthold-hafte Variante davon auftritt, bekomme ich Gänsehaut. Und Elena hat sich wirklich zu einer einnehmenden Persönlichkeit entwickelt, wie ich es eigentlich nicht erwartet hätte.
      Dass die gefangenen Marleys nach und nach zu integrieren versucht werden, hat mir auch gut gefallen, insbesondere, da es ja zumindest teilweise zu gelingen scheint. Da stellt sich dann natürlich die Frage: Wenn Marley jetzt zurückschlägt, wie schaut's dann mit der Loyalität der Neuankömmlinge aus? Und was heißt es für sie, wenn Eldia Waffen gegen ihr eigenes Land einsetzen wird, die sie zu bauen mitgeholfen haben? Werden wir hier einen Rollentausch erleben? Marley setzt Eldians an vorderster Front als Kanonenfutter ein, Eldia dafür gefangene Marley-Soldaten? Spannend, spannend...

      Zu den Zeke-Levi-Szenen hat meine Vorposterin eigentlich schon alles Relevante gesagt: Die sind einfach köstlich! Keiner traut dem anderen aber an die Gurgel gehen können sie sich auch (noch!) nicht. Ich hoffe, dass wir noch eine zweite Runde zwischen den beiden in voller Kraft sehen werden, da steckt viel Potenzial drin!
      Und Szenen wie diese sind es auch, die Zeke zu meinem Lieblingscharakter machen: Was zum Teufel will er, wem gehört seine Loyalität, gehört sie niemandem, gehört sie ihm selbst, welches Ziel verfolgt er, etc.? Wir wissen da so gut wie NICHTS! Und trotzdem haben alle Seiten eine starke Meinung von ihm, die er mühelos zu seinem Vorteil nützen oder eben ins Gegenteil verkehrten könnte. Aktuell scheint es besser in seine Pläne zu passen, auf Eldia-Seite zu kämpfen, aber bleibt das so? Und was genau meint Elena, wenn sie ihn als "Gott" bezeichnet? Irgendwie bekomme ich von ihm zunehmend die Vibes eines enorm charismatischen religiösen Anführers, dem andere blind und gehorsam folgen, der aber keineswegs davor zurückschreckt, sie für seine Zwecke aufzuopfern. Da steckt mehr dahinter und ich freue mich darauf, es dereinst zu erfahren!

      Den Schluss bildet also die beginnende Spaltung unseres Helden-Trios. Und der Auslöser scheint einzig und allein Eren gewesen zu sein. Es gibt Szenen, da scheint er mir an einer Form der Persönlichkeitsstörung zu leiden. Er will Frieden und Freiheit für alle, fragt aber vor dem Zeitsprung noch, ob er die Feinde jenseits des Meeres vernichten müsse, um das zu erreichen. Es wirkt auf mich so, als wenn ihm nach langen Jahren des Vorbereitens auf den Kampf gegen die Feinde, die sein Leben und das von so vielen anderen zur Hölle gemacht haben, gerade dieser Kampf zum Ziel geworden wäre. Also nicht etwas, das er DURCH diesen Kampf erreichen könnte, sondern der Kampf selbst. Wenn kein Feind da ist, auf den er seine Wut richten kann, dann sucht er sich den nächsten, koste es, was es wolle. Damit wird er auch für seine Freunde gefährlich und genau hier kommt Sashas Tod ins Spiel. Mit dem Wissen von Kapitel 106 trifft einen der doch deutlich härter! Jetzt wissen wir, dass es womöglich anders hätte kommen könne, vielleicht ohne (Blut-)Verluste. Aber Eren probiert es wieder auf eigene Faust. Bislang hat sein Hitzkopf eigentlich immer zum erwünschten Sieg geführt, aber dieses Mal kommt es anders und es endet so ziemlich alles im Desaster. Ich bin gespannt zu sehen, wohin sich dieser Eren entwickelt und was am Ende auf ihn wartet.

      Mein Fazit also: Zwei starke Kapitel, das zweite sogar noch einmal deutlich stärker als das erste. Ich bin wieder voll und ganz gebannt von der Geschichte und extrem aufgeregt ob der künftigen Ereignisse. Ich hätte nur vielleicht gewisse Teile der Kapitel anders angeordnet. So haben wir ein Kapitel mit zwei positiven Ausreißern aber sonst wenig Inhalt und ein zweites, das rückwirkend das Setup für diese Momente bildet. Vielleicht hätte man das Flashback schon in 105 bringen können? Das Kapitel hätte dann z. B. mit der Wiedereinführung Annies enden können und/oder mit Erens ominöser Aussage, es gebe "einen anderen Weg." 106 hätte dann Mehr oder weniger alles von 105 übernehmen können, vielleicht noch eine sarkastische Bemerkung von Levi oder anderen, ob das denn "der andere Weg" sei. Durch das Flashback hätten wir schon gewusst, dass Zeke in Kontakt mit Paradis steht, aber noch nicht die Gewissheit gehabt, ob man darauf eingegangen ist - BAM, jetzt sitzt er im Zeppelin und alles ist klar! Und dann stirbt Sasha und gibt Erens "anderem Weg" noch einmal eine bittere Note. Szenenwechsel nach Paradis - die Sequenzen mit Levi und Zeke kommen und die Spaltung der Gruppe, das Kapitel endet genau so, wie es 106 jetzt tut.

      Aber das ist nur ein Gedankenspiel, ich bin auch so überaus zufrieden und freue mich auf die Juli-Ausgabe!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sanalf ()

    • Zwar schon länger bekannt, aber vielleicht noch einmal als Erinnerung, denn ich persönlich hatte es erst vergessen. ^^ (Ja verbrennt ihn!)
      Jedenfalls die erste Episode der dritten AoT Staffel wird am 22. Juli erfolgen und die gesamte Staffel wird 24 Folgen lang sein. Dazu gab es schon im Mai einen entsprechenden Trailer, aber für diejenigen, die vielleicht solche Meldungen rund um den Anime nicht so ganz aktiv verfolgen.



      Quelle: comicbook.com/anime/2018/05/01…on-3-episode-count-anime/

      Und auch wenn die allermeisten hier wohl den Manga verfolgen, packe ich das trotzdem mal in einen Spoiler:

      Spoiler anzeigen
      Wie zu warten wird der gesamte Uprising Arc rund um Kenny, Krista und Co drin sein. Das wären ca 20 Chapter, allerdings haben wir hier 24 Episoden! Also entsprechend sollte wohl sogar noch ein guter oder der gesamte Teil des Return to Shiganshina Arc enthalten sein. Grade weil jener auch sehr kampflastig ist. Aber mal abwarten, ein Cliffhanger wie sie grade in das Geheimversteck von Grisha Yaeger reingehen oder gar im Ozean stehen, beides wäre stark und würde die Season sicherlich verdammt gut abschließen. So oder so freue mich jedenfalls riesig auf die Umsetzung dieser beiden Arcs, welche den Manga für mich persönlich auf das nächste Level angehoben haben. :D
    • Reborn schrieb:

      Und auch wenn die allermeisten hier wohl den Manga verfolgen, packe ich das trotzdem mal in einen Spoiler:
      Spoiler anzeigen
      Wie zu warten wird der gesamte Uprising Arc rund um Kenny, Krista und Co drin sein. Das wären ca 20 Chapter, allerdings haben wir hier 24 Episoden! Also entsprechend sollte wohl sogar noch ein guter oder der gesamte Teil des Return to Shiganshina Arc enthalten sein. Grade weil jener auch sehr kampflastig ist. Aber mal abwarten, ein Cliffhanger wie sie grade in das Geheimversteck von Grisha Yaeger reingehen oder gar im Ozean stehen, beides wäre stark und würde die Season sicherlich verdammt gut abschließen. So oder so freue mich jedenfalls riesig auf die Umsetzung dieser beiden Arcs, welche den Manga für mich persönlich auf das nächste Level angehoben haben. :D

      Spoiler anzeigen
      Sie haben im Preview Video vor einem Jahr schon gesagt das Season 3 die Bände 13-22 abdecken wird
    • Kapitel 107

      Niemand? Nagut, dann muss ich halt wieder~

      Zuerst einmal muss ich zu meiner Schande gestehen das ich erst mit diesem Kapitel ein elementares Problem verstanden habe, was den Founding Titanen (ich kürze den ab jetzt mit FT ab) betrifft. Ich dachte nämlich seit der Bekanntgabe, das Zeke royales Blut (ab jetzt rB) hat, das dieser zum Ziel hat den FT zu übernehmen und so die ultimative Waffe "die Welt zu plätten" kontrollieren könnte. Dumm nur das das so überhaupt nicht funktionieren kann, wegen dem Blutschwur von König Fritz von vor 100 Jahren, der jeden zum Pazifismus verdammt, der den FT und rB in sich vereint.
      Es muss jetzt immer der Umweg mit einem zweiten Shifter gegangen werden, der kein rB hat aber dafür den FT. Wenn diese zweite Person einen Titanen (egal ob geistlos oder ein Shifter) mit rB berührt, kann der Bann von Fritz übergangen werden. In unserem Fall ist das im Moment Eren der, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, 2 oder 4 Jahre zu leben übrig hat.
      Natürlich könnte Zeke´s Masterplan auch dahin gehen, das ein Marley-loyaler Eldian Eren isst, sagen wir eine verwandelte Gabi z.B. und das ganze dann mit der Kombie Zeke-Gabi funktioniert. Nachteil wäre, das das ganze ja nur noch etwa ein Jahr lang möglich wäre, bevor Zeke stirbt und da er keine Nachkommen hat... Aber andererseits bräuchte man wohl kein Jahr um Paradise Island mit all den Colossal Titanen zu vernichten.
      Ergibt nicht so wirklich Sinn, da er Eren schon in Marley hätte verraten können und ist auch nur so ein Gedankenspiel, im Moment sieht es ja so aus als wäre Zeke auf der Seite von Paradise. Aber ich traue ihm halt nicht so ganz^^.


      Was gab es sonst noch?
      Mikasa ist die letzte Nachkommin eines wichtigen Shoguns und hatte offenbar seit beginn des Mangas so einen Verband um´s Handgelenk, der ihr Tattoo verdeckt. Ok, ist mir nie aufgefallen, weder im Manga noch im Anime, aber ich nehme mal an das war alles so geplant. Und das ist dann auch ihre Verbindung zu der älteren asiatischen Lady namens Kiyomi die wir schon zuvor auf dieser Party gesehen haben und dem gesamten Hizuru Clan. Diese Kiyomi scheint weiterhin auch zumindest im Geiste verwandt mit Nami zu sein, wenn ich so den Sabber betrachte, der ihr beim Gedanken an das Geld das sie mit diesem "Ice-Blast Stone" machen kann. Offenbar ein hochenergetisches Mineral, für den ich jetzt kein realen Pendanten ausmachen kann. Vielleicht ist das Zeug natürlichen Ursprungs, vielleicht hat es auch einen titanischen Ursprung und es handelt sich um eine besondere Form der Titanen Kristalle. Würde Sinn machen wenn man eine Verbindung zieht, zwischen dem Verdampfen von Titanenkörpern und dem Gas mit dem die 3D Manöver Geräte funktionieren. Interessanter Gedanke Shigeru, da muss ich dich echt mal loben! Puh, jetzt stinkt es hier...


      Und sonst?
      Eren und Historia
      Ja, nun...Glückwunsch Historia? Ich meine, sie muss bald (wahrscheinlich nach der Geburt) in einen geistlosen Titanen verwandelt werden und wird quasi dazu gezwungen einen Menschen zu essen um zum Beast Titan Shifter zu werden. Und ihre Lebenszeit wird auf 13 Jahre weitere reduziert, in der sie wohl weiterhin der Pflicht nachkommen muss Nachkommen zu gebären, von denen zuindest einer sie bei Ablauf der 13 Jahre fressen wird um den Best Titanen zu übernehmen. Und das geht mindestens die nächsten 50 Jahre so weiter, da man nicht auf die Superwaffe in dne Mauern verzichten kann bis man technologisch aufgeholt hat aber.. ja, das ist traurig. Das ist in meinen Top 5 der traurigsten Manga-Schwangerschaften noch vor Portgas D. Rouge.
      Alleine ihr Blick auf dem letzten Panel. Als wäre ihre Seele nicht mehr im Körper... Sie war mal eine Soldation die Titanen getötet hat, danach eine Königin und jetzt muss sie auf diesen Typen hören, der meint das Licht der untergehenden Sonne und frische Luft wären schon zu viel für sie. Sie versteht das es keine bessere Option gibt und hat ein hohes Pflichtbewusstsein für ihr Volk. Aber auf persönlicher Ebene kann man da wenig positives abgewinnen.
      Eren war schon vor 2 Jahren dagegen, ich bezweilfel das sich das geändert hat. Und doch habe ich schon einige mal schon gelesen (nicht hier im Forum), das er der Vater sein soll. Offenbar eine Theorie von ErenxHistoria shippern, die nicht sehr weit denken für ihr pairing. Für mich ist er so ziemlich die letzte Person auf der Insel die da in Frage kommt, aus mehreren Gründen.
      Er eine lange Zeit in Marley auf verdeckter Mission, es wäre ein Betrug an Mikasa (zugegeben der schwächst Punkt), es wiederspricht seinem Verständnis von Freiheit und zuletzt darf man nicht vergessen das Eren nicht mehr der selbe vom Anfang des Mangas ist. In ihm sind mittlerweile etliche Erinnerungen der vergangenen Titaneninhaber erwacht unter anderen von Historias Halbschwester. Das und seine persönliche Vergangeheit mit ihr stellt eher eine geschwisterliche Beziehung zueinander da und ich kann mir einfach nicht vorstellen das er sich an diesen Todeszyklus beteiligen würde.
      Übrigens: Kann es sein das Eren ganz schön gewachsen ist? Er ist jetzt etwa einen Kopf größer als Hange und sieht auch deutlich kräftiger aus als ich ihn in Erinnerung habe. Auch sein Selbstbewusstsein ist gestiegen. Und er hat natürlich vollkommen recht wenn er sagt das er aus seiner Zelle raus kann wann immer er will. Und mit dem Warhammer Titan - Wer will ihn aufhalten? Ich sehe noch keinen Grund warum er das tun sollte, er hat ja auch keinen alternativen Plan aber vieleicht wird das später noch mal nötig sein.


      Des weiteren

      wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (RIP Sasha und blöder Gefängniswärter)


      Falco und most hated Charakter sind ausgebrochen und bekommen die Gelegenheit Paradise etwas aufzumischen. In wie fern, kA. Sie haben keine Verbündeten auf der Insel, zumindest sehen sie das so. Iseyama hat jedenfalls was mit den beiden vor und gefällt mir nicht wie weit die beiden tatsächlich kommen.
      Auf der anderen Seite bleibt es dadurch spannend.


      Gutes Kapitel, auch wenn ich finde Iseyama könnte die Rückblenden etwas deutlicher darstellen. Das ist manchmal etwas verwirrend.

      Spoiler anzeigen
      PS: Staffel 3 steht in den Startlöchern und umfasst die nächsten 2 Arcs, also Uprising und Beast Titan. Das wird supergeil und ich empfehle jedem es nicht auf irgendwelchen kostenlosen aber dubiösen Streaming Seiten zu gucken wenn es legale Alternativen gibt, die genau so schnell, sind, wie AoD zum Beispiel und die auch wirklich nicht die Welt kosten.


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shigeru ()

    • Kapitel 108 – Sound Argument

      Wisst ihr, momentan gefällt mir die Balance in diesem Werk unglaublich gut. Nach dem die ganze Action in den letzten Monaten nachgelassen hat, schafft es Isayama aufgrund verschiedener Komponente sein Werk dennoch auf ein so extrem hohes Level zu halten, denn die Kombination aus Politik, Flashbacks und vor allem Charakterinteraktion ist derzeit so dermaßen auf dem Punkt, so dass ich in keinerlei Hinsicht irgendeine Langeweile gegenüber diesem Manga verspüre. Durch die unterschiedlichen Schauplätze wird hier eine Vielseitigkeit geboten, die mein Interesse mehr als aufrechterhält und somit gibt es auch ein paar Anhaltspunkte, über die ich gerne schreiben möchte.

      Hierbei möchte ich nicht allzu lang fackeln, sondern direkt zu meinem persönlichen Highlight kommen, nämlich – und wer hätte das gedacht? – die Situation bzw. das Gespräch der Aufklärungstruppe. Isayama hat in der Vergangenheit des Öfteren Konfliktsituationen innerhalb der Aufklärungstruppe herbeigeführt und wenn ich etwas an diesem Manga bzw. an dem Erzählstil von Isayama liebe, dann sind es genau solche Momente. Momente, die zeigen, wie sich die einzelnen Handlungsschritte auf die Charaktere auswirken, ohne dass jene Konflikte forciert wirken. Isayama zeigt keine Welt, in der Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, sondern er zeigt, inwiefern jeder einzelne Konflikt – in dem Fall hier: zwischen Paradis und Marley – auf die Charaktere zurückschießt und sich dadurch solche Missverständnisse und Spannungen entwickeln. Für den Leser wird dadurch ein gewisser 'Realismus' vor die Augen geführt wird und das ist für mich persönlich einfach nur ein Geschenk, weil es einfach Feinheiten sind, die diesen Manga so positiv abschmücken.
      Die ganze Diskussion innerhalb der Aufklärungstrupp ist so interessant zu sehen, weil dadurch Perspektiven über jene Charaktere vermittelt werden, die man in so einem Maße gar nicht erwartet hat. Allein Connies Blick und dessen Worte haben ausgereicht, um diese extreme Spannung innerhalb der Aufklärungstrupp zu demonstrieren. Denn er hat recht: Was ist daran witzig, dass Sasha gestorben ist? Wir als Leser wissen, wie es um Eren steht und es war mehr als deutlich, dass ihn der Tod von Sasha mehr als getroffen hat. Für Connie ist dies jedoch nicht deutlich, sondern in seinen Augen ist diese 'Aktion' einfach widerwärtig. Man kann sich gerade in solchen Szenen, in denen die Charaktere miteinander interagieren, wunderbar in die Charaktere selbst hineinversetzen und man ist auch in der Lage, ein gewisses Verständnis für jede einzelne Perspektive entgegenzubringen.
      Dass Isayama hierbei auch so ein Flashback einbaut, in der die Aufklärungstrupp eine Diskussion darüber startet, wer Erens Nachfolger wird, war herzerwärmend und traurig zugleich, weil es diesen Kontrast um Erens Persönlichkeit um ein Vielfaches deutlicher macht. Nichts desto trotz ändert dies jedoch nichts daran, dass Eren nach wie vor das Wohl seiner Mitmenschen über alles stellt und diese Kerneigenschaft von ihm hat sich über all die Jahre auch nicht geändert. In diesem Flashback wurde das auf einer sehr untypischen, aber gleichzeitig liebevollen Art und Weise von Eren vermittelt und auch das Gespräch zwischen ihm und Hanji in Bezug auf Historia im letzten Kapitel hat dies noch einmal mehr untermauert. Eren weiß von allen am besten, wie es ist, in eine Rolle reingezwängt zu werden, die er freiwillig nie angenommen hätte. Er hat durch diese Rolle so viel Leid erfahren müssen und dass das nicht genug war, musste er zusätzlich noch akzeptieren, dass er in den kommenden Jahren sowieso sterben wird. Diese Freiheit, die er sich sein ganzes Leben gewünscht hat, wird er niemals erleben dürfen und dementsprechend tut er an dieser Stelle auch alles dafür, dass seine Freunde eines Tages in Freiheit leben dürfen – und das so lange wie möglich. Sashas Tod hat ihn mehr als nur getroffen und dass Hanji kurze Zeit danach mit ihm über Historias Situation gesprochen hat, hat das ganze Fass zum Überlaufen gebracht. Diese Ruhe, die er nach dem Zeitsprung so ausgestrahlt hat, ist in dem Moment zerbrochen und deshalb empfand ich diese Szene im letzten Kapitel als so signifikant.

      Weswegen ich auch inständig hoffe, dass Isayama uns das Gespräch zwischen Armin, Eren und Mikasa nicht allzu lange vorenthält. Immerhin sind es mittlerweile drei Jahre her, seit dem diese drei das letzte 'innige' Gespräch miteinander hatten, insofern darf dieses Gespräch so schnell wie möglichst stattfinden. :D:D
      Selbstverständlich ist mein Augenmerk hierbei auf die Konversation zwischen Armin und Eren gerichtet, denn das was Armin in diesem Kapitel gebracht hat, war so… hui. Und das ist mitunter auch genau das, was ich an Armin so liebe. Armin zeigt so viel Empathie und ist gleichzeitig auch einer, der keine Hemmungen hat, solch drastische Maßnahmen zu ergreifen. Armin denkt in solchen Situationen nicht an sich selbst, in dem er von persönlichen Gefühlen geleitet wird, sondern er sieht alles neutral, er sieht das Ganze – selbst wenn es bedeuten sollte, dass er sich für dieses Ganze gegen seinen besten Freund auflehnen sollte. Armins Handlungen und Denkweisen hatten im gesamten Manga über stets eine enorme Effektivität für so viele Handlungsabschnitte und es wurde auch immer wieder mehrfach betont, wie wichtig Armins Sicht der Dinge ist. Und genau aus diesem Grund will ich dieses Gespräch so bald wie möglichst sehen, denn diese Distanz, die zwischen diesen beiden vorhanden ist, macht das Ganze noch interessanter, als sowieso schon. Ich glaube hierbei nicht, dass diese beiden auf einen Nenner kommen werden, da Isayama schon einmal in einem Interview angekündigt hat, dass sich die Bindung dieser beiden verändern wird und durch die Tatsache, dass Mikasa mit im Boot ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass diese an einem Punkt kommen wird, an der sie sich eventuell entscheiden muss. So richtig klischeebeladen. :D:D

      Auch über Falco und Gabi möchte ich gerne ein paar Worte verlieren, denn wirklich: Ich finde es echt mega interessant, welchen Weg Isayama mit diesen beiden Charakteren, allen voran Gabi, einschlägt. Natürlich, Gabi ist keine allzu große Sympathieträgerin, aber ich liebe ihre Rolle in dieser Handlung, weil sie genau das verkörpert, was am Marley-Regime so falsch läuft. Sie wurde einer so enormen Gehirnwäsche unterzogen und es wird auch deutlich, dass sie ein kleines bisschen verrückt ist, aber gleichzeitig ist sie sich selbst bewusst, dass es für sie kein Zurück mehr gibt und will Falco dementsprechend in diese ganze Sache nicht mitreißen. Sie sagte selbst, dass sie keinem mehr vertrauen kann und das ist auch eine Aussage, die ich aus ihrer Sicht auch vollkommen verstehen kann. Immerhin wurde sie ihr ganzes Leben manipuliert und es wurde ihr immer wieder eingetrichtert, was für tolle Helden die Titanenshifter sind, aber dieses ganze und gleichzeitig dieses eine Weltbild wurde komplett gesprengt. Und aus diesem Grund bin ich wirklich sehr, sehr, sehr gespannt, was sich aus ihrer Situation ergeben wird, denn jetzt, da dieses Mädchen Gabi und Falco mit nach Hause nimmt, kann sich eine Situation ergeben, in der Gabi merkt, wie viel falsch gelaufen ist. Ich finde das echt beeindruckend, dass Isayama aus dieser damaligen Rettung so eine Szene herbeigeführt hat, in der das Mädchen, welche von Sasha gerettet wurde, das anderen Mädchen, welche Sasha getötet hat, an die Hand nimmt und mit zu sich nach Hause führt. Man kann schon erahnen, dass Isayama eine gewisse Charakterentwicklung für Gabi plant, denn der Ansatz hierfür ist an dieser Stelle wirklich hervorragend gegeben. Falco könnte eventuell derjenige sein, der ihr den finalen Schubs gibt. :D:D

      Viel mehr will ich eigentlich gar nicht mehr schreiben: Die ganze Geschichte um Historia und dem Farmerjungen klingt so abstrus, sodass ich diesem Abschnitt erstmal etwas skeptischer gegenüber bin. Ich bilde mir meine Meinung erst dann so richtig, wenn Historia selbst mal dazu kam, ein paar Worte zu tätigen, denn auch ich war vom Cliffhanger des letzten Kapitels leicht überfordert und … etwas schockiert. Hoffen wir das Beste für sie. :D:D
      Was Nicolo anbelangt: Im Netz geht ja die Theorie rum, dass der Wein vergiftet ist und auch ich glaube, dass dies durchaus zutreffen wird, immerhin ist es schon sehr verdächtig, dass scheinbar nur dieser Großmaul die ganze Flasche getrunken hat, während die anderen ihre Teezeremonie hielten. Dass das Karma dementsprechend auf so einen treffen wird, würde an dieser Stelle nicht überraschen.
      Nun ist Reiner auch zurück, Pieck geht’s – Isayama sei Dank – soweit so gut und scheinbar wird es nicht mehr so lange dauern, bis der nächste Angriff auf Paradis gestartet wird. Bevor dies aber geschehen wird, hoffe ich, dass wir Erens und Zekes Masterplan erfahren werden, denn scheinbar hat dies schon eine gewisse Relevanz für den weiteren Handlungsablauf, weswegen man als Leser schon ein gewisses Interesse daran hat, zu erfahren, um welchen Plan es sich hierbei handelt.

      Insofern… :D:D

      Fazit: Tolles Kapitel, tolles Magazin-Cover, freue mich aufs nächste. :D:D
    • Ich liebe dieses Kapitel. Es ist herrlich wie Gabis moralische Gesinnung, ihr ganzer Idealismus, der ihr jahrelang eingetrichtert wurde, in innerhalb von wenigen Sätzen völlig zerfetzt wird.
      Dabei ist es keine übergroße Gegenmoralkeule die das Werk vollbringt, oder eine heldenhafte Aktion vor ihren Augen, sondern eine einfache Geschichte und eine kindliche Argumentation, die alles überrollt. Was hat das mit mir/meiner Mutter zu tun? Das ist alles worauf es sich stützt und es ist mehr als genug.
      Vielleicht mag es übertrieben sein, dass sie gerade bei den Braus landen, aber für die Message an sich noch eine gute Gewichtung mit der Portion Ironie.
      Viel mehr ist es für mich nicht, jedenfalls das Ausschlaggebende, einfaches aber geniales Storytelling.
    • Vllt. Ja, vielleicht habe ich einfach nur einen sehr emotionalen Tag , oder aber das Kapitel ist einfach Hammer geschrieben. Schlicht und emotional. Sicher, es ist ein wenig top notch mit Sasha am Ende... Aber es hat mir die Tränen in die Augen getrieben.
      Kratos Pirates: 802 123 564

      Kratisa Pirates: 982 634 799
    • Kapitel 109 – Guide

      Baka schrieb:

      Ich liebe dieses Kapitel. Es ist herrlich wie Gabis moralische Gesinnung, ihr ganzer Idealismus, der ihr jahrelang eingetrichtert wurde, in innerhalb von wenigen Sätzen völlig zerfetzt wird.
      Dabei ist es keine übergroße Gegenmoralkeule die das Werk vollbringt, oder eine heldenhafte Aktion vor ihren Augen, sondern eine einfache Geschichte und eine kindliche Argumentation, die alles überrollt. Was hat das mit mir/meiner Mutter zu tun? Das ist alles worauf es sich stützt und es ist mehr als genug.
      Yes, Yes, YES !

      Und an dieser Stelle muss ich mal wieder meinen tiefsten Respekt für Isayama aussprechen, denn das Storytelling in diesem Kapitel war einfach nur überragend. Es ist für mich persönlich ein Vorzeigebeispiel dafür, inwiefern man seine Charaktere am effektivsten in die Handlung integriert und die Tatsache, dass jene Charaktere vor etlichen Jahren mal kurz als 'Statisten' in die Handlung reingeworfen wurden, diese somit nie eine weitere Relevanz für die Handlung hatten und nun auf so einer Art und Weise in den Vordergrund gerückt werden, beeindruckt mich auf so vielen Ebenen. Isayama zeigt mit diesem Kapitel wieder einmal erneut, mit welcher Präzision er an seine Handlung herangeht, denn selbst aus solchen Situationen, die für uns Leser damals als, ich sag jetzt mal 'nebensächlich' erschienen, holt er so viel Potenzial heraus und fügt sie produktiv in diesem Handlungsfluss hinzu.

      Das hat Isayama zum einen mit der Interaktion zwischen Gabi, Falco und Kaya eindrucksvoll erwiesen, wie Baka es auch schon sehr schön dargelegt hat. Denn wer hätte es damals erahnen können, dass die Situation rund um Kaya nochmal so eine entscheidende Wichtigkeit haben wird? Unabhängig davon, ob man Gabi leiden kann oder nicht, so nimmt sie derzeit eine zentrale Rolle ein und mitzubekommen, wie dieses völlig verzerrte Weltbild nach und nach zerschmettert wird, ist einfach unglaublich interessant zu sehen. Angefangen mit Gabis Aussage gegenüber Falco darüber, dass diese Teufel gar nicht so nett sein können, bis hin zu ihrer sich ständig wiederholenden Argumentation und das gepaart mit ihren stets geschockten und fassungslosen Gesichtsausdrücken. Gabi selbst konnte nicht verstehen, warum Eren all das auf Liberio angerichtet hat und dass ausgerechnet sie mit der Frage konfrontiert wurde, warum Kayas Mutter auf so einer grausamen Art sterben musste und sie dafür keine Antwort aufbringen konnte, macht die gesamte Szene noch besser, weil Gabi selbst genau weiß, wie es ist, seine Mitmenschen vor den eigenen Augen zu verlieren. Es ist beachtlich, dass man als Leser mit jedem einzelnen Panel erkennen konnte, wie Gabis Zweifel immer mehr aufgekommen sind. Kayas Position bzw. damalige Situation wurde hier perfekt genutzt, um den Grundpfeiler für Gabis Charakterentwicklung festzusetzen und das hat Isayama auf so einer einfachen, aber gleichzeitig beeindruckenden Art und Weise verpackt. Noch ist Gabi nicht in der Lage zu akzeptieren, dass diese ganze Geschichte, die ihr auf Marley eingetrichtert wurde, tatsächlich auf so viel Unwahrheit und Manipulation basiert, aber es ist offensichtlich, dass sie in absehbarer Zukunft an dem Punkt kommen wird, all das hinter sich lassen zu müssen – und womöglich sogar daran zerbrechen wird.
      Darüber hinaus muss ich an dieser Stelle honorieren, was für ein Goldstück von Charakter Falco einfach ist. Er wurde uns ja schon seit Anfang an als ein sehr fürsorglicher und herzensguter Charakter präsentiert, aber seine Aussage darüber, warum Kayas Mutter so etwas widerfahren, er hierbei auch noch Tränen in den Augen hatte und sich dafür entschuldigt hat … das war in meinen Augen ein so starker Charaktermoment. Seit dem Falco das Gespräch zwischen Reiner und Eren mitbekommen hat, ist er in der Lage zu verstehen, dass alle Menschen, ganz gleich, ob diese innerhalb bzw. außerhalb der Mauer leben, gleich sind und genau das zeigt er auch. Er sträubt sich nicht davor, Empathie und Mitgefühl zu zeigen und entschuldigt sich demnach für eine Tat, für die er persönlich nichts kann, und das sind Charaktereigenschaften, die für den weiteren Handlungsablauf eine so große Wichtigkeit darstellen. Gerade im Bezug zu Gabi glaube ich, dass er sie auffangen wird und dadurch die Rolle dieser beiden Charaktere in dieser Handlung noch mal zusätzlich bestärkt wird.

      Ebenfalls stark gemacht war die Szene rund um Mikasa und Louise, da Louise hier nicht nur in der Rolle als das gerettete Mädchen von damals fungiert, sondern als Soldatin, die weiß, warum sie momentan da steht, wo sie jetzt steht. Mikasa ist für Louise genau das, was Eren für Mikasa ist und ich liebe es, dass dieser innere Konflikt von Mikasa mit dieser Szene noch weiter gefördert wird. Wenn es etwas gibt, was ich schon seit Jahren befürworte, dann das, dass, Mikasa als Charakter endlich voranschreiten darf. Denn obwohl es verständlich ist, dass sie so fixiert auf Eren ist, war diese Obsession im Laufe der Jahre ein ganz schön großes Dorn im Auge, weil sie dadurch nie in der Lage war, sich als Charakter tatsächlich entfalten zu können. Eigenständige Handlungen von ihr sind kaum gegeben, weil gefühlt alle Handlungen auf Eren zurückzuführen sind. Nun ist Mikasa an dem Punkt angekommen, an dem sie merkt, dass dieses Bild, welches sie von Eren immer gehabt hat, womöglich gar nicht das Bild war, was sie sich immer gewünscht hat. Sie ist an dem Punkt angekommen, diese damalige Situation zu hinterfragen, weil sie nie diese Brutalität in ihm gesehen hat, sondern als denjenigen, der ihr Leben gerettet hat. Dieses Bild hat sie über all die Jahre verdrängt und es kam nun wieder mit diesem Kapitel auf, weshalb ich umso mehr gespannt darauf bin, die Konversation zwischen ihr, Eren und Armin zu sehen. Welches hoffentlich mit dem nächsten Kapitel erfolgen wird. :D:D

      Viel mehr gibt es nicht zu schreiben: Floche ist die Verbildlichung von Erens Fangemeinde, was ich aus irgendeinem Grund ziemlich genial finde. :D:D Es ist echt interessant, so einen Charakter zu sehen, der sich gegen die Norm auflehnt und einfach so agiert, wie es ihm in den Kram passt. Gleichzeitig zeigt dies aber auch wieder einmal mehr, dass Yelena nicht ganz ohne ist, da sie scheinbar einen erheblichen Einfluss auf Floche hatte. Isayama macht momentan nicht nur mit Eren und Zeke ein Geheimnis, sondern auch mit ihr, da auch sie zu den Charakteren gehört, die ihre eigenen Stränge zieht. Allein ihre Blicke bringen immer eine unangenehme Atmosphäre hervor, da diese so kalt und leer wirken. Die Frau ist tückisch und umso mehr gefällt es mir, dass auch die Charaktere selbst keinen Funken Vertrauen in sie haben.
      Hanji befindet sich derzeit auch in einer absolut beschissenen Position, da sie genau an dem Punkt angelangt ist, den sie vor Jahren selbst stets verachtet hat. Der Aufklärungstrupp kann nicht jede Information rauslassen, da die Sicherheit innerhalb der Bevölkerung gebrochen werden kann, weshalb die Warnung von Sannes Hanji endgültig eingeholt hat. Sie ist nun in der Lage zu verstehen, was er gemeint hat und es ist mehr als eindeutig, dass sie von der ganzen Situation einfach nur überfordert ist. Was sie auch immer vor hat, so ich hoffe, dass dies mal wieder ihre Genialität hervorbringt, denn momentan wird Hanji nicht von ihrer allerbesten Seite präsentiert, was hoffentlich kein Dauerzustand bleiben wird.
      Ansonsten … Farewell, Sasha. Isayama genießt es scheinbar, uns Lesern mit jedem Kapitel nach deinem Tod deine liebevollsten Seiten unter die Nase zu reiben. :/

      Fazit: Ein absolut fantastisches Kapitel. Eren did nothing wrong. Freue mich – wie sonst auch – auf das nächste Kapitel. Und auf die nächste Folge! :D:D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ranya ()

    • Habe mir eben die letzten neun Kapitel am Stück gegeben. Bin absolut begeistert. Isayama, du geiler, geiler Typ!

      Möchte auch nicht zu viele Worte verlieren. Meine Vorredner haben das schon super ausführlich gemacht und den Äußerungen ist nichts hinzuzufügen. Eure Beiträge zu lesen macht wirklich Spaß und ich finde es super, nach den Kapiteln immer noch andere Gedanken, eure Gedanken, lesen zu können. Doch möchte ich in Bezug auf Kaya und Gabi eine Sache ergänzen, die ich einfach krass fand und dabei ein mögliches Szenario aufstellen, wovon ich hier bisher nichts gelesen habe.

      Kaya wurde von Sasha gerettet. Sashas Eltern haben Kaya daraufhin aufgenommen. Kaya hilft nun Falco und Gabi. Gabi, die vorher noch Sasha umgebracht hat. So, erstmal finde ich es großartig, wie Isayama vorherige Charaktere, hier Kaya, wieder in die Story einbaut. Zweitens denke ich, dass Kaya und Sashas Familie irgendwie erfahren werden, dass Gabi Sasha auf dem Gewissen hat. Gabi, die langsam aber sicher begreift, dass die Eldia ganz normale Menschen, gute und nette Menschen sind bzw. sein können. Das Auseinandersetzen mit der Gewissheit, dass sie einen guten Menschen getötet hat, wird schließlich zum Umschwenken in Gabis Einstellung führen. Das wird der Punkt sein, an dem Gabi sich von der Marley´schen Gehirnwäsche befreit. Eigentlich wünsche ich mir, dass Gabi qualvoll verreckt. Sashas Tod hat einfach Wirkung hinterlassen. Vermutlich erleben wir eine (logisch aufgebaute) 180* Grad-Wende im Wirken und Denken von Gabi. Isayama hat mich bisher nicht enttäuscht. Auch das wird er hinkriegen. :thumbup:
    • Okay, ich hab mich lang nicht mehr zu AoT geäußert, da ich einfach keine Zeit dafür gefunden habe, mich in Ruhe mit den Kapiteln zu beschäftigen. Jetzt hab ich wieder etwas Zeit, daher will ich die Chance nutzen.

      Denn ganz ehrlich. Das Kapitel hat mich grad mit offenem Mund zurück gelassen.
      Da entwickeln sich Dinge, die mir eigentlich absolut nicht gefallen, die Spannung ist kaum auszuhalten.

      Interessant fand ich den Einblick in Zekes frühere "Arbeitsweise". Bisher wusste ich, dass man Zekes Rückenmarksflüssigkeit dazu benutzte, andere in Titanen zu verwandeln (mit Hilfe seines Schreis), indem man Personen diese Flüssigkeit spritzte. Dass das aber offensichtlich auf mit Gas ging, ist eine neue, grausame Methode. Aber gut, dass man wieder für den Leser ein Stück Aufklärungsarbeit betreibt.

      Dann ist da die Sache mit Zackley. Ich war wirklich etwas geschockt von der Brutalität, die so unvermittelt kommt. Und dabei spart Isayama ja eigentlich nicht mit brutalen Szenen. Aber irgendwie ist man dann doch ein...anderes Kaliber gewohnt.
      In diesem Zusammenhang gefällt mir die Entwicklung von Eren und dieser, ich sag jetzt mal "fanatischer" Kult um seine Person, nicht ganz. Andererseits ist diese Situation einfach so spannend dargestellt, dass man sich dem Ganzen nicht entziehen kann, sondern tiefer graben muss. Momentan betrachte ich das Ganze eher mit Sorge.
      Durch diese Abkopplung kommt es leider dazu, dass man nun an zwei Stellen kämpfen muss. Dabei sind es nicht mal Verräter im Sinne von Doppelagenten, sondern, einfach nur Separatisten, die ihrem "Anführer" Eren folgen wollen und sich dabei zur Durchsetzung der Ziele den eigenen Reihen entgegenstellen. Da sie diese, und nur diese, Situation als einzigen Ausweg sehen, Eldia zu retten. Ich möchte hier Eren nicht verurteilen, Eren wird nicht auf einmal von einem auf den anderen Tag egoistisch und gefühlskalt. Er versucht, seine Mitmenschen zu schützen und vor allem die, die er liebt. Er versucht, seine Ziele und Pläne so zu legen, dass das Bestmögliche für alle erreicht wird und dass er nicht umsonst geliebte Menschen verloren hat und am Ende sein eigenes Leben verliert. Ich habe jedoch Angst, dass Erens im Herzen gute Motive sich auf andere Personen nicht so auswirken. Personen wie Floch z. B. Oder Luise. Und das sich eine eigene Dynamik entwickelt, die so gerade von Eren nicht gewollt ist.

      Ja, der Aufklärungstrupp hat keine gute Schiene gefahren damit, aktuell Informationen geheim zu halten, um die innere Situation nicht weiter zu gefährden, zumal man sich eben genau dagegen gewandt hat, was man damals beim Umsturz noch sich auf die Fahne geschrieben hat. Leider führt das genau dazu, dass nun eine Situation eintritt, in der sich die Bevölkerung in die Richtung der Marley bewegt. Ich sage Richtung, weil es noch nicht so ausgeprägt ist in ihrer Ideologie. Aber wenn die Bevölkerung nun immer unruhiger wird, sich versucht an Eren zu klammern und "dedicate your hearts" oder " our anger was heard" schreit, dann trifft man leider mit Aktionen der Pro-Eren-Gruppe auf offene Ohren, denn nur so kann man anscheinend "alle Marleys töten" und "eine Wiedergeburt" von Eldia herbeiführen, indem man sich rächt.
      Ich hoffe bloß, dass sich der Aufklärungstrupp oder/und das Militär, dass Hanji und die anderen, sich nicht im inneren Kern selbst zerstören. Wenn wegen verschiedener Ziele Freunde zu Feinden werden, und man diese Kluft nicht wieder schließen kann, wäre es schade um all die Charaktere, die sich über die Jahre in unsere Herzen gekämpft haben.
      Dabei wissen wir noch nicht mal, was nun die wirkliche Verbindung zwischen Zeke und Eren ist und ob Zeke Eren benutzt (oder zumindest weiß ich es nicht, wenn andere eine Erklärung dafür haben, lasst sie gern hören).

      Und ganz zuletzt hat es Piek geschafft, sich ebenfalls auf die Insel zu schleichen. Da dachte ich wirklich nur wtf. Das gibt mal einen schönen Abschluss für das überaus spannungsgeladene Kapitel. Und sogleich schossen mir tausende Gedanken durch den Kopf. Im Prinzip verwendet man nun dieselbe Taktik gegen Eldia. Daher werden Porco, Rainer und andere Marley-Soldaten vermutlich nicht weit weg sein. Ich bin gespannt. Was macht man jetzt? Sucht man zuerst nach Zeke und will ihn töten? Versucht man zuerst Eren zu fangen und ihm den Founding Titan nebst seinem Warhammer Titan und seinem Attack Titan abzunehmen? Im Prinzip, wenn man es so sieht, haben ja, soweit ich weiß, immer Armin und Eren früher die Schiffe der Marley vor der Insel aufgehalten. Jetzt, da Eren zuerst gefangen genommen wurde, aber nun ausbricht, um seine eigenen Pläne zu verfolgen, und auch Armin seine Konzentration nicht mehr darauf verwendet, man vllt. auch generell die Priorität nicht mehr darauf legt, die Küste zu sichern, hat man quasi ein Leck geschaffen. Ich kann mir gut vorstellen, das Gabi und Falco da ebenfalls einen entscheidenden Auftritt haben werden, allerdings bin ich mir unsicher, ob die Begegnung mit Kaya bei Gabi schon ausgereicht hat, bei einer erneuten Konfrontation sich nicht auf ihre Ideologie zu berufen.

      Mir hat das Kapitel wieder sehr gut gefallen, die Spannung zieht weiter an, die Fronten verhärten sich. Und in jedem Kapitel bringt Isayama neue, frische Ideen.



      Nebenbei musste ich an der Stelle lachen, an der Zeke mit Levi sprach :D
      "You're not popular with women, are you? Don't act like you understand someone else thoughts."
      "I do understand. There was a time when I was popular..."
      Was ist das jetzt, Levi der Frauenschwarm? :D

      Und aus der Erde singt das Kind

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Esper ()

    • Zum Kapitel 110

      Ja, da hat Esper eig. alles schon gesagt. Das Kaptiel zeigt auch mal wieder schön, das man nicht unbedingt Titanenaction braucht um die Spannung in die Höhe zu treiben. Im Moment weiß ich echt nicht mehr wem man noch trauen kann. Eren stellt sich gerade als Anführer eines zweiten Putsches heraus, der es in Kauf genommen hat, dass zufällig anwesende in dem Bombenanschlag ums Leben hätten kommen könnten. Das es sich dabei um Mikasa und Armin handelte... Nun offensichtlich ware sie nicht in seine Pläne eingeweiht, deshalb sieht er sie wohl nicht als vertrauenswürdig an und hat nicht versucht sie Teil der Revolutionsgruppe zu machen.
      Dann haben wir noch Yelena, die sich als Eren-Jüngerin herausstellt oder es zumindest überzeugend spielt. Und was in Zekes Kopf vorgeht, kann man sowieso nur spekulieren (wiklich nett zu erfahren, wie die Bewohner Rangakos zu Titanen wurden, btw.).

      Irgendetwas ist vor etwa einem Jahr passiert, was Eren innerlich massiv verändert hat und ich will wissen was-_- Und die Theorie, das Zeke ihn kontrolliert lasse ich erst mal nicht gelten. Das wiederspricht allem was wir bisher über seine Kräfte wissen. Er kann ja nicht einmal Titanen beherrschen, die er nicht selbst erschaffen hat. Es scheint mir unwahrscheinlich, dass er Einfluss auf andere Shifter haben könnte...

      Oh und: RIP Zackley alisas Mr. Shitmachine
      Er starb durch sein eigenes Kunstwerk.



      Zum Anime

      Attack on Hiatus


      Wer es noch nicht mitbekommen hat: Die dritte Staffel setzt die restliche Herbstsaison erst mal aus und geht irgendwann im Dezember oder Januar mit dem Shiganshina Arc weiter.
      Die Umsetzung hat mir bisher ganz gut gefallen, auch wenn ich ein paar Kritikpunkte nicht ignorieren kann. Iseyama hat ja zuvor klar gemacht, er wäre nicht zufrieden mit seiner Mangaversion des Uprising Arces gewesen und wir Zuschauer sollen die Animeversion als fertiges Werk ansehen. Was ich aber gesehen habe war eher eine "Abridged Version" der Story, deren Änderungen meist darin bestanden, dass Sachen weggelassen wurde. Zum Beispiel: Erens vergebliches Titanen/Hardening Training (wovon wir nur ganz wenig gesehen haben), Kennys Konversation mit Historia wurde um relevante Inhalte gekürzt und die Vorgeschichte zu Histoia, die Levi schlägt wurde wurde entfernt und der Schlag somit zu einer random Lachnummer gemacht.
      Auch bin ich froh, dass ich nie wieder dieses Opening sehen muss und hoffe, dass das nächste wieder von Linked Horizon ist^^´

      Abgesehen davon, habe die das schon ganz ordentlich hinbekommen und der kommende Arc kann ja eigentlich nur gut werden~


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    • Kapitel 110 - Liar

      Also… das Gespräch zwischen Eren, Armin und Mikasa kann man für's Erste in die Tonne schmeißen, aber hey… auch wenn die Situation für Hanji, Armin, Mikasa und Co. gar nicht hätte beschissener laufen können: mir gefällt die Entwicklung der momentanen Geschehnisse wirklich auf so vielen Ebenen. Momentan sackt alles ins Chaos ab, die Bevölkerung ist in völligem Aufruhr und am Ende steht sogar Pieck [und somit die anderen mit Sicherheit auch] vor der Tür, um sich an dem ganzen Spaß ebenfalls beteiligen zu können. Isayama hat sich mit diesem Kapitel einige Wege freigeschaufelt, die er mit den fortführenden Kapiteln einschlagen könnte, weshalb es nicht ganz so einfach ist, abschätzen zu können, was als nächstes passieren wird. Und hierbei ist es auch egal, welche Richtung eingeschlagen wird, ich bin mehr als zuversichtlich, dass ich diesen Arc in vollen Zügen genießen werde. :D:D

      Weshalb ich nun direkt zu Eren kommen will, da diese ganze Entwicklung erst durch seine Position ermöglicht wurde. Ich habe in den letzten Monaten ja wirklich sehr viel Positives über Eren geschrieben, und obwohl ich von den Handlungen seiner faschistischen Anhänger überhaupt nichts abgewinnen kann, gefällt mir Eren hingegen in seiner 'Antihelden-Rolle' verdammt gut. Denn Eren macht einfach. Er wartet nicht, bis die Erlösung vom Himmel fällt, sondern er macht genau das, was er will und nutzt jedes Mittel, die ihm dabei helfen, sein Ziel zu erreichen. Selbst wenn diese Mittel aus moralischer Sicht einfach verachtenswert sind, ihn interessiert das einfach überhaupt nicht. Eren tut all das, um seine Mitmenschen zu beschützen und obwohl seine Absichten eigentlich einen positiven Hintergrund haben, stelle ich mir mittlerweile mit jedem neuen Kapitel die Frage: Wie weit wird Eren für dieses Ziel tatsächlich gehen? Er hat so viele Menschen auf dem Gewissen, die zu einem großen Teil auch noch unschuldig waren, er hat sich von seinen Freunden komplett isoliert, er hat sich seinen Vorgesetzten widersetzt und lehnt sich nun gegen das Regime auf. Eren ist momentan so unberechenbar, sodass man einfach nicht einschätzen kann, wann Stop ist. Die Tatsache, dass er nun Zeke auffinden möchte und Levi derjenige ist, der diesen bewacht, löst in mir somit ein absolut ungutes Gefühl aus und dennoch reizt es mich umso mehr, diese Konfrontation zu sehen, da man überhaupt nicht sagen kann, welche Maßnahmen Eren ergreifen wird. Das ist mitunter auch ein Aspekt, der seine Position in meinen Augen auch so verdammt interessant macht, da er all das für seine Mitmenschen macht, diese aber von seinem vertrautem Umfeld [und eventuell von dem ein oder anderen Leser] überhaupt nicht als positiv erachtet werden können, einfach weil seine Vorgehensweisen so rigoros sind.
      Und obwohl mir diese Unberechenbarkeit von Eren so dermaßen gut gefällt, wünsche mir dennoch, dass Isayama den Fokus mit den nächsten Kapiteln etwas mehr auf Eren lenkt, so dass man von Eren selbst erfährt, was er wirklich vorhat. Was ihn dazu gebracht hat, sich so sehr zu verändern. Ob und inwiefern ein Einfluss von all den ganzen Erinnerungen seiner Vorgänger gegeben sind. Was der Grund war, sich von seinen Kameraden abzuschotten. Einfach die Fragen, die nun seit geraumer Zeit im Raum stehen und bislang aus seiner Perspektive überhaupt nicht beleuchtet wurden. Er ist zwar innerhalb der Bevölkerung das Gesprächsthema Nummer 1, wirkt aber selbst in all den ganzen Kapiteln überhaupt nicht mit, was an sich zwar irgendwie ziemlich beeindruckend ist, aber dadurch gleichzeitig immer mehr Theorien in den Raum geworfen werden.
      Wie es mit dieser ganzen 'Zeke kontrolliert Eren'-These aufgezeigt wurde, wie Shigeru in seinem Beitrag auch angeschnitten hat. Und auch ich bin der Meinung, dass diese Theorie völliger Käse ist. Es ist absolut denkbar, dass Eren erheblich von Zeke [und seinen Titanenvorgängern] beeinflusst wurde, was seine rapide 180° Wendung zumindest erklären würde, aber ich glaube nicht, dass er Eren kontrolliert bzw. steuert. Eren hatte schon immer seine eigenen Denkweisen und Prinzipien, weshalb ich somit eher der Überzeugung bin, dass auch seine Taten aus eigenem Willen erfolgt sind.

      In diesem Zusammenhang will ich gleich direkt auf die Konversation zwischen Levi und Zeke übergehen. Denn obwohl ich Zekes Rolle in dem ganzen Geschehen wirklich außerordentlich interessant finde, finde ich seinen Charakter hingegen absolut widerwärtig. Es mag absolut so sein, dass er all das tat, damit Marley keinen Verdacht schöpfen konnte, aber er kann noch so oft davon blubbern, dass er all das für Eldia getan hat - ich kauf ihm das überhaupt nicht ab. Einer, der so was auf Ragako abzieht, ohne auch nur ein Fünkchen Reue zu zeigen und einer, der so viel Spaß daran hat, Menschen mit richtigen Felsbrocken abzuschießen, der wird sicherlich nicht nur an die Eldia gedacht haben. Ich bin nach wie vor in dem Glauben, dass ihm die meisten Menschen und somit auch seine Anhänger komplett am Allerwertesten vorbeigehen und er diese nur benutzt, um seine eigenen Idealen zu verfolgen. Man weiß nach wie vor nicht viel über Zeke, aber dennoch wird immer mehr der Eindruck erweckt, dass er ein absoluter Meister der Manipulation ist. Er weiß, wie er überzeugen kann und nutzt diese Stärke auch komplett aus, was man wunderbar an seiner Gefolgschaft, allen voran Yelena [die ja auch 'nen gewissen Schaden hat] sehr gut sehen kann.

      Zu Hanji und Onyankopon möchte ich ebenfalls ein paar Worte schreiben, da mir das Verhältnis dieser beiden wirklich sehr gut gefällt. Zwar kennen wir Onyankopon als Charakter viel zu wenig, um richtig über ihn urteilen zu können, aber bislang scheint er wirklich ein netter Kerl zu sein, der keine bösen Absichten im Hinterkopf hat. Dass sein Verhältnis zu Hanji dementsprechend so positiv in den Vordergrund gerückt wird, ist für mich dementsprechend doch schön zu sehen, da Hanji momentan durchaus jemanden gebrauchen könnte, der ihren Rücken stärkt. Immerhin hatte Sie bislang immer Moblit an ihrer Seite, der sie unterstützt hat und es scheint, dass diese 'Einsamkeit' ihr noch zusätzlich zu ihrer absolut beschissenen Position schwer zu schaffen macht. Dementsprechend hoffe ich, dass diese Dynamik dieser beiden in Zukunft auch weiterhin so bleiben wird bzw. weiter gefördert wird.

      Und wenn ich schon bei Dynamik bin: auch die Bindung zwischen Mikasa und Armin möchte ich an dieser Stelle nochmal honorieren. Klar, im Endeffekt ist Eren auch für diese beiden das Hauptthema, aber trotzdem gefällt es mir, dass Isayama ganz gezielt diese beiden in den Vordergrund rückt und dadurch einem noch mal aufgezeigt wird, wie tief die Freundschaft zwischen Armin und Mikasa tatsächlich ist. Gerade in so einer Situation, in der alles den Bach runtergeht, ist es umso wichtiger, dass diese aufeinander zählen können und sich gegenseitig unterstützen.
      Nichtsdestotrotz ändert dies jedoch die momentane Situation um Eren nicht. Die beiden sind noch gefühlt die Einzigen, die in der Lage sind, an Eren zu glauben, auch wenn offensichtlich ist, dass auch dieser Glaube so langsam abfällt. Die beiden kommen nicht an ihren besten Freund heran und müssen schmerzhaft miterleben, wie dieser sich selbst immer mehr verliert. Alles, was diese derzeit tun können, ist sich an den alten Eren festzuhalten und zu hoffen, dass er wieder zu Sinnen kommt.

      Zum Schluss beschert uns Isayama einen wundervollen Auftritt von Pieck, dessen Auftritt mein Herz mehr als nur erwärmt und mich gleichzeitig mit einem gewissen Fragezeichen hinterlassen hat. Immerhin finde ich es doch ein wenig suspekt, dass sie unbemerkt so weit vordringen konnte, aber da Paradis scheinbar nicht so viel Wert auf anständige Überwachung legt, nehme ich es einfach mal so hin, auch wenn ich zu gerne eine Rückblende über den Aufbruch sehen möchte. Unabhängig davon bedeutet ihr Auftreten aber nun, dass hiermit die Karten neu gemischt wurden. Immerhin ist bzw. sind diese nicht zum Kaffeekränzchen gekommen, sondern ihren ganz persönlichen Beitrag zu leisten, welcher den Paradislern wahrscheinlich nicht unbedingt zu Gute kommen wird. An sich gibt es hierbei auch nicht wirklich viel zu sagen, da wir überhaupt nicht wissen, was Pieck und Co. tatsächlich planen, aber da nun alle wichtigen Parteien ihr Unwesen auf der Insel treiben, kann der Arc nun richtig los gehen. Und ich kanns kaum erwarten. :D:D

      In diesem Sinne… :D:D

      Fazit: Welche Konfrontation in Bezug zu Eren auch immer kommen mag: sei es eine Konfrontation zwischen Eren und Levi und Zeke, Eren und Historia, Eren und Falco und Gabi, Eren und Mikasa und Armin - ich bin sowas von bereit und würde am liebsten alle sehen.
      Oh und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreiben würde, aber Hitch sieht mittlerweile wirklich super aus. :D:D
      Super Kapitel, macht definitiv Lust auf mehr. Bis in vier Wochen! :D:D
    • Der SnK Hype hat mich nicht zuletzt wegen der aktuellen Ereignisse im Manga gerade fest in seinen Klauen und da ich nun mit dem Anime aufgeholt habe, will ich es mir nicht nehmen lassen, mal ein paar Worte zur ersten Hälfte der dritten Staffel zu verlieren, auch wenn diese ja noch nicht vollständig ausgestrahlt wurde und wir diese Woche noch eine Folge bekommen, bevor es dann leider in eine Pause geht. Ich hab mitbekommen, dass Wit Studio wohl wieder einen sehr strengen Zeitplan hat, insofern scheint es so, dass man jetzt einfach noch ein wenig mehr Zeit braucht. In Anbetracht der Tatsache, dass uns jetzt der Return to Shiganshina Arc erwartet, soll mir das nur recht sein, da soll man sich so viel Zeit nehmen, wie man benötigt, um am Ende ein überzeugendes Ergebnis abliefern zu können. Denn für den Arc wird man es brauchen. Und man hat ja schon in der ersten Hälfte der Staffel wieder gesehen, wozu das Studio fähig ist.

      Was mich auch direkt mal zum ersten Punkt führt. Optisch war die dritte Staffel bis hierhin absolut überragend. Ich hatte mich im Vorfeld ja wirklich sehr auf die Umsetzung der Luftkämpfe zwischen dem Aufklärungstrupp und der Militärpolizei gefreut und damn, hat Wit da abgeliefert. Levis Kampf gegen Kenny und seine Einheit in Episode 2 war einfach nur krank animiert. Selten so eine rasant animierte Actionsequenz mit gleichzeitig so einem hohen Maß an Details gesehen, besonders in einer TV Serie. Man merkt wirklich, wie viel Herzblut hier in die Produktion fließt. Insbesondere auch der große Kampf in der Höhle hat da auch absolut nicht enttäuscht.

      Über den Soundtrack muss man ja eigentlich gar nicht mehr reden, Isayama ist einfach ein verdammtes Genie und es gab bereits wieder einige grandiose neue Stücke. Einige Szenen waren mit der passenden musikalischen Untermalung absolut episch, ich denke da zB. an den Coup d'État oder auch besagte Kampfszene zwischen Levi und Kennys Einheit.
      Was man umgesetzt hat, hat man großartig umgesetzt, gerade die Schlüsselmomente. Da liegt dann allerdings leider das Problem, dass ich mit der Adaption des Uprsing Arcs habe. Man hat schlicht zu viel Inhalt gestrichen. Ich kann verstehen, dass Isayama der Ansicht war, dass das Pacing im Manga gerade zu Beginn dieses Arcs zu gering war und man einen fetzigen Einstieg in die Staffel brauchte, aber die Aussage des Autors, dass man doch bitte den Anime als das fertige Produkt ansehen möge, kann ich in Anbetracht der vielen Kürzungen absolut nicht nachvollziehen.

      Der ganze Aufbau hin zur Entführung von Eren und Historia, so dramatisch sie im Manga mit dem nächtlichen Angriff von Kenny und seiner Einheit war, hatte mir einfach richtig gut gefallen, weswegen ich es sehr schade fand, dass man da massiv gekürzt und den Ablauf verändert hat. Was darunter auch stark litt, war der Part um den alten Reeves, der wirklich interessante Informationen über das Leben der Menschen im Trost Distrikt enthalten hatte. Dementsprechend kümmerte einen auch dessen Tod und der kleine Charakterarc um seinen Sohn viel weniger. Da wurde stark vereinfacht und sich aufs Wesentliche beschränkt.

      Das hat mich besonders beim Putsch gestört. Dessen Schlüsselszene war zwar großartig umgesetzt, der Aufbau dahin allerdings stark vereinfacht, so dass das Ganze nicht im Geringsten die Tiefe hatte, die es im Manga hatte. Unter solchen Einsparungen litten dann auch häufiger mal ein paar Momente, weil einfach das Buildup fehlte. Wie etwa als Erwin ankündigte, dass man Historia als Königin einsetzen wolle. Bestes Beispiel dürfte da die Szene sein, in der Historia Levi schlägt. Für die reinen Animezuschauer erschließt sich hier überhaupt nicht, warum sie das tut, weil die entsprechende Szene zuvor ausgelassen wurde, wodurch das Ganze zu einem einfachen Gag verkommt. So etwas ist einfach sehr schade.
      Auch haben sich mir die Gründe für das Rearrengement mancher Szenen nicht erschlossen, das sorgte teils nur für unnötige Verwirrung.

      Insgesamt hat die Staffel bis hierher aber großen Spaß gemacht, man musste sich nur eben damit abfinden, dass die Story doch etwas vereinfacht dargestellt wurde. Gerade die letzten beiden Episoden haben mir dann auch mit ihren ruhigen Momenten wieder sehr gut gefallen und ich bin guter Dinge, dass sich die Kürzungen im weiteren Verlauf in Grenzen halten werden. Schließlich hat man das sicher auch unter anderem deswegen getan, weil man eben den nächsten Arc komplett adaptieren möchte. Und der kann ja eigentlich nur geil werden. So oder so wird die Staffel allerdings auf einem miesen Cliffhanger enden. Ich bin wirklich gespannt, wann dann die vierte Staffel kommt, denn mit dem großen Reveal erreicht SnK halt einfach ein völlig neues Level und ich kann es kaum erwarten, das alles animiert zu sehen.

    • Attack on Hiatus 2.0

      Death the Kid hatte natürlich Recht und ich sollte meinen Quellen nicht zu blind vertrauen: Heute erst kam die vorerst letzte Folge der dritten Staffel. Und diese Pause geht auch nicht wie zuerst angenommen 3 Monate sondern 6 Monate. D.h. weiter geht es erst April 2019. Quelle
      Das Ending bzw. die Ending Szene von Folge 11 sah einfach nach so einem schönen Abschluss aus - Ich konnte mir nicht vorstellen, das da noch mehr kommt. Zugegeben ist es auch schon eine ganze Weile her, seit ich den Arc im Manga gelesen habe und ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnere (was nicht schlecht ist, macht es spannender^^).
      Jedenfalls kam nun noch mal eine eher ruhige (mitunter aber auch sehr lustige) Arc-Übergangsfolge und ich schätze die wollen nach dem Break mit etwas mehr Spannung wieder rein gehen.

      Aber auch diese Woche hat es sich gelohnt das Ending zu sehen, dieses wurde nämlich mal mittendrin ruppig unterbrochen und man hat einen kleinen Teaser auf das Ende des nächsten Arces zu sehen bekommen. Nicht das zu viel verraten worden ist und wir Manga leser wissen sowieso was da abgeht, aber Anime-only Zuschauer denken sich natürlich nachdem sie das gesehen haben sowas wie: Was zum Titanensh!t geht denn da ab?!


      Death the Kid schrieb:

      und ich kann es kaum erwarten, das alles animiert zu sehen.
      Amen.

      Bis dahin müssen halt die nächsten 6 Manga Kapitel unterhalten und in Anbetracht des letzten Kapitels behaupte ich mal: Iseyama schafft das^^


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Shigeru ()

    • Ich verfolge den SnK Manga nun seit etwas mehr als 2 Jahren und kann mich nur wiederholen. Ich liebe Isayama’s Werk einfach. Nicht nur der Manga ist fantastisch, sondern auch die Umsetzung im Anime ist einfach richtig gut und hier kann ich mich meinen Vorpostern nur anschliessen. Man hat zwar in der 3. Staffel einige Kürzungen vorgenommen, aber es ist trotzdem überragend.

      Levi’s Kampf gegen Kenny’s Einheit hat mir in der 2. Folge so gut gefallen, dass ich ihn gleich mehrmals geschaut habe. Der Kampf in der Höhle, Erwin’s kurzer Flashback, der Coup d'État in Folge 6, Historia’s Konversation mit ihrem Vater, der kurze Kampf gegen Rod Reiss als Titan und Kenny’s Flashback wurden sehr gut umgesetzt und gerade letzterer hat mir unheimlich gut gefallen mit der schönen, musikalischen Untermalung.

      Was mich zum nächsten Punkt bringt. Wie in der 2. Staffel wurden die Soundtracks perfekt platziert und in Kombination mit der überragenden Animation waren einige Szenen (wie Reiner’s und Berthold’s Verwandlung in der 2. Staffel) richtig episch. Hier kann ich nur sagen. Weiter so! Zusammen mit HxH und MHA gehört SnK zu meinen Lieblingsanimes.
      Natürlich ist die 3. Staffel nicht fehlerfrei und so finde ich es sehr schade, dass man einige, wichtige Momente einfach ausgelassen hat. @Death the Kid hat es in seinem Beitrag sehr gut zusammengefasst.

      Sonntag Abend habe ich die vorerst letzte Folge geschaut und auch hier hat das Wit Studio grossartige Arbeit geleistet. Herrlich fand ich auch den Kampf zwischen Eren und Jean, als beide gegen Ende nur noch darauf hofften, dass endlich jemand einschreitet und den Kampf beendet. :D
      Der Aufbruch des Aufklärungstrupps am Ende der Folge und das Wissen, dass die Meisten (insbesondere Erwin) die Mission nicht überleben werden, hat mich sehr traurig gestimmt. Wenn ich den Trupp so reiten sehe, denke ich automatisch an die Szene mit dem Beast Titan und der Gesteinsalve.

      Ich finde es zwar sehr schade, dass es nun eine Pause von 6 Monaten gibt, aber das steigert meine Vorfreude auf den Return to Shiganshina Arc umso mehr. Der Kampf gegen Reiner/Berthold, der Ansturm der neuen Rekruten unter der Führung von Erwin Smith, Levi vs. Beast Titan und Armins «Opfer». All das animiert zu sehen, wird einfach episch und ja, während man meinen Beitrag liest, merkt man, dass ich SnK einfach liebe. :D



      Im Manga geht es seit über einem Jahr richtig ab und langsam aber sicher wird es chaotisch für die Bewohner von Paradis. Zackley wurde ermordet, die Bevölkerung weiss nichts von Zeke und dem Plan, die unzähligen Kolossalen Titanen auf die Welt zu loslassen, Eren zieht sein eigenes Ding durch und wird vom Militär gesucht, Pieck befindet sich auf der Insel (der Rest der Krieger dürfte nicht weit weg sein) und man weiss immer noch nicht, was für ein Ziel Zeke verfolgt, bzw. was er genau plant. Achja, die unbeliebte Gabi streunert auch irgendwo herum und auch hier bin ich gespannt, was Isayama mit ihr plant. Wird sie früher oder später einsehen, dass doch nicht alle Bewohner von Paradis Teufel sind oder bleibt sie weiterhin stur? Auch wenn sie ein Kind und Opfer des Regimes ist, so kann ich ihr immer noch nicht verzeihen, dass sie Sasha erschossen hat. Sasha ;(

      Auch hier schliesse ich mich @Ranya an. Ein Mensch wie Zeke, der Unschuldige auf grausame Art und Weise tötet (siehe Ragako) und dabei keine Reue verspürt, dem kaufe ich es einfach nicht ab, dass das alles Eldia und dem Volk von Paradis dient. Der Typ ist ein Meister der Manipulation, der seine Mitmenschen für seine Zwecke benutzt und ich bin unheimlich neugierig, wofür er das letztendlich tut. Auch frage ich mich, ob Eren Zeke vertraut, oder ob er Zeke «nur» als Katalysator für die Kräfte des Founding Titan braucht.

      Die Kluft zwischen Armin/Mikasa und Eren (siehe erstmals Kapitel 101 und Kampf gegen den Warhammer Titan) wächst und auch hier bin ich gespannt, wie es nun weitergeht. Eren distanziert sich immer mehr von seinen Freunden und anstatt abzuwarten und mit der Welt eine friedliche Lösung zu suchen (was Armins Plan war), handelt Eren. Und ehrlich gesagt kann ich es ihm nicht verübeln. Die Welt sieht in den Eldians keine Menschen, sondern Teufel, die es nicht verdienen zu leben und die man lieber heute als morgen tot sehen möchte. Eine friedliche Lösung bzw. Konversation mit den meisten dieser Nationen zu suchen, klingt in erster Linie nicht schlecht, aber gleichzeitig ist es auch naiv. Wenn die Eldians auf Marley bereits wie Dreck behandelt werden, die wohlgemerkt sogar «besser» als die auf Paradis eingestuft werden, wie würde man dann erst auf die «Teufel von Paradis» reagieren? Würde man ihnen die Chance auf ein Gespräch geben, sich auf sie einlassen und eine friedliche Lösung suchen, bzw. mit ihnen ein Bündnis eingehen? Ich denke eher nicht, bis auf sehr wenige Ausnahmen vielleicht (siehe Azumabito).

      Das Volk von Paradis sieht in Eren nicht nur einen Helden, sondern auch ihren Hoffnungsstern, der sie beschützen wird und der erst vor kurzen einen erfolgreichen Angriff gegen Marley gelandet hat. Ich hoffe sehr, dass Isayama mit dem nächsten Kapitel mehr Fokus auf Eren legt und da er nun auf der Suche nach Zeke ist, der von Levi bewacht wird, sträuben sich meine Nackenhaare. Könnte es hier zu einem Kampf zwischen den Beiden kommen? Eren sucht Zeke und Levi wird ihn nicht ohne Befehl von oben ziehen lassen. Eine Konfrontation ist hier in meinen Augen unausweichlich (in welcher Form diese auch folgen wird/könnte).

      Zum Schluss kann ich nur sagen, wie sehr mir Eren’s Entwicklung gefällt. Er vergeudet keine Zeit und handelt, weil er…. handeln muss. Ausserdem finde ich es irgendwie herrlich, dass er mit Floch und Co. seinen eigenen "Fanclub" hat. :D
      #SeeYaInWano
    • Kapitel 111 - Children of the Forest

      Und so melde ich mich also auch einmal wieder, erstens, da ich gerade ein bisschen Zeit zur Verfügung habe, und zweitens, da das neue Kapitel in mir wieder eine gewisse Neugier geweckt hat. Aber vorher kurz ein Kommentar zur dritten Staffel des Anime - selbiger wird mir dann auch als Überleitung zum Kapitel dienen.

      Ich bin ja ursprünglich über den Anime überhaupt erst auf die Serie gestoßen und war vom ersten Moment an gebannt. Da hat damals in Staffel 1 alles gepasst, die Figuren, die Handlung, die Animationen, die Musik - alles auf sehr hohem Niveau (die Musik sogar auf göttlichem...). Die Warterei auf Staffel 2 hat sich dann wie eine Ewigkeit angefühlt, wurde aber auch dementsprechend belohnt: bestes Opening aller Zeiten, Animationen und Musik teilweise sogar noch um ein merkbares Stück besser, Enthüllungen links und rechts. Gegen Ende der Staffel hab ich dann auch den Manga zu lesen begonnen, weil meine Neugier mich übermannt hat. Vermutlich durch dieses späte Einsteigen in den Manga hab ich den Uprising-Arc auch absolut nicht als langatmig oder uninteressant in Erinnerung. Ich halte ihn sogar für den zweitbesten gleich nach "Return to Shiganshina", denn Isayama hat hier den cleveren Schritt gesetzt, das Politische und die Action auf zwei Ebenen zu transportieren (Erwin als politischer Drahtzieher, der Rest als Handlungsvorantreiber im Hintergrund). Der Anime hat hat für mich genau dieses Flair auch beinah perfekt umgesetzt! Über die technischen Details brauch nicht nicht viel zu sagen, die sind top wie eh und je, wobei ich gerade den 120-Meter-Rod-Reiss-Titanen hervorheben will: Prinzipiell gefällt mir der Einsatz von so deutlich merkbarem CGI in einem Anime nicht, aber hier hat's einfach gepasst, weil dieses Ding ja außerweltlich und grotesk aussehen soll. Und als er sich dann aufgestellt hat und man sein..."Gesicht"...gezeigt hat, ist mir zum ersten Mal wirklich schlecht geworden - Hut ab! Auch die zusätzlichen Kenny-Szenen konnten mich vollends überzeugen, ebenso das rasantere Tempo und die vermehrten Action-Einlagen. Wobei gerade das Tempo so ein bisschen auch dafür gesorgt hat, dass man das Gefühl hatte, die Ereignisse würden wirklich sehr kurz hintereinander stattfinden, sodass ein wenig von der langfristigen Bedrohlichkeit gefehlt hat. Und das Opening war leider auch das schwächste der Reihe, zumindest was die Musik angeht - nicht schlecht oder grausam anzuhören, aber einfach schwächer als gewohnt...wofür aber auch das Ending wieder einiges wettgemacht hat. Kurzum: Ich bin mit dem Anime nach wie vor extrem zufrieden und muss sagen, dass auch die erste Hälfte von Staffel 3 eine mehr als gelungene Adaption war.

      _________________________________________________________________________________________________

      Damit also zur Überleitung zum neuen Kapitel, denn "Good Lord!" diese letzten Kapitel haben eine Umsetzung durch den Anime dringend notwendig! Wieder muss ich betonen, dass da bei weitem nichts Schlechtes dabei war oder ich davor gewesen wäre, den Manga aufzugeben. Aber um Gottes Willen, das hat sich teilweise brutal gezogen!

      Für mich hängt das genau damit zusammen, dass Isayama hier eben nicht das macht, was für mich den Uprising-Arc so angenehm gestaltet hat. Jetzt sind so ziemlich alle Figuren auf der Ebene des politischen Debattierens gefangen, es wird sehr viel geredet und sehr viel über Worte transportiert. Das ist nichts grundlegend Schlechtes, aber ein Manga, bzw. jede Form des Comics sollte mich eigentlich auch auf visueller Ebene unterhalten. Und so sehr ich die Charaktere mag, so sehr ich Isayamas Zeichenstil für interessant halte und so sehr mich die Drehungen und Wendungen der Handlung fesseln: Wenn ich gut 150 Seiten lang nur sehe, wie Leute in ruhigen Situationen (am besten sitzend und schön ordentlich) miteinander reden und sich dies und jenes vorwerfen, dann langweilt mich das irgendwann. Zumal wir auch in den wenigsten Fällen das zu sehen bekommen, worüber die Charaktere sprechen, bzw. erst zig Kapitel später in einem Flashback nachgereicht.

      Es hat natürlich in letzter Zeit auch beeindruckende Momente gegeben: Erens emotionsgetragene Ausbrüche im Gefängnis - und sein tatsächlicher Ausbruch samt episch-stilsicherer Verbrüderungsszene mit seinen Gefolgsleuten. Zekes Flashback zu den Ereignissen in Ragako. Zackley, der passenderweise durch seine "shit machine" aus seinem sauberen Büro gesprengt wird. Und natürlich der Schluss des heutigen Kapitels, aber dazu gleich.

      Isayama hat sich meiner Meinung nach einfach etwas übernommen mit der Einführung so vieler neuer Figuren: Gabi, Falco, ihre Freunde aus Marley (die natürlich fast alle tot sind), Yelena, Nikolo, Onyankobon, die "abtrünnigen" Marley-Soldaten, die Azumabitos, etc. Es braucht Zeit, sich an solche Figuren zu gewöhnen, zumal wir davon ausgehen dürfen, dass ein großer Teil nicht ist, wer er vorgibt zu sein, bzw. seine Handlungen einem anderen Ziel als gedacht unterstellt hat (Zekes Pläne...) Dazu haben alte Charaktere für uns (noch) nicht nachvollziehbare Veränderungen durchgemacht, allen voran Eren, aber auch Hange, die mit den seltsamen Ereignissen rund um Shiganshinas Räumung zu tun hat, oder auch Floch, der auf einmal zum großen Befürworter Erens oder zumindest Zekes geworden ist.

      Deshalb habe ich mich auch in den letzten Monaten nicht getraut, ein Review zu diesen Kapiteln abzugeben: Wir wissen einfach in meinen Augen viel zu wenig, um das, was wir präsentiert bekommen, ordentlich bewerten zu können. Es ist schön und gut, wenn mir diese und jene Figur in diesem und jenem Setting gezeigt wird, aber wenn ich nicht nachvollziehen kann, wie sie dorthin gekommen ist oder wie ihr Plan für die Zukunft aussieht, dann tu ich mir schwer etwas anderes auszusagen als etwa "Ja, scheint so, als würde Floch jetzt Eren-Fan sein." Was bedeutet das für ihn? Wann ist das passiert und was hat es für Folgen, dass er jetzt eingesperrt wird? Kann ich alles nicht beantworten, da Isayama ziemlich unberechenbar ist und ich ohnehin nicht weiß, wer hinter den Kulissen noch alles miteinander verbündet ist.

      Warum schreibe ich dann also jetzt doch wieder meine Meinung zu einem Kapitel? Nun, weil Isayama die Heimlichtuerei schön langsam für beendet erklärt hat und endlich aufzeigt, wohin dieser und jener Weg geführt hat! Schon am Ende von Kapitel 110 war endlich klar, dass Eren auf dem Weg zu Zeke ist, um mit ihm und ihren gemeinsamen Gefolgsleuten zumindest irgendwas in die Wege zu leiten - "Bam!", die Handlung wird vorangetragen!
      Genauso auch in Kapitel 111: Die erste Hälfte war, zugegeben, wieder etwas zäh. Zum gefühlt 15. Mal haben jetzt alle einzelnen Mitglieder jeder möglichen Eldia-Gruppierung ihre Ahnungslosigkeit kundgetan, wie mit Eren umzugehen sei...es scheint, dass da wirklich eine Führungsfigur wie Erwin fehlt und dessen Tod ein ziemliches Loch hinterlassen hat. Gott sei Dank scheint sich Pixis langsam in diese Rolle hineinversetzen zu wollen, was mir nur recht ist: Neben Erwin habe ich ihn immer für den verständigsten im Militär gehalten.

      Auch Mikasas und Kiyomis Interaktion war für mich wieder symptomatisch für die Probleme der letzten Kapitel: Wir wissen so gut wie nichts über Kiyomi und wir haben ihr Heimatland noch nie persönlich zu Gesicht bekommen. Was genau war überhaupt ihre Rolle bis jetzt? Zuerst tritt sie als Vermittlerin für Eldias Seite auf und verspricht, alles zu tun, damit andere Nationen sich ihnen anschließen. Aber das scheint ja gehörig in die Hose gegangen zu sein. Auch die Verbindung zu Marley hat nicht sie hergestellt, wie ich anfangs geglaubt habe, sondern das war das Werk der Kollaborateure. Und dann diese eigenartigen Kommentare über Mikasas Abstammung aus hohem Haus samt (zuvor nie dagewesenem) Erkennungszeichen...Gut, sie hat Eldia ein Flugzeug überlassen, das kann man ihr anrechnen. Aber was sie genau vorhat, bleibt schleierhaft, und nachdem wir weder über sie noch ihre Nation irgendetwas Sicheres wissen, ist sie für mich wieder eine ziemlich oberflächlich zu beurteilende Figur...und ziemlich widerlich noch dazu mit ihrem Schwitzen und Sabbern.

      Aber die zweite Hälfte von 111 hat bei mir echtes Gänsehaut-Gefühl aufkommen lassen! Die Theorie, dass da irgendwas mit dem von Nikolo gebrachten Wein nicht in Ordnung sei, haben die Fans ja jetzt schon länger gehegt, und das völlig zurecht! Sein ganzes Verhalten während dieses Kapitels war so wunderbar verdächtig und doppeldeutig, sein Wutausbruch, als Jean nach dem Wein gegriffen hat, hat mir dann endgültig die Gewissheit gegeben. Dass er also mit Zeke und dessen Vorhaben unter einer Decke steckt, ist jetzt klar, und ich bin extrem gespannt, worin das genau besteht. Aber es hat so den Anschein, als wollte Zeke unbedingt so viele Eldias wie möglich mit seiner Rückenmarksflüssigkeit verpesten, um dann nach freiem Willen überall Titanen aus dem Boden sprießen zu lassen. Ah ja...ich glaub, ich brauch nicht mehr erwähnen, wie sehr ich diesen Charakter schätze, allein schon wegen seiner Hinterlist und Boshaftigkeit. Auf so einen Einfall muss man erst einmal kommen, absolut perfide! Und es wird höchst interessant sein zu sehen, was Hange jetzt mit dem Wissen um den Wein anfangen wird.

      Oh, und noch ein kleiner Nachtrag, weil sie in diesem Kapitel schon wieder unverdient viel Aufmerksamkeit bekommen hat, aber: Bitte, bitte lasst Gabi endlich sterben! Ich war selten von einer Figur so genervt wie von ihr! Dieses ständige "Ihr Eldia-Schweine, ihr Teufel, ihr seid das Böse" geht mir dermaßen auf den Keks. Ja, ich weiß, dass das auf ihre Schulung in Marley zurückgeht und auch so eine Art Schutzmechanismus ist, sich eingestehen zu müssen, dass Eldia vielleicht doch auch gute Aspekte hat, aber eine solche Figur, die Kapitel über Kapitel nur Propaganda von sich gibt und absolut nichts lernt, ist einfach nicht interessant anzusehen. Dabei hätte sie Potenzial gehabt! Ihr erster Auftritt war ziemlich beeindruckend, und dass sie den gepanzerten Zug im Alleingang ausgeschaltet hat, hab ich ihr hoch angerechnet. Damals hat sie taktisches Geschick und vollen soldatischen Einsatz bewiesen, war sogar abgebrüht genug, sich als wehrloses Mädchen auszugeben. Und diese strategisch denkende Person rennt jetzt laut schreiend und sich Feinde machend durch Eldia, brüllt sogar so laut, dass andere zwangsläufig hören müssen, wer sie und Falco sind? Also nein, das hat mir ihrem ersten Auftritt nichts mehr zu tun und ich bin echt froh, dass Falco auch noch da ist, der so ziemlich genau das erfüllt, was ich von Gabi erwartet hätte. Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich hat die (unverhältnismäßige) Nachsicht der Braus-Familie ihr jetzt endlich die Augen geöffnet und sie nimmt sich etwas zurück. Ansonsten hätte sie gern die ganze Weinflasche trinken dürfen...hätt mich nicht gestört.

      Ich denke also, dass es bald wieder ordentlich knallen wird in Isayamas Werk, und ich bin froh, dass das Setup dafür endlich konkrete Formen annimmt und wir wieder in eine Schiene gelangen, die auf etwas hinsteuert.
    • Neu

      Kapitel 111 - Children Of The Forest

      Sanalf schrieb:

      Oh, und noch ein kleiner Nachtrag, weil sie in diesem Kapitel schon wieder unverdient viel Aufmerksamkeit bekommen hat, aber: Bitte, bitte lasst Gabi endlich sterben!

      Ok und welchen Mehrwert würde sich mit ihrem Tod ergeben, außer dass sie dir und vielen weiteren Leserinnen und Lesern nicht mehr auf die Nerven gehen würde? Gabis Tod würde an dieser Stelle aus rein storytechnischer Sicht überhaupt keinen Sinn machen. Du sprichst davon, dass der Screentime, den Gabi erhält unverdient wäre, aber nur weil du eine Aversion gegenüber diesem Charakter hegst, heißt das doch nicht, dass ihr Screentime unverdient ist? Eher noch, wäre der Tod von Gabi nicht dann der Punkt, an dem man sagen könnte, dass ihr Screentime unverdient war? Einfach weil Isayama zu viel Zeit in diesen Charakter investiert hat, ohne dass diese etwas Anständiges zur Handlung beigetragen hat?
      Unabhängig davon gibt es jedoch auch durchaus Leserinnen und Leser, die an dem Handlungsabschnitt rund um Gabi interessiert sind – wie es bei mir zum Beispiel der Fall ist.

      Ich kann absolut verstehen, warum man von Gabi nicht sonderlich viel bzw. überhaupt nichts abgewinnen kann und das ist auch völlig legitim, weil es ein absolut subjektives Empfinden, ob man mit einem Charakter sympathisieren kann oder nicht. Was ich jedoch nicht verstehen kann, ist, dass ein so großer Teil der Leserschaft da draußen – sei es im deutschsprachigen oder englischsprachigen Raum – so einsichtig denkt. Dieser Wunsch darüber, dass Gabi endlich sterben soll, wird nun schon seit geraumer Zeit [primär seit Kapitel 105] in die Öffentlichkeit geschrien und mittlerweile finde ich es doch ein wenig übertrieben oder gar erschreckend, dass dieser Hass gegenüber diesem Charakter nach wie vor in einem so hohen Maße gegeben ist. Natürlich hat sie Nervpotenzial, aber Gabi ist von allen Neuzugängen der Charakter mit dem größten Entwicklungspotenzial und es liegt doch sowas von eindeutig auf der Hand, dass diese in Zukunft eine enorme Charakterentwicklung hinlegen wird. Im Gegenteil, wir sind doch gerade dabei ihre Charakterentwicklung mitzubekommen?

      Denn diese Blicke, die sie in diesem Kapitel der Braus-Familie zugeworfen hat, waren keine Blicke, in denen sie gezeigt hat, dass sie stolz darauf ist, was sie dieser Familie angetan hat. Es waren Blicke, die auf Traurigkeit, auf Reue und vor allem auf Empathie ausgelegt waren und das ist für diese Art von Charakter in Sachen Charakterentwicklung ein unglaublich großer Schritt. Dementsprechend verstehe ich hier wiederrum nicht, Sanalf, warum das Potenzial darüber, dass Gabi aus all dem nichts lernt, in deinen Augen nicht mehr sonderlich gegeben ist? Dieses Potenzial ist doch mehr als vorhanden und es ist gerade dabei, sich richtig zu entfalten. Warum kann man dafür nicht noch ein bisschen mehr Geduld aufbringen? Man kann doch nicht erwarten, dass ausgerechnet ein Charakter wie Gabi in so einer kurzen Zeitspanne aufhören wird, darüber zu predigen, dass alle Paradisler schlechte Menschen sind, nur weil sie in eine Familie untergebracht wurde, die mit so viel Nettigkeit auf sie zugegangen ist. Dafür wurde sie zu sehr von ihrer Familie manipuliert und auch der Angriff auf Liberio hat sie in der Hinsicht zu stark geprägt.

      Und ich finde es auch nicht fair, dass man Falco aufbringen muss, um Gabis Charakter schlecht zu reden – und auch das ist ein Aspekt, den ich in den letzten Monaten des Öfteren lesen durfte. Ja, die beiden wurden zusammen eingeführt und diese beiden bilden quasi ein Duo, aber: Falco ist ein absoluter Ausnahmecharakter, er ist ein Diamant in dem ganzen Scherbenhaufen. Dass ein Kriegerkandidat überhaupt so viel Nettigkeit und Fürsorge an den Tag legen kann, grenzt fast schon an ein Wunder. Nichtsdestotrotz ändert Falcos Nettigkeit nichts daran, dass auch Gabi Fürsorglichkeit und Nettigkeit zeigen kann, wie man es gegenüber ihrer Familie und ihren Freunden gesehen hat. Auch das Gespräch zwischen ihr und Falco in Kapitel 105 – und das ist in meinen Augen ein Charaktermoment, der sehr unterschätzt wird – hat gezeigt, dass ihr Charakter nicht nur daraus besteht, alle Pardisler abschlachten zu wollen, sondern dass sie ein Ziel vor Augen hat, welches auf einer gewissen Tiefgründigkeit beruht. Sie will von der Gesellschaft angenommen werden, sie kämpft für sich und ihre Mitmenschen, dass diese eines Tages in Freiheit leben dürfen, ohne unterdrückt oder bespuckt zu werden. Sie ist einer der wenigen Charakter, bei dem man weiß, was sie wirklich möchte und genau aus diesem Grund wird sie in Zukunft noch eine so große Wichtigkeit haben. Und dass es so viele da draußen gibt, die dieses Privileg darüber, dass man als Leser eine so große Weitsicht über dieses Werk verfügt und dies gerade im Bezug zu Gabi nicht richtig wahrgenommen wird – dafür habe ich wenig Verständnis.

      Dementsprechend möchte zum Kapitel an sich nicht mehr viel sagen, weil der ganze Konflikt rund um Gabi das war, was das Kapitel primär ausgemacht hat. Ich glaube wirklich, dass mit diesem Schlag – im wahrsten Sinne des Wortes – die Kehrtwende eingebrochen ist, die Gabi gebraucht hat, um sich von dem lösen zu können, was sie so geprägt hat. Es ist die Ironie schlechthin, dass sie von einem Marleyan so dermaßen verprügelt worden ist, nur um von Paradislern gerettet zu werden. Das wird vermutlich an ihr nagen und die Tatsache, dass Falco nun wegen ihr in so einer absolut beschissenen Position steckt, wird ihrem Selbstwertgefühl wahrscheinlich nicht sonderlich zu Gute kommen. Zumindest hoffe ich, dass sie erfahren wird, was Falco da ungewollt eingenommen hat.
      Was die Situation um Falco anbelangt, so kann ich momentan echt nichts Positives davon abgewinnen. Es tut mir fast schon im Herzen weh, dass ein so liebevoller Charakter wegen so einem Missgeschick in so eine ekelhaften Lage gebracht wurde. Zwar wurde es von etlichen Kapiteln vorausgedeutet, dass Falco den Rüstungstitanen annehmen wird, aber ich hoffe nach wie vor, dass es es irgendeinen Weg gibt, der ihm von diesem Fluch abhält bzw. löst.
      Von wem ich allerdings sehr viel Positives abgewinnen kann, ist Mikasa, die mich mit ihrer momentanen Darstellung einfach nur begeistert. Mikasa ist das Gleichgewicht in Person, sie ist neutral, sie handelt differenziert, sie sagt alten, gierigen Oberhäuptinnen die Meinung und präsentiert nach wie vor ihre Fürsorglichkeit, in dem sie andere beschützt. Ja, Mikasa gefällt mir momentan so dermaßen gut, sodass ich auch hoffe, dass sie ihre Eigenständigkeit in Gegenwart von Eren noch beibehalten wird. Dass sie ihre eigenen Entscheidungen trifft, die sie persönlich auch für richtig und nicht einfach mitläuft. *fingers crossed* In diesem Sinne… :D:D

      Fazit: Gutes Kapitel, starke zweite Hälfte. Statt ein Gespräch zwischen Eren, Mikasa und Armin zu sehen, kriegen wir nun ein Gespräch zwischen Gabi, Mikasa, Armin spendiert … was ich kaum erwarten kann. Bis dahin… :D:D