Eine schrecklich nette Familie (Ceres)

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    • Eine schrecklich nette Familie (Ceres)

      Anm: Nein keine Angst, das ist nicht die Anime Version des Kabel Eins Klassikers rund um Al Bundy und seiner Sippschaft, es geht um die Familie von Big Mom, die im Aktuellen Arc ja durchaus zu überzeugen weiß. Nur da ich finde das Oda nicht auf alle illustren Charaktere eingehen kann die er da erschaffen hat, versuche ich nun hier im Rahmen von diversen Kurzgeschichten, den Kindern von LinLin und ihr selber gerecht zu werden.

      Da viele von ihnen doch recht blass geblieben sind was die Action angeht, habe ich meine eigenen Headcanons hinzugefügt die meiner Meinung nach gut passen. Das ganze ist natürlich total subjektiv und mir ist bewusst das Meinungen diesbezüglich weit auseinander gehen können :) Die meisten Geschichten werden auch in der Vergangenheit spielen, das heißt die Kindheit von vielen Mitgliedern zeigen wie ich sie mir vorstelle.

      Kurze Info bevor es losgeht, Amande wird hier auch ein Kind von Big Mom sein und zwar die dritte Tochter. Da ein Großteil der Schwestern auch nicht vorgestellt wurde erlaube ich mir hier auch etwas künstlerische Freiheit.
      Aber nun genug von den langatmigen Anmerkungen, ihr wollt schließlich das es endlich losgeht, richtig? Nun gut. Noch eine Bitte...da ich seit einer sehr langen Zeit nur auf Englisch geschrieben habe was FF angeht ist meine deutsche Schreibweise etwas eingerostet, ich bitte dies zu verzeihen.

      Zu Anfang gehen wir auch in den Flashback von Big Mom aus dem Kapitel 868 wo sie als erstes auf Streusen trifft und begleiten die beiden ein bisschen.

      Spoiler anzeigen

      ...
      Kapitel 1:

      "Aller Anfang ist schwer"
      ...

      Whole Cake Island vor 62 Jahren:

      Charlotte LinLin war immer noch außer sich. Sie konnte einfach nicht begreifen warum man sie schon wieder allein gelassen hatte. Schmerzhafte Erinnerungen kamen in dem kleinen Mädchen hoch und sie begann bitterlich zu weinen. Dicke Krokodilstränen strömten ihre rundlichen Backen hinab und hinterließen nasse Schlieren auf ihrem Gesicht. Erst ihre Eltern und nun auch noch Caramel! Dabei war es doch so ein schöner Tag gewesen mit Mutter und den anderen...Es war einfach nicht fair. LinLin kickte wütend einen Stein mit ihrem Fuß der mit bahnbrechender Geschwindigkeit in einen naheliegenden Berg krachte und ein ordentlich großes Loch hinterließ.

      Zu allem Überfluss begann ihr Magen auch noch zu rebellieren, sie fühlte ein altbekanntes Gefühl in ihr aufsteigen, versuchte aber es zu unterdrücken. Am Ende war die Trauer über das Verschwinden ihrer Freunde jedoch zu groß um sich darauf zu konzentrieren und so ließ sie sich einfach zu Boden plumpsen.

      Nicht weit entfernt von LinLin konnte ein kleiner Mann seinem Vergnügen kaum noch Einhalt gebieten. Der Name dieses Mannes war Streusen, von Beruf Koch und vor langer Zeit auch Pirat, doch das lag für ihn weit in der Vergangenheit. Heute fristete er sein Dasein auf dieser Insel, abgeschottet und sich selbst überlassen. Dieser Illustre Geselle war jedoch alles andere als Hilflos, er besaß nämlich die Kräfte der Koch Frucht, diese ermöglichte es ihm aus allen möglichen Sachen und Gegenständen Kochzutaten zu schaffen, so musste Streusen nie Hunger leiden.
      Als er sah wie LinLin Caramel und die Kinder aufaß, fand er dies äußerst amüsant, konnte er doch am eigenen Leibe erleben was da für ein Monster wütete.
      Ihm war bewusst das dieses Kind nicht normal war, dennoch konnte er sich nicht helfen etwas Mitleid mit dem Gör zu empfinden, so witzig er das ganze auch empfunden hatte.

      Nachdem er einen Holzklotz den er in leckere Steaks verwandelt hatte, aufaß, leckte er sich seine Finger und erhob sich gut gelaunt, mit schnellen Schritten marschierte er in Richtung des Mädchens. Als er in Reichweite von LinLin kam musste er kurz innehalten um einen Plan zu entwickeln um kein Misstrauen bei ihr auszulösen. Er musste so nett wie möglich sein, da die gute jedoch nicht sonderlich Intelligent erschien, war sich Streusen sicher leichtes Spiel zu haben.

      "Hallo du da!" Streusen hob seine Hand zu einem freundlichen Gruß, verblieb aber auf einer ausreichenden Distanz. "Junges Fräulein, darf ich mich vorstellen?"

      Das Mädchen blickte ihm in die Augen und schniefte ein paar Mal. Dieser Mann erschien LinLin komisch. Wo kam er her?

      "Wer bist du? Weißt du wo Mutter hin ist?" fragte sie, ihre Stimme war gezeichnet von ihren Tränen. Streusen räusperte sich kurz und beendete seine Vorstellung mit einer kleinen Verbeugung.

      "Mein Name ist Streusen und ich bin ein Einwohner dieser Insel. Ich lebe hier schon eine ganze Weile und kenne auch dich und die Nonne mit der du zusammengelebt hast."

      LinLin blinzelte ein paar Mal um ihre Tränen loszuwerden, mit beiden Händen versuchte sie ihr Blickfeld wieder frei zu bekommen.

      "Du kennst Mutter? Wo ist sie?" brach es aus LinLin hervor, in ihr keimte die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit ihrer Mutter.

      "Wie schon gesagt, ich kenne sie, wir sind alte Bekannte könnte man sagen. Ich habe sie auch vorhin getroffen als sie von hier verschwinden wollte. Sie sagte mir das etwas ganz wichtiges dazwischen gekommen ist und ihr es unendlich leid tut dich hier zurücklassen zu müssen."

      Als sie das hörte brach sie erneut in Tränen aus. Streusen versuchte sie zu beruhigen und erzählte weiter:

      "Sie sagte mir auch das sie bald wieder zu dir zurückkommen will. Du musst nur etwas Geduld haben." fügte er mit leicht krächzender Stimme hinzu.

      LinLin versuchte die Informationen die ihr der komische Mann gegeben hatte irgendwie zu verarbeiten. Mutter war also nur kurz weg und würde wiederkommen? Naiv wie sie war glaubte sie Streusen auf Anhieb.

      "I-ist das wahr?" fragte sie und schniefte ein paar Mal. Streusen nickte freundlich und packte sein bestes Lächeln drauf.

      "Natürlich, ich lüge doch nicht. Das wäre gegen meine Ehre!" erwiderte er mit stolzem Blick. "Nun hör aber auch auf zu weinen Kleines, alles wird gut, ich werde jetzt bei dir bleiben, solange bis deine Mutter zurückkommt." er näherte sich marginal, achtete dabei aber stets auf LinLin's Emotionen. Er wollte nicht als Zwischenmahlzeit für dieses zu groß geratene Riesenbaby enden.

      "Das würdest du tun?" Ihr Gesicht hellte sich auf und die Tränen begannen zu versiegen. Sie sprang auf was ein kleines Beben verursachte, es brachte Streusen etwas aus dem Gleichgewicht.

      "Streusen heißt du? Das ist ein lustiger Name! Es erinnert mich an ein Stück Kuchen mit Streuseln oben drauf." sagte LinLin und leckte sich dabei ihre Lippen. Sie begann zu kichern. "Du bist aber klein, bist du auch ein Kind wie ich?"

      Der Mann räusperte sich betroffen und versuchte sich größer zu machen als er war. Seine Größe war die Achillesferse, diese unsägliche Schmach als kleinwüchsiger umherzuwandeln...es stieß ihm sauer auf, und jedes Mal wenn jemand ihn darauf ansprach, wurde er furchtbar wütend. Da er aber nicht riskieren wollte von LinLin ungespitzt in den Boden gerammt zu werden, beschloss er ein Auge zuzudrücken und die Bemerkung zu verdrängen. Es fiel ihm jedoch sichtlich schwer.

      "Nein, ich bin nur etwas kleiner als die meisten...und du? Bist du ein Riesenkind?" erwiderte er, in seiner Stimme konnte man eine leicht säuerliche Note erkennen.

      Sie schüttelte ihren Kopf.

      "Uhh nein bin ich nicht. Ich bin nur viel größer als alle anderen..." ihr Blick senkte sich und sie begann mit ihren Daumen zu spielen. Streusen seufzte und beschloss noch ein kleines bisschen näher zu kommen.

      "Das ist ja nicht schlimm, wir ergänzen uns ganz gut würde ich sagen. Wir unterscheiden uns beide von der Norm, Aussenseiter, von der Gesellschaft geächtet..." während Streusen seinen Monolog vortrug musste LinLin anfangen zu lachen.

      "Du bist komisch." kicherte sie und zeigte mit ihrem Finger auf den kleinen Mann. Streusen ignorierte auch dies und beendete seinen Monolog mit einem genervten Seufzer.

      "Aber ich bin froh dich getroffen zu haben, Onkelchen Streuselkuchen!!" sagte LinLin mit einem herzlichem Lächeln. Sie kam auf den Koch zu und umarmte ihn, jedoch mit Vorsicht, wie ihr Mutter das beigebracht hatte.

      Sie drückte ihn fest an sich und ließ ihn nicht mehr los.

      "Wir sind jetzt Freunde, und Freunde umarmen sich!" schlussfolgerte sie mit einem Lächeln. Streusen bekam schon bald keine Luft mehr und lief blau an. Als LinLin das sah ließ sie ihn sofort los.

      "Bist du in Ordnung Streuselchen?" in ihrer Stimme war aufrichtige Sorge zu hören.

      Er richtete sich langsam auf und atmete tief ein.

      "Jetzt schon, danke der Nachfrage..."


      Ein paar Stunden später auf dem Dach des Schäfchenhauses:

      LinLin und Streusen hatten sich gut unterhalten und das kleine Mädchen fühlte sich sehr wohl in seiner Gegenwart. Wenn sie schon auf ihre Mutter warten musste so hatte sie nun wenigstens etwas Gesellschaft.

      Im Verlauf des Gespräches kamen sie dann auf ihre Träume zu sprechen und dies führte zu einem weiteren emotionalen Tief bei LinLin. Streusen streichelte ihren massiven Arm beschwichtigend.

      "Schon gut, du musst nicht weinen LinLin...alles ist gut.." seine ruhige Stimme half dem Mädchen sich etwas zu beruhigen. Nach einer kurzen Pause stand Streusen auf und reichte seiner neuen Bekanntschaft die Hand.

      "Was hältst du davon, lass uns gemeinsame Sache machen sodass deine und meine Träume wahr werden! Ich helfe dir und du mir. Eine Symbiose, weißt du was das ist LinLin?"

      Sie schüttelte den Kopf energisch

      "Ein harmonisches Zusammenspiel von Lebewesen mit Nutzen für beide Seiten." erklärte er, LinLin starrte ihn nur unsicher an.

      "Heißt dass das wir Freunde sind?"

      Streusen hielt kurz inne und beobachtete sein Gegenüber eindringlich

      "Ja, das heißt es. Wir sind Freunde mit einem gemeinsamen Traum!" führte er aus, sein Lächeln überzeugte das Mädchen schnell und sie erwiderte seine Gestik willig. Plötzlich machte sich LinLin's Bauch bemerkbar und sie begann unruhig zu werden

      "Ich habe Hunger!" jammerte sie. Streusen wusste das er schleunigst für Essen sorgen musste.

      "Überlass das mir LinLin! Ich werde uns im Nu etwas köstliches zu Essen zaubern!" er kletterte das Haus hinunter und verschwand im Haus. Er kannte sich einigermaßen gut aus, hatte er sich doch schon einige Male hier umgesehen, jedes Mal wenn Caramel und ihre Kinder unterwegs waren.

      Das Mädchen folgte ihrem neuen Freund neugierig und wunderte sich wieso er sich so gut in dem Haus auskannte. Als sie in die Küche trat sah sie das Streusen bereits einige Dinge vorbereitet hatte und der Geruch der Speisen ließ ihre Speichelproduktion auf Hochtouren laufen.

      "Mhhhh das riecht soooo lecker!" schwärmte sie und beobachtete interessiert wie Streusen arbeitete.

      Er lächelte selbstbewusst und fuhr fort seine Speisen zuzubereiten. Schon kurze Zeit später war es dann soweit und LinLin konnte sich ihren Bauch vollschlagen. Streusen und LinLin saßen gemeinsam am Tisch und genossen das Essen sichtlich. Als sie einigermaßen satt war, gähnte LinLin ausgiebig und rieb sich ihre Augen.

      "Das war lecker Onkelchen."

      "Schön das es dir geschmeckt hat LinLin..." erwiderte er mit einer leichten Verbeugung. Er erkannte das es langsam Zeit war für das Mädchen ein Nickerchen einzulegen. "Du siehst aber müde aus, willst du dich nicht etwas hinlegen? Ich kümmere mich um den Abwasch in der Zwischenzeit, was sagst du dazu?"

      LinLin schüttelte ihren Kopf trotzig

      "Nein ich bin nicht müde!" sie verschränkte ihre Arme. Streusen zuckte mit den Schultern.

      "Von mir aus, dann eben nicht."

      Als sich Streusen dem Abwasch widmete, ging LinLin rüber zum Kamin wo sie immer gesessen hatte wenn Mutter ihr eine ihrer geliebten Geschichten erzählt hatte. Sie wusste die richtigen Stellen zu betonen und LinLin war fasziniert darüber. Es war ein schöner Abschluss für sie bevor es ins Bett ging. Da sie die jüngste im Schäfchenhaus war, genoss sie gewisse Privilegien bei Caramel die die anderen Kinder nicht hatten, aber auch nicht wollten da sie dafür schon zu alt waren ihrer Meinung nach.

      LinLin kauerte sich zu einem Bündel zusammen und legte sich auf den flauschig warmen Teppich. Ihre Augen begannen langsam sich zu schließen und ihr Bewusstsein fiel in einen Tiefen Schlaf.

      Als Streusen fertig mit dem Geschirr war drehte er sich um und sah wie LinLin zusammengekauert auf dem Boden lag.

      "Sieh mal einer an, Miss "ich bin nicht müde" hat doch noch das Handtuch geworfen." Er zuckte mit den Schultern, kleine Kinder konnte er noch nie gut verstehen. Der Koch beschloss den Kamin etwas anzufeuern um eine etwas gemütlichere Atmosphäre zu schaffen. Die lodernden Flammen beruhigten sich bald und wichen einem ruhig prasselndem Feuer das eine wohlige Wärme in das Schäfchenhaus brachte.

      "Schon besser." als er das Feuer für gut genug hielt, begann er sich ebenfalls auszuruhen, er benutze jedoch Caramels Bett das ganz in der Nähe war. Er war erstaunt darüber wie groß und stabil es war. Ihm war es im Endeffekt egal, Hauptsache irgendein gemütliches Bett zum Ausruhen. Schon bald fielen auch ihm die Augen zu und er seufzte erleichtert.

      LinLin wachte circa eine Stunde später wieder auf, sie fror nicht mehr da der Kamin den Raum genügend mit Wärme versorgte. Doch sie fühlte sich einsam und beschloss daher Streusen zu suchen. Sie fand ihn schlussendlich in Caramels Zimmer in ihrem Bett. Sie lächelte und tapste Richtung Streusen. LinLin stupste ihn an bis er aufwachte. Er murmelte leicht verschlafen war aber nicht verwundert auf LinLin zu treffen.

      "Kann ich bei dir schlafen?" fragte sie mit einem herzerweichenden Blick. Streusen nickte zögerlich und so schlüpfte das Mädchen zu ihm ins Bett. Caramels Geruch war immer noch an den Kissen was LinLin auf der Stelle ein Gefühl der Vertrautheit brachte. Sie kuschelte sich an das Kissen und schloss ihre Augen.

      Draußen wurde es inzwischen Nacht und Streusen wachte langsam auf. Er streckte sich genüsslich und stand auf. LinLin war immer noch am Schlafen was ihm ganz recht war. So konnte er sich in aller Ruhe einen Plan überlegen wie er LinLin nutzen könnte um so schnell wie möglich wieder an Ruhm und Anerkennung zu kommen. Er rieb sich seine Hände gierig.

      Am nächsten Morgen:

      In aller frühe ankerte ein Schiff der Weltregierung an der Küste von Whole Cake Island. Auf diesem Schiff war der befehlshabende Agent der CipherPol 1, jener der mit Caramel ausgehandelt hatte, LinLin für einen hohen Preis an die Weltregierung zu verschachern. Das Geld hatten sie der Nonne, die auch unter dem Namen "Berghexe" bekannt war, bereits gegeben, nun kamen sie um sich ihre Ware zu holen.

      Agent Zhunisha war alles andere als begeistert als er Caramel nicht erreichen konnte. Wollte sich die Hexe etwa aus dem Staub machen bevor der Deal durchgezogen werden konnte?

      Mit ein paar anderen Agenten näherte er sich dem Schäfchenhaus. Eine sanfte Brise kam auf und brachte etwas Schwung in die Blätter an den Bäumen die den Weg zum Häuschen säumten. Zhunisha sah sich um und musste feststellen das dieser Ort wirklich perfekt war für den Sklavenhandel mit Waisenkindern. Weit und breit kein Mensch oder Zivilisation in Sicht...

      "Du alte Hexe hast schon gewusst warum du hierher gekommen bist." als sich die Agenten dem Haus näherten erspähten sie Streusen der gerade etwas Feuerholz hackte. Der Agent stoppte seine Einheit und nahm sein Fernglas heraus.

      "Wer zum Teufel ist das denn?"

      "Sieht zumindest nicht nach Caramel aus..." antwortete ein anderer Agent der unter seiner Maske recht finster dreinblickte.

      "Das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht, du Genie..." erwiderte Zhunisha mit schneidendem Sarkasmus. "Wir müssen vorsichtig sein, wer weiß, vielleicht ist dieser Kauz ja eine Art Security Wächter oder sowas in der Art..."

      "Red doch keinen Blödsinn, das wird wahrscheinlich ein Bekannter von Caramel sein." Während sich die Agenten darüber streiteten wer denn nun da vor dem Haus stand, war Streusen fertig mit Holzhacken und erspäte die Gestalten vor sich. Sie waren noch etwas entfernt aber durchaus sichtbar.

      "Also in den zwei Jahren die ich hier schon wohne hab ich noch nie so viele Personen auf einen Haufen gesehen wie heute..." mit misstrauischem Blick holte er sein Fernglas aus der Tasche und beobachtete die Neuankömmlinge. Diese Anzüge kamen Streusen ziemlich bekannt vor. Er bildete sich ein diese Männer schon einmal gesehen zu haben. Vor ein paar Wochen konnte er beobachten wie sich Caramel mit ein paar ziemlich zwielichtigen Gestalten traf, beide hatten die gleichen Anzüge an.

      "Nun, Geschmack haben diese Leute alle mal, das muss man ihnen lassen..." murmelte der Koch vor sich hin. Er ging zurück ins Haus um nach LinLin zu sehen. Das Mädchen war mit ihrem Frühstück beschäftigt und mampfte alles in sich hinein.

      "Hey LinLin, ich glaube wir bekommen Besuch!" rief er dem Mädchen zu.

      Sie drehte sich um mit vollgestopftem Mund.

      "Mbudder?"

      "Nein, nicht deine Mutter...ein paar gut angezogene Herrschaften mit Masken auf. Kennst du die zufällig oder haben sie sich dir schon einmal vorgestellt, dir oder Caramel?" fragte Streusen mit hochgezogener Augenbraue.

      Sie schüttelte mit ihrem Kopf und schluckte das ganze Essen mit einem Schnapper hinunter.

      "Nein, Mutter hat nie fremde ins Schäfchenhaus gebracht!" erwiderte sie


      Inzwischen waren die Agenten vor dem Haus angekommen und klopften an der Tür. Streusen ging und machte die Tür auf.

      "Kann ich ihnen behilflich sein?" fragte er höflich, wenn auch neugierig.

      "Wir suchen die hier ansässige Mutter Caramel, wir haben uns für heute verabredet..."

      "Das tut mir jetzt aber leid, Caramel ist leider nicht zu hause. Sie musste ganz dringenden Geschäften nachgehen und ist seit gestern nicht mehr auf dieser Insel." erwiderte Streusen "Ich bin in ihrer Abwesenheit der Ansprechpartner für jegliche Angelegenheiten."

      Zhunisha warf einen Blick über Streusen und sah wie LinLin am Tisch saß.

      "Das ist denke ich nicht nötig. Wir haben nämlich schon gefunden weswegen wir hier sind..." erwiderte er und stieß Streusen beiseite.

      "Hey, das ist aber nicht die feine Art!" beschwerte sich der Koch und warf dem Agenten einen vernichtenden Blick zu. Dieser ignorierte ihn und starrte stattdessen auf das Mädchen vor ihm.

      LinLin drehte sich um und war erstaunt jemand anderes als Streusen zu sehen.

      "Wer bist du denn?" fragte sie, ihr Mund war noch voller Essensreste.

      Zhunisha kam LinLin immer näher, seine Kollegen taten es ihm gleich. Zwei von ihnen holten massive Ketten aus Seestein hervor und hielten diese in ihren Händen.

      "Hab keine Angst, wir tun dir nichts. Wir kommen von der Weltregierung, Caramel hat uns geschickt und uns gebeten dich abzuholen."

      Streusen wurde langsam aber sicher nervös. Das war nicht gut, diese Typen wollten LinLin mitnehmen und was noch schlimmer war, sie waren Mitglieder der Weltregierung, und so wie es aussah von der übelsten Sorte.

      "Halt moment mal, nicht so schnell. Hier wird niemand von irgendjemand abgeholt, ist das klar?" brach es aus ihm hervor, er stellte sich vor LinLin in einer schützenden Geste.

      "Aus dem Weg du zu kurz geratener Zwerg. Wir nehmen nur das was uns zusteht. Die Weltregierung hat eine unverschämt hohe Summe zahlen müssen um an die Kraft dieses Monsters zu kommen. Und wie du auch wissen müsstest, wächst Geld nicht an Bäumen..."

      "Oh, nagt die Weltregierung seit neuestem am Hungertuch? Das wäre mir neu...Sklavenhandel ist doch sehr lukrativ möchte ich meinen..." erwiderte Streusen keck, was ihm einen mörderischen Blick von Zhunisha einhandelte.

      "Was kümmert es dich was mit der kleinen passiert? Sie ist ein Monster das richtig genutzt, für uns von größtem Wert sein wird." während Zhunisha, Streusen am Kragen packte und an die Wand schleuderte, kamen die anderen beiden auf LinLin mit den Ketten zu. Sie bekam es mit der Angst zu tun und wich zurück.

      "Lasst mich in Ruhe! Geht weg!!!" schrie sie wütend. "Ich bleibe hier und warte auf Mutter! Sie kommt wieder zurück hat sie gesagt und wenn ich von hier weggehe dann verpasse ich sie noch!" LinLin spürte wie die Ketten um sie gewickelt wurden. Aus einem ihr nicht erkenntlichen Grund fühlte sie sich auf einmal sehr kraftlos. Die schweren Anhängsel machten es schwer für LinLin sich zu bewegen.

      "So wie es aussieht scheint dieses Kind auch von einer Teufelsfrucht gegessen zu haben. Wunderbar, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen...Schafft die Kleine weg auf das Schiff, wir werden den 5 Weisen sofort Bericht erstatten. Die wollen immerhin sehen wohin ihr Geld verschwindet." fügte er mit einem Lächeln hinzu.

      Streusen versuchte sich gegen die vier zu wehren war aber chancenlos. Das war der Nachteil seiner Teufelsfrucht, mit Kochutensilien konnte man nicht wirklich kämpfen...oder er hatte sich zumindest noch nie wirklich damit beschäftigt.

      "LinLin tu doch was, du bist stärker als diese Witzfiguren! Befreie dich und verpassen diesen Idioten eine Abreibung!!!"

      Das Mädchen war jedoch zu verstört um etwas zu unternehmen, sie begann lauthals zu weinen. Und zwar lautstark...Eine kleine Druckwelle folgte und Streusen hielt sich die Ohren zu. Die Agenten taten das gleiche was es ihr ermöglichte aus ihren Griffen zu entfliehen.

      "ICH BLEIBE HIER!" plötzlich und ohne Vorwarnung kam aus dem nichts eine kleine Sonne die neben LinLin auftauchte. Sie war etwa so groß wie ihr Kopf.

      LinLin traute ihren Augen nicht und starrte auf das Wesen mit weit geöffnetem Mund.

      "Hallo LinLin! Mein Name ist Pandora. Ich bin dein Freund und will dir helfen! Mutter schickt mich!" während die Sonne ihr Erscheinen dem Mädchen erklärte, konnte sich Streusen wieder einigermaßen aufrappeln.

      Als sie den Namen ihrer geliebten Ziehmutter hörte war das Mädchen außer sich vor Freude.

      Die Agenten holten ihre Waffen hervor, wurden jedoch von Pandora aufgehalten.

      "Genug davon, ihr solltet schleunigst von hier verschwinden, verstanden?" die Sonne wurde größer und ihr Gesichtsausdruck verwandelte sich in eine Furchteinflössende Fratze.

      Zhunisha rief seine Kollegen zurück und alle vier traten die Flucht an. LinLin war immer noch verdutzt über die Sonne, war jedoch froh diese Gestalten los zu sein.

      "Ich wusste gar nicht das Mutter auch Sonnen erschaffen kann!"

      "Nun ich bin nicht wirklich eine Sonne, viel mehr ein loderndes Feuer in das eine Seele eingepflanzt wurde. Das hier ist nur meine Tarnung."

      Streusen hörte den Erklärungen des seltsamen Wesens aufmerksam zu. So wie er es verstand, hatte Caramel ebenfalls von einer Teufelsfrucht gegessen, augenscheinlich musste es sich um die Seelen Frucht handeln. Vor langer Zeit hatte er einmal ein Exemplar des Buches der Teufelsfrüchte gefunden, durch einen dummen Zwischenfall jedoch wurde es ihm wieder abgenommen. Zu seinem Glück hatte er bereits einen Teil gelesen und die einzelnen Früchte und deren Eigenschaften sich gemerkt.

      "Pandora war der Name, richtig?" die Sonne nickte und schaute rüber zu Streusen.

      "Können wir uns mal kurz unterhalten? LinLin sei so gut und warte hier. Ich muss mal etwas mit unserem neuen Kumpel hier besprechen. Bin gleich wieder da..." Pandora folgte ihm.

      "Okay, jetzt mal Klartext...du hast einen Teil von Caramels Seele in dir, stimmts?"

      "Ja das stimmt." antwortete Pandora wahrheitsgemäß.

      "Aber ich habe doch gesehen wie LinLin Caramel und die Kinder aufgegessen hat! Wie kann das denn möglich sein?"

      "Wie du schon erkannt hast, ein Teil der Seele von Caramel wohnt mir inne, was mich indirekt zu ihr selbst macht." Streusen versuchte all diese Informationen zu verarbeiten.

      "Du musst zugeben das ist schwere Kost, das muss man erst mal verdauen..."

      "Nun ich denke mal LinLin dürfte schon einen Großteil des Verdauens übernommen haben..." erwiderte Pandora mit unschuldiger Miene.

      "Ich werde dem Mädchen nichts davon erzählen, keine Angst. Sie würde es eh nicht verstehen können in ihrem jetzigen Zustand..." fügte die Sonne noch hinzu.


      "Was redet ihr denn da drüben? Kommt wieder her!!!" LinLin stampfte mit ihrem Fuß sodass eine kleine Topfpflanze auf dem Fensterbrett herunterfiel und auf dem Boden zerbrach.

      "Schon gut, wir kommen ja..." Streusen und Pandora kamen wieder zurück.
      ...
      Nach diesem recht Ereignisreichen Tag war der Koch, das Mädchen und die Sonne froh als die Nacht hereinbrach. Pandora beschloss den beiden Gesellschaft zu leisten und wachte über LinLin während sie schlief. Streusen der noch in der Küche beschäftigt war, holte sein altes Messer hervor und schärfte es ein wenig. Er beobachtete Pandora ganz genau und war erstaunt über die vorlaute Sonne. Sie wirkte so friedlich während sie über LinLIn schwebte...

      "Sei bitte etwas leiser, sie schläft!" flüsterte die Sonne dem Koch zu. Der stoppte sein Geschleife und legte sein Messer zur Seite.

      "Schon gut."

      "Und wenn du schon dabei bist mach mal ein bisschen sauber hier. Der Staub hier türmt sich schon an allen Ecken!" Pandora warf ihm einen scharfen Blick zu. Streusen erwiderte den Blick und zeigte eine recht unfreundliche Geste der Sonne gegenüber.

      "Gartenzwerg.." war Pandoras Antwort darauf

      "Ich muss mir garantiert nichts von einer neunmalklugen Sonne wie dir sagen lassen!" seine Stimme wurde lauter.

      "Darf ich dich daran erinnern das du hier eigentlich nur Gast bist? Dieses Haus gehört mir, ich besitze Caramels Seele, das heißt ihr Haus gehört ebenfalls mir..."

      Streusen zog sich genervt zurück während sich Pandora wieder der schlafenden LinLin widmete. Ihr wärmendes Licht spendete dem Mädchen Wohlbefinden und Geborgenheit. Wenngleich dies auch nicht auf Dauer so bleiben würde. Pandora wusste das der Teil von Caramels Seele nur noch sehr wenig Energie hatte und ihre Seelenkraft schon bald komplett aufgebraucht war. LinLin musste lernen mit dieser Kraft umzugehen bevor es zu spät war, deswegen beschloss Pandora gleich morgen damit anzufangen.

      ...
      In den kommenden Tagen begann Pandora LinLin beizubringen mit ihren Kräften umzugehen. Die Sonne war erstaunt über den schnellen Zuwachs an Kraft, hatte aber auch nichts anderes erwartet. Immerhin war ihr Körper ja etwas ganz besonderes.
      Nach einer Woche war es dann soweit, Pandora ging endgültig die Puste aus und der Teil von Caramels Seele der Pandora innewohnte, verschwand komplett in den unendlichen Weiten des Totenreiches. Ersetzt wurde die Seele mit LinLin's und der daraus entstandene Seelenkörper erhielt den Namen Prometheus.

      LinLin war traurig das Pandora nicht mehr existierte, doch freundete sich recht schnell mit Prometheus an. Er war wesentlich kindlicher als Pandora und konnte von dem Mädchen gleichzeitig als Spielkamerad genutzt werden, was ihr sehr gefallen hat.
      Streusen übernahm dabei mehr und mehr die Rolle von LinLin's Mentor und Vormund. Er konnte sich nur langsam an seine Rolle gewöhnen, war er doch vorher meistens alleine gewesen. Mit der Zeit jedoch spielte sich das Team ein und vollbrachte wahre Meisterleistungen. Dank Streusens Hilfe gelang es LinLin schon bald ihr erstes eigenes Kopfgeld zu erlangen, 50 Millionen Berry.

      Kurz nachdem die Nachricht von einem Monster das auf einer Insel in der Neuen Welt hauste, die Runde machte, war LinLin in aller Munde und jeder fürchtete sich vor ihr.
      Viel bekam sie davon nicht mit, war sie doch vielmehr damit beschäftigt mit ihren Kräften Unfug zu treiben und Streusen mehr als einmal zur Verzweiflung zu treiben.

      Sie und Prometheus bildeten dabei ein super Team.

      Streusen war aber auch nicht untätig und beschäftigte sich mehr mit seiner Teufelsfrucht um Wege zu finden sie besser in Kämpfen nutzen zu können. Er begann außerdem damit zu experimentieren seinen Kreationen etwas mehr Leben einzuhauchen. Dies klappte perfekt mit LinLin's Hilfe. Schon bald war der halbe Wald vor dem Schafshäuschen umgewandelt in sprechende Kreaturen. Selbst der Boden wurde zum Leben erweckt.

      LinLin's Zuneigung zu Streusen stieg ebenfalls und inzwischen sah sie ihn als vollen Ersatz für Caramel. Sie wich keinen Schritt von seiner Seite, ging überall dorthin wo er auch war. Sie schlief mit ihm in einem Bett und badete mit ihm. Er las ihr Geschichten vor, was sonst immer Caramel übernommen hatte und brachte es inzwischen sogar fertig, LinLin ohne großes Theater ins Bett zu schaffen.

      Beide führten so ein recht sorgloses Leben und durch die Raubzüge hatten sie auch mehr als genug Geld.

      Einige Jahre gingen ins Land und schließlich feierte LinLin ihren elften Geburtstag. Inzwischen war ihr Kopfgeld auf das dreifache angestiegen und ihr Ruf war noch größer geworden. Ihre Haare waren ebenfalls wesentlich länger und nun zu zwei Zöpfen geflochten. Dank eines deutlichen Wachstumsschubes, was es nötig machte das Schäfchenhaus etwas aufzurüsten, gewann sie noch mehr an Gewalt. Für Streusen war das kein Problem, er hatte seine Teufelskraft in der Zwischenzeit so gut in Griff das er die nötigen Veränderungen im Handumdrehen fertigen konnte. Dieses Mal war das Haus aus komplett essbaren Zutaten und gigantisch im wahrsten Sinne des Wortes.

      Neben Prometheus hatte sie nun auch Zeus, eine Wolke an ihrer Seite mit deren Hilfe sie Angst und Schrecken verbreitete. Auch wenn sie nun etwas älter erschien, ihre Kern-Persönlichkeit war noch immer die selbe. Das machte es etwas schwerer für Streusen da LinLin nun in ein Alter kam in dem es eben nicht mehr so leicht war mal eben zu ihm ins Bett zu gehen oder ein gemeinsames Bad zu veranstalten.

      Deswegen genoss er es wenn es an die Raubzüge durch Königreiche ging, dort war LinLin nämlich komplett anders, mehr das Monster für das sie alle hielten. Er konnte sie gut in Schach halten indem er ihre kindliche Unschuld ausnutzte und ihr vorgaukelte das all diese Menschen böse Dinge getan hatten und dafür bestraft werden müssten. Nebenher verlangten sie auch Süßigkeiten, wobei das eher von LinLin selber kam. Streusen nutze diese um die ersten Grundsteine für das spätere Königreich zu legen das beide regieren würden.

      Nach einem äußerst erfolgreichen Streifzug machten sich LinLin und Streusen nun auf den Heimweg. LinLin schleckte mit Genuss an ihrem Eis während sie es sich auf Zeus gemütlich machte der sie auf seiner Wolkenoberfläche trug.

      "Das hat Spaß gemacht heute, und so viele Süßigkeiten haben die uns auch gegeben!" Sie warf ihren Kopf zurück und lachte lauthals.

      "In der Tat, der heutige Beutezug war ausgezeichnet." Streusen lobte LinLin was ihr sichtlich gefiel. "Ich hab Hunger Onkelchen, mach mir was zu Essen!"

      Nach all den Jahren nannte sie ihn noch immer bei diesem Spitznamen. Er hatte sich inzwischen daran gewöhnt. Wie an so vieles.

      "Es dauert nicht mehr lang dann sind wir zuhause. Gedulde dich noch ein bisschen."

      LinLin gefiel das nicht, sie verschränkte die Arme und schmollte. Streusen rollte genervt mit den Augen und beschleunigte das Tempo. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen sie nun zuhause an und er machte sich sofort an das Essen. LinLin hüpfte in der Zwischenzeit von Zeus herunter und begann mit Prometheus Verstecken zu spielen. Das Gelächter von den beiden war nicht zu überhören. Streusen überlegte ob es nicht an der Zeit wäre ein paar Gehilfen zu erschaffen die ihm in der Küche zur Hand gehen könnten.

      Während der Koch das Essen zubereitete, beobachtete Zeus gemütlich wie Prometheus und LinLin miteinander spielten. Die Wolke war ein eher gemütlicher Zeitgenosse und mochte es sich zu entspannen.

      "Hier findet er mich nie" LinLin lachte sich ins Fäustchen als sie nach der Sonne ausschau hielt. Doch genau das tat er und als er sie entdeckte flog er auf sie zu.

      LinLin lief lachend davon und blickte immer wieder hinter sich. Dadurch übersah sie leider den See der vor ihr auftauchte und in den sie am Ende hineinfiel. Dieser See war jedoch so tief das sie darin nicht stehen konnte, was unüblich war. Normalerweise konnte sie aufgrund ihrer Größe in so gut wie allen Gewässern stehen(mit Ausnahme des Meeres). LinLin geriet in Panik und versuchte sich irgendwie an Land zu ziehen. Durch ihre Teufelskraft jedoch gelang ihr dies nicht. Ihre Hilferufe wurden am Ende von Streusen gehört der zu ihr eilte. Mit Hilfe von Zeus gelang es den beiden LinLin sicher an Land zu bringen.

      "Was machst du denn da Mädchen!" keuchte Streusen außer Atem. Sie spuckte jede Menge Wasser aus. Ihr Gesicht wirkte panisch und ihre Hände griffen nach Streusen.

      Sie drückte ihn fest an sich aus Panik heraus, so fest das er kaum Luft bekam.

      "Du weißt doch das du nicht schwimmen kannst..." sagte er in einer wohlwollenden Stimme. LinLin schniefte aufgeregt, beruhigte sich aber als Streusen ihren Arm streichelte.

      "Jetzt beruhig dich erstmal wieder, du bist jetzt in Sicherheit. Wir gehen zurück und dort trocknest du dich erstmal ab. Sonst holst du dir noch den Tod..."

      LinLin nickte kleinlaut während sie sich wieder auf ihre Beine schwang.


      Später am Abend:

      Streusen hatte es sich vor dem Kamin gemütlich gemacht, sein Schützling an seiner Seite. Sie war in eine warme Decke gewickelt und hatte eine Tasse mit heißem Kakao in ihren Händen. Prometheus und Zeus ware ebenso dabei, sie kreisten über LinLin gemächlich schwebend.

      LinLin fühlte sich schlecht, ihr war schwindlig und heiß. Streusen blickte zu ihr herauf und merkte das etwas nicht stimmte. Sie war ruhiger als sonst.

      "Hey, bist du in Ordnung?"

      "Weiß nich..." murmelte sie. "Mir ist schlecht."

      Streusen sah besorgt aus. Er hatte LinLin bisher noch nie krank erlebt, hatte dies auch nicht für möglich gehalten aufgrund ihres einzigartigen Körpers. Aber anscheinend hatte ihre Robustheit bei Krankheitserregern ihre Grenzen.

      "Du glühst ja!" sagte er als seine Hand ihre Stirn berührte. "Ab mit dir ins Bett." Er begleitete sie in ihr Zimmer und legte sie auf ihr Bett.

      "Wir brauchen einen Doktor...und das so schnell wie möglich." Streusen wog seine Möglichkeiten ab. Schließlich wandte er sich an LinLin's Seelenkörper.

      "Pass auf sie auf während ich einen Doktor organisiere."

      "Bleib bei mir..." kam es aus dem Mädchen hervor.

      "Schon gut, es dauert nicht lang." er streichelte die Hand von LinLin wie er es schon so oft getan hatte.

      Prometheus nickte besorgt während Zeus sich mit Streusen auf den Weg machte um einen Doktor aufzutreiben. Glücklicherweise befand sich auf der Insel nicht weit weg ein sehr bekannter Arzt. Dieser war von LinLin's und Streusens Raubzug verschont geblieben da er zum Zeitpunkt des Streifzuges nicht zuhause war.

      Während sich Prometheus um LinLin kümmerte die inzwischen anfing zu halluzinieren, brachte es Streusen fertig den Arzt zu überzeuge mit ihm zu kommen und ihr zu helfen.

      Nach einer kurzen Untersuchung war klar das obwohl LinLin einen durch und durch robusten Körper besaß, gegen Krankheitserreger so gut wie nicht resistent war. Mithilfe des Arztes konnte das Fieber gesenkt werden und schon bald ging es dem Mädchen wesentlich besser. Als sie aus ihrem Schlaf erwachte sah sie das Streusen neben ihr am Bett saß und ihre Hand hielt. Ein sanftes Lächeln kam über ihre Gesichtszüge und sie drückte seine Hand vorsichtig.

      "Du hältst dein Versprechen ja wirklich" flüsterte sie. Streusen hörte sie nicht, er war viel zu müde dazu. LinLin kuschelte sich in ihr Bett und drehte sich zu ihrem Freund.

      "Danke Onkelchen"

      Mit diesen Worten fiel auch LinLin zurück in ihren Traum, mit dem guten Gewissen einen wahren Freund an ihrer Seite zu haben.

      ...

      So das war das erste Kapitel und eine etwas erweiterte Rückblende zum Flashback Chapter 868. Phew, jetzt geht es erstmal ins Bett. Das Kapitel ist länger geworden als ich dachte. Egal, hoffe euch gefällts. Bald kommt mehr, versprochen.

      LG

      Ceres

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    • Eine schrecklich nette Familie (Ceres)

      Hat mal wieder viel zu lange gedauert, bis ich endlich Zeit und Muße finde, mich auch zu deinem neuen FF zu äußern. Wie ich eigentlich immer bei meinem ersten Kommentar schreibe, sind Rechtschreibung und Grammatik nicht gerade meine stärken, weswegen du zu diesem Thema so gut wie nichts von mir hören wirst, mein Bereich ist da eher das Spekulieren und Interpretieren. Weiterhin möchte ich auch nochmal auf den >FanFiction Übersicht<s Thread verweisen, für den du mir gerne einen Teaser Schicken kannst, sofern du darin aufgenommen werden möchtest. :)

      Die Idee, Big Mums Familie mit etwas mehr Hintergrund zu füllen, gefällt mir bis jetzt sehr gut, mal abwarten wie du es genau umsetzten wird. Immerhin dürfte eine mehr oder weniger durchgehende Geschichte, von den Ereignissen im ersten Kapitel, bis zu den heutigen Ereignissen in One Piece, doch etwas lang werden. Du schreibst zwar in deiner Einleitung von einzelnen Kurzgeschichten, aber ich würde vermuten, dass es doch einem grob zusammenhängenden Handlungs- und Zeitbogen geben wird. Deine Idee dort zu beginnen, wo wir die kleine LinLin in Odas FB verlassen haben, finde ich sehr gut, da es so einen guten Anknüpfungspunkt ans Original gibt und wir nicht einfach in deine Ereignisse hineingeworfen werden. Bin schon gespannt darauf, wie du es weiter umsetzten wird, immerhin braucht LinLin einen Mann, um die ersten Kinder zu bekommen sofern Streusen nicht... 8| vergessen wir das.

      Die Kindliche LinLin hast du für meine Geschmack übrigens ziemlich gut getroffen, zumindest könnte ich sie mir so vorstellen. Sowohl, was ihre erste Begegnung mit Streusen angeht, als auch ihr Kampf gegen die "nicht Vorhandene" Müdigkeit. Zum eigentlichen Streusen können wir dagegen wenig sagen, aber deine Umsetzung ist nicht schlecht, mal schauen wie es sich weiter entwickelt.

      Etwas kritisieren muss ich deine Darstellung der CP-0. Für mich wirken sie hier einfach nicht gefährlich, bzw als die Macht, welche sie eigentlich sind. Auch wenn LinLin schon sehr stark und gefährlich ist, lassen sie sich doch etwas zu leicht verscheuchen. Immerhin wissen sie, was sie da gekauft haben und sollten deswegen nicht irgendwelche schwachen Leute schicken, sondern gute und starke Agenten. Selbst wenn Caramel noch dagewesen wäre, LinLin hätte sich sicher auch dann nicht so einfach mitnehmen lassen. Auch gab es keine unliebsamen Zeugen, auf die man hätte Rücksicht nehmen müssen. Nur Streusen, den sie zu Caramel gezählt haben und der zu dieser Zeit auch kein so guter Kämpfer war. Eigentlich spricht also nichts dagegen, dass sie noch rabiater vorgehen oder ein paar Tage später mit einer größeren Truppenstärke zurückkommen, um LinLin zu holen. Einfach gesagt, ich finde sie geben viel zu schnell auf.

      Auch Pandoras auftauchen hat mich etwas irritiert, da sie im Manga in der ganzen Zeit nach Elbaf nicht mehr zu sehen war. Weiterhin ist mir ihre Persönlichkeit zu freundlich dafür, dass sie einen Teil von Caramels Seele enthält. Wir wissen zwar noch nichts darüber, in wieweit die Persönlichkeit des „Spenders“ das verhalten des Homies beeinflusst, aber persönlich hätte etwas anderes erwartet. Besonders, da sie einiges zu Wissen scheint und sich Streusen gegenüber ein bisschen wie die Hausherrin, also Caramel aufführt und LinLin auch im einsetzen ihrer Kräfte trainiert. Dies alles deutet für mich eher an, dass Caramel in gewisser wiese in der Sonne weiterlebt und dieser Teil wird sicher nicht davon begeistert sein, dass ihr Rest von LinLin gefressen worden ist.

      Weiterhin bin ich eher der Meinung, dass mit dem Tod der erstellenden und/oder spendenden Person auch der Homie vergeht, aber dass ist derzeit auch noch jedem selbst überlassen, da Oda sich noch nicht dazu geäußert hat.

      Bis auf diese beiden Punkte, hat mir die Umsetzung aber sehr gut gefallen, auch dass es am Ende etwas schneller wurde und die Verbesserung der TK-Nutzumng bei LinLin und Streusen nur am Rande erwähnt wurde, genauso wie der langsame Aufbau ihres Rufes und ihres Herrschaftsgebietes. Hier ist es so, dass alles von Streusen ausgeht und er sich nur LinLins einfachen Charakter bedient, um seine Ideen durchzusetzen. Etwas was auch in den Diskussionen zum Manga aufgekommen ist.

      Bei Schriftbild hat mich etwas irritiert, dass du für jeden gesprochenen Satz einer Person, mit der dazu gehörigen Handlung, einen eigenen Textblock gewählt hast. Dies ist war zum lesen und für den Überblick nicht schlecht, irritiert mich aber trotzdem etwas. Allerdings ist dein Text auch, anders als z.B. bei Bo, derzeit noch eher sprachlastig und nutzt nicht so viele Beschreibungen der Umgebung und Handlung.

      Allgemeinem hat mir dein Kapitel sehr gut gefallen und ich bin schon auf das nächste gespannt. ^.^
      :thumbsup: Nicht nur in One Piece die reine Wahrheit: :thumbsup:
      Pirates are evil?!!... ...The Marines are Justice?!!
      These labels have been passed around Heaven knows how many times...!!!
      Kids who have never known peace... ...and kids who have never known war... ...Their values are too different!!!
      Whoever stands at the top can define right and wrong as they see fit!!!
      Right now, we stand in neutral territory!!!
      "Justice will prevail"?!... ...Well, sure it will!
      Whoever prevails... ...is Justice!!!! (Doflamingo)

      So kann man es aber auch sehen
      "THERE IS NO JUSTICE, THERE IS ONLY ME!"
      Death, Discworld, Terry Pratchett

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