Shaman King

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    • Kapitel 25 "Death Zero 7"
      Ja wo is er denn? Ja wo is er denn? Da is er ja, mit nem neuem Kapitel.
      Also dafür, dass Takei, im Gegensatz zu Oda, nur alle paar Wochen was von sich hören lässt, hat er das deutlich angenehmere Pacing. Ich hatte während dieses Kapitels öfter mal das kleine Gefühl als ob er meine Gedanken gelesen hat. Er hat zwar nicht alle Fragen beantwortet aber zumindest das Thema aufgegriffen und eine ordentliche Antwort wird Takei uns schon liefern.
      Aber fangen wir mal vorne an.
      Hana bekommt erstmal eine Flugstunde und wird fürs Erste rausgenommen. Anderson erkennt Sakurai als "Death Zero", den Kamikazeflieger welcher seine Kameraden auf dem Gewissen hat. Yohsuke stachelt Anderson gegen diesen auf und möchte, dass er ihn tötet (in dem Fall eine andere Ebene des GS). Anderson zögert einen kurzen Moment und diesen nutzt Sakurai zum Gegenschlag und schickt Anderson auf Reisen.
      Thalim erinnert sich an die Worte seines Big Boss "Don´t interfere, no matter what happens". Hao gibt Preis, dass er von Anfang an Hana und Sakurai zusammenbringen wollte. Und meine Meinung zu Amidamaru und Hana hat Gott hier wunderbar zusammengefasst. Die Wortwahl ist vielleicht etwas schroff aber am Ende läuft es genau darauf hinaus: Amidamaru ist Second Hand. Auch warum er umbedingt einen Menschengeist als Hanas Schutzgeist möchte spricht er an. Es gibt zwar noch keine konkrete Antwort darauf aber so wie es angeteasert wurde weiß Takei genau warum.
      Zurück am Strand möchte Sakurai auch Yohsuke an den Kragen, der vereitelt diese Aktion allerdings und beantwortet gleichzeitig die Frage warum er so alt aussieht. Er kauft sich eine Karte um die Zeit für alles andere als ihm anzuhalten. Ja ne, is klar. Er lenkt die Kugel zu Sakurai um und plappert ein bisschen rum und schwupp kriegt Sakurai seine Eigene Kugel ab. Unser Suizidflieger gibt aber noch einen letzten Schuss (okay es sind ein oder zwei mehr) gegen Yohsuke und schießt diesen auf eine andere Ebene. Sakurai kippt als nächstes um und fliegt Richtung irgendwo. Karim und Renim kriechen aus ihren Verstecken und bedauern den Verlust ihres Cafes während sich Thalim um wichtigere Dinge Gedanken macht. Er fragt warum sich Leute in den Tod stürzen. Ist mal wieder ein Ansatz zum Denken, gerade jetzt mit der Krimkrise und der Geschichte um die Hamas und allem was damit zusammenhängt. Je weiter ich mich da durch forste desto weniger verstehe ich die ganze Sache. Ich steig da einfach nicht durch. Storytechnisch liebe ich ja solche Charaktere, weil sie konsequent für ihre Prinzipien einstehen und man auch die Beweggründe im verlaufe einer Geschichte präsentiert bekommt. Man kann aus ihnen wirklich geile Momente rauskitzeln. Außerdem sind das einzelne Personen und das Wichtigste: Sie sind fiktiv. In Konflikten wie den oben genannten... da kann ich nur unverständlich den Kopf schütteln. Keine Religion der Welt, kein Nationalstolz oder sonst was kann das rechtfertigen. Oh ich krieg Kopfschmerzen.
      Weiter im Text. Die Patche-Templer von vor 500 feiern ihr Debüt und geben zu, dass sie Yabisu unterstützen (auch wenn sie dem amtierenden König dienen "sollten") und prahlen mit zwei Dingen. A: dass Yabisu quasi unbesiegbar ist da er schon Alles durchgeplant und B: ihre "Patcy Cat Bar". Ja die Patche und ihre Geldnot. Es war wohl immer so, ist so und wird auch immer so sein. Thorim, der Chef der Truppe, gibt zu dass er die Entscheidung seines Gottes nicht nachvollziehen kann, Yohsuke in so eine wichtige Position zu stellen. Aber wie alle Patche sind sie über die Ohren loyal. Zusammen mit der Pyramide verschwinden sie.
      Hana landet angepisst, wie eigentlich immer, an einem Flughafen.
      Ich bin voll zufrieden mit dem Kapitel. Es werden Fragen beantwortet und neue aufgeworfen. So hält man die Leute bei der Stange.

      MfG Proto
      PS: bei der Abkürzung SKF musste ich schmunzeln da ich mit Dieser tagtäglich zu tun hab. SKF = senkrechter Teil Kamin Festbrennstoff
    • Ich weiß nicht wie, aber der Manga ist komplett an mir vorbei gegangen, Shaman King Zero hab ich gelesen und bei Flowers hab ich garnicht genauer hingeguckt. Also hab ich jetzt gestern und heute alle 25 Kapitel gelesen und bin begeistert.

      Zur Story will ich noch garnicht allzuviel sagen, mMn ist es noch viel zu früh da viel zu sagen, uns wurde gerade mal die Grundlage erklärt.

      Fragen sind mir natürlich schon gekommen:
      Wieso liegt so ein Fokus auf Yabisu? Werden die anderen 2+ Götter die folgenden Arcbosse*, da ja mindestens 3 eine Beschwerde gegen Hao formuliert haben müssen, damit das ganze überhaupt stattfindet. *Sofern die Serie weiterläuft natürlich.
      Wieso rekrutiert Hao nicht Yoh, Lyserg, Chocolove, Horohoro und Ren? Sind die Elementarwächter/Geister/Krieger bei diesen Kämpfen nicht erlaubt oder gilt hier das shonentypische "Die neue Generation ist immer stärker als die alte." ?
      Sind die YVS Karten overpowered? Sie haben Fähigkeiten die bis ins gottgleiche reichen und derjenige der sie herstellt ist Yabisu. Klar sagt Yosuke er würde die Karten kaufen, aber als Repräsentant Yabisus bekommt er sicherlich ne Handvoll Joker ins Deck gemischt. Allein die 30 Sekunden timestop würden jeden halbwegs ausgeglichenen Kampf beenden.

      Wie alt ist Yosuke wirklich? Wie oft hat er timestop schon genutzt, dass er in der echten Welt erst 13 ist, während er locker wie 20-30 aussieht. Was hat er mit den ganzen timestops gemacht, ausser Geld zu verdienen um mehr davon zu kaufen?
      Possum, sed nolo.
    • grmblfx schrieb:

      Wieso rekrutiert Hao nicht Yoh, Lyserg, Chocolove, Horohoro und Ren? Sind die Elementarwächter/Geister/Krieger bei diesen Kämpfen nicht erlaubt oder gilt hier das shonentypische "Die neue Generation ist immer stärker als die alte." ?

      Zumindest auf die Frage kann ich dir eine eventuelle Antwort geben, die jedoch ohne Gewähr zu verstehen ist. Es besteht ein mündliches Abkommen zwischen Hao und den 5 Kriegern + Anna, dass eben diese versuchen wollen Hao zu überzeugen sich nicht an der Menschheit zu vergehen und sie auszulöschen um sein Königreich der Schamanen durchzusetzen. Yo war ja seit jeher der Überzeugung, dass die Menschheit in der Lage ist sich zu ändern und letztlich doch den Weg des "Guten" zu gehen, sofern man den Begriff dafür überhaupt anwenden kann. Jeder der fünf Krieger hat ja während der Handlung selbst eine Wandlung durchgemacht, am meisten wohl Ren und Chocolove. Hao hingegen sah die Menschheit als solches ja immer als Quell allen übels an, welche Konsequent den Weg der Zerstörung gehe und sich nie ändern würde. Da aber schon zum richtigen Ende der Mutterserie seitens der 5 Krieger die Erkenntnis kam, dass sie wohl ziemlich naiv an die Sache herangegangen sind und es sich als schier unmöglich darstellt ihr Ziel zu erreichen bzw. ihre Theorie zu verifizieren, wäre die Sache wohl eher als beendet zu sehen. Da sich aber zumindest Yo und Anna noch auf Mission befinden werden (man erinnere sich an de Flashback wo Hana starb), da es zu Yos Charakterstärke gehört nicht so leicht aufzugeben, stünde er ausser Frage überhaupt an diesem Wettkampf teilzunehmen. Auch glaube ich, dass die anderen Krieger ebenso noch ihr Ding drehen. Lange Rede kurzer Sinn: Ich denke nicht, dass sich die 5 als solches überhaupt für das Spiel der Götter instrumentalisieren lassen würden.
      Die Jugend hingegen würde sich mit der Erfüllung eines Wunsches locken lassen. So wäre zumindest meine Idee einer storybezogenen Begründung. Ein anderer Punkt, ist natürlich, dass diese Charaktere ihren Zenit überschritten haben und dahingehend aufgebraucht sind. Die Munzer Zwillinge hingegen haben noch Potential, allen voran der Golem, der ja seit seiner Einführung ein Mysterium war und nie so 100%ig aufgeklärt wurde, weshalb ich auch deren Rolle als Antagonisten ziemlich reizvoll finde.

      Ich hoffe zudem stark, dass mit der Zeit auch die anderen Teams vorgestellt werden und dass es nicht bei den beiden bleibt. Mittlerweile haben wir ja auch Team Yvs vollständig, allerdings würden noch Schamanen fehlen die unter die Gruppenleiter gestellt sind. Da kann sicher noch so einiges auf uns zu kommen.

      Was die Karten von Yohsuke angeht, so wirken sie tatsächlich ziemlich overpowered und ich bin gespannt wie man dies umgehen will, gerade die Time-stop Karten sind gefährlich. Zwar muss man für jede Karte einen gewissen Preis zahlen und je mächtiger desto teurer (wie er wohl sein Geld verdient), aber ich hoffe, dass sie auch so noch ein paar Nachteile haben werden, bzw., dass es einen logischen und gut begründeten Weg gibt diese zu umgehen. Man darf gespannt sein. Was das Pacing und Storytelling angeht so bin ich immer noch sehr sehr angetan von Takei. Ich hoffe inständig, dass sich schnell ein anderes Magazin findet, was SKF im nahtlosen Übergang aufnehmen kann.
      ♫ ♪ Madao for life ♪♫
    • Kapitel 26 "Death Zero 8"

      Inhaltlich gab es dieses Mal nicht gerade viel Neues. Redseb und Seyram legen Tamao nah das Team Hao aufzulösen und aus dem Turnier zurückzutreten. Ihr König, Yabisu, kontrolliert die Gesellschaft schon seit ca 70 Jahren und sie wären dadurch im Vorteil. Tamao fragt ganz ruhig ob das eine Gefahr darstellt und ob es nicht eine elegantere Art der Verhandlungen gegeben hätte als mit Blutvergießen. Redseb entgegnet ihr, dass dieser Weg notwendig ist um sie aus ihrer Naivität und der Einstellung "irgendwie wirds schon" in die Realität zu holen. Das bezieht er auch auf den Mord von dieser Zimtzicke an Jeanne... Ich würd ja sagen euch fällt nichts anderes ein.
      Wo wir schon bei Jeanne sind, Ryu hat, was die Dame aus der Blechbüchse betrifft, ein recht kurze Lunte. So auch diesmal. Bevor er allerdings Redsebs Gesicht eine Nasenkorrektur verpassen konnte wischte ihn Tamao mittels Ultimate Shugen aus dem Weg... Tamao macht mir langsam Angst, da ist nichts mehr von der schüchternen kleinen Verliebten übrig. Sie möchte auf Hanas Rückkehr warten um eine Entscheidung zu fällen.
      Dieser schaut sich auf dem Flugplatz um und wird von Sakurai aufgefordert den Ort zu verlassen. Es handelt sich um Sakurai aus der Vergangenheit, also bevor er abgestürzt ist. Ich schätzte er wird von diesem einiges über "den Grund zu kämpfen" lernen bevor er zurück zu den anderen kommt. Meine Frage ist ob Yohsuke wusste wo er Hana hinschleudert oder ob Hao seine Finger im Spiel hatte.
      Ja und mehr passiert auch garnicht, ist aber schön einen kurzen Abstecher ins Diesseits zu haben.

      Tja drei Kapitel bleiben noch und dann heißt es schauen wo es hingeht.


      MfG Proto
    • Shaman King Flowers Chapter 27

      So, neues Kapitel ist draussen, recht kurz aber was solls, dafür gabs letzten Monat ein weiteres Zero Chapter zusätzlich, was sich um Sati drehen soll. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollten wir auch dies zu Gesicht bekommen, ich bin gespannt!

      Hana befindet sich nun also in einer anderen "Gesellschaft" des Großen Geistes, auf der Militärbasis wo die Kamikaze-Fighter stationiert sind und auch ein etwas jüngerer Sakurai zu finden ist. Scheinbar hat Hana in der Schule nicht wirklich aufgepasst, sonst wäre er nicht so erstaunt gewesen, dass die Soldaten sich selbst opfern um dem Feind Schaden zuzufügen. Seine Reaktion darauf war selbstverständlich "Das ist verrückt", womit er natürlich recht hat, dennoch scheint es jetzt an ihm zu sein eine Lösung aus dieser Sackgasse zu finden. Btw. sah das Cover des aktuellen Chapters mal wieder endgeil aus, und war ein weiterer Wink dafür, dass Sakurai Hanas neuer Schutzgeist wird. Ansonsten lässt sich nicht viel dazu sagen, ausser das Hana es vielleicht schafft diese Soldaten - obgleich sie tot sind - wieder auf ihren eigenen Weg zu bringen und ihre soldatischen Pflichten zu vergessen.
      Was hat Takei nun mit der ganzen Kriegsthematik und Hana mittendrin vor? Ich denke er versucht konsequent Yos (und das der anderen) Werk fortzusetzen und Hana einen alternativen Weg finden zu lassen um das Problem der "sich nie ändernden" Menschen zu finden, bzw. auch genau auf den Kern dessen zu gehen, nämlich die konträre Haltung der Menschen zu dem was sie wirklich wollen. Hao hingegen könnte einfach nur darauf hinweisen wollen, wie verdorben doch die Menschen sind und wie unrational sie handeln, indem sie sich opfern, obwohl sie eigentlich nichts anderes als Leben und mit ihren Liebsten zusammen sein wollen. Die Frage ist dann natürlich nur, wie die Thematik weiterhin im F.O.M. integriert werden soll. Bisher wissen wir nicht genau wie das ganze Turnier vonstatten gehen soll, ob es analog zum Schamanen Kampf oragnisiert wird, sprich die Teilnehmer versteckt von der Aussenwelt kämpfen, oder ob es gar ein ganz anders System geben wird. Da wir aber nun schon einen Hint seitens Redseb bekommen haben, dass Yvs die Welt nun schon insgeheim seit 70 Jahren (also schon weit vor Haos Wiedergeburt) kontrolliere, kann da eigentlich nur die Geldthematik mit angesprochen werden, bzw. die Hochfinanz. Zudem passt das Thema Geld auch gut mit Yohsuke und seinem kleinen Golem zusammen. Dies lässt dann doch auf einen Turniermodus schließen, wo die Gruppen präsent in der Gesellschaft sind, wenn auch nicht offensichtlich. Ich könnte mir auch vorstellen, das jeder Gott für etwas steht, so z.B. Yvs für die Verdorbenheit der Menschen durch Geld, Hao für die Verdorbenheit der Menschen durch Krieg und andere Götter demzufolge für andere 'Sünden', die die Menschen vom rechten Weg abbringen. Wobei gerade dies natürlich ein verstecktes Motiv der beiden bekannten Götter offenbaren würde, was zumindest bei Yvs derzeit nicht der Fall wäre - nämlich die Menschheit selbst, wo Yo es vorhat, auf den richtigen Weg zu bringen. Ich denke auch dass die ganze Thematik um das "kämpfen" an sich zumindest innerhalb des F.O.M als Turniermodus auch seinen Einzuf findet. Es wird praktisch darauf hinauslaufen, dass jemand den Hana gerne hat in Not gerät und er sich entscheiden muss, was nun zu tun ist. Ob er wie die Soldaten wird, sich opfert bzw. seinem Charakter entsprechend blindlings und voller Zorn auf den Feind losgeht, oder einen anderen Weg findet. Dies würde dann auch gleich seine Entwicklung mehr oder weniger abschließen, zumindest auf kleinerer Ebene. Ich denke, dass es durchaus Alumi sein könnte, die er ja schon einmal gerettet hat, was er jedoch nur Bruchstückhaft weiss, aufgrund seiner gelöschten Erinnerungen.
      Momentan ist jedoch einfach noch zu viel im Schatten um genauere Aussagen zu treffen, und es wird endlich mal Zeit andere Teams und die anderen Götter vorzustellen, nachdem Hana aus der Hölle kommt. Das soll nicht heißen dass ich die aktuellen Chapter langweilig finde, im Gegenteil, Takei macht durchaus alles richtig, aber aufgrund der verkürzten Seitenzahlen in letzter Zeit zieht sich das alles doch ein wenig. Wenn ich mich recht erinnere gibts im September noch ein Kapitel bevor die Jump Kai beendet wird. Ich hoffe, dass es dann ein längeres ist, obgleich es sicher noch nicht die Beendigung Hanas' Trips darstellen wird, weil es dann doch etwas zu abrupt gewesen wäre. Danach hoffe ich einfach nur, dass die Serie zügig und ohne Umschweife ein neues Zuhause findet, es ist nervig auf einer seiner Lieblingsserien lange warten zu müssen^^.

      torajiro =)
      ♫ ♪ Madao for life ♪♫
    • Kapitel 27 "Death Zero 9"


      Da es Inhaltlich nicht viel passiert ist gehe ich gleich mal auf deine Spekulationen ein.

      torajiro schrieb:

      Die Frage ist dann natürlich nur, wie die Thematik weiterhin im F.O.M. integriert werden soll. Bisher wissen wir nicht genau wie das ganze Turnier vonstatten gehen soll, ob es analog zum Schamanen Kampf oragnisiert wird, sprich die Teilnehmer versteckt von der Aussenwelt kämpfen, oder ob es gar ein ganz anders System geben wird. Da wir aber nun schon einen Hint seitens Redseb bekommen haben, dass Yvs die Welt nun schon insgeheim seit 70 Jahren (also schon weit vor Haos Wiedergeburt) kontrolliere, kann da eigentlich nur die Geldthematik mit angesprochen werden, bzw. die Hochfinanz.
      Ich könnte mir vorstellen, dass das FoM einen ähnlichen Grundaufbau hat wie der Schamanenkampf. Anfangs werden sämtliche Teilnehmer ausgewählt. Statt einer Qualifikation haben wir nur diesmal eine offene Auswahl. Jeder kann seine Teams selbst zusammenstellen und organisieren wie er es für richtig hält. Als nächster Schritt gibt es dann eine Aufgabe symbolischer Natur. Früher musste man das Pachedorf finden und hatte dafür 2 oder 3 Monate Zeit. Diesmal könnte es so laufen, dass die jeweiligen Teams die Wertvorstellungen ihrer Könige ergründen sollen und eine Möglichkeit zu finden diese um zu setzten. Oder sie sollen positiv Beispiele in unserer Gesellschaft finden warum ihr King der größte ist. Danach kommen dann Aufgaben von Wettkampf-Natur bei denen die Teams sich gegenseitig ausstechen müssen. Sowas in der Richtung könnte ich mir vorstellen. Es geht ja beim FoM nicht darum als Letzter aufrecht da zu stehen sondern seine Ideale durchzusetzen und unsere Gesellschaft neu zu formen. Deshalb fände ich es etwas unangebracht sich wild durch die Gegend zu prügeln und am Ende eben doch alles mit Gewalt zu lösen. Wobei das natürlich auch, in einer gewissen Art und Weise, eine Philosophie wäre. Das überleben des Stärkeren. Allerdings funktioniert das in einer sozialen Gesellschaft wie der unseren (zumindest in manchen Teilen der Welt) nicht, in der man sich nach dem schwächsten Glied richtet. Dass es klappt, sieht man an allen anderen Rassen dieser Welt die vor sich hin leben. Ich hoffe gerade inständig, dass es einen König aus dem Volke der Ainu oder anderer Naturvölker gibt, der hat von Anfang an gleich Symphatie-Punkte von mir sicher.

      torajiro schrieb:

      Ich könnte mir auch vorstellen, das jeder Gott für etwas steht, so z.B. Yvs für die Verdorbenheit der Menschen durch Geld, Hao für die Verdorbenheit der Menschen durch Krieg und andere Götter demzufolge für andere 'Sünden', die die Menschen vom rechten Weg abbringen. Wobei gerade dies natürlich ein verstecktes Motiv der beiden bekannten Götter offenbaren würde, was zumindest bei Yvs derzeit nicht der Fall wäre - nämlich die Menschheit selbst, wo Yo es vorhat, auf den richtigen Weg zu bringen.
      Hier muss ich kurz einhaken, weil mir die Bezeichnung "Verdorbenheit der Menschen durch ..." nicht gefällt. So wie du es darstellst sind Geld und Krieg der Grund für die Verdorbenheit unserer Gesellschaft, aber ich würde es genau andersherum sagen: Die Verdorbenheit unserer Gesellschaft ist der Grund für Geld und Krieg. Um das genauer zu erklären müssen wir erst einmal diesen beiden Begriffen auf den Grund gehen.
      Krieg: ensteht primär dann, wenn sich zwei Parteien in die Haare kriegen. Das eigentliche Problem ist aber nicht der Konflikt, sondern die Art und Weise wie er bewältigt wird. Der Konflikt besteht ja meist nur zwischen zwei oder wenigen weiteren Parteien, dort bleibt er aber nur selten. Die eine Partei wird von einer weiteren aus Mitleid unterstützt weil dieser klar im Nachteil ist. Die andere Partei kann zwei weitere Parteien für sich gewinnen, weil sie ihnen in naher Zukunft Unterstützung in ihren eigenen Belangen verspricht, wenn sie ihr jetzt helfen. Es werden zusätzliche Parteien miteinbezogen die nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun haben. Um aber nicht selbst an die Front zu müssen werden die Bürger angefacht und bereit zum Kampf gemacht "kämpft für euer Vaterland blabla". Und zack - haben wir einen Krieg. Nur das eigentliche Problem rückt in so weite Ferne, dass es schon teilweise vergessen wird. Gutes Beispiel ist hier mal wieder die Situation im nahen Osten mit ISIS, Hamas und was es da nicht noch alles gibt. Nicht nur, dass das Problem schon fast wieder vergessen ist, ich hab da schon am Anfang kein wirkliches erkennen können. Und trotzdem liegt da unten wieder alles in Schutt und Asche ohne, dass es irgendwas gebracht hätte. Man geht mit Krieg immer den einfacheren Weg (für die Regierenden die im Sessel sitzen und für die gestorbene Soldaten nur Zahlen auf Papier sind, nicht für die Menschen die das durchmachen müssen wohlgemerkt).
      Das ist aber nur die Definition die ich für unsere Gesellschaft wählen würde. Eine viel einfachere und primitivere Version (das soll jetzt nicht mal abwertend gemeint sein) ist das "friss oder stirb Verhalten". Ein Jäger tötet um zu überleben. Er versorgt sich selber, evtl. noch seine Welpen, aber mehr nicht. Das gehört zur natürlichen Auslese dazu.
      Geld: ist im Grunde nichts weiter als ein Tauschmittel. Das Tauschsystem gab es ja schon sehr früh. Bärenfell gegen Angel zum Beispiel. An sich ist daran ja nichts verkehrt, nur muss man dafür bereit sein die jeweiligen Gegenstände herzugeben oder diese zu erzeugen/besorgen. Wenn jetzt jemand sagt "Ich möchte mein Bärenfell nicht hergeben weil ..." dann muss er etwas anderes finden das er tauschen kann und darauf hoffen, dass sein Gegenüber auf den Tausch eingeht. Was macht man also um A, sein Hab und Gut zu behalten und B, trotzdem die Möglichkeit zum tauschen hat. Man gibt einem Einheitlichen Gegenstand der an sich keine Funktion hat einen imaginären Wert und einigt sich darauf diesen Gegenstand als universellen Platzhalter beim Tausch zu akzeptieren. Somit bleibt das eigene Hab und Gut unangetastet und man kann trotzdem tauschen. Aber auch hier gibt es schwarze Schafe die auf dem einfachen Weg zu viele dieser Platzhalter zu bekommen indem man sie stiehlt oder fälscht. Das Wertverhältnis verändert sich je nach dem wie viele Platzhalter es gibt. Gibt es wenig so ist der Einzelne mehr wert. Gibt es mehr ist der Einzelne weniger Wert. Und diese gefälschten Platzhalter sind in der heutigen Zeit die Zinsen. Man bringt künstlich mehr Geld ins Spiel und das auch noch legal. Man leiht von Bank A 10 Punkte. Diese verlangt 1 Punkt Zinsen. Man bekommt das Geld nicht rechtzeitig zusammen und leiht sich von Bank B 11 Punkte um Bank A auszuzahlen. Bank B verlangt auch einen Punkt Zinsen. Man hat zwar Bank A bezahlt, hat aber nun 12 Punkte Schulden bei Bank B. Und so häuft sich das immer höher.

      Wenn man sich also diese beiden Begriffe 'Geld und Krieg' genauer ansieht merkt man, dass nicht sie der Grund für unsere Situation sind, denn der gemeinsame Nenner ist der Mensch der es sich einfach machen möchte oder auf nichts verzichten will. Auch bei den anderen Göttern würde ich jetzt noch nicht von Sünden reden. Wenn überhaupt dann von Systemen und Wertvorstellungen die durch die menschliche Natur zu nichte gemacht wurden. Klar können da auch Systeme dabei sein die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, weil sie nicht durchdacht waren, aber gehen wir mal davon aus, dass die Könige keine kompletten Vollpfosten sind.

      Ja das sollte mal für heute reichen. Mal sehen wann, wo und ob Shaman King Flowers ein neues Zuhause findet.

      MfG Proto

      Jetzt ist vorerst vorbei,
      Die letzten beiden Kapitel sind draußen und damit das Ende der Death Zero Reihe und vorerst auch für Shaman King Flowers allgemein.
      Hana und Sakurai und fliegen in die Offensive und nach und nach fallen immer mehr der Japaner. Während Hana das alles für Bullshit hällt verfällt Sakurai immer mehr einem Rausch. Er tötet jeden den er zu fassen bekommt. Die Eindrücke treffen Hana schwer, darunter auch der Tod eines Fahnenflüchtigen welcher von seinen eigenen Kameraden getötet wurde. Als Sakurai Yohsuke ins Visier nimmt kann Hana nicht mehr still bleiben. Er hindert Sakurai daran ihn zu töten und muss mit den Konsequenzen leben. Oder besser gesagt "sterben", denn Sakurai verpasst Hana eine Kopfschuss.
      Hana landet bei den schon verstorbenen Japanern. Diese sinnieren mit ihm zusammen über die Gründe zu kämpfen. Damit wird auch der Bogen wieder zu der Ausgangsfrage von Sakurai gespannt. Die Soldaten meinen Sakurai kämpft, weil er diesen Fluss, dem viele Menschen folgen, durchbrechen will. Dieser Fluss der dadurch am Leben bleibt, weil Menschen ihm folgen da es einfacher ist. Kontrolliert durch nicht existierendes Geld und Feinde. Und am Ende will er denjenigen töten, welcher diesem Fluss mit voller Absicht folgte... sich selbst. Eine ziemliche Klatsche und der Begriff "Schwung mit der Moral-Keule" triffts wohl auf den Punkt.
      Hana hingegen meinte nur, dass Sakurai wohl aus einem anderem Grund kämpft... aus Liebe zu Loo. Dabei hat er ein Bild seines Teams vor Augen.
      Es ist zwar etwas Klischee belastet, allerdings passt es für mich einfach perfekt da rein. Ein klasse Ende wie ich finde.

      Was jetzt mit Shaman King Flower passiert bleibt erstmal noch offen, aber da wird sich wohl eine Lösung finden. Es gibt bestimmt schlechtere Serien die man veröffentlichen kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ThePrototype ()

    • Ach Shaman King...
      Immer wieder komme ich auf Hiroyuki Takeis Werk zurück. Dieser Manga hat mich geprägt wie kein zweites Werk der erzählerischen Kunst. Und durch meinen aktuellen Re-Read fühle ich mich fast schon verpflichtet diesem Meisterwerk Tribut zu zollen.

      Als 15-/16-jähriger fing ich an Manga zu lesen. One Piece war natürlich meine erste Wahl, doch irgendwann hatte ich zum aktuellen Stand aufgeschlossen und mein Lesedrang war nicht befriedigt. Irgendwie stellte ich mir die Frage ob es denn zu Shaman King einen Manga gab. Wahrscheinlich aus einer nostalgischen Erinnerung an den Anime heraus, den ich nie zu Ende geschaut hab. Ähnliches war auch der Auslöser One Piece zu lesen, ich wollte wissen wie es weiterging.
      Es gab einen Manga und diese Eingebung war rückblickend eine sehr wertvolle.


      Shaman King spielt in dieser Welt mit dem Unterschied, dass Geister existieren, diese allerdings nur von wenigen Menschen gesehen werden können; Schamanen.
      Alle 500 Jahre kommt es zu einem Turnier, in dem die fähigsten Schamanen die Chance bekommen Schamanenkönig zu werden und sich einen Wunsch vom Großen Geist (quasi Gott) erfüllen zu lassen, sollten sie gewinnen. Yo Asakura, der Hauptcharakter, wird während dieses Turniers mit allen möglichen Weltanschauungen konfrontiert und wächst so auf dem Weg seinen Wunsch zu erfüllen, dass alle ein entspanntes Leben führen können.
      Das ist eine seeeeeehr grobe Zusammenfassung einer Geschichte die an allen Ecken mit existenziellen Themen gespickt ist. Am besten stelle ich euch ein paar der Charaktere vor, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt (wenn ihr dieses Meisterwerk nicht schon kennt).

      Yo

      Er ist der Hauptcharakter und ist der wohl untypischste Shonen Protagonist, den ich kenne. Diese sind in vielen Fällen laut, verfressen und gehen mit dem Kopf durch die Wand. Yo hingegen ist ein gechillter, besonnener Typ, dessen Wunsch es ist ein entspanntes Leben zu führen.
      Er sieht stets das Gute im Menschen, auch wenn dieser selber es nicht mehr sieht. Selten fährt er aus seiner Haut, meist wenn seine Freunde in Gefahr geraten, und behält in vielen Fällen einen kühlen Kopf um eine Lösung für einen Konflikt zu finden. Und selbst wenn er mit seinem Latein am Ende ist verzweifelt er nicht denn irgendwie wird’s schon. Das ist auch sein Kredo: irgendwie wird’s schon. Solange du etwas tust wirst du weiterkommen. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt ändere den Blickwinkel und versuch es erneut.
      Auch wenn das eine simple Lebensphilosophie ist, so sehe ich doch immer wieder Leute die immerzu mit dem Kopf gegen die Wand laufen oder sich im Kreis drehen. Das ist auch nicht böse gegenüber diesen Leuten gemeint. Manchmal ist man zu tief in etwas versunken oder hat gar keine Zeit oder die nötige Energie zu reflektieren, weil man einfach nur funktioniert.
      Ob es nun die Arbeit ist, eine Beziehung oder der eigene Lebensstil, manchmal helfen kleine Änderungen um die Lebensqualität anzuheben.

      “Das wird schon irgendwie“ - Yo
      Ryu

      Neben der wohl besten Frisur im Manga, die im Laufe der Geschichte mehrmals zerstört wird, ist Ryu einer der ersten Charaktere die dem Leser zeigen was Yos Einfluss bewirkt. An der Stelle könnte man sehr viele Charaktere als Beispiel heranziehen, aber Ryu ist dafür am besten geeignet, denn sein Thema ist die Suche nach einer Zuflucht.
      Er ist nach Außen dieser selbstbewusste Kerl mit der perfekten Tolle, der allerdings verstoßen wurde und seinen Platz in der Welt sucht.
      Auf dieser Suche liest er Leute auf, die ebenfalls nirgendwo hingehören und nur durch die Gegend streunen. Selbst Tokagero, ein rachsüchtiger Geist, der Ryu besessen hat, sucht bei ihm Hilfe nachdem er seinen Jahrhunderte alten Groll niederlegte. Ryu wird ihre Zuflucht auch wenn er seine eigene noch nicht gefunden hat. Das ändert sich allerdings als er Yo begegnet.
      Durch ihn lernt Ryu, dass selbst die hoffnungslosesten Fälle einen Platz in dieser Welt haben. Das inspiriert Ryu dazu Schamane zu werden um Yo zu unterstützen, denn eine Welt mit Yo als Schamanenkönig bietet für jeden eine Zuflucht. Ein Thema, welches sich durch den ganzen Manga zieht.
      Wir alle brauchen eine Zuflucht in der wir uns sicher fühlen und unsere innere Batterie wieder aufladen können. Ob das eine Person, eine Aktivität oder tatsächlich ein schlichter Ort ist, spielt dabei keine Rolle.

      Schau, Manta. Raststätten an der Autobahn sind auch Zufluchtsorte. Das ist wie eine Kommune, wie eine Stadt in den Bergen, weit weg vom Alltag. Und warum mag ich das? Weil ich ein Reisender bin.
      Souvenirläden langweilen mich nie und ich liebe nostalgische80er-Jahre Schlüsselanhänger. Ich liebe diesen herzzerreißenden Anblick im Dunkeln wirklich über alles. Dann will ich etwas dafür tun. Meinst du, dass ich damit vor etwas flüchte? […] Wenn man etwas will, muss man nicht wissen warum. Es ist schon okay, wenn du da bist, wo du sein willst. - Ryu
      Ren

      Wenn Yo Son Goku ist, dann nimmt Ren die Rolle des Vegeta ein. Beide stehen sich zuerst als Feinde gegenüber und könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine sieht das Töten als den einzigen Punkt ohne Wiederkehr, während der andere sich erst als Sieger fühlt wenn sein Gegner aufhört zu atmen.
      Ren entstammt einer Familie die seit Jahrhunderten nach Rache sinnt. Diesen Durst nach Vergeltung soll er, als jüngster und meistversprechender Nachkomme der Familie Tao, mithilfe des Großen Geistes stillen. Es scheint auch so als könne er das alles erreichen, bis er auf Yo trifft. Gegen ihn kommt er nur schwer an. Das liegt nicht etwa daran, dass Yo der bessere Kämpfer ist, sondern an etwas viel wichtigerem im Schamanenkampf; ein unerschütterliches Herz.
      In Shaman King gibt es eine Kampftechnik, die sich Over Soul schimpft. Bei dieser Technik wird der persönliche Schutzgeist mittels eines Mediums und der Schamanenkraft Furyoku materialisiert. Um allerdings einen wirklich starken Over Soul aufzubauen muss man sich absolut sicher sein mit dem was man tut, sonst zerfällt er. Und Yo bringt Ren mit seiner Art aus der Bahn.
      Rens Weltbild wird durch ihn komplett auf den Kopf gestellt. Dieser lasche Typ, der kaum aus der Haut fährt, die Vergangenheit sich selber überlässt und nur das Töten als Punkt ohne Wiederkehr für die eigene Seele ansieht, liegt wie ein Fels auf seinem Weg und lässt ihn nicht vorbei.
      Ren beginnt zu reflektieren und sieht ein, dass er sein ganzes Leben lang auf einem schädlichen Pfad wandelte und entschließt sich dazu seinen eigenen zu suchen. Eines jedoch, wird er immer mit sich herumtragen müssen; die Seelen seiner Opfer. Und diese holen ihn irgendwann ein und bringen ihn in eine fatale Situation.

      “Das war mir klar. Seit dem Tag, an dem ich ihn das erste Mal sah, war mir das klar. Ich kann ihn nicht besiegen. Mit Gewalt kann ich ihn nicht besiegen.
      Er weicht sanft aus… so wie Wind und Wasser. Das Einzige, was ich kann ist töten und zerstören. Bis heute sagte ich mir, dass das so richtig sei. Aber jetzt… habe ich verstanden. Mit Gewalt kann man Wind und Wasser nicht schlagen.
      Ha… Es ist befreiend, so ganz ohne Furyoku. Ein ganz wundervolles Gefühl, echt.
      Yo Asakura. Du bist der wahre Sieger.“ - Ren

      Horohoro

      Hier haben wir einen meiner persönlichen Lieblingscharaktere des Mangas.
      Horohoro ist ein junger Schamane eines Naturvolkes aus Japan und möchte als Schamanenkönig ein riesiges Huflattichfeld anbauen… Japp, richtig gelesen, der Gute möchte mit der Kraft des Allmächtigen unter die Landwirte gehen. Das kommt aber nicht von ungefähr. Die Ainu, von denen Horohoro abstammt, leben seit jeher mit den kleinen Naturgeistern Kolopockulu zusammen und haben viel von ihnen gelernt. Die Kolopockulu leben unter eben diesen Huflattichplanzen, die der Industrialisierung zum Opfer gefallen sind. Horohoros Ziel ist es dem Einklang der Natur wieder ein Stückchen näher zu kommen. Man kann nicht immer alles auf einmal umwerfen. Manche Sachen brauchen Zeit um richtig zu fruchten.
      Horohoro ist der einsame Wolf der Gruppe um Yo. Nach außen ist er ein aufbrausender, hitziger Typ, doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine einsame Kälte. Das spiegelt sich auch in seinen stärksten Momenten wieder. Jedes Mal wenn er auf sich allein gestellt ist blüht er auf und sorgt für einige der besten Teile des Mangas. Einen davon möchte ich euch vorstellen.
      Zwischen den einzelnen Runden des Schamanenturniers kommt es zu einem Punkt, an welchem ziemlich jedem Protagonisten der Boden von allen Seiten unter den Füßen weggezogen wird. Sie werden von mehreren Parteien regelrecht vorgeführt und zerpflückt. Darunter Haos Schergen, die Horohoro verraten, dass er einen Furyokuwert von etwa 2000 besitzt während, sie selber bei ca. 100.000 stehen und Hao über 1,25 Millionen verfügt. Selbst in seinen kühnsten Träumen hat er keine Chance. Und das liegt an der Macht der Zahlen.
      In der Schule war seine beste Note eine 4- und er wurde dort schon als dumm abgestempelt. Und wie es nun mal ist, fängt er irgendwann an sich dem anzupassen, was man ihm einredet. Ein Schamane sollte niemals seinen Furyokuwert erfahren, da es Gift für die Seele darstellt. Ein unerschütterliches Herz lässt sich nicht vergleichen und kann dementsprechend nicht gleich von purer Gewalt ins Wanken gebracht werden. Eine Zahl hingegen ist nichts weiter als eine Statistik die schnell eingeordnet werden kann. 2000 vs 1.250.000 …? Klarer Fall, Neeeext!
      Gepaart mit mehreren schwer verwundeten Freunden, einem Ausstieg aus dem Turnier und einem weiterem Freund, der an seinen Entscheidungen zweifelt ist Horohoro kurz vor dem Ende. Nicht sonderlich hilfreich ist sein ruppiger Vater, der vor seinen Augen die Segel setzt und ihn mit der Lektion zurücklässt „der Starke frisst die Schwachen“. Bei 2000 gegenüber 100.000 oder gar 1,25 Mio ist die Rollenverteilung glasklar.
      Die Macht der Zahlen und das Gesetz des Stärkeren sind eine zermürbende Mischung.
      Doch als Horohoro entgeistert seinen Vater beobachtet, als dieser von einem von Haos Männern angegriffen wird, macht er eine wichtige Realisierung. Der Geist seines Vaters überwältigt den Angreifer mit einem Schlag. Sein Vater ist nur wenig stärker als Horohoro selber, aber sein Geist ist dem Gegner überlegen.
      Er hat einen Einfall, der ihn Kopf und Kragen kosten kann, doch eins weiß er; er hat Zahlen noch nie verstanden und muss es selber ausprobieren. Mit purer Kraft kommt er nicht gegen Haos Schergen an, doch wenn er sie in sein Territorium bringt, kann er gewinnen. Er nutzt die Geister gefallener Freunde in schneller Kombination um seine Gegner zu überwältigen und gewinnt gegen diese. Ein Löwe ist der König der Tiere, doch er wird einen Maulwurf nie in dessen Königreich unter der Erde fressen können.

      “Ich muss noch stärker werden. Und ich werde hier nicht sterben. In dieser Welt frisst der Stärkere den Schwächeren. Der Stärkere überlebt. Und der Schwächere stirbt auf der Stelle. Wenigstens das hat der Schamanenkampf bewiesen, und zwar gründlich.
      Ich bin nicht so blöd, dass ich mich da einmische und dabei draufgehe.
      Tut mir leid. Verzeiht mir, Ice Men. Verzeih mir, Vater, dass ich so ein schlechter Sohn bin.“ – Horohoro, als er sich einmischte

      Chocolove

      Ein weiterer meiner absoluten Lieblinge in Shaman King ist Chocolove McDonell. Er möchte mit dem Wind des Lachens die Herzen der Menschen erreichen und diese retten. Bis er allerdings zu dieser Einstellung kam musste er durch einen langen, dunklen Tunnel gehen.
      In seiner Kindheit wurde seine Familie am Weihnachtsabend überfallen und seine Eltern kamen dabei ums Leben. Er selber ist verletzt zurück geblieben und ist wie Ren in einen Teufelskreis der Rache gefallen. Für ihn gab es nichts mehr zu lachen.
      Chocolove trat einer Gang bei und wurde zu ihrem skrupellosesten Killer. Jedes Jahr an Weihnachten bekam er sehr schlechte Laune und man lief ihm besser nicht über den Weg. Ein alter Mann hatte eben dieses Pech und es half nicht wirklich, dass er Chocolove gegenüber schlechte Witze am Fließband präsentierte. Was allerdings half war seine Fähigkeit, Chocoloves Kugel mit Hilfe seines Over Souls auszuweichen. Er konnte sein Interesse wecken denn Chocolove war in der Lage den Schutzgeist des alten Mannes zu sehen.
      Das stellte für Chocolove einen Wendepunkt dar, er wollte nicht länger diesem zynischen Weg folgen, der weder für ihn, noch für die Leute um ihn herum hilfreich war.
      Wir müssen nicht viel tun um von negativen Nachrichten überhäuft zu werden. Hier geht’s den Bach runter, dort gibt es Krieg, da werden Leute ausgenutzt, Misshandlungen an der Tagesordnung ob physisch oder psychisch bei allen Geschlechtern und Ethnien, etc… Und das sind „nur“ die gesellschaftlichen Missstände. Die persönlichen Probleme die jeder mit sich rumschleppt kommen noch dazu. Die meisten fanden sich bestimmt in einem in einer Situation wieder aus dem es kein Entkommen zu geben schien. Man sieht keinen Ausweg mehr, geschweige denn eine Besserung der aktuellen Lage.
      Da ist es klar wenn man dem Zynismus verfällt. Ob man sich daran nur aufreibt, am Ende ergibt oder gar daran zerbricht spielt erstmal keine Rolle. Alle sind wir durch einen langen dunklen Tunnel gegangen ohne zu wissen wo es rausgeht oder ob es gar einen Ausgang gibt.
      Was Chocolove mit dem Wind des Lachens erreichen möchte ist, diese Dunkelheit ein klein wenig erträglicher zu machen. Die Dunkelheit wird er nicht komplett bekämpfen können und das muss er auch nicht. Das muss jeder selber schaffen um selber zu wachsen und das kann einem keiner abnehmen. Was man aber machen kann ist einen kleinen Lichtblick zu schenken, quasi eine Kerze. Diese Kerze schenkt zwar wenig Licht und kaum Wärme, doch sie gibt einem die Gewissheit, dass man nicht alleine ist. Und das ist alles was man braucht. Und auch wenn man nicht jeden retten kann, weil man seinen eigenen Weg zu gehen hat, so kann man jederzeit doch immer irgendwo ein kleines Teelicht weitergeben.
      Chocolove wird die Welt nicht alleine retten können, aber er kann helfen sie motivieren weiter zu machen.

      “Orona? War das richtig? Meine Sünde wird nie verschwinden, egal was ich mache. Seine Seele retten. Das ist das einzige was
      ich tun kann. Ich kann seine Qual gut verstehen. Eine verbitterte Seele, die noch so viel tun wollte vor dem Tod…
      Er soll alles tun was er wollte, auch wenn ich dabei sterbe!“ – Chocolove

      Das alles ist nur ein Bruchteil dessen, was diese Charaktere und Shaman King ausmacht. Über die drei Großmächte hab ich noch gar nicht geredet. Die absolut gerechten X-Laws, die goldene Mitte Gandara oder Hao, der über allem schwebt. Und es gibt noch viele, viele Themen die behandelt werden, die ich gerne noch erwähnen würde. Am Ende könnte ich einfach den ganzen Manga posten, aber das soll ja nicht Sinn der Sache sein.

      Schlussendlich bleibt mir zu sagen, dass Shaman King ein Manga ist dem ich prinzipiell fast jedem empfehlen kann. Er hat eine sehr lässige Art, die dem ein oder anderen etwas zu lasch sein könnte, aber da muss jeder seinen eigenen Geschmack kennen. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass man gar nichts aus dem Manga mitnehmen kann.
      Wer Shaman King noch nicht kennt sollte es definitiv mal versuchen oder zumindest auf die ominöse Liste setzten, die wohl jeder hat und die nie zu schrumpfen scheint. Und wer den Manga schon kennt wird von mir dazu ermutigt mal wieder einen Re-Read zu starten. Für mich ist das immer eine Art Reflektion wie sich meine Sichtweisen geändert haben oder wie ich gewachsen bin. Manche Aspekte sieht man aus einem neuen Licht.

      In dem Sinne

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    • Ist scheinbar in den letzten Monaten komplett an mir vorbeigegangen, aber Shaman King ist zurück. Mit einem Sequel zu Flowers und einer Side Story über Tao Ran. Das Sequel trägt den Titel "Shaman King: The Super Star" und erscheint zweiwöchentlich. Drei Kapitel sind bereits draußen und seit den Geschehnissen des letzten Flowers Kapitel ist zumindest etwas Zeit vergangen. Alumi wurde von Hana auf die Suche nach einem Tresor, der ein Geheimnis beinhaltet, geschickt. Ohne dieses Geheimnis kann Sakurai anscheinend nicht Hanas Schutzgeist werden. Der Tresor wird jedoch von seinem Inhaber, Oume Kaizou, gut bewacht. Viel mehr ist momentan noch nicht passiert.
      Interessant ist außerdem, dass dieser Oume Kaizou bereits in zwei früheren Werken von Hiroyuki Takei vorkommt. Nämlich Ultimo und einem One Shot names "Death Zero". Aus diesem One Shot entstammt ursprünglich auch Sakurai.

      Die im Juni gestartete Side Story heißt "Shaman King: Red Crimson" und erscheint monatlich. Für die Story ist zwar Hiroyuki Takei verantwortlich, gezeichnet wird der Manga jedoch von Jet Kusakura. Die Handlung findet scheinbar simultan zu Flowers/The Super Star statt.
    • Red Crimson finde ich, trotz der Tatsache eines Spin-offs, sehr interessant, zumal das Artwork von Kusakura Takeis altem sehr nahe kommt, was mir unheimlich zusagt. Ich kann mit Takeis "neuer" Strichführung nicht viel anfangen, das war schon zu Flowers Zeiten so (bei Nekogahara ebenso), obgleich die Story sehr gut war und weiterhin ist.
      Mit Super Star, kann ich derzeit auch noch nicht so viel anfangen, da einfach nicht viel passiert. Die Kapitel sind zu kurz und ich will meinen, dass Takei derzeit ein wenig die Balance fehlt. Dennoch, mit einem Hintergrund zu Sakurai aufzumachen, ist als Opener sicher nicht verkehrt. Sakurai selbst empfinde ich als sehr interessanten und gelungenen Charakter. Mit seinem Bezug zum Krieg, bin ich gespannt, was aus ihm dahingehend für die Story noch alles werden wird.
      Karlug muss ich dann leider noch berichtigen, Shaman King The Super Star erscheint genauso wie Red Crimson monatlich. Da die scanlation-Gruppe, die sämtliche Werke Takeis verbreitet, derzeit arg unter Mitarbeitermangel leidet, und monatlich zwei (bzw. drei, mit Crimson) Kapitel erscheinen, werden wir ziemlich weit ins hintertreffen gelangen. Warum Takei nicht gleich aus zweien, ein Kapitel macht, um die Story kohärenter zu zeichnen, weiss ich nicht, fände ich aber besser. Vielleicht wird es nur zu Promozwecken so sein, und für spätere Ausgaben reduziert. Derzeit gibt Kodansha aber eine ganze Menge Knete für Merch, Manga-Reprints und Werbung aus. Sie erhoffen sich wohl viel, ebenso ich, denn Takei hatte sein Potential bisher immer ausgeschöpft.
      Wir dürfen gespannt bleiben :)
      ♫ ♪ Madao for life ♪♫