Attack on Titan

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    • Neues Kapitel ist draußen und ich habe nur das Gefühl wir verlieren extrem stark an Tempo.
      Ich frage mich wie Isayama das Ganze bei dem Tempo in diesem Jahr noch zuende bringen will.

      Schön finde ich, dass wir die erste Hälfte des Chapters aus sicht von Annie erzählt bekommen. Ein sehr interessanter Charakter mit komplett eigenen Zielen und Ansichten.

      Nun eröffnet sich eine neue Debatte bzw. Armin eröffnet sie: War es richtig Erwin sterben zu lassen? Hat Levi doch nicht die richtige Wahl getroffen? Ich persönlich denke, dass Armin etwas einfallen und er der Schlüssel sein wird - auch wenn es aktuell absolut nicht danach aussieht.

      Ein kleiner "Kritikpunkt": VERDAMMT ICH WILL EREN ENDLICH SEHEN!!
      Bevor ich einen Fehler mache, mache ich ihn erst gar nicht.
    • Ich hab gestern angefangen langes Review schreiben, aber dann doch abgebrochen. Das überlasse ich lieber Leute, die besser schreiben können. =D

      Man sieht jedoch jetzt schon, dass selbst wenn Eren alles außerhalb der Insel zerstören sollte, trotzdem die Konflikte nicht enden werden.
      Die Inselbewohner sind kurz davor sich an die Kehle zu gehen. Auf der einen Seite haben einige Freunde und Verwandte durch die Befreiung der Mauertitanen verloren und sehen Eren als Gefahr bzw. sind wütend auf ihn. Und die anderen feiern Eren und sagen, dass die Opfer nötig waren..

      Floch war von Anfang an in Eren's Plan eingeweiht und quasi seine rechte Hand. Glaube kaum das Eren ihn mag oder großartig manipulieren musste. Für Eren war er nur ein nötiges Werkzeug, was jetzt seinen Zweck erfüllt hat. Floch selbst ist sich dessen bestimmt nicht bewusst, da er sehr einfach gestrickt und scheinbar hat er seit der großen Schlacht gegen Zeke und co ordentlich ein Rad ab. Jetzt spielt er sich jedoch als König auf und hat die Führung an sich gerissen.

      Jean will zunächst sich gegen ihn stellen, aber auch er scheint mit der Gesamtsituation völlig überfordert zu sein und weiß nicht so recht was er nun tun soll.
      Ich bin mir jedoch sicher, dass Jean wieder an Fassung gewinnen wird. Vielleicht schafft es Mikasa ihn aus seine "Starre" raus zu holen. Armin hat sie angeschrien, das sie endlich mal für sich selbst entscheiden und handeln soll..

      Armin würde zwar gerne Eren aufhalten, sieht aber keine Möglichkeit dazu und entschließt sich Connie aufzuhalten..
      Ist natürlich nachvollziehbar, dass er irgendetwas tut, anstatt sich seiner Verzweiflung hinzugeben. Einen guten Anführer gibt er jedoch immer noch nicht ab.

      Die letzte Szene ist auch interessant. Man kann zwar über Levi viel sagen, aber nicht, dass er ein komplett harmloser Mann ist =D
      Selbst ein halbtoter Levi kann jedem gefährlich werden, sollte er auch nur kurz zu Bewusstsein kommen.

      Ich frage mich was Hanjii nun vorhat.
      Levi kann als Ackermann ja zu keinem Titanen werden oder glaubt ihr doch?
    • Kapitel 125 – After Glow

      Seit schon über einem Jahr gehört SnK für mich zu meinen absoluten Lieblingsmanga und jeden Monat kann ich das neue Kapitel kaum erwarten. Mittlerweile hat sich Haikyuu dazugesellt und am Montag war ich einfach glücklich. Zuerst Haikyuu und gleich im Anschluss das neue SnK Kapitel gelesen.

      Bevor ich mich zum aktuellen Kapitel äussere, gehe ich kurz auf die letzten 2-3 Kapitel ein.

      From You, 2000 Years ago! Dieses Kapitel war einfach überwältigend. Wie lange habe ich, (und auch andere), auf diesen Flashback gewartet. Wie oft habe ich mich gefragt, was der Wahrheit entspricht. War Ymir eine Göttin oder ein Teufel? Wie hat Ymir diese gottgleichen Kräfte erhalten? Kurzum. Wer war Ymir? Der Flashback hat mich sehr traurig gestimmt. Es tat einfach weh, mitanzusehen, wie Ymir behandelt wurde und wie sehr sie über ihren Tod hinaus in der Welt der Koordinate gelitten hat. Ich kann nicht oft genug betonen, wie abscheulich Ymir vom König der Eldians behandelt wurde. Selbst nachdem sie ihre gottgleichen Kräfte erhalten hat, wurde sie bis zu ihrem Tod schamlos und auf die abscheulichste Weise ausgenutzt. Die erste Übergabe der Kräfte war genauso widerwärtig, wie der König selbst. Die eigenen Kinder zu zwingen, ihre tote Mutter bis auf den kleinsten Rest zu essen. Da wird einem richtig schlecht.
      Erens Worte an Ymir waren einfach dermassen emotional, aufrichtig und man hat gemerkt, dass es aus tiefstem Herzen kam. Ymir war weder eine Sklavin noch eine Göttin. Im Endeffekt war sie ein Mensch und ihre Tränen in dem Moment, wo Eren ihr dies sagte, waren herzzerreissend.

      Was mir seit dem TS am meisten gefällt, ist Erens Entwicklung. Bereits vor dem TS zeichnete sich aus, dass Eren für seine Freiheit und die der anderen bereit war, zu einem Monster zu werden und die eigene Menschlichkeit abzulegen. So hat er als Kind ohne zu Zögern die Kidnapper von Mikasa getötet und während seines Kampfes im Bezirk Stohess gegen Annie die vielen zivilen Opfer in Kauf genommen. Es ist so, wie es Armin und auch andere Charaktere im Verlauf des gesamten Mangas mehrmals sagten. Wer etwas verändern will, muss dazu bereit sein, seine Menschlichkeit abzulegen. An dieser Stelle freue ich mich sehr auf Kapitel 100 im Anime.

      Die Wälle sind zerstört und die Kolossalen marschieren in Richtung Festland. Dass bei diesem Prozess Unschuldige auf Paradis ums Leben kommen, ist keine Überraschung. Während ein Teil der Bevölkerung die Opfer für ein höheres Wohl in Kauf nimmt, wird Eren vom Rest als Mörder bezeichnet. Der Manga befindet sich im finalen Arc und ich weiss nicht, ob Isayama noch einen inneren Konflikt näher beleuchten wird, aber spannend bleibt es.

      Annie ist zurück! Ihr wisst nicht, wie lange ich darauf gewartet habe. Es wurde endlich Zeit. Nach all diesen Jahren ist Annie aus ihrem Winterschlaf erwacht. Wobei das nicht ganz zutrifft. Wie wir erfahren haben, hat sie doch fast alles mitgekriegt und die Arme musste sich jahrelang Hitch anhören. Da tut sie mir gleich doppelt leid. :D
      Wohin sie jetzt mit Hitch unterwegs ist, macht mich neugierig. Es wird seinen Grund haben, wieso Isayama Annie so lange im Kristall hat ruhen lassen. Hoffe ich zumindest. Sie möchte zwar auf schnellstem Weg zurück zu ihrem Vater, aber unterwegs wird sie wohl in den ein oder anderen Charakter/Vorfall hineinstolpern. Auch interessant, dass wir die Eldians auf dem Festland sehen und wie sie verzweifelt versuchen, die Soldaten Marleys von der drohenden Gefahr zu überzeugen.

      Ich bin richtig gespannt, wie das Treffen zwischen Hanji und Pieck ablaufen wird. Hatte ich mich zuerst auf Armin und Pieck gefreut, so finde ich nach dem Kapitel Hanji an dieser Stelle doch besser. Im Schlepptau mit dem bewusstlosen Levi. Da wir bei Levi sind. Es schmerzt wirklich, ihn so zu sehen. Klar haben wir nach der Explosion bei Zeke gewusst, dass Levi übelst zugerichtet wurde, aber sein Anblick auf der letzten Seite stimmt mich doch sehr traurig und umso mehr rechne ich in nächster Zeit nicht mit Levi. Auf jeden Fall bleibt die Lage vor Ort spannend und wir dürfen gespannt sein, wie das Gespräch in den nächsten Kapiteln verlaufen wird.

      Connie ist mit Falco auf dem Weg zu seinem Heimatdorf Ragako und hier ahne ich böses für Connie. Ich bin der Meinung, dass sein Plan zurückfeuern wird und Connie als Ergebnis sein Leben lassen wird. Ich bin auch ganz ehrlich. Ich hätte nie vermutet, dass Connie zu so etwas fähig wäre. Klar ist Falco sein Feind und es war Zeke, ein Krieger von Marley zu denen auch Falco gehört, der für das Massaker in Ragako verantwortlich war. Aber eben. Es ist Falco und er ist noch ein Kind. Auch hier bleibt die Situation spannend, da Armin und Gabi ihnen dicht auf den Fersen sind.

      Alles bricht wie ein Kartenhaus in sich zusammen, ein Bürgerkrieg ist nicht mehr allzu weit entfernt, es sind noch Feinde auf der Insel, unzählige Kolossale marschieren in Richtung Festland und inmitten des Chaos steht Armin. Zurecht überfordert und teils planlos. Wie vor dem TS hinterfragt er die Entscheidung von Levi und ob es nicht klüger gewesen wäre, Erwin zu wiederbeleben. Ob es die richtige Entscheidung war, das Serum für ihn (Armin) zu verwenden, anstatt für den Mann, der die Menschheit bis zum Sieg in Shiganshina geführt hat. Auf der einen Seite denke ich, dass Erwin mit seiner Erfahrung mehr hätte bewirken können als Armin, bzw. es vielleicht auch nicht so weit gekommen wäre, aber auf der anderen Seite wäre jeder in solch einer Situation überfordert. Es tut weh, wenn sich Armin wieder und wieder die Frage stellt, ob seine Rettung die richtige Entscheidung war. Hier bin ich mir absolut sicher, dass uns Isayama in den nächsten Monaten zeigen wird, dass Armin doch die richtige Entscheidung war und dass Erens Aussage, Armin werde die Welt retten, nicht nur leere Hülsen waren. Nun ist er auf dem Weg nach Ragako und zu Connie, um ihn von seinem Vorhaben aufzuhalten. Sofern nicht vorher etwas passiert, traue ich Armin allemal zu, dass er es schaffen wird, Connie irgendwie zu überzeugen.

      Mit jedem Floch-Panel steigt mein Hass auf den Charakter. Good Job Isayama! :D
      Seit dem TS ist er für mich neben Zeke wohl das grösste Arschloch. Auch hier bin ich der Überzeugung, dass sein Umgang mit den Volunteers auf ihn zurückfeuern wird und sei es von Seiten Yelenas. Sie war mir in den letzten Kapiteln zu… still. Es würde mich doch überraschen, wenn Yelena nicht bereits einen Plan aushecken würde.

      Als Abschluss noch was zu einem meiner Lieblingscharaktere Gabi (und Falco). Auf Seiten Marleys ist es Gabi, die seit ihrer Einführung im Fokus steht und Stück für Stück aufgebaut wurde. Spätestens seit sie Sasha erschossen hat, wird sie von einem Teil der Community regelrecht gehasst. Ich sage nicht, dass man sie mögen muss. Das auf keinen Fall. An dieser Stelle sollte man aber die Geschehnisse kurz aus ihrem Blickwinkel betrachten.
      Sie wurde jahrelang von Marley manipuliert und ihr, sowie den anderen Kriegern, wurde eingetrichtert, dass die Bewohner hinter den Mauern allesamt Teufel sind, die den Ruf der «guten» Eldians auf dem Festland in den Dreck ziehen und die lieber heute als morgen ausgerottet werden müssen. Während einer Veranstaltung/Kriegserklärung an Paradis taucht Eren auf, sorgt für Chaos, wirft sich als Titan in die Menschenmenge, sorgt für viele zivile Opfer und gleich im Anschluss taucht der Survey Corps auf, der die Gegend unter Beschuss nimmt und Häuser der Zivilisten in die Luft jagt (Floch). Wie hätte Gabi als Soldatin von Marley in dieser Situation anders reagieren sollen, als sich geschickt an Bord des Zeppelins zu schleichen und gegen den Feind zu kämpfen? Dass es hier ausgerechnet Sasha erwischt hat, ist natürlich schade, aber aus Gabis Sicht war sie wie alle anderen ein Feind, der gerade eben ihre Heimat angegriffen und für viele Opfer gesorgt hatte. Dass sie dabei Falco mit einbezogen hat, macht ihre Schuldgefühle für das, was später auf der Insel passiert ist, umso stärker. Ich meine, klar ist Falco Gabi freiwillig gefolgt. Klar hätte er genauso in seiner Heimat bleiben und Gabi allein an Bord des Zeppelins schleichen lassen können. Aber wir sprechen hier von Falco, der sich, wie wir es bereits vor all dem Chaos erfahren haben, in Gabi verliebt hat. Ein Falco, der den Armored Titan von Reiner erben wollte, um Gabi das Schicksal eines verkürzten Lebens zu ersparen. Umso stärker dürften die Schuldgefühle auf Gabi lasten, da Falco wegen ihr ausversehen den Wein mit Zekes Spinal Fluid getrunken hat. Was das Ergebnis war, haben wir gesehen. Bei seiner Verwandlung kam sein Bruder Colt ums Leben und direkt im Anschluss hat sich Marcel geopfert/freiwillig auffressen lassen, um Falco zu retten. Sie sind zwar noch sehr jung, aber Gabi und Falco passen zu gut zusammen. :D

      Jetzt heisst es wieder, einen Monat warten. Ich bin sehr gespannt, wie Isayama jetzt fortfahren wird und an dieser Stelle wünsche ich mir, Historia zu sehen. Wie lange ist es schon her, seit wir sie das letzte mal gesehen haben? Auch hier. Ist Historia wirklich schwanger und falls ja, von wem? Weil ich glaube irgendwie nicht, dass der Unbekannte Stalljunge der Vater sein soll.

      So, bis nächsten Monat. Oder in einem Jahr. :D
    • Kapitel 125 – Sunset

      Neues Jahr, neues Glück und Isayama haut gleich zu Beginn des Jahres ein Kapitel raus, dessen Cliffhanger mir durchaus das Herz rausgerissen hat. Ich bin vom Typ her ja eine sehr sentimentale Leserin und zu sehen, wie einer meiner absoluten Lieblingscharaktere nach zehn Monaten in so einem Zustand wiedereingeführt wird, war nicht ganz so schön anzusehen.

      An dieser Stelle will ich auch gleich direkt auf den Cliffhanger eingehen. Dass Levi sein Comeback nicht in seiner besten Pracht hinlegen durfte, das war zu erwarten und es ist vor allem auch konsequent. Etwas anderes wäre nicht glaubwürdig gewesen und es hätte auch der Szene, in der Levi von Zeke weggesprengt wurde, ein großes Stück Ernsthaftigkeit genommen. Trotz allem ist es irgendwie erschreckend, Levi in so einem bandagierten und bewusstlosen Zustand zu sehen, denn unabhängig von seiner enormen Stärke kennen wir Levi nun mal als Charakter, der mit seiner Präsenz und vor allem seiner hemmungslosen bzw. abwertenden Wortwahl deutlich gemacht hat, warum man diesen Charakter nicht einfach auf die leichte Schippe nehmen sollte. Die Tatsache, dass dieser Manga zusätzlich noch im finalen Arc ist und alles immer mehr und mehr sein Ende findet, macht die letzte Seite irgendwie noch unangenehmer, als sie sowieso schon ist. Ich meine, wir sprechen hier jetzt nicht von irgendeinem Nebencharakter, der in diesem finalen Konflikt mal einfach so abwesend sein kann, sondern wir sprechen von einem Charakter, dessen Arc noch nicht mal komplettiert worden ist. Levi hat noch ein Versprechen einzulösen und er muss Zeke noch zur Rechenschaft ziehen, etwas anderes kommt meiner Meinung nach überhaupt nicht in Frage. Das ist nämlich nicht nur ein Versprechen, sondern es ist ein unglaublich großer Akt des Vertrauens, den Erwin in Levi gelegt hat und dieses Versprechen hat Levi so stark geprägt, so dass er nach all den Jahren immer noch nicht in der Lage ist, mit Erwins Tod abschließen zu können. Dass also irgendein anderer Charakter außer Levi diesen Part übernehmen wird, ist für mich einfach unvorstellbar, gerade wenn man sich vor Augen führt, wie lange Isayama diesen Konflikt schon aufgebaut hat. Nun frage ich mich jedoch, wie Isayama das noch in die Handlung eingliedern möchte, ohne dass man das Gefühl bekommt, dass das Einlösen des Versprechens forciert wirkt. Ich glaube nämlich nicht, dass Levi innerhalb der nächsten Stunden wieder auf die Beine kommen wird und direkt in der Lage sein wird, Zeke zu erledigen, insofern frage ich mich dieses Versprechen eingelöst werden kann, zumal man nicht mal wirklich weiß, wo Zeke in dem ganzen Dilemma abgeblieben ist. Wer weiß, vielleicht wird der Konflikt in deren Zeitzone noch einige Tage, Wochen, Monate dauern, insofern, mal schauen, was bezüglich Levi auch immer kommen mag, ich bin absolut gespannt und unabhängig davon, wie er in diesem Kapitel präsentiert wurde, so bin ich dennoch absolut froh darüber, nach all der Zeit endlich mal wieder etwas von ihm gesehen zu haben.

      Das gilt natürlich auch für Hanji und jedes Mal wenn ich sie wieder auftaucht, wird mir wieder bewusst, warum ich diesen Charakter so mag. Ich meine, wie sie hier einfach auf gut Glück zu Pieck – dessen Auftritt mein Herz auch nur erwärmt hat – und Magath gelaufen ist, ist so dermaßen cool und es erinnert einen daran, dass sie nach wie vor ein sehr risikofreudiger Charakter ist, wie man sie auch so kennengelernt hat. Vor diesem Kapitel bin ich eigentlich felsenfest davon ausgegangen, dass wir Hanjis und Levis Rückkehr dann sehen werden, wenn endlich auf Historia übergegangen wird, da Hanji diejenige war, die Eren mit Historia konfrontiert hat. Demnach wäre es am plausibelsten gewesen, wenn Hanji das Gegenteil gemacht hätte, in dem sie Historia bezüglich Eren konfrontiert hätte. Vielleicht kommt das sogar noch, am liebsten sogar so bald wie möglichst, da Historias Sicht der Dinge nicht ganz so irrelevant sind und ihre Abwesenheit mittlerweile echt zu schaffen macht. Unabhängig von Historia schmälert das jedoch meine Freude darüber, dass hier eine Konfrontation zwischen Hanji und Pieck/Magath stattgefunden hat, nicht im Geringsten, im Gegenteil: meine Vorfreude auf das nächste Kapitel ist gewaltig, weil das Kapitel mit dieser Konfrontation beendet wurde und die Wahrscheinlichkeit, dass es an der Stelle weitergehen wird, sehr hoch ist. Ich wollte ursprünglich eine Konfrontation zwischen Pieck und Armin sehen, weil diese vom Intellekt her auf einer Ebene sind, aber eine Hanji-Pieck-Magath-[Levi]-Kombination? Euphorie vom Feinsten, das glaubt ihr aber. :D:D

      Kommen wir auf Armin über, dessen Ansichten mich ein wenig traurig gestimmt haben. Armin war schon immer ein Charakter, der auf der einen Seite für seine Intelligenz und Teilhabe an den ganzen Konflikten sehr geschätzt und geliebt wurde, auf der anderen Seite er schon immer viel Kritik einstecken musste, weil er nicht der Vorzeigesoldat schlechthin war. Gerade in den letzten Monaten hat Armin bzgl. seiner Pazifisten-Ansichten sehr, sehr viel Kritik eingebüßt und auch ich muss sagen, dass mir Armins Darstellung in den letzten Monaten nicht sonderlich gut gefallen hat, weil mir diese Hemmungslosigkeit, die er im Laufe der Zeit aufgebaut hat, sehr stark fehlt. Neben Erwin war nämlich Armin derjenige, der bereit war, seine Menschlichkeit abzulegen, sofern ein größerer Erfolg erzielt werden sollte und das war in Anbetracht dessen, dass er ursprünglich als absoluter Unschuldslamm eingeführt wurde, unfassbar interessant zu sehen. Auch nach dem Zeitsprung, als er auf Liberio den Hafen gesprengt hat, hatte man den Eindruck, dass sich das immer mehr verfestigt hat, aber mittlerweile sieht man davon nicht mehr wirklich viel. Ich kann absolut verstehen, dass Erens Veränderung und Aktionen sehr belastend für Armin sind, aber nichtsdestotrotz vermisse ich diese hemmungslose, manipulierende Art, die einen stark beeindrucken konnte. Wahrscheinlich würde dies in das aktuelle Geschehen nicht sonderlich gut passen, aber Armin dümpelt vor sich hin und das ist etwas mühselig und anstrengend anzusehen.
      Umso mehr freut es mich und das ist auch das, was mir an der Szene zwischen ihm und Mikasa besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Armin endlich mal wieder aus sich herausgekommen ist und man diese geballte Ansammlung an Emotionen so dermaßen gut herauslesen und vor allem anhand seiner Mimik und Gestik erkennen konnte. Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Frust, das war alles in einem. In all der ganzen Zeit, in all den ganzen Jahren hat sich eine Sache nach der anderen angestaut und er lässt all das, was sich über all die ganze Zeit, über all die ganzen Jahre angestaut hat, raus und das ist ein so bedeutsamer Moment für diesen Charakter. Auch dass diese Entscheidungsfrage darüber, ob er oder Erwin die richtige Entscheidung gewesen wäre, in diese Handlung nochmal aufgeworfen wurde beeindruckt mich zutiefst, weil diese Frage in den letzten Monaten auf anderen Plattformen von etlichen Lesern immer wieder aufkam. Dass ausgerechnet Armin derjenige ist, der das hinterfragt und die Entscheidung nach all den Jahren immer noch so stark anzweifelt, macht das Ganze so viel besser. Man bekommt dadurch den Eindruck, dass Isayama ganz bewusst darauf abzielt, Armins Aktionen zu hinterfragen oder gar zu kritisieren, weshalb ich nach diesem Kapitel umso mehr davon überzeugt bin, dass Armin noch etwas leisten wird, was diese Zweifel zunichtemachen wird.

      Auch zu Annie möchte ich ebenfalls sämtliche Worte verlieren. Ich freue mich wirklich, dass Annie wieder zurück ist, denn sie gehört zu den Charakteren, zu der ich im Laufe der Zeit immer mehr und mehr Sympathien aufbauen konnte. Das hat damals mit dem Marco-Flashback angefangen und das hat sich bis zum Flashback über Marley bzw. bis zum Flashback über Reiner und Co. erstreckt. Im Nachhinein empfand ich die Szene darüber, als sie in Stohess gefangen genommen wurde und sie an ihren Vater gedacht und geweint hat mit jedem Flashback und jeder neuen Information immer emotionaler und spätestens mit der Einführung von ihrem Vater auf Liberio war es klar, dass sie wieder an Relevanz gewinnen wird, weil das ein Plotpunkt ist, der noch beendet werden muss, wie es auch im jetzigen Kapitel klargemacht wurde.
      Ich muss jedoch zugeben, dass mich Annies Comeback im letzten Kapitel nicht so stark in Euphorie versetzt hat, wie ich es eigentlich erwartet habe und ich bin normalerweise – wie man an meinen Beiträgen unschwer erkennen kann – jemand, die selbst von den kleinsten Dingen sehr schnell begeistert ist. Das diese Euphorie demnach nicht wirklich gefallen ist, war dann der Moment, der mir wieder einmal klar gemacht, dass Annies Abwesenheit eines der größten Kritikpunkte sind, die ich an dem Manga zu verzeichnen habe. Ich verstehe, dass Isayama nicht viele Möglichkeiten hatte, sie wieder in die Handlung einzugliedern, ohne viel vorwegzunehmen und auch die Art und Weise, wie sie aus dem Kristall rausgekommen ist, finde ich absolut logisch und nachvollziehbar. Was ich jedoch schade finde, ist, dass auch wenn ich im Laufe der Zeit immer mehr mit ihr sympathisieren konnte, so hat sie im Laufe der Zeit immer mehr an Relevanz verloren, sodass ich ihre Geschichte zum jetzigen Zeitpunkt der Handlung nicht mit dem Interesse verfolge, wie ich es erhofft habe. Ich fand den Teil, der ihr in diesem Kapitel gewidmet wurde so schön, so wichtig, teils auch absolut herrlich und es ist absolut berechtigt, dass sie diese Aufmerksamkeit, die sie schon längst hätte haben dürfen, bekommt. Dass endlich, nach all den ganzen Jahren klar gemacht wurde, wofür sie gekämpft hat und was ihre Ziele sind. Dennoch ist die Handlung so weit, so dass ich persönlich deutlich mehr Interesse an anderen Charakteren bzw. an anderen Handlungssträngen habe. Ich bewundere Isayama absolut dafür, dass er jeden einzelnen Handlungsstrang beenden möchte, allein die Tatsache, dass Isayama noch die ganze Geschichte um Connies Mutter, die ich vor dem letzten Kapitel überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte, komplettieren möchte, finde ich so beachtlich, aber Annies Rückkehr bzw. ihre Abwesenheit ist bzw. war für mich ein so großer Dorn im Auge, auch wenn ich zugegebenermaßen selbst nicht wirklich wüsste, wie Isayama das hätte besser handhaben können.

      Somit gibt es von meiner Seite aus nicht mehr wirklich viel zu schreiben: Mikasa stellt hier eine absolut berechtigte Frage, denn Eren sollte eigentlich derjenige sein, auf den sich alle fixieren sollten, aber scheinbar schauen alle bewusst weg und haben aufgegeben. Ich hoffe ja, dass Mikasa dennoch eigenständig die Initiative ergreift, mir wurde nämlich erst mit diesem Kapitel so richtig bewusst, dass sie bislang immer nur auf Kommando agiert hat. Jede Entwicklung von Mikasa ist mir absolut recht, auch wenn ich die Konfrontation zwischen ihr und Eren kaum erwarten kann.
      Floche ist ein absolut widerlicher Charakter, bei dem es mir sehr schwer fällt, ihn nicht komplett zu verachten, was aber absolut für Isayamas Fähigkeiten, Charaktere zu schreiben, spricht. Hier finde ich ja die Aussage darüber, dass Eren seinen Plan mit Floche geteilt hat, sehr interessant, weil ich dadurch eher das Gefühl bekommen habe, dass Eren noch einiges zu verbergen hat. Ich kann mir nämlich irgendwie nicht vorstellen, dass Eren seinen Plan an Floche weitergeleitet hat, ohne doch noch etwas anderes im Hinterkopf zu haben. Wie dem auch sei, Jean soll und darf diesem Typen gerne die Leviten lesen, ich kann ihn echt nicht mehr sehen. :D:D
      Gabi ist auf dem Weg zu Falco und Falcos Gutgläubigkeit ist so herzlich und gleichzeitig so schmerzhaft mit anzusehen, weil diese Eigenschaft in dem Fall sehr schnell nach hinten losgehen kann.

      Alles in allem: Ein hervorragender Start in diesem Jahr mit einem schmerzhaften Cliffhanger und ich kann das nächste Kapitel gar nicht länger erwarten. :D:D