Menschenjagd (Bo)

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    • Ja, man mag es kaum glauben. Aber es geht endlich weiter. Ich möchte mich für die lange Pause entschuldigen. Der Arc wird jetzt voraussichtlich zügig abgehandelt werden. Das neue Kapitel wird dazu den Startschuss bilden. Ursprünglich sollten beide Kapitel, also das letzte und das heutige, als Doppelpack erscheinen. Daraus ist nun leider nichts geworden. Es wäre aber super, sollte euch das vergangene Kapitel über die ganzen Wochen nicht mehr präsent sein, wenn ihr es vielleicht noch einmal lesen würdet. Beide Kapitel erzählen eine zusammenhängende Geschichte, in die ich viele kleine Details gesteckt habe. Ich würde mich freuen, wenn ihr die Zeit auf euch nehmen würdet. Im Gegenzug verspreche ich, das nächste Kapitel möglichst schnell zu liefern. :D


      David


      Monkey D. David schrieb:

      hier zeigst du wieder einmal was deine stärken so richtig sind .
      du schreibst kleine kampfpassagen und dazwischen würzt du sie mit dem was du noch besser kannst die wort gefechte zwischen carla und o´mara
      ich hab den teil mal wieder sehr geliebt und hatte richtig spaß dabei das zu lesen .
      o´mara hat da einen wundenpunkt getroffen und das könnte für ihn zum vorteil werden sollte sich carla nicht behersschen dann könnte das ihr untergang sein .
      Vielen Dank. Der Kampfpart war zugegeben schwieriger zu bewerkstelligen als der Rest des Kapitels. O'Mara ist so ziemlich am Ende und Carla keine naturgegebene Kämpferin, wodurch ich irgendeine körperliche Dynamik aus wenig Möglichkeiten ziehen musste. Ich freue mich, dass der Part dennoch gut ankam und dir auch die Dialoge gefallen haben. Gerade Carlas Monolog wird im neuen Kapitel noch einmal reflektiert werden und viel über sie selbst und ihr Leben aussagen.

      Monkey D. David schrieb:

      nach dem wunden punkt den o´mara angesprochen hat , schickst du uns in den nächsten carla FB .
      wie erwarten wird der FB um den vater von carla gehen , wo die beziehung zu carla weiter thematisiert wird .
      ich fand den part sehr gut geschrieben und du hast die stimmung gut eingefangen fand ich , das ende war dann zu erwarten , es musste ja was mit den vater passieren und du hast den vorfall gut genutzt um nochmal zu zeigen , wieso carla ihre mutter nicht mochte , den für sie war ihre mutter nicht gut und ihr vater war alles für sie . gut das er die mutter von carla missbraucht ist auch nicht schön aber das verstand carla ja nicht deswegen war der schock am anfang verständlich .
      Ja, das ist die Krux und das Paradoxe an Carla. Auf der einen Seite ist sie ihrer Mutter sehr ähnlich (geworden), aber gleichzeitig vergöttert sie ihren Vater, obwohl der eigentlich genau den Typ Mann repräsentiert, den die erwachsene Carla hasst. Carla ist das Resultat vieler einander widersprechender und toxischer Einflüsse, was im neuen Kapitel noch einmal zum Ausdruck kommen wird.

      Monkey D. David schrieb:

      carlas mutter hat also wieder geheiratet und hat carla eine schwester geschenkt ,
      ich fand diesen part auch sehr intressant geschrieben und bin da gespannt wie das enden wird . wer wird noch sterben und wo führt die reise von carla noch hin .
      das sie eine teleschnecke bekommen hat wird bestimmt noch eine rollen spielen da bin ich mir sicher .
      das carla sich da verlieben konnte fand ich auch sehr intressant und wie du es geschrieben hast war auch sehr gut .eine gute dynamik war da vorhanden und ich freue mich auf den zweiten teil .
      Damit kann ich liefern. Ich hoffe, der finale Part kann auch halten, was der Flashback bis hierhin versprochen hat. Vielen Dank für deinen Kommentar, ich freue mich auf deine Meinung zum neuen Kapitel. :D


    • So nun ist es wieder soweit kapitel zwei von carla kommt .
      Ich versuche das wieder zustückeln und vllt find ich paar hinweise die du erwähnt hast .
      Ich find gut wie du dieses kapitel wieder startest nach so langer zeit

      Man kommt gut rein ins kapitel was ich gut find .der part war auch sehr gut geschrieben wenn man sich vor augen hält was wir vorher von carlas mutter wussten und jetzt diesen part liest denk man sich nur wat sie schein ansich glücklich zu sein mit ihrem neuen mann , aber gleichzeitig will sie das carla sich verdeckt (schleier) . für mich klingt das so das sie sich zwar freut für ihre tochter aber sie auch froh ist sie vllt los zu werden .Da carla in den augen ihrer mutter immer noch errinerungen wach ruft die sie verdrängen will.
      Puh der nächste part war der hammer ^^

      Also die zweisamkeit von jonny und carla war sehr schön gewesen , kaum zu glauben das aus diesem mädchen die carla wurde die wir heute kennen .
      Sie waren echt glücklich und wollten vor ihrer hochzeit noch ne schnelle nummer schieben , tja wenn da nicht nervige schwestern wären , ich fand es mega lustig wie du das so geschrieben hast .
      Ich fand auch den kleinen hinweis nice zu vexor seiner FF das der wodka aus moskva kommt da wo es gerade bei Vexor seine FF zum stillstand kam .
      Ohha ich bin echt sprachlos muss ich sagen , das was passieren muss war mir klar da sonst carla nie so geworden wäre wie sie es zurzeit ist .

      Aber damit hab ich weniger gerechnet .
      Erst tötet carla den besoffenen stiefvater in ihrem rausch , wie damals ihre mutter ihrem vater .
      Dann dieser spruch das es so abgemacht war ist hart . ich vermute es war ne abmachung zwischen der mutter und dem stiefvater . mal sehen was mir der rest des kapitels sagen wird .
      Aber die mutter hat den vogel abgeschossen , vögelt den velobten von der tochter und freut sich drüber . oh man jetzt bin ich gespannt was abgehen wird ^^.
      Wie erwartet haut carla erst mal ab was verständlich ist , sie steht unter schock und weis nicht was sie tun soll . Das sie dann im alten anwesen landet ist eine schöne botschaft da man meist in solchen situationen zu den orten geht wo man glücklich war .
      Das dann ihre schwester auftaucht war für sie keine gute idee . ein mensch der gerade nicht herr seiner sinne ist und zu allem fähig sollte man meiden . vorallem in menschenjagt ^^.
      Das sie dann auch vom plan wusste war nicht gerade gut für sie , anscheind wenn ich es richtig verstanden habe ist sie druch carla gegen die wand gefallen und die scherben haben sich in den hinterkopf gebohrt , tja da war nummer 2 tod denke in dem kapitel macht carla den hattrick noch voll. So würde ihre verwandlung sehr viel sinn ergeben .
      Das sie nun die teleschnecke raus holt find ich gut und passt ins geschehen .

      Ok da haste mich aber hops genommen ^^ , ich dachte marcello wäre tod aber er dürfte noch ne nacht länger leben .
      Aber ich muss sagen dieses ende ist auch gut geschrieben das ende ihrer familie und der beginn von Carla grieswold die zur massenmörderin wird .
      Ich fand den part zwischen ihr und ihrer mutter sehr gut geschrieben .
      Es geht wieder zum kampf zwischen o´mara und carla
      Das schöne ist krill ist teilweise wach und naja am leben mehr oder weniger ^^

      Der kampf neigt sich dem ende und ich fand die rede zu carla sehr schön von o´mara und halt so war.
      Hast du sehr gut eingefügt das ganze , zum ende kracht nun der turm zusammen das war nur eine frage der zeit .
      Also ruht ihr verlobter nun bei ihrem vater , ich versuche die szene noch zu bewerten . es war ein abschied vom alten leben aber ein symbolisch für sie da jetzt alle menschen und dinge die sie mal liebte an einen ort ruhen .

      Das ende dieses kapitel war echt wunderbar zu ende geschrieben . carla wird bewusst wo sie verloren hat und wie o´mara siegen könnte und mit ihrer letzten kraft gelang es ihr nicht ihn zu töten .das o´mara nix mehr sagen kann fand ich mega witztig und bildet einen guten abschluss für dieses kapitel .
    • Ohne großes Gerede, direkt zur Sache: Kapitel 172 kann unter dem Titel "Während sie schlafen" an alter Stelle gelesen werden! Viel Spaß wünsche ich. :D

      David



      Monkey D. David schrieb:

      Man kommt gut rein ins kapitel was ich gut find .der part war auch sehr gut geschrieben wenn man sich vor augen hält was wir vorher von carlas mutter wussten und jetzt diesen part liest denk man sich nur wat sie schein ansich glücklich zu sein mit ihrem neuen mann , aber gleichzeitig will sie das carla sich verdeckt (schleier) . für mich klingt das so das sie sich zwar freut für ihre tochter aber sie auch froh ist sie vllt los zu werden .Da carla in den augen ihrer mutter immer noch errinerungen wach ruft die sie verdrängen will.
      Puh der nächste part war der hammer ^^
      Danke. Ich fand es zugegebenermaßen schwierig, bei Carlas Mutter die richtige Balance zu finden. Genau wie Carla selbst ist sie eine wahnsinnig zerrissene und kaputte Figur, die ich war durchaus als schlechten Menschen darstehen lassen wollte, aber eben nicht als eindimensionale Schurkin. Carlas Mutter ist einfach eine gebrochene und manische Gestalt, die nicht aus ihrer Haut oder vor ihren Traumata fliehen kann. Im Grunde wie Carla später selbst.

      Monkey D. David schrieb:

      Also die zweisamkeit von jonny und carla war sehr schön gewesen , kaum zu glauben das aus diesem mädchen die carla wurde die wir heute kennen .
      Sie waren echt glücklich und wollten vor ihrer hochzeit noch ne schnelle nummer schieben , tja wenn da nicht nervige schwestern wären , ich fand es mega lustig wie du das so geschrieben hast .
      Ich fand auch den kleinen hinweis nice zu vexor seiner FF das der wodka aus moskva kommt da wo es gerade bei Vexor seine FF zum stillstand kam .
      Ohha ich bin echt sprachlos muss ich sagen , das was passieren muss war mir klar da sonst carla nie so geworden wäre wie sie es zurzeit ist .
      Ja, das war mir wichtig zu zeigen. Anders als Schurken wie z.B. Flamingo bei Oda oder auch Mulligan in meiner FF, die schon als miese Monster zu Welt kamen, hatte Carla alle Chance der Welt. Wäre sie anders behandelt oder einfach in Ruhe gelassen worden, hätte sie sich ein normales und vrmutlich glückliches Leben aufgebaut. Carla ist, mehr als alles andere, ein Opfer der Umstände und ihrer Sozialisation. Das Potenzial für furchtbare Taten war ihr vielleicht angeboren, aber in einem anderen Umfeld wäre es vermutlich niemals hervorgebrochen.

      Monkey D. David schrieb:

      Aber damit hab ich weniger gerechnet .
      Erst tötet carla den besoffenen stiefvater in ihrem rausch , wie damals ihre mutter ihrem vater .
      Dann dieser spruch das es so abgemacht war ist hart . ich vermute es war ne abmachung zwischen der mutter und dem stiefvater . mal sehen was mir der rest des kapitels sagen wird .
      Aber die mutter hat den vogel abgeschossen , vögelt den velobten von der tochter und freut sich drüber . oh man jetzt bin ich gespannt was abgehen wird ^^.
      Wie erwartet haut carla erst mal ab was verständlich ist , sie steht unter schock und weis nicht was sie tun soll . Das sie dann im alten anwesen landet ist eine schöne botschaft da man meist in solchen situationen zu den orten geht wo man glücklich war .
      Das dann ihre schwester auftaucht war für sie keine gute idee . ein mensch der gerade nicht herr seiner sinne ist und zu allem fähig sollte man meiden . vorallem in menschenjagt ^^.
      Das sie dann auch vom plan wusste war nicht gerade gut für sie , anscheind wenn ich es richtig verstanden habe ist sie druch carla gegen die wand gefallen und die scherben haben sich in den hinterkopf gebohrt , tja da war nummer 2 tod denke in dem kapitel macht carla den hattrick noch voll. So würde ihre verwandlung sehr viel sinn ergeben .
      Das sie nun die teleschnecke raus holt find ich gut und passt ins geschehen .
      Haha, ursprünglich sollte der Stiefvater auch in dieser Szene sterben, aber ich habe mich dann doch umentschieden. Fand es passender, die Eheleute in einem theatralischen Doppelmord auszuschalten.

      Richtig, Everleighs Tod war ein Unfall und gleichzeitig der Katalysator, der Carla in ihrem Zusammenbruch endgültig über die Grenze geschubst hat. In diesem Moment hat Carla ihre "Natur" akzeptiert und sich dazu entschieden, sich gegen ihre Mutter aufzulehnen. Ganz so, wie ihre Mutter sich einst gegen Johnson aufgelehnt hat. Der Unterschied ist nur, dass ihre Mutter in gewisser Notwehr handelte, während Carla auf Rache sann.

      Monkey D. David schrieb:

      Ok da haste mich aber hops genommen ^^ , ich dachte marcello wäre tod aber er dürfte noch ne nacht länger leben .
      Aber ich muss sagen dieses ende ist auch gut geschrieben das ende ihrer familie und der beginn von Carla grieswold die zur massenmörderin wird .
      Ich fand den part zwischen ihr und ihrer mutter sehr gut geschrieben .
      Es geht wieder zum kampf zwischen o´mara und carla
      Das schöne ist krill ist teilweise wach und naja am leben mehr oder weniger ^^
      Jo, ich wollte Krill noch irgendwie in diesen Kampf einbauen. Viel Action habe ich ihm in diesem Arc ja nicht gerade gegönnt, daher empfand ich es nur fair. Immerhin hat Carla ihm eine Hand abgeschlagen. xD

      Monkey D. David schrieb:

      Der kampf neigt sich dem ende und ich fand die rede zu carla sehr schön von o´mara und halt so war.
      Hast du sehr gut eingefügt das ganze , zum ende kracht nun der turm zusammen das war nur eine frage der zeit .
      Also ruht ihr verlobter nun bei ihrem vater , ich versuche die szene noch zu bewerten . es war ein abschied vom alten leben aber ein symbolisch für sie da jetzt alle menschen und dinge die sie mal liebte an einen ort ruhen .
      Richtig. Carla hat jetzt die zwei Menschen, die sie liebte, am selben Ort zur Ruhe gebettet (inklusive das Symbol ihrer Kindheit mit dem Stoffelefanten). Carlas Kindheit endete mit dem Tod ihres Vaters, und ihr "normales" Leben endete mit dem Mord an John. In gewisser Weise beerdigte Carla immer einen Teil ihrer Selbst, zumindest glaubte sie das. Aber der Arc hat ja gezeigt, dass niemand von uns so abgeklärt ist, wie er gerne wäre.

      Monkey D. David schrieb:

      Das ende dieses kapitel war echt wunderbar zu ende geschrieben . carla wird bewusst wo sie verloren hat und wie o´mara siegen könnte und mit ihrer letzten kraft gelang es ihr nicht ihn zu töten .das o´mara nix mehr sagen kann fand ich mega witztig und bildet einen guten abschluss für dieses kapitel .
      Das freut mich. O'Mara war zu Beginn meiner Geschichte ja eher der Comic Relief Charakter zum Schmunzeln, worauf ich mit seinem Kauderwelsch nochmal Bezug nehmen wollte. Zwar hat er sich mittlerweile zu einer viel ernsteren und tieferen Figur gemausert, aber so ein bisschen Humor möchte ich dann doch bewahren; auch und besonders auf seine Kosten.^^





      PS.: Der Arc endet spätestens mit Kapitel 175!


    • so bevor ich das noch komplett vergesse mein kommentar zum aktuellen kapitel


      diesmal wird es aber ein kurzer das liegt aber nicht daran das mir das kapitel nicht gefallen hat , das hat es wieder mal richtig gut .
      es liegt eher das ich irgendwie ziehmlich ratlos bin aber das wirst du gleich sehen was ich meine ^^


      das kapitel fängt gut an mit den versorgen der verletzten nach dem kampf .
      alle sehen übel aus was aber zu erwarten war . der kampf war ja auch sehr krass für alle .

      wir haben hier auch ein schönes gesprach bekommen , hier wird auch nochmal reflektiert um was es geht und das opfer nicht vermeidbar sind wenn man gegen den bastardkönig in den kampf zieht .
      wie man bei miss trigast gesehen hat , ist so eine treffen nicht gerade gesund für einen ^^ .

      bin aber kurz überrascht war der kampf vorbei gewesen oder hast du den rest offscreen gemacht , bin mir da gerade nicht sicher .


      dann gehts zum schiff von garp
      ich fand diesen teil sehr intressant nur fällt mir hier gerade nicht viel ein .
      entweder hab ich das nicht mehr im kopf oder es sind einige neue characktere aber ich könnte mit den namen die da vor kamen gerade nix anfangen .

      und hab ich das richtig verstanden du hast garp ne enkelin verpasst oder hab ich da was falsch verstanden ^^ .


      dann ging es zum schluss noch zu einer anderen insel
      wo der grüne könig seinen zug macht
      fand ich ganz gut geschrieben und hast ne gute atmospähre geschaffen fand ich .


      vllt lag es daran das der arc lange ging und der fokus woanders lag , oder das es kurz vor 5 uhr ist aber ich war mit den namen echt überfordert haha aber sowas passiert auch mal .
    • Neu

      Kapitel 173 ist unter dem Titel "Der Tag, an dem das Mädchen starb" an alter Stelle direkt unter diesem Beitrag zu finden. Zwei Kapitel noch, dann ist der Arc rum. Wird auch Zeit. :D

      David


      Monkey D. David schrieb:

      wir haben hier auch ein schönes gesprach bekommen , hier wird auch nochmal reflektiert um was es geht und das opfer nicht vermeidbar sind wenn man gegen den bastardkönig in den kampf zieht .
      wie man bei miss trigast gesehen hat , ist so eine treffen nicht gerade gesund für einen ^^ .
      Die Bilanz der Leviathan-Einheit ist ernüchternd, ja. Aber gut für die Kopfgeldjäger, wie sich zeigen wird. Ohne unsere Protagonisten wären Lorelei und ihre Leute ziemlich chancenlos gewesen, und wir reden hier "nur" von Carla. Wenn man dann überlegt, dass es eigentlich um die LIA geht, wo Leute wie Ulysses, Bloom und natürlich Beatrix selbst warten...
      Da wird man die Kopfgeldjäger brauchen.

      Monkey D. David schrieb:

      bin aber kurz überrascht war der kampf vorbei gewesen oder hast du den rest offscreen gemacht , bin mir da gerade nicht sicher .
      Dazu gibt es im neuen Kapitel noch etwas. Ich habe mich hier für eine achronologische Vorgehensweise entschieden, um diese drögen "Nach-dem-Kampf"-Kapitel etwas aufzulockern. So gab es jetzt erst einmal einen kleinen Rundumblick für den nächsten Arc, bevor in den kommenden drei Kapiteln der klassische Ausklang erfolgt. Ich denke, das neue Kapitel dürfte den Aufbau deutlich machen.

      Monkey D. David schrieb:

      ich fand diesen teil sehr intressant nur fällt mir hier gerade nicht viel ein .
      entweder hab ich das nicht mehr im kopf oder es sind einige neue characktere aber ich könnte mit den namen die da vor kamen gerade nix anfangen .
      Das sind Namen aus dem letzten Arc, der aber schon eine Weile her ist natürlich. Kako war der ominöse Spieler/Herumtreiber, den Harley für seine Teufelskraft töten wollte. Er war traf am Ende auf Flint und Harleys Ziehtochter. Den Ausgang des Treffens schulde ich euch noch. Die Frau der vielen Namen (Sol, Alba etc.) war auch ein unfreiwilliger Gast auf Harleys Party. Sie wurde von Coolidge, einem Kopfgeldjäger, mitgeschleppt. Ich werde im nächsten Arc noch kleine Rückblenden einbauen, um die Charaktere wieder stärker im Gedächtnis zu zementieren. Dafür war im aktuellen Kapitel schlichtweg kein Platz mehr, leider.

      Monkey D. David schrieb:

      und hab ich das richtig verstanden du hast garp ne enkelin verpasst oder hab ich da was falsch verstanden ^^ .
      Jo, habe ich. Im letzten Arc wurden diverse Andeutungen über einen speziellen Mann in Sols Leben gemacht -- mit der aktuellen Info dürfte klarer sein, um wen es sich dabei handelt.

      Monkey D. David schrieb:

      wo der grüne könig seinen zug macht
      fand ich ganz gut geschrieben und hast ne gute atmospähre geschaffen fand ich .
      Wunderbar, freut mich. Wobei es in der Szene eher um den mysteriösen Mann geht, der nun die "Kontrolle" über den Grünen König hat. Er wird auch bereits im neuen Kapitel auftauchen, sofern man gründlich liest. :D

      Monkey D. David schrieb:

      vllt lag es daran das der arc lange ging und der fokus woanders lag , oder das es kurz vor 5 uhr ist aber ich war mit den namen echt überfordert haha aber sowas passiert auch mal .
      Ja, damit habe ich gerechnet. Das wird sich alles in den nächsten Kapiteln lichten, sei es am Ende dieses Arcs oder zu Beginn des nächsten. Versprochen. Das neue Kapitel jedenfalls rollt eher lose Ende auf und bringt die Figuren alle in die richtige Bahn. Das dürfte weniger Fragezeichen provozieren.^^


    • Kapitel 173-175

      Neu

      Kapitel 173 — Der Tag; an dem das Mädchen starb

      Mit Leibeskräften kämpfte Mercedes gegen die flauschigen schwarzen Schäfchen an, die sie in einen mörderischen Schlaf zu lullen versuchten. Im Nebel ihres Geiste meinte sie, die Hand nach den dunkel vorbeiziehenden Formen am dunklen Himmelszelt auszustrecken, doch ihre Hand…war fort. Ihr rechter Arm…war fort. Ein beachtlicher Brocken ihrer Kehle…klebte noch an Dionisia Lorcas eingeschlagenen Zähnen. Reglos wie ein Leichnam auf der Bahre ruhte Mercedes auf ihrer niedergestreckten Widersacherin. Die Frau, die ihr vor wenigen Momenten noch unerträgliche Qualen bereitet hatte, bot ihr nun das behaglichste Bett der Welt.
      Plötzlich benetzte eine unaussprechliche Kälte ihre Wange wie der Finger des Todes, der ihr das Gesicht streichelte.
      »Nicht einschlafen«, flüsterte eine wohlvertraute Stimme. Mit letzter Kraft wandte Mercedes ihr zuschwellendes blaues Auge dem Mann hin, auf dessen gestählter Brust sie ihr Leben aushauchte.
      »Callaghan«, wisperte sie wohlig — oder glaubte es zumindest, brachte ihre zerfetzte Kehle doch keinen Ton jenseits eines platzenden Blutschwalls hervor.
      »Nicht einschlafen«, raunte er neuerlich. Die nasse Kälte sammelte sich in einem winzigen Tropfen, der eine helle Schneise durch das Rote und den Ruß und den Dreck auf Mercedes' Wange zog. Graue, hässliche Graupel pladderten aus dem dunklen Himmelszelt, als wollten sie die Kopfgeldjägerin bei Verstand halten. Selbst der drehende Wind, so schien es der wegdriftenden Mercedes, schluchzte wie ein verängstigtes kleines Mädchen.

      Versunken in der Erwartung einer großen Flut wachte Lorelei Greenaway über das Panorama des vereisten Nickleby. Wie jedes Jahr hatten die Sturmböen des carnischen Loch Llyr den Winter in ihrem Windschatten angeschleppt und maßlos über Fountleroy Island ausgeschüttet. Eine tödliche Glätte schillerte gläsern über den Kopfsteinpflastern und heftete wie ein schwitziger Film an den Kathedralen, Manufakturen, Geschäften und Streunern. An einem gewöhnlicheren Tag hätte dies wenig für die schwarze Stadt bedeutet. Die gotische Szenerie hätte trostloser auf die Augen und die Kälte härter auf die Seelen gedrückt, doch Maschinen und Menschen wären ihrem Tagwerk mit der üblichen leidenschaftslosen Alternativlosigkeit nachgegangen, wären gestolpert und wiederaufgestanden, während der schwarze Schnee fiele und alles in Keuchhusten erstickte. Dieser Loch Llyr jedoch hatte den Beginn und das Ende einer Wilden Jagd gesehen, eine Nacht des Schreckens und des Blutes, und den Sonnenaufgang einer neuen, unvorhersehbaren Dynastie. In diesem Jahr des Traumas gefror der Winterfrost das Leben auf den Straßen und, verstörender, die Schlöte der Fabriken. Zum ersten Mal seit der Krönung der ersten Catherine vor über 30 Jahren war das stählerne Inferno des Union Black ohne Teufel und lag so still, dass sich der Horizont klirrend-klar hinter den erloschenen Türmen abzeichnete. Nicht einmal Greenaway, in deren jadegrünen Augen sich das unverhoffte Bildnis ihrer Heimatstadt im Tiefschlaf spiegelte, vermochte die Konsequenzen dieser Aussicht zu ermessen.
      »Finger weg!«
      Mit einstudierter Wärme sah sich Lorelei über die Schulter, als bevölkerten sie und die amputierten Frau allein das komfortable Krankenzimmer des Nickleby General — anstatt der zweidutzend Anästhesisten, Chirurgen, Ingenieure und Mechaniker, die sich in dieser Sekunde dicht an dicht um die Bettstadt der außergewöhnlichen Mademoiselle de Fer drängten.
      »Famos, faszinierend, fantastisch, verrückt«, lauteten die mal mehr und mal minder professionellen Fachurteile des Konzils, das Lorelei Greenaway eigens für die Kopfgeldjägerin anberaumt hatte. Eben, da sich eine übergriffige Hand den prekären Nieten an Mercedes' Beinprothese näherte, stürmte Lorelei endlich ans Bett zurück und warf die Decke über den verstümmelten Körper der halbnackten Frau. Die Geste hallte lauter als jeder Schrei: Raus!
      Im Gänsemarsch watschelte die herangeschaffte Expertenschaft aus dem Raum, ackernd und gackernd und mit echauffiert erhobenen Schnäbeln schnatternd. Die Stille, die sie zurückließen, füllte das Zimmer mit Musik.
      »Es ist Ihre Entscheidung«, betonte Lorelei nach einem längeren Gespräch neuerlich, »Sie haben die Baupläne gesehen. Wir könnten Großes mit Ihnen vollbringen, Miss Delacroix.«
      Jeder wütende Atemzug, den sich Mercedes abrang, keuchte und paffte mit der dröhnenden Dissonanz eines kaputten Auspuffs.
      »Das letzte Mal, als jemand ›Großes‹ für mich vorsah, ermordete ich sein ganzes Team und schwor ewige Rache an allen, die er liebt. Sind Sie dieses Risiko bereit zu tragen, Agent Greenaway?«
      Loreleis schlanke Nasenflügel zuckten unmerklich, beinahe…beleidigt? Innerhalb eines Wimpernschlages wich ihr verständnisvoller Ausdruck einer nüchternen Bestandsaufnahme der einarmigen, übel zugerichteten Patientin.
      »Ich hätte dich sterben lassen können«, schien die Agentin schimpfen zu wollen, »Ich könnte dich immer noch sterben lassen, du undankbares Ungetüm.«
      Doch nichts dergleichen sollte ihr herausrutschen. Stattdessen sprach sie nach einer kühlen Weile:
      »DaVinci ist bereits auf dem Weg. Wir mussten ihn quasi in Geiselhaft nehmen, doch er wird durch diese Tür treten und er wird Sie reparieren. Die Frage, die ich mir und Ihnen stelle, ist daher folgende: Wollen Sie wieder werden, wie Sie waren — oder wollen Sie besser werden als jemals zuvor?«
      »Besser?«, schniefte Mercedes angewidert. Ihre markante Stimme knackte grober als die verkeilten Zahnräder in ihrer Brust:
      »Wollte dieser Wahnsinnige mich verbessern, als er Treibstoff in meine Venen pumpte? Als er mir das Herz herausriss und durch eine ratternde Apparatur ersetzte? Als er…« Sie hielt eine winzige Träne nackten Zorns zurück. »Als er mir den Bauch aufschlitzte, meine Eierstöcke herauskratzte und meine Gebärmutter mit Blei füllte? Würden Sie das ›besser‹ nennen, Agent Greenaway?«
      Zu Loreleis Missmut schien die Kopfgeldjägerin eine unmögliche Antwort auf diese unmögliche Frage zu erwarten. Um eine solche verlegen, nahm die Agentin lieber die langen Beine in die Hand.
      »Ja«, blaffte ihr Mercedes hinterher, »Verschwinden Sie besser

      Entmutigt, aber niemals resignierend, stürmte Lorelei durch den Flurtrakt das Privatflügels gen Treppenrotunde, wo sie sich beinahe den Kopf an einem herabhängenden Krill stieß.
      »Sollten Sie nicht im Bett liegen…«, rüffelte sie ihn ermüdet, worüber der kopfüber hängende Meermann nur ein schockiertes Gesicht aufsetzte und mit flacher Hand über seine milchtrüben Augen wischte. »Sie meinen, ich liege nicht im Bett?«
      Seufzend schob Greenaway die herabbaumelnden Tentakeln beiseite und stampfte die knarzenden Treppen hinab. Zu seiner Verwunderung kam der Agentin kein Fluch über die blassen Lippen, weder in seiner Gegenwart noch am Fuße der Stufen, wo sie sich ungehört und ungestört hätte fühlen können.
      Mit derart neugefasstem Respekt für die Frau in Weiß setzte er seinen Weg an der Decke entlang fort, bis ihn durch ein wahlloses Schlüsselloch die salzige Meeresbrise einer vergossenen Träne küsste. Vorsichtig drehte er den bewussten Knauf und steckte seinen herabhängenden violetten Schopf wie ein Vampir durch den knarzend aufklaffenden Türspalt.
      »Was wollte sie?«, fragte er geradeheraus.
      »Sie wollen mich verbessern«, zischte Mercedes, »DaVinci soll seine…seine Vision vollenden und mich mit ein paar von Vegapunks ausrangierten Prototypen vollstopfen, wenn er schon dabei ist.«
      Krill schien ernsthaft und tiefgründig über diesen Vorschlag nachzusinnen, während er die Tür hinter sich zuknallte und einen angemessen Sitzplatz für sich und seine Fangarme suchte. Schließlich fiel er mit einem lauten Schmatzen der Saugnäpfe von der Decke direkt auf das Fußende des Bettes.
      »Klingt doch nicht schlecht.«
      »Nicht schlecht…«, echote Mercedes schal, »Es hat mich fast zehn Jahre gekostet, mich hiermit zu arrangieren.«
      Vielsagend deutete sie auf ihre Prothese. Krill seinerseits legte das Haupt schief, als hätte ihm Gott für diese eine vergängliche Sekunde sein Augenlicht geborgt, um sie und sie allein eingehend zu betrachten.
      »Was wirst du also tun?«
      »Ich wollte Ärztin werden, um Menschen wie meinem Bruder zu helfen«, grübelte Mercedes melancholisch, »Wollte Krankheiten heilen, Leben retten. Nicht mit Morden, sondern mit Medizin.«
      Krill lächelte schief, als könnte er diese hoffnungsstiftende Idee schwerlich mit der halbierten Maschinenfrau vor sich in Einklang bringen.
      »Ich bin nicht naiv«, verteidigte sie sich vorwurfsvoll, »Zumindest nicht mehr. Lorca musste sterben.«
      »Ja«, bekräftige Krill unumwunden. Mercedes glaubte ihm kein Wort.
      »Ich habe sie ermordet, weißt du. Nicht, weil ich musste oder glaubte, es tun zu müssen. Ich wollte es. Sie lag hilflos vor mir und ich entschied mich dazu, ihr den Schädel einzuschlagen und mich dabei auch noch barmherzig zu fühlen.«
      »Und deshalb willst du Greenaways Verbesserungen ausschlagen?«, summierte Krill wenig überzeugt, »Weil du Lorca ermordet hast und keine richtige Ärztin bist?«
      Mercedes murrte abweisend, mit der freien Hand über ihren bandagierten Armstumpen streichend. »Mit jedem Tag, der vergeht…und mit jedem Leben, das ich nehme…fühle ich das Mädchen von damals schwinden. Diese Operationen würden noch mehr von meiner Selbst abtragen. Immer weniger Mensch, immer mehr Maschine, bis die Schwester meines Bruders nicht länger existiert. Verstehst du?«
      Krill überlegte lange und ernsthaft, ob er verstand. Seine pupillenlosen Augen durchwanderten jede Wunde in ihrem Gesicht mit der suchenden Verbissenheit eines Goldgräbers, bevor er schließlich seinen eigenen Stumpen wie ein ausgesiebtes Nugget ins Fensterlicht hielt und fragte:
      »Du als Medizinerin, sag mir: Bin ich jetzt weniger ›ich‹, weil Carla mir die Hand abgeschlagen hat?«
      Skeptisch besah sich Mercedes den unförmigen Knubbel am Ende seines langen, roten Arms. Noch bevor sie eine Antwort zu formulieren vermochte, setzte Krill nach:
      »Ob mehr Mensch oder mehr Maschine, für uns bleibst du Mercedes. Dieses idealistische Mädchen, das Ärztin werden wollte, ist längst fort und kommt nie wieder zurück. Es starb vor fast zehn Jahren mit ihrem Bruder in Gavroche.«
      Der glasige Glanz in seinen ausdruckslosen, weißen Augäpfeln reflektierte matt im verkrusteten Bronzestahl ihrer verhassten Kanonenprothese. Erst nachdem er das Aufschwellen und Abflauen ihrer Verachtung am Zittern ihrer Augenbrauen gemessen und abgewartet hatte, wagte er erneut zu sprechen.
      »Ich weiß nicht, wer dieses Mädchen war oder ob sie eine gute Ärztin geworden wäre. Aber eine Sache weiß ich: Die Frau, die gerade vor mir liegt, hätte ihren Bruder retten können. Vielleicht hätte sie die ganze Welt dabei in Brand gesteckt, aber sie hätte ihn gerettet. Weil sie stark ist. Weil sie erbarmungslos ist. Weil sie tut, was getan werden muss.«
      Wieder drang der salzige Geruch der See in seine Nase, dieses Mal jedoch floss er aus ihrer beider Augen. Entsetzt verbarg Krill sein weinendes Gesicht, die eigene Wangen wie eine löchrige Dichtung abtastend. Mercedes hingegen lächelte aus purem Herzen. Nun war es an ihr, seine Tränen zu übersehen — und an ihm, sie rasch fortzuwischen. Denn ohne Verwarnung tat sich die Tür auf, um einen Geist hereinzuwehen.

      Der lange Kapuzenumhang glitt derart lautlos und zaghaft in den Raum, dass keine körperliche Präsenz dem aschgrauen Wollstoff eine Form zu diktieren schien. Ein tiefer Saum überdeckte jede Kontur eines Gesichts oder wandelnder Füße. Wäre ihnen das formlose Ding nicht so verloren, klein und fragil erschienen, Mercedes und Krill hätten gewiss alarmierter auf sein spukhaftes Erscheinen reagiert. So lauerten sie nur gespannt, wie sich zwei winzige Hände unter der Knopfleiste hervortaten und das Rätsel lüfteten.
      Zunächst fiel ein bloßer karamellbrauner Haarzopf aus dem Dunkel der Kapuze, ehe nach einem zitternden Zaudern der Fingerchen zwei kristallblaue Äuglein in einem geprügelten Mädchengesicht zum Vorschein kamen. Das arme Geschöpf sah aus, als wäre sie nach einem grässlichen Kutschenunglück im Krankenhaus gelandet und in ihrer Verwirrung ins falsche Zimmer getaumelt.
      »Können wir dir helfen?«, fragte Mercedes aufgescheucht und wäre wohl instinktiv aufgesprungen, hätten Krills Fangarme sie nicht zurückgehalten.
      »Das hoffe ich«, fiepte das Mädchen aus zusammengekniffenen Lippen. Der Anblick ihrer klimpernden Augen und arglosen Grübchen bescherte Mercedes ein unverhofftes Déjà-vu, und auch Krill schien ihre Stimme mit einer fernen Vertrautheit aufzunehmen.
      »Sie sind…Mercedes Delacroix«, wisperte die Besucherin nahezu unhörbar, »Und der Meermann. Krill? Richtig?«
      Die Kopfgeldjäger nickten erwartungsvoll, woraufhin sich das Mädchen ihnen wie ein scheues Kätzchen näherte. In der Bewegung blitzten unter dem grauen Cape nun erlesenste Zwirne auf, die sich zu ihrer minderwertigen Oberbekleidung verhielten wie Wein zu Urin und Mercedes eher an die bombastischen Unikate im Schaufenster von Hilbert & Sons erinnerten. Von Nahem wirkte das Kind weit weniger kindlich, dafür jedoch verlorener und verletzlicher als noch im Türrahmen.
      »Sind Sie wirklich blind?«, wollte sie dermaßen arglos und unversehens von Krill wissen, dass der Meermann gleichsam arglos und unversehens bejahte.
      »Wie schrecklich«, hauchte sie bekümmert, »Aber wenigstens können Sie dann nicht sehenden Auges ins Verderben laufen wie ich. Mein Name ist Catherine.«
      Obwohl Mercedes und sogar Krill zeitgleich die Kinnladen herunterkippten, fühlte sich Catherine zu einer Klarstellung genötigt:
      »…die Zweite.«
      »Die Puppenkönigin?«, hakte Krill in seiner Verwunderung lapidar nach. Mercedes hätte ihm am liebsten einen Klaps verpasst, wäre ihr Körper nicht eine solche Katastrophe gewesen.
      »Hoheit«, sprach sie weitaus höfischer und galanter als ihr Kumpan, »Was…können wir für Euch tun? Ich würde knicksen, aber…«
      »Bitte nicht«, rief Catherine, »Vielmehr wäre es an mir, Ihnen meine Unterwerfung anzubieten. So wie ich Agent Greenaway verstanden habe — und ich muss gestehen, die Agentin erwischte mich in einem denkbar ungünstigen Moment ärgster Nervenzerrüttung, der mir diesbezüglich wenig Kapazitäten bot — so wie ich verstanden habe, sind Sie die Retter dieser Stadt. Ach, des gesamten Commonwealth! Dr. Triagast habe ich soeben einen Krankenbesuch abgestattet, und wo ich schon hier war…da dachte ich…«
      Nervös, und anscheinend einem Schwächeanfall nahe, nestelte Catherine am struppigen Ende ihres langen geflochtenen Zopfes. Auf einen treibenden Blick seiner Gefährtin hin sprang Krill der schwankenden Regentin zu Hilfe und lotste sie sacht neben sich auf Mercedes' Bettkante. Tatsächlich sackte sie ausgelaugt in seine glitschigen Tentakel.
      »Ein Glas Wasser«, sagte Mercedes. Krill verstand es als Frage, die Kopfgeldjägerin aber als Befehl in seine Richtung. Genervt schenkte er dem Mädchen aus Mercedes' Karaffe ein Glas ein, das Catherine auch gierig wie eine Gestrandete leerte.
      »Auf dem Weg hierher…«, begann sie anschließend leise zu erzählen, als vertraute sie ihren besten Freunden ihr bestgehütetes Geheimnis an, »…zogen die Zerstörung und das Elend Nicklebys an meiner Kutsche vorüber wie Erinnerungen an einen Krieg, den ich nie miterlebt habe. Die Berge aus Leichen, die ich sah, aber reichten für ein ganzes Soldatenleben.«
      »Ist schon gut«, bestärkte Mercedes das Mädchen. Ein weiterer Becher Wasser schenkte der regina incognita frischen Lebensmut wie einer jungen Blüte.
      »Wir umrundeten auch den Cluster Park«, erinnerte sie sich, »Oder sollte ich sagen: Die getilgte Landhalde, die ihn einst beherbergt hatte. Dieser gewaltige Krater, aus dem alles Lebendige einfach…herausgerissen worden scheint. Ich fragte meine Begleiterin — Sie kennen die Inspektorin Zhang, meine ich? — ich fragte sie, was dort nur geschehen sei. Und sie schilderte mir die Mär der Mercedes Delacroix, Miss Delacroix. Sie, die Sie einem Höllensturm getrotzt und überlebt haben, während alles um Sie herum zu Staub zermahlen wurde.«
      Ihr ehrfürchtiges Schlucken spiegelte sich in Mercedes' vernähter Kehle.
      »Da sagte ich mir: ›Catherine, diese Frau musst du kennenlernen!‹ Denn sehen Sie, Miss Delacroix…«
      »Mercedes.«
      »Ja, Mercedes…Meine Mutter war wie Sie, oder Ihnen mindestens ebenbürtig in Stärke und Mut und Kampfgeschick. Zumindest steht das in den Büchern geschrieben, die ich bisher als ausgeschmückte Fantastereien verstanden hatte. Sie wissen schon. Poetische Übertreibungen, um die Übermacht des fountischen Empires zu bestätigen und die Stärke des Commonwealth symbolisch im Schwertarm der Kriegerkönigin von Fountleroy Island zu vereinen. Aber seit letzter Nacht…«
      Mehr und mehr glich ihr traktierter Zopf dem aufgerauten Tauseil eines Geisterschiffes.
      »Seit letzter Nacht weiß ich, dass es sich bei diesen Überlieferungen um mehr handeln muss als überschwängliche Prosa. Da draußen gibt es echte Monster mit echten Teufelskräften, die Parks pulverisieren und Paläste zertrümmern und meine besten Soldaten wie Ungeziefer zerquetschen. Als er kam, um mich zu töten, war ich so hilflos und allein…bis Agentin Triagast eingriff und es mir dämmerte: Wenn es Monster gibt, dann gewiss auch Helden, die diesen Monstern Einhalt gebieten. Nicht wahr? Helden wie Sie und Mr. Krill hier und Agentin Triagast?«
      In Mercedes' verschiedenfarbigen Augen, so das gleißende Blau und glänzende Grün hinter dem Gesichtsbrokkoli aus Schwellungen auszumachen waren, flackerten unaussprechliche Zweifel an dieser optimistischen königlichen Hypothese. So sehr sie der jungen Königin auch Trost spenden wollte, so zynisch und blutbefleckt hatten sie ihre vergangenen Monate des unfreiwilligen "Heldentums" doch zurückgelassen. Hilfesuchend tastete ihr Blick nach Krill, welcher sich seinerseits ganz der Wasserkaraffe verschrieben hatte und der armen Königin untröstlich nachgoss.
      »Verstehe«, deutete Catherine das Schweigen, »Es war ein kindischer Gedanke. In letzter Zeit scheine ich diesen sehr angetan.«
      Kraftlos erhob sich die junge Regentin von der Bettkante, eher gen Deckengebälk rankend als von der Matratze abfedernd. Mit der stummen Ehrfurcht einer Novizin auf ihrer langen Prozession zur Profess pilgerte Catherine an das große Fenster, in dessen Rahmen aus Raureif sie selbst zu gefrieren schien.
      »Haben Sie auch Ihre Mädchenjahre verpasst, Miss Delacroix?«, fragte sie plötzlich.
      »Ich kann nicht behaupten, jemals Mädchenjahre verlebt zu haben.«
      Die Hände im Rücken gefaltet, beinahe matronenhaft für ein Kind von 15 Jahren, ließ Catherine den kristallblauen Blick in die leergefegten Straßengeflechte hinabrieseln.
      »Vor wenigen Tagen noch hätte ich dieselbe Antwort gegeben«, hauchte sie ihren geisterhaften Atem gegen das Fensterglas, »Doch nun muss ich feststellen, dass ich sie schlichtweg verpasst habe. Wie viele Mädchen wachen wohl tagtäglich auf, nur um festzustellen, dass sie ihre Mädchenjahre verpasst haben?«
      Erfolglos versuchte sie, ein tieftrauriges Schluchzen hinter einem Seufzen zu verbergen, bevor sie vor dem Panorama ihrer verwundeten Stadt zusammenbrach wie eine junge Witwe vor einem frischen Grab.

      Am anderen Ende der Stadt, an dem die monolithische Talsenke das Jaggers gegen den Fuß des Rosary Hill brandet, überschaute ein weiteres Königskind dieselbe Metropole aus gänzlich anderen Augen. Wo Catherine II. das Opfer einer blutigen Intrige beweinte, verfluchte Ulysses McKenna den Nutznießer einer feigen Schwäche. So oft er den schicksalstragenden Moment im Thronsaal auch rekapitulierte, keine noch so gelenkige geistige Verrenkung fand eine alternative Begründung für sein Handeln als simpelstes, gefühlsduseligstes, irrationalstes Mitleid. Mitleid mit einem weiteren weinenden Waisenkind, mit einem weiteren Opfer unverschuldeter Umstände, die soviel größer und soviel drohender über den Rand seiner kleinen Welt hinausragten als die Riffe hinter dem Hafen seiner Heimat.
      »Hassen Sie diesen Jungen nicht, nur weil er Sie nicht retten konnte. Er konnte nichts dafür. Die Schuld der Welt liegt niemals bei den Kindern. Auf ihnen lastet sie nur am schwersten.«
      Unerlässlich suchten ihn die wohlsortierten Worte der roten Agentin heim, um seinen Verstand zu piesacken und seine Zweifel zu nähren. War er wirklich noch immer der kleine Junge auf der blutbefleckten Pritsche, der am Whiskey nuckelte wie andere Kinder am Daumen? Der die Augen schloss und den Schmerz schluckte; neben anderen Dingen. Hatte er Catherine deshalb gerettet — weil er sich nicht selbst hatte retten können?
      Tränenflimmernd durchleuchteten seine grellgrünen Augen das dahingeraffte Nickleby wie ein Leichenfledderer ein Schlachtfeld, auf der Suche nach Wert inmitten des Blutes und der Fäulnis.

      Unter einer Decke aus Farnen erwachte der Bastardkönig aus einem fiebernden Albtraum. Hastig wie gejagte Tiere huschten seine Pupillen durch das umliegende Dickicht. Schwarze Dornen schnürten sich um blaue Tannen und babylonische Ruinen, die im frostigen Dämmerlicht des eingebrochenen Winters gleich geborstener Rippen aus einem verwahrlosten Waldfriedhof stachen. Ein muffiger, nasskalter Gestank durchtränkte die Luft und den schweren Schnee, der ölig durch die glänzenden Nadeln triefte. Ulysses selbst aber blieb knochentrocken, wohlgehütet unter dem gepunkteten Hut eines riesigen Fliegenpilzes. Mit schwindelerregender Rasanz schossen dem Bastardkönig beim Anblick der gewaltigen Lamellen die Ereignisse im Thronsaal zurück ins Gedächtnis: Catherine inmitten ihrer toten Wachen, die rothaarige Agentin als Brei ihrer eigenen Säfte, Beatrix — rasend vor Zorn. Der Albtraum, dem er entkommen zu sein glaubte, lauerte ihm in der wachen Welt auf.

      ~Wenn das Herbstlaub wieder grünet…und die Wunde nicht mehr heilt…Wenn Mac Deara ist gesühnet, und die Fessel liegt zerteilt…ja, dann. Ja, dann. Habe ich…mein Land befreit. Ja, dann. Ja, dann. Weiß ich…mein Land…befreit…~

      Der schiefe Gesang lotste den Blick des Bastardkönigs zur nackten Beatrix De Barra, die gleich einer kriegsgeküssten Walküre in einem kleinen Teich im Herzen des Haines badete. Unter einem schmalen Wasserfall, der wie gemalt in den eisschwarzen Bottich plätscherte, wusch sie sich die salzige Marsch aus dem Haar und das fountische Empire aus dem Herzen. Singend, wie sie es immer tat, wrang sie ihre endlosen braunen Locken wie einen alten Lappen aus und fing herabfallende Graupelflocken mit der Zunge. Sogleich verzog sich ihr rundes weißes Gesicht und sie musste sich mit zwei Handvoll des stehenden Wassers den Mund ausspülen; denn fountischer Schnee ist schwarz wie Kohle und schmeckt modriger als die faulen Hände, die jene schürfen.
      Mit einem unbehaglichen Lächeln lauschte Ulysses ihrem angewiderten Gurgeln. In Momenten wie diesen erinnerte sie ihn an ein unbedarftes Wesen des Waldes, das in einem Erdloch geboren und von Wilderern in die Welt der Menschen verschleppt worden war. Als gehörten das Wasser und der Bachlauf und alles, was er benässte, ihr allein, ließ die Kriegerin ihre Finger über das flüssige Onyx tänzeln. Ihr blasser, muskulöser Oberkörper ragte geheimnisumwittert aus dem spiegelglatten Dunkel des Wassers wie die Wächterstatue eines versunkenen Tempels. Er versuchte zu rufen, doch jeder armselige Vorstoß eines Lautes legte Feuer an seine Kehle. Instinktiv suchten und fanden seine geschwollenen Finger einen behelfsmäßigen Wickel aus Kleiderfetzen und diversen Wildkräutern, die seinen Hals einbetonierten und nach weißer Hexerei rochen.
      »Lass es!«, rollte die sonore Stimme der Badenden plötzlich durch die Bäume und die Äste und die Tiefen der Erde. Der Winterhimmel höchstselbst wogte, als Beatrix gleich einer Stute im Galopp aus dem spritzenden Wasser stob. Jäh wandte sich Ulysses von ihrem nackten, nassen Leib ab.
      »Nach allem, was wir geteilt haben?«, feixte sie mit einem kecken Kopfschütteln, ehe sie unter den großen Fliegenpilz trat und vor dem Bastardkönig in die Hocke ging. Stoisch ertrug er ihre große vernarbte Hand, die sich kalt und nass auf seine brennende Brust legte.
      »Ist schon gut.«
      Mit einem tiefen Seufzer horchte sie nach dem Takt des schlagenden Herzens und dem Kribbeln seiner aufziehenden Gänsehaut. Ulysses erstarrte. Ihr zimtrotes Auge mochte schlafend erscheinen, der bloßliegende trübe Augapfel in seinem Nest aus Narben jedoch glühte hellwach und schäumte vor unterdrückter Wut. Unwillkürlich nahm das furchtsame Tomtomtom in seiner Brust an Fahrt auf, bis er das Pochen seines Körpers bis in die gebrochenen Knochen spürte.
      »Dein Herz schlägt so schnell«, raunte sie kryptisch, »wir könnten in seinem Takt um ein Feuer tanzen, bis uns die Ekstase dahinrafft.«
      Zähneknirschend ließ sich Ulysses seitlich gegen den Pilzstängel fallen, mürrisch wie ein Bursche in Erwartung der elterlichen Schelte. Gegen seinen Willen schob sie ihm eine schmutzige blonde Locke aus der Stirn, dann noch eine, und noch eine, und…
      »Du hast einiges zu erklären, Lordprotektor

      Die weiße Kutsche entfloh dem wintergrauen Horizont wie dem Reich des Todes, geschnitzt aus einem Hagelschauer und gezogen von fleischfressenden Monstren auf der Hatz. Mit der Rasanz und Wucht eines Streitwagens rauschte das silbergehärtete Ungetüm auf einer Woge aus Atemdunst die Serpentinen gen Palast hinauf. Die strammen Anweisungen der Kutscherin vermengten sich mit dem Echo der Meute und dem Wüten des Windes zu einer derart abenteuerlichen Kakophonie aus gebellten Befehlen und befehlendem Gebell, dass selbst seine Insassen nicht länger zu bestimmen vermochten, ob die gehörnten Hunde oder ihre peitschenschlagende Lenkerin das Gefährt beherrschten.
      Ulysses, noch halb schwindelnd im Karussell seiner Gedanken, identifizierte jedes der Tiere sogleich am Tapsen seiner Pfoten und dem Geruch des Sabbers an den frostumwitterten Lefzen. Wie ein Kind am Geburtstagsmorgen sprang er aus der Böschung hervor und stürzte gerade rechtzeitig aus dem Grau der Rosensträucher, um den gewaltigen Höllenhunden eine Chance zum Abbremsen zu lassen. Unter einem ordentlichen Rumpeln bohrten ihre massiven Tatzen tiefe Furchen in den gefrorenen Schotterweg. Die elegante Kutsche geriet in bedrohliche Schieflage, kenterte jedoch nicht. Ihre Fahrerin, ein burschikoses Ding mit gelben Schuppen und kariesgrünen Haifischzähnen, belegte den lebensmüden Wegelagerer mit genügend Unflätigkeiten, um erfahrenen Hafendirnen die Schamesröte auf die Ohren zu treiben. Zumindest, bis sie das emsige Schwanzwedeln der gehörnten Hunde bemerkte und selbst errötete. Vor ihnen erschienen war ihr gemeinsamer Gebieter, der Herr der Hunde und Zahler ihres Gehalts…und reckte seinen Daumen wie ein gewöhnlicher Anhalter.
      »Öhm. Ulysses McKenna«, ließ die Kutscherin ihre Insassin durch eine kleine Messingröhre neben ihrem Sitz wissen. Noch ehe die letzte Vibration dem dünnen Metall gänzlich entwichen war, röhrte der Trichter bereits zurück:
      »Ulysses?! So steig ein! Wir haben SO VIEL zu bereden, ehe der Tag verfliegt!«

      Catherine II. kam sich unter ihrer Tarnkappe aus mausgrauem Wollstoff wie eine feige Betrügerin vor. Verstaut in einer einfachen Postkutsche ließ sie sich unbemerkt aus dem Herzen der Verheerung zurück in ihren marmornen Palast chauffieren, während ihr gequältes Volk in den ruinenhaften Zeugnissen ihrer Fehler gefangen bliebe. Zu den seltenen Gelegenheiten, die die Anwesenheit der Puppenkönigin innerhalb der Mauern Nicklebys erfordert hatten, waren Lord Sundermare und Sir Benedict Hearst penibel darauf bedacht gewesen, die Eindrücke der jungen Catherine von ihrer Hauptstadt auf eine Reihe pittoresker Stadthäuser und grandioser Kathedralen zu beschränken. Die noblen Viertel und pompösen Kirchen waren ausreichend gewesen, um die naive Königin von der Heimeligkeit der schwarzen Bauten und der Lebensbejahung seiner Bewohner zu überzeugen. Nun jedoch erlebte Catherine die Hauptstadt von ihrer wahren Seite — und sie glich einer geschändeten Krypta. Die Luft stank faul und stickig, als hätte das Fleisch der Toten und der Atem der Ratten jeden Winkel der dunklen Gemäuer mit Pest infiziert. Die verschlungenen Kathedralen mit ihren himmelsragenden Speertürmen verurteilten gleich erbarmungsloser Richter die gebeugten Rücken der Stadtstreicher und Straßenkinder, die in den Nachwehen der Wilden Jagd um einen schnellen Berry kämpften. Verwaiste Babies schrieen nach toten Müttern, schreiende Eltern warfen sich auf winzige aneinandergereihte Särge. An den verdreckten Fenstern markierten rote Fahnen den Fundort weiterer Leichen. Eine ganze Parade solcher Flaggen schien Catherine zu winken, wo immer ihre Kutsche die dreckigen Häuserschluchten passierte.
      Felicia Zhang schenkte der Königin ein freundliches Lächeln, das jene nicht zu verdienen glaubte, ehe sie vor dem Polizeipräsidium ausstieg und die Regentin für den Rest des Weges der Stille überließ. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben fand sich Catherine sich selbst überlassen und mit ihren Gedanken für sich allein. Die Aussicht aus der Kutsche auf die Randbezirke mit ihren rostigen Stahlstreben und metallenen Überspannseilen erinnerte die junge Königin an die Netze einer mechanischen Spinne — und die grässlichen Nervenfasern im Rücken des Bastardkönigs. Das Gewicht der Stadt löste sich von ihrer Brust, als die rollenden Räder sie endlich aus den zyklopischen Mauern in die weiten fahlen Felder der Marsch hinaustrugen. Aus der Ferne trotzte ihr Palast auf dem Hügel dem angebrochenen Winter mit altbekannter Standfestigkeit, in seinem Inneren aber wüteten die Sturmwinde wie Poltergeister durch die demolierten Flure. Gleich seiner Königin hielten allein eine falsche Fassade und die Illusion von Macht dieses gewaltige fountische Monument noch aufrecht, indes der Mörtel bröckelte und die Grundfesten wankten.
      »Wir sind da«, drang die Stimme ihres Kutschers durch das spröde Holz, »Ihr scheint Besuch zu haben, Hoheit. Ich sende unverzüglich Wort.«
      Leidenschaftslos und abgekämpft lehnte sich Catherine aus dem Fenster, gewappnet für eine weitere Belagerung der mürrischen Lords des Worshipping House. Zu ihrer Überraschung, Erleichterung gar, erblickte sie statt steifer Zylinder und bebender Schnauzbärte aber lange blonde Haare und die winkende Hand einer unverhofften Freundin.

      Die verkündeten Gäste erwarteten die Königin mit Spannung, nachdem sich eine mausgraue Magd den Tritt der brüchigen Kutsche hinabgekämpft hatte, und blinzelten ungläubig über die royalen Lippen unter der tiefen Kapuze. Ein ehrliches, nahezu dankendes Lächeln überschatte die Müdigkeit im verweinten Gesicht der Monarchin. Es erstarb jäh, als hinter der schönen Moira Graham die bullige Gestalt des verhassten Cousins hervorragte. Peinigende Erinnerungen an die Nacht der Jagd hielten Catherine zurück. Moira, ihre Gefühle nachfühlend, schwang sich das honigblonde Haar über die schlanke Schulter und trat der Königin mit dem Stolz einer Baronin und der Wärme einer Mutter entgegen. Ihr Bruder und der jämmerlich dreinschauende Bastardkönig verblieben an der Seite eines Catherine unbekannten Fischmenschen.
      »Lady Graham, es ist eine so angenehme Freude, Sie in meinem Hause zu wissen«, grüßte Catherine II. ihren adligen Besuch gemäß des Zeremoniells und reckte die Hand, auf dass die Lairin die fountischen Finger küsste. Moira hingegen, auf die höfische Etikette und ihren weißen Gehrock scheißend, sank auf die Knie und schloss die fountische Königin wie eine lang verschollene Schwester fest in ihre Arme.
      »Es tut mir unendlich leid«, flüsterte sie dem Mädchen tiefempfunden zu, »Ihr seid so tapfer, Catherine! So unglaublich tapfer!«
      Unwillkürlich erwiderte Catherine diese Umarmung, die sie nicht zu verdienen glaubte, und weinte bittere Tränen in den knochigen Nacken der Schwanenprinzessin von Auglynn.
      »Herzerwärmend«, moserte Umanagh Fitzgibbon ungeduldig. Auf seiner sündhaft-silbernen Taschenuhr zählte er die Sekunden ab, die Moira und Catherine in dieser innigen Geschlossenheit verbrachten. Einundzwanzig…Zweiundzwanzig…Dreiundzwanzig…
      »Ich vergesse jedes Mal, was für ein Kind sie doch ist«, grummelte Cathal an Ulysses gewandt, welcher seinerseits nur die Schultern raffte und gen Moira deutete.
      »Ihre Idee.«
      Cathal schnaubte. Umanagh maulte. Neunundzwanzig…Dreißig…Einund—
      Zaghaft lösten sich die beiden voneinander, ohne dass Moira ihre weißen Hände von den schmächtigen Schultern der Königin nahm.
      »Es wird alles wieder gut«, versprach sie Catherine, »Ihr werdet sehen. Diese Vereinigung wird sich als die beste Entscheidung Eurer noch jungen Regentschaft erweisen. In ein paar Jahren schon…«
      Während Moira sprach und Catherine geistesabwesend nickte, rutschte der kristallblaue Blick des Mädchens wieder und wieder auf den herumlungernden Ulysses, der an die weiße Kutsche gelehnt an seinen Händen knabberte, als stanken sie nicht vor Blut. Nachdem Moira die Puppenkönigin schließlich zu ihren Gefährten geführt hatte, glaubte Catherine sogar, eine gewisse Furcht im Gesicht dieses widerlichen Mörders ausmachen zu können. War er es etwa, dem vor der Zukunft zu grauen hatte? Wie konnte er es wagen! Mit formvollendeter Eleganz hieß Catherine II. Cathal Donoghue als geschätzten Freund willkommen und machte erquickende Bekanntschaft mit Umanagh, welcher ihr als einflussreicher lairischer Financier vorgestellt wurde. Einzig ihr eigener Cousin wurde von der Befehlshaberin des Commonwealth mit einer schnippischen, flüchtigen Geste abgespeist. Weder verlangte sie einen Handkuss, noch bot er ihr einen solchen an. Moira setzte ein schmerzhaftes Lächeln auf, um die rauen Wogen zu glätten. Sie scheiterte kläglich. Catherine und Ulysses blieben verkrampft und unleidlich wie zwei zerstrittene Kinder mit befreundeten Müttern.
      »Kommt nur herein«, bat Catherine mit wackerer Miene — ehe sie mit eindeutigem Wink auf Ulysses nachtrat: »…und entschuldigt den allgemeinen Zustand des Palastes.«
      Da das ramponierte Vestibül einer Todesfalle gleichkam, folgten Catherine und ihre Gäste dem neuernannten Hofbutler durch obskure Flure und vergessene Wendeltreppen in die intakten Gemeinschaftssäle des Palastes. In unregelmäßigen Abständen kassierte Ulysses von seinen Gefährten vorwurfsvolle Blicke, sodass er sich schließlich zurückfallen ließ und dem Trupp wie ein alter, kranker Hund nachtrottete. Vorbei an aufgeschütteten Trümmerhaufen und über gebleichte Blutflecken hinweg gelangten sie auf die erste Etage. Die ikonischen goldenen Flügeltore, die unter Königin Anne installiert und von Ulysses demontiert worden waren, lehnten wie inaktive Golems gegen die roten Stuckwände des Thronsaals. Während die lairischen Gäste einen unauffälligen Blick in das Schlachtfeld riskierten, vermied Catherine jeden Kontakt mit ihrem zerschlagenen Herrschersitz. Zu frisch noch brannten sein Verlust und die Gewalt der Hände, die ihn zerschmettert hatten. Einzig Ulysses folgte ihrem Beispiel, indem er stur auf seine Stiefel starrte.
      »Ihr kriegt das hin«, wisperte Moira ihm plötzlich zu. Unbemerkt hatten sie und Umanagh hinter Catherine die Plätze getauscht.
      »Irgendetwas stimmt nicht«, bemerkte der Bastardkönig, »Sie ist anders. Sie plant etwas.«
      Moira lächelte, wie eine erfahrene Amme die erste Monatsblutung ihres Zöglings belächeln würde.
      »Unsinn. Sie ist schlicht erwachsen geworden.«
      »Innerhalb weniger Tage?«, grunzte er.
      »Das ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen, Ulysses.« Verschwörerisch hakte Moira den Blonden unter und schob seine dicken Locken beiseite, als wolle sie ihm das Versteck des One Piece zuflüstern.
      »Jungs werden älter, wenn sie es wollen. Mädchen werden älter, wenn sie es müssen.«

      Biddipp. Biddipp. Biddipp. Mit der Macht eines göttlichen Blitzes, der das Dunkel durchbricht und das Böse vertreibt, wehten die nassen Graupel durch die zersprungen Oberfenster des Thronsaals und wuschen Catherines Taubheit fort — und wie sich einst die Versündigten ihrer Nacktheit gewahr wurden, fand sich Catherine plötzlich ihren Schmerzen und ihrer Verzweiflung hilflos ausgeliefert. Ein federloses Vogelküken in einem Nest aus roten Scherben und goldenen Spänen, das aus erstickter Kehle unhörbar plärrte. Im wachen Traum hatte die blutbesudelte Königin verfolgt, wie die Lilie von Og MacLarr mit dem Bastardkönig auf den Schultern abgezogen war; wie die rote Agentin mit letzter Kraft eine winzige Teleschnecke betätigt hatte, die seither in rhythmischen Intervallen dröge Laute ausstieß. Biddipp. Biddipp. Biddipp. Im ersten Moment schreckte Catherine auf, als sich ein halbes Dutzend dunkler Schemen aus dem Schuttqualm schälte und wie Heuschrecken in den Thronsaal ausschwärmte. Staubige schwarze Schuhspitzen wagten sich bis an den Rand der Klamm, die der Kampf zwischen Bastardkönig und Agentin in den Marmorboden geschlagen hatte. Noch immer pulsierten und pumpten die fluoreszenten Pilze der Lilie wie bedrohliche Feuerquallen in diesem schwarzen Spalt, und niemand wagte sich hinüber. Emsige Hände tasteten derweil Cassiopeia Triagast ab, hoben sie sanft auf eine eilig herbeigeschaffte Trage. Catherine lächelte erleichtert, die nach ihr ausgestreckten Fingerspitzen aber ignorierte sie. Anstatt den rufenden Stimmen zu folgen, anstatt über die wuchernden Pilzkappen zu wandeln wie zuvor Beatrix De Barra, kroch Catherine ihren Rettern durch die scharfkantigen Überreste ihres Thrones davon. Ihr Name verhallte unerhört in den Hallen des ramponierten Palastes.

      Eine Spur aus Blut bezeichnete den Pfad der Königin. In ihrem blutgetränkten Nachthemdchen spukte Catherine mit geisterhafter Zielgerichtetheit durch die langen Flure und dunklen Alkoven des Red Apple Palace. Dann, mehr Tier als Mensch, erklomm sie die Treppenstufen gen Dachgeschoss auf allen Vieren. Unerträgliche Schmerzen begleiteten jeden Schritt und jeden Handschlag auf ihrem Weg. Ihre Stirn blutete und dröhnte, ihr Nasenrücken zwickte. Noch immer steckten spitze Schrapnelle ihres Herrschersitzes in ihrer porzellanweißen Haut. Eine Zeit lang verharrte sie tatenlos vor ihrem Ziel. Die schmucklose Tür aus Teakholz baumelte herausgebrochen an einem einzigen kupfernen Scharnier. Ein beherzter Atemzug hob sie in das durchwühlte Zimmer. Wer auch immer für das Chaos verantwortlich war, schien durch das angelehnte Balkonfenster in den Morgenschnee entflohen zu sein. Zu ihrem Glück fand Catherine dennoch, wonach sie suchte…und zu ihrem Unglück ebenso. Die goldene Teleschnecke, auf deren glänzendem Panzer ein schwarzer Löwenschlund brüllte und die Catherine nie in ihrem Leben nicht schlafend vorgefunden hatte, hockte putzmunter auf dem Schreibtisch ihrer frischernannten Hauslehrerin. Obwohl das Tier keinen hör- oder sichtbaren Laut von sich gab, schwirrte die Luft unter dem Druck donnernder Schallwellen. Sämtliche andere Teleschnecken, von denen Penny Dreadful eine ganze Menagerie unterhielt, hingen dafür schlapp und trostlos wie eingefallene Soufflees in den Seilen. Catherine zögerte nicht länger. Ein simpler Panzerdruck knipste die goldene Königsschnecke in den Tiefschlaf und weckte die anderen Tiere aus ihrer Narkose. Zielgerichtet suchte und fand Catherine unter den Bauchfüßern ein besonders kleines, besonders schwarzes Exemplar mit goldenem Löwen auf dem Panzer. Als das Tierchen ihre Berührung wahrnahm, stieß es sogleich ein spitzes Fanal aus, das kein lebendes Wesen tangierte — bis auf seine riesenhaften Artgenossen, die auf dieses Signal hin aus allen möglichen Ritzen und Verschlägen im Commonwealth krochen. Mit vorgereckter Brust stellte sich Catherine den windenden Graupelschauern auf dem Balkon. Eine schneidende Kälte zerfetzte ihr karamellfarbenes, blutbeflecktes Haar zu unzähligen nassen Strähnen. Der gefrorene Stein brannte unter ihren nackten Fußsohlen. Catherine aber machte keinen Rückzieher. Mit demselben Starrsinn, den Zeitzeugen oft ihrer Mutter attestierten, trotzte sie dem grimmigen Winter und richtete die kleine Teleschnecke auf der Brüstung aus. Sogleich erfassten die glubschenden Stielaugen das abgeschaffte, verprügelte Porträt der Königin und übermittelten das eingefangene Bild an die riesigen Projektorschnecken, welche Catherines Visage wiederum weltweit gegen den grauen Himmel projizierten. Während die wegdämmernde Mercedes kaum mehr als das erste Schluchzen mitbekam, und O'Mara unter den Ruinen des All Hallows' Tower nur ein gedämpftes Blubbern wahrnahm, hörten Krill neben ihm, Lorelei und Luca, Headshot, Shrimati, Felicia Zhang und sämtliche Menschen im Einzugsgebiet die durchdringende Ansprache der Puppenkönigin. Einige johlten, getränkt in lairisches Blut. Andere japsten im Angesicht ihrer offensichtlich verwundeten Königin. Wenige grummelten griesgrämig, als das Mädchen entgegen des Protokolls offen zu weinen begann.

      »Menschen des Commonwealth«, überflutete ihre Stimme die brennenden Zuckerrohrfelder und stillstehenden Bergwerke, »Hört mich an! Ich, Königin Catherine II. aus dem Geschlecht der Namenlosen, Befehlshaberin des Commonwealth, Statthalterin der Göttlichen…« Sichtbar aufgelöst wischte sie sich Blut und Schnodder aus der Nase, nur um beides in ihrer Aufregung quer im ganzen Gesicht zu verteilen. »Tochter ihrer Mutter, der…der Seuchenkönigin von Fountleroy Island! Ich, Catherine II., erkläre die Wilde Jagd hiermit für beendet!«
      Obwohl Catherine in der Einsamkeit ihres Palastes auf einer weit enfernten Kanzel predigte, glaubte sie, das Grölen und Toben und Jubeln und Klagen in den flammendurchzogenen Häuserlabyrinthen Nicklebys deutlich zu hören.
      »Keine Worte vermögen den Schmerz und die Schuld auszudrücken, die ich über meine gestrige Entscheidung empfinde. Ich…ich…«
      Theodore Rexroth, der an einem belanglosen Hafen eben ein Schiff charterte, verfolgte den Zusammenbruch der mächtigsten Königin des Staatenbundes mit einer undurchschaubaren Mischung aus steinernem Ernst und verhaltener Neugier. Beatrix De Barra, auf Kräutersuche, zeigte der überdimensionalen Catherine den Mittelfinger. Callaghan und Flint, die eben ihren Kurs richten wollten, ließen sämtliche Segel erschlaffen und trieben auf ihrem kleinen Kahn ziellos unter den gewaltigen Kristallaugen, die nun wie zwei Monde am Nachthimmel aufgingen. Wacker rappelte sich Catherine wieder auf, griff sich eine lose Haarsträhne und zwirbelte sie zwischen den Fingern. Godzilla Brakes, der von seinem eigenen Balkon in Mary Joa in den Himmel hinaufblickte, erinnerte sich bei diesem Anblick an seinen Sohn mit seinem Stofftier; und begann selbst zu weinen wie ein Kind.
      »Auf jede Nacht folgt ein Morgen«, schniefte Catherine tränensabbernd, »Auf jeden Krieg folgt Frieden. Ich kann die Opfer dieser Wilden Jagd nicht ungeschehen machen, kann nicht zurücknehmen, dass ich sie ausgerufen habe…Ich…kann nur um Verzeihung bitten. Wenn die Weisen in ihrem Heiligen Schloss zuschauen…« Sie schauten zu. »Wenn sie zuschauen, so sollen sie sich beratschlagen. Urteilt über mein Handeln, ehrenwerte Weise. Kein Richter könnte gnadenloser mit mir ins Gericht ziehen als ich selbst. Bis auf mein Volk natürlich…Mein Volk.«
      Abermals zuckte ein Schreckensschrei um die Welt, als Catherine die Teleschnecke in beide Hände nahm und dabei, vollkommen unbeabsichtigt, einen flackernden Blick auf ihren blutverdreckten, schneedurchnässten, mit Wunden übersäten, kaum verhüllten Mädchenkörper freigab. In diesem Moment schlugen die Gefühle von Sklaven wie Sklaventreibern, Armen wie Reichen, Kindern wie Alten in Sorge um den Zustand eines jungen Mädchens um. Catherine war nicht länger die Puppenkönigin oder die Zweite oder die Aufhetzerin der Wilden Jagd, sondern ein frierendes Kind in der Kälte, dem das gesamte Commonwealth eine Decke überhängen wollte. Dieser Moment mochte vorübergehen und eher früher als später in Zorn zurückschlagen, sobald die Schäden und Opfer der Nacht sich auftürmten; doch für eine einzige, menschliche Minute hatte Catherine die Welt in Empathie geeint.
      »Mein Volk…«, fing sie sich schließlich, »Mein Volk soll frei sein. Sämtliche Rechte und Gesetze, die ich derart töricht fahren ließ, sind wieder eingesetzt. Löscht die Feuer, steckt die Waffen weg. Die Wilde Jagd ist vorüber. Eine Jagd ohne Festschmaus und ohne Schützenkönige…«
      Mit der Teleschnecke sich selbst filmend, sackte sie an der Palastfassade zusammen und sprach nun zu der ganzen Welt wie zu einem kleinen verletzten Vogel in den Flächen ihrer Hände.
      »Meine Founts, vergesst euren Hass. Schaut um euch und seht, was er aus eurer Heimat gemacht hat. Meine Lairen, so ihr mich lasst, lasst mich euch Vergebung anbieten und einen Weg nach vorn. Euer König ist frei. Ihr seid frei. Lasst uns gemeinsam frei sein! Uns alle!«
      Auf diese Worte sprangen vier der fünf Weisen aus ihren Polstern auf, Rexroth grinste wie ein lauernder Wolf und Beatrix De Barras vernarbtes Auge krampfte spastisch. Von den alten Lords in ihren verbarrikadierten Schlössern über die Plantagen im South Blue bis in die Auktionshäuser des Sabaody Archipel — der Schock drang tief und war kaum verdaut, da improvisierte Catherine längst weitere Hiobsbotschaften:
      »Beim Grabe meiner Mutter und Ansehen meines Hauses, im Namen der Namenlosen und der göttlichen Familie, die uns das fountische Empire einst anvertraute: Ich schwöre, dieses Imperium fortan mit klarem Verstand und ganzer Seele zu regieren, frei von lügenden Zungen und schwarzen Herzen. Frei von altem Groll und neuer Gier. Frei von allem, was uns entzweit. So ihr mich noch wollt, werde ich die Königin sein, die dieses Reich verdient. So ihr mich noch wollt.«
      Ein letztes Beben ihrer Stimme durchpflügte das Firmament, ehe die Übertragung abbrach.

      »Gott schütze euch! Und Gott schütze das Commonwealth!«


    • Neu

      so wie du es versprochen hast ist das neue kapitel schnell da ^^ .
      wir nähern uns dem ende des arcs . passend zu one piece wo wir wano verlassen und ins ungewisse gehen . sieht das bei dir ansich auch so aus . da es danach auch überall hingehen kann . schließlich muss ja flint und callaghan auch mal was gemacht haben ^^ .

      Der erste part in dem kapitel dreht sich um mercedes ,lorelei und krill
      Sehr schöner einstieg wie du mercedes überlebskampf geschildert hast , fand ich sehr schön .
      Dazu die art von lorelei die mi meredes redet , find du hast das hier gut rüber gebracht was lorelei hier sagen will .
      Dann der part als krill dazukam , hast du mega gut rüber gebracht und ich find genau deswegen mag ich krill auch so , seine art hat etwas besonderes ansich und du findest immer die richtigen wörter um krill perfek rüber zu bringen .
      Auch wenn mercedes es nicht gerne hören will aber krill hat halt vollkommen recht mit seinen worten .

      Das dann die kleine königin dazu stößt hat mich überrascht aber das hast du sehr gut rüber gebracht ,
      man merkt wie die kleine durch das trauma gewachsen ist . hast du ja später auch gut auf gegriffen aber dazu später mehr .

      der szenen wechsel zu uylsses war auch sehr intressant gemacht muss ich sagen , auch wie du versucht hast uns seine gedanken mitzuteilen .
      ich fand das sehr gelungen von dir und hab mich da auch voll abgeholt gefühlt.
      Dann das zusammenspiel zwischen uylsses und debarra war sehr gut formuliert und schön in szene gesetzt .
      Tja und dann kam das dicke ende vom kapitel
      Die königin trifft uylsses + sein gefolge . puh da haste aber ordentlich was schrieben muss ich sagen , er die fürsogliche moira und dann der weg zum besprechungsraum vorbei am schlachtfeld was uylsses angerichtet hat . das war schon ne hausnummer von dir .

      Aber das beste war die rede von der kleinen königin
      Also ich fand sie mega gut geschrieben und wie ich bereits sagte hast du es richtig gut rübergebracht wie sie notgedrungen erwachsen werden musste .

      Auch find ich schön das du viele orte mitreingebracht hast , jeder der wichtig ist wurde erwähnt .

      Tja zum abschluss noch paar sachen
      Also wenn ich richtig verstanden habe hat debarra ne TF mit pilzen .
      Gut den hinweis wer nun der chef vom grünen könig ist hab ich noch nicht gefunden muss ich sagen .
      Aber was ich noch erwähnen will , ich finde es großartig wie du solche texte verfassen kannst , ob es nun eine rede ist oder die interaktionen von chrackteren dir gelingt es sehr gut den personen leben einzuhauchen und sie dann so agieren zu lassen wie man es erwarten würde