Game of Thrones

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    • I_love_Nami schrieb:

      Es fängt ja schon am Anfang an. Mit dem Tot von Varys. Eine Figur, die nur wie wenige andere in dieser Serie wirklich nur an das Wohl der Menschen denkt, muss auf so plumpe Art und Weise sterben. Er bekam ja nicht mal die Möglichkeit sich zu rechtfertigen. Hier wurde mal wieder einiges liegen gelassen.
      Varys hat versucht, die Königin zu vergiften. Zudem hat er in der vorherigen Folge bereits angedeutet, bereit dafür zu sein, alles zu tun, um "das Reich" zu schützen. Am Ende ist auch er nur ein Fähnchen im Wind, dass seit Ewigkeiten unter nahezu jedem König gedient und mehr als einmal Loyalität geheuchelt hat. Ob das Motiv hinter seinem Handeln nobel ist, sei mal dahingestellt, aus Sicht eines jeden Herrschers aber ist es Hochverrat. Absolut jeder König hätte ihn dafür hinrichten lassen (müssen). Er kann nicht immer Loyalität heucheln und wenn ihm was nicht passt den Schutz des Reiches und der Bevölkerung vorschieben, um hinterrücks eine Intrige zu planen. Bzw kann er das durchaus tun, aber irgendwann gerät er damit an den Falschen oder fliegt auf, was nun geschehen ist. Er hat in Gegenwart Tyrions, der Hand der Königin, impliziert, dass er Daenerys aus dem Weg räumen(=töten) will. Tyrion bat ihn, das nicht zu tun, woraufhin Varys lediglich erwiderte, dass jeder seine eigene Entscheidung treffen müsse. Also hat Tyrion zwei Möglichkeiten: Entweder er schweigt und verrät somit alles, wofür er in den letzten Monaten/Jahren(?) als Hand an Daenys Seite gekämpft hat oder er verrät Varys, der nicht zum ersten Mal soetwas heimtückisches plant. Tyrion glaubt in dem Moment einfach noch an das Gute in Daenerys und in der Vergangenheit hat sich auch öfters bewiesen, dass ihre Impulsitiät durch den Rat ihrer treuen Berater gezügelt werden kann. Im Grunde hat Varys durch seinen Verrat sicher auch einen guten Teil dazu beigetragen, dass Daenerys am Ende durchgedreht ist. Die Lage war ohnehin schon angespannt(Johns wahre Identität und seine Populatität unter den Westerosi, der Verlust zweier Drachen, die für sie wie Kinder waren, der Verlust Jorahs und etlicher anderer in der Schlacht um Winterfell etc pp). Und dann kommt einer ihrer engsten Berater daher und fällt ihr in den Rücken, will sie gar umbringen.
      Der Plot um Varys war absolut schlüssig, er war sich selbst auch sofort bewusst, was kommt, als er die Soldaten näher kommen hörte. Er hat schon immer mit dem Feuer gespielt und sich nun einmal im wahrsten Sinne des Wortes daran verbrannt.
    • @I love Nami

      Nein, einfach nur nein^^. Ich verstehe es nicht. Von allen Seiten wird zurecht Danys Verhalten in Folge 4 kritisiert, in der sie von Euron komplett überrascht wird und nun, da sie mal Eier zeigt und die Flotte auslöscht wird auch noch gemeckert? Warum? Dieser Punkt war doch astrein umgesetzt, genauso wie so ziemlich alle anderen.

      I love Nami schrieb:

      Im Wasser wartet die größte Flotte in ganz Westeros auf den Angriff des Feindes, nur um in lächerlichen 5-10 Sekunden vollständig ausradiert zu werden. An sich ist doch hier die Szene genau so, wie in der Folge zu vor. Danny fliegt auf Drogon direkt auf die Schiffe zu und wird wieder einmal nicht getroffen. Statt aber den gleichen Fehler nicht zu wiederholen, fackelt sie diesmal alle Schiffe ab. Hätte sie das schon vor Drachenstein genauso getan, dann hätte Missandei nicht sterben müssen. Aber man brauchte natürlich einen Katalysator, damit Danny endgültig denn Weg der irren Königen einschlägt.
      Was heißt denn hier, sie wird wieder einmal nicht getroffen? Zuerst einmal flog sie arglos in Folge 4 durch die Lüfte und dem Sonnenuntergang entgegen, nicht wissend, bzw. nicht sehend, dass hinter den Felsen Euron mit seinen Schiffen lauert. Das kann man durchaus kritisieren, ist aber eine andere Ausgangslage zur heutigen Folge. Heute greift sie von sich aus an und nutzt dabei geschickt die Sonne um Euron und Co zu blenden bzw. sie nicht auf Drogon zielen zu lassen. Sie weiß, dass es ihre Schuld und Leichtfertigkeit gewesen war, die ihren Drachen hat töten lassen. Charakterentwicklung. Punkt.
      Was wäre dir lieber gewesen? Dany hätte nur die Hälfte der Flotte abgefackelt und Drogon wäre getroffen worden, am besten noch von Euron - dem Dragon Slayer? Dann kämen wieder andere die sich darüber echauffiert hätten. Wir können wohl festhalten, dass, egal wie es gelaufen wäre, irgendwer hätte sich immer aufgeregt und einen Rattenschwanz an Kritikern nach sich gezogen, die der Aufregegung wegen und um ihre teils aufgebauschte und künstliche Kritik nach außen zu tragen. Keine Frage, es gibt einige Dinge die man kritisieren kann, aber irgendwo klingt mir gerade das hier komplett überzogen. Dany wäre so oder so auf diesen Weg gekommen unabhängig davon ob Missandei gestorben wäre oder nicht, denn nicht sie ist der Trigger, sondern ihre Position in Westeros, dass sie prinzipiell außer Jon niemand hat der sie stärkt und genau Jon ist derjenige der ihr auch für ihre Ziele am gefärhlichsten werden kann.

      I love Nami schrieb:

      Die Armee, die gegen Cersei zieht, hat ihr Lager direkt an den Mauern von Königsmund aufgeschlagen. Trotzdem hat dies keinerlei Konsequenzen. Immerhin befinden wir uns im Krieg. Somit sollten beide Parteien jedweige Bewegungen und Veränderungen der Gegenseite im Auge behalten. Warum nutzt dann nicht die Streitkraft von Königsmund diese Situation aus. Man hätte das Lager mit einem Pfeilregen überschütten können, große Steine mit Hilfe von Katapulten auf sie schießen können oder die Goldene Kompanie vernünftig nutzen können (doch dazu später mehr). Es gab so viele Möglichkeiten, diesen Fehler zu bestrafen. Doch nichts geschah.
      In der Nacht durfte Tyrion noch einmal mit seinem Bruder reden, damit dieser Cersei zum Aufgeben überredet. WIRKLICH, hat den Tyrion nicht spätestens mit der letzten Folge verstanden, dass man mit Cersei nicht vernünftig reden kann und solche Versuche nur vergeudete Lebenszeit ist? Ich frage mich wirklich, wo der scharfe Verstand von einst wohl hin ist. Wahrscheinlich hat er ihn sich weggesoffen, denn anders ist es nicht mehr zu erklären.
      Ein kleines Highlight hat die ganze Szene noch. Der Blutung und Arya kommen vorbei und Arya sagt ganz einfach, dass sie Cersei töten wird.
      Kann man kritisieren, empfinde ich aber ganz anders. Die Szene zwischen Jamie und Tyrion war wichtig und zumindest für mich - herzzerreißend. Letztlich hatte er sogar recht behalten, denn Cersei hatte selbst Dany unterschätzt und letztlich musste sie feige fliehen und sterben. Tyrion ist klar der tragische Held der Staffel, dennoch sehe ich ihn auch bis zum Ende noch am Leben. Kritikwürdig ist dennoch, dass Dany und Jon direkt unterhalb der Mauern Kings Landings gehaust haben, weniger aber, dass sie der Goldenen Kompanie gegenüberstanden und warteten.

      I love Nami schrieb:


      Nachdem die Streitmacht zu See ausgeschaltet wurde und so gut wie alle Skorpione zerstört sind muss die Goldene Kompanie dran glauben. Was soll der Scheiß. Für was baut man die Goldene Kompanie ein, wenn sie am Ende nichts aber auch gar nichts zeigen durfte. Sie ist die stärkste Söldnerstreitmacht in dieser Welt und trotzdem durfte sie nichts davon zeigen. Dann hätte man auch gleich auf sie verzichten können.
      Nachdem dann Drogon auch noch die restlichen Skorpione aus dem Weg geräumt hat und Die Armee von Königsmund kapituliert beginnt der ganze Scheiß überzuquellen. SCHEIß auf Gnade. SCHEIß auf Barmherzigkeit. SCHEIß darauf, dass dich die Menschen als lieben Menschen war nehmen könnten. Danny tickt endgültig aus und lässt jeden Verbrennen, egal ob unschuldige Zivilisten oder Krieger, die ihre Niederlage eingesehen haben (welche ab diesen Punkt auch Unschuldige sind). Was haben ihr diese Leute getan. Nichts. Es hätte doch vollkommen gereicht, wenn sie mit Drogon zum Roten Bergfried geflogen wäre und Cersei persönlich abgefackelt hätte. Wer hätte sie denn noch aufhalten können? Stattdessen bekommen wir ein sinnloses Gemetzel serviert nur um es zeigen zu können.
      Cersei und Euron waren sich sicher - und der Hybris verfallen - eben auch Drogon zu töten, immerhin hatten sie mehr Skropione als vorher. Doch sie kämpfen noch immer gegen einen Drachen, der sich bewegt und nicht überrascht wird. Ergo ist die Goldene Kompanie für den Fall vorhanden, dass der letzte Drache stirbt und so eine zahlenmäßige Überlegenheit und zudem ein Heimvorteil gegenüber den Allierten herrscht. Ohne Drogon hätten Dany und Co nämlich keine Chance. Zugegeben, hatte die Goldene Kompanie wenig Momente, war aber strategisch gesehen nicht unwichtig.
      Und ja du hast recht, Dany hätte ihren Sieg auskosten können, nachdem die Glocken geläutet wurden, doch ist alles was danach kommt nur konsequentes Handeln seitens Dany, was seit einiger Zeit schon absehbar, insbesondere aber in den letzten Folgen klar wurd und spätestens mit Varys Tod bestätigt wurde. Dany wird mehr und mehr zum Mad King und das alles weil sie nicht geliebt wird. Traurig aber wahr. Eine durchaus wichtige Botschaft, die auch über die Serie hinaus Bedeutung hat. Wie sagte Charlie Chaplin im "Der große Diktator" schon? "Nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird..."
      Hier haben Benioff und Weiss alles richtig gemacht und selbst Jon kann seine Männer nicht mehr zurückhalten und merkt langsam, wie sehr er sich getäuscht hat und vorallem wie sehr er geblendet wurde von Liebe. Ergo wird die letzte Folge sich komplett um den Konflikt zwischen Jon und Dany drehen. Dany müsste eigentlich demnach sterben oder soweit entmachtet werden, dass sie keine Gefahr mehr darstellt. Für das was sie angerichtet hat, wird sie ohnehin keine respektvolle Regentin.
      Demnach ist das Gemetzel nicht nur gestaltet worden um es zu zeigen, sondern um Dany noch mehr zu charakterisieren und den Konflikt für die letzte Folge vorzubereiten. Sowohl Jon als auch Dany wurden mit der achten Staffel sehr gut entwickelt. Vary Befürchtungen waren durchweg berechtigt und Tyrion wird sich gerade mächtig in den Arsch treten.

      I love Nami schrieb:


      Ganz ehrlich für diesen großen Haufen dampfender Scheiße wurden die Weißen Wanderer in nur einer Folge abserviert. Eine Schlacht, die keine war. Gegen einen Gegner der keiner war. Auch Cersei als vermeintlich letzte Gegenspielern war am Ende nur noch ein Schatten ihrer selbst.
      Warum wurde uns übrigens in der letzten Folge mitgeteilt, dass noch die Hälfte der Armee lebt, wenn man sie eh nicht gebraucht hat. Um dieses Massaker zu gewinnen hat ein einziger Drache gereicht, der Rest war doch unwichtig geworden. Da hätte man die Schlacht um Winterfell glaubwürdig, mit nur wenigen Überlebenden, vermitteln können. Stattdessen gab es eine angebliche "Ausgeglichenheit" der Streitkräfte. Für die Tonne diese Aussage.
      Nochmal. Es ist ein Drache. Was wollen ein paar Tausend Menschen gegen einen Drachen ausrichten, die keine Möglichkeit haben ihn abzuschießen? Ein Drachen allein ist genug um ganz Kings Landing in Schutt und Asche zu setzen, wie wir gesehen haben, was wahnsinnig gut inszeniert wurde. Unabhängig der zahelnmäßigen Überlegenheit gibt es keine Möglichkeit Drogon auszuschalten, denn Dany hat sämtliche Gefahrenquellen ausgeschaltet. Wären die White Walker bis nach Kings Landing gekommen, sähe die Lage wohl ähnlich aus.

      I love Nami schrieb:


      Der Kampf zwischen Jaime und Euron kam doch etwas überraschend. Doch auch dieser konnte nicht überzeugen. Hier kämpft Euron, der die ganze Zeit, seit seiner Einführung, als overpowert dargestellt wurde gegen einen Krüppel, der nicht mehr richtig kämpfen kann. Trotzdem verliert er am Ende den Kampf.
      War doch meine Hoffnung, dass Euron von seiner eigenen Familie geschlagen wird. Aber der Zug ist jetzt auch abgefahren. Somit werden wir wohl nicht erfahren, was mit Asha und den Eiseninseln passiert.
      Ich will dich sehen, wie du eine gefühlte Seemeile zwischen dem gerade gesunkenen Schiff und der Küste schwimmst und dann noch einen Kampf mit voller Kraft kämps, um einen "Krüppel" zu besiegen. Jamie ist ein Meister seines Faches und auch wenn seine Schwerthand nicht mehr ist, hat er gelernt mit der linken zu kämpfen und hey, er hat immerhin den Norden überlebt - wie auch immer -, Das Euron ihm überhaupt noch so großen Schaden zufügen konnte - nachdem er so weit geschwommen ist - grenzt schon eher an ein Wunder. Ich frage mich nur gerade was Bron macht und wo er ist aber das nur nebenbei.

      I love Nami schrieb:


      Der aller größte Blödsinn war dann die komplette Zerstörung der Charakterentwicklung von Jaime in Bezug zu Cersei. Wofür zeigt man fast die ganze Serie über, wie sich Jaime von ihr entfernt, nur um dann diesen Dreck zu schreiben. Das passt doch vorn und hinten nicht mehr zusammen. Gut, nach dem aber in der letzten "Inside the Episode" gesagt wurde, dass Jaime zu Cersei aus Liebe geht konnte man eh nichts mehr erwarten. Die Figur wurde mit dieser Folge endgültig ihrer Daseinsberechtigung entzogen. Was wirklich Schade ist. Denn gerade Jaime hat gezeigt, dass nichts so ist, wie es am Anfang scheint.
      Cersei und Jaime sterben zusammen, erschlagen von heranstürzenden Trümmern der Feste. Für beide ist dieser Tot nicht gerecht. Jaime hätte überhaupt nicht sterben sollen und Cersei ist zu gut weggekommen. Obwohl, wenn man ihre Zeit und Bedeutung in Staffel 8 berücksichtigt vielleicht doch.
      Kann man zugegeben so, oder so sehen. Auch hier sehe ich eine Art Konsequenz. Jamie hatte es ja gegenüber Brienne durchweg begründet warum er geht, man kann es mögen oder nicht, dennoch empfand ich sein und Cerseis Ende als passend. Dein letzter Absatz ist reines Fanboy gewünsche. Weil du eine Antipathie gegenüber Cersei hast und Empathie gegenüber Jamie, die ich durchweg nachvollziehen kann, hat aber nicht viel mit der Charakterisierung zu tun.

      I love Nami schrieb:


      Irgendwie hab ich aber beim schauen der Staffel das Gefühl, dass ich einem schlechten Albtraum bin. Und hier das gesehene nur ein Prank ist. Irgendwie hoffe ich noch, dass nach der letzten Folge eine Szene kommt, wo dann gesagt wird "So würde es Hollywood machen und jetzt kommt die ECHTE letzte Staffel". Aber da ist leider keine Chance für.
      Ich hab mir übrigens mal den Spaß gemacht, und nachgesehen, wer die Drehbücher für die letzten Folgen geschrieben hat. Die letzten 4 sind alle von Benihoff und Weiss. Wenn ich dann ich dran denke, dass diese beiden eine neue Star Wars Trilogie schreiben sollen, sehe ich jetzt schon schwarz.
      Eine Folge haben wir noch und dann ist der ganze Albtraum, der mit dieser Staffel begonnen hat endlich vorbei. Und GoT wird eine Ende bekommen haben, dass es nicht verdient hat.
      Bei allem was man an der letzten Staffel kritisieren kann, finde ich dennoch, dass Benioff und Weiss die Serie zu einem würdigen Ende geleiten. Es ist kein Totalreinfall und fernab von schlecht. Was das Problem solch langer und erfolgreichen Serien darstellt, sind eher die Zuschauer und deren Erwartungen die jeder hegt und sich Theorien zurechtspinnt. Versteht mich nicht falsch, das heiligt nicht Plotholes und schlechte Skripte und Entscheidungen, aber es gibt Dinge in der Kritik die zumindest in meinen Augen durchweg überzogen und bar jeder neutraler Sicht auf die Dinge und emotionsgeladen betrachtet wird. Jeder wünscht sich irgendwo dass seine Lieblinge überleben und die Bösen "ihre gerechte Strafe ereilt", doch ist man dann nicht selbst nur ein Tyrann in dem man denkt, man selbst wüsste wie es besser sein sollte? Und noch einmal es gibt durchweg Kritikpunkt die mehr als berechtigt sind, aber allzuviele lieferte diese Folge nun wirklich nicht, oder?
      ♫ ♪ Madao for life ♪♫
    • Puuuhhh nach dem Forum hier muss man sich echt Anti-Depressiva einwerfen...

      Kritik ist ja schön und gut und vieles kann ich auch nachvollziehen, vor allem rund um den Nachtkönig...aber an jeder einzelnen Szene etwas auszusetzen, ich weiß ja nicht - letztendlich aber auch nur meine Meinung.

      Die aktuelle Folge wusste mir zu gefallen, den Ausraster seitens Danny hat man kommen sehen und die ganze Szene rund um Königsmund war erste Klasse umgesetzt. Konnte mich da sehr gut reinversetzen, wie grausam das für die Bürger sein muss.

      Bin jetzt gespannt wie es nächste Woche endet, happy end (was eig nicht zu GoT passt) wäre Jon auf dem Thron und Danny muss ins Gras beißen.
    • Ich muss sagen das ich etwas glücklich bin hier hier von einigen doch Beiträge zu lesen das sie damit zufrieden sind es passiert ist in der Folge.
      Es hätte meine Meinung bezüglich der Episode auch nicht geändert wenn niemand die gleiche Meinung hätte. Aber am Ende ist man doch „glücklicher“ damit wenn man nicht der einzige ist in der Welt :D
      Obwohl ich natürlich gerne weiter KONSTRUKTIVE Kritik lesen werde.
    • Die Story an sich lässt mich mittlerweile relativ kalt, da ich nichts mehr von dem Format erwarte. Die neue Folge habe ich - bis auf ein paar Ausschnitte auf Youtube - noch nicht gesehen, da ich vom Finale ein umfassenderes Bild haben möchte. Und da ich weiß, dass ich keine Folge von Staffel 8 mehr als nötig sehen möchte, bietet sich nächste Woche dafür perfekt an. Daher möchte ich eher auf die Charakterentwicklungen eingehen, die in den vergangenen Folgen eingeleitet worden sind.


      Daenerys

      Bezüglich Daenerys finde ich den Charakterwandel keineswegs unlogisch. Für mich ist ihr Massaker nachvollziehbar. Das einzige Manko sehe ich in der Darstellung bzw. Umsetzung. Dass sie aber irgendwann durchdrehen wird, war für mich schon relativ zu Beginn (ca. ab Staffel 3) absehbar.
      Und wenn man ehrlich ist, war sie schon immer eine Art Tyrannin. Zwar hatte sie durchaus ein paar edle Motive. Man sah ihr aber schon immer an, dass diese mitunter ein willkommener Vorwand waren. Im Grunde sah sie auf alle herab und nahm sich als die moralisch höchste Instanz war. Ihr zu widersprechen war Hochverrat. Nur sehr wenige Leute durften diese Linie übertreten - all diese Leute taten dies jedoch nur im Notfall und auch mit einer gewissen Todesangst. Sie hatte auch schon immer etwas fanatisches an sich. Ihre Reden darüber, die Welt zu verändern hatten von Anfang an einen Beigeschmack, da man erahnen konnte, was das übersetzt heißen würde: Feuer und Blut.

      Mit ihr haben wir auch eine wichtige Regel erhalten: Der Held der einen Seite ist der Antagonist der Gegenseite.


      Cersei

      Mit Cersei bekommen wir den klassischen Bösewicht geliefert. Sollte sie am Anfang noch etwas sympathisch dargestellt werden, in dem sie all die Gräueltaten nur zum Schutze ihrer Kinder getätigt hätte, wurden wir spätestens mit Tommen eines Besseren belehrt.
      Und seit dem ist sie wirklich nichts anderes als der Endboss. Um diese Position zu unterstreichen wurden noch zahlreiche Anpassungen vorgenommen, damit ihr Kampf nicht ganz aussichtslos erscheint.

      Letzten Endes war Cersei schon immer die intrigante Hexe von GoT. Problematisch ist, dass man ihr anfangs noch gern dabei zusah. Ab Staffel 7 war es nur noch lästig und vorhersehbar. Ihre Spielchen sind für mich einfach abgedroschen. Man merkte dies bereits, als jeder, aber auch wirklich jeder davon genervt war, dass Tyrion schon wieder auf sie reinfiel.
      Charaktertechnisch wäre es auch passender gewesen, wenn sie zwar Hilfe für den Kampf gegen den Night King gesandt hätte; diese Hilfe hätte sich aber sofort - nach dem Sieg über den Night King - auf die verbleibenden Streitmächte gestürzt. Und da sie so ist, wie sie ist, hätte sie ihre Streitkräfte auch auf eine relativ gute Position bringen können.
      Wenn schon Intrigantin, dann bitte richtig.

      Dass sie "verlieren" wird, war auch schon immer absehbar. Aber auch hier stört das Wie. Für all den Mist, den diese Frau gebaut hat, durfte sie meiner Meinung nach einen zu guten Tod sterben.


      Jon

      Mit Jon haben wir den Charakter gefunden, der mich doch am unglücklichsten gemacht hat. Wie oben bereits angedeutet, kennt GoT eigentlich bzgl. der Menschen kein wirkliches Gut/Böse, es sei denn, der Charakter ist eindeutig als Psycho- bzw. Soziopath angelegt (Joffrey, Der Berg, Ramsay, Euron). Es ging eher um Perspektiven. Außer bei Jon (und später halt Cersei).
      Jon war schon immer der Moralapostel schlechthin. Das dachten wir zwar von Ned zu Beginn auch, aber dieser hatte ganz klar seine Fehler (Verurteilung von Jaime wg. Tötung des Mad King; Verhalten während Roberts Rebellion; etc).
      Jon hingegen wurde stets als empathisch und heroisch dargestellt und hegte eigentlich nie einen wirklich bösen Gedanken gegen irgendjemanden. Selbst bei Ramsay blieb er relativ (den Umständen entsprechend) freundlich. Die Drecksarbeit machte Sansa (gut, sie bestand drauf - aber Jon hätte das ja auch nie durchgezogen). Im Großen und Ganzen ist er der Nette Junge von Nebenan im GoT-Universe.
      An dieser Stelle muss ich auch sagen, dass die Darstellung von Kit Harrington das ganze noch unerträglicher machten, da dieser ständige gequälte Gesichtsausdruck mich irgendwann nur noch passiv aggressiv machte. (Vermutlich sollte er wohl genau so spielen...)

      Nach all den Staffeln ist Jon der Charakter, der aus meiner Sicht kaum eine Entwicklung vollzogen hat. Und das will was heißen, nach all den Ereignissen. Selbst Bran, der nur noch rumsitzt und Galileo Mystery History Version spielt, hat mehr Charakterentwicklung hinter sich als Jon.


      Tyrion

      Wie man einen so großartig geschriebenen Charakter derart verheizen kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.


      Sansa

      Wie man das naivste Mädchen auf einmal alle klugen Köpfe Westeros derart ausspielen sieht, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

      Gut, sie hat sich schon gemausert und ist mit der Zeit einer meiner Lieblingscharaktere geworden. Mir ist es aber doch etwas zu viel des Guten, da sie nun wirklich der schlauste Kopf zu sein scheint. Und hier verdächtige ich leider eine zu gewollte "Frauenpower". Dagegen habe ich an und für sich nichts. Aber mit Daeny und ihren Drachen, Arya, Lady Olenna, Margaery sowie Cersei gab es eigentlich schon genug starke Frauen. Mir missfällt irgendwie, dass in nahezu jedem Bereich eine Frau an der Spitze ist. Irgendwie ist das Männer/Frauen-Machtverhältnis hier mit der Zeit recht unausgewogen geworden. Aber bzgl. Sansa betreibe ich zugegebenermaßen meckern auf hohem Niveau.


      Arya

      Die Plotamor seit der Waif setzt sich durchgehend fort. Es dürfte sicher sein, dass Arya definitiv bis zum Ende erhalten bleibt. Ihre Charakterentwicklung ist für mich ein großes Fragezeichen. Sie kommt mir leer und mittlerweile recht nutzlos vor. Was sie dazu antreibt, überhaupt noch irgendetwas zu tun, erschließt sich mir nicht...


      Jaime

      s. Tyrion ;)

      Aber jetzt mal im Ernst. Jaime ist eigentlich einer der besten Charaktere im ganzen Plot. Auch heute noch quält ihn der Gedanke, seinen Treueeid gebrochen zu haben und seinen König ermordet zu haben. Aber was hätte er denn machen sollen - den Leuten zusehen, wie sie lebendig verbrannt werden?
      Jaime hat seine Rolle als Ritter geliebt und es zerstörte ihn, dass er die Person, die er zu schützen schwor, zu töten.
      Genau diese Situation hätte er bzgl Cersei haben müssen. Sie verbrannte (durch die Explosion) Menschen, die er liebte oder zumindest verehrte. Sie wurde augenscheinlich schlecht. Und dann entschied sie sich dazu alle anderen in ihr Verderben laufen zu lassen und seelenruhig dabei zuzusehen. Und Jaime macht hier nichts? Reden wir von dem selben Jaime? Das ist ein totaler Charakterwiderspruch. Gerade weil Jaime Cersei liebt, wäre es konsequent gewesen, wenn er sie getötet hätte. Denn tief im Innersten war Jaime doch ein Charakter, der sich für das "Richtige" entschieden hat. Und er wusste, dass Cersei zerstörerisch ist.
      Ich erwarte nicht einmal, dass Jaime sich für Brienne entscheidet, da die beiden mMn eine andere Art von Liebe verbindet. Aber bei Jaime hätten bzgl Cersei die gleichen Alarmglocken läuten müssen, wie damals beim Mad King....



      Unterm Strich bin ich daher recht unzufrieden mit der Charakterentwicklung. Mir kommt es so vor als hätte man die Charaktere mit Biegen und Brechen in die eine Richtung gelotst, um mit Effekthascherei ein rasches Ende hinzulegen.
      Zum einen teile ich die Kritik, dass die Staffel zu schnell abgewickelt worden ist. Aber mir graut es davor, wenn ich an die Füllerfolgen dieser Staffel denke, was passiert wäre, wenn die Macher noch 5 Folgen drangehängt hätten. An diesem Punkt bezweifle ich doch stark, dass das irgendwas besser gemacht hätte, denn offensichtlich sind die übrigen Drehbuchautoren nicht in der Lage, eine gute Geschichte im ungefähr gleichen Niveau fortzusetzen.


      Anmerkung am Ende: Bekommen wir Yara und Bronn überhaupt nochmal zu sehen oder wars das jetzt? Denn wenn ja, so war das (vorallem bei Bronn) ziemlich vergeudete Sendezeit.
    • Ich fand die Folge Targaryenwürdig. So sind sie, die Targaryens, wenn die Münze auf der "falschen" Seite gelandet ist.
      Nun erkennen wir, welche Münze Daenerys ist und welche Jons aka Aegons. Ich frage mich, warum so viele über Dany so geschockt sind und meinen ihr Charakter wurde total verhunzt? War sie nicht immer schon sehr gefährlich? Ich meine Ja. Nicht erst seit Folge 5! Sondern von Anfang an war sie auf ihre Art schon gefährlich mit den gefährlichsten Waffen - den Drachen. Nur durch ihre engsten Berater wurde sie gezügelt und sicher hat sie versucht ihre niedrigsten Impulse zu zügeln und es "zu versuchen" so wie man ihr stets geraten hatte. Und ja, sie hat auch mal darauf gehört. Wenn sie das aber nicht tat, war sie erbarmungslos und das nicht nur einmal. In Staffel 2 hatte sie eine Vision, die ja gerade wieder ganz aktuell ist. Man dachte es sei Schnee gewesen als sie vor dem Thron stand, nun ist klar, es war Asche. Es hat sich wie ein roter Faden durch die Serie gezogen und es brauchte nur Gründe sie endlich so sein zu lassen wie sie wirklich zu sein scheint. Sie wurde als DIE Königin gepriesen, hat gekämpft, wurde verraten und was nicht alles und ich denke genau das macht nun viele so wütend, eben weil sie so viel getan und dann verloren hat. Aber das ist GOT, mir war irgendwie immer schon etwas klar, dass da noch irgendwas richtig dickes kommt und eine Dany wird nicht einfach zurückgewiesen. Das kennt sie gar nicht und sie kann damit nicht umgehen. Männer haben sich verliebt und keiner davon wies sie zurück. Erst Jon tat dies, was auch viele Fangirls und Boys erzürnt hat weil das eben doch ein Problem war, you know? Ich habe es doch gesagt, das wird nichts. Westeros wies sie zurück, der Norden an sich und Sansa von Anfang an. Das hat etwas mit ihr gemacht und ihre hübsche Fassade mehr und mehr bröckeln lassen. Immer wenn sie zurückgewiesen wurde, wurde sie aggressiv. Ich erinnere mich an die 13, wo sie gleich mal rief "Ihr brennt als erste!" Ich hätte die Tür auch lieber zu gelassen, aber viele waren stets von ihrem Äußeren geblendet. Sie meinte öfter, dass Häuser brennen werden, mit Feuer und Blut wird sie sich holen was ihr zu steht. Sie war früher manchesmal schon Mad und ist es jetzt ganz offiziell. Endlich, ich für meinen Teil habe darauf gewartet, ich mag die Wendung trotz allem. Böse aber gut gemacht.
      Sie tut mir ja auch leid und doch rechtfertigt das nicht, was sie jetzt getan hat. Sie hätte es besser wissen müssen, auch wenn es schmerzt und sie gerade die Hölle durchmacht. Unschuldige abfackeln etc ist einfach übel und doch , vielleicht widerspreche ich mir da selber ein wenig, war es fast typisch und am Ende doch vorhersehbar. Wir haben es doch eh schon gezeigt bekommen, also warum sich noch aufregen.

      Was wird nun geschehen? Ich denke auch, dass Jon der Held der Stunde, es wieder richten wird und sie töten wird. Kein Glück mit den Frauen, der Gute ;) Ich fand es krass, wie er erkennen musste, dass seine zweite große Liebe die nun größe Bedrohung für Westeros dar stellt und er handeln muss. Irgendeiner muss es ja machen. Arya denke ich nicht, sie hatte ihre große Stunde bereits. Was wird mit Drogon geschehen? Den Unbefleckten und so weiter? Was wird aus Mereen? Wird es wieder Sklaven geben? Wie wird das Wetter morgen?
      Das Wichtigste aber - Wer wird König?

      Gesetzt dem Fall Jon tötet Dany, ist Jon ein Königsmörder (Königin in dem Fall), der aber den Thron nicht will - käme Sansa dann nicht als Nächste?
      Ich werde zwar immer ausgelacht und beleidigt, aber ich wette immer noch auf Sansa.

      Wie auch immer, ich bin gespannt auf die letzte Folge und gehöre auch zu denen, die die Staffel mögen.
    • G E A R schrieb:

      Die aktuelle Folge wusste mir zu gefallen, den Ausraster seitens Danny hat man kommen sehen und die ganze Szene rund um Königsmund war erste Klasse umgesetzt. Konnte mich da sehr gut reinversetzen, wie grausam das für die Bürger sein muss.
      Es ist ja durchaus ok, dass man die Inszenierung für Top handelt. Sie gefällt mir auch - wirklich. Ich finde sowas kann HBO echt gut machen. Die rohe Gewalt, das Desaster, das abschlachten etc. ist wirklich gut in Szene gesetzt. Der langsame zerfall der Burg etc.

      Das grosse aber ist einfach die Story in welcher diese geballte CGI etc. stattfindet. Und da muss ich einfach D&D förmlich den Kopf abreisen für deren Umsetzung. Es ist erschreckend wie wenig die Leute von GOT verstehen. Die ganze Serie ist zu einer 0815 Serie mutiert in welcher nichts grossartiges mehr stattfinden wird was einfach schade ist. Die Sätze die gesprochen werden sind teilweise sogar fragwürdig.

      Die Mutation zur Mad Queen und was HBO im Inside eräutert, das wieso und weshalb Danerys reagiert ist einfach lächerlich. Aussage von D&D:

      D&D schrieb:

      I don't think she decided ahead of time that she was....going to do what she did. And then she sees the Red Keep, which is, to her, the home that her family built when they first came over to this country 300 years ago. It's in that moment, on the walls of King's Landing, where she's looking at that symbol of everything that was taken from her, when she makes the decision to -- to make this personal.


      und brennt dann die Stadt, Frauen, Kinder, einfach alles nieder. Well done. Ehrlich. Ich krieg das Kotzen aber der Herangehensweise. Sie sieht was ihrer Familie genommen wurde und entscheidet dann dies alles (Notabene was IHRE FAMILIE aufgebaut hat) zu zerstören? DAFUQ, aus welchem Grund?

      Es ist einfach nur hässlich was man in S8 mit GOT macht und ich hege wenig hoffnung, dass ohne Buchvorlage von GRRM jegliche Sequel oder Prequel oder Seprequel in diesem Universum je wieder an die Qualität der ersten Staffeln von GOT rankommen werden.

      -------------

      Joa, was bleibt uns noch? 1 Folge und in der Daenerys zu 100% sterben wird weil es wäre lächerlich (ok das wird ihr tod auch sein - egal) wenn diese Person wirklich überlebt. Egal ob sie einen Sinneswandel durchlebt und "gut" wird oder so bleibt. So jemand kann nicht an der Macht bleiben und Jon hat man es angesehen und auch Arya, dass diese 2 Starks nicht mit der Situation zufrieden sind.

      Also wer wird Daenerys töten?
      Ist es John? Der gleichzeitig daran kaputt gehen wird, weil er die LIebe seines Lebens töten muss. Die 2. wenn man es streng nehmen würde.
      Ist es Arya? Gut - aus meiner Sicht bissl viel, wenn 1 Person NK und Danerys killt
      Ist es =???? Irgend jemand anders der den Notgedrungenen Job übernehmen wird? Grey Worm der back2roots findet? Ser Davos? Kommen gewisse Charaktere nochmals vor?
      Tyrion? Oder stirbt der weil er wieder versagt hat? Sein Tod hat sich insofern ja auch angekündigt.

      Wir haben noch rund 60min und darin wird es keine Wunder geben sondern eher irgend ei Plot..................und dann............ist das Ding zu Ende. Vermutlich werde ich langfristig diese 2 Staffeln verdrängen und mit dem Battle of the Bastards GOT abschliessen. Ich bin wahrlich enttäuscht.

      Beitrag von nplew ()

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    • Lawless schrieb:

      Varys hat versucht, die Königin zu vergiften. Zudem hat er in der vorherigen Folge bereits angedeutet, bereit dafür zu sein, alles zu tun, um "das Reich" zu schützen. Am Ende ist auch er nur ein Fähnchen im Wind, dass seit Ewigkeiten unter nahezu jedem König gedient und mehr als einmal Loyalität geheuchelt hat. Ob das Motiv hinter seinem Handeln nobel ist, sei mal dahingestellt, aus Sicht eines jeden Herrschers aber ist es Hochverrat. Absolut jeder König hätte ihn dafür hinrichten lassen (müssen). Er kann nicht immer Loyalität heucheln und wenn ihm was nicht passt den Schutz des Reiches und der Bevölkerung vorschieben, um hinterrücks eine Intrige zu planen. Bzw kann er das durchaus tun, aber irgendwann gerät er damit an den Falschen oder fliegt auf, was nun geschehen ist. Er hat in Gegenwart Tyrions, der Hand der Königin, impliziert, dass er Daenerys aus dem Weg räumen(=töten) will. Tyrion bat ihn, das nicht zu tun, woraufhin Varys lediglich erwiderte, dass jeder seine eigene Entscheidung treffen müsse. Also hat Tyrion zwei Möglichkeiten: Entweder er schweigt und verrät somit alles, wofür er in den letzten Monaten/Jahren(?) als Hand an Daenys Seite gekämpft hat oder er verrät Varys, der nicht zum ersten Mal soetwas heimtückisches plant. Tyrion glaubt in dem Moment einfach noch an das Gute in Daenerys und in der Vergangenheit hat sich auch öfters bewiesen, dass ihre Impulsitiät durch den Rat ihrer treuen Berater gezügelt werden kann. Im Grunde hat Varys durch seinen Verrat sicher auch einen guten Teil dazu beigetragen, dass Daenerys am Ende durchgedreht ist. Die Lage war ohnehin schon angespannt(Johns wahre Identität und seine Populatität unter den Westerosi, der Verlust zweier Drachen, die für sie wie Kinder waren, der Verlust Jorahs und etlicher anderer in der Schlacht um Winterfell etc pp). Und dann kommt einer ihrer engsten Berater daher und fällt ihr in den Rücken, will sie gar umbringen.Der Plot um Varys war absolut schlüssig, er war sich selbst auch sofort bewusst, was kommt, als er die Soldaten näher kommen hörte. Er hat schon immer mit dem Feuer gespielt und sich nun einmal im wahrsten Sinne des Wortes daran verbrannt.
      Wahrscheinlich hat Varys wirklich versucht Danny zu vergiften. Es spricht vieles dafür. Wo ich für diesen Punkt aber das Problem sehe ist, dass er keinen Ersatz gefunden hat, der auch wirklich regieren will. Denn Jon will nicht und außer ihm gibt es niemanden, denn wir kennen, der regieren könnte. Vielleicht hat er sich wirklich Sorgen um Danny gemacht und das Essen nur mit einem Schlafmittel versehen. Mit etwas Energie und Schlaf wäre Danny vielleicht nicht mehr so bratungsresistent und er könnte etwas positives bei ihr bewirken. Ich weiß, da ist mehr Wunschdenken drin, als das was offensichtlich ist.

      Varys Fähnchen wehte immer in die selbe Richtung und zwar die zum Wohle des Volkes. Varys hat immer den Königen gedient, in denen er das größte Potenzial sah um das beste für das Volk zu erreichen. Erst als er dieses Ziel in Gefahr sah nahm er Abstand vom jeweiligen Herrscher. Für Danny hat er sich entschieden, weil er hoffte, dass sie aus den Erfahrungen von Essos zu der Herrscherin werden würde, die für Westeros das beste wäre. Da sie nie den schädlichen Einflüssen von Westeros erliegen musste. Bis Danny dann auch ihre ersten Schritte auf Westeros tat sah es auch so aus, dass Varys die richtige Wahl getroffen hätte. Varys hat auch nie Loyalität geheuchelt. Am Anfang war er sich sicher, dass seine Wahl die richtige war. Erst in der Zukunft wurde er eines besseren belehrt und er hat erkannt, dass er aufs falsche Pferd gesetzt hat.
      Ich glaube auch, dass Jon anders gehandelt hätte. Er verschonte Melisandre, es sei den sie würde wieder den Norden betreten. Bei Varys hätte Jon wohl ähnlich entschieden. Also hätte wohl nicht jeder König ihn getötet.

      Tyrion war Danny viel zu lange gut gewogen nur weil sie ihm zur Hand ernannt hat. Er hat doch mit eigenen Augen gesehen, wie sehr sich Danny seit ihrer Ankunft auf Westeros verändert hat. Leider nicht zum guten. Er sah, wie sie immer mehr zu dem wurde, was sie verabscheute und loswerden wollte. Spätestens nach dieser Folge sollte auch seine Loyalität ihr gegenüber verschwunden sein und sich denken, dass Varys wohl recht hatte. Nach dieser Aktion, des Töten von Unschuldigen, steht er wohl weit oben auf der Liste der Leute, der sie töten will.
      Auf Essos ist Danny vielleicht noch auf Rat von außen eingegangen, aber seit Westeros will sie nur noch ihren eigenen Kopf durchsetzen.

      Varys Verrat hat, glaube ich, keinen Einfluss mehr gehabt auf Dannys Geisteszustand. Die Ereignisse in Westeros waren so einschneidend, dass das schon ausgereicht hat. Vor allem ist sie zum Teil auch noch selbst daran Schuld wie einige Ereignisse abgelaufen sind.

      Ja, der Plot um Varys war schlüssig. Denn er war einer der wenigen, die sich selbst nie an erster Stelle gesehen haben, sondern immer erst an das Wohl der anderen gedacht hat. Vielleicht hätte Varys genauso egoistisch denken sollen, wie 99% der Menschen in Westeros. Trotzdem war es absolut richtig Danny in Frage zu stellen. Zumal er jemanden gefunden hätte, der die bessere Wahl gewesen wäre.
      Danny hätte Varys wenigstens erlauben sollen sich zu erklären und dann mit den Menschen reden sollen, denen sie noch vertraut und erst danach eine Wahl treffen. Abwägen sollen, was er gutes für sie getan hat und was gegen sie. Sie hätte Varys ins Exil schicken können, genau so wie sie es bei Jorah tat. Jener, der ebenfalls Danny töten wollte. Dort war einfach mehr möglich, als ihn sofort durch Drogon zu rösten.
    • Nach den ersten Kommentaren der 5. Folge dachte ich :" Schau ich sie mir wirklich an?"

      Ich tat es eben und bin sowas von geflashed.

      Beste Episode der Staffel!

      Ich fande die komplette Folge sehr gut.

      Varys sein Tod überzeugte weil er es ahnte.
      Tyrions Abschied von seinen Freund und der Feuertod. Passte super.

      Königsmunds Armee war einfach total überfordert mit dem Wahnsinn von Daenerys und ihren Drachen.

      Grauwurm wollte unbedingt Rache für seine Verstorbene.


      Es war total glaubhaft - dieser Hass - dieser Wille von Dany und IHRER Erfolgschaft.

      Der Kampf und das Ende der Brüder Dog und Mountain war mega. Emotion , das Lachen und der Sprung ins Feuer. Ich fiebere immer noch.

      Jamie und Cersei vereint in Königsmund und im Tod. Genial wie Er sie suchte und fand.

      Ohne Tyrion wäre dies nicht möglich und so brachte er seine Geschwister wieder zusammen.

      Arya erlebte diese Hölle live mit wie natürlich auch Jon.

      Daenerys und ihre Armee MUSS sterben und das wissen nun alle, die dieses Spektakel miterlebten.

      Heftige Folge .
      Masked Deuce wird das 11.Mitglied der SHB.
    • Wieder nur eine Folge für die etwas anspruchsloseren Mitbürger der Nation. Klar, woow, was für Specialeffects. Aufjedenfall geil anzusehen. Ich frage mich wie viel Geld des Budgets dafür verbrannt wurde. Ein Teil davon hätte man vielleicht besser in ordentliche Berater investieren können.

      Kurz zusammengefasst was vorkam:

      - Ein Drache der alles zerstört weil Dany nen Kurzschluss hatte. Okay..

      - Eine Arya, die eigentlich total fehl am Platz war.

      - Eine Inzestbeziehung die k(ein) romantisches Ende nahm und den Character Jamie in den Dreck zieht.

      - Eine Zufallsbegegnung zwischen Jamie und Euron, die in einen Kampf mündete und unnötig war.

      - Ein unzufriedenstellendes Ende für den Berg und den Hund..

      - Das einzig positive fand ich war mMn als der Berg seinem Retter mal eben das Licht ausknipst und Cercei klar wird, das sie nun allein ist. Ansonsten fand ich auch die coolen Effekte und Animationen zu langgezogen. Die Hälfte der Zeit hätte man für sinnvolleres verwenden können. Na ja, schöne Serie, mieses Ende.
    • torajiro schrieb:


      Was heißt denn hier, sie wird wieder einmal nicht getroffen? Zuerst einmal flog sie arglos in Folge 4 durch die Lüfte und dem Sonnenuntergang entgegen, nicht wissend, bzw. nicht sehend, dass hinter den Felsen Euron mit seinen Schiffen lauert. Das kann man durchaus kritisieren, ist aber eine andere Ausgangslage zur heutigen Folge. Heute greift sie von sich aus an und nutzt dabei geschickt die Sonne um Euron und Co zu blenden bzw. sie nicht auf Drogon zielen zu lassen. Sie weiß, dass es ihre Schuld und Leichtfertigkeit gewesen war, die ihren Drachen hat töten lassen. Charakterentwicklung. Punkt.

      Was wäre dir lieber gewesen?
      Schon alleine das sorglose rumliegen war dämlich und storytechnisch an Blödheit nicht zu übertreffen. Die Drachen fliegen mehrere 100 Meter über dem Meer und sehen 10 Schiffe, die sich hinter einem kleinen Felsen verstecken nicht. Da stimmt doch schon was vorn und hinten nicht.
      Als dann ihr 2. "Kind" vom Himmel geholt wird fliegt sie direkt auf die Schiffe zu. Das Drogon dabei schon nicht getroffen wurde grenzt an ein Wunder. Als sie dann aber gefühlt 5-10 Meter von den Schiffe entfernt ist nutzt sie nicht ihre Chance sondern verschwindet.
      Was mir lieber gewesen wäre?
      Danny hätte in ihrer Trauer und Wut die Chance genutzt und Euron und seine Schiffe schon in Folge 4 zu Brennholz verarbeitet. Das wäre logisch und konsequent gewesen in Anbetracht der Situation. Man haut doch nicht ab, wenn man die Möglichkeit hat seinen Gegner extrem zu schwächen. Auch wäre dann Missandei nicht in die Hände von Cersei gelangt. An ihren Tot ist nur Danny allein Schuld, da sie aus welchen Gründen auch immer, den Gegner verschonte.


      torajiro schrieb:


      Ergo ist die Goldene Kompanie für den Fall vorhanden, dass der letzte Drache stirbt und so eine zahlenmäßige Überlegenheit und zudem ein Heimvorteil gegenüber den Allierten herrscht. Ohne Drogon hätten Dany und Co nämlich keine Chance. Zugegeben, hatte die Goldene Kompanie wenig Momente, war aber strategisch gesehen nicht unwichtig.

      Und ja du hast recht, Dany hätte ihren Sieg auskosten können, nachdem die Glocken geläutet wurden, doch ist alles was danach kommt nur konsequentes Handeln seitens Dany, was seit einiger Zeit schon absehbar, insbesondere aber in den letzten Folgen klar wurd und spätestens mit Varys Tod bestätigt wurde. Dany wird mehr und mehr zum Mad King und das alles weil sie nicht geliebt wird. Traurig aber wahr.

      Demnach ist das Gemetzel nicht nur gestaltet worden um es zu zeigen, sondern um Dany noch mehr zu charakterisieren und den Konflikt für die letzte Folge vorzubereiten. Sowohl Jon als auch Dany wurden mit der achten Staffel sehr gut entwickelt. Vary Befürchtungen waren durchweg berechtigt und Tyrion wird sich gerade mächtig in den Arsch treten.
      Wenn die Goldene Kompanie dann eingesetzt werden soll, wenn Drogon erledigt ist, warum stellt man sie dann vor den Toren von Königsmund auf? Wäre es nicht viel logischer diese erstmal irgendwo zu "bunkern" und erst dann raus zu holen, wenn ihre Zeit gekommen ist? So wirken sie einfach nur wie Kanonenfutter für Drogon. Was hätte es denn geschadet, wenn die Goldene Kompanie nicht vor den Toren gestanden hätte? Dannys Armee wäre trotzdem davor gestanden und wäre keinen Meter weiter gekommen. So hat man sie für einen Effekt geopfert, statt sie in der Stadt selbst kämpfen zu lassen. Einfach verschenktes Potenzial.
      Wo bitte schön ist es konsequentes Handeln von Danny, wenn sie tausende von Unschuldigen und Krieger, die sich ergeben haben, tötet? Sie wollte diese Menschen am Anfang noch vor Cersei beschützen und auf ihre Seite ziehen. Der Krieg um Thron war gewonnen. Der Gegner erkannte seine Niederlage wollte Gnade. Die Gnade, die Danny Tyrion noch versprochen hat sollten sie kapitulieren. Von ihnen ging keine Gefahr mehr aus. Sie wussten, sie können gegen einen Drachen nicht gewinnen. Also versuchen sie alles um am Leben zu bleiben. Die allgemeine Bevölkerung ist sogar noch ungefährlicher. Was also, hat deren tot, durch dass Massaker gebracht? Danny hatte dadurch keine Vorteile. Es war einfach nur dafür da um zu zeigen, dass Danny endgültig plem plem im Kopf ist. Jeder hatte erwartet, dass Danny zur Mad Queen wird. Hier hätte man den Zuschauer überraschen können und zeigen, dass doch noch menschliches in ihr steckt. Das wäre nochmal ein kleiner Twist.


      torajiro schrieb:


      I love Nami schrieb:


      Ganz ehrlich für diesen großen Haufen dampfender Scheiße wurden die Weißen Wanderer in nur einer Folge abserviert. Eine Schlacht, die keine war. Gegen einen Gegner der keiner war. Auch Cersei als vermeintlich letzte Gegenspielern war am Ende nur noch ein Schatten ihrer selbst.

      Warum wurde uns übrigens in der letzten Folge mitgeteilt, dass noch die Hälfte der Armee lebt, wenn man sie eh nicht gebraucht hat. Um dieses Massaker zu gewinnen hat ein einziger Drache gereicht, der Rest war doch unwichtig geworden. Da hätte man die Schlacht um Winterfell glaubwürdig, mit nur wenigen Überlebenden, vermitteln können. Stattdessen gab es eine angebliche "Ausgeglichenheit" der Streitkräfte. Für die Tonne diese Aussage.
      Nochmal. Es ist ein Drache. Was wollen ein paar Tausend Menschen gegen einen Drachen ausrichten, die keine Möglichkeit haben ihn abzuschießen? Ein Drachen allein ist genug um ganz Kings Landing in Schutt und Asche zu setzen, wie wir gesehen haben, was wahnsinnig gut inszeniert wurde. Unabhängig der zahelnmäßigen Überlegenheit gibt es keine Möglichkeit Drogon auszuschalten, denn Dany hat sämtliche Gefahrenquellen ausgeschaltet. Wären die White Walker bis nach Kings Landing gekommen, sähe die Lage wohl ähnlich aus.
      Es geht mir bei meiner Aussage nicht um das Massaker von Königsmund. Es geht mir um die Schlacht von Winterfell und das diese doch eigentlich gar nicht sooo schlimm war.
      Warum erwähnt man denn bitte schön eine Folge zur noch mal extra, dass mehr Menschen die Schlacht von Winterfell überlebt haben, als es am Anfang den Anschein hatte. Dadurch wurde die Gefahr, die diese Schlacht (Winterfell) hat ein Stück weit genommen und man denkt sich "Ach so schlimm war die Armee der Toten ja gar nicht. Es haben ja noch 50 % überlebt". Damit hat man der Armee der Toten im Nachhinein einen Großteil ihrer Gefahr geraubt.
      Das ein Drache reicht um genug Zerstörung zu verursachen wurde uns ja bereits in der Serie vermittelt.


      torajiro schrieb:


      Ich will dich sehen, wie du eine gefühlte Seemeile zwischen dem gerade gesunkenen Schiff und der Küste schwimmst und dann noch einen Kampf mit voller Kraft kämps, um einen "Krüppel" zu besiegen. Jamie ist ein Meister seines Faches und auch wenn seine Schwerthand nicht mehr ist, hat er gelernt mit der linken zu kämpfen und hey, er hat immerhin den Norden überlebt - wie auch immer -, Das Euron ihm überhaupt noch so großen Schaden zufügen konnte - nachdem er so weit geschwommen ist - grenzt schon eher an ein Wunder. Ich frage mich nur gerade was Bron macht und wo er ist aber das nur nebenbei.
      Ganz ehrlich, so wie uns Euron bisher in der Serie gezeigt wurde, dürfte die Schwimmeinlage nicht die größte Herausforderung für ihn gewesen sein. Er wurde uns ja schon fast übermenschlich präsentiert. Nur auf Grund dieser Darstellung stört es mich, dass er gegen Jaime verloren hat.
      Und Bron werden wir wohl nicht mehr sehen, glaube zumindest ich. Er durfte sich mit einer Szene verabschieden, die nicht zu seiner Charakterentwicklung passt. Denn statt Freunde + Geld scheint er sich ja mehr auf nur Geld fokussiert zu haben.

      torajiro schrieb:

      @I

      I love Nami schrieb:


      Der aller größte Blödsinn war dann die komplette Zerstörung der Charakterentwicklung von Jaime in Bezug zu Cersei. Wofür zeigt man fast die ganze Serie über, wie sich Jaime von ihr entfernt, nur um dann diesen Dreck zu schreiben. Das passt doch vorn und hinten nicht mehr zusammen. Gut, nach dem aber in der letzten "Inside the Episode" gesagt wurde, dass Jaime zu Cersei aus Liebe geht konnte man eh nichts mehr erwarten. Die Figur wurde mit dieser Folge endgültig ihrer Daseinsberechtigung entzogen. Was wirklich Schade ist. Denn gerade Jaime hat gezeigt, dass nichts so ist, wie es am Anfang scheint.

      Cersei und Jaime sterben zusammen, erschlagen von heranstürzenden Trümmern der Feste. Für beide ist dieser Tot nicht gerecht. Jaime hätte überhaupt nicht sterben sollen und Cersei ist zu gut weggekommen. Obwohl, wenn man ihre Zeit und Bedeutung in Staffel 8 berücksichtigt vielleicht doch.
      Kann man zugegeben so, oder so sehen. Auch hier sehe ich eine Art Konsequenz. Jamie hatte es ja gegenüber Brienne durchweg begründet warum er geht, man kann es mögen oder nicht, dennoch empfand ich sein und Cerseis Ende als passend. Dein letzter Absatz ist reines Fanboy gewünsche. Weil du eine Antipathie gegenüber Cersei hast und Empathie gegenüber Jamie, die ich durchweg nachvollziehen kann, hat aber nicht viel mit der Charakterisierung zu tun.
      Was Jaime bei seinem Abschieds zu Brienne sagte, habe ich beim ersten sehen so interpretiert.
      Jaime lügt Brienne absichtlich an um sie zu schützen und nicht weiter in Gefahr zu bringen. Ich hoffte noch, dass Jaime nach Süden reist um Cersei zu töten und so für ein Ende zu sorgen, in dem so wenig wie möglich Blut vergossen werden muss. Es hätte, für mich, einfach besser zu seiner Entwicklung in der gesamten Serie gepasst. Denn warum verliebt er sich in Brienne, wenn er am Ende doch zu Cersei zurück geht?
      Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich eine Antipathie gegen Cersei habe. Ich hätte mich zum Beispiel tierisch gefreut, wenn Cersei als Siegerin aus der Geschichte herausgeht. Auch wenn sie dabei alle geliebten Personen verliert. Ich bin es nämlich langsam leid, dass immer die Guten gewinnen und wir ein Happy End zu Gesicht bekommen. Davon gibt es einfach zu viele. Vor allem, wenn man bedenkt, wie gut die Bösen in GoT größtenteils weggekommen sind war ein Bad Ende für mich nicht so unrealistisch. Auch wenn dies nicht mein bevorzugtes Ende wäre. Aber es sieht ja jetzt so aus, dass Jon und somit das Happy End doch wieder Einzug halten wird.


      torajiro schrieb:


      Bei allem was man an der letzten Staffel kritisieren kann, finde ich dennoch, dass Benioff und Weiss die Serie zu einem würdigen Ende geleiten. Es ist kein Totalreinfall und fernab von schlecht. Was das Problem solch langer und erfolgreichen Serien darstellt, sind eher die Zuschauer und deren Erwartungen die jeder hegt und sich Theorien zurechtspinnt. Versteht mich nicht falsch, das heiligt nicht Plotholes und schlechte Skripte und Entscheidungen, aber es gibt Dinge in der Kritik die zumindest in meinen Augen durchweg überzogen und bar jeder neutraler Sicht auf die Dinge und emotionsgeladen betrachtet wird. Jeder wünscht sich irgendwo dass seine Lieblinge überleben und die Bösen "ihre gerechte Strafe ereilt", doch ist man dann nicht selbst nur ein Tyrann in dem man denkt, man selbst wüsste wie es besser sein sollte? Und noch einmal es gibt durchweg Kritikpunkt die mehr als berechtigt sind, aber allzuviele lieferte diese Folge nun wirklich nicht, oder?
      Jeder hat seine Meinung. GoT wird im Vergleich zu anderen Serien zwar nicht als totaler Reinfall enden. Wenn man aber sieht, wo GoT einmal stand, auf die Serie allein bezogen, dann ist das Ende was man hier serviert bekommt doch schon eine klare Enttäuschung. Denn spätestens mit Staffel 7, habe ich das Gefühl, eine 0815 Hollywood-Serie zu sehen, der all ihre Seele, Liebe und Hingabe beraubt wurde und nur noch der Bombast im Vordergrund steht und die Story und Figuren dafür in den Hintergrund gedrückt wurden. Es hat einfach nicht mehr die Klasse früherer Staffel.

      Für mich hätten auch nicht meine Lieblinge überleben sollen. Wenn es nach mir gegangen wäre hätten der Nachtkönig am Ende als Sieger dar stehen sollen. Somit wäre die Serie, für mich, die perfekte Metapher für das menschliche Leben. Der Kampf um den Thron spielt keine Rolle im Angesicht des Todes. Alles was wir tun ist bedeutungslos. Wir hinterlassen, zum Zeitpunkt unseres Todes, eine Welt, der es schlechter geht als zum Zeitpunkt unserer Geburt. Nur der Tot ist von Bedeutung und alles was zwischen Geburt und Tot passiert hat keinen Wert. Wir werden früher oder später alle vergessen sein. Gerade für die Menschheit passt dies perfekt. Ist er doch die größte Krankheit, die die Erde hervorgebracht hat.
    • torajiro schrieb:

      Es ist kein Totalreinfall und fernab von schlecht. Was das Problem solch langer und erfolgreichen Serien darstellt, sind eher die Zuschauer und deren Erwartungen die jeder hegt und sich Theorien zurechtspinnt. Versteht mich nicht falsch, das heiligt nicht Plotholes und schlechte Skripte und Entscheidungen, aber es gibt Dinge in der Kritik die zumindest in meinen Augen durchweg überzogen und bar jeder neutraler Sicht auf die Dinge und emotionsgeladen betrachtet wird.
      Ich will mich um ehrlich zu sein gar nicht so sehr in eure Diskussion einmischen, da dein Post ja auch an einen anderen User gerichtet ist. Aber zum zitierten Abschnitt würde ich dann doch gerne nochmal etwas sagen...

      Es gibt hier scheinbar ein ähnliches Phänomen, wie ich es auch schon des Öfteren im One Piece Bereich beobachtet habe: sobald ein Epos, welcher in seinem Genre das Maß aller Dinge darstellt(e), genießt selbiger eine Art natürlichen Schutz gegen Kritik und liefert dann in deiner Wortwahl "nicht wirklich all zuviel" Kritikpunkte, welche dem allgemeinen Anspruch angebrachter Kritik zu genügen scheinen. Bei GoT gilt allerdings das selbe, was auch bei One Piece gilt:

      a) das Werk ist nicht über jeden Zweifel erhaben
      und
      b) Got selbst hat sich seine eigene Messlatte sehr hoch gelegt.

      Daher kann ich mich in Bezug auf die angebrachte Kritik nur wiederholen: nein, ein Großteil von dem, was ich hier gelesen habe, entspringt nicht einem verwirrten Fanboy Geist, welcher völlig blind seinen persönlichen Wünschen nachhängt, sondern besteht aus zurecht angebrachten Inkonsistenzen innerhalb der Handlung.
      Bestes Beispiel ist hier meiner Meinung nach das völlig zurecht kritisierte Verhalten von Jamie in dieser Staffel. Ein User hat es vor ein/zwei Seiten sehr treffend beschrieben: seine Rückkehr zu Cersei und der versinnbildlichten Vereinigung im Moment des Todes, sind ein Schlag in die Fresse seiner Charakterentwicklung über die letzten sechs Staffeln. Scheiße, er hat in dieser Staffel zusammen mit den Nordmenschen gegen den lebenden Tod gekämpft. Hat versinnbildlicht, dass der Kampf um den Thron eigentlich eine zweitrangige Komponente im "einzig wichtigen" Kampf gegen den wirklichen Feind der Menschen darstellt. Mit dieser Folge wurde diese Weiterentwicklung allerdings mit Füßen getreten und wieder umgekehrt, indem er ihr - nach allem was sie Tyrion und auch Jamie angetan hat - wieder um den Hals fällt... Schlimmer noch, sie aus der Stadt zu retten versucht. Er hat scheinbar nichts, aber auch wirklich nichts in den letzten Staffeln gelernt. Zumindest macht es nach der aktuellsten Folge den Eindruck.

      Und exakt diese Kritik muss sich auch das Drehbuch, bzw. die Autoren gefallen lassen. Man hat mit Staffel acht (für mich ganz persönlich) eine furchtbare Quintessenz herausgearbeitet und das Verhältnis umgekehrt: nicht der Kampf Leben gegen Tod und damit verbunden ein geeintes Volk, welches als undenkbar zu vereinigen galt ist das Finale Ziel auf, dass es hinzuarbeiten galt. Nein nach Folge 3 war das scheinbar nur noch ein unbedeutender Nebenschauplatz. Denn seien wir mal ehrlich, welche weitreichenden Folgen hatte die Schlacht gegen die WW für die Allianz?! Ja es wurden fünfzig Prozent unbedeutender Namenloser auf einen riesigen Haufen Toter geladen. Ja der Tod aus dem Eis stellt nach Jahrtausenden keine Bedrohung mehr da. Ist beides richtig... Allerdings ist nach dieser Schlacht für mich das Gefühl zurückgeblieben, dass bis auf die Tode von Jorah und Theon unsere Protagonisten doch relativ ungeschoren davonhekommen sind, zerlegten sie mit der übrig gebliebenen Hälfte Kämpfer und dem letzten Drachen Cersei und ihre Streitmacht komplett in ihre Einzelteile.
      Und damit bin ich dann bei der wahren Quintessenz von GoT angekommen, die sich spätestens schon in Folge vier abzeichnete... In dieser Geschichte ist scheinbar nur das Gezanke und der Anspruch auf den Thron wichtig. Weder die Vereinigung des Volkes, noch deren Wohlergehen im finalen Abschnitt stehen im Vordergrund. Nein es weicht einem machtgeilen Wettkampf, wer den dicksten (Drachen) hat. Und das finde ich äußerst schade. Die Entwicklung, welche genommen wurde, dass es selbst in einer Welt, wie GoT möglich ist, dass Dothraki, Unsullied, Nordmenschen mit zum Teil Südländern und ehemaligen Feinden Seite an Seite kämpfen, um für das größere Wohl einzustehen wird in den letzten drei Folgen pulverisiert. Denn nach dem Kampf gegen die WW steht nun wieder der alte Machtkampf im Vordergrund. Das kann einem gefallen... Muss es aber nicht.

      Und ich persönlich glaube mittlerweile einfach, dass diese Konzeption: Erst WW dann Cersei, einen Großteil des Fundaments für die jetzt folgende Kritik legt. Ganz davon zu schweigen, dass es auf eine Art und Weise verfilmt wird, welche vor Plotholes und Inkonsequenz, sowie fehlender Liebe zum Detail geradezu strotzt. Es weicht alles einem Unterhaltungsspektakel der einfachsten Güte (inhaltlich gesehen). Und das scheint dem eher anspruchsvollen Publikum hier im Forum verhäuft sauer aufzustoßen.
      Lebe jeden Tag, als wäre es dein erster. Die Vorstellung jeden Tag neu zu genießen ist viel mehr wert, als ihn das letzte mal zu erleben.
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      Red Haired Beckmann schrieb:

      Es weicht alles einem Unterhaltungsspektakel der einfachsten Güte (inhaltlich gesehen). Und das scheint dem eher anspruchsvollen Publikum hier im Forum verhäuft sauer aufzustoßen.
      So kann man das ganze gut zusammenfassen. GOT und Staffel 8 ist Popcornkino und genügt dem Publikum, welches die Bücher kennt nicht mehr. Nicht umsonst werden bei IMDB die letzten Folgen so schlecht gewertet. Waren alle Folgen bisher immer um die 9.0 herum hatte Folge 4 lediglich eine 6.2 (88'747 Wertungen) und Folge 5 ist derzeit bei 6.9 (81'986 Wertungen). Das sollte Drehbuchautoren zu denken geben, hatt man doch so viel Geld in diese Folgen investiert, zumindest Folge 5.

      Es zeigt sehr gut auf, dass Popcornkino in dieser Serie nicht goutiert wird vom grossen Publikum der Bücher. Man sagt zwar, es sei gut umgesetzt, die Kritik richtet sich jedoch an den Inhalt und der inhaltlichen Aufarbeitung. Hier ist man klar unzufrieden und Straft D&D mit solchen Wertungen ab.

      Und diese Kritik finde ich derzeit überall in ähnlicher Form. Sowohl hier, als auch in der Firma, in Discord Servern, auf Reddit (dort ist es ganz schlimm).
    • Neu

      Rest in piece Sandor. Ich hatte gehofft, du würdest überleben. Ich werde dich vermissen.

      Rest in piece Varys. Mein Lieblingscharakter der Serie hat es nicht mehr in die letzte Folge geschafft.

      Rest in piece Jamie's Charakterentwicklung. Ich weiss nicht, wohin du dich verzogen hast.


      Wem ich nicht nachtrauern werde:

      Tyrion: Seit Tyrion Hand of the Queen wurde, hat er nicht mehr viele gute Entscheidungen abgeliefert. An diesem Punkt will ich den Charakter einfach nur noch weg haben. Ich wäre nicht überrascht, wenn er in der nächsten Folge seinen letzten Fehler macht. (Oder vielleicht wird Dany seinen Vorschlag bezüglich den Glocken als seinen letzten Fehler anrechnen.)

      Euron: Euron hat in den letzten beiden Staffeln in erster Linie als Plotdevice für die Schurken gedient. Er war definitiv unterhaltsam (der Schauspieler hat einen guten Job gemacht), aber er liegt derart quer in der Landschaft von Game of Thrones, dass ich nicht verstehe, weshalb er auf diese Weise eingebaut worden war.


      Insgesamt hat mir diese Folge aber deutlich besser gefallen als die letzten beiden. Die Geschichte und ganz besonders die Charakterentwicklung von Dany, Greyworm, Arya und den Cleganes war hier gut umgesetzt. Besondere Erwähnung verdient der Cleganebowl. Die Szene zwischen Arya und Sandor hat beiden Charakteren sehr gut getan und hat den Ausgang des Cleganebowls erträglich gemacht. Auch den Kampf zwischen den Brüdern fand ich insgesamt gut umgesetzt.

      Wirklich Mühe hatte ich vor allem mit den Dingen, die um Jamie herum passierten. Wieso kämpft Jamie mit Euron? Wieso ist ihm Cersei jetzt doch wichtiger als sein Ehrenkodex, nachdem er mehrmals gegen den ihren Willen seiner Ehre gefolgt war? Immerhin ist seine Entwicklung jetzt vorbei und ich muss nicht mehr darüber nachdenken.


      Insgesamt solide, wenn auch nicht so gut wie die Topfolgen früherer Staffeln.
      Hello, I'm Mathemagica, the man who will become pirate king.
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      Red Haired Beckmann schrieb:

      Daher kann ich mich in Bezug auf die angebrachte Kritik nur wiederholen: nein, ein Großteil von dem, was ich hier gelesen habe, entspringt nicht einem verwirrten Fanboy Geist, welcher völlig blind seinen persönlichen Wünschen nachhängt, sondern besteht aus zurecht angebrachten Inkonsistenzen innerhalb der Handlung.
      Bestes Beispiel ist hier meiner Meinung nach das völlig zurecht kritisierte Verhalten von Jamie in dieser Staffel. Ein User hat es vor ein/zwei Seiten sehr treffend beschrieben: seine Rückkehr zu Cersei und der versinnbildlichten Vereinigung im Moment des Todes, sind ein Schlag in die Fresse seiner Charakterentwicklung über die letzten sechs Staffeln. Scheiße, er hat in dieser Staffel zusammen mit den Nordmenschen gegen den lebenden Tod gekämpft. Hat versinnbildlicht, dass der Kampf um den Thron eigentlich eine zweitrangige Komponente im "einzig wichtigen" Kampf gegen den wirklichen Feind der Menschen darstellt. Mit dieser Folge wurde diese Weiterentwicklung allerdings mit Füßen getreten und wieder umgekehrt, indem er ihr - nach allem was sie Tyrion und auch Jamie angetan hat - wieder um den Hals fällt... Schlimmer noch, sie aus der Stadt zu retten versucht. Er hat scheinbar nichts, aber auch wirklich nichts in den letzten Staffeln gelernt. Zumindest macht es nach der aktuellsten Folge den Eindruck.

      Jaimie ist hier wirklich ein hervorragendes Beispiel, aber für das Gegenteil. Seine Entscheidungen sind völlig nachvollziehbar und die Ganze kritik an ihnen kommt einfach daher das er am Ende nicht vollends eine Richtung einschlägt die viele von ihm erwartet hatten. Eine Richtung die meiner Meinung nach völlig hanebüchen ist.

      Man muss sich sein Charakterprofil aus den letzten 8 Staffeln nur einmal komplett ansehen und nicht alles auf seinen vorübergehenden Zwist mit Cersei am Ende von Staffel 7 reduzieren. Der Mann war von Anfang an völlig besessen von Cersei, so besessen das er für sie ohne mit der Wimper zu zucken Bran aus dem Fenster gestoßen hat, er ist sogar in der Septe von Baelor nebem der Leiche von Tywin (oder war es Thommin, bin mir nicht ganz sicher welcher der beiden aber spielt auch keine Rolle da beides abartig ist) über sie hergefallen weil er so vernarrt in sie ist. Er ist über sehr weite Strecken genau wie Cersei, für beide steht der jeweils andere über allem was zu einer Kompromisslosigkeit und Gnadenlosigkeit gegenüber dritten führt.

      Der einzige Unterschied ist das Jaimie zumindest noch einen Funken gesunden Menschenverstand und Menschlichkeit in sich hat. Letztere äußert sich hauptsächlich in seiner Beziehung zu Tyrion und in teilen gegenüber Brienne und erstere eben in seiner Entscheidung nach Norden zu gehen wissend das es ihren sicheren Untergang zur Folge hat wenn Sie die Sache aussitzen. Ich denke seine Entscheidung ist nur zum Teil der Erkenntnis geschuldet das der Kampf gegen die Toten wichtiger ist als der Kampf um den Thron. Die anderen Teile sind sein Bedürfnis Cersei zu schützen und die Tatsache das er Eide und Versprechen sehr ernst nimmt, er will zu seinem Wort stehen.

      Das er sich aus all diesen Gründen dazu entschieden hat gegen ihren Willen nach Norden zu ziehen ist schon beachtlich und war vermutlich die schwerste Entscheidung die er je getroffen hat seit seinem Mord am irren König. Sie ändert aber nichts daran das er Cersei mehr liebt als alles andere, letztlich basiert die Entscheidung ja sogar teilweise auf seiner Liebe zu ihr und seinem Wunsch sie zu beschützen.

      Und jetzt erwarten hier einige Leute ernsthaft das er damit seine lebenslange Besessenheit einfach komplett abstreift und Cersei, nicht nur einfach am anderen Ende der Welt sterben lässt während er sich im Norden mit Brienne vergnügt, nein er soll auch noch die mit SEINEM Kind schwangere Cersei selbst töten um einen haufen Menschen zu retten die ihm, wie er bereits mehrfach in diesen 8 Staffeln gezeigt hat, völlig scheiss egal sind? Cersei ist für ihn wichtiger als die 1 Million Menschen in Königsmund die er vielleicht hätte retten können. Das er überhaupt bei Tyrions Vorschlag mitgemacht hat lag ausschließlich daran das er Cersei und sein Kind retten wollte, Königsmund ist ihm egal.

      Es wäre sicherlich in gewisser weise konsequent gewesen ihn hier plötzlich zum "Heiligen" mutieren zu lassen der zum Wohle der Menschheit seine Große Liebe und sein eigenes Kind tötet aber sowie ich das sehe hätte das seinen ganzen Charakteraufbau und alles was ihn 8 Staffeln lang ausgemacht hat ad absurdum geführt. So eine Entwicklung wäre vielleicht für einen Shonen Manga angemessen gewesen wo letztlich immer das gute triumphiert und alle am Ende bessere Menschen sind. Aber für eine Serie wie Game of Thrones die sich letztlich auch durch Realismus und realistische Charaktere auszeichnet wäre so eine Entwicklung äußerst fragwürdig. Dort werden eben nicht alle zu besseren Menschen und drehen sich um 180°. Manchen gelingt es eben nicht ihre (völlig) Dämonen zu besiegen und das ist auch gut so.
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      Diese Folge war Spektakel vom aller Feinsten, die technische Umsetzung ist absolut top und hat es so - in einer Fernsehserie - wohl noch nie zuvor gegeben. Wütend bin ich trotzdem. Rasend vor Wut. Wäre ich ein Targaryen mit mindestens einem Drachen, ich würde jetzt wohl zu D&D nach Hause fliegen und beide einfach verbrennen. Weil reasons. Scheint ja legitim zu sein, wenn man sich mal ansieht, wie Daenny in dieser Folge gehandelt hat.

      Ihre Entwicklung zur Mad Queen war schon seit Beginn von Staffel 7 (endgültig) absehbar und kommt damit keineswegs überraschend. Der Knoten platzte dann gewiss mit den Toden von Rhaegal und Missandei. Was jedoch überraschend kam, war die Art und Weise, wie diese Entwicklung nun stattgefunden hat. Da thront sie auf dem Rücken von Drogon auf einem der Häuserdächer von Königsmund, blickt zum Roten Bergfried, fliegt los und ... Lässt Feuer auf das gemeine Volk regnen. Ähm, okay?
      Sämtliche Geschütze waren ausgeschaltet, die eiserne Flotte vernichtet und auch die goldene Kompanie (der größte Witz der gesamten Serie btw.) längst zerschlagen. Die Lannister-Truppen ließen ihre Waffen fallen, die Glocke läutete, um die Kapitulation zu verkünden. Und anstatt zum Roten Bergfried zu fliegen und Cersei - die Person, die für Daenny's Leid in Westeros hauptverantwortlich ist - lebendig zu verbrennen, beschließt Daenny einfach mal die unschuldige Bevölkerung abzufackeln. DAS ist ein Ausmaß an lazy writing, das ich dieser Serie noch nicht mal in Staffel 7 zugetraut hätte. Und da war der Qualitätsverlust - mit Blick auf vorangegangene Staffeln - schon enorm. Dass Daenny zur Mad Queen werden würde, dass sie ihrem Vater folgen und letztlich das vollenden wird, was er begonnen hat (und woran Jaime ihn einst hinderte), war längst keine bloße Theorie mehr, sondern die einzig logische Entwicklung, die ihr Charakter noch nehmen konnte und auf die sie zusteuerte. Wie man das Ganze nun allerdings umgesetzt hat, ist ziemlich großer Murks. Und wirft btw. auch kein gutes Licht auf Jon und Tyrion, die beide - bei Tyrion setze ich das inzwischen tatsächlich voraus - Hals über Kopf verliebt in die Drachenreiterin sind und das Sprichwort blind vor Liebe zu sein, hier in einem ganz neuen Ausmaß versinnbildlicht wird. Beide hätten es kommen sehen müssen - sahen es vielleicht auch kommen, wollten es nur nicht wahrhaben - und hätten, spätestens als Varys Schritte unternahm, um Jon auf den Eisernen Thron zu bringen, aktiver Stellung beziehen müssen. Beide tragen - in meinen Augen - eine klare Mitschuld an dem, was sich jetzt in Königsmund abgespielt hat. Die Konsequenz daraus kann letztlich nur sein, dass beide das beenden werden, was Varys eben schon begonnen hat: Daenny muss sterben.

      So richtig sauer bin ich aber vor allem darüber, wie man mit Jaime verfahren ist. Seine Figur war über viele Jahre hinweg mein größter Favorit innerhalb des großen Charakterpools dieser Serie. Und das haben mir D&D mit einer einzigen Folge ruiniert. Danke dafür. Den vielschichtigsten Charakter binnen einer Folge um 5 Staffeln zurückzuentwickeln und in Konsequenz daraus sang und klanglos untergehen zu lassen, das muss doch bestimmt ein neuer Rekord sein.
      Sein Tod - bzw. die Umsetzung dessen - hing nun natürlich stark damit zusammen, wie lächerlich man den endgültigen Verfall von Daenny inszeniert hat. Hätte man Cersei beginnen lassen die Eindringlinge - auf Kosten des Volkes - mit Seefeuer abzufackeln, wäre das der ideale Anstoß gewesen, um Jaime eben genau das tun zu lassen, was seinen Charakter perfekt abgeschlossen hätte: Cersei zu töten und danach auch meinetwegen - nach dem Kampf mit Euron - selbst zu sterben. So blieb er jedoch bis zuletzt wie besessen von seiner Schwester, die doch so viel Unheil gestiftet hat. Die letzte Konsequenz, die diese verkorkste Beziehung hätte erbringen müssen, fehlt mir hier einfach. Man hat sich für den einfachen Weg entschieden, was wiederum auf Kosten der Inszenierung von Daenny's endgültigem Wandel zur Mad Queen geschah. Zwei Fauxpässe zum Preis von einem. Herzlichen Glückwunsch.

      Arya's Rolle wirkte nun auch etwas seltsam, erfüllte sie eigentlich keinen narrativen Zweck und sollte wohl lediglich als Ventil genutzt werden, um den Zuschauer den Schrecken, den Daenny über Königsmund regnen lässt, zu verdeutlichen. Cersei zu töten hat sich für sie jetzt jedenfalls erledigt, dafür hat sich nun aber auch eine andere Mad Queen in Position gebracht, die sie im Austausch dafür lynchen kann. Ich setze mein Geld jedenfalls auf Arya, wohl auch, weil sie inzwischen der einzige Charakter ist, der in meinem Ansehen noch nicht gelitten hat. Jon dürfte sich wohl - nach dem kurzen Blickwechsel mit Grauer Wurm - um Daenny's besten Soldaten kümmern. So richtig verdient hätte Jon es allerdings auch nicht mehr sein rechtmäßiges Erbe anzutreten, nachdem er die Warnungen von Varys komplett ignorierte und einfach nur stillschweigend dabei zu sah, wie der Mann, der als einziger versuchte das drohende Unheil abzuwenden, ohne jeglichen Prozess einfach hingerichtet wurde. Varys unspektakulärer Abgang war tatsächlich das geringste Übel, das diese Folge für mich bereithielt. Allerdings bereitete es mich gut auf das vor, was in den restlichen 60 - 70 Minuten noch so passieren würde. Denn wenn mich die 8. Staffel von GoT eines gelehrt hat, dann das: Fragwürdiger geht immer.

      Achja, der Clegane-Bowl war klasse. Das einzig wirklich Gute, was diese Folge zustande gekriegt hat.
      You wanna know my secret identity?
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      Ich finde die Entwicklung von Daenerys zur Mad Queen nachwievor unfassbar mieses Storytelling, dass lediglich der Versinnbildlichung der Botschaft dient: Egal, was du auch machst, dir ist vorbestimmt exakt so zu enden, wie deine Eltern. Nichts mit Nuancierung, dem Überwinden von Vorurteilen und inneren Dämonen. Nö. Eine Figur wird auf Wahnsinn reduziert, weil man diesen letzten großen Antagonisten braucht. Was man Ende aus der Geschichte ziehen kann: Das Leben ist Müll. Liebe völlig sinnlos. Und Menschen sind von Geburt an an feste Entwicklungen und Rollen gebunden, die man nie wird ändern können.

      Finden viele klasse und dies sei auch jedem gegönnt. Mich kotzt und ekelt dieses Ende an.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Triple_D_Sixx ()

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      Triple_D_Sixx schrieb:

      Ich finde die Entwicklung von Daenerys zur Mad Queen nachwievor unfassbar mieses Storytelling, dass lediglich der Versinnbildlichung der Botschaft dient: Egal, was du auch machst, dir ist vorbestimmt exakt so zu enden, wie deine Eltern. Nichts mit Nuancierung, dem Überwinden von Vorurteilen und inneren Dämonen. Nö. Eine Figur wird auf Wahnsinn reduziert, weil man diesen letzten großen Antagonisten braucht. Was man Ende aus der Geschichte ziehen kann: Das Leben ist Müll. Liebe völlig sinnlos. Und Menschen sind von Geburt an an feste Entwicklungen und Rollen gebunden, die man nie wird ändern können.

      Finden viele klasse und dies sei auch jedem gegönnt. Mich kotzt und ekelt dieses Ende an.

      Finde eigentlich genau das Gegenteil ist der Fall.
      Auf Essos wurde Dany so gut es möglich war als die Retterin der Menschen aufgebaut, welche sich ihrer Herkunft bewusst war.
      Ihr einziger großer Traum war die Menschen zu "befreien" und als letzte Targaryen ihr Recht auf den Thron zu beanspruchen.
      Nun kommt sie nach Westeros und..:
      - Niemand will sie
      - sie hat ihr Recht auf den Thron verloren durch Jon
      - ihr engsten Vertrauten sterben
      - 2 ihrer "Kinder" sterben

      Eigentlich gibt es für sie nichts mehr zu holen. Niemand wird sie als Königin wollen.

      Bei ihrem Bruder hätte man das mit der festen Entwicklung von Geburt an noch sagen können, aber Dany hat hier einfach ein Schicksalsschlag zu viel erlebt.
      Finde das Sorytelling hat über alle Staffeln einen sehr guten, plausiblen Weg genommen.
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      Ich denke wir müssen den Plot zur Mad Queen losgelöst vom offensichtlichen Lazy Writing der Produzenten betrachten. Varys wurde denke ich nicht einfach so ohne Prozess abgefackelt, sondern hat mehrmals versucht Dany zu vergiften, aber ist daran gescheitert, weil Dany in ihrem Depressiv-Kokon zum Mad-Queen-Schmetterling nichts gegessen hat. Seine Entscheidung Dany zu töten war gefestigt und entschlossen. Jeder Monarch, sogar Jon, man erinnere sich an Olly usw, hätte Varys hingerichtet. Auch Ned Stark hat Männer für weniger grosse Verrate hingerichtet.

      Der ganze Hass, der ihr bis zum diesem Moment entgegenschlug, war komplett irrational. Dany hat das Volk von Westeros mit ihrer Macht vor dem Night King gerettet und wollte dafür Heimat und Liebe aber erhielt vom "Vertreter des Volkes" eine Giftmischung, weil ein besserer Monarch da ist. Ihre Frage ist berechtigt. Ist sie nichts weiter als ein Monarch? Ist sie kein Mensch mit Bedürfnissen? Ist es Recht ihr direkt Existenz und Heimat zu verwehren? Muss sie wirklich gleich sterben weil Jon besser ist? Darf der Volkswille sie wirklich einfach töten? Vergesst einfach mal den Thron, Missandei, Jorah und die Drachen usw. Ihr wurde seit Kindheit das Leben selbst verwehrt.

      Bereits in Staffel 1 hat Varys versucht Dany zu töten, obwohl er sie gar nicht kannte, einfach nur weil sie ein potentieller Monarch ist. Sie hat ein Recht auf Leben und ich kann ihren Zorn auf Kings Landing irgendwie verstehen, auch wenn ihre Handlung dann absolut schrecklich und barbarisch und ebenfalls alles andere als Recht war.