Beziehungen, Dating, Freundschaften etc.

    • Hallo Chaos Maniac,

      Ich denke es gibt hier zwei Aspekte die man anschauen kann. Der erste Aspekt ist das Mädchen selber. Da du die Geschichte nur von deiner Seite schildern kannst, fällt hier eine komplett objektive Beurteilung weg. Ich würde aber stark vermuten, dass du bei diesem Mädchen nichts verpasst hast und du ihr sicherlich nicht hinterherdenken solltest. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich lege wert darauf höflich zu sein und mit ein Mädchen, dass überhaupt jemandem den Stinkfinger hinhält und "Fuck you!" sagt, würde ich nicht daten. Das hat auch nichts damit zu tun wie eine Frau sein soll, sondern wie ein Mensch sich verhalten sollte gegenüber anderen Mitmenschen. Es ist aber nicht so, dass ich nicht mit solchen Frauen befreundet bin. Ein paar meiner Freundinen würden, je nach Situation sicherlich, jemandem den Stinkfinger zeigen und rumbrüllen. Damit habe ich nicht wirklich ein Problem bzw platonische Freundschaft pflegen ist da für mich kein Problem aber daten oder sogar feste Freundin kommen für mich da eher nicht infrage. Aber das ist jetzt einfach nur für mich gesprochen. Hier war die Reaktion aber auch nochmal viel zu übertrieben. Ich glaube keine meiner Freundinen würde sowas machen. Ich denke mit dem Mädchen ist dir also nichts durch die Finger gerutscht und du hast nichts verpasst. Den Aspekt solltest du abhacken und gut ist.

      Der zweite Aspekt ist die Zurückweisung ansich. Du wurdest zurückgewiesen, sei es sein Aussehen oder ein Charakter. Das tut weh egal was für eine Person dich zurückweist. In deiner Geschichte ist höchstwahrscheinlich die Zurückweisung, die dich immernoch beschäftigt und nicht das Mädchen. Hier liegt also dein Problem. Das ist etwas, dass jeder von uns durchmacht und etwas womit jeder von uns klarkommen muss. Du könntest es auf dein Übergewicht schieben aber Fakt ist, dass auch schlanke Menschen zurückgewiesen werden und selbst wenn du wie Clooney aussehen würdest und nespresso-Werbung machst, du lernen müsstest mit Zurückweisung umzugehen. Das ist denke ich etwas woran du arbeiten musst.

      Du hast zwar auch explizit geschrieben, dass du übergewichtig bist. Aber das hat denke ich wenig mit den eigentlichen Thema zu tun, ausser das du darin den Grund vermutest. Es zeigt eher, dass du vielleicht hier mit dir selber unzufrieden bist? Ich denke nicht, dass der BMI eine Schönheitstafel ist und kaum echte Relevanz hat. Doch denke ich, dass ein guter und gesunder Lebenstill wichtig ist, nicht für andere sondern für dich, den du hast je nach dem gleich doppelt bis dreimal soviel Energie um Dinge zu tun in deinem Leben, egal in welchem Bereich, wenn du dich gesund ernährst. Aber da bin ich jetzt abgeschweift. Da könnten wir eher den Meisterkoch Sanji fragen, aber der würde uns wahrscheinlich dann gleich einen Votrag zu halten wie wichtig die Ernährung für die Strohhutbande und ihre Reise ist.

      Und auch wenn meine Ansicht ein wenig "Alle special Snowflakes" ist, glaube ich das jeder Mensch auf seine Art wunderbar gemacht ist und bei jedem Menschen früher oder später andere Menschen ins Leben treten werden, die dieses Wundbare sehen können. Dieses Mädchen bei dir? Ich denke nicht ;)

      Gruss
      Naser
    • Das ist ja nicht einmal eine Sache von Männern oder Frauen. Der Mensch tickt einfach so. Wenn jemand mit dir flirtet oder dergleichen, der dir sympathisch ist, reagierst du da ganz anders drauf, als wenn er dir unsympathisch ist. Und beim Thema Sympathie spielt das Aussehen eine enorme Rolle - bei JEDEM. Wenn der- oder diejenige pottenhässlich ist, wirkt eine Anmache ganz anders als wenn da einem ein Prachtexemplar des jeweiligen Geschlechts gegenüber steht. Dabei könnte sonst alles gleich sein. Die Sache ist auch die, dass man gar nicht mal grundsätzlich hässlich sein muss. Mal von gewissen Ausnahmen abgesehen, ist das ja komplett relativ. Gepflegtes Äußeres, die Art wie man spricht, etc., all das kann entsprechend dafür sorgen, dass der/die Angebete eher angewiedert reagiert. Das mag nicht fair sein, aber der erste Eindruck zählt nun einmal. Manchmal kann man nicht einmal was dafür, weil z.B. die eigene Stimme beim Gegenüber irgendwie Brechreiz verursacht(warum auch immer) oder man sich im wahrsten Sinne nicht riechen kann. Nur sollte jeder Mensch in der Lage sein, auf sowas mit dem entsprechenden Respekt zu reagieren. Wer das nicht schafft, der ist einfach mal ein Arschloch, ob nun Männlein oder Weiblein. Auf beiden Seiten gibt es das. In diesem Fall würde ich also gar nicht mal auf das Gewicht eingehen. Ich hab viele Frauen erlebt, denen das Gewicht vollkommen egal ist, wenn derjenige sonst interessant ist - äußerlich UND innerlich.

      So mal ganz am Rande, was für mich auch an Respektlosigkeit nicht zu überbieten ist in puncto Dating, ist jemandem ein Date auszuspannen. Hab ich jetzt schon mehrfach gehört, dass es Kerle gibt, die Frauen angraben, die gerade in einem Date sitzen und das bei vielen Frauen sogar positiv rüberkommt. Quasi nach dem Motto "Hey Süße, wenn der Langweiler dir zu blöde wird, komm zu mir rüber. Ich lad dich auf nen Drink ein" oder so.

      Aus persönlicher Sicht kann ich ansonsten Leute nicht ausstehen, die mit ihrem Date spielen, Stichwort Friendzone oder Warmhalten. Zwar sind die Betroffenen da meist selbst Schuld, das kenne ich aus eigener Erfahrung, aber wenn man das merkt und kein Interesse hat, sollte man da offen und ehrlich drauf reagieren und nicht mitspielen. In dem Sinne bin ich ganz froh, dass ich mein Gegenstück gefunden habe und die Sorge nicht mehr habe. :D
    • Ich wollte etwas kurzes Persönliches loswerden. Es steckt nichts weiter dahinter. Ich möchte einfach nur diese Geschichte erzählen.

      Mein ganz persönlicher Kampf mit einer transsexuellen Freundin und das beschissene Ende einer mehr als 17-jährigen Freundschaft.

      Ich habe lange überlegt, ob ich diese Geschichte in den Thread zu Sexualität schreibe oder in den zu Freundschaft. Ich habe mich glaube ich, auch hier, richtig entschieden. Denn für mich war sie zuallererst vor allem eine Freundin. Ich werde die andere Person, um die es geht, als M. bezeichnen. Diese Person ist transsexuell (M→F), ich werde daher, weil das nämlich eine gewichtige Rolle in dem Ganzen spielt, zu den jeweiligen Zeiten mit dem jeweils unterschiedlichen Geschlecht bezeichnen, ich bitte dafür um Verständnis. Man kann seine Geschichte auf dieser Welt nicht ändern, und während sie jetzt eine sie ist, und ich sie auch als solche bezeichne, war sie es damals nicht, deswegen werde ich sie in Referenz zu damals auch als er bezeichnen, denn das war sie damals schließlich.

      Ich bin im Moment 27 Jahre alt und habe vor ungefähr zwei Wochen die Freundschaft zu M. beendet bzw. beenden müssen, die seit der 4. Klasse bestand. Wir waren die nerdigen Außenseiter in der Grundschule, malten unsere eigenen Unterwasserwelten auf Papier, spielten damals schon leidenschaftlich gern PC oder im Park und machten vieles außerhalb der Schule gemeinsam, in der Regel mehrmals die Woche. Nach der 6. Klasse gingen wir auf verschiedene Schulen, und unsere Freundschaft verlief im Sand, bis ich eines Tages in der Nähe seiner alten Wohnung vorbei lief. Das war zwei Jahre später. Ich dachte mir nichts weiter dabei und schaute mal auf die Klingenschilder, ob er noch dort wohnte und hatte tatsächlich Glück! Ich klingelte und er und seine Mutter waren sogar da. Ich fragte, ob wir uns mal wieder treffen wollten und das taten wir und wir fanden bald auch wieder ein gemeinsames Hobby, das Schach-Spielen, in dem wir uns immer und immer wieder ebenbürtig waren. Wir haben in regionalen Turnieren und Meisterschaften teilgenommen, und das mit wechselndem Erfolg und aus dem Schach-Training wurde allmählich wieder eine Freundschaft, wie man sie sich wünschen konnte. Mit allem Drum und Dran. Unsere Freudnschaft hat zwei Schulen in unserem Bezirk nicht nur einiges an Geld (für Schach-AGs und Turniere) gekostet, sondern auch ein bisschen eine bessere Beziehung zwischen einer Hauptschule direkt neben einem Gymnasium gegeben.
      Die Jahre gingen dann ein wenig dahin. Von gemeinsamen Studiums-Versuchen, die aus verschiedenen Gründen scheiterten oder dem gemeinsamen Freundschaftskreis, bis Ende 2014 änderte sich wenig. Eine ganz normale gute und tiefe Freundschaft. Dann wurde es anders.

      M. fing an sich als Frau zu verkleiden (nicht sehr gut), und was mich nie gewundert hätte, hatte sich nun endgültig andgedeutet. Bis Juni 2015 kamen einige peinliche Momente und seltsame (geheimnisvoller Umzug, den sein Freundeskreis nicht mitkriegen sollte) noch dazu, aber im Großen und Ganzen blieb alles beim Alten.
      Im Juni 2015 fing er an, jeglichem Kontakt mit mir aus dem Weg zu gehen. Sämtliche Kontaktaufnahmeversuche meinerseits wurden entweder komplett ignoriert oder mit "Danke mir gehts gut. Tschüss." abgeschmettert. Ich hatte wenige Informationen, weil sich unsere gemeinsamen Freunde sämtlichst (und das war auch richtig so) aus der Sache rausgehalten haben und gesagt haben "das liegt an euch". Ich hatte zwar mitgekriegt, dass er jetzt eine Sie sein möchte und werden wird, aber das war es auch schon.
      Im April 2016 hatte ich die Schnauze voll von der Heimlichtuerei und wollte wissen, warum ich mirnichtsdirnichts einfach mal so von einem Tag auf den anderen von seinem Leben ausgeschlossen wurde und dass, wenn jetzt nicht mal langsam ein Gespräch erfolgt, und sie mir erklärt, was das soll, dass ich dann keine Ahnung habe, warum ich mich überhaupt noch bemühe ständig.
      Sie erschloss mir, dass sie Angst vor mir gehabt hätte und dass ich sie für einen schlechteren und wertloseren Menschen gesehen hätte. Das machte mich wahnsinnig wütend. Ich dachte, sie würde nach 16 Jahren Freundschaft wissen, was für ein Mensch ich bin, und dass ich diese Freundschaft niemals deswegen hinschmeißen würde.

      Ich habe dann schwer darüber nachgedacht und etwas gesehen, aber zuerst noch eine kurze Erklärung:
      Ich bin gläubig und mein ganzen Leben in einem Wertegefüge aufgewachsen, was ich zu einem sehr großen (nicht identischen) Teil auch immer noch für gut, richtig finde und nach dem ich lebe. Ich war halt immer das brave Mädchen, und bin es im Vergleich zur Gesellschaft auch heute noch.
      Um zu verstehen, warum das ein Problem ist, möchte ich etwas ausführlicher werden, was meine Einstellung ist, da ich sonst die Geschichte nicht angemessen weitererzählen kann. Ich habe die Einstellung - das zu diskutieren ist nicht Zweck der Sache dieses Threads, bitte lasst das jetzt hier einfach mal stehen - dass Sexualitätsprobleme jeglicher Art (ich habe mit Asexualität ebenfalls in diesem Bereich Probleme) ähnlich wie Umstände wie Familie und Ort eine Art Aufgaben sind, mit der Gott uns durch das Leben schickt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott uns mit Absicht so (auch mit diesem Problemen und Neigungen) geschaffen hat und sie uns als Lebensprüfung gegeben haben, mit denen wir klar kommen sollen. Ich glaube, dass Homosexualität, Transsexualität, Asexualität oder andere "Abnormalitäten" schwere Bürden sind und alle, die darunter leiden (zu denen ich mich auch zähle, weil ich vermutlich niemals einen Partner kriegen werde), aber nicht gewollt sind, und wir für das Aushalten dieses Leidens am Ende unseres Lebens einen anderen Maßstab bekommen, der nicht hart ist, sondern belohnend. Jeder Mensch hat Probleme, Schwierigkeiten, Laster und Leiden, und ich unterscheide da nicht zwischen sexuellen Problemen, körperlichen Behinderungen, seelischen oder sprachlichen Behinderungen, chronischen Krankheiten, Depressionen, schwierigen Umfeldern und allem, was es sonst noch gibt. Ich konnte also M.'s Entscheidung - wie von ihr erwartet - nicht gutheißen. Aber ein Mensch wird für mich - ähnlich wie ein Ehemann, der seine Socken im Wohnzimmer liegenlässt - nicht durch seine Taten weniger wert für mich! (!!!!!!!!!)



      Ich hatte in der Vergangenheit in der Freundschaft stets den Part der "großen Schwester" übernommen und sie oft ziemlich untergebuttert. Meine beste Freundin W. (mit der M. (als Mann) eine Beziehung hatte) meinte zwar, M. solle eher dankbar sein, weil ich nur Gutes in M.s Leben gebracht hätte und M. eher dankbar sein sollte (sie sind immer noch bis heute gut befreundet), aber ich fühlte mich, als ob ich ihr damals ungewollt Unrecht angetan habe, indem ich in unserer Freundschaft so dominant war.

      Ich entschuldigte mich also dafür und sagte ihr, dass ich ihre Entscheidung zwar nicht unterstüzen würde, aber ihr keine Steine in den Weg legen werde, weil sie ihr Leben selbst leben muss. Ich habe ihr gesagt, dass ich mich verletzt fühle, dass sie ANGST vor mir hatte und mich offensichtlich nicht richtig kannte, und dass sie mächtig falsch liegt, wenn sie glaubt, dass ich 16 Jahre Freundschaft einfach so wegwerfen werde. Ich sagte ihr, dass ich weiterhin ihre Freundin bleiben würde, auch wenn ich sie in dieser Angelegenheit nicht unterstützen kann und will.

      Das gab einen Knacks in der Freundschaft. Dann fing es Frühling 2016 richtig an ernst zu werden, Hormontherapie hatte angefangen, und ich bin trotz unwohligem Gefühl, mit jemanden mit Bartschatten im Kleid rumzulaufen, mit ihr überall hingegangen. Ich habe mich unwohl gefühlt, aber den Scham immer beiseite geschoben, versucht, nie etwas zu zeigen.
      Das Schlimmste allerdings war die Zeit, in der sie anfing hoch zu sprechen und die Stimmbänder noch nicht so weit waren. Es resultierte in Monaten von Krächzen, die mich als audiophile Person ganz real IRRE machten. Derart irre, dass ich manchmal den Raum verlassen musste, um zu schreien.

      Auch für sie lief es nicht leicht und schön, ALLE Freunde und sogar die Familie verließen sie, ließen sie im Stich, kappten den Kontakt und ihre eigene Mutter (!) - als M. ihre Mutter im Krankenhaus besuchte - schlug sie und sagte ihr, dass sie sie verstoßen würde, da sie keine Tochter, sondern einen Sohn geboren hätte. Eine furchtbare Schuld, und ein kaum in Worte zu fassender furchtbarer Akt der Mutter, mir tut M. aus jeder Faser der Seele leid und ich litt mit ihr.

      Ich suchte also wieder ein Gespräch, ich sagte, dass ich anders als die anderen Freunde von uns, sie ja nun schon ein paar Jahre länger kannte, und dass ich nicht von einer Sekunde von "er" auf "sie" umschalten konnte. Ich würde es versuchen zu 100% dran zu denken, aber es Zeit brauchen könnte, und ich um Nachsicht bete wenn mir ein "er" rausrutscht, da ich sie schließlich 15 Jahre als ihn kannte, und dass ich tierische Probleme habe mit ihrer Stimme und auch da um Nachsicht bitte, wenn ich es manchmal nicht all zu lange mit ihr aushalte.
      Diese Nachsicht wurde mir leider verwehrt. Ich wurde bei jedem "er" klar darauf hingewiesen, auch wenn ich es selbst bemerkte, was fast immer der Fall war. Und ich wurde mehr als vorher zugelabert, als ob eine Konfrontationstherapie helpfen würde.

      Ich nahm mir eine Psychotherapeutin, mit der ich dieses Thema sehr ausführlich besprach. Durch sie wurde mir z.B. wie oben beschrieben klar, dass ich immer die große Schwester war. Für mich ergaben sich nämlich mehr Unannehmlichkeiten. Was sollte ich meinen strengen weniger weltoffenen Eltern sagen? Mein bester Freund ist schwul, ich bin asexuell, meine beste Freundin hatte vor der Beziehung M. noch was mit ner Frau,/ nun ist auch noch M. transsexuell? Ich hatte das komplette Farbspektrum von Sexualität in meinem Freundeskreis, und das als braves christliches Mädchen. Das passte einfach nicht. Was sagen meine Brüder? Bin ich verrückt?
      Ich stellte mein Weltbild auf den Kopf, hinterfragte Werte, Glauben, zweifelte an mir selbst, an meinem Charakter, an meinen Gefühlen. War ich intolerant und ein Arschloch? Ich besuchte sogar Internet-Seiten, wo Leute von ihren Transitionen erzählten, damit ich besser verstehen konnte, was in ihr vorgehen musste.

      Es wurde schlimmer, M. tat und vertrat nun 2016 alles, was mir widerstrebte, als ob sie sich wie ein Teenager gegen seine Mutter wehrt. Alles was sie gut und richtig fand früher, war nun Mist, denn ich vertrat diese Meinung immer noch. Mir das alles mehr und mehr unter die Nase zu halten, wurde ein großes Hobby.
      Am schlimmsten war, dass sie alle Hobbies und Interessen, vor allem die, die uns viele Jahre verbanden, wie Schach (sie hatte über 20 Schacbretter in ihrer Wohnung ausgestellt und an die 50 Schachbücher, sie war wirklich ein Freak!) nun aus ihrem Leben verbannte. Es drehte sich nur noch um Transsexualität.

      Sie warf alte Meinungen (z.B. hatte sie maßgeblichen Anteil an der Datenschutzpolitik der Linken in den vergangenen Jahren und immer gegen Facebook und co. erbittert gekämpft) über Bord.
      Auf einmal verschwand alles, was einmal war und wurde mit LBGT-Themen und "ach ich bin ja jetzt eine Frau, also mach ich jetzt so Sachen, die Frauen machen" gefüllt. Jeden Abend, den wir redeten (mein Freundeskreis nutzt meinen Teamspeakserver seit fast 10 Jahren als Hauptkommunikationsmittel für alles), wurde über sie geredet, und ihre Transition, und ihre Gefühle und ihre Probleme, und wie intolerant ich doch wäre, und dass Christen sowieso alle scheiße sind und sie morgen wieder in eine Lesbenbar geht, mir wurde direkt alles in die Fresse geteilt und geschrieben, was meiner Einsicht entgegenlief.

      Als meine absolute Herzensangelegenheit, für die ich jedes Jahr auf die Straßen gehe und mich von linken Idioten bewerfen und bespucken lasse - der Kampf für das Leben und gegen Abtreibung - von ihr angegriffen wurde, vor zwei Wochen reichte es mir.

      Ich schrieb ihr einen langen Text, in dem ich mich richtig auskotzte. (Ich kann mich schriftlich deutlich besser ausdrücken als über Stimme, aber ich stehe immer zu diesem Wort und rede auch immer darüber mit dieser Person von Angesicht zu Angesicht reden, es ist nicht feige, ich trete dabei nur in weniger Fettnäpfchen und kann mich einfach besser asusdrücken und vermeide so Missverständnisse, und das wusste nicht nur M. - das wissen alle meine Freunde.) Dass ich - als die Person von allen, die sie kannte, den mit Abstand größten und besten Grund gehabt hatte VON ALLEN, diese Freundschaft zu beenden. Aber ich tat es nicht - ich wollte ein wenig Dankbarkeit dafür. Dass ich mich selbst und alles, wofür ich stehe, hinterfragt hatte, dass ich stets versuchte, alles runterzuschlucken und stehen zu lassen, was sie mir an hanebüchenden Sachen angetan hat, dass ich Verständnis hatte, und dass ich mich mit ihr in der Öffentlichkeit gezeigt habe, auch als sie noch sehr unansehnlich aussah, dass ich sie nie hab im Stich gelassen. Dass ich ihr bei ihrer Wohnungsumgestaltung geholfen habe.
      Ich wollte ein klein wenig Dankbarkeit dafür. Ein Zeichen von "ich sehe, dass du dich bemühst, auch wenns (noch) nicht das ist, was ich will, aber danke dafür"
      Dass ich auch mal von ihr gefragt werden wolle, wie es mir geht, weil ich nicht 2 Stunden jeden Tag gewzungen werden wollte, über ihre Transition zu reden. Dass es auch mal schön wäre, wenn ICH mal was erzählen dürfte, und dass - überraschenderweise - auch andere Menschen im Leben so Probleme haben und gerne jemanden zum zuhören oder Helfen haben wollen oder brauchen.
      Ich hab ihr geschrieben, dass sie sich mir gegenüber gemein und abwertend verhält und sie - auch wenn sie als Frau nun noch neu/"ein Kind" ist - trotzdem alt genug ist und wieder erwachsen werden sollte. Dass nicht nur sie Gefühle habe, sondern ich auch. Und wo wir schon hudnerte Stunden über ihre Gefühle geredet haben, es vielleicht mal ganz fair wäre, wenn wir mal über meine reden würden.

      Daraufhin kamen erstmal außer der persönlichen Hetze und Angriff über Facebook von einer ihrer neuen LBGT/Hardcore-Feminismus/Linksradikal-Freundin, die sie kurzerhand anschleppte und nur wütende Emotes und dumme Sprüche, aber dann wollte sie doch reden nach einer Weile.

      Sie sagte mir dann, dass mir kein Dank gebührt, weil ich genau wie die Gesellschaft falsch liege und das nicht ansatzweise das Level an Respekt ist, den man ihr zu geben hat. Wenn ich ihre Transition nicht akzeptieren könne, dann würde ich auch ihre Existenz nicht akzeptieren, und sprach mir die Fähgikeit ab, Entscheidungen und Taten von dem Wert eines Menschen getrennt zu sehen.

      Ich war derart perplex in dem Moment, dass mir fast die Worte fehlten und sagte ihr dann gefasst, dass ich auf so keine Grundlage für ein Weiterbestehen dieser Freundschaft sehe. Dem stimmte sie zu und damit war das Thema nun endgültig durch.

      Nach einem solchen Gespräch suche ich immer nach Fehlern von mir, ob ich mich unangemessen verhalten habe, etwas falsches gesagt, oder Mist gebaut habe oder falsch lag... kurz gesagt, ob ich mich entschuldigen muss. Und es war glaube ich das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich nach so einem Streit für 100% im Recht befunden habe. Nicht 99 oder 50 oder 75%, sondern 100.
      Ich hatte kein schlimmes Wort verloren, die Fassung nicht verloren, bin nicht auf die Beleidigungen und Angriffe ihrerseits eingegangen. Ich war absolut ruhig und ehrlich gesagt erleichtert.


      Ich muss mich nun nicht täglich als intolerant bezeichnen lassen, mich nicht mehr 2 Stunden mit dem Thema Transsexualität beschäftigen und vor allem, mich nicht ständig in Anwesenheit von Freunden streiten.

      Jetzt sind es nur noch die Menschen, die schon vorher zu ihr standen, die sie ausnahmslos durch mich kennen gelernt hat. Ihre eigenen Freunde haben sie verlassen, sie wohnt jetzt mit einem Taugenichts zusammen, mit dem ich früher auch befreundet war, der mich - wie so einige andere im Leben - verarscht hat und die Vergangenheit mit mir leugnet.
      Sie hat ihren Job gekündigt, in dem sie akzeptiert und respektiert war, um kostenlos bei der Schwulenberatung zu arbeiten und mit ihrer beschränkten Intelligenz, Lernschwäche und Lese-Rechtschreibschwäche noch ein Studium in Sexualwissenschaften anzufangen, lebt vollständig in ihrer Traumblase von Regenbogen und Lesben-Bars und Beziehungen mit anderen Frauen, die durchschnittlich 2 Wochen halten, ist hoch verschuldet, hat keine Ahnung, wie sie irgendwas bezahlen soll, aber soll sie machen...

      Es ist jetzt zum Glück alles nicht mehr mein Bier. Ich bin frei. Endlich.

      Meine beste Freundin W. sagte mir, dass sie nicht gedacht hätte, dass ich es je so lange ausgehalten hätte mit M.
      Und meine Mutter meinte, dass kaum eine Freundschaft dazu bestimmt ist, ein ganzes Leben lang zu halten. Freunde wären Lebensabschnittbegleiter.

      Dieser Abschnitt ist nun vorbei.
      Ich danke für das Lesen. Ich musste das irgendwie noch einmal vollständig irgendwo festhalten für mich selbst und das noch einmal loswerden.

      Bitte zerdiskutiert das Ganze jetzt nicht in politischem oder gesellschaftlichem oder religiösem Kram. Es ist einfach nur eine Geschichte, die mir wichtig ist weil einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben nicht mehr meine Freundin ist.

      Danke.
      Die Farbe Weiß bleibt dem künstlerischen Ausgangsmaterial am nächsten und schließt jede Ablenkung und Illusion aus.
      Sie erlaubt, unmittelbar über die Grundfragen des Kunstwerkes zu reflektieren.
    • Hi White

      Wer ausschließlich der Gebende an Liebe und Zuwendung ist, ohne auch einmal etwas zu empfangen, ermüdet auf Dauer in seinem Geben und ist zutiefst enttäuscht. Wer auf der anderen Seite ausschließlich nimmt, der verzehrt die Substanz einer menschlichen Verbindung. (Ehe, Familie, Freundschaft etc.)

      Liebe ist eine Herzenseinstellung mit dem man anderen Menschen begegnet. Wenn man seine eigenen Bedürfnisse für jemanden anderen zurückstellt, dann ist das, weil man ihn, den Menschen, mag, schätz und sehr gerne hat (ihn "liebt").

      Man muss sich selbst lieben können um andere zu lieben, denn man niemanden etwas geben was man selbst nicht hat.
      Bspw. Eine total hektische Person wird einem niemals Ruhe vermitteln können, egal wie oft er sagt: "Bleib ruhig." Und das mit einer Geschwindigkeit, dass man es kaum verstehen kann und dabei noch nervös auf und ab geht.

      Ich kann die Person M. nicht beurteilen und habe dazu auch kein Recht. Vllt kann sie dir nichts entgegenbringen, weil sie sich selbst nicht lieben kann und dementsprechend auch keinen Anderen.

      Wichtig für mich persönlich ist, unabhängig der Person, dass ich ihr immer mit dem nötigen Respekt begegne die ihr zusteht.
      Dh. Wenn ich mich mit einem Freund ge- oder verstritten haben, weil wir zwei völlig verschiedene Meinungen zu einem Thema haben. Dann heißt das aber nicht, dass ich ihm nicht zum Geburtstag gratuliere oder ihm etwas leihe wenn er etwas braucht.

      Und wenn ich eine Person liebe, dann um so mehr.
      Ganz nach dem Motto: Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauche ich deine Liebe am meisten.

      !Aber! Lieben heißt nicht alles und jedem hinterher zu rennen, sondern die helfende Hand öffnen und reichen, wenn sie gebraucht wird, anstatt sie zu verschließen !



      "Unser größter Ruhm ist nicht, nie zu fallen, sondern jedesmal wieder aufzustehen, wenn wir fallen."
      ->KsE<-
    • J.C. schrieb:



      Man muss sich selbst lieben können um andere zu lieben, denn man niemanden etwas geben was man selbst nicht hat.
      Bspw. Eine total hektische Person wird einem niemals Ruhe vermitteln können, egal wie oft er sagt: "Bleib ruhig." Und das mit einer Geschwindigkeit, dass man es kaum verstehen kann und dabei noch nervös auf und ab geht.




      Das halte ich für ausgemachten Schwachsinn und ist eher eine Binsenweisheit, die eigentlich ein falsches Bild vermittelt.
      Liebesbeziehungen führen kann man demnach nicht, wenn man sich nicht selbst liebt - kaum jemand steht mit Selbstliebe morgens auf und ist grenzenlos überzeugt, (fast) jeder zweifelt, hat schlechte Phasen und entwertet Teile von sich.

      Und auch der zweite Teil ist überaus fraglich. Ich kann bestätigen, dass eine nervöse, unruhige Art, hektisch und ungeduldig nicht gerade der optimale Nährboden für beruhigendes Einwirken ist, allerdings kann ich persönlich durchaus soetwas vermitteln.
      Allgemeingültige Regeln für One Piece-Foren:
      1. Verwende Wörter wie "Narration", damit klingst du klüger.
      2. Verwende einen Nickname mit einem D. zwischen zwei zusammenhanglosen Eigennamen.
      3. Berufe dich auf Youtube, das macht dich glaubhafter.
      4. Erwähne Wörter wie Monstertrio oder Awakening so oft wie möglich, das zeigt, dass du vom Fach bist.
      5. Wenn jemand anderes Recht hatte, erwähne auf keinen Fall eine Art von Anerkennung.
    • Hi S.K.Lovejoy

      Anscheindend habe ich mich wohl nicht verständlich ausgedrückt.
      Eine (Liebes)beziehung kann man nur erfolgreich führen, wenn sie von beiden Seiten "gelebt" wird.
      Dafür muss man sich gegenseitig Lieben und sich selbst!


      Mit sich Selbst lieben meinte ich, dass man sich mit all seiner Fehler lieben kann. Nicht so wie von die beschrieben. Grenzenlos jeden Tag selbst lieben und zwar alles an einem für immer und ewig, dass ist ja gar nicht möglich.

      Nein (selbst)lieben heißt für mich, gerade auch die Fehler sehen, erkennen und akeptieren, bei sich und beim Anderen.
      Wenn das Beide können, dann hat man gute Chance auf eine "erfolgreiche" Beziehung in der Beide glücklich sind.

      S.K.Lovejoy schrieb:

      Und auch der zweite Teil ist überaus fraglich. Ich kann bestätigen, dass eine nervöse, unruhige Art, hektisch und ungeduldig nicht gerade der optimale Nährboden für beruhigendes Einwirken ist, allerdings kann ich persönlich durchaus soetwas vermitteln.
      Du sagt es ja bereits, optimal ist es nicht. Aber es kann durchaus erfolgreich sein ;) Vllt sogar maximal, aber das bezweifel ich jetzt *g*


      Das ist meine Meinung, doch ich kann mich natürlich auch irren :)

      Ich möchte keine Diskussion anfangen, nur richtig verstanden werden. Ich verstehe und akzeptiere deine Meinung und wenn die auseinander gehen, dann ist das halt so. Wenn was ist, dann schreib mir doch per PN.
      Schließlich gehts ja eigentlich mehr um White und nicht persönliche Ansichten und Meinungen und ich hoffe ich konnte irgendwie helfen.

      "Unser größter Ruhm ist nicht, nie zu fallen, sondern jedesmal wieder aufzustehen, wenn wir fallen."
      ->KsE<-
    • J.C. schrieb:

      Man muss sich selbst lieben können um andere zu lieben, denn man niemanden etwas geben was man selbst nicht hat.
      Ich denke wir müssen hier zwischen Selbstliebe und Narzismus unterscheiden. Narzismus definiert sich für mich als massloses sich selber ins Zentrum stellen und ist meiner Meinung nach ungesund. Jeder wird irgendwie im heutigen Zeitgeist dazu getrieben, sich selber so sehen zu müssen aber ich denke zwei Narzissten können zusammen, wenn sie so bleiben, auf lange Sicht keine Beziehung führen bzw. Generation beziehungsunfähig.

      Selbstliebe definiert sich für mich dadurch, dass man sich selber wohlgesinnt ist. Jemand der beispielsweise eine Diät machen will, tut dies aus Selbstliebe zu sich selber und liebt sich deswegen selber bereits schon lange in einem gesunden Masse und ist in meinen Augen absolut beziehungsfähig und kann auch im zwischenmenschlichen Bereich so für eine andere Person sorgen und sie lieben.

      White schrieb:

      Ich danke für das Lesen. Ich musste das irgendwie noch einmal vollständig irgendwo festhalten für mich selbst und das noch einmal loswerden.

      Ich bin ebenfalls ein Christ und deine Geschichte, und auch dein Mut sie hier zu erzählen, beeindruckt mich. Ich bin mir sicher Gott wird dir die Liebe, die du gegenüber diesem Menschen gezeigt hast, vergelten auch wenn dieser Mensch dir keinen Dank entgegenbringt. Auch darfst du jede Bitterkeit, Abneigung und negative Gedanken und Emotionen, die du gegenüber dieser Person gefühlt oder gedacht oder gesagt hast, für dich persönlich vor Gott bekennen und dafür Vergebung empfangen.

      Ich glaube, dass Gott den Menschen als Mann und als Frau geschaffen hat und er ein tiefes und kostbares Geheimniss in die Gemeinschaft und Liebe zwischen Mann und Frau gelegt hat, die weit über sexuelle Neigung oder Anziehung hinaus geht und unsere tiefsten zwischenmenschlichen Bedürfnisse sättigen kann. Ich hoffe und bete, dass du emotional mit dieser verwirrenden Freundschaft abschliessen kannst und dies im Leben einmal erfahren darfst.

      Liebe Grüsse
      Naser
    • @ White: Ich habe da selbst schon eine Erfahrungen gemacht und habe da auch gerade eine ähnliche Situation (nicht ganz so schlimm), aber ich kann inzwischen damit ganz gut umgehen. Ich will mal ein paar Erfarungen und Tipps weitergeben. Ob sie dir helfen oder richtig für dich sind, musst du selbst entscheiden. Falls du schonmal die Erfahrung gemacht hast, dass eine Freundschaft (oder Beziehung zuende geht) weisst du das das Zeit braucht. Allerdings kannst du einiges tuhen um den Prozess zu beschleunigen und es dir leichter zu machen. Was leichter gesagt als getan ist.

      Allgemein: Zuerst Situation akzeptieren und mich sich selbst Frieden schliessen. Dann Person (emotional) loslassen und abschliessend reflektieren und draus lernen.

      Ob deine ehemalige Freudin jetzt ein gutes oder schlechtes Leben hat ist unwichtig. Das ändert ja nichts an deiner Situation oder wie es dir geht. Ich denke mal nicht das du dich davon emotional abhängig machen willst, wie es ihr geht oder?

      Bzgl Nachdenken/Warum: Ehrlich gesagt bringt das Nichts (zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt). Zumindest meiner Erfahrung nach und ich habe bei solchen Sachen machmal Wochen und Monate nachgedacht. Entweder ch drehte irgendwann in Kreis mit meinen Gedanken und häufig wenn ich eine Antwort auf das Warum gefunden habe habe ich es mir schön geredet (kurz mich selbst beschissen).

      Versuch den Fokus soweit wie möglich darauf zu lenken auf was du tuhen kannst. Wenn es gerade weh tut, helfen Rituale um es fliessen zu lassen. Wenn gerade Freunde/Familie da sind mit dennen man reden kann ist das schön, aber die sind nicht immer zu Verfügung und dann musst du letzten Endes selbst damit umgehen. Ich selbst höre dann gerne Musik und/oder gehe spazieren.

      Ansonsten eben halt Dinge tuhen die für dich richtig sind und dir gut tuhen. Wichtigen Mitmenschen eine Freude bereiten? Dinge in Angriff nehmen die man aufgeschoben hat?(Neue Menschen kennenlernen? Alleine auf Konzerte, Veranstaltungen und Reisen gehen?) Dinge erleidgen die man ständig aufschiebt....usw.
    • Liebe White,

      danke, dass du dein Erlebnis mit uns geteilt hast, es war interessant das alles aus deiner Sichtweise zu sehen.

      Dein Post hat mir - mal wieder - bewiesen, dass nicht alle Christen automatisch feindlich gegenüber Transsexualität, Homosexualität, etc. reagieren. Das halte ich nach wie vor für ein ganz schlimmes Vorurteil! Denn ich finde, du hast schon so weit es geht Toleranz gegenüber M. bewiesen, weitaus mehr als M. dir gegenüber. M. erscheint mir blind! M. hat sich leider mehr oder minder hinsichtlich der Umstände auch charakterlich verändert - wahrscheinlich ist sie auch eher bewusst zu einem anderen Menschen geworden.
      Was ich für eine Einstellung zu Religion und Christentum habe möchte ich hier nicht genauer erörtern, aber ich glaube auf jeden Fall, dass Gott dir das hochanrechnen wird, wie du dich gegenüber M. verhalten hast. Und bezüglich deiner Sexualität finde ich es sehr stark von dir, dass du dich nicht selbst belügst, ich glaube auch das wird Gott wertschätzen.

      Wie du schon festgestellt hast, hast du zu 100% richtig gehandelt und musst dich für nichts schlecht fühlen. Das ist schonmal der erste Schritt, dass du damit klar kommst. Ich weiß, wie es ist, wenn man Freundschaften kündigt/verliert, manchmal geht es einfach nicht mehr. Ich habe auch schon erlebt, dass ich mich verändert habe und einfach nicht mehr viel damit anfangen konnte, großartig wegzugehen, weil ich arbeiten musste und eine Ausbildung machen wollte. Meine Freundinnen wollten sich damals nur Typen aufreißen und darin hab ich mich gar nicht wiedergefunden. Manchmal ist es dann besser, die Leute machen zu lassen und einen eigenen Weg zu gehen. Ich habe mich damals für den eigenen Weg entschieden, habe dafür jetzt wenig Freunde, aber richtige und weniger anstrengendere Freunde, die auch mal mit mir über mich reden und wollen, dass ich meine Gefühle teile. Natürlich beruht das auch auf Gegenseitigkeit.

      Ich verstehe natürlich, dass dich das nach dieser langen Freundschaft nicht kalt lässt, aber es hat dir doch auch Klarheit darüber gegeben woran du wirklich bei ihr warst. Sie hat nicht gesehen, dass du für sie da warst. Das ist schade, aber zeigt dir, dass die Freundschaft sein Finale erreicht hat. Bestimmt ist es besser so.

      Liebe Grüße
      ladyshanks

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